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MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

20.10.2020 15:17    |    nick_rs    |    Kommentare (15)    |   Stichworte: E-Klasse, Mercedes, W124

Vor mir war die Luise über ein Jahr lang inseriert, nun reichte eine WhatsApp Nachricht für den Verkauf aus.

Verkauf? Wie? Wo? Was? Warum?

Ja, eigentlich sollte die Luise auf Ewig bleiben. Auch, da sich solch ein Auto kaum verkaufen lässt. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

 

Fangen wir im März 2019 an. Mit meinem eBay Suchauftrag "V124" möchte ich seltene Ersatzteile, die etwas mit der Länge des Fahrzeugs zu tun haben, finden. Frei nach dem Motto "haben ist besser als brauchen". Stattdessen finde ich das Inserat "Suche V124 als Hochzeitsauto". In diesem hält ein junger Mann namens Fabian nach einem langen 124er Ausschau. Zwar nicht zum Kauf, sondern für seine eigene Hochzeitsfahrt. Denn schon seit Jahren hat er davon ein Modellauto in seiner Vitrine stehen und plant an diesem besonderen Tag in der Limousine chauffiert zu werden. Im August 2019 ist es dann so weit. Ich mache mich auf den Weg zur 200 km entfernten Hochzeit. So angetan Fabian auch ist dieses Auto zu sehen, gilt an diesem Tag das Interesse logischerweise hauptsächlich seiner frisch angetrauten Frau. Aber nur ein paar Tage später hagelt es WhatsApp Nachrichten mit Inseraten und dem Kommentar "ich brauche auch so etwas". Doch der Markt ist sehr klein und die Suche nach einem vernünftigen 6 Türer (kann man das so sagen? :D) gestaltet sich als äußerst schwierig. So halten wir weiterhin den Kontakt.

 

 

Zurück zu mir. Die fehlgeschlagene Reparatur des Kraftstofffilters führte mir nochmals deutlich vor Augen, was ich eigentlich schon lange hätte wissen können: Ich bin zu alt für diesen Scheiß!

Die Luise ist nicht schuld daran. Ich wusste um die Mängel und dass ich noch viel Zeit und Geld hätte investieren müssen. Und genau das war ja der Reiz, wieder etwas zum Basteln zu haben, nachdem das Cabriolet "fertig" war.

Aber ich bin nicht mehr der Student, der nachmittags oder an freien Tagen am Auto hängt. Ich verbringe meine Wocheneden nicht mehr in einer Schrauberhalle, sondern mit Freunden im Café oder aufgrund meiner Fernbeziehung in einer anderen Großstadt. Und so werden die Gelegenheiten knapp sich wenigstens um die vielen kleinen Macken zu kümmern, die eigentlich nicht viel Zeit in Anspruch nehmen würden. Die rissfreie Zierblende oder der nicht abgenutzte Heckscheibenheizungsschalter liegen seit anderthalb Jahren im Keller. Der Einbau würde höchstens 20 min. dauern und doch habe ich mich nie überwinden können. Das sind lediglich zwei von unzähligen Bespielen.

 

Hinzu kommen die Kosten. Zwei Garagen, zwei Versicherungen, zwei Steuerfresser inklusive Nahverkehrskarte und bald noch ein drittes Auto, ohne, dass ich das Auto für meinen Arbeitsweg nutzen werde. Das passt nicht, wenn man finanziell auch noch an die Zukunft denkt und nicht nur bis zum Monatsende.

 

Kurz und schmerzlos schrieb ich also Fabian: "Möchtest du die Luise haben?" Es wurde als eine rein rhetorische Frage seinerseits aufgefasst und der Rest war nur noch Formsache.

Gestern wurde die Luise abgeholt. Aus terminlichen Gründen über anderthalb Monate nach der Kaufzusage. So hatte ich genug Zeit mich zu verabschieden und alles mit der Luise zu machen, was ich noch tun wollte. z.B. dieses Video zu drehen:

 

 

Die Luise kommt in gute Hände. Fabian ist Feuer und Flamme für sein Hochzeitsauto und ich werde ab und zu die Gelegenheit haben, die Luise wieder zu sehen. Eine bessere Lösung hätte sich nicht finden lassen. Und auf meinem Unterarm bleibt sie auch erhalten ;)

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17.09.2020 09:41    |    nick_rs    |    Kommentare (24)    |   Stichworte: E-Klasse, Mercedes, W124

Saisonkennzeichen am Cabriolet, bald das E-Kennzeichen am GTE, was fehlt noch für eine ordentliche Kennzeichensammlung? Das H-Kennzeichen! Und die Luise war nun bereit. Mehr oder minder. Mehrere Anläufe und viel Zeit hat es gebraucht. „Ihr Prüfer hat auf dem Gutachten einen Zahlendreher, wir haben in zwei Wochen wieder einen Termin für die Ummeldung“ „Ähm danke“ ...

Aber erstmal für Alle, die sich dachten „HH WV 124 ist doch das perfekte Kennzeichen, weil es ein V124 bzw. ein W124 ist. Warum hat er das gegen ein komisches HH L 5540 getauscht?“ Weil mir das Kennzeichen ein paar Monate nach der Zulassung gestohlen wurde. In dieser Nacht wurden in meinem Viertel alle Kennzeichen mit frischer Plakette entwendet. Das Kennzeichen wird dann für 10 Jahre gesperrt. Super. Und natürlich war auch nichts Passendes mehr frei. L für Luise und 5540 für die Länge in mm habe ich mir dann aus den Haaren gezogen. Sei‘s drum.

 

Ähnlich war’s beim Cabrio, das sollte nun endlich mal auf meinen Namen umgemeldet werden. Dazu musste ich leider meine Kombination aus süddeutschem Kennzeichen mit NRW Plakette in Hamburg abgeben. Aber HH V 626 (V6 2,6L) war noch frei. Super! Also das Kennzeichen für 13€ reserviert und mir für knapp 80€ 3D Kennzeichen prägen lassen. Der lange Dialog mit der F**** netten Dame bei der Zulassungsstelle hier für euch in Kurzform:

"vier Variablen geht nur bei Motorrädern"

"Aber ich habe doch ein Saisonkennzeichen, das auch eine Stelle einnimmt"

"trotzdem, bei PKWs müssen es 5 Variablen sein, das steht so im Kleingedruckten".

"Im Kleingedruckten steht nichts davon, dass der PKW 5 Variablen haben muss"

"Wie dem auch sei, da steht jedenfalls, dass die Reservierung nicht verbindlich ist"

"ich habe knapp 100€ für Kennzeichen und Reservierung ausgegeben und sie sagen mir jetzt, dass das nicht geht?"

"Das ist Ihr Pech, wenn die die Kennzeichen vor der Zuteilung prägen lassen."

 

Meine Laune könnt ihr euch denken. Im Prinzip sitzen sie am längeren Hebel und es mag auch sein, dass es Regulären gibt, aber wie herablassend und unfreundlich sich die Beamten immer verhalten ist eine Sauerei. Da hat man echt Lust auszuwandern!

 

Im Zuge der Ummeldung hat das Cabrio auch frischen TÜV und ein Wertgutachten bekommen. So ist das Auto nach den ganzen Umbauten endlich mal auf den Fahrzeugwert versichert. Außerdem habe ich mich für eine Classic-Versicherung entschieden, da das Auto sowieso kaum bewegt wird. So wird der Unterhalt unverschämt günstig.

 

Das war eine gute Gelegenheit das Cabrio dann nach ein paar Jahren nur in Hamburg wirklich auch mal wieder zu nutzen. Der Wander-Urlaub in der Sächsischen Schweiz mit Trips nach Tschechien und Prag brachten dem Cabrio mehr Kilometer ein als die letzten zwei Jahre zusammen :D.

Aber so schön das Cabrio vor Ort auch war, ohne Klimaanlage und mit den unbequemen Sitzen ist es absolut nicht reisetauglich. Ja ich mag verwöhnt sein und früher sind alle Familien mit 15 Leuten im Käfer nach Italien gefahren, aber wenigstens eine Klimaanlage wäre nett gewesen. Mit offenem Dach war es durch die Fahrräder im Wind unerträglich laut, mit geschlossenem zu heiß. Ungeil.

 

Da war der Urlaub letztes Jahr mit der Luise in Dänemark dank Klimaanlage deutlich angenehmer. Wenngleich man auf dem Campingplatz und am Autostrand keinerlei Ruhe fand, da einen ständig Leute auf das Auto ansprachen. An einem Tag zählte ich mal mit. 27 Leute sprachen uns auf das Auto an! Das nächste Mal wird nicht in der Hauptsaison Urlaub gemacht!

 

 

Noch in Dänemark wollte ich mich um den defekten Tempomat kümmern. So weite Strecken sind mit dem Helferlein deutlich angenehmer. Also habe ich den Hallgeber hinter dem Kombiinstrument getauscht. Nach unzähligen gebrochenen Fingern und Schnittwunden ging der Tempomat immer noch nicht. Die Economyanzeige war auch ausgefallen. Ich hasse alte Autos. Also alles wieder ausbauen und wenigstens letzteres wieder anklemmen. Wieder Zuhause angekommen tauschte ich den Bremslichtschalter, der letzte Verdacht vor dem teuren Steuergerät. Dank der ungünstigen Position und der vielen Kabel durch den ehemaligen Taxiumbau eine riesen Fummelei. Und wieder ohne Erfolg. Ich Hasse Alte Autos!

 

Die Krone setzte aber die Reparatur des Krafstofffiltera auf. Da der Motor im warmen Leerlauf ab und zu ruckt hatte ich schon die Zündanlage erneuert. Ein neuer Kraftstofffilter könnte laut Forum auch helfen und stand sowieso an. Der Einbau war einfach und die Dichtungen hielten auch dicht, nicht aber der Filter selbst. Er war am Flansch undicht und ich musste das Auto kurzfristig für teuer Geld in die Werkstatt geben. Nicht die Schuld der Luise, trotzdem: ICH HASSE ALTE AUTOS!

 

Auch nicht die Schuld der Luise war, dass ich vergangenes Jahr für teuer Geld die komplette Bremsanlage hinten neu machen musste. Auf der Fahrt zum Ringtreffen vergaß ich an der Raststätte die Feststellbremse zu lösen. Durch 6 schwere Personen on Board und strahlende Sonne auf dem Kombiinstument bemerkte ich das weder beim Fahren noch die Kontrollleuchte. Erst 120km später fiel es mir auf. Schöne Scheiße.

 

Ebenfalls neue Bremsen bekam die C-Klasse. Diesmal vorne. Scheiben, Beläge,... das komplette Programm. Leider hatte meine Mutter an einem abgebrochenen Boardstein auch noch den Reifen kaputt gefahren. So war auch ein neuer Satz Sommerreifen auf der Vorderachse fällig.

Genau zur Sommerhochsaison fiel die Klimaanlage aus. Die Werkstatt machte einen Schlauch am Klimakühler aus, der wahrscheinlich durch einen Steinschlag beschädigt wurde. Als ich den Wagen abholte und die 300 Meter nach Hause fuhr frierte ich schon fast. Klasse!

Abgesehen davon läuft die C-Klasse absolut unauffällig und mit 7,2L im Langzeitschnitt bei hauptsächlich Stadtverkehr weiterhin sehr sparsam. Auf einer Fahrt nach Berlin letztens mit einem Geschwindigkeitdurchschnitt von 140kmh Tür zu Tür (also wenn es ging immer 200km/h und mehr) lag der Verbrauch bei 8,3L! Klasse, ein echter Autobahnbomber.

 

 

Soviel zum aktuellen Stand ;)

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27.08.2020 22:24    |    nick_rs    |    Kommentare (36)

Für den Kauf eines modernen Autos hatte ich nur wenig Prinzipien:

 

- Kein Golf

- Kein VAG

- Auf jeden Fall Elektro

- Auf keinen Fall ein Verbrecherwagen Volkswagen

- NIEMALS EINEN GOLF!

 

Fahrer eines Volkswagens habe ich immer leicht verachtend angeschaut. Vor allem Golf-Fahrer (sorry, ich kann das nicht steuern). Wie naiv muss man sein, für ein solch langweiliges Auto viel zu viel Geld auszugeben? Ein Auto, dass meiner Meinung nach völlig überbewertet ist. Von einem Konzern, der mit unzähligen Skandalen gefühlt Dauergast in der Presse ist. Manager, die tief in den Rakta der Politiker stecken und umgekehrt. Unzuverlässige Autos mit ölfressenden Motoren, defekten Steuerketten und DSG Problemen bis heute. Ein Hersteller, der sich nicht zu seinen Serienfehlern bekennt, in den meisten Fällen überhaupt nicht kulant ist und die Kunden im Regen stehen lässt. Und die kaufen sich nach ihrem Totalschaden nach Materialfehler einfach wieder einen VW. Wie blöd kann man sein? Die Krone setzte dem Ganzen dann der Abgasskandal auf. Und beim Golf 8? Gleich mal rassistische Werbung dazu. Ekelhaft!

Ja, ich schiebe alle über einen Kamm. Denn der Hass sitzt tief. Vielleicht etwas zu tief, gebe ich zu. Viele Großkonzerne haben Dreck am Stecken. Aber wenn ich schon meine Bank wechsle, weil ich ethisch nicht vertreten kann, dass sie mein Geld in die Rüstungsindustrie investiert und mit Grundnahrungsmitteln spekuliert, dann kann ich einfach keinen VW kaufen. Das geht nicht.

 

Naja. Was wollte ich noch gleich erzählen? Achja: Ich habe einen VW Golf GTE bestellt. Ups :D

 

Ja ich weiß, Doppelmoral on fleeeek. Aber Hey! Ich habe gute Argumente!

Machen wir dort weiter, wo der letzte Artikel endete. Ich ging nach Hause und war mir ziemlich sicher, dass es der BMW i3s wird. Trotz der besten Ausstattung und damit des höchsten Listenpreises bot mir die Niederlassung die geringste Leasingrate. Und der Verkäufer deutete auch an, dass da noch ein wenig Spielraum sei. Trotzdem wollte ich das Angebot nochmal vergleichen und überdenken. Dank Cookies (die in diesem Internet drin, nicht die zum Essen) waren meine besuchten Websites voll mit Leasingangeboten. Neben Fiat 500, Seat Mii und Skoda Fabia tümmelte sich dort ein Golf GTE zu einem unverschämt günstigen Preis. Nungut, dass das Lockangebote mit niedriger Kilometerleistung und "nackte Muttis" (keine Ausstattung) sind war mir bewusst.

"Fragen kostet ja nichts". Also schmiss ich den Konfigurator an und stellte mir ein Auto zusammen, wie es gerade so meinen Ansprüchen entspricht. Aber meine Ansprüche sind ja bekanntlich hoch. Die großen Felgen, Matrix LED, Keyless und das große Assistenzpaket müssen schon sein. Ich schickte den Code einfach mal an den Händler und fragte nach einem Angebot für meine Kilometerleistung.

15 min später war das Angebot da und immer noch unverschämt gut. "Was soll der Geiz" dachte ich mir. Dann nehmen wir eben Panoramadach, Lenkradheizung, Sitzheizung hinten, Rückfahrkamera & co. auch noch mit. Ich habe mir einfach alles reinkonfiguriert was geht, bis auf die Anhängerkupplung, die Lederausstattung und den Parkassistenten (letzteres habe ich in 4 Jahren mit der C-Klasse genau 0x benutzt). Trotz über 48.000€ Listenpreis lag die Leasingrate unverändert über 100€ unter der des BMW. Der Leasingfaktor damit unter 0,5. Wahnsinn!

 

Immerhin ist der Golf auch halb ein Elektroauto und ich gebe zu, dass mich die Tatsache auf die Ladesäulen nicht angewiesen zu sein bei meiner mangelnden e-Erfahrung doch ein wenig beruhigt. Auch wenn ich versuchen werde so oft wie möglich Strom zu tanken. Dazu ist der Golf 8 ein Auto das bei der Connectivity aktuell ganz vorne mitfährt. Das Handy ersetzt den Autoschlüssel, Apple CarPlay funktioniert wireless und das Fahrzeug fährt fast von alleine, während der BMW nichtmal Matrix LED bietet. Und das für deutlich weniger Geld. Doch, ich gebe zu ich freue mich, wenn das Auto Ende Oktober schon kommt (noch ein Pluspunkt!). Und dass er 245PS hat finde ich auch okay ;)

 

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26.08.2020 22:48    |    nick_rs    |    Kommentare (27)    |   Stichworte: autoabo, BMW, corsa e, Elektroauto, eniro, i3s, Kaufberatung, kia, mazda, mx30, nicksblog

Welcher Stromer wäre eure Wahl?

Nicht umsonst nennen mich meine Freunde Tech-Nick. Meine Uhr ermahnt mich wenn meine Körperhaltung krumm ist, ein Portmonee besitze ich dank mobile Pay nicht mehr und wenn ich "Hey Siri, Sexy Time!" sage, dann fahren die Jalousien runter, das Licht wird rötlich gedimmt und aus allen Ecken ertönt "You can leave your hat on" von Joe Cocker. Du entriegelst deine Haustür mit einem Schlüssel? Pff, du bist ja sowas von 2010!

Ich will alles was neu und teuer ist! Und das auch beim (Alltags)Auto: Matrix LED? Brauche ich! Ein Auto, das fast von alleine fährt? Will ich! Mit dem iPhone das Auto aufsperren und überall Displays? Gib! mir! mehr!

Und dank Fernbeziehung habe ich nun endlich die Gelegenheit mir ein Alltagsauto schön zu rechnen. Das wird ein Spaß :)

 

Elektro soll es sein. Das ist sicher. Ich habe keine Lust mehr auf den vielen Super-Kurzstrecken ein schlechtes Gewissen zu haben, dass der Motor nicht warm wird aber der hektische Stadtverkehr doch ab und zu einen beherzten Gasfuß erfordert. Ich finde es total bescheuert im Jahre 2020 im Stau zu stehen und da vorne werkelt vollkommen unnötig eine große Maschine vor sich hin. Warum muss ich zum Umparken wieder einen Motor anschmeißen? Und warum ständig hundert Euro in eine Füllung Brennstoff investieren wenn man an unzähligen Säulen rund um die Wohnung für 3€ oder gar komplett kostenlos vollladen kann? Ein reiner Verbrenner wird es definitiv nicht!

 

"Was geht? Einfach loslegen? Geht! Mehr wollen? Geht! Alles in einem Paket? Geht! Aber festlegen? Geht! gar! nicht!" sagt die farblich komplett übersättigte junge Dame in der aktuellen Congstar-Werbung und spricht mir damit aus der Seele.

24 Monate Leasingvertrag? Bäh! Zulassung- und Überführungskosten? Igitt! Und Versicherung ist da auch nicht bei? Das muss doch auch anders gehen?! Klar! Mit Auto-Abos.

Also habe ich mich mal informiert, aber die Auswahl an E-Autos ist dort sehr beschränkt. Renault Zoe - zu klein; Nissan Leaf - kein CCS; e-Golf - zu alt.

Also doch wohl oder übel ein 24 Monate Leasing.

 

Was sagt eigentlich meine Anforderungsliste?

- 200km reale Autobahnreichweite um von HH nach H zu kommen

- gutes LED Licht

- ACC und Stauassistent (Freitagabends auf der A7 goldwert)

- Apple Car Play

- Memory-Sitze (hat die C-Klasse und möchte ich dank regelmäßigem Fahrerwechsel nicht missen)

 

Mazda MX-30

 

Mein Favorit! In der First Edition sind für unter 500€ schon Keyless, Matrix LED und Memory-Sitze drin. ACC, Stauassistenz und Apple Car Play sind sowieso Serie. Ein immenser Preisvorteil durch das Paket und das sowieso schon günstige Auto. Der Mazda ist mit großem Abstand der günstigste in meiner Auswahl und mein Mazda-Autohaus ist viele Jahre in Folge als bester Händler ausgezeichnet. Zuallererst hat er mich aber optisch umgehauen. Der MX-30 ist auffällig anders, aber irgendwie auch nicht. Die gegenläufig öffnenden Türen, das farblich abgesetzte Dach und die sehr dreidimensionale Front wirken modern, ohne dass das Auto schreit "HALLOOOOO, ICH BIN EIN ELEKTROAUTOOOOO!!!!11!!1". Dazu ist der Innenraum wirklich eine Wucht, sehr "europäisch" designt, ohne japanische Schrulligkeiten. Es sieht sehr edel, hochwertig verarbeitet und modern aus. Mit dem braunen Kunstleder dazu wirklich eine Wucht. Die nachhaltigen und veganen Materialien sind ebenso ein Pluspunkt wie die aus Umweltschutz- und Kostengründen recht klein ausgefallene Batterie. Die Vorteile des geringen Gewichts, der weniger aufwändigen Produktion und des günstigeren Preises nehme ich gerne mit. Ich brauche keine 400km Reichweite. Oder doch? Kurz vor der Bestellung habe ich also nochmal die Vernunft walten lassen und erfahrene Elektroautofahrer nach ihrer Meinung gefragt. Schaffe ich die 160 Kilometer mit eventuell etwas Umweg auch zuverlässig im Winter? Mit Heizung an und 130 auf der Bahn? "Das wird schon ne knappe Kiste" wurde mir relativ einstimmig gesagt. Dazu lädt der MX-30 zwar DC mit 50 KW, aber AC nur einphasig. Das mag global kein großes Problem sein, in Deutschland gehen damit über einen 22 KW Lader aber nur 6,6 KW und über einen 11 KW Lader - wie sie in Hannover an meinem Ziel noch hauptsachlich vertreten sind - sogar nur 3,6 KW. Da komme ich also abends mit unheimlich leerem Akku an, finde im besten Fall noch eine freie Ladestation und am nächsten Morgen ist er immer noch nicht voll. Ne Mazda, das geht besser!

Für alle die Zuhause laden können ist er aber definitiv eine Empfehlung wert.

 

BMW i3s

 

Etwas ernüchtert machte ich mich dann auf den Weg um "Autohäuser abzuklappern". Genug von Online-Rechnern, ich möchte verbindliche Angebote. Zum Glück sind annähernd alle großen Autohäuser von mir aus fußläufig zu erreichen, so kann ich das als gesunden Spaziergang rechtfertigen.

Mein erstes Ziel war die BMW Niederlassung. Der sehr nette Verkäufer rechnete für mich meine Konfiguration für den i3s aus. Trotz, dass der Bruttolistenpreis mit über 47.000€ deutlich über dem Mazda lag (bei BMW kostet jedes Extra happig Aufpreis), endete die Leasingrate "nur" 50€ über der des Mazdas. Allerdings lenkt der BMW nur bis 30 km/h alleine auf der Autobahn und Matrix LED oder besondere Connectivity sucht man vergebens. Hier zeigt sich, dass der i3 doch schon 7 Jahre alt ist. Dass es dank der BAFA Prämie keine Lagerfahrzeuge mehr gibt und die Bestellung bis 2021 dauern würde hatte ich gar nicht bedacht. Also erstmal weiter zum

 

Kia eNiro

 

und damit zum exakten Gegenteil des sehr freundlichen BMW Verkäufers (ehrlich gesagt hätte ich es umgekehrt erwartet).

"Sind sie frei?" fragte ich nach etwas Schlendern durch den Showroom den Verkäufer, der dann recht widerwillig von seinem Handy aufblickte "Ich interessiere mich für einen eNiro" "Was ist denn ihr Budget" "So ca. 45.000€" "Dann ist aber höchstens ein Vision drin. Und wir haben Lieferzeiten bis März" (will der Typ kein Auto verkaufen?) "Okay danke, dann weiß ich ja bei wem ich das Auto sicher nicht kaufe" verkniff ich mir dann. "Ich würde mir das Auto gerne erstmal anschauen" "Steht da hinten" sagte er und blickte sofort wieder auf sein Handy. Der Vorführwagen war bis unters Dach ausgestattet. Sitzheizung hinten und -lüftung vorn fand ich ja im Sportage Dauertester schon etwas "over the top". Der Innenraum hat durch die ganz frische Modellpflege unheimlich gewonnen. Leider ist der Innenraum wie auch beim Sportage übersäht von Hartplastik. Sehr schade.

"Ich würde das trotzdem gerne einmal durchrechnen". Etwas wiederwillig ging der Verkäufer mit mir den Konfigurator durch. Trotz knapp 5000€ geringerem Listenpreis und 36 Monate Laufzeit (um die Rate wenigstens noch ein wenig zu drücken) sollte der Kia 70€ mehr kosten als der i3s. "Ich vergleiche das mal und melde mich dann wieder" sagte ich. Plötzlich wurde der Verkäufer wach und rief mir hinterher "da kann man bestimmt noch etwas machen, melden Sie sich einfach!". Nein Danke...

 

Opel Corsa e

 

Eigentlich mag ich keine Kleinwagen, aber der Corsa F (e) ist echt schick geworden, deshalb wollte ich mir den mal genauer anschauen. Das sagte ich auch dem Verkäufer, der dann beruhigt war, dass er mir Leasingraten um den Kopf schmeißen konnte für die man auch die 'größeren' Autos in meiner Auswahl bekäme. "Wir haben das beste Elektroauto und unsere Kunden wissen das, daher sind wir nicht günstig". Aha. Und gleich wollte er mir seinen Vorführer andrehen. Na gut, dachte ich mir. Wenn er dann deutlich günstiger ist als ein Neuwagen abzüglich BAFA Prämie hätte ich da nichts gegen. Also schaute ich mir den Wagen an.

Nein! Das ist nicht was ich suche. In Kleinwagen fühle ich mich immer wie Mr Incredible im Auto nach seinem Bürojob. Dazu bietet der Corsa nicht die Assistenzsysteme, die die anderen Kandidaten OnBoard haben. Und die Leasingrate für den laut Exposé 24.999€ günstigen Vorführer? Bei mindestens 36 Monaten teurer als der i3s. Zur Erinnerung: der sollte über 47.000€ kosten.

 

 

 

Ziemlich enttäuscht machte ich mich auf den Weg nach Hause und kam noch bei Hyundai vorbei. "Ach komm, gib dem Kona-E mal eine Chance" dachte ich mir. Aber dieses potthässliche Ding stand direkt neben dem Eingang und deshalb traute ich mich gar nicht erst rein. Sorry an alle Kona-Fahrer. Geschmäcker sind ja verschieden. Aber wer baut noch knatschorangene Spiegelei-Blinker als Rücklichter in ein Auto, 25 Jahre nachdem das total aus der Mode gekommen ist (zum Glück)? Grauenvoll!

 

Also habe ich zu Hause nochmal das Internet bemüht und siehe da.....

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11.11.2019 23:59    |    nick_rs    |    Kommentare (74)    |   Stichworte: 89, Audi, Cabriolet

Was machen mit dem Cabrio?

Ach, wer kennt das nicht. Man hat ein Auto an dem man irgendwie hängt, aber es passt absolut nicht ins Fahrprofil. So richtig genießen kann man es nicht, man hat ja schließlich auch noch 163.274 andere Projekte.

 

Es ist ein offenes Geheimnis, dass das Cabrio seit (lasst mich lügen) Juni zum Verkauf steht. Der Grund ist simpel: Es ist seit der Volllackierung bzw. spätestens seit dem neuen Dach sowohl optisch als auch technisch genau in dem Zustand in dem ich es immer haben wollte. Der Lack glänzt 1a, die optischen Veränderungen sind dezent aber gelungen. Die Felgen und die Tieferlegung bieten den perfekten Kompromiss aus Serienoptik und modernem Look.

 

Aber irgendwie wird es langweilig. Was noch verändern? Was noch dran tun?

Und wohin fahren? Wenn man den Alltag nicht mehr mit dem Auto unterwegs ist, werden die Gelegenheiten Cabrio zu fahren rar. Sehr rar.

Und selbst bei den wenigen Gelegenheiten überlegt man sich das dreimal, wenn das Auto frisch lackiert ist. Kann ich am Ziel sicher parken oder haut mir jemand die Tür in die Seite? Ist alles asphaltiert oder könnten Steinschläge passieren?

Man ist deutlich vorsichtiger und weniger entspannt.

Und so kommt es, dass diese Saison mehr Euro in Fixkosten geflossen sind als Kilometer gefahren wurden.

Und dann wäre da ja noch die Luise, die noch viiieeeelll Liebe braucht.

 

Den Gedanken, das Cabrio zu verkaufen hatte ich gefühlt jedes Jahr. Jeder, der näheren Kontakt mit mir hat(te) kann davon ein Lied singen. Aber dieses Jahr wurde es dann konkret. So richtig realisiert habe ich das aber erst, als ich mit einem Interessenten verabredet war. Beim Verlassen der Wohnung zitterten die Knie, der Puls ging hoch, vielleicht floss auch ein Tränchen (ihr werdet es nie erfahren). Die Begleitung fragt mich, warum man solch ein Auto denn verkaufe, das sei ja dumm. Recht hat er. Und so war ich ganz froh, dass wir uns nicht geeinigt haben.

 

Aber was tun? Dass das Auto mehr steht als fährt wird noch mindestens ein paar Jahre so bleiben. Allerdings würde ich wenn ich wieder ein Cabrio fahren wollen würde - unabhängig vom Budget - immer ein Audi Cabriolet wählen. Exakt in dieser Konfiguration. Was also, wenn ich den Verkauf bald bereue und ein solches Auto nie wieder finde? Und nicht zu vergessen, dass im Falle eines Verkaufs ein finanzieller Verlust im 5-stelligen Bereich. Die Alternative wäre, es für die nächsten Jahre weg zu stellen und sich dann irgendwann mit einem frischen Designkonzept daran zu erfreuen.

 

Ich lasse das hier mal so offen stehen ;)

 

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01.07.2019 14:58    |    nick_rs    |    Kommentare (27)    |   Stichworte: 89, Audi, Cab, Cabriolet, Neues Dach

FERTIG

Wow, dass ich das mal sagen werde. Seit 6.5 Jahren ist das Cabrio bei mir. Und schnell fasste ich den Entschluss das Auto in einen Zustand zu versetzten der seines Gleichen sucht. Absolut bescheuert, finanziell das dümmste was man machen kann, aber ich habe das durchgezogen. Warum auch immer. Aber nun ist das „Projektauto“ endlich fertig. Er ist genau wie ich ihn mir vorgestellt habe. Die Felgen, das Fahrwerk, die Optik. Ich würde nichts verändern wollen.

 

Was fehlt nach einer Motorüberholung, überarbeitetem Innenraum und einer Volllackierung denn noch zum Glück? Richtig: Ein neues Dach.

Das Dach war noch das Erste, inzwischen 23 Jahre alt und dafür noch in richtig gutem Zustand, allerdings war die Heckscheibe trüb. Dank schwarzer Folie stieß das nicht ins Auge und störte mich auch nicht wirklich, als dann aber schlussendlich die Heckscheibe auch noch einriss war's dann so weit. Zwar kann man die Heckscheibe auch so wechseln, aber ich investiere keinen Haufen Geld in ein 23 Jahre altes Dach. Also einmal neu bitte. Hier seht ihr das Resultat:

 

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13.06.2019 09:04    |    nick_rs    |    Kommentare (42)    |   Stichworte: 6türer, E-Klasse, Mercedes, v124, W124, w124lang

Goify stieß mich an, mein letzter Beitrag sei schon 3 Monate her. Stimmt. Seit MT die Redaktion eingestellt hat ist es irgendwie nur noch selten interessant hier. Da dachte ich mir, sorge ich eben selbst für interessanten Content :D.

Kleiner Scherz am Rande. Eigentlich ist mein Leben mit einem 5,6m Auto doch recht beliebig. Die, die es trotzdem interessiert dürfen aber gerne weiterlesen.

 

Nach der Standzeit kommen die Reparaturen

 

Nun jut. Die Luise gab ich nach Ablauf des Überführungskennzeichen in meine Werkstatt des Vertrauens. Zwei kleine Löcher am Unterboden und die Querlenker mussten gemacht werden. Nur 4 Wochen später (ich bereue immer noch den Satz „es eilt nicht“) war das Auto dann bereit für die für die Zulassung notwendige Vollabnahme

 

„Sie wollen ein Auto zulassen? Einige Wochen müssen sie da schon einplanen!“

 

Einfach beim TÜV vorbei fahren ist nicht in Hamburg. Erstrecht nicht, wenn man eine Vollabnahme braucht. Man benötigt einen Termin. Der nächste ist in 3 Wochen. Doof. Also wurden alle möglichen anderen Prüfinstitutionen angerufen, Vollabnahme darf nur der TÜV. Die COC Papiere bei Mercedes zu besorgen ginge auch nicht schneller und ist auch deutlich teurer. Nungut, dann sitze ich die Zeit halt aus.

Nach dem TÜV steht auch noch die Zulassung an.

„Ein Importfahrzeug wollen Sie anmelden? Das geht spontan nicht. Dazu brauchen sie einen Termin. In zwei Wochen haben wir wieder was frei“. Danke für nichts.

Wenigstens lief die TÜV Abnahme problemlos. Der Prüfer rätselte erst, ob das Auto auf die Bühne passt, schlussendlich war es aber kein Problem. Er bestätigte mir den tollen technischen Zustand. Wirklich interessant, wie ein technisch so gepflegtes Auto optisch so verkommen konnte. Gerade als der Prüfer und ich den Vergleich mit einem Smart ziehen, fährt ein solcher hinter der Luise in die Halle. Welch Ironie.

 

Wie weißt du denn, ob die Ampel rot oder grün ist?

 

Diese Frage bekommt man immer gestellt, wenn man von seiner rot-grün-Sehschwäche erzählt. Ähnlich nervig aber mindestens genauso häufig ist die Frage „Wo parkt man denn mit einem solchen Auto in der Stadt?“ hmm. Mal überlegen. Am Straßenrand? Auf einem Parkplatz? Wo man mit einem Auto nunmal parkt. Zugegeben, nicht immer ist die Länge praktisch, aber mit Anlauf geht er immer rein irgendwie findet man immer eine passende Lücke.

 

 

Probleme schaffen im Alltag aber eher die Anderen. Jeder guckt, viele sprechen einen an. Unbeobachtet an der Ampel in der Nase popeln geht nicht. Wenn man aus der Tanke oder dem Supermarkt kommt stehen die Leute schon wieder ums Auto. Nahezu jeder findet das Auto interessant. Von Kindern über potente Jugendliche bis hin zu Rentnern. Und letztere haben natürlich Zeit. Vieeelll Zeit, um von den guten früheren Jahren zu erzählen als 124er noch das Straßenbild prägten. Nur ich habe die Zeit meistens nicht. Einen Punkt, den ich vor dem Kauf des Autos definitiv unterschätzt habe.

 

124er läuft und läuft, manchmal, vielleicht.

 

„Der letzte echte Mercedes“ „das war noch Qualität“ „die sind für die Ewigkeit gebaut“. Jaja und der Sonne erzählen wir mal, sie solle weniger scheinen damit die Erderwärmung nicht weiter zunimmt.

Mag sein, dass die Motoren ewig halten. Mag sein, dass unzählige einen 7-Stelligen Kilometerstand haben. Aber man darf nicht vergessen: der 124er ist ~30 Jahre alt. Und da geht nunmal immer mal wieder etwas kaputt. Oder man vergisst zu tanken (kein weiteres Kommentar dazu). Eines Morgens war plötzlich die Batterie leer. Einfach so. Den Morgen danach auch und den Tag darauf ebenso. Zum Glück hat man ein Auto zum überbrücken dabei (viel praktischer als eine Powerbank). Nach dem 3. mal war wieder alles tutti. Selbstheilung also, cool.

 

 

 

Nicht selbst geheilt hat sich das Überspannungsschutzrelais (tolles Wort), dass perfekt passend zum Ringtreffen kaputt ging. Das Auto startet sehr unzuverlässig, hält die Drehzahl bei 2000 U/min, das E-Gas funktioniert nicht (ja, 124er mit ASR haben schon E-Gas) und an der Ampel geht das Auto gerne aus. Sehr praktisch wenn man mit 6 Leuten 600km in die Eifel fahren möchte. Glücklicherweise half ein Oldtimerteilehändler auf halber Strecke spontan aus.

 

 

 

Manchmal ein Segen, manchmal ein Fluch.

 

Praktisch solch ein Dachträger. So findet ein Sofa recht einfach den Weg zur Deponie.

Wenn man in die Waschstraße fährt, muss er allerdings ab. Sagte mir der ziemlich überforderte Waschstraßenmitarbeiter, nachdem mich zuvor schon eine Tankstellenanlage aufgrund der Fahrzeuglänge abgewiesen hatte. Nungut, dann nehme ich den Träger eben schnell runter. Während des Abbaus überlegte er es sich dann doch anders und lies mich und die ca. 10 Autos hinter mir rückwärts rangieren. Ich musste mit einem dreckigen Auto aufs 124er treffen. „Fachkräftemangel“ scheint nun schon bei den einfachsten Arbeiten angekommen zu sein.

 

 

Weitere Bilder in der Galerie :)

 

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20.02.2019 21:29    |    nick_rs    |    Kommentare (46)    |   Stichworte: E-Klasse, Mercedes, W124

"der ist aber lang, schöne Weiterfahrt" sagte der Polizist bei der Straßenkontrolle, nachdem er mich nur für den Satz angehalten hatte.

Joa. Jutta ist etwas in die Länge gegangen und heißt nun lange Luise.

 

Luise ist ein V124 (V steht für den langen Radstand) 260E, einer von sehr wenigen original von Mercedes ausgelieferten 6-Türern (die meisten sind Umbauten) und stammt aus der Sammlung eines verstorbenen Herrens aus der Schweiz.

 

Key-Fakts:

- 218.000km

- EZ 06.1990

 

Die Ausstattung ist sehr üppig:

- Tempomat

- Umfeld-/Pfützenbeleuchtung

- Multikontursitze

- elektrisches Heckrollo

- elektrische Fensterheber 6x

- elektrisch verstellbare Mittelsitzbank

- Klimaanlage

- Standheizung

- ASR

- Sommerreifen auf Alu (Gullideckel)

- Economy-Anzeige

- beleuchtete Make-Up Spiegel

- Leseleuchten im Fond

- Außentemperaturanzeige

und das beste:

- Radkappen in Wagenfarbe. Das sind nämlich nicht die Radkappen von Jutta.

 

Der technische Zustand ist wirklich top, man merkt den verhältnismäßig geringen Kilometerstand an allen Ecken. Der Motor sieht super aus, läuft wie eine Eins, das Fahrwerk ist frisch wie am ersten Tag, selbst der Blinkerhebel fühlt sich deutlich neuer an als in Jutta.

Die Karosserie hingegen hat alledings noch ordentlich Bedarf. Neben einem stümperhaft reparierten Streifschaden und Lackplaztern sorgen Nachrüstungen wie die Antenne auf dem Heckdeckel und Rost am Unterboden für Arbeit.

 

Das Auto wurde von mir importiert und darf mit den Kennzeichen noch bis Ende des Monats fahren. Dann kommt es in die Werkstatt für die wichtigen Karossieriearbeiten und eine Vollabnahme beim TÜV.

 

Aber warum das Ganze? Ist ein 5,6m Auto nicht etwas unpraktisch in der Großstadt? Sicherlich.

Auf den 6-Türigen 124er wurde ich schon vor zwei Jahren aufmerksam und fand ihn einfach unheimlich cool, weil ich einen mit 6 E-Fenstern gesehen hatte. Seit dem beobachte ich den sehr kleinen Markt nach einem 6-Türer, der

 

- 6 E-Fenster hat

- orignial von Mercedes ist

- ein Mopf 1 ist

- ein 260er ist (original hab es nur 250D, 260E und ab Mopf2 E280)

- linksgelenkt ist

- nicht silber oder weiß ist

- einen Tempomat und Klimaanlage hat

 

seit Oktober war die Luise bereits inseriert und ich konnte nicht aufhören daran zu denken, weil Farbe und Ausstattung mehr als perfekt sind!

Aber das Auto wäre super sinnlos gewesen.

Durch meinen neuen Job in dem ein Alltagsauto überflüssig ist fahre ich sowieso nur noch wenig. Jutta wird (wenn überhaupt) nur noch einmal die Woche bewegt. Auch die C-Klasse ging wegen Wenignutzung an meine Mutter über. Wann soll ich dann noch Cabrio fahren?

Dazu ist das Cabrio (demnächst) fertig. Es gibt keine Macken zu beheben, keine Veränderungen mehr vorzunehmen. Das Projekt ist abgeschlossen.

Daher habe ich mich entschlossen aus zwei Autos eines zu machen und die lange Luise sowohl für gelegentliche Alltagsfahrten, als auch als Projektauto zu betreiben.

 

Leider habe ich mich im Herbst dazu entschlossen 16“ Winterreifen mit W140 Radkappen zu fahren, daher sind die Radkappen beim Fotoshooting nun nicht identisch, obwohl sie es sein könnten. Trotzdem hier ein paar Bilder :)

 

 

 

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04.09.2018 18:15    |    nick_rs    |    Kommentare (15)    |   Stichworte: bremsen, C-Klasse, differenzdrucksensor, Mercedes, partikelfilter, S204, w124, w204

Weiter geht's also...

 

Im letzten Artikel erzählte ich von der sporadisch aufleuchtenden MKL. Der Fehlerspeicher schmiss den Dieselpartikelfilterdifferenzdrucksensor (ich liebe deutsche Wörter). Der faule Nick las natürlich nur die Hälfte des Wortes und dachte, der Partikelfilter sei voll. Da das Leuchten der MKL allerdings gar nichts mit den Freibrenn-Fahrten zu tun hatte wurde ich langsam skeptisch. Das Problem wurde teilweise so schlimm, dass das Fahrzeug in den Notlauf fiel, ohne es mit der MKL anzuzeigen. Ein Überholvorgang wurde so einmal richtig knapp. Also nochmal schnell im Forum recherchiert und siehe da: Ein typisches Problem - der Differenzdrucksensor. Knapp 70€ kostet dieser bei MB, der Einbau könnte in 10min erledigt sein (wenn man sich nicht am heißen Motor ständig die Finger verbrennen würde und die blöden Klammern einfach zu lösen wären).

 

Weiter waren die Bremsen hinten langsam fällig. Die gab es einmal neu. Auch Jutta bekam einmal neue Bremsen rundum.

Kurz vor einer langen Fahrt knallte auch noch ein Steinschlag in die Scheibe. Der Schnelligkeit halber wurde das bei Carglass gerichtet. Sehr zufriedenstellend.

 

 

 

Ansonsten erfreut die C-Klasse Tag für Tag, vor allem mit ihrem geringen Verbrauch in der Stadt. Klar, eine 3 Meter lange Leiter transportieren andere Kombis besser, dafür lässt sich die C-Klasse auch immer gut parken. Rundum für unseren Alltag nach wie vor der perfekte Begleiter. Vielleicht schreibe ich mal einen Fahrberichtsartikel.

 

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08.07.2018 19:00    |    nick_rs    |    Kommentare (27)    |   Stichworte: 89, Audi, Cabriolet

Dieses Jahr wird alles anders.

Nachdem ich die letzten 5 Jahre immer einen hohen, vierstelligen Betrag im Cabrio versenkt habe dachte ich, dieses Jahr wird das nicht so sein.

„Nick, dieses Jahr gibst du dir ein Budget von 1000€ für das Auto, mehr wird nicht investiert“ sagte ich mir.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

HAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHA

Guter Witz. Es dauerte keine zwei Wochen, da war das Budget komplett gesprengt.

„Na wenn schon, denn schon“ dachte ich mir. Neues Ziel für dieses Jahr: Fertig werden.

 

Fertig. Welch komisches Wort. Jeder der ein Projektauto besitzt weiß, dass dieses Wort eigentlich nie auf das Auto zutreffen wird.

Nungut, fangen wir an. Nach den bereits erfolgten Sattlerarbeiten stand nun der wohl größte Schritt an: Die Komplettlackierung. Darauf spare ich schon, seitdem ich das Auto habe und ich habe schon selbst nicht mehr dran geglaubt, dass das noch klappt. Nun soll es soweit sein, auch wenn die irre aufwändige Aufbereitung eine Woche vorher dann komplett umsonst war. Als vorletzter Schritt zum fertig.

 

Warum? Werden sich jetzt einige fragen. Der Lack sieht doch klasse aus. Ja, aber er hatte leider auch sehr viele nicht polierbare Kratzer. Das störte zwar erst ab ca. 2m Entfernung, nervte mich aber tierisch. An annähernd jedem Karosserieteil war irgendeine Macke oder Kratzer, daher die Entscheidung ihn komplett lackieren zu lassen.

 

 

Das Ergebnis ist echt toll geworden, auch wenn es ein paar Wochen gedauert hat. Leider bin ich jetzt noch pingeliger mit dem Auto aber gut, das liegt wohl in der Natur der Sache. Endlich passt der äußere Zustand auch zum inneren und technischen.

 

Dem aufmerksamen Leser wird auffallen, dass das Auto optisch wieder Serie ist. Der Grund ist simpel: für die Lackierung mussten Spoiler, Logos etc. runter und da die HU wieder fällig war (man vergeht die Zeit schnell) ist es einfacher, dass anschließen erst wieder zu montieren bevor man wieder ABEs suchen muss etc. Die Scheinwerferfolien sind eh illegal. Aber es zeigt mir doch, dass meine Veränderungen mir sehr gefallen haben. Das wird auf jeden Fall alles wieder montiert. Habe ja jetzt wieder zwei Jahre Luft :)

 

So far :)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anbei noch ein paar Detailbilder. Leider habe ich vergessen die Blende dafür etwas hochzuschrauben, so ist die Schärfeebene leider etwas kurz.

 

 

 

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11.05.2018 14:38    |    nick_rs    |    Kommentare (18)    |   Stichworte: C, C-Klasse, Mercedes, S204, W204

Irgendwie sind neue Autos langweilig, zumindest wenn man bloggen möchte. Denn viel passiert ist in den letzten 10.000 km seit dem ich die C-Klasse „übernommen“ habe nicht. Wobei: Zwei kleinere Defekte hat sie sich geleistet. Aber beginnen wir von vorne:

 

Direkt zu Anfang machte sich jemand am Stern zu schaffen. Nach in Summe 2,5 Jahren Stern auf der Haube (0,5x E430; 0,5x 124er; 1,5x C350) wurde es auch mal Zeit. Als „Übergangslösung“ montierte ich wieder den Zentralstern, diesmal im „Edition C“-Grill, den ich noch im Keller liegen hatte. Zwar vermissen wir alle den Stern auf der Haube, aber irgendwie ist es auch mal ein Tapetenwechsel. Und man muss sich nicht den ganzen Tag Gedanken machen, ob der Stern noch am Auto prangt.

 

Ende Februar erlebte Deutschland eine zweite Eiszeit. Selbst im sonst recht milden Hamburg sanken die Temperaturen auf bis zu -17°. Kein Grund für meine Kumpels und mich das Auto nicht zu waschen, immerhin wird es ja trotzdem dreckig. Das warme Waschboxwasser spülte den angefrorenen SnowFoam und Felgenreiniger auch wunderbar wieder runter, aber beim ersten Versuch das Auto abzutrocknen frierte das Handtuch fest und wir kamen zur Einsicht, dass wir den Eispanzer an den Autos nun wohl hinnehmen müssen. Immerhin waren sie jetzt sauber :D

Nicht so einfach hingenommen haben das die hinteren PDC Sensoren. Gleich drei von vier meldete das Steuergerät als defekt. Hier war es vorteilhaft das AMG Paket zu haben. So musste weder die Stoßstange demontiert noch die Sensoren lackiert werden, da sie im Diffusor sitzen, der einfach raus zu clipsen ist.

Da inzwischen die Temperaturen auch zum Frühling passten montierte ich in dem Zug auch gleich die Sommerräder.

 

 

Kommen wir nun zu dem Absatz, dem der Artikel seinen Namen verdankt. Das Wochenende drauf begann ich mit dem, was ich schon seit 1.5 Jahren machen wollte: Eine Aufbereitung. Sehr aufwendig musste diese gar nicht sein, schließlich ist das Auto vor dem Kauf in der Niederlassung gründlich aufbereitet worden. Allerdings hat das damals wohl der Azubi gemacht, denn der Lack war voll mit Hologrammen. So wurden diese schnell rauspoliert und der Lack sowie die Scheiben und Felgen versiegelt. Die Endrohre wurden poliert, sodass die zweiflutige Anlage, die die Sechszylinder auszeichnet wieder richtig schön zur Geltung kommt. Den Motorraum säuberte ich mit etwas APC Cleaner und einem Pinsel, das ganze wurde dann mit einer Gießkanne abgespült und schon sieht es dort aus wie neu. Etwas mehr Arbeit erforderten die Scheinwerfer. An der Front sieht man der C-Klasse an, dass sie den Großteil ihrer Laufleistung auf der Autobahn verbringt/verbracht hat. So schliff ich die Scheinwerfer gründlich an und polierte annähernd alle Steinschläge aus dem Glas. Leider sind die Streuscheiben auch von innen „angelaufen“. Genau dort, wo der Lichtkegel des Xenons die Scheibe kreuzt. Das Problem ist bekannt und es gibt von Mercedes ein Reinigungsset dafür, dass man über das Abbiegelicht ins Innere führt. Allerdings kostet das 220€ und ist daher keine Option, da man für die Hälfte auch neue Streuscheiben bekommt. Wie ich das Problem löse weiß ich zum jetzigen Stand noch nicht.

Der Innenraum wiederum bedurfte annähernd gar keiner Zuwendung. Regelmäßig wird dort mit Cockpitreiniger „durchgewischt“. Die Sitze sehen aus wie neu! Keine Falte, nicht mal annähernd speckig sind sie. Was das angeht, hat Mercedes wirklich einen herausragenden Job gemacht. Lediglich die Pedale wurden mit APC Reiniger und Pinsel gesäubert und die Fußmatten einmal mit dem Hochdruckreiniger durchgeblasen.

 

 

 

An einem Donnerstagabend machte ich den Motor an und mich strahlte stolz die Motorkontrollleuchte an. Klasse, das war genau das, was ich in dem Moment gebrauchen konnte, denn es war schon 21 Uhr und am nächsten Morgen sollte es zum Ringtreffen in die Eifel gehen. Ich fuhr also zum Auslesen, was den DPF als Fehler ausmachte. Hier fordert der Stadtverkehr doch seinen Tribut. Knapp 6 Wochen hatte ich die Stadtgrenzen nicht verlassen. Die Tage zuvor hatte das Auto gehäuft versucht zu regenerieren, was man durch erhöhtem Leerlauf und längerem halten der Gänge bemerkt. Also Fehler gelöscht und ab auf die Autobahn. Die Automatik im vierten Gang gesperrt und ab nach Lübeck und zurück. Das sollte vorerst genug sein. Im Laufe des Ringtreffens trat der Fehler dann erneut auf, löschte sich aber noch vor der Rückfahrt selbst. Seit dem trat das Problem trotz viel Stadtverkehr nicht mehr auf. Hier heißt es abwarten

 

Anbei noch Bilder vom Ring :)

 

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20.04.2018 15:20    |    nick_rs    |    Kommentare (10)    |   Stichworte: 89, Audi, Cabriolet

Die Saison begann wie letztes Jahr pünktlich am 01.04. um 0:00 Uhr. Es nieselt leicht, am Straßenrand liegt noch Schnee. Perfektes Cabriowetter :D

 

Zuvor habe ich mich dazu entschlossen die Felgen doch Silber zu machen. An das Chrom hatte ich mich zwar inzwischen gewöhnt und es gefiel mir auch sehr gut, aber das Silber hebt die Konturen der Fegen schön hervor und sieht – zumindest in Deutschland – deutlich stimmiger aus.

 

 

Leider riss über den Winter die Fahrersitzwange ein. Es scheint, als sei das durch die Kälte passiert. Oder ein übergewichtiger Einbrecher hat sich mehrmals unbemerkt reingesetzt. Ich weiß es nicht. Jedenfalls ist es unzumutbar so durch die Gegend zu fahren. Bei der Gelegenheit wurden auch die Gurte des Dachhimmels wieder angenäht, sodass da nun nichts mehr flattert. Außerdem wurde eine neue Sitzheizungsmatte eingesetzt, da die Alte schon seit dem Kauf vor über 5 Jahren defekt war. In diesem Moment realisierte ich erst, wie sehr mich die beiden Defekte jahrelang gestört haben. Da steck man über die Zeit einen fünfstelligen Betrag ins Auto, aber so elementare Dinge wie die Sitzheizung und der Dachhimmel bleiben jahrelang unrepariert, dabei kosten sie „nur“ wenige hundert Euro. Die Beseitigung der Mängel hat mich so gefreut, dass ich bei der Abholung gestern bei 27°C mit Sitzheizung auf Stufe 6 gefahren bin – einfach weil ich es jetzt kann :D

 

 

Das vorherige, sonnige Wochenende nutzte ich um den Lack außen aufzubereiten. Das hatten Shibi und ich vor fünf Jahren das letzte Mal gemacht, es war also dringend mal wieder nötig. Auch das Dach wurde aufbereitet und neu imprägniert. Zum Lack sei gesagt: Uni schwarz ist unheimlich geil, aber auch unheimlich scheiße. Es gibt keinen Lack, der eine solche Tiefe erzeugen kann. Gepflegt sieht Uni schwarz richtig gut aus. Dafür verzeiht es gar nichts. Man sieht jeden Kratzer, jeden Wassertropfen, jedes Staubkörnchen, alles. Zwei Tage habe ich poliert und geflucht. Warum alles umsonst war, lest ihr dann im nächsten (Cabrio-) Artikel :)

 

 

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