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MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

14.09.2020 15:28    |    AOLM    |   Stichworte: B6/3C, Passat, VW

Wie alle 15 jährigen, hat der Passat in seinem zarten Alter auch Pickel bekommen.

Sieht nicht schön aus, braucht keiner, muss weg.

 

Die erste Problemzone habe ich an der Frontscheibe unter, bzw.- hinter der seitlichen Leiste vorgefunden.

 

Also Leiste ab und so gut es geht Rost abschleifen.

 

Dann mit Rostumwandler behandeln, ca. einen halben Tag warten (chemische Reaktion braucht seine Zeit).

 

Dann mit Silikonentferner alles sauber machen und mit passender Farbe ausbessern.

Wieder warten und mit Klarlack versiegeln.

 

Ohne Klarlack fällt die nachgebesserte Stelle kaum auf.

Mit Klarlack fällt das leider mehr auf.

 

 

An den Rückleuchten der Heckklappe ging es dann weiter.

Handelt man hier rechtzeitig, kommt die Korrosion nicht in den sichtbaren Bereich der Heckklappe.

 

Wieder Kratzen und schleifen.

 

Rostumwandler und wirken lassen.

 

Mit Farbe nachbessern und trocknen lassen.

Klarlack und wieder warten.

 

Mit etwas Glück, bleibt die Reparatur unbemerkbar.

 

Auf die nächsten 15 :cool:


07.09.2020 15:38    |    AOLM    |   Stichworte: 1 (1T), Touran, VW

MKB: CAYC

GKB: MFR

 

Die Besonderheit bei dieser Motor/Getriebe-Kombination ist, ein schräg verbautes Getriebe. Wie auch hier: KLICK

 

Die Unterschiede zum Link oben, sind ein Schluck mehr Öl.

Laut VW sollen es insgesamt 2,3L sein, rausgekommen sind 2L, mehr als 2,1L habe ich nicht rein bekommen.

 

Habe noch ein Blog zum Thema Touran und Getriebeölwechsel gefunden: KLICK

 

Ein Paar Bilder:

 

Die fehlenden Infos sind in den beiden Links oben zu finden.

 

Adios.


10.08.2020 08:55    |    AOLM    |    Kommentare (0)    |   Stichworte: Easy Klima, Klimaanlage, selbst befüllen, Sonstiges

Habt Ihr Erfahrungen mit Selbstbefüllung der Klimaanlage?

Easy Klima SetEasy Klima Set

Servus,

ich möchte hier mal sowas wie eine anonyme Umfrage zum Thema Selbst-Befüllung der Klimaanlage starten.

Videaos zum Thema gibt es ja zu Hauf: KLICK

 

Edit:

Bin in der Zwischenzeit was das "Kühlschrank-Gas" angeht schlauer geworden.

Es eignen sich anscheinend viele Gase für die Befüllung der Klimaanlage, alle mit diversen Vor- und Nachteilen, u.a. Klimaverträglichkeit versus Entzündbarkeit Link

 

Hier ein informationsreicher, langer Thread zum Thema: KLICK


02.06.2020 12:32    |    AOLM    |   Stichworte: 454, Außenspiegel, Blinker, Blinkleuchte, ersetzen, Forfour, Smart

Es handelt sich hier um einen mechanischen Außenspiegel, d.h. ohne elektrische Verstellung und ohne Spiegelheizung.

Es gibt im 44-forum bereits eine Anleitung mit Spiegelglas abbauen, Spiegelträger entfernen, Innenverkleidung lösen und Kabel durchfädeln.

Hier wurden all diese Schritte weggelassen.

 

Defekter Blinker:

 

Die Kappe ist geklipst und muss gerade, nach vorne raus. Mit eingeklappten Spiegel geht das besser.

 

Der Blinker ist auch geklipst. Im oberen Bereich ist die Arretierung erkennbar, einfach raushebeln.

 

Nun ist die Steckverbindung des Blinkers sichtbar.

Den Stecker durch die Öffnung, wo die Züge und Kabel verlegt sind, nach außen raushebeln.

 

Wahrscheinlich existiert diese Steckverbindung nur bei den im Werk verbauten Außenspiegeln, oder wurde später weg rationalisiert.

Die neuen Blinkleuchten müssen ohne den zusätzlichen Stecker auskommen.

 

A454 820 08 21 -> Blinkleuchte rechts für mechanische Außenspiegel

A454 820 10 21 -> Blinkleuchte rechts für elektrische Außenspiegel

 

Hier wurde eine elektrische Variante preiswert online erstanden.

 

Die Steckverbindung lösen.

 

Da die neuen Varianten ohne Steckverbindung auskommen, habe ich hier die Verbindung auch stoffschlüssig verbunden.

Dazu den vorhandenen Stecker abknipsen und abisolieren. Blinker vom Kabelbaum trennen, nicht ganz so kurz, etwas Kabel dran lassen.

 

Die beiden abisolierten Kabel am Fahrzeug, nach vorne durch die rechteckige Öffnung rausziehen und dann erst verlöten und mit Schrumpfschlauch isolieren.

 

Funktion prüfen und zusammen bauen, alles einfach nur einrasten.

 

Fertig.


27.01.2020 14:07    |    AOLM    |   Stichworte: 3C, 3c/B6, 3C (B6), Aggregatenträger, aggregateträger, B6/3C, Bowdenzug, Passat, Passat 3C/B6, Türaggregatträger, Türschloss, Türverkleidung, VW, VW-Passat, Wechsel, wehseln

Wie das Türschloss vorne gewechselt wird, ist hier am Beispiel der rechten Tür beschrieben: KLICK

 

Hier, gleiches Fehlerbild. Nach der Verriegelung und anschließender Entriegelung, ließ sich die Tür nur von Innen öffnen. Also ein mal Türschloss neu.

 

Da die Handgriffe im obigen Link erläutert sind, jetzt in Kurzfassung.

 

Hier noch die hintere Tür: KLICK

 

Mit einem Kunststoffkeil die Griffschale heraushebeln

 

Drei Torx-Schrauben raus

 

Türverkleidung nach oben aus dem Fensterschacht ziehen, noch nicht entfernen

Die beiden Abdeckkappen am Aggregateträger entfernen, Zündung anmachen und die Scheibe so weit absenken, bis die beiden Klemmschrauben zu sehen sind

 

Jetzt Seilzug am Türöffner aushängen und Stecker vom Türsteuergerät abziehen. Die Türverkleidung entfernen

 

Abdeckkappe entfernen und die Sicherungsschraube für Schließzylinder entfernen

Das ist die Schraube, die weiter unten und weiter innen liegt.

 

Nun die zweite, obere, außenliegende Sicherungsschraube (siehe auch Link oben):

Die Gummikappe entfernen, am Türgriff ziehen und festhalten, gleichzeitig die Torxschraube, die sich hinter der Gummikappe befindet vorsichtig herausdrehen bis der Türgriff nicht mehr wieder rein federt.

Jetzt das Schließzylindergehäuse anfassen, rausziehen und dabei die Schraube weiter vorsichtig raus drehen. Wenn der Schließzylinder draußen ist, die Schraube nicht mehr weiter drehen.

 

Die beiden Vielzahnschrauben aus dem Türschloss herausdrehen (20 Nm)

 

Nun die beiden Außentorxschrauben lösen (Achtung: Linksgewinde (8 Nm) im Uhrzeigersinn drehen)

Tipp: wer keine Außentorxnuss hat, eine 4er Nuss passt auch.

Anschließend die Scheibe vorsichtig nach oben ziehen und befestigen

 

Aggregateträger von der Tür lösen.

- Jetzt den Aggregateträger erst nach oben schieben,

- dann unten aus dem Türrahmen herausziehen, der untere Teil des Fensterhebers muss auch aus dem Türrahmen rausschauen

- jetzt den Aggregateträger schräg nach unten, in Richtung A-Säule ziehen. Der obere Teil des Fensterhebers mussdabei zuerst herausgezogen werden und anschließend das Türschloss

 

Jetzt kann das Türschloss getauscht werden.

 

Ich habe zusätzlich das Türblech von innen gegen Rost konserviert und die Gleitschienen des Fensterhebers geschmiert

 

Seilzug mit Kriechöl geflutet

 

Dann in umgekehrter Reihenfolge alles wieder zusammen bauen

 

Da der Lack am Innengriff sich angefangen zu lösen hat, wurde der Innengriff gleich mit gewechselt

 

Dazu die den Stecker rausziehen

Die Torxschraube auf der Rückseite der Verkleidung rausschrauben

Die Befestigungsnasen oben und unten vorsichtig auseinander drücken und den Griff aus der Verkleidung ziehen

 

Die Griffe gibt es je nach Baujahr in verschieden Ausführungen. Glänzend und Matt, sowie Schlüssel und Schloss Symbole.

Man kann den Taster auch im Griff tauschen

 

Da die bald 15 Jahre Nutzung an der Griffschale nicht spurlos vorbei gegangen sind und der Softlack an der Griffschale auch ab war, wurde diese auch gleich ersetzt (3C1867171B 1QB)

 

Finito.


17.01.2020 15:14    |    AOLM    |   Stichworte: ausbauen, B6, B6/3C, Gasdruckfeder, Heckklappe, Passat, VW 3C, Wischerarm

Um einen defekten Wischerarm an der Heckscheibe auszubauen, die Abdeckkappe hochklappen und vom Wischerarm abziehen.

 

Die Verschraubung mit Kriechöl einsprühen, etwas Einwirkzeit abwarten und die 13er M8 Sechskantbundmutter (N106092204) abschrauben.

 

Um den Abzieher ansetzen zu können, den Spritzdüse (3B9955985A) rausziehen und eine längere/höhere Mutter (um die Aufnahme für den Sprühkopf nicht zu beschädigen) ein Paar Gewindegänge aufschrauben.

 

Aufnahme reinigen.

 

Falls der Dichtungsring und die Kunststoffhylse (6Q6955758) durch die lange Nutzung auf der Welle nach außen rausgerutscht sind, alles reinigen, mit Öl benetzen, wieder einsetzen und vorsichtig wieder rein drücken.

 

Scheibenwischerblatt (3C9955425 [280mm]) trennt man vom Wischerarm (6Q6955707C), in dem man die Aufnahme nach außen zieht und den Wischer runter (in Federrichtug) drückt.

 

Einen neuen Wischerarm mit 12 Nm anziehen.

Dafür entweder den Spritzdüse raus ziehen, oder eine etwas längere 13er Nuss nehmen.

 

Funktionstest durchführen, ggf. neu ausrichten.

 

Abdeckkappe (6Q6955435B) wieder aufstecken, fertig.

 

________________________________________

 

 

Für den Austausch der alten oder defekten Gasdruckfedern ist eine zweite Person hilfreich.

Man kann es aber auch alleine tauschen, dafür sollte alles vorbereitet und griffbereit im Kofferraum liegen.

 

Mit einem kleinen Schraubendreher den Sicherungsbügel etwas anheben und die Gasdruckfeder von dem Kugelzapfen abziehen. Falls man alleine arbeitet, erst den unteren, dann den oberen.

Ggf. die Kugelzapfen vom Dreck befreien und etwas einschmieren.

 

Dann die Aufnahmen der neuen Gasdruckfedern (in dem Fall 2x 550N Originalteilenummer: 3C9827550A) an der Heckklappe ausrichten, auf die Kugelzapfen aufdrücken und Sicherungsbügel einrasten.

 

Das Gleiche auf der anderen Seite.

Funktionstest. Fertig.


05.12.2019 14:43    |    AOLM    |   Stichworte: 1 (V), Öldichtung, S40, Thermostat, V40, Volvo, Zündkabel, Zündspulen

Es handelt sich hier um einen B4204S Motor (2.0 Liter 136 PS).

Das Auto zuckte leicht, wenn man im etwas niedrigeren Drehzahlbereich zu viel gas gegeben hat. vor allem im zweiten Gang. Mit etwas zurückhaltendem Gasfuß bei der Beschleunigung lief der aber ganz gut.

Ich interpretierte das als Fehlzündungen.

In der Dunkelheit die Zündkabel beobachtet, alles OK. Also die Zündspulen als Verursacher ausgemacht.

 

Also beide Doppelzündspulen bestellt und gewechselt.

Das Phänomen Zuckungen blieb aber leider bestehen :mad:

 

Da die Zündkerzen noch relativ frisch waren, dann doch die Zündkabel gekauft und ausgewechselt.

Seit dem schnurrt die Zündung wieder :)

Die alten Zündkabel waren noch die ersten und 23 Jahre alt :eek:

 

Dann fiel mir auf, dass die Kühlwassertemperatur nur bis ca. 75°C anstieg.

Also einen neuen Thermostat bestellt. Der Einbau ist bei diesem Motor, ein Kinderspiel.

 

Da der Motor im oberen Bereich mit Öl versifft war, die Öldeckeldichtung gleich mit getauscht.

 

Die Zugänglichkeit an diesem Motor ist ein Traum, nicht mit den Neuen zu vergleichen.

Anbei noch ein Paar Fotos.

 

Motorabdeckung abbauen (Torx T30)

 

Zündkabel, Zündspulenstecker und Zündspulen ab und neue drauf (Innensechskant H3)

 

Da dies nicht geholfen hat, nun die Zündkabel ab.

Wie gehabt, Motorabdeckung, dann Zündkabel an Zündspule und Zündkerzen abziehen und durch Neue ersetzen (auf die Längen achten).

 

Da der Thermostat bei diesem Motor sich fast an der höchsten Stelle befindet, habe ich die Kühlschläuche nicht abgedrückt.

Einfach Thermostatgehäuse lösen (Torx T40), Thermostat durch einen Neuen schnell austauschen und wieder festziehen. Es läuft nicht ganz so viel Kühlwasser raus.

 

Dann Temperatur und Lüftungsstufe auf Max. und mit etwas erhöhter Drehzahl den Motor auf Betriebstemperatur bringen, bis der Lüfter vorne anläuft.

In meinem Fall war es etwas kalt draußen, dann den Motor auf ca. 90 °C bringen und den oberen Kühlerschlauch vorsichtig anfassen, bis der auch heiß wird und damit die Luftblase rausgedrückt wurde.

 

Nun abwarten bis die Kühlflüssigkeit etwas abkühlt und die fehlende Kühlflüssigkeit nachfüllen.

Der Volvo hat die grüne Kühlflüssigkeit, ich hatte nur die Schweinchenrosa da.

Die beiden Sorten nicht vermischen.

Volvo schreibt eine -30 °C Mischung vor, die vorhandene lag bei ca. -35 °C. Also habe ich einfach mit Wasser verdünnt.

 

Und zuletzt die Dichtung am Öldeckel getauscht und den Motor etwas gereinigt.


16.09.2019 15:32    |    AOLM    |   Stichworte: 1 (V), 96er, Außenspiegel, beheizbare, Buchsen, Inspektion, Reparaturen, S40, Schaltgestänge, V40, Volvo

Buchsen am Schaltgestänge

 

Komfort ist ja meistens nicht die Stärke der älteren Autos.

Mich hat die Schaltung, bzw. eigentlich nur das Einlegen des ersten Ganges mit der Zeit beim Volvo immer mehr gestört.

Also kurz gegoogelt und mehrere Beiträge zum Thema "ausgeleierte Schaltbuchsen am Volvo V40 / S40" gefunden.

Also ein Schaltbuchsen-Set bestellt und recht schnell und einfach eingebaut.

 

Die vordere Abdeckung ab

 

Ich habe mit der hinteren Buchse angefangen

 

Etwas Korrosionsvorsorge

 

Und zur Sicherheit etwas Schraubensicherung.

 

das Gleiche vorne

 

Die vordere Buchse sitzt sehr stramm. Um die rein zu bekommen, habe ich ein Paar Unterlegscheiben und eine Rohrzange verwendet.

 

Keine Ahnung warum so viele Buchsen im Set sind (evtl. andere Modelle). Ich konnte nicht finden wo die restlichen Buchsen noch eingebaut werden könnten.

 

Der erste Gang geht jetzt auf jeden Fall besser rein. der Übeltäter war wohl die vordere Buchse.

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Beheizbare Außenspiegel

 

Hätten die Außenspiegel nicht das Symbol der Spiegelheizung, hätte ich wahrscheinlich nicht vermutet, dass ein Auto aus 1996 eine Außenspiegelheizung hat.

Da das Auto eine Limousine ohne Heckwischer ist, draußen steht und bei beschlagenen Spiegeln ein Spurwechsel eher suboptimal ist, wollte ich wissen warum die Spiegeln nicht auftauen.

 

Also Außensiegeln zur besseren Handhabung nach unten und nach innen gefahren

 

Mit Kunststoffkeilen ausgehebelt

 

Heckscheibenheizung angemacht und durchgemessen. Die Zuleitungen waren schon mal in Ordnung. Damit ist Fehlersuche auch bereits abgeschlossen.

 

Die Stecker / Pins / Kontakte an den Spiegelgläsern hatten Wackelkontakte.

Mal gab es Kontakt beim hin und her biegen, mal nicht.

 

Also ein Paar neue beheizbare Spiegel gekauft, eingebaut und finito.

Beim Einbauen, nicht zu weit rechts und links drücken, sonst kann der Verstell-Hebel rausspringen. Kann man zwar wieder reindrücken, aber bei dem Alter kann es evtl. auch mal abbrechen.

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Kleine Inspektion

 

Da das Getriebe etwas zu feucht ist, noch schnell vorsorglich etwas Getriebeöl nachgefüllt.

 

Motoröl gleich mit gewechselt

 

Und den falschen Luftfilter durch den richtigen, schmäleren ersetzt.

 

Und noch einmal den alten, matten Unilack Midnight Blue 237 aufbereitet.


06.06.2019 13:50    |    AOLM    |   Stichworte: 1 (V), S40, V40, Volvo

Mir wurde ein 23 Jahre alter Volvo S40 2.0 100 KW angeboten, der zwar noch etwas Tüv hatte, aber nicht mehr fahrtauglich da stand.

Das Fahrzeug sollte eigentlich in die Presse, da es kein Autohaus In Zahlung nehmen wollte.

Das Auto kannte ich von früher. Der Motor und Karosserie waren soweit OK, also habe ich es kurzerhand für "Schrottpreis" übernommen. Mit dem Ziel, das Auto durch den Tüv zu bringen.

Es sollte sich herausstellen, dass es bei dem Fahrzeug in den letzten Jahren ein schöner Wartungsstau sich gebildet hat.

 

1. Eine neue Batterie musste her, die alte war tot. Da half auch Laden nicht mehr.

 

2. Die Führungsbolzen am Bremssattel hinten waren fest. War ein schöner Spaß die rauszubekommen.

Also gefeilt, geschliffen, alles gängig gemacht, geschmiert und Beläge neu.

 

3. Auspuff hatte mehr Ausgänge als Eingänge und bestand nicht aus einem, sondern aus zwei einzelnen Teilen (Bilder nachträglich ganz hinten eingefügt). Also auch, ab Kat einmal neu.

 

4. Am Scheinwerfer rechts blätterte die Reflektierende Schicht bereits ab. Also auch neu.

 

5. Schlüsselgriff war gebrochen und voll mit Kleberesten.

- Also die Reste von Kleber entfernt und mit schwarzen Isolierband den Griff annähernd in Ursprungsform gebracht.

- Die Reichweite der Funk-Fern-Bedienung betrug max. ein Meter vom Auto. Also die Knopfzellen auch neu.

 

6. Zwei von den Seitenbegrenzungsleuchten leuchteten nicht. Beim Ausbauen, brachen die Halter ab und das Leuchtmittel kann man an den Dingern nicht wechseln. Also auch hier zwei mal neu.

 

7. Beim Öffnen der Motorhaube musste man mit einer Hand erst den linken Scheibenwischerarm runter drücken um den nicht abzureißen.

- Also, durch Unterlegscheiben den Scheibenwischerarm etwas abgesenkt. Reichte nicht aus.

- Den Scheibenwischerarm an der Kontaktstelle beim Öffnen der Motorhaube am Gelenk so viel es ging an Material durch Feilen weggenommen. Reichte wieder nicht aus.

- Die Motorhaube hinten links am Scharnier wieder durch zusätzliche Unterlegscheiben angehoben. Jetzt kann man die Motorhaube wieder normal öffnen.

 

8. Die Ersatzradmulde glich einem kleinem Biotop. Die Rückleuchten waren nicht dicht. Rückleuchten abgebaut, die waren auch innen halb rot halb grün.

- Also die Rückleuchten gespült und sauber gemacht. Da die originalen Dichtungen den Dienst quittierten, habe ich im oberen Bereich zusätzlich Kompriband angebracht.

- Ersatzradmulde gereinigt, etwas nachlackiert.

- Ersatzrad nachlackiert.

 

9. Hab mich gewundert, warum beim Öffnen der Türen, im Innenraum das Licht nicht angeht.

- Teilweise mussten Leichtmittel gewechselt, teilweise nur die Kontakte nachgebogen werden.

- Das Gleiche im Handschuhfach.

 

Ebenso defekte Leuchtmitteln außen ersetzt, und/oder vergammelte Kontakte repariert (Standlicht, Rücklicht, Nebelschlussleuchte).

 

10. Eine Kennzeichenleuchte ging nicht und baumelte lose in der Heckklappe.

Die Halter der Kennzeichenleuchte waren abgebrochen.

Leuchtmittel getauscht und die Leuchte mit Haushaltsmitteln wieder an der Heckklappe befestigt.

 

Beim Bremsen in der Dunkelheit, war der ganze Fondbereich rot. Die dritte Bremsleuchte war nicht richtig befestigt, auch in Ordnung gebracht.

 

11. Parallel gebrauchte originale Stahlfelgen für Winterreifen besorgt und Winterreifen drauf gezogen, sowie zusätzlich originale Volvo Radzierblenden erworben.

 

12. Der Radioklang im Innenraum war bescheiden. Es hat sich herausgestellt, dass nur die Hochtöner im Armaturenbrett noch ganz waren.

Also vier neue Lautsprecher bestellt und eingebaut. Die Hochtöner habe ich abgeklemmt, ist mir persönlich zu hochtönig.

 

13. Die elektrische Antenne fuhr sehr langsam und schwergängig hoch und runter.

Also geschmiert, rein, raus sauber gemacht und die Prozedur solange wiederholt, bis die Antenne leichtgängig raus und rein fuhr.

- Ein Paar Tage später, dann die Überraschung.

Die Antenne war so leichtgängig geworden, dass der Antennenmotor beim Rausfahren der Antenne den Anschlag durgestochen hat und die Antenne komplett draußen war.

So eine Sch... :mad:

Also Kofferraumverkleidung raus, Antenne ausgebaut. Geguckt, ob da was zu retten ist.

Hab mich dann kurzerhand entschieden einfach ein Zahnrad aus dem Getriebe der Antenne zu entfernen, damit die Antenne nicht mehr automatisch, sondern von Hand raus und rein geschoben wird. Nun kann man wieder Radio hören.

 

14. An den Dachzierleisten löste sich stellenweise die Kunststoffbeschichtung. Das sah nach nichts aus.

Also komplett die Beschichtung abgekratzt, so dass es einheitlich aussieht.

 

15. Beim öffnen der Türen, klebten diese bei höheren Temperaturen an den Dichtungen fest. Beim Öffnen der Heckklappe, löste sich die Dichtung aus der Verankerung und hang an der Heckklappe.

Das konnte man recht einfach durch Impregnieren der Dichtungen abgestellt werden.

 

16. Sowohl die vordere, wie auch die hintere Heckschürze hatte Feindkontakt.

Günstigen Ersatz konnte ich leider nicht beschaffen.

Die vordere muss durch kaschieren mit schwarzem Panzerband auskommen.

Die hintere musste erst ausgebaut und zurecht gedrückt werden.

Dann ein Edelstahlblech zurecht innen angepasst und mit der Außenhaut zusammen genietet werden.

Bevor der verrostete Stoßstangenträger bei der HU als erheblicher Mängel eingestuft wird, in dem Zusammenhang gleich mit hübsch gemacht.

 

17. Die Außentemperaturanzeige hat gesponnen.

Sensor ausgebaut, Kontakte gereinigt. Mal sehen, ob das was gebracht hat.

 

18. Unterboden und Bremsleitungen von Rost befreit, lackiert und mit Unterbodenschutz versehen und das Getriebe mit Bremsenreiniger hübsch gemacht.

Davor:

 

Dannach:

 

19. Festgestellt, dass der Vorwärmschlauch zum Luftfilter fehlt.

 

Länge ermittelt und ergänzt.

 

20. Die Scheibenwaschdüsen gesäubert und eingestellt. Dabei festgestellt, dass das Auto einen Untermieter hatte.

 

21. Die Kiste poliert, Spinnweben entfernt (Bild nachträglich ganz hinten eingefügt), sauber gemacht und mich auf den Weg zum HU Prüfer gemacht.

 

Dann mit einem negativen Bescheid den Nachhauseweg eingeschlagen. :(

 

Ein Paar Sachen habe ich übersehen.

Also:

22. Der linke Scheinwerfer hatte keine deutliche Hell/Dunkel Abgrenzung.

Mittlerweile auch getauscht. Muss ich noch einstellen.

 

23. Eine hintere Koppelstange hatte leichtes Spiel.

Also gleich beide ersetzt.

 

24. Die vordere Bremse hatte außen noch reichlich Belag. Innen habe ich nicht geguckt, der Prüfer schon :eek:

Hier scheint die Sattelführung, zwar nicht ganz so schlimm wie hinten, aber auch schwergängig zu sein.

Wird demnächst gemacht.

 

25. Da das Getriebe recht nass war, kommt noch ein Schluck frisches Getriebeöl rein und ein Paar Kleinigkeiten parallel nachbessern.

 

Dann die nächsten Tage noch einmal zur Nachuntersuchung.

Damit wäre ein Totgeglaubter zumindest für die nächsten zwei Jahre, bis er 25 wird, wieder auf der Straße.

 

 

 

Nachtrag:

 

Wie vermutet, waren die Führungsbolzen der vorderen Bremse auch fest.

Mit etwas Fluchen waren die auch draußen.

 

Das Gleiche auf der anderen Seite.

 

Nun hat der Volvo den Segen für die nächsten zwei Jahre.

 

Spinnweben vor der Reinigung

 

Alter Auspuff

 

Reifenwechsel


15.01.2019 12:05    |    AOLM    |   Stichworte: 3C, B6, B6/3C, fest, gängig machen, Passat, Scheibenwischer, VW, Wischerarme, Wischergestänge, Wischermotor

Bei älteren Fahrzeugen kann es schon mal vorkommen, dass das Wischergestänge sich mit der Zeit mangels Schmierung kaum, oder gar nicht mehr bewegt.

Wie auch hier, am mittlerweile 13 Jahre alten Passat.

 

Ein typisches Anzeichen, für ein schwergängiges Scheibenwischergestänge, bzw. -Motor, ist es, wenn die Scheibenwischer nachlaufen obwohl der Scheibenwischer ausgeschaltet ist.

Also der Hebel auf Null-Stellung steht. Ähnlich wie das nachcodierte Tränenwischen.

Danach merkt man, dass die Wischer langsamer laufen (vor allem nach unten).

Irgendwann bleiben die Scheibenwischer mitten auf der Scheibe stehen.

 

Man kann auch ein neues Wischergestänge einbauen, wie das auch in einer Vertragswerkstatt gemacht wird. Vorteil: neue, nicht abgenutzte Dichtungen, kein Verschleiß.

 

Hier wurde der alte Wischerrahmen. bzw. Wischergestänge wieder gängig gemacht.

 

Erst Wischer über Wischerhebel abschalten, dann Schlüssel abziehen und erst dann Motorhaube öffnen (Wischermotor und Wischergestänge können viel Unheil anrichten).

 

Abdeckkappen abziehen

 

13er Muttern (20Nm) lösen und Wischerarme abziehen (Rostlöser, evtl. Abzieher)

[Beim Zusammenbau: Endstellung Scheibenwischer Fahrerseite vertikaler Abstand der Wischerblattspitze zur unterkante der Scheibe ca. 4 cm.

An der Beifahrerseite: ca. 1,5 cm.]

 

Wasserkastenabdeckung abbauen.

Halter, Gummidichtprofil und Schaumstoffdichtungen abnehmen

 

Wasserkastenabdeckung vorsichtig aus der Nut der Frontscheibe raus machen.

Am besten bei warmen Verhältnissen. Falls noch nie draußen gewesen, geht es meist aus der Mitte angefangen leichter.

Mit einem weichen Kunststoffkeil auf ganze Länge raushebeln.

[Beim Zusammenbau: die Nut sauber machen (Schraubenzieher, Druckluft) und am besten etwas Öl oder WD40 drüber sprühen. Dann flutscht die Feder in die Nut besser rein]

 

Wasserspritzschutz vom Wischermotor einfach abhebeln.

 

Falls Frontscheibenheizung vorhanden, erst den FSH Stecker abziehen.

 

Dann den Wischermotor Stecker abziehen

[Beim Zusammenbau: sicherheitshalber Hände raus aus dem Bewegungsbereich von Wischergestänge]

 

Kabelbaum im unteren Bereich ausclipsen

 

Die 10er Mutter (5Nm) abschrauben.

 

Die beiden oberen T30 Torx-Schrauben (8Nm) rausdrehen

 

Kabelbaum unter das Halteblech drücken und Wischerrahmen mit Wischergestänge rausnehmen.

 

Ab hier auf die Kleinteile und Reihenfolge beim Ausbau achten.

 

Um das Gestänge vom Motor zu trennen, den Kugelkopf mit einem größeren Schraubendreher von der Kurbel des Scheibenwischermotors abhebeln.

[Beim Zusammenbau: Gestänge wieder parallel zur Kurbel des Motors verbauen]

 

Jetzt kann das Gestänge auf Freigängigkeit geprüft werden

 

Die Achsen sind mit Sprengringen in den Laufbuchsen gesichert.

Hier war die Beifahrerseite i.O.

 

Die Fahrerseite war fest.

Abzieher kann man nicht vernünftig ansetzen, half nur Schraubstock, Rostlöser und mit viel Krafteinsatz hin und her hebeln.

 

Unterschied zwischen der guten und der festgegammelten Seite.

 

Nun alle sauber machen

 

Rost, Alufraß rauskratzen, auf die Messinghülsen, -Führungen achten.

Evtl. Hilfsmittel, wie z.B. halbrunde Schlüsselfeile, oder 12er Bohrer (eine Reibahle werden die wenigsten zuhause haben).

 

Gute Seite

 

Böse Seite :mad:

 

Verzahnung reinigen

 

Alles ordentlich einfetten und wieder in umgekehrter Reihenfolge zusammenbauen.

[Beim Zusammenbau erst die gewölbte Scheibe, dann die flache Scheibe und dann erst der Gummiring]

 

Wer zeit und Lust hat, kann auch die Kugelköpfe sauber machen und neu einfetten.

Um nichts durcheinander zu bringen, am besten eins nach dem anderen.


30.12.2018 11:37    |    AOLM    |   Stichworte: 454, außen, Bowdenzug, Forfour, Seilzug, Smart, vorne

Beim Smart Forfour 454 kann an der Fahrertür der äußere Bowdenzug abreißen, weil dieser direkt hinter der "Kugel" beim Betätigen des Türgriffes zu stark geknickt wird (siehe Bilder).

 

Es gibt zwei Möglichkeiten, den Bowdenzug zu tauschen.

Variante 1: Tür abbauen und Panel abmontieren und anschließend Seilzug wechseln.

Variante 2: Türgriff abbauen und durch die entstandene Öffnung fummelig den alten Bowdenzug, gegen den Neuen tauschen (fummelige Lösung).

Die Infos habe ich mir (wie so oft) aus dem 44forum zusammengesucht. Wobei als Werkzeug z.T. große Scheren, lange Pinzetten, Gummibänder und Gewindestangen benutzt wurden.

 

Hier wird die zweite Variante beschrieben.

Es wird eine gute Taschenlampe benötigt und am besten drei Kinderhände :cool:.

Bowdenzug Original-Nummer für vordere Türgriffe Außenseite rechts und links A4547230169 ca. 20€ im Netz.

 

Tür geht nur von innen auf. Die Fensterscheibe muss hoch, bzw. zu sein.

 

Diw Abdeckung muss ab.

 

Mit Torx T30 die Schraube entfernen.

 

Türgriff nach hinten aus der Tür rausziehen.

 

Jetzt kann man auch den gerissenen Zug erkennen.

 

Sowie, wo es aus- und wieder eingehangen werden muss

 

Nun am Bowdenzug ziehen und den Türöffner (da wo der Bowdenzug unten rein kommt) mit z.B. einem längeren Gegenstand arretieren.

 

Ich habe einenen längeren Schraubendreher genommen.

 

Jetzt den Mantel vom Bowdenzug abziehen, um den Seilzug unten leichter abhacken zu können.

 

Damit man weiß, wie der alte Seilzug ausgehangen wird, am besten den Neuen schon mal anschauen.

 

Mit der Hand in die Türöffnung reingreifen und drehen.

 

Falls was reinfallen sollte, ist ein Magnet, evtl. auch Spreizwerkzeug von Vorteil.

 

 

Jetzt geht es an Zusammenbau (leider der fummeliger Teil).

 

Den unteren Teil des neuen Bowdenzuges so formen, dass es nach dem reinfummeln einfach in das Gegenstück reingedrückt werden kann.

 

Damit der Bowdenzug beim Runterlassen der Scheibe nicht im Weg ist, muss dieser wieder durch den engeren Tunnel im hinteren Teil der Tür rein.

 

Und rein damit

 

Das ist jetzt der Teil wo ich mehrere Versuche gebraucht habe, weil der Zug immer wieder raussprang.

 

Der Zugmantel muss jetzt unten wieder arretiert werden.

Dazu den langen Schraubenzieher wieder entfernen und den Schloss entspannen.

Anschließend musste ich ein Hacken (L-Form) bauen, womit ich den steifen Mantel zur Seite biegen konnte. Ich habe einfach was aus der Schrotttonne genommen.

 

Fertig :)

 

Damit alles flutscht und nicht rostet, wie immer gleich Fluid Film drauf.

 

Und noch schnell den Griff an der Beifahrerseite abgeschraubt und auch mit Fluid Film geflutet.


15.11.2018 10:34    |    AOLM    |   Stichworte: Druckluft, Druckluftbehälter, erweitern, Sonstiges, Speichervolumen, Zusatzkessel, zusätzliche, Zusatztank

Ich habe einen kleinen Kompressor (8bar, 24 Liter, Ölfrei), der mir für die meisten Anwendungen in der Garage ausreicht.

Für einen Schlagschrauber kann man den allerdings vergessen.

Der Kompressor wird bei Gebrauch oft hinter die Garage rausgeschoben um das Geräuschpegel beim Arbeiten niedrig zu halten.

 

Da mir vor einiger Zeit zwei gebrauchte Druckluftbehälter (wahrscheinlich vom MB Actros) über den Weg gelaufen sind, wollte ich zwei (eigentlich drei) Fliegen mit einer Klappe schlagen:

- mehr Druckluftvolumen, aber nur wenn nötig.

- mehrere Druckluftkupplungen in der Garage verteilen.

- weiterhin niedriger Geräuschpegel

 

Das Ergebnis ist zwar immer noch ein recht kleines Druckluftnetz (gesamt 64 Liter), aber etwas besser als zuvor.

Ich habe in der Zwischenzeit einen 100 Liter Tank angeboten bekommen (ich glaub von MAN), den musste ich aber leider ablehnen. Für das Volumen wird dann definitiv ein größerer Kompressor benötigt.

 

Das sind die besagten Mercedes Druckluftbehälter je 20 Liter

 

Der 24 Liter Kompressor mit einer zusätzlichen Druckluftkupplung direkt am Druckluftbehälter.

Damit ist es möglich entweder durch den Druckminderer voreingestellten Druck in die Anlage zu pumpen (z.B. 6bar für den Schlagschrauber), oder direkt mit weniger Druckabfall.

 

Daten der Druckluftbehälter

 

Als Befestigung, habe ich mich für Schallgedämpfte (mit Gummieinlagen) Rohrschellen mit Stockschrauben entschieden. Hier, ich glaube DN200 und DN280 wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe.

 

Lufteinlass, zugleich Entwässerung vom ersten Behälter

Das Gewinde an den KFZ-Druckluftbehältern ist M22x1,5 d.h. es werden Adapter von Metrisch auf Zoll benötigt.

Ich habe versucht wo es ging den größeren 1/2" Querschnitt zu verbauen.

Beim Kugelhahn ist es 3/8" geworden und am Manometer 1/4".

 

Luftauslass

 

Zusätzlicher Manometer (falls der Kompressor draußen ist)

 

Einlass aus dem ersten in den zweiten Behälter, sowie Auslass zu der Grube und gleichzeitig Entwässerung des zweiten Behälters

 

Eingang der Druckluftleitung in Leerrohr

 

Ausgang der Druckluftleitung in der Grube

 

Damit ist in der Grube außer Licht, auch Strom und Druckluft zusätzlich vorhanden

 

Übrig gebliebene Einzelteile

 

Montagematerialien

 

Wer viel, oder oft Gewinde abdichtet, kann ich Pneumatik- und Hydraulikdichtung empfehlen.

Funktioniert im Prinzip wie Loctite, nur dass es dichtet und nicht klebt. Das nachträgliche Lösen der Verbindung bedarf dann aber trotzdem etwas mehr Kraftaufwand.

Sehr schnell in Handhabung, allerdings hatte ich eine Undichtigkeit am Manometer, k.A. ob das Gewinde nicht ganz ölfrei war.

Man kann natürlich auch ganz normal mit Teflonband das Gewinde abdichten.

 

Leck-Sucher könnte man sich auch sparen, größere Leckagen kann man auch hören, oder wie bei Autoventilen mit Spucke absuchen :).

 

Die gewählte Druckluftleitung

 

Anschlüsse für die Druckluftleitung.

Selbstsichernd und -dichtend, sowie jederzeit in drucklosen Zustand abziehbar.


05.11.2018 12:43    |    AOLM    |   Stichworte: 3C, B6, Feder, Federtausch, gebrochene, hinten, Passat

Beim letzten Federbruch vor ziemlich genau fünf Jahren, haben wir mit Fabian das ganze Comfortline-Fahrwerk gegen einen Sportline-Fahrwerk gewechselt KLICK.

Warum auch immer, ist wieder hinten rechts die Feder gebrochen.

Um diesmal den Aufwand kurz vor der Hauptuntersuchung so gering wie möglich zu halten, habe ich nur die betroffene Feder gegen eine mit der gleichen Farbmarkierung getauscht.

 

Wer das auch in Eigenregie durchführen möchte, sollte wissen was er da macht. Es handelt sich um eine Fahrwerksfeder, die bei falscher Handhabung viel Unheil anrichten kann.

 

Schadensbegutachtung

 

Ersatzteile:

- Feder

- neue Schraube und Mutter (Es handelt sich hierbei um Dehnschrauben, daher neu.)

Die Achskonstruktion bei den VAG Fahrzeugen aus diesem Zeitraum mit PQ35 und PQ46 Plattform (z.B. Golf 5/6, Touran 1T, Passat 3C, Audi A3) ist sehr ähnlich.

Hier wurde die Schraube N10628601 M12x1,5x75

und die selbstsichernde Mutter N10106402 M12x1,5 verwendet.

Bei späteren Modelljahren (z.B. Touran 1T3 ab 04.09.2012, Passat B7 ab 19.11.2013)

ist die Schraube 5mm länger und in N10640501 M12x1,5x80 geändert worden.

Mutter ist gleich geblieben.

Welche Schraube benötigt wird, ist in Elektronischen Teile Katalog zu finden.

- 18er Maul- oder Ringschlüssel zum Gegenhalten

- 18er Nuss und eine Ratsche mit einem großen Hebelarm, z.B. Drehmomentschlüssel für Radschrauben.

- Maß für Leergewichtslage, kann man auch vorab an der Seite mit der nichtgebrochenen Feder nachmessen.

- Stempel-Wagenheber, oder einen hydraulischen Wagenheber (geht genauso, braucht nur etwas mehr Platz)

- Ein Paar kurze Kanthölzer, oder Latten, um Querlenker von unten zusätzlich abzustützen.

- Bühne, oder Grube ist vorteilhaft, geht aber auch ohne.

- Mit einem geeigneten Federspanner braucht man noch nicht einmal den Querlenker lösen. Mit meinem Standard-Federspanner geht das leider nicht. Es geht aber auch ohne Federspanner, was hier auch gezeigt wird.

 

Anheben, Aufbocken, Querlenker abstützen.

Bei Federbruch auf der Fahrerseite muss bei Fahrzeugen mit Xenon und/oder ACC der Niveausensor gelöst werden.

 

Da man aus Platzgründen mit einer Nuß nicht an die Mutter kommt, die Mutter mit einem Ringschlüssel gegen Mitdrehen sichern und die Schraube mit einer Ratsche mit einem längeren Hebel lösen.

 

Die Schraube rausdrehen, dabei den Stempel-Wagenheber etwas hoch pumpen. Vorsicht, das ganze steht unter Spannung. Die Feder drückt den Querlenker runter, der Achsschenkel wird von dem Stabi hoch gezogen.

Aufpassen beim Rausziehen der Schraube.

 

Nun kann die Feder raus

 

Die Gummi-Auflagen und die Aufnahmen können sauber gemacht werden. Wer möchte evtl. etwas Fluid Film als Rostvorsorge.

 

Die Feder in der unteren Gummiauflage richtig positionieren (rein drehen).

Die Gummiauflage kann nur in einer Position im Querlenker positioniert werden.

Den Kunststoffring zur Sicherung gegen Lösen der Verbindung zwischen Feder und Querlenker erst rein drücken, wenn die Feder mit der Auflage richtig im Querlenker positioniert sind.

 

Die Feder oben richtig platzieren.

 

Nun z,B. mit einem Reifeneisen den Querlenker gegen die Federkraft hoch drücken, um Stempelwagenheber oder Kanthölzer darunter zu platzieren.

Drauf achten, dass die Querlenkeraufnahme direkt unter der Gegenaufnahme am Achsschenkel ausgerichtet ist.

 

Jetzt den Wagenheber (das Auto) langsam runter lassen und den Stempelheber vorsichtig hoch pumpen bis man die Schraube einführen kann. Dabei z.B. mit Kanthölzer oder Latten zusätzlich gegen abrutschen des Stempelhebers sichern.

 

Ist die Schraube drin. Noch nicht festziehen.

 

Stempelwagenheber und/oder Holz unter dem Querlenker in etwa auf der Höhe des gegenüberliegenden Querlenkers (auf der anderen Seite) positionieren.

Den Wagenheber (das Auto) in die Leergewichtslage bringen (absenken)

 

Und jetzt erst festziehen.

Da man hier beim Festziehen aus Platzgründen mehrmals ansetzen muss, kann man z.B. mit einem Edding die Mutter und/oder die Schraube markieren, so dass man den Verdreh-Winkel der Schraubverbindung beim Festziehen ablesen kann.

 

Fertig.