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MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

11.05.2018 14:38    |    nick_rs    |    Kommentare (18)    |   Stichworte: C, C-Klasse, Mercedes, S204, W204

Irgendwie sind neue Autos langweilig, zumindest wenn man bloggen möchte. Denn viel passiert ist in den letzten 10.000 km seit dem ich die C-Klasse „übernommen“ habe nicht. Wobei: Zwei kleinere Defekte hat sie sich geleistet. Aber beginnen wir von vorne:

 

Direkt zu Anfang machte sich jemand am Stern zu schaffen. Nach in Summe 2,5 Jahren Stern auf der Haube (0,5x E430; 0,5x 124er; 1,5x C350) wurde es auch mal Zeit. Als „Übergangslösung“ montierte ich wieder den Zentralstern, diesmal im „Edition C“-Grill, den ich noch im Keller liegen hatte. Zwar vermissen wir alle den Stern auf der Haube, aber irgendwie ist es auch mal ein Tapetenwechsel. Und man muss sich nicht den ganzen Tag Gedanken machen, ob der Stern noch am Auto prangt.

 

Ende Februar erlebte Deutschland eine zweite Eiszeit. Selbst im sonst recht milden Hamburg sanken die Temperaturen auf bis zu -17°. Kein Grund für meine Kumpels und mich das Auto nicht zu waschen, immerhin wird es ja trotzdem dreckig. Das warme Waschboxwasser spülte den angefrorenen SnowFoam und Felgenreiniger auch wunderbar wieder runter, aber beim ersten Versuch das Auto abzutrocknen frierte das Handtuch fest und wir kamen zur Einsicht, dass wir den Eispanzer an den Autos nun wohl hinnehmen müssen. Immerhin waren sie jetzt sauber :D

Nicht so einfach hingenommen haben das die hinteren PDC Sensoren. Gleich drei von vier meldete das Steuergerät als defekt. Hier war es vorteilhaft das AMG Paket zu haben. So musste weder die Stoßstange demontiert noch die Sensoren lackiert werden, da sie im Diffusor sitzen, der einfach raus zu clipsen ist.

Da inzwischen die Temperaturen auch zum Frühling passten montierte ich in dem Zug auch gleich die Sommerräder.

 

 

Kommen wir nun zu dem Absatz, dem der Artikel seinen Namen verdankt. Das Wochenende drauf begann ich mit dem, was ich schon seit 1.5 Jahren machen wollte: Eine Aufbereitung. Sehr aufwendig musste diese gar nicht sein, schließlich ist das Auto vor dem Kauf in der Niederlassung gründlich aufbereitet worden. Allerdings hat das damals wohl der Azubi gemacht, denn der Lack war voll mit Hologrammen. So wurden diese schnell rauspoliert und der Lack sowie die Scheiben und Felgen versiegelt. Die Endrohre wurden poliert, sodass die zweiflutige Anlage, die die Sechszylinder auszeichnet wieder richtig schön zur Geltung kommt. Den Motorraum säuberte ich mit etwas APC Cleaner und einem Pinsel, das ganze wurde dann mit einer Gießkanne abgespült und schon sieht es dort aus wie neu. Etwas mehr Arbeit erforderten die Scheinwerfer. An der Front sieht man der C-Klasse an, dass sie den Großteil ihrer Laufleistung auf der Autobahn verbringt/verbracht hat. So schliff ich die Scheinwerfer gründlich an und polierte annähernd alle Steinschläge aus dem Glas. Leider sind die Streuscheiben auch von innen „angelaufen“. Genau dort, wo der Lichtkegel des Xenons die Scheibe kreuzt. Das Problem ist bekannt und es gibt von Mercedes ein Reinigungsset dafür, dass man über das Abbiegelicht ins Innere führt. Allerdings kostet das 220€ und ist daher keine Option, da man für die Hälfte auch neue Streuscheiben bekommt. Wie ich das Problem löse weiß ich zum jetzigen Stand noch nicht.

Der Innenraum wiederum bedurfte annähernd gar keiner Zuwendung. Regelmäßig wird dort mit Cockpitreiniger „durchgewischt“. Die Sitze sehen aus wie neu! Keine Falte, nicht mal annähernd speckig sind sie. Was das angeht, hat Mercedes wirklich einen herausragenden Job gemacht. Lediglich die Pedale wurden mit APC Reiniger und Pinsel gesäubert und die Fußmatten einmal mit dem Hochdruckreiniger durchgeblasen.

 

 

 

An einem Donnerstagabend machte ich den Motor an und mich strahlte stolz die Motorkontrollleuchte an. Klasse, das war genau das, was ich in dem Moment gebrauchen konnte, denn es war schon 21 Uhr und am nächsten Morgen sollte es zum Ringtreffen in die Eifel gehen. Ich fuhr also zum Auslesen, was den DPF als Fehler ausmachte. Hier fordert der Stadtverkehr doch seinen Tribut. Knapp 6 Wochen hatte ich die Stadtgrenzen nicht verlassen. Die Tage zuvor hatte das Auto gehäuft versucht zu regenerieren, was man durch erhöhtem Leerlauf und längerem halten der Gänge bemerkt. Also Fehler gelöscht und ab auf die Autobahn. Die Automatik im vierten Gang gesperrt und ab nach Lübeck und zurück. Das sollte vorerst genug sein. Im Laufe des Ringtreffens trat der Fehler dann erneut auf, löschte sich aber noch vor der Rückfahrt selbst. Seit dem trat das Problem trotz viel Stadtverkehr nicht mehr auf. Hier heißt es abwarten

 

Anbei noch Bilder vom Ring :)

 

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04.02.2018 13:40    |    nick_rs    |    Kommentare (75)    |   Stichworte: C, C-Klasse, Mercedes, S204

Nachdem im letzten Artikel festgestellt wurde, dass Jutta mich verlassen muss, gibt es nun endlich die Ergänzung wie es weiter ging.

 

Meine Mutter und ich teilen uns bisher mein Auto, da sich unsere zeitlichen Anforderungen an dieses nicht überschneiden. Mit dem Prinzip, dass wir uns zwei Mal die Woche das Auto übergeben fahren wir seit drei Monten ganz gut - und viel, hochgerechnet ~30.000km/Jahr.

Die viele Fahrerei war ja der Grund, warum ich Jutta abgeben wollte. Als Nachfolger sollte etwas Moderneres her.

 

Must haves:

- Diesel

- Automatik

- Xenon

- Sitzheizung

- 4 Türen

- Mindestens Kompaktklasse, da häufig Langstrecke

- Baujahr ab 2005

 

Nice to have

- ~4,5m Länge

- Memorysitze (wenn man sich ein Auto teilt sehr praktisch)

- Abbiegelicht (in der Stadt ein großes Sicherheitsplus)

- Auto Hold (bei den vielen Ampeln Gold wert)

- Navi und Bluetooth-Audiostreaming

 

Was der Markt so hergibt:

- Audi A3 Sportback 8P

- Audi A4 B7

- BMW 1er E87

- BMW 3er E90

- Mercedes C Klasse W203

- Opel Astra H

- Opel Vectra C/Signum

- VW Golf 5

- VW Passat 3C

- Ford Focus MK2

- Ford Mondeo MK4

 

Schnell wurden Focus, Astra, Golf und C-Klasse aussortiert. Das sind alles drei gute Autos, aber optisch einfach nicht meins. Ich sehe mich darin nicht. Als nächstes fielen Opel Vectra und Signum dem Rotstrich zum Opfer, sie sind mir zu unmodern und angegraut im Vergleich zu den Anderen. Nachdem ich dann den 320dA E91 eines Kumpels gefahren bin fielen auch die BMWs raus, da mir der Antrieb gar nicht zusagte. Übrig bleiben Passat 3C und Mondeo MK4. Mit beiden wäre das Parkplatzproblem nicht gelöst. Der Mondeo ist außerdem noch etwas teuer, der Passat hat ein DSG, was mir eigentlich nicht so gefällt. Ich bin ein Fan des klassischen Wandlers. Beides trifft auch auf den A3 zu, sodass es dort kein wirklich interessantes Angebot gab. Der A4 ist auch schon ganz schön angegraut und ob mir die Multitronic so zusagt? Am Ende bleibt also nur die Erkenntnis, dass ich wohl Kompromissbereit sein muss.

Schlussendlich schaute ich die letzten Wochen hauptsächlich nach Passats und Mondeos. Die Tatsache, dass die meistens mit einigen meiner „Nice to haves“ ausgestattet sind sowie oft auch mit Spielereien wie ACC, Keyless oder E-Heckklappe - was ich alles zu schätzen wüsste - lies über die oben aufgezählten Nachteile hinwegsehen. Bei den Audis und BMWs hätte ich bei einem sehr guten Angebot ebenfalls zugeschlagen.

 

Knallharter Themenwechsel: Jutta

Bevor ein neues Auto gekauft werden kann muss das Alte natürlich weg. Jeder Abschied fällt schwer, aber dieser besonders. So ein alter Benz ist einfach genau mein Ding. Dieses erhobene Fahrgefühl, dazu die tolle Farbe... wehmütig erstellte ich ein mobile.de Inserat.

Zeitgleich schaute ich nach einem Fahrzeug für meinen Vater. Er hat keine Lust mehr auf das Pendeln mit dem Auto. Er möchte ein Auto um von seiner Pendlerwohnung zur Arbeit zu fahren um dann am Wochenende mit der Bahn pendeln. Also suchte ich nun auch für ihn einen fahrbaren Untersatz. Da kam mir die geniale Idee: Warum nicht Jutta an meinem Vater verkaufen? Er mag das Auto sehr, es ist für seinen Zweck ideal, Jutta steht top da und ich würde sie gelegentlich auch mal wieder sehen und fahren können. PERFEKT! So wechselt Jutta nun bei Tachostand 333.001 (+75.000km) knapp den Tausender verpassst den Besitzer.

 

Da das nun geklärt wäre zurück zur Autosuche:

Es fehlt also nur noch ein Auto für meine Mutter und mich. Während ich die ganze Zeit überlege, was denn nun das perfekte Auto für uns wäre übersehen wir alle komplett, dass das perfekte Auto bereits vor der Türe steht: die C-Klasse. Wenn mein Vater mit Jutta fährt, wäre sie ja übrig. Dass das Keinem von uns aufgefallen ist... :facepalm::D

Die C-Klasse ist für unseren Alltag perfekt. Sie hat alle „Must haves“ UND alle „nice to haves“. Die Memorysitze, die AutoHold-Funktion und die mit 4,6m recht kompakten Ausmaße werden uns den Alltag in der Großstadt sehr erleichtern. Der 3L Diesel mit Assistenten wie z.B. der Verkehrszeichenerkennung ist zudem ideal für die Langstrecke und als i-Tüpfelchen prangt der Stern auf der Haube. Besser geht es also nicht.

 

Es ändert sich also Garnichts?

Doch. Die Besitzverhältnisse! Seit ich eigenes Geld verdiene ist es mir wichtig finanziell unabhängig zu sein. Das kann sehr hilfreich sein, z.B. wenn man spontan ein Auto kauft :D. Natürlich durfte und dürfte ich die Autos meiner Eltern alle fahren, aber da ich nun Hauptnutzer der C-Klasse bin möchte ich auch Eigentümer sein und damit einhergehend auch den Unterhalt tragen. So ist Jutta nun nicht mehr mein Auto, dafür aber die C-Klasse, zumindest zum Teil. Wir machen allerdings erstmal einen Beta Test, ob meinem Vater das Reisen mit der Bahn gefällt, ob er mit Jutta und wir mit der C-Klasse zurecht kommen, grundsätzlich spricht aber erstmal nichts dagegen.

 

Das Cabrio ergänzt also von nunan eine S204 C350 CDI. Ziemlich gut ausgestattet mit AMG Paket, Comand Online, Intelligent Light System und und und. Zu viel muss ich hier nicht über das Auto verlieren, es wurde in diesem Artikel ausreichend vorgestellt und im Fahrzeugprofil ist für Interessierte die Ausstattung komplett aufgelistet :).

 

So wird die C ab nun auch Bestandteil dieses Blogs und auch Jutta wird nicht ganz verschwinden.

 

So far :)

 


10.09.2017 01:00    |    nick_rs    |    Kommentare (221)    |   Stichworte: C, C-Klasse, Mercedes, S204, Spritsparen, Spritspartipps, Startstopp

Hallo liebe Leser,

 

Beim Verbrauch gibt es immer Optimierungspotential, deswegen teste ich immer wieder ein paar Tricks und werde sie in meiner Reihe "Spritsparen" vorstellen.

 

 

Heute: Was bringt Start-Stopp?

 

Es wird mal wieder Zeit diese Blogreihe wiederzubeleben. In letzter Zeit bin ich quasi durchgängig mit unserer C-Klasse unterwegs. Da ich in den Semesterferien Vollzeit arbeite und jeden Tag die selbe Strecke zur Arbeit fahre bietet es sich doch an ein paar "Langzeit"-Experimente zu machen.

Im C-Klasse Forum sind immer wieder Stammtischweisheiten über die Start-Stopp Automatik zu lesen und so möchte ich in diesem Artikel ein wenig damit aufräumen und das ganze mit einer Statistik untermalen.

 

Meine Erfahrungen

 

Zuerstmal bin ich ein großer Fan der Start-Stopp Automatik. Ich mag die Ruhe im Stand und das gute Gewissen, dass ich gerade nicht unnötig Abgase in die Unwelt schieße. Das geht sogar so weit, dass ich auch das Cabrio (kein Start-Stopp) bei längeren Rotphasen ausschalte. Das lohnt sich ab 10 Sekunden, sagt der TÜV Nord. Bei Start-Stopp Systemen schon im Schnitt ab 3 Sekunden. Nichtsdestotrotz fordert das Fahren mit Start-Stopp Konzentration. Zum einen, müssen sich die "Ampelroller" diesesen Schwachsinn abgewöhnen - da es zu Missverständnissen kam: mit Ampelrollern sind die Leute gemeint, die mit schleifender Kupplung oder kriechendem Wandler an der Ampel stehen und Millimeter für Millimeter vorrücken –, zum Anderen muss man auch in normalen Situationen wachsam sein: Fährt man beispielsweise an eine Schlange an der Ampel ran während die Lichtzeichen schon wieder grün zeigen lohnt das Abschalten nicht, ebenso beim Abbiegen an Stoppschildern. Mercedes hat es in dem Fall gut gelöst und der Motor geht nur aus, wenn man das Bremspedal fest drückt. Dann nutzt man auch die praktische "Hold" Funktion. Überhaupt hat Mercedes laut Autobild das beste Start-Stopp System, da eine elektrische Getriebeölpumpe den Druck im Wandler der 7G-Tronic "Plus" aufrecht erhält und so keine Verzögerung beim Start mit ausgeschaltetem Motor messbar ist. Aber auch wenn man ein Auto eines anderen Herstellers fährt sind die Verzögerungen so gering, dass sie im Alltag kaum relevant sind. Also stellt sich die Frage: Warum nicht abschalten?

 

Und der Verbrauch?

 

Die Werte entnehme ich dem Boardcomputer. Eine interessante Auffälligkeit ist, dass das Auto auf dem Weg zur Arbeit mit einem Kaltstart am Morgen im Schnitt 0,5L mehr verbraucht als auf der Rückfahrt, auf der sogar dank der sonnigen Tage die Klimaanlage ordentlich arbeitet. Wenn ich nach 8h Arbeit ins Auto steige hat das Kühlwasser noch ~60°. Es ist schon erstaunlich wie lange ein V6 Diesel die Wärme hält.

 

 

Aber zurück zum eigentlichen Test. Mein Weg zur Arbeit ist 25km reiner Stadtverkehr mit roten Ampeln alle 100-300m. Da Hamburg das System der grünen Welle noch nicht ganz verstanden hat steht man wirklich viel, daher erhoffte ich mir eine klare Ersparnis durch das Start Stopp System.

 

KW 34 Start-Stopp aktiv

 

 

KW 35 Start-Stopp inaktiv

 

 

Unterm Strich haben wir also eine Einsparung von 0,91 L/100km.

 

Fazit

 

Das Start-Stopp System drückt den Verbrauch im Stadtverkehr also auf rund 7.5L, was ich für einen schweren 3.0L Diesel wirklich gut finde. 0,9L Ersparnis wären in meinem Fall nur für die Strecken zur Arbeit und zurück eine Ersparnis von 130€ pro Jahr. Mit zusätzlichen Freizeitfahrten dürfte die Ersparnis pro Jahr auf geschätzte 160-200€ ansteigen, je nach Nutzung und Fahrprofil.

 

Nun behaupten die Start-Stopp Gegner, dass der Verschleiß den Verbrauchsvorteil ja wieder wett macht. Anlasser, Batterie, Turbos,... alles würde frühzeitig kaputt gehen.

Dann schauen wir uns ein modernes Start-Stopp System mal genauer an:

Start Stopp Systeme besitzen verstärkte Anlasser. Zum einen, damit die Motoren schneller anspringen, aber auch um die vielen Starts zu verkraften. Außerdem halten Motoren beim "Start-Stopp-Stopp" so an, dass der Anlasser nur 60° drehen muss - sprich 1/6 Umdrehung - bis der Motor wieder läuft. Einspritzung, Zündung & co. stehen ja noch wartend bereit. Mit einem vorzeitigem Verschleiß des Anlassers ist also nicht zu rechnen. Dazu haben die meisten modernen Autos garkeinen Anlasser mehr sondern starten über einen Elektromotor wie bspw. die Lichtmaschine. Elektromotoren arbeiten verschleißfrei. Desweiteren haben Start-Stopp Systeme (zumindest das von Mercedes) eine extra Start-Stopp Batterie die für viele kurze Stromstöße um das Auto zu starten ausgelegt ist. Außerdem umgeht man so einen Spannungsabfall im Boardnetz und damit ein flackern der Lampen beim Starten an der Ampel. Eine elektrische Wasserpumpe sorgt weiterhin für ausreichend Kühlung der Komponenten und das Argument, die Kette sei nicht gespannt ist bei solch kurzen Stopp-Phasen im warmen Zustand auch hinfällig, so schnell sackt der Öldruck nicht ab. Höchstens die Lager werden durch die geringen Drehzahlen beim Starten und Stoppen höher belastet. Das ist allerdings so marginal, dass es wohl kaum messbar ist. Und sind wir mal ehrlich: wie viele Autos erleiden einen Lagerschaden?

Fakt ist: Start-Stopp Systeme sind seit 10 Jahren häufig anzutreffen und seit 5 Jahren in praktisch jedem Neuwagen vorhanden. Von besonderen Ausfällen der Komponenten die die Start-Stopp Technologie auch nur im geringsten betreffen ist immer noch nichts zu hören. Sollten die Bauteile stärker belastet werden, müsste man doch irgendwann von einer Reihe von Defekten Wind bekommen?

 

Wir merken uns also: erhöhter Verschleiß ist nicht messbar, auf der "Haben" Seite steht aber ein deutlich geringerer Verbrauch. Damit verbunden eine deutliche Geldeinsparung und der Umwelt tut man auch was gutes. Mein Start-Stopp-System bleibt also eingeschaltet!

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25.12.2016 19:35    |    nick_rs    |    Kommentare (62)    |   Stichworte: C, C-Klasse, Mercedes, S204

Wo gehört der Mercedes-Stern hin?

Im letzten Artikel berichtete ich von der Neuanschaffung meiner Eltern, einer C 350 mit Avantgarde Ausstattung und AMG Paket.

Nun werden die Einen schreien "GEEEIL, Avantgarde und AMG Paket". Nostalgiker, zu denen auch ich mich zähle bekommen aber beim Wort "Avantgarde" das Grauen. Warum? Mit der C-Klasse W204 führte Mercedes den Zentralstern im Kühlergrill bei der Avantgarde Ausstattung ein um diese von den Linien "Elegance" und "Classic" optisch zu unterscheiden. Ursprünglich nur für Coupés und Cabrios vorgesehen (und dort auch nicht alle, siehe Baureihe 124 oder 208) erobert der Zentralstern nun auch die Limousinen und Kombis.

Angefangen bei der C-Klasse über die E-Klasse macht der Zentralstern aktuell nur noch vor der S-Klasse halt. Eine Frage der Zeit?

 

Nun sitzt man in einem Mercedes, vollgepumpt mit Ausstattung und einen dicken Motor, wie es der Stammtisch von einem "Daimler-Benz" erwartet. Und trotzdem fehlt etwas. Man könnte auch in einem BMW oder einem Audi sitzen, denn es fehlt das "Mercedes Gefühl"; der Blick auf den Stern auf der Haube; das Markenzeichen, das man stolz durch die Gegend fährt; die Zielvorrichtung um die Omas auf dem Gehweg auch sicher zu treffen. Es fehlt das, was sich Mercedes als eine der wenigen Marken lange bewahrt hat: Die Kühlerfigur.

 

Aber nicht nur Mercedes verbannt nach und nach die Kühlerfigur. Früher, als die Kühler noch außen an der Front der "Motorwagen" saßen, diente die Kühlerfigur als Verschlussdeckel. Seit sich die Kühler hinter Grills verstecken werden die Figuren immer rarer. Nur wenige Autohersteller verbauten sie danach noch als Markenzeichen. Jaguar, Chevrolet, Cadillac z.B. baten sie noch bis in die 90er an, bevor sie auch bei diesen Herstellern ausstarben. Heute findet man sie neben Mercedes nur noch selten, meist bei Luxusfahrzeugen wie Rolls Royce oder Bentley. Wobei man auch bei letzterem schon zwischen dem "Flying B" und einem normalen Emblem wählen kann.

 

Gründe für das aussterben waren vor einigen Jahrzehnten sicherlich Themen wie Fußgängerschutz oder Diebstahlsicherheit. Dafür gibt es aber Lösungen: Kühlerfiguren können bei einem Unfall umklappen und Rolls Royce Beispielsweise lässt die Emily elektrisch verschwinden, sobald das Auto verriegelt wird.

 

Warum also verschwindet die Kühlerfigur trotzdem von modernen Autos? Habt ihr eine Idee?

 

Ich jedenfalls möchte mich diesem Trend widersetzen, denn mMn gibt es an der 204er C-Klasse keine schönere Front als das AMG-Paket in Kombination mit dem Elegance-Grill und dem Stern auf der Haube. Da meine Eltern das zwar auch schöner finden, aber nie auf die Idee kommen würden das umzubauen schlug ich zwei Fliegen mit einer Klappe und schenkte ihnen Grill und Stern zu Weihnachten. Das Ergebnis ist eine deutlich elegantere Front und ein majestätisches Gefühl beim Fahren, wenn man den Stern vor sich her schiebt.

 

 

 

Mir gefällt es sehr gut. Ihr dürft oben gerne abstimmen, was euch besser gefällt :)

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29.10.2016 23:57    |    nick_rs    |    Kommentare (51)    |   Stichworte: B5Y, BWY), C, C-Klasse, Ford, Mercedes, Mk3 (B4Y, Mondeo, S204, Sonstiges

Vielleicht kennen ihn manche noch, den Ford Mondeo mk3 2.5 V6 meiner Eltern. Vor drei Jahren widmete ich ihm einen Artikel anlässlich der 200.000km. Damals noch voll des Lobes, dass man ihm die Kilometer garnicht ansieht und bemerkt.

Nun, 60.000km später ist das anders. Zwar schimmert der Lack dank Pflege meinerseits noch kräftig im schicken Atlantikblau Metallic, der Innenraum sieht mit neuen Fußmatten und Schaltsack ebenfalls nicht sonderlich abgenutzt aus und das (schon einmal erneuerte) Fahrwerk federt straff wie es muss. Auch nach 11 Jahren bekommt man noch Gänsehaut beim beschleunigen, nicht wegen des Forttriebs - der hielt sich über 100km/h nämlich in Grenzen, trotz 170 PS - sondern wegen des unheimlich guten Sounds unter Volllast, der in dieser Fahrzeugklasse seines Gleichen sucht. Jedes Mal ein Genuss. Hört selbst:

 

 

ABER: Mit der 200.000km Marke kamen immer mehr Kleinigkeiten. Der Fahrergurt zieht Fransen, der Sitz ist so langsam durchgesessen und die Fernbedienung öffnet das Auto erst nach 20 Mal drücken. Der Motor hatte zum Schluss Zündaussetzter (Zündspule, typisches Problem) und um das ganze noch zu zeigen verabschiedete sich vor einigen Wochen das Ford Logo vorne. Alles Kleinigkeiten, die aber nerven und ins Geld gehen würden. Nun stand im Oktober der TÜV an. "Kein Problem" motivierte ich meine Eltern, da ich wusste, dass das Auto technisch sehr gepflegt ist. Aber trotzdem haben auch vermeintlich gute Autos manchmal ihre Macken. So auch der Mondeo. Die Bremsleitungen haben Rost, der Motor ölt und die erst 5 Jahre alten Stoßdämpfer hinten sind undicht. Dank Niveauregulierung sind diese unbezahlbar (600€/Stück). Klar, auch das könnte man reparieren, aber wenn man kein Selbstschrauber ist, ist das alles andere als wirtschaftlich. Das Auto ist mit 260.000km nun auch mal am Ende seiner Lebenszeit angekommen, auch wenn es schwerfällt sich das einzugestehen, da er noch nicht danach aussieht und fährt wie ein junger Gebrauchter. Und ganz nebenbei haben meine Eltern schon seit längerem den Wunsch nach einem neuen Auto, was ich auch verstehen kann.

Der Mondeo hat seinem Dienst in der Familie mehr als getan. Gekauft Ende 2005 als junger Gebrauchter mit 20.000km hat er 11 Jahre und 240.000km zuverlässig den harten Familienalltag mitgemacht. Länger als es je ein Auto in der Familie tat und wohl jemals wieder tun wird. Bisher dato kaufen meine Eltern ~ alle 4 Jahre ein neues Auto, nur den Mondeo wollten sie bis zuletzt nicht eintauschen, er gehörte zur Familie wie kein Auto davor. Nach meiner Geburt wurde ich in einem Opel Kadett E durch die Gegend kutschiert, beerbt wurde dieser durch einen Rover 216 SI. Der unzuverlässige Brite mit bayrischem Einfluss wurde nach einem Jahr Autohorror gewandelt und gegen einen jungen Ford Escort Ghia getauscht, den später der Mondeo beerbte. Der Escort war das erste Auto an das ich mich noch gut erinnern kann. Klar, erlebten wir damals ebenfalls viel mit dem Auto, aber mit dem Mondeo stieg die sowieso schon übermäßig vorhandene Reiselust meiner Eltern um ein Weiteres.

Ich weiß noch genau, wie mein Vater und ich damals im Ford Autohaus waren und den Mondeo entdeckten. "Der hat Feuer" freute sich mein Vater. Für mich als kleines Kimd war damals nur wichtig, dass er hinten elektrische Fensterheber hat und eine Funkfernbedienung. Dieser Hightech war damals faszinierend. Nach einer auch für mich sehr überzeugenden, 2 Tage langen Probefahrt hatte ich jede Nacht von dem Auto geträumt, bis meine Mutter ein paar Tage später mit dem Mondeo von der Arbeit kam, meinte "ich habe ihn nochmal für eine zweite Probefahrt mitgebracht" um mich dann mit dem im Kofferraum liegenden Kaufvertrag zu überraschen. Ein wenig traurig war ich, dass ich mich nicht mehr vom Escort verabschieden konnte, aber ich war trotzdem happy. Stolz wie Oskar erzählte ich (damals 10 Jahre alt) in meiner Schule von unserem neuen V6 und das er 170PS hätte. Verstanden hat mein technisches Gelaber damals wohl noch Keiner in meinem Alter :D

Von nun an war der Mondi also überall dabei und begleitete uns ohne einen einzigen Ausfall durch unser Leben: Wochenendausflüge? Der Mondeo wartete nach Wanderungen auf dem Parkplatz. Ständig für Besuche bei der Verwandschaft quer durch Deutschland fahren? Der Mondeo war immer dabei. Bis Unters Dach beladen und mit Fahrrädern auf der Anhängerkupplung nach Spanien, Italien, Frankreich oder in den Norden und das mehrmals im Jahr? Der Mondeo hielt tapfer durch. Und meine ersten Fahrversuche sowie mein erstes Jahr Autofahren (BF17) ließ der Mondeo über sich ergehen. Insgesamt sieben kleinere bis mittelschwere Unfälle hat er ertragen.

 

Aber es hilft nichts, nun muss ein neues Auto her. Meine Eltern wollten mehr Komfort und einen Diesel (da sie durch eine berufliche Umstellung nun noch mehr Fahren), ein Audi A6 oder eine Mercedes E-Klasse hatte es ihnen angetan, wieder als junge Gebrauchte. Dem A6 wiedersprach ich schnell und riet zu einer Modellgepflegten E-Klasse S212 als 220 oder 250 CDI mit sehr zuverlässigen Euro 6 Dieseln. In den umliegenden Mercedes-Autohäusern wurden viele Rücklaufer der Daimler-Flotte angeboten. Aber wirklich überzeugen konnte die E-Klasse mit Vierzylinder nicht. Das Auto (nun ohne mich) doch zu groß, der Motor zu Rau. Aber sie entdeckten auf dem Hof eine C-Klasse S204 die scheinbar gerade reinkam, gleich auf den ersten Blick überzeugte und auch noch unterm Budget lag.

Den durchschnittlich ausgestatteten Mondeo beerbt nun also eine 2013er C350 CDI mit überaus üppiger Ausstattung. Von AMG Paket, Comand Online, Intelligent Light System,..., bis zu Kleinigkeiten wie elektrische Heckklappe oder Memory für den Beifahrersitz ist er überdurchschnittlich unterwegs. Dazu trägt auch der große Diesel mit 265PS und 620NM bei. Der macht schon ordentlich Radau. Dem ganzen die Krone auf setzt aber die Farbkombination: Außen Schwarz und innen braunes Leder. Kennen wir irgendwo her? Richtig, von meinem Cabrio. Auch wenn die Farbe des Leders nicht ganz passt, dass nun beide Fahrzeuge in der Familie diese wirklich seltene Farbkombination haben zeigt wohl, dass der Apfel nicht weit vom Stamm fällt.

 

Es bleibt abzuwarten ob die C-Klasse in punkto Zuverlässigkeit mit dem Mondeo mithalten kann. Ganz so lange wird sie aber nicht bleiben, denn meine Eltern planen wieder im 4 Jahres Rythmus die Autos zu wechseln. Bis dahin wünsche ich aber viel Spaß mit dem neuen KFZ. :)

 

Anbei noch ein paar Bilder:

 

 

 

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