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MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

Wed Sep 05 21:04:07 CEST 2018    |    jennss    |    Kommentare (284)

tsi-egolftsi-egolf

E-Autos haben im Wesentlichen mit zwei Gegenargumenten zu kämpfen: Die eingeschränkte Reisetauglichkeit und der Preis. Die Sache mit dem Laden und der Reichweite muss jeder für sich abschätzen, wobei es aber sicher auch Gewöhnung ist bzw. ein Umdenken fordert statt zu tanken mit E-Auto dann zu laden. Und ähnlich ist es beim Preis: Man hat sich an niedrige Kaufpreise und hohe Fahrkosten gewöhnt. Woran man gewöhnt ist, das stört einen nicht, das ist akzeptiert. Beim Preis ist man m.E. zu sehr fixiert auf den Anschaffungspreis. Häufig wird vergessen, wie viel günstiger man mit E-Auto tatsächlich fährt. Je nach Vergleichsauto kann das ein beträchtlicher Unterschied sein. Man spart bei:

 

- Energie/Sprit

- Steuer

- Wartung

 

Und beim Kaufpreis liegen die Rabatte oft höher, wenn man berücksichtigt, dass es noch die Umweltprämie gibt.

 

Ein Bekannter von mir hat einen Golf mit 160 PS TSI, der nach Spritmonitor ca. 7,76 L./100 km Benzin verbraucht. Ein eGolf mit 136 PS liegt nach Spritmonitor im Schnitt bei 12,9 kWh/100 km. Ich habe ihm daher mal zum eGolf geraten. Wie sieht es beim aktuellen TSI aus?

 

Gehen wir mal von 10 Jahren Betriebszeit aus. Ja, der Akku des eGolf hat nur 8 Jahre Garantie bzw. 160000 km, aber er wird sicher nicht exakt danach kaputt gehen, zumal es eher so ist, dass die Kapazität langsam geringer wird. So hat beispielsweise ein Tesla nach 320000 km nur 6% Kapazitätsverlust gehabt. Beim eGolf wird es nach 320000 km mehr Verlust sein, da der Akku kleiner ist, aber an die Garantiegrenze (70 % Kapazität) wird er sicher kaum herankommen. Die dürfte reichlich Reserven beinhalten. Die anfänglichen Befürchtungen zur Akkulebensdauer scheinen sich bisher nicht zu bestätigen.

 

Für einen groben Vergleich nehme ich hier mal:

Benziner: Golf Comfortline 1,5 TSI 150 PS. Ausstattungsmäßig (inkl. 4 Türen, DSG, Climatronic, Standheizung, Discover Pro und LED-Scheinwerfer) grob angepasster Preis: 32865 €

 

Beim eGolf nehme ich die CCS-Schnellladedose und die Wärmepumpe dazu, um reichweitenmäßig weniger Einschränkungen zu haben (sehe ich als Must-have). Preis damit: 37500 €

 

Dem Benziner muss man jetzt zugute halten, dass der Kaufpreis niedriger sein kann, weil man ja nicht unbedingt die große Ausstattung des eGolfs nehmen muss. (wobei der eGolf übrigens auch Standklimatisierung, also Kühlung, hat).

 

Ich nehme mal eine durchschnittliche Jahreskilometerzahl von 20000 km, weil diese Strecke erfahrungsgemäß auch etwa die gleichen Gesamtkosten wie beim Diesel liefert, so dass ich mir den Diesel hier zu berechnen spare :).

 

1) Energie/Sprit

TSI: Nach Spritmonitor hat der moderne 1,5 TSI einen guten Verbrauch von 6,95 l.. Das macht dann über 10 Jahre:

10 Jahre x 20000 km/Jahr x 6,95 l./100 km x 1,45 €/l. (aktueller Schnitt) = 20155 €

 

eGolf:

10 Jahre x 20000 km/Jahr x 12,9 kWh/100 km x 29 Ct./kWh (aktueller Schnitt) = 7482 €

 

Differenz: 20155 - 7482 € = 12673 € (eigentlich brauche ich jetzt schon gar nicht mehr weiterrechnen... ;)) In einigen Gegenden findet man auch noch ganz gut kostenlose Ladestationen, womit die Rechnung noch positiver für den eGolf wird. Deutschland und Dänemark haben übrigens die höchsten Strompreise in Europa (mehr als 3x so hoch wie z.B. in Bulgarien).

 

EDIT: Die 12,9 kWh aus Spritmonitor sind wohl zu wenig, da die ersten beiden Accounts falsche Angaben haben und nicht alle die Ladeverluste mitmessen. Real dürfte man inkl. Ladeverluste wohl von 15 kWh ausgehen, was dann 8700 € entspräche. Die Differenz läge damit nur noch bei 11455 €.

 

2) Steuer

TSI: 50 €/Jahr

eGolf 0 €/Jahr

 

Differenz 10 x 50 € = 500 €

 

3) Wartung

Ja, da gibt es einen Bericht, von jemandem, bei dem der BMW i3 eine Wartung auf Kosteniveau eines Verbrenners hatte, aber das ist nicht der übliche Fall. Im eGolf-Forum las ich, dass die Wartung (ohne Ölwechsel) doch deutlich günstiger als bei einem Verbrenner ist.

 

Differenz: Schwer klar zu kalkulieren, aber auf jeden Fall pro eGolf.

 

4) Anschaffung

Hier schlägt die Stunde des Verbrenners. Nehme ich obige Preise, sieht es so aus:

Differenz: 37500 € - 32865 € = 4635 € pro TSI

 

Zwar liegen die eigentlichen Rabatte beim TSI höher, doch die Umweltprämie holt dies mehr als nur heraus. Daher wird die reale Differenz eher niedriger ausfallen. Nimmt man jedoch nicht alle diese Extras, dann liegt der TSI hier weiter vorne.

 

5) Wertverlust

Nach aktueller Lage (mobile.de) sehe ich bei E-Autos keinen höheren Wertverlust als bei Verbrennern. Eine Prognose für die nächsten Jahre ist schwer. Man darf dabei aus preislichen Gründen Gebrauchte nicht mit Neufahrzeugen, die wohl bald größere Reichweiten bekommen, vergleichen.

 

Fazit

Ich berechne keine Gesamtdifferenz, weil die zu individuell ist, doch insgesamt kann man schon nach der Spritkostenrechnung sagen, dass das E-Auto über die Laufzeit von 10 Jahren doch sehr viel günstiger ist als ein vergleichbarer Verbrenner, wobei Autos eigentlich noch länger als 10 Jahre halten, sehr wahrscheinlich auch die Akkus. Daher bitte nicht sagen, ein E-Auto wäre zu teuer ;).

 

Es gibt dann natürlich noch viele andere Argumente pro Verbrenner oder pro eGolf. Die möchte ich in diesem Artikel nicht weiter ausführen, zu unterschiedlich sind die persönlichen Präferenzen. Für manch einen passt ein E-Auto wegen der Langstreckentauglichkeit/Reichweite noch nicht bzw. es ist einem zu umständlich mit der Planung oder der zusätzliche Zeitaufwand mit den Ladestopps stört. Das ist vollkommen verständlich und ich will auch keineswegs sagen, dass ein E-Auto für jeden die goldene Lösung ist. Nur habe ich häufig den Eindruck, dass ein bisschen vergessen wird, wie viel ein E-Auto im Alltag doch sparen kann, da das Preisargument zugunsten des Verbrenners ziemlich oft zu hören ist. Schon nach 3 oder 4 Jahren kann man im Plus liegen und dann wird das E-Auto richtig günstig.

 

Ich habe hier übrigens bewusst nicht den 130 PS-TSI genommen, da der eGolf sich subjektiv schnell fährt. Öfter las hier schon, dass er bis 120 km/h gefühlt nahe an einem GTI liegt, auch wenn der 0-100-Wert meist nur knapp unter 9 s. gemessen wird (gewöhnlich besser als Werksangabe). Schade finde ich übrigens, dass es beim eGolf (anders als beim eUp) kein Schiebedach gibt, warum auch immer. Und die Wartezeitensituation bei den E-Autos ist auch nicht so ideal.

 

In der noch aktuellen AutoBild ist ein Test vom Hyundai Nexo. Dort wird gesagt, dass man die Wasserstofftechnik für die Zukunft hält. Gleichzeitig wird mit einer Grafik erklärt, dass der Energiebedarf über die Brennstoffzelle genau doppelt so hoch ist wie über einen Akku. Das muss man sich mal klar machen: Wie kann man eine Technologie, die die doppelte (!) Energie verbraucht, für die Zukunft halten? Ok., ich sehe auch durchaus eine spezielle Berechtigung für die Brennstoffzelle, nämlich bei Langstrecken, sofern das (teure) Tanknetz gut ausgebaut ist (ansonsten keineswegs). Aber die Zukunft ist es wohl nicht, eher eine Zukunft neben der Akkutechnik, so wie Diesel und Benzin auch eine Koexistenz pflegen, wobei ich denke, dass die Brennstoffzelle mangels Effizienz die deutlich kleinere Verbreitung haben wird. Energie und Kosten sind heutzutage doch sehr wichtige Punkte.

j.

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Wed Sep 05 21:32:13 CEST 2018    |    AgilaNJOY

Bei der Versicherung ist der e-Golf (gerechnet bei HDI mit SF 0) ca. 40 € teurer, also gleicht sich das mit der Steuer aus...

Ob die Steuer bei 0 bleibt, kann auch keiner sagen, das wird sich mit der Zeit sicher angleichen.

Reifen sind evtl. aufgrund des höheren Gewichts teurer.

Fairerweise sollte beim e-Golf auch noch ein Abo eines Stromanbieters für das mobile Laden eingerechnet werden, dazu ein Mietwagen für 1 Woche Urlaub im Jahr, den man wegen der fehlenden Reichweite nicht elektrisch macht.

Dass die Inspektionen billiger werden halte ich aufgrund der „unbekannten“ Technik für nicht wahrscheinlich, die Werkstätten wollen schliesslich auch was verdienen und bremsen muss ein Elektoauto auch, also sind auch Verschleissteile dran, die Hersteller schauen dann schon, dass auch mal was gemacht werden muss...

Der 130 PS Benziner wäre natürlich eher zum Vergleich geeignet, auch ein 110 PS Golf dürfte dem e-Golf ebenbürtig sein, wenn man von der Beschleunigung mal absieht - in der Endgeschwindigkeit ist der eh viel schneller...

Just my 2 Cents - ich bin nicht gegen die e-Mobilität, aber solch ein Vergleich sollte schon realistisch sein und hier merkt man schon, dass jenss die E-Autos mag... wie sieht es denn mit dem Kofferraum aus, ist der eingeschränkt? Dann noch die Dachträger und die Skibox dazu rechnen...


Wed Sep 05 21:48:29 CEST 2018    |    gato311

Ob man die 13 kw/h GELADENE Energie auch wirklich ganzjährig annähernd halten kann, halte ich auch noch für fraglich.

 

Jedenfalls bin ich mit meinem CNG Fahrzeug schon ab dem 1. km günstiger als mit dem E-Auto und kann jederzeit schnell nachtanken.

Klar, das E-Auto fährt schöner.


Wed Sep 05 21:55:46 CEST 2018    |    0cool1

Die Steuer bleibt auf jeden Fall für 10 Jahre bei 0 Euro. Versicherung ist immer individuell

Die Reifen sind die selben wie bei anderen auch, da sollte es keinen Unterschied geben. Man fährt mit dem E-Auto idr auch entspannter, das sollte gut für den Verschleiß sein.

Kommt drauf an, also ich war jetzt schon zwei mal im Urlaub mit dem e-Golf, war kein Problem.

Die ersten 2 Jahre bekommt man beim Neuwagenkauf dafür aber zur Not auch einen Wagen von VW gestellt.

Die Inspektionen sind günstiger, es fällt nur noch die Inspektionspauschale an. Ölwechsel entfällt

Gefühlt fährt er sich wie 150PS, bei der Vmax hält er natürlich nicht mit.

Der Kofferraum ist wie beim Golf inkl doppelten Ladeboden da gibt es keine Einschränkungen.


Wed Sep 05 21:56:41 CEST 2018    |    0cool1

Beim Verbrauch inkl. Ladeverluste geht mal von 15 kWh/100 km aus


Wed Sep 05 22:13:33 CEST 2018    |    jennss

Zitat:

Bei der Versicherung ist der e-Golf (gerechnet bei HDI mit SF 0) ca. 40 € teurer, also gleicht sich das mit der Steuer aus...

Ob die Steuer bei 0 bleibt, kann auch keiner sagen, das wird sich mit der Zeit sicher angleichen.

Ok., die Steuer ist im Vergleich zu den Energiekosten eh nur ein kleiner Punkt.

 

Zitat:

Fairerweise sollte beim e-Golf auch noch ein Abo eines Stromanbieters für das mobile Laden eingerechnet werden,

Warum Abo? Geht auch ohne.

 

Zitat:

dazu ein Mietwagen für 1 Woche Urlaub im Jahr,

Ok., der ist beim eGolf nur 2 Jahre umsonst (inklusive), für 1 Monat pro Jahr. Manche fahren trotzdem lieber mit dem eGolf in den Urlaub, was durchaus funktioniert, Schnelllader (CCS-Ladedose mitbestellt) vorausgesetzt.

 

Zitat:

Dass die Inspektionen billiger werden halte ich aufgrund der „unbekannten“ Technik für nicht wahrscheinlich, die Werkstätten wollen schliesslich auch was verdienen und bremsen muss ein Elektoauto auch, also sind auch Verschleissteile dran,

Bremsen haben deutlich weniger Verschleiß, da man viel mit Rekuperation bremst, womit die Felgen auch sauberer bleiben (weniger Waschkosten :D). Ich kann den Beitrag im E-Golf-Forum mal raussuchen. Die Wartung ist danach deutlich niedriger als beim Verbrenner.

 

Zitat:

Der 130 PS Benziner wäre natürlich eher zum Vergleich geeignet, auch ein 110 PS Golf dürfte dem e-Golf ebenbürtig sein, wenn man von der Beschleunigung mal absieht

Die Beschleunigung sehe ich als wesentlichen Punkt für die Leistungseinschätzung, aber auch das ganze Ansprechverhalten und so. Ja, die Höchstgeschwindigkeit ist beim E-Auto meistens deutlich niedriger, muss man als klaren Minuspunkt sehen. Ich habe hier sowieso keinen kompletten Vergleich, wollte nur mal die Kosten grob darlegen. Erst am Wochenende sagte mir jemand, dass ihm ein E-Auto zu teuer sei. Das hört man immer wieder.

 

Die Ladeverluste kommen evtl. dazu. Ich weiß nicht, wie die Leute das bei Spritmonitor messen. Der Kostenunterschied beim Sprit bzw. Strom ist aber derart groß, dass das schon fast egal ist.

j.


Wed Sep 05 22:48:02 CEST 2018    |    gato311

Ich hätte jetzt mal eher mit um 17 kw/h echtem Verbrauch inkl. Ladeverluste gerechnet. Da ich aber derzeit kein E-Auto fahre, fehlen mir die Praxiserfahrungen von den Kompakt-Kisten. Im Bekanntenkreis gibts an echten Powerusern, die auch wissen, was sie verfeuern nur Tesla- und Twizy-Fahrer...


Wed Sep 05 23:06:18 CEST 2018    |    jennss

Der Schnitt von 12,9 kWh auf Spritmonitor kann eigentlich nicht so falsch sein, aber ich bin unsicher, wie viele da die Ladeverluste mit drin haben. Um die gleichen Energiekosten zu haben wie beim 1,5 TSI, müsste man im Schnitt ca. 35 kWh verbrauchen :). Das schafft wohl nicht mal ein Tesla P100D (der liegt so zwischen 20 und 25 kWh, soweit ich weiß).

j.


Wed Sep 05 23:57:22 CEST 2018    |    nickydw

Egal wie man schiebt oder dreht, das E-Fahrzeug bleibt günstiger. Ich kann das gejammer über die hohen Fahrzeugpreise nicht mehr hören, die Leute sind zu blöd ALL ihre Kosten in den Taschenrechner einzugeben und zusammenzurechen. Da würde vielen ein Licht aufgehen. Was ich in letzter Zeit in Wartung in meinen Verbrenner investiert habe ist so langsam kriminell. Sobald der die Grätsche macht kommt was elektrisches her. Wenn man mit der Rekuperation umgehen kann halten die Bremsen bis zu 300tkm, gibt einige Tesla die das geschafft haben.

 

Zu der Berechnung. Die Daten zum Verbrenner sehen gut aus. Zum BEV habe ich zwei Anmerkungen. Die 13kWh kommen nie im leben hin, höchstens wenn auschließlich in der Stadt gefahren wird. Bei Autobahn oder Landstraße no way. Die Ladeverluste fehlen garantiert auch. Die Stromkosten sind wiederum m.M.n. zu hoch angesetzt. Ich habe vor einigen Monaten mal die Energiekosten für meine alltäglich Situation durchgerechnet. Ich lebe in einer eher teueren Region was Strom betrifft, trotzdem waren die günstigeren Angebote bei etwa 26,5c/kWh große Abnahme, günstigerer Preis. Natürlich ohne die ganzen Boni reinzurechnen, mit diesen wäre es nochmal 1-2cent günstiger. Die Grundgebühren sind nicht mit rein gerechnet, die bezahle ich so oder so auch ohne E Fahrzeug. Noch ein Tipp für die Sparfüchse (habe ich von einem Tesla Mitarbeiter bekommen) Wer sein Fahrzeug Nachts läd kann einen Nachtstrom Tarif wählen, dann kann man Nachts weitere 3-4 Cent sparen.


Thu Sep 06 08:20:27 CEST 2018    |    Goify

Zwei Anmerkungen meinerseits: Man sollte in die heimische Garage dann noch eine Wallbox oder mind. eine Kraftstromsteckdose nachrüsten, was nicht immer billig ist und wenn man durch die Rekuperation weniger bremst, heißt das, dass man öfter neue Bremsscheiben benötigt, da diese so noch eher verrostet sind und frühzeitig getauscht werden müssen. Das ist bei allen Autos ein Problem, bei VW-Konzern-Fahrzeugen war es sogar recht ausgeprägt trotz viel Langstrecke bei mir.


Thu Sep 06 08:28:15 CEST 2018    |    0cool1

Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, rechne mal lieber mit 15-16 kWh.

Die 12,9 kWh/100 km waren NEFZ-Angabe, da müsste man mit 10,8 kWh/100 km ab Batterie fahren. Das schafft man in der Stadt oder auch problemlos im Sommer, aber ganz sicher nicht im Jahresmittel.

Ich bin nun über 50000 km mit dem e-Golf gefahren und habe im Sommer einen Schnitt von 12 kWh/100 km und im Winter 16 kWh/100 km lt. BC. Dazu kommen noch 10-15% Ladeverluste.

 

Zu den Ladekosten selbst: Man kann jetzt im Worst-Case mit dem Strompreis von zu Hause rechnen, aktuell gibt es noch sehr viele kostenlose Ladesäulen oder Ladekarten an denen der Strom fast nichts kostet. Bei Maingau Autostrom (kann jeder bestellen und ist nicht auf eine Region beschränkt) zahlt man z.B. 2 oder 5ct/min, egal ob schnell oder langsam geladen wird. Beim e-Golf ergibt das dann kosten von 16-41 ct/kWh an AC (langsam) oder 3-7 ct/kWh DC (CCS/schnell).

 

Zu den Bremsen: Die halten tatsächlich sehr lange, man muss sie natürlich ab und zu mal freibremsen.

Die kosten für die Wallbox sind einmalig, eine Investition in die Zukunft für Elektroautos nach dem e-Golf.

Genau wie der e-Golf an sich auch, man hat anfangs höhere (Anschaffungs)-kosten, spart danach aber beim Unterhalt.

War ja bei Diesel/Benzinvergleichen nie anders. Diesel ist teurer und nach dem Kauf kommt die Steuer-Keule

 

Zum Schluss noch was zu den Kosten: http://www.manager-magazin.de/.../...liger-als-benziner-a-1187935.html


Thu Sep 06 08:35:05 CEST 2018    |    gato311

Bzgl. des Erhaltes der Bremse reicht es, einmal am Tag richtig reinzulatschen und gut isses.

Jedenfalls bei Tesla reicht das. Da sind dann auch bei unserem Klima nach 300000 km npch 70 % Belag drauf und die Scheiben i.O.

 

 

Langes Rumstehen im Regeln nach Salzdusche ist natürlich nie dolle.

 

Beim Twizy kann man machen was man will. Wenn man das Auto auf gesalzenen Straßen fährt, muss man 1x pro Woche die Bremse abduschen und trockenbremsen, sonst ist die in kürzester Zeit hin.

 

Hängt wirklich von Auto zu Auto ab.

 

Bei meinem Up/Mii CNG komme ich ja auch mit einem Satz Beläge problemlos meine 150000 km. Mit anderen Autos nicht mal die Hälfte.


Thu Sep 06 08:57:21 CEST 2018    |    Provaider

Jetzt machst die Rechnung noch mal mit dem Golf TGI und einen Golf der auf LPG Umgerüstet wurde ;)


Thu Sep 06 09:08:50 CEST 2018    |    gato311

Und dann rechen einen Golf mit CNG ab Werk.


Thu Sep 06 09:16:13 CEST 2018    |    0cool1

Der TGI ist ja ein Golf mit CNG ab Werk.

 

Gegen Erdgas kommt Elektro im Kostenvergleich natürlich nicht gegen an, keine Frage.

 

Aber man benötigt auch da die Tankstellen. Die nächste CNG-Tankstelle ist bei mir 15 km entfernt und würde jedes mal einen Umweg bedeuten.

 

Strom hab ich zur Not auch zu Hause :D


Thu Sep 06 09:39:24 CEST 2018    |    laptop24

Es gibt die Leute, mit eigenem Haus und angeflanschter Garage, mit Haushaltssteckdose in eben dieser. Das läuft dann alles über den vorhandenen Stromzähler und schlägt lediglicht mit den üblichen 0,27€/kWh zu Buche.

 

Es gibt aber auch Leute, die Wohnen in einer Wohnung, und haben entweder gar keine Garage, oder einen Stellplatz in einer Sammelgarage (z.B. Tiefgarage). Da die meisten Garagenstellpätze separate Eigentumseinheiten sind, sind diese nicht selten NICHT an den Stromzähler der Wohnung angeschlossen, sondern hängen entweder an der Gemeinschaftsanlage oder haben gar keinen Stromanschluss. Diese Leute brauchen dann also einen neuen eigenen Stromanschluss in der Garage, der über einem eigenen Zähler läuft, der wieder eigenständig Kosten verursacht. Bei diesen Leuten kommen also zu den 27 Cent/kWh nocht die Zählermiete von - sagen wir - 6€ pro Monat hinzu (ca. 75€ im Jahr). Zusätzlich zu den Installationskosten für Leitung und Steckdose/Wallbox.

 

Ich habe selber kein e-Auto, da ich keine Möglichkeit zum laden habe. Aber wie ich immer wieder lese, sind die Unterwegs-Lademöglichkeiten längst nicht (mehr) alle kostenlos. Da wird nicht selten sogar von ganz erheblichen Preisen gesprochen, zumindest aber von einem Sack voll undurchschaubarer Abrechnungsmodalitäten. Und wenn ich erst eine Doktorarbeit über die Kosten eines Autos anfertigen muss, dann nehme ich das, was sich mit vertretbarem Aufwand durchrechnen kann.

 

Ich denke, der Beitrag ignoriert diesen Punkt doch wohlwollend zugunsten der Rechtfertigung eines e-Autos.


Thu Sep 06 09:54:55 CEST 2018    |    xbu94

Abgesehen davon, dass das vielleicht eine Alternative darstellt solange nicht zu viele diese nutzen.

 

Unser Stromnetz ist nicht für eine solch enorme Last ausgelegt.

Erinnere mich an einen Bericht, in welchem die Kapazitäten der städtischen Stromleitungen aufgezeigt wurden.

Also ab 25-30% E-Autos in der Stadt wird es wohl sehr kritisch.

 

Ebenso bei kleineren Kommunen auf dem Land. Dort sind meist die Leitungen und Sicherungen gar nicht für einen solchen Zuwachs ausgelegt.

 

Man könnte diese Richtung noch weiter ausführen, aber ich will damit lediglich darauf hinweisen, dass die Infrastruktur bei einem Anstieg der E-Autos ebenfalls ausgebaut werden muss. Das macht die Ökobilanz die sich viele zurecht legen zunichte.


Thu Sep 06 10:09:33 CEST 2018    |    0cool1

Ich gehöre zu Letzteren, wohne in einer Wohnung, kein fester Stellplatz und die Garagen, sofern ich denn eine mieten würde, ist auch ohne Stromanschluss.

Dafür kann ich beim Arbeitgeber und beim Einkaufen das Auto aufladen, auch sonst gibt es viele Ladesäulen in der Umgebung.

Die Lademöglichkeiten an der Autobahn werden nach und nach kostenpflichtig oder sind es bereits, aber wie oben schon gesagt, gibt es ein paar Roaming-Anbieter die das Aufladen kostengünstig ermöglichen.

Man kann natürlich auch die jeweilige Lösung des Ladesäulenbetreibers oder eines anderen Roaming-Anbieters nehmen, zahlt dann aber gerade bei letzterem deutlich mehr. Dafür bekommt man dann aber auch Zugang zu über 60000 Ladesäulen in ganz Europa. Dann bezahle ich eben mal 7 oder 8 Euro für einen Ladevorgang, das geht in den Kosten unter.

Wer natürlich keine Lust oder Zeit dazu hat sich mal kurz mit dem Thema (der Autokauf ist eigentlich sowieso immer sehr zeitintensiv) auseinander zu setzen darf natürlich gerne einfach teuer Tanken fahren

 

Hier: https://www.goingelectric.de/stromtankstellen/ sind viele Ladesäulen in einem Verzeichnis gesammelt, inkl. der Zusatzinformationen über Freischaltung, Kosten, ggf. Öffnungszeiten, auch Störungen werden hier eingetragen.

 

Für Langstrecken gibt es einen Routenplaner https://www.goingelectric.de/stromtankstellen/routenplaner/ mit dem man eine Langstrecke in ein paar Minuten planen kann.

 

Nichts­des­to­trotz ist es natürlich noch komplizierter als die Kartenzahlung an der Tankstelle.

 

Auch wenn hier noch verschiedene Extra-Kosten wie Wallbox, Zählermiete oder Stromkosten für öffentliche Ladevorgänge genannt werden, ist das Elektroauto in Summe trotzdem noch günstiger.


Thu Sep 06 10:18:07 CEST 2018    |    0cool1

Das Stromnetz ist auch so für viele Dinge nicht ausgelegt und wird deshalb ständig ausgebaut.

Stromnetze werden oft auf 30-50 Jahre in die Zukunft geplant, da ändert sich natürlich einiges.

Berlin hat erst kürzlich bekannt gegeben, dass 250.000 E-Autos in der Stadt mit heutigem Netz gar kein Problem darstellen (https://www.tagesspiegel.de/.../22768386.html)

Natürlich müssen auf unterster Ebene ggf. Hausanschlüsse oder Trafos verstärkt werden, da der Gleichzeitigkeitsfaktor bei Elektroautos eine andere Rolle spielt.

Lädt man das Auto über die normale Haushaltssteckdose, braucht es annähernd selbe Leistung wie ein Fön oder Wasserkocher (2,3 kW):

Lädt man das Auto über eine Wallbox sind je nach Modell Leistungen von 3,7-22 kW möglich. Ein Herd hat ~11 kW.

Also würde das Netz auch zusammenbrechen wenn alle gleichzeitig Haare föhnen oder kochen.

Es ist natürlich wahrscheinlicher, dass viele Leute ihr Auto gleichzeitig laden (allein schon durch die langen Ladezeiten), aber bei 300, 400 oder 500 km ist ein tägliches Laden gar nicht erforderlich.


Thu Sep 06 11:18:52 CEST 2018    |    jennss

Ich denke jetzt auch, dass 15 kWh eher hinkommen, denn bei Spritmonitor sind die ersten beiden Accounts mit falschem Verbrauch, schlecht eingetragen und viel zu niedrig. Diese müsste man also nochmal rausrechnen. Und 2. messen wohl auch nicht alle die Ladeverluste mit.

 

Zitat:

Man sollte in die heimische Garage dann noch eine Wallbox oder mind. eine Kraftstromsteckdose nachrüsten, was nicht immer billig ist

Muss man nicht. Mit dem Ladeziegel geht das nachladen des Alltagsverbrauch über Nacht und wenn man in der Nähe einen Schnelllader hat, kann man dort ggf. fix auffüllen, wenn nötig. Aber praktisch ist es schon, wenn man auch zuhause etwas schneller laden kann. An der Steckdose mit Ladeziegel sind 2,3 kW das Maximum.

 

Zitat:

und wenn man durch die Rekuperation weniger bremst, heißt das, dass man öfter neue Bremsscheiben benötigt, da diese so noch eher verrostet sind und frühzeitig getauscht werden müssen.

Die letzten Meter, also unter 15 km/h werden immer mit der normalen Bremse abgebremst, weil es mit Rekuperation da nicht funktioniert. Zudem werden die Scheiben auch bei stärkeren Bremsvorgängen genutzt. Ich denke, das verhindert ein Rosten.

 

In einem eGolf-Test schrieb jemand:

Zitat:

Die Instandhaltungskosten bleiben gering da weder Zündkerzen, Öl, Kupplung, Turbolader, Nockenwelle, Zahnriemen, Steuerkette, Abgasanlage, Lichtmaschine etc vorhanden sind. Der E-Motor sollte ewig halten und auf den Akku gibt es 160.000 KM oder 8 Jahre Garantie.

Eine schöne Liste, finde ich :).

 

Zitat:

Ich habe selber kein e-Auto, da ich keine Möglichkeit zum laden habe. Aber wie ich immer wieder lese, sind die Unterwegs-Lademöglichkeiten längst nicht (mehr) alle kostenlos. Da wird nicht selten sogar von ganz erheblichen Preisen gesprochen, zumindest aber von einem Sack voll undurchschaubarer Abrechnungsmodalitäten. Und wenn ich erst eine Doktorarbeit über die Kosten eines Autos anfertigen muss, dann nehme ich das, was sich mit vertretbarem Aufwand durchrechnen kann.

 

Ich denke, der Beitrag ignoriert diesen Punkt doch wohlwollend zugunsten der Rechtfertigung eines e-Autos.

Jein :D. Ich finde die Undurchschaubarkeit der Preise an den Ladesäulen auch ärgerlich. Gewöhnlich ist es aber so, dass man die Preise der bevorzugten Ladestationen nach ein paar Ladevorgängen kennt und einschätzen kann. Das pendelt sich dann ein. Auch ohne häusliche Lademöglichkeit ist ein E-Auto ok.. Je größer der Akku, desto besser, weil man sonst öfter nachladen muss. Beim eGolf müsste ich z.B. im Alltag alle ca. 4 Tage laden, um immer noch etwas Reserve drinzubehalten. Das wäre hier bei Rewe an der Ladesäule bei uns kein Problem, da ich da fast täglich einkaufe und nicht selten sind das 30 Minuten (inkl. Autozeitschriften vor der Kasse angucken :D). So könnte ich fast täglich nebenbei vollladen. Nur, wenn man unterwegs ist, lädt man ggf. mit unsicheren Kosten an unbekannten Ladesäulen. Das ist eigentlich nicht so oft. Ich stimme dem aber absolut zu, dass sich bei der Transparenz der Preise was ändern muss.

 

Zitat:

Unser Stromnetz ist nicht für eine solch enorme Last ausgelegt.

Erinnere mich an einen Bericht, in welchem die Kapazitäten der städtischen Stromleitungen aufgezeigt wurden.

Also ab 25-30% E-Autos in der Stadt wird es wohl sehr kritisch.

Da hängt es wohl vom Bericht ab. Soweit ich informiert bin, könnte das Stromnetz sogar schon jetzt den kompletten Wechsel auf E-Autos vertragen, wenn nicht alle gleichzeitig laden würden :). Es muss also "nur" noch daran gearbeitet werden, die zeitweiligen Spitzenwerte liefern zu können. Aber wie gesagt, da wird wohl sehr unterschiedlich berichtet. Deutschland braucht ca. 24% mehr Strom, wenn alle Autos schlagartig auf Elektroantrieb wechseln würden, las ich. Nicht wenig, aber vielleicht doch weniger als man vermuten könnte.

 

CNG ist derzeit ein Geheimtipp zum Sparen. Muss ich mir mal angucken, was da rauskäme. Schnitt beim CNG-Golf sind 4,35 kg (oder Liter?). Und hier habe ich einen Kostenrechner gefunden: http://www.lpgrechner.de .

Edit: Im VW-Konfigurator ist kein Erdgas-Golf mehr :(, kann ich somit nicht vergleichen. Kommt der wieder rein?

 

PS: Habe im Artikel einen Absatz mit 15 kWh-Verbrauch editiert.

j.


Thu Sep 06 12:45:13 CEST 2018    |    0cool1

Der Erdgas-Golf ist dank WLTP erst 2019 wieder bestellbar


Thu Sep 06 12:59:22 CEST 2018    |    Neoelectric

Ich bin erstaunt.. 7,7 L/100km für einen aktuellen Kleinwagen?! Mein dicker braucht bei etwa doppelter Leistung aus einem Sechszylinder mit Permanentallrad auf 19" 255er kaum mehr Kraftstoff.


Thu Sep 06 13:09:43 CEST 2018    |    jennss

Zitat:

7,7 L/100km für einen aktuellen Kleinwagen?!

Welchen meinst du? Der eingangs erwähnte Golf meines Bekannten? Das ist ein Golf 6 1,8 TSI mit 160 PS und er macht sich ein bisschen Gedanken, ob er wechseln will. Der Golf ist kein Kleinwagen, sondern Kompaktklasse. Welcher 6 Zylinder mit Allrad und 19" ist das bei dir? Dann mal schauen bei Spritmonitor.

j.


Thu Sep 06 13:29:59 CEST 2018    |    BravoI

Ich möchte gerne wissen, was verdiennen E-Fahrer? Jennss verdient auch genug viel für eine BMW Plug-in-hybid.

 

Ich kenne keine Putzfrau oder Leiharbeiter oder Führerscheinneulinge, welche aus Spargrunden eine E-Auto gekauft haben.

Eine MT User hat vor kurzem geschrieben - aus Spargrunden hat sich eine neu Golf für 16k € gekauft haben. Jetz in vergleich zu E-Golf hat er eine "Gutschein" in Wert von 16k €.

 

Ich habe schon mehr mals scharf berechnet (nich so grob, wie Jennss) und es war Matematisch E-Auto zu teuer für mich.

 

Selbs wenn die Kosten gleich wäre, habe ich Problemm mit Laden, zuhause und Arbeitzplatzt kann ich nicht, und ich fahre oft lange Strecken, welche will ich so schnell, wie möglisch beweltigen, hier Verbrener hat eine Vorteil.

 

In meine letzte 21 Jahren war keine Motor oder Turbo kaputt gegangen. Bei richtige Umgehen mit Bremsen halten sie lang genug, bei meinem letztem Auto, nach 50t km waren sie bei ca 50% - ich habe keine Sorgen.

 

Meine Chefs haben eine Tesla Model S zu verfügung, aber, wenn Sie schnell von A nach B möchten, dann springen Sie ein in ABM und geben voll Gas.

 

Gruß. I.


Thu Sep 06 13:47:33 CEST 2018    |    0cool1

Ja was verdient man? Auf jeden Fall so viel, dass man sich das auch vorher leisten konnte mit dem Diesel oder Benziner zu fahren. Auf lange Sicht oder mit vielen Kilometern ist das E-Auto ja günstiger. Der hohe Anschaffungspreis schreckt natürlich ab, aber wenn ich aktuell sehe, dass ich für 1,17 €/100 km durch die Gegend stromer oder im letzten Monat nur 30 Euro für 4200 km ausgegeben hab, dann relativiert sich das ganze schon wieder...

 

Für Fahrten unter Zeitdruck (was man eigentlich eh nicht machen sollte) ist das E-Auto nichts. Es entschleunigt und entspannt im Alltag und auf langen Strecken. Man ist zwar länger unterwegs, aber die Zeit vergeht wie im Flug.


Thu Sep 06 13:58:41 CEST 2018    |    BravoI

Wenn ich will, oder mich leisten kann, so lange Unterwegs sein, wie eine E-Fahrer, dann muss ich eine LKWtempo haben,

bei LKWtempo sink Verbrauch, bei mir - 4,6L. Aber, wer will so langsamm Uterwegs sein?

Ich fahre oft mit Navi und komme oft am Ziel, wie es Navi ausgerehnet habe und bei solchen Tempo habe ich nach letzten 10k km 5,6L Sommerverbrauch.

 

Gruß. I.


Thu Sep 06 14:07:24 CEST 2018    |    PIPD black

Auch andere VW-Fahrer müssen ihre Bremsen nutzen, um zum Stehen zu kommen. Trotzdem gibt es genug Fälle von vergammelten Bremsen (insbesondere Hinterachse). Nach dem Wechsel ist der Spuk vorbei. Heißt also, es wird ab Werk "komisches" Zeug verbaut. Da kann man nur hoffen, dass man bei den E-Fahrzeugen anderes Material verwendet.

 

Die CNG-Modelle mögen grds. günstig fahren. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen aber, dass die Hersteller die Technik nicht im Griff haben und Kunden z. t. im Regen stehen lassen. Wer dann mal mit dem 14-l-Benzin-Nottank unterwegs sein muss, weiß, dass das totaler Mist ist. Dazu kommen immer noch Probleme mit Gasdruckreglern, Magnetventilen und natürlich den Tanks. Bei Audi gibt es welche aus Kunststoff, bei VW wird aber noch Stahl verbaut. Wenn man am Ende dann seine Kraftstoffersparnis mit den (unnötigen) Reparaturkosten zusammenrechnet, macht CNG wirtschaftlich gesehen schon keinen Sinn mehr.


Thu Sep 06 14:13:56 CEST 2018    |    Goify

Für Neuwagenkäufer mag ein E-Auto finanziell sinnvoll sein. Bei einem Gebrauchtwagenkäufer sieht das schon anders aus. Das, was es gebraucht im Rahmen bis 10.000 € gibt, sind Renault Twizy und Smarts, sowie viele Renault ZOE - also Kurzstreckenfahrzeuge. Will jemand seinen vorhandenen Diesel oder Benziner in Kompaktgröße ersetzen, findet er nichts.


Thu Sep 06 14:20:16 CEST 2018    |    0cool1

Das ist nicht ganz richtig.

In Kompaktklasse findet er den Nissan Leaf, nur unweit teurer als die Zoe und mit selber Reichweite.

Wer VW fahren will muss etwas mehr Geld ausgeben, da gibt es ab 13000 Euro den e-up! oder für weitere 5000 Euro mehr den e-Golf. In der Preisregion ist dann auch der BMW i3, der ist dann allerdings viel kleiner, hat zwar viel Kopffreiheit und ein gutes Innenraumgefühl, der Kofferraum ist aber eher Polo-Größe


Thu Sep 06 14:24:48 CEST 2018    |    Goify

Zitat:

Das ist nicht ganz richtig.

In Kompaktklasse findet er den Nissan Leaf, nur unweit teurer als die Zoe und mit selber Reichweite.

Von 406 auf mobile angebotenen Nissan Leaf sind genau drei Stück billiger als 10.000 € mit 5 bis 7 Jahren Alter und teils über 200.000 km. Also dein Argument gilt vielleicht erst in zwei Jahren, allerdings ist fraglich, was man dafür dann überhaupt bekommt.


Thu Sep 06 14:29:18 CEST 2018    |    laptop24

Ich habe mir vor 5 Monaten einen Benziner gekauft. Bei der Kaufentscheidung habe ich wochenlang hin- und hergerechnet, ob nicht irgendwie der GTE machbar wäre.

 

Der Grundpreis vom GTE war 10000€ höher als vom Benziner. Der hatte zwar etwas mehr Ausstattung serienmäßig, aber weitgehend Tinneff, auf den ich keinen Wert lege.

 

Dazu kam, dass ich auf den Benziner fast 13% Rabatt bekommen habe, für den GTE hätte ich nur 7% bekommen.

 

Kaufpreisvergleich:

 

Benziner: 35000€ minus 4500€ Rabatt = 30500€.

GTE: 46000€ minus 3200€ Rabatt = 42800€.

Beim GTE bekommt man noch 3000€ Extraprämie. Dann ist man noch bei 39500€.

 

Fragt man dann mal die Bank ist es für die durchaus ein Unterschied, ob sie 30000€ oder 40000€ finanzieren.

 

Was nützt es einem, wenn der Wagen durch geringere Kosten an der "Tankstelle" über 10 Jahre Laufzeit günstiger ist, als ein Benzier. Bezahlt (und ggf. finanziert) werden muss der Wagen am Anfang. Billiger wird er erst über die Zeit durch geringere Betriebskosten.

 

Deshalb kann ich BravoI's Einwand durchaus nachvollziehen. E-Mobilität muss man sich leisten können.


Thu Sep 06 14:35:40 CEST 2018    |    0cool1

Na gut, da sind mal mehr mal weniger Leafs unter 10000€. Besser ist man kauft für 13 oder 15000 Euro ein.

 

Ich hatte die Entscheidung e-Golf oder GTE im letzten Jahr. Eigentlich wollte ich den e-Golf, dachte aber, na gut, schaust du trotzdem mal. Der höhere Gebrauchtwagenpreis und die Erkenntnis, dass ich dann ja trotzdem 4 Liter/100 km Benzin tanken muss haben mich dann allerdings ziemlich schnell wieder zum e-Golf gedrängt.


Thu Sep 06 14:44:20 CEST 2018    |    Goify

Ocool1, dass kann ich nachvollziehen. Aber wenn man sich ein Limit von 10.000 € setzt und nur bar zahlt, kann man nicht mal eben 15.000 € ausgeben.


Thu Sep 06 14:47:00 CEST 2018    |    0cool1

Auch das kann ich nachvollziehen.

Bis es in der Preisklasse Gebrauchtwagen gibt wird es auch noch dauern.

Wir haben ja nicht mal für jeden Bedarf Neuwagen


Thu Sep 06 14:52:53 CEST 2018    |    Goify

Richtig, die Hand voll E-Autos, die man auch tatsächlich kaufen kann, deckt nicht alle Bedürfnisse ab. Gebraucht ist das noch schlechter. Da ich die E-Mobilität kommen sehe, habe ich mir daher für den Übergang ein günstiges Auto gekauft, bis es dann so weit ist und ich auf was Elektrisches umsteige. Optimal wäre für mich das Model 3, aber den gibt es noch nicht bei uns und ist auch noch zu teuer.


Thu Sep 06 14:58:29 CEST 2018    |    laptop24

Für manche Leute mag es egal sein, was sie kaufen, solange es fährt. Ich gehöre nicht dazu. Wenn ich einen Passat haben will, dann kaufe ich keinen Leaf. Genauso wie ich keinen e-UP kaufe, wenn ich einen Ionic haben will.

 

Es gibt schon nette e-Mobile. Keine Frage. Der Hyundai IONIC zum Beispiel gefällt mir recht gut, aber auch der neue Leaf. Wenn ich mir dann aber das Gesamtpaket der Beschaffung ansehe...

 

Meine harten Kaufkriterien waren: Sitze mit Memory, Abstandsregeltempomat.

Weichere Kriterien waren: KEIN Leder, Sitzheizung hinten.

 

Da der IONIC kaum konfigurierbar ist, muss man sich für eine der drei Ausstattungsvarianten entscheiden. Sitzmemory bekommt man gar nicht.

 

"Ok" könnte man vielleicht noch drauf verzichten.

 

Laden kann ich bei mir nicht. Die nächsten beiden Ladesäulen sind 1,5km entfernt. Keine riesige Entfernung. Das kann man laufen, mit dem Fahrrad oder dem Bus fahren. Muss man halt einmal hinbringen und einmal abholen... alle paar Tage. Aber Schwamm drüber.

 

Kostet mit 33T€ als Importwagen auch nur 5T€ mehr als, ein ähnlicher Benziner.

 

Aber wenn ich mir die Liste der Kompromisse dann ansehe und mich frage "warum und wofür?", dann stelle ich fest; das Auto ist nicht das richtige für mich.

 

Meine Umweltliebe geht nicht so weit, dass ich "Himmel und Hölle" in Bewegung setze, gegen alle Widerstände einen E-Wagen zu fahren. Warum sollte ich ein Auto kaufen, dass weder meine Erfordernisse, noch meine Wünsche erfüllt? Nur weil - oder damit - es mit Strom fährt?


Thu Sep 06 15:11:03 CEST 2018    |    Goify

Ich glaube, um die Umwelt geht es den allerwenigsten, wenn sie ein E-Auto kaufen. Wem die Umwelt wichtig ist, versucht erst mal das Auto so weit wie möglich durch den ÖPNV zu ersetzen, verzichtet auf Fleisch und dämmt sein Haus (in Maßen, nicht Massen) oder schraubt sich eine Solaranlage auf das Dach. Erst weit dahinter würde ich ein E-Auto ansiedeln und noch viel weiter hinten ein neues E-Auto, was unabhängig davon, was genau in der Batterie steckt, erst mal eine sehr große Umweltbelastung bei der Herstellung darstellt.


Thu Sep 06 15:29:56 CEST 2018    |    0cool1

Also gerade das Model 3 ist doch optimal.

In erster Linie natürlich für die, die sich eh Neuwagen ala C-klasse, A4 oder 3er kaufen, leasen, wie auch immer finanzieren.

Das ist auch nicht teurer sondern genauso teuer oder günstiger.

Natürlich wird es auch da keine 20k Jahreswagen oder 12k Leasingrückläufer nach 3 Jahren geben.

Aber früher geht es auch bei anderen Herstellern nicht los

VW Neo in Pologröße ab 2020 für 30k, evtl 2019 Peugeot 208 oder Opel Corsa EV


Thu Sep 06 15:34:40 CEST 2018    |    0cool1

Wegen der Umweltfreundlichkeit gibt es ja eh laufend Streit. Die einen sagen so, die anderen so. Manche wollen es nicht wahr haben. Unbestritten ist aber, dass das E-Auto viel ruhiger und lokal emmisionsfrei ist.

Die Masse der Autofahrer wird man nur über den Geldbeutel überzeugen können.


Thu Sep 06 15:40:48 CEST 2018    |    BravoI

Die Mehrferdiener haben großere Geldbeutel und Sie könnten sich E-Auto leisten.

Die Arme kaufen neu/tageszulassung für 10 - 16k €, oder eine gebrauchte für ca 10k €.

 

Gruß. I.


Deine Antwort auf "E-Autos: Betriebskosten werden oft zu wenig berücksichtigt"

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