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06.11.2008 15:06    |    MOTOR-TALK    |    Kommentare (1.048)    |   Stichworte: Kfz-Steuer, Neuwagen, Steuer, Umfrage

Steuerbefreiung für "saubere Neuwagen" sinnvoll?

Die Regierung will ein 16-Punkte-Notprogramm beschließen, das die Wirtschaft ankurbeln, Arbeitsplätze sichern und die Konjunktur beleben soll.

 

Geplant ist unter anderem, dass für Neuwagen keine Kfz-Steuer fällig werden soll. In der Presse lässt sich folgendes schon nachlesen:

 

Käufern von Neuwagen wird die Kfz-Steuer zwölf Monate lang erlassen. Beim Kauf eines schadstoffärmeren Autos (Euro-5 und Euro-6), zahlt man 24 Monate lang keine Kfz-Steuer. Erst ab 2011 soll die Steuer von Hubraum auf Schadstoffausstoß umgestellt werden. Die Befreiung soll laut Presse bereits ab November gelten. Diese Regelung ist nicht nur auf Fahrzeuge deutscher Hersteller beschränkt.

 

Für diesen Vorschlag der Regierung gibt es nicht nur Zuspruch. Warum das so ist, sieht man an dem Rechenbeispiel des Bundesgeschäftsführers Deutsche Umwelthilfe (DUH) Jürgen Resch (gelesen im Spiegel):

 

Der Erwerb des spritsparenden Kleinwagens Smart würde mit 40,50 Euro subventioniert, der knapp drei Tonnen schwere Geländewagen Q7 mit 500 PS und 298 Gramm CO2-Ausstoß pro Kilometer hingegen mit 1.852,80 Euro.

 

Das heißt, vom Steuernachlass wird wohl nur der Käufer von Neuwagen mit großen Hubraum und hohem Kraftstoffverbrauch profitieren. Statt also den Kauf von Autos mit geringem CO2-Austoß zu fördern, werden die Spritfresser bezuschusst und die Automobilindustrie noch dafür „belohnt“, dass sie den Anschluss an die Entwicklung von kraftstoffarmen Autos verpasst hat.

 

Zudem wirft es die Frage auf, ob man nur deswegen ein neues Auto für mehrere 1000 Euro kaufen will, weil man 100 oder 200 Euro Steurern sparen kann? Wohl kaum! Oder?

 

Wie siehst Du das? Findest Du das Paket der Regierung sinnvoll? Würdest Du Dir unter diesen Gesichtspunkten einen Neuwagen kaufen? Welche Lösung würdest Du bevorzugen?


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30.10.2011 23:30    |    mokums4

Meine Ansicht nach ist die Politik hier entweder vollkommen ahnungslos und lässt sich von Lobbyisten lenken oder versucht nur Arbeitsmarktpolitisch Vorteile für andere schlechte Entscheidungen ausgleichen.

 

Mein ehemaliger alter Audi 80 Baujahr ´88 mit 90 PS und einem 4Gang Getriebe hat mich jahrelang verschleiß- und verbrauchsarm zur Arbeit gebracht und hat tatsächlich nur max. 7 Liter Benzin/100 KM geschluckt. Die Werkstatt meines Vertrauens hat mir mehrfach bestätigt, dass nach den Abgaswerten auch ein Euro 2 oder 3 Motor am Meßgerät hängen konnte.

 

Diese steuerlichen Vorteile liessen sich jedoch nur durch die "Aufrüstung" mit dem Kaltregelventil erreicht werden konnte. -Schwubbs 8liter/100km und nein, es waren stolze 30km hin und 30 zurück also keine Kurzstrecke. Wenn ich bedenke wieviel Rohstoffe und Energie es kostet ein neues Fehrzeug zu bauen, erschliesst sich mir kein einziger wirtschaftlicher oder ökologischer Grund, ein Fahrzeug nicht bis zu seinem Oxidations, Sicherheits oder Verschleisstod zu benutzen.

 

Das Nachfolgemodell war dann der S4 Baujahr ´91 mit satten 230 PS, ein großer Spritschlucker sollte man meinen, aber egal was man für fahrerische Leistungen vollbringt oder einfach nur viel Spass am fahren haben will, weil das Gaspedal ja reichlich Energie in Bewegung bringt. er schafft maximal das doppelte wie der alte. Nur zu dumm das der Wagen wirschaftlich viel besser läuft, da ich den nur alle 2 Monate mal tanken muss, denn der Weg zur Arbeit beträgt nur noch 1,5 km, welche nun oft sparsamst und relativ co² neutral mit dem Drahtesel bewältigt wird.

 

Und nun kommen Konzerne auf die Idee, Additive zu verwenden um bessere Verbrennungswerte oder Abgasminderung zu erreichen und die Politik macht fröhlich mit. Ad blue hat ja nen tollen Namen, dummerweise muss man Stoffe die in Natur nicht ausreichend oder rein genug vorkommen auch teuer und energieaufwändig herstellen. Alternativ kann man Biodiesel oder ethanol recht (zumindest co²) neutral herstellen und so gut wie jeder Dieselmotor und auch die neueren Benzinmotoren welche in den letzen Jahren hergestellt wurden können das eine oder andere problemlos in Bewegungsenergie umwandeln. Wenn da nur nicht die Mineralölsteuer wäre die sich die Politik für Alternative Kraftstoffe hat aufzwingen lassen.

 

Da hatte ich die Idee mir ein Batteriebetriebenes 2 Rad zu kaufen um damit umweltfreundlich unterwegs zu sein. Es ist nicht wirklich einfach einen Fachhändler zu finden der wirklich was dazu sagen kann geschweige denn etwas mit ein wenig Leistung mal zum vorführen da hätte.

Und dann kostet so ein gerät mir der vergleichbaren Leistung eines 50ccm rollers glatt das dreifache eines solchen.

Hinzu kommen die Kosten der Unterhaltung für den Besitzer und die Umwelt. bei meinem alten Abreitsweg wäre ca. alle 2,5 Jahre ein neuer Akku fällig gewesen (für ein drittel des Gesamtpreises).

 

Wenn das Umweltpolitik und ökologisches Handeln ist, sträubt sich mir alles.

 

Dann stellt sich noch die Frage: wo kommt der Strom her?

 

Fazit:

- benutzt die alten Verbrenner bis sie ausseinanderfallen und belohnt die, welche sie leicht und billig bauen bis es das ganze auch mit alternativ gibt

- gebt den Fahrzeugbauern noch genu Zeit was vernünftiges zu bauen

- Straft die Politik mit Missachtung oder besser mischt euch aktiv ein, wenn mal wieder ein vernünftiges Konzept (ich meine BioDiesel) von den Benachteiligten sabotiert wird und die die es konzipiert und umgesetzt haben auf die schnautze fallen (ich meine damit Die Landwirte und genossenschaften die das zeug produzieren)

- handelt gegen steuerbefreiungen für "Saubere" Neuwagen, von aussen und innen mögen sie glänzen aber der Schornstein der Fabrik und der Rohstofffabrik und der Kraftstofffabrik und der Rohstoffdampfer raucht trotzdem.

 

Wer alternativen hat lebt freier.


31.10.2011 11:28    |    D1967

Ich möchte nie wieder einen Neuwagen eines Deutschen Herstellers kaufen.

Ich denke, die Entscheidungen der Politik berücksichtigen nur die Interessen der Industrie und es geht dabei nicht um den Umweltschutz.

Zumindest die Deutschen Hersteller haben die Entwicklung "verschlafen" oder einfach nicht mitgestalten wollen. Denn solange wie man eine Technik weiterverkaufen kann, ist eine Entwicklung nicht oder nicht in einer derartigen Weise notwendig.

 

Mein Rat an echte Interessenten von Hybrid-Technik die in der Lage sind die "rosarote Deutsch-Sicht-Brille" mal abzusetzen wäre: Macht eine Probefahrt mit einem Lexus oder Toyota. Diese Fahrzeuge werden schon seit weit mehr als 10 Jahren in Serie produziert und sind im täglichen Einsatz. Ich habe keinen Besitzer gesprochen der damit in irgendeiner Weise unzufrieden ist. Ich kenne aber auch keinen Deutschen Medienbericht der auch nur ansatzweise in irgendeiner Weise reale Informationen zu diesen Fahrzeugen enthält.

 

Nach bisher 3 Neuwagen von Deutschen sog. "Premium"-Herstellern und einem schwedischen Neuwagen werde ich in 5 bis 8 Jahren ein Hybrid-Fahrzeug aus schwedischer oder japanischer Produktion kaufen.


22.12.2012 14:41    |    e90ioldie

Ich würde die gleich 4 Jahre befreien ... :D

 

(Solange der erste KAT doch "pumperlgsund" is, passiert nix ...)

 

... und ausserdem kurbelt es den Neubau von Fahrzeugen an und hilft somit der Autoindustrie, Arb.plätze zu sichern.

 

Ja, normalerweise sollte man ein Neufahrzeug schon nach einem Jahr auf den Prüfstand stellen, um somit auch für Käufer eine bessere Qualitätsübersicht zu haben. ;)

 

Sozusagen sind die besten Neuwagen mit der 3-Jahres-Befreiung alle erst im vierten Jahr Gebrauchtwagenmarkt tauglich. :eek:


22.12.2012 15:04    |    e90ioldie

Notprogramm ...

 

12-24 Monate keine Steuer ??!

 

Dann leasen die Besserverdiener alle 2 Jahre ein neues Auto ...

Wem dient das ??! Nutzen haben nicht die Kleinen :D !!? (Jaja, die süßesten Früchte kriegen nur die großen Tiere.)

 

Jeder nutzt die Straße, wenn er ein Auto bewegt, also zahlt er auch Steuer ...

Auch Elektroautos, wenn sie nicht von der Wiege bis zur Bahre CO2-frei produziert wurden und CO2-frei "Strom zapfen", müssen "blechen".

 

Wandelt die Steuer ganz einfach in einen Kilometer abhängigen Straßennutzungsbeitrag um.


22.12.2012 16:02    |    Drahkke

Eine zeitlich befristete Steuerbefreiung stellt für die meisten Neuwagenkäufer keinen Kaufanreiz dar.


22.12.2012 18:06    |    Krach-Bumm

"Wandelt die Steuer ganz einfach in einen Kilometer abhängigen Straßennutzungsbeitrag um."

 

Wie soll das gehen? jedes Jahr zum Finanzamt zum Tachoablesen oder eine OBU für alle??

 

Die Pendler und Fahrer kleiner Wagen mit 60€ bis 80€ Steuern die viel fahren würden sich bedanken.

Es sind ja auch die immer schwehreren LKW die vermehrt zur Mautumgehung auf die Landstraße ausweichen und überall die Straßen und Brücken kaput fahren.

 

Eine Steuer nach Diesel oder Beziner ist nicht mehr zeitgemäss, wenn überhaupt eine Steuer, dann eine nach Leistungsgewicht. 200 PS und wenig Gewicht wie z.B. beim Golf oder Polo der möchtegern Schummis die dann auch noch in den Gegeverkehr rassen = viel Steuern, 200 PS und hohes Gewicht weniger Steuer. Das wäre auch noch ein Beitrag zur Vekehrssicherheit, Anfänger wären dann mit weniger PS unterwegs weil es halt günstiger wäre.

Das ist meine Meinung, auch wenn es hier bestimmt Leute gibt den die nicht Passt


22.12.2012 18:18    |    Drahkke

Der einzig sinnvolle Weg wäre eine einheitliche KFZ-Steuer, die sich weder am Hubraum, der Leistung noch am Leistungsgewicht bemißt.


23.12.2012 13:52    |    Krach-Bumm

Da sehe ich wenig Sinn drinn, der Finanzminister will bestimmt nicht auf die Steuern der Hubraummonster verzichten und würde daher die Steuern für kleine Autos anheben damit Ihn da keiner davon kommt. Das der Unterschied nach der Antriebsart fort muss ist klar, aber die dicken Nobelschlitten über eine Einheitssteuer zu begünstigen und die Kleinen dafür zu schröpfen ist falsch. Die Hubraumsteuer muss weg, grosse Motore haben einen besseren Durchzug, halten länger und können auch sauberer gefahren werden.


10.04.2013 19:26    |    Sportwagendrivers

ich halte nichts davon ich hab Motorentechnik und Abgastechnik aus den 80ern drin aber G-Kat serienmäßig, Grüne Plakette, leider Euro1 (theoretisch Euro 2-3), Technik unverwüstlich 12-13 Liter Verbrauch ist für ein 5Liter V8 moderat

und die hohen Neuwagenpreise und Downsizingmotoren kommen bei mir nicht in Frage

 

Steuervorteile sollen nur Dieselmotoren und Benzin >8-Zylinder erhalten

 

Diesel= hoher Wirkungsgrad= geringer Verbrauch

 

Hubraumstarke Benziner= wenig Drehzahl +viel Leistung= hoher Wirkungsgrad= geringerer Verbrauch und außerdem ist der Kundenkreis viel kleiner wie bei den Autos mit H-Kennzeichen die auch Steurvergünstigungen bekommen

 

ein großer Anreiz für umweltfreundlichere Verkehrsmittel und weniger Autos auf der Straße ist die Steuer der Kleinwagen zu erhöhen >1000€ im Jahr damit sich nicht mehr jeder ein Auto leisten kann oder andere Möglichkeit viel Hubraum= weniger Steuern, wenig Hubraum = viel Steuern


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