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07.10.2010 18:06    |    MOTOR-TALK    |    Kommentare (1.261)    |   Stichworte: MOTOR-TALK, StVO, Umfrage, Winter, Winterreifen, Winterreifenpflicht

Was hältst Du von einer generellen Winterreifenpflicht?

Winterreifenpflicht - ja oder nein?Winterreifenpflicht - ja oder nein?Bundesverkehrsminister Ramsauer will noch vor Einbruch des Winters eine Winterreifenpflicht einführen. In der StVO soll dazu beschrieben werden, was Winterstraßenverhältnisse sind und wie Winterreifen definiert werden. So könne als Definition für „Winterstraßenverhältnisse“ gelten, ob Schnee oder Matsch, bzw. eine Schnee- oder Eisdecke auf den Straßen vorhanden ist. Zu „Winterreifen“ könne man solche Reifen zählen, die mit bestimmten Symbolen – eine Schneeflocke beispielsweise oder die Kennzeichnung „M+S“ für Matsch und Schnee – versehen sind. Doch ist das technische Definition genug? Verursacht ist das plötzliche Handeln des Verkehrsministers durch einen Beschluss des Oberlandesgerichts Oldenburg im Sommer, wonach die bisherige Vorschrift zu Winterbereifung in der StVO zu ungenau - also nicht verfassungskonform - ist. Nun gibt es genügend Argumente für und auch gegen die Winterreifenpflicht. Grundsätzlich muss ein Maximum an Sicherheit auf winterlichen Straßen gewährleistet werden. Ist dazu eine generelle Winterreifenpflicht erforderlich? Was meinst Du?


16.10.2010 00:30    |    meehster

Die Schneeflocke hat nur in den USA eine rechtliche Relevanz bzw. in Europa nur die, daß für jeden Reifen mit diesem Symbol Lizenzgebühren für eine private US-Firma bezahlt werden müssen.

 

In Europa gilt das M+S-Zeichen, das allerdings über die Wintertauglichkeit nur aussagt, daß der Reifenhersteller ein M+S-Zeichen in die Flanke geprägt hat. Dieses Zeichen findet man auch auf Billigsommerreifen.

 

Bevor überhaupt ein Gesetz über die Benutzung von Winterreifen sinnvoll wäre, muß zunächst eine Norm geschaffen werden, die ein Winterreifen erfüllen muß. Erst wenn diese Norm steht, kann man eine Benutzungspflicht zu gewissen Bedingungen reden, die ein paar Jahre später frühestens eingeführt werden sollte.


16.10.2010 00:54    |    cng-lpg

Die Winterreifenpflicht ist Blödsinn.

 

Ein guter Sommerreifen kann selbst im Tiefschnee besser als ein Schrottwinterreifen aus Ganzweitweg sein. Bei einer Pflicht müsste also eigentlich festgelegt werden, was ein Reifen leisten muß. Ein Beispiel: In den einschlägigen Tests von ADAC & Co. mindestens mit der Note 3 bewertete Reifen dürfen bis 6 mm Profil gefahren werden, Reifen mit der Note 2 oder besser sogar bis 4 mm Restprofil... Billigreifen mit Note 4 oder 5 braucht volle 8 mm oder wie? Die Eigenschaften wären dann vergleichbar... Ein guter neuer Sommerreifen wäre sicher nicht schlechter als diese Schrottreifen.

 

Die Winterreifenpflicht ist eine reine Geldverschiebung vom Verbraucher zum Handel.

 

So richtig blöde ist aber etwas anderes: Es gibt für viele Fahrzeuge keine Winterreifen. Die Pflicht müsste ja für alle Kraftfahrzeuge gelten. Für verschiedene Enduros und kleinere, früher im Osten beliebte Mopeds gibt es Winterreifen - aber für andere Zweiräder? Fehlanzeige!

 

Mit Fahrverboten ohne Sinn und Verstand wurde und wird ja nicht das erste Mal versucht, die Konjunktur zu beleben... Stichwort Einfahrverbot für ältere Dieselfahrzeuge in die Innenstädte. Und jetzt sollen vernünftige und sparsame Leute gezwungen werden, sich neue Enduros statt ihrer jetzigen Mopeds zu kaufen?

 

Die größte Sicherheit würde erreicht, wenn alle Verkehrsteilnehmer sanft und gleichmäßiger fahren würden. Da kämen sogar alle schneller und mit weniger Staus ans Ziel. Mit Gefühl fahre ich selbst mit Sommerreifen mit dem Moped über zugefrorene Gewässer. Das geht alles. Habe ich auch schon gemacht. Nach 25 meist mit Sommerreifen auf zwei Rädern durchfahrenen Wintern(*) sage ich nur: Winterreifenpflicht, damit die Idioten, die nicht angemessen fahren können oder wollen wie blöde heizen können? Nicht mit mir! Ich bin dagegen.

 

Gruß Michael

 

(*) In wenigen Jahren hatte ich im Winter mit Conti TKC 80 bereifte Enduros - im Schnee macht das absolut Laune! Da kommt keine Blechkiste mit.


16.10.2010 07:29    |    Tim61

nun, gerade als Endurofahrer solltest du wissen, dass das Profil schön und gut ist, aber die Mischung des Gummis alles ist. Was hilft es wenn ich mit dem Mopped durch den Schnee komme aber nicht mehr effektiv bremsen kann?

Da gilt auch der QuattroSpruch: "Man kommt überall durch, gebremst wird aber weiterhin mit 4 Reifen."

 

Mach doch mal bei 5°C und darunter eine Vollbremsung mit Winter- und mit Sommerreifen. 50% länger für die Sommerreifen ohne Betrachtung des Profils sind da dicke drin.

 

Du übernimmst übrigens mindestens eine Mitschuld, wenn du mit Sommerreifen auf deinem Mopped (und auch Auto) im Winter einen Unfall baust. Wie ich finde zu Recht. Ein Fahrzeug mit Sommerreifen im Winter ist nicht verkehrstauglich. Und dafür ist der Fahrer verantwortlich.

 

Kurz gesagt: Was du schreibst ist völliger Blödsinn und vor allem gefährlicher, unverantwortlicher Blödsinn.

 

Nebenbei: Schau mal bei Heidenau, de haben sehr gute Winterreifen für's Moped. Halt weniger Grobstoller, sondern ne richtige Asphaltfestpappmischung mit M+S Zeichen.

 

 

Zum Thema Kennzeichnung finde ich in Wikipedia: Die Kennzeichnung „M&S“ für Winterreifen ist in Deutschland vorgeschrieben, allerdings keine geschützte Kennzeichnung und kann daher auch auf nicht wintertauglichen Reifen angebracht werden, was teilweise auch geschieht. Die Reifenindustrie hat darauf reagiert und das Schneeflocken-Symbol eingeführt. Dieses Symbol wird von der amerikanischen Straßenbehörde NHTSA an Reifen vergeben, die in einem Test eine gewisse Mindesttraktion auf Schnee und Eis erreichen.

 

Hier wird die europäische Industrie reagieren und entsprechende Anforderungen für diese Kennzeichnungen verlangen müssen.


16.10.2010 07:31    |    Desa-Fon

Was ist eigentlich mit den 2-Rädern?

Ich fahre mit meiner Suzuki GN 125 das ganze Jahr.

Wobei bei Autos nur die zulässige Größe vorgegeben ist, sind bei 2-Rädern sogar die Hersteller vorgeschrieben, die meistens die teuersten sind.

Das ist für sogar Nötigung. Man zwingt mich 2-Radfahrer einen bestimmten Hersteller zu wählen. Winterreifen jedoch sind für meine gar nicht angegeben. Ich glaube auch nicht, dass ein reifen eines anderen herstellers auf meiner GN 125 plötzlich zu Unfällen führen soll. das ist doch Willkür.

Nun habe ich meine Sicherheit selber in die Hand genommen, und pfeife auf die Reifenvorgabe.

Solange ich bei der eingetragenen Größe bleibe, lasse ich mir von solchen Vollpfosten, wie sie in den Ämtern sitzen, nicht vorschreiben, das ich mit den vorgeschriebenen Reifen, mit glatter Lauffläche gegen den Winterreifenparagraphen verstoßen MUSS, und meine Sicherheit gefährde.

ich ziehe nun auf meine 125e rOffroad-Reifen für den Winter auf. Keine Ahnung ob es eine weiche Mischung ist, aber zumindest habe ich da ein schönes Profil für den Gripp.


16.10.2010 07:37    |    Tim61

Fahr zum TÜV und lass dir die Markenbindung löschen. Die Reifen die bei meiner in den Papieren stehen gibt es nicht mehr. Ausserdem gibt es Freigaben der einzelnen Hersteller. Und findest du die nicht im Internet, der Hersteller gibt sie dir manchmal bei Anruf.


16.10.2010 07:42    |    Desa-Fon

Das ist ja toll.

Das geht?

Vielen vielen Dank.


16.10.2010 07:46    |    Tim61

Schau mal bei Heidenau rein: K41 M+S, der ist für die kleinen Moppelchen gebaut worden.


16.10.2010 08:16    |    king52

Die hier so viel zitierte Eigenverantwortung, oder gesunde Menschenversstand existieren leider in der Praxis nicht - darum bin ich für eine Winterreifenpflicht von O bis O - ohne wenn und aber.

 

Ich bin kölner und liebe Rheinländer und Menschen vom Niederrhein: ein Schneetag reicht um mit Sommerreifen ein Chaos anzurichten (vorsichtig ausgedrückt). Nachdem ich damals im Rheinland zum ersten Mal Winterreifen aufgezogen habe kommt nichts anderes mehr in Frage. Es sollte aber ein Top Reifen sein, keine China Kaxx!!

 

Seit 12 Jahren lebe ich in Bayern, ja selbst hier gibt es unbelehrbare die mit Sommerreifen unterwegs sind, letzten Winter habe ich an einer kleinen Steigung im FEBRUAR eine halbe Stunde im Stau gestanden, weil eine "Zicke" mit ihrem Boxster auf Sommerreifen unterwegs war. Morgens als sie weg fuhr schien noch die Sonne und die Straße war trocken, dann kam der Schnee!! so kann das immer passieren - in Bayern sehr oft in anderen Gebieten manchmal.

 

Das Problem ist, dass es nicht immer bei einem Stau und verlorener Zeit bleibt - manchmal ist es auch ein verlorenes Leben!!

 

Meine Winterreifen sind bereits drauf.


16.10.2010 08:18    |    Desa-Fon

Klasse. Wird ja immer besser.

Vielen Dank.


16.10.2010 08:27    |    Tim61

Sehe ich genauso King. Was helfen mir meine Rechte wenn der Hintermann nicht ebenso gut bremsen kann wie ich (sagte ich das nicht schon?) und ich nicht ebenso wie mein Vordermann. Womit ich den Stau als kleineres Problem betrachte.

 

Schau dir den Harz an, da fahren Dänen (und Düsseldorfer) mit ihren Wohnwagen und null Winterreifen. Und das bei eiskalter Fahrbahn oder gar Schnee. Die Harzer schieben ja gerne, aber ich hab noch keinen NLer gesehen, der auch mal mit Hand anlegt.

 

Ja, dem Menschen seinem Unverstand kann man leider nur noch mit Gesetzen kommen. Schade, aber so ist das nun mal.


16.10.2010 08:31    |    Eltasa

Ich fahre nächste Woche nach Griechenland, Kreta. Natürlich über den Brenner. Soll / muss ich jetzt einen Satz Winterreifen mitführen und jeweils auf der Fähre wechslen um einer evtl. Strafe zu entgehen? Natürlich möchte ich bei deutlich über 20 Grad in Greece und auf Kreta nicht mit meinen Winterreifen fahren. Andersrum gehe ich davon aus, das auf der Rückfahrt über den Brenner dieser mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht zugeschneit sein wird, so das es völlig ausreichend wäre, wenn ich Winterreifen zuhause am Niederrhein aufziehe. Und zwar dann, wenn es abzusehen ist, das es wirklich kalt, matschig und evtl. gefroren ist....

Das war nur ein Beispiel von vielen möglichen, die zeigen sollen, wie kompliziert diese Thematik ist.


16.10.2010 08:35    |    Desa-Fon

Zu den K41 M+S: Leider nicht in meiner Größe Verfügbar.

Schade.

 

Zu China-Kaxx: Oh man. Wie Wahr.

Diese reifen sind eine Katastrophe. Fahre welche auf meinen Vectra A V6. Ich bekomme die Leistung gar nicht auf die Strasse. Bei Regen geht gar nichts. Keine Beschleunigung, kaum Bremsreaktion, in den Kurven ganz vorsichtig. Da fahre ich nicht um die Kurve, sondern es ist eher ein parken um die Kurve.

 

Deshalb sind für mich die Leute, die die Verantwortung tragen (Tüv? Zulassungstelle? Verkehrsamt?) für mich auch Vollpfosten, und verdienen Null respekt.

Auf der einen Seite pupsen die sich an wegen einem nicht eingetragenen Auspuff oder Sportlufi oder Unterbodenbeleuchtung an, geben aber bei diesen Reifen eindeutig beihilfe zum Mord.

 

Ps: Die waren schon drauf, als ich den Rennsemmel gekauft habe. Der reinste Horror. Nur auf trockener Fahrbahn bei mind. 25 Grad C überhaupt benutzbar.


16.10.2010 08:43    |    Tim61

der einzige der für dein Fahrzeug Verantwortung trägt bist du alleine. Der TÜV hilft dir nachzuweisen dass dein Fahrzeug betriebstaugllich ist und der Rest ist allgemeine Verwaltung. Fahr halt mit deinem Fahrzeug so wie das Gesetz es vorschreibt, nämlich entsprechend dem Zustand deiner Umgebung und deines Fahrzeuges. Das Material ist nur im Rennsport schlecht. Im öffentlichen Verkehr liegt das Können alleine beim Fahrer.


16.10.2010 08:58    |    RomanA6

Zitat:

Die Winterreifenpflicht ist Blödsinn.

 

Ein guter Sommerreifen kann selbst im Tiefschnee besser als ein Schrottwinterreifen aus Ganzweitweg sein.

so ein idiotischer blödsinn. ein sommerreifen kann im tiefschnee garnichts...wie manch anderer ohne hirn.


16.10.2010 09:31    |    Desa-Fon

Stimmt. Denn es ist nicht das Profil, was ausschlaggebend ist. Bzw. nur an 2. Stelle steht. Die Mischung macht es. Es muss weich bleiben, auch bei Temps um den Null-Punkt und drunter.

das kann der S-Reifen nicht. Da kackt er fürchterlich ab. Auch wenn 8mm Profil drauf ist. Er wird hart und rutschig.

Also ich kann ja jeder Argumentation hier folgen, aber zu behaupten, ein guter Sommerreifen mit viel Profil reicht auch, zeugt von technischen Analphabetismus, wenn ich das so sagen darf.

 

Dann die Psychische komponente. Einige sind erstarrt vor Angst, und klammern sich an ihr Lenkrad, als ob der weltuntergang bevor steht, nur weil Schnee fällt.

Die sollten mit dem Bus fahren im Winter. Die sind eine Gefahr für den Strassenverkehr.

Deshalb die vielen Unfälle beim ersten Schnee. man kan richtig beobachten, wie sie hinter dem Lenker in Panik geraten.

Es sollte Sommer und Ganz-Jahres Führerschein geben.

der Winter ist nichts für Hosenschisser und alte Muttis.

 

Ich bin mal mit meiner Suzuki GN 125 (Cruiser) mit Sommerbereifung im tiefsten Schnee bei anhaltendem Schneefall mal zur Arbeit gefahren.

Es war Februar, Freitag der 13, und wollte beweisen, dass alles Kopfsache ist mit dem Aberglaube.

Kein gripp, brach beim gas geben sofort hinten aus. Bremsen unmöglich. Kurve nur mit Bein Raus.

Bin ohne Sturz angekommen. Ohne jemanden zu behindern.

 

So geht das. Denn Angst hatte ich keine, und absolute Willenskraft als Beherrscher der Technik.

 

Dennoch werde ich es nie wieder tun. Freitag der 13. ist Tod. Mission erfüllt. Keine weiteren Experimente mehr.


16.10.2010 10:11    |    schrolf97

Hallo zusammen!

 

Also es ist unglaublich mit welcher ignoranz gegenüber Reifen hier manche auf der Straße unterwegs sind! Leute: Der Reifen ist eure Lebensversicherung! Es ist das einzige Teil am Auto welches Kontakt auf den Boden hat. Der Reifen muss am meisten aushalten: Beschleunigung, Verzögerung und Lenkkräfte!

 

Auch das Märchen das ein neuer Sommerreifen im Tiefschnee genausogut ist wie ein schlechter Winterreifen ist humbug! Das war vor 20/30 Jahren mal aktuell! Die heutige Reifengenerationen sind echte Spezialisten und können das was auf den Flanken steht. Das sehe ich hier jedes Jahr wenn "Städter" meinen sie müssen mir "neuen" Sommerreifen zum Skifahren. Chinesische Pneus sind spezialisten im Müll sein (hat mal jemand ein asiatisches Rennteam mit Chinapneus gesehen? Ich nicht.) und können nichts wie man von "cng-lpg" gelesen hat. Allerdings hätte ich nach feststellen als erstes die Runtergeschmissen und europäische drauf gemacht. Chinareifen bei einem V6 tztz.

 

Eine Markenbindung für Reifen, sei es Pkw oder Krad, gibt es nicht mehr! Du kannst im endeffekt montieren was du willst (Markentechnisch gesehen) und musst nichts eintragen lassen! Mein Bruder fährt einen Ford Mondeo MKI wo im Schein steht: 205/50 ZR 16. Die sind unbezahlbar, und ZR (bis 240 km/h) braucht er nicht. Also zum Reifenhändler gegangen und neue "H" aufziehen lassen. Der Tüv (ist kurz irritiert, nachdem die Daten verglichen wurden sagte er nichts) hat bis jetzt nie gemeckert und die ZR sind noch eingetragen.  Mit dem Krad im Winter ist möglich: Ich selbst fuhr jahrelang bei Wind und Wetter, mangels anderer Hardware, mit einem 50er Roller zur Arbeit. Meine Fahrleistungen waren so, dass immer zum Kundendienst im Herbst die Reifen platt waren und ich dann Stollenreifen aufziehen ließ, die dann im Frühjahr auch platt waren. Dann wieder Straßenprofil. Man fährt auch automatisch Vorsichtiger, denn so ein Sturz schmerzt ganz schön: einmal in den Knochen und im Geldbeutel. Hier hat man, im Regelfall, dann nur seinen eigenen Schaden zu bezahlen und keinen Fremdschaden. Ausnahmen bestätigen die Regel.

 

Gruß

schrolf97 *dernächstewochekundendiensthatunddiereifenwechselnlässt*


16.10.2010 10:16    |    schlawiner2430

Desa-Fon.

Was hättest du getan wenn vor dir einer wegen eines Kindes stark bremsen müsste?


16.10.2010 10:17    |    jschie66

ka, ob ich mich hier schon gemeldet habe...

 

winterreifen kommen auf meinen moped-roller nicht drauf.

hatte ich schon drauf und musste ich nach 2 wochen wieder abmontieren lassen weil die bei straßenbahnschienen bei nässe/eis lebensgefährlich sind.

 

da riskiere ich lieber strafzettel bzw lege mit hinweis auf unfallgefahr auf straßenbahnenschienen widerspruch dagegen ein.

 

schließlich bin ich dazu verpflichtet dass von meinem fahrzeug keine gefahr für mich oder andere verkehrsteilnehmer ausgeht.

dies kann ich bei dem roller nur mit guten sommerreifen im winter gewährleisten.


16.10.2010 10:23    |    schlawiner2430

wer sich keine Winterreifen kaufen möchte, sollte sein Fzg. bei Temperaturen unter 5Grad stehen lassen. Wer sich das erlauben kann , der benötigt keine Winterreifen. Man sollte aber beachten das es geschehen kann, das man bei schönem Wetter losfährt und dann fängt es zu schneien an. Dann muss der Winterreifenverweigerer seine Karre stehen lassen. Es geht nie ums weiterkommen, sondern immer nur um das Bremsverhalten. Beim Weiterkommen habe ich durch verschiedene Antriebskonzepte und meiner Fahrweise einen Einfluss, aber beim Bremsen hat jeder nur seine vier Räder als Verbindung zum Untergrund. Die bisherige Gesetzgebung ist vollkommen ausreichend. Wer aber steckenbleibt wegen ungeeigneter Bereifung soll auch bestraft werden. Wenn ich in Koeln oder Hamburg wohne kann ich auf den ÖPNV ausweichen. Aber in den südlichen Gegenden ist es unmöglich das Wetter einzuschätzen.


16.10.2010 10:27    |    jschie66

@schlawiner2430:

 

es gibt bereits gutachten, die die gefahr von winterreifen auf straßenbahnschienen belegen.

 

es liegt in der natur von winterreifen, dass sie durch ihre struktur wie schlittschuhe auf eisenschienen wirken.

 

mit winterreifen kann man straßenbahnschienen nur in schrittgeschwindigkeit überfahren und braucht dennoch beide beine um das fahrzeug noch aufrecht zu erhalten...

 

bei autoreifen wirkt sich die schlittschuh-wirkung nicht aus, da immer nur kleiner teil der reifen diese belegen. bei moped/motorrad hingegen liegt fast komplette auflagefläche des reifens zwangsweise auf schiene.

 

... und ich fahre fast ausschließlich in stadt mit viel straßenbahnschienen.


16.10.2010 10:33    |    schlawiner2430

jschie66

Was geschieht mit Sommerreifen auf feuchten Strassenbahnschienen?


16.10.2010 10:34    |    Tim61

da gebe ich dir Recht Schlawiner. Allerdings habe ich keinerlei Interesse Opfer eines SommerreifenimWinterfahrVollprofi zu sein. Meine Unfälle habe ich bislang alle anderen zu verdanken, die nicht begreifen, dass auch für sie die ganz normale Schulphysik gilt.

 

Und zu den Strassenbahnschienen. Ein Roller hat kleine Reifen mit denen man viel einfacher stumpf diese Schienen überqueren kann, auch mit Winterreifen. Der Anteil zumindest auf den Schienen ist gering gegenüber dem Fahranteil auf Asphalt. Was schadet also für diesen Momant besonders aufmerksam zu sein.

 

Nebenbei, das Winterprofil öffnet und schliesst sich während der Fahrt und sorgt dafür, dass sich das Profil nicht voll hartem Schnee sammelt. Sommerreifen können das nicht und werden mit dem Schnee im Profil zu aalglatten Sliks.


16.10.2010 10:35    |    Desa-Fon

@ Schlawiner.

Kein Problem. War natürlich langsam unterwegs. Zur Not hilft Querlegen. War gut gepolstert.

Und wie gesagt: Alles Kopf Sache. Ein Hosenschißer wäre erstarrt vor Angst, und hätte das Kind gebügelt. ich hätte reagiert. Wuwei, nennt man das im Taichi.

 

Zu Roller-reifen.

Mein Sohn fährt im Winter Schwalbe M+S. Bild der reifen: Speedfight mit M+S

Hammer wie die bei Schnee abgehen. Halte es für quatsch, dass die dann angeblich auf Schiene gefährlich sind. Allerdings haben wir hier auch keine.

Auf jeden Fall ist das fast schon Filmreif, wie Sohnemann damit durch die Schneefelder pflügt. Spektakulär. Letzten Winter ohne Sturz.

Ganz der Papa. :-)


16.10.2010 10:43    |    Desa-Fon

Die Rollerreifen von der Speedfight sind mehr als Doppelt so dick, wie von meiner Suzuki.


16.10.2010 10:44    |    Tim61

Winterreifen und Nässe passt irgendwie nicht, das können Sommerreifen besser. Erstrecht bei kaltem nassen Stahl. Ich vermute weil sich automatisch ein Wassergleitfilm aus dem halb angefrohrenem Wasser bildet, der einfach nicht abtransportiert wird.

 

Mir ist ein Hosenschißer lieber als jemand der seine und erst recht die Grenzen anderer nicht kennt. Wenn ich einen professionellen dreifachen Salto mit eingehüpften Dummesberger auf die Kreuzung setze und ein anderer traut seinen Augen nicht und vergisst vor der Mauer abzubiegen, trifft mich eindeutig eine Mitschuld und wenn ich auch an dieser Mauer lande, auch meistens eine schwere Ansammlung Karosserieblech.


16.10.2010 10:46    |    jschie66

bei straßenbahnschienen muss man auch mit sommerreifen aufpassen, aber man schlittert nicht gleich weg. da reicht gas wegnehmen und vorsichtig überqueren.

 

bei winterreifen reicht gas wegnehmen nicht aus. da geht wirklich nur schrittgeschwindigkeit und beine zum auffangen spreitzen.

 

desweiteren sei angemerkt, dass man moped-roller nach möglichkeit eh nicht bei temperaturen unter +5° im winter fährt.

fahrtwindbedingt entstehen bei temperaturen unter +5° schnell temperaturen unter -10° oder darunter.

von daher erfüllen winterreifen auch nicht den eigentlichen zweck bei unter +5° besser zu greifen...


16.10.2010 11:08    |    meehster

Zumal sie das eh nicht grundsätzlich tun.


16.10.2010 11:34    |    Desa-Fon

Übung ist durch nichts zu ersetzen.

Ich suchte mir schon in meiner Jugend bewusst freie Plätze, um die grenzen zu überschreiten.

Und das tun die wenigsten.

Einen Führerschein zu machen bedeutet nichts. Nur das man unter optimalen Bedingungen im Schneckentempo von A nach B kommt.

Nicht mehr und nicht weniger.

 

Das erste was ich mit meinen 2-Rädern machte als ich 15 war, war an orten zu fahren, wo ich niemanden gefährden konnte. Dort habe ich extrem-Situationen geübt. Und viele Stürze gehabt. das interessierte mich damals aber weniger, da ich fallen beim Judo und Jiu-Jitsu gelernt habe.

Und als ich dann meinen Auto-Führerschein hatte, und der erste fette Schnee fiel, fuhr ich zu einem riesen Parkplatz eines Freibades, und habe mein erstes Auto (Lada 1200 :-) ) umgelassen wie eine Drecksau. Ohne ABS und den ganzen anderen Elektronik für Blöde-Schrott.

das war richtig gut. Da habe ich angefangen zu spüren, zu fühlen und zu verstehen was da ab geht. Davon hat mir mein Fahrlehrer nichts gezeigt.

das macht leider keiner. deshalb verkrampfen sich viele, wenn eine Situation eintritt, die nicht mehr optimal ist.

das ist in meinen Augen die schlimmste Sünde aller Autofahrer.

Trotz Führerscheins, haben sie vom Auto-Fahren und von Physik absolut null Ahnung.

Das ist das Problem. Da helfen dann auch keine Winterreifen mehr. Aber evtl. die Sicherheits-Elektroniker für Sonntagsfahrer.

Nachahmer meines Übungsprogramms dringend erwünscht.

Übung macht den Meister. Nicht der Führerschein und esp, ABS, Rückfahrgepipse und Gurtwarner an sich.


16.10.2010 12:19    |    meehster

Das Wissen, wie sich ein Auto unter Extrembedingungen verhält, habe ich mir auch auf einem leeren verschneiten Parkplatz angeeignet. Kann ich nur weiterempfehlen.



16.10.2010 12:44    |    Desa-Fon

Ja. Du bist ein Könner. Du bist ein wirklicher Autofahrer.

Du weißt, was Sache ist.

Und Driften ist so was von Geil.

Die Spießer unter den Autofahrern wissen gar nicht, was ihnen entgeht.

Noch heute, mit 48 Jahren, lasse ich keine Gelegenheit aus, um zu driften, oder mit der Handbremse zu spielen bei rutschiger Fahrbahn.

Dann weiß ich jeden Winter, was Sache ist.


16.10.2010 12:56    |    JokerGolf

Winterreifen sind unsinn, nur für hinterwäldler und Bergdörfer in Bayern sind sie wirklich nötig.

 

Wer in der Zivilisation einer Großstadt lebt, vorzugsweise im Nordwesten, der braucht keine Winterreifen.

 

Der ÖPNV ist hier so gut ausgebaut, dass man den Wagen an den 2 Tagen mit Schnee auch mal stehen lassen kann.

 

Für Bergdörfer und verschneite Wälder bestimmt sinnvoll.


16.10.2010 13:12    |    alex279

@Desa-Fon

 

War das jetzt Ironie oder Wahrheit? Ich habe das auf Parkplätzen auch schon gemacht, einfach um zu "testen" wie mein Auto bei Schnee usw. auf verschiedene Manöver reagiert und wie ich es wieder "einfangen" kann...

Übrigens bin ich für Winterreifen, aber ob eine Pflicht seinen Zweck erfüllt weiß ich nicht. Vielmehr sollte man ein Bußgeld verhängen, wenn nachweislich wegen der falschen Bereifung der Verkehr behindert oder gefährdet wurde. Und bei der Versicherung einen Selbstbehalt einführen, sollte es zum Unfall kommen wegen unangepaßter Bereifung. Alles nachweisbar versteht sich. Ein Nachweis wäre ja schon die Überprüfung der Bereifung bei einem (Un-)Fall, denn noch schnell wechseln geht ja dann nicht mehr... Die Leute würden sich das dann auch überlegen ob sie das Risiko gehen wollen.

Ich verstehe die Winterreifengegner eh nicht. Am Finanziellen kann es doch nicht liegen. Man spart bei Winterreifen die Abnutzung der Sommerreifen, also hat man insgesamt doppelt so lang an den 2 Satz Reifen :confused: Und Sicherheit sollte einem die Arbeit mit dem Umstecken wert sein. Auf jeden Fall sind Winterreifen bei "zu warmer" Witterung wesentlich besser als Sommerreifen bei zu kalter, meine Meinung eben :)


16.10.2010 13:12    |    Desa-Fon

Also unter der Voraussetzung, dass man wirklich öffentliche benutzt, gebe ich die recht.

Aber ansonsten klares NEIN von mir.

Ich wohne in Regensburg. das ist eine Kleinstadt an der Donau. Nix Bergdorf.

Dennoch liegt hier im Winter unmengen an Schnee.

Die öffentlichen sind hier eine Katastrophe. Die fahren dich zwar in die City, die großen Firmen aber sind außerhalb.

Und was machen die, die zu Kunden fahren müssen?

Werkzeug im Bus oder bahn?

 

Deine Argumentation ist an den Haaren herbei gezogen.

In Hamburg mag das anders sein. Da habe ich 28 jahre gewohnt. Super U-Bahn etc.

Dennoch: Der eine Tag mit Schnee hat den ganzen Verkehr zum erliegen gebracht. Bus und Bahnen auf unmenschliche Weise überfüllt. Horror!

Wenn in Hamburg ALLE bei Schnee die öffentlichen verwenden würden, bilden sich bei BUS und Bahn Kilometer lange Schlangen. Chaos pur.

Um 16:00 Feierabend, und um 21:30 endlich Zuhause. Zurück gelegte Strecke: 15 Kilometer.

 

Wie gesagt: Klingt schön, ist aber nur ein Traum.


16.10.2010 13:26    |    DerBandit_01

Und ich fuhr winterbereift, sicher und spurtreu durch Eis und Schnee. Gestorben bin ich trotzdem, denn ich wurde zwischen 2 sommerbereiften 15-Tonnern zerquetscht. Denn die werden mit Sicherheit vom Gesetz ausgenommen, weils ja zu teuer für die Spediteure wäre :rolleyes:


16.10.2010 13:30    |    Desa-Fon

@Bandit

Wie wahr, wie Wahr.

Vollpfosten in den Ämtern. Sag ich doch.


16.10.2010 13:39    |    meehster

Ich benutze zwar wintertaugliche Winterreifen, aber die zu einem festen Termin aufziehen zu müssen, ist völliger Schwachsinn. Das Wetter hält sich nicht wirklich an den Kalender, außerdem sind die klimatischen Verhältnisse schon deutschlandweit sehr verschieden. Wenn man ausschließlich in den Bereichen BRA, CUX, DEL, DH, FRI, HB, LER, OL, WHV, WST und WTM unterwegs ist und auch längst nicht jeden davon täglich benutzt, interessiert es weniger, wenn irgendwo in OAL oder TS Schnee liegt, oder?

 

Ein anderes Problem bleibt, daß Winterreifen nicht grundsätzlich wintertauglich sind. Solange das nicht geregelt ist und man teilweise im Schnee mit Sommerreifen bessere Bodenhaftung hat als mit neueren Winterreifen mit mehr Profiltiefe, zeugt es eindeutig von Dummheit, eine sofortige Pflicht zu fordern.


16.10.2010 13:47    |    Heidi27

:confused:Ich finde eine generelle Winterreifenpflicht gut denn es fahren ja viele in die Berge und dort nur mit M+S Reifen finde ich leichtsinnig. Leider hat es ja auch letztes Jahr an der Nordsee Schnee gehabt.

Jedes Jahr ist natürlich anders.

Wer in der bayerischen Region wohnt, hat wahrscheinlich immer Winterreifen, von O-O (Okt-Ostern). Auf jeden Fall Pflicht für die Schneereichen Gebiete.

 

Heidi


16.10.2010 14:19    |    kdmkdm

Ich bin für eine Winterreifenpflicht. Wer gezwungen ist bei jeder Witterung zu fahren, ärgert sich immer wieder über die Zeitgenossen, die mit Sommerreifen unterwegs sind.

Für Vielfahrer (wie wir) lohnt es sich sowieso, da auf diese Weise die Sommerreifen statt 2 auch mal 4 Jahre reichen.


16.10.2010 14:24    |    RomanA6

Zitat:

meehster

Das Wissen, wie sich ein Auto unter Extrembedingungen verhält, habe ich mir auch auf einem leeren verschneiten Parkplatz angeeignet. Kann ich nur weiterempfehlen.

sorry, aber alleine das beweist was mache im kopf haben (oder auch nicht).

 

am parkplatz angeeignet...und jetzt bist du der meister auf der straße...ja nee is klar. wegen leuten wie dir (und denen die so denken)...wird es zu einer, vielleicht sogar, übertriebenen wr-pflicht kommen...vielleicht nicht heuer...dann eben nächstes jahr.

 

was soll man da noch sagen oder schreiben...einzig...es sind nicht nur meister wie dich auf der straße gibt...sondern auch noch andere verkehrsteilnehmer!

 

das zeigt das manche ohne gesetz, nicht überlebensfähig wären. bravo!


16.10.2010 14:52    |    Desa-Fon

Roman.

Du bist peinlich.

Mache es doch einfach mal. Dann wirst du dich entschuldigen müssen.

 

Du meinst wohl auch, man braucht Intelligenz und Bildung, um gut Auto Fahren zu können?

Falsch.

Da draußen fahren Leute seit 30 Jahren, ohne zu wissen, wie sich das Auto verhält an den Grenzen.

UND DU WOHL AUCH NICHT!

 

Du gehörst zu denen, die langsamer als vorgeschrieben die ganze Strasse blockieren. Sehe ich jeden Tag. Und sich auf das gepiepse und LEDs im Auto verlassen.

Übung ist durch nichts zu ersetzen.

Wenn du wissen willst, wie man ein Auto wieder unter Kontrolle bekommt, nachdem es ausgebrochen ist, musst du es tun. Immer wieder.

Und es reicht völlig, auf einen Parkplatz auf 30-40 Kmh zu beschleunigen, um zu verstehen und zu spüren.

Mache es einfach mal, alles andere sind nur Profilneurotische Vorurteile eines Unwissenden.

 

Oder besuche ein Fahrer-Seminar. Z.B. beim ADAC.

 

An alle anderen: Hört nicht auf ihn. Er braucht Gesetze, um sein Auto zu führen.

Der ist eine Gefahr! Denn Physik kümmert sich nicht um Gesetze der Menschen. es hat eigene.

was ihr wirklich braucht ist eine Unmenge an Gefühl und Erfahrung mit solchen Situationen.

Also üben, üben üben.

Zum Beispiel auf einem großen Parkplatz am Sonntag außerhalb der Stadt.


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