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23.08.2021 14:32    |    nick_rs    |    Kommentare (135)    |   Stichworte: 8 (CD), Fahrbericht, Golf, Golf 8 Erfahrungen, Golf gte, Golf gte Erfahrungen, VW

111111111115.000 km/Jahr stehen im Leasingvertrag. Die sind nun geknackt, nach etwas mehr als einem halben Jahr. Autsch. „Ich fahre damit ja nicht zur Arbeit, da reichen 15.000 km Jahr“. Upsi. Naja, die Mehrkilometer sind günstig und dank Umzug fällt auch die Pendelei weg. Das sollte sich also wieder einpendeln. Aber darum soll es ja gar nicht gehen. Wir sind hier, weil es Zeit wird, ein kleines Zwischenfazit zu ziehen.

Einen ersten Eindruck habe ich ja bereits ein paar Wochen nach der Abholung geteilt. Ich empfehle, diesen Artikel nochmal zu lesen, um die Ergänzungen in diesem Zwischenfazit zu verstehen. Nun, einen halben Winter und halben Sommer später muss ich einige Punkte revidieren. Manche zum positiven, andere jedoch zum negativen. 

 

Bedienung & Alltag

 

Nach wie vor bin ich großer Fan des neuen Bediensystems. Ich hatte zwischenzeitlich mal das Vergnügen mit einem 2021er Polo, der aber noch das „alte“ System hat. Das empfand ich als unnötig verschachtelt und unintuitiv. Nervig ist nur, dass das Klimamenü lange zum hochfahren braucht. Möchte ich nach dem Start die Sitzheizung ausschalten (habe es so eingestellt, dass sie bei kalten Temperaturen automatisch an ist), tippe ich mit zwei Fingern auf den Temperatur-Slider - soweit intuitiv. Da sich aber dann sekundenlang die Anzeige nicht ändert, drückt man nochmal und macht seine vorab getätigte Eingabe quasi wieder rückgängig.

Auch die nette Dame von „Hallo Volkswagen“ und das Navigationssystem brauchen recht lange bis sie bereit sind. Radio, Touchscreen, CarPlay & co. kann man alle direkt bedienen, aber um ein Ziel einzugeben, muss man ca. 30 Sekunden lang „Navigation wird geladen“ abwarten. Ist es erstmal hochgefahren, geht die Routenberechnung und Stauumfahrung sehr schnell, aber wenn ich schon in der Parklücke nicht weiß in welche Richtung ich muss, dann wünsche ich mir ein schnelleres Hochfahren des Navis. Daher nutze ich bei kurzen Strecken Apple Karten über CarPlay. Das geht schneller, erlaubt aber leider nicht die Kartenanzeige im Tacho sowie die Einbindung der Route in die Assistenten. 

 

Aber auch ohne die Routeneinbindung funktionieren Effizienzassistenz & Co wunderbar. Warum mich die typischen Assistentzsysteme so überzeugen, habe ich im letzten Artikel bereits erklärt. Kurzum: Sie „denken“ einfach sehr wie ein Mensch, nicht wie ein stumpf programmierter Computer. Daher sind sie eine tolle Hilfe, ohne dabei zu nerven. 

Was ich später erst entdeckt habe, ist die automatische Rekuperation. Alles, was das ACC kann, macht die Rekuperation im Alltag ohne eingeschalteten Travel Assist bis zur größtmöglichen Verzögerung ohne Bremseingriff. 

Kurz erklärt: Geht man vom Gas, rollt der GTE grundsätzlich, um möglichst effizient die Energie zu nutzen. Läuft man auf ein vorausfahrendes Auto auf, ist eine Kurve voraus, überschreitet man die erlaubte Höchstgeschwindigkeit oder fährt auf eine Kreuzung zu, rekuperiert das Auto so, dass man bis auf die letzten 5kmh quasi nicht bremsen muss. Das funktioniert inzwischen sogar mit roten Ampeln, die Car2X unterstützen. Es wird nur noch das Gaspedal genutzt, um zu beschleunigen oder den Rekuperationsvorgang zu beeinflussen. Das ist sehr angenehm, aber auch ein bisschen gefährlich, wenn man wieder andere Autos fährt, die nicht selbstständig verzögern. 

Mit eingeschaltetem Travel Assist (bei Tesla heißt es AutoPilot) geht das auch mit Übernahme der Lenkung und Bremsen bis zum Stillstand. Das Auto fährt dann auch selbstständig wieder an. Allerdings hält er nur dann an roten Ampeln, wenn ein Auto vor einem ist. Seltsam, da es bei ausgeschaltetem Assistenten mittels Rekuperation bei Car2X Ampeln ja funktioniert. 

Ohne passende Überleitung: Die Lüftung zieht. Durch die tief angebrachten Luftausströmer ist es IMMER kalt am Knie. Selbst eine andere Ausrichtung der Düse hilft nicht. Und wenn man sie zudreht, wird es mir persönlich zu stickig. Ich mag den frischen Luftzug um die Nase, aber nicht am Knie. Dafür hilft es natürlich, dass man den GTE auch ohne zu Laden vorab heizen und kühlen kann. 

 

FahrsicherheitstrainingFahrsicherheitstraining Fahren

 

Ich muss zugeben, dass die Zeiten des typischen untersteuernden Golfs vorbei sind. In einem Fahrsicherheitstraining konnte ich das Fahrwerk mal an seine Grenzen bringen. Natürlich bleibt es ein sicher abgestimmter Frontkraxler, aber die erreichten Kurvengeschwindigkeiten können sich echt sehen lassen. Das ESP ist komplett abschaltbar und wenn man die Rekuperation auf „stark“ stellt und das Auto etwas aufschaukelt, sind im Schnee und auf der Gleitfläche des Fahrsicherheitszentrums kontrollierte Heckschwenker kinderleicht zu provozieren :D, wenngleich das natürlich kein Vergleich ist mit super spaßig ausgelegten HotHatches wie Focus ST oder Megane RS. 

Zum Antrieb: Das Konzept der „kleinen“ VAG Hybride ist meiner Meinung nach eines der Besten. Während viele andere Hersteller ihre Plug-ins im Hybrid Modus starten lassen und selbst im „E-Mode“ nur im Teillastbereich rein elektrisch fahren, startet der GTE immer im E-Modus und schaltet auch bei Vollgas (ohne Kickdown-Widerstand) den Verbrenner nicht hinzu. Dabei hat er auch ordentlich Bums und fährt quasi wie ein Elektroauto. Das sofort verfügbare Drehmoment lässt unterhalb der Landstraßengeschwindigkeit selbst die C-Klasse (350 CDI 620Nm) langsam und träge wirken. Spontane Spurwechsel, Überholvorgänge oder das Einfädeln werden da zum Genuss. Auch in Kombination mit dem recht leisen und unaufdringlichen Benziner ändert sich das erstmal nicht. Lediglich über 140km/h wird die Abstimmung sehr unharmonisch. Hier schaltet das DSG unnötig früh runter und lässt den 1,4er unnötig hoch drehen. Das massive Drehmoment des E-Motors bleibt im Teillastbereich nahezu vollkommen aus, kommt aber umso überraschender, wenn man das Gas etwas weiter durchdrückt. Dann „boostet“ er und wird dabei so schnell, dass man wieder vom Gas gehen muss. Da lässt die Souveränität sehr zu Wünschen übrig. Spaß macht da nur, dass selbst jenseits der 180kmh der Motor immer wieder ausgeht und man ohne Kraftstoffverbrauch rollt. Bei Abschnitten, die bergab verlaufen, hat man auch gerne mal 2-3km mehr Reichweite im Akku, während reine Verbrenner mit dieser Energie nur die Felgen dreckig bremsen. 

Die Intelligente Steuerung des Hybridantriebs bei eingeschalteter Navigation und dem abgreifen der überschüssigen Energie beim Halten des Motors im idealen Lastbereich habe ich ja im letzten Artikel schon ausführlich erklärt. 

 

Verbrauch & Kosten

 

Der ganze Aufwand des Systems resultiert in wirklich guten Verbräuchen. Selbst mit leerem Akku auf der Langstrecke kommt man (mit meiner Fahrweise) nicht über 6L/100km. Mein Rekord mit leerem Akku lag bei 4,6L/100km auf 550km Strecke. Mit vollem Akku gibt es je nach Fahrstrecke nach unten hin ja keine Grenze, mehr als 5L/100km auf Langstrecken habe ich bisher aber noch nicht gebraucht. 

Reine Elektrofahrten sind im Sommer aber auch unter 16Kwh/100km möglich, im Schnitt sind es die letzten Monate ca. 19-20. Im Winter meckerte ich ja noch über den hohen Stromverbrauch und der daraus resultierenden geringen Reichweite. Das ist wohl auf die Heizung zurückzuführen, denn selbst mit Klimaanlage sind 60km innerstädtisch mit einer Akkuladung kein Problem. 68km bin ich bisher maximal rein elektrisch gekommen. Ich bin gespannt wie der Winter wird, wenn die Reichweite wieder unerwartet einbricht :D

Im Mix von Sommer & Winter liege ich aktuell bei 7,67€/100km für Kraftstoff. 

Zum Vergleich, laut Spritmonitor liegen die GT-Derivate da deutlich drüber: 

* GTD: 9,23€ (7,1L x 1,30€)

* GTI: 13,281111€ (8,8L x 1,51€)

auch die schwächer motorisierten Varianten verlieren hier:

* 2.0 TDI 150PS: 7,93€ (6,1L x 1,30€)

* 1,5 eTSI 150PS: 9,72€ (6,7L x 1,45€)

(BTW: interessant wie nah die Verbräuche des Diesels und des Benziners hier beisammen liegen)

 

Sicherlich vergleiche ich hier den Durchschnitt mit meinem persönlichen, recht sparsamen Fahrprofil, allerdings fahre ich sehr viel innerstädtisch und Kurzstrecken, was den Verbrauch eines reinen Verbrenners in die Höhe treiben würde. 

Des Weiteren darf man nicht vergessen, dass der GTE aktuell steuerbefreit ist. Im Falle der Diesel-Derivate kommen da bei 15.000km/Jahr nochmal rund 1€/100km oben drauf. 

Ein BEV könnte in der Stadt noch mithalten (ID3 13kWh), wäre aber auf langen Strecken dank der neuerdings überall gestiegenen Ladepreise deutlich teurer (11,96€ ID3 23kWh x 0,52ct DC Laden). 

 

Fazit  

 

Günstiger kann ICH mit MEINEM Fahrprofil und MEINEN Ansprüchen aktuell kaum fahren.

Dieser Vergleich zielt aber natürlich nur auf meinen persönlichen Bedarf ab. Sicherlich gibt es Autofahrende, die mit einem Diesel oder Kleinwagen besser bedient sind. 

Ab und zu denke ich, ein BEV wäre die bessere Wahl gewesen, da es doch nervt, nach jeder 2.-3. Fahrt wieder an eine öffentliche Ladesäule zu fahren und später wieder umzuparken, da man da nicht unbegrenzt lange stehen darf. Das wird sich aber demnächst in der neuen Wohnung dank Tiefgaragenstellplatz mit hoffentlich zeitnah einer Wallbox erübrigen.

Auf weiten Strecken, die im letzten halben Jahr recht häufig gefahren wurden, ist es doch entspannter noch einen Benziner an Board zu haben, wenngleich ich mit den Ladepausen kein Problem hätte. Ein reiner Verbrenner hätte mich lange nicht so zufrieden gestellt. Es entspannt, sich auf meist kurzen Strecken keine Gedanken über die Umweltverträglichkeit dieser Fahrt, der Verbrauch sowie den erhöhten Verschleiß machen zu müssen. 

UpsUpsDer Golf hat für mich die richtige Größe (größer ist immer besser, aber eben auch teuerer) und gefällt mir nach meinen optischen Veränderungen so gut wie kein anderes elektrifiziertes Auto in diesem Preissegment. 

Einzig bei den Sitzen bereue ich, nicht die Variante mit Leder und Memory genommen zu haben. Zwar sitzt man unheimlich gut und bequem, jedoch nehmen die Stoffsitze dem Innenraum einen riesige Portion Wertigkeit. Und wenn man aus der Vergangenheit hauptsächlich Autos mit Leder gewöhnt ist, fällt die Umstellung schwer. 

 

Einen Punkt habe ich weggelassen: Zuverlässigkeit & Serive. Der Absatz hätte den Rahmen gesprengt, daher bekommt das Thema einem gesonderten Artikel in naher Zukunft. 

 

SteckdoseSteckdoseBootyBootyLadenLadenMitfahrerMitfahrer

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23.08.2021 16:09    |    dodo32

Zitat:

Die Lüftung zieht

Hatte ich am Golf 4 mit Klima. Egal wie ich die Düsen verdreht hatte, es zog immer am Hals. :rolleyes:


23.08.2021 17:36    |    PIPD black

Zitat:

Einen Punkt habe ich weggelassen: Zuverlässigkeit & Serive.

Ohne diesen Punkt kann doch aber kein Fazit lt. Überschrift „Freude oder Reue“ fallen…….Dass es für die paßt, OK. Die Antwort auf die Überschrift bleibst du dennoch schuldig.


23.08.2021 18:25    |    nick_rs

Zitat:

@PIPD black schrieb am 23. August 2021 um 17:36:45 Uhr:

Zitat:

Einen Punkt habe ich weggelassen: Zuverlässigkeit & Serive.

Ohne diesen Punkt kann doch aber kein Fazit lt. Überschrift „Freude oder Reue“ fallen…….Dass es für die paßt, OK. Die Antwort auf die Überschrift bleibst du dennoch schuldig.

Clickbait und Cliffhanger, ich sollte ins Marketing gehen :D

Ich glaube, ich passe die Überschrift noch ein bisschen an.


23.08.2021 18:26    |    PIPD black

Genau das hab ich mir auch gedacht.:D


23.08.2021 20:03    |    fips21

16kWh/100km - keine Ahnung wie das geht. Unter 18 bin ich auch bei sparsamster Fahrweise noch nie gekommen. Obwohl der Weg zur Arbeit 30km über Land verläuft, nur zwei Ortschaften dazwischen hat und das Ziel 100 Höhenmeter niedriger liegt. Es sind lediglich zwei Steigungen enthalten, die den Verbrauch kurzzeitig etwas erhöhen.


23.08.2021 22:27    |    nick_rs

Zitat:

@fips21 schrieb am 23. August 2021 um 20:03:17 Uhr:

16kWh/100km - keine Ahnung wie das geht. Unter 18 bin ich auch bei sparsamster Fahrweise noch nie gekommen. Obwohl der Weg zur Arbeit 30km über Land verläuft, nur zwei Ortschaften dazwischen hat und das Ziel 100 Höhenmeter niedriger liegt. Es sind lediglich zwei Steigungen enthalten, die den Verbrauch kurzzeitig etwas erhöhen.

Entgegen eines Verbrenners verbraucht ein E-Antrieb vor allem innerstädtisch wenig. Das merke ich besonders, wenn ich auf die Umgehungsstraßen fahre, da sackt die Reichweite schlagartig ein.


23.08.2021 23:14    |    CarFan_77

Mein Rekord waren 14.0 kWh/100 auf einer 50 km langen Stecke. Mit dem Superb iv. Rein elektrisch versteht sich. Sogar Klima lief die ganze Zeit.


24.08.2021 09:10    |    Dynamix

Ließe sich das Thema Verbrauch beim E-Auto eigentlich wie beim Verbrenner mit einem Getriebe lösen? Also ein E-Motor mit verschiedenen Gangstufen um die Drehzahl zu senken? Tesla und Co lassen es ja nur weg weil die Motoren so ein breites Drehzahlband haben das man es für die regulären Anwendungsbereiche einfach nicht braucht.


24.08.2021 09:19    |    Schlawiner98

Der Travel Assistent hat mir wirklich gut gefallen, ein wirklich cleveres und gut durchdachtes Feature. Aber ein Freund des Bedienkonzepts werde ich in diesem Leben nicht mehr. Wenn ich die Taste der Sitzheizung drücken, bekomme ich nicht nur optisches, sondern auch haptisches Feedback. Sogar in den ersten Sekunden nach dem Start :D


24.08.2021 09:43    |    Maxi245

Moin,

 

habe deinen Beitrag sehr gern und mit Freude gelesen ( ebenso deinen Beitrag von der Abholung ), da ich in wenigen Tagen meinen Cupra Leon e-Hybrid abholen werde, welcher ja ein enger Bruder deines Wagens ist, interessierte es mich sehr was du zu berichten hast.

 

Vielen Dank dafür nebst großem Lob und allzeit Gute Fahrt!

 

Gruß

 

Maxi


24.08.2021 13:34    |    dodo32

Zitat:

@Dynamix schrieb am 24. August 2021 um 09:10:52 Uhr:

Ließe sich das Thema Verbrauch beim E-Auto eigentlich wie beim Verbrenner mit einem Getriebe lösen? Also ein E-Motor mit verschiedenen Gangstufen um die Drehzahl zu senken? Tesla und Co lassen es ja nur weg weil die Motoren so ein breites Drehzahlband haben das man es für die regulären Anwendungsbereiche einfach nicht braucht.

Nein, weil der E-Motor seine Leistung konstant über fast das gesamte Drehzahlband abgibt. Das absenken der Drehzahl bringt nur minimal etwas. Der Vorteil würde mit hoher Wahrscheinlichkeit durch die Reibungsverluste im Getriebe aufgezehrt. Überdies ist der Wirkungsgrad dieser Motoren um Welten besser als der jedweder Verbrenner.

 

Beim Verbrenner ist das anders daher drehen die meisten, egal wieviel Gänge, bei Vollgas auf der Autobahn auch aus. Überdies steigt die Reibung beim Verbrenner, umso höher er dreht, auch an. Um wieviel müsste man nachlesen. Gibt nach meiner Kenntnis schon Ventiltriebe die ohne Federn funktionieren.

 

Die einzige Möglichkeit die Reichweite signifikant zu erhöhen, sind andere Akkus. Daher stehe ich dem Thema noch skeptisch gegenüber. E-Auto von mir aus, aber nicht mit diesen Zellen. Alleine schon der Gedanke von manchen ein Tempolimit auf der AB einzuführen, dass man nicht mehr in Versuchung kommt, führt das alles irgendwie ad absurdum. Das ist ja Fortschritt durch Rückschritt :rolleyes:

 

Ich sage seit geraumer Zeit: sobald andere Zellen gefunden sind, kann sich das durchsetzen. Aber 45 Millionen (!) PKW mit dieser Technik betreiben zu wollen, ich weiß nicht....


24.08.2021 17:16    |    nick_rs

Zitat:

@Dynamix schrieb am 24. August 2021 um 09:10:52 Uhr:

Ließe sich das Thema Verbrauch beim E-Auto eigentlich wie beim Verbrenner mit einem Getriebe lösen? Also ein E-Motor mit verschiedenen Gangstufen um die Drehzahl zu senken? Tesla und Co lassen es ja nur weg weil die Motoren so ein breites Drehzahlband haben das man es für die regulären Anwendungsbereiche einfach nicht braucht.

Der GTE schaltet ja auch den E-Motor durch (wenn auch unmerklich). Trotzdem steigt der Verbrauch mit der Geschwindigkeit deutlich.

Bei der Leistung macht es schon einen Unterschied. Ich bin mal einen Käfer mit E-Motor und Handschaltung gefahren. Es macht einen gewaltigen Unterschied, ob ich im 1. oder im 4. Gang anfahre bzw. bleibe. Siehe dazu auch das Video von JP mit den Mantas auf der Lasise. Deswegen hat der Taycan wohl auch ein Getriebe, wegen der Leistung/Drehmoment, aber nicht wegen der Effizienz


24.08.2021 17:21    |    nick_rs

Zitat:

@dodo32 schrieb am 24. August 2021 um 13:34:34 Uhr:

Zitat:

@Dynamix schrieb am 24. August 2021 um 09:10:52 Uhr:

Ließe sich das Thema Verbrauch beim E-Auto eigentlich wie beim Verbrenner mit einem Getriebe lösen? Also ein E-Motor mit verschiedenen Gangstufen um die Drehzahl zu senken? Tesla und Co lassen es ja nur weg weil die Motoren so ein breites Drehzahlband haben das man es für die regulären Anwendungsbereiche einfach nicht braucht.

Die einzige Möglichkeit die Reichweite signifikant zu erhöhen, sind andere Akkus.

Sicherlich sind die Akkus ein valider Punkt. Viel Potential liegt aber noch in der Karossiere und dem Motor. Es gibt einen Grund, warum EQS (Aerodynamik), Tesla (effizienter Antrieb) und i3 (Carbon Leichtbau) unheimlich viel weniger Strom verbrauchen als vergleichbare Derivate. Vor allem der SUV Trend ist ein Problem.


24.08.2021 17:21    |    nick_rs

Zitat:

@Maxi245 schrieb am 24. August 2021 um 09:43:47 Uhr:

Moin,

 

habe deinen Beitrag sehr gern und mit Freude gelesen ( ebenso deinen Beitrag von der Abholung ), da ich in wenigen Tagen meinen Cupra Leon e-Hybrid abholen werde, welcher ja ein enger Bruder deines Wagens ist, interessierte es mich sehr was du zu berichten hast.

 

Vielen Dank dafür nebst großem Lob und allzeit Gute Fahrt!

 

Gruß

 

Maxi

Vielen Dank :)


25.08.2021 13:10    |    Goify

Interessante Geschichte und ich bin gespannt, wie ich mich an das neue VW-Bedienkonzept gewöhne. Noch fahre ich einen 2020er Polo und der nächste wird wahrscheinlich ein ID3. Dann sehe ich mal, wie dein Zuverlässigkeitsbericht aussehen wird. Da ist VW ja eher durchwachsen. Mein Polo hat nun nach 10.000 km keinerlei Mängel (wenn man mit Poltern und Klappern leben kann).


25.08.2021 22:43    |    jennss

Zitat:

Ab und zu denke ich, ein BEV wäre die bessere Wahl gewesen, da es doch nervt, nach jeder 2.-3. Fahrt wieder an eine öffentliche Ladesäule zu fahren und später wieder umzuparken, da man da nicht unbegrenzt lange stehen darf.

Ja, ein PlugIn-Hybrid ist ein guter Einstieg, man kommt auf den Geschmack des elektrischen Fahrens. Praktischer ist dann im Alltag aber doch meist der BEV, weil der Akku viel größer ist. Der hat dann elektrisch mehr Leistung und weniger Degradation. Man muss sich halt nur umstellen, ausschließlich und überall zu laden. Bist du den ID.3 mit 204 PS mal gefahren?

j.


25.08.2021 23:40    |    nick_rs

Zitat:

@jennss schrieb am 25. August 2021 um 22:43:56 Uhr:

Zitat:

Ab und zu denke ich, ein BEV wäre die bessere Wahl gewesen, da es doch nervt, nach jeder 2.-3. Fahrt wieder an eine öffentliche Ladesäule zu fahren und später wieder umzuparken, da man da nicht unbegrenzt lange stehen darf.

Ja, ein PlugIn-Hybrid ist ein guter Einstieg, man kommt auf den Geschmack des elektrischen Fahrens. Praktischer ist dann im Alltag aber doch meist der BEV, weil der Akku viel größer ist. Der hat dann elektrisch mehr Leistung und weniger Degradation. Man muss sich halt nur umstellen, ausschließlich und überall zu laden. Bist du den ID.3 mit 204 PS mal gefahren?

j.

Ich hatte letztens den Q4 etron 40 zur Probefahrt, der gefiel mir ganz gut, wenngleich natürlich kein Beschleunigungswunder. Der ID.3 sagt mir optisch nicht zu.


26.08.2021 14:15    |    jennss

Dann lieber den Q4 45 oder Q4 50, aber die sind halt teurer. Der EQA ist ähnlich teuer als 250er, 300er oder 350er. Oder gleich zum BMW i4 greifen (340 PS). Bei dem soll es recht hohe Rabatte geben (>15000 € inkl. Umweltprämie), so dass er bei ca. 44000 € anfängt.

j.


27.08.2021 10:20    |    nick_rs

Zitat:

@jennss schrieb am 26. August 2021 um 14:15:06 Uhr:

Dann lieber den Q4 45 oder Q4 50, aber die sind halt teurer. Der EQA ist ähnlich teuer als 250er, 300er oder 350er. Oder gleich zum BMW i4 greifen (340 PS). Bei dem soll es recht hohe Rabatte geben (>15000 € inkl. Umweltprämie), so dass er bei ca. 44000 € anfängt.

j.

Ich sehe den Aufpreis zum 45/50er nicht. Dank Dual Motor verbraucht er deutlich mehr / weniger Reichweite und ausreichend Fahrspaß bietet auch der 40er.

Der einzige Grund, warum ich mich in der Vergangenheit für große Motoren entschieden habe war die Laufruhe und die Souveränität bei höheren Autobahngeschwindigkeiten. Beides ist bei Elektroautos hinfällig. Mit größeren E-Motoren ist nur der „Kick“ stärker , den man sowieso annähernd nie nutzt und wenn, dann ist man super schnell im illegalen Bereich. Ich wüsste nicht, warum ich dafür viele Tausend Euro extra zahlen und die Nachteile die damit einhergehen hinnehmen sollte. Wenn das Auto sowieso schon so viel Leistung hat - wie bspw der GTE - dann ist das eben so.


29.08.2021 16:01    |    wpp07

Zitat:

@nick_rs schrieb am 24. August 2021 um 17:16:55 Uhr:

Zitat:

@Dynamix schrieb am 24. August 2021 um 09:10:52 Uhr:

Ließe sich das Thema Verbrauch beim E-Auto eigentlich wie beim Verbrenner mit einem Getriebe lösen? Also ein E-Motor mit verschiedenen Gangstufen um die Drehzahl zu senken? Tesla und Co lassen es ja nur weg weil die Motoren so ein breites Drehzahlband haben das man es für die regulären Anwendungsbereiche einfach nicht braucht.

Der GTE schaltet ja auch den E-Motor durch (wenn auch unmerklich). Trotzdem steigt der Verbrauch mit der Geschwindigkeit deutlich.

Bei der Leistung macht es schon einen Unterschied. Ich bin mal einen Käfer mit E-Motor und Handschaltung gefahren. Es macht einen gewaltigen Unterschied, ob ich im 1. oder im 4. Gang anfahre bzw. bleibe. Siehe dazu auch das Video von JP mit den Mantas auf der Lasise. Deswegen hat der Taycan wohl auch ein Getriebe, wegen der Leistung/Drehmoment, aber nicht wegen der Effizienz

Hallo.

Ja, bei der Leistung macht das Getriebe einen Unterschied weil es einen Wirkungsgrad hat der immer unter 1 ist (erfinde ein Getriebe mit Wirkungsgrad über 1 und Bill Gates ist ein armer Schlucker dir gegenüber). Schickst du 100kw ins Getriebe kommen hinten im besten Fall 98kw an.

Allerdings erhöht das Getriebe die Kraft (Nm) im Verhältnis zur sinkenden Drehzahl an der Ausgangswelle. Somit kann die Beschleunigung durchaus besser sein.

Der Wirkungsgrad und somit die Reichweite wird jedenfalls negativ beeinflusst.

 

Gruß


02.09.2021 13:46    |    Timmota

Dein "ups" bild habe ich gerade in nem Dashcam youtube Kanal wieder gefunden.

Tschüss frontlippe ;)


02.09.2021 21:24    |    Tete86

Jep, ich auch ;).

 

Blöd, wenn sowas passiert.


03.09.2021 06:18    |    Goify

Ebenfalls. :D


03.09.2021 06:28    |    ToledoDriver82

Dito :D


03.09.2021 12:45    |    nick_rs

Schau mal, @PIPD black . Mein Clickbait hat funktioniert :D


03.09.2021 12:59    |    PIPD black

Ick seh nüscht.:cool:


03.09.2021 13:08    |    Goify

Die Lippe ist ja auch weg.


03.09.2021 13:25    |    nick_rs

03.09.2021 19:02    |    Maxi245

Zitat:

@nick_rs schrieb am 3. September 2021 um 13:25:53 Uhr:

Zitat:

@PIPD black schrieb am 3. September 2021 um 12:59:02 Uhr:

Ick seh nüscht.:cool:

https://youtu.be/9dPfFpU3iNM

Ich hoffe die 230 waren nicht auf dem ersten Heimweg ;)


03.09.2021 21:50    |    PIPD black

Zitat:

@nick_rs schrieb am 3. September 2021 um 13:25:53 Uhr:

Zitat:

@PIPD black schrieb am 3. September 2021 um 12:59:02 Uhr:

Ick seh nüscht.:cool:

https://youtu.be/9dPfFpU3iNM

War die selbst angefrickelt oder Orischinaal?:confused:


04.09.2021 09:33    |    Lumpi3000

Bisschen Verlust ist immer ... :D


05.09.2021 03:07    |    nick_rs

Zitat:

@Maxi245 schrieb am 3. September 2021 um 19:02:08 Uhr:

Zitat:

@nick_rs schrieb am 3. September 2021 um 13:25:53 Uhr:

 

 

https://youtu.be/9dPfFpU3iNM

Ich hoffe die 230 waren nicht auf dem ersten Heimweg ;)

Nein, da hatte ich gerade die 10.000 km geknackt und wollte mal testen, was V-Max ist. Eigentlich fahre ich eher ~130 km/h


05.09.2021 03:09    |    nick_rs

Zitat:

@PIPD black schrieb am 3. September 2021 um 21:50:09 Uhr:

Zitat:

@nick_rs schrieb am 3. September 2021 um 13:25:53 Uhr:

 

 

https://youtu.be/9dPfFpU3iNM

War die selbst angefrickelt oder Orischinaal?:confused:

Die war selbst angefrickelt, allerdings streng nach Herstellervorgabe/ABE. Aber der Hersteller weißt trotzdem jegliche Schuld von sich, da nicht mit Rechnung in einer Fachwerkstatt verbaut. Naja, bisschen Schwund ist immer.


08.09.2021 12:08    |    Andy_1962

Hallo,

 

wir kommt man mit dem VW Golf 7 auf (2.0 TDI) auf 6,1 l Diesel verbrauch?

Den Verbrauch erreiche ich nur, wenn überhaupt im Winter bei Minusgraden.

Vor Frühjahr bis Herbst liegt mein Verbrauch bei ca. 5,5 L Diesel, bei zügiger Fahrweise, die auch oft über 130 KM/h liegt.

 

Da ich täglich zwischen 50 und 150 km fahre, lohnt sich wohl auch kein GTE für mich.

 

Lg

Andy


08.09.2021 12:23    |    Maxi245

Zitat:

@Andy_1962 schrieb am 8. September 2021 um 12:08:03 Uhr:

Hallo,

 

wir kommt man mit dem VW Golf 7 auf (2.0 TDI) auf 6,1 l Diesel verbrauch?

Den Verbrauch erreiche ich nur, wenn überhaupt im Winter bei Minusgraden.

Vor Frühjahr bis Herbst liegt mein Verbrauch bei ca. 5,5 L Diesel, bei zügiger Fahrweise, die auch oft über 130 KM/h liegt.

 

Da ich täglich zwischen 50 und 150 km fahre, lohnt sich wohl auch kein GTE für mich.

 

Lg

Andy

Stimmt, lohnt nicht!


08.09.2021 12:39    |    Dynamix

Käme halt drauf an wie viele KM pro Tag tatsächlich gefahren werden. Sind es wirklich nur 50 und man rechnet da mal einen Schnitt für das Jahr aus kommt man auf gut 11.000km. Da lohnt sich auch kein Diesel. Fährt man jetzt tatsächlich mindestens 150km pro Tag sind wir bei über 30.000 km, da rechnet sich der Diesel.


08.09.2021 13:34    |    jennss

Zitat:

@Andy_1962 schrieb am 8. September 2021 um 12:08:03 Uhr:

 

Da ich täglich zwischen 50 und 150 km fahre, lohnt sich wohl auch kein GTE für mich.

Da würde der ID.3/Cupra Born sinnvoll sein.

j.


08.09.2021 14:01    |    Dynamix

Die Frage wäre hier ob es wirklich JEDEN Tag 50-150 km sind oder ob das die pauschale Pendleraussage ist ala "ich fahre an Arbeitstagen zwischen xx und xxx km".


09.09.2021 13:16    |    nick_rs

@dynamix wahrscheinlich ist damit die reine Arbeitsstrecke gemeint. Urlaube/Freizeit noch extra.

 

 

Zitat:

@Andy_1962 schrieb am 8. September 2021 um 12:08:03 Uhr:

Hallo,

 

wir kommt man mit dem VW Golf 7 auf (2.0 TDI) auf 6,1 l Diesel verbrauch?

Dazu schrieb ich im Artikel:

 

Zitat:

Zum Vergleich, laut Spritmonitor liegen die […] Derivate da deutlich drüber: 

-

 

 

Zitat:

@Andy_1962 schrieb am 8. September 2021 um 12:08:03 Uhr:

 

Vor Frühjahr bis Herbst liegt mein Verbrauch bei ca. 5,5 L Diesel, bei zügiger Fahrweise, die auch oft über 130 KM/h liegt.

 

Da ich täglich zwischen 50 und 150 km fahre, lohnt sich wohl auch kein GTE für mich.

 

Lg

Andy

Wie ich bereits schrieb:

 

Zitat:

Günstiger kann ICH mit MEINEM Fahrprofil und MEINEN Ansprüchen aktuell kaum fahren.

Spritmonitor berücksichtigt ja die Breite Masse. Wenn du 50-150km am Tag fährst, dann wohl kaum (wie ich) durch die Innenstadt. Daher ist das schwer vergleichbar. Auch die Frage, ob sich für dich ein GTE lohnen würde wäre nur zu beantworten, wenn die Umstände der Lademöglichkeiten offen lägen. Kann man zu Hause und auch auf der Arbeit laden und quasi komplett elektrisch fahren, lohnt es sich definitiv. Aber da wäre eigentlich ein Voll-Stromer sinnvoller. Ansonsten gibt es sicherlich noch viele Einsatzbereiche, in denen ein Diesel finanziell sinnvoll sein kann, das wird gar nicht bestritten.


Deine Antwort auf "GTE - 15.000 km im Auto, das ich nie wollte"

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