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Ein Wolf in der Heide

Ein kleiner Schrauberblog zu Reparaturen, Modifikationen und Erlebnissen mit meinen Fahrzeugen

05.05.2014 20:45    |    niclas1234    |    Kommentare (50)    |   Stichworte: 2 (19E), Golf, VW

Hallo Leute und willkommen zurück zu meinem letzten Teil der Artikelreihe „Kampf dem Wartungsstau“

 

Der Wolf war noch nie ganz frei von Problemen doch das was nun kam war nicht zu erwarten. In dieser kleinen Reihe von Artikeln möchte ich euch Schritt für Schritt zeigen wie ich meinen Wolf wieder auf die Räder helfen will.

 

Teil 1: Planung ist das halbe Leben

Teil 2: Der Kopf muss runter!

Teil 3: Arbeiten am offenen Herzen

 

Nachdem ich im letzten Teil einige Arbeiten am Motor durchgeführt habe geht es nun endlich zum wichtigsten Teil: Dem Zusammenbau!

 

Es ist bereits der Donnerstag vor Ostern. Das ich die Motorenschleiferei noch nicht gemeldet hat rufe ich einmal an. Man sagt mir ich könne den Kopf in einer Stunde abholen, also geht es frisch ans Werk. Man muss dazu sagen es war 9 Uhr Morgens und ich bin im Urlaub nicht gerade ein Frühaufsteher. Doch direkt als ich frisch gewaschen aus der Dusche komme klingelt es schon an der Haustür. Der nette Herr von DHL Drückt mir ein großes Paket in die Hand mit dem Absender ATZ Tuning. Ja das war mein Fächerkrümmer. Noch schnell auf den Küchentisch einen Blick rein geworfen zwischen einer Tasse Kaffee und einer Brötchenhälfte und schon ging es ins Auto und los. Mein Vater musste mich regelrecht bremsen, der zu seinem eigenen bedauern mir seinen Calibra Turbo anvertraut hatte.

 

Der FächerkrümmerDer Fächerkrümmer

 

Drei Stationen mussten abgearbeitet werden.Zuerst ging es zur Firma Wienstroht um meinen Zylinderkopf abzuholen. Wirklich schöne Arbeit muss ich sagen. Der Kopf wurde um 0,15 mm geplant also war er wohl nicht bzw. kaum verzogen. Ventilschaftdichtungen sind ebenso neu und der ganze Kopf ist gereinigt. Gut eingepackt in den Kofferraum mit dem schönen Teil und weiter ging es. Beim VAG Autohaus Lutteranger habe ich noch den unteren Zahnriemenschutz abgeholt und als letztes ging zur Firma Heil und Sohn. Dort gab es noch etliche Kleinteile wie schrauben etc.

 

Der bearbeitete KopfDer bearbeitete Kopf Frisch geplant für die nächsten 200 tkmFrisch geplant für die nächsten 200 tkm

 

Damit wieder um einige Euro leichter ging es nach Hause den Fächerkrümmer einpacken und ab in die Werkstatt. Klar war bei dem Blick auf die Uhr bereits, dass der Golf nicht heute fertig werden würde. Ungeachtet dessen habe ich mich frisch ans Werk gemacht.

 

Der Erste wichtige Teil war der Zusammenbau des Zylinderkopfes. Dazu habe ich von oben erst mal alles mit einer dünnen Schicht von frischem Öl bestrichen und dann die Tassenstößel in gleicher Reihenfolge wieder eingesetzt. Nun ging es an die Nockenwelle die ich im OT wieder eingebaut habe. Das Schwierige hierbei ist, dass ja eine Lagerschale fehlt und ich somit nicht komplett symmetrisch anziehen kann. Also mit viel Gefühl und kleinen Schritten gearbeitet. Letztendlich war dann aber auch dies geschafft. Erneut alles großzügig mit Öl eingestrichen damit auch ja nichts schleift am Ende. Weil der Kopf ja mit beiden Krümmern eingesetzt wird habe ich auch den Fächerkrümmer gleich mit angebaut. Und meine größten Befürchtungen bewahrheiteten sich nicht. Der Krümmer passt sauber drauf ohne nachbiegen oder ähnlichem. Natürlich sind in dem Zuge die Dichtungen vom Abgaskrümmer gleich neu gekommen. Die Ansaugbrücke durfte als nächstes am Kopf Platz nehmen. Auch hier mit neuer Dichtung und neuem Dichtring. Der Geiz lohnt sich nicht hier noch zu sparen. Alle Auflageflächen habe ich natürlich gewissenhaft mit Bremsenreiniger sauber gemacht und gegebenenfalls mit einem Scharber von Dreck befreit. Als letzte Arbeit vor dem Einbau habe ich noch einmal die Stehbolzen vom Ventildeckel neu gemacht.

 

Nocke fertig eingebautNocke fertig eingebaut Blick auf die NockeBlick auf die Nocke Alles gut eingeöltAlles gut eingeölt

 

Im letzten Teil ist noch der Kat samt Hosenrohr und Mittelrohr raus geflogen. Jetzt geht es hier weiter. Mit der Flex habe ich das Hosenrohr abgetrennt. Eigentlich sollte nun das Verbindungsstück vom Hosenrohr angebaut werden. Das passt aber nicht so einfach wie ich mir das vorgestellt habe. Der Durchmesser vom Rohr ist zwar gleich aber das Anschlussstück nicht. Also war hier erst einmal Zwangspause verordnet und am nächsten Tag ging es weiter.

 

Anschluss vom FächerAnschluss vom Fächer

 

Dies ist dann nun mittlerweile der Karfreitag aber da ich von Ruhe an Feiertagen eh nicht viel halte habe ich mich gleich morgens um 8 Uhr in die Werkstatt bequemt um dem Wolf wieder Leben einzuhauchen. Ein Bekannter hat mir dann bei dem Problem mit dem Fächer geholfen. Er hat die Verbindung direkt an den Kat geschweißt. Wenn mein Vorbesitzer das kann darf ich das auch. Allerdings ging dies wegen der beiden Anschlusstücke nicht von Außen und somit hat er die Schweißnaht innen gesetzt. Ich als unerfahrener empfinde das schon als eine Spitzenleistung das auf so engem Raum Sauber und dicht zu schweißen ohne den Kat zu beschädigen. Damit konnte das ganze auch wieder eingebaut werden.

 

Kabel über KabelKabel über Kabel

 

Der nächste Schritt war das aufsetzten des Zylinderkopfes. Hier habe ich mir zwei der alten Schrauben genommen und die Köpfe abgeflext. Anschließend einen Schlitz rein gemacht und diese als Führungsbolzen genommen. Es folgt das übliche Prozedere: Bolzen rein, Dichtung sauber aufsetzten, Kopf rein heben. Letzteres ist mit Fächerkrümmer dran garnicht so einfach aber ließ sich am Ende auch machen. Mit einem Magneten die Führungsbolzen raus und die neuen Kopfschrauben rein. Natürlich nach bekanntem Muster in 4 Stufen angezogen. Dann die Monojet wieder angebaut. Auch hier vorher die Auflageflächen einmal sauber gemacht. Anschließend durfte der Ventildeckel wieder Einzug finden. Nun kommt die Aufgabe welche mich seit beginn an nervös macht. Das Aufsetzten des neuen Zahnriemens. Vorher habe ich alle Markierungen nachgezogen. Eigentlich darf hierbei auch garnichts schief gehen. Alle Zahnräder sind gegen einen Fixpunkt markiert und auf dem Riemen selber sind zwei Markierungen um die Vorspannung auf der Seite von der Zwischenwelle zu markieren. Ich muss ehrlich sagen, wir saßen mit zwei Leuten bestimmt eine halbe Stunde am Riemen. Immer wieder ist ein Rad verrutscht oder der Riemen wollte nicht raus etc. etc. Letztendlich hat es dann doch geklappt und das Riemen war an seiner Position. Anschließend die Riemenspannung neu eingestellt und fertig. Riemenschutz oben und unten angebaut.

 

20140417-19524920140417-195249

 

Es folgen die ganzen Kleinigkeiten die einem richtig Zeit kosten Riemenscheiben, Keilriemen, Kabelbinder etc. Auch die beiden Kühlwasserflansch durften wieder angebaut werden. Nach und nach wurde aus der Baustelle wieder ein Motor. Was ich sofort gemacht habe bevor ich es vergessen kann (bin manchmal etwas verplant) war das Motoröl. Alles schön aufgefüllt und kontrolliert. Der Auspuff musste auch noch angepasst werden weil das Mittelrohr dank des Fächerkrümmers nun etwas zu lang war. Mit zwei Schrauben wurde dann der Kat mit Brennring an den Adapter vom Krümmer geschraubt. Somit war die Abgasanlage auch wieder komplett. So langsam wurde auch der Ablageplatz immer kleiner. Kerzen gesäubert und reingedreht, Zündkabel drauf alle Wasserschläue dran. Dann war der nächste schritt das Kühlwasser auf zufüllen. Dazu habe ich eine Dose Kühlerreiniger geschüttet damit die Reste vom Öl aus dem Kreislauf kommen. Lambda noch angeklemmt an das zuvor verlängerte Kabel und damit war der Motor soweit auch wieder komplett.

 

So langsam ist es wieder ein MotorSo langsam ist es wieder ein Motor

 

Endlich war es dann soweit. Der wirklich entscheidende Moment für mich. Eigentlich konnte ich mir ja sagen, dass nichts falsch sein kann und ich in Ruhe den Motor starten kann, aber natürlich hatte ich als Unerfahrener einen gefühlten Puls von 180. Kein wunder wenn man bedenkt, dass ich blauäugig mal wieder mehr als tausend Euro in dem Wagen versenkt habe. Wenn der Motor jetzt nicht anspringt habe ich ein riesen Problem. Nach einer geschätzten halben Stunde über dem Motorraum am beten und kontrollieren habe ich mich dann getraut das Massekabel an die Batterie anzuklemmen. Ab hinter das Steuer Zündung angeschaltet.

 

Mit zitternden Fingern und schweißnasser Stirn den Schlüssel gedreht und..... einmal drehen da war er! Zwar noch kurz etwas am Husten aber dann lief er. Der Wolf lebt wieder! Innerlich ist mir sofort ein Findling vom Herzen gefallen. Keine aufschlagenden Ventile oder über rutschende Zahnriemen (Die Horrorvorstellungen in meinem Kopf). Beim blick auf das laufende Aggregat musste ich mich sogar direkt erstmal selber beglückwünschen. 19 Jahre jung keinerlei Ausbildung aber trotzdem läuft er. Und das sogar verdammt flüssig musste ich feststellen. Keine großen Schwankungen, keine Probleme mit der Gasannahme und er springt sogar mit der ersten Umdrehung an!

 

Nach einer gefühlten viertel Stunde Dauerjubel und einem Bierchen (Alkoholfrei versteht sich) konnte ich mich dann wieder konzentrieren. Das nächste was nun kommt war das Ablassen der Kühlflüssigkeit. Diese war mit dem Reiniger einmal aufgekocht und konnte nun abgelassen werden. Es war übrigens der flüssige Reiniger und nicht das aggressive Pulver für welches das Thermostat raus muss. Dann mit frischem Kühlmittel aufgefüllt und fertig ist der Golf. Eine letzte Ölkontrolle und der Wolf darf von der Bühne und seine erste Fahrt nach gelungener OP machen. Was man sofort mitbekommt ist das blecherne Geräusch vom Fächerkrümmer. Anfangs (500 km) wurde der Wagen natürlich geschont und nur bis maximal 3500 gedreht.

 

Das freundliche GesichtDas freundliche Gesicht

 

Nach der ersten Probefahrt gab es noch eine kleine Kontrolle und dann wurde der Wolf nochmal 50 km über die Landstraßen gejagt. Ein super Gefühl. Der Wagen fährt sich angenehm anders. Es wirkt alles agiler und neuer, einfach flüssiger.

 

Wolf and sunWolf and sun

 

In der Hoffnung, dass es so bleibt und dem Wissen, dass es nicht so sein wird schließe ich hiermit den Artikel und somit auch die Artikelreihe „Kampf dem Wartungsstau“. Ich hoffe ihr hattet Spaß am lesen und ich darf euch zu meinem nächsten Artikel wieder begrüßen. Ich darf schon mal dazu sagen, dass dieser etwas länger wird. Ihr dürft gespannt sein!

 

Der Wolf in vollem GlanzDer Wolf in vollem Glanz

 

Wie immer würde ich mich sehr drüber freuen wenn sich meine Leser in einem Kommentar verewigen würden :)


05.05.2014 20:54    |    Christoph2605

Gratulation

Wer kennt nicht die Panik, dass man was falsch gemacht haben könnte

und das nette Plumpsen, wenn der Backstein fällt.

 

Viel Spaß und LG Christoph.

 

PS Wenn ich das neue Öl nicht vergesse, hab ich die Ablaß-Schraube vergessen :eek:


05.05.2014 21:35    |    Goify

Fetten Respekt und Glückwunsch zur erfolgreichen OP! :)


05.05.2014 23:02    |    niclas1234

Danke euch beiden :)

 

Zitat:

 

PS Wenn ich das neue Öl nicht vergesse, hab ich die Ablaß-Schraube vergessen :eek:

Die befürchtung hatte ich als ich es gerade reingekippt habe, aber Gott sei dank habe ich ein Tag vorher selber dran gedacht eine neue rein zu machen. :D


05.05.2014 23:30    |    Provaider

schön sauber ist der Kopf nach der Wäsche vom Motorenbauer.

Mal sehen was als nächstes Kommt^^


06.05.2014 00:27    |    Turboschlumpf6

Na das hat doch alles super geklappt! Glückwunsch!

 

Bleibt der Öl- und Kühlmittelstand denn nun konstant? Vermischt sich nichts mehr?


06.05.2014 00:30    |    niclas1234

Also viele Km hat er jetzt seit der Reperatur nicht mehr gelaufen aber bis jetzt ist absolut nichts zu sehen. Es war also Wirklich die Kopfdichtung und der Kühlkreislauf bleibt absolutsauber und bei 90 C°. Leider verliert er wieder ein wenig ÖL und Kühlmittel. Aber dieses mal haben sich zwei andere Bauteile verabschiedet :( Egal gehen mir die Blogartikel nicht aus.


06.05.2014 00:35    |    Turboschlumpf6

Hä? Was kann denn da noch sein? Simmerring an der "Nuckel"welle haste ja sicherlich neu gemacht.

 

Wenn Öl nach außen tritt, kann es nur noch über Kurbelwellensimmerringe oder Ölwannendichtung sein. Wenn das Öl weniger wird, aber der Motor trocken ist, haste ein Problem.

 

Und am Kühlkreislauf hast du ja auch alles neu. Das muss/sollte dich sein.


06.05.2014 00:37    |    niclas1234

Nö der Fehler ist schon gefunden ;) Öldruckgeber hat die Wäsche am Motorblockwohl nicht so super gefunden und ist jetzt undicht. Zudem hat ein Kühlwasserflansch wie angekündigt sich zu einem Quell der Freude entwickelt. Teile sind alle bestellt. 40 € wird es kosten wenn nichts mehr dazu kommt.

 

Kopf Frisst kein Öl mehr ;) Prais the Lord


06.05.2014 00:41    |    Turboschlumpf6

Praise wird mit "e" geschrieben! :)

 

Ok! Das klingt machbar! Scheiß Technik immer! :)

 

Hatte auch mal Spaß mit einem Öldruckschalter, der das Öl auf die Straße im Strahl pinkeln ließ.


06.05.2014 00:48    |    niclas1234

Ah verdammt :D Immer diese Fremdsprachen um 1 Uhr Nachts :D Egal bleibt jetzt so, ich stehe zu meinen Fehlern.

 

Ja also viel drückt er noch nciht raus aber das wird jetzt einfach gemacht bevor es zu einem großen Problem wird. Vor dem Wasserflansch wurde ich ja bereits gewarnt.


06.05.2014 07:03    |    escalator

Optisch spitze und unverbaut, technisch nun auch wie okay. Topf! Weiter so!

Habe auch die letzten Tage mein Motorrad groß gewartet, Ventile eingestellt, Vergaser gereinigt, Gabelöl getauscht, Kette neu, Bremsen neu, an Stellen geputzt, wo man sonst nie rankommt. Und bei der ersten fahrt strahlt man wieder - weil alles so toll läuft.

Eigentl. liebe ich ja auch ältere Fahrzeuge. Meinen Mondeo Mk2 hat leider der Rost zerfressen, und der Mondeo MK3 war dann so ein Kandidat, den man wegen den unglaublichen Kosten für Reparaturen nicht behalten konnte. Man so ne Hochdruckpumpe tauschen: 4000 €, Auspuff komplett 2700 €....da habe ich mir eben was neues gekauft und muss nun im 5 Jahresrythmus nach Garantieablauf wieder austauschen......


06.05.2014 12:12    |    niclas1234

Danke dir :)

 

Ich habe ja auch schon drüber nachgedacht das alles einfach hin zu schmeißen und ein jüngeres Auto zu holen. Am Ende war es doch immer das selbe. Es geht nicht mehr. So viel Geld steckt in dem Auto und so viele Arbeitsstunden. Verkaufen darf ich ihn damit nicht mehr. Eventuell ist es für dich ja auch eine Idee sich einen zweiten Wagen quasi als Hobbyprojekt hinzustellen. So soll es in Zukunft eventuell auch mit dem Golf laufen. Ein jüngeres Auto für die Langstrecken und den Golf auf Saison im Sommer. :)


06.05.2014 13:49    |    Ostelch

Mensch Niclas, ich lese deine Geschichten immer mit angehaltenem Atem. Ich hatte so einen "Heidewolf" mal in grauer Vorzeit als GTD. Er sah deinem sehr ähnlich. Ich bewundere deinen Mut, die Reparaturen so munter anzugehen und gleichzeitg zuzugeben, eigentlich keine Ahnung zu haben. Aber du gehst zwar ohne -oder besser: mit wenig- Ahnung aber irgendwie immer mit Sinn und Verstand an die Sache ran. Ich drücke dir die Daumen, dass es alles gut weitergeht. Von dem Groschengrab wieder los zu kommen ist in der Tat schwer. Wirtschaftlich ist das alles nicht, aber das gibst du ja selbst offen zu. Auch das gefällt mir! Halte schön Abstand von "Kaltverformungen" aller Art, denn das ist ja das eigentliche Problem dieser Schätzchen. Du kannst so vorsichtig sein wie du willst, irgendein Trottel fährt dir hinten drauf und du bekommst bloß den Restwert von der Versicherung ohne Rücksicht auf die enormen Investitionen, die du getätigt hast. Eine Bitte: Halte ihn im Originalzustand! Auch wenn es dich juckt: Keine Verschlimmbesserungen! Alles Gute und weiterhin viel Spaß mit dem Heidewolf wünscht dir

 

der Ostelch


06.05.2014 14:28    |    Dynamix

Glückwunsch zur erfolgreichen OP! Diese Woche stehen bei mir auch die ersten Schraubereien an auch wenn es in meinem Falle "nur" die Bremse ist ;)

 

Dein Golf macht sich richtig! Bist du am NOS Treffen dabei? Ich würde deinen Golf zu gerne mal sehen, so als Vergleich zum letzten mal. Da sah er ja noch ganz manierlich aus. Mittlerweile dürfte sich das ganze ja nochmals deutlich gesteigert haben :cool:


06.05.2014 15:21    |    niclas1234

Danke Ostelch :) Freut mich wirklich immer wenn den Leuten meine Erzählungen gefallen. Das Thema mit der Ahnung ist halt eine Sache die man ehrlich handhaben muss. Ich informiere mich gut und habe immer Leute in der hinterhand die mir im Notfall mit Rat und Tat unter die Arme greifen. Die meisten reperaturen kamen einfach aus der Not herraus, dass ich kein Geld für eine Werkstatt habe. Das Thema Unfall lässt auch mir keine Ruhe :( Ich habe berreits überlegt ob ich mein Golf nach fertigen Karrosseriearbeiten und Wartungen einmal Wertschätzen lasse um mich minimal abzusichern. Das überlege ich mir aber noch. Zudem Sammle ich wirklich absolut alle Rechnungen um was in der Hinterhand zu haben. Ob das alles was nutzt möchte ich garnicht ausprobieren.

 

Zitat:

Halte ihn im Originalzustand! Auch wenn es dich juckt: Keine Verschlimmbesserungen!

Ich muss dich gewissermaßen entäuschen. Einige Kleinigkeiten werden noch kommen. DerOriginalzustand von vor einem Jahr ist ja mitlerweile nicht mehr vorhanden. Ich nutzte zwar nur originale VW Teile aber mache sagen mir trotzdem nach ich verbastel ihn. Jeder wie er meint. Jedenfalls wird es noch einen schwarzen GTI Dachhimmel geben und Scheibenbremsen hinten. Auch alles Originalteile aber wie man das beurteilt muss jeder selber wissen.

 

Zitat:

Diese Woche stehen bei mir auch die ersten Schraubereien an auch wenn es in meinem Falle "nur" die Bremse ist ;)

Ja Tobi aber so klein fängt es an und es wird sich steigern pass mal auf :D Wer einmal angefangen hat der hört nicht mehr auf. Zudem ist die Bremse ja auch nicht zu unterschätzen.

 

Zitat:

 

Dein Golf macht sich richtig! Bist du am NOS Treffen dabei? Ich würde deinen Golf zu gerne mal sehen, so als Vergleich zum letzten mal. Da sah er ja noch ganz manierlich aus. Mittlerweile dürfte sich das ganze ja nochmals deutlich gesteigert haben :cool:

Ja klar bin ich dabei. Der Countdown ist doch bereits an :D Tja ob er sich gesteigert hat ist eine schwierige Frage die du dir am besten selber beantwortest. Die großen Änderungen sind allesamt in der Technik. Optisch nur ein anderer Grill und die Nebelscheinwerfer. Achja und du siehst ihn auf Sommerreifen. Bis zum Ringtreffen möchte ich die Bremse neu machen und neue Pellen drauf haben. Ob ich den verdammten Endtopf bis dahin los werde weiß ich nicht. geh mal eher von nein aus damit die Meute was zu lachen hat :D


06.05.2014 15:37    |    Dynamix

Ich hoffe mal das ich nach der Aktion mit der Bremse nicht anfange die ganze Kiste Frame Off zu restaurieren :D

 

Ich tue mich ja mit meiner Vespa teilweise schon sehr schwer, wobei es da einfach nur an dem weiteren Know-How hapert. Der nächste Schritt wäre da nämlich den Motor einmal auseinanderzunehmen. Ich könnte mir auch nen neuen Motor besorgen und in die Karosserie schrauben, da kostet aber alleine der Motor im gebrauchten Zustand knapp 500€ und obs mir das Wert ist?!

 

Wg. des NOS Treffens: Notfalls können wir ein kleines Soundduell abziehen, da meiner auch keinen originalen Pott mehr drunter hat :D


06.05.2014 15:47    |    niclas1234

Naja also selbst mit der dicken Tröte habe ich keine Chanche weil mir Hubraum Zylinder fehlen.Aber ich will eigentlich auch garnicht so einen Brüllwürfel fahren.Möchte wieder den Dumpfen Sound den er beim kauf hatte :( Ergo wieder originalen Pott unter.

 

Warum hoffst du das nicht Tobi? Selbst ist der Mann :D


06.05.2014 15:49    |    Dynamix

Hast du so ein Ding mal in Natura gesehen? Alleine die Karosserie wiegt wahrscheinlich mehr als dein ganzes Autos :D Wie soll ich die denn von dem massiven Rahmen runterkriegen ohne ne Horde Wikinger zum schleppen anzuheuern? :D:D:D:D:D:D:D:D:D


06.05.2014 19:56    |    Tl-01a

Guter Bericht ;), das mit der übertriebenen Angst kenne ich nur zu gut^^.

 

Ich finde es toll dass du passende Felgen dran machst und nicht so Poserkacke.

 

Kennst du das Problem dass dein Vater alles macht / machen will. Ich musste die Ansaugbrücke ausbauen und wollte noch kurz die Anleitung im Haus holen, als ich wieder zurück kam war die Ansaugbrücke schon fast komplett ausgebaut^^.


07.05.2014 01:27    |    Turboschlumpf27726

Zitat:

Keine aufschlagenden Ventile oder über rutschende Zahnriemen (Die Horrorvorstellungen in meinem Kopf).

gegen das flaue gefühl hilft ein zweimaliges durchdrehen der kurbelwelle mit einem 19'er schlüssel (weil nockenwelle=½kurbelwellendrehzahl!).

wenn da nichts hakt, wird auch beim anlassen nicht groß was passieren. ;)

 

ps.: welcher stutzen (jetzt weißt du sicher, was ich meine:D) wars denn? der getriebeseitige ist der fiesere....


07.05.2014 08:10    |    flieger65

Zitat:

. Keine aufschlagenden Ventile oder über rutschende Zahnriemen (Die Horrorvorstellungen in meinem Kopf). Beim blick auf das laufende Aggregat musste ich mich sogar direkt erstmal selber beglückwünschen.

Wenn man den Motor an der Kurbelwelle vor dem ersten Start von Hand durchdreht,dann braucht man keine Angst zu haben das etwas kaputt geht!


07.05.2014 09:02    |    Turboschlumpf6

Würde bei diesem Motor aber eh keinen Unterschied machen, da Freiläufer. Die Ventile und die Kolben kommen sich niemals in die Quere. :)


07.05.2014 09:47    |    GoLf 3 Bastler

Glückwunsch zur Reparatur in Eigenregie... :) Gute Arbeit ! Dann pass jetzt bloss auf das dir nicht irgend so ein Opa oder ein SMS Tippendes Girlie in den Wolf rauscht und ihn dir kaputt fährt...


07.05.2014 12:40    |    Hellhound1979

Glückwunsch zur gelungenen OP! Kenne das Gefühl sehr gut, da ich ebenfalls, bar jeglicher praktischen Erfahrung angefangen hab meine Karre auseinander zu reißen. :D

 

Zitat:

Hast du so ein Ding mal in Natura gesehen? Alleine die Karosserie wiegt wahrscheinlich mehr als dein ganzes Autos :D Wie soll ich die denn von dem massiven Rahmen runterkriegen ohne ne Horde Wikinger zum schleppen anzuheuern?

Soll ich dich aufkären!? :D Karosse wiegt (leer!) schätzungsweise um 200kg, habe sie zu 3. mit Mühe und zu 4. relativ einfach auf einen Hänger hoch und wieder runter getragen.

Frame off geht, mit Hilfe eines Motorkrans, und etwas Geduld auch alleine. :D

 

http://www.motor-talk.de/.../...teil-7-frame-off-endlich-t4641161.html


07.05.2014 12:56    |    Dynamix

Dein Boxy dürfte aber noch etwas leichter sein als mein Whale Body ;)

 

Laut Wikipedia so ca. 200-300kg, das dürfte wohl bei gleicher Plattform nicht alles auf die Ausstattung zurückzuführen sein ;)


07.05.2014 17:09    |    niclas1234

Danke euch allen :)

 

Zitat:

 

Ich finde es toll dass du passende Felgen dran machst und nicht so Poserkacke.

Für mich war eigentlich von anfang an klar, dass es mal die BBS werden. Die habe ich durch einen doofen Zufall malfür einen Fuffi auf Ebay erstanden. Zustand ist halt nicht mehr optimal.

 

Zitat:

 

Kennst du das Problem dass dein Vater alles macht / machen will. Ich musste die Ansaugbrücke ausbauen und wollte noch kurz die Anleitung im Haus holen, als ich wieder zurück kam war die Ansaugbrücke schon fast komplett ausgebaut^^.

Das habe ich mehr mit meinem Opa :D Mein Vater ist da wirklich sehr zurückhaltend. Er hilft wo er kann, aber macht keinen Alleingang

 

Zitat:

gegen das flaue gefühl hilft ein zweimaliges durchdrehen der kurbelwelle

Zitat:

Wenn man den Motor an der Kurbelwelle vor dem ersten Start von Hand durchdreht,dann braucht man keine Angst zu haben das etwas kaputt geht!

ich habe ihn gefühlte 20 mal durchgedreht :D Trotzdem das flaue Gefühl wollte nicht weg.

 

Zitat:

Würde bei diesem Motor aber eh keinen Unterschied machen, da Freiläufer.

Darauf würde ich jetzt allerdings nicht Wetten. Da Streiten sich doch die Geister ob er denn nun wirklich ein Freiläufer ist.

 

Zitat:

Dann pass jetzt bloss auf das dir nicht irgend so ein Opa oder ein SMS Tippendes Girlie in den Wolf rauscht und ihn dir kaputt fährt...

Oh ja die Angst besteht dauerhaft... und dann bekomme ich drei Mark fufzig von der Versicherung den die Karre ist ja nichts mehr Wert ;)

 

Zitat:

Kenne das Gefühl sehr gut, da ich ebenfalls, bar jeglicher praktischen Erfahrung angefangen hab meine Karre auseinander zu reißen. :D

Du bist ja quasi der Großmeister unter uns Hinterhofschraubern :D Naja wenn ich Ende des Jahres mein neues Alltagsauto bekomme wird sich zeigen wie weit das noch geht mit dem Wolf.


07.05.2014 17:14    |    Turboschlumpf6

An den RPs habe ich schon viel geschraubt früher. Habe auch schon probehalber ohne Zahnriemen Nuckelwelle und Kurbelwelle durchgedreht: Ist ein Freiläufer. :)


08.05.2014 07:38    |    Tl-01a

Zitat:

Zitat:

Zitat:

 

Ich finde es toll dass du passende Felgen dran machst und nicht so Poserkacke.

Für mich war eigentlich von anfang an klar, dass es mal die BBS werden. Die habe ich durch einen doofen Zufall malfür einen Fuffi auf Ebay erstanden. Zustand ist halt nicht mehr optimal.

Du kannst die Felgen relativ einfach wieder selber herrichten wenn sie nicht total zerstört sind.

 

Überstehendes Material abschleifen, fehlendes Material spachteln, ganze Felge anschleifen, grundieren, ganze Felge anschleifen, Felge lackieren, Felge mit Klarlack lackieren (viele Schichten = kein Steinschlag).


08.05.2014 11:05    |    Hellhound1979

Zitat:

Du bist ja quasi der Großmeister unter uns Hinterhofschraubern :D

Danke, danke, nicht zu viel der Ehre. Obs zum Großmeister reicht muß sich erst noch herrausstellen. Irgendwelche Titel zieh ich erst dann in Erwägung wenn wenn der Karren wieder läuft! :D


08.05.2014 11:25    |    Dynamix

Alleine für die Aktion mit der Heckscheibe hättest du den Titel wohl verdient ;)


08.05.2014 11:51    |    niclas1234

Zitat:

 

Du kannst die Felgen relativ einfach wieder selber herrichten wenn sie nicht total zerstört sind.

Ja daran habe ich auch schon gedacht. Das wird sich zeigen müssen ob ich das im Winter einmal in Angriff nehme. Dazu müssten dann ja auch die Reifen runter.

 

Zitat:

Irgendwelche Titel zieh ich erst dann in Erwägung wenn wenn der Karren wieder läuft! :D

Mal keine falsche Bescheidenheit :D


09.05.2014 00:15    |    E320HH

19 Jahre Jung und ohne Ausbildung und dann am offenen Motor arbeiten... sage ich nur eins Respekt


09.05.2014 13:23    |    niclas1234

Vielen dank :) Auch wenn das meiste mehr aus der Not heraus entstanden ist :D


09.05.2014 20:31    |    dodo32

Also das Wägelchen haste mal schick hergerichtet, das muss man Dir lassen. Weiter so! :cool:


09.05.2014 20:53    |    niclas1234

Danke dir Dodo :) Keine Angst die Maschinerie steht nie still. Die nächsten 1000 € sind schon im anschlag oder teilweise verpulvert..... Was soll es irgendwie kann ich mich selbst nicht von abhalten ganze Sachen zu machen. Kann irgendwie nirgendwo sparen .. :(


09.05.2014 20:57    |    dodo32

Gut so, Niclas! Entweder richtig oder gar nicht. Da haste irgendwann einmal nen schicken Oldtimer am Start. Was ist das für ein Modelljahr?


09.05.2014 20:58    |    niclas1234

Das dauert noch etwas der ist noch nichtmal Youngtimer :D 91er Baujahr.


Deine Antwort auf "Kampf dem Wartungsstau Part 4: Einfach nicht tot zu kriegen! (Finale)"

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Mein Blog hat am 03.09.2014 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

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Dies ist mein kleiner Blog, in dem ich lesewilligen Besuchern von meines Erlebnissen im Automobilbereich berichte. Angefangen zu Schrauben habe ich aus finanzieller Not mit 18 Jahren an meinem Golf 2. Mitlerweile bin ich 24 und bin dem Basteln treu geblieben. Von Ölwechsel bis Motorschaden gibt es nur wenige Dinge die ich noch nicht ausprobiert habe. Neben einer nicht zu leugnenden Leidenschaft für Umbauten am Fahrzeug, hege ich noch ein großes Interesse an Motorsport und Autocross. Dies dürfte sich in einigen Blogartikeln sicherlich wiederspiegeln. :p

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