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03.06.2016 15:07    |    Andi2011    |    Kommentare (65)    |   Stichworte: Sicht der Dinge

Ja ich bin schnell! Ich kann sogar privat wie im Beruf mehrere Aufgaben gleichzeitig im Kopf behalten und nacheinander, teils sogar zeitgleich bearbeiten. Ich bin körperlich wie geistig und auch fahrtechnisch durchaus in der Lage ein Auto auch bei 200 h/km zu fahren und ich kann - wenn ich will- den Wochenendeinkauf in weniger als 30 Minuten absolvieren (inklusive Parkplatzsuche;))

 

Aber warum das alles?

Ich stelle immer mehr fest, schnell sein reicht oft nicht mehr aus, nein, alle müssen immer schneller sein und werden...schneller an der Kasse, am besten Erster, schneller auf der Autobahn als alle Anderen, schneller als die "Konkurrenz"...

 

Ich habe beruflich viel mit Zeitmanagement zu tun und mir ist mittlerweile schon lange klar geworden, dass Zeit sich gar nicht managen läßt, sie steht uns zur Verfügung und wir können sie nutzen, mehr oder weniger selbstbestimmt, meist ist es aber durchaus unsere Entscheidung.

 

Dabei ist es aber doch so, dass dieser "Beschleunigungs-Schnellsein-Wahnsinn" tatsächlich wenig bringt. Im Gegenteil, er fordert Nerven und schlimmstenfalls Opfer - auf jeden Fall bereitet er Stress.

"Abschalten", "Auftanken", "anderen mal den Vortritt lassen" sind Eigenschafften die scheinbar immer mehr verloren gehen.

Also habe ich diese Woche ganz bewusst mal anders verbracht...

 

Ich bin generell auf meinem Arbeitsweg kein "Raser" geht auch gar nicht, denn die Strecke ist durchgängig tempolimitiert und meist mit Baustellen versehen. Nicht umsonst habe ich für genau diesen Weg den kleinen Hyundai i10 angeschafft. Diese Woche habe ich aber bewusst auf "Langsamkeit" Wert gelegt, hab jedem der Einbiegen wollte gern den Vortritt gelassen, das Einfädeln so leicht es geht gemacht und versucht die Uhr gar nicht zu beachten.

 

Bevor jetzt die ersten "Autobahnschleicher" und "Spaßbremse" schreien, ich bin kein Oberlehrer, ich habe niemanden behindert, bin einfach nur entspannt gefahren, hab nicht zwingend jeden LKW überholt, sondern bin einfach mal ganz rechts geblieben, wenn die Abfahrt eh in vier Kilometern kam. Und Spaß am Autofahren verbinde ich persönlich mittlerweile kaum noch mit Tempo.

 

An der Kasse beim Einkaufen, habe ich bewusst Leute vorgelassen und wenn ich in einer Schlange stand und eine weitere Kassiererin mit den Worten "Kommen Sie auch zu Kasse 3" vorbei ging, schubste und drängelte ich nicht los in Richtung der noch leeren Kasse sondern blieb stehen und schaute mir das Treiben an.

 

Ach ja, ich hab mein Handy in der Tasche gelassen, eine Angewohnheit der letzten Jahre an der Kasse stehend mal eben Mails checken usw. führt nämlich dazu, das man viel um sich herum verpasst.;)

Überhaupt das Handy...nein ich habe es nicht ausgeschaltet und will es nicht verteufeln, ich hab nur nicht ständig das Ding rausgeholt und in der Hand gehabt - zwei dreimal am Tag und gut war`s.

 

Ich hab den Fernseher abends mal aus gelassen und stattdessen mit den Hunden gespielt und (auch wenn es wirklich schwer war) ich habe auch ein paarmal einfach nur so, ohne was zu tun im Garten gesessen und NICHTS gemacht ausser meinem Kopf eine Auszeit gegönnt, was nicht selten irritierte Blicke und Nachfragen „ob es mir gut gehe“ auslöste.

Was war noch so in dieser Woche...ach ja, ich war wenig auf MT und einmal im Wald spazieren, ganz allein, das erste Mal seit Jahren...war schön! :)

 

Ich wollte euch –liebe Leser- einfach mal davon berichten, euch nicht belehren das ihr was anders machen müsst oder sollt, aber vielleicht anregen zum regelmäßig mal stehen bleiben und Nachdenken ob es so wie es ist, für euch ok ist?!

 

Danke für`s lesen!

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07.06.2016 18:34    |    K12B

"Man existiert einfach nicht mehr" sagt sich so leicht. Ich denke zwar auch dass es so, oder ähnlich sein wird, aber gerade das macht Angst. Wie soll das gehen, klar für andere ist man einfach nicht mehr da, aber für sich selbst?

Wie ein unendlicher Schlaf? Schon beängstigend und irgendwie schade wenn es so wäre.

Alternativ dazu halte ich Wiedergeburt für gar nicht so unwahrscheinlich, auch wenn ich kein Buddhist bin.


07.06.2016 19:38    |    Newman100

Dazu musst du kein Buddhist, sondern lediglich Christ oder Katholike sein. Das finde ich beängstigend, dass da gar nichts mehr ist. Man merkt dann auch wie sekundär materielle Statussymbole sind - mitnehmen kann man sich dann wirklich nichts. Auch wenn ich Millionen auf dem Konto habe, bin ich morgen nicht 20 wenn ich 70 bin - bezogen auf die körperliche Alterung. Siehe Costa Cordalis oder Katja Burkhard.

Das Leben sollte man trotzdem aber nicht vergessen zu genießen.

Was ich "gut" finde, dass auch reiche Menschen dem Tod nicht entkommen - irgendwo sind wir am Ende gleich.

Letzte Woche wurde bei mir im Ort ein Junge mit 20 Jahren, also in meinem Alter beerdigt, der bei einem Autounfall gestorben ist.

Was hätten den Eltern da Millionen am Konto gebracht? Geld kann den Verlust eines Kindes nicht gut machen, vielleicht nur erträglicher.

 

Wisst ihr deshalb zweifle ich auch an einem Gott oder übermenschliche Kreaturen. Was soll das für ein Gott sein, der Menschen sterben lässt, die noch ihr ganzes Leben vor sich haben?


07.06.2016 20:07    |    Andi2011

Eine - aus religöser Sicht- Antwort darauf wäre wohl, dass es nicht (kein) Gott ist, der Menschen jung oder auf schreckliche Art sterben läßt, sondern der Mensch selbst oder die Umstände die ihm widerfahren.

Uns ist so was wie eine freier Wille, eine Selbstbestimmung gegeben - andersherum könnte man dann fragen, was ist das für ein Gott, der sich einmischt und unsere Entscheidungen/Umstände/Taten einfach revidiert und uns so die Möglichkeit der Entwicklung nimmt.


07.06.2016 20:20    |    Newman100

So kann man es auch sehen. Jedenfalls beides negativ in Hinblick auf das Unfehlbare wie Gott.


07.06.2016 20:42    |    Andi2011

Ein Gott welcher Art auch immer könnte ja auch gar nicht unfehlbar sein, denn wer sollte beurteilen was an seinen Entscheidungen unfehlbar wäre und was nicht - der Mensch würde das entscheiden und dieser wird sich nie einig sein, was der eine richtig findet findet ja der nächste falsch;)

 

Ich habe auch bis heute keine feste Meinung dazu, ob es nach unserem sterben noch was gibt, ist ja vielleicht sogar gut.

Wissenschaftlich betrachtet, sind wir ja auch nicht weg wenn wir sterben, sondern wir bzw. das aus dem wir bestehen verwandelt sich nur in was anderes, existiert aber weiter, in neuer Form.

Ähnliches könnte man auch von dem denken was wir meist Seele nennen.

 

PS: Für einen 20 Jährigen denkst du sehr weit über solche Sachen, das finde ich prima!


07.06.2016 20:49    |    Newman100

Was meinst du mit weiter existieren? Inwiefern wissenschaftlich?

 

Ja, ich weiß in meinem Alter sollte man eher das Leben genießen, als über sowas nachzudenken. Aber immer wenn ich so Todesanzeigen von Leuten in meinen Alter in der Zeitung sehe, dann wird mir bewusst, dass es mich in meinem Alter auch schon überall erwischen und das letzte Stündlein geschlagen haben könnte. Bin ja selbst auch mit dem Auto unterwegs. Ich weiß nicht, wie ihr das seht...


07.06.2016 21:02    |    Andi2011

Damit meine ich die Stoffe aus denen wir bestehen, Sauerstoff, Kohlenstoff, Wasserstoff, Mineralstoffe usw. bis hin zu den Atomen. All das löst sich ja nicht ins NICHTS auf, sondern wird nur wieder "frei" geht neue Verbindungen ein usw. - das ist letztlich einfache Biologie oder der Kreis des Lebens wenn man es so sagen will.

 

Die wenigsten Menschen denken wirklich über den Tod nach, deshalb ist es schon besonders wenn das jemand in jungen Jahren tut. "Lebe heute, morgen kann es vorbei sein" stimmt ja, nur macht man sich das nicht tgl. bewusst (wäre auch irgendwie komisch).


07.06.2016 21:12    |    Newman100

Ich finde das nicht komisch, sondern realistisch. Genau das ist ebenso Fakt, wie das letzte Hemd keine Taschen hat.

 

Gut, wenn man religiös ist, gibt es nicht so viel Grund darüber nachzudenken, weil man dann ja keine Angst machen muss.

Meine Mutter ist Krankenschwester, hat also immer mit dem Tod zu tun und studiert immer aufmerksam die Todesanzeigen - das finde ich genausowenig normal, wie sie das Thema oft aufgreift. Nach dem Motto: Auch wenn wir nicht darüber reden, ist das Leben endlich.

 

Es macht halt ganz was aus, ob man sich mit Verstorbenen beschäftigt, die man nicht kennt - zu denen hat man ja keine emotionale Bindung. Aber wenn jemand stirbt, den man kennt geht man sicher nicht mehr so locker damit um, auch wenn man beruflich damit zu tun hat.


07.06.2016 21:24    |    Andi2011

Das ist sicher richtig, ich habe im meiner beruflichen Laufbahn ohne Übertreibung sicherlich hunderte, wenn nicht weit über Tausend Tote gesehen und das in allen Varianten, vom "normal" Verstorbenen, über Wasserleichen bis hin zum kaum noch als solchen erkennbaren Körper. Da gibt es sicher Dinge die man irgendwie mitnimmt, aber sie belasten mich nicht.

Wenn Menschen aus meinem nahen Umfeld sterben ist das natürlich anders und emotionaler behaftet.

 

Ich habe mir auch schon früh (auch zwangsläufig aufgrund meiner Ausbildungen) dazu Gedanken gemacht und tue das bis heute - natürlich nicht täglich.

 

Wie du ganz richtig sagst, ist das der tröstende Gedanke wenn man an ein Leben nach dem Tod in Form eines "geistigen" und bewussten Weiterlebens glaubt - damit haben ja auch viele Religionen ihre Schäfchen zusammengehalten und tun dies bis heute, böse ausgedrückt, eine Mischung aus Hoffnung machen und Angst machen.


07.06.2016 21:58    |    Dortmunder 65

Das ewige Dilemma! Egal welche Wahrheit man für sich findet, man muss damit zufrieden leben können.


08.06.2016 07:07    |    Newman100

@Andi2011 Mich würde dein Fazit aus den Gedanken über den Tod, die du dir schon früh gemacht hast, interessieren. Bringt dir das irgendetwas im positiven Sinne? Hat das einen Art Vorteil für dich?


08.06.2016 07:10    |    Newman100

@Dortmunder Auch wenn man eine vermeintliche Wahrheit für sich gefunden hat, darf und sollte man für andere Meinungen noch offen sein. Es gibt nämlich genügend Religiöse, die ihren Glauben für das einzige Wahre halten und Leuten, die nicht der gleichen Meinung sind, am liebsten auf die Gurgel springen würden. Natürlich nicht alle - aber das sind doch meist bildungsferne Menschen.

In manchen Ländern leider noch an der Tagesordnung...


08.06.2016 10:04    |    Andi2011

@ dorti

das stimmt wohl,man muss denke ich für sich herausfinden, mit welchem Gedanken man das am besten kann.

 

@Newman

Das ist eine schwierige Frage und ich glaube Sie wird mich noch lange begleiten.

Ich kenne viele alte Menschen, die mit völliger Gelassenheit dem Tod entgegen blicken, mit dem Gedanken ein erfülltes Leben gehabt zu haben und alles was noch kommt ist Bonus.Die meisten davon sind natürlich gläubig und vertrauen darauf das noch etwas kommt.

Ich bin mir unsicher und versuche immer, meine eigenen Erlebnisse möglichst neutral zu bewerten.

 

Mir fallen dazu zwei Situationen ein:

Ich habe beruflich auch viele Jahre lang Situationen erlebt, in denen ich Menschen in dieser Sterbephase begleitete habe. Mein Erleben war immer, wenn jemand gestorben ist (losgelöst vom rein festgestellten biologischen Tod) war es immer so, dass dort eine Hülle blieb (ich hoffe das ist verständlich ausgedrückt) aber das was diesen Menschen ausmachte war in wenigen Sekunden verschwunden.

Einmal vor vielen Jahren war es für mich so (nein, das soll keine Geistergeschichte sein), dass ich das Gefühl hatte, als dieser Mensch starb, seine "Seele" wäre durch meinen Körper gegangen als sie sich von ihm löste und das war damals kein beängstigendes Gefühl sondern sehr schön.

Ich habe dieses Erlebnis nur einmal gehabt und mit vielen Leuten in ähnlichen Jobs besprochen und es gab welche die mich auslachten, welche die sich wunderten und wenige, die mir sagten sowass auch schon erlebt zu haben.

Ebenso habe ich einige - nicht viele- Sterbende erlebt, die klar und deutlich bereits verstorbende Familienangehörige oder Freunde auf einmal nah bei sich "fühlten" und ihnen auf Fragen die ich nicht hören konnte antworteten und danach sehr gelöst waren und friedlich einschliefen.

 

Die andere Situation war der Tod meiner Mutter, sie hatte sich gewünscht nicht allein zu sterben und als es soweit war, saß ich stundenlang an ihrem Bett (da war sie schon nicht mehr bei Bewustsein) und als sie dann in den frühen Morgenstunden starb, die Formalitäten erledigt waren und ich nach hause fuhr, saß sie (natürlich nicht sichtbar) plötzlich neben mir im Auto. Diese Präsenz war extrem stark und sie sprach mit mir, bedankte sich das ich da war, das es ihr gut gehe und das sie mich abholen wird, wenn mein Tag kommt und ich keine Angst davor haben soll.

 

Mir ist völlig bewusst das diese sehr persönlichen Erlebnisse verwirrend sind, auch theatralisch wirken können, aber sie bestärken mich ein Stück weit in dem Gedanken, dass unser Bewustsein/Seele wie man es auch nennen will, doch weiter existiert.


08.06.2016 12:52    |    PIPD black

Schade, dass das Abo des Artikel nicht geklappt hat, irgendwas hab ich falsch gemacht....egal.

Nun ist ja in der Tat doch noch mal ein Stück interessanter geworden....

Viele Ansätze und Gedanken erkenne ich wieder.

Andere kann ich nachvollziehen, auch wenn es unrealistisch und nicht wissenschaftlich belegbar ist/sein wird.

Im Grunde hat Dorti recht. Jeder muss seinen Weg gehen....in jeglichem Sinne.

Unabhängig ob es die Frage nach dem Sinn des Lebens ist (im Großen und Ganzen und nicht nur in der kleinen PIPD-black-(und-Familie-)Welt, ob es das Leben nach dem Tod oder der Tod selbst ist.

Wie ebenfalls hier schon zu lesen ist, ab einem gewissen Punkt ist jede weitere Lebenszeit BONUS!

Insbesondere wenn man dem Tode schon sehr nah war und -wenn man ehrlich ist- nur noch durch die Pharmaindustrie und fortschreitende Wissenschaft am Leben gehalten wird und damit meine ich NICHT irgendwelche Beatmungsmaschinen o. ä.

Wenn es das nicht gäbe, wäre ich seit Jahren schon in allen Himmelsrichtungen verstreut.

(Ein Pflegegrab, wie wir es z. B. von unseren Großeltern kennen, welches unsere Eltern auch nach Jahrzehnten nach deren Tod pflegen müssen -die Gesellschaft verlangt es ja so:rolleyes:- wird es bei uns nicht geben. Das hat auch meine Mutter verfügt. Ihr geht das schon seit Jahren auf den Keks und auch Oma wurde auf der "Wiese" verstreut.)

Zwei Themen bestimmen seit diesem Ereignis mein Leben -Ich bitte darum, es nicht bitter ernst zu nehmen, aber es hilft mir, mich nicht mit unnötigem zu belasten:

 

1. (Eine Werbeslogan) Die deutsche Pharmaindustrie forscht für sie! Die Werbung mit schwerstkranken Menschen wurde damals schon sehr konträr diskutiert. Allerdings ist es tatsächlich so. Auch in meinem Fall. Ob es nun die deutsche, französische oder sonstwas Industrie ist, interessiert mich (und die Familie) nicht wirklich. Das Ergebnis (Papa ist für mich/uns da) zählt.

 

2. Ein Spruch, den ich von meinem viel zu früh gestorbenen Vater übernommen habe und von dem ich mich nie verabschieden konnte (es fühlt sich auch heute nach 18 Jahren noch unwirklich an und ich glaube es immer noch nicht): Was kümmert mich fremdes Leid!

Das ist egoistisch und selbstherrlich.....für mich reiner Selbstschutz. Ich lese oder höre auch keine Nachrichten mehr, wo über Kindermißhandlungen, Flüchtlinge, Umweltkatastrophen etc. berichtet wird.

 

Wenn der Tod kommt, kommt er. Ich/wir haben vorgesorgt. Patientenverfügung muss noch. Organspende bin ich immer noch unentschlossen. Ich meine, dass es bei mir keinen Sinn macht, vieles bzw. alles wird man auf grund der Behandlungen und Spätfolgen/Nebenwirkungen gar nicht gebrauchen können.

 

Der Verlust eines Menschen schmerzt und ist manchmal kaum zu ertragen. Bei meinem Vater traf es mich am schlimmsten. Siehe auch oben. Als meine Oma, die sich immer, im Kleinkindalter sogar mehrere Jahre täglich, um mich gekümmert hat, starb, ging es mir wider Erwarten nicht so nah. Evtl. durch meine inzwischen selbst erlebten Erfahrungen.

 

Jeder muss seinen Weg finden mit alledem umzugehen.

Meine Frau ist der Meinung: Jeder Mensch braucht einen Psychiater. Nicht weil man krank im Kopf ist, sondern weil man mit dem über ALLES reden kann, sich alles von der Seele reden kann, was man sonst nicht kann/tut.....auch unter Eheleuten oder mit besten Freunden nicht.....oder auch gerade mit diesen Personen nicht, weil man sie sonst verletzen bzw. sie es nicht verstehen würden. Es gibt einfach solche Themen. Der Psycho-Doc mit der Sicht von außen auf die Dinge, hat dann u. U. ganz brauchbare Ansätze, Probleme anzugehen oder Lösungen zu finden....


08.06.2016 14:11    |    Andi2011

@PIPD black

 

Zitat:

Im Grunde hat Dorti recht. Jeder muss seinen Weg gehen....in jeglichem Sinne

Absolut so sehe ich es auch, es gibt keine allgemein gültige Regel fürs glücklich sein.

 

Zitat:

Unabhängig ob es die Frage nach dem Sinn des Lebens ist (im Großen und Ganzen und nicht nur in der kleinen PIPD-black-(und-Familie-)Welt, ob es das Leben nach dem Tod oder der Tod selbst ist.

Dazu kam mir grade so -losgelöst von Monty Python;) -der Gedanke, das de rSinn des Lebens an sich eigenltich nix anderes ist als "Fortpflanzung", so ist es in der Natur bei Menshc und Tier wohl grundsätzlich gedacht.:D

 

Zum Thema Friedhof/Grab: Ich denke der Sinn ist in erster Linie, einen Ort zu haben an dem man trauern kann, was immer das dann auch ist.Ich persönlich finde es schön einen solchen Platz zu haben, das kann aber meinethalben auch ein Baum sein und muss nicht auf einem Friedhof stattfinden.

 

Zitat:

Ich lese oder höre auch keine Nachrichten mehr, wo über Kindermißhandlungen, Flüchtlinge, Umweltkatastrophen etc. berichtet wird

Das kann ich nachvollziehen und trifft ja auch ein Stück weit meine Aussagen im Blogtext - es herrscht eine Reizüberflutung, besonders auch mit den negativen Dingen und das liegt an unserer total medialen Welt.Gestern im Radio sagte ein Sprecher zum aktuellen Thema "Unwetter" kritisch: Manche Kollegen unter den Journalisten tun sich mittlerweile schwer damit neue Begriffe zu finden, "Katastrophe", "Jahrhundertregen" "katastrophale Sturmschäden" usw. ist nur schwer zu steigern.

Schlagzeilen egal ob auf Papier,Gesprochen oder im Netz verkaufen sich nur noch mit superlativen oder ein thema wird 1000x von allen Seiten beleuchtet und wiederholt, bestes Beispiel ist der 11. September.Der Nachteil davon ist, dass man kaum die Möglichkeit hat Dinge im Kopf auch mal abzuschliessen und das ist eigentlich wichtig.

Das beste Mittel dagegen hat man tatsächlich selbst in der Hand - wie Peter Lustig immer sagte: Abschalten

 

Zitat:

Meine Frau ist der Meinung: Jeder Mensch braucht einen Psychiater. Nicht weil man krank im Kopf ist, sondern weil man mit dem über ALLES reden kann, sich alles von der Seele reden kann, was man sonst nicht kann/tut.....auch unter Eheleuten oder mit besten Freunden nicht.....oder auch gerade mit diesen Personen nicht, weil man sie sonst verletzen bzw. sie es nicht verstehen würden. Es gibt einfach solche Themen. Der Psycho-Doc mit der Sicht von außen auf die Dinge, hat dann u. U. ganz brauchbare Ansätze, Probleme anzugehen oder Lösungen zu finden....

Ich würde Psychiater ersetzen durch das neudeutsche aber passendere Wort Coach, nämlich Hilfe zur Selbsthilfe und nicht eine künstlich herbeigeredete Erkrankung.Womit wir auch wieder beim Blog wären...warum brauchen heute eigentlich viel mehr Menschen einen "Coach" der wie du schön sagst von aussen drauf sieht? Weil wir in der Flut an Dingen die wir leisten/tun/verstehen/kommentieren/aufnehmen usw. sollen immer mehr die Richtung verlieren, keine Auszeiten mehr haben in denen sich der Kopf erholen und Dinge abschliessen kann.

 

Ich sage immer Multitasking ist schön (für andere die davon profitieren), aber ungesund für uns - Monotasking ist das was wir brauchen.


08.06.2016 14:59    |    PIPD black

Monotasking im Sinne von "eins nach dem anderen" aber nicht monoton und stupide die immer gleiche Fließbandarbeit.

 

Ein Thema abzuschließen ist enorm wichtig. Hab ich früher nicht dran geglaubt, aber seit dem Tod meines Vaters weiß ich es nur zu gut. Es gibt ein Grab, das man besuchen könnte, wenn man wollte. Es hilft mir aber nicht. Ich hab es nicht mit eigenen Augen gesehen und glaub es damit auch nicht. Ihn vor der Einäscherung nochmal zu sehen, ließ meine Mutter nicht zu. Sie meinte, ich wäre dann für immer traumatisiert. War vllt. nicht unrichtig die Entscheidung, aber auf der anderen Seite....


08.06.2016 16:12    |    Andi2011

Da hast du Recht, ich rate immer, jeden auf seine Weise Abschied nehmen zu lassen, der eine braucht es z.B. einen Verstorbenen noch mal zu sehen und der andere will ihn in Erinnerung behalten wie er mal war.

Ich habe 2012 einen guten Freund von mir bei einem Autounfall verloren und danach sogar hier einen kurzen Blog "Ohne Worte bleibt man zurück" dazu gemacht, was für mich zur Verarbeitung dazu gehörte.

 

Nun habe ich zwar viel Tote und auch Unfallopfer gesehen,aber bei meinem eigenen Freund stand ich auch vor der Entscheidung will ich ihn mir ansehen oder nicht, da seine Freundin mit den Eltern sich dazu entschieden hatte ihn trotz des schrecklichen Unfalls aufbahren zu lassen.

Ich habe mich dann kurz vor der Beisetzung dazu entschieden und es war gut und richitg so, auch wenn mein letztes Bild von ihm nun das in seinem Sarg ist - es hat mir aber geholfen im Nachgang damit auch abzuschliessen und es einfach anzunehmen, im Sinne von er ist tot, ich habe es gesehen und damit "begriffen".


08.06.2016 23:21    |    Newman100

Wohle ist denn dieser Blog von dir zu finden.


09.06.2016 17:37    |    Andi2011

Gib hier im Blog oben in der Suchleiste einfach den genannten Blogritel ein,dann hast du ihn.


25.06.2016 01:32    |    dodo32

Zitat:

regelmäßig mal stehen bleiben und Nachdenken ob es so wie es ist, für euch ok ist?!

Gut auf den Punkt gebracht ;)


25.06.2016 09:36    |    Andi2011

Danke dodo :D


07.07.2016 06:14    |    AndreasDott

Und sowas spart nebenbei such noch Sprit ??


09.07.2016 11:05    |    UHU1979

Mein Arbeitsweg umfasst einen kleinen Autobahnanteil, für den ich mit Tempomat bei 140km/h 7 Minuten brauche. Falls ich viel schneller fahre, spare ich vielleicht 2 Minuten, die aber in der Stadt durch eine ungünstige Ampelschaltung wieder verloren gehne könnten. Ich hatte schon einige Male, dass ein Auto, welches mich auf der BAB überholte, an der Ampel vor mir stand.

Wenn ich schnell fahre, dann bewusst, weil ich es mag und als persönliche Freiheit. Allgemein ist es ein schöneres Gefühl, etwas zu tun, weil man mag, nicht weil man muss (z.B. schnell fahren aus Zeitdruck).


13.08.2016 09:48    |    Reaven145

Entschleunigung erfahre ich im wahrsten Sinnes des Wortes jeden Tag auf den Strassen unserer Insel Rügen. Bei den Mengen an Urlaubern die auch wegen der vielen Veränderungen in der Welt nun lieber Urlaub im eigenen Land machen, unsere Strassen dann kronisch voll sind, habe auch ich Zeit mir die Gegend in Ruhe anzusehn bis es dann endlich mal wieder weitergeht. Tempo 60 oder weniger, statt 100 entschleunigt schon sehr. Wohl denn dem entgegengefieberten Feierabend, der bisweilen in weite Ferne rückt. Um so mehr genieße ich dann den erreichten Feierabend mit einem gelegentlichem Bier und der Tatsache das ich die nächsten 30 min nix machen muß.

 

Gruß reaven145


03.06.2017 15:40    |    Dynamix

By the Way: Happy Birthday, Blogartikel! :)


03.06.2017 18:59    |    Andi2011

Jo :-)

Und heute noch wichtiger für mich


Deine Antwort auf "Sicht der Dinge: Mut zur Langsamkeit"

Countdown bis...

Es ist soweit...

:D

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Mein Blog hat am 28.06.2011 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

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6. Autos stehen nicht vor dem Kleiderschrank und jammern, dass sie nichts anzuziehen haben

 

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