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07.10.2010 18:06    |    MOTOR-TALK    |    Kommentare (1.261)    |   Stichworte: MOTOR-TALK, StVO, Umfrage, Winter, Winterreifen, Winterreifenpflicht

Was hältst Du von einer generellen Winterreifenpflicht?

Winterreifenpflicht - ja oder nein?Winterreifenpflicht - ja oder nein?Bundesverkehrsminister Ramsauer will noch vor Einbruch des Winters eine Winterreifenpflicht einführen. In der StVO soll dazu beschrieben werden, was Winterstraßenverhältnisse sind und wie Winterreifen definiert werden. So könne als Definition für „Winterstraßenverhältnisse“ gelten, ob Schnee oder Matsch, bzw. eine Schnee- oder Eisdecke auf den Straßen vorhanden ist. Zu „Winterreifen“ könne man solche Reifen zählen, die mit bestimmten Symbolen – eine Schneeflocke beispielsweise oder die Kennzeichnung „M+S“ für Matsch und Schnee – versehen sind. Doch ist das technische Definition genug? Verursacht ist das plötzliche Handeln des Verkehrsministers durch einen Beschluss des Oberlandesgerichts Oldenburg im Sommer, wonach die bisherige Vorschrift zu Winterbereifung in der StVO zu ungenau - also nicht verfassungskonform - ist. Nun gibt es genügend Argumente für und auch gegen die Winterreifenpflicht. Grundsätzlich muss ein Maximum an Sicherheit auf winterlichen Straßen gewährleistet werden. Ist dazu eine generelle Winterreifenpflicht erforderlich? Was meinst Du?


01.11.2010 14:43    |    gromi

M+S macht den Reifen zu einem Winterreifen...klar, deutlich und eindeutig...jedoch sind keine genormten Eigenschaften (im Sinne von verbesserter Traktion, kürzerem Bremsweg in Bezug auf einen wiederum genormten Referenzreifen) für einen Reifen festgelegt, damit dieser jene Auszeichnung erhalten darf...

 

M+S steht bei bestimmten Reifen meiner Meinung nach brerechtigterweise auf der Flanke, auch wenn es einigen Leuten nicht passt.

Denn für M+S muss der Reifen einfach nur eine bestimmte Relation von Positiv- zu Negativprofil aufweisen, bzw. übertreffen, weil er so auf Matsch und Schnee bessere Eigenschaften als ein "normaler" Reifen hat.

Dabei ist allerdings nichts genormt schon garnicht was ein "normaler" Reifen ist...

 

Ich frage mich manchmal wie fähig der gemeine Bürger überhaput ist mit seiner Mündigkeit umzugehen...

Anscheinend nicht sehr fähig, wenn sich letztens bei einer Umfrage ein Großteil der Kunden schockiert zeigte und BETRUG vermutete, als man ihnen sagte, dass der Schwarzwälder Schinken von ALDI, LIDL, NETTO, PENNY, NORMA, REAL, KAUFLAND etc. eben NICHT aus dem Schwarzwald kommt!!! Solche Leute glauben auch dass die Schwarzwälder Kirschtorten alle aus dem Schwarzwald kommen, sogar die, welche in Friesland (Gruß an meinen friesischen Freund) beim Bäcker um die Ecke in der Verkaufstheke stehen...

(Das Beispiel gilt teilweise nicht für Bewohner des Schwarzwaldes, denn dort kommt der regional hergestellte Schinken und die Torte tatsächlich aus dem Schwarzwald...hier kann man das Beispiel dann abändern...)


01.11.2010 15:02    |    saturn78

Zitat:

M+S macht den Reifen zu einem Winterreifen...klar, deutlich und eindeutig...jedoch sind keine genormten Eigenschaften (im Sinne von verbesserter Traktion, kürzerem Bremsweg in Bezug auf einen wiederum genormten Referenzreifen) für einen Reifen festgelegt, damit dieser jene Auszeichnung erhalten darf...

Nein, jeder Dödel-Hersteller aus dem Reich der Mitte kann "M+S" an die Flanke seiner Sommerreifen schreiben.

Da íst nichts eindeutig.

 

Das ist ja das Problem.

http://de.wikipedia.org/.../Autoreifen#Winterreifen_.28M.26S-Reifen.29

 

Zitat:

Denn für M+S muss der Reifen einfach nur eine bestimmte Relation von Positiv- zu Negativprofil aufweisen, bzw. übertreffen,

Ja? Welche denn? Und wo steht das?


01.11.2010 15:07    |    gromi

Jetzt zitierst du auch noch Wikipedia...:rolleyes:...das ist traurig und auch für mich keine Basis auf der ich eine Argumentation weiterführen will...

 

Außerdem zitierst du mich verkürzt und damit verdrehst du die Tatsachen...lies an der Stelle einfach weiter, dann verstehst dus bestimmt warum das M+S berechtigt ist...


01.11.2010 15:16    |    saturn78

Naja, du zitierst gar nix.

Aber bitte, wenns der Wahrheitsfindung dient, steht ungefähr das gleiche drinn:

 

www.kfz.de/glossar/w.php

www.autobild.de/artikel/report-winterreifen_57797.html

www.auto.de/.../...Continental-sehen-gestiegenes-Sicherheitsbeduerfnis

www.offroadreifen.com/programme/verbraucherinfos.php

 

Da es keine eindeutige Definition für M+S gibt, kann es sowohl berechtigt aus einem Reifen stehen, wie auch unberechtigt und ist damit.....Sinnlos...

 

Kommt jetzt auch noch eine Quelle für dein Verhältnis Positiv-/Negativprofil?

 

Wenn nicht, wäre das traurig.


01.11.2010 15:32    |    EJ9 Limo

dachte hier gehts um Winterreifenpflicht ! bin jedenfalls eindeutig dafür kenne genug idioten die es mit Sommerreifen bei ner festen schneedecke von 10 cm versucht haben im vergangenem jahr.

Resultat keine 5 Meter sind sie weit gekommen ink. querstellen und die anderen behindern.

Bin auch für strenge strafen die verhängt werden sollen für diejenigen die dann noch mit Sommerreifen unterwegs sind, zudem sollte auch das höchstalter festgelegt werden denke da an max 5-6 Jahre.


01.11.2010 15:45    |    gromi

Näheres zur Richtlinie wegen M+S, findet man im Anhang II im Unterpunkt 2.2. der Richtlinie 92/23/EWG...

 

Problematisch wegen der Schneeflocke ist allerdings noch die Tatsache, dass diese in Europa für bestimmte Hersteller warenrechtlich geschützt ist, do dass noch nicht mal alle Hersteller die in Europa ein Produkt auf den Markt werfen, welches die Schneeflockeneigenschaften erfüllen würde, dieses aufbringen dürften...


01.11.2010 16:08    |    saturn78

Zitat:

Näheres zur Richtlinie wegen M+S, findet man im Anhang II im Unterpunkt 2.2. der Richtlinie 92/23/EWG...

Aha, da wird die Angleichung der Rechtsvorschriften innerhalb der EU definiert.

Von negativem oder positivem Profil steht da nix, von M+S auch nicht.

 

Vielleicht solltest du dich erst belesen, bevor du Behauptungen in die Welt setzt.

 

Die "Schneeflocke" "gehört" der Amerikanischen Strassenbehörde NHTSA und nicht einem Hersteller. In Deutschland ist sie zusätzlich als Industriestandart definiert, was eine Eintragung als Markenlogo o.Ä. unmöglich macht.

 

Hättest du die o.g. Links mal angeklickt, wüßtest du das.


01.11.2010 16:25    |    Tim61

wo kommt nur der Blödsinn mit dem positven und negativem Profil her??????

 

Als Positivanteil bezeichnet man die Profilblöcke in der Lauffläche. Sie gewährleisten die Haftung des Reifens auf der Fahrbahn. Das Gegenteil vom Positivanteil sind die Profil-Rillen, auch Negativanteil genannt. Ich denke der meint dass, Flächenanteil der Rillen an der Gesamtfläche.


01.11.2010 16:37    |    gromi

Richtig, das meint er wohl...

Gäbs hier nen DANKE-Knopf, hätte ihn Tim61 eben von mir gedrückt bekommen... ;)

 

Nachdem mich Tim61 ja so gut versteht, gehe ich auch fast davon aus, dass er bald in der Lage sein wird saturn78 die Definition eines M+S-Reifens nach EU-Richtlinie zu erkären...


01.11.2010 16:47    |    Tim61

Gibt es ne EU-Richtlinie für M+S Reifen?

 

M + S ist eine Bezeichnung womit der Hersteller kund tut, dass er den Reifen als Winterreifen bezeichnet. Dann gibt es meines Wissen nach noch Empfehlungen oder allgemeine Meinungen, dass das Profil soundso grob sein soll und diese "Haftlamellen" haben sollte. Apropos Lamellen. Als Michelin damit rauskam und plötzlich so kein grobes Profil mehr hatte, haben alle gelacht. Bis sich diese Reifen als das Beste was der Markt hergab erwies. Wie soll jemand mit dieser Historie definieren können wie ein WR auszusehen hat? Ich denke da werden Leistungen gefragt sein.


01.11.2010 17:30    |    meyster

nochmal Update von meiner Seite:

 

neuer Satz Winterreifen (Semperit Speed Grip - gut getestet, "made in Germany") montiert am 15.10.2010: in den mittlerweile ca. 2 Wochen gab es zwei Fahrten bei unter 5°C, ansonsten eher so wie heute 8 - 15°C. Wechselzeitpunkt im Oktober, hat sich also nicht gelohnt.

 

Nach wie vor schmiert der Winterreifen gerade bei >10°C extrem. Einige Kurven bzw. Autobahnabfahrten müssen so ca. 20 kmh langsamer gefahren werden, als mit den Sommerreifen. Das gilt ganz besonders bei nasser Fahrbahn. Auch wird zügiges Anfahren auf trocker und nasser Straßen auch bei Temperaturen zwischen 3 - 8°C mit sofortiger Regelung des ESP quittiert. Die Sommerreifen hatten dagegen NIE Traktionsprobleme.

 

Ich bin kein verrückter Raser, aber hin- und wieder einfach zügig Anfahren (Auto: Ford Mondeo 2.2 TDCI, 175 PS) sollte doch drin sein. Meine Überzeugung bleibt jedenfalls: Winterreifen nicht länger als unbedingt nötig fahren. Empfohlener Zeitraum hier in Köln / Niederrhein: Mitte November - Ende Februar.

 

Noch ein Nachwort: ich fühle mich von WR nicht akut gefährdet, aber sie stellen einen enormen Komfortverzicht da, weil man plötzlich beim zügigen Fahren - was bei 14°C normalerweise drins ein sollte - an die Belastungsgrenze der Reifen denken muss. Es läßt sich halt fahren, aber eben nicht so schön wie auf SR.

 

Achja: Aussicht für diese Woche: kein Tag unter 10°C. Ein Hoch auf die O bis O Prediger :D

 

Grüße


01.11.2010 18:02    |    Tim61

okay, du erwartest also jedes Jahr eine Anpassung an die Gegebenheiten. Wer zahlt das, wer will das kontrollieren?

 

Mein Schwager fährt übrigens den gleichen Wagen mit ContiWinterreifen. Er meint bei den 235/40x18ern merkt er keinen Unterschied zwischen WR und SR.


01.11.2010 18:24    |    meyster

Ich erwarte lediglich vernünftige Regeln, wie sie mittlerweile auch gesetztlich geschaffen bzw. angepasst wurden.

 

Bei Schnee und Eis: Winterreifen. Aber bitte keine festen Jahreszeiten und keine pauschalen Forderungen nach sicherheitstechnisch fraglichen Regeln.

 

Wenn dein Schwager keine Unterschiede zwischen WR und SR merkt, dann fährt er vermutlich einfach verhalten - was ja auch ok ist. In dem Format fällt der Unterschied gewiss auch etwas schwächer aus (ich bin von 235 SR auf 215 WR gewechselt), aber auch auf den Conti und in dem Format wird es da einen nicht unwesentlichen Unterschied geben. Der von der Autobild gemesse Unterschied im Bremsweg zwischen WR und SR von 6 Metern aus 100 kmh gelten auch für Breitreifen!

 

Auf Contis war ich im letzten Winter mehrfach unterwegs. Haben auf einer Tour bei -10°C einwandfrei gearbeitet. War ein S-Max 2.2 TDCI. Was sich aber selbst bei diesen Temperaturen feststellen ließ. Der Reifen ist sehr weich und reagiert in Folge dessen relativ indirekt und fühlt sich "schwammig" an.

 

Bislang habe ich erst einen Winter-Reifen gefahren, der diese Eigenschaft nicht gezeigt hat. Der Goodyear Ultra Grip Performance. Sehr gute Eigenschaften auf trockener und nasser Straße und beim Verschleiß (aus eigener Erfahrung). Aber dafür auch miserabel auf Schnee.

 

Grüße


01.11.2010 18:25    |    gromi

Ich glaube er meint damit, dass die Anpassung an die Gegebenheiten (quasi die Bestimmung des Zeitpunktes zum Wechsel auf Winter-/Sommerräder) jeder selbst übernimmt, indem der ach so mündige Bürger selbst entscheidet wann er auf Winterreifen umsteigt...


01.11.2010 18:39    |    schipplock

das Leben ist so komplex geworden und ihr schlabbert ueber Schneeflocken und M+S :). Merkt ihr noch was?


01.11.2010 19:59    |    __NEO__

Zitat:

Original geschrieben von meyster

 

nochmal Update von meiner Seite:

 

neuer Satz Winterreifen (Semperit Speed Grip - gut getestet, "made in Germany") montiert am 15.10.2010: in den mittlerweile ca. 2 Wochen gab es zwei Fahrten bei unter 5°C, ansonsten eher so wie heute 8 - 15°C. Wechselzeitpunkt im Oktober, hat sich also nicht gelohnt.

 

Nach wie vor schmiert der Winterreifen gerade bei >10°C extrem. Einige Kurven bzw. Autobahnabfahrten müssen so ca. 20 kmh langsamer gefahren werden, als mit den Sommerreifen. Das gilt ganz besonders bei nasser Fahrbahn. Auch wird zügiges Anfahren auf trocker und nasser Straßen auch bei Temperaturen zwischen 3 - 8°C mit sofortiger Regelung des ESP quittiert. Die Sommerreifen hatten dagegen NIE Traktionsprobleme.

 

Ich bin kein verrückter Raser, aber hin- und wieder einfach zügig Anfahren (Auto: Ford Mondeo 2.2 TDCI, 175 PS) sollte doch drin sein. Meine Überzeugung bleibt jedenfalls: Winterreifen nicht länger als unbedingt nötig fahren. Empfohlener Zeitraum hier in Köln / Niederrhein: Mitte November - Ende Februar.

 

Noch ein Nachwort: ich fühle mich von WR nicht akut gefährdet, aber sie stellen einen enormen Komfortverzicht da, weil man plötzlich beim zügigen Fahren - was bei 14°C normalerweise drins ein sollte - an die Belastungsgrenze der Reifen denken muss. Es läßt sich halt fahren, aber eben nicht so schön wie auf SR.

 

Achja: Aussicht für diese Woche: kein Tag unter 10°C. Ein Hoch auf die O bis O Prediger

 

Grüße

Welche Dimension fährst Du denn im Sommer und welche als Winterreifen?

 

Wenn ich mit meinen 235/45R17 Sommerreifen unterwegs bin kann ich auch schneller in Autobahnauffahrten reinfahren als wenn ich meine 205/55R16 Winterreifen drauf habe. Ob das als "Vergleich" zwischen Sommer und Winterreifen herhalten kann wage ichmal zu bezweifeln. Ich hätte mir ja auch 17" 235/45er Winterreifen kaufen können. Habe das aber bewusst nicht getan (weil ich da z.B. keine Schneeketten drauf bekomme) und stimme deshalb mein Fahrverhalten darauf ein.


01.11.2010 21:28    |    meyster

@schipplock:

 

die Diskussion finde ich auch sehr überflüssig. Der durchschnittliche Autofahrer kauft seine Reifen i.d.R. beim Reifenhändler. Wenn er dort Winterreifen bestellt, wird er wohl welche bekommen, die wintertauglich sind. Also welche, die in den großen Zeitungen getestet werden. Und das sind alles Winterreifen.

 

Und ein paar Ausnahmen, die im Interesse des Geldbeutels das Gesetz untergraben wollen wird es immer geben. Hier wird dann ein Richter über Schuld und Unschuld entscheiden dürfen.

 

@neo:

im Sommer 235/45R17, im Winter 215/55R16. Also so gesehen hat der WR von der Dimension einen Nachteil. Der dürfte diesen Effekt aber nicht ausschließlich verursachen.


01.11.2010 23:54    |    Tim61

wie ich schon schrieb, man kann mit WRs nicht den Sommer auf die Strasse zurück holen. Mit keinem Reifen.


02.11.2010 08:28    |    Michael Gehrt

@Tim. Ich erwarte nicht jedes Jahr angepaßte Regeln. Es ist doch simpel. Fahre ich mit einem Auto draußen herum, wenn es glatt ist und schneit, haben WR drauf zu sein. Sind sie das nicht gibts eine Strafe. Dabei ist es wurscht, ob es sich um Ende Oktober oder erst Dezember oder schon April/Mai handelt.

 

Fahre ich aber bei trockenem Wetter, nicht glatt im Dezember kann mir keiner eine Strafe aufbrummen, wenn ich Sommerreifen drauf habe.

 

Von daher wäre ein von vornherei fest festgezurrter Zeitraum schlichtweg Blödsinn. Sondern es zählt der gesunde Menschenverstand, der nur in eine entsprechende gesetzliche Regelung eingebracht gehört. Es ist nur eine Frage der Formulierung, wie man obiges rechtssicher in Paragraphen verpackt.


02.11.2010 09:00    |    Tim61

Hatten wir letzte oder vorletzte Woche. Meine Tochter fährt abends zur Fete. 8Grd, alles im grünen Bereich. 6Uhr kam sie zurück, auf den Strassen Raureif.

 

Wie willst du solche Situation gesetzlich fixieren ohne Zeiten? So wie es jetzt ist gibt es mir zuviele Schlupflöcher. Es gibt ja Parken mit und ohne Behinderung. Vielleicht kann man das ja einteilen? Aber ich seh dann schon die Proteste kommen, wenn ein Polizist sagt, dass es winterlich war und der Fahrer meint, dass das T-Shirt ihn immer noch wärmt.


02.11.2010 09:18    |    saturn78

Zitat:

wo kommt nur der Blödsinn mit dem positven und negativem Profil her??????

Der kommt von Gromi:

Zitat:

Denn für M+S muss der Reifen einfach nur eine bestimmte Relation von Positiv- zu Negativprofil aufweisen, bzw. übertreffen,

Nur steht das Nirgendwo. Es gibt diesbezüglich auch keine EU-Richtlinie. M+S ist überhaupt nicht definiert, oder geschützt. Wie schon mehrfach erwähnt, kann jeder Dödel-Hersteller an seinen Reifen M+S schreiben.

Bisher ist einzig die Schneeflocke, in Europa, als Industriestandart definiert, in den USA behördlich überwacht.

 

@gromi:

Du stellst pertmanent irgendwelche Behauptungen in den Raum, bezüglich EU-Richtlinien, M+S-Rädern, irgendwelchen angeblich markenrechtlich geschützten Schneeflocken, etc....

 

Wann möchtest du bitte anfangen, dein wildes Gestammel zu belegen?

Die Einzige Quelle, die du bisher in der Lage warst zu nennen, hat leider mit M+S-Reifen so gut wie nix zu tun, jedenfalls nicht zur aktuellen Diskussion.

 

Das ist sehr dünn, besonders für jemanden, der sich kurz zuvor noch über Quellen lustig gemacht hat.

Wo ist sie denn, deine Definition nach EU-Richtlinien??

Kannst du sie uns Unwissenden nicht einfach nennen?


02.11.2010 09:36    |    saturn78

Zum Thema zurück:

 

M+S bedeutet (ursprünglich) Mud&Snow, also eine (behauptete) Eignung für Matsch und Schnee. Keine besondere, nicht mal behauptete, Eignung für Nässe und Glätte, bzw, tiefe Temperaturen.

 

Beispiel:

 

Mein (Wald-) Touareg, der eigendlich nur fürs Revier da ist, fährt auf BF Goddrich AllTerrain T/A, das sind Geländereifen, die mit Geröll, Matsch, Sand usw. klarkommen sollen. Das tun sie auch ganz hervorragend, bringen mich im Wald überallhin, durch tiefe Fahrspuren, Schlammlöcher etc...

 

Und natürlich haben sie M+S - Kennzeichnung.

 

Auf nasser, kalter Strasse, oder auf Eis sind sie aber eine Katastrophe, im letzten Winter musste ich mir daher noch Winterräder besorgen, weil ich mit den Bf´s kaum unsere vereiste Auffahrt hochgekommen bin, wärend der Polo meiner Frau, mit Winter-Conti´s damit überhaupt keine Schwierigkeiten hatte.

 

Von unterirdischen Bremswegen der BF´s, auf vereister Strasse mal ganz zu Schweigen.

Was konnte ich mir also (im letzten Winter) von der M+S-Bezeichnung auf den BF´s kaufen?

 

Nix!

Oder doch:

Nen Satz Winterräder!


02.11.2010 11:30    |    Byanic

Zitat:

01.11.2010 17:30 | meyster meyster

 

nochmal Update von meiner Seite:

 

neuer Satz Winterreifen (Semperit Speed Grip - gut getestet, "made in Germany") montiert am 15.10.2010: in den mittlerweile ca. 2 Wochen gab es zwei Fahrten bei unter 5°C, ansonsten eher so wie heute 8 - 15°C. Wechselzeitpunkt im Oktober, hat sich also nicht gelohnt.

 

Nach wie vor schmiert der Winterreifen gerade bei >10°C extrem. Einige Kurven bzw. Autobahnabfahrten müssen so ca. 20 kmh langsamer gefahren werden, als mit den Sommerreifen. Das gilt ganz besonders bei nasser Fahrbahn. Auch wird zügiges Anfahren auf trocker und nasser Straßen auch bei Temperaturen zwischen 3 - 8°C mit sofortiger Regelung des ESP quittiert. Die Sommerreifen hatten dagegen NIE Traktionsprobleme.

 

Ich bin kein verrückter Raser, aber hin- und wieder einfach zügig Anfahren (Auto: Ford Mondeo 2.2 TDCI, 175 PS) sollte doch drin sein. Meine Überzeugung bleibt jedenfalls: Winterreifen nicht länger als unbedingt nötig fahren. Empfohlener Zeitraum hier in Köln / Niederrhein: Mitte November - Ende Februar.

 

Noch ein Nachwort: ich fühle mich von WR nicht akut gefährdet, aber sie stellen einen enormen Komfortverzicht da, weil man plötzlich beim zügigen Fahren - was bei 14°C normalerweise drins ein sollte - an die Belastungsgrenze der Reifen denken muss. Es läßt sich halt fahren, aber eben nicht so schön wie auf SR.

 

Achja: Aussicht für diese Woche: kein Tag unter 10°C. Ein Hoch auf die O bis O Prediger :D

 

 

Grüße

Danke! So war mein Empfinden auch, aber bei gleicher Reifengröße.

 

Ich finde es sollte keine Pflicht geben, jedoch extrem Harte Geldstrafen, wenn man einen Unfall baut oder andere dadurch behindert...

Ich denke dann werde es die auch lernen, die meinen bei Schnee mit Sommerreifen fahren zu müssen, wenn sie mal 1000 € abdrücken müssten beim querstehen auf der Straße...


02.11.2010 11:46    |    Tim61

was hat das Unfallopfer davon, dass derjenige bestraft wird??

 

Zweimal gut gegangen heisst zweimal richtig gehandelt. Eurem Beitrag nach hat es sich gelohnt. Ist wie ein bisschen schwanger sein.


02.11.2010 11:55    |    Byanic

Zitat:

? 02.11.2010 11:46 | Tim61 Tim61

 

was hat das Unfallopfer davon, dass derjenige bestraft wird??

 

 

Zweimal gut gegangen heisst zweimal richtig gehandelt. Eurem Beitrag nach hat es sich gelohnt. Ist wie ein bisschen schwanger sein.

Ich glaube kaum, daß ein Fahrer mit Sommerreifen auf verschneiter Fahrbahn rasen wird, das jemand extrem zu Schaden kommen könnte.

 

Schlechtes Argument mit den Unfallopfern. Es gibt ja auch im Sommer Raser, die sich plötzlich auf der Gegenfahrbahn befinden.

Sollten nun alle Autos gedrosselt werden auf 10 PS, damit das nicht mehr passiert?

 

Eventuell rutscht der Sommerreifenfahrer dem ein oder andere rein, spätestens wenn es sich rumgesprochen hat, das es empflindliche Strafen für so etwas gibt, wird es fast keiner mehr wagen bei Schnee mit Sommerreifen zu fahren.


02.11.2010 12:11    |    meehster

Das geht aber immer noch nicht, solange Winterreifen nicht anständig definiert sind. Sobald man eine anständige Definition gefunden hat, kann man dann einige Jahre später eine Benutzungspflicht bei entsprechenden Bedingungen einführen. Wer auch nur versucht, vorher eine Benutzungspflicht einzuführen, ist eine Lachnummer für alle denkenden Menschen.

 

Ich bin ja dafür, daß eine Verpflichtung eingeführt wird, doch man sollte sich da beeilen, sonst wird es für den Winter 2018/2019 auch schon langsam zu spät.


02.11.2010 12:14    |    Byanic

Zitat:

Das geht aber immer noch nicht, solange Winterreifen nicht anständig definiert sind. Sobald man eine anständige Definition gefunden hat, kann man dann einige Jahre später eine Benutzungspflicht bei entsprechenden Bedingungen einführen. Wer auch nur versucht, vorher eine Benutzungspflicht einzuführen, ist eine Lachnummer für alle denkenden Menschen.

 

 

 

Ich bin ja dafür, daß eine Verpflichtung eingeführt wird, doch man sollte sich da beeilen, sonst wird es für den Winter 2018/2019 auch schon langsam zu spät.

Stimmt... gibt noch einiges, was nicht richtig definiert ist, oder wo Überarbeitungsbedarf besteht... :D


02.11.2010 12:22    |    Tim61

@Byanic

 

Meine Tochter trifft mit ihrer 2CV einen nagelneuen Polo genau unten in der B-Säule. Polo Totalschaden. 2CV hatte nagelneue SR, Stoßstange kaputt. Strasse war ca um den Gefrierpunkt kalt. Das Palaver, den die Polofahrerin hatte, möchte ich nicht haben. Hatte ich aber auch schon.


02.11.2010 12:39    |    Byanic

Zitat:

? 02.11.2010 12:22 | Tim61 Tim61

 

@Byanic

 

Meine Tochter trifft mit ihrer 2CV einen nagelneuen Polo genau unten in der B-Säule. Polo Totalschaden. 2CV hatte nagelneue SR, Stoßstange kaputt. Strasse war ca um den Gefrierpunkt kalt. Das Palaver, den die Polofahrerin hatte, möchte ich nicht haben. Hatte ich aber auch schon.

Klar das ist ärgerlich.

 

Aber mit einer Pflicht kommt man nicht weit, trotz Verbot wird auch unter Alkoholeinfluss gefahren usw...

 

Ich finde man sollte jeden machen lassen, irgendwann kommt der Lerneffekt, und den gibt man weiter, da bin ich mir sicher.

 

Wenn ich 2000 € bei einem Unfall mit Sommerreifen zahlen müsste (Strafe), oder beim blockieren der Straße 1000 € würde ich mir die Fahrt mit Sommerreifen bei Schnee 2 x überlegen.

Wir haben zu milde Strafen in Deutschland, eine Pflicht bewirkt absolut 0, wenn die Strafen nicht Stimmen.

 

Wen diese Geldstrafen nicht kratzen, der würde auch trotz Winterreifenpflicht nicht mit Winterreifen fahren.

 

Ist doch das gleiche mit dem "zu schnell" fahren.

Wenn man statt den erlaubten 50 mit 70 unterwegs ist, was machen da 200 € oder was das kostet? Wo ist da der Anreiz langsam zu fahren?

 

Wenn man aber nun 800 € dafür zahlen müsste, würde man sich das zu schnell fahren auch wieder 2 x überlegen, außer man möchte sein Geld los werden... ;)

Irgendwann hat man auch kein Geld mehr fürs Auto fahren, bei diesen Strafen und das mit dem Rasen erledigt sich von selbst... und das beste ist: Man kann darüber selbst bestimmen, was man daraus macht.


02.11.2010 12:49    |    Tim61

Oh ja. Dann beschweren sich alle die ja gezwungen sind 100km zur Arbeit zu fahren, weil die Industrie so unverschämt war, nicht in ihrer Nachbarschaft ihnen einen Job anzubieten. Denk mal an die berühmten 0,30€ km Pauschale. Der böse Staat will sich dann bereichern. Aua.

 

Es gilt leider in Deutschland die generelle Gleichberechtigungs Regel. In Deutschland muss jeder Aston Martin fahren dürfen und können. Da ist nichts mit höheren Strafen. Die Kiste muss doch irgendwie finanziert werden. Und bevor der Staat das korrupt einkassiert, will doch der ALG2 Porschefahrer seine Strafmandate finanziert wissen. Der kann sich nun mal, aufgrund der viel zu niedrigen Hartz4 Sätze keine Tachoraparatur leisten, von Bremsen und WRs mal ganz zu schweigen.


02.11.2010 12:56    |    Byanic

Zitat:

Zitat:

? 02.11.2010 12:49 | Tim61 Tim61

 

Oh ja. Dann beschweren sich alle die ja gezwungen sind 100km zur Arbeit zu fahren, weil die Industrie so unverschämt war, nicht in ihrer Nachbarschaft ihnen einen Job anzubieten. Denk mal an die berühmten 0,30€ km Pauschale. Der böse Staat will sich dann bereichern. Aua.

 

Es gilt leider in Deutschland die generelle Gleichberechtigungs Regel. In Deutschland muss jeder Aston Martin fahren dürfen und können. Da ist nichts mit höheren Strafen. Die Kiste muss doch irgendwie finanziert werden. Und bevor der Staat das korrupt einkassiert, will doch der ALG2 Porschefahrer seine Strafmandate finanziert wissen. Der kann sich nun mal, aufgrund der viel zu niedrigen Hartz4 Sätze keine Tachoraparatur leisten, von Bremsen und WRs mal ganz zu schweigen.

:D

 

Ich bin auf jeden Fall für weniger Verbote und Gesetze und Pflichten bei manchen Dingen.

 

Ein Mensch der es geschafft hat den Führerschein zu machen, sollte in der Lage sein, sein Auto auch angepasst fahren zu können.

 

Wer es nicht schafft, sollte sich nicht erwischen lassen, oder eben saftige Strafen zahlen.

 

Ich würde mich genauso davor hüten, z.B. in Texas einen Mord zu begehen, da weiß man wo man endet, wenn man gefasst wird... :eek:

Aber in Deutschland wäre man nach spätestens 10 Jahren raus... :confused:

 

In manchen Fällen auch eine Sauerei, wenn man unschuldig sitzt.....


02.11.2010 17:26    |    meehster

Soo, eines unserer Autos trägt seit eben Winterreifen.

 

Was mir aufgefallen ist: Es steht nur groß "WINTER" auf der Flanke und das M+S-Zeichen ist da. Der Berg mit der Schneeflocke ist nicht da drauf. Aber da wir ja in Europa sind, speielt das ja eigentlich keine Rolle.


02.11.2010 20:51    |    meyster

Gromi, wer ist "er" und was spricht gegen einen mündigen Bürger?


02.11.2010 20:59    |    meyster

@meehster: was für reifen sind das? alle europäischen und namhaften Hersteller drucken die schneeflocke und m+s auf die reifen. wer sicher fahren will, kauft sich sowieso einen halbwegs gut getesteten reifen.

 

wem Sicherheit egal ist, kauft irgendetwas und hat rechtlich vielleicht trotzdem recht. ich glaube aber, dass der Anteile dieser doch recht klein sein wird. und jeder als m+s - auf schnee. und darum geht es doch... es gibt wohl kein gesetz, dass irgendwelche testsieger explizit vorschreibt....


02.11.2010 22:44    |    teddy1x

Meine Winterreifen haben erstaunlicherweise bessere Fahreigenschaften, sind nicht lauter und haben mehr Grip bei allen Strassenverhältnissen als die bei Volvo serienmässig verbauten. Es liegt also im Umkehrschluss nicht an Sommer bzw. Winterreifen.

Wer es nicht selber erlebt hat, glaubt es nicht. Ich kann gerne bei Bedarf die Marken reinstellen....

Ich würde mir, wenn ich nicht 8 Alus hätte, garantiert nur noch Ganzjahresreifen kaufen.


02.11.2010 23:16    |    meehster

@ meyster: Es handelt sich um im Jahre 2007 produzierte Reifen der Marke Firestone (ich dachte, es wäre Kléber, aber ich hab mich geirrt) in der Dimension 135/80R13 70Q, die genaue Bezeichnung weiß ich jetzt nicht (ich glaube FW 930 oder so ähnlich) und ich kann auch nicht mal eben nachschauen, denn der Wagen ist gerade unterwegs. Schatzi ist damit bei der Arbeit.

 

Und von wegen Tests: Wo kann ich aktuelle Tests von Winterreifen in der Dimension 135/80R13 oder in 155/65R13 nachschlagen? Nur dann kann ich ja wissen, ob mein Reifen eine gute Bewertung bekommen hat oder welchen ich als nächsten kaufe.

 

Daß die Schneeflocke nicht drauf ist, ist kein Problem, denn ich lebe nicht in den USA. Ich glaube auch nicht, daß Reifen in der Größe 135/80R13 von der US-Behörde NHTSA getestet und zertifiziert werden. Das ist sicher keine sehr gängige Größe in den USA ;)


02.11.2010 23:35    |    __NEO__

Meiner Meinung nach müssten die Strafen für Fahren mit Sommerreifen bei winterlichen Bedingungen im Falle der Behinderung oder gar Schädigung anderer Verkehrsteilnehmer oder auch Sachbeschädigung so hoch sein, dass man sich für den selben Betrag auch 2 Sätze vernünftige Winterräder hätte kaufen können.


03.11.2010 09:44    |    Byanic

Zitat:

02.11.2010 23:35 | __NEO__ __NEO__

 

Meiner Meinung nach müssten die Strafen für Fahren mit Sommerreifen bei winterlichen Bedingungen im Falle der Behinderung oder gar Schädigung anderer Verkehrsteilnehmer oder auch Sachbeschädigung so hoch sein, dass man sich für den selben Betrag auch 2 Sätze vernünftige Winterräder hätte kaufen können.

Was sind Winterräder? Meintest du Windräder? :D

 

Ich würde lieber Bahn fahren... :rolleyes:


03.11.2010 11:14    |    vrano2

Es können von mir aus alle mit Sommerreifen im Winter fahren. Nur dann sind Sie Schadenersatzpflichtig bei einen Unfall oder Stau.

Aber dies alles aus eigener Tasche begleichen. Ob er dann noch Geld hat für ein Auto ist fraglich, denn dann braucht er keine Sommer- bzw. Winterreifen mehr.


03.11.2010 11:35    |    Byanic

Zitat:

Es können von mir aus alle mit Sommerreifen im Winter fahren. Nur dann sind Sie Schadenersatzpflichtig bei einen Unfall oder Stau.

 

Aber dies alles aus eigener Tasche begleichen. Ob er dann noch Geld hat für ein Auto ist fraglich, denn dann braucht er keine Sommer- bzw. Winterreifen mehr.

So sehe ich es auch.

 

Eine Pflicht bringt nichts, da sich so oder so einige nicht daran halten.

 

Dann sollte man es lernen indem es viel Geld kostet, der Lerneffekt wird groß sein, und es wird sich herumsprechen, das es im Schadensfall ziemlich teuer für einen wird...


Deine Antwort auf "Was hältst Du von einer generellen Winterreifenpflicht?"