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Ein Wolf in der Heide

Ein kleiner Schrauberblog zu Reparaturen, Modifikationen und Erlebnissen mit meinen Fahrzeugen

15.05.2016 01:12    |    niclas1234    |    Kommentare (29)

Moin Leute,

 

heute mal wieder ein kurzer Artikel von mir zu meinem E 46 Daily Driver. Ich habe den Wagen nun seit Juli 2014 und eigentlich war seit dem Kauf klar, dass ich ein neues Fahrwerk verbauen wollte. Im Golf damals habe ich bei ca 210 tkm das Fahrwerk gewechselt und der Unterschied war wie Tag und Nacht. Somit war mir klar, da der BMW eine ähnliche Laufleistung hat muss ein neues Fahrwerk her. Da ich auch auf eine dezente Tieferlegung stehe sollte es kein Originales Fahrwerk mehr werden sondern ein Sportfahrwerk.

 

Übersicht der verbauten TeileÜbersicht der verbauten Teile

 

Grundsätzlich musste aber noch die Entscheidung getroffen werden ob ein Gewinde oder ein statisches Fahrwerk. Ich wollte eigentlich eine sehr gute Kurvenlage erreichen allerdings gleichzeitig die Höhe passend einstellen können. Gerade beim E 46 ist dies nicht so einfach, da er vorne ziemlich hoch baut und hinten zu einem Hängearsch neigt. Zudem bin ich kein großer Freund von einer starken Keilform. Somit hatte ich anfangs die 55/30 mm Tieferlegungsfedern ausgeschlossen. Nach Langer Recherche und ansehen etlicher Bilder wurde allerdings klar, dass der Wagen bei einer 55/30 Tieferlegung mit den originalen Domlagern bestenfalls grade ist, aber auf keinen Fall einen Keil hat.

 

Vormontierte FederbeineVormontierte Federbeine Auf der Bühne ...Auf der Bühne ...

 

Da ich mit dem Wagen nur auf der Straße unterwegs bin sollte zudem ein preiswertes aber dennoch hochwertiges Fahrwerk verbaut werden. Da wird die Auswahl wirklich eng, da ich von Marken wie TA Technix oder JOM nichts halte. Lediglich der deutsche Hersteller AP konnte mich einigermaßen überzeugen. Hier hatten viele aus dem Forum gute Erfahrungen gesammelt. Nach einigen weiteren Monaten hin und her standen letztendlich drei Fahrwerke in der engeren Auswahl.

 

1. AP Gewindefahrwerk

 

Das AP Gewinde ist mit ca. 500 € relativ Preiswert und hat für mich den riesigen Vorteil, dass es halt frei Einstellbar ist. Der Grund warum ich es letztendlich nicht gekauft habe war ein Gespräch auf der Essen Motorshow mit einem Mitarbeiter am Stand. Dieser erzählte mir, dass das AP von den Dämpfern her sogar weicher ist als das M Paket Fahrwerk. Das war leider nicht was ich suchte, da ich gerne ein etwas sportlicheres Fahrwerk haben wollte.

 

2. DTS line Gewindefahrwerk

 

Das DTS line wird von vielen E 46 Fahrern, vor allem in FB Gruppen vergöttert. Es ist mit ca. 280 € wirklich spottbillig und soll angeblich ein altes KW Variante eins sein. Woher kommt diese Vermutung? Nun das AP Gewindefahrwerk ist ein ehemaliges KW Variante 1 gewesen früher. Das DTS Line Fahrwerk ist teilweise ein AP Fahrwerk gewesen. Somit ist die Vermutung nahe: KW V1 = AP Gewinde = DTS Line. Nur mal im Ernst: Wer denkt denn, dass es ein 800 € Fahrwerk für 280 € gibt? So groß kann die Gewinnspanne eines Unternehmens kaum sein, wenn es keinen Angebissenen Apfel als Logo hat. Von einem bekannten, welcher sich in dem Bereich recht gut auskennt wurde mir zugetragen, dass bei dem DTS Fahrwerk unter anderem an den Stoßdämpferpatronen und den Federn gespart wird. Das Gehäuse ist oftmals tatsächlich ein AP und der Aufbau ist exakt gleich, aber deswegen hat man noch nicht dasselbe Fahrwerk. Aus diesem Grund schied das DTS Line Fahrwerk für mich aus.

 

3. Kombination aus Sachs Advantage Stoßdämpfern und Eibach Sportline Federn

 

Diese Kombination klingt erst mal komisch, da es kein vollständiges Fahrwerk ist, allerdings nach näherer Erläuterung ist es ganz einfach nachzuvollziehen. Federn machen am Fahrwerk viel aus, allerdings muss jemand der wirklich sportlich unterwegs sein will sich auch mit den Stoßdämpfern befassen. Diese geben maßgeblich die Härte vor. Also war klar es müssen Sportstoßdämpfer von einem namhaften Hersteller her. Damit blieben noch Sachs Advantage, Koni STR-T (Orange) und Bilstein B 6 im Rennen. Die Koni schieden aus, weil sie leider nicht mehr als 40 mm Tieferlegung vertragen. Die Bilstein wurden mit 500 € aus Preisgründen rausgeworfen. Somit blieben die Sachs Dämpfer als Favorit übrig. Bei den Federn war es einfacher, da hier fast nur H&R und Eibach als Hersteller in Frage kamen. Es wurden nach etlichen Erfahrungsberichten die Eibach Federn, da diese komfortabler und im Gesamtpaket stimmiger als die H & R sein sollten (am E 46).

 

Letztendlich ist es nun dieses Fahrwerk geworden. Die Besorgung der Teile hat allerdings so lange gedauert, dass mein Fahrwerk sich unter den Youngsters schon als running Gag etabliert hatte. Alles sollte früher fertig werden als mein Fahrwerk (Sogar der Berliner Flughafen). Verständlich bei einer Besorgungszeit von fast 1 ½ Jahren. Allerdings gab es am Fahrzeug häufig wichtigere Dinge zu erledigen, welche Vorrang hatten.

 

Demontage der StoßdämpferDemontage der Stoßdämpfer Alte FederAlte Feder

 

Nun im Februar 2016 war es dann endlich soweit. Die Teile wurden bestellt und geliefert. Wer denkt mit Federn und Dämpfern wäre es das gewesen, den mag ich nun eines Besseren belehren. Die Tücke steckt in den vielen Kleinteilen welche heftig zu Buche schlagen. Hier mal eine Liste der Verbauten Teile:

 

Sachs Advantage Stoßdämpfer

Eibach Sportline Federn

Sachs Z 4 Domlager vorne

Sachs Standard Domlager hinten

Z3 Domversteifungsplatten von Bimmertune

Lemförder Pendelstützen vorne

Lemförder Koppelstangen hinten

Sachs Staubschutz vorne und hinten

Original BMW Federteller vorne

Federunterlagen für vorne und hinten jeweils unten und oben von BMW

Alle Fahrwerksschrauben und Muttern sowie Unterlegscheiben neu von BMW.

 

Gerade die kleinen Schrauben und Scheiben kosten mehr als man denkt. Allerdings habe ich hiermit ein rundum-sorglos Paket fürs Fahrwerk und muss da nicht mehr ran die nächsten Jahre (hoffe ich). Die ganzen Teile waren nun bei rund 750 € (teurer als man denkt für ein günstiges Fahrwerk).

 

Neue FedernNeue Federn Montage Federbein 1Montage Federbein 1

 

Der Einbau verlief relativ unspektakulär in meiner Halle auf einem gemütlichen Donnerstagabend. Es kam zu keinem Zwischenfall, was ich sehr begrüße und auch als selten ansehe (irgendwas ist ja immer). Freitagmorgen ging der Wagen dann zum Einstellen der Spur in eine freie Werkstatt im Nachbardorf. Eine Woche Später am Freitag ging es dann mit dem Fahrzeug zum TÜV zum Eintragen der Federn (Stoßdämpfer sind eintragungsfrei). Das verlief alles Problemfrei. Ich war direkt mit Teilegutachten und Vermessungsprotokoll bewaffnet und stand pünktlich zu meinem Termin vor der Tür. Damit war die Laune des Prüfers schon mal gut und er lobte mich für die vielen Teile, welche mit getauscht wurden und den sauberen Einbau. Somit stand der Berichtigung meiner Fahrzeugpapiere nichts mehr im Weg und der BMW ist wieder legal unterwegs.

 

Montage Federbein 2Montage Federbein 2 Montage Federbein 3Montage Federbein 3

 

Seitdem das Fahrwerk verbaut ist habe ich ca. 8 tkm gefahren und ich bin äußerst zufrieden. Ich war mit dem Wagen bereits auf der Nordschleife und in der Eifel unterwegs wo sich das Fahrverhalten besonders ausgezahlt hat. Der Wagen fährt sich wie zu erwarten deutlich frischer und geht richtig gut ums Eck, dank verringerter Seitenneigung. Zudem ist der Komfort durch die neuen Dämpfer und Lager sogar gestiegen, trotz Tieferlegung. Diese ist im Übrigen absolut alltagstauglich und schränkt mich in keiner Form ein. Ich kann nun auch bei meinem zweiten Auto mit neuem Fahrwerk sagen, dass es sich definitiv gelohnt hat und ich es bei jedem weiteren Auto ebenso machen würde. Für mich ist es ein reiner Zugewinn an Fahrspaß und Sicherheit.

 

Montage der KoppelstangeMontage der Koppelstange Ein Letzter Blick vor dem AblassenEin Letzter Blick vor dem Ablassen

 

Habt ihr schon was an euren Fahrwerken gemacht? Und seid ihr eher für Serienfahrwerke oder Sportfahrwerk? Ich freue mich über eure Kommentare und Meinungen :)

 

Gruß Niclas

 

Altes FahrwerkAltes Fahrwerk Fertig :)Fertig :)

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15.05.2016 08:45    |    Goify

Ich hatte schon bei zwei Autos die Serienstoßdämpfer (Golf III GTI mit Plus-Fahrwerk und W202 mit Standard-Fahrwerk) gegen Sachs-Touring-Stoßdämpfer getauscht. Grundsätzlich war ich zufrieden, nur leider waren sie wesentlich härter als die Seriendämpfer.

Was viele Tuner falsch machen ist, härtere Federn einzubauen und die Stoßdämpfer entweder überhaupt nicht anzupassen oder nur durch moderat härtere. Das führt dann zum typisch hoppeligen/schaukeligen Fahrverhalten. So war es auch im Golf III Variant meiner Mutter: Seriendämpfer i. V. mit H&R 60/40 fuhr sich zwar recht komfortabel, wurde nur bei schlechten Straßen sehr schaukelig.


15.05.2016 11:40    |    niclas1234

Soweit ich weiß, sind die Sachs super Touring nur der Ersatz für die originalen Stoßdämpfer oder irre ich mich da? Was du ansprichst mit den Federn kann ich absolut bestätigen. Bei vielen muss es schnell und billig möglichst tief gehen und dann werden halt mal 60 mm Federn auf die 200 tkm alten Seriendämpfer gepackt. Das sich so etwas nicht gut fahren kann ist klar. Ich rate meinen Kollegen immer zumindest die Stoßdämpfer gleich mit zu wechseln. gerade das von dir angesprochene Koppeln tritt dann auf, wenn der Stoßdämpfer aus seinem Arbeitsbereich raus kommt und kann in manchen Kurven wirklich verheerende Folgen haben.


16.05.2016 10:30    |    nick_rs

Ich hatte ja schon mehrfach die Ehre das neue Fahrwerk zu bewegen. Es ist wirklich ein enormer Unterschied und fährt sich sehr gut.

Ich habe ja seit zwei Jahren auch die Eibach ProKit Federn drin. Die Dämpfer habe ich Original gelassen, da diese erst kurz zu vor neu kamen. Trotzdem wirkt das Fahrwerk insgesamt sehr stimmig, da schaukelt nichts ;)


17.05.2016 10:52    |    pico24229

Ich hatte mal eine E-klasse avantgarde also mit serienmäßigen "Sportfahrwerk" inkl. Tieferlegung. Fuhr sich spitze aber an jedem parkplatz aufsetzer mit der stossstange. -Und das bei einem Mercedes

 

Deswegen lieber das Standardfahrwerk, was in gutem zustand ja auch top ist.


17.05.2016 12:13    |    CentaXx

Ich habe in beiden C30 Sportfahrwerke nachgerüstet...

 

Im 1.6D habe ich ein gebrauchtes, originales Sportfahrwerk eingebaut. Das war wirklich gut abgestimmt und hatte viel Restkomfort, war hinten jedoch zu hoch. Die C30 habe sowieso sehr "schwierige" Radläufe, wo keine Höhe gut aussieht. Die Verbesserung des Fahrverhaltens war beeindruckend, während er sich vorher über Autobahnen schaukelte, reagierte die Vorderachse dann ziemlich präzise. Der Wechsel geschah bei ~90.000km, das gebrauchte Fahrwerk hatte ~30.000km auf der Uhr.

 

Dann habe ich mir den T5 gekauft und hatte wieder ein Schaukelfahrwerk, was auch noch deutlich unkomfortabler war als das Serienfahrwerk im 1.6D. Diesmal hieß es "kleckern statt klotzen" und bisher haben ein Bilstein B14, zahlreiche Neuteile, Sturzversteller und PU-Buchsen im vorderen Querlenker in den Wagen gefunden. Ich wollte unbedingt ein einstellbares Fahrwerk haben und schätze, bei einer 50/40 Tieferlegung wird er endlich so dastehen, wie ich es möchte.

 

Diesmal habe ich den zu hohen Sturz an der Hinterachse korrigiert (ca. 1.4° Serie / ca. 2.3° mit Tieferlegung / ca. 1.3° mit Tieferlegung + Sturzkorrektur). Jetzt ist das Heck etwas aktiver als beim 1.6D und ein Übersteuern lässt sich provozieren, er ist jedoch noch immer sehr untersteuernd ausgelegt. In Zukunft wird ein größerer Stabi hinten für ein absolut neutrales Fahrverhalten sorgen, hat ein Freund von mir verbaut.

 

Im Gegensatz zur Feder-Dämpfer Kombination von Freunden ist das B14 deutlich komfortabler und dabei einstellbar. Auch die PU Buchsen haben ihren Teil zum Fahrverhalten beigetragen, man merkt deutlich stärker, wie die Vorderräder sich verhalten und wann ihnen der Grip ausgeht. Für einen Volvo ist das Fahrverhalten wirklich "sportlich".

 

So komfortabel ist er natürlich nicht mehr, ist aber noch sehr gut fahrbar. Am stärksten fällt das verbesserte Fahrverhalten auf der Autobahn auf... Viele Kurven fühlten sich mit dem Originalfahrwerk nur bis ~200 gut an, weil er empfindlicher auf Lastwechsel reagierte, mit dem B14 kann man sorgenfrei mit 250 durch solche Kurven fahren.

 

Mein nächstes Fahrwerk soll jedoch ein voll einstellbares werden. Das B14 ist für zu viele Autos entwickelt (Mazda 3, Focus 1.4 bis 2.5 ST, Volvo C30 1.6 bis V50 2.5 T5....), das merkt man ihm an. Beim C30 ist die Hinterachse zu hart gefedert, bei voller Beladung wird er hinten deutlich weicher und angenehmer zu fahren - bei 'Speedbumps' verhält sich die Front normal und beim Heck denkt man, es hebt bald ab. Vorne hätte ich gerne mehr Zugstufendämpfung, da er dort gerne etwas schaukelt. Hinten weniger Druck- und Zugstufe. Aber für den Preis von ~630€ kann man beim B14 einfach nicht meckern - nur würde ich beim nächsten Mal direkt zum B16 oder KW v3 greifen.



17.05.2016 13:25    |    greentea868

Wenn man keine Rennen fahren will nur Serienfahrwerke, am besten von Herstellern, die etwas von Fahrwerken verstehen :) ich bin absolut kein Fan davon ein Fahrwerk zu verändern, da im Serienzustand meist eine passende Abstimmung aller Komponenten stattgefunden hat. Und warum sollte ich da drin rumpfuschen? Aus anderen Fahrwerken ergibt sich mMn oft ein unharmonisches Verhalten des Autos.

 

Beim 3er vom Niclas sind zum Beispiel die Rückstellkräfte der Lenkung durch das Fahrwerk viel schwächer geworden und die leichtgänige Lenkunkung harmoniert nicht mehr mit dem schnellen Ansprechen auf Lenkbewegungen durch die härtere Abstimmung. Dazu ist das Fahrwerk für die allgemein sehr erwachsene und langsteckenorientierte Auslegung des E46 viel zu hart. Meiner Meinung nach war das eher ein Downgrade zu einem frischen Originalfahrwerk.


17.05.2016 14:44    |    niclas1234

Bevor ich ausführlich antworte heute Abend noch etwas: Die mangelnde Rückstellkraft der Lenkung war auf deutlich zu hohen Luftdruck an der Vorderachse zurückzuführen und nicht auf das Fahrwerk. Wäre auch komisch, da dieses bei korrekt eingestellter Spur die Lenkung nicht direkt beeinflussen kann. ;)


17.05.2016 14:51    |    Goify

greentea, du bist den Wagen also schon mal gefahren. Das Verändern des Fahrwerks ging zumindest bei mir jedes Mal in die Hose und ich weiß noch nicht so recht, warum ich daraus nicht klüger geworden bin. Vielleicht sollte man anerkennen, dass ein frisches Originalfahrwerk für den Normalfahrer das Optimum darstellt und wenn man mag, kann man ein originales Sportfahrwerk verbauen, was allerdings nicht nur aus Stoßdämpfern und Federn besteht. Beim W202 heißt Sportfahrwerk: andere Dämpfer, andere Federn, geänderte Stabis vorne und hinten, härtere Gummis in den Querlenkern vorne unten und oben, eine andere Achsgeometrie und eine direktere Lenkübersetzung. Zu guter Letzt straffere Sitze und ein kleineres Lenkrad. In Summe also ein vollkommen anderes Fahrzeug.

 

In meinem Superb ist das DCC-Fahrwerk verbaut und man kann testen, was es bedeutet, ein Fahrwerk sportlicher allein durch verändern der Dämpfkraft zu machen. Es gelingt nur im Ansatz, da die Federn und Stabis weiterhin eher auf Komfort abgestimmt sind. Die Lenkung wird zwar straffer, aber kaum direkter und die Räder ändern sich auf Knopfdruck auch nicht.

 

Zitat:

Wäre auch komisch, da dieses bei korrekt eingestellter Spur die Lenkung nicht direkt beeinflussen kann.

Spur, Nachlauf und Sturz beeinflussen in Summe die Rückstellkraft. EDIT: Und natürlich die Einpresstiefe und Reifenbreite am meisten.


17.05.2016 14:57    |    niclas1234

Und genau diese werden bei einer Achsvermesssung eingestellt ;) Reifen sind weiterhin wie Serie.


17.05.2016 16:22    |    greentea868

Ja Goify, sowohl vorher als auch nachher. Dazu noch einige andere E46 :)


17.05.2016 18:10    |    ToledoDriver82

Ich hab vor etwa 3,5 Jahren beim Mazda die Federn gegen 30er Tieferlegungsfedern getauscht,dazu neue Sachs Dämpfer ausgelegt für bis zu 40mm Tieferlegung,neue Querlenker vorne und hinten,neue Domlager,PU Buchsen für Stabis und PU Gummis für die Koppelstangen....vor ein paar Wochen hab ich die Federn wieder gegen die originalen getauscht. War es zu Anfang nett...sowohl Optik als auch Kurvenlage...so nervte die "Härte" die letzte Zeit nur noch. Selbst das Dämpfer wechseln vor 1,5 Jahren brachte keine wirkliche Besserung. Optisch ist es jetzt natürlich nicht mehr so schick,auch das Kurvenverhalten ist spürbar schlechter geworden.....ABER der Komfortgewinn ist enorm,von der Alltagstauglichkeit ganz zu schweigen....keine aufsetzen mehr,keine Angst mehr vor hohen Bordsteinen....für mich kommt ein Sportfahrwerk mit einhergehender Tieferlegung so schnell nicht wieder ins/unters Auto ;)


17.05.2016 18:40    |    Luke-R56

Ich habe das Fahrwerk von meinem MX-5 vor gut einem Jahr gewechselt.

 

Das alte Fahrwerk war zumindest teilweise schon mal erneuert worden und fühlte sich wirklich okay an. Provokant gesagt, der Wagen ging schon immer besser durch Kurven als die meisten anderen Autos. Allerdings sind späte MX-5 NA furchtbar hochbeinig, und ein bisschen weniger Seitenneigung wäre auch wünschenswert... also hab ich mal die Augen offen gehalten. Und nach einiger Zeit lief mir ein gebrauchtes, aber wenig gefahrenes Weitec Gewindefahrwerk für einen super Preis zu. Dazu gab es neue Staubschutzmanschetten, der Rest wurde weiter verwendet. Und meine alten Federn bin ich sogar noch im Tausch gegen eine Kiste Bier losgeworden :D

 

In der ersten Einstellung fuhr sich das ganze aber recht bescheiden, die Hinterachse hat ziemlich gehoppelt und zu hart war die gesamte Chose auch, also habe ich ein bisschen nachjustiert und bin zum Schluss bei einer Tieferlegung von geschätzten 45/25 (Bodenfreiheit unterm Längsträger 8-9 cm) gelandet. Das ist ein bisschen keilförmiger als ursprünglich erwünscht (sh. miserables Foto), aber fährt - abseits von Kopfsteinpflaster - absolut grandios. Und genau deshalb würde ich in jedem Fall wieder zu einem Gewindefahrwerk greifen :)

 

 

@ToledoDriver: Hast du deine Umbauten in einem Zug gemacht, oder kannst du mir sagen wie sich PU-Buchsen für Koppelstangen und Stabis alleine auswirken?


Bild

18.05.2016 09:12    |    Hellhound1979

Der 46 steht, mit dem neuen Fahrwerkm, optisch gut da, gefällt mir.

 

Ich selbst habe ein KW Variante 1 Gewiner Verbaut. Das Ganzen in Verbindung mit einem einstellbaren Panhardstab, da eine Starrachse mit Panhardstabaufhängung die Eigenheit hat beim ein- und ausfedern seitlich zu versetzen. Mit dem einstellbaren Oanhardstab kann man die Achse im wieder vermitteln.

Eine weitere Eigentheit ist, das die Achse bei einer Tieferlegung nach hinten kippt, da sich der Anlenkpunkt der hinteren Längslenker verschiebt. Daraus resultiert Traktionsverlust und Wheelhop. Also wurden hier so genannte "Relocation Brackets" verbaut die den Anlenkpunkt korrigieren. Die etwas bessere Lösung wären einstellbare Längslenker gewesen.


18.05.2016 20:34    |    ToledoDriver82

Zitat:

@ToledoDriver: Hast du deine Umbauten in einem Zug gemacht, oder kannst du mir sagen wie sich PU-Buchsen für Koppelstangen und Stabis alleine auswirken?

Kann ich dir leider nicht....ich kann nur sagen,dass sie bedeutend länger halten,gerade bei den Koppelstangen


19.05.2016 08:32    |    Match6

Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht. Hatte an meinem letzten 3BG Passat ebenfalls eine Kombi aus den besagten Sachs Dämpfern aber mit H&R federn verbaut und mit der Straßenlage und dem Restkompfort sehr zufrieden.


19.05.2016 11:33    |    Ti-Driver

Welcher TÜV hat denn die Abnahme gemacht?. Für die Höherlegung mit meinem Volvo V60 und den gleichen Unterlagen bin ich bisher nicht weiter gekommen. Der für die Einzelabnahme zuständige SV vom TÜV Nord hat abgewunken. Der TÜV Süd darf hier im Bereich des TÜV Nord nur Abnahmen nach 19 und 21 machen. Dekra , GTÜ, FKÜ und Andere fallen daher ebenfalls aus.


19.05.2016 16:08    |    Provaider

Ich haben nen KW V3 für 410€ bekommen direkt vom KW per Ebay als Lagerräumung ;) Jetzt ist er deutlich tiefer, weil zu hoch fährt es sich unkomfortabler als so.

 

Aber ein Lob für die vielen Guten Teile. Ich dachte der BMW wird nicht verbastelt ;)


19.05.2016 16:16    |    MasteratDesaster

Schöne Doku! Genau so geht man einen Fahrwerksumbau an, sehr professionel, vor allem angesichts des Kilometerstandes.

Neue Verschraubungen machen jeden Einbau / zukünftige Reparaturen deutlich angenehmer.

 

In 2013 kaufte ich mir meinen E46 Touring mit ca. 165tkm.

Kurz darauf gab es eine umfangreiche Fahrwerksrevision.

Deine Überlegungen zum Thema kommen mir bekannt vor ;)

Im Gegensatz zum Vorgänger - E36 Coupe - sollte es etwas langstrecken tauglicher sein. Fürs Räubern gibts ja noch den E36 :))

 

Werksseitig ist mein Touring neben M-Technik Exterior/Interior mit einem M-Fahrwerk gesegnet. Dieses sollte in teilen optimiert werden, bei möglichst viel Restkomfort auf schnellen Autobahnetappen.

 

Raus kam ein ähnliches Setup.

 

Sachs Advantage VA + HA

Sachs Domlager VA + HA

Sachs Rep.Kit VA + HA

Meyle Längslenkerlager VA + HA

neue Schrauben, Gummis etc

 

Tieferlegung mittels 40/00 Federn von KW, wobei die Hinterachse neue Bilsteinfedern mit M-Fahrwerk typischer 20mm Tieferlegung versehen wurde.

 

Resultat, leichte Keilform viel Restkomfort im Low-Speed und souveräne Straßenlage im High-Speed Bereich, Ziel erfüllt.

Aktuell stehen 207tkm auf dem Tacho, über 40tkm zufrieden mit viel Fahrspass ;)


19.05.2016 23:03    |    nick_rs

@greentea868 sorry, aber was du redest ist Quatsch. Ich bin das Auto sowohl vor als auch nach dem Fahrwerktausch deutlich häufiger gefahren als du und finde es ganz und garnicht unharmonisch. Und auch ein Automobilhersteller baut nicht das perfekte Fahrwerk.

Ein Fahrwerk ist IMMER ein Kompromiss. Es gibt kein Perfektes.

Die Automobilhersteller gehen meist etwas mehr in Richtung Komfort. Aber wenn einem die Ästhetik und das sportliche ansprechen wichtiger sind als Komfort, warum sollte man es dann nicht tauschen? Ich kaufe doch auch kein neues Auto weil mir die Felgen nicht gefallen. Und die Hersteller von Zubehör-Fahrwerken testen diese auch entsprechend. Unharmonisch ist da kaum was. Gut, Niclas sein kit ist etwas hart geworden. Aber generell ein Zubehörfahrwerk als unharmonisch zu bezeichnen ist Schwachsinn


20.05.2016 10:56    |    Luke-R56

Nunja, den meisten geht es bei sowas um möglichst tief und hart. Dann ist der Komfort hinüber und die Karre ist sogar langsamer geworden, weil sie nur am rumhoppeln ist*. Von daher stimmt das im echten Leben dann doch überraschend oft.

Wie das hier aussieht, kann ich natürlich nicht beurteilen. Da die Tieferlegung recht moderat ist und offenbar hochwertiges Material verwendet wurde, in dubio pro reo :D

 

* ich meine, Top Gear hätte mal ein Auto in seinen diversen Fahrwerkssettings auf dem Track bewegt. Am schnellsten war das Ding im Comfort-Modus...


20.05.2016 12:23    |    Dynamix

Wundert mich nicht, viele suggerieren hart mit schnell. Interessanterweise bin ich mit einem 3er mit Standardfahrwerk ähnlich schnell wie so mancher Möchtegern mit seinem Sportfahrwerk.

 

Klar schaukelt so ein auf Komfort getrimmtes Fahrwerk mehr aber wenn man es vernünftig gemacht hat kann man auch damit flott sein. Man muss halt nur das Vertrauen haben das der Wagen trotz Schräglage nicht abfliegt ;)


20.05.2016 17:41    |    nick_rs

Ich und auch greentea wissen aber, dass das nicht Niclas Hintergedanke war, sondern dass er sich Sehrwohl Gedanken über das Fahrwerk gemacht hat. Nicht umsonst hat es ewig gedauert ^^


20.05.2016 18:18    |    greentea868

Was war denn sein Hintergedanke? ô0


20.05.2016 18:36    |    Dynamix

Niclas hat Hintergedanken? :D


20.05.2016 19:33    |    Goify

Na hoffentlich keine schmutzigen Hintergedanken.

 

Also mein Auto schätze ich mit auf "Sport" gestellte Stoßdämpfer als langsamer an als im Komfort-Modus. Würde man allerdings andere Stabis und Federn verbauen, würde sich das wieder ändern.


23.05.2016 22:01    |    niclas1234

Danke schon mal für die Zahlreiche Resonanz auf meinen Artikel :) Freut mich wenn ich ein Thema für eine sachliche Diskussion gefunden habe. Wie Ihr merkt habe ich mir selbst ja auch schon viel und lange Gedanken gemacht. Ich muss allerdings auch sagen, dass ich einige Meinungen hier mit etwas Abstand betrachte. Zum Beispiel kann ich mir nicht erklären wie man mit einem Avantgarde Fahrwerk (welches 20-25 mm Tiefer als Serie ist) auf jedem Parkplatz aufsetzt. Ich denke kaum, dass Mercedes so knapp konzipiert hat. Weiterhin wehre ich mich gegen die Annahme, dass man mit dem Serienfahrwerk schneller ist, als mit einem Sportfahrwerk. Ich denke ihr habt recht, dass viele schlechte Fahrwerke im Umlauf sind und, dass ein knüppelhartes Fahrwerk ein ziemlicher Rückschritt ist, welcher die Dynamik beeinträchtigt. Nun aber die Vorteile sind auch nicht von der Hand zu weisen. Dazu gehört nunmal der tiefere Schwerpunkt und die geringere Rollneigung. Gerade bei mir hat man das stark gemerkt. Ich kann deutlich schneller durch Kurven fahren und das auch ohne das subjektive Gefühl, sondern auch realistisch. Zudem liegt mein Auto jetzt bei hohen Geschwindigkeiten viel Ruhiger. Beispiel 200 kmh auf der Autobahn. Mit Serienfahrwerk eine schaukelige Angelegenheit, nun mit Sportfahrwerk eine angenehme Sache. Aber ich verstehe natürlich jeden, der lieber ein komfortables Fahrwerk haben möchte, den die Vorteile dieses sind nicht aus der Welt zu reden. Wie Nick es sagt: Ein Fahrwerk ist immer ein Kompromiss. Aus dem Rennsport kommt die alte Regel für ein gutes Fahrwerk: "So hart wie nötig, so weich wie möglich." Denke in dem kurzen Satz ist sehr viel über Fahrwerke zusammengefasst.

 

Noch ein paar letzte Worte an den lieben Greentea: Du kannst gerne deine eigene Meinung zu meinem Fahrwerk haben und ich werde sie auch akzeptieren wie sie ist, aber bitte tu mir den Gefallen und verkauf es beim nächsten mal etwas anders ;) Ich bin mir nicht sicher ob ich dich bei den vielen widersprüchlichen Aussagen in den Youngstersgruppen noch ernst nehmen sollte im Bezug auf meinen Wagen.


23.05.2016 22:29    |    Dynamix

Willst du damit sagen das @greentea868s Aussagen redundant sind?


23.05.2016 22:29    |    greentea868

Zitat:

"So hart wie nötig, so weich wie möglich."

Warum dann Stanced? ;)


23.05.2016 22:40    |    niclas1234

Als kleine Gedächtnisstütze:

 

http://de.urbandictionary.com/define.php?term=Stanced

 

;)


Deine Antwort auf "Ein neues Fahrwerk im BMW"

Blogempfehlung

Mein Blog hat am 03.09.2014 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

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Schrauben leicht gemacht

Dies ist mein kleiner Blog, in dem ich lesewilligen Besuchern von meines Erlebnissen im Automobilbereich berichte. Angefangen zu Schrauben habe ich aus finanzieller Not mit 18 Jahren an meinem Golf 2. Mitlerweile bin ich 24 und bin dem Basteln treu geblieben. Von Ölwechsel bis Motorschaden gibt es nur wenige Dinge die ich noch nicht ausprobiert habe. Neben einer nicht zu leugnenden Leidenschaft für Umbauten am Fahrzeug, hege ich noch ein großes Interesse an Motorsport und Autocross. Dies dürfte sich in einigen Blogartikeln sicherlich wiederspiegeln. :p

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