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Ein Wolf in der Heide

Ein kleiner Schrauberblog zu Reparaturen, Modifikationen und Erlebnissen mit meinen Fahrzeugen

08.02.2016 20:24    |    niclas1234    |    Kommentare (18)

Moin Leute,

 

ja manchmal machen wir im Leben Fehler und manchmal greifen wir dabei richtig ins Klo. Viele Menschen reden nicht gerne über ihre Fehler, aber wie ich in Vergangenheit gezeigt habe, gehört dies auch zu meinem Blog. Genau darum wird es nun primär in meinem heutigen Blog gehen. Doch wie kam es dazu?

 

Fangen wir ganz von vorne an. Ausgangspunkt ist der Schrottcorsa mit dem freundlichen Spitznamen Yolopel. Wie bereits bekannt ist möchten ich und mein Kumpel, mit welchem ich das Projekt durchführe, einen neuen Motor einbauen um dem Zwerg richtig Dampf zu verpassen. Das wussten natürlich auch unsere Freunde, mit dem Geheiß die Augen offen zu halten. Da nie wirklich klar war welcher Motor es werden sollte, haben wir erst mal vorsichtig alles über 80 PS als Ziel deklariert. Eines schönen Freitags kam ein Anruf von unserem Kumpel, welcher gerade sein erstes Lehrjahr als Kfz Mechatroniker absolviert. Unser Telefonat war ungefähr wie folgt:

 

„Wir haben da einen verunfallten Corsa B auf dem Hof stehen.“ - „Was ist denn mit dem passiert?“ - „Der ist im Graben gelandet. Ich habe mir die Felgen und Fensterheber gesichert (Er fährt selber einen Corsa B)“ - „Okay und was für einen Motor hat der drin?“ - „ 1.4 L 16 V 90 PS Maschine. Hat bis zum Unfall funktioniert, sollte also kein Problem sein. Ich habe dir ein Bild gesendet.“ - „Okay was soll der Spaß denn kosten?“ - „Mein Chef will für den Rest vom Auto 100 € haben“ - „Läuft der Motor denn?“ - „Die Batterie ist platt, ich kann das nicht testen“ - „Ihr werdet doch wohl ein Batterieladegerät in der Firma haben?“ - „Ja schon.“ - „Gut dann probiere das mal aus, ich bespreche mich solange mit *****“ - „Alles klar ich melde mich gleich“

 

Eigentlich war der 1.4 16V ja nicht unser Wunschmotor, da relativ viel Technik und wenig Drehmoment. Aber einen kompletten Schlachter für 100 €, als rundum Sorglospaket wäre zu schön um wahr zu sein. Wir müssten im Gegensatz zu den großen Bigblockmotoren keine speziellen Motorhalter, Antriebswellen oder Getriebe besorgen. Es wäre einfach alles da und wir könnten den Rest verkaufen. Nach Absprache mit meinem Kumpel entschieden wir uns den Wagen zu nehmen, wenn der Motor laufen sollte. Natürlich kam einige Minuten später dann der Rückruf.

 

„Der Anlasser sitzt wohl fest!“ - „Warum das denn, was macht er denn?“ - „Er klickt nur so komisch und es kommt nichts.“ - „Hast mal dagegen geschlagen mit einem Hammer oder so etwas?“ - „Ja das bringt nichts. Aber der lief ja, ich glaube nicht, dass das was Anderes ist“ - „Dreht der Motor denn?“ - „Keine Ahnung wie soll ich das testen?“ - „Na an der Riemenscheibe drehen, oder den Wagen eingekuppelt anschieben.“ - „Der hat drei platte Reifen, da ist nichts mit anschieben!“ - „ .. und die Riemenscheibe?“ - „Da komme ich nicht dran. Musst du wissen ob ihr den haben wollt. Mehr kann ich euch nicht sagen.“….

 

 

Das neue AggregatDas neue Aggregat

So ging es also los. Anschließend habe ich erneut meinen Kollegen zurückgerufen. Wir haben 10 Minuten lang die Chancen und Risiken verglichen und uns entscheiden den Wagen zu nehmen. Die eigentliche Aussage war „Was soll schon groß sein?“. Der Wagen kam also auf dem Rücken eines Abschleppers zu dem Kollegen geliefert der ihn uns vermittelt hatte. Der Plan war, die Teile bei ihm auszuschlachten und anschließend zu unserem Corsa zu fahren. Der Wagen sah an der Front soweit kaum beschädigt aus und im Motorraum war alles optisch intakt. Also haben wir uns ans Werk gemacht und den Motor ausgebaut. Erstmal alle Betriebsstoffe abgelassen, die Klimaanlage und den Kühler raus und die Kabelbäume zurück gebaut.

 

 

Scher mitgenommenScher mitgenommen

Nachdem ich die Riemenscheibe freigelegt hatte, wollte ich natürlich das ausprobieren, wofür mein Kollege wohl zu doof gewesen ist. Also einmal die große Verlängerung angesetzt und Versucht den Motor zu drehen. Doch egal wie viel Mettbrötchen ich gefrühstückt hatte, da ließ sich nichts machen. Nicht mal mehr auf dem Hebel rumhüpfen hat da etwas in Bewegung gebracht. Also kam Plan B ins Spiel. Wir haben den Golf 4 2.8 4 Motion vor den Corsa gehängt und ihn damit die Dorfstraße hoch und runter geschleppt. Mit 204 PS und Allrad müsse der kleine Corsa 4 Zylinder sich ja freisetzten. Wir hatten eine Stunde vorher auch WD 40 über die Zündkerzenlöcher in die Brennräume gespritzt. Siegessicher ging es auf die Straße und ab auf 50 km/h. Ich ließ am Corsa die Kupplung fliegen und wartete auf den magischen Moment. Doch was passiert? Der Corsa blockiert beide vorderen Reifen und haut damit so den Anker rein, dass der Golf abstirbt…..

 

Ausbau des Motors Teil 1Ausbau des Motors Teil 1 Ausbau des Motors Teil 2Ausbau des Motors Teil 2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Keine Chance für den Sechszylindrigen Wolfsburger. Nach einem zweiten Versuch mit selben Ergebnis ließen wir es bleiben. Da würden eher die Antriebswellen brechen, als dass der Motor frei dreht. Also wieder auf den Hof mit dem Corsa und auf die Böcke. Plötzlich stand ein Mann mit Kamera am Gartenzaun und schien uns zu filmen. Auf meine Frage hin, was er dort mache kam nur zurück: „Fahren ohne Anmeldung gibt es hier bei uns im Dorfe nicht. Ich werde sie nun der Polizei melden.“ Ja bitte was? :D Bei dem Typen waren wohl ein paar Sicherungen im Oberstübchen durchgeschossen. Als erstes haben wir ihn freundlich darauf hingewiesen, dass er kein Recht habe Videos von uns auf einem Privatgrundstück zu machen. In zweiter Instanz haben wir ihn gefragt ob er wüsste, dass man mit einem Auto ohne Motorhaube, Windschutzscheibe und Kühler nicht fahren kann (Naja gut er kennt ja Gott sei Dank den Yolopel nicht :D ). Sichtlich sauer verschwand der mies gelaunte Nachbar auf seinem Hof, während er auf dem Weg noch mehrmals betonte, dass er nun die Polizei rufe.

 

Wir haben nach dieser Aktion nur einen Gang zugelegt und flott die Vorderachse ausgebaut. Abgesehen davon, dass wir die zuständigen Polizisten kennen, kann diese hanebüchene Geschichte ja wohl kaum passiert sein mit einem Auto ohne Achse ;) Den restlichen Ausbau erspare ich euch. Er zog sich über den Kompletten Abend und den nächsten Morgen. Mein einer Kollege musste unglücklicherweise noch vom Krankenwagen abgeholt werden, da er sich beim Abendessen machen mit einem Keramikmesser in den Finger geschnitten hatte. Damit war natürlich unsere Schraubereinheit für diesen Abend abgesagt und wir fuhren unserem Kumpel hinterher ins KH.

 

Teilekonvolut 1Teilekonvolut 1 Teilekonvolut 2Teilekonvolut 2 Teilekonvolut 3Teilekonvolut 3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Motor und alle anderen geschlachteten Teile wurden anschließend auf einen Pickup verladen und zum Yolopel gebracht. Vor Ort in der Scheune gab es dann die Bestandsaufnahme. Wir haben:

 

1. Einen Motor der nicht dreht

2. Einen Haufen Teile die wir nicht brauchen

3. Keinen Plan was der Motor hat

 

Also ging es daran den Motor zu zerlegen. Doch unsere Zuversicht wurde schnell gebremst. Nachdem ich den Kopf demontiert hatte, um die Ventile zu kontrollieren fiel mir etwas Komisches auf. Da waren drei Kolben auf einer Höhe! Das sollte eigentlich nicht so sein. Wenige Minuten später kam mir des Rätsels Lösung. Am Kurbelwellengehäuse, unter dem Anlasser und über einem Kühlwasserrohr, hatte sich absolut unerkennbar von außen ein Pleuel auf die Suche nach Frischluft gemacht. Dabei hatte es natürlich ein dickes Loch ins Kurbelgehäuse geschlagen. Dieser Schaden war ohne Frage absolut irreparabel und der absolute GAU. Niemals hätte ich gedacht, dass ein Pleuel gerissen ist, weil der Motor bis zum Unfall noch lief. Leider erklärt das auch, warum der Wagen bei 100 km/h auf einer schnurgraden Landstraße die Kontrolle verloren hat und in Graben gerutscht ist.

 

Pleuel sagt halloPleuel sagt hallo Zerrissenes Pleuel im BlockZerrissenes Pleuel im Block

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier stimmt was nicht!Hier stimmt was nicht! Demontierter KopfDemontierter Kopf Kopf samt VentileKopf samt Ventile

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So standen wir also da. Einen Motor mit Totalschaden, eine Menge geschlachtete Corsateile und 100 € verschenkt. Doof gelaufen würde man wohl sagen …

 

Doch keine Angst, hier war nicht das Ende ;) Wir haben am selben Abend noch angefangen die geschlachteten Corsateile zu Geld zu machen. Der Kat ging weg für 70 €, die Heckklappe samt Irmscher Spoiler ebenfalls für 70 €, die Motorhaube für 20 €, und einige Kleinteile für 35 €. Damit haben wir im Nachhinein ein dickes Plus an dem Wagen gemacht, womit wir selbst nicht gerechnet hätten. Bis dahin war mir nicht bewusst, für wieviel Geld Kats gehandelt werden. Den vom Corsa hat man mir förmlich aus den Händen gerissen. Die Verwerter haben sich gegenseitig überboten. Ein weiterer positiver Nebeneffekt war, dass wir nun jede Menge Teile wie z.B. das Getriebe oder die Antriebswellen übrigbehalten haben. Diese können wir nun als Ersatzteile im Rennen nutzen.

 

Corsa KatCorsa Kat Das SchlachtopferDas Schlachtopfer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Somit geht auch der vierte Blogartikel vom Yolopel zuende. Ihr müsst dazu wissen, dass diese Geschichte mittlerweile schon von Mitte letztes Jahr stammt und sich viel getan hat seitdem. Deswegen dürft ihr gespannt sein auf viele weitere Artikel vom Yolopel. Ich verspreche euch, nächstes Mal wird sich was am Wagen selber tuen und auch Motorentechnisch haben wir mittlerweile eine Alternative. Aktuell muss ich aber noch einiges aufholen und vertröste euch erstmal mit der Aussicht auf einen Artikel zum meinem Golf :)

 

Wenn es euch gefallen hat, dann freue ich mich über Kommentare, aber auch Kritik und Verbesserungsvorschläge nehme ich jederzeit entgegen. Bei Fragen einfach raus damit, ich beantworte sie euch gerne.

 

Gruß Niclas

 

(Ein paar Bilder sind der Übersicht halber in der Galerie geblieben ;) )

 

Bis nächstes Mal :)Bis nächstes Mal :)

 

 

 

 

Das neue Aggregat Das neue Aggregat

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08.02.2016 21:42    |    PIPD black

Na hoffentlich ist der Golf noch in der Spur.:D

So ein kräftiger Zug an der Abschleppöse hat schon mal zu Verformungen an nem Caddy geführt.

Der wurde allerdings rücklings auf nen Schlepper gezogen und nicht von nem Corsa ausgebremst.:cool:


09.02.2016 07:54    |    pico24229

Naja ist ja am Ende noch gut ausgegangen:)

Bin gespannt ob der Corsa denn nun endlich mal in einem rennen eingesetzt wurde!


09.02.2016 09:22    |    Dynamix

Dafür musst du dich nicht schämen oder dich deswegen ärgern. 100€ sind jetzt kein krasser finanzieller "Verlust" und geteilt durch 2 wäre es maximal ein Fuffi pro Kopf der da über die Wupper gegangen wäre. Da Ihr aber den Wagen problemlos zu Geld machen könnt habt Ihr am Ende der Schlachtaktion die Kosten doppelt und dreifach wieder drin ;)

 

Und ja, Kats sind teuer. Allein die ganzen Materialien im Kat bringen bei der Verwertung gutes Geld. Da gibts sicherlich noch einige Karosserieteile die Ihr zu Geld machen könnt. Wenn die Reifen noch was taugen kriegt Ihr sogar die los. Hab selber mal auf dem Schrottplatz für 80€ einen neuwertigen Satz Winterreifen auf Stahlfelgen für meinen Golf geschossen. Die Dinger waren brandneu, müssen also kurz vor dem Motorschaden des Spenderfahrzeugs draufgekommen sein. Die Stahlfelgen hat mein alter Herr dann flott mit der Dose lackiert damit die wieder hübsch aussehen :)


09.02.2016 14:15    |    Ascender

Auf der Heckklappe steht "Sport" - bei einem Corsa B! Das konnte nur daneben gehen. ;) :D

Aber Scherz beiseite: Ist doch nochmal gut gegangen. 100 EUR sind jetzt nicht die Welt, und sehrwohl zu verschmerzen. Zu Zweit sowieso. Das ist halt Lehrgeld, und immerhin konntet ihr mit den Teilen doch noch ein wenig was anfangen.


09.02.2016 14:16    |    Dynamix

Eigentlich haben die beiden mit dem Schrott ja sogar noch Gewinn gemacht, von daher verstehe ich den Trübsal nicht der hier geblasen wird ;)


09.02.2016 14:19    |    PIPD black

Na ist doch klar....weil sie immer noch keinen laufenden Motor und nur Arbeit hatten.;)

Die paar Kröten sind Schmerzensgeld.....aber dem Ziel näher gekommen, sind sie eben auch nicht.

Oben drauf dann noch Ärger mit dem Nachbarn.

 

Ich kann das nachvollziehen.


09.02.2016 14:45    |    Ascender

Kam denn die Polizei nach den mehrfach erfolgten Ankündigungen auch? Oder waren das leere Drohungen? Ich tippe ja auf letzteres.


09.02.2016 14:59    |    PIPD black

Auch wenn die nicht kamen, ist das Verhältnis zum Nachbarn "gestört". Ärgerlich sowas.


09.02.2016 15:12    |    Ascender

Der besagte Nachbar hat doch sowieso eine Meise. Ehrlich gesagt sind mir solche Menschen komplett egal. Gestört ist allenfalls der Nachbar. Wo vorher kein Verhältnis war, kann auch keins gestört sein.

Tut mir leid, aber ich lebe in einem gut betuchten Vorort, und was ich hier - vor allem Anfangs - zu hören kriege, das geht auf keine Kuhhaut. Wie der Nachbar, der meinte am Neujahrsmorgen um 6:30 Uhr (!!!) bei mir sturmzuklingeln, nur um mich zu fragen was ich mit den Sektflaschen von letzter Nacht zu tun gedenke, die wir fein säuberlich bei uns auf dem Grundstück bei den Mülltonnen zwischengelagert haben (und die ich nach der Ausnüchterung auch ordnungsgemäß entsorgt hätte). :rolleyes:

 

Oder der Nachbar, der meinte er müsste mir einen Sticker auf die Windschutzscheibe kleben auf dem das Wort "Umweltsau" stand.

 

Oder diejenigen, die meine Autos nicht auf der Straße haben wollten - "Laternenparker gibt es in Kirchhörde nicht!".

:rolleyes:


09.02.2016 15:27    |    Dynamix

Alter, in was für einer Gegend lebst du? :eek:

 

Und ich dachte schon MEINE Nachbarn wären intolerant. Die alte Frau die dort unter anderem wohnt hat mir klipp und klar zu verstehen gegeben das es ja eine Frechheit von mir wäre so ein großes Auto zu fahren und das ich mir doch gefälligst einen Smart zu kaufen habe. Es wäre ja unverantwortlich dieses riesige Auto in meiner Einfahrt zu parken, schließlich erschwere ich den Nachbarn dadurch ja angeblich das einfahren in die eigene Einfahrt die direkt neben meiner liegt. Wenn ich mich jedes mal beschweren würde wenn deren Gäste mir die Einfahrt zuparken oder die beiden so beschissen parken das ich danach nur noch mit dem Schuhlöffel aus dem Auto rauskomme wäre ich längst an einem Herzinfarkt gestorben. Wozu die beiden mit weit über 80 noch 2 Autos in DER Größe brauchen erschließt sich mir sowieso nicht. Fast alle Päärchen in jüngerem Alter die ich kenne teilen sich ein Auto. Da tuts dann meist der Kompakte oder ein Kleinvan. Nur meine beiden Nachbarn meinen noch 3er und 5er fahren zu müssen. Und mich kacken Sie dann an wenn ich mal mit meinem Auto, mit dem ich zu allem Überfluss so gut wie nie alleine fahre, in MEINER Einfahrt stehe.


09.02.2016 15:47    |    Ascender

Zitat:

Alter, in was für einer Gegend lebst du? :eek:

Spießer-Gegend wäre eine Untertreibung! Hier fährt man seinen Nachwuchs standesgemäß mit dem Cayenne Turbo zur Schule. Man muss seinen SUV natürlich so abstellen, dass keiner mehr dran vorbeikommt, damit der Nachwuchs möglichst sicher die Straße queren kann. Anschließend regt man sich im Supermarkt darüber auf, wenn jemand Kirschen außerhalb der Saison kauft, weil die ja "eingeflogen" werden, wie mir eine Dame in Pelz (mit Q7 V12 auf dem Parkplatz) eintrichtern wollte.

 

Hier ist es "rebellisch", wenn man seinen Kaschmir-Pullover lässig über den Schultern legt und die Ärmel auf die Brust knotet!

Hier ist man es als Kunde bei der Post "nicht gewohnt zu warten!".

 

Einfahrten sind ein gutes Stichwort. Die Leute können hier nicht Auto fahren. Ich parke schon immer mit meinem Auto abseits der Einfahrten und lasse sehr viel Platz. Trotzdem ist die Straße für alle da, und es fahren sogar 7,5-Tonner (Lieferverkehr / Müllabfuhr) an meinem Auto vorbei. Letztens meinte jemand am Sonntag um 7 Uhr auf "Dauerhup-Modus" umzuschalten. Als ich das Fenster aufmachte, um nachzufragen was der Depp für ein Problem hat, meinte derjenige er käme nicht an dem "Schrottkarren" vorbei. :rolleyes:

 

Echt, die Gegend ist ja wirklich schön, und langsam habe ich mich auch eingelebt. Allerdings bin ich nur aufgrund meiner tollen Wohnung dort geblieben. Die kulturellen Unterschiede sind eindeutig zu groß. Dabei würde ich wohl von mir behaupten durchaus kultiviert, freundlich und hilfsbereit zu sein. Von Knigge haben viele in der Gegend jedenfalls noch nichts gehört, erweckt es den Anschein.


09.02.2016 15:59    |    PIPD black

Ich hatte ja keine Ahnung......:eek:

 

Aber so ist das wohl mit Zugezogenen....oder als Zugezogener....heimisch wird man da nie.;):cool:


09.02.2016 17:51    |    niclas1234

Also Trübsal blase ich nicht, bzw. nicht mehr :D Am Ende haben wir uns damit ja sogar ein paar Mark verdient und das ganze ist so lange her, dass ich nur noch drüber Lächeln kann ;)

 

Die Polizei kam bei der Ganzen Aktion Zweifelsohne nicht :D Wie zu erwarten war dort mehr heiße Lust als alles andere. Der Nachbar hatte schon vorher kein Verhältnis zu meinem Kollegen bzw. seiner Familie. Ein einsamer alter Mann, der kaum vor die Tür kommt und wenige Sozialkontakte hat.

 

Und Ascender mein Beileid zu deinen Nachbarn :D Klingt wirklich hart. So möchte ich nie leben...

 

Der Corsa ist übrigens leider noch kein einziges Rennen gefahren, so viel kann ich euch trauriger weise versprechen :(


09.02.2016 18:09    |    Dynamix

Heiße Lust? Erzähl mehr! :D


09.02.2016 18:19    |    niclas1234

Netter Schreibfehler :D


10.02.2016 07:07    |    outbackler

Also mir gefällt dein Blog sehr gut. Mich erinnert das ein wenig an verrückte Schrauber (das meine ich durchaus positiv) aus diversen TV-Berichten und auch an die TopGear-Sendungen. Weiter so!!!!


10.02.2016 21:16    |    niclas1234

Vielen Dank. freut mich, wenn es dir gefallen hat :)


14.02.2016 08:58    |    Bayernlover

Hahaha Ascender in so einer Gegend könnte ich nicht wohnen :D obwohl die Schwaben als eher spießig gelten, hab ich bisher ausschließlich positive Erfahrungen gemacht - scheine wohl Glück mit den Nachbarn zu haben. Und meine Umweltsau steht in der Tiefgarage, da interessiert es keinen ;)

 

Zum Opel kann ich nix sagen, aber Hauptsache kein Geld versenkt.


Deine Antwort auf "Yolopel Teil 4 - Ein Satz mit X"

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Dies ist mein kleiner Blog, in dem ich lesewilligen Besuchern von meines Erlebnissen im Automobilbereich berichte. Angefangen zu Schrauben habe ich aus finanzieller Not mit 18 Jahren an meinem Golf 2. Mitlerweile bin ich 24 und bin dem Basteln treu geblieben. Von Ölwechsel bis Motorschaden gibt es nur wenige Dinge die ich noch nicht ausprobiert habe. Neben einer nicht zu leugnenden Leidenschaft für Umbauten am Fahrzeug, hege ich noch ein großes Interesse an Motorsport und Autocross. Dies dürfte sich in einigen Blogartikeln sicherlich wiederspiegeln. :p

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