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Tinos Stammtisch

28.08.2011 12:08    |    tino27    |    Kommentare (23)

Wenn man diesen Fall ein erstes Mal liest, muss wohl jeder kräftig mit dem Kopf schütteln und sich fragen, was ich manchen Menschen vor geht. :confused:

 

Ein fleißiges Mädchen mit guten Noten, bekommt von der Stadt für ein Jahr ein Stipendium verliehen mit mtl. 50€ und muss dies an das Sozialamt zurückzahlen, weil ihr Mutter Hartz IV bekommt und es als Einkommen gewertet wird.

 

Dabei ist nicht mal der Fall an sich absurd (obwohl es rechtlich vielleicht in Ordnung ist), sondern die Wirkung von solchen Fällen. Mit welcher Motivation sollen denn dann Kinder aus ärmeren Familien lernen? Für was ist ein Stipendium da, wenn nicht zu Unterstützung von Kindern aus einkommensschwachen Familien? Wird dieses Mädchen nicht sehr stark darüber nachdenken, ob es in anderen Regionen besser aufgenommen wird und seiner (strukturschwachen) Heimat den Rücken kehren?

 

Wie der Anwalt schon richtig sagt: Eine Kind aus einem Nicht-Hartz IV Haushalt dürfte das Geld behalten. Bleibt also wieder mal unterm Strich: Wenn man was hat, dann bekommt man noch mehr - wenn man nichts hat, wird einem das Wenige auch noch weggenommen. Da fragt man sich, wie diese Menschen vom Amt morgens aufstehen und in den Spiegel blicken können. Ich glaube, hier hätte es nur etwas davon gebraucht: Fingerspitzengefühl.

 

http://212.4.228.139/artikel-ansicht/dg/0/1/354815/

http://www.zdf.de/.../Experte-zum-Aufreger-Stipendium?...

 

Bildquelle: http://apokalypsenow.files.wordpress.com/2011/01/hartz4.jpg


28.08.2011 12:13    |    N3M3S1S

Armes, nein, erbärmliches Deutschland - hoffentlich werde ich NIE abhängig werden von "Sozialleistungen" unseres Staates :mad:


28.08.2011 12:26    |    1.0815

du sagst es...der teufel schei*** immer auf den grössten haufen...


28.08.2011 12:29    |    PERSON

Wahnsinn.


28.08.2011 12:40    |    swallerius

Ich bin wahrlich kein Linker und sogar der Meinung dass zu viel Geld im Sozialbereich (unnötig) ausgegben wird, aber bei so etwas schwillt mir der Kamm.

Da versucht ein Mensch mittels Studium auf eigenen Beinen zu stehen und der Staat bzw. das Sozialamt legt unnötig Steine in den Weg. :mad:


28.08.2011 12:52    |    Doggy

Würde sich das Mädl damit nicht die eigene Zukunft versauen, müsste es die Schule/Ausbildung/Studium sofort abbrechen und am nächsten Tag beim gleichen Sachbearbeiter der dies entschieden hat Hartz4 beantragen!

 

Armes Deutschland!


28.08.2011 13:07    |    mousejunkie

ist doch bullshit. klar klingt das blöd aber auf jemanden der sich bildet wird doch eh immer geschissen. das ist doch gut für das mädel, da lernt sie wenigstens gleich wie es weitergeht, wenn sie mal studiert.

 

das habe ich letztens auch bei der gez gemerkt. würde ich harztIV beziehen bräuchte ich nichts bezahlen und hätte am ende des monats mehr geld zur verfügung. da mein einkommen (studentische hilfskraft an der uni) aber knapp über 290 € (sozialhilfegrundsatz) liegt, darf ich schön geld abdrücken obwohl ich nichtmal ne glotze habe. ich muss auch meine miete selbst bezahlen, telefon, strom usw. das hat die kleine doch alles nicht und der staat kommt doch dafür auf. ich darf also studieren, dafür muss man ja auchnoch geld bezahlen (obwohl das hier nur der semesterbeitrag ist), und darf nebenbei noch arbeiten, damit ich mir die butter aufs brot schmieren kann. würden mich meine eltern nicht finanziell unterstützen müsste ich eine lehre absolvieren und wäre mit hoher wahrscheinlichkeit mein ganzes berufsleben geistig unterfordert. klar dürfte ein kind aus einem arbeitenden elternhaus das geld behalten, dafür zahlt die familie dann aber auch für hilfsbedürftige, die das harztIV verdient haben. unterm strich nimmt sich das doch nicht viel. meiner meinung nach sind da im hartz-system zu viele schlupflöcher, die dem gewieften hartzer doch im großen und ganzen mehr geld lassen und das ist der grund warum es keinen anreiz gibt was zu lernen!

 

geschenkt wird einem nichts. je zeitiger man das merkt, umso besser. 


28.08.2011 13:12    |    Bert Benz

Angesichts aktueller sehr verständnisvoller Sozialgerichtsurteile, gehe ich davon aus, dass die gute Schülerin das Stip nicht zurückzahlen muss! Würde auch allen gesellschaftlichen Interessen an guten Schulleistungen/ Bildungsaufstieg, Unterstützungen wie Bildungspaket total widersprechen. Kinder sollen mE auch nicht darunter leiden, dass sie Hartz4 Eltern haben, sonst wird sich die Armut nur weiter vererben, das kann sich Deutschland nicht mehr leisten.

Bisher gibt es nur einen Rückforderungsbescheid des Jobcenters, aber kein rechtskräftiges Urteil.

 

Zitat:

Alles, was einer Bedarfsgemeinschaft zufließt, gilt als Einkommen, meint der Rechtsanwalt.

Naja, so einfach ist das nicht, aber was sich alles so Rechtsanwalt nennt heutzutage, ist wohl selbst bloss Hartz4 Aufstocker...

 

Ferienarbeitende Hartz4 Kids dürfen mittlerweile bis zu 1.200€ anrechnungsfrei jährlich behalten. Neuerdings werden Nebenkostenrückzahlungen bei Hartzer nicht mehr als Einkommen angerechnet. Dort werden die Verhältnisse immer "großzügiger" quasi zum bedingungslosen Grundeinkommen, nur bei Normalarbeitnehmern und Arbeitgebern (die Hartz4 mit ihren Steuergeldern finanzieren!) sehe ich keinerlei Steuerentlastungen oder Förderungen. Geringverdiener können ja aufstockend Hartz4 Grundsicherung beantragen oder wenn Einkommen knapp drüber zumindest Wohngeld.

 

Zitat:

Eine Kind aus einem Nicht-Hartz IV Haushalt dürfte das Geld behalten.

Da ist die Situation aber nicht vergleichbar, da die Familie vermutlich komplett von staatlicher Unterstützung lebt, und alles tun muß um da raus zu kommen. Steuerzahlende Normalarbeitnehmer bekommen keinerlei Stütze und müssen ihre vom Arbeitgeber zwangsweise abgeführte Steuerkohle mühsam nur teilweise wieder per ESt-Erklärung mit Nachweisen wieder zurück holen.

 

Zitat:

klar klingt das blöd aber auf jemanden der sich bildet wird doch eh immer geschissen.

Totaler Quark, dafür gibt es wohl Bafög, Bildungs- und Unterstützungspaket für Schüler, steuerliche Absetzbarkeit für Schulkosten?? Erst informieren und dann solche Halbweisheiten einfach mal lassen! Es gibt auch ermäßigtes GEZ nur für Radio.


28.08.2011 13:14    |    Mark-86

Mir kam auch erst der Gedanke, mich darüber zu empören.

 

Aber, Hartz IV ist eine Sozialleistung welche dafür sorgt, dass Leute welche nichts zu unserer Gesellschaft beitragen, sondern auf Staatskosten leben (müssen) das gesetzlich festgelegte und meines Erachtens auch viel zu hohe Minimum zum Leben bekommen.

 

Wenn sie irgendwelche Einkünfte über dieses Minimum hinaus bekommen, warum soll der Staat den Mindeststandard für diese Leute dann überbezahlen?

 

Das Mädchen bekommt sowieso schon alles was es zum leben und lernen braucht vom Staat bezahlt. Warum sollte der Staat dies noch in Form eines Stipendiums überbezahlen?

 

Die erzieherische Signalwirkung muss sein, das Hartz IV nur der absolute Grundstandard ist und wer mehr will, arbeiten gehen soll.

 

Es ist ja nicht so, dass der Dame die Bildung verwehrt wird.


28.08.2011 13:38    |    CaptainSlow

Sollte es stimmen, ist es antürlich bitter für die betroffen Person, auch wenn ich nciht so ganz verstehe, wozu man IN DER SCHULE ein Stipendium braucht. Auch muss man eine Sache bedenken: Hat ein Fall Pech wie dieser, steht es in der Zeitung. Die tausende, die aber vom Bafög profitieren oder gar nur dadurch studierne können, über die wird in der Regel nicht berichtet und fallen dann oft ("Böser unfairer Staat") bei der Beurteilung auch weg.


28.08.2011 13:40    |    tino27

Wenn der Vergleich mit einer Nicht-HartzIV-Familie nicht gelten soll, weil diese ja Sozialabgaben bezahlen, dass müsste ein Kind aus dieser Nicht-HartzIV-Familie ihr Stipendiumsgeld ihren Eltern geben. Mal ganz abgesehen davon, dass die Mutter aus diesem Fall mittlerweile wieder arbeitet.

 

Man muss aber in diesem Fall dem Mädchen Respekt zollen (und das in diesem Fall mit einem Stipendium), dass sie außerordentliche Leitungen bringt. Es gibt auch einige Uni-Stipendien, wie das NRW-Stipendium, die nicht auf das Bafög anrechnet werden können.

 

Ich kenne auch einen Fall, im dem die Tochter aus einer HartzIV-Familie sich unter anderem in vielen Betrieben um eine Lehre beworben hat, die von ihrem Heimatort weiter entfernt sind. Das Amt wollte aber nur eine einfache Zugfahrt erstatten. Der Mutter war es aber nicht möglich, die Rückfahrt zu bezahlen. Also ist dieses Bewerbungsgespräch und damit die Lehrstelle schon wieder hinfällig für die Tochter gewesen.

 

Und @mousejunkie: Ich muss trotz Bafög auch noch nebenbei arbeiten und Miete, Strom, etc selbst bezahlen. Ich habe auch ne Weile die 500€ pro Semester bezahlt, die ja nun in NRW wegfallen. Fahr jeden Tag in der Woche über ne Stunde zur Uni und zurück und geh mindestens 20 Stunden in der Woche arbeiten. Der einzige Luxus ist das Auto. Trotzdem hab ich es geschafft, einen Notenschnitt von unter 2 zu erreichen.

Ich würde aber nicht alle HartzIV-Empfänger über einem Kamm scheren, denn die können auch 40 Jahre gearbeitet haben - nach einem Jahr Arbeitslosigkeit sind sie drin.


28.08.2011 13:47    |    notting

@mousejunkie: Wenn ich mich nicht täusche, können auch Bafög-Empfänger eine GEZ-Befreiung beantragen genauso wie Hartz4-Empfänger. Ob die GEZ sich (unabh. von der Art des sozial schwachen Kunden) das Geld entgehen lässt, ist eine andere Frage...

 

notting


28.08.2011 13:48    |    anschiii

Zitat:

Mark-86: Die erzieherische Signalwirkung muss sein, das Hartz IV nur der absolute Grundstandard ist und wer mehr will, arbeiten gehen soll.

Wenn ich so einen geistigen Dünnschiss lese...:mad:

 

Es gibt in Deutschland also 7 Mio Leute, die nicht arbeiten wollen, jedenfalls nicht richtig:rolleyes:; denn etwa die Hälfte davon sind sogenannte 'Aufstocker' (so nennt man euphemistisch Menschen, die von íhrem 'Lohn' nicht mehr leben können- Zeitarbeit, der Trend lieber viele 400€ Jobs mit Hungerlöhnen zu schaffen statt vollzeitstellen..)

 

Ich bin mir ziemlich sicher, dass die meisten dieser 7 Mio ganz gern einen guten Vollzeitjob hätten.

 

DIeser Fall zeigt wieder einmal ganz klar, wohin die Richtung geht.

Lieber 'Fachkräfte' aus dem Ausland billig einkaufen, als hier was für Bildung zu tun.

 

Zitat:

Ich würde aber nicht alle HartzIV-Empfänger über einem Kamm scheren, denn die können auch 40 Jahre gearbeitet haben - nach einem Jahr Arbeitslosigkeit sind sie drin.

Richtig. Besonders und grade die. Denn die sind schon >50jahre alt und haben deshalb eine bombenchange, eine Anstellung zu finden:D

 

LG Anja


28.08.2011 14:00    |    124er-Power

Haben die noch alle Latten am Zaun ? :eek:

Armes Deutschland, kein Wunder, dass aus den Hartz IV Familien soviele dumme Kinder kommen, wenn einem ständig Steine in den Weg gelegt werden :o.


28.08.2011 14:01    |    ladafahrer

Zitat:

Das Mädchen bekommt sowieso schon alles was es zum leben und lernen braucht vom Staat bezahlt.

Das stimmt so nicht,

 

und ist der Hauptgrund, warum ich Kinder armer Familien finanziell umfangreich unterstütze.

 

Selbstredend als Barzahlung, denn das ist der einzige Weg, damit solche Kriminalisierungen der betroffenen/begünstigten Eltern/Alleinerziehenden nicht aufkommen.

 

---> Ich bin stolz darauf, ein H4-Arge-gesuchter Verbrecher zu sein. :)


28.08.2011 14:09    |    Doggy

Zitat:

---> Ich bin stolz darauf, ein H4-Arge-gesuchter Verbrecher zu sein.

Ich weiß nicht, ob ich solche Details in nem öffentlichen Forum posten würde.

 

Versteh mich nicht falsch, ich finde es toll wenn Du das machst! Ich lebe auch frei nach Motto: Verarschst Du (Staat) mich, verarsch ich Dich! ;)

 

Grüße


28.08.2011 14:10    |    notting

@tino27: Nur weil so ein komischer FDPler, der außer studieren und über Firmen viele Mio. Fördergelder kassieren und dann in die Insolvenz fahren nichts kann, da was bzgl. Alg1 abschaffen wollte, heißt das noch lange nicht, dass das auch gleich gemacht wird. Wenn man alt genug ist, kann man, wenn man vorher lange genug am Stück in die Alg1-Versicherung eingezahlt hat, bis zu 24 Monate Alg1 bekommen.

 

Achja, hatte die zukünftige Azubine in deinem Fall ein Einladungsschreiben, aus dem eindeutig hervorging, dass die Fahrtkosten nicht bezahlt werden? Sonst müsste eigentlich die einladende Firma zahlen bzw. zum Glück gibt's immernoch ein paar anständige Firmen, die das auch wirklich machen, ohne es einem krumm zu nehmen.

Trotzdem finde ich es beknackt, dass da gewartet wird, bis das Kind nicht nur in den Brunnen gefallen, sondern auch ganz sicher ersoffen ist...

 

notting


28.08.2011 14:44    |    mousejunkie

Zitat:

Wenn ich mich nicht täusche, können auch Bafög-Empfänger eine GEZ-Befreiung beantragen

durchaus richtig. die sache ist nur die, dass nicht jeder student bafoeg bekommt. verdienen deine eltern normal ist es für diesen staat doch selbstverständlich, dass sie auch für deine bildung aufkommen.

 

nochmal allgemein zum thema:

ich kann das lied von den armen HarztIV-empfängern nicht mehr hören. von wegen es ist kein anreiz sich mal aufzuraffen und auf eine gute ausbildung zu streben, wenn man wenig geld erhält. es ist doch genau andersrum. wenn ich zuviel bekomme will ich nicht, dass sich was ändert. was war denn seit menschengedenken immer anreiz was zu verbessern? genau, dass die vorherrschende situation scheiße war und man sich verbessern wollte. ich finde das was hier passiert ist nicht richtig aber ich denke, dass normale familie in der beide elternteile arbeiten als besser hinzustellen ist falsch - beispielweise wenn einer oder beide elternteile zeitarbeit verrichten. hart rackern um nie genug zu verdienen. von solchen familien gibt es doch genug, die arbeiten und trotzdem weniger haben als jemand, der zuhause sitzt und sich unterstützen lässt. ich denke das wird oft einfach unter den tisch gekehrt, weil diese leute meist zu stolz sind und keine hilfe beantragen (obwohl sie es verdient hätten), die hartzer sind dann halt meistens so "frech" und stellen sich hin und meckern, wenn es mal nicht nach ihrem willen geht.

 

ich muss es immer wieder sagen. meine mutter war auch lange zeit alleinerziehend. ihr hat auch niemand geholfen. sie hat zum großen teil dafür gearbeitet, dass ich eine gute ausbildung bekomme. da kam niemand an und hat uns unterstützt. selbst mein leiblicher vater hält es ja bis heute nicht für nötig mich wenigstens etwas finanziell zu unterstützen (bzw. nur, wenn man ihn regelmäßig darauf hinweist und dann auch nur das, was ihm per gerichtsurteil vorgeschrieben wurde und ja keinen cent mehr). da gab es auch lange zeit probleme überhaupt geld zu bekommen und auf dem jugendamt wurde sie teilweise noch als bösartige hexe hingestellt, die ihren exmann ausnehmen will. über soetwas steht nie was in der zeitung und gerade für solche menschen wird sich meiner meinung nach viel zu wenig eingesetzt. auch wenn es mir nie an etwas gefehlt hat, leicht hatte unsere familie es auch nicht und trotzdem hab ich mich immer mehr oder weniger angestrengt und studiere erfolgreich... wenn es heutzutage eine begründung für eine faule lebensweise ist, wenn der staat einem zuwenig geld gibt, dann muss ich sagen hängt es doch am generellen verständnis von gerechtigkeit... :mad:


28.08.2011 17:02    |    Byanic

Vielleicht am Thema vorbei aber:

 

Ein Bekannter von uns, soll jetzt für seine Mutter das Heim Zahlen.

 

Er hatte nie kontakt zu seiner Mutter, also kein gutes Verhältnis.

 

Seine Mutter hatte etwas mehr Geld, das sie seinen Brüdern damals geschenkt hat.

Diese haben sich mit dem Geld schöne Autos usw. gekauft.

 

Die Mutter ist nun ins Heim gekommen, und die Brüder haben das Geld verpulvert und arbeiten nichts.....

 

Er arbeitet noch, und soll von seinem Lohn anteilig die Kosten des Heims der Mutter tragen, die er fast nie gesehen hat.

 

---------------

 

Wenn einem da nicht die Lust vergehen soll zu arbeiten.

Es ist devinitiv so, daß es vom Staat unterstützt wird faul zu sein, die Anreize zu arbeiten fehlen einfach...

 

Wenn ich persönlich sehe, wie es einem geht, wenn man arbeitet, schwindet in mir persönlich auch die Motivation zu arbeiten...


28.08.2011 17:10    |    notting

@Byanic: In einem anderne Thread ging um 40kEUR von der Tante und die Frage, in was für ein Auto die Leser das am liebsten investieren würden. Da war von Rückgängigmachung von Schenkungen die Rede, eben gerade im Zusammenhang mit dem Heim -> sicher, dass da alle rechtl. Möglichkeiten ausgereizt wurden?

Mal ganz abgesehen davon, dass der ursprüngliche Fehler in dem Fall wohl war, dass die Frau das Geld nicht gleichmäßig an die Kinder verschenkt hat.

 

Und IMHO ist schon der Reiz gegeben zu arbeiten. Ich will schon etwas mehr als Hartz4. Manche Leute sind halt so anspruchslos, dass ihnen das Existenzminimum völlig reicht und die sind natürlich bei solchen Sachen wie mit den Heimkosten für die Mutter fein raus...

 

notting


28.08.2011 19:07    |    Pepperduster

Die Ämter handeln nur aufgrund von Bestimmungen und Vorschriften, jediches denken und Handeln über den Tellerrand hinaus ist denen wohl untersagt. Die Fälle werden abgearbeitet und die Bürger sind zu Aktennummern verkommen.

 

Anderseits wird nirgends so viel betrogen wie im sozialen Bereich, da sind wohl letztendlich die ehrlichen die Dummen.........


28.08.2011 20:54    |    the Matt

Wie sollte ein "Amt" auch eigenmächtig gegen gültige Gesetze handeln?

Der Ermessensspielraum ist da verschwindend gering.

 

Die Unterstützung für Kinder und Jugendliche aus ärmeren Verhältnissen ist in diesem Land unter aller Kanone, irgendwelche klischeehaften Anschuldigungen gegen "faule" Eltern haben da meiner Meinung nach nichts zu suchen - aber genau da liegt doch das Problem.

Es wird einfach nicht unterschieden zwischen Eltern und Kindern - die nunmal nicht aus ihrer Haut herauskönnen.

Klar, der ewige Kritiker wird nun sagen "Soll es doch Mama und Papa dazu bringen, sich einen Job zu suchen!" :rolleyes:

 

Und natürlich hatte jeder selbst die schwerste Kindheit, es sowieso nicht leicht gehabt und trotzdem alles Mögliche geschafft ;)


30.08.2011 17:35    |    Counderman

wär ja auch noch schöner wenn jemand der noch nie was eingezahlt hat auch noch vom Staat gesponsert wird

 

 

sie kriegen genau das Geld was ihnen zusteht und genau so ist es richtig


30.08.2011 17:51    |    notting

@Counderman: Wie hätte eine Schülerin was einzahlen sollen?! Im übrigen haben viele Hartz4-Empfänger jahrzehntelang in die staatl. AL-Versicherung eingezahlt und werden heute spätestens nach 24 Monaten mit Hartz4 abgespeist oder wurden in die Frühverrentung (=Abzüge) gedrängt...

 

notting


Deine Antwort auf "Schülerin muss Stipendium wegen Hartz IV der Mutter zurück zahlen"

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