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MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

28.08.2012 13:01    |    taue2512    |    Kommentare (17)    |   Stichworte: 675, Agusta, F3, Motorrad, MV, MV Agusta, Probleme, Testbericht

Eigentlich sollten Kenner und Motorradexperten beim erklingen des Namens MV Agusta wohlwollend mit den Zungen schnalzen. Doch es scheint ganz so als ob die ehemalige italienische Edelschmiede sich ganz langsam ins Abseits mit ihren neuesten Modellen manövriert. Der Gründe dafür scheinbar eklatante Qualitätsmängel.

 

 

Die Motorradfachpresse freute sich bereits sehr als die ersten Vorankündigungen der neuesten „Low-Budget“-Version der Italiener, die davor eher durch innovative Sportmotorräder jenseits der 30.000€-Grenze auffielen, kundgetan wurden. Die F3 sollte mit ihrem 3-Zylinder-Motor und 675ccm Hubraum für ein sehr gutes Leistungsgewicht sorgen: Knapp 130 PS bei 173kg Trockengewicht zu einem Preis von 12.400€.

 

Doch was man als frischgebackener MV Agusta-Fahrer alles so erlebt, entbehrt allen vergleichen: Wie bei jedem neuen Produkt gab es erst mal ein paar größere Verspätungen in den Lieferfristen – aber irgendwann war endlich der große Tag gekommen: Die MV stand abholbereit beim Konzessionär im rund 400km entfernten Marseille.

 

Das Unglück nahm von da ab unaufhaltsam seinen Lauf:

Bei der Abholung bereits erste kleinere Öl-Lecks im Bereich des Lichtmaschinengehäuses auf der linken Seite. „Das könnte vom Motorentest kommen“, den MV Agusta angeblich während des 30-Minütigen Testlaufs in der Produktion mit jedem Motorblock veranstaltet, versicherte der Händler beschwichtigend. Nach Aussage des Herstellers wird dort auch wirklich jeder Motor vor dem Einbau in den Rahmen dieser Prozedur unterworfen, dazu kam das das nagelneue Motorrad bereits 10km auf der Uhr hatte.

 

 

Die Rücktour stellte sich alsbald schnell als Tortur heraus: Trotz Berücksichtigung aller Einfahrregeln zeigten sich nach diesen ersten 400km schnell weitere Öl-Probleme: Statorgehäuse, Unteres Kurbelwellengehäuse und – besonders Besorgniserregend – ein sehr großes Öl-Leck zwischen Motorblock und Zylinder, da offenbar an einer Stelle mit Dichtungsmasse gespart wurde und fast das gesamte Öl ab 5.000 U/min schnell einen Ausweg in Richtung Hinterreifen fand.

 

 

MV Agusta zeigte sich zwar einsichtig und tauschte den Motor komplett, 5.000€ (zzgl. MwSt.) kostet so ein Spaß. Und zum Glück noch alles auf Werksgarantie. Wieder 400km zurück nach Marseille zum Händler und die schnelle Erkenntnis, dass am Motorrad so gut wie alle Schrauben mit dem falschen Drehmoment angezogen waren - werksseitig! Zudem schauten überall Kabel hervor, denn deren Verlegung war alles andere als „sauber“.

 

 

Nach ein paar Kilometern wieder Probleme, relativ starkes Öl-Leck am Getrieberitzel und offenbar Abstimmungsprobleme in der Elektronik. Das Standard-Mapping der F3 zeigte ein sehr eklatantes Leistungsloch bei knapp 4.000 U/min, gepaart mit einem kontinuierlichen metallischen Schepper-Klang und einer darauffolgenden – wegen des elektronischen Gasgriffs (Drive-by-Wire) nur schwer beherrschbaren – explosionsartigen und gefährlichen plötzlichen Leistungsentfaltung ab 8.000 U/min.

 

Dieses Problem wurde zumindest teilweise durch die Programmierung einer neuen Kennlinie behoben, der metallische Klang und der schwer zu dosierende Gasgriff bei höheren Drehzahlen verblieben allerdings.

 

Den Alltag des Fahrers bereicherte die MV Agusta F3 seitdem mit plötzlichem Motorabsterben, bevorzugt an roten Ampeln.

Dann der Schock: MV rief alle Motoren für eine technische Änderung am Silentblock der Kupplungsstange zurück – selbstverständlich wurde dieses kleinere „Problem“ bei einem der nächsten unplanmäßigen Werkstattaufenthalte ebenfalls gleich miterledigt. Massive Ölverluste wurde zwar eingedämmt, aber dafür spielte nun die Elektronik verrückt. Die Ganganzeige hing meistens immer einen Gang hinterher (dafür wird es wohl bald den nächsten Rückruf geben).

 

 

Und da die MV Agusta F3 so herrlich inkontinent war, was das Öl anging so zeigte sie sich alsbald noch viel kreativer: „Fertigungstoleranzen“ - nennen wir sie mal besser „Qualitätsmängel“ im vorderen Bereich des Rohrrahmens sorgten schnell dafür das Wasser bei Regenfahrten in die Rohre eindrang und sich – nachdem es dort in den Rohren einige Zeit lustige Farben angenommen hatte - mit einem Schwall beim Bremsen auf die vordere Gabel ergoss. Das führte zu hässlichen Rostflecken, und das bei einem nagelneuen Motorrad.

 

 

 

Weitere Kleinigkeiten wie der Verlust von Lüftungsgittern der Verkleidung fallen bei so viel Fehler-Kreativität überhaupt nicht mehr groß ins Gewicht.

 

 

Kurzum, der neue Motor hatte knapp 3.000km gelaufen, das Motorrad stand insgesamt 6 Monate beim Händler.

 

In Anbetracht all dieser Probleme und bei einiger Suche in Foren, wo sich ähnliche statistische Häufungen in puncto Fehlern beim selben Modell finden lassen kann man eigentlich nur noch sagen das die Edelschmiede MV Agusta zwar das Marketing-Bremborium und den Hype um die Marke 1A beherrscht, die Qualität der F3 dabei aber aus eigener Erfahrung auf der Strecke bleibt. Und bei der hohen Anzahl von Fremdzulieferern, sind ein Großteil der gemachten Negativerfahrungen bestimmt keine Probleme die sich als „0-Serien-Fehler“ entschuldigen lassen. Eventuell sollte MV auch einfach nur mal die Vorauslieferungs-Testmannschaft im Stammwerk komplett austauschen?

 

 

Gerade wegen der vielen Probleme hege ich arge Zweifel an der Langlebigkeit der geschmiedeten Kolben, der Titanauspuffanlage und des Motorblocks an sich. Beweist das eventuell die These, dass die ehemals sündhaft teuren MV’s doch eher etwas für Sammler sind und nicht im Alltagsbetrieb gefahren werden möchten?

 

Die MV ist jetzt beim Händler gegen eine Ducati 848 getauscht worden - hoffentlich eine stressfreiere Alternative. 


06.09.2010 10:59    |    taue2512    |    Kommentare (4)    |   Stichworte: Genf, Motorrad, Polizei, Sekundenschlaf, Sozius, Tod

Was sich genau am letzten Donnerstag den 2. September 2010 um etwa 22:20h auf der Autobahn A1 von Genf nahe Vangeron in Richtung Frankreich abgespielt hat, wird wohl für immer ungeklärt bleiben: Fest steht nur das die 50-jährige französische Beifahrerin einer Tourenmaschine, die von einer 46-jährigen Genferin gefahren wurde an der Unfallstelle ihren Verletzungen erlegen ist, die sie sich beim plötzlichen Sturz vom Motorrad auf gerader Strecke zugezogen hat.

 

Der Polizeisprecher Philippe Cosandey bevorzugt derzeit die These das das Unfallopfer während der Fahrt eingeschlafen und so von der Maschine gefallen sei, betont aber das weitere Untersuchungen derzeit im Gange sind und fügte hinzu das Alkohol demnach komplett auszuschließen sei. Es sei allerdings das allererste Mal das die Polizei sich mit einem Sekundenschlaf eines Sozius als mögliche Unfallursache auseinandersetzt.

 

 

Der Vorsitzende des BMW Motorcycle Clubs in Genf äußerte sich zu dieser These des Sekundenschlafs als mögliche Unfallursache und fügte hinzu, das bereits einige Fälle von schlafenden Beifahrern auf Motorrädern bekannt seien. Normalerweise fühle dies aber ein guter Fahrer und kann entsprechend darauf reagieren. Experten warnen das das sanfte Schaukeln und das monotone Motorengeräusch durchaus wirksame Auslöser für einen solchen Unfall sein können - besonders auf längeren oder schnurgeraden Strecken.


30.07.2010 11:15    |    taue2512    |    Kommentare (2)    |   Stichworte: CBF1000, Honda, Motorrad, Testbericht, Video

Ich denke wenn ich heute meine treue Suzuki DL-1000 ablösen sollte, wäre die neue Honda CBF1000 mit ihrem 106PS-Vierzylinder zur Zeit meine allererste Wahl. Zu einem attraktiven Neupreis von rund 10.000 EUR gesellen sich viele kleine Details, die man bei anderen höherpreisigen Modellen meistens nur im Zubehörsortiment vorfindet.

 

Die französischen Motor-Journalisten von Moto-Journal.fr haben zur aktuellen CBF ein witziges und zugleich interessantes Video gedreht, welches ich Euch hier mal präsentieren wollte. Für nicht frankophone Leser habe ich extra deutsche Untertitel erstellt.

 

 

Die neue CBF bietet unter anderem serienmäßig eine um 120mm verstellbare Tourenscheibe, einen höhenverstellbaren Sitz und das bekannte Honda-ABS-Systems namens CBS. Erstaunlich für eine 1000'er sind die erfahrenen Verbrauchswerte von 5,8 bis maximal 6,5l/100km - je nach Fahrweise. Auch wenn mich eine Abkehr von der Firma Suzuki nach den vielen Jahren ein wenig wehmütig stimmen wird, so glaube ich das man mit der Honda ebenso viel Spaß in den Bergen wie mit meiner aktuellen DL-1000 haben kann.

 

Mal sehen, vielleicht mache ich einfach mal eine Probefahrt?


06.05.2010 15:51    |    taue2512    |    Kommentare (1)    |   Stichworte: Motorrad, Super Ténéré, XT1200Z, Yamaha

Durch Zufall wurde ich heute Zeuge der Yamaha Super Ténéré Tour nach Nordafrika die unter dem Titel "Ride for Life" heute in Toulouse Station macht. Um ein paar Fotoaufnahmen für eine Website in einem der teuersten Hotels in der Nähe des Flughafens zu machen hatte ich sogar meine Spiegelreflex-Kamera im Gepäck, somit sind die Bilder auch was geworden.

 

 

Die neuen Ténérés aus dem aktuellen Modelljahr sind zwar keine Erlkönige mehr, aber das Hubraumstärkste Modell der Reise-Enduros macht sich beim Händler um die Ecke immer noch sehr rar.

 

Was steckt dahinter? Bei der aktuellen Veranstaltung "Ride for life 2010" setzt sich dir Firma Yamaha dafür ein das humanitäre Hilfskräfte in Afrikanischen Staaten eine bessere Ausrüstung für ihre Arbeit bekommen. Die Vereinigung mit dem Namen "Riders for Health" ist in Nigeria, Zimbabwe, Gambia, Kenya, Tanzania, Lesotho und Zambia aktiv und sorgt für die Instandhaltung der Fahrzeugflotten und das Training der Hilfskräfte.

 

 

Um Werbung für dieses Unterfangen zu machen, fahren nun mehrere Motorrad-Journalisten quer durch Europa bis runter nach Afrika. Auf der letzten Schlußetappe können dann auch ausgewählte Otto-Normal-Biker teilnehmen, die Plätze dafür wurden europaweit von Yamaha und anderen teilnehmenden Sponsoren verlost.

 

 

Zum Motorrad: Ich muß sagen das mir die neue große Super Ténéré auf den ersten Blick sehr gefällt und als ein ernsthafter Ersatz-Kandidat meiner alten dicken DL-1000 in Frage kommt, allein der niedrige Preis von knapp 15.000 EUR ist mehr als interessant.

 

 

Zum Unterfangen: Sicher alles sehr ehrbar was Yamaha dort an humanitären Dingen auf die Beine stellt, aber wenn ich mir so ansehe was die Herren Fachjournalisten da im 5-Sterne-Hotel so treiben und vor allem trinken und verputzen - und vor allem wer am Ende deren Spesen zahlt - nur um einen positiven Bericht in irgendeiner "freien" Motorradfachzeitschrift zu bekommen, da frage ich mich warum man die Böcke nicht gleich in Deutschland stehen läßt und das gesparte Geld direkt an irgendeine Hilfsorganisation überweist. Uriger wären Rasthöfe oder Motels entlang der Reiseroute gewesen, wie sie fast jeder Reise-Endurotreiber kennt.

 

Aber warum gleich soviel Luxus wie das SAS Radisson? Sicher, Marketing muß sein und kann auch sogar funktionieren wenn man nur die Informationen der offiziellen Website http://rideforlife.super-tenere.com kennt, aber sobald man einen flüchtigen Einblick hinter die Kulissen erhascht zerplatzt der hehre (An-)Schein rasch wie eine Seifenblase.

 

 

Egal, auf jeden Fall wünsche ich den Teilnehmern noch viel freude und eine unfallfreie Fahrt auf dem weiteren Weg bis nach Nordafrika.


25.03.2010 08:54    |    taue2512    |    Kommentare (23)    |   Stichworte: 100, EU, Leistung, Motorrad, PS, Regelung

Nach neuesten Berichten des in der Regel recht gut informierten Motorrad-Magazins "Motorcycle News" soll bald die bereits heute in Frankreich gültige Leistungsbeschränkung für Zweiräder auf maximal 100 PS zukünftig wohl auch auf die gesamte EU ausgedehnt werden.

 

 

In Frankreich wird diese Drosselung seit mehreren Jahren praktiziert und die Importeure der grossen Hersteller passen sich entsprechend dieser nationalen französischen Regelung stillschweigend an. Man bekommt einfach keine "offenen" Maschinen und importiert man selbst sein Zweirad z.B. aus Deutschland, achten die Behörden hier peinlichst genau bei der Ummeldung auf die im Fahrzeugschein eingetragene Leistung.

 

Angeblich hat nun Frankreichs Verkehrsminister eine Eingabe beim Europaparlament vorbereitet, nach der nun das französische Modell mit den 100 PS bald auch in allen anderen Ländern der EU eingeführt werden könnte. Bis zum nächsten Sommer soll sich nun etwas bewegen, gesprochen wird in diesem Pamphlet ebenfalls über Übergangsregelungen und "nicht-umrüstbare" Exoten. Denn auch hier bei mir in Frankreich gibt es hier und da noch Ausnahmen von der 100-PS-Regel, wie z.B. Custom-Bikes oder Sammlerstücke. In diesem Papier wird auch eine eventuelle Pflicht für ABS bei Zweirädern angesprochen, wobei alle Verkehrsexperten vor einer allzu einseitigen Sichtweise der Dinge warnen: Noch hat niemand repräsentative Unfallstatistiken von Motorrädern in Ländern ohne Leistungsbeschränkung mit den aktuellen Unfallzahlen Frankreichs verglichen - geschweige denn gibt es verläßliche Zahlen inwieweit sich elektronische Helferlein wie ABS auswirken.

 

 

Sollte das alles jedenfalls umgesetzt werden, befinden wir uns m.E. auf dem besten Wege das bald jemand auf die Idee kommt, Autos ebenfalls in Ihrer Leistung oder im Topspeed zu beschraenken oder sich traut lauthals ueber EU weite einheitliche Tempolimits zu diskutieren.

 

Mal sehen was noch alles so kommen wird und sagt nicht ich habe Euch nicht gewarnt!


15.03.2010 11:49    |    taue2512    |    Kommentare (5)    |   Stichworte: Erfindung, Montage, Motorrad, Reparatur

Da wir uns gerade hier in Frankreich nach einem eigenen Haus umsehen und sich das Problem der optimalen Garagennutzung mit unseren zwei Motorrädern und eventuell mindestens einem weiteren Auto stellt, bin ich auf der Suche nach einer platzsparenden Lösung über eine tschechische Website gestolpert.

 

 

Angeboten wird dort ein wie ich finde gut durchdachtes aber trotzdem noch filigranes und vor allem platzsparendes Montageständer-System namens "Bike-Lift" für Motorräder, das einem sehr viele Möglichkeiten bietet. Der Ständer erlaubt einem das Bike komplett zentral für Arbeiten anzuheben und sogar fast beliebig zu manövrieren. Ein wenig erinnert mich das System an die hydraulischen Träger-Systeme, die man zum Teil auch in der Boxengasse bei Endurance-Rennen finden kann. Die hier vorgestellte Version funktioniert aber einzig und allein nach dem guten alten Hebelgesetz und reiner Muskelkraft.

 

Das folgende Video veranschaulicht recht gut die Vorzüge und Vielseitigkeit dieses Systems.

 

 

Das eigentliche Anheben passiert in zwei simplen Schritten: Zuerst wird ein Ständer am Bike befestigt, der aus Sicherheitsgründen sogar die ungewollte Fahrt unterbindet, da er die Gangschaltung am Motorrad blockiert. Danach dockt man das ganze an den eigentlichen Montageständer an und hebt das Motorrad mit einem Hebel komplett an.

 

Fuer weitere Preisinformationen, Kompatibilitäten und Verfügbarkeiten kann man direkt Kontakt mit dem Hersteller via eMail aufnehmen: commerce@ekotez.cz.

 

UPDATE

 

Ich habe inzwischen den Hersteller direkt angemailt: Die Antwort erfolgte superschnell! Das System ist bei denen gerade mal seit einer Woche zu haben und hat sogar schon den offiziellen TÜV-Segen, falls hier also jemand mit blöden Sprüchen wie "minderwertiger osteuropäischer Qualität" ankommen sollte.

 

 

Der offizielle Ladenpreis ist derzeit auf knapp 399 EUR (332,50 EUR ohne Steuern) festgelegt, für den Versand nach Deutschland - das relativ große Paket im Format 82x58x40 cm wiegt immerhin komplett 22 kg - kommen noch ca. 65 EUR für die Firma GLS als Spediteur hinzu.

 

Mir wurde signalisiert, das auch Sammelbestellungen zu interessanten Konditionen möglich sind!

 

Deswegen wollte ich hier mal Eure offiziellen Bestellungen aufnehmen (am besten per PN und dem Preis den ihr maximal ausgeben möchtet), denn bei Versand auf einer großen Palette zu einem Treuhänder irgendwo zentral in Deutschland läßt sich sicherlich noch der ein oder andere Euro einsparen.

 

Die Liste der derzeit kompatiblen Motorräder ist schon jetzt sehr lang und wächst von Tag zu Tag, wenn die eigene MAschine nicht aufgeführt sein sollte am besten Kontakt mit dem Hersteller per eMail aufnehmen.

 

Hersteller          Typ            ccm                Baujahr / Version

Suzuki         GSXR       600         2004-2010

                          750         2004-2010

                         1000         2004-2010

Honda          CBR*       600         2004-2008

                         1000         2004-2010

Yamaha         R-series   600 (R6)    2004-2010

                         1000 (R1)    2004-2010

Kawasaki       ZX-R       600 (ZX6R)  2004-2010

                         1000 (ZX10R) 2004-2010

Ducati                    848         Alle Versionen - auch "R"

                          999

                         1098

                         1198

KTM                       RC8         Alle Versionen

                          990         SuperDuke

MV Agusta                  F4         Alle Versionen inkl. Brutale

BMW                   S1000RR

 

 

Hinweis:

* 2009-1010 muß noch getestet werden, gilt auch für R4 - alle Versionen


23.02.2010 14:37    |    taue2512    |    Kommentare (9)    |   Stichworte: Helm, Motorrad, Sicherheit

Es ist schon sehr interessant, wie Erfindungen im alltäglichen Leben ein großes Plus an Sicherheit geben können. Im aktuellen Beispiel nimmt sich der renomierte belgische Helmhersteller LAZER den torsionsbedingten Hals- und Gehirn-Verletzungen bei schweren Motorradunfällen an - und das ganz simpel mit einer besonders "flutschigen" Helmaußenseite, die nun den Namen Superskin trägt.

 

 

Diese zweite Haut besteht aus einer sehr elastischen Membran, die auf einer Gel-Schicht schwimmt und die Außenseite des Helms komplett umspannt.

 

Und das nicht von ungefähr: Statistisch trifft es den Kopf in 8 von 10 Motorradunfällen. Und nach einer europäischen Studie ist der sogenannte "Torsions-Schock" die Hauptursache für schwere Verletzungen des Gehirns. Um die Ursachen eines solchen "Dreh-Schocks" zu verstehen, sollte man wissen das das menschliche Gehirn nicht an der Schädelbasis befestigt ist: Es "schwimmt" sozusagen in unserem Schädel, in einer flüssigen Substanz - die auch Liquor genannt wird.

 

Wenn ein Motorradfahrer nun mit seinem Kopf in der Folge eines Unfalls mit hoher Geschwindigkeit auf der harten Straße aufschlägt, bewirkt dieser Aufprall zwangsläufig eine Drehbewegung des Kopfes, bei dem das Gehirn versucht der plötzlichen Drehbewegung des Schädels zu folgen. Bei dieser Drehung können aber Nervenfasern und Blutgefäße im Gehirn zerreißen, zum Teil mit sehr üblen Auswirkungen (z.B. Koma, Lähmungen, neurologische Störungen ...).

 

Ärzte nennen sowas dann "intrazerebrale Läsionen".

 

 

Auf der Suche nach einem Weg, den Effekt dieser Drehung abzuschwächen hat die belgische Helmfirma LAZER nun Superskin erfunden und patentiert. Das Risiko für intrazerebrale Läsionen wird damit um fast 68% gemildert. Das Funktionsprinzip ist dabei direkt von der Natur inspiriert.

 

Der Helm hat eine zweite dehnbare Außenhaut, die ähnlich der menschlichen Haut auf dem knöchernen Schädel funktioniert und bis auf das achtfache gedehnt werden kann.  Das direkt unter dieser elastischen Haut aufgebrachte Gel schmiert die Stelle wo der Kopf auf den Asphalt schlägt und vermindert so effektiv die auftretenden Reibungskräfte wie auch das Video eindrucksvoll belegt.

 

Preislich und gewichtstechnisch soll dieses Plus an passiver Sicherheit kaum auffallen.


07.09.2009 18:40    |    taue2512    |    Kommentare (2)    |   Stichworte: 1400, Design, Diamante, Moto Guzzi, Motorrad

Der in Motorradkreisen fast schon legendäre italienische Designer Filippo Barbacane hat ein neues Motorrad in seinem Portfolio. Diesmal ließ er sich - ganz stilecht - an einer italienischen Moto Guzzi aus. Seine neue Kreation trägt nun den Namen "Diamante 1400" und beschränkt sich dabei ganz auf das wesentliche beim Motorrad.

 

Basierend auf einer Moto Guzzi Griso 8V und der futuristischen Frontverkleidung einer Gilera CX125 schuf er einen netten und vor allem sehenswerten Hobel, der - übrigends nicht nur in seinem Geburtsland Italien - schon einiges an Anerkennung auf Ausstellungen eingeheimst hat.

 

 

Angetrieben wird das Bike von einem durchzugsstarken und üppig bemessenen V2 mit 1.420ccm und 140 PS aus der lombardischen Motorenschmiede Millepercento.

 

Ein Novum und Design-Trick: Der Benzintank verlegte der Designer unter die Sitzbank, um der Airbox mit dem markanten Einlaß nicht die Show zu stehlen. Durch den Wegfall des herkömmlichen Reservoirs erhält das Motorrad eine diamantenähnliche Formgebung, die auch zu dessen finalen Namen beitrug. Laut seinem Schöpfer sollen zunächst einmal rund 30 Exemplare dieser ausgefallenen Schönheit gebaut werden und die Liste der Vorbestellungen ist bereits jetzt schon um ein vielfaches länger.

 

Schade eigentlich das Moto Guzzi dieses Bike nicht gleich in das eigene Programm übernimmt.


02.09.2009 20:37    |    taue2512    |    Kommentare (1)    |   Stichworte: Frankreich, GSX-R 1000, Helm, Motorrad, SHOEI, XR1000

Heute ist endlich der grosse Tag fuer meine Freundin gekommen! Fast 7 Monate lang hatte sie ihr zweites Baby - die GSX-R 1000 - in unserer Garage eingemottet. Am Wochenende als ich mit Strippenziehen und der Pflege unserer beiden Autos beschaeftigt war, reaktivierte sie ihren Hobel aus dem langen Winterschlaf. Das volle Programm: Grundreinigung, KN Luftfilter saeubern und oelen, Oelwechsel, Zuendkerzen, Bremsanlage entlueften, Reifendruecke, ...

 

 

Eine neue Batterie musste her, die alte war inzwischen wegen der Alarmanlage platt. Ferner goennte sie sich noch einen neuen Helm und da kam eine Aktion eines hiesigen Motorradladens wie gerufen: Einen Artikel voll zahlen, den zweiten mit 50% Rabatt und den dritten fuer nur einen Euro! Eigentlich wollte ich fuer meine DL-1000 so einen guenstigen Kettensatz kaufen, aber der war leider nicht mehr vorraetig. Nun ja, gab's halt die Batterie fuer die Haelfte - auch nicht zu verachten.

 

Letzte VorbereitungenLetzte Vorbereitungen

 

Da sie einige Probleme mit der richtigen Helmgroesse (XS) hat, ist seit einigen Jahren die Firma SHOEI die einzige Helmmarke die ihr auf anhieb ohne Druckstellen bei laengeren Fahrten und bei hohen Geschwindigkeiten passt. Mit dem XR1000 FLUTTER aus dem Hause SHOEI, der uebrigens als "Frauenhelm" hervorragend zum Design und den Farben der GSX-R 1000 passt, bekommt man auch austauschbare Cheek-Pads als Zubehoer, denn sie nimmt immer die 35mm-Pads fuer einen perfekten Sitz hinzu.

 

In Frankreich muessen uebrigens alle Motorradhelme mit insgesamt drei Reflektoren ausgeruestet sein: Jeweils einer an der jeder Seite und einer hinten. Wer diese nicht hat, riskiert ein Bussgeld!

 

Gut zu sehen: XR1000 mit ReflektorenGut zu sehen: XR1000 mit Reflektoren

 

So, nun sitze ich hier mit unserem Baby auf unserer Terrasse und hoffe instaendig das sie am Wochenende bei der Entlueftung der Bremsanlage keinen Fehler gemacht hat weil ihr MicroMort ist beim Punkt "Unfall" auch am hoechsten.


10.08.2009 14:49    |    taue2512    |    Kommentare (7)    |   Stichworte: GSX-R 1000, Motorrad, RR, Superbike, Tuning, Yoshimura

Man könnte glatt meinen das die folgenden 12 Bilder aus einem Kalender für Superbike-Enthusiasten entnommen wurden: Die bekannte japanische Tuning-Firma Yoshimura öffnet ja mittlerweile fast jedem - einen entsprechend groß bemessenen Geldbeutel vorausgesetzt - ihr Materiallager für allerfeinste Umbauten und beliefert ja auch seit einigen Jahren die Profis der American Superbike Rennserie.

 

Die Firma hat nun tief in Ihren Kartons gewühlt und eine Suzuki GSX-R 1000 des aktuellen Modelljahres in die wohl kompromisloseste Rennmaschine mit Straßenzulassung umgebaut. Wobei wohl in einigen Bereichen der Begriff "Straßenzulassung" dabei durchaus und sicherlich sehr dehnbar ausgelegt wurde. Herausgekommen ist dabei die GSX-R 1000 RR Yoshimura und obgleich vornehmerweise kein Preis genannt wurde kann man schon davon ausgehen das der potentielle Besitzer schon sehr viel Geld investieren muß. Aber es ist doch nett zu wissen, das wenn man das nötige Kleingeld hat - und ein solches Mopped sein eigen nennen möchte - die Firma Yoshimura diesen Traum auf zwei Rädern herstellt und verkauft.

 

Die Liste der Umbaumaßnamen im Vergleich zur Serie ist dementsprechend lang.

 

Motor:

  • YRS ST-R Type R Cams (High-Lift Zylinderköpfe)
  • YRS Hi Compression Head Gasket (erhöhte Kompression auf 13.8:1)
  • BMC Renn-Luftfilter
  • Yoshimura EM Pro w/ Quick Shifter
  • Yoshimura R77 Titanium / Carbon Fiber Full System

 

Fahrwerk/Federung:

  • YRS Swing Arm Pivot Insert (+2mm)
  • YRS Rear Suspension Linkage (159MM)
  • YRS Extended Fork Cap Kit (gibt 25mm mehr Einstellspielraum)
  • YRS Showa "KIT" Rear Shock with YRS Race Spec Valving
  • YRS Race Spec Fork Valving

 

Bremsen:

  • Galfer Stainless Steel Braided Brake Lines Front
  • Galfer Stainless Steel Braided Brake Lines Rear
  • Galfer 1375 Bremsbeläge (vorne)

 

Verschiedenes:

  • YRS Chassis Protector (Neues Modell mit Aufklebern)
  • YRS Rear Stand Spools
  • YRS Case Savers Kit
  • YRS Bar End Kit
  • Yoshimura R&D Aufkleberset

 

 


31.07.2009 23:26    |    taue2512    |    Kommentare (3)    |   Stichworte: Elektro, Motorrad

Bei der Typenbezeichnung dieses Motorrades denkt man irgenwie unweigerlich an einen Hubraumboliden mit vielen Ventilen, aber das täuscht: Die neue Quantaya Strada ist ein absolut umweltfreundliches Elektro-Motorrad, das in immer mehr europäischen Ländern homologiert ist. Dabei ist die gebotene Leistung von umgerechnet 11,5 PS für das kleine nur rund 85kg schwere Motorrad im Super-Moto-Style schon als mehr als ausreichend zu bezeichnen.

 

 

Im flachen Land läuft das Bike bis zu 80 km/h, wobei die Reichweite mit bis zu 200km angegeben ist. In der Praxis zeigt sich aber sehr schnell, das man nicht die Reichweite, sondern eher die Betriebsdauer als Berechnungsgrundlage nehmen sollte, diese liegt irgendwo zwischen 90 und 180 Minuten - je nach Fahrweise. Und das klingt leider nach recht wenig. Die notwendigen 90 Minuten, die für eine vollständige Ladung nötig sind lassen den Gram über diese relativ kurze Reichweite leider auch nur bedingt verblassen.

 

Für Elektrofahrzeuge typisch jedoch ist das sehr hohe Drehmoment, das bei sage und schreibe 31,5 Nm liegt. Somit steckt das kleine Elektroluder ihre großen stinkenden Schwestern vom schlage Kawasaki KLX250 (20,5 Nm bei 7.000U/min) und Yamaha WR250 (23,7 Nm bei 8.000U/min) locker in die Tasche. Vielleicht ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir auf Motocross-Wettbewerben auf Elektromotorräder treffen werden, bei diesen technischen Daten wo es weniger auf innere Werte wie die Reichweite ankommt durchaus vorstellbar.

 

 

Leider ist die Quantaya Strade relativ teuer: Satte 9.185 EUR muss man auf den Tisch legen, dafür bekommt man aber dann auch 2 Jahre Garantie auf alles außer auf die Batterien, denn die sind nach 1.000 Ladezyklen platt.


17.07.2009 19:31    |    taue2512    |    Kommentare (3)    |   Stichworte: Bezug, Motorrad, Neu, Sitzbank, Sitzbankbezug

Schon gut wenn man Leute in der eigenen Familie hat, die ihr Geld nicht so wie ich nur mit dem Kopf verdienen, sondern mit ehrlicher und sinnvoller Handarbeit: Mein Bruder ist z.B. gelernter Raumausstatter und hat in seinem Berufsleben bestimmt mehrere Quadrathektar Teppich verlegt, Gardinen gehäkelt und auf jeden Fall bereits mehrere verschlissene Polster und Bezüge wieder aufgearbeitet.

 

VorherVorher

 

Das passt doch dachte ich und fragte ihn, ob er denn nicht mal in seiner Freizeit sich meiner löcherigen Motorrad-Sitzbank widmen könnte wo gerade jetzt mein Motorrad in Deutschland sinnlos herumsteht. Er willigte sofort ein und ich schoss am Wochenende sehr günstig Kunstleder in einem Sonderposten-Markt bei mir um die Ecke. Die 1m-Länge bei 140cm breite für unschlagbare 8 EUR. Bei dem Preis dachte ich mir das man ruhig etwas Mut zur Farbe beweisen könnte und kaufte sogleich blau und grau in den jeweils passenden Längen für zusammen nicht einmal 7 EUR ein. Ein ganz anderer Schnack als die typspezifischen Sitzbankpolster von der Stange in originalpassform, die alle erst bei jenseits der 100 EUR anfangen.

 

Der Plan ist nun den vorderen Bereich - also die geriffelte Fahrer-Sitzfläche - in pflegeleichtem tiefblau (passend zur Moppedfarbe blaumetallic) zu polstern, während der hintere Sozius-Teil grau wird.

 

Also runter mit der Sitzbank und runter mit der alten löcherig gewordenen originalen Plastikhaut. Dazu einfach mit einem Schraubendreher die ganzen Metallkrampen raushebeln. Mann-o-mann! Da muss sich ein Japaner bei der Herstellung der Sitzbank damals ganz gut ausgetobt haben.

 

Alter Sitzbankbezug runterAlter Sitzbankbezug runter

 

Jetzt wird der originale Bezug an den Nähten in seine Einzelteile zerschnippelt. Diese Teile werden dann auf das neue Kunstleder gelegt und es wird überall an jeder Naht gut ein Zentimeter hinzugegeben. Die einzelnen Teile werden dann provisorisch fixiert und anstäendig miteinander auf einer professionellen Sattler-Nähmaschine vernäht. Damit kein Wasser durch die Nähte gelangen kann, werden diese zusätzlich von innen verklebt.

 

So, die Sitzbank ist nun fertig und ich finde die Farbkombination passt.

 

Neu bezogenNeu bezogen

 

NachherNachher


17.07.2009 18:56    |    taue2512    |    Kommentare (2)    |   Stichworte: 3, Maps, Motorrad, Navigation, NOKIA, Reisetipp

Wegen meiner kürzlichen Reisevorbereitungen nach Deutschland mit dem Motorrad, wollte ich einmal meine persönlichen Erfahrungen mit Navigationssystemen und -Lösungen teilen, die besonders für uns Moppedfahrer interessant sind. Da ich sehr viel Wert auf Vielfältige Nutzungsmöglichkeiten lege, fallen deshalb die Festeinbaugeräte der Motorradhersteller oder Lösungen wie Tomtom Rider unter den Tisch.

 

Viele Leute haben ein Handy und da ist es doch naheliegend, dieses auch für die Navigation zu nutzen. Ich nutze ein NOKIA N95 8GB, das wegen dem recht großzügigen Speicher von - wie der Gerätename schon sagt - 8 Gigabyte und dem eingebauten A-GPS geradezu prädestiniert für die mobile Navigation ist. Genau dies hat auch NOKIA erkannt und hat seine Anwendung NOKIA Maps rausgebracht. Die etwas betagtere Version 2.0 ist ja fester Bestandteil der Mobiltelefon-Grundinstallation.

 

Nun ist aber nach einer etwas längeren Betatestphase nun endlich die deutsche Version von NOKIA Maps 3.0 erschienen, die es durchaus mit professionellen Systemen von schlage Tomtom Rider aufnehmen kann. Neben der obligatorischen 3D-Routenanzeige, den Fahrspurassistenten und dynamischen TMC via (kostenpflichtiger) GPRS-Verbindung zur Stauumfahrung bietet es ferner einen Warner vor festen Blitzanlagen (automatisch in den Ländern aktiv, wo der Einsatz erlaubt ist) und einen akustischen Reminder wenn man sich auf dem Mopped jenseits der Geschwindigkeitsbeschränkungen bewegt.

 

Gut, das Programm selbst ist kostenlos und kann bei NOKIA direkt heruntergeladen werden, dort gibt es auch eine kostenfreie Zeitlich begrenzte Lizenz zum ausgiebigen ausprobieren. Praktischerweise ist in die neue Version 3.0 auch gleich eine Anbindung an den OVI-Service von NOKIA integriert. Dies erlaubt die komfortable Planung einer längeren Route am heimischen PC auf http://maps.ovi.com und die anschliessende Übertragung auf das Mobiltelefon. Netterweise hat NOKIA auch einen Client herausgebracht, mit dem sich Kartendaten und Stimmen direkt auf das Mobiltelefon herunterladen lassen. Dies spart Zeit und natürlich Geld bei denjenigen, die keine GPRS-Flat für ihren Telefonvertrag abgeschlossen haben. Die Abdeckung der Karten ist gut, sogar für relativ ungewöhnliche Länder wie Costa Rica oder Mauritius lassen sich - ein entsprechendes Abo vorausgesetzt - schnell auf das eigene Telefon laden. 

 

Wobei die Genauigkeit der Karten gerade bei diesen exotischen Destinationen wie z.B. Mauritius doch manchmal sehr zu wünschen übrig läßt. Bei unserem letzten Urlaub bot das Handy nur eine sehr vage Ortsbestimmung und lediglich die Hauptstrassen. Für einen groben Überblick, um nicht verloren zu gehen reicht dies aber alle Male. Wo wir gerade beim Thema Abo waren: Wer motorisiert NOKIA Maps 3.0 nutzen möchte schliesst ein Jahresabo ab, dessen Preis für alle Regionen mit ca. 130 EUR pro Jahr zu buche schlägt. Kauft man hingegen nur ein Land oder eine begrenzte Region, kostet dies um die 70 EUR. Zusätzliche Optionen, wie dynamisches TMC via GPRS und die Synchronisierung der Blitzerstandorte kostet dann nochmal zusätzlich: Knapp 20 EUR pro Jahr.

 

NOKIA Maps 3.0NOKIA Maps 3.0

 

Dafür hat man dann aber in der Regel stets aktuellstes Kartenmaterial zur Hand, das merke ich besonders hier in Frankreich bei den ständig wechselnden Tempolimits und den vielen neuen Strassen die jeden Monat hinzukommen. Super für Motorradfahrer geeignet ist die Topographische Darstellung der Höhenzüge, da weiss man dann schon im vornherein wann die richtig schönen Strecken mit den Serpentinen kommen. Sehenswürdigkeiten werden sogar als 3D-Objekte auf der Karte angezeigt!

 

Auf dem Motorrad habe ich eine Schwanenhalshalterung für mein Telefon, dieses kommt dann in einen sogenannten wasserdichten Beachbag und ist somit sicher im Blickfeld des Fahrers untergebracht. Die Stromversorgung beziehe ich über eine 12V-Steckdose im Cockpit nebst passendem Telefon-Netzteil. Ja, grosse Reiseenduros haben einen Zigarettenanzünder!

 

Gerade auf längeren Touren möchte man ja als Fahrer auf dem Mopped ja auch etwas Unterhaltung, da Windgeräusche auf Dauer recht nervig werden können und manche Moppedfahrer deswegen sogar zu Schaumstoff-Gehörschutz greifen, habe ich mich ein wenig anders entschieden:

 

NOKIA Bluetooth Stereo-Headset BH-103NOKIA Bluetooth Stereo-Headset BH-103

 

Ich habe ein NOKIA Bluetooth Stereo-Headset Typ BH-103 gekauft, nicht nur der Preis von damals knapp 30 EUR war wie ich fand mehr als in Ordnung. Die Ohrstöpsel schotten prima nervenden Fahrtwind ab (drei verschieden große Gummipolster-Paare liegen dem Gerät bei) und eignen sich ideal für die Navigations- und Warnansagen des Telefons. Gleichzeitig bekommt man aber immer noch genug vom Verkehrsgeschehen um einen herum mit. Wer sich auf langen monotonen Strecken nun richtig langweilt, kann den MP3-Player des Telefons im Hintergrund aktivieren und Musik in glasklarem Sound geniessen (bitte hierbei stets die Lautstärke im Sinne der STVO anpassen und sich nicht allzusehr ablenken lassen). Das gute an diesem Headset ist, das es den gleichen Ladestecker wie das Telefon verwendet, so spart man das rumschleppen mehrerer Ladegeräte.

 

Auch die Einsatzzeit des Headsets ist mehr als ausreichend: Auf meiner gut 18h dauernden Tour brauchte ich es nicht einmal aufladen und das trotz permanenter Hinweise wie: "Achtung! Bitte beachten Sie die Geschwindigkeitsbeschränkung!".


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