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Tinos Stammtisch

06.03.2011 22:43    |    tino27    |    Kommentare (44)

Aktuell verschärft sich die Lage in Lybien immer weiter. Wie es wirklich aussieht, können im Moment nicht mal die Nachrichtenagenturen sagen, da die gegenseitigen Meldungen beider Seiten undurchsichtig sind.

 

Nach täglichen Luftangriffen von Gadaffis Armee auf die Aufständigen wird der Ruf nach einer Flugverbotszone immer lauter. Generell sollte dies kein größeres Problem für die NATO sein, da überlegenes Gerät in großer Menge vorhanden ist. Obwohl auch Gadaffis Luftwaffe nicht von schlechten Eltern ist, wenn auch etwas veraltet. Es bleibt nur die Frage, ob man dies machen soll. Haben die Westmächte eine Legitimation und wie kann man sich aus weiterem raushalten.

 

Obama hat sich mittlerweile etwas zurück genommen, nachdem er einen schnellen Einsatz in Libyen in Aussicht stellte. Aber die US-Militärs haben Angst vor einer dritten Front und einer weiteren Eskalation in der arabischen Welt.

 

Auf jeden Fall bringt die US-Armee Einheiten in Stellung, die auch in der Lage sind, Landungen durchzuführen. Mindestens könnte dies genutzt werden, um Spezialkräfte an Land zu bringen.

 

Im Moment sind NATO-Marineeinheiten dabei, Angehörige anderer Nationen zu evakuieren. Mit dabei sind die Fregatten Rheinland-Pfalz und Brandenburg.

 

Ich bin wirklich gespannt, wie die Sache sich entwickelt und hab schon vor Wochen prognostiziert, dass Gadaffi nicht so schnellt fällt, wie man damals dachte.

 

Für Interessierte noch zwei Links. Streitkräfteübersicht Libyen und Auflistung aller Waffensysteme Libyen


06.03.2011 22:59    |    Schneggale

Nein, sollte "der Westen" nicht. Zu unübersichtliche Situation und eine Kettenreaktion wäre zu befürchten.

Unterstützung Zivilisten raus zu bringen OK, aber nicht rum ballern.

Wenn "alle" flüchten hat Gaddafi kein Volk mehr, folglich fällt er dann leichter. ;)

Jedenfalls sollte man inzwischen i.d. Lage sein, so etwas intelligenter an zu gehen.


06.03.2011 23:13    |    där kapitän

Nein, sollte der Westen nicht, zumindest nicht dumm Haudrauf, sondern mit klarer Ansage:

 

Gaddafi, wenn Du weiter Flugzeuge gegen Demonstranten einsetzt, holen wir sie vom Himmel. Und dann sollten wir das zumindest auch tun.

 

Wir sollten Hilfe zur Selbstverteidigung leisten, aber die Revolution an sich sollen die bitte schön selbst machen. Also keine Besatzung und keine Bodentruppen.

 

Wenn wir nichts tun, hätten wir in ein paar Jahren dieselbe Diskussion wie um Srebrenica damals. Da hieß es: ihr habt alle gesehen, was passiert, ihr habt den Morden tatenlos zugesehen - und das sollten wir uns nicht vorhalten lassen. Deshalb Hilfe in der Form, dass der Luftraum bereinigt wird.

Die Demonstranten beherrschen den Boden, aber Gaddafi die Luft, und da sollte der Angriffspunkt des Westens sein.

Ansonsten nur humanitäre Hilfe und die Revolution die Demonstranten machen lassen.

Und danach sollte man auch das Rückgrat besitzen und zur Seite stehen, wenn die Leute Demokratie wollen. Nicht, dass der nächste drollige Diktator um die Ecke geschneit kommt.

 

cheerio


06.03.2011 23:18    |    124er-Power

Mititärisch eingreifen auf keinen Fall, das könnte wieder in einem langwierigen Krieg enden :o.

 

Die sollten lieber alle Gelder komplett einfrieren und jegliche Einfuhr von Sachgegenständen unterbinden.

Lebensmittel sollten allerdings weiterhin zugelassen werden, sonst leidet die Bevölkerung noch mehr.

 

Ist sehr schwierig, da eine passende Lösung zu finden.


06.03.2011 23:24    |    FocusAG

Bis vor kurzem hat man die lieben Diktatoren hofiert und mit Ihnen Geschäfte gemacht. Und man war zufrieden, daß sie die Flüchtlinge zurückhielten. Waren ja immer loyal. Da war das Volk egal. Jetzt steht der Westen wie gelähmt da und weiß nicht, ob man es gut finden soll oder nicht.

Militärisches Vorgehen scheidet meiner Meinung nach aus, nur bei Völkermord sollte man dann aber schnell eingreifen. Aber man kann den Gadaffis das Leben schwer machen. Und humanitäre Hilfe natürlich.

Sollte Gadaffi dann verjagt worden sein, wird Europa wohl nicht umhin kommen, sich mit diesem und den anderen Ländern intensiv zu beschäftigen, will man nicht die nächsten Bürgerkriegsländer oder Gottesstaaten direkt vor der Tür haben.


06.03.2011 23:27    |    124er-Power

Genau, er würde die Gefahr bestehen, dass ein Eingreifen den anderen arabischen Staaten wie z.B. Saudi Arabien misfällt, das will keiner riskieren, schließlich sind das wichtige Verbündete, da die viel Öl haben und dort ein amerikanischer Stützpunkt ist.


06.03.2011 23:36    |    tino27

Den Königsweg gibt es bei diesen Konflikten leider nicht, zu verstrickt sind die Beziehungen aller Beteiligten. Aber den Vorwurf von großen Waffenlieferungen an Gadaffi muss sich Deutschland wohl nicht gefallen lassen, denn dessen Arsenal besteht zum größten Teil aus sowjetischen Waffensystemen, die wohl zum größten Teil nach dem Fall des eisernen Vorhangs ihren Weg nach Nordafrika fanden.

 

Die Grünen fordern unter anderem dies: Deutschland und andere Staaten müssen öffentlich ankündigen, dass sie libyschen Piloten und anderen Mitgliedern der Sicherheitskräfte, die sich weigern, sich an illegalen Angriffen gegen Zivilisten zu beteiligen, Zuflucht gewähren.

aus: http://www.gruene-bundestag.de/.../372849.aufstand_in_libyen@de.html


07.03.2011 00:51    |    JeanLuc69

Diejenigen Lybier, die sich weigern, ihre eigenen Landsleute anzugreifen, können IMO völlig legal politisches Asyl beantragen. Zu diesem Zweck muß nicht erst großartig öffentlich angekündigt werden, daß man diesen auch Zuflucht gewähren will.

 

Soll der Westen militärisch eingreifen? Bloß nicht!

 

Hilfslieferungen? Sicher. Infrastrukturelle Unterstützung? Auf jeden Fall. Meinetwegen auch militärisches Sanitätspersonal und Feldlazarette.

 

Westliche Waffengewalt hingegen würde den Fundamentalisten nur wieder einen Vorwand für weiteren religiös motivierten Haß liefern ... so à la "der große Satan" oder "die Ungläubigen" etc.

 

Zur eigenen Identitätsfindung eines Volkes zählt auch, daß solche Krisen aus eigener Kraft überwunden werden. Nur so kann sich eine Gesellschaft wirklich weiterentwickeln.


07.03.2011 02:02    |    VectraBSport

Ja....


07.03.2011 03:50    |    amgolfV

Wie man es macht ist es falsch. Man hätte sich auch denken können, dass so etwas kommt als man (damit meine ich auch die westlichen Politiker) mit geholfen hat den Mubarak zu stürzen der im Gegensatz zu Gadaffi noch harmlos war und wirklich zu Stabilität in der Region beigetragen hat.

 

Aber nun ist es zu spät. Egal was man als westliche Welt (und vor allem Amerikaner) macht wird es als falsch bewertet.

 

Auch schön, dass sich die Menschen dort nun plötzlich alle nach Demokratie sehnen und aber abhauen um in die Länder zu kommen die sie sonst verteufelt haben oder deren Flaggen mit Badeschlapfen attackiert haben....


07.03.2011 04:30    |    PartyBlazer

Wenn man sich einmal ein bisschen mit Libyen auseinandersetzt wundert man sich warum die USA da noch nicht einmarschiert sind...

Nunja das liegt wahrsch. an 2 Dingen: 1. Nä. Jahr sind Präsidentschaftswahlen und Obama will es sich bestimmt nicht mit seiner ohnehin schon kriegsmüden Bevölkerung weiter verscherzen.

2. Stehen nicht genug Mittel und Manpower zur Verfügung um wie oben schon erwähnt an 3 Fronten zu kämpfen.

 

Generell muss man sagen ist das schon eine heikle Frage ob der Westen nun eingreifen soll oder nicht. Humanitär gesehen ist es unsere Pflicht einzugreifen, militärisch gesehen ist das schon hart an der Grenze !

Gaddafi greift seine Bevölkerung mit Waffengewalt an und ruft seine 'Mitstreiter' dazu auf die Rebellen zu töten.

Ich muss sagen ich wäre da mit einer Entscheidung hin u. her gerissen aber eines steht fest: der Mann muss ausgeschaltet werden !!


07.03.2011 05:36    |    1488

Jein. Ein kleines kommando das den misslungen klon von costa cordalis und seine sippe auslöscht, ist schon längst überfällig.


07.03.2011 07:19    |    astra diesel wi

Moin

Nicht der Westen sondern England muss da eingreifen.

Deutschland war unter Rommel dort bis die Engländer auftauchten, nun sollen die Engländer zusehen wie sie aus der Nummer herauskommen.

Gruss Willy


07.03.2011 07:21    |    Turbotobi28

Hi,

 

militärischen Eingreifen ist bei einer solchen Situtation immer schwierig. Was machen die Truppen nach einem Sieg!? Meistens schwenkt dann doch die meinung der Bevölkerung schnell um von Befreier zu Besatzer.

 

gerade Westliche Armeen hätte da wohl einen schweren stand.

 

Eine arabische eingreiftruppe unter UN Oberkommando wäre da sicher von Vorteil aber sowas gibt es ja wohl eher nicht,jedenfalls nicht mit ausreichender Schlagkraft.

 

Gruß Tobias


07.03.2011 09:09    |    herrlich1

Ich finde ne Kugel für Gaddafi oder ne kleine Bombe (bzw. Rakete) für seine Sippe / Familie wäre nicht verkehrt. Und den Rest soll dann das Volk selber machen....


07.03.2011 09:12    |    MB Onkel

Der Westen sollte sich aus der Region komplett raus halten, was haben wir denn mit denen und ihren Problemen zu tun? NICHTS! Wo das ganze hinführen kann wenn man sich in solchen Ländern und deren Problemen einmischt sieht man ja in Afghanistan, das dankt einem am Ende keine S..


07.03.2011 09:13    |    Handschweiß

Lieber die noch-Gaddafi-treuen Armeekommandanten kaufen: "Jeder lybische Offizier, der nach Tunesien kommt, erhält ein Händi, ein Auto, eine Rente, eine Villa, je nach Dienstgrad." Dürfte billiger sein, als noch ein Krieg.


07.03.2011 09:33    |    där kapitän

Ich seh das nicht so kompliziert.

 

-Keine Bodentruppen und keine Besatzung

 

-Luftunterstützung für die Demonstranten

.

 

Gleiche Chancen für Demonstranten wie Sympathisanten. Wie oben geschrieben.

 

cheerio


07.03.2011 10:11    |    humanerror

was dann passiert sieht man ja im irak und afganistan....... voll stabil und so:D

wobei wir sollten nur die ölfelder sichern:Dda wird e10 wieder super günstig


07.03.2011 11:04    |    tino27

Generell stimm ich dem Kapitän zu. Jedes Land hat seine eigenen Besonderheiten. So einfach kann man das nicht mit Irak vergleichen. Da hat die USA der Bevölkerung gesagt, dass sie befreit werden wollen. Hier meldet sich das Volk selbst und auch selbstbewußte Frauen, die kein Kopftuch tragen führen die Revolution an.

 

Man sollte den Libyern eine Chance geben. Es gibt auch kaum Religionskonflikte, der großen Religionen, da Libyen zu 97% aus Sunniten besteht.

 

Also so lange raushalten, bis sie selbst etwas fordern. Wo Völkermord anfängt ist auch schlecht zu definieren. Für mich fängt er schon da an, wo aufs eigene Volk geschossen wird.

 

Ein Flash mit den wichtigsten Daten: http://www.spiegel.de/flash/flash-25335.html


07.03.2011 11:23    |    tino27

Wie in meinen Bildern schon angedeutet, wurden von den US-Militärs extra Einheiten ausgewählt und ins Mittelmeer verlegt, die Landungen durchführen können, wie die USS Kearsarge. Ihr zur Seite steht die USS Ponce. Von beiden aus können Spezialeinheiten per See- oder Luftweg an Land gebracht werden.

 

http://nachrichten.t-online.de/.../index


07.03.2011 20:34    |    amgolfV

Zitat:

Der Westen sollte sich aus der Region komplett raus halten, was haben wir denn mit denen und ihren Problemen zu tun? NICHTS! Wo das ganze hinführen kann wenn man sich in solchen Ländern und deren Problemen einmischt sieht man ja in Afghanistan, das dankt einem am Ende keine S..

@MB Onkel

 

Ganz so einfach ist es nicht. Wer waren denn die Kolonialherren in Nordafrika und das vor nicht ewiger Zeit? Richtig, wir Europäer! Und wer hat die Waffen zum Teil geliefert und sich eine goldene Nase an den Regimen verdient? Auch wir Europäer. Also hat Europa schon etwas in der Gegend verloren uns sollte alles daran setzen, dass Ruhe herrscht und nicht alle hierher flüchten.


07.03.2011 20:45    |    tino27

Ich hatte heute die Möglichkeit zu Hause Phoenix zu schauen. Da wird bei "vor Ort" sehr gut über die aktuelle Lage berichtet.

 

Es ist echt Wahnsinn, wie euphorisch die Leute da an die Front fahren. Teilweise ohne Waffen oder nur mit Messern. Alte Flakkanonen werden in Eigenregie auf Privatautos geschraubt. 17-Jährige melden sich freiwillig und fahren mit einem normalen Pkw und Kalaschnikow in der Hand an die Front. In den Reihen sind alte Generäle und desertierte Soldaten. Die Freiwilligen haben wenn überhaupt eine einwöchige Einweisung in der Panzerfaust oder anderen schweren Waffen bekommen.

 

Den Ruf nach Luftunterstützung aus dem Westen gibt es nur vereinzelt. Und genau deswegen wird man sich wohl auch weiter raushalten.


08.03.2011 01:10    |    andyrx

peinlich,peinlich--> http://nachrichten.t-online.de/.../index

 

mfg Andy


08.03.2011 13:53    |    tino27

Franzosen und Briten sprechen sich für eine Flugverbotszone aus. Gestern sprach sich auch ein Experte dafür aus, dass die ägyptische Armee eingreift, da sie sich in dem Gebiet auskennt, die Sprache spricht und nicht als Besatzer angesehen würde.

 

Derweil kommen die ersten Awacs zum Einsatz und überwachen den Luftraum.

http://www.stern.de/.../...der-nato-haben-libyen-im-blick-1661132.html

 

Es gibt bei Youtube einige Filme, die gut die Dramatik und die Situation widerspiegeln.

 

http://www.youtube.com/watch?v=cTB84L-odQo

http://www.youtube.com/watch?v=zRdBkkbVkOQ

http://www.youtube.com/watch?v=S2lXxbceUw8

http://www.youtube.com/watch?v=t7-3wbyN_Ns


08.03.2011 13:54    |    uwe1967

Hallo,

persönlich denke ich das der Westen schon viel zulange bei der Auseinandersetzung zusieht.Dieser Diktator spielt Gott und entscheidet willkürlich über Leben und Tod,deshalb sollte die Nato endlich handeln,Verhandlungen mit einem solchen Menschen führen doch zunichts,ausser das unschuldige Menschen Ihr Leben verlieren.Zumindest sollte die Nato dafür sorgen,das kein Miltärflugzeug oder Hubschrauber in den Himmel steigen kann und wenn dieser Diktator eben nicht aufgeben will.sollte man eben dessen Stützpunkte mit Marschflugkörpern beschiessen,den ich denke die Nato weiss genau wo sich dieser Feigling versteckt und man sollte Ihn zur Aufgabe zwingen.......jedenfalls für´s Zuschauen und Verhandeln ist schon lange zu spät.....

Mit diesem Terroristen hat man schon zulange verhandelt und das Ergebnis bekommen Wir ja gerade vor Augen geführt

 

gruss Uwe


08.03.2011 14:02    |    tino27

Das Problem bei aktiven Luftangriffen der NATO ist wohl, dass es zivile Opfer geben könnte. Und es gibt eben einen Unterschied zwischen zivilen Opfern durch Gadaffi und durch NATO-Waffen. Es ist Gadaffi aber zuzutrauen, dass er Luftabwehrstellungen und andere Einheiten in Wohngebiete verlegt.

 

Was die libyschen Soldaten angeht, bin ich der Meinung, dass sie leider wählen müssen, ob sie durch Gadaffis Hinrichtungstrupps sterben oder durch westliche Waffen. Leider werden viele Söhne verschleppt und gezwungen, für Gadaffi zu kämpfen.

 

Angeblich soll Gadaffi auch Boote an Flüchtlinge ausgeben, um den Westen zu lähmen.


10.03.2011 22:00    |    tino27

Wie gerade im heute Journal berichtet wurde, soll auch die USS Harry Truman mit ihrem Verband vor die Küste von Libyen verlegen.

 

http://de.academic.ru/.../uss_harry_s._truman_cvn-75.jpg

http://xpda.com/junkmail/junk168/050208-N-4584T-002.jpg


13.03.2011 13:31    |    Drahkke

Momentan bin ich erstaunt darüber, wie schnell so ein Thema aus den Medien verdrängt wird, wenn es anderswo auf der Welt noch dramatischer zugeht....


13.03.2011 13:46    |    tino27

Ja, leider. Es war mir zwar klar, dass sowas passieren wird, aber das die Medien so gut wie gar nicht mehr über Libyen berichten, finde ich bedenklich.

 

Die letzte Neuigkeit in dieser Sache ist wohl, dass jetzt die arabische Liga ein Flugverbot fordert. Wohl auch, weil diese ihre Ölproduktion erhöhen mussten, um den Preis nicht zu hoch schnellen zu lassen.


18.03.2011 00:08    |    tino27

Die UNO hat ein Flugverbot gebilligt.

 

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,751631,00.html

 

Damit steht den Mitgliedsländern zu, dieses Flugverbot mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mittel durchzusetzen.

 

Ich persönlich begrüße diesen Entschluß. Die Entscheidung wird aber wohl etwas zu spät kommen.


18.03.2011 12:43    |    andyrx

18.03.2011 16:34    |    tino27

Die aktuelle Entwicklung konnte man so wohl nicht erwarten. Aber ich denke, jedem ist klar, dass sich Gaddafi mit seinem verkündetem Waffenstillstand nur Zeit verschaffen will.

 

Mich verwundert etwas, dass gerade Frankreich so auf einen Angriff erpicht ist.

 

In diesem Artikel werden noch einmal die aktuellen einsetzbaren Kräfte aufgelistet.

 

Großbritannien hat zwei Fregatten vor der libyschen Küste, die "HMS Westminster" und die "HMS Cumberland". Auf Malta stehen "Chinook"-Hubschrauber und Aufklärungsflugzeuge bereit. Die ersten Luftangriffe würden wohl "Tornado"-Bomber fliegen, die gerade aus Schottland und Norfolk ins Mittelmeer verlegt werden. Auch der Einsatz von Jets vom Typ Eurofighter "Typhoon" ist wahrscheinlich. Sie könnten vom sizilianischen Sigonella abheben - keine 500 Kilometer von Tripolis entfernt. Auch die Nato-Basis Souda auf Kreta gilt als möglicher Startplatz.

 

Frankreich hat mehrere Stützpunkte an der Mittelmeerküste und auf Korsika. Außerdem liegt der Flugzeugträger "Charles de Gaulle" mit 35 Kampfflugzeugen vom Typ "Rafale" und "Super-Etendard" im Mittelmeer.

 

Belgien kündigte an, sechs F-16-Bomber schicken zu wollen.

 

Spanien bot Flugzeuge und Schiffe sowie die Nutzung der Flughäfen Rota und Morón in Andalusien an.

 

Auch Italien bot seine Stützpunkte an.

 

Die USA haben zwei Geschwader mit insgesamt 40 F-16-Flugzeugen im italienischen Aviano stationiert. Vor der libyschen Küste kreuzen der Hubschrauberträger "USS Kearsage" mit 22 Schwenkrotorflugzeugen vom Typ V-22 "Osprey" und fünf "Harrier"-Senkrechtstartern. Dazu kommen drei Zerstörer, ein amphibisches Landungsschiff und das Atom-U-Boot "USS Providence" mit "Tomahawk"-Marschflugkörpern an Bord. Die neuen F-22 "Raptor" Stealth Fighter könnten zum ersten Mal zum Kampfeinsatz kommen. Sie müssten allerdings erst aus Virginia nach Italien verlegt werden. Auch Drohnen vom Typ "Predator" und "Raptor" stünden bereit. Einen Flugzeugträger haben die USA nicht vor Ort. Die "USS Enterprise" ist gerade auf dem Weg vom Roten Meer in den Golf von Aden und entfernt sich damit von Libyen.

 

Zwei arabische Länder wollen bei der Überwachung der Flugverbotszone helfen. Eins ist Katar, der andere Name ist noch nicht offiziell bekannt. Experten tippen auf die Vereinigten Arabischen Emirate. Libyens Nachbar Ägypten, der eine große Luftwaffe unterhält, scheint sich hingegen mit Waffenlieferungen an die Rebellen in Bengasi begnügen zu wollen.


18.03.2011 23:52    |    tino27

Mal einige Auszüge aus der UN-Resolution 1973.

 

Acht Seiten enthält die UN-Resolution 1973. Ein Flugverbot über Libyen war ursprünglich angestrebt, doch das weitgehende Papier lässt sogar Angriffe zu, sofern das dem Schutz der Zivilisten dient. Lesen Sie hier die wichtigsten Passagen:

 

Ziffer 1 "fordert einen sofortigen Waffenstillstand und ein völliges Ende der Gewalt und aller Angriffe und Misshandlungen von Zivilisten".

Ziffer 4 "autorisiert die Mitgliedsstaaten, national oder in regionalen Organisationen zu handeln ... und alle nötigen Maßnahmen zu ergreifen, um Zivilisten und zivil bewohnte Gebiete in der Republik Libyen, einschließlich der Stadt Bengasi, die angegriffen werden, zu schützen. Das schließt eine Besatzungstruppe in jeder Form und auf jedem Teil der Republik Libyen aus".

Ziffer 5 "erkennt die wichtige Rolle der Arabischen Liga im Zusammenhang mit Frieden und Sicherheit in der Region an".

Ziffer 6 "verhängt eine Flugverbotszone für alle Flüge im Luftraum über der Republik Libyen zum Schutze von Zivilisten".

Ziffer 13 verschärft das vor drei Wochen verhängte Waffenembargo. Alle Mitgliedsstaaten haben jetzt mehr Vollmachten bei der Kontrolle von Schiffen und Flugzeugen.

Ziffer 16 "verurteilt die anhaltende Einreise von Söldnern in die Republik Libyen und ruft alle Mitgliedsstaaten auf... die Versorgung der Söldner zu verhindern".

Ziffer 19 "fordert das Einfrieren aller Konten und wirtschaftlicher Ressourcen auf den Gebieten der Mitgliedsstaaten, die den libyschen Behörden oder den (im Anhang genannten) Personen gehören".

Ziffer 22 verhängt Reiseverbote für die libysche Führung.

Ziffer 24 "fordert den Generalsekretär (Ban Ki Moon) auf, für ein Jahr eine Gruppe von acht Experten einzusetzen", die die Sanktionen beobachten und die Vereinten Nationen beraten sollen.

 

Die Resolution schließt mit der Liste der Männer und Organisationen, die von den Sanktionen berührt werden. Neben Muammar al-Gaddafi sind auch seine Söhne dabei, Minister, der Chef des militärischen Nachrichtendienstes und andere Funktionäre.

Quelle: http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/9/0,3672,8223369,00.html


20.03.2011 13:52    |    tino27

Seit gestern Nachmittag läuft nun Operation Odyssey Dawn.

 

Vor allem Franzosen (Rafale) und Engländer sind mit ihrer Luftwaffe aktiv geworden. Die USA setzen bisher zum größten Teil auf Tomahawk.

 

Spiegel Online hat einen guten Ticker mit aktuellen Meldungen.

 

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,752031,00.html


20.03.2011 13:57    |    Drahkke

Das war zu erwarten. Der Diktator hat den Bogen eindeutig überspannt.


20.03.2011 14:06    |    andyrx

hoffentlich setzt man dem Treiben dieses Despoten zügig ein Ende.....der ist Größenwahnsinnig und der Realität entrückt:eek:

 

mfg Andy


22.03.2011 15:31    |    tino27

Eine Auflistung des aktuellen Militäraufgebotes. Quelle: dpa

 

USA: Zwei Zerstörer im Mittelmeer ("USS Barry" und "USS Stout"), zwei Kriegsschiffe für amphibische Operationen ("USS Kearsarge" und "USS Ponce"), ein Feuerleitschiff ("USS Mount Whitney") und das U-Boot "USS Providence". Darüber hinaus fünf F-18-Kampfbomber, zwei Transportflugzeuge vom Typ C-17 und eines vom Typ C-130 auf dem Luftwaffenstützpunkt Aviano in Italien.

 

Großbritannien: Die Fregatten "HMS Westminster" und "HMS Cumberland" sowie eine unbekannte Zahl von Tornado- und Eurofighter-Kampfjets auf dem Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern.

 

Frankreich: Der Flugzeugträger "Charles de Gaulle", die Fregatten "Jean-Bart", "Forbin", "Dupleix", "Aconit" und der Versorger "La Meuse". Ferner acht Kampfflugzeuge vom Typ Rafale und vier vom Typ Mirage.

 

Kanada: Fregatte "HMCS Charlottetown" und sechs F-18 Kampfbomber auf italienischen Luftwaffenstützpunkten.

 

Dänemark: Sechs F-16-Kampfflugzeuge auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Sigonella auf Sizilien.

 

Italien: Hat die Benutzung von sieben Luftwaffenstützpunkten im eigenen Land angeboten und hält vier Kampfflugzeuge vom Typ Tornado sowie den Flugzeugträger "Giuseppe Garibaldi" mit acht weiteren Flugzeugen bereit.

 

Belgien: Sechs F-16-Jagdflugzeuge auf der griechischen Peloponnes sowie ein Minenjagdboot.

 

Spanien: Vier F-18-Kampfjets, eine Boeing 707 zur Luftbetankung und ein Flugzeug zur Luftraumüberwachung, ferner ein U-Boot und eine Fregatte. Die Luftwaffenstützpunkte Rota und Moron de la Frontera wurden zur Benutzung freigegeben.

 

Norwegen: Sechs F-16-Kampfflugzeuge auf der griechischen Insel Kreta und auf Sardinien.

 

Katar: Will mit seiner Luftwaffe an der Militäroperation teilnehmen. Wie viele Flugzeuge und Piloten das arabische Golfemirat beisteuert, ist noch unbekannt.

 

Scheinbar haben die USA eine F-15E verloren.


23.03.2011 20:35    |    tino27

Laut Medienberichten soll die libysche Luftwaffe bereits geschlagen sein. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,752832,00.html

 

Während dessen zieht Deutschland seine Marineeinheiten aus dem Mittelmeer ab. Wie ich gestern sehen konnte, ist das Ansehen von Deutschland in Libyen stark beschädigt worden. Teilweise wurden den Reportern in den Hotels keine Zimmer angeboten und sie hatten Probleme an den Grenzen.

 

Es gibt viele Stimmen, dass man hätte für die Resolution stimmen können, ohne sich zubeteiligen. Also klare Position beziehen, aber trotzdem nicht mitmachen, mit der Begründung, dass die Bundeswehr an ihrer Kapazitätsgrenze ist, was nicht mal gelogen wäre.

 

Bei Frankreich hab ich den Eindruck, dass diese ihren 6 Mrd Flugzeugträger mal zum Einsatz bringen wollen oder sich in eine gute Ausgangslage für Verhandlungen mit einem Libyen nach Gaddafi bringen wollen.


27.03.2011 13:53    |    tino27

Mittlerweile rücken die Rebellen wieder gen Westen. Das aber nur, weil einige Staaten ihre Aufgabe etwas übererfüllen. Ohne Angriffe auf Bodeneinheiten würde es wohl für die Rebellen nicht so gut aussehen.

 

Die Angriffe auf die Staatsarmee sind exakt und präzise und Gaddafi versucht krampfhaft, zivile Opfer vorzuzeigen. Diese präzisen Luftschläge werden es wohl auch sein, welche langsam die Staatstruppen demoralisieren.

 

Luftschlag auf BMP1/2

Luftangriff auf Panzer

 

Immer wieder sind auch Tunguska Luftabwehrpanzer zu sehen, doch diese scheinen keine Wirkung zu zeigen. http://www.youtube.com/watch?v=Jrgw3nPXvME

 

Derweil soll Brega wieder eingenommen sein. Karte http://nachrichten.t-online.de/.../index

 

Obama sagte nun, dass man an die Rebellen Waffen liefern möchte und die Briten wollen die Rebellen ausbilden. Man kann nur hoffen, dass dies kein zweites Afghanistan wird.


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