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Tinos Stammtisch

24.10.2011 22:25    |    tino27    |    Kommentare (9)

Vor ein paar Tagen stand ich vor meinem Auto, wie man eben ab und an mal vor seinem Fahrrad steht. Ungläubiger Blick nach unten und im Hinterkopf: „Man, warum gerade jetzt. Wieso ich? Und überhaupt!“. Aber im Gegensatz zum Fahrrad (außer man ist grad mit vielen anderen mit dem Rad in Frankreich unterwegs und wird von Autos begleitet), hab ich ein Notrad dabei. Also Wagenheber raus, flux das Notrad aufgezogen und schon kanns weiter gehen. Sieht zwar gewöhnungsbedürftig aus, aber bis auf einen verminderten Geradeauslauf ist kaum etwas zu merken. Auf die maximalen 80km/h werde ich wohl in der Stadt nicht kommen, also ist auch dies kein Problem.

 

Der Übeltäter für den platten Fuß war ein undefinierbares Metallstück. Ich verdächtige den angrenzenden Metallbaubetrieb. Da eh die kalte Jahreszeit ansteht, wurden heute die Winterschuhe angezogen. Dabei gab es gleich die nächste Überraschung. In den Vorderreifen hat sich eine kleine Schraube verirrt. Allerdings ist hier der Druck keinen Zehntelbar abgesunken – ob ich die drin lasse und nur ab und an nachziehe? Hm, zwei eingefahrene Metallstückchen innerhalb weniger Tage, wie wahrscheinlich das wohl ist.

 

Nächste Woche werde ich mal anfragen, ob man beide Reifen noch reparieren kann. Generell sollte dies möglich sein, auch wenn das Metallstück schon sehr weit in Richtung Flanke steckt. Vielleicht gibt’s auch Mengenrabatt. Auf jeden Fall kostenlos ne 1A Schraube.


13.10.2011 16:07    |    tino27    |    Kommentare (15)

...Motorhaube?

 

Das hab ich mich gestern gefragt, als ich gestern vor einem Jaguar XJS stand. Ob diese mit zu den längsten Motorhauben von Serienwagen gehört? Der BMW Z4 ist wohl auch eines der Serienfahrzeuge mit einer etwas längeren Haube. Aber gibts noch welche, die länger sind? (mal abgesehen von Exoten)

 

Bildquelle: http://upload.wikimedia.org/.../Jaguar_XJS_V12_Coupe_1992.jpg


04.10.2011 00:38    |    tino27    |    Kommentare (11)

Am Samstag fand in Dortmund die 11. Dortmunder Museumnacht statt. Ich wollte immer schon mal mitmachen, aber diesmal hat es geklappt. In der Natur der Museumsnacht liegt es, dass es mehr Angebote gibt, als man besuchen kann. Also hieß es vorher eine Tour zu planen.

 

Gegen 18.00 ging es dann auch los. Erstes Ziel war die Loge der Freimaurer. Ich war erstaunt, dass diese überhaupt hier eine Loge haben. Im Tempel fand gerade eine Lesung statt, weswegen ich da nicht weiter stören wollte. Also schnell die Tafel aller bekannten Freimaurer angesehen und schnell noch ein Bier getrunken, dann weiter.

 

Mit der Stadtbahn ging es weiter zum Adlerturm. In und um diesen einzigen wieder aufgebauten mittelalterlichen Wallturm fanden verschiedenen Veranstaltungen statt. Ich kam hier her, um mir etwas über mittelalterliche Ernährung anzuhören. Vieles war mir zwar schon bekannt, aber trotzdem faszinierend, dass damals schon Safran und Nelken verwendet wurden und Pfeffer mit Lindensamen gestreckt wurde. Zum Abschluss gab es noch Hirsebrei, Fettbrote, sowie gebratenen Käse mit einer Art süßen Kirschsoße.

 

Nun war es schon kurz vor 8. Nächstes Ziel war die Reinoldikirche. Ab 21.00 sollte eine mittelalterliche Führung starten, also noch eine Stunde Zeit. Auf dem Weg lag die Berswordt-Halle. Darin spielte die Band „My favorite sings“ gerade ein paar Lieder von Simon and Garfunkel. Also schnell ein Bier nachgeschoben und etwas entspannt. Dan aber weiter zu Reinoldi.

 

An der Kirche angekommen, musste man erst mal reinkommen. Also rein in einen Pulk und mitgelaufen. In der Kirche las Rufus Beck aus seinem Buch. Hm, ging so. Also wieder raus. Wo geht die Führung denn jetzt los? 21.04, niemand zu sehen. Noch mal ins Programmheft geschaut, verdammt. 21.30 ist die Führung. Gleichzeitig zum Beginn des Turmaufstieges der Kirche. Wie soll ich das schaffen, wenn ich kurz nach 22.00 auf dem Friedensplatz sein will – eines muss ausfallen. OK, Turmaufstieg ist sicher die bessere Wahl, aber erst mal was essen. Ab zu Burger King, Doppel Whopper – oh nein, ein Problem, aber es gibt ne Cola extra für langes Warten.

 

Wieder zur Kirche. Och nee, da stehen schon gut 80 Leute, nur 60 werden gleichzeitig hochgelassen. Ich muss in den ersten Rutsch. Also geht’s in die Kirche, Rufus Beck ist gerade fertig und die Hörer wollen raus. Das Gewühle nutze ich, mogel mich nach vorn und ergattere eine der 60 Zählkärtchen. Erst geht es im Kreis die Wendeltreppe rauf, vorbei am Geläut. Es gibt den Hinweis: alle 15 Minuten gibt es einen Gong. Endlich oben, der Blick ist fantastisch – richtige Entscheidung. Nur die 500W Lampen, die den Turm anstrahlen, stören etwas. Dann wieder runter, wollen doch noch mehr Leute hoch.

 

Jetzt geht’s zum Friedensplatz. 22.30 sollen hier Maltesische Feuerräder leuchten und drehen. Es ist noch genug Platz. Es folgen 18 Minuten Feuerwerk usw. Die 4 großen Räder sind echt das Highlight – sowas hab ich noch nie gesehen. Gut, die 11. Stunde ist voll. Was nun? Ab ins U.

 

Gemeint ist der U-Turm. Früher ein Turm der Unionsbrauerei, nun Kunst- und Kreativzentrum. Da oben die Disco VIEW im 7. Stock auch bald auf macht, gibt es gemischtes Publikum. Im ersten Stock gibt’s ne Fotoausstellung. Menschen und Szenen aus dem Ruhrgebiet. Darüber ist das Museum am Ostwall. Aber erst mal ganz nach oben. In Durchschnittsklamotten mal einen Blick ins VIEW werfen. :D Dann wieder runter. Der Hartware Medienkunstverein hat eine Ausstellung namens Proto Anime Cut eingerichtet. Nun, ich bin kein extremer Freund davon, aber diese Ausstellung begeistert. Detaillierte Zeichnungen von bekannten Filmen, begeisternde Kunst, witzige Ideen, vieles zum Anfassen und ausprobieren. Die Zeit verfliegt, Zeit auszuruhen. Am besten gelingt das in dem neuen Erker. In den Kissen kann man sich gemütlich die Stadt bei Nacht ansehen. Genial. So, weiter, noch ins Museum Ostwall. Oh ha, hier gibt’s richtige Kunst. Das ist nichts nach so vielen Stunden. Rückzug.

 

Der Tacho sagt 1:53. Die Beine zeigen Ermüdungsspuren. Zurück zu Reinoldi und ab mit dem Nachtexpress nach Hause.


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