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Tinos Stammtisch

22.01.2011 20:17    |    tino27    |    Kommentare (95)

Ein Bericht bei der Lokalzeit brachte gerade die Erinnerung an dieses unfassbare Projekt zurück.

 

Besonders die Vernichtung von Autos, die mehr Wert waren als 2500€, schockiert geradezu im Rückblick. :(

 

Dazu ist gerade mal die erste Welle für den Gebrauchtwagenmarkt so langsam durch. Der Mangel an Gebrauchten in der niedrigen Preisklasse löst sich langsam auf. Doch in ein paar Jahren wird es eine Schwemme an Klein- und Kompaktwagen geben. Die 2500€ Förderung werden sich wohl dadurch für die meisten in den extrem gedrückten Gebrauchtwagenpreisen auflösen.

 

Ich bin gespannt, was da noch kommt.


23.01.2011 11:10    |    orlando318

Warum mussten die Autos verschrottet werden? Zu 90% hatten die Abwrackopfer eine grüne Plakette (wenn der Vorbesitzer ne grüne Plakette draufgeklebt hatte, was 2009 nicht immer der Fall war.

Es war die wahnsinnigste Wertvernichtung seit dem 2. Weltkrieg....

Ich traute mich so ab März 2009 nicht mehr einen Schrottplatz zu besuchen, weil ich es einfach nicht mehr sehen konnte. Es zerbrach mir das Herz, soviele schöne VWs, Audis, BMW und Mercedes und auch andere Marken, ohne jeglichen sichtbaren Verschleiß zu sehen, mit grüner Plakette, Scheckheft usw.... So ab Mitte des Jahres wurden sie dann nur noch gestapelt und verschrottet mit allen Teilen drin... Hat schon mal jemand ausgerechnet wieviel Teile für immer vom Gebrauchtteilemarkt verschwunden sind? Warum sind die Autos nicht exportiert oder weiterverkauft worden? Ja ein rostiger Corsa B oder ein Golf 3 mit Motorschaden, ok aber ansonsten????? Mein Gott , jeder der ein gutes Auto abgewrackt hat, hat kein Gehirn, und wenn er es hat, schämt er sich bis heute, dass er sein gutes Auto für ein Billigkleinwagen aus Fernost oder Rumänien aufgeopfert hat. Werden sie aber wohl nie zugeben, auch wenn Sie mittlerweile merken, dass das alte Auto eigentlich viel bessser war........Es war einfach eine Schande wie hier weggeworfen wurde, was evt noch mindestens 10 Jahre ohne Probleme, sei es auch im Ausland, weiterfunktioniert hätte. Abwracker guter Autos schämt euch!


23.01.2011 11:15    |    notting

@jackknife: Das stand so auf der VW-Webseite und das waren aktuelle Modelle, also nicht von einem Händler. Im übrigen solltest du dich mal informieren, wie die PKW-Preise bei dt. Internet-Vermittlern sind (ich rede nicht von EU-(Re-)Importen).

 

notting


23.01.2011 11:19    |    Dr Seltsam

Orlando, auch wenns nur ein kleiner Trost ist, aber viele Autos wurden rausgeschaft und zur Seite verbracht. Ich kann dir aus eigner Erfahrung versichern, bis auf ein paar überkorrekte deutsche Schrotter haben fast alle Abwrackautos verkauft.

Zum einen weil sie einfach keinen Platz mehr hatten ( wohin mit den ganzen alten Autos hat sich im Vorfeld ja auch keiner überlegt, frei nach dem Motto die lösen sich hinterm Schrottplatztor in Luft auf ) und zum andren weil ich die Osteuropäer und Türken/Araber den die Plätze gehören gut aus eignem Umgang kenne.

Wenn man den Jungs ein gutes Geschäft anbieten oder sich ein gutes Geschäft abzeichnet werden viele von denen sehr umtriebig und entwickeln die tollsten Ideen um es zu realisieren und finden dabei zudem noch den besten Weg am aktuellen Gesetz vorbei.

 

Insofern meine Helden 2009 :)


23.01.2011 11:32    |    notting

@jackknife: Das stand so auf der VW-Webseite und das waren aktuelle Modelle, also nicht von einem Händler. Im übrigen solltest du dich mal informieren, wie heute die PKW-Preise bei dt. Internet-Vermittlern sind (ich rede nicht von EU-(Re-)Importen).

 

@Dr Seltsam: Meiner Erinnerung nach hatte alleine der VW-Konzern ca. 1/3 aller AWP-geförderten Neuwagen gestellt. Hab leider nur noch http://www.bafa.de/bafa/de/presse/pressemitteilungen/2010/13_ump.html gefunden -> Erste 6 Plätze sind deutsche Marken, wobei der Golf/Jetta mit extremen Abstand auf Platz 1 ist. Danach kommen noch die deutschen GM-Firmen und dann erst kommen EU-Ausländer. Z. B. der Hyundai i30 hat wohl auch ziemlich von der AWP profitiert -> der wurde in D entwickelt!

Und wer überstürzt ein Auto kauft, bestellt IMHO auch öfters nicht so wichtige Dinge auf Ratenzahlung, obwohl er es sich nicht leisten kann oder eigentlich warten könnte, bis er die Kohle zusammengespart hat und dann nicht noch die Banken unnötig Geld in den Rachen wirft.

 

notting


23.01.2011 11:33    |    orlando318

Ja du hast recht! Das waren keine Kriminelle (wie die in Berlin sagen würden) sondern Helden, auch wenn ich bezweifle, ob so wirklich viel gerettet wurde, aber du scheinst dich ja auszukennen....also hoffe ich dass es stimmt. Wo sich diese Schätzchen jetzt befinden möchte ich gerne wissen, dann hole ich mir eins:rolleyes:. So einen scheckheft gepflegten BMW E39 oder E46 oder so.....


23.01.2011 11:38    |    notting

@orlando318: Ähm, dir ist bewusst, dass fast jedes Auto mit G-Kat (seit Ende der 80er gibt's glaube ich keinen Benziner mehr ohne ab Werk) eine grüne Plakette bekommen kann und die UZ-Plakette rein gar nichts mit der Höhe des Spritverbrauchs bzw. dem CO2-Ausstoss zutun hat?

Im übrigens war es erlaubt, alles bis auf die Karrosserie zu verkauft. Sprich die Frage müsste lauten, warum nicht du ein entspr. großes Lager zur Verfügung gestellt hast, wenn du dich hier über verlorene Gebraucht-Ersatzteile beschwerst ;-)

 

notting


23.01.2011 11:51    |    orlando318

@notting: ja, das war mir bewußt. Aber viele Hummer, Landrover oder Jaguar habe ich nicht gesehen, aufm Schrottplatz. Waren meistens recht moderne und effiziente Autos....

Und ja im Prinzip konnte mann auch nur die Rohkarosse abgeben, aber wer bitteschön hat das gemacht. Die Gehirnlosen haben die Autos doch fast alle verschämt beim Händler hinterlassen (damit sie bloß nicht länger mit ihrer Untat konfrontiert werden:D) Ich bleibe dabei es war ein kollektiver Wahn, worüber man sich jetzt schämen sollte......


23.01.2011 12:06    |    notting

@orlando318: Das wäre AFAIK illegal, weil man dann halt eine ich nennes es mal "Verschrotter-Lizenz" dafür braucht.

 

notting


23.01.2011 12:15    |    Abbeylein

Also ich will das mal so sagen... die Abwrackprämie war nicht wirklich wohl durchdacht.

 

Das Alter von 9 Jahre war nicht richtig gesetzt und das z.B. HartzIV Empfänger die 2.500 als Einnahme verbucht kriegten und damit keine Leistungen mehr erhielten war ne Sauerei (später klagte jemand und bekam recht). Es konnten nämlich auch wohlbetuchte ihr Fahrzeug verschrotten und 2500 Euro kassieren. Das war richtig bescheuert! DIESE Leute brauchten keine Zuschüsse!!! Die Geringverdiener, die irgendwie zur Arbeit kommen und mit ihrem alten Hobel zurechtkommen müssen, DIE haben das gebraucht.

Und wer nun letztlich von den Konzernen Geld kriegte, ist auch zweitranging. Denn das deutsche Auto ist schon lange nicht mehr deutsch. Gerade VW mit aktuell Riesengewinnen, hätten sich's in die Tasche gesteckt (oder den Aktionären in den Allerwertesten) und NICHT an die Mitarbeiter weitergegeben. Oder an die Zulieferer. Da wird um jeden Cent gedrückt.

Und global gesehen haben wir doch sowieso überall die Finger drin. Kauf Dir nen Dacia und die rumänischen Kinder müssen nicht auf den Strich gehen (und deutsche Pädophile befriedigen), ein Sozialproblem weniger, um das auch wir uns kümmern müßten.

 

Da wir keine realistische Statistik zur Verfügung haben, die alle Bedingungen berücksichtigt (Kfz-Alter, Einkommen, Abgaswerte, Herstellungsverschmutzung...) können wir uns über einzelne Dinge unterhalten, aber keine wirkliche Kosten-Nutzen-Rechnung erstellen.


23.01.2011 12:28    |    tino27

Man braucht sich ja nur mal die Zulassungszahlen am Ende 2009 und 2010 ansehen. 2010 wurde im Grunde durch die gewerblichen gerettet. Man muss aber bei den Zahlen auch bedenken, dass das Geld nicht für ganz 2009 gereicht hat, sonst würde es wohl noch krasser aussehen.

 

Minis (A) 2009: 367.950

Minis (A) 2010: 202.918

 

Kleinwagen (B) 2009: 920.965

Kleinwagen (B) 2010: 550.256

 

Kompakte (C) 2009: 1.085.096

Kompakte (C) 2010: 790.386

 

Mittelklasse (D) 2009: 477.050

Mittelklasse (D) 2010: 417.637

 

Obere Mittelklasse (E) 2009: 125.423

Obere Mittelklasse (E) 2010: 140.748

 

Oberklasse (F) 2009: 23.170

Oberklasse (F) 2010: 22.825

 

Geländewagen 2009: 244.792

Geländewagen 2010: 295.254

 

Sportwagen 2009: 37.931

Sportwagen 2010: 46.305

 

Vans gesamt 2009: 342.521

Vans gesamt 2010: 296.744

 

WoMo 2009: 17.560

WoMo 2010: 18.139

 

gesamt 2009: 3.807.175

gesamt 2010: 2.916.260

 

Gerade bei Kleinwagen bin ich 3 Jahren mal gespannt, wie der Gebrauchtwagenmarkt aussieht. Ab der Mittelklasse ist der Einfluß der Abwrackprämie kaum noch auszumachen. Darüber sowieso nicht.


23.01.2011 12:31    |    onkel-howdy

wen man eben nicht mit der rosaroten markenbrille durch die gegend läuft ist kein vento der welt 2500€ wert. was irgendwelche spinner meinen was der karren wert wäre spielt keine rolle. wegen dem gibts ja auch ne schwacke liste und gutachter die eben preis einer 18 jahre alten autos ermitteln können und nicht meinen das man für solche eimer noch 5000dm zahlt (dafür gabs mal 12 jahre alte mittelklasse limos in dm zeiten! und keine kleinwägen)...

 

acuh die aussage das irgenwelche rumänen, franzosen oder reiskocher nur von der prämie provitierten ist falsch. es gibt in deutschland jede menge zulieferer die einmal dacia beliefern und auf der maschine nebendran maybach.

somit hängen auch an ausländischen autos genügend deutsche arbeitsplätze.

 

als beispiel: firma pierbug. bei denen gehe ich z.b. ein und aus. die hatten nahezu in vielen bereichen bis zu 100% kurzarbeit, dann is die abwrackprämie angelaufen und auf einmal war wieder arbeit da. das selbe bei bosch und vielen anderen auto zulieferen...also nicht immer die stammtischweisheiten von wegen "hat ja nur den rumänen und reiskochern geholfen"....auf rumänen, reiskocher und sonstige kaufen bei vdo, bosch, sachs, zf und was weis ich noch wo ein.

 

desweiteren war das ja sonnenklar, den deutsche autos sind nunmal eher mittel bis oberklasse autos. und wer sich einen daimler für 50.000€ kauft der scheisst auf 2500€....


23.01.2011 12:40    |    Abbeylein

@onkel-howdy

 

ich gebe Dir absolut recht, was die Zulieferer betrifft. Das wird immer vergessen, daß alle Konzerne mit Material arbeiten, welches ja IRGENDWO herkommen muß. Und das sind eben nicht unendlich viele Quellen, sondern man könnte fast sagen einige wenige. Mit entsprechenden Arbeitsplätzen.

 

Was die Oberklasse betrifft, kannst Du natürlich gut recht haben. Ab einer gewissen Preisklasse haben wahrscheinlich die wenigsten kassiert. Außer die Supergeizigen.

Aber stell Dir einfach die Gutverdiener vor oder Doppelverdiener. Es konnten ja alle nutzen, die ein Fahrzeug in der Altersklasse hatten. Ich gebe zu auch hier wird es nicht super viele gegeben haben.

 

Wie schon weiter oben geschrieben: wir haben keine allumfassende Statistik. Wär ja mal interessant, die tatsächlichen Auswirkungen zu begucken...


23.01.2011 13:21    |    SUV-Fahrer

Zitat:

z.B. HartzIV Empfänger die 2.500 als Einnahme verbucht kriegten und damit keine Leistungen mehr erhielten war ne Sauerei

Mir stellt sich die Frage, wie sich ALG II-Empfänger einen Neuwagen leisten können?

 

Diese Anspruchshaltung der von uns Steuerzahlern unterstützten Nichtstuer widert mich an, denn ein Busticket oder Fahrrad ist für Arbeitslose völlig ausreichend, um mobil zu bleiben.

 

Meines Erachtens nach gehört die Arbeitslosenversicherung zusammen mit der Bundesanstalt für Arbeit abgeschafft, es sollte jedem Arbeitnehmer freigestellt sein, sich privat gegen Arbeitslosigkeit zu versichern.

 

Die Art und Weise der Absicherung und das Leistungsniveau kann der Versicherungsnehmer dann mit dem Versicherer selber aushandeln. Je höher die Lohnersatzleistungen, desto höher auch die Versicherungsprämie, die sich zudem anhand des persönlichen Arbeitslosigkeitsrisikos des Versicherungsnehmers bemessen wird.

 

Individuelle Freiheit bedeutet auch immer individuelle Verantwortung.

 

Gruß,

SUV-Fahrer


23.01.2011 13:39    |    anschiii

Zitat:

SUV-Fahrer

Mir stellt sich die Frage, wie sich ALG II-Empfänger einen Neuwagen leisten können?

 

 

 

Diese Anspruchshaltung der von uns Steuerzahlern unterstützten Nichtstuer widert mich an, denn ein Busticket oder Fahrrad ist für Arbeitslose völlig ausreichend, um mobil zu bleiben.

Das so ein polemisches, unüberlegtes stammtischparolen-Geschwafel mal wieder von dir kommt, wundert mich irgendwie nicht. Las ich schon öfters.

 

Es gibt reichlich 'normale' Arbeinehmer, die aufgrund der Krise erst in Alg1 und danach blitzschnell in ALg2 gelandet sind.

Und, oh Wunder, die dürfen je nach Höhe des Alters sogar Vermögen behalten:rolleyes:

 

Ganz abgesehen davon, dass eine gewisse Mobilität zum Erlangen eines Arbeitsplatzes meist nötig ist. Mal sehen wie weit du mit einem Busticket oder fahrrad auf dem Land kommst...

 

Du scheinst so eine schräge, realitätsferne Type wie Schwesterwelle oder Mis(t)felder zu sein, die mit dem goldenen Löffelchen aufgewachsen sind.


23.01.2011 14:08    |    Abbeylein

es gibt auch genügend Arbeitnehmer, die aufgrund von Billiglohn aufstockendes Hartz IV kriegen. Wer noch nie in solcher Lage war, sollte nicht die Sozialhilfeempfängerdynastieangehörigen mit den normalen Wirtschaftskrisenopfern in einen Topf werfen.

 

Nehmen wir nur als Beispiel eine alleinerziehende Mutter. Job aufgegeben wegen der Kinder, Ehe ist in die Brüche gegangen, er muß für sie nicht zahlen. Was soll sie denn machen? Sich prostituieren? Oder die Kinder unbeaufsichtigt zu Hause lassen (wenn sie denn eine Arbeit kriegen könnte) und warten, daß das Jugendamt ihr wegen Vernachlässigung die Kinder entzieht??

 

Also immer das Hirn (sofern vorhanden) einschalten, damit Denkprozesse durchführen und dann Äußerungen wohlbedacht formulieren!


23.01.2011 14:20    |    notting

@Abbeylein: Diejenigen, die einen "bösen" Diesel-Motor hatten (also selbst mit Nachrüstung ohne Chance auf eine grüne UZ-Plakette), werden sich gefreut haben.

Im übrigen war ich wg. der Wirtschaftskrise ein paar Monate arbeitslos ohne dass ich irgendwas von irgendeinem Amt bekommen habe (konnte wg. Studium nichts für AlgI einzahlen die AlgII-Freibeträge bei jungen Leuten sind sehr niedrig bzw. hatte für ein Auto gespart).

 

Auch @SUV-Fahrer:

1. Wer gut betucht ist hat IMHO keine >=9 Jahre alte Karre.

2. Für 5000EUR hat man damals schon einen Wagen mit 2 Jahren Garantie bekommen. Das ist doch gerade für jemanden mit nicht soviele Kohle besser, als wenn man eine gebrauchte Möhre für weniger Geld und weniger Garantie (zeitl. und Leistungsumfang) kauft und überraschend in den ersten 2 Jahren mehr Geld in Dinge investieren muss, als man bei einem Neuwagen in der Zeit gezahlt hätte (weil nicht angefallen weil die Teile noch neu sind oder wg. der Garantie gratis gewesen wäre).

 

@SUV-Fahrer: *looooooooooooool* - komm mal wieder auf den Boden der Tatsachen! So findet man zumindest hier in der Gegend kaum einen Job. Nur mit einem Ticket des hiesigen Verkehrsverbunds und einem Fahrrad hätte ich es gar nicht zum Bewerbungsgespräch meines jetzigen und auch div. anderen ehemaligen und potenziellen Arbeitgebern geschafft. IMHO gibt's auch deutlich mehr Arbeitslose als Jobs, durch die man aus dem AlgII rauskommt. Leider wird die Wirtschaft über AlgII-Aufstocker subventioniert.

 

Im übrigen funktioniert AlgI schon heute nach einem derartigen Prinzip, nur dass man sich den Verwaltungskrempel mit dem Arbeitslosigkeitsrisiko und den unterschiedlichen Leistungen/-sbedingungen in den Vertragsabschlüssen spart.

Wenn man das mit der AL-Versicherung (also AlgII eingeschlossen) genauso machen würde wie von dir vorgeschlagen, gäbe es IMHO auch in D richtige Slums und traut sich nur noch mit einer kleinen Armee aus dem "Wohlhabenden-Gefängnis" heraus (teilweise auch "gates community" genannt). Lieber zahle ich ein paar EUR selbst für völlig arbeitsunwillige Arbeitslose, die nur zu Hause friedlich vor dem TV pennen, als mir sowas anzutun.

 

notting


23.01.2011 14:24    |    notting

@Abbeylein: Ich kenne es heute eher so, dass wenn beide vor Mutterschutz/Elternzeit einen Job hätten, auch danach beide wieder einen Job hatten, auch wenn sie häufig nur noch halbtags oder so arbeitet. Dass das Geld vorne und hinten nicht reicht, weil sie nicht Vollzeit arbeiten kann oder weil die Ganztagesbetreuung der Kiddies nicht billig ist, ist zwar richtig, trotzdem finde ich das Beispiel mit der Prostitution unpassend. Es gibt auch genug Männer, die Probleme haben, einen Job zu finden.

 

notting


23.01.2011 14:25    |    Abbeylein

@notting

 

stimmte Dir auf jeden Fall zu!

 

Und wer könnte sich auch selbst, wenn er wollte, so eine private Absicherung leisten? Die Billiglohnarbeiter??

 

Ich sehe es auch so, daß das soziale Netzwerk einiges an Kriminalität erspart. Und diese Fälle müßte dann ja auch bearbeitet werden...


23.01.2011 14:43    |    Abbeylein

@ notting

 

ich wollte jetzt nicht die Männer übergehen. Und ich rede nicht von Erziehungsurlaub. Ich meinte eher die traditionelle Familienkonstellation. Mutti Zuhause, Vatti geht arbeiten. Nach X Jahren ist nix mít Rückkehr in den Beruf. Natürlich würde das auch bei umgekehrter Aufteilung zutreffen. Insofern habe ich es nicht geschlechtsspezifisch gemeint.

 

Und die Prostituion hab ich ja nur aufgeführt, weil es um die "bösen" HartzIV-ler ging. Wenn wir solche Leistungen nicht hätten, gäbe es eben mehr Prostitution und/oder Kriminalität.

 

Denn der Vorredner, auf den wir uns beziehen, hat ja offenkundig etwas gegen Sozialleistungen. Es ging also hier darum, ich denke da sind wir beide uns einig, solche Leistungen zu verteidigen.


23.01.2011 14:58    |    pinkisworld

@orlando318

"Es war die wahnsinnigste Wertvernichtung seit dem 2. Weltkrieg....

"

das war es sicher nicht, denn wenn war es die Volksenteignung 1990, wo noch heute die Auswirkungen zu spüren sind.

Beipiel was Abbylein schreibt.

 

Also ich wäre auch gerne mal auf so einem Schrottplatz, wo solche guten Fahrzeuge standen oder noch stehen.

Leider findet man schon kaum Teile für einen Golf4.

Wehe man will was für den Passat 3BG haben.

Was noch große Probleme bereitet sind die massiv angezogenen Gebrauchtteile, mal fix nen Schnäppchen machen ist auch nicht mehr.

teuer teuer teurer.

 

Hier stehen meist wirklich nur abgetrochende Autos.

Aber ich war z.B. in Freital in einer Halle, wo genau solche guten Autos standen und ich bin mir sicher, dass diese nicht auf den Schrott gingen.

Stehen übrigens noch heute da ;).


23.01.2011 15:05    |    orlando318

Was wird dann mit den Autos in Freital gemacht? Odr ist das ein Geheimnis. Ich hoffe dass viele gute Autos irgendwie überlebt haben und wieder dem Markt zugeführt werden (solange sie in einer Halle stehen habe ich wenig davon).....


23.01.2011 15:08    |    notting

@Abbeylein: Genau diese Familienkonstellation gibt's aber aus finanziellen Gründen fast nicht mehr!

 

notting


23.01.2011 15:25    |    SUV-Fahrer

Zitat:

so eine schräge, realitätsferne Type

Ich bin als Arbeitgeber und Geschäftsführer einer Kapitalgesellschaft näher an der Realität als du glaubst.

 

Zitat:

mit dem goldenen Löffelchen aufgewachsen sind.

Im Gegenteil, ich musste mir mein Unternehmen nach meinem Studium selbst aufbauen.

 

Zitat:

2. Für 5000EUR hat man damals schon einen Wagen mit 2 Jahren Garantie bekommen. Das ist doch gerade für jemanden mit nicht soviele Kohle besser

Jeder ist seines Glückes Schmied, wenn man weniger leistet, darf man sich nicht darüber beklagen, dass andere, die erheblich mehr leisten auch mehr verdienen.

 

Zitat:

looooooooooooool* - komm mal wieder auf den Boden der Tatsachen! So findet man zumindest hier in der Gegend kaum einen Job.

Die Frage ist, ob viele ALG-Bezieher wirklich gewillt sind, einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen ;) .

 

Zitat:

Wenn man das mit der AL-Versicherung (also AlgII eingeschlossen) genauso machen würde wie von dir vorgeschlagen, gäbe es IMHO auch in D richtige Slums und traut sich nur noch mit einer kleinen Armee aus dem "Wohlhabenden-Gefängnis" heraus (teilweise auch "gates community" genannt).

Der von dir genannte Sachverhalt mag durchaus zutreffend sein, doch würde eine Reduktion der staatlichen Eingriffe Anreize schaffen, um diese Menschen wieder ins Erwerbsleben zu bringen, da sie jeden Arbeitsplatz annehmen müssten.

 

Grundsätzlich kann keine Marktwirtschaft eine „gerechte“ Verteilung schaffen (wobei fraglich ist, was unter dem Begriff Gerechtigkeit zu verstehen ist, und für wen diese Umverteilung „gerecht“ ist). In einer vollkommenen Marktwirtschaft erfolgt die Entlohnung nach Knappheit der Produktionsfaktoren, die individuell nicht beeinflussbar sind.

 

Umverteilung bedeutet, dass dem einen genommen wird und dem anderen gegeben wird. Nur in einer Gesellschaft aus Altruisten kann man jedoch erwarten, dass sich dadurch im Prinzip alle besserstellen.

 

 

Zitat:

Und wer könnte sich auch selbst, wenn er wollte, so eine private Absicherung leisten? Die Billiglohnarbeiter??

Aus welchem Grund sollte eine Arbeitslosigkeitsversicherung die Aufgabe des Staates sein bzw. welche Vorteile ergeben sich dadurch für den wirtschaftlichen Erfolg eines Staates?

 

Gruß,

SUV-Fahrer


23.01.2011 16:05    |    onkel-howdy

Zitat:

Also ich wäre auch gerne mal auf so einem Schrottplatz, wo solche guten Fahrzeuge standen oder noch stehen.

 

Leider findet man schon kaum Teile für einen Golf4.

 

Wehe man will was für den Passat 3BG haben.

endlich mal einer der mich versteht....ich warte ja immernoch auf die schlaraffenland schrottplätze. aber irgendwie will ja keiner meine geld haben für ersatzteile....

 

ich würde JEDEM mal vorschlagen das er sich für so seltene autos wie n 4er golf mal so einfache teile wie n kofferraumdeckel oder türpappen auf EINEM schrottplatz aufzutreiben bzw mal ein ganzes auto das nicht grad n meter kürzer ist zeigen. aber ich denke das wird wieder nix....

 

und meine persönliche meinung zu harzer mit neuwagen....egal ob berufstätig oder nichtstun. wen ich eben kein geld/wenig/kaum geld habe dann brauch ich ALLES nur keinen neuwagen. den das geld kann man sich sparen. mobilität natürlich, aber dann kauf ich mir eben n 2er golf für 200€ (ja die kisten gibts fahr ich z.b. im winter regelmässig und hab irgendwie keine probleme mit) und fahr mit dem, und wen er verreckt kauf ich den nächsten. es darf jetzt ja gerne mal ein intelligenter vorrechnen was so ´n neuwagen wie n dacia wertverlust im ersten jahr hat. da kann man sich 20 abgelutsche 2er gölfe kaufen und spart immernoch jede menge geld. da stellt sich halt die frage wie fahr ich billiger?! aber stimmt ja....gebrauchte billige autos gibts ja nicht. auch hier frag ich mich WO die leute den leben die solche aussagen treffen. ich kauf seit JAHREN im winter immer irgendwelche "dreckskarren" die hauptsache tüv, springt an und bremst haben und habe seit 2002 NIE mehr als 200€ für einen solchen karren gezahlt und bin NIE mehr als 15km gefahren um solche autos zu finden. also entweder machen alle andere was falsch was nur ICH behersche, oder eben die aussage is KOMPLETT daneben.:rolleyes:


23.01.2011 16:36    |    Dr Seltsam

notting, der Trick ist nur leider. Verschulde ich mich für ne Steroanlage für 2000 € hab ich die 2000 € eher abgezahlt als die 11.500 € für ein Auto. Somit um das mit deiner Aussage zu koppeln hatts also die "blindwütigen Käufer" richtig heftig in die Wade gebissen weil die sich nun einen wirklichen Klotz ans Bein haben binden lassen.

 

Was die "Anwendungen" angeht hab ich auch teilweise sehr viel Mitnahmeeffekt erlebt. Eine Kollegin hatte z.B. einen sehr gut erhaltnen Twingo, schöner Wagen, wenig Kilometer und wurde aufen Schrott geworfen für einen neuen Japaner.

 

Andrer Fall war eine die mit Vaters uraltem Kadett E zur Schule kam. Kurz vor Ende der Prämie wurde der Wagen von einem Laster heckseitig gerrammt und schleifte an der Planke entlang. Resultat waren eine komplett demolierte Beifahrerseite, von der Stoßstange vorne über beide Türen bis zur Heckseite alles zerkratzt und zerbeult sowie eine extrem deformierte Heckpartie.

Die Heckklappe ging nicht mehr auf, aber war trotzdem soweit verformt das ich mit der Hand von unten bei geschlossner Klappe in den Kofferraum greifen konnte.

 

Dritter Fall wurde ein sehr gut erhaltner MK-4 Fiesta ( bei dem muss ichs wirklich wissen ) der für n Golf 6 eingetauscht wurde. Mit Prämie. War aber eigentlich egal, dem Vater des Mädchens gehört ne Spedition, der hät das Geld so oder so gehabt ohne das der MK-4 hätte sterben müssen. Hatte grad mal 70 oder 80 tausend KM auf der Uhr.

 

Was die Hartzer und Aufstocker angeht, ich hab wiegesagt genug gut erhaltne Kleinwagen gesehen. Die hätten wir den Harzis geben können die meine die kommen ohne Auto nicht an Arbeit ran. Weil auf dem Land brauchste wirklich n Auto und für einige Jobs sowieso. Die hätten nicht verschrottet werden brauchen.

 

Und was das rausschaffen angeht, ja, da war hier echt Betrieb. Ich bin damals jeden Tag die A-3 gefahren die hier direkt nach Antwerpen und Bremerhaven führt, die großen europäischen Autoterminals für die verschiffung von Autos. Was da los war. Ich hab morgens wenn ich hin bin und Abends wenn ich zurückbin pro Fahrt mindestens 2 - 3 Autotransporter voll Altautos gesehen. Da die Dinger natürlich auch fuhren wenn ich nicht hinschaue kann man sich also ausrechnen was da alles rausging.


23.01.2011 17:03    |    Abbeylein

@ SUV

es geht doch nicht um die Frage, ob jene, die viel arbeiten, nicht auch gut verdienen sollen. Und Du mußt zugeben, daß zum Fleiß mitunter auch eine Portion Glück sich paaren muß, um sich etwas aufzubauen. Schön, wenn es Dir gelungen ist! Doch diese Gleichung geht nicht immer auf. Du klingst überheblich! Und offenkundig gefrustet. Es gibt viele die hart arbeiten für sehr wenig Geld.

 

Und die Geringverdiener/Aufstocker/HartzIVler, die sich vielleicht wirklich einen Neuwagen gekauft haben, hatten noch Ersparnisse und haben sie für ein günstige Modell sinnvoll angelegt. Altauto das ständig kaputt ist und für das Reparaturkosten zu zahlen sind, macht auf die Dauer auch keinen Sinn.

Das günstigste war soweit ich weiß, der Dacia Sandero. Kostete mit AWP 5000 Euro. Da gibts keinen Wertverlust!


23.01.2011 17:20    |    waldfee-2000

Wenn man oben steht lässt sich gut klugscheißern und ein Akademiker ist auch nix wert ohne seine zu Arbeiter.

Oder soll sich am besten jeder selbstständig machen dann gibt es nach deiner Theorie keine Arbeitslosen.

Das Problem ist die Industrialisierung, es werden einfach keine Menschen mehr gebraucht.

Eine entwickelte Kultur würde jetzt zum Schluss kommen, verteilen wir die Arbeit einfach an alle.

Alle arbeiten 30 Stunden die Woche und es ist gut.

Wir hingegen, halten uns für intelligent indem manche 60 Stunden die Woche knüppeln müssen und mit ihren Abgaben die finanzieren für die es keine Arbeit gibt. Und dann beschweren sich noch die Leute die 60 Stunden die Woche arbeiten über die hohen abgaben.

Und dann gibt es natürlich noch die Leute, die meinen ohne sie würde die Welt still stehen und natürlich die 100 fache Arbeitsleistung von allen anderen vollbringen und einen 1000 fachen verdienst verdienen, da seine Angestellten nur unnütze Kostenfaktoren sind.


23.01.2011 17:40    |    Volksler

Abwrackprämie = Größter Schwachsinn der Menschheitsgeschichte!

Es wurden nicht nur alte, zum Teil zuverlässige Autos verschrottet. Es wurden auch die Young- und Oldtimer von morgen verschrottet. Zudem steckt in einem Auto Energie (Strom bei der Herstellung, Arbeitskraft des Fließbandarbeiters) die völlig sinnlos zerstört wurden ist.

 

Zudem hat bis auf VW kein anderer deutscher Automobilhersteller davon profitiert. Aber ein riesiges Konjunkturprogramm für Autos made in Japan u. Korea.

 

Was auch schon einige Vorredner hier erwähnten: Die Schuldenfalle Abwrackprämie!

Ich will gar nicht wissen wie viele ihre neuen Autos wieder zurück geben mussten, weil sie den Kredit nicht refinanzieren konnten. Wenn ich in die Autohäuser gehe sehe ich viele Junge-Gebrauchte. Alles Tageszulassungen und Vorführwagen? Glaube ich nicht!

 

Was den Menschen in Deutschland fehlt ist Wertebewusstsein.

 

PS: Es gab ja schon einmal eine Abwrackprämie in Deutschland. Doch diese nannte sich Wiedervereinigung und die Prämie betrug auch nur 100 DM. Aber damals kurz nach dem Mauerfall vegetierten auch die ersten Trabis am Straßenrand vor sich hin und man darf nicht vergessen das es sich um die gleichen Trabis handelte, für die die damaligen Besitzer zuvor bis zu 14 J. warten mussten.


23.01.2011 18:18    |    notting

@Volksler: Opel und Ford _sind_ deutsche Autohersteller und haben sich Plätze der Liste der meistgeförderten Fahrzeuge gesichert. Sonst gibt's in D nur noch Premium-Hersteller und deren typische Neuwagen-Kundschaft hat kein 9 Jahre altes Auto, behaupte ich mal. Und danach kamen EU-Ausländer. BTW ist z. B. der Hyundai i30 in D entwickelt worden.

Und warum vergessen die meisten hier die Zulieferer?!

 

Falls es dich tröstet: Bei mir war die alte Karre relativ fertig (keine Gefahr, dass ich die jemals als Oldtimer hätte fahren können) und ich habe bar bezahlt (das Geld bestand hauptsächlich aus meinen ersten Gehältern nach meinem Abschluss und ich habe Abstriche gemacht, weil ich noch nie soviel Geld zusammengespart hatte, wie mein Wunschauto gekostet hätte).

 

notting


23.01.2011 19:00    |    S2-Liner

Zitat:

ich würde JEDEM mal vorschlagen das er sich für so seltene autos wie n 4er golf mal so einfache teile wie n kofferraumdeckel oder türpappen auf EINEM schrottplatz aufzutreiben bzw mal ein ganzes auto das nicht grad n meter kürzer ist zeigen. aber ich denke das wird wieder nix....

Anhand dieser schwachsinnigen Aussage zeigt es doch, dass du nichtmal richtig liest. Ich habe das Bild gepostet um zu Zeigen, dass es kein Schwachsinn ist, dass 4er Gölfe weggeschmissen wurden. Komm bei mir vorbei und wir fahren bei meinem Schrotti vorbei, da stehen noch 3x 4 Türer Golf 4 und ein Variant, die beiden Boras sind schon in der Presse. Da kannst du dir deine Türpappen abbauen und an zweien ist sogar noch der Kofferaumdeckel dran.


23.01.2011 19:18    |    orlando318

Und dann die Ausreden, die ich schon so oft gehört habe:

ja mein Auto war ein totales Wrack, war total fertig, rostet wie sau, Motor ist hin, ist doch nicht mehr modern...

Dabei stellte sich oft heraus, dass nur normale Reparaturen anstanden.......

Aber  nein, man musste koste was es wolle, einen Neuwagen kaufen... Auf einmal war die kleine Roststelle ein irreparabeles klaffendes Loch :p usw.....Es regierte der Gier....

Ach ja, jetzt ist es zum Glück vorbei.....auf nimmer wieder hoffe ich.


23.01.2011 19:31    |    S2-Liner

Danke :-)


23.01.2011 20:14    |    Daemonarch

Irgendwo verstehe ich das schon, für manche war das halt eine initialzündung, und die beste Gelegenheit vielleicht das erste mal einen Neuwagen zu besitzen...

 

Einen gerade mal zehnjährigen in die Presse zu schieben kann ich trotzdem nicht verstehen...

Ich fahre seit 20 Jahren Auto, aber so einen "jungen" habe ich noch nie besessen... :rolleyes:


23.01.2011 20:15    |    notting

@orlando318: Da du offensichtlich auch mich meinst:

- Der Motor war Schrott ab Werk. Über die diesbzgl. Gratis-Reparatur wurde der Vorbesitzer nicht informiert, obwohl er bei dem Händler guter Kunde war. Eine nächträglich Reparatur wäre sehr teuer geworden, deswegen hat der Vorbesitzer da nichts gemacht. Als ich den Wagen hatte, hätte die Reparatur den Wert des Wagens überstiegen. Deswegen musste ich ständig Öl nachkippen und bei der HU ging ständig die Angst mit, dass wg. dem Öl am Motor mal Ende ist.

- Insb. viele der verschrotteten Diesel-Fahrzeuge bekommen sicherlich selbst mit Nachrüstung weder eine grüne Plakette noch ein H-Kennzeichen -> schlecht in Umweltzonen bzw. das senkt den Wiederverkaufswert erheblich.

- Vertrug keinen frz. Sprit (Vor-E10-Zeit!) -> teure Reparatur.

- Ich habe ernsthafte Zweifel, dass der E10-Sprit vertragen hätte.

- Der Motor lief trotz mehrfachem Werkstattaufenthalt bei Kälte am Anfang nicht mehr richtig.

- Modernere Karrosserien werden wahrscheinlich beim Crashtest viel besser abschneiden als die deutlich älteren Karren -> ältere Karre = erhöhtes Verletzungsrisiko.

- Kein ABS (=erhöhtes Unfallrisiko).

- Kein Airbag (=erhöhtes Verletzungsrisiko bei einem Unfall).

- Keine Kopfstützen hinten (=erhöhtes Verletzungsrisiko bei einem Unfall).

- Keine Dreipunkt-Gurt hintem am mittleren Platz (=erhöhtes Verletzungsrisiko bei einem Unfall).

- Keine Klimaanlage und keine "Hitzeschutz-Scheiben" (=erhöhtes Unfallrisiko, insb. wenn es im Sommer auf dem Hochschul-Parkplatz kein Schattenplätzchen mehr gibt und da Türen aufreißen und Lüftung im Hochsommer nur sehr begrenzt hilft...).

- Viele Autos aus der Zeit hatten keine Servolenkung -> schlecht beim Einparken, insb. ältere Leute und mit Muskelkater. Ich hatte allerdings Glück.

- Aus der Lüftung kamen zerbröselte Schaumstoffteile.

- Eine Wischerdüse war recht stark verstopft. Beim Austausch bestand das Risiko, dass die alten und deswegen wahrscheinlich bröseligen Schläuche vollends kaputtgehen.

- Irgendwas war kaputt, sodass in der Folge der Tank geschrottet wurde.

- Kein Heckscheibenwischer (schlecht, wenn man bei Regen rückwärts fahren muss).

- Spiegel nicht anklappbar (doof wenn's eng ist).

- Spiegel nicht von der Fahrerseite verstellbar (=großer Aufwand, wenn der Spiegel verstellt wurde).

- Lenkrad nicht (oder mit weniger Freiheitsgraden?) einstellbar.

- Der Fahrersitz war glaube ich nicht höhenverstellbar.

- Radio konnte weder was mit CDs anfangen noch hatte es AUX.

- Radio war defekt.

- Die Scheiben hinten konnte man komplett herunterkurbeln und das konnte man auch nicht temporär ändern (ist manchmal schlecht, wenn man Kinder hintendrin hat).

- An der Heckscheibe war ein Draht defekt.

- Kein ISOFIX (doof wenn man entspr. Gerätschaften hat).

- Ausziehantenne (entweder hat man keinen Empfang oder irgendein Depp reißt sie irgendwann ab).

- Die Werkstatt hatte schon Probleme, Teile zu bekommen.

 

Reicht das?

 

notting


23.01.2011 20:25    |    notting

@Daemonarch: Ich vermute, dass du bisher Wenigfahrern die alten Karren abgekauft hast und dann halt bis zur Scheidung durch die HU damit gefahren bist. Mache ich im Prinzip auch, nur dass es meine Mindest-Wunschkonfiguration gebraucht nicht wirklich billiger gab als das Neufahrzeug ohne AWP gekostet hätte (die Gebrauchten hatten immer sehr viel Ausstattung, die ich nicht brauche). Trotzdem können Vielfahrer eine Karre in 10 Jahren (die also nicht immer wieder ein neues geleastes Fahrzeug bekommen) sehr viele km fahren und so die Karre sehr abnutzen, so geschehen z. B. in der hiesigen Kirchengemeinde (ok, nicht privat und damit nicht AWP-relevant) oder meinem Nachbarn (der sich heute ärgert, die AWP nicht genutzt zu haben -> kurz danach mal wieder eine teure Reparatur).

 

notting


23.01.2011 20:29    |    orlando318

@notting: ähm nein ich hatte nicht spezifisch dich gemeint, aber dein Beitrag ist in der Tat ein beeindruckendes Beispiel dafür wie man ein Auto schlecht reden kann:D

(jetzt bitte nicht beleidigt sein, ich glaube jetzt schon dass es eine ziemlich üble Möhre war.....).

Was für ein Auto war es eigentlich (oder habe ich das überlesen?)


23.01.2011 20:36    |    notting

@orlando318: Kommt drauf an, wie du "überlesen" genau meinst. Hier auf MT habe ich es schon mehrfach geschrieben, aber ich glaube nicht in diesem Thread: Opel Ascona C 1,6l Benziner auf Euro2 umgerüstet.

 

notting


23.01.2011 20:38    |    Daemonarch

Zitat:

@Daemonarch: Ich vermute, dass du bisher Wenigfahrern die alten Karren abgekauft hast und dann halt bis zur Scheidung durch die HU damit gefahren bist.

Negativ! Der Astra aktuell hatte mit 160.000 den geringsten Kilometerstand. Alle anderen hatten immer über 200.000 runter...

Ein 230e Mercedes 360.000, mein Audi200 20v Avant 340.000.

Ich hatte noch niemals einen Motorschaden. Meine Fahrzeuge habe ich jeweils um die 50.000km gefahren mit hohen Stadtverkehrsanteilen. Vielleicht hatte ich ja nur Glück, aber mein Bauchgefühl hatte mich selten getäuscht.


23.01.2011 20:41    |    onkel-howdy

@volksler

 

jaaaaaaaaaa genau!!!! lass mich raten: deine stammzeitung ist die bildzeitung, du gehst jeden tag zum stammtisch und hast irgend einen zusammengefaulten pseudo youngtimer und machst immer mal n fass auf?! solche unwissenheit, zusammenhangloses gelaber und ignorieren aller tatsachen is wieder typisch

 

Zitat:

Abwrackprämie = Größter Schwachsinn der Menschheitsgeschichte!

 

Es wurden nicht nur alte, zum Teil zuverlässige Autos verschrottet. Es wurden auch die Young- und Oldtimer von morgen verschrottet. Zudem steckt in einem Auto Energie (Strom bei der Herstellung, Arbeitskraft des Fließbandarbeiters) die völlig sinnlos zerstört wurden ist.

jaaaaaaaaaaaaaaaaa und welche old und youngtimer von morgen waren das den bitte? haben den old und youngtimer besitzer in spee kein recht auf das verschrotten ihrer autos? ich stell dir morgen 20 ECHTE oldtimer auf den hof wen du mir die 50.000€ gibst...achso die hast du nicht?! warum darf den dann ein besitzer eines fertigen käfers seinen wagen nicht verschrotten?! und die leute die immer schreien nehmen den karren auch net...seltsam.

 

btw gibts ne klasse studie die auch in der ähhhhh oldtimer classic (ohne gewähr) vom kba das von allen autos ein promillewert des promillewerts tatsächlich oldis waren....in welchen ZUSTAND kann man natürlich nicht draus folgern. somit erkennst du die bis auf die rahmennummer (mehr brauchte es nämlich nicht!) geschlachteten oldis überhaupt nicht....

 

Zitat:

Zudem hat bis auf VW kein anderer deutscher Automobilhersteller davon profitiert. Aber ein riesiges Konjunkturprogramm für Autos made in Japan u. Korea.

und nochmals für die geistig armen....mach mal einen dieser japaner, koreaner oder was weis ich was auf, stell sie auf ne bühne und schau mal wieviel "made in germany" teile dich da anlassen. schon klar jemanden der sein fachwissen aus der autobild anstatt von einer hebebühne bezieht weiss das natürlich nicht.

 

 

Zitat:

Was auch schon einige Vorredner hier erwähnten: Die Schuldenfalle Abwrackprämie!

wer macht schulden?! du kapierst echt nix. lieber (zahlen fiktiv) 3 milliarden für abwrackprämie ausgeben als 10 milliarden für alg1 empfänger! das is ne milchmädchenrechnung die anscheinend zu schwer für so manchen ist...

 

Zitat:

Ich will gar nicht wissen wie viele ihre neuen Autos wieder zurück geben mussten, weil sie den Kredit nicht refinanzieren konnten. Wenn ich in die Autohäuser gehe sehe ich viele Junge-Gebrauchte. Alles Tageszulassungen und Vorführwagen? Glaube ich nicht!

glauben kannst du in der kirche...autos bei denen die finanzierung platzt landen in den seltensten fällen bei einem autohaus aber egal. und wir sind ja nicht in den staaten. wen du geld von der banl willst wirst du in deutschland schon so durchleuchtet das dein kredit (vorallem wens um so pillepalle sachen wie ein auto geht) zu einem grossen % satz gedeckt ist.

 

 

Zitat:

Was den Menschen in Deutschland fehlt ist Wertebewusstsein.

dann schiess mal los wie das hier so sein muss deiner meinung nach?! da bin ich mal gespannt. du scheinst anscheineden jede menge von zu haben...

 

Zitat:

PS: Es gab ja schon einmal eine Abwrackprämie in Deutschland. Doch diese nannte sich Wiedervereinigung und die Prämie betrug auch nur 100 DM. Aber damals kurz nach dem Mauerfall vegetierten auch die ersten Trabis am Straßenrand vor sich hin und man darf nicht vergessen das es sich um die gleichen Trabis handelte, für die die damaligen Besitzer zuvor bis zu 14 J. warten mussten.

und? was will uns der dichter damit sagen? wen ich 14 jahre auf eine schrottkiste warten muss und in 2min kann ich ein 10fach höheres auto einfach kaufen...genau steinigt alle ossi´s die sich n neues auto geholt haben!

 

@s2-liner

is schön das du einen als "deppert" hinstellst aber nichtmal die schon x mal gestellte frage beantworten kannst: WO gibts diese tollen teile? n sitz fotografieren oder im netz finden is ja echt schwer...WO sind diese schrottplätze?!


23.01.2011 20:46    |    notting

@Daemonarch: Du hast oben was von einem Mindestalter deiner Autos beim Kauf von über 10 Jahren geschrieben -> macht so grob 20Mm/Jahr, wenn man vielleicht von den Extrembeispielen absieht. Ok, Wenigfahrer ist vielleicht etwas übertrieben, aber wirklich viel ist das auch nicht.

Beim Passat (Diesel-Motor, schätze ca. 5-7 Jahre alt) meines Cousins (von den Schwiegereltern abgekauft) ist übrigens gerade der zweite teure Antriebsdefekt außerhalb der Garantie aufgetreten und der fährt nicht wirklich viel damit (hat ihn AFAIK mit abgelaufener Garantie gekauft)...

 

notting


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