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13.03.2012 22:49    |    Andi2011    |    Kommentare (60)    |   Stichworte: Raritäten aus der Garage

Wer meinen Blog kennt weiß, dass ich einen autobegeisterten Schwiegervater habe, der diverse Fahrzeuge besitzt....In dieser kleinen Reihe "Raritäten aus der Garage" stelle ich euch immer wieder in loser Reihenfolge ein paar Autos vor, die Größtenteils mindestens als Youngtimer zählen.

Da wird es jetzt mal Zeit für einen echten Volkswagen: den Mercedes Benz W123

 

 

Volkswagen?

 

Auf jeden Fall, denn der W123 galt über Jahre als eines der beliebtesten Autos der Deutschen und führte sogar mal die Zulassungsstatistik an - vor dem Golf.

1976 als die Frisuren noch selbstbewusst geföhnt wurden stellte Mercedes seine Baureihe W123 vor, welche für zehn Jahre Bestand haben sollte und eigentlich bis heute noch hat - von diversen afrikanischen Ländern mal ganz abgesehen.

 

Die Standardvariante der Baureihe 123 war die viertürige Limousine. Warum die so beliebt war ist schnell erklärt:

sie bot moderne zeitlose Optik (angelehnt an den damaligen W116), eine moderne Sicherheitsausstattung (während der Bauzeit des W123 wurden auch Neuerungen wie ABS, Airbag und Gurtstraffer eingeführt) und das Gefühl: das ist meine Burg.

 

Der 230E den ich euch hier vorstelle, gehört zu den identisch ausgestatteten 200 und 250 sowie 200D, 220D, 240D und 300D.

Sie erhielten die runden Doppelscheinwerfer, schwarze Stoßstangenecken schwarze Lüftungsgitter unter den Scheibenwischern und schwarze Leisten unter den Rückleuchten.

 

Extras gab es beim W123 mehr als genug, denn Mercedes fuhr damals eine klare Devise: Nichts gibt`s umsonst!

Selbst das Topmodell hatte keinesfalls eine üppige Ausstattung und wer z.B. eine Fondraumleuchte hatte und auch wollte, daß diese über den Türkontaktschalter funktioniert, zahlte noch mal 31,08 DM extra :D

 

 

Ja damals gab es bei Daimler nichts geschenkt, gar nichts! Doch die Taxifahrer, bei denen der W123 sehr beliebt war, erhielten tatsächlich für damalige Verhältnisse unglaubliche 15-20% Nachlass - für den (meist älteren) Normalkäufer kein Thema.

 

Der M102 Motor dieses 230E hat einen Hubraum von 2,3 Liter und eine Leistung von 136 PS bei 5100 U/min, damit ist er ordentlich unterwegs und seine 147.523 km sind eh noch recht jungfräulich.

 

Der 123er wurde 22 Jahre lang mit Liebe gepflegt, bei Mercedes gewartet und in der Garage warm gehalten.

Regen und Schnee kannte er eigentlich gar nicht:

 

"Ich bin eigentlich immer nur gefahren, wenn`s Wetter gut is"

 

verkündete der nette Rentner als er seinen W123 2005 an meinen Schwiegervater verkaufte.

 

 

Sein H-Kennzeichen im nächsten Jahr - die ganze Baureihe, aber natürlich besonders dieser 230E hat es verdient!

 

Danke für`s lesen!


13.03.2012 22:54    |    plaustri20

Ist schon ein tolles Auto so ein W123.

Bei mir in der Gegend wohnt ein Rentner der fährt seit ich denken kann einen 70er-Jahre-Grünen 200D, zwar langsam und blechern aber ich finds toll.


13.03.2012 22:55    |    silverdreammachine

Früher wurden die Dinger von Fahranfängern verheizt... z.B. von unserem Nachbarsjungen- krachte es, passierte dem Fahrer nicht viel- heute sind sie sehr selten, und ich freu mich, wenn ich einen sehe...:)


13.03.2012 22:58    |    plaustri20

Apropos Fahranfänger, zur Zeit seh ich öfters einen schwarzen 240D mit Flammen vorne übers Land jagen, da denk ich mir dann auch das es um manche Exemplare wirklich schade ist...


13.03.2012 23:14    |    M0tti

Wunderschöner W123 :)

 

Freue mich auf die Vertigstellung von meinem Golf GTI, dann werde ich wohl auch öfters zu Oldtimertreffen gehen und kann dann wohl einige von den Exemplaren betrachten.

 

Wünsche deinem Schwiegervater immer eine gute und unfallfreie fahrt - mit all seinen Autos :)

Dir natürlich auch ;)

 

Grüße,

Motti


13.03.2012 23:20    |    tino27

Genial. Das Lüftungsdüsendesign ist bei Benz immer noch angesagt, wie man im SLS sehen kann.


13.03.2012 23:26    |    Andi2011

Zitat:

...wie man im SLS sehen kann.

stimmt;)


Bild

13.03.2012 23:33    |    CaptainSlow

Hübsch, hübsch. :)


14.03.2012 00:09    |    xto007

das war das Auto warum ich mich mit 6 Jahren in MB verliebt habe dazu gibt es eine wahnsinnig spannende Geschichte:D


14.03.2012 04:37    |    leuchtturm 86

so einen würde ich immer wieder kaufen ! hatte ich als Diesel mit 70 Ps. und der war spitzen mähzig .der war bequem , im verbrauch sehr gut und in der Rep auch günstig. mfg fritz

ps würde ich ihn heute wieder finden ,währe es wieder meiner .


14.03.2012 06:32    |    Hitman1974

Mein Vater hatte diesen W123 als Diesel.

200 D in dunkelblau mit heller Innenaustattung und ohne die runden Scheinwerfer.Hängerkupplung war auch dran und später rüstete mein VAter noch die Mittelarmlehne nach.

War ein schönes Auto den wir so ca 8 Jahre hatten.

Bis ca. 1991 oder 1992 hatten wir ihn.

In diesem Auto lernte ich als Kind Autofahren auf einem Privatparkplatz.

Ein tolles und geräumiges Auto


14.03.2012 07:39    |    JürgenS60D5

Nun ja, ich selber habe auf dem /8 den Fuehrerschein gemacht, mein Vater hatte einen 240d Kombi, ich selber bin dann immer wieder Taxi gefahren, auf den damaligen 50PS 200ern... den staerkeren 220er hatte immer der Chef.

 

Meine Gefuehle sind nicht so positiv: ein Fahrverhalten, welches aus heutiger Sicht miserabel bis lebensgefaehrlich ist, eine Traktion, die zwischen nicht vorhanden und maeesig pendelt, ein Diesel- Verbrauch von immer 10 Litern, Sitze, die einem dank Sprungfedern das Hemd aus der Hose ziehen, eine Lenkung, die eher den Namen "Vorrichtung zur Vorgabe einer ungefaehren Fahrtrichtung" verdient, eine manuelle Schaltung, die an Hakeligkeit beispiellos ist, ein Motor, lahm, laut lustlos.... (Diesel, die Benziner kenne ich zu wenig).... Nach ein paar Jahren fing der Wagen an zu rosten und der angeblich unverwuestliche Motor soff Oel, qualmte und startete schlecht. Wie uebrigens auch die Taxies. Ne, ne... optisch ist der Wagen gefaellig, eine Federung ist im Unterschied zu so manchem heutigen Wagen vorhanden, aber ansonsten haette ICH keine Lust mehr drauf. Vielleicht ein 280E.... Aber die Diesel: nicht geschenkt.


14.03.2012 07:40    |    Diesel73

Juhu!! Danke für diesen Bericht!!

Ein W123 200D war mein erstes eigenes Auto mit 19 Jahren. Er war Bj 1977 ich 1973. Er war ein Traum. Der Händler hat mich damit zwar komplett übern Tisch gezogen, aber es war MEINER.

Waschanlage gefahren. Als ich da wieder rauskam, fehlten ein paar saftige Stücke der hinteren Kotflügel. Extrem mistig gespachtelt. Der Kilometerzähler stand. Erstaunlicherweise am Tag der Abholung, so ganz plötzlich. Aha. Da hatte er schon fast 300.000 auf der Uhr. Egal. Mein schönes Bordwerkzeug (von Opa zum ersten Auto bekommen) war nach der ersten Fahrt wech. Rostloch im Kofferraum. Die Scheiben in Fahrer- und Beifahrertür sind nach und nach abgestürzt. Festgekeilt mit Holzklötzen. Ging. Schiebedach funktionierte. Allerdings grundsätzlich nur, wenn man es zweimal schloss. Er ölte, das Getriebe schrie mitunter, die Bremse hat mal versagt und und und.

Er immer konnte man ihn mit Kleber und etwas Strohband wieder zusammenflicken. Er war fertig, als ich ihn kaufte, aber ich habe ihn geliebt. Er brachte mich durch meine Fahranfängerzeit. Und ich habe ihn nicht noch zusätzlich verheizt, sondern so gut ich konnte gehegt und gepflegt. Seinen allerersten Besitzer habe ich damals mal angerufen. Ach, hat der sich gefreut nochmal von ihm zu hören. Hat mir stundenlang Geschichten erzählt.

War das eine schöne Zeit. Danke für das Wecken dieser Erinnerungen!


14.03.2012 07:43    |    Diesel73

Hallo Jürgen,

Dein Bericht trifft die Sache. Aber er hatte einfach Charakter :D.


14.03.2012 08:38    |    schrottincc1701

Schöner Bericht! Mit Papa´s 240 D machte ich meine erste Fahrt nach bestandener Führerscheinprüfung. Im 123er dahingleiten macht einfach Spaß. Allzeit gute Fahrt!


14.03.2012 09:00    |    driver191

Für mich der letzte echte Klassiker der Benzmittelklasse, ein 124er oder 190er mit all seinem Plastik sieht auch heute noch zu modern aus.

An einen Klassiker gehört Chrom .:)


14.03.2012 09:03    |    Arnimon

Als ich meine KFZ-Mechaniker Lehre begann,kam der 123er grade auf den Markt.

Die Mechaniker haben sich echt gefreut über soviel Platz

im Motorraum.

Der /8er war da echt ne fummelige Angelegenheit,besonders

wenn ein 6 Zylinder Motor drin war.

 

So habe ich eine ganze Menge Übergabeinspektionen an

nagelneuen 123ern gemacht.

 

Heute sieht man dieses Modell nur noch sehr selten.


14.03.2012 09:42    |    Zeiti0019

Ein schöner Benz! Ich freu mich immer, wenn ich nen gut erhaltenen sehe.

Mein Onkel hatte einen weissen 240D, er war Vertreter und fuhr dementsprechend viel.

Ich weiss noch, wie er den Wagen mit an die 300tsd. km Laufleistung für knapp 10.tsd. DM verkauft hatte. Konnte es damals nicht glauben, dass jemand so viel für das Auto noch bezahlt..:)


14.03.2012 10:01    |    VolkerIZ

Die Kilometer machen so einem Auto normalerweise nichts aus. Jedenfalls nicht im Vertreter-oder Taxi-Einsatz. Wenn der Diesel bei weniger als 300tkm die Kompression abgibt, muß das schon ein extremes Kurzstrecken-Auto sein. Sonst ist auch gerne mal das doppelte drin.

Die Technik ist überhaupt die starke Seite bei Mercedes. Schlimmer ist der Rost. Ich habe ja auch noch so einen "Garagenwagen", einen 230 TE, den ich vor ein paar Jahren mal wegen Zeitmangel abmelden mußte. Und der gehört vom Zustand her schon zu den besseren. Aber hat trotzdem im Radkasten schon Bleche in einer Größe bekommen, wie ich das z.B. von VW nicht gewöhnt bin. Beim Rostschutz war Mercedes vor dem 190er / 124er nun wirklich nicht führend.

 

Und wie ein 123er aussieht, der seit Jahrzehnten ganzjährig im Alltag läuft, sehe ich immer bei einem Nachbarn. Der fährt seit 18 Jahren einen 200D, wird gerade mal wieder durchgeschweißt. Vermutlich wird er auch dieses Mal wieder nicht schön genug fürs H-Kennzeichen, alt genug wäre er. Der braucht jedenfalls regelmäßig alle 2 Jahre seine Schweißarbeiten. Sonst haben ihm die über 400tkm nicht viel ausgemacht, der Diesel springt immer noch gut an, auch im Winter.


14.03.2012 10:21    |    sunsetatcdm

Ich habe 89 bis 92 bei in einer Mercedeswerkstatt gelernt und erinnere mich noch an diverse Fahrten mit dem 123. Wenn der unbedarfte Lehrling auf das Gas ging, dann fuhr der Wagen aus dem Drehzahlkeller nicht einfach los, sondern machte so kamelrittartige Vorwärtsschübe, die jäh unterbrochen wurden, so dass man mit seinem Oberkörper wieder nach vorn wippte. Dann ging das Spiel so lange weiter, bis man mit etwas Kupplungsschleifen Drehzahl und Tempo in ein dem Motor genehmeres Verhältnis brachte. Was war ich am Abend froh, in meinen rostzerfressenen GTI steigen zu können. 15l Verbrauch aber immer vom willigen Vorwärtsdrang getrieben.

 

Auch habe ich als alterndes Kind nie verstanden, wie der elegante Strich Achter vom froschäugigen 123er abgelöst werden durfte. Bis zur Vorstellung des T-Mdel´s habe ich diese Unform nicht gern ansehen wollen. Auch die eckig gehaltenen Scheinwerfer des 280 milderten seine in mir empfundene Häßlichkeit nur wenig. Dann kam aber die Vorabendserie Hart aber Herzlich mit den Darling´s J+J Hart. Der Buttler hieß auch J-oseph und das T-Model hatte wohl keinen Namen. Auf jeden Fall für meine Wahrnehmung die Imagerettung.

 

Umso erfreuter war ich, dass ein Lüneburger Fleischer sich statt des 124 T-Model einen goldgelb/metallic 123 250TDT holte. Schon den Motor gab es extrem selten, erst dachte ich an einen Kofferraumaufkleberfake. Doch alles echt und in der gleichen Farbe wie in der Amiserie. Den habe ich mit Inbrunst gewartet und repariert. Pro Jahr stand der Wagen vier fünf mal auf meiner Bühne. Allein alle 10tkm Ölwechsel führten ihn regelmäßig in meine pflegenden Hände. Zwei kapitable Unfälle an diesem Wagen gaben mir und dem Gesellen die Ehre, ihn zweimal komplett auseinander zu nehmen und wieder zusammenzubauen. Zu dieser Zeit gingen kapitale 124er Unfälle schon sofort in den ehemaligen Ostblock, insofern wurde dem Fleischer allein wegen des hohen Werkstattumsatzes schon der rote Teppich ausgerollt. Die Versicherung hat schon vor 20 Jahren mit Einführung des Computers quasi das Sparen neu erfunden und nur Zeitwerte ersetzt.

 

Aber die Limos mit Nullausstattung, viel Rost und Vierzylinder habe ich gehasst. Vor allem standen die betagten Besitzer von Minute eins bis zur Abfahrt neben dir und ängstigten sich, dass ihre in das Auto investierte Lebensversicherung doch nicht mehr 20T Mark wert ist. In diesem Glauben waren die aber hart wie Beton. Denn Anfang der Achtziger, so lernten wir Lehrlinge, gab es Wartezeiten für diese Autos. So dass die Preise, ein wenig wie beim DDR.Trabant, Anfangs nicht etwa fielen, sondern stiegen. Erst ab dem dritten Fahrzeugjahr sanken die Preise etwas.

 

In diesem goldenen Zeiten mußten unsere Neuwagenverkäufer auch noch mental und optisch hängen geblieben sein. Als Rabatt auf eine 124 bekam man damals einen Satz Fußmatten. Unser Verkäufer war ein häßlicher Fleischklotz mit Oberlippenbart und auch noch saudumm. Trotzdem knallte er sozial auffällig den ganzen Tag mit einem der ersten W140er durch das beschauliche Lüneburg. Am Ende meiner Lehrzeit kannte ich ganz viele Architekten und Ärzte, die aus Verzweiflung einen Japaner gekauft hatten. Die entschuldigten sich dann schamvoll bei mir, was mich als 18 jährigen Lehrling wieder beschämte. Und dann hatten sie dieses befreite Schwärmen in der Stimme, dass der Japaner auch toll fuhr. Das habe ich dann nicht ganz so glauben wollen und bis heute, Dreimal Holzklopf auch nie erfahren müßen. Aber allein dem eckligen Verkäufer wegen, wäre ich wenigstens zu BMW und dem 1990 vorgestellte Z1 gewechselt. Also ein dringenden Apell an des Themenstarters Schwiegervater: Preis spielt keine Rolle, der Z1 kostete damals schon utopische 70T Mark. Teurer kam fast nur der W129, auch ein schöner Anschaffungstip, zumal der heut den Bruchteil eines Z1 kostet. Wer hätte all dies 1989 gedacht.


14.03.2012 10:36    |    Käfer1500

Der Rost hat die meisten W123 ja weggerafft oder in wärmere afrikanische oder TÜV-freie östliche Länder vertrieben ....

Insofern -falls rostfrei- eine echte Rarität!

Der 230E geht im W123 schon gut, damit ist man auch heute noch flott unterwegs, wenn man will - allerdings dann auch bei deutlich über 12l/100km.

 

@sunsetatcdm:

ja, das "Bocken" des W123 kenne ich auch, besonders der 200D meines Onkels machte das beim flotten Beschleunigen auch bei jedem Schaltvorgang (eklig knochige Handschaltung), schlimmer als jede BMW "Gummikuh" ;)

Deshalb waren die meisten ja auch mit gleichmäßiger Geschwindigkeit im W123 unterwegs, mein Opa auch, inner- und außerotrs konstant 70 :eek:


14.03.2012 10:56    |    Flaviano

Ich besitze auch noch einen 76er W123, allerdings einen 230C. Der Wagen hat 90 kkm auf der Uhr und ist absolut rostfrei, da nur im Sommer und bei Schönwetter gefahren und penibelst gewartet. Risse im Armaturenbrett gibt es auch (noch) keine. Derzeit ist der Wagen eingemottet.

ganz unten

www.motor-talk.de/mitglieder/aktion/UserDetails.html

 

Flavi 


14.03.2012 11:07    |    Goify

Daher kommen also die Tempo 70 Fahrer.

 

Sehr interessante Geschichte, sunsetatcdm. Danke dafür.


14.03.2012 11:51    |    driver191

Mein Vater hat sich 77 einen neuen 280CE gekauft, das war mit Viergangschaltung eine echte Granate, 225 auf dem Tacho, ein tolles Auto mit allerdings auch gerne 15 Litern Verbrauch.

Einmal eine Kopfdichtung , das war alles an Reparaturen in 8 Jahren , die Coupes finde ich heute noch bildschön.


14.03.2012 12:27    |    sasisoli

Hatte mal einen ´84er 230 TE als Firmenwagen, da stand die Tachonadel bei Vollgas senkrecht nach unten...und als Drehzahlmesser taugte auch die Tankuhr, stand bei der Fahrweise schnell im roten Bereich...;)

 

Lang lang ists her...

Privat hatte ich seinerzeit einen 200D aus '78. Heute unvorstellbar mit 55PS in einer Limosine unterwegs zu sein, aber der hat mich auch überall hingebracht.


14.03.2012 12:57    |    Fordlover1975

Oh ein 220D-60PS; der 200D hatte nur 55 PS und die berauschende Spitze von 130Km/h. Mein anderer Onkel hatte eine Zeitlang ein 240 D Ex-Taxi von einem Kumpel ( Taxler ) 240 D mit Schaltgetriebe, ein 82 oder 83 ( hatte nicht mehr die Ochsenaugen ) Modell.


14.03.2012 13:05    |    Diesel73

http://www.youtube.com/watch?v=SAo-fzpEzlA&feature=player_detailpage

 

Das Video ist dermaßen klasse! Habs grad wiedergefunden :D

(Hoffe, dass mit der Verlinkung hat geklappt, bin da nicht so gut drin)


14.03.2012 13:06    |    Diesel73

200 D Spitze 130? Hab meinen mal auf 145 gebracht. Da machte dann auch die Bremse nicht mehr mit. War n echtes Gefummel, den wieder einzufangen. Da wo ich hinwollte, bin ich nicht gelandet :D.


14.03.2012 13:36    |    mik222

Ich hatte mal vor über 20 Jahren einen roten W123 230 E Lim. Automatik.

Problemlos war er nicht, aber die Automatik schaltet einfach toll! Der Fahrkomfort war auch sehr gut, bis auf die Federkernsitze, nicht unbequem, aber auch nicht gerade das Gegenteil. ;)


14.03.2012 14:10    |    Leeson

Also ich hatte 86 nen 200D. Ich hätte für kein Geld der Welt gegen nen Golf oder C/D Kadett tauschen wollen, wie ihn die Kumpels damals fuhren. Vielleicht waren die schneller, aber niemals so souverän und großzügig unterwegs. Fuhr auf den gebrauchten Diesel (160TKM) innerhalb eines Jahres nochmal 100 TKM drauf. Einmal ne Kopfdichtung und sonst keinerlei Probleme. War ein Top-Auto. Also Kommentare mit Rost, mässige Traktion(!?) kann ich gar nicht verstehen.Habe mir aus lauter Überzeugung in 95 nen 80er 280CE gekauft zum sammeln. Damals haben alle gelacht.

Heute lache ich, wenn ich mal an ner Classic Rally mitfahre oder ne Bewegungsfahrt mache. MEin QP hat ABS,4FH,ESSD und 142TKM. Also hält er mindestens nochmal 32 Jahre.

 

W123 war der Maßstab im Automobilbau.


14.03.2012 14:41    |    petze71

Auch ich hatte einen 230´er W 123. Und was soll ich sagen...gerne denke ich heute noch an ihn zurück.

In den Kofferraum (und es war kein T-Modell) passten 2 Fahrräder mit ausgebauten Rädern. Das Gefühl im Innenraum einfach herrlich. Dieser sensationelle Klang, wenn man eine Tür schloß! Das knarzen beim schließen des Kofferraums. ...

Gekauft, als er 11 Jahre alt war mit 55 Tkm (Bj. 81) und fast 100 Tkm gefahren in 6 Jahren. An Reparaturen/Instandhaltungen war lediglich einmal die vordere Bremsausstattung und ein Auspuff zu machen, was man ja problemlos selbst erledigen konnte.

Irgendwann trennten sich unsere Wege und es hat sich ein Käufer gefunden, welcher den sehr guten Zustand zu schätzen wußte. Tja, der hatte oder hat sicher seine Freude an dem Auto gehabt, ich allerdings sattelte um auf einen 124´er. Im nachhinein gesehen ein schlechter Tausch, obwohl dem neuen auch nie etwas gefehlt hat.

Aber das Gefühl wie im 123´er kam zu keiner Sekunde auf.

Und wenn ich heute einen sehe, schaue ich ihm wehmütig hinterher.


14.03.2012 14:51    |    driver191

Weil der 123er so robust war ist er auch im noch so schlechten Zustand nach Afrika gegangen, vor allem natürlich die Limousinen, denn auf Coupes stehen die da wohl nicht.


Bild

14.03.2012 16:20    |    JürgenS60D5

Bei dem einen oder anderen Kommentar hier fällt mir der Kommentar: "Liebe macht blind" ein.

 

Sicherlich WAR der 123er mal ein gutes Auto. Aber das ist fast 40 Jahre her.

 

Wer meint, ein 123er hätte so was wie "Traktion" sollte mal ein zeitgemässes Fahrzeug, ich schlage einen XC60 vor, fahren. Ich kann mich noch gut an Winter mit leichtem Schneefall erinnern, wo Gehwegplatten, Sandsäcke oder ähnliches gebraucht wurden, oder der Wagen einfach in der tiefer gelegten Strasse geparkt wurde. Heutzutage fährt man dieselbe schneebedeckte Strasse einfach hoch. Ohne wackelnden Hintern, ohne Angst: wie komme ich wieder runter. Ich bin von 1982 bis 1984 viele Stunden als Aushilfs-Taxifahrer tätig gewesen. Und da ich am Rande des Harzes gewohnt habe, hatte ich auch öfters Gelegenheit, diverse Fahrten dorthin zu unternehmen. Aus heutiger Sicht war das lebensgefährliches Harakiri.

 

Mir ist bewusst, dass ich hier auf den Gefühlen einiger Markenliebhaber herumtrete, aber im Falle des W123 und vor allem der dort verbauten Dieselmotore sollte die bedingungslose Hingabe mal ein bisschen an die Realität angepasst werden.


14.03.2012 17:32    |    norske

Zitat:

Original geschrieben von JürgenS60D5

[…]

 

Aus heutiger Sicht war das lebensgefährliches Harakiri.

[…]

Welch unglaublicher Satz! Und so treffend – ich wundere mich auch immer, dass unsere Eltern, Großeltern und Urgroßeltern überhaupt in ihren Steinzeitkarren überleben konnten, so ganz ohne Airbags, Spurhalte-, Toter Winkel- und Aufmerksamkeitsassistent, ABS, ESP, TFL, BAS, PDC, FdH und LmaA… Auf den Strassen muss es in den '50er, '60er und '70er Jahren ja ausgesehen haben wie vor den Schützengräben in Verdun – blutroter Asphalt überall…

… und ich fahre in meiner Freizeit, und dann auch über Autobahnen, ein Auto, das nicht einmal über Sicherheitsgurte, dafür aber über den Spieß Gottes verfügt! :eek: Ich muss wohl massiv suizidgefährdet sein! Was soll ich bloß machen, außer mich umgehend in psychotherapeutische Behandlung begeben?! Verkaufen kann ich das Auto keinesfalls, nachher fährt noch jemand mit dieser Höllenmaschine, also bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als den Wagen zu verschrotten oder den Big-Block mit Beton auszugießen. Vielleicht sollte ich ihn einfach im Rhein versenken?

 

@ Andi:

 

Schöner Blog zu einem schönen Auto. Der 123er gefällt sogar mir ausnehmend gut, vor allem als Coupé. Allerdings braucht das Auto tatsächlich eine adäquate Motorisierung, der 55 PS 200D ist da nichts, mit dem Motor verliert man sogar Rennen gegen Wanderdünen.

Besonders klasse an Schwiegerpapas Benz finde ich übrigens die Velour-Ausstattung (beim nächsten Besuch machst Du die aber mal ordentlich sauber, klar?) und die C-Boxen!

 

Grüsse

Norske


14.03.2012 18:30    |    mbjadcnein

Norske, wo siehst Du Verlourspolster?

 

Das ist doch der Serienstoff ?!?!

 

Velours hatte nie diese Kunstlederstreifen an der Seite, war dicker und mit deutlichen "Rillen" am Außenrand.

 

 

Übrigens: jene Diesel waren ihrer Zeit entsprechend!

Auch andere Hersteller boten da nix dynamischeres.

Die Qualitäten und Anforderungen bezogen sich eben nicht auf Durchzugsstärke sondern auf (damals & in Relation zu den Benzinern) bemerkenswert niedrigem Verbrauch, geringen Wartungsaufwand und hoher Lebensdauer.


14.03.2012 18:58    |    norske

@ mbjadcnein:

 

Okay, ich kenn mich mit den Daimler Ausstattungen nicht so aus. Aber Hauptsache, kein (Kunst)Leder…

Sicher waren die kleinen Diesel anderer Hersteller nicht dynamischer, den 123er gab es aber auch mit dem Fünfzylinder-Diesel und 125 PS, und mit dem Motor bewegt sich das Auto auch. ;)

Ich hatte Ende der '80er Jahre zwei /8, einer davon war ein W115 200D, 55 PS bei 1.360 kg Leergewicht. Das „Temperament“ des Autos als phlegmatisch zu beschreiben wäre ein zu großes Lob – deshalb meinte ich, dass der 200D nicht „die“ Motorenwahl sein sollte.

 

Grüsse

Norske


14.03.2012 20:16    |    mbjadcnein

Zitat:

Das „Temperament“ des Autos als phlegmatisch zu beschreiben wäre ein zu großes Lob

Brauchst mir nichts zu erzählen, ich bin mit einem 190Dc aufgewachsen.

 

Die 200D waren jedoch von den Fahr"leistungen" mit den damaligen Käfern vergleichbar, also in Anbetracht der durchschnittlichen Motorisierung in 60er und 70er-Jahren zumindest mitschwimmfähig.

 

 

Zitat:

dass der 200D nicht „die“ Motorenwahl sein sollte.

Kommt halt drauf an, für welche Ansprüche.

Man bekommt jene 200D - 300D wenigstens um einiges günstiger als die allseits begehrten 230E/280E.


14.03.2012 20:53    |    max.tom

andi.

einsehr schöner Blog und bericht ...

weckt errinnerungen und habe sehr viel am /8er und 123er geschraubt gute Autos....:)


14.03.2012 21:25    |    Benz-Johnny

Ah, ein Traum :) Bin ja persönlich selbst auf der /8er-Schiene, aber einen 123er nähm ich zur Not auch geschenkt.. :cool:

 

Man merkt, dass die /8er alt werden, dass sie JETZT in den nordafrikanischen Staaten durch 123er (als Taxis) ersetzt werden.

 

Das soll denen erstmal einer nachmachen... ;)


14.03.2012 21:30    |    norske

Zitat:

Original geschrieben von mbjadcnein

[…]

 

also in Anbetracht der durchschnittlichen Motorisierung in 60er und 70er-Jahren zumindest mitschwimmfähig.

[…]

Das kann ich beim /8 gelten lassen, beim W123 aber nicht mehr. Der 123er wurde bis '86 gebaut, hier hieß die Konkurrenz deshalb auch lange nicht mehr VW Käfer sondern BMW E12 und E28. BMW brachte zwar erst mit dem E28 einen Diesel, der leistete als schwächster Saugdiesel aber schon 86 PS. Der /8 200D beschleunigte, wenn man das denn wirklich so nennen mag, in ca. 30 Sekunden von 0 auf 100, der W123 dürfte kaum schneller sein, der 524d brauchte dagegen nur rund 18 Sekunden.

Am Berg wollte ich jedenfalls mit dem 200D heutzutage auf zweispurigen Autobahnen keinen LKW überholen… ;)

… und wie gesagt, der 300D mit mindestens 80 Pferden ist zwar auch keine Rakete und muss es auch nicht sein, aber der kommt wenigstens vom Fleck.

 

Grüsse

Norske


Deine Antwort auf "RARITÄTEN AUS DER GARAGE: Der W123"

Countdown bis...

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:D

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Es gibt 1000 gute Gründe...

Gründe warum du dir mal ein neues Auto kaufen solltest:

 

1. Die Azubis in deiner Vertragswerkstatt kennen dein Modell nicht mehr

 

2. Der Tüv Prüfer holt erst einen Hammer und geht dann erst unter dein Auto

 

3. An der Heckscheibe klebt noch ein Texaco Aufkleber

 

4. An der Tankstelle füllst du Öl voll und du kontrollierst nur den Spritstand

 

5. Ersatzteile für dein Modell gibt`s nicht mehr beim Schrotti sondern nur noch bei "Ebay-Africa"

 

6. "Jetzt helfe ich mir selbst" gibt es für dein Modell nicht mehr zu kaufen

 

 

Gründe warum ein Auto besser ist als eine Frau

 

1. Autos haben keine Migräne, wenn man mit Ihnen was vor hat

 

2. Autos brauchen nur zwei paar Schuhe, eins für den Winter und eins für den Sommer.

 

3. Autos machen keine Szene, weil man zu spät kommt.

 

4. Im Fahrzeugbrief steht deutlich, wie viel Vorbesitzer ein Auto hatte.

 

5. Wenn man das alte Auto nicht mehr sehen kann, kauft man sich einfach ein Neues, ohne Unterhalt für das alte zu zahlen.

 

6. Autos stehen nicht vor dem Kleiderschrank und jammern, dass sie nichts anzuziehen haben

 

7. Autos jammern nicht, dass sie zu dick sind und wenn sie dick sind, dann bekommst du nur Anerkennung dafür.

 

8. Du kannst bedenkenlos jedem Auto hinterher starren, ohne das dein Auto rumzickt

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