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Tinos Stammtisch

23.11.2011 10:27    |    tino27    |    Kommentare (19)

Ich will gar nicht zu viel dazu schreiben. Ich denk die Bilder sprechen für sich.

 

Natürlich hatte BMW damals auch schon größere Autos im Angebot und heute auch kleinere, aber es ist trotzdem Wahnsinn, wohin die Entwicklung in 50 Jahren ging. Der passende Erbe ist wohl der Mini Clubmann oder demnächst der i3.

 

Des Weiteren kamen immer wieder Menschen auf den 600er zu und machten Fotos, schauten und unterhielten sich. Diese Aufmerksamkeit hätte der ein oder andere X6-Fahrer vielleicht gern, doch hier war das Eisenschwein nur Nebensache. Man beachte aber die 315er 20" des X6 im Vergleich zu den "Noträdern" des BMW 600. :)


23.11.2011 11:20    |    carisim

Wenn da 4 Leute reinpassen wollen müssen die aber auch etwas schmaler ausfallen oder? :D


23.11.2011 11:20    |    pieb

Oder auch Isetta...oder nicht?

 

Auf jeden Fall ein kulitges Kleinod deutschen Automobilbaus.


23.11.2011 11:35    |    andyrx

der 600er war quasi die Langversion/Pullmann Variante der Isetta;)

 

mfg Andy


23.11.2011 11:50    |    LSirion

Und der X6 steht mal wieder quer über 2 Parkplätze...

 

Respekt! :rolleyes: :D


23.11.2011 13:08    |    Reachstacker

Zitat:

carisim:

Wenn da 4 Leute reinpassen wollen müssen die aber auch etwas schmaler ausfallen oder?

Damals waren Bundesbürger noch schlank und wendig. :D

Die Innenmasse des BMW 600 waren denen der Konkurrenz in der 600 ccm Klasse (ausser dem 2CV) vergleichbar. :)

 

----------

Ausser der Isetta (und Motorrädern hatte BMW damals nur den 501-502 im Angebot. Das waren absolute Luxuswagen. Damit war der BMW 600 der erste "bezahlbare" 4 Sitzer im BMW Stall. Leider war ihm kein grosser Erfolg beschieden, er kam zu Spät und wurde vom BMW 700 abgelöst. Eventuell kamen dann die modernen Mittelklasse BMW 1200-1600.

 

Mein Onkel hatte 2 BMW 600 (einer in Gelb, der andere Rot), sehr pfiffiges Auto, sehr sportlich zu fahren. :cool: Allerdings hatte der Motor thermische Probleme und im Gaspedal war eine Stufe eingebaut um laufendes Vollgas zu verhindern. Der Motor kam aus dem R67 Motorrad.

 

Der Mini ist NICHT der Erbe des 600, er ist der Erbe des Lloyd und Trabant die er kopiert hat (grob gesehen) Der echte Erbe des BMW 600 ist der Tata Nano, der praktisch Baugleich ist, ausser der Fronttür. :)

 

Zu den Reifen kann ich nur sagen das ich 315 x 20" Felgen an einem Familienauto Idiotisch finde. :p

Die Räder/Bereifung entsprachen dem Zeitgeist. Wobei es damals 2 Schulen gab: 15" bei VW, Citroen und Lloyd und 10"-12" bei DKW, Fiat, Opel, usw.

 

Mehr Details zum 600 auf Wikipedia

 

Gruss, Pete


23.11.2011 13:16    |    Dr Seltsam

Wahaha, beim Unfall sprengt sich vermutlich der kleine 600 aus dem großen X6 nach hinten raus und rettet so die Insassen, während die große Hülle drauf geht ;) :)


23.11.2011 13:42    |    Hartgummifelge

Auch an diesem Beispiel kann man deutlich erkennen, wieviel Platz moderne 4 Personentransporter verschwenden.

Der x 6 passt zum Ein-und Aussteigen nicht mal mehr zwischen die Markierungen.


23.11.2011 13:45    |    PreEvo

diesen X6 begreife ich sowieso nicht....was soll das sein....wer will den....und warum sieht der so scheisse aus? fehlt nur noch das KIA-emblem...


23.11.2011 13:49    |    Reachstacker

Ist der X6 nicht das Erste SUV "Coupe" Weltweit? Und damit bestimmt wichtig für die menschliche Zukunft. :D

 

Es ist das neue Auto für James Bond nachdem sein Aston Martin mit gebrochener Kurbelwelle den Geist aufgab. ;) So zu sagen im Geist von Isar 12 :cool:


23.11.2011 15:53    |    Reachstacker

Da kann man halt sehen das "Pfiffig" alleine nicht den Tag trägt.

 

1959 Preise:

BMW 600 = 3985 DM

VW 1200 = 4500 DM

 

Hier mal die Preise einiger BMW 600 Konkurrenten von 1959

 

Hätte es den BMW 600 schon in 55 gegeben hätte er ein Erfolg sein können. Alas er kam 4 Jahre zu spät.

 

Gruss, Pete


23.11.2011 15:59    |    Hartgummifelge

Ich möchte wetten, das der X6 nicht mehr Platz für die Insassen bietet als der 600er. Aber, gegenüber des 600ers, zu mehr als 40% in der Rundumsicht beschnitten ist.

Siehe Bild 5.


23.11.2011 17:12    |    Bert Benz

Bitte Crashtesten! Dann sind gleich zwei hässliche Kisten entsorgt.


23.11.2011 17:13    |    TheRealBlizzard

Der 600 war am Markt vorbei, keine Frage. Aber nicht wegen des Preises, sondern wegen des Karosseriekonzepts. Als man die gleiche Technik in eine Pontonkarosserie gesteckt hatte (BMW 700) wurde es nen erfolg, obwohl der 700 noch mal 400 Mark (mit 30 PS) bzw. 750 Mark (als 700S mit 40 PS) teurer war und schon ganz nah am Käfer drann war.

 

Und nur den Preis mit dem Hubraum zu vergleichen wird der Sache eh nicht gerecht. Der VW 1200 hatte nur 25 PS aus dem für damalige Verhältnisse großen Hubraum, Opel holte aus dem gleichen Hubraum 55 PS. Der 600 hatte 19,5 PS, die Leistung vom 700 steht oben.

 

Der VW1200 hatte Seilzugbremsen, während BMW selbst in der Isetta Hydraulikbremsen verbaut hatte. Im 600 und 700 auch.

 

Der VW 1200 hatte Kurbellenkerachsen mit Drehstabfederung und Reibungsdämpfern, wärend Isetta, 600 und 700 Schraubenfedern und Hydraulikdämpfer hatten.

 

Der VW 1200 hatte hinten eine Pendelachse, während 600 und 700 Einzelradaufhängung hatten.

 

Dann hatte BMW den sehr teuren Sonderweg beschritten, dass die Lenkung die gesamte Vorderradaufhängung inkl. Federbein-Dom verdrehte. Dies sollte die ungefederten Massen reduzieren. Nicht mal der radseitige Teil der Schubstange der Lenkung war ungefedert. Ungefedert waren nur die Bremse und das Rad selber.

 

Dann hatten Isetta, 600 und 700 im Auspuff einen zusätzlichen Luft/Luft-Wärmetauscher verbaut, wo die warme Kühlluft des Motors weiter hochgeheizt wurde, bevor sie in den Fahrgastraum ging. In den zeitgenössischen Testberichten wird die Heizung der kleinen BMW als sehr wirksam und geruchsarm gelobt, während alte Käferfahrer sich mit einer "Heizung" rummplagen mussten die stinkende und allenfalls Lauwarme Luft vom Motorraum in den Innenraum pustete. Der Gestank kam von giftigen Öl- und Benzindämpfen.

 

600 und 700 hatten eine thermostatisch geregelte Verbrennungsluftvorwärmung. D.h. das nach Kaltstart oder im Schiebebetrieb im Winter dem Motor ein Teil der Heizungsluft über ein Thermostat-Ventil als Verbrennungsluft zugeführt wurde, um ihn schneller auf Betriebstemperatur zu bekommen, bzw. ein Auskühlen zu verhindern.

 

Der 1200 hatte ein unsynchronisiertes Getriebe, während das Getriebe von 600 und 700 vollsynchronisiert war.

 

Schon damals war zu erkennen, das BMW ein gehobenes Selbstverständnis hatte und sich nicht mit 08/15-Lösungen zufrieden gab. Von daher waren die Preise für 600 und 700 sicher selbstbewusst, aber gerechtfertigt. Setzt man den Preis zum Beispiel mit den Fahrleistungen, dann war speziell der 700 S richtig günstig. Der erreichte 25 km/h mehr Höchstgeschwindigkeit als der VW 1200, verbaruchte aber nur etwas mehr als die Hälfte wie der 1200. Ein 600 oder 700 Verbaruchte im Schnitt 5-7 l/100 km. Ein 1200 auch gerne mal 12, wegen der zusätzlichen Kühlung über Benzinverdunstung... wie war das noch mal mit der stinkenden Heizung? ;-)

 

Klar, 4000 - 4700 DM waren auf den ersten Blick viel Geld für nen 2-Zylinder. Auch wenn es nen Boxer war. Deswegen wurden auch viel mehr Käfer verkauft. Vergelicht man jedoch den Preis mit dem Nutzwert und der verbauten Technik, dann sieht es wieder anders aus. Aber Deutschland war zu der Zeit ne "Mampfnation" wo man für sein Geld möglichst viel haben wollte. Zylinder, Hubraum, Fahrzeuglänge, alles was eben auf den ersten Blick viel Eindruck machte (Wir sind wieder wer) Qualität, Sicherheit, Raumökonomie oder Betriebseffizienz waren absolut nebensächlich.


23.11.2011 17:46    |    motorina

Interessanter Vergleich zwischen dem kleinen BMW und dem Käfer, @TheRealBlizzard.

Nur beim Verbrauch habe ich einen kleinen Einwand.

Meine 700er (30 bzw. 32 PS) genehmigten sich durchschnittlich knapp 8,5l/100km - aber Super! Okay, sie waren damals schon etwas ausgelutscht, aber im Verbrauch in etwa gleichwertig mit den Käfer (ca. 10l/100km Normalbenzin) von Freunden.

... und beim Einparken in der Stadt (ja, auch damals gab´s schon Parkprobleme!) unschlagbar aufgrund der von dir sehr gut beschriebenen Vorderachse.

 

Grüsse,   motorina.


23.11.2011 17:47    |    124er-Power

Hahaha, die Bilder sehen richtig lustig aus mit diesen selbst gemalten Gesichtern! :D


23.11.2011 18:00    |    TheRealBlizzard

Die Verbrauchswerte habe ich vom BMW Isetta, 600 und 700-Club. Ein Bekannter ist da drinn, weil er ne 300er Isetta hat. Die Isetta kommt selber mit 3 L/100 km hin. Daher kann ich die Werte für die 2-Zylinder-BMW nur ungeprüft weitergeben.

 

Der 1200er meines Vaters (30 PS-Version) hat tatsächlich meist 12-13 Liter verbraucht. Ok, der war auch schon 16 Jahre alt und runtergeritten. Vielelicht war die 25-PS-Version wirklich etwas sparsamer.

 

Ein nachbar meiner Eltern, mittlerweile 98, ist als Architekt und bau-Ing. natürlich geowhnt auf tech. Details zu achten. Daher hatte er sich wohl für den BMW 700 und gegen einen VW entschieden und schwärmt heute noch von "seinem BMW", den er damals fuhr "Der erste Neuwagen in der Siedlung" und mit dem er "jedem Käfer wegfuhr. Nur die Opel und die schweren Benz konnten mithalten". Der gute Mann (erstaunlich fit, bis 93 hat er noch jeden Tag gearbeitet) fährt heute noch nen heißen Reifen. Und der BMW 700, speziell als 40 PS-Starkes S-Coupe hatte damals den Ruf des "Facharbeiter-Porsche". Der Porsche 356 S hatte damals auch nur 1600 "Kubik" und 75 PS.


23.11.2011 18:09    |    motorina

Ich weiss, ich weiss ... Ich habe mich damals bewusst für einen gebrauchten 700er entschieden (und das 2x) ... und noch nie in meinem Leben einen Käfer besessen (einzig das Cabrio war damals mal in der engeren Wahl - aber leider hatte der mehr Löcher als ein Schweizer Käse).

... und wenn mir ein bezahlbarer 700er:) übern Weg läuft, dann könnte es leicht passieren, dass ich noch ein drittes Mal zuschlage - bin z.Zt. wieder anfällig für solche Torheiten;).

 

Grüsse,   motorina.

 

EDIT:

der 365 stand lange auf meiner Wunschliste - aber davon habe ich mich inzwischen etwas distanziert:rolleyes:.


23.11.2011 18:15    |    TheRealBlizzard

Nen technisch gesunder BMW 700 würde mich auch reizen.

Grüße, Blizzard

PS: In einem zeitgenössischen Vergleichstest habe ich mal fast wortwörtlich (die Sprachverwendung war so orginell, das hat sich eingebrannt) gelesen: `Speziell die Bremsen des kleinen BMW sind ein Vergnügen. So erwachsen kann ein kleiner Wagen sein. Beim Kontrahenten mit den Seilzugbremsen fängt man jedoch besser mit dem Bremsen an, bevor das Hindernis in Sicht ist.`

PPS: Nen 356 ist doch auch nur ein aufgebohrter 1200er mit etwas anderer Karosserie ;-)


23.11.2011 18:26    |    motorina

Schon, schon, aber damals fuhr "man" Käfer (oder 600/770er Fiat Jagst2) ... und ich habe mich schon immer gegen den allgemeinen Trend gewendet (die Nachfolger waren dann damals schon "beringt", was heutzutage ja Mode ist).

 

Grüsse,   motorina.


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