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07.10.2010 18:06    |    MOTOR-TALK    |    Kommentare (1.261)    |   Stichworte: MOTOR-TALK, StVO, Umfrage, Winter, Winterreifen, Winterreifenpflicht

Was hältst Du von einer generellen Winterreifenpflicht?

Winterreifenpflicht - ja oder nein?Winterreifenpflicht - ja oder nein?Bundesverkehrsminister Ramsauer will noch vor Einbruch des Winters eine Winterreifenpflicht einführen. In der StVO soll dazu beschrieben werden, was Winterstraßenverhältnisse sind und wie Winterreifen definiert werden. So könne als Definition für „Winterstraßenverhältnisse“ gelten, ob Schnee oder Matsch, bzw. eine Schnee- oder Eisdecke auf den Straßen vorhanden ist. Zu „Winterreifen“ könne man solche Reifen zählen, die mit bestimmten Symbolen – eine Schneeflocke beispielsweise oder die Kennzeichnung „M+S“ für Matsch und Schnee – versehen sind. Doch ist das technische Definition genug? Verursacht ist das plötzliche Handeln des Verkehrsministers durch einen Beschluss des Oberlandesgerichts Oldenburg im Sommer, wonach die bisherige Vorschrift zu Winterbereifung in der StVO zu ungenau - also nicht verfassungskonform - ist. Nun gibt es genügend Argumente für und auch gegen die Winterreifenpflicht. Grundsätzlich muss ein Maximum an Sicherheit auf winterlichen Straßen gewährleistet werden. Ist dazu eine generelle Winterreifenpflicht erforderlich? Was meinst Du?


17.10.2010 21:27    |    cng-lpg

@ralf4x4

 

Was sollen diese Manipulationen?

Man kann lügen, indem man nur die halbe Wahrheit erzählt.

Du verdrehst meine Aussage völlig, indem Du hier nur die Hälfte zitierst! Also was soll das?


17.10.2010 21:38    |    cng-lpg

Hier wird etwas ganz Wichtiges völlig vergessen:

 

Die Mehrheit (hoffentlich...) kann die eigenen Fahrfähigkeiten richtig einschätzen und angepasst fahren. Mit allen Reifen.

Aber nicht alle Autofahrer können das.

Diese Schwachmaten, die den eigenen Verstand beim Einsteigen ins Auto in der Garage liegen lassen, werden bei Einführung einer Winterreifenpflicht noch weniger eigenverantwortlich handeln.

Als die ersten Autos mit ABS zu haben waren, gewährten viele Versicherungen Rabatte für Fahrer von Autos mit diesem Sicherheitsplus. Und was passierte? Die Leute bauten mehr Unfälle! Die Autos waren doch sicherer... Wieso sollten die Fahrer da noch vorsichtig und umsichtig fahren?

Ich bin nach wie vor der Meinung, daß die Eigenverantwortung eher gesteigert als gesenkt werden sollte.

 

Gruß Michael


17.10.2010 21:38    |    makpetrol

Das Thema Sind nicht Schrottreifen!!!

Das Thema ist sicherheitsbedingte Winter- und Sommerreifen. Ich fahre im Winter mit guten Winterreifen und im Sommer mit guten Sommerreifen. Ende. Und das empfehle ich jedem und erwarte es auch von verantwortlichen Autofahrern. Anderes herumgeeiere, von wegen neue Sommerreifen sind besser als schlechte winterreifen sind Unsinn. Ein voller Geldbeutel ist besser als ein Leerer. Alles klar.?.:confused:


17.10.2010 21:39    |    t-i-r

Ich weiss ja nicht, was meine werten Vorredner die ganze Zeit mit Eis haben - bei Schnee unterschreibe ich jederzeit die Vorteile eines Winterreifens sofort, doch auf Eis verhalten sich beide Reifenarten verhältnismäßig gleich, nämlich überaus bescheiden!!!

Hier würden nur Spikes einen wirklichen Vorteil bringen und die sind hierzulande nun mal untersagt und i. d. R. auch nicht erforderlich. Dieses ganze Trara bzgl. der Reifen wird vollständig übertrieben - die jeweilige Witterungslage entscheidet über die optimal Reifenwahl, wenngleich zu bestimmten Jahreszeiten eben mit entsprechenden Witterungsbedingungen gerechnet werden kann/muss. Die ursprüngliche Aussage, dass man weder Gefahr, noch Hindernis darstellen darf sollte normalerweise ausreichen, doch leider gilt das eben für viele Verkehrsteilnehmer so nicht, da diese dies schon unter Optimalbedingungen nicht leisten. Personen die im Sommer und auf trockener Fahrbahn bereits ein Verkehrshindernis darstellen, werden sicherlich unter winterlichen Bedingungen ihr fahrerisches Können nicht plötzlich eingeimpft bekommen und sollten eh den Wagen stehen lassen - doch dies ist leider nicht umsetzbar.

Die gesetzlichen Regelungen beschränken uns immer, da sie darauf abzielen eine gleichmäßige Ausgangsposition zu schaffen - wieviele Kurven sind mit Tempolimits von 50 oder 70 km/h beschränkt, wenngleich sie ein geübter Fahrer auf trockener Fahrbahn problemlos mit Tempo 120 oder gar 150 km/h fahren kann - aber leider nach dem Scheitelpunkt der Kurve taucht dann plötzlich der geliebte "Mann mit Hut" auf, der eben nur 40 km/h fährt und ...

Ich gebe jedem Recht, der eine kalendarische Bestimmung ablehnt, denn bspw. bei uns in und um Köln wären Winterreifen, von den letzten beiden Wintern mal abgesehen, i. d. R. durch den ganzen Winter hindurch hinausgeworfenes Geld gewesen und dennoch hatte ich nahezu immer welche drauf - denn zum Einen: "Man weiss ja nie", zum Anderen: man steht gegenüber Versicherungen und der Exekutive unseres Staates im Falle eines Falles direkt besser da und im Weiteren fahr ich auch häufiger in Schneeregionen, doch würde ich der vielfach angesprochenen Hausfrau und Mutter in diesen Fällen zumeist zu All-Season-Reifen raten. Zum einen brauch sie sich dann überhaupt nicht mehr mit dieser Diskussion auseinander setzen und fährt ihr Fahrzeug einfach von Inspektion zu Inspektion (diese sollten jedoch stets sauber eingehalten werden) zum anderen hat sie im Regelfall auch eine derart verschlafene Fahrweise, dass spezielle Winterreifen für sie "Perlen vor die Säue" wären. All-Season-Reifen stellen zwar nur einen Kompromiss dar, doch bei "gesitteter" Fahrweise reicht dieser voll und ganz aus um den Fahrer/die Fahrerin sicher ans Ziel zu bringen - man muss nur, wie auch bei speziellen Winterreifen, darauf achten, nicht den billigsten Ramsch zu verbauen. Aber warten wir mal ab, was unsere werten "Weisen" sich hierzu noch ausdenken - wohlmöglich dürfen die in naher Zukunft dann plötzlich gar nicht mehr auf die Strasse. Ich warte aber eh auf die nächste Gesetzgebung, die uns das Fahren ganz verbietet oder eben nur noch im Schritt-Tempo gestattet - der Umwelt, Sicherheit und Lärm-Emmision zuliebe oder eben, weil der neue aufgebrachte Fahrbahnbelag plötzlich den Regen o. ä. nicht mehr vernünftig ableitet, etc., etc., etc. Hauptsache unsere Tattergreise in Berlin haben mal wieder *pieps* gemacht und sich somit Ihre Daseinsberechtigung gesichert.

 

Gruß,

 

T-i-R


17.10.2010 21:42    |    boomerlamb

Wer im Winter fahren muß oder fahren will, der soll per Gesetz gezwungen werden, Winterreifen zu montieren .Natürlich muß der Winterzeitraum definiert festgelegt sein und auch was ein Winterreifen ist.

Ich sehe nämlich nicht ein,dass diejenigen, die mit Winterreifen unterwegs sind, von anderen Fahrern,die das nicht für nötig halten, durch Unfälle verletzt oder behindert werden.


17.10.2010 21:46    |    roadrunner1111

Ich denke mal eine generelle Winterreifenpflicht wäre gar nicht so schlecht, denn auch niedrige Temperaturen spielen eine große Rolle. Was nützen die teuersten Sommerschlappen im Winter??? Gar nichts - im Gegenteil. Da ist jeder preiswerte Winterreifen besser wenn's unter 10 Grad geht. Gerade die letzten Winter haben uns mit Schnee regelrecht "verwöhnt"... ;-(

Ich kann es echt nicht nachvollziehen wie sich manch einer dagegen sträubt und mit 'nem €50.000,- oder mehr...Haufen draußen rumfährt, und dem dann paar Hundert Eus für nen Satz Winterreifen zuviel sind.

Zudem möchte ich auch mal eine Kritik an unsere Automobilhersteller loswerden. Wie kann es sein, das eine Firma wie Audi auf einen A6, welcher mit ein bischen trallala Ausstattung über 70 Mille kostet (neu) ...und darauf ALLWETTERREIFEN montiert???? Ich hab das Auto als Jahreswagen gekauft und schon etwas geschluckt als ich das gelesen hab.

beste Grüße


17.10.2010 21:59    |    clio2

ein verantwortungsvoller fahrer paßt sich den straßenverhältnissen an ! das gilt für den sommer, wie den winter.

ich bin für geldbußen bei unangepaßter bereifung im sommer, wie im winter.

eine kalendermäßige festlegung von reifenpflichten ist unsinn.

dänemark und norwegen haben keine pflichten.

 

ist hier wieder die lobby am werkeln?

die echten winterlichen staus entstehen durch lastkraftwagen und anhänger !!!

gilt für diese spezies auch eine winterreifenpflicht ???

 

CLIO2


17.10.2010 21:59    |    olli27721

Zitat:

Das Fahrzeug zu beherrschen ist wichtig und das zu üben macht Sinn! Gut wäre es, wenn das jeder machen würde.

-

 

Kann ich nur beipflichten.

 

Dadurch wird man kein Rallye-Weltmeister, aber man lernt wenigstens den Regelbereich von ABS, ASR, ESP kennen.

 

Die meisten Leute versuchen im Winter nicht zu rutschen und werden dabei zum Verkehrshindernis.

 

Dabei kommt man auch mit gut dosierten Schlupf und sanft regelndes ESP gut um die Kurve.

 

Ausserdem kann man das Gegenlenken üben und überhaupt versuchen, die rutschende Masse zu bändigen.

 

 

Achso : Den Unterschied zwischen Sommer- und Winterreifen wird man dabei auch kennenlernen.


17.10.2010 22:45    |    johgeli 183

Das ganze kommt doch nur von den autoversicherungen die mit hilfe der bundesbeamten dann aus der bezahlpflicht kommt so einfach ist das

und was machen die autofahrer

sie dürfen abstimmen


17.10.2010 22:46    |    TFIG

Warum so kompliziert? Da wird rumdebattiert über etwas was eingeführt werden soll, dabei ist es doch einfacher etwas zu verbieten. So wie es auch beim telefonieren am Steuer war, oder die Promillegrenze bzw. Alkohol und Drogenverbot am Steuer.

So könnte doch auch das Fahren bei Schnee mit Sommerreifen einfach verboten werden und aus is. Welche Sanktionen daran geknüpft werden ist dann eher kreativer Natur(Ordnungswiedrigkeiten, Strafgesetz, Bußgeld, usw....)

Da braucht sich dann auch nicht zwingender Weise über Zeiträume( O bis O) der Kopf zerbrochen werden.

Nochmal, einfach verbieten bei Eis und Schnee mit Sommers zu fahren und gut is!!!!!!!


17.10.2010 23:12    |    TFIG

Im Umkehrschluss verlange ich eine Sommerreifenpflicht im Sommer. Nachweislich sind Winterreifen im Sommer Mords gefährlich, der Bremsweg ist mit unter um bis zu ein drittel länger(auch bei Nässe) als mit Sommerreifen.


17.10.2010 23:21    |    adelheid4

Meine Meinung ist die, das ab einem bestimmten Zeitpunkt vorgeschrieben sein sollte, ab wann man einen Winterreifen zu benutzen hat. Wo ich wohne ist zwar manchmal ein milderes Klima vorhanden (Bodensee), aber auch sehr überraschend und in den letzten Jahren des öfteren mehr Schnee als man möchte. Da es aber in unmittelbarer Nähe des Bodensees (Hinterland) bergige Höhen gibt, ist es hier dringend zu empfehlen und wenn man im Winter täglich mit dem Auto zur Arbeit fährt, mit den dazugehörigen Reifen zu fahren hat. Ich möchte denjenigen hier in der Runde sehen, er fährt selber mit Winterreifen und ein anderer fährt mit Sommerreifen in sein Auto und wird dabei schwer verletzt. Hier fängt nämlich für den Verursacher und dem geschädigten das Problem mit der Versicherung an, zumal ja die Versicherungen immer schnell und alles sofort zahlen wird!!! In der kalten Jahreszeit sollte man sowieso etwas langsamer fahren, aber da hält sich keiner daran. In unseren Nachbarländern ist sowieso Winterreifen Pflicht, damit dürfte hier alles gesagt sein. Wenn manche sagen die schweren Wagen wie SUV usw. die sollen welche haben und sollten auch von der Straße verschwinden, so muß ich sagen, ich fahre selber so ein Ding, aber das hat leider bestimmte Gründe. Bis vor einigen Jahren fuhr ich tief und tiefer, aber leider geht es nicht mehr anders. Bin froh, dass es solche gibt und ich auch etwas gegen Sommerreifenfahrer geschützt bin. Zu meinem Vorschreiber muß ich sagen, er sollte sich die Auto-Bildzeitung v. 15.10.2010 Nr.41 besorgen. Da steht etwas über Bremswege bei verschiedenen Verhältnissen darin.


18.10.2010 00:00    |    a-tom007

Sorry Leute,

Das passt doch alles zu der allgemeinen Richtung der Politik.

Der Bürger muss diszipliniert werden, d.h. er muss mit möglichst vielen, möglichst unsinnigen, unlogischen und idiotischen Gesetzen, welche ihm bei Nichtbefolgen schmerzliche Strafen bescheren, vom logischen Denken abgebracht werden und zum blinden Gehorsam den Politikern gegenüber erzogen werden.

 

Heute kann man bereits überall bemerken, dass sich die meisten Bürger der EU-Länder der allgemeinen Beamten-Idiotie angepasst haben und mit Überzeugung den Bockmist der von dieser Kaste, zusammen mit den profiteuren der Industrie in die Welt heraus posaunt wird, bereitwillig zu ihrer eigenen Meinung gemacht haben um ja nicht aufzufallen.

 

Ich möchte hier aber keine Aufzählung darüber anfangen, denn so lange will ich nicht weiter schreiben. Es würde auch nichts nützen, weil ich damit diejenigen die bereits über die Ohren in dem braunen Endschacht der Politiker stecken und mit ihrer Zunge den Anschlagspunkt verzweifelt suchen um sich irgendwelche in ihrer Phantasie existierenden Vorteile durch ihre braune Züngelei zu ergattern, sowieso nicht überzeugen könnte.

 

Nun zu der Winterreifenpflicht. Es müssen ja viele Gebote und Verbote geschaffen werden, sie Text oben.

Dass jemand der durch äussere Zwänge, wie jederzeit zur Arbeitsstelle zu fahren oder andre jederzeitige Einsatzbereitschaft ihres Fahrzeuges logischerweise dem Winterwetter angepasst auch eine Winterbereifung benötigt, sollte den entsprechenden Personen eigentlich logisch und klar sein.

 

Dass aber der Gelegenheitsfahrer, der sein Auto auch stehen lassen kann während den paar Tagen in denen wirklich Schnee und Eis vorherrschen und dann wenn die Strassen wieder abgetrocknet sind seinen Besuch bei der Oma oder den grösseren Einkauf, z.B. um seine Bierkasten, Weinfässer oder Schwarzwälder Schinkenspeck nach hause karren kann, frei wählen kann, auch noch für die paar Fahrten auf trockenen Strassen Winterreifen montieren soll..... na ja!

 

Dann kommt noch der technische Aspekt dazu, ein heutiger Winterreifen hat, weil ja die einzigen richtigen Gegenmittel gegen Glatteis, die Spikes , verboten worden sind, eine weiche Mischung um mindestens ein wenig Kontrollierbarkeit bei Eisglätte zu gewährleisten.

Wenn damit auch meistens nur noch der ungefähre Einschlagspunkt in einigen Winkelgraden ausgewählt werden kann, sofern der Fahrer genügend Nervenstärke und Routine , bzw. Geistesgegenwart besitzt.

Diese Eigenschaften verliert der Winterreifen jedoch ab der Herstellung konstant und nach 3 Jahren fährt sich ein Winterreifen fast wie eine Holzbereifung und wird zur Gefahr. Davon spricht aber weder der Reifenhersteller noch die Fachwerkstatt und die meisten wissen dort nicht einmal die Herstellerbezeichnung für das Herstellungsdatum.

Klar doch, wenn da jeder daherkommt und das Herstellungsdatum kennt und über obengenannte Umstände informiert ist, kauft ja keiner mehr die alten „Gurken“.

(steht übrigens auf jeder Reifenflanke, z.B.: DET X 1107 /= Woche11.2007

Artikel nachzulesen z.B. :http://de.wikipedia.org/wiki/DOT-Nummer

 

Wenn auch die Herstellerangaben, dass ein Reifen 5 Jahre nach der Herstellung immer noch als neu zu verkaufen ist, in meinen Augen völliger Bockmist ist. Meine persönlichen Erfahrungen sprechen da eine andere Sprache. Ich kaufe jedenfalls immer neue Reifen die auf keinen Fall älter als max. 6 Monate sind.

 

Da fahren dann die Gelegenheitsfahrer plötzlich nach Gesetz im Winter ihren Winterreifensatz vielleicht 1000 -3000 km und wechseln dann wieder auf Sommerbereifung. So hat dann der Winterreifen nach dem ende des 4. Gebrauchsjahres zwischen 4´000 – 12´000 km auf dem Buckel und sind dann im 5. Jahr nach der Herstellung vielleicht kaum richtig angefahren. Der Kunde kann nicht verstehen, warum er solche Winterreifen mit so gutem Profil wegwerfen soll, bloss weil sie 5 Jahre auf dem Buckel haben, sofern ihm das überhaupt jemand beim Reifenmonteur auch kommuniziert.

 

Ich kann dazu nur sagen, ich werfe meine Winterreifen allerspätestens nach dem 3. Winter sowieso weg, wobei ich mir bewusst bin, dass die im 3. Winter bereits nicht mehr gefahren werden sollten, weil sich der Bremsweg eklatant verlängert, aber der Preis für einen Satz guter Winterreifen schmerzt doch auch mich ein wenig.

Und der gute Rat, die Winterreifen im Sommer platt zu Fahren, kann ebenso ins Auge gehen, weil die mit einem guten Sommerreifen in keiner Art und weise mithalten können. In Spanien ist der Winterreifen im Sommer sowieso verboten weil sonst zu viele geplatzte Reifen auf den Strassen herumliegen.

 

Nun zu meinem konkreten Problem. Ich habe mir vor vielen Jahren einen der damals letzten „Spass-Wagen“ der W126er Serie, einen 560 SEC von Mercedes Benz, ja so hiess diese weltbeste Autoschmiede damals noch, zu meinem Spass zugelegt und das Auto steht auch meistens in Spanien, wegen den besseren klimatischen Bedingungen.

Nun, wie sich das so mit solchen Vergnügungen verhält, hat dieses Auto bis heute trotz den 20 Jahren seit der Herstellung bloss etwas über 130´000 km auf dem Zeiger, es wird aber ob Sommer oder Winter, immer mal wieder zum Spass bewegt, wenn man dem Autofahren heute auch nicht gerade mal mehr viel Spass abgewinnen kann.

Nun musste ich letzten Winter leider mal wieder zum TÜV in der Schweiz fahren und dort ist nichts mit Sommergurken im Winter zum TÜV , bzw. Strassenverkehrsamt um das Auto zu Prüfen.

Nun musste ich also einen Satz Winterreifen montieren und bin dann aber auf trockenen Strassen damit herumgefahren und habe das Auto nun auch wieder in Spanien. Hier sind aber die Wintergurken verboten, also schnell wieder die Räder mit den Sommerreifen montiert.

 

Solche Spässe drohen nach diesem neuen Gesetz dann allen Deutschen auch und es soll ja auch einige Leute im Lande geben, die sich schon ohne solche Schildbürgereien kaum mehr ihr Auto leisten können.

 

Warum daher nicht ein Gesetz, wenn es dann schon wegen einer plötzlichen Verdummung des Volkes ;) eines benötigen sollte, dass wenn Schnee auf der Fahrbahn liegt, nur noch Fahrzeuge mit Winterbereifung fahren dürfen?

 

Entschuldigt mich, eigentlich wollte ich nicht soviel schreiben und Euch dieses Geschreibsel zumuten und eigentlich ist es ja sowieso „für die Katz“, es kommt wies kommt.

 

Die ergiebigste Milchkuh der Europäischen Nationen steht Millionenfach bereit. ;)

 

Die Polizei kassiert ab und die Versicherungen werden sich ebernfalls nich lumpen lassen… :cool:


Bild

18.10.2010 00:13    |    Tim61

kleiner Tipp Tom, fahr im Sommer zum TüV.


18.10.2010 00:37    |    TMCPB

Zitat: "Wer im Winter fahren muß oder fahren will, der soll per Gesetz gezwungen werden, Winterreifen zu montieren .Natürlich muß der Winterzeitraum definiert festgelegt sein und auch was ein Winterreifen ist.

Ich sehe nämlich nicht ein,dass diejenigen, die mit Winterreifen unterwegs sind, von anderen Fahrern,die das nicht für nötig halten, durch Unfälle verletzt oder behindert werden."

 

Also ich als Allrad SUV Fahrer sehe es ja nicht ein, dass ich durch Front- oder Hecktriebler egal ob mit Winter- oder Sommerreifen im Winter behindert oder verletzt werde. Es sollte doch jeder per Gesetz gezwungen werden ein Auto mit Allrad und mindestens 2 Tonnen Gewicht zu fahren. Und natürlich ist das im Sommer ja doch mächtig umweltschädlich. Also sollte doch jeder per Gesetz gezwungen werden sich für den Sommer ein Hybrid zu besorgen.

 

Mal im ernst. Der letzte Winter war ja nun wirklich ziemlich extrem. In den 10 Wintern davor war es doch eher so, dass es z.B. im Februar auch mal ne Woche mit 10° ( plus ) und trockenem Wetter gab. Was ist denn mit dem Zweitwagen. Muss das Cabrio denn in dieser Woche in der Garage bleiben. Das ist doch völlig sinnfrei.

Wenn jemand dank Sommerreifen den Verkehr behindert oder sogar einen Unfall verursacht, dann bin ich der Erste, der wieder für die Einführung der Todesstrafe ( schlechter Scherz ) oder wahlweise einer empfindliche Geldstrafe ist. Aber man muss auch sachlich bleiben. Bei trockener Strasse machen Winterreifen nicht wirklich Sinn. Und das Fahren im März trotz 20°C zu verbieten, nur weil es zum staatlich verordneten Winter zählt, ist auch nicht sinnvoll.

 

Mein Opel GT wird auf jeden Fall keine Winterreifen sehen. Dann melde ich ihn eben über den Winter ab. Das Geld, dass ich dann spare finanziert mir dann immer wieder die Winterreifen für den SUV.

 

Ich fahre nicht wirklich wenig ( 40000km im Jahr ). Aber ich bin im letzten Winter nicht einmal durch Sommerreifenfahrern behindert oder gefährdet worden. Die jetztige Regelung funktioniert doch gut. Nur weil ein übereifriger Polizist Kohle für die Staatskasse organisieren möchte und von einem intelligentem Richter kein Recht bekommt, müssen die restlichen Deutschen doch nicht leiden.

 

Mein lieber Herr Ramsauer. Mach es doch wie immer. Erhöh doch einfach die Steuern.


18.10.2010 00:38    |    meehster

@ a-tom007 und cng-lpg: Bei solchen Beiträgen wie Euren ist es wieder sehr schade, daß es hier keinen Danke-Knopf gibt.

 

Insbesondere @ a-tom007: Du hast da etwas sehr Wahres angesprochen. Ich habe ja selbst ein Auto aus Baujahr 1992, dem ich heute (strahlender Sonnenschein, 282 K Lufttemperatur und trockene Straße) den 22.000sten Kilometer auf den Zähler gefahren habe (aktueller km-Stand: 022012). Der bekommt keine Winterreifen, da er niemals bei Bedingungen bewegt wird, bei denen Winterreifen irgendwelche Vorteile bieten könnten. Auf trockener Straße sind Sommerreifen in unseren Breiten immer von Vorteil. Ja, auch im letzten Winter mit Temperaturen von teilweise unter 260 K.

 

Was gern vergessen wird: Durch die Fahrt (Bewegung, Motorwärme, Bremswärme) erwärmen sich die Reifen auch und die Reifentemperaturen waren während und kurz nach meinen Ausfahrten außer auf den ersten paar Metern oberhalb von 300 K. Unter 275 K waren es in der Garage auch noch nie.


18.10.2010 00:40    |    TFIG

@adelheid4

 

Nicht jeder braucht eine Bildzeitung um Kenntnisse in diesem Bereich zu haben. Lange Zeit habe ich Reifen verkauft und arbeite jetzt in einer Institution wo wir Fahrsicherheitstrainings veranstalten. Also über Bremswege und Fahrverhalten verschiedener Reifen braucht mir keiner was zu erzählen.

 

Der ADAC hat mit Tests für die Öffentlichkeit bewiesen was ich durch meinen Job schon länger wusste. Ein Sommerreifen ist auf trockener und nasser Fahrbahn einem Winterreifen um Längen überlegen egal bei welcher Temperatur. Der Winterreifen hat nur und ausschließlich nur auf Schnee- und reifbedeckter Fahrbahn seine Vorteile.

 

Was solls in Amerika brauchen die eine Gebrauchsanweisung für heißen Kaffee, wir brauchen eine Regelung für Winterreifen…duckundwech;-)


18.10.2010 00:45    |    TMCPB

a-tom007

 

Das trifft das Problem genau. Hättest Du das nicht 10 Minuten früher schreiben können. Dann hätte ich nicht mehr tätig werden müssen.


18.10.2010 01:13    |    meehster

@ TMCPB: Ich fand Dein Tätigwerden ganz angenehm :)


18.10.2010 04:12    |    Glodde

Überhaupt nichts !

 

1. Winterreifen sind nur dann besser, wenn Schnee liegt. Bei Eis sind Winterreifen genauso schlecht wie Sommerreifen, hier würen nur die zum Glück in Deutschland seit Langem verbotenen Spikereifen helfen, unter allen anderen Bedingungen ist ein normaler Reifen besser! Die Bremswege von Winterreifen sind wenn kein Schnee liegt - bei allen Temperaturen / trockener und nasser Straße - um bis zu 10 % länger als die von Normalreifen !! D.h. mit Winterreifen gibt es mehr Unfälle als mit Normalreifen, da halt hin und wieder genau diese 10 % a Bremweg fehlen. Ein solches Gesetz würde Vermögen vernichten und Laib und Leben der Verkehrsteilnehmer gefährden.

 

2. Setzt man die Stunden mit schneebedeckten Straßen (natürlich regional sehr verschieden, im Emsland und in den Ballungszentren eher gegen 0 gehend und wer in den Voralpen lebt oder in den Schwarzwald fährt hat sowieso Winterreifen) ins Verhältnis zu den rund 150 Tagen von O bis O (Oktober bis Ostern) ist es Hahnebüchener-Unsinn 150 Tage lang dem Großstädter und dem Ostfriesen eine erhöhte Unfallgefahr per Gesetz zu verordnen.

 

3. Die Unfälle an den wenigen Schneechaos-Tagen/Stunden verlaufen eher glimpflich da die Verkehrsteilnehmer zu Hause bleiben oder langsam fahren und nach ein paar Stunden is der Spuk vorbei, das gefürchtete Blitzeis haben wir oben schon behandelt.

 

Also: ein solches Gesetz ist genauso sinvoll wie der reduzierte Umsatzsteuersatz für Übernachtungen, macht Arbeit, nützt nichts, im Gegenteil !!


18.10.2010 05:47    |    5christian4

Nichts!

 

Ehe man über Winterreifenpflicht gesetzlich vorzuschreiben nachdenkt wäre gescheiter aus Sicherheits - und auch aus Umweltgründen amerikanische Standards in Bezug auf erlaubte Höchstgeschwindigkeiten einzuführen!

 

Eine ganzjährliche Obergrenze zwischen 90 und 100km/h - und das natürlich auch anständig kontrolliert- würde wohl mehr Menschenleben retten, als alle anderen Aktionen zusammen.

 

Der ureigene Grund Aktionen zu setzen liegt doch viel eher die Wirtschaft - letztendlich auf Kosten der Natur - anzukurbeln. Das zeigt sich doch deutlich nach der "Autowegwerfaktion... wo man öffentliches Geld dafür ausgab noch intakte Fahrzeuge zu verschrotten.


18.10.2010 07:44    |    Klaus125

7° Grenze?

 

Die Reifenhersteller propagieren sie gerne. Wo ist der Vergleich Winter- gegen Sommerreifen bei zB. 5° bei Regen oder 0° bei trockener Straße? Erst wenn mir jemand da eine Quelle nennen kann, die mich überzeugt bin ich für eine zeitabhängige Winterreifenpflicht. Bis dahin: Wer es sich leisten kann, die Fahrt zum Arzt oder Einkauf mal mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu bewältigen oder aufzuschieben, warum soll der nicht abwarten dürfen, bis die Straßen wieder normal zu befahren sind?

 

In unserer Familie sind die Winterreifen schon montiert, weil wir immer auf die Autos angewiesen sind. Meine Schwiegermutter fährt selten und schon garnicht bei Schnee und Eis. Sie lässt sich dann fahren. Natürlich hat deshalb auch keine Winterreifen.


18.10.2010 08:20    |    meyster

@Klaus125:

 

siehe aktuelle Test bei Autobild und Auto Motor Sport. In beiden wurden aktuelle Sommerreifen mitgetestet. Ergebnis: Winterreifen haben eklatante Nachteile bis zum Gefrierpunkt, sowohl auf trockener als auf nasser Fahrbahn.

 

@christian:

 

Deine Forderung hat nichts mit dem Thema und nichts mit der Realität zu tun. wenn eine Tempolimit von 90 kmh irgendwie helfen würde, dann würden die deutschen Autobahnen nicht zu den sichersten der Welt gehören (und die Amerikaner würden Studien anstellen, wie man das Konzept im Interesse der Sicherheit kopieren könnte). Außerdem kann man auch bei 90 kmh wunderbar lebensgefährlich verletz werden. Als wenn der Sommerreifen hier irgendwie NOCH fahrbahn sein würde.... nene...


18.10.2010 09:04    |    Schaettele

Ich gehe nach der "O" regel ( Oktober bis Ostern ) und hab mir meine Wintersocken auch schon angezogen.

Und außerdem , ich kaufe lieber weniger Schnickschnack fürs Auto dafür etwas bessere und benötigte Reifen ;-)

 

und

Achso 80 miltes sind etwa 130 Kmh und nicht 90 :-) hier in "Good old D" kannst auf den meisten AB`s auch nicht schneller fahren ;-)


18.10.2010 09:46    |    adelheid4

Hallo TFIG

Du hast recht, es braucht nicht jeder eine Auto-Bild, aber ich lese diese sowieso nur zur Information um mich etwas zu "Bilden". Ich wollte meinen Vorschreiber "nur" auf etwas aufmerksam machen, dass man nicht soo einen langen Bremsweg hat wie er erwähnte. Ich fahre seit 1962 Auto und kenne alle Höhen und Tiefen im Winter da ich bis vor einigen Jahren jedes Wochenende zum Skiefahren, Urlaub in Oesterreich od. Schweiz gefahren bin und dort leider feststellen mußte, dass einige Autofahrer mit Sommerrreifen unterwegs waren. Hatte sogar teilweise Schneeketten dabei. Das ist in meinen Augen kriminell und sollte durch ein Gesetz geregelt oder sehr stark bestraft werden. Es gibt ja auch viele Eltern die einen Zweitwagen haben und Ihre Kids keine 300m mit Auto in den KG mit Sommerreifen fahren, obwohl Schnee liegt. Passiert ein Unfall, ist dass Geschrei gross. Hier sollte man irgend etwas Unternehmen, aber der Gesetzgeber kann es hier keinem richtig Recht machen. Bei mir werden die WR ab spätestens 1.11. aufgezogen ob es schneit oder nicht, ob es 10° oder 0° hat. Fahre eben etwas langsamer. Und dieses Jahr sind diese bereits gezwungener maßen montiert. Leider!


18.10.2010 09:47    |    numaq

Hallo,

 

Am WE habe ich im 2-tages Fahrdynamickurs vom OeAMTZ (ich wohne in Wien).

Temperatur: von 6,5 bis 9 grad. KEIN SCHNEE oder EIS, nur die nasse Fahrbahn.

Schleudern, schiben in kurven und bergab. Jetzt bin ich sicher dass in naechstem Jahr setze ich meine Winterreifen sobald die Temperatur bis 10 grad sinkt. Einmal ausprobiren ist besser als 100 mahl hoeren/reden usw.

 

Gute Fahrt,

 

Vitaly


18.10.2010 09:51    |    aerodiver

Ist eigentlich jedem bewußt, was Winterreifenpflicht bedeutet?

Alle auf öffentlichem Grund abgestellten und auf Strassen bewegten

Fahrzeuge unterliegen dann dieser Pflicht. Das heißt dann, dass am

Strassenrand geparkte Fahrzeuge einen Strafzettel erhalten, wenn

sie dieser Vorschrift nicht entsprechen. (siehe Saisonkennzeichen:

Ein Fahrzeug mit Saisonkennzeichen darf in der Stilllegungszeit nicht

auf öffentlichem Grund abgestellt werden, ansonsten droht ein Bußgeld)

 

Wenn ich gerade mal 30 Tage mit Matsch und Schnee im Jahr habe, warum

dann einen Satz Winterreifen anschaffen und das Auto nicht stehen lassen.

 

Winterreifen (M+S) sind wie die Kürzel es sagen gut auf Schnee und Matsch.

Bei Eis und Raufeif auf der Strasse sind sie Sommerreifen keineswegs überlegen.

 

Wohnt man stadtnah, wie ich bei Nürnberg gibt es weniger als 30 Tage im Jahr

mit Schnee und Matsch. Warum also den Bürger zu Ausgaben zwingen, die

für 70% aller autofahrenden Bundesbürger nur für wenige Tage im Jahr

Sinn macht?

 

Wer keine Winterreifen hat, kann an Tagen an denen sie ein "Muß" sind ja

die öffentlichen Verkehrsmittel nehmen, ohne dabei ein Bußgeld, für ein abgestelltes

Auto ohne Winterreifen zu riskieren.

 

Wer grob fahrlässig handelt, hat schon heute keinen Versicherungsschutz, das gilt auch

für auf Schnee verursachte Unfälle mit Autos ohne Winterreifen.


18.10.2010 10:00    |    gaan

Winterreifenpflicht ist ein Witz.

 

Fahrzeuge der Kommunen und Flottenbetreiber, wie Krankenwagen, Busse (auch Schulbusse), Post etc. sind alle davon befreit, weil zu teuer.

Zudem brauchen die nicht mal ne Haftpflicht, weil auch zu teuer.

Der kleine Mann soll Winterreifen aufziehen. Hier in Hamburg liegt alle 10 Jahre mal bischen mehr Schnee. Dann kann ich im Winter wohl zukünftig auch kein Moped mehr fahren.

 

Fazit: reinste Lobbyarbeit der Reifenhersteller und Argumente für unmündige Bürger.


18.10.2010 10:05    |    PTG_Graz

Die Winterreifenpflicht ist so angedacht wie bei uns in Ö: Wer in dem Zeitraum der Winterreifenpflicht bei winterlichen Fahrverhältnissen unterwegs ist, kann bestraft werden. Es ist ja keine generelle Winterreifenpflicht. Wer im Norden wohnt, wo es 2 Tage Schnee gibt und an den Tagen sein Auto stehen lässt, braucht eh keine. Wer in Bayern, Österreich oder im Mittelgebirge wohnt, wird wahrscheinlich aus langjähriger Erfahrung früh genug auf M+S-Reifen wechseln. (und vielfach zusätzlich auch immer Schneeketten an Bord haben)

Im Übrigen gab es bei uns gestern schon das erstemal Schnee-/Matschfahrbahn auf der Autobahn.

Es geht ja nur darum Leute, die aus welchen Gründen auch immer keine Winterreifen haben (wollen), bei winterlichen Fahrverhältnissen nicht unterwegs sind.

Ich muss mich oft genug, wenn ich im Winter zum Schifahren unterwegs bin, über die intelligenten Autofahrer ärgern, die mit Sommerreifen in alpines Gelände fahren und sich wundern, dass Schnee sogar auf der Straße liegt und nicht nur auf der Schipiste.

 

Das Gesetz ist nur eine genauere Spezifikation, was winterliche Fahrverhältnisse sind und welche Reifen dann verwendet werden müssen und keine Winterreifenzwangsbeglückung von Oktober bis März. Und ehrlich gesagt, wenn so ein Depp bei Schneefahrbahn vor mir über 3 Autobahnspuren dahinrutscht, weil seine Reifen keinen Halt haben, gehört der aus dem Verkehr gezogen und bestraft. Das war bisher nicht möglich, weil eben nicht genau definiert ist was angemessene Bereifung und was winterliche Straßenverhältnisse sind.

 

@Glodde: "D.h. mit Winterreifen gibt es mehr Unfälle als mit Normalreifen, "

Diese Aussage ist ja wohl lächerlich. Wenn es sich irgendwo um 10% nicht ausgeht, war die Geschwindigkeit nicht angepasst oder die Reaktionszeit zu lang, nicht die volle Aufmerksamkeit gegeben bzw. das Bremsverhalten falsch - auf jeden Fall nicht angepasstes Fahrverhalten.

Wenn mir irgendeiner sagt: Na mit Sommerreifen wär ich sicher zum Stehen gekommen, weil der Bremsweg viel kürzer ist, dann muss er halt entsprechend den Abstand vergrößern oder das Tempo reduzieren (wenn er es eh so genau weiss).

 

 

 

Kleine Ergänzung: Was ich nicht verstehe: Die Leute haben Geld für Soundanlagen, Tieferlegungen, 3x die Woche zum Waschen fahren. Aber alle paar Jahre einmal neue Reifen kaufen - uhuhuh das ist so teuer. Wenn ich beim Reifenhändler steh und es kommt einer mit einer nicht gerade billigen Limousine daher und er will irgendeinen billigen chinesischen Reifen, frage ich mich schon wieso bei sicherheitsrelevanten Fragen (ein paar cm² Auflagefläche bei 2t Gewicht) so gegeizt wird.

Abgesehen davon reduziert sich die Mehrinvestition auf einmal Felgen kaufen, da sich die Sommerreifen ja um das weniger abnutzen, was mit Winterreifen gefahren wird.


18.10.2010 10:53    |    mteichert

Eine Winterreifenpflicht sollte generell von den Witterungs- und Fahrbahnverhältnissen abhänig gemacht werden. Die Kraftfahrer sollten mehr über die Eigenschafften von Winterreifen informiert werden z. B. das Winterreifen bei Nässe und Temperaturen über 5 ° C überwiegend schlechtere Fahreigenschaften gegenüber Sommerreifen haben und man das bei der Fahrweise berücksichtigen sollte. Bei der Werbung der Reifenhersteller wird das kaum erwähnt.


18.10.2010 11:29    |    Kungel

Bei all den Beiträgen kann man feststellen, dass der Großteil für Winterreifen in der kalten Jahreszeit sind.

Man kann und darf nicht von den Winterreifen verlangen, dass sie alle Fahrfehler des Autolenkers ausbügeln.

Man sollte auch deshalb die Mehrausgabe für wirkliche Markenreifen nicht scheuen auch wenn man Wenigfahrer ist, bevor man irgendeinen spottbilligen " Schrottreifen " aus dem Ausland kauft. Wer z.B. mit Sommerreifen fährt, obwohl diese für die jeweiligen Straßenverhältnisse nicht geeignet sind, sollte bei etwaigen verschuldeten Schäden an anderen Personen und Fahrzeugen auch kräftig in Regress genommen werden. Als Verkehrsteilnehmer hat man in erster Linie auch Sorgfalt anderen Menschen gegenüber und nicht nur seinem Geldbeutel.


18.10.2010 11:30    |    Maverick911

Hallo zusammen,

ich halte nichts davon Winterreifen zu einer festen Zeit aufzuziehen. Es gibt Tests die belegen, dass selbst der Beste Winterreifen einen um fast 8 Meter längeren Bremsweg bei 7 Grad hat wie ein Sommerreifen, sowohl bei Trockenheit als auch bei Nässe.

Deshalb halte ich die Aussage der Reifenhersteller bezüglich der 7 Grad Regelung für gefährlich, da es nach der ersten Schneevorhersage noch viele Tage gibt, die noch Temperaturen im Plusbereich haben und somit ist man mit Sommerreifen in dieser Zeit sicherer Unterwegs.

Ich möchte hiermit nicht sagen, dass man bei Schnee mit Sommerreifen fahren sollte, sonder ehr das man sich genau überlegen sollte, wann ich mit Winterreifen wirklich sicherer Fahre, ohne von der Reifenindustrie beeinflusst zu werden.

Besser einen Tag im Oktober das Auto stehen lassen oder angepasst fahren, als für die nächsten 6 Wochen mit Reifen unterwegs zu sein, die einen längeren Bremsweg haben, nur weil ich wieder irgendwelchen Marketingaussagen glauben schenke.

 

Außerdem habe ich immer das Gefühl viele denken, ich mache Winterreifen drauf und kann dann einfach so weiterfahren wie im Sommer. Hier wird manchmal dem Autofahrer ein falsches Bild vermittelt, auch mit Winterreifen ist es bei Schnee und Glätte noch gefährlich.

Gruß

Stephan


18.10.2010 11:48    |    Cuberino

Hier wird mir viel zu oft das Wort "Schnee" benutzt. Die Temperatur ist das erste Kriterium für Winterreifen.

Sommerreifen werden ab 6Grad Celsius hart und verlieren extrem an Grip.

Ab Oktober werden mehrheitlich Tage unter dieser Temperatur gemessen und somit wäre logischerweise eine Weichere Gummimischung - wie sie bei Winterreifen der fall ist - sicherheitstechnisch die beste Lösung.

 

Falls es dann doch mal schneit wo es in Deutschland nicht oder nur selten schneit, hat man dann weder bei der Temperatur noch bei Plötzlichem Schneefall ein Problem.


18.10.2010 11:56    |    Tim61

aerodriver: Aber du weisst den Unterschied zwischen STVZO und STVO? Und, dass es einen Unterschied zwischen ruhendem und fahrenden Verkehr gibt?


18.10.2010 11:58    |    Maverick911

Ich habe eine Anmerkung zu PTG_Graz zu seinem Kommentar.

 

@Glodde: "D.h. mit Winterreifen gibt es mehr Unfälle als mit Normalreifen, "

 

Diese Aussage ist ja wohl lächerlich. Wenn es sich irgendwo um 10% nicht ausgeht, war die Geschwindigkeit nicht angepasst oder die Reaktionszeit zu lang, nicht die volle Aufmerksamkeit gegeben bzw. das Bremsverhalten falsch - auf jeden Fall nicht angepasstes Fahrverhalten.

 

Wenn mir irgendeiner sagt: Na mit Sommerreifen wär ich sicher zum Stehen gekommen, weil der Bremsweg viel kürzer ist, dann muss er halt entsprechend den Abstand vergrößern oder das Tempo reduzieren (wenn er es eh so genau weiss).

 

Wenn man das so sieht, kann man auch sagen, wer mit Sommerreifen im Winter im Graben landet, dessen Geschwindigkeit bzw. Fahrverhalten war nicht angepasst...

 

Wenn ich mich immer den Gegebenheiten anpasse und darauf Rücksicht nehme, kann ich auch im Winter mit Sommerreifen fahren ;-)

Und hier liegt auch ein Problem, viele Autofahrer denken anscheinend, Sie besiegen den Winter mit Ihren Testsiegern im Winterreifentest, dem ist eben nicht so, deshalb ist mir ein Autofahrer lieber der mit Billigreifen fährt (Runderneuert) und sich den Gegebenheiten, Schneefall, Regen usw. anpasst lieber. Dieser schont auch noch die Umwelt.


18.10.2010 12:00    |    Maverick911

Woher hast Du den die 6 Grad Cuberino, klar werden die Sommerreifen härter wenn es kälter wird, aber wer hat schon mal getestet ab wann hier der Winter dem Sommerreifen überlegen ist?


18.10.2010 12:01    |    Tim61

Cuberino: Nicht ganz. Was hier mokiert wird, ist, dass sich das weiche Profil dermassen wegwalkt, dass ein Wasserkeil bei Nässe entstehen kann, der den Reifen aufschwimmen lässt. Darin unterscheidet sich dann die Qualität eines Reifens.


18.10.2010 12:04    |    renned

Ich halte überhaupt nichts von einer generellen Winterreifenpflicht. Es genügen im Normalfall vollkommen M&S Reifen. Sollte es notwendig sein Ketten drauf. Das Fahrtverhalten ist nach der jeweiligen Straßenlage zu richten, da brauchen wir keine zusätzliche Bevormundung durch Gesetze. Davon haben wir weiß Gott schon genug. Es wäre nützlicher und auch billiger für normale Pkw über die schlechten Jahreszeiten Schneeketten mitzuführen. Das anlegen ist vorher zu üben. Sollte jemand sich nicht imstande fühlen selbst Hand anzulegen dann soll er sein Auto abstellen oder sich Winterreifen kaufen. Aber selbst die besten Winterreifen oder Schneeketten bewahren weder Ihn noch uns vor einen Crash beim Hirnlos drauflosfahren.


18.10.2010 12:32    |    Tim61

Hast du schon mal auf trockener Strasse mit Ketten eine Vollbremsung gemacht? Ketten können nur eine temporäre Notlösung sein.

 

Wenn die vielen Autofahrer ein bisschen mehr auf sich und vorallem andere achten würden, bräuchte man so ein Gesetz nicht. Wenn allerdings die Priorität das Durchkommen ist wie man hier an dauernd liest und die Strasse mit dem Gelände verwechselt wird und nicht die Sicherheit an erster Stelle steht, dann muss der Fahrer halt diesbezüglich entmündigt werden.


18.10.2010 12:55    |    Maverick911

Wenn ich mich an meinen Unterricht in der Fahrschule noch recht erinnern kann, gibt es in der Straßenverkehrsordnung doch schon einen Punkt der sagt, man hat sich den Straßen- und Verkehrsverhältnissen anzupassen, dazu reicht es nicht nur Winterreifen aufzuziehnen, sondern einfach mal das Hirn einschalten und sich eben:

 

1. dem Verkehrsverhältnissen

2. der Witterung und den Straßenzustand

3. dem eigenen Fahrfähigkeiten

4. dem Zustand der Ausrüstung des Fahrzeugs

 

anzupassen.

 

Die wenigsten halten sich an diese Punkte, vielmehr habe ich den

Eindruck, vielen reicht es das Auto mit Winterreifen aufzurüsten, doch was bringt es mit Winterreifen unterwegs zu sein, wenn man das Tempo bei Schnee nicht entsprechend anpasst.

 

Wenn dem Gesetzgeber die Sicherheit so wichtig ist, warum dürfen dann Monsterfahrzeuge herum fahren, die bei einem Crash andere Verkehrteilnehmer in kleineren Fahrzeugen hochgratig gefährten. Wer ausser Förster oder Fahrern die große Anhänger ziehen müssen, benötigen diese Kisten. Vielleicht sollte man sich mal überlegen, ob man beim Kauf eines derartigen Fahrzeug nicht einen Nachweis erbringen muss, dass man dies überhaupt benötigt. Wäre sinnvoll für Umwelt und Verkehrssicherheit. Die SUV selbst sind schon sichere Fahrzeuge, aber nur für den Fahrer und solange bis diese auf ein kleineres Fahrzeug treffen.


Deine Antwort auf "Was hältst Du von einer generellen Winterreifenpflicht?"