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Tinos Stammtisch

12.03.2009 22:31    |    tino27    |    Kommentare (6)

Im schlechtesten Fall sieht es so ausIm schlechtesten Fall sieht es so aus

Ich möchte mich heut noch mal einem Problem widmen, von dem jeder meint, er macht es richtig und trotzdem sieht man jeden Tag Leute, die es scheinbar noch nicht gerafft haben.

Normalerweise ist es ganz einfach. Man fährt bis ganz vorn durch und fädelt sich da zusammen. Einer von links, einer von rechts, einer von links, einer von rechts, usw. - eigentlich ganz einfach. Trotzdem gibt es immer noch Leute die gerade vor Baustellen schon bei 600m anfangen sich einzufädeln. Und welche bei 400m, andere bei 200m und der Rest ganz vorn. Was dabei im schlechtesten Fall passiert, hab ich mal grafisch dargestellt.

 

Normalerweise müsste in der Baustelle am Ende zwischen beiden grünen Fahrzeugen ein anderen Fahrzeug sein. Es sei denn, bei 600m fädelt schon einer ein. Bei 400m fädelt wieder jeweils ein Fahrzeug ein. Bei 200m noch mal und ganz vorn auch noch. Am Ende befinden sich statt einem ganze 15 Fahrzeuge zwischen den zwei grünen Autos. Was das bedeutet kann man an jeder Baustelle beobachten. Meistens fließt die Spur, die einfädelt, schneller. Dies ist auch meistens die linke Spur. Wenn beide Spuren sich je zu einem Fahrzeug fädeln würden, müsste die rechte Spur normalerweise schneller laufen, da rechts nun mal LKWs sind und diese abwechselnd mit Autos der linken Spur mehr Platz freigeben.

Das größte Problem aber ist, dass das schnellere fließen der linken Spur den Effekt hat, dass in zwei und mehr Kilometer Entfernung viele von der rechten auf die linke Spur springen. Dadurch wird man auf der rechten Spur quasi umfahren.

 

Jetzt gibt es verschiedene Versuche dem entgegen zu wirken. Das Erste ist die Aufforderung „Reisverschluss erst in 600m“. Das nächste Mittel ist die Gleichberechtigungsnummer. Man gestaltet die Spuren so, dass sich beide gleichberechtigt in der Mitte treffen und leitet dann die gefädelte Spur weiter. Wo das nicht möglich ist, gibt es neuerdings noch den Trick, dass man ca. einen Kilometer vorher zwischen die Fahrstreifen eine durchgezogene Linie malt, die erst ein paar Meter vor der Einengung endet. Man versucht also die Leute auf ihrer Spur zu halten, in dem man das Verbot anwendet, durchgezogenen Spuren nicht zu überfahren.

 

Egal wie viel man versucht, es wird wohl immer Leute geben die das einfache System nicht verstehen.


12.03.2009 22:37    |    terorcops

man du hast echt langeweile :-D. Nein mal ehrlich, schön das es noch Menschen gibt, die Ihren Kopf ab und zu einschalten...


13.03.2009 00:52    |    meehster

Den Kopf einschalten - das ist für (zu) viele Verkehrsteilnehmer ein echtes Problem. Dies ist ein gutes Beispiel.

 

Das mit den durchgezogenen Linien finde ich übrigens suboptimal, da ich vorher meist rechts unterwegs bin und dann den Stau der Dummen gern überhole.


04.07.2009 10:30    |    Stan73

Wenn man alle 10 Jahre eine (verkürzte) Führerscheinprüfung ablegen müsste, dann würde es das Problem nicht geben. Die meisten Leute verhalten sich im Straßenverkehr nicht korrekt, weil sie die Verkehrsregeln nicht (mehr) beherrschen.


15.11.2009 18:36    |    Trackback

Kommentiert auf: Meehsters gesammelte Erfahrungen:

 

Reißverschlußverfahren, unnötiger Stau, Meehsterchen und die Polizei

 

[...] Interessant.

 

Ein Thema, was viele erregt.

 

Hab dazu schon vor nem halben Jahr mal was geschrieben.

 

Bitte einfädeln lassen

[...]

 

Artikel lesen ...


19.11.2009 01:53    |    Trackback

Kommentiert auf: Meehsters gesammelte Erfahrungen:

 

Reißverschlußverfahren, unnötiger Stau, Meehsterchen und die Polizei

 

[...] hier schon mal aufgeführt, wie die Straßenmeistereien versuchen gegen die Früheinfädler zu kämpfen.

 

http://www.motor-talk.de/.../bitte-einfaedeln-lassen-t2193101.html

 

Früher einfädeln vorm Kopf der Schlange? Aber wo ist früher? Man muss einen festen Punkt definieren [...]

 

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30.06.2011 10:17    |    ne1cn1

Das mit dem Einfädeln lassen, hat weniger was mit Unwissenheit oder Dummheit zu tun, sondern vielmehr mit Egoismus. Viele sind einfach angepisst, wenn man es wagt sie zu "überholen" um dann vor ihnen einzufädeln. Erst gestern hab ich das wieder erleben müssen, als ein LKW-Fahrer einem vorausfahrenden Holzlaster bis auf einen Meter aufgefahren ist, nur damit ICH janicht auf die Idee komme, vor ihm einzufädeln. Das ist nicht nur kreuzgefährlich, sondern auch völlig inakzeptabel. Der Effekt ist: Is muss abbremsen und verursache somit Stau. Es ist halt schwierig, wenn den meisten Leuten den ganzen Tag ihre eigene Arroganz im Weg steht. Aber da meine ich sollte man den Hebel anseten. Verkehrschilder, Verbote, Gebote und durchgezogene Linien helfen nichts, wenn man nichts damit anzufangen weiss.


Deine Antwort auf "Bitte einfädeln lassen"

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