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26.02.2014 16:32    |    Andi2011    |    Kommentare (30)    |   Stichworte: Straßenfunde

Ich erhalte immer wieder von Bloglesern und Freunden Fotos von „Straßenfunden“ für meine Blogreihe, die ihnen selbst vor die Kamera gekommen sind mit dem Angebot, diese zu verwenden.

 

Die Blogreihe Straßenfunde "Supporters“ zeigt diese Fahrzeuge, die wie gewohnt selten, skurril oder einfach besonders sind.

Der heutige „Supporters“ Fund stammt von twindance, ein Fiat 127

 

 

8 Millionen 127er konnte Fiat in der Bauzeit von rund 25 Jahren weltweit absetzen, eine Zahl die sich sehen lassen kann.

Begonnen hat alles mal mit dem ersten 127 im Jahre 1971 und es gab ihn in seiner gesamten Bauzeit in verschiedensten Versionen vom Kombi bis zum „Sport“ Model und seine Plattform diente später noch dem bei den Straßenfunden letztens erst besprochenen Yugo.

 

 

 

 

Der 127er war ein Star! Bis 1983 der Uno auf den Markt kam, der deutlich moderner und in vielen Punkten besser war. Trotzdem hielt sich der 127er in seiner letzten Version „Super“ noch bis etwa 1987 auf dem Markt.

So einen 127er dürften wir hier vor uns haben, einer nach dem Facelift von 1982, vielleicht mit dem starken 75 PS Motor, aber auch ein 50 PS Variante war zu haben.

 

 

 

 

 

 

Ein sehr schöner Straßenfund, den ich auch schon fast vergessen hatte. Den ersten 127er fuhr noch eine Tante von mir und dieser wurde irgendwann durch einen Ritmo ersetzt.Jedenfalls steht er optisch sehr gut da und das ist auch gut so, denn von den anfangs erwähnten 8 Millionen Exemplaren gibt es in Deutschland kaum mehr als noch ca. 250 Stück. Das erklärt auch die Preise von mittlerweile an die 10tsd € für Top Exemplare.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Danke für`s lesen!

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15.02.2014 13:49    |    Andi2011    |    Kommentare (20)    |   Stichworte: Autogeschichten

Meine erste Panne war es nicht und eigentlich auch gar nicht meine Panne, sondern die meiner Liebsten, aber sie blieb mir immer im Gedächtnis:

 

Wir waren relativ frisch erst wenige Monate zusammen und sie fuhr morgens zur Arbeit, während ich mich noch mal in die Bettlaken kuschelte....ich hatte einen freien Tag.

 

Bis etwa 45 Minuten später mein Handy klingelte und meine völlig verzweifelte zukünftige Gattin mir mitteilte, dass sie auf der Autobahn stünde, es aus Eimern schütten würde und ihre Scheibenwischer nicht mehr funktionierten!

Außerdem sei ihr Akku fast leer und ich solle mich beeilen, sie wisse nicht weiter und weg war das Gespräch. Daraus ergab sich die folgende Geschichte:

 

Pflichtbewusst und Held wie ich bin, steige ich ins Auto und fahre die mir bekannte Strecke ab, irgendwo musste sie ja stehen und tatsächlich erblicke ich den Wagen, mit Warnblinklicht auf der schwach befahrenen Autobahn auf dem Standstreifen.

In strömendem Regen halte ich dahinter an.

Ich steige aus und laufe erst mal im Laufschritt mit dem Warndreieck zurück, denn das hatte meine Liebste nicht aufgestellt. Patschnass erscheine ich an der Beifahrerseite und öffne die Türe.

 

Meine Liebste empfing mich mit einem: „Gott sei Dank bist du da!“

 

Um mir – noch bevor ich fragen konnte warum sie hier ungesichert steht/noch im Auto sitzt- mein Handy abzunehmen, weil sie jetzt erst mal auf der Arbeit anrufen muss.

 

Sie: „Ich habe einen Mega-wichtigen Termin, ich ruf eben an das ich später komme und kannst du dich hierum kümmern, dann fahre ich mit deinem Auto weiter zur Arbeit?“

 

Ich: „Ich, äh, warum…“

 

Sie: „Du bist der größte Schatz der Welt, ich liebe dich!“

 

Sagt sie in mein verdutztes Gesicht und ehe ich noch was sagen oder tun kann, springt sie behände wie ein Reh aus dem Auto, scheint zwischen den Regentropfen durchzuzirkeln und steigt in mein hinter ihr parkendes Gefährt und braust davon!

Ok, dachte ich, was soll`s, ne Predigt das man hinter der Leitplanke wartet, was der ADAC ist usw. kann ich ihr heute Abend noch halten. Ich robbe rüber auf die Fahrerseite.

Anspringen tut er, die Scheibenwischer geben aber keinerlei Bewegung von sich, weiterfahren undenkbar, sie Sicht ist gleich NULL.

Ok, irgendwo in diesem Auto gibt es eine Warnweste und tatsächlich finde ich die im Seitenfach der Beifahrertüre. Ich ziehe mir das „Jäckchen“ über, öffne die Haube um einfach mal zu schauen, vielleicht ist es nur eine Sicherung, irgendwas verklemmt…kurzum, nein, ich finde den Fehler nicht!

 

Ruf ich halt den ADAC an denke ich, als ich feststelle, dass meine Zukünftige ja jetzt mein Handy hat und es –wie sollte es anders sein- natürlich auch eingesteckt hat.

Nun ja, nass bis auf die Haut bin ich eh schon, der Pfeil auf dem Leitpfosten sagt mir in welche Richtung ich wandern soll um zur nächsten Notrufsäule zu gelangen und ich mache mich auf den Weg.

 

 

Der Weg erscheint mir sehr lang, nein, sehr lang um nicht zu sagen sehr, sehr lang, wohl weil es vom Himmel schüttet, als wenn Petrus einen richtig miesen Tag hätte und ich pflichtbewusst hinter der Leitplanke laufe, wo der Boden vom Regen völlig aufgeweicht und matschig ist.

Als ich über die Notrufsäule den ADAC verständigt habe und nach gefühlten 100km Fußweg wieder am Auto bin, heißt es nur noch wie empfohlen hinter der Leitplanke warten bis der gelbe Engel zu mir herabsteigt.

 

Unglaublich was man alles in guten 45 Minuten im strömenden Regen hinter einer Leitplanke so erleben kann, von winkenden Kindern die mich mitleidig vom Rücksitz aus anlächeln (oder auslachen?) bis zu hupenden Autofahrern (ob die mich aufmuntern wollen? Angehalten hat jedenfalls keiner.) Als der gelbe Wagen des ADAC hinter dem Auto meiner Liebsten anhält, bin ich jedenfalls durchweicht wie die Linsen für einen guten Eintopf.

 

Der ADAC-Mensch schaut sich das Ganze an und teilt mir mit, dass er vor Ort nichts machen kann, da sei wohl der Wischermotor defekt und da es nicht so aussehe als würde der Regen nachlassen, würde er mich gern an seine Abschleppstange hängen und zur nächsten Werkstatt schleppen.

Gesagt getan, der gelbe Engel telefoniert kurz, sagt mir dann, dass es eine Werkstatt ganz in der Nähe gäbe und los geht’s. Die Fahrt ist unspektakulär, an der Stange hängend folge ich dem ADAC Fahrzeug von der Autobahn runter und nach etwa wenigen Kilometern auf den Hof einer Autowerkstatt.

 

Mittlerweile ist es etwa 11 Uhr als der ADAC Mann sich nett verabschiedet und ich die Annahme der Werkstatt betrete.

Eine nette junge Dame am Tresen fragt mich ob ich der Mann mit dem defekten Wischermotor sei und das ich schon angekündigt wurde, sie brauche bitte den Fahrzeugschein und ob ich ein Handtuch wolle, ich sei ja klatschnass.

Das Handtuch nehme ich, die Papiere kann ich ihr nicht geben, die hat ja meine Liebste in ihrem Portemonnaie, die junge Dame meint aber, das würde schon auch so gehen.

 

Als ich so etwa eine Stunde lang mit meinen nassen Klamotten und dem Handtuch im Wartebereich mit Kaffee und diversen Autozeitungen verbracht habe, erscheint ein junger Mechaniker und teilt mir mit, dass man nicht den richtigen Wischermotor da habe, der sei aber schon bestellt und käme gleich „Ruck zuck“ innerhalb der nächsten halben Stunde, dann noch eben einbauen und fertig.

 

 

Um es kurz zu machen, „Ruck zuck“ dauerte insges. noch etwa 3 Stunden, kostete mich incl. Mehrwertsteuer und Einbau irgendwas um die 200 Euro und ich war dann gegen 16 Uhr wieder zu hause (natürlich regnete es schon lange nicht mehr und in meiner Erinnerung auch die nächsten drei Wochen nicht mehr!).

 

Ich stieg aus meinen durchfeuchteten Klamotten, die mir mittlerweile am Körper festgewachsen erschienen und ging erst mal unter die heiße Dusche.

Als ich aus dem Bad komme, höre ich den Schlüssel in der Türe…

 

Die Türe geht auf meine Liebste kommt rein und sagt:

„Sei froh, dass DU heute schön frei hattest, ICH hatte vielleicht einen Tag!“

 

 

Man(n) kann sie nur lieben oder?

 

Danke für`s lesen!

 

 

Bilderquelle: aboutpixel/pixabay (lizensfreie Fotos zum download)


13.02.2014 16:58    |    Andi2011    |    Kommentare (46)    |   Stichworte: Straßenfunde

Ich erhalte immer wieder von Bloglesern und Freunden Fotos von „Straßenfunden“ für meine Blogreihe, die ihnen selbst vor die Kamera gekommen sind mit dem Angebot, diese zu verwenden.

 

Die Blogreihe Straßenfunde "Supporters“ zeigt diese Fahrzeuge, die wie gewohnt selten, skurril oder einfach besonders sind.

Der heutige „Supporters“ Fund stammt von einem Freund der anonym bleiben möchte, es ist ein Opel Omega A

 

Der Omega kam 1986 auf den Markt und ersetzte den Opel Rekord E.

Moderner Name, moderner gezeichnet, mit moderner Technik fand der Omega schnell eine große Käufergemeinde und lief in der der ersten Generation bis Ende 1993 vom Band. Wer es noch größer mochte konnte damals noch zum Senator greifen, der erst mit dem Omega B ab 1993 eingestellt wurde.

 

Die Motorenpalette der Vierzylinder-Benziner (zunächst ohne KAT) entsprach den Käuferwünschen und besonders der 115 PS Motor galt als beliebt, aber auch Diesel waren im Angebot.

Wer es stärker wollte konnte zunächst zum -aus dem Commodore C bekannten- Sechszylinder greifen und später kamen noch Omega 3000, Evolution 500, den Lotus Omega und diverse andere Motoren hinzu. Im Grunde war der Omega A aber das Mittelklassefahrzeug das dem Klientel absolut entsprach.

 

Dieser dürfte ein später Omega A aus 1992 herum sein. Er ist einer der wenigen Überlebenden A die man heute noch treffen kann und vermutlich durch mehrere Hände gegangen bis er in diesem optisch schlechten Zustand abgelichtet wurde.

 

Welche Geschichte mag dahinter stehen?

Vielleicht eine typische, nämlich die des älteren Herren, der sich Anfang der 90er Jahre einen Omega in CD/Diamant Ausstattung und mit eher untypischem Sechszylinder leistete um sich noch mal was zu gönnen?

Vielleicht noch ein paar Kleinigkeiten aus der Zubehörliste und natürlich eine Metallic-Lackierung sollten es wohl sein und schon waren damals knapp 43.000 DM fällig, dieser wird wohl an die 50.000 gekostet haben. Jedenfalls vermute ich hier einen überzeugten Opelaner, der auch das Geld für eine E-Klasse gehabt hätte, aber aus Überzeugung Opel fuhr.

 

Sein erstes Leben verbrachter er vermutlich mit wenigen, bei gutem Wetter gefahren Kilometern in einer trockenen Garage mit daneben stehendem Eigenheim, wurde regelmäßig beim ortsansässigen Opel-Händler gewartet und der Lack am Wochenende gepflegt.

Dann kam er wohl für kleines Geld zum Zweitbesitzer und so ging alles seinen Gang bis zum heute zerstückelten Zustand und dem bald unvermeidbaren Weg zum Schrotthändler. So wird er vermutlich enden, ein Omega A der tausendfach zum Straßenbild gehörte und den man heute kaum mehr trifft, deshalb ein besonderer Fund! Was meint ihr?

 

Danke für`s lesen!

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05.02.2014 14:00    |    Andi2011    |    Kommentare (13)    |   Stichworte: Sicht der Dinge

Liebe Leser, in diesem kleinen nachdenklichen aber humorvoll gemeinten Blog möchte ich euch zu ein paar wirren Gedanken einladen, die ich beim einkaufen hatte, aber von Anfang an:

Als ich letztens mal wieder mit meiner Liebsten einen kleinen Ausflug in ein großes Shopping-Center machen durfte, lief eigentlich alles wie immer…

Nachdem ich in zwei, drei Läden mit ihr war, bekam ich die Anweisung, sie jetzt mal ganz in Ruhe schauen zu lassen und mich selbst zu beschäftigen bis ich wieder gefragt oder angerufen werde.

Ich hatte also jetzt 2-3 Stunden Freizeit bis zum nächsten Treffen mit ihr und schlenderte gedankenverloren los.

 

Als ich so durch den Konsumtempel klüngelte, landete ich zunächst in einem großen Elektronik-Markt. Diese Dinger mag ich nicht wirklich, die Angebote dort sind meist keine und die Verkäufer sind es meist auch nicht….

Trotzdem halte ich Ausschau nach einem dieser seltenen Geschöpfe, die oft schwerer zu finden sind als seinerzeit Osama Bin Laden in den Bergen Afghanistans und habe irgendwann auch Erfolg:

 

„Guten Tag, ich suche…“

 

Weiter komme ich leider nicht, das ist die seltene Gattung Verkäufer auch schon wortlos an mir vorbei zurück ins Dickicht aus CD/DVD/BlueRay- Regalen entkommen.

Naja, denke ich mir, ich kauf hier eh ungern! Schon die Werbeslogan der Media-Saturn-Holding GmbH „Geiz ist geil“ und

„Ich bin doch nicht blöd“ haben in mir immer eine vehemente Abneigung ausgelöst. Nicht zuletzt auch, wegen der für mich doch teilweise fragwürdigen Geschäftspraktiken dieses Unternehmens…

 

Kurz darauf treffe ich aber doch noch auf ein williges Weibchen der Verkäufer-Gattung und ich stelle ihr die Frage, wo ich denn hier wohl ein langes HDMI-Kabel finden könne?

Die Dame schaut mich an als hätte ich nach dem Zustand der Hämorrhoiden ihres Filialleiters gefragt, murmelt was von:

 

„Anderer Kollege zuständig…Abteilung…weiß nicht genau…“ und verschwindet.

 

Na gut, dann nicht!

 

Ich schlendere weiter durch die endlosen Gänge des Einkaufszentrums, als mich eine junge Frau an einem Stand anspricht, ob ich denn schon Mitglied im ADAC sei?

 

„Ja bin ich!“

 

sage ich wahrheitsgetreu und will grad ein, der aktuellen ADAC-Misere geschuldetes, „NOCH!“ lustig hinterherschicken, als sie mich schon fragt, ob ich Kinder habe und was mir deren Sicherheit denn wert sei und ob ich nicht mal über deren Unfallschutz nachdenken wolle?

 

Ich versichere der Dame leicht genervt, dass ich mir zur Sicherheit meiner Kinder problemlos einen Kängurubeutel an den Bauch nähen lassen würde, aber sicher jetzt hier keine neue Unfallversicherung abschließen werde, und lasse sie irritiert stehen.

Was wollen die hier eigentlich alle von mir?

Ach ja…mein Bestes…!

 

Ich setze meinen Hintern auf den Stuhl eines kleinen Kaffees und bestelle mir einen Espresso. An mir eilen Menschen vorbei und bei einigen frage ich mich wirklich, welchem Traum die wohl entsprungen seien mögen?

Aber, die Welt ist bunt und ich genieße dieses bunte Treiben auch ein wenig.

Zumindest bis zu dem Moment wo sich ein junges Pärchen, schätzungsweise Anfang 20, an den Nachbartisch setzt.

 

Sie trägt eine Art Gürtel als Rock, grinst recht debil und irgendwas kauend vor sich hin und hat so viel Farbe im Gesicht, wie der berühmte Clown Oleg Popow in seinen besten Jahren. Er dagegen, ganz klar der kleine Bruder eines Gangsterrappers, mit Spiegelsonnenbrille und Baseball-Kappe und Chef der Sandkastenrocker von der Förmchenbande.

 

Als er mit den Worten:

„Isch nehm`n Red Bull und meine süße Kurtisanin hier krischt `ne Cola!“

 

bestellt, weiß ich genau, warum heutzutage im Fernsehen Formate wie

„Bauer sucht Frau“ besser laufen als Bonanza.

Die beiden gehören klar in die Kategorie: „Für alles zu haben und zu nichts zu gebrauchen!“

 

Während ich weiterziehe überlege ich ernsthaft, wer von solchen Typen wohl mal die Facebook-Profile löschen wird, wenn die Menschheit sich schon längst selbst das Licht ausgeblasen hat?

Wenn dann irgendwann Außerirdische über unsere medialen Spuren stolpern – mein Gott, was sollen die bloß denken wie wir Menschen so waren???

Schon gut, ich habe heute etwas wirre Gedanken…

 

Kurz darauf entdecke ich im undurchsichtigen Schaufenster eines Sex-Shop ein Schild mit der Aufschrift:

 

„Unser Vibratorenangebot – getestet von ÖKO-TEST“.

 

 

Nicht mal einem Vibrator kann man blind vertrauen? Öko-Vibratoren?

Natürlich müssen die getestet werden, denn irgendwer kam auf die Idee, daß es schlau ist die Dinger aus Kunststoffen mit krebserregenden polyzyklischen, aromatischen Kohlenwasserstoffen, Dibutylzin und Tributylzinnen zu versehen, die an unseren Fortpflanzungsorganen dann fiesen Schaden anrichten können.

Ich dachte bisher immer, es sei im Sinne des Vibrators und der meist weiblichen Nutzer (oder heißt es doch Nutzerinnen oder Nutzer/Innen?) wenn so ein Testergebnis auf „befriedigend“ lautet? Jetzt sehe ich das anders!

 

Verraten und Verkauft, ja das sind wir alle in dieser Konsumwelt denke ich, während ich einen Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes beobachte.

Dieser fordert grade einen augenscheinlich Obdachlosen auf, seinen Sitzplatz vor einem Discount-Laden doch bitte sofort zu verlassen!

Klar, da wo Kinderjacken für 9.99 € angeboten werden, die vorher in Niedriglohnländern hergestellt und um den halben Globus verschifft wurden ist es schwer auszuhalten, daß vor der Türe so eine gescheiterte Existenz ohne Job sitzt. Da kann die Verona Pooth noch so quickig

 

„Besser als wie man denkt“

 

in die Kamera fiepen und ihre „Mama-Kollektion“ verkaufen- so „zweifelhafte“ Gestalten wollen wir vor solch edlem Geschäft nicht...oder ist es andersherum? Naja, ich habe heute halt ein paar wirre Gedanken…

 

Oh, ein Bioladen, sieht aber nett aus, da geh ich mal rein!

Schließlich kaufen wir unser Gemüse und Obst auch auf dem heimischen Markt und beim Bio-Bauern, also schau ich mich in diesem Müslitempel doch mal um.

Bio ist gesund, sagt meine Liebste immer! Ok, drei Kilo Bio-Schokolade werden meinem Bauchfett genauso wenig gut tun wie ohne Bio, aber im Grunde hat sie ja Recht.

Mittlerweile weiß ich auch, dass Aufdrucke wie „aus kontrolliertem Anbau“ oder „natürliche Herstellung“ wie ich sie auf manchen Supermarktwaren lese, soviel bedeuten wie damals die Beteuerungen von Boris Becker zur Besenkammer-Affäre.

 

 

Ich entdecke ein paar vegetarische Brotaufstriche und beschließe meiner Liebsten „Tomate-Paprika“ einzupacken, lege noch etwas Kichererbsenpüree und ein Kräuter-Pesto in mein Körbchen und schlendere zur Kasse.

Als ich bezahlt habe, zerre ich eine Plastiktüte aus meiner Jackentasche um die eingekaufte Ware zu verstauen.

Die Bio-Dame an der Kasse schenkt mir einen Blick, der mich für diesen Frevel gleichzeitig steinigen und entmannen könnte – mit der Plastiktüte im Bioladen, Andi, da hast ja wieder mitten ins Schwarze getroffen, da kann ich „Mehrfach-Tüten-Nutzer“ sein wie ich will!

 

 

Naja, voll Bio oder gar Vegetarier werde ich persönlich wohl eh nie, obwohl ich veganes Essen echt lecker finde, man muss ja auch nur Hackfleisch und Sahne dazu geben und das Ganze mit Käse überbacken und schon schmeckt es wunderbar!

Nein,liebe Vegas unter den Lesern, ist nur Spaß eines dem Steak Verfallenen.

 

Ich biege um eine Ecke und stehe vor einem Computerspiele-Shop und gehe einfach mal rein.

Ein Verkäufer kauft grade etwa zwei Duzend PS3 Spiele von einem etwa 16 Jährigen für bescheidene 100 Euro auf, die dieser für seine neue PS4 leider alle nicht mehr nutzen kann.

Ein anderer Verkäufer denkt wohl ich suche etwas und fragt mich, ob ich das neue „Sowieso-Spiel“ (ich hab den Namen vergessen) suche?

 

Er erzählt, dass ich mit dem Kauf meinem Sohn eine riesen Freude machen würde, denn er könne damit nun ganze Spielergruppen "adden" und die "Aimbot-Funktion" sei sowas von das Geilste.

Ich versteh als früherer Gameboybesitzer der den Anschluss verloren hat gar nix!

Ich antworte ihm, daß er mir davon nix erzählen braucht, weil ich schon nicht verstehe,

warum ich um Windows zu beenden die Start-Taste drücken muss?!

Er lächelt mir mitleidig nach, als ich den Laden verlasse.

 

Ich bin verwirrt! Soviel Angebot, soviel Konsumgüter, soviel Zeugs das keiner wirklich braucht, oder doch?

Mein Telefon klingelt und meine Liebste meldet sich:

 

„Schatz ich bin fertig, hab alles was ich brauchte, sollen wir uns in 15 Minuten bei dem Italiener in Parterre treffen und was zusammen essen?“

 

 

Klar, machen wir, Essen ist gut, italienisch auch…

Ich wische meine wirren Gedanken der letzten Stunden beiseite, nein, ich bin ja auch nicht anders oder besser als die meisten der Menschen die heute hier einkaufen, konsumieren, Geld ausgeben.

 

Kurz danach sitze ich mit meiner Liebsten beim Italiener und lasse mir hervorragende Pasta alla puttanesca schmecken und diskutiere über dieses Gefühl im Bauch das ich manchmal habe.

Über die soziale Ungerechtigkeiten die man vor der eigenen Haustür sieht, die Skrupellosigkeit die heute in der Geschäftswelt oft herrscht wenn der Profit von Wenigen über Leben und Gesundheit Vieler steht und über unser stetig steigendes Konsumverhalten generell.

Wie soll man das alles verstehen oder gar etwas verändern?

 

Meine Liebste legt ihre Gabel an die Seite, sieht mich mit ihrem verständnisvollsten Lächeln an und sagt zu mir:

 

„Weißt du, du muß doch gar nicht alles verstehen oder verändern, "ich will" ist doch schon die Hälfte von "ich kann."

 

 

 

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Ex-Winner

Mein Blog hat am 28.06.2011 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

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Auf MT findet ihr mich vorrangig im Focus MK3, MK4 und C-Max Forum wie auch im Forum für den Ecosport/B-Max.

Ausserdem betreibe ich auf MT den "Feel The Difference" Blog.

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Gründe warum du dir mal ein neues Auto kaufen solltest:

 

1. Die Azubis in deiner Vertragswerkstatt kennen dein Modell nicht mehr

 

2. Der Tüv Prüfer holt erst einen Hammer und geht dann erst unter dein Auto

 

3. An der Heckscheibe klebt noch ein Texaco Aufkleber

 

4. An der Tankstelle füllst du Öl voll und du kontrollierst nur den Spritstand

 

5. Ersatzteile für dein Modell gibt`s nicht mehr beim Schrotti sondern nur noch bei "Ebay-Africa"

 

6. "Jetzt helfe ich mir selbst" gibt es für dein Modell nicht mehr zu kaufen

 

 

Gründe warum ein Auto besser ist als eine Frau

 

1. Autos haben keine Migräne, wenn man mit Ihnen was vor hat

 

2. Autos brauchen nur zwei paar Schuhe, eins für den Winter und eins für den Sommer.

 

3. Autos machen keine Szene, weil man zu spät kommt.

 

4. Im Fahrzeugbrief steht deutlich, wie viel Vorbesitzer ein Auto hatte.

 

5. Wenn man das alte Auto nicht mehr sehen kann, kauft man sich einfach ein Neues, ohne Unterhalt für das alte zu zahlen.

 

6. Autos stehen nicht vor dem Kleiderschrank und jammern, dass sie nichts anzuziehen haben

 

7. Autos jammern nicht, dass sie zu dick sind und wenn sie dick sind, dann bekommst du nur Anerkennung dafür.

 

8. Du kannst bedenkenlos jedem Auto hinterher starren, ohne das dein Auto rumzickt

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