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MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

09.10.2008 22:02    |    taue2512    |    Kommentare (35)    |   Stichworte: Blitzer, Bussgeld, Bussgeldkatalog, Frankreich, Radaranlagen, Toulouse, Zahlen

Bei den Zahlen verstaendlich...Bei den Zahlen verstaendlich...
  • 1 858: Anzahl derzeitig installierter Radaranlagen in Frankreich.
  • 4 500: Geplante Anzahl in 2012 nach den aktuellen Plaenen des Verkehrsministers.
  • 500 - 600 ist somit die errechnete Anzahl neuer Radaranlagen pro Jahr.
  • 23 000: Kosten in Euro pro Radaranlage des Herstellers "Safran" (Sagem & Snecma).
  • 31 Laender - u.a. auch Deutschland - sind Kunde beim gleichen Konzern.
  • 12 000 000 000 Euro ist der Gesamtumsatz dieser Firmengruppe in 2007.
  • 349 000 000 Euro brachten die Radaranlagen der Staatskasse in 2006 ein.
  • 71 war der Anstieg dieser Einnahmen in Prozent im Vergleich zu 2005.
  • 4 620 ist die Gesamtzahl aller Unfalltoten auf Frankreichs Strassen in 2007.
  • 1,6 ist die Abnahme in Prozent bei den Unfalltoten im Vergleich zu 2006.

 

Sind diese 1,6 Prozent den ganzen Aufwand wert, wenn man bedenkt das sicherlich ein Grossteil davon nicht auf ueberhoehte Geschwindigkeit zurueckzufuehren sind?


09.10.2008 22:35    |    SiamorphE

Wohl nicht, aber die Vernunft siegt da leider nicht.

 

Das einzige was meines Erachtens nach eine tatsächliche Verkehrsberuhigung bringt sind mobile Kontrollen an kritischen Punkten. Bei uns ist z.B. eine Grundschule an der eine vielbefahrene Verbindungsstraße langgeht. Dort ist ansich 50, auf Höhe der Schule jedoch 30 (zu recht). Da wird sicherlich alle 2 Wochen mit der mobilen Anlage geblitzt. Viele fahren, weil es dort sehr unübersichtlich ist, dort nun wirklich nur noch 30.

 

Warum das mehr bringen soll? Nun das kostet denke ich mal weniger ;) Dafür sind die Kontrollen variabel. Die Menschen gewöhnen sich nicht dran und legen diese "bis kurz vor der Anlage mach ich will und danach auch wieder"-Mentalität an den Tag.


09.10.2008 23:25    |    eb-stefan

dumme frage, aber wer lässt sich in Frankreich blizen?

Die wahnen doch immer 500m vor jeder radaranlage....


09.10.2008 23:52    |    taue2512

Zitat:

dumme frage, aber wer lässt sich in Frankreich blizen?

Wenn Du die Anzahl der Geraete durch die Einnahmen teilst hast Du die Antwort: Anscheinend verdammt viele. Zwar wird auf grossen Tafeln vorher gewarnt, aber ein klein wenig schneller als erlaubt kann hier schon richtig ins Geld gehen.

 

Mir ist es auch schon mal passiert das ich wegen dem dichten Stadtverkehr nicht auf den Tacho bei einer gut ausgebauten Stadtautobahn mit 90 km/h Limit geschaut habe und es war passiert. Das Problem ist das selbst deutsche Kennzeichen bei einer Strafe von ueber 80 EUR auch bis nach Deutschland geahndet werden, und da kommen denn nochmal so 20 EUR "Bearbeitungsgebuehren" drauf.

 

Faustregel: Alles ueber 20km/h "drueber", geht nach Deutschland und kostet mindestens 100 EUR!

 

Rechenbeispiel:

 

  • Limit: 70 km/h, 75 km/h Radarmessung, 70 km/h Resultat : OK
  • Limit: 100 km/h, 106 km/h Radarmessung, 100 km/h Resultat : OK
  • Limit: 110 km/h, 120 km/h Radarmessung, 114 km/h Resultat : PV "Classe III", also mindestens 68 EUR und ein Punkt abgezogen!

 

Das die nicht spassen wird aus den Bussgeldern ersichtlich. Ich mache oben Mal eine Ergaenzung mit den aktuellen Preisen.


10.10.2008 00:15    |    taue2512

Der aktuelle Bussgeldkatalog 2008 fuer Frankreich "Geschwindigkeitsverstoesse":

 

Mehr als 50 km/h - Klasse V (1500 EUR) - 6 Punkte Abzug

- Mindestens 3 Jahre Fuehrerscheinentzug

- Keine Ausnahmeregelung fuer Berufskraftfahrer

- Verbot bestimmter Kraftfahrzeugklassen

- Pflichtteilnahme an einem Sicherheitsseminar auf eigene Kosten

- Konfiszierung des fuer die Tat verwendeten KfZ

 

 

40 bis 49 km/h - Klasse IV (90 - 375 EUR) - 4 Punkte Abzug

- Mindestens 3 Jahre Fuehrerscheinentzug

- Fahrverbot kann sich auf die rein private Nutzung erstrecken

- Verbot bestimmter Kraftfahrzeugklassen

- Pflichtteilnahme an einem Sicherheitsseminar auf eigene Kosten

 

 

30 bis 39 km/h - Klasse IV (90 - 375 EUR) - 3 Punkte Abzug

- Höchstens 3 Jahre Fuehrerscheinentzug

- Fahrverbot kann sich auf die rein private Nutzung erstrecken

- Verbot bestimmter Kraftfahrzeugklassen

- Pflichtteilnahme an einem Sicherheitsseminar auf eigene Kosten

 

20 bis 29 km/h - Klasse IV (90 - 375 EUR) - 2 Punkte Abzug

 

< 20 km/h innerorts - Klasse IV (90 - 375 EUR) - 1 Punkt Abzug

 

< 20 km/h ausserorts - Klasse III (45 - 180 EUR) - 1 Punkt Abzug

 

 

Geldstrafenklassen im Detail:

 

  • III - Minimalstrafe: 45 EUR / Normalstrafe: 68 EUR / Maximalstrafe: 180 EUR
  • IV - Minimalstrafe: 90 EUR / Normalstrafe: 135 EUR / Maximalstrafe: 375 EUR
  • V - Normalstrafe: 1500 EUR

10.10.2008 00:55    |    Achsmanschette15

und da gibt es hier bei mt doch ernsthaft leute die sich über die wegelagerei der rennleitung in deutschland und die damit verbundenen "peanuts" ähhhhhhhhhmmmm "kosten" beschweren....


10.10.2008 07:21    |    letzterlude

Also in Teilen ist das nur noch krank... Die Verhältnismäßigkeit zwischen Vergehen und Strafe ist meines Erachtens hier übehaupt nicht mehr gegeben...

 

Da lohnt sich ja direkt ein guter Radarwarner (((-;


10.10.2008 08:49    |    taue2512

Der Einsatz von GPS-gestuetzten Radarwarnern ist in FR zulaessig. Aber die warnen leider nur vor festinstallierten Geraeten und evtl. vor "Schwerpunkten". Kosten aber nur noch so um die 40 EUR. Ein Schnaeppchen... 


10.10.2008 09:25    |    qwertzuiopasdfg

Man da kann ich ja froh sein, dass ich nicht geblitzt wurde. War einige Zeit auf de A4 unterwegs immer so entspannt 150-160 gefahren und ich habe mich schon gewundert, dass alle Franzosen so langsam unterwegs waren.


10.10.2008 09:32    |    tino27

3 Jahre Fahrverbot bei 30 zu viel?! :eek:

 

Bin zwar auch ein Rasergegner, aber das is ja übertrieben. Da graben die sich ja ihre eigenen Einnahmen ab. Wenn der nicht rast, wer soll dann geblitzt werden. :)


10.10.2008 09:57    |    CLK-2FAST4YOU

Mich hat man mal vor ein paar Jahren mit über 200 in Frankreich geblitzt...ja ja ja..ich weiß....:rolleyes: Fakt ist, man muss an Ort und Stelle für so eine Nummer 750€ hinblättern, man bekommt ein Fahrverbot als Deutscher in Frankreich für 6 Mon. Der Führerschein wird einbehalten. Der Führerschein wird kopiert und auf der Kopie steht dann, dass der Führerschein in Frankreich einbehalten wurde und das das Fahrverbot nur für Frankreich gilt. Die Kopie erhält man dann als "Ersatzführerschein". Nach 14 Tagen kommt der Führerschein per Einschreiben zu dir nach Hause. Nach ca. 3 Mon. bekommst du erneut Post, vom Gericht, in dem Urteil steht dann, dass Du noch Mal 750€ bezahlen sollst, andernfalls sollte man sich 2 Jahre nicht mehr in Frankreich blicken lassen, weil man sonst sofort zahlen muss oder man dein Auto sicherstellt und dich in den Knast steckt. Ich habe natürlich nicht bezahlt und bin 2 Jahre lang über Frankreich geflogen :D

Die ganze Geschichte hat keinen Einfluss auf dein Punktekonto in Deutschland.

Der damalige Gandarm sagte mir noch, dass Sie bis 160 km/h gar nichts machen. Bei festen Blitzanlagen werden alle Verstöße von Ausländern bis 160 km/h nicht verfolgt.

Zuviel Aufwand.

 

Cu

Frank


10.10.2008 10:11    |    tino27

Achso, ich dachte schon das ist wie bei TokyoDrift - ab 200 wird nichts mehr gemacht. :D


10.10.2008 10:15    |    taue2512

@CLK-2FAST4YOU:

Wie gesagt, das war einmal. Heute wuerdest Du mit ernsteren Konsequenzen rechnen muessen. Auf jeden Fall werden die Dir bei der Ueberschreitung erstmal die Weiterfahrt verbieten. Mich hat die GENDARMERDIE in 2003 auch mal des naechtens an einer Mautstelle in Richtung Sueden abgefangen, weil die Zeit und die daraus berechnete Durchschnittsgeschwindigkeit zwischen "Ticket ziehen" und "Ticket bezahlen" auf mehr als die bei Regen erlaubten 110 km/h schliessen liessen. Ich hatte mich damals einfach um 3h Morgens hinter einen Englaender gehaengt, der so mit 200 - 220 unterwegs war. Wie bereits erwaehnt: Mittlerweile WERDEN alle Verstoesse - auch Parkverstoesse und Alkoholfahrten - wenn die Strafe mehr als 80 EUR betraegt automatisch nach Deutschland geschickt.

 

Der Kostenaufwand hat sich durch systematischen Einsatz der IT drastisch reduziert. Ich kann zwar sagen, das man mit einem deutschen Kennzeichen hier unten weniger Probleme hat und bei allgemeinen Kontrollen eher durchgewunken wird oder es bei einer einfachen und netten Belehrung (in gebrochenem Englisch bitte, weil isch spraesche nischt so guht Fronkraisch) bleibt. Oberste Regel: Cool und freundlich bleiben und eventuell die Masche mit dem Englisch-Sprechen versuchen, in der Regel sprechen die Flics hier unten im Sueden so gut wie gar kein Englisch und lassen einen eher ziehen als sich die bloesse zu geben.

 

Aber auch Franzosen riskieren Geldbussen in anderen Laendern Europas: Meine Schwiegereltern waren in Italien unterwegs und angeblich befuhren sie eine Einbahnstrasse in falscher Richtung. Die Einbahnstrasse entpuppte sich als die Ausfahrt eines Parkplatzes in der Innenstadt von Turin, soweit sie sich errinnern konnten waren das noch nicht einmal 20m bis zur Hauptstrasse und Schilder konnte man nicht sehen. Jedenfalls rief gute 6 Wochen spaeter der ortsansaessige Gendarm bei denen zuhause an, er haette Post aus Italien auf dem Tisch. Noch nicht mal inklusive einer Uebersetzung. Jedenfalls mussten sie 150 EUR fuer diese Touristenfalle zahlen. 


10.10.2008 11:07    |    so_nie

Nebenbei senkt es den Benzinverbrauch.

Ich hatte bei meine Aufenthalten in F nie das Gefühl, dass da jemand besonders rast. Lange nicht so ein aggresives und selbstgerechtes oder oberlehrerhaftes Fahren wie in D.

 

Jeder Fahrer eines Wagens kleiner als A4 oder 3er oder C-Klasse oder gar ein ausländischer Kleinwagen so kann davon ein Lied singen.


10.10.2008 12:40    |    kai84m

Wenn die in F ja vor den Fallen warnen kann man ja noch nichts sagen - obwohl die Beträge die Sie bei verstößen haben wollen schon abzocke sind!

 

In Deutschland sind die Radarfallen ja, bis auf wenige ausnahmen nur noch die reinste Abzocke um noch eine Möglichkeit zu haben an das Geld der Bürger zu kommen! Gerade auf den BAB werden stellen beschränkt auf denen keine nennenswerte Gefährdung besteht!

 

Apropos ich fahre auf der Autobahn immer so 120-140km/h und die Raser/Drängler regen mich teilweise schon sehr auf - aber trotzdem finde ich diese unverschämte Abzocke in deutschen Landen unerhört-wir sind Bürger und Steuerzahlen und müssten uns sowas normal nicht bieten lassen!


10.10.2008 13:04    |    renesis01

Einfach an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten, dann wird man auch nicht geblitzt. Eigentlich gaaaaanz einfach.

Abzocke ist es bestimmt nicht ( weder in F noch in D) sondern einfach eine Geschwindigkeitskontrolle.

Wer zu schnell fährt hat selbst schuld und brauch gar nicht jammern.

 

Ich finde zudem das in D die Strafen für zu schnelles fahren viel lasch und viel zu wenig kontrolliert wird.

Die Schweiz zeigt wie es geht.

 

EDIT: Ich sehe gerade, der franz. Bußgeldkatalog ist auch recht sympatisch.


10.10.2008 13:12    |    drdisketti

- ist wohl ein kleiner Fehler bei der Anzahl Nullen im Umsatz von Safran passiert:

 

die müßten sonst für ihren Jahresumsatz mehr als 500.000 Anlagen pro Jahr ausliefern.

 

Gruß Reinhard


10.10.2008 13:20    |    letzterlude

Zitat:

"Einfach an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten, dann wird man auch nicht geblitzt. Eigentlich gaaaaanz einfach.

 

Abzocke ist es bestimmt nicht ( weder in F noch in D) sondern einfach eine Geschwindigkeitskontrolle.

 

Wer zu schnell fährt hat selbst schuld und brauch gar nicht jammern.

 

 

 

Ich finde zudem das in D die Strafen für zu schnelles fahren viel lasch und viel zu wenig kontrolliert wird.

 

Die Schweiz zeigt wie es geht.

 

 

 

EDIT: Ich sehe gerade, der franz. Bußgeldkatalog ist auch recht sympatisch." Zitat Ende.

 

Sagt Dir das Wort Verhältnismäßigkeit irgendetwas???

 

Nicht die Kontrolle als solches ist grundsätzlich Abzocke, sondern im Falle von F, CH und einigen anderen Ländern die Unverhältnismäßigkeit der Strafen...

 

Und über den Sinn einiger Tempolimits und die Platzierung der Konrollstellen wird man wohl auch manchmal nachdenken dürfen...


10.10.2008 13:33    |    taue2512

Zitat:

ist wohl ein kleiner Fehler bei der Anzahl Nullen im Umsatz von Safran passiert 

Nein, zu Safran gehoert selbverstaendlich auch noch eine Ruestungsbude welche noch andere "Sicherheitstechnik" liefert. Das ist wirklich der Gesamtumsatz dieser Firmengruppe und nicht allein mit Radarkaesten erzielt.


10.10.2008 13:56    |    esstee

Zitat:

...an einer Mautstelle in Richtung Sueden abgefangen, weil die Zeit und die daraus berechnete Durchschnittsgeschwindigkeit zwischen "Ticket ziehen" und "Ticket bezahlen" auf mehr als die bei Regen erlaubten 110 km/h schliessen liessen...

Wie wurde das gemacht? Gibt der Zahlautomat ein Signal an die Gendarmerie? Darüber hab ich mir auch schon oft Gedanken gemacht... gerade nachts ;)


10.10.2008 14:09    |    taue2512

@esstee:

Gerade wenn mal nix in der Glotze laeuft und abends nicht viele Autos auf der AB unterwegs sind, stehen die "Poulets" mit Ihren blauen Mannschafts-Kastenwagen manchmal vor den Mautschranken (bevorzugt die Barzahler-Kassenhaeuschen) und verlangen das Ticket zu sehen. Die Uhrzeit des lösens steht ja drauf.

 

Wenn Du Dich dann dessen verweigerst - weil die Rechtsgrundlage fragwuerdig (wegen dem fehlen einer geeichten "Messanlage") ist - nehmen die an Dir halt eine gaaaaaannz laaaaaangsame "allgemeine Verkehrskontrolle" durch... 

 

Es gibt aber auch schon die ersten vollautomatischen Sektionskameras, die lassen dann Dein Nummernschild auf einer Anzeigetafel aufleuchten:

 

HB-MT xxx - trop vite!

 

Und wenn dann noch "freie Ressourcen" am naechsten Mautposten vorhanden sind, gibt es einen netten Plausch.


10.10.2008 15:56    |    ballex

30 bis 39 km/h - Klasse IV (90 - 375 EUR) - 3 Punkte Abzug

- Mindestens 3 Jahre Fuehrerscheinentzug

 

Also ich weiß ja nicht, 30 km/h zu schnell und für drei Jahre der Führerschein einfach weg? Ich bin zwar in der Probezeit und halte mich immer an die Beschränkungen aber das halt ich schon für...naja, zu viel des Guten! Abgesehen davon kann das mit einem starken Auto ja wirklich mal leicht passieren beim Überholen oder so.

 

Das es in Frankreich viele Blitzer gibt hab ich im Sommerurlaub dieses Jahr allerdings auch gemerkt ;)

Und noch was ist mir aufgefallen: Die Autos mit dem "A" drauf, das sind doch Fahranfänger oder? und die dürfen laut meiner Recherche nur 90 km/h fahren ein Jahr lang. Und danach geben sie Gas oder was? Halt ich auch nicht für gut...

 

mfg ballex


10.10.2008 16:26    |    taue2512

Die 3-jaehrige Sperre bis zur Grenze von 49 km/h "zu viel" kann i.d.R. mit einem "Wochenfuehrerschein" umgangen werden, wenn der Chef einem ein Papier erstellt aus dem hervorgeht das man seinen Lappen beruflich braucht. Dann muss man entweder jedes Wochenende seinen Lappen bei den Behoerden hinterlegen oder bekommt gleich eine Art "Ersatzfuehrerschein", der nur fuer die berufliche Nutzung gedacht und gueltig ist. Ferner kann es vorkommen das wenn Du mit dem Mopped zu schnell warst, Du nur den Zweiradfuehrerschein fuer 3 Jahre weggenommen bekommst.

 

Die Autos mit dem Aufkleber "A" in Frankreich haben noch weitere Gesetzesauflagen:

 

Wer seinen Führerschein in Frankreich noch keine zwei Jahre besitzt, muss diesen Aufkleber mit dem roten "A" fuer Amateur ans Fahrzeugheck kleben und darf außerorts höchstens 80, auf Schnellstraßen 100 und auf Autobahnen 110 km/h fahren. Fahranfaenger starten mit "nur" 6 Punkten Guthaben, das ganz langsam in 3 Jahren mit jeweils 2 Punkten pro Jahr aufgefuellt wird.

 

Man muss aber dazu ueberlegen, dass ein grosser Teil der jungen Auto-Fuehrerscheinanwaerter in FR bereits "begleitendes Fahren" (Aufkleber "Conduite Accompagnee") hinter sich haben und somit vorbereitet sind. Fuer diese Fahrer gelten die gleichen Geschwindigkeitsgrenzen wie fuer die "A" Fahrer. Das belgeitende Fahren geht ab 16 wenn der Beifahrer mindestens 28 Jahre alt ist und der Fahrer sowohl eine Theoriepruefung als auch 20 Praxisstunden nachweisen kann. Beide muessen mindestens 3000 km zusammen gefahren sein und mittendrin nochmal eine Pruefung einlegen, zum Testen ob der Fahrer sich positiv entwickelt. Nach dem Erwerb des Fuehrerscheins werden dann die vorhandenen 6 Punkte waehrend 2 Jahren jeweils mit 3 Punkten pro Jahr aufgefuellt - also ein Bonuspunkt pro Jahr.


21.10.2008 00:04    |    master_of_pain

muss ich als blitzer- jäger (fotografier die stellen fürn kumpel der ne seite drüber hat www.bayreuther-blitzer.de) mich auch mal dazu melden. ich finde ein fahrverbot von drei jahren ist sehr krass und in meinen augen nicht gerechtfertigt. wenn ich mich mit einem vom VÜD unterhalte was denn der schnellste geblitze war liegt in ortschaften die durchschnittsgeschwindigkeit bei 70 und ausserhalb wenn 100km/h um die 110km/h. dass allerdings bei tempolimit ausserhalb die geschwindigkeitsübertretungen um die 20km/h bis 30km/h betragen sieht man eigentlich das selten im tempolimit gebremst wird.

 

das ganze mit amateur ist doch totaler. sorry, bullshit. Das so einer immer überholt wird ist doch schon vorprogrammiert, und wenn dabei ein unfall passiert tja tät mich net wundern. meiner meinung nach ist das übertrieben, allerdings ist die idee mit dem begleitenden fahren nicht schlecht.

 

p.s. würde ich in frankreich leben hätte ich meinen führerschein schon nach dem ersten probejahr nimmer für 3 jahre, das ich allerdings dadurch einen unfall verhindert habe war dem zuständigen amt scheißegal.


21.10.2008 11:14    |    taue2512

Zitat:

p.s. würde ich in frankreich leben hätte ich meinen führerschein schon nach dem ersten probejahr nimmer für 3 jahre, das ich allerdings dadurch einen unfall verhindert habe war dem zuständigen amt scheißegal. 

Da hilft nur eins: Den deutschen Lappen so lange wie möglich behalten und bloss nie verlieren, denn bei einem Wohnsitz in FR ist man ansonsten gezwungen den Lappen bei der lokalen Behörde in einen französischen zu tauschen und ist dann dem Punktesystem unterwofen. In der Tat schreckt der deutsche FS die meisten Ordnungshüter hier vor allzu drakonischen Strafen ab. Wie bereits eingangs berichtet bleibts meistens bei einer Verwarnung.

 

Ich hatte mal auf einer Stadtautobahn eine 'Baustellen'-70km/h-Beschränkung wegen eines LkW-Überholvorgangs 'übersehen' und wurde mit 100 bis 110 km/h von einem Zivilwagen angehalten. Nach einem Plausch wurde das Gespräch mit dem dem Ratschlag "Bienvenue en France, respecter plus la limitation du vitesse!" beendet.


21.10.2008 19:42    |    master_of_pain

was heißt das übersetzt?


21.10.2008 20:10    |    ballex

Mein Schulfranzösisch sagt mir folgendes ;) : ->"Willkommen in Frankreich, respektieren sie besser/mehr die Geschwindigkeitsbegrenzung!"


21.10.2008 20:17    |    master_of_pain

na ganz toll, kannste ja durchn LKW durchschauen


23.11.2008 20:37    |    Trackback

Kommentiert auf: Motorkultur:

 

Schöner Blitzen: Robot Visual Systems Traffitower

 

[...] miteinander vereinbar? Ich kenne nicht die Stückpreise für eine solche Anlage, nur die für die französischen (siehe mein Blogeintrag).

 

Aber bringt das wirklich etwas? In Frankreich z.B. hat der massive Ausbau der Radaranlagen mit Kosten [...]

 

Artikel lesen ...


04.01.2009 15:44    |    Trackback

Kommentiert auf: KFZ-Sicherheit:

 

Nie wieder Frankreich - 135 Euro für anhalten auf Behindertenparkplatz

 

[...] was das Blitzen betrifft dürften auf den TE nochmal 68 +20 Euro Verwaltungskosten auf ihn zukommen.

http://www.motor-talk.de/.../...eich-und-bussgeldkatalog-t2004948.html

[...]

 

Artikel lesen ...


03.06.2009 15:40    |    roland999

Geschwindigkeitsbegrenzung zum Selbstzweck

 

Neulich auf der A 20 in Mecklenburg-Vorpommern (wenig Verkehr):

Erst aufgestellte Tempo-Limit-Schilder: erst 100 km/h, dann 80 km/h, dann 60 km/h, dann wurde die linke Spur mit Pollern gesperrt, dann wurde herausgewunken: Die Radaranlage stand hinter dem 80km/h-Schild. Wieviele Meter dahinter weiß ich nicht, es müßte aber mal gemessen werden. So ist das !! Quo vadis Germania.


11.03.2010 07:42    |    unger09

Hallo ich bin in Frankreich geblitzt worden! Bei erlaubten 130 hatte ich ca 140 aufm Tacho! Kann mir jemand sagen was mich erwartet?


11.03.2010 08:46    |    taue2512

Mit deutschem Kennzeichen kommt normalerweise nix nach D, da Du unter 80 EUR liegst bei 10 km/h. Beim naechsten unfreiwilligen Stopp in FR musst Du aber u.U. an Ort und Stelle zahlen.


11.03.2010 19:10    |    unger09

Danke für die antwort! Nur der Fall der fälle es kommt was! Mit wievil muss ich ungefähr rechnen?

 

MfG


11.03.2010 20:17    |    taue2512

Hi, das steht doch schon oben. Zwischen 45 und 180 EUR, wobei ich eher so an 65 EUR glaube...haengt u.a. von der Stelle und der Tageszeit (Verkehrsdichte) ab.


17.11.2010 19:56    |    PureVernunft

So schnell kann's gehn! 3 Tage durch Frankreich gefahren, sich sicher gefühlt, weil ja die Blitzer immer angekündigt werden und dann nachts ein Schild übersehen: Hatte knapp 140 drauf, ein paar Meter hinter dem 90-Schild.

 

Ich werd mich nächsten Monat von Brot und Wasser ernähren...


Deine Antwort auf "Zahlenspiele: Radaranlagen in Frankreich und Bussgeldkatalog"

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