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12.03.2014 13:40    |    nick_rs    |    Kommentare (12)    |   Stichworte: audi, Quattro, Traumautos

Hallo Liebe Leser,

 

über mein gesamtes Leben möchte ich verschiedene Traumautos besessen haben. Es sind viele verschiedene Autos, die ich euch in meiner Reihe "Traumautos" vorstellen möchte.

 

 

Heute: Der Audi Urquattro

 

 

Hintergrundwissen

 

Der Audi quattro, Umgangssprachlich auch Urquattro genannt ist wohl der Traum eines jeden Audi Young- und Oldtimer Fans.

Ursprünglich sollte er Audi „Carat“ heißen. „Carat" steht für "Coupé All-Rad-Antrieb Turbo“. Dieser Name war allerdings schon geschützt, weshalb man sich dann auf „quattro“ einigte. Der Name „quattro“ (Ital: Vier) zieht bis heute sämtliche allradgetriebenen Audis, für deren Erfolg er auch verantwortlich ist. Außerdem wurde wegen dem Erfolg 1983 die „quattro GmbH“ gegründet. Eine Tochterfirma von Audi, welche mit der „M GmbH“ von BMW oder “AMG“ von Mercedes zu vergleichen ist.

 

Der Audi Quattro wurde von 1980 bis 1991 gebaut. In diesem Zeitraum sind 11.452 Einheiten vom Band gelaufen.

 

Man munkelt, der Urquattro sei das erste Straßenfahrzeug mit Allradantrieb gewesen. Das ist so nicht ganz korrekt.

In den Neunzehnhundertsechzigern (:p) baute Jensen den FF und Ford versuchsweise den Zephyr. Beide wurden mit Ferguson Allradantrieb ausgestattet. Allerdings waren die Stückzahlen mir 320 bzw. 22 Fahrzeugen verschwindend gering.

1971 Stelte Subaru mit der Leone ein fahrzeug mit zuschaltbarem Allradantrieb her.

 

So war der Urquattro „nur“ der erste, in großen Stückzahlen gefertigte Serien-PKW mit permanentem Allradantrieb.

 

 

 

 

Wie es dazu kam, lest ihr in folgender Geschichte, die ich aus Wikipedia zitiere, da sie so unterhaltsam erzählt ist:

 

Zitat:

Bei Testfahrten in Skandinavien im Jahr 1977, bei denen Audi-Limousinen erprobt werden sollten, stellte Versuchsleiter Jörg Bensinger fest, dass das Begleitfahrzeug, mit dem er fuhr – ein allradangetriebener VW Iltis (Geländewagen, potentieller Nachfolger des DKW Munga für die Bundeswehr) mit 55 kW (75 PS) – unter den winterlichen Bedingungen das weitaus schnellste Fahrzeug der Versuchsflotte war.

 

Nach seiner Rückkehr berichtete er Ferdinand Piëch, damals Vorstand der Fahrzeugentwicklungsabteilung bei Audi, von seinen Erlebnissen. Er überzeugte ihn, mit einer kleinen Gruppe von Mitarbeitern einen Prototyp mit Fünfzylinder-Turbomotor und Allradantrieb auf Basis des Audi 80 herstellen zu lassen.

 

1978 war dieser Prototyp mit 118 kW (160 PS) soweit entwickelt, dass er dem Vorstand von VW präsentiert werden konnte, der grünes Licht zum Bau eines Serienfahrzeuges geben musste. Diese Präsentation fand während eines Tests in Österreich statt, bei dem Winterreifen und Schneeketten auf einer verschneiten, steilen Steigung an anderen Fahrzeugen getestet werden sollten. Der quattro-Prototyp meisterte die Steigung ohne Probleme – auf Sommerreifen.

 

Im Sommer 1978 fand eine weitere Vorführung statt, bei der der quattro-Prototyp eine steile, stark gewässerte Wiese hinauffahren sollte. Von allen zur Verfügung stehenden Vergleichsfahrzeugen bei diesem Test konnte die Aufgabe nur vom quattro-Prototyp bewältigt werden. Kurze Zeit später gab der VW-Vorstand seine Zustimmung für den Bau.

 

 

Im März 1980 wurde der Audi quattro auf dem Genfer Auto-Salon der Öffentlichkeit präsentiert. Von der Fachpresse wurde das Fahrzeug weltweit unter Verwendung zahlreicher Superlative als Sensation gefeiert.

Das Auto „Audi Quattro“

 

Der Audi Quattro ist im Prinzip ein Audi (80) Coupé der Baureihe B2, welches neben dem Allradantrieb noch die stärkeren Motoren sowie Kotflügelverbreiterungen, größeren Stoßfänger und Schweller und einen großen Heckspoiler als Unterschied zum normalen Coupé aufweißt.

 

Der Allradantrieb der Urquattro wurde mit einer mittleren und hinteren Differenzialsperre ausgerüstet, die man bis 1981 unabhängig voneinander manuell schalten konnte. Ab 1982 konnte man nur die hintere oder beide schalten, ab 1987 wurde er dann mit einem Torsen-Mittel-Differenzial ausgestattet.

 

Die Motoren waren allesamt 5 Zyinder Turbo Motoren:

Ab 1980: 2,1-Liter-Motor mit 147 kW/200 PS

Ab 1987: 2,2-Liter-Motor mit 147 kW/200 PS

1984–1988: 2,1-Liter-Motor mit 119 kW/162 PS und Kat.

Ab 1989: 2,2-Liter-Motor mit 162 kW/220 PS mit 4 Ventilen pro Zylinder

 

1984 folgte der Sport-Quattro mit 225 kW/306 PS (dazu später mehr) und auf dessen Basis noch das Legendäre Rallye-Fahrzeug Sport Quattro S1 mit 2,1-Liter-Motor und 390 kW/530 PS.

 

 

Modelle des Urquatto

 

 

Facelift (1982 und 1985)

 

1982 wurde der Quattro einem Mini Facelift unterzogen. Er erhielt breite Doppelscheinwerfer unter Glas und Digital- statt Analoganzeigen.

 

1985 Erhielt er noch schwarze Rückleuchten, ein neues Armaturenbrett sowie überarbeitete Scheinwerfer und Kühlergrill.

 

 

Audi Sport quattro (1984–1985)

 

Ab Herbst 1984 wurde der Audi Sport Quattro angeboten. Seine Karosserie wurde auf 4,16m verkürzt und er bekam schmalere Scheinwerfer. Außerdem hatte er wie oben schon erwähnt einen stärkeren Motor mit 306 PS und war dementsprechend wesentlich agiler als sein großer Bruder. Leider schlug das sich in den Preisen nieder. Die etwas über 200 gebauten Stück wurden zu Preisen um die 200.000 DM verkauft.

 

 

 

 

Audi Sport quattro S1

 

Der Audi Sport quattro S1 basierte auf dem Sport quattro und wurde speziell für den Rallye- und Renngebrauch entwickelt. Sein 2,1 Liter Zylinder 20V leistete 530 PS.

Eine weitere Ausbauvariante stellte der S1 Pikes Peak dar, mit dem Walter Röhrl 1987 am Pikes Peak einen neuen Streckenrekord aufstellte. Sein Motor soll angeblich über 600 PS leisten. Der S1 Pikes wird bis heute gelegentlich bei repräsentativen Anlässen präsentiert und gefahren.

 

 

 

 

 

Sonderumbauten

 

Sonderumbauten des Quattro gab es viele. Am meisten erwähnenswert finde ich aber den Roadster Umbau von der Firma Treser. Walter Treser war maßgeblich an der Entwicklung des Quattro beteiligt und kannte sich dementsprechend gut aus. Er baute einige wenige Exemplare zum Cabrio mit festem Dach um, wobei die Technik des Daches mit der des Mercedes SLK vergleichbar ist.

 

 

 

 

 

 

Und weiter?

 

Nachfolger des Urquattro ist laut Audi der „S2“, welcher Ebenfalls eine stärkere Variante des Audi (80) Coupés ist. Weiterführend könnte man sagen, der S5/RS5 ist der moderne Vertreter des Urquattro, allerdings stimmen da nicht alle Faktoren.

Den Mythos Urquattro versucht Audi mit vielen Studien aufrecht zu erhalten. Wobei mir hier das Quattro Concept von 2010 am besten gefällt, vor allem weil es noch einen 5 Zylinder hat. Ob es jemals eine Neuauflage geben wird und wie sie akzeptiert wird bleibt abzuwarten.

 

Was bleibt ist ein schicker Young- / Oldtimer mit hohem Liebhaberwert.

 

 

Mein Urquattro

 

Meinen Urquattro, wie ich ihn hoffentlich mal besitzen werde könnte durchaus ein Restaurationsprojekt sein. Auf jeden Fall soll er aus der ersten Serie kommen, da ich die beiden Einzelscheinwerfer haben möchte. Sie gucken wesentlich böser als die großen Glasdinger ab 1982. Trotzdem soll er hinten schwarze Heckleuchten haben. Eine dunkle Außenfarbe wäre wünschenswert.

 

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