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MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

05.09.2018 21:04    |    jennss    |    Kommentare (328)

tsi-egolftsi-egolf

E-Autos haben im Wesentlichen mit zwei Gegenargumenten zu kämpfen: Die eingeschränkte Reisetauglichkeit und der Preis. Die Sache mit dem Laden und der Reichweite muss jeder für sich abschätzen, wobei es aber sicher auch Gewöhnung ist bzw. ein Umdenken fordert statt zu tanken mit E-Auto dann zu laden. Und ähnlich ist es beim Preis: Man hat sich an niedrige Kaufpreise und hohe Fahrkosten gewöhnt. Woran man gewöhnt ist, das stört einen nicht, das ist akzeptiert. Beim Preis ist man m.E. zu sehr fixiert auf den Anschaffungspreis. Häufig wird vergessen, wie viel günstiger man mit E-Auto tatsächlich fährt. Je nach Vergleichsauto kann das ein beträchtlicher Unterschied sein. Man spart bei:

 

- Energie/Sprit

- Steuer

- Wartung

 

Und beim Kaufpreis liegen die Rabatte oft höher, wenn man berücksichtigt, dass es noch die Umweltprämie gibt.

 

Ein Bekannter von mir hat einen Golf mit 160 PS TSI, der nach Spritmonitor ca. 7,76 L./100 km Benzin verbraucht. Ein eGolf mit 136 PS liegt nach Spritmonitor im Schnitt bei 12,9 kWh/100 km. Ich habe ihm daher mal zum eGolf geraten. Wie sieht es beim aktuellen TSI aus?

 

Gehen wir mal von 10 Jahren Betriebszeit aus. Ja, der Akku des eGolf hat nur 8 Jahre Garantie bzw. 160000 km, aber er wird sicher nicht exakt danach kaputt gehen, zumal es eher so ist, dass die Kapazität langsam geringer wird. So hat beispielsweise ein Tesla nach 320000 km nur 6% Kapazitätsverlust gehabt. Beim eGolf wird es nach 320000 km mehr Verlust sein, da der Akku kleiner ist, aber an die Garantiegrenze (70 % Kapazität) wird er sicher kaum herankommen. Die dürfte reichlich Reserven beinhalten. Die anfänglichen Befürchtungen zur Akkulebensdauer scheinen sich bisher nicht zu bestätigen.

 

Für einen groben Vergleich nehme ich hier mal:

Benziner: Golf Comfortline 1,5 TSI 150 PS. Ausstattungsmäßig (inkl. 4 Türen, DSG, Climatronic, Standheizung, Discover Pro und LED-Scheinwerfer) grob angepasster Preis: 32865 €

 

Beim eGolf nehme ich die CCS-Schnellladedose und die Wärmepumpe dazu, um reichweitenmäßig weniger Einschränkungen zu haben (sehe ich als Must-have). Preis damit: 37500 €

 

Dem Benziner muss man jetzt zugute halten, dass der Kaufpreis niedriger sein kann, weil man ja nicht unbedingt die große Ausstattung des eGolfs nehmen muss. (wobei der eGolf übrigens auch Standklimatisierung, also Kühlung, hat).

 

Ich nehme mal eine durchschnittliche Jahreskilometerzahl von 20000 km, weil diese Strecke erfahrungsgemäß auch etwa die gleichen Gesamtkosten wie beim Diesel liefert, so dass ich mir den Diesel hier zu berechnen spare :).

 

1) Energie/Sprit

TSI: Nach Spritmonitor hat der moderne 1,5 TSI einen guten Verbrauch von 6,95 l.. Das macht dann über 10 Jahre:

10 Jahre x 20000 km/Jahr x 6,95 l./100 km x 1,45 €/l. (aktueller Schnitt) = 20155 €

 

eGolf:

10 Jahre x 20000 km/Jahr x 12,9 kWh/100 km x 29 Ct./kWh (aktueller Schnitt) = 7482 €

 

Differenz: 20155 - 7482 € = 12673 € (eigentlich brauche ich jetzt schon gar nicht mehr weiterrechnen... ;)) In einigen Gegenden findet man auch noch ganz gut kostenlose Ladestationen, womit die Rechnung noch positiver für den eGolf wird. Deutschland und Dänemark haben übrigens die höchsten Strompreise in Europa (mehr als 3x so hoch wie z.B. in Bulgarien).

 

EDIT: Die 12,9 kWh aus Spritmonitor sind wohl zu wenig, da die ersten beiden Accounts falsche Angaben haben und nicht alle die Ladeverluste mitmessen. Real dürfte man inkl. Ladeverluste wohl von 15 kWh ausgehen, was dann 8700 € entspräche. Die Differenz läge damit nur noch bei 11455 €.

 

2) Steuer

TSI: 50 €/Jahr

eGolf 0 €/Jahr

 

Differenz 10 x 50 € = 500 €

 

3) Wartung

Ja, da gibt es einen Bericht, von jemandem, bei dem der BMW i3 eine Wartung auf Kosteniveau eines Verbrenners hatte, aber das ist nicht der übliche Fall. Im eGolf-Forum las ich, dass die Wartung (ohne Ölwechsel) doch deutlich günstiger als bei einem Verbrenner ist.

 

Differenz: Schwer klar zu kalkulieren, aber auf jeden Fall pro eGolf.

 

4) Anschaffung

Hier schlägt die Stunde des Verbrenners. Nehme ich obige Preise, sieht es so aus:

Differenz: 37500 € - 32865 € = 4635 € pro TSI

 

Zwar liegen die eigentlichen Rabatte beim TSI höher, doch die Umweltprämie holt dies mehr als nur heraus. Daher wird die reale Differenz eher niedriger ausfallen. Nimmt man jedoch nicht alle diese Extras, dann liegt der TSI hier weiter vorne.

 

5) Wertverlust

Nach aktueller Lage (mobile.de) sehe ich bei E-Autos keinen höheren Wertverlust als bei Verbrennern. Eine Prognose für die nächsten Jahre ist schwer. Man darf dabei aus preislichen Gründen Gebrauchte nicht mit Neufahrzeugen, die wohl bald größere Reichweiten bekommen, vergleichen.

 

Fazit

Ich berechne keine Gesamtdifferenz, weil die zu individuell ist, doch insgesamt kann man schon nach der Spritkostenrechnung sagen, dass das E-Auto über die Laufzeit von 10 Jahren doch sehr viel günstiger ist als ein vergleichbarer Verbrenner, wobei Autos eigentlich noch länger als 10 Jahre halten, sehr wahrscheinlich auch die Akkus. Daher bitte nicht sagen, ein E-Auto wäre zu teuer ;).

 

Es gibt dann natürlich noch viele andere Argumente pro Verbrenner oder pro eGolf. Die möchte ich in diesem Artikel nicht weiter ausführen, zu unterschiedlich sind die persönlichen Präferenzen. Für manch einen passt ein E-Auto wegen der Langstreckentauglichkeit/Reichweite noch nicht bzw. es ist einem zu umständlich mit der Planung oder der zusätzliche Zeitaufwand mit den Ladestopps stört. Das ist vollkommen verständlich und ich will auch keineswegs sagen, dass ein E-Auto für jeden die goldene Lösung ist. Nur habe ich häufig den Eindruck, dass ein bisschen vergessen wird, wie viel ein E-Auto im Alltag doch sparen kann, da das Preisargument zugunsten des Verbrenners ziemlich oft zu hören ist. Schon nach 3 oder 4 Jahren kann man im Plus liegen und dann wird das E-Auto richtig günstig.

 

Ich habe hier übrigens bewusst nicht den 130 PS-TSI genommen, da der eGolf sich subjektiv schnell fährt. Öfter las hier schon, dass er bis 120 km/h gefühlt nahe an einem GTI liegt, auch wenn der 0-100-Wert meist nur knapp unter 9 s. gemessen wird (gewöhnlich besser als Werksangabe). Schade finde ich übrigens, dass es beim eGolf (anders als beim eUp) kein Schiebedach gibt, warum auch immer. Und die Wartezeitensituation bei den E-Autos ist auch nicht so ideal.

 

In der noch aktuellen AutoBild ist ein Test vom Hyundai Nexo. Dort wird gesagt, dass man die Wasserstofftechnik für die Zukunft hält. Gleichzeitig wird mit einer Grafik erklärt, dass der Energiebedarf über die Brennstoffzelle genau doppelt so hoch ist wie über einen Akku. Das muss man sich mal klar machen: Wie kann man eine Technologie, die die doppelte (!) Energie verbraucht, für die Zukunft halten? Ok., ich sehe auch durchaus eine spezielle Berechtigung für die Brennstoffzelle, nämlich bei Langstrecken, sofern das (teure) Tanknetz gut ausgebaut ist (ansonsten keineswegs). Aber die Zukunft ist es wohl nicht, eher eine Zukunft neben der Akkutechnik, so wie Diesel und Benzin auch eine Koexistenz pflegen, wobei ich denke, dass die Brennstoffzelle mangels Effizienz die deutlich kleinere Verbreitung haben wird. Energie und Kosten sind heutzutage doch sehr wichtige Punkte.

j.

 

Edit 03.11.18: Hier eine Seite, bei der man die Jahreskilometer und Lebenszeit verschiedener Autos einstellen kann: https://www.addendum.org/auto/interaktiver-vergleich/

Der eGolf liegt bei den allermeisten Konstellationen wesentlich günstiger als der Diesel-Golf.

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15.09.2018 16:14    |    GTC 0405

@ Goify

Das geht ja mal gar nicht seine Aussagen zu löschen.

Absolutes No go.

 

Hätte ich das gewusst hätte ich deine Aussagen zitiert.


15.09.2018 16:35    |    GTC 0405

Nachfolgend ein Artikel der sich mit dem Co² Verbrauch zur Herstellung von Benzin und Diesel beschäftigt und danach eine Bilanz E-Auto vs Verbrenner-Auto befasst

http://www.i-feu.de/.../89485A94-6F92-4F95-9AEE-BBBDA7DECD63.html


15.09.2018 16:41    |    notting

@GTC 0405: Deswegen zitiere ich, wenn ich sonst meine dass die Gefahr besteht, dass man falls derjenige was editiert, man den Zusammenhang dann überhaupt nicht mehr versteht (oder formuliere meine Antwort zumindest so, dass man noch halbwegs erkennen kann um was es ging - oder meine Aussage ist auch "freistehend" vollständig, wie z. B. hier :-)).

Finde aber auch, dass es sein gutes Recht ist was zu löschen, wenn man was missverstanden hatte oder in den falschen Thread gepostet hat.

 

notting


15.09.2018 16:54    |    Goify

@GTC 0405

Das ist ein sehr interessanter Link und er zeigt recht anschaulich, wie viel Energie benötigt wird, bzw. CO2 anfällt, um Benzin oder Diesel herzustellen. Und am Schluss kommen dann die bekannten Abgase aus dem Auspuff. Beim E-Auto ist das einfacher, denn man kann den CO2-Ausstoß unseres Strommixes heranziehen und einen Auspuff hat das E-Auto nicht.

 

Allerdings las ich heute, dass der Feinstaub beim Verbrenner nur 1/4 aus dem Motor kommt. Der Rest stammt zu 1/4 vom Bremsenabrieb und zur Hälfte vom Straßen- und Reifenabrieb. Demzufolge trägt das Elektroauto kaum zur Lösung der Feinstaubprobleme bei.


15.09.2018 17:26    |    GTC 0405

@notting

Natürlich hat jeder das Recht was zu löschen.

Es kommt darauf an, was man löscht.

Wenn es den Zusammenhang verändert sollte man nichts löschen.


03.11.2018 20:33    |    cso-cso

Ich habe seit genau einem halben Monat einen E-Golf 300. Ich bin 3200km gefahren und habe dafür genau 51,97€ an Ladekosten ausgegeben. Das sind 1,63€ pro 100km. Für einen TDI oder TSI hätte ich bei gleicher Fahrweise mindestens 200.- ausgegeben. Als Hochrechnung gerundet: Verbrenner kostet 3500.- mehr an Sprit pro Jahr. In 5 Jahren 17.500 mehr als mein Elektro. Der höhere Anschaffungspreis amortisiert sich, je nach Fahrleistung, innerhalb von 2 bis 5 Jahren allein bei den Energiekosten. Diese Rechnung hat mich dazu bewogen, mein Konto zu plündern und mir ein E-Fahrzeug zu kaufen.


03.11.2018 20:39    |    0cool1

+1


03.11.2018 21:26    |    jennss

Ich habe im Artikel oben noch etwas angehängt:

Hier eine Seite, bei der man die Jahreskilometer und Lebenszeit verschiedener Autos einstellen kann: https://www.addendum.org/auto/interaktiver-vergleich/

Der eGolf liegt bei den allermeisten Konstellationen wesentlich günstiger als der Diesel-Golf. Man kann da ein bisschen mit den Einstellungen rumspielen.

j.


03.11.2018 21:41    |    cso-cso

Die Tabelle in dem Link enthält so viele unklare Berechnungsgrundlagen, dass sie leider völlig nutzlos ist. Entscheidend ist zu 100% das eigene Nutzungsverhalten und der geplanter Anwendungsbereich.


03.11.2018 21:51    |    jennss

Ja, man kann die Berechnungen nicht nachprüfen, ist Vertrauenssache.

Wenn der Anwendungsbereich nicht passt, fällt ein Auto natürlich raus. Man schaut dann nur nach solchen, die passen. Die Ergebnisse dort bestätigen die grobe Abschätzung aus diesem Artikel hier, dass E-Autos häufig günstiger abschneiden als ihr Verbrenner-Pendant. Und das wird mit den nächsten E-Auto-Generationen sicher noch deutlicher.

j.


03.11.2018 22:09    |    cso-cso

Ich frage mich, was die Leute dazu treibt, so dermaßen gegen die E-Mobilität zu wettern. Mit meinem E-Auto belästige ich doch niemanden. Im Gegenteil!


04.11.2018 08:47    |    GLKman

Ja, das ist die neue Toleranz. Immer auf die Anderen.

Auch die Euro 5 - Käufer waren einmal die Ökohelden. E-Mobilität ist auch nur Mobilität mit Emissionen, die irgendwo entstehen. Und ob sich ein E-Auto lohnt, kann sich jeder selbst ausrechnen. Die Inputs, die man hier bekommt sind hilfreich aber auch bei jedem unterschiedlich.

Ich glaube niemand hat sein Auto gekauft, um die Umwelt zu verpesten oder um asthmakranke Kinder zu quälen. Das wird uns immer nur eingeredet mit dem Fingerzeig auf den aktuellen Sündenbock. Zur Zeit sind das die Dieselfahrer, in fünf Jahren die Benziner und in zehn die E-Autos mit den alten Batterien.


04.11.2018 23:23    |    nickydw

Das Umweltargument ist doch eh vorgeschoben. Ich selbst und auch niemand den ich kenne hat jemals seinen Fahrzeugkauf von der Umweltfreundlichkeit ausgehend gemacht, sonst würde auch jeder ein Auto mit <100ps fahren. Der wichtigste Faktor, für mich, sind die Kosten, und zwar alle Kosten (TCO). Anschließend sind noch Dinge wie Zuverlässigkeit und Sicherheit, danach kann ich einen Blick auf die Umweltfreundlichkeit richten. Das gleiche mit der Euro Norm, niemand weiß auf anhieb wie viel weniger Schadstoffe E5 zu E6 ausmachen, aber jeder weiß das er bei E6 weniger Steuern bezahlen muss. Das die Dieselfahrer nun in den Hintern gekniffen sind ist klar, aber jetzt hinzustehen und zu behaupten man hätte das Auto gekauft weil es so umweltfreundlich ist/war ist lächerlich.


05.11.2018 01:06    |    jennss

Sehe ich auch so. Das Umweltargument wird viel diskutiert, aber die Leute entscheiden letztlich mehr nach Kosten und Haben-wollen.

j.


05.11.2018 10:18    |    0cool1

Richtig, als ob die Leute den Diesel wegen der Umwelt gekauft haben


05.11.2018 11:58    |    158PY

Naja, der Diesel wurde viele Jahre lang als besonders umweltfreundlich beworben und das haben einige auch sicher geglaubt. Und das wäre er auch, wenn die Verbrauchsvorteile nicht in hemmungsloses Rasen umgesetzt würden. Wenn man aber gern 200+ fährt, braucht man halt doppelt so viel wie in den Prospekten steht... Was immer noch weniger ist, als wenn man die selbe Geschwindigkeit mit einem Benziner fahren würde. Guck mal in das A6 Kaufberatungsforum, da gilt alles unter 150kW/204PS schon als Sparmotorisierung....


05.11.2018 18:15    |    GLKman

Die Umweltfreundlichkeit des Dieselmotors ist natürlich relativ. Sein ökonomischer Vorteil ist eine Tatsache. Natürlich nur solange der Gesetzgeber den freien Markt mit fragwürdigen Steuern und Gesetzen nicht noch mehr verzerrt.

Wer viel oder Langstrecke fährt kauft Diesel. Nicht umsonst werden weit über 90% aller Güter weltweit mit Dieselmotor bewegt. Und, nüchtern betrachtet gibt es keinen direkten Zusammenhang zwischen Diesel und Rasen. Da könnte ich auch die Tesla Werbung heranziehen mit 3,9 s auf 100 km/h oder den Seat Cupra 1,8 Benziner mit 300 PS. Völlig sinnfrei aber geil. Wer hart arbeitet will auch Spaß für sein Geld und die Hersteller wollen Profit. Leider schlecht für die Umwelt.

Beim E-Auto wird das nicht anders sein.


06.11.2018 06:52    |    158PY

Ach GLKman, ich würde dir gerne zustimmen, aber leider, leider ist es doch ein wenig komplexer: denk mal 20-30 Jahre zurück, da fuhr ganz genau niemand mit dem Diesel. Also, jedenfalls auf der Autobahn. Und deine These von den 90% Güterverkehr mit Diesel halte ich für gewagt. In vielen Ländern gibt es keine oder kaum Diesel. Das Zauberwort heißt TDI. Damit fing der Fahrspaß im Diesel an und seitdem konnte man eine ungeahnte Leistungsexplosion beobachten. Und die vielen Pferde werden ausschließlich dazu genutzt um möglichst schnell voran zu kommen. Weil, iss ja so schön billig. Zu Zeiten der alten Vorkammerdiesel musste man schon ein masochistisches Gemüt haben, weshalb viele Transporter bis in die 70/80er Jahre Benzinantrieb hatten. Mir fallen ein: Borgward, Type vergessen, Opel Blitz, Mercedes 319, VW Bulli 1-3, VT35, um nur einige Beispiele zu nennen.


07.11.2018 01:04    |    nickydw

Zitat:

Und deine These von den 90% Güterverkehr mit Diesel halte ich für gewagt. In vielen Ländern gibt es keine oder kaum Diesel.

und welche Länder wären das? Ich würde sogar behaupten, sofern man alle Lastverkehrsmittel miteinbezieht, der Anteil geht Richtung >98%. In Schiffen, LKW, Flugzeugen und einem großteil der Zügen arbeiten Selbstzündungsmotoren und das Weltweit. Nur weil es vor 30 Jahren noch ein paar große Benziner gab ist das heute schon lange nicht mehr so. Selbst die Amerikaner bei denen der Diesel sonst keine Rolle spielt kaufen in Pickups mittlerweile verstärkt Dieselmotoren.


07.11.2018 09:20    |    158PY

Guckst du mal nach Indien, guckst du mal nach China, in beiden Ländern gibt es fast keine Diesel. Diesel in USA leidet unter dem Diesel Skandal...


07.11.2018 11:20    |    nickydw

Dann schau mal unter die Haube von mittleren und schweren LKW in Indien und China, da arbeiten überall Diesel Motore, USA genauso.


19.12.2018 13:47    |    Trackback

Kommentiert auf: jennss:

 

Bestes Hybrid/E-Auto-Konzept?

 

[...] Förderung.

Danach gibt's noch Recycling, siehe z. B. https://www.faz.net/.../...akkus-richtig-entsorgt-werden-15377665.html

Z. B. Nissan bietet auch "aufgefrischte" Akkupacks für deutl. weniger Geld an.

 

Der Blogautor hat auch in https://www.motor-talk.de/.../...u-wenig-beruecksichtigt-t6435576.html [...]

 

Artikel lesen ...


14.01.2019 15:01    |    Thomas1848.

Ich habe eine Ladekarte die mir 35€ im Monat kostet, dafür kann ich soviel laden wie ich möchte. Das macht dann im Jahr 420€. Dazu laden ich ausser mit dieser Karte nur an öffentlich kostenlosen Ladesäulen wie sie auf Supermarktparkplätzen zu finden sind.

Ich bin in der glücklichen Situation das ich täglich wärend der Bürozeiten in unmittelbarer Nähe zum Arbeitsplatz mit besagter Ladekarte laden kann. In der Mittagspause parke ich dann meist schon um weil der Akku dann schon zu 90% geladen ist.

Meine Pendlerstrecke beträgt 60km eine Strecke und das schafft der E Golf ganz locker auch im Winter. Für mich ist das die absolute Ideallösung und billiger kann ich nicht fahren.

Soweit zu den Betriebskosten.

Ich möchte nach hinzufügen das diese Kostenersparnis nicht wirklich in den Medien publiziert wird. Dieses ganze Gerede mit Umwelt hin und her interessiert doch nur eine Minderheit. Die überwiegende Mehrheit geht doch zum Händler und fragt, was kostet der Wagen und was sind die Unterhaltskosten und da kann man nur zu einem Schluss kommen.

Was die geringere Reichweite betrifft ist das überhaupt kein Argument gegen den Golf. Wer jeden Tag 200 km fahren muss, soll einen solchen Wagen nicht kaufen, fertig, aus.

 

Grundsätzliche Verbräuche: Bei warmen Temperaturen, 140 wh, im Winter 180-200 wh. Ich fahre auf der Autobahn ca 120 km/h


14.01.2019 21:14    |    notting

@Thomas1848. Welche Ladekarte soll das sein? Zumindest die Entega Flat (die sogar etwas teurer war auch als Haushaltsstrom-Kunde) wurde zum Jahreswechsel eingestellt. Mein Bauchgefühl sagt, dass deinem Angebot ein ähnl. Schickal droht. Und wieviele Säulen mit welchen Leistungen kannst du damit überhaupt zum Flat-Tarif nutzen?

Wenn du über Ladetarife diskutieren willst, hätte ich einen rel. frischen Blogartikel: https://www.motor-talk.de/.../...s-jahr-neue-tarife-2019-t6522507.html

Hoffe jennss ist mir nicht böse. Nein, ich will hier nicht unter seinen Lesern wildern, finde nur dass es in dem Fall eher zu meinem Blogartikel passt.

 

notting


14.01.2019 21:34    |    notting

BTW:

- Ab 1.4. verlangt die Telekom bei ihrer Ladekarte 0,04EUR/min (aktuell die Hälfte und Frei-min bei Registrierung). Damit könntest du 175h laden. Wären bei konstant 22kW (wenn das für den Akku schnellladen ist, geht die Leistung aber runter) 3850kWh. Bei 25kWh/100km wären das 15,4Mm.

- Bei Maingau Energie kostet es ab 1.2. 0,25EUR/kWh wenn man dort nicht Haushaltsstrom-/-gas-Kunde ist und keinen "Zu lange geladen"- oder Auslandszuschlag zahlen muss. Wären also 1680kWh -> 6,72Mm. Sonst 0,15EUR/kWh -> 11,2Mm.

- Wenn du mit einem Audi e-tron einen Pauschaltarif von ca. 8EUR/Ladung nutzt kommt man bei quasi leerem Akku wohl auf ca. 0,08-0,10EUR/kWh, also nochmal günstiger als die 0,15EUR/kWh von Maingau Energie mit Haushalts-Dings-Tarif.

 

Gratis-Ladesäulen gibt's bei uns nicht.

 

notting

 

PS: EnBW hat IIRC bis Ende Feb. eine Aktion, wo über deren Kundenkarte (oder nur App?) AC-Ladung pauschal 1EUR und DC-Ladung pauschal 2EUR kostet oder so ähnl.


15.01.2019 09:26    |    Thomas1848.

Die Ladekarte, die ich hauptsächlich nutze ist von den Stadtwerken Düsseldorf. Die MAINGAU und TELEKOM LADESTROM habe ich auch zum ausweichen


15.01.2019 11:48    |    Thomas1848.

Also ich wohne im Ruhrgebiet und da lade ich am Wochenende immer kostenlos. Kauflaund, Lidl, Einkaufszentren aber auch IKEA bieten bei uns kostenlos laden an, IKEA und LIDL sogar mit CCS Schnellladern. Das passt für mich immer.

Bei meinem Verbrauch und der Stadtwerke Düsseldorf Flatrate komme ich auf einen KW/H Preis von ca 10 Cent. Das heisst hoch kalkuliert das ich täglich für meine gut 100 km Pendlerstrecke 2€ zahle.


Bilder

15.01.2019 20:06    |    notting

@Thomas1848.: Kenne div. Angebote (siehe auch z. B. mein Blog-Artikel), wo man keine monatl. Grundgebühr zahlen muss bzw. z. T. keine Kundenkarte braucht _und_ trotzdem an vielen Ladesäulen eine geringere DC-Ladepauschale zahlt als du mit Grundgebühr selbst wenn nicht Roaming.

Muss man sich halt ausrechnen.

 

notting


16.01.2019 08:03    |    Thomas1848.

Hallo notting, ich habe mir das auch genau angesehen und ich komme mit der Stadtwerke Düsseldorf Karte auf einen Kilowattpreis von 10-12 Cent. Das ist ok für mich. DC lade ich auf dieser Karte nicht.

Da ich bis aufs Wochenende jeden Tag auf der SWD Karte lade muss ich Wochenende höchstens mal ein bisschen drauf laden, aber wie gesagt da habe ich reichlich Möglichkeiten dies kostenlos zu machen.

BTW:

ENBW mogility+App biete zur Zeit AC laden für pauschal 1€ und DC für pauschal 2€ irgendwie und irgendwo kommen doch immer wieder solche Sonderangebote hoch auch wenn sie zeitlich begrenzt sind, versuche ich immer auf dem neuesten Stand zu sein um von diesen Angeboten partizipieren.


01.02.2019 14:04    |    Thomas1848.

Ich möchte hier mal fragen ob es anderen E-Mobilisten auch schon so ergangen ist wie mir. Ich kann an einigen Ladesäulen mit der Ladekarte die ich habe diese Säule nicht freischalten, wenn ich es dann über die App des gleichen Anbieters versuchen geht es dann.

Konkret, Maigaukarte an "has.to.be" Ladesäule geht nicht, Maingau App an gleicher Säule geht.

Telekomladestrom an "has.to.be" Ladesäule geht nicht, Telekom App an gleicher Säule geht.


01.02.2019 19:28    |    notting

@Thomas1848.

Hier ist eher wenig los. Evtl. in https://www.motor-talk.de/forum/hybrid-elektro-b452.htmlnach "Maingau" suchen bzw. ggf. Thread eröffnen.

 

Zuerst solltest du die Bedingungen deines Ladekarten-Anbieters durchlesen. Manchmal steht's dabei bzw. in dessen Ladesäulen-Landkarte. Bzw. unter https://www.goingelectric.de/stromtankstellen/ schreiben viele Leute sowas auch rein. Allerdings dürfte das ja alle Säulen des Ladesäulenanbieters betreffen und diese Infos werden aber immer nur pro Säulen-Standort eingetragen. D.h. im Zweifel müsstest du dir dort alle Ladesäulen des Ladesäulen-Anbieters anschauen...

 

notting


01.02.2019 23:02    |    BurkhardR

Und auch kann man nicht jede Ladesäule per RFID freischalten, manche gehen nur mit App - die älteren von Innogy z.B. viele.


02.02.2019 17:16    |    notting

Ich habe mir gerade die Mühe gemacht Preisliste bzw. Broschüre vom Kona elektro und E-Niro genauer durchzulesen. IIRC gab's das zumindest für den E-Niro damals noch nicht.

Da steht ein Wartungsintervall von nur 15Mm/1J. drin. Beim E-Niro steht nix derartiges drin. Zum Vergleich: Der Zoe hat 30Mm/1J. Klar, bei <=15Mm/Jahr macht das keinen Unterschied. Aber ein Vielfahrer muss ggf. ca. 2x/Jahr in die Werkstatt statt nur 1x/Jahr. Die kostet beim Zoe angebl. nur knapp >100EUR. D.h. beim Kona müsste die Wartung max. ca. 50EUR kosten damit es unterm Strich für einen Vielfahrer nicht teurer ist bzw. da kommt ja noch der Zeit-/Ersatzfahrzeug-Faktor dazu. Bzw. da der Kona/E-Niro ja auch mit deutl. größerem Akku als der Zoe verfügbar ist und viel schneller laden kann als der Zoe (wo man über CCS laden kann), ist er von dem her eigentl. auch ein besseres Vielfahrer-Fahrzeug...

 

notting


22.05.2019 19:37    |    Trackback

Kommentiert auf: jennss:

 

Ist der VW ID.3 ein Game Changer?

 

[...] zusammengespart hat, die wird sich sicher nicht für einen Smart ED für 20.000 € begeistern lassen.

Ich möchte auf einen anderen Artikel im selben Blog verweisen: https://www.motor-talk.de/.../...u-wenig-beruecksichtigt-t6435576.html

Außerdem hat mit typ. Rabatten (gerade bei [...]

 

Artikel lesen ...


19.06.2019 22:15    |    jennss

Im neuen Heft AutoBild ist ein Vergleich mehrerer E-Autos mit den Benziner-Brüdern. In fast allen Fällen ist das E-Auto in den Kosten niedriger. Dabei ist da noch gar nicht die Umweltprämie verrechnet worden.

j.


19.06.2019 22:21    |    notting

@jennss: Was für einen Strompreis haben die angenommen? Link? Und wenn man häufiger zum Laden fahren muss, fährt man entspr. mehr km bzw. verliert Zeit...

 

notting

 

PS: Schade dass hier der Zitier-Button deaktiviert ist ;-)


19.06.2019 22:44    |    jennss

Der Artikel ist wohl zu alt :). Jetzt aktiviert.

 

Aus AutoBild:

Strom 29 Ct./kWh, Benzin 1,46 €/l. und Diesel 1,29 €/l.

Der Artikel kam ja heute erst im Heft. Ob der überhaupt irgendwann online liegen wird, weiß ich nicht.

Gerechnet wurde mit 15000 km/Jahr und dann jeweils für 2 Jahre Haltedauer und 5 Jahre Haltedauer gerechnet.

Im Vergleich sind:

 

eGolf vs. Golf 1,5 TSI

Kona Elektro 40 kWh vs. Kona 1,6 CRDI

BMW i3 vs. 118i

Renault Zoe vs. Clio TCe90

Kia e-Soul 64 kWh vs. Ceed 1,6 CDi

Audi eTron vs. Q8 50 TDI Quattro

 

Nur der Zoe hat bei 5 Jahre Haltedauer verloren, sowie die Kias sind bei 5 Jahren gleich. Ansonsten hat immer die Elektrovariante günstiger abgeschnitten. Den Wertverlust hat Schwacke ermittelt.

j.


20.06.2019 09:12    |    notting

Zitat:

@jennss schrieb am 19. Juni 2019 um 22:44:46 Uhr:

Der Artikel ist wohl zu alt :). Jetzt aktiviert.

Danke!

 

Zitat:

Aus AutoBild:

Strom 29 Ct./kWh, Benzin 1,46 €/l. und Diesel 1,29 €/l.

Den Strompreis finde ich für öffentl. Ladesäulen eher zu niedrig angesetzt, insb. wenn's um Schnellladung geht, siehe auch https://www.motor-talk.de/.../...-tarife-2019-update-mai-t6609905.html

 

Zitat:

Der Artikel kam ja heute erst im Heft. Ob der überhaupt irgendwann online liegen wird, weiß ich nicht.

Ich finde auf der scheiß Webseite nicht mal das Inhaltsverz. des aktuellen Hefts :-(

 

Zitat:

Gerechnet wurde mit 15000 km/Jahr und dann jeweils für 2 Jahre Haltedauer und 5 Jahre Haltedauer gerechnet.

Du hattest geschrieben ohne Umweltprämie (gibt's nur für E-Autos). Nur ist es so, dass:

- man in der Praxis bei Verbrennern viel höhere Rabatte kriegt, selbst wenn man die Umweltprämie als Rabatt betrachtet

- man je man Modell untersch. viel Umweltprämie bekommt. Z. B. legt Renault beim Zoe nochmal 1kEUR drauf. Ok, aktuell gibt's eine Aktion, wenn man ein altes Auto hat: https://www.motor-talk.de/.../...l-auch-fuer-den-zoe-und-t6621425.html

 

Zitat:

Im Vergleich sind:

 

eGolf vs. Golf 1,5 TSI

Kona Elektro 40 kWh vs. Kona 1,6 CRDI

Moment, letzterer ist ein Diesel = vermutl. recht hohe Reichweite für einen Verbrenner und ersterer hat aber nur den kleinsten verfügbaren Akku?! -> Schlechter Vergleich. Hätte auf jeden Fall den großen Akku genommen und evtl. noch den Benziner wg. Reichweite.

Und was haben die für Wartungskosten angesetzt? Kenne im Moment nur die des Zoe, die wohl recht günstig sind und die z. B. von Tesla und BMW die ungefähr soviel wie bei Verbrennern verlangen.

 

Zitat:

BMW i3 vs. 118i

Sind doch ganz andere Fahrzeugklassen?! Immerhin das jew. kleinste was BMW hat.

 

Zitat:

Renault Zoe vs. Clio TCe90

Du hast beim Zoe Akkugröße/Motor weggelassen. Ok, beim Motor gibt's aktuell keine großen Unterschiede, aber beim Akku!

Und beide kriegen dieses Jahr einen Nachfolger. Wurde das beim Wertverlust berücksichtigt?

 

Zitat:

Kia e-Soul 64 kWh vs. Ceed 1,6 CDi

Siehe Kona, wobei hier immerhin der größte Akku genommen wurde.

 

Zitat:

Audi eTron vs. Q8 50 TDI Quattro

Bilde mir ein gelesen zu haben, dass

 

Zitat:

Nur der Zoe hat bei 5 Jahre Haltedauer verloren,

... wobei vermutl. die 1kEUR mehr Prämie ggü. den meisten anderen E-Auto-Modellen auch nicht berücksichtigt wurde.

Ist die Ausstattung überhaupt halbwegs ähnl.? Bzw. hat man Schnelllader einberechnet soweit verfügbar?

 

Zitat:

sowie die Kias sind bei 5 Jahren gleich. Ansonsten hat immer die Elektrovariante günstiger abgeschnitten. Den Wertverlust hat Schwacke ermittelt.

Gerade bei E-Autos geht die Weiterentwicklung bzw. Modellauswahl zieml. schnell voran = Wertverlust. Peugeut wird wohl nach Hyundai das zweite kleine E-SUV bringen bzw. das erste kleine europäische E-SUV (e-2008). Bzw. gerade der Zoe kriegt Konkurrenz in Form von e-208 und e-Corsa, die IIRC etwas schneller schnellladen können (aber über Typ2 nur die Hälfte können).

Und spätestens beim Thema Anhängerkupplung wären gem. Angaben der Hersteller AFAIK alle von dir genannten E-Autos abgekackt außer dem teuersten -> https://www.motor-talk.de/.../e-auto-mit-anhaenger-oje-t6427731.html

 

notting


20.06.2019 12:14    |    Gururom

Zitat:

@jennss schrieb am 19. Juni 2019 um 22:15:29 Uhr:

Im neuen Heft AutoBild ist ein Vergleich.....

j.

sagt schon mal alles, und ich wette, ohne dass ichs gelesen habe, der Golf ist sowieso der Beste !!!


20.06.2019 12:17    |    notting

Zitat:

@notting schrieb am 20. Juni 2019 um 09:12:30 Uhr:

Zitat:

Audi eTron vs. Q8 50 TDI Quattro

Bilde mir ein gelesen zu haben, dass

Verdammt: ... dass der e-tron eher ein Q7 ist.

 

notting


Deine Antwort auf "E-Autos: Betriebskosten werden oft zu wenig berücksichtigt"

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