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10.09.2017 01:00    |    nick_rs    |    Kommentare (221)    |   Stichworte: C, C-Klasse, Mercedes, S204, Spritsparen, Spritspartipps, Startstopp

Die Segelfunktion hilft beim SparenDie Segelfunktion hilft beim SparenHallo liebe Leser,

 

Beim Verbrauch gibt es immer Optimierungspotential, deswegen teste ich immer wieder ein paar Tricks und werde sie in meiner Reihe "Spritsparen" vorstellen.

 

 

Heute: Was bringt Start-Stopp?

 

Es wird mal wieder Zeit diese Blogreihe wiederzubeleben. In letzter Zeit bin ich quasi durchgängig mit unserer C-Klasse unterwegs. Da ich in den Semesterferien Vollzeit arbeite und jeden Tag die selbe Strecke zur Arbeit fahre bietet es sich doch an ein paar "Langzeit"-Experimente zu machen.

Im C-Klasse Forum sind immer wieder Stammtischweisheiten über die Start-Stopp Automatik zu lesen und so möchte ich in diesem Artikel ein wenig damit aufräumen und das ganze mit einer Statistik untermalen.

 

Meine Erfahrungen

 

Zuerstmal bin ich ein großer Fan der Start-Stopp Automatik. Ich mag die Ruhe im Stand und das gute Gewissen, dass ich gerade nicht unnötig Abgase in die Unwelt schieße. Das geht sogar so weit, dass ich auch das Cabrio (kein Start-Stopp) bei längeren Rotphasen ausschalte. Das lohnt sich ab 10 Sekunden, sagt der TÜV Nord. Bei Start-Stopp Systemen schon im Schnitt ab 3 Sekunden. Nichtsdestotrotz fordert das Fahren mit Start-Stopp Konzentration. Zum einen, müssen sich die "Ampelroller" diesesen Schwachsinn abgewöhnen - da es zu Missverständnissen kam: mit Ampelrollern sind die Leute gemeint, die mit schleifender Kupplung oder kriechendem Wandler an der Ampel stehen und Millimeter für Millimeter vorrücken –, zum Anderen muss man auch in normalen Situationen wachsam sein: Fährt man beispielsweise an eine Schlange an der Ampel ran während die Lichtzeichen schon wieder grün zeigen lohnt das Abschalten nicht, ebenso beim Abbiegen an Stoppschildern. Mercedes hat es in dem Fall gut gelöst und der Motor geht nur aus, wenn man das Bremspedal fest drückt. Dann nutzt man auch die praktische "Hold" Funktion. Überhaupt hat Mercedes laut Autobild das beste Start-Stopp System, da eine elektrische Getriebeölpumpe den Druck im Wandler der 7G-Tronic "Plus" aufrecht erhält und so keine Verzögerung beim Start mit ausgeschaltetem Motor messbar ist. Aber auch wenn man ein Auto eines anderen Herstellers fährt sind die Verzögerungen so gering, dass sie im Alltag kaum relevant sind. Also stellt sich die Frage: Warum nicht abschalten?

 

Und der Verbrauch?

 

Die Werte entnehme ich dem Boardcomputer. Eine interessante Auffälligkeit ist, dass das Auto auf dem Weg zur Arbeit mit einem Kaltstart am Morgen im Schnitt 0,5L mehr verbraucht als auf der Rückfahrt, auf der sogar dank der sonnigen Tage die Klimaanlage ordentlich arbeitet. Wenn ich nach 8h Arbeit ins Auto steige hat das Kühlwasser noch ~60°. Es ist schon erstaunlich wie lange ein V6 Diesel die Wärme hält.

 

HinfahrtHinfahrtRückfahrt (selber Tag)Rückfahrt (selber Tag)

 

Aber zurück zum eigentlichen Test. Mein Weg zur Arbeit ist 25km reiner Stadtverkehr mit roten Ampeln alle 100-300m. Da Hamburg das System der grünen Welle noch nicht ganz verstanden hat steht man wirklich viel, daher erhoffte ich mir eine klare Ersparnis durch das Start Stopp System.

 

KW 34 Start-Stopp aktiv

 

 

KW 35 Start-Stopp inaktiv

 

 

Unterm Strich haben wir also eine Einsparung von 0,91 L/100km.

 

Fazit

 

Das Start-Stopp System drückt den Verbrauch im Stadtverkehr also auf rund 7.5L, was ich für einen schweren 3.0L Diesel wirklich gut finde. 0,9L Ersparnis wären in meinem Fall nur für die Strecken zur Arbeit und zurück eine Ersparnis von 130€ pro Jahr. Mit zusätzlichen Freizeitfahrten dürfte die Ersparnis pro Jahr auf geschätzte 160-200€ ansteigen, je nach Nutzung und Fahrprofil.

 

Nun behaupten die Start-Stopp Gegner, dass der Verschleiß den Verbrauchsvorteil ja wieder wett macht. Anlasser, Batterie, Turbos,... alles würde frühzeitig kaputt gehen.

Dann schauen wir uns ein modernes Start-Stopp System mal genauer an:

Start Stopp Systeme besitzen verstärkte Anlasser. Zum einen, damit die Motoren schneller anspringen, aber auch um die vielen Starts zu verkraften. Außerdem halten Motoren beim "Start-Stopp-Stopp" so an, dass der Anlasser nur 60° drehen muss - sprich 1/6 Umdrehung - bis der Motor wieder läuft. Einspritzung, Zündung & co. stehen ja noch wartend bereit. Mit einem vorzeitigem Verschleiß des Anlassers ist also nicht zu rechnen. Dazu haben die meisten modernen Autos garkeinen Anlasser mehr sondern starten über einen Elektromotor wie bspw. die Lichtmaschine. Elektromotoren arbeiten verschleißfrei. Desweiteren haben Start-Stopp Systeme (zumindest das von Mercedes) eine extra Start-Stopp Batterie die für viele kurze Stromstöße um das Auto zu starten ausgelegt ist. Außerdem umgeht man so einen Spannungsabfall im Boardnetz und damit ein flackern der Lampen beim Starten an der Ampel. Eine elektrische Wasserpumpe sorgt weiterhin für ausreichend Kühlung der Komponenten und das Argument, die Kette sei nicht gespannt ist bei solch kurzen Stopp-Phasen im warmen Zustand auch hinfällig, so schnell sackt der Öldruck nicht ab. Höchstens die Lager werden durch die geringen Drehzahlen beim Starten und Stoppen höher belastet. Das ist allerdings so marginal, dass es wohl kaum messbar ist. Und sind wir mal ehrlich: wie viele Autos erleiden einen Lagerschaden?

Fakt ist: Start-Stopp Systeme sind seit 10 Jahren häufig anzutreffen und seit 5 Jahren in praktisch jedem Neuwagen vorhanden. Von besonderen Ausfällen der Komponenten die die Start-Stopp Technologie auch nur im geringsten betreffen ist immer noch nichts zu hören. Sollten die Bauteile stärker belastet werden, müsste man doch irgendwann von einer Reihe von Defekten Wind bekommen?

 

Wir merken uns also: erhöhter Verschleiß ist nicht messbar, auf der "Haben" Seite steht aber ein deutlich geringerer Verbrauch. Damit verbunden eine deutliche Geldeinsparung und der Umwelt tut man auch was gutes. Mein Start-Stopp-System bleibt also eingeschaltet!

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10.09.2017 02:29    |    maximilian5330

Ich bin nicht umbedingt der Meinung, dass wirklich verstärkte Anlasser verbaut werden, aber egal. Bei meinem Seat Leon 2.0TDI geht der Motor leider immer aus(wenn alle Kriterienerfüllt werden) Es lässt sich nicht so schön Stern wie bei Mercedes. Kenne das ebenfalls vom S204 und W246 meiner Eltern. Das finde ich bei Seat schade. Ich schalte die SSA bei der Überlandfahrt an die Arbeit immer aus, dort habe ich auf 20km nur eine Ampel, da soll der Motor bitte nicht aus gehen. Sobald ich aber in die "Großstadt" fahre schalte ich Sie ein und kann deiner Erfahrung nur zustimmen. Es sparrt tatsächlich gut Sprit. Allerdings hier auch wieder der Nachteil bei VAG, dass der Motor, zumindest mit DG, schnell aus geht und der Fahrer es nicht wirklich kontrollieren kann. Ich vertraue in das System und die Motoren sollten darauf ausgelegt sein. Das System von MB ist in meinen Augen fast perfekt. Der Fahrer sollte mitentscheiden können, wann der Motor tatsächlich aus geht. Super Statistik, die du da gemacht hast ;)

 

Gruß

maximilian5300


10.09.2017 02:34    |    HalbesHaehnchen

Zitat:

Zum einen, müssen sich die "Ampelroller" diesen Schwachsinn abgewöhnen

Nein. Ich bin auch einer von diesen, vor allem bei Ampeln die ich kenne und wo ich entsprechend weiß, wann es wieder grün wird.

Dadurch spare ich in den allermeisten Fällen GARANTIERT mehr Sprit als jede Start-Stopp Automatik und die Kupplung sowie die Bremsen werden auch noch geschont.....weil ich nicht anhalten und anfahren muss.

 

Ich war kürzlich mit einem Passat in Kroatien, der hatte Start-Stopp. Mich hat das System absolut nicht gestört, eigentlich habe ich es quasi gar nicht bemerkt. Ich nehme an Ampeln oder Stellen, wo ich absehbar länger als 3 Sekunden halten muss, sowieso immer den Gang raus und den Fuß von der Kupplung, von daher musste ich mich an die Start-Stopp Automatik absolut nicht gewöhnen. Der Motor ist ja im Bruchteil einer Sekunde wieder an wenn man die Kupplung drückt...da dauert das Einlegen des Ganges länger als das Starten des Motors :D

 

Erhöhten Verschleiß sehe ich da auch nicht...abgesehen vom Anlasser vielleicht.....gut, im Winter bei kaltem Motor würde ich sie vielleicht auch nicht benutzen :D

 

Von daher finde ich auch, dass Start-Stopp prinzipiell eine gute Sache ist...allerdings nur, wenn man es nur an sinnvollen Stellen einsetzt.

Wenn ich, auf eine rote Ampel zurollend (ohne zu bremsen), überholt werde und der Überholende dann vor der Ampel eine Vollbremsung hinlegt nur um seinen Motor für 2 Sekunden abstellen zu können, dann kann ich nur den Kopf schütteln. Da bin ich dann 100%ig umweltfreundlicher und autoschonender gefahren.


10.09.2017 02:45    |    CentaXx

Hmm, bzgl. kein erhöhter Verschleiß würde ich ein Fragezeichen ranschreiben.

 

In den kleinen Volvos (C30, S40, V50) gab es seit Beginn den PSA 1.6 HDi Motor, der ab 2010 dann zum "D2" mit anderem Zylinderkopf und anderem DPF-System wurde. Davon gibt es eine DrivE Variante, extra sparsam - und auch mit Start/Stop. Das ZR-Intervall wurde für diese Version halbiert, von 240.000km auf 120.000km, und es soll wohl auch gerissene Zahnriemen gegeben haben.

 

MMn wird, auch wenn das System darauf ausgelegt ist, mehr Verschleiß bei Start-Stop vorhanden sein, mal stärker, mal schwächer ausgeprägt. Im Stadtverkehr ist es natürlich trotzdem keine doofe Sache, wenn die anderen Bedingungen passen. Dazu gehört für mich dann, dass der Motor nicht mehr kalt ist, an dem Tag keine Klimaanlage benötigt wird usw. usw. ... Meinen Motor schalte ich nur an einem Bahnübergang ab, wo ich weiß, dass ich oft 3 Minuten dort stehe. Ansonsten lasse ich ihn laufen.

 

Ich habe seit gut ner Woche einen Arbeitsweg, über den ich mich einfach nur freue. 5 Minuten zur Autobahn rollen und dann nur noch Autobahn/Landstraße, auf den 35km nur 4 Ampeln und besagter Bahnübergang... Nachdem ich bisher fast ausschließlich in Berlin gefahren bin, ist das ein Unterschied wie Tag und Nacht. Mit meinem bisherigen Fahrprofil habe ich 11,6 Liter verbraucht, nun steht die aktuelle Tankfüllung bei 7,8 Litern, was für den Motor wirklich ein Wahnsinnswert ist - ich hoffe, unter 9 Liter kann ich auf dem Arbeitsweg halten... :)

 

 

Wenn du sagst, der Fahrer bei MB muss das Bremspedal fest drücken, ist es also nicht möglich, dass der Motor schon beim Heranrollen an die Ampel abschaltet?


10.09.2017 08:58    |    Schlawiner98

Ich bin bisher nur ein Auto mit Start/Stop gefahren, alle anderen waren zu alt oder zu schlecht ausgestattet: Es war der Audi A3, mit dem ich Fahrschule hatte. Weil mein Fahrlehrer das System aber immer deaktiviert hatte, habe ich absolut keine Erfahrung damit. Über den Verbrauchsunterschied, den Nick da ermittelt hat, bin ich aber schon überrascht. Mit so viel hätte ich nicht gerechnet!


10.09.2017 09:13    |    notting

1. Am Captur I meiner Eltern (mit S&S) ist der Anlasser während der Garantiezeit kaputtgegangen, er hat nur noch sehr unzuverlässig das Auto gestartet. Soviel zum Thema robust...

2. Du ignorierst, dass bei Produktion einen robusteren Anlassers mit Sicherheit mehr Energie/Material (bzw. zur Entwicklungszeit Testaufwand) gebraucht wird, vermutl. beim S&S-Akku das gleiche - obwohl die Lebensdauer nicht höher sein dürfte.

3. Desweiteren ist man AFAIK bei der Akkuauswahl dann extrem eingeschränkt. D.h. im Zweifel braucht man ein paar Tage ein Ersatzfahrzeug, bis der Akku energieintensiv (ist ja auch schwer) extra für dich herangekarrt wurde.

4.

Zitat:

Zum einen, müssen sich die "Ampelroller" diesesen Schwachsinn abgewöhnen,

später schreibst du

Zitat:

Start Stopp Systeme besitzen verstärkte Anlasser

Warum sollte sich also jmd. a) vor der Ampel besonders viel Energie über die Bremsen verheizen, damit möglichst schnell der Motor ausgemacht werden kann und b) sich Akku und Anlasser kaputtmachen damit er schneller was neues braucht (was ja auch wieder mit Energieaufwand hergestellt, geliefert und eingebaut werden muss)?

Vor allem wenn er auch innerorts kaum nennenswert stehen muss, weil der Verkehr aus seiner Erafhrung (im Gegensatz zum von dir genannten Fall) gut läuft oder umgekehrt innerorts soviel Kurzstrecke fährt, dass das S&S wg. kalten Motor/nicht so gut geladenem Akku/etc. den Motor eh nicht ausschaltet (also z. B. so ein Fahrprofil wie meine Eltern hat). Dann ist es eben am besten, wenn man so gut wie mögl. das Auto im 1. Gang ohne Gas zu geben rollen lässt.

 

Bzw. wie war die Akkuspannung vor und nach dem Experiment mit S&S, wenn du wirkl. nur zur Arbeit und zurück fährst?

 

notting

 

PS:

Zitat:

Fakt ist: Start-Stopp Systeme sind seit 10 Jahren häufig anzutreffen

Fakt ist, dass mein Auto 8 Jahre alt ist und es das IIRC erst Jahre später für dieses Auto gab. Und nein, es ist kein Kleinwagen wie Twingo, Clio/Captur. Die hatten das zu der Zeit sicher erst recht nicht. Laguna & Co. müsste ich kucken.


10.09.2017 09:36    |    Turboschlumpf6

Das erste was ich nach dem Anlassen mache, ist das Start-Stil auszuschalten.


10.09.2017 10:12    |    remarque4711

Mit dem Start/Stop bei Mercedes gebe ich Nick absolut Recht, wirkt auf mich sehr ausgereift. Ich kenne das aus diversen Vianos und Sprintern, sehr angenehmes Fahren/Stehen. Das mit der nicht fest getretenen Bremse ist so, dass der Motor dann nicht ausgeht.

 

Start/Stop beim VW Polo DSG ist Mist. Abgesehen davon, dass das DSG schlecht auf Gaspedalbefehle anspricht, ist mit eingeschaltetem Start/Stop ein ruckfreies Anfahren unmöglich. Deshalb ist meine erste Handlung nach dem Motorstart immer die Deaktivierung von Start/Stop.

 

Sehr angenehm ist die Technik auch im Toyota Prius II, bei dem merkt nichts davon, wenn sie arbeitet und es läuft sogar im heißesten Sommer bei ausgeschaltetem Motor an der Ampel oder im Stau die Klimaanlage weiter. Das kann nicht mal Mercedes.


10.09.2017 10:20    |    notting

@remarque4711: Der Prius II hat doch gar kein S&S, zumindest nicht in diesem Sinne wie hier, weil die hier genannten Fahrzeuge ohne laufenden Verbrenner überhaupt nicht fahren können, der Prius aber sehr wohl?! (auch weil er die Bremsenergie zum großen Teil in den Akku speist und so zum Fahren nutzen kann?

 

notting


10.09.2017 10:54    |    nick_rs

Zitat:

Nein. Ich bin auch einer von diesen, vor allem bei Ampeln die ich kenne und wo ich entsprechend weiß, wann es wieder grün wird.

Dadurch spare ich in den allermeisten Fällen GARANTIERT mehr Sprit als jede Start-Stopp Automatik und die Kupplung sowie die Bremsen werden auch noch geschont.....weil ich nicht anhalten und anfahren muss.

Das ist auch absolut richtig. Mit "Ampelroller" meine ich die Leute, die schon in der Schlange stehen und dann mir schleifender Kupplung oder kriechendem Wandler immer ein Stückchen vorrücken in dem Glauben, die Ampel würde dann schneller grün. Das kann man bei bestimmt 50% der Leute beobachten. Und es ist einfach nur dumm.

Das gleiche Missverständnis auch mit @notting

 

Zitat:

Wenn du sagst, der Fahrer bei MB muss das Bremspedal fest drücken, ist es also nicht möglich, dass der Motor schon beim Heranrollen an die Ampel abschaltet?

Das ist der Nachteil an dem System, es schaltet erst ab wenn man wirklich steht. Es handelt sich allerdings ja auch um ein Automatikgetriebe bei dem man dem System nicht in Form des Leerlaufs sagen kann, dass man jetzt anhalten möchte.

 

Zitat:

Bzw. wie war die Akkuspannung vor und nach dem Experiment mit S&S, wenn du wirkl. nur zur Arbeit und zurück fährst?

Das habe ich natürlich nicht gemessen. Die Spannung der Hauptbatterie dürfte nicht anders ausfallen, da diese ja sowieso nur über die Bremsenergierückgewinnung geladen wird und nicht über den laufenden Motor. Die Start-Stopp Batterie wird das wohl verkraften, es gab jedenfalls auch bei längeren Stadtfahrten mit dem System keine Auffälligkeiten beim Starten and der Ampel

 

Zitat:

Sehr angenehm ist die Technik auch im Toyota Prius II, bei dem merkt nichts davon, wenn sie arbeitet und es läuft sogar im heißesten Sommer bei ausgeschaltetem Motor an der Ampel oder im Stau die Klimaanlage weiter. Das kann nicht mal Mercedes.

Der Prius ist ja auch auf Platz zwei bei der Autobild. Er hat eben die Vorteile eines Hybriden, dass er elektrisch Starten kann und alle Nebenaggregate auch ohne Verbrenner funktionieren. Dass man diese Technik erst jetzt (S- E-Klasse / A8) einführt um so auch reinen Verbrenner die Möglichkeit zu geben sich während der Fahrt auszuschalten finde ich verwunderlich, konnte das der Golf 3 Ecomatic doch schon in den 90ern


10.09.2017 11:01    |    PIPD black

Mein Ränger mit Automatik hat kein Startstopp.:D


10.09.2017 11:10    |    Multimeter77

Ich bin ja erschrocken, was eure modernen 3.0L Diesel für Säufer sind. Mein 8 Jahre alter 325d (3.0L Hubraum) hat zwar nur lächerlichte 192PS, begnügt sich aber auch mit 6,0L/100km bei reinem Stadtverkehr. Ohne Start-Stop wohlgemerkt.


10.09.2017 12:32    |    notting

@etwina: Möglicherweise sind es nicht die Motoren an sich, sondern Fahrzeuggewicht, Stirnfläche, ...

 

notting


10.09.2017 12:41    |    nick_rs

etwina bei aller Liebe, bei einem Spritmonitor Gesamtschnitt aller 325dA der E90 Baureihe von 7,5L und nur einem User, der das Auto im Schnitt unter 6L fährt finde ich deine Behauptung, deiner bräuchte im Stadtverkehr nur 6,0L wenig glaubhaft. Außerdem gibt es auch bei der Definition von Stadtverkehr Unterschiede. Rolle ich fast durchgängig mit 50 durch die Vorstadt oder stehe ich alle 50m in einer Großstadt...


10.09.2017 13:00    |    remarque4711

Zitat:

@remarque4711: Der Prius II hat doch gar kein S&S, zumindest nicht in diesem Sinne wie hier, weil die hier genannten Fahrzeuge ohne laufenden Verbrenner überhaupt nicht fahren können, der Prius aber sehr wohl?! (auch weil er die Bremsenergie zum großen Teil in den Akku speist und so zum Fahren nutzen kann?

 

notting

Da hast Du wohl recht aber die Klima funktioniert trotzdem :D.

 

Der Prius hat einen B-Gang (Break?) mit welchem man hervorragend die Motorbremse nutzen kann. Das Fahrzeug ist sehr bremsenschonend zu fahren und der Akku ist bei Bergabfahrt Ruck-Zuck voll. Außerdem wird der Akku auch beim Gaswegnehmen und Ausrollen geladen.

 

Insgesamt ist das Fahren damit sehr entspannt. Wenn ich alleiniger Bestimmer über den nächsten Autokauf wäre, stände ein Prius oder Auris an oberster Stelle in der Wunschliste.


10.09.2017 13:18    |    DrHephaistos

Dein methodisches Vorgehen gefällt mir sehr gut. Selbst einfache und naheliegende Experimente führen haltloses Geschwätz ad absurdum. Ich schalte die Start-Stop Automatik nur während des Rangierens in Parkhäusern und auf Parkplätzen aus. Dort nervt sie.

 

Cheers,

DrHephaistos


10.09.2017 13:39    |    Goify

Meiner geht beim Rollen auf den Vordermann schon aus, da das Auto sieht, was vor einem steht. Ist man der erste an der Ampel, geht er erst aus, wenn man steht und das Pedal etwas fester getreten hat. Die Parameter, wann er ausgeht, sind jedenfalls an zwei Händen nicht abzuzählen.

 

Sollte der Verschleiß nur minimal höher sein und man braucht nach 10 Jahren einen neuen Anlasser oder Batterie, hat es sich schon nicht mehr gelohnt, da man nur dann viel spart, wenn man eigentlich den ÖPNV nutzen könnte. Leute, die von Ortschaft zu Ortschaft fahren und insgesamt nur 20 Ampeln auf dem Weg haben sparen praktisch nichts, wie ich getestet habe. Die Schwankungen des täglichen Verkehrsflusses sind größer als die Einsparung.

 

Daher schalte ich das System bei Fahrtantritt aus und wenn ich sehe, dass ich länger stehen muss, aktiviere ich das System. Gerade im Stau rüttelt einen der startende Motor wach, weil der Vordermann anfährt.


10.09.2017 19:58    |    Trottel2011

Oh die Ampelkriecher... Wie sie mich nerven.

 

Stehste in der linken Spur, schaust rechts auf die Ampel weil die obere Ampel so hoch steht. Stehst genau richtig. Nase am der Haltelinie statt drüber oder schon auf dem Fussgängerpfad. Dann beginnt der SUV Statdfahrer zu kriechen. Weiter und weiter. Bis man nichts mehr sehen kann weil seine Karre schon somweit vorgerollt ist, dass man ihn auf der Kreuzung vermutet.

 

Wenn es rot ist, wird es nicht schneller grün wenn man die ganze Zeit über die Linie hinausrollt...! LKW Fahrer und Busfahrer können das auch immer besser in letzter Zeit...


10.09.2017 20:00    |    Trottel2011

Nachtrag:

 

Start Stop gab es damals schon in den 70ern bei Jaguar ab Werk... Allerdings war das nicht gewünscht bzw. gewollt :D


10.09.2017 20:22    |    Multimeter77

Zitat:

etwina bei aller Liebe, bei einem Spritmonitor Gesamtschnitt aller 325dA der E90 Baureihe von 7,5L und nur einem User, der das Auto im Schnitt unter 6L fährt finde ich deine Behauptung, deiner bräuchte im Stadtverkehr nur 6,0L wenig glaubhaft. Außerdem gibt es auch bei der Definition von Stadtverkehr Unterschiede. Rolle ich fast durchgängig mit 50 durch die Vorstadt oder stehe ich alle 50m in einer Großstadt...

Das es hier um Automatik geht, war mir nicht bewusst. Mein 325d ist kein A, sondern wie es sich für einen BMW gehört ein Schalter. Angaben auf Spritmonitor interessieren mich recht wenig, da halte ich mich lieber an gemessene Realität. Auf dieser Seite behaupten ja auch etliche Toyota Fahrer, sie müssten alle 500km Sprit ablassen.


11.09.2017 08:38    |    HL66

Kein erhöhter VErschleiß, alles ausgelegt... was kann man der Branche heute noch glaube... die Diesel sind offuziell auch so sauber daß sie zur Atemtherapie benutzt werden können

 

Der Anlasser ist ein Teil..für den Motor bedeutet jeder Anlassvorgang Stress u Verschleiß... die Steuerkette mag es z.b. gar nicht und nicht umsonst werden jetzt Motoröle entwickelt die Start Stop Verschleiß verringern sollen


11.09.2017 09:26    |    the_WarLord

Seltsamerweise finden sich dennoch keine erhöhten Ausfälle von Anlassern, Lagern etc. Ketten sind bei VW ohnehin ein Problem und auch BMW hatte so einige Ausreißer drin...


11.09.2017 09:26    |    Wollschaaf

Dein Hinweis, dass Autos mit SSA eine "besondere" Batterie haben, ist korrekt. Allerdings sind die AGM-Batterien ziemlich teuer und können auch nicht einfach so selbst eingebaut werden, sondern müssen angelernt werden. Das fängt so ab 250€ an während eine normale 08/15-Batterie im Schnitt für geschätzte 100€ neu drin ist.

Allein für diese Mehrkosten muss man erstmal eine Menge Kraftstoff sparen.

 

Ich persönlich bin nicht unbedingt Gegner der SSA, sehe aber schon einen gewissen Zusammenhang zwischen den zuletzt aufgekommenen SSAs und den vermehrten Steuerkettenschäden der letzten Jahre. Bei BMW z.B. sind die N47 Schaltwagen tendenziell anfälliger für die Steuerkette als die mit Automatik (Schalter haben SSA, die mit Automatik jedoch nicht). In Foren gab es entsprechende Umfragen mit dem Ergebnis. Das sind natürlich keine Studien mit wissenschaftlichem Anspruch, aber eine Tendenz lässt sich da in meinen Augen schon erkennen.

 

Mein M135i hat ebenfalls eine SSA. Mir ist das bisschen Benzin egal und außerdem bin ich mir nicht so sicher, dass es wirklich keinen Verschleiß gibt bei Nutzung der SSA. Für das bisschen Ersparnis ist mir die Gefahr zu groß - deshalb nutze ich sie fast nie. Da ich meistens im Sportmodus unterwegs bin, kann ich sie i.d.R. sogar gar nicht nutzen. Bei meinem Auto funktioniert sie nämlich lediglich im EcoPro oder Comfort-Modus.


11.09.2017 10:36    |    nick_rs

@Wollschaaf

Dass die N47 Schalter eher Steuerketten verschleißen würde ich nicht auf die SSA schieben. Ruppiges Anfahren (schlagartige Belastung auf die Kette) und das Parken mit eingelegtem Gang (Kette dauerhaft auf Zug) sind Faktoren die die Steuerkette um ein Vielfaches mehr belasten als die SSA und erklären mMn eher den Unterschied zwischen Schalter und Automatik.

 

Klar, so eine Batterie wäre im Falle des Defekts teuer, aber wann geht diese Mal kaputt? Vielleicht, allerhöchstens nach 10 Jahren. Dann habe ich mit meinem Fahrprofil schon ~1600€ gespart. Gut, Andere fahren nicht so viel Stadtverkehr wie in meinem Beispiel und sparen entsprechend weniger, aber dann wird ja auch weniger verschlissen.

 

Manche Leute bewegen ihr Auto nur in der Stadt und starten und stoppen es mehrmals am Tag (ohne SSA), die Autos leben genauso lange. Karriere, Handwerker, mobil Arbeitende und vorallem Taxifahrer. Letztere dürften auch schon alle aberwitzige Kilometerstände mit Start-Stop erreicht haben. Also bringt es einem Autobahn- oder Landstraßenfahrer auch nicht um wenn sein Auto wenige Male am Tag an der Ampel aus geht. Zumal der SSA-Start um einiges weniger belastend ist als ein normaler Start.


11.09.2017 11:08    |    the_WarLord

AGM Batterien halten auch länger...


11.09.2017 11:12    |    Wollschaaf

Für deine Aussagen bzgl. der Haltbarkeit gibt es halt keinerlei Beweise. Das sind nur Annahmen. Das kannst du so sehen, aber ich kann es auch anders sehen. ;)

 

Im 1er Bereich wirst du Leute finden, deren Batterie keine 5 Jahre mitgemacht hat. Um diese Thematik hat es dort schon ganz schön Ärger gegeben...meine beim 118d damals hat knapp 7 Jahre und 183000km völlig problemlos gehalten und die SSA ging bis zum Ende hin völlig klaglos. Doch meine hatte optimale Bedingungen und andere hat es deutlich früher erwischt. Wenn du kurz die Suche benutzt, wirst du sofort fündig.


11.09.2017 11:31    |    nick_rs

Nichtsdestotrotz bleibe ich dabei, dass man die 250€ der Batterie durch Start-Stopp locker eingespart hat bis es soweit ist. Auch nach 5 Jahren.


11.09.2017 11:33    |    Scorpio 94

@Wollschaaf, deinen Beiträgen kann ich nur zustimmen.


11.09.2017 12:11    |    Guzzi97

..nu ja..

Fakt ist, das einjeder Startvorgang belastend für den Motor ist,

hier die Steuerkette (und der abbauende Druck für den Spanner) dort

der Zahnriemen. Beide werden, beim starten stärker beansprucht

als wenn der Motor läuft..logisch..

Dazu kommt der Anlasser und im Getriebe / Kurbelwelle die Verzahnung,

die auch schneller verschleißen.

Und, nicht zu vergessen, die "besondere" Batterie.

Alles in allem, führt es zu einem erhöhten Verschleiß, was die Einsparung von ~ 100 bis 130€

nicht mehr rechtfertigt.

Und, je "kleiner" das Fahrzeug, so wie mein Fiat 500er, umso uneffektiver ist das System.

Ich habe, als ich meinen 500er neu hatte, auch mal aus Neugier getestet, auf eine Tankfüllung.

Ergebniss, mit S&S System ergab sich ein Verbrauchsvorteil in der Stadt von nur 0,1L auf 100km,

desweiteren, solange das Motoröl seine Betriebstemp. nicht erreicht hat, ist das S&S System aus.

Ebenso, wenn es draußen zu kalt od. zu warm ist, auch hier, bleibt es aus, damit Heizung / Klima

für "behagliches" Klima sorgt.

 

Was mann auch nicht vergessen darf, den, der so einen Wagen eh nur 3 bis 5-Jahre

fährt, kann vlt. tatsächlich "sparen", aber spätestens der neue BEsitzer wird sich

hier ärgern, weil auf Ihn "horrende" Kosten wg. Ausfällen von Peripeherie zukommen.

Ähnlich mit den Turbo's. auch hier, wie oben..der "stribt" nicht sofort bei falscher

Behandlung, erst später, beim 2eit od. dritt-Besitzer..

 

Bei den vielen Nachteilen bringt ein S&S System nicht wirklich was, ausser der Industrie,

die dann auch daran vedient, druch die teuren AGM-Batterien und den häufigeren Tausch

der Peripherie (Anlasser, etc.)

Zum Glück hat mein 500er eine Taste auf der Mittelkonsole wo ich dauerhaft das S&S abschalten

kann ;)

 

Es lebe der Fortschritt.


11.09.2017 12:22    |    Goify

Rechnen wir mal nach: 1 l/h Spritverbrauch für 1,20 €/l mal 10 Minuten am Tag mal 250 Tage ergibt 50 € im Jahr.

Sagen wir mal, man braucht dadurch alle 10 Jahre eine zusätzliche Batterie und einen Anlasser für zusammen 500 €, hat man nichts gespart und hat noch das Risiko weiterer Schäden.

Aber wer hat bei dieser Rechnung 500 € verdient? Die Automobilindustrie.

 

Logische Schlussfolgerung: nur bei längeren Standphasen wird die SSA genutzt.

 

P.S. Es gibt sogar noch weit pessimistischere Rechnungen.


11.09.2017 12:36    |    maxmosley

...der schiere Umstand, dass verstärkte/angepasste Bauteile verwendet werden müssen, zeigt die prinzipiell höhere mechanische Belastung - der Anlasser ist da wohl das geringste Problem.

bei jedem Startvorgang muss das Trägheitsmoment der Nockenwelle(n), Ausgleichswelle(n) und Stirnräder überwunden werden, ebenso die ungleichmäßigen Kräfte der Ventilfedern - beides belastet den Steuertrieb.

Außerdem kommt es zur Mischreibung der Gleitlager von Kurbelwelle und Pleuel (s.Anhang).

Fast jedes technische System leidet an den Zyklen nicht der Dauerlast, deshalb ist z.B. im Flugbetrieb die Zahl der Arbeitszyklen eine entscheidende Wartungsgröße.

Dass Ingenieure jedes halbwegs vertretbare Mittel wählen, um einen Minderverbrauch zu realisieren, ist verständlich - die Dauerhaltbarkeit - jenseits der Gewährleistungsfrist - steht da nicht im Fokus.



11.09.2017 12:55    |    nick_rs

Oder optimistischere, wie meine z.B.

Ich glaube garnicht mal, dass der Anlasser plötzlich nach 10 Jahren kaputt geht. Schau dir doch mal die ganzen erwähnten Leute an die ihr Auto beruflich jeden Tag unzählige Male starten und der Anlasser ist immer noch i.O. Mein Auto ist 21 Jahre alt und hat noch den ersten Anlasser. mMn ist ein Anlasser kein Verschleißteil sondern ein Teil was Mal kaputt gehen kann. Die Allermeisten Anlasser überleben ihre Autos. Und urplötzlich gehen alle Anlasser hoch, weil sie das Auto ein paar mal öfter starten müssen, mit einem Startvorgang der den Anlasser nur einen Bruchteil der Energie eines normalen Starts kostet? Daran glaube ich nicht.

 

@Guzzi97 ist ein schönes Beispiel für die Stammtischweisheiten.

Klar, verschleißen die Komponenten beim Starten und Stoppen. Aber sie verschleißen vor allem beim Fahren. Für die Kräfte die bei einmal ruppigem Anfahren auf den Motor wirken kann ich mein Auto 30x aus Start-Stopp starten. Wenn Mutti ihren Corsa immer nur 50m zum Bäcker anschmeißt belastet das die Komponenten um ein Vielfaches. Wenn @Wollschaaf mal wieder über den Ring hackt ist das ebenso verschleißend. Und dann will man mir erzählen, dass der Verschleiß groß ist wenn der Motor an der Ampel ausgeht? Die Liste könnte unendlich weiter gehen. Es gibt irre viele Faktoren im Alltag die alle Komponenten um ein Vielfaches mehr belasten als die SSA. Und trotzdem werden die meisten Autos - egal wie sie behandelt werden - mit einem komplett intaktem Antriebsstrang verschrottet. Es gibt kaum Motoren, die ihr Auto nicht überleben.

Das ist die selbe Ideologie wie den Motor warm laufen zu lassen oder einen Herzkasper zu bekommen, wenn das Auto doch mal Kurzstrecke bewegt werden muss.


11.09.2017 13:10    |    Guzzi97

nick_Rs : haste Dir mal Deinen Anlasser und einen neuen mal genauer angescahut ?

Beim neuen kannste nicht mal mehr die Kohlen wechseln.

 

Sicher, "Mutt od. Vati" die mal ebend zum Brötchen holen mit dem Auddo fahren ist

auch nciht so dolle..aber wir reden hier vom "normalen" Stadtverkehr und da ist

einfach jeder Startvorgang ein Mehrbelastung für den Motor und seiner Anbauteile.

 

 

Grüße


11.09.2017 13:31    |    the_WarLord

Man stelle sich einen BMW S54 mit Start/Stop vor, da müsste man ja alle 50.000 km die Lagerschalen wechseln... :D


11.09.2017 13:38    |    Goify

Ein V8 hat sogar zwei Kurbelwellen. ;)


11.09.2017 13:41    |    Wollschaaf

Was bitte hat denn die Nordschleife mit der SSA zu tun?

Jede Fahrt verschleißt den Motor natürlich ein wenig. Entspannte Fahrt weniger als ruppige Fahrt. Darüber sind sich wohl alle einig.

 

Aber bei der SSA geht es um eine andere (zusätzliche) Komponente des Verschleiß, die nicht zwingend nötig ist. Das ist eine Break-Even-Rechnung, die für dich als Befürworter vielleicht positiv ausfällt, für Zweifler mit technischen Bedenken dann eben negativ.

Wenn hingegen irgendwer gerade Lust hat sportlich zu fahren...dann macht er das halt und der Verschleiß ist unabdingbar. Auch wenn Mutti keine Lust hat die 500m zum Bäcker zu laufen...dann ist das halt so und sie nimmt den Verschleiß des Kaltstarts in Kauf. An der Ampel jedoch muss der Motor nicht stoppen, sondern er kann. Das ist nicht das Gleiche wie die ersten beiden Szenarien. Wenn wer sagt "ich will an der Ampel unbedingt Ruhe haben und deswegen muss der Motor dringend aus", dann ist das okay so, aber dann sind wirtschaftliche Argumente die falschen.


11.09.2017 14:01    |    the_WarLord

Dennoch haben wir bislang, außer den Batterien, keinen Ansatz für einen erhöhten Ausfall von Komponenten...

 

Was Federal Mogul als Entwickler und Lieferant schreibt zeigt ja, dass angepasste Komponenten ein Lösungsansatz sind...


11.09.2017 14:09    |    HalbesHaehnchen

Zitat:

Und urplötzlich gehen alle Anlasser hoch, weil sie das Auto ein paar mal öfter starten müssen

Hierzu muss man aber sagen, dass ein Stadtbewohner, der die SSA immer benutzt, sein Auto ganz schnell 5-10 Mal so oft startet wie ein Stadtbewohner der keine SSA benutzt.

Das ist dann nicht ein "paar mal öfter", sondern schon wirklich viel viel öfter :D


11.09.2017 14:12    |    Wollschaaf

Was die N47 Diesel angeht war wie gesagt das Ergebnis der Umfrage im 1er Forum, dass die Handschalter mit SSA stärker unter den Steuerkettenproblemen leiden. Auch schwebt der Fakt, dass sich in den letzten 10 Jahren insgesamt markenübergreifend Steuerkettenschäden häufen (es sind ja nicht nur VAG und BMW) seitdem es die SSA gibt, noch im Raum.

 

An Schäden an Lagern, etc. glaube ich nicht unbedingt. Die sind heute so hochwertig, dass das eigentlich kein Problem sein sollte. Den Anlasser kann man stärker auslegen, das ist auch nicht der springende Punkt. Doch beim Starten des Motors wird an der Kette schon jedes Mal kräftig gerupft und nach dem Starten dauert es einen kleinen Moment bis sie wieder voll gespannt ist. Da sehe ich eine echte Mehrbelastung, die sich in meinen Augen tatsächlich auch in vermehrten Schäden äußert.

 

PS: Nick hat ja die These aufgestellt, dass Anlasser seltenst kaputt gehen. Bei meinem grandiosen Fiat Punto 1.3 JTD hat er nach 5 Jahren schlapp gemacht. Tymo, was sagst du eigentlich zu der Qualität bei Fiat? :D


11.09.2017 14:18    |    maxmosley

...inwieweit "Lösungsansätze" tatsächlich Lösungen bringen, steht dahin.

SSA ist eine dem öffentlichen Druck folgende, im Konzert der Spritsparmöglichkeiten aber völlig untergeordnete Maßnahme, die offensichtlich belastungssteigernd ist - sonst gäbe es keine konstruktiven Vorkehrungen.

Nicht alles, was in Verfolgung eines Zieles unternommen wird, ist sinnvoll - auch dann nicht, wenn es alle tun...Beispiel: Abgasrückführung, die Low-Impact-"Lösung" mit Langzeitwirkung für den umweltbewußten Fahrzeuglenker.


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