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MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

10.09.2017 01:00    |    nick_rs    |    Kommentare (221)    |   Stichworte: C, C-Klasse, Mercedes, S204, Spritsparen, Spritspartipps, Startstopp

Die Segelfunktion hilft beim SparenDie Segelfunktion hilft beim SparenHallo liebe Leser,

 

Beim Verbrauch gibt es immer Optimierungspotential, deswegen teste ich immer wieder ein paar Tricks und werde sie in meiner Reihe "Spritsparen" vorstellen.

 

 

Heute: Was bringt Start-Stopp?

 

Es wird mal wieder Zeit diese Blogreihe wiederzubeleben. In letzter Zeit bin ich quasi durchgängig mit unserer C-Klasse unterwegs. Da ich in den Semesterferien Vollzeit arbeite und jeden Tag die selbe Strecke zur Arbeit fahre bietet es sich doch an ein paar "Langzeit"-Experimente zu machen.

Im C-Klasse Forum sind immer wieder Stammtischweisheiten über die Start-Stopp Automatik zu lesen und so möchte ich in diesem Artikel ein wenig damit aufräumen und das ganze mit einer Statistik untermalen.

 

Meine Erfahrungen

 

Zuerstmal bin ich ein großer Fan der Start-Stopp Automatik. Ich mag die Ruhe im Stand und das gute Gewissen, dass ich gerade nicht unnötig Abgase in die Unwelt schieße. Das geht sogar so weit, dass ich auch das Cabrio (kein Start-Stopp) bei längeren Rotphasen ausschalte. Das lohnt sich ab 10 Sekunden, sagt der TÜV Nord. Bei Start-Stopp Systemen schon im Schnitt ab 3 Sekunden. Nichtsdestotrotz fordert das Fahren mit Start-Stopp Konzentration. Zum einen, müssen sich die "Ampelroller" diesesen Schwachsinn abgewöhnen - da es zu Missverständnissen kam: mit Ampelrollern sind die Leute gemeint, die mit schleifender Kupplung oder kriechendem Wandler an der Ampel stehen und Millimeter für Millimeter vorrücken –, zum Anderen muss man auch in normalen Situationen wachsam sein: Fährt man beispielsweise an eine Schlange an der Ampel ran während die Lichtzeichen schon wieder grün zeigen lohnt das Abschalten nicht, ebenso beim Abbiegen an Stoppschildern. Mercedes hat es in dem Fall gut gelöst und der Motor geht nur aus, wenn man das Bremspedal fest drückt. Dann nutzt man auch die praktische "Hold" Funktion. Überhaupt hat Mercedes laut Autobild das beste Start-Stopp System, da eine elektrische Getriebeölpumpe den Druck im Wandler der 7G-Tronic "Plus" aufrecht erhält und so keine Verzögerung beim Start mit ausgeschaltetem Motor messbar ist. Aber auch wenn man ein Auto eines anderen Herstellers fährt sind die Verzögerungen so gering, dass sie im Alltag kaum relevant sind. Also stellt sich die Frage: Warum nicht abschalten?

 

Und der Verbrauch?

 

Die Werte entnehme ich dem Boardcomputer. Eine interessante Auffälligkeit ist, dass das Auto auf dem Weg zur Arbeit mit einem Kaltstart am Morgen im Schnitt 0,5L mehr verbraucht als auf der Rückfahrt, auf der sogar dank der sonnigen Tage die Klimaanlage ordentlich arbeitet. Wenn ich nach 8h Arbeit ins Auto steige hat das Kühlwasser noch ~60°. Es ist schon erstaunlich wie lange ein V6 Diesel die Wärme hält.

 

HinfahrtHinfahrtRückfahrt (selber Tag)Rückfahrt (selber Tag)

 

Aber zurück zum eigentlichen Test. Mein Weg zur Arbeit ist 25km reiner Stadtverkehr mit roten Ampeln alle 100-300m. Da Hamburg das System der grünen Welle noch nicht ganz verstanden hat steht man wirklich viel, daher erhoffte ich mir eine klare Ersparnis durch das Start Stopp System.

 

KW 34 Start-Stopp aktiv

 

 

KW 35 Start-Stopp inaktiv

 

 

Unterm Strich haben wir also eine Einsparung von 0,91 L/100km.

 

Fazit

 

Das Start-Stopp System drückt den Verbrauch im Stadtverkehr also auf rund 7.5L, was ich für einen schweren 3.0L Diesel wirklich gut finde. 0,9L Ersparnis wären in meinem Fall nur für die Strecken zur Arbeit und zurück eine Ersparnis von 130€ pro Jahr. Mit zusätzlichen Freizeitfahrten dürfte die Ersparnis pro Jahr auf geschätzte 160-200€ ansteigen, je nach Nutzung und Fahrprofil.

 

Nun behaupten die Start-Stopp Gegner, dass der Verschleiß den Verbrauchsvorteil ja wieder wett macht. Anlasser, Batterie, Turbos,... alles würde frühzeitig kaputt gehen.

Dann schauen wir uns ein modernes Start-Stopp System mal genauer an:

Start Stopp Systeme besitzen verstärkte Anlasser. Zum einen, damit die Motoren schneller anspringen, aber auch um die vielen Starts zu verkraften. Außerdem halten Motoren beim "Start-Stopp-Stopp" so an, dass der Anlasser nur 60° drehen muss - sprich 1/6 Umdrehung - bis der Motor wieder läuft. Einspritzung, Zündung & co. stehen ja noch wartend bereit. Mit einem vorzeitigem Verschleiß des Anlassers ist also nicht zu rechnen. Dazu haben die meisten modernen Autos garkeinen Anlasser mehr sondern starten über einen Elektromotor wie bspw. die Lichtmaschine. Elektromotoren arbeiten verschleißfrei. Desweiteren haben Start-Stopp Systeme (zumindest das von Mercedes) eine extra Start-Stopp Batterie die für viele kurze Stromstöße um das Auto zu starten ausgelegt ist. Außerdem umgeht man so einen Spannungsabfall im Boardnetz und damit ein flackern der Lampen beim Starten an der Ampel. Eine elektrische Wasserpumpe sorgt weiterhin für ausreichend Kühlung der Komponenten und das Argument, die Kette sei nicht gespannt ist bei solch kurzen Stopp-Phasen im warmen Zustand auch hinfällig, so schnell sackt der Öldruck nicht ab. Höchstens die Lager werden durch die geringen Drehzahlen beim Starten und Stoppen höher belastet. Das ist allerdings so marginal, dass es wohl kaum messbar ist. Und sind wir mal ehrlich: wie viele Autos erleiden einen Lagerschaden?

Fakt ist: Start-Stopp Systeme sind seit 10 Jahren häufig anzutreffen und seit 5 Jahren in praktisch jedem Neuwagen vorhanden. Von besonderen Ausfällen der Komponenten die die Start-Stopp Technologie auch nur im geringsten betreffen ist immer noch nichts zu hören. Sollten die Bauteile stärker belastet werden, müsste man doch irgendwann von einer Reihe von Defekten Wind bekommen?

 

Wir merken uns also: erhöhter Verschleiß ist nicht messbar, auf der "Haben" Seite steht aber ein deutlich geringerer Verbrauch. Damit verbunden eine deutliche Geldeinsparung und der Umwelt tut man auch was gutes. Mein Start-Stopp-System bleibt also eingeschaltet!

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13.09.2017 11:59    |    d.hoeck

Ein Diesel Motor braucht im Leerlauf etwa 1 L pro Stunde.

Wenn man auf 100 km 15 Minuten Motorlauf gespart hat, dann wären das etwa 100 Mal Aus (9 sec) und An.

Und 1/4 L Diesel gepsart. Toll.

Und 1/8 L Extraverbrauch für die Startvorgänge: Nicht so toll.

Und nach 1000 km vielleicht einen Euro gespart.

 

Dafür der Aufwand und das Risiko ??? Nee !!!!


13.09.2017 17:10    |    Mario_G7

Ich nutze das Start-Stop-System auch gerne. Gerade in der Stadt, mit vielen Ampeln, sieht man die Einsparung extrem.

 

Zum Thema "an die Ampel anrollen": Grundsätzlich begrüße ich das und praktiziere ich das auch, aber ich stelle meine Spriteinsparung nicht über alles. Und das ist es auch was mich teilweise bei anderen aufregt, weil sie es ins Extreme pervertieren.

 

Da gibt es zum Beispiel die Fahrer, die erst abbremsen und dann mit 20-30 auf eine Ampel zu fahren. Meistens wird dann die Ampel grün und die sind noch ~150 m von der Ampel entfernt. Dann geben sie Gas und es kommen vielleicht noch zwei Autos drüber, statt fünf oder sechs.

Toll! Was der eine an Sprit eingespart hat, verblasen die anderen dafür um so mehr.

 

Das können sie ja gerne machen wenn sie alleine sind, aber bitte nicht im Berufsverkehr!


13.09.2017 17:21    |    Mario_G7

Bei den Contra-Argumenten lese ich immer nur "könnte" und irgendwelche Vermutungen.

Wenn Start/Stopp wirklich so problematisch wäre, warum liest man dann kaum darüber was?


13.09.2017 18:24    |    komford

Warum man darüber nichts liest?

Wahrscheinlich und vermutlich ;) kann man einen Schaden nur schwerlich der Nutzung von Start-Stopp zuordnen.


13.09.2017 18:34    |    Mario_G7

Naja, allein die Anzahl gestorbener Anlasser müsste sich ja nachweislich erhöht haben. :)

 

Und da in den Foren sonst jedes noch so kleine Mängelchen thematisiert wird, kann ich daraus schließen, dass zumindest die Anlasser durch S/S keinen Schaden nehmen.


13.09.2017 18:35    |    Paradroid

Man liest auch deshalb nicht so viel, da die meisten Fahrzeuge noch nicht so alt sind. Auch sonst ging bei jungen Autos selten ein Anlasser flöten. Das schlimme ist ja letztlich die zusätzlich zu dem anderen Turbo-Elektro-Fahrwerkskram verbaute Kostenzeitbombe.

 

Überhaupt, diese Bevormundung ist mal wieder typisch. Ich hatte mir schon vor 20 Jahren angewöhnt, das Auto beim Anrollen an eine gerade Rot werdenden Ampel oder schließender Bahnschranke abzuschalten.

Andere Situationen, in denen ein Abschalten Sinn macht, fallen mir im Moment nicht ein. Kann mir keiner erzählen, dass 10 Sekunden irgendeine positive Wirkung erzielen.

Die Bewegung des Zündschlüssels oder von mir aus das Drücken eines Knopfes traut man uns wohl nicht mehr zu :mad:


13.09.2017 20:10    |    nick_rs

Mario hat da schon recht. Klar ist die Technik teilweise noch jung, aber es gab Start-Stopp schon in den 80ern, seit über 10 Jahen Regelmäßig in Sparmodellen und seit über 5 Jahren ist es üblich, so langsam sollte wirklich mal was kommen...


13.09.2017 22:24    |    Scimitar83

Was kostet so eine spezielle Start- Stopp- Batterie im Vergleich zum normalen Bleiakku und wie lange hält sie? Holt man das durch den Minderverbrauch wieder rein?


13.09.2017 22:35    |    BravoI

Es gibst Meinung: eine Durchschnitfahrer mit SSA in ein Jahr spart eine Vole Tank Sprit.

Wenn das stimmt, dann nach 2 Jahren - Batterie Kosten schon gespart.

 

Gruß. I.


13.09.2017 22:56    |    Wollschaaf

@Scimitar83

Die Kosten hatte ich auf der ersten Seite schon mal erwähnt. Eine AGM Batterie kostet incl. Anlernen ab ca 250€. Eine normale Batterie im Schnitt so roundabout 100€.

Ob man das wieder reinholen kann oder nicht...das wird ja hier die ganze Zeit diskutiert und es herrscht Uneinigkeit. :D


14.09.2017 01:34    |    LF-X

Ob man die Kosten der Batterie wieder rein fährt hängt wohl stark von der Kilometerleistung ab :-)

Wenn es ca. 10% spart und man 2500,- EUR vertankt hat man das schon nach einem Jahr wieder "rausgestanden".

Ich bezweifle aber mal, dass die Batterie jedes Jahr erneuert werden muss.

 

Sprit und Abgase spart es aber immer!

 

Hybride (egal ob mild oder voll) sind da natürlich fein raus. Der Akku ist eh da und gestartet wird in der Regel mit dem Elektromotor - Der sollte Robust genug sein. Kommt ja so langsam in der Masse an (48V Systeme).


14.09.2017 08:26    |    clafis

@XG30_2000

Zitat:

Über dieses Thema habe ich mal mit einem Ingenieur gesprochen, der in der Motorenentwicklung ist. Sein Spruch dazu war: "Lass die SSA bloß aus, wenn es Dir nicht zu viel Mühe macht und Du deinen Motor lieb hast". Ich glaube das sagt alles.

 

Äh, nein, das sagt gar nichts. Mir hat man gesagt: "So viele Start-Stops wirst du niemals machen, dass du das irgendwann beim Verschleiß merkst." Nach dessen Aussage durch Millionen Testkilometer belegt. So, welcher Ingenieur hat jetzt recht? Müssen wir also erst noch Bildungsstand, Erfahrung, Know-How hinsichtlich SSA etc. auf die Waagschale legen ;)

 

Was ich damit sagen will: Beide pauschalen Aussagen sind nur Einzelmeinungen und wenig aussagekräftig.


14.09.2017 08:30    |    Goify

Auch sind Ingenieure nicht allwissend, sondern vertreten nur ihre Meinung. Man hat sie ja nicht aufgefordert, ein Gutachten anzufertigen und selbst das muss nicht richtig sein und auf alle Situationen zutreffen.

 

Ich bin auch Ingenieur und liege öfter mit meiner Meinung daneben und muss mich eines Besseren belehren lassen.


14.09.2017 08:37    |    Scimitar83

@LF-X: Fein raus sind die Hybride nicht. Der Prius bspw. nutzt einen kleine, teure AGM- Batterie zum booten des Systems.


14.09.2017 08:41    |    Wollschaaf

Und 10% sparen die Systeme sowieso nicht...das hat ja auch Nick´s Test im heftigen Stadtverkehr nicht ansatzweise ergeben.


14.09.2017 08:42    |    komford

Zitat:

Sprit und Abgase spart es immer

.

 

Nur daß Sprit zu sparen (für mich) kein Wert an sich ist. Nur wenn es wirtschaftlich ist.

 

Und wenn es um Abgase geht: wenn die Motoren so sauber sind, daß außer Wasser und Kohlendioxid (=saubere Verbrennung und effektive Abgasbehandlung) nichts mehr austritt, dann ist auch dieses Sparen kein Wert an sich -- denn beides sind keine Schadstoffe.


14.09.2017 08:44    |    clafis

@Paradroid

Zitat:

Die Bewegung des Zündschlüssels oder von mir aus das Drücken eines Knopfes traut man uns wohl nicht mehr zu :mad:

 

Wie viele Leute machen das denn in der Praxis? Ok, Du und noch eine Handvoll andere. Das war's dann Die Mehrheit der Autofahrer würde nicht im Traum daran denken, an einer roten Ampel den Motor auszuschalten. Dabei würde es sich bei manchen langen Rotphasen, Schranken oder Baustellen für Spritverbrauch, Luft- und Lärmschutz wirklich lohnen. Manchmal kann eine "Bevormundung" also durchaus hilfreich sein!


14.09.2017 09:15    |    nick_rs

@Wollschaaf: also 0,92L Einsparung bei 8,4L Verbrauch sind in meiner Rechnung sogar mehr als 10% ;)

 

Aber es müssen ja auch garnicht so viel sein. Wie lange hält eine Batterie im Schnitt? ~10 Jahre. Bei 250€ Welchselkosten müsste man 25€/ Jahr sparen. Das wäre bei einem Durschnittsfahrer (angenommen 7L Super bei 15.000km/a) eine Einsparung von 1,6% die er erzielen müsste, also 0,112L/100km. Das halte ich für realistisch, die Kosten bekommt annähernd Jeder wieder raus. Und sogar mehr als das.

 

@clafis

Schau mal hier: https://youtu.be/Dj7aQBpFOrM?t=2m25s ;)


14.09.2017 10:10    |    clafis

Zitat:

nick_rs

Schau mal hier: https://youtu.be/Dj7aQBpFOrM?t=2m25s ;)

:D Klasse, danke für den Link! Schon witzig, wie eine SSA vor 35 Jahren herbeigesehnt wurde:

"eine automatische Motorabschaltung bei Leerlauf wäre ein ökonomisch-ökologischer Geniestreich"

 

Vieles im Video gilt 1:1 auch heute noch, gerade was das Laufenlassen des Motors auch bei langen Standzeiten angeht. Das ist auch heutzutage keine seltene Unsitte, sondern vielmehr die Regel.

 

Meine Meinung zu SSA: Ich halte sie für sinnvoll und nutze sie auch meistens. Allerdings muss sie abschaltbar bleiben, denn es gibt Situation, wo ich sie nicht brauchen kann, beispielsweise stockender Verkehr mit ständigem Anfahren oder wenn ich weiß, dass eine bestimmte Ampel nur kurz auf Rot steht. Und sie sollte natürlich für diejenigen abschaltbar sein, die jegliches Risiko hinsichtlich zusätzlichem Verschleiß vermeiden wollen!


14.09.2017 10:29    |    nick_rs

Die ganze Serie ist sehr amüsant, es gibt ja viele Videos davon. Worüber sich die Leute damals aufgeregt haben, z.B. dass man sich hinknien muss um an die Abschleppöse zu komme (die bräuchte man scheinbar sehr häufig), ist schon sehr interessant :D


14.09.2017 10:42    |    Dynamix

Interessantes Thema! Ich persönlich halte den Einspareffekt bei einer Start Stopp Automatik jetzt nicht für so riesig. Halte das eher für eine Spielerei mit der man den NEFZ noch was drücken kann ;)

 

Im Alltag würde das Ding bei mir kaum zum Einsatz kommen und damit wäre der Vorteil auch irgendwie dahin. Dafür hast man dann die Mehrkosten wie die bereits erwähnte Batterie die mal eben mehr als das doppelte einer herkömmlichen Batterie kostet.

 

Da muss ich den Wagen schon verdammt lange fahren damit sich das lohnt und die Batterie muss ja dann auch halten. Geht diese mehr als einmal kaputt holt man den Vorteil wohl nicht mehr rein.

 

Ich erinnere mich noch an eine "Telemotor" Folge aus den 80ern wo irgendein VAG Wagen eine manuelle Start Stop Automatik hatte. Da sieht man mal wieder was man uns heutzutage alles als Neuheit verkauft. Die betroffene Sendung war wie gesagt schon locker 30 Jahre alt, eher noch älter. Spritsparen war seit der Ölkrise in den 70ern weltweit im Automobilbau ein Thema, dass man es heute immer so hinstellt das es damals keinen interessiert hat war halt auch nicht so richtig. Das Thema hat sich dank gestiegener Spritpreise einfach nur verschärft. Dagewesen ist es immer schon ;)


14.09.2017 10:53    |    BravoI

In Alltag, am dem Ampel, sehe ich 2 Pypen von Fahrer. Typp 1 nutzt SSA und Typp 2 lasst Motor laufen und steht mit schleifendem Kuplung.

Typp 1 kann in 2 Jahren Batereikosten einsparen.

Typp 2 für kaputte Kuplung muss kräftig zahllen.

 

Gruß. I.


14.09.2017 11:15    |    Schlawiner98

Das schlimme ist ja: Ich habe in der Fahrschule tatsächlich gelernt, mit getretener Kupplung auf grün zu warten :eek: Mache ich jetzt natürlich nicht mehr...


14.09.2017 11:18    |    Dynamix

Ich muss gestehen das ich das zum Teil immer noch mache. Sich sowas abzugewöhnen ist gar nicht Mal so einfach.


14.09.2017 11:23    |    Goify

Und ich sogar beim Motorstart. Beides nicht gut.


14.09.2017 11:47    |    el lucero orgulloso

Zitat:

Sich sowas abzugewöhnen ist gar nicht Mal so einfach.

Finde ich gar nicht - ist doch viel zu anstrengend, permanent den linken Fuß gegen den Druck des Kupplungspedals zu stemmen.

 

Zitat:

Und ich sogar beim Motorstart. Beides nicht gut.

Es gibt Autos, die starten ohne getretene Kupplung gar nicht (bspw. der Audi A1).


14.09.2017 11:49    |    ToledoDriver82

Beim Transit auch...der springt ohne Kupplung treten nicht an und fordert dich dann im Display auf die Kupplung zutreten


14.09.2017 11:50    |    Mario_G7

Eine andere Sache, wie man noch Sprit sparen kann, ist der Freilauf oder das Segeln. Auch wenn das viele nicht glauben wollen.


14.09.2017 11:58    |    ToledoDriver82

Ich denke,wenn man wirklich Sprit sparen will,ist beim anpassen der Fahrweise immer noch am meisten Potenzial drin


14.09.2017 12:23    |    nick_rs

@Dynamix lies mal bitte die drei Kommentare über deinem ersten :D :D :D

 

Mein Fahrlehrer hat mir gleich in der ersten Stunde das treten der Kupplung abgewöhnt. Wenn die Straße eben ist gehe ich sogar von der Bremse runter. In der C-Klasse kann man die Hold-Funktion bequem nutzen. Es ist einfach entspannter.

Meine Eltern waren immer Kupplungssteher (nicht kriecher!), so zeigte sogar die zweite Kupplung bei Abgabe unseres alten Mondeo langsam Ermüdungserscheinungen durch klackern. Da meine Eltern auch mein Auto regelmäßig fahren sagen ich Ihnen jedes mal vorher, sie mögen an der Ampel doch bitte in den Leerlauf schalten. Ob sie sich das seit dem abgewöhnt haben weiß ich allerdings nicht.

 

Das segeln haben ich mir zuletzt auch angewöhnt. Zusammen mit dem nochmal extremeren "viel Gas wenig Drehzahl"-Fahren spart mir das knapp 1L Sprit in der Stadt (beim Cabrio). Und das obwohl ich vorher schon immer früh geschaltet habe.

Die 7G-Tronic im Mercedes segelt bis 40 km/h, das ist in zähen Verkehr ganz angenehm. Sobald man aber die Bremse betätigt kuppelt sie ein um die Motorbremse zu nutzen.

Richtig cool fand ich das System von Mercedes bei der 9G-Tronic in den aktuelle Modellen. Diese segelt auf der Autobahn wenn man vom Gas geht, kuppelt aber dank Radarunterstützung wieder ein wenn man auf ein Auto aufläuft. Und das fast immer exakt passend. Ein richtig gutes System das ich seit dem in unserer 7G+ wirklich vermisse. Dazu schriebe ich aber nochmal einen extra Artikel.


14.09.2017 12:27    |    Goify

Wobei Spritsparen eh der falsche Begriff ist. Man spart nichts ein, sondern verbraucht weniger.

 

Das gezwungene Kupplungtreten kommt daher, weil viele Autos den eingelegten Gang nur während der Fahrt durch die Motordrehzahl und Geschwindigkeit errechnen können. Im Stand können sie den Leerlauf nicht erkennen.


14.09.2017 13:10    |    niston

Ich hab keine SSA und lass' meinen V8 an der Ampel oder Bahnschranke jeweils laufen. Allerdings fahre ich auch nur einmal die Woche ins Büro und einmal alle zwei Monate quer durchs Land. Über Ökobilanz mach ich mir darum keine grossen Gedanken und wenn ich Sprit sparen wollte, hätte ich nen anderes Auto gekauft.


14.09.2017 13:29    |    the_WarLord

Zitat:

Das gezwungene Kupplungtreten kommt daher, weil viele Autos den eingelegten Gang nur während der Fahrt durch die Motordrehzahl und Geschwindigkeit errechnen können. Im Stand können sie den Leerlauf nicht erkennen.

Das war einmal. Zumindest bei den Modellen von VW mit Start/Stop ist die Leerlauferkennung eingebaut. Wär auch doof, wenn ich im Stand bei gestopptem Motor ein Gang einlege und der Wagen startet, weil eine Kondition (Klimatisierung etc.) aus dem Fenster läuft...


14.09.2017 13:34    |    nick_rs

Da bin ich garnicht so sicher. Ich meine bei VW konnte man problemlos im Start-Stopp den Gang rein machen um sich die Bremse zu sparen und dann nur mit der Kupplung wieder starten.

 

Oder war das Ford :confused:

 

Oder Citroën :confused:

 

Ich meine es war VW.


14.09.2017 13:55    |    HalbesHaehnchen

Zitat:

Und ich sogar beim Motorstart. Beides nicht gut.

Unter anderem deshalb sind unzählige MX5 Motoren (vor allem im Ausland wo ein Starten ohne getretene Kupplung teilweise auch nicht möglich war) hops gegangen. Das geht je nach Motor extrem auf die Anlaufscheiben.


14.09.2017 14:05    |    LF-X

Scimitar83: Der Prius ist im Unterhalt trotzdem ein günstiges Fahrzeug. Die AGM Batterie hält wohl ca. 5-7 Jahre (eher 7). Mein Inisght startet mit der Hybridbatterie. Eine klassische Starterbatterie wird nur benutzt wenn der Akku leer ist (ist er bei regelmäßiger Nutzung eh nie).


14.09.2017 14:09    |    Escort0815

Ich finde die S/S Automatik einfach nur irritierend und werde das nächste Auto bewusst so kaufen dass ich weiß dass man diese noch abschalten kann. Bei unserem Passat (DSG) ist es einfach nur digital, geht aus an jedem Stopp - welch ein Rotz. Daher immer AUS!

 

Bei meinem Vater dagegen in der B-Klasse finde ich es besser gelöst, man kann es einfach über das Bremspedal steuern. Leicht Bremsen und ein kurzer Stopp löst nicht aus, erst bei bewusstem Durchdrücken des Bremspedals wird die S/S aktiv. Wenn dann so, alles andere ab in den Container.


14.09.2017 15:01    |    Scimitar83

LF-X: Da stimme ich dir zu, der Prius ist in der Tat sehr günstig (bis auf die Versicherung) und wenn man sich ein wenig auskennt, findet man auch günstigere AGM- Batterien.


14.09.2017 16:23    |    the_WarLord

Zitat:

Da bin ich garnicht so sicher. Ich meine bei VW konnte man problemlos im Start-Stopp den Gang rein machen um sich die Bremse zu sparen und dann nur mit der Kupplung wieder starten.

Müsste, wenn dann, ein alter gewesen sein. Beim Golf 6 ging's nicht, beim Golf 7 ebenfalls nicht, genausowenig beim Polo 6C.

 

Sieht man auch recht schön im Fahrzeugstatus unter Start/Stop. Der Wagen bittet dort darum den Gang herauszunehmen. ;)

 

Wie geschrieben: Würde für einige Fehlbediener ein Sicherheitsrisiko darstellen...


14.09.2017 16:32    |    nick_rs

Hmm. Ich muss gerade mal zusammenkratzen welche Autos mit Schaltgetriebe und Start-Stopp ich in letzter Zeit so ausgiebig gefahren bin, dass ich auf die Idee kam das zu testen:

BMW F20, Mini Cooper S, Ford Focus, Citroen C4 Picasso, Hyundai i40, 3x Golf 7, Mazda 6, VW Passat. Das war's glaube ich. Die Autos waren alles aktuelle Modelle da Mietwagen. Und einen konnte man aus dem eingelegten Gang starten. Ich dachte es wären die VWs, aber wie gesagt, sicher bin ich nicht.

 

Sei`s auch drum. Den Gang eingelegt bekommt man bei jedem Auto mit Start Stopp und ich glaube keines bemerkt das nicht und startet dann unbewusst das Auto wenn die o.g. Situationen eintreten.


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