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07.09.2012 15:10    |    taue2512    |    Kommentare (23)    |   Stichworte: Electric Lounge, Treffpunkt, WAVE

 

Ab sofort könnt ihr hier zwar keine Benzingespräche führen, sondern Euch in entspannter Atmosphäre untereinander austauschen. Gedacht ist diese Lounge dazu, um eine Brücke zu schlagen zwischen Leuten die bereits aktiv eCars, Hybride oder ähnliche Fortbewegungsmittel im Alltag nutzen und Leuten denen diese ganzen neuen Technologien immer noch ein wenig suspekt erscheinen. Sie soll als Treffpunkt dienen und den Gedankenaustausch zu allen Facetten dieses vielschichtigen Themas anregen!

 

HAUSREGELN

  • Wenn ihr wollt dürft Ihr hier gern Diskussionen, die ansonsten in den Off-Topic-Bereich führen würden bei lauschiger LED-Beleuchtung weiterführen.
  • Es geht nicht darum, die anderen von seiner persönlichen Meinung oder Position für oder gegen eMobilität zu überzeugen.
  • Persönliche Beleidigungen sind fehl am Platz!
  • Bei Problemen bitte die entsprechenden Beiträge per Alarm melden.

 

Viel Spaß!


07.09.2012 15:52    |    taue2512

Kann man eigentlich reine eCars (also keine Hybride) mit herkömmlichen Autos direkt vergleichen, was CO²-Bilanz, Kosten und Effizienz angeht?

 

Ich denke schon, ich habe mal versucht mit der beigefügten EXCEL-Tabelle so Pi-Mal-Daumen einen Vergleich zwischen einem Elektromobil und einem benzin-, bzw. dieselbetriebenen Auto aufzuzeigen. Bewußt berechne ich auch für das eCar eine CO²-Emission. Kommt der Ladestrom ausschließlich aus Wasser-, Wind- oder Solarkraftwerken, dann wurde bei der Stromerzeugung zwar keinerlei Kohlendioxid freigesetzt (0 g/kWh). Berücksichtigen muß man m.E. jedoch die Emissionen, die bei der Herstellung und Errichtung dieser Kraftwerke anfielen, im Schnitt sind dies 2–60 g/kWh. Die aktuellen Stromkosten sind in der Tabelle mit den durchschnittlichen 0,25€/kwh angesetzt.

 

Demnach hätte ein eCar mit einem Verbrauch von 20kWh/100km (und das ist enorm hoch!) ungefähr das selbe Energieäquivalent wie mein derzeitiger PASSAT TDI mit einem Verbrauch von 5,7l/100km. Nur mit dem Unterschied das mich die Fahrt im VW rund 3,74€/100km mehr kostet, der CO²-Ausstoß fast 10x so hoch ist und ich für die komplette WAVE-Renndistanz 100€ mehr zahlen müsste um ans Ziel zu kommen.



07.09.2012 23:57    |    124er-Power

Hui, schon soviele Kommentare hier gelöscht? :eek:

 

Bin mal den Mercedes B200 Wasserstoff gefahren, war schon sehr faszinierend! Könnt ich durchaus mit Leben, der Durchzug ist grandios. :eek:


08.09.2012 00:00    |    taue2512

Nein,  der Kommentarzähler zählt auch Überarbeitungen mit.

 

Wie fährt sich denn der E-B200? Starke Unterschiede zum normalen Benziner?


08.09.2012 00:02    |    124er-Power

Seit wann werden denn überarbeitungen mitgezählt?

Das hab ich ja noch nie gesehen!

 

Der B200 Wasserstoff beamt dicht ab Leerlauf nach vorne, der muss nicht erst Drehmoment wie ein Otto oder Dieselmotor aufbauen. :)


08.09.2012 00:04    |    124er-Power

Hab da noch ein Video von damals. :)

http://youtu.be/W2bVS6qaPbk


08.09.2012 00:09    |    taue2512

Sieht nicht schlecht aus.

Hatte just eine Nachricht bekommen das einer der Teilnehmer der WAVE Probleme mit einer Kühlwasserpumpe für die Batterien hat - hoffe das dadurch nicht die Planung dureinandergewürfelt wird.


08.09.2012 00:14    |    124er-Power

Was ist denn WAVE? Sagt mir nix.


08.09.2012 00:22    |    EleganceC

Hallo,

 

der Vergleich hinkt:

 

Der VW Passat hat einen Wirkungsgrad von ca. 35%, d.h. 65% der Energie geht in Form von thermischer Abwärme verloren.

Insgesamt verbraucht der VW Passat somit auf 100km 5,7l *10,06kWh/l = 57,3kWh.

(Die 10,06kWh/l sind der Energieinhalt eines Liter Diesels)

Der VW Passat verbraucht somit insgesamt 37,3kWh Energie mehr als das Elektorfahrzeug! Für die gleiche Energiemenge könnten somit fast 3 Elektrofahrzeuge fahren, rein energetisch betrachtet.

 

In der Rechnung fehlt ebenfalls der Transport des Rohöls aus den z.B. arabischen Ländern per Schiff nach Rotterdamm, dann der Transport von Rotterdamm zur Raffinerie und von dort per LKW zur Tankstelle, hat hier jemand genaue Zahlen? Hierbei wird nicht unwesentlich CO2 produziert mit wesentlich höheren Unfallrisiko und somit insgesamt höheren Umweltrisiken als mit dem Transport per "Stromleitung" (1 tropfen Öl verunreinigt ca. 600l Wasser).

 

Ein Argument pro Elektrofahrzeug:

 

In meinem Heimatland S-H herrscht im mittleren Land eine Durchschnittswindgeschwindigkeit von ca. 6-7m/s im Jahresmittel. Bei einem Wert von 7m/s wird ca. die Hälfte aller Schleswig-Holsteinischen Windkraftanlagen abgeschaltet, Ende 2010 derzeit ca. 1450MW von 2900 MW.

Dies ergibt einen energetisch unwiederbringlichen Verlust von ca. 2900GWh pro Jahr oder anders ausgedrückt hätten bei angenommenen 20kWh/100km Verbrauch mind. 483000 PkW 300 Tage im Jahr 100 km weit fahren können auf regenerativer Basis ohne CO2 Ausstoß! Wohlgemerkt, der tatsächliche Durchschnittsfahrer in Deutschland fährt täglich "nur" 65km statt der dieser Beispielrechnung hier zu Grunde liegenden 100km!

 

Diese Argumente verdeutlichen um so mehr, dass die nördlichen Bundesländer so schnell wie möglich auf die Elektromobilität umsteigen müssten, um zum Einen die vorhandenen Windkraftanlagen voll aus zu nutzen und zum Anderen die Ressource Öl zu entlasten und das Klima zu schonen.

 

Vergleich: Variable Kosten

 

Wie mein Vorredner bereits aufgeführt hat, kosten die 20kWh für eine Ladung bei 0,26€/kWh 5,2€. (In der Praxis rechne ich mit einem tatsächlichen Verbrauch je nach Strecke von 13-16kWh). Der Diesel PkW liegt aktuell bei 5,7l * 1,53€= 8,72€ zuzüglich der Werkstattkosten hinsichtlich Abgassystem, Pumpen, Lichtmaschine, Zahnriemen, Partikelfilter und weiteren Verschleissteilen die beim Elektrofahrzeug entfallen.

 

-> Meine persönliche Entscheidung: E-Fahrzeug im Eigenbau mit klarer Zieldefinition: Straßenzulassung

Somit stelle ich mich aktiv der Herausforderung für den Umweltschutz als auch für die nachhaltige Mobilität meinen Beitrag geleistet zu haben gepaart mit mehr Fahrfreude als mit einem Verbrennungsmotor bei maximalem schwingungsarmen Komfort.


Bild

08.09.2012 00:28    |    Romiman

Zitat:

...Berücksichtigen muß man m.E. jedoch die Emissionen, die bei der Herstellung und Errichtung dieser Kraftwerke anfielen...

- muß man fairerweise auch die Emissionen, die bei der Herstellung und Errichtung der Raffinerien (inkl. sämtlicher Aktivitäten zu Suche, Förderung und Transport vom Rohöl) angefallen sind, ebenfalls mit einrechnen.

Ohne Zahlen zu kennen, geh ich daher davon aus, daß niemals ein Mineralölprodukt-getriebenes Fahrzeug auch nur in die Nähe der CO²-Bilanz eines vollelektrischen Fahrzeugs kommt.

 

Leider spielen bei der Entscheidung Elektro vs. Verbrenner Aspekte wie Anschaffungspreis und Reichweite eine zu große Rolle.

 

Daß die Politik vor 3 Jahren über die Abwrackprämie die Verbrenner-Mobilität förderte, anstelle beispielsweise in die äußerst sinnvolle Idee des "Project Better Place", mit den Wechselakkustationen, zu investieren, zeigt deren Unwillen, Unfähigkeit oder/und Hörigkeit der Automobilindustrie gegenbüber.

Mit der Idee des Wechselakkus hätten wir gleich die drei (!) großen Probleme der Elektroautos auf einen Schlag gelöst, ohne auf den sogenannten "Wunderakku" warten zu müssen:

1. Reichweitenproblematik. (Die bisherige Tankstellendichte würde locker reichen, um mit frisch gewechseltem Akku weiterfahren zu können)

2. Ladedauerproblematik (jede Nacht Stecker rein und morgens wieder raus, für 120km am Tag sind passé)

3. Kein Akku-Schaden-Risiko (E-Auto ist im Falle eins Akkuschadens nicht wie derzeit praktisch wertlos!)

 

Eine flächendeckende E-Mobiliät würde zudem durch das geringere Geräuschniveau Umwelt und Mitmenschen entlasten, und aufgrund des geringeren Geschwindigkeitsniveaus sogar der Verkehrssicherheit dienlich sein.


08.09.2012 00:33    |    124er-Power

Der eRUF würd mich mal wirklich interessieren, muss da mal ne Probefahrt rausschlagen. :D


08.09.2012 00:47    |    taue2512

Bei Eigenunmbau müsste man aber schon vorher ganz woanders anfangen. Noch sind Eingriffe in den Antriebsstrang, also dem Getriebe einer fast kompletten und sehr teuren Neuabnahme des Fahrzeuges unterworfen. Das ist u.a. auch der Grund warum die Kleinserien des WAVE-Teilnehmers CITYSAX lediglich einen E-Motor spendiert bekommen haben - alles andere (inkl. Schaltgetriebe) Serie geblieben ist.

 

Man müsste also erstmal Lobbyismus betreiben, damit solche Innovationssperren abgeschafft werden.


08.09.2012 00:49    |    124er-Power

Wie kamst du eigentlich auf das Thema taue? Haste beruflich damit etwas zu tun, oder reines Interesse?


08.09.2012 00:50    |    taue2512

Sagen wir mal so, ich fahre jeden morgen an einem Renault-Händler vorbei und wollte immer schonmal den Twizy fahren. Danach kam ein verhängnisvoller Anruf von der MT-Redaktion...

 

Beruflich habe ich nur mit alternativen Strategien zu tun, Gewichtseinsparung inbegriffen.

Ich denke aber das mein nächster Wagen ein eCar wird.


08.09.2012 09:38    |    EleganceC

Hallo Taue,

 

zum Thema Eingriffe ins Fahrzeug. Ich habe alle Kombinationen in Betracht bezogen hinsichtlich Investitionsaufkommen, technischer Machbarkeit, Fahrzeuggewicht und Langlebigkeit.

Dabei hat sich für mich heraus gestellt, dass grundsätzlich eine Getriebestufe mindestens vorhanden sein muss, damit der Motor nicht zu schwer wird. Zum Vergleich: Um die Fahrleistungen meines Z3's mittels einem Motor am Getriebe erzielen zu können, müsste dieser ca. 200-250kg schwer sein als Asynchronmaschine. Dank dem Getriebe komme ich nun auf nur 46kg zzgl. 27kg Getriebe und habe mir somit die nötige Auflastung für die Akkumulatoren herausgeholt, ansonsten wären teure Änderungen am Fahrwerk sowie eine verschlechterte Fahrdynamik dabei heraus gekommen wobei es noch weitere Vorteile gibt hinsichtlich Beschleunigungsvermögen etc.

Vergleicht man die Vorserienfahrzeuge der OEM hinsichtlich Beschleunigungsvermögen fällt auf, dass die meisten sich an 300Nm Drehmoment orientieren bei einer Beschleunigung von ca. 13s von 0-100km/h.

Vergleicht man einen Mercedes E320 Bj. 1997-2004 mit M112 Motor mit 315Nm erhält man eine Beschleunigung von ca. 7,7s von 0-100km/h, wobei der Elektromotor den wesentlich besseren Drehmomentverlauf bietet! In der Praxis bedeutet dies, dass fast nie geschaltet werden muss, nur wenn es sehr schnell von statten gehen soll.


03.04.2013 20:45    |    taue2512

Wie findet Ihr die aktuellen Entwicklungen zum Thema eMobilität? Es sind bis zu 12.000€ Staatsförderung im Gespräch und fast alle renomierten Hersteller zaubern auf einmal rein elektrische Autos aus dem Hut...

mund denn ist da auch noch die aktuelle MT-Aktion:

 

http://www.motor-talk.de/.../EditPost.html?...


07.04.2013 23:34    |    EleganceC

So mein Z3 hat den ersten Test Kilometer auf E-Antrieb bewältigt, die Mechanik funktioniert zuverlässig. Jetzt geht es weiter an der Akkupack Fertigung und Einhaltung der elektrotechnischen Normen sowie Verbindung der Pumpaggregate (Unterdruckpumpe / Servolenkung). In 1-2 Monaten vorsichtig geschätzt sollte das System endgültig aufgesetzt sein - je nach vorhandener Freizeit für den Umbau.

 

http://ev-z3.blogspot.com


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