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06.10.2021 20:44    |    jennss    |    Kommentare (265)

Laden im ParkhausLaden im Parkhaus

Sehr wahrscheinlich bekommen wir in der neuen Regierung u.a. die Grünen. Manche befürchten, dass es mit dem Autofahren bald ganz teuer wird. Schon jetzt sehen viele eine Ungerechtigkeit. E-Autos seien zu teuer. Und tatsächlich gibt es da aktuell eine Ungerechtigkeit. Aber warum sollten nicht die Grünen dafür sorgen, dass das e-Auto auch für Niedrigverdiener gut funktioniert?

 

Ich lese öfter in Foren oder auf Instagram in Kommentaren: "Ein E-Auto kann ich mir nicht leisten und ich könnte das auch nur schlecht laden."

 

Diese beiden Punkte sind leider nicht selten durchaus nachvollziehbar. Es fehlt zum einen ein Gebrauchtmarkt für günstige Autos und zum anderen ergeben sich gerade für Menschen, die kein großes Einkommen haben, Nachteile durch die fehlende Möglichkeit zuhause laden zu können. Und so fahren diese weiterhin Verbrenner, trotz steigender Spritpreise. Es ist eine Ungerechtigkeit, dass ausgerechnet nur Menschen mit eigenem Stellplatz, also tendenziell Besserverdienende, günstigen Haushaltsstrom laden können. Selbst mit Vielfahrer-Tarifen wird nicht ganz der Preis vom Strom zuhause erreicht. Und zuhause laden hat zudem noch praktische Vorteile, solange die Infrastruktur nicht sonderlich gut ausgebaut ist. Diese doppelte Ungerechtigkeit gilt es zu beheben. Je früher das Problem angegangen wird, desto besser.

 

Ohne die Laternenparker zu überzeugen wird e-Mobilität nur für einen begrenzten Teil funktionieren. Im September wurden 17% reine E-Autos in Deutschland zugelassen. Das ist neuer Rekord. Ich wette, ein größerer Teil davon kann zuhause laden. Es nützt ja nichts, wenn ein E-Auto eine Menge Spaß macht, dabei aber unpraktisch und nicht so günstig wie versprochen ist.

 

Norwegen hatte zuletzt 77,5% reine E-Auto-Zulassungen, während Verbrenner bei nur noch ca. 5% liegen (Diesel und Benziner zusammen, ohne Hybride). Norwegen muss also irgendwas richtig gemacht haben, nicht nur die finanziellen Aspekte, sondern auch bei der Infrastruktur.

 

Höhere Spritpreise sind zwar durchaus ein Weg, mehr Leute über E-Autos nachdenken zu lassen, aber dann muss es für sie auch gut funktionieren. Sonst stehen Niedrigverdiener vor der Wahl Pest oder Cholera, also Verbrenner mit teurem Sprit oder E-Auto mit nicht besonders günstigem Strom und umständlicher Lademöglichkeit.

 

Ich hätte da ein paar Wünsche an die nächste Regierung bzgl. e-Mobilität:

 

- Regional gültige Ladekarten vom Ort subventioniert für niedrige Ladekosten innerhalb des Ortes (gleicher Preis wie zuhause laden, also ca. 30 Ct. pro kWh, auch DC)

- Alle Supermärkte mit DC-Ladesäulen (die sehe ich in einer Schlüsselrolle für Laternenparker), außerdem auch Einkaufszentren und Baumärkte.

- Transparente Solardach-Förderung vom Staat (löst zwei potentielle Probleme: Lokales Stromnetz wird entlastet und es erhöht den Anteil an erzeugter grüner Energie im Land)

- Akku-Recycling voranbringen halte ich für sehr wichtig, denn es wird nicht mehr so viele Jahre dauern bis die Masse an alten E-Auto-Akkus aus dem Secondlife kommt, also die Autos, die jetzt verkauft werden. Ich würde sagen, in 10 bis 15 Jahren muss der Recyclingprozess perfekt laufen.

- Weitere Grenze von 20000 € netto (= 23800 € brutto, oder 25000 € netto bei ca. 30000 € brutto) mit 7000 € (statt nur 6000 €) staatlicher Förderung bei weiterhin 3000 € Herstellerprämie, also noch 1000 € mehr als bisher, zumindest solange bis es einen brauchbaren Gebrauchtmarkt gibt. Prinzipiell finde ich die weitgehend feste Umweltprämie mit nur 2 Stufen aber schon ganz gut. Je günstiger ein Auto ist, desto höher ist der prozentuale Anteil der Prämie.

- Mehr Aufklärung, wie E-Mobilität in der Praxis funktioniert, z.B. über Flyer in EKZ (statt Workshops ;)), aber auch lokale kleine E-Auto-Messen mit unkomplizierten Probefahrmöglichkeiten.

- Offizielle Preisangaben der Autos müssen ohne Abzug der Prämien sein (was Tesla macht, finde ich nicht ok.. Selbst Fachzeitschriften halten die offiziellen Preise oft noch für solche ohne Prämienabzug)

- NEFZ-Reichweiten und -Verbräuche einstampfen. Das verwirrt nur, denn manche Hersteller geben noch immer Nefz-Werte an.

 

Das Deutschlandnetz scheint eine gute Idee zu sein. Ob Plug&Pay wie bei Tesla an Superchargern der richtige Weg ist, da bin ich mir nicht so sicher. Dabei wird der Preis vom Strom ja immer von einer Person (Autobesitzer) abgezogen. Mit Karte geht es bei jedem (Kartenbesitzer). Wichtig ist aber die Zuverlässigkeit der Ladesäulen und dass mehr als eine CCS-Säule pro Ladeort vorhanden ist (Ausfallsicherheit).

 

Ich bin gespannt, wie die nächsten Jahre für die E-Mobilität verlaufen werden.

j.

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06.10.2021 20:53    |    motor_talking

Ja, sozialer wäre nicht die Subventionierung von Neuwagen für Gutverdiener, sondern das Geld in den Ausbau öffentlicher Lade-Infrastruktur zu stecken, die tendenziell eher denen zugute kommt, die kein eigenes Haus besitzen.

 

Un um die Gerechtigkeit ist es auch schlecht bestellt, solange Dienstwagenfahrer 0.75% des geldwerten Vorteils legal an der Steuer vorbei schaffen dürfen.

 

Zitat:

Norwegen muss also irgendwas richtig gemacht haben, nicht nur die finanziellen Aspekte, sondern auch bei der Infrastruktur.

Nicht Norwegen... das Land fördert und exportiert enorme Mengen Erdöl, die größtenteils zu CO2 werden.


06.10.2021 20:58    |    jennss

Zitat:

@motor_talking schrieb am 6. Oktober 2021 um 20:53:52 Uhr:

Ja, sozialer wäre nicht die Subventionierung von Neuwagen für Gutverdiener, sondern das Geld in den Ausbau öffentlicher Lade-Infrastruktur zu stecken, die tendenziell eher denen zugute kommt, die kein eigenes Haus besitzen.

Im Prinzip ist es ja schon so. Ein Taycan bekommt z.B. keine staatliche Förderung. Aber man könnte vielleicht darüber nachdenken, die Grenzen (40000 € bzw. 65000 € netto) nach unten zu verschieben.

j.


06.10.2021 21:41    |    Alexander67

Zitat:

@jennss schrieb am 6. Oktober 2021 um 20:58:31 Uhr:

Zitat:

@motor_talking schrieb am 6. Oktober 2021 um 20:53:52 Uhr:

Ja, sozialer wäre nicht die Subventionierung von Neuwagen für Gutverdiener, sondern das Geld in den Ausbau öffentlicher Lade-Infrastruktur zu stecken, die tendenziell eher denen zugute kommt, die kein eigenes Haus besitzen.

Im Prinzip ist es ja schon so. Ein Taycan bekommt z.B. keine staatliche Förderung. Aber man könnte vielleicht darüber nachdenken, die Grenzen (40000 € bzw. 65000 € netto) nach unten zu verschieben.

j.

Das bringt auch nur bedingt etwas.

Es sind noch immer Neuwagenkäufer.

Aber da kann man JETZT nicht viel ändern.


06.10.2021 21:42    |    notting

Zitat:

- Regional gültige Ladekarten vom Ort subventioniert für niedrige Ladekosten innerhalb des Ortes (gleicher Preis wie zuhause laden, also ca. 30 Ct. pro kWh, auch DC)

- Alle Supermärkte mit DC-Ladesäulen (die sehe ich in einer Schlüsselrolle für Laternenparker), außerdem auch Einkaufszentren und Baumärkte.

Ich sehe bei div. Stadtwerke bzw. Stromnetzbetreibern AC-Ladetarife für ca. 0,35EUR/kWh ohne Grundgebühr und z. T. als Ad-hoc-Tarif (z. T. mit ein paar EUR Mindestbetrag, d.h. effektiv kommt man erst nach z. B. 10kWh auf den kWh-Preis). DC-Laden ist leider viel teurer, aber nur mit DC ist das einigermaßen praktikabel, man kann nicht haufenweise Parkplätze auch für E-Autos blockieren, die gerade nicht laden wollen.

Bei den Supermärkten ist der Haken, dass es leicht länger dauern kann als gedacht und man dann der Arsch ist der die Ladesäule blockiert oder gar Strafgebühren zahlen muss (z. B. bei Maingau nach 1h DC-Laden).

 

Zitat:

- Transparente Solardach-Förderung vom Staat (löst zwei potentielle Probleme: Lokales Stromnetz wird entlastet und es erhöht den Anteil an erzeugter grüner Energie im Land)

Bzgl. Solaranlagen-Anschaffung gibt's noch keine wirkl. vernünftigen Lösungen für WEGs.

Finde da wo eine Solaranlagenpflicht gilt muss es auch mögl. sein Mieter auch nachträgl. zu verpflichten vorrangig Strom von der Solaranlage im Gebäude zu beziehen, zumindest solange sie ggü. im Internet für ihre Adresse buchbaren Öko-Haushaltsstrom nicht draufzahlen.

 

Zitat:

- Weitere Grenze von 20000 € netto (= 23800 € brutto) mit 7000 € (statt nur 6000 €) staatlicher Förderung bei weiterhin 3000 € Herstellerprämie, also noch 1000 € mehr als bisher, zumindest solange bis es einen brauchbaren Gebrauchtmarkt gibt. Prinzipiell finde ich die weitgehend feste Umweltprämie mit nur 2 Stufen aber schon ganz gut. Je günstiger ein Auto ist, desto höher ist der prozentuale Anteil der Prämie.

Zoe, Corsa-E & Co. kosten alle ab 30kEUR brutto Listenpreis, also was willst du?! Damit wirst du IMHO nur reine Zweitwagen weil geringe Reichweite fördern. Aber auch Geringverdiener müssen öfters weiter fahren.

 

Im Wahlk(r)ampf gab's mal noch andere Ideen, um die es ganz schnell wieder ruhig wurde: https://www.motor-talk.de/.../...gegorene-wahlkampf-idee-t7149993.html

 

notting


06.10.2021 21:48    |    Gasmob

Das ist eine spannende Diskussion, kaum gibt es nennenswerte Zahlen an E - Fahrzeugen und schon kommt eine Neiddebatte in Gang. Ja die Eigenheimbesitzer können leichter diskriminierungsfrei laden, das heißt aber nicht, dass diejenigen die zur Miete wohnen benachteiligt sind. Die Ladeinfrastruktur muss erst aufgebaut werden und da liegt der Hase im Pfeffer. Norwegen ist reich und hat schon ewig öffentliche Ladepunkte, die bisher im Winter zur Vorwärmung genutzt wurden. Nun werden diese Quellen zum Laden der E - Fahrzeuge genutzt und weitere Ladestellen geschaffen.

Das haben wir nicht und weil sich unsere Autoindustrie lange gegen die neue Technologie gewährt hat und unsere Politik nicht vorausschauend handelte, gibt es nun eine Übergangsphase, in der alles erst wachsen muss.

Dafür die Eigenheimbesitzer verantwortlich zu machen ist wenig Zielführend. Die richtig reichen lasse ich Mal aussen vor, die haben auch mit dem Tanken der Dinosaurier keine Kostenprobleme.

Ich halte viele 11KW Ladestellen anstelle von wenigen DC - Ländern für Ziel führender, das entlastet die Netze und viele haben den Nutzen. Das an öffentlichen Plätzen, Baumarkt etc. Und gut.


06.10.2021 21:52    |    jennss

Zitat:

@notting schrieb am 6. Oktober 2021 um 21:42:40 Uhr:

Zoe, Corsa-E & Co. kosten alle ab 30kEUR brutto Listenpreis, also was willst du?! Damit wirst du IMHO nur reine Zweitwagen weil geringe Reichweite fördern. Aber auch Geringverdiener müssen öfters weiter fahren.

Ja, das wären bei 23800 € aktuell bestenfalls nur eUp, eGo, Dacia Spring, Smart, Twingo und Fiat 500e. Eine Grenze von 25000 € netto, also rund 30000 € brutto, wäre wohl noch besser. Schreibe ich oben mal in Klammern dazu.

j.


06.10.2021 21:55    |    Swissbob

Norwegen hat extreme Steuern auf Verbrenner, das ist der Hauptgrund.

 

Ein grosser e-Tron 55 ist billiger als ein Audi S3.


06.10.2021 21:55    |    notting

Zitat:

@Gasmob schrieb am 6. Oktober 2021 um 21:48:16 Uhr:

Das ist eine spannende Diskussion, kaum gibt es nennenswerte Zahlen an E - Fahrzeugen und schon kommt eine Neiddebatte in Gang. Ja die Eigenheimbesitzer können leichter diskriminierungsfrei laden, das heißt aber nicht, dass diejenigen die zur Miete wohnen benachteiligt sind. Die Ladeinfrastruktur muss erst aufgebaut werden und da liegt der Hase im Pfeffer.

Öfters aber nicht immer braucht eine Wohnung auch mal 2 Stellplätze, wenn dann eben 2 E-Autos ohne größere Umstände geladen werden sollen. Da gibt genau 2 Möglichkeiten:

1. Man bezahlt jedes Mal für Arbeiten hinter dem eigenen Stromzähler, wenn der Elektriker deswegen was umklemmen muss -> teuer. Auch an Wohnungen wie häufigen Mieterwechseln wie z. B. Studenten-Wohnungen denken, wo's von 0 bis Anzahl_der_Bewohner alle Anzahlen an Autos gibt.

2. Flexibles teures Abrechnungssystem, wo man sicher schnell nahe öffentl. Ladepreise ist. Weil meist ist nicht genug Platz im Zählerschrank damit jede Garage einen Stromzähler bekommen kann, wobei man dort auch wieder wg. geringerem Verbrauch pro Vertrag höhere kWh-Preise zahlt (inkl. Grundgebühr) und auf jeden Fall eine weitere Messstellengebühr dazukommt.

 

notting


06.10.2021 21:58    |    jennss

Zitat:

@Gasmob schrieb am 6. Oktober 2021 um 21:48:16 Uhr:

Dafür die Eigenheimbesitzer verantwortlich zu machen ist wenig Zielführend.

Ich mache sie nicht verantwortlich, habe ja selbst ein Haus mit Wallbox. Aber ich sehe dennoch die Ungerechtigkeit. Deswegen soll ja nicht der Hausbesitzer bluten, sondern der Laternenparker zusätzliche Möglichkeiten bekommen (Regionale Ladekarte).

 

Zitat:

Ich halte viele 11KW Ladestellen anstelle von wenigen DC - Ländern für Ziel führender, das entlastet die Netze und viele haben den Nutzen. Das an öffentlichen Plätzen, Baumarkt etc. Und gut.

In der Summe wird gleichviel Strom geladen. Der Unterschied ist im Wesentlichen nur die Zeit an der Strippe. Ich finde DC sehr wichtig für öffentliches Laden. AC ist eher ein Notbehelf, weil die Ladesäulen sehr billig sind. 50 kW DC sind noch relativ günstige Ladesäulen und ein guter Kompromiss aus Ladeleistung und Akkuschonung.

j.


06.10.2021 22:03    |    jennss

Zitat:

@Swissbob schrieb am 6. Oktober 2021 um 21:55:00 Uhr:

Norwegen hat extreme Steuern auf Verbrenner, das ist der Hauptgrund.

 

Ein grosser e-Tron 55 ist billiger als ein Audi S3.

Das ist sicher ein wesentliches Argument pro E-Auto. Aber wenn es in der Praxis nicht brauchbar wäre, würde es sich dennoch nicht durchsetzen können. Dort funktioniert es also komplett.

j.


06.10.2021 22:31    |    Swissbob

Zitat:

@jennss schrieb am 6. Oktober 2021 um 22:03:18 Uhr:

Zitat:

@Swissbob schrieb am 6. Oktober 2021 um 21:55:00 Uhr:

Norwegen hat extreme Steuern auf Verbrenner, das ist der Hauptgrund.

 

Ein grosser e-Tron 55 ist billiger als ein Audi S3.

Das ist sicher ein wesentliches Argument pro E-Auto. Aber wenn es in der Praxis nicht brauchbar wäre, würde es sich dennoch nicht durchsetzen können. Dort funktioniert es also komplett.

j.

Weitere Punkte: Viele CCS Schnelllader und ein sehr striktes Tempolimit.

 

Ich habe mir auch den e-Tron statt einem Benziner SUV gekauft, hier in der Schweiz funktioniert es wenn man Technikfreak ist.

 

2020 war der e-Tron sogar das meistverkaufte Fahrzeug in Norwegen, es überrascht mich nicht. :)


06.10.2021 22:43    |    jennss

Tempolimit habe ich bewusst weggelassen :). Bin nicht so ein Fan davon, auch wenn unser ID.3 nur reale 165 km/h fährt.

j.


07.10.2021 00:15    |    bsa11

Habe kürzlich mit dem neuen 520d (Mildhybrid) 740 km Strecke mit Tempo 120-190 km/h situationsabhängig ohne Zwischentanken in ca. 6 h absolviert und am folgenden Tag noch weitere ca. 300 km bis zum nächsten Tankstopp gefahren. Dabei durfte ich freien Kopf haben bzgl. wo, welche, frei/nichtfrei Ladestation usw. für mich gefunden werden muß und dazu wieviel Zeit vergeuden muß.

Davor war ich in 3 Ländern unterwegs, wo die Situation weit schlechter ggü. dem hiesigen die Realität darstellt.

Was also soll ich heute besser finden beim e-Auto bzgl. Fahr/Zeiteffizienz?

2 Artikel kürzlich in der Fachpresse bzgl. Langstreckennöten(Horror) mit e-Auto (sogar die teueren) mit Auslandsreisezielen sind simple Bestätigungen für meine nichtelektrische Kaufentscheidung.


07.10.2021 00:24    |    Alexander67

Mildhybride betrachte ich als Witz.

Viel zu wenig Rückgewinnung elektrischer Energie beim bremsen oder bergab fahren.


07.10.2021 00:42    |    GHU230

Sind die Grünen erstmal an der Macht gehts wieder den "Kleinen" an den Kragen wie zu Schöders Zeiten Harz 4 Ökosteuer auf Benzin usw, das Autofahren wird unerschwinglich genauso wie das Heizen in den Wohnungen oder das warme Wasser und er Strom kommt aus der Steckdose, dafür pupst mein Pferd 24 Stunden CO2 auch wenn ich es nicht benutze, achja Fleisch essen wird auch verboten, nur das der Mensch von der Natur aus zum "Allesfresser" femacht wurde und nicht von sich selbst wird vergessen und mit was fahren die Grünen zum Bundestag, klar die kommen zu Fuß. Ökodiktatur und ja ich achte auf meine Umweld sammel den Müll von den Freitagsdemos aus den Wisen und Hecken damit die Vögel den Mist nicht aufpicken und zeig Mamma und Pappa mit den SUV´s wie sie ihre Kinder von der Demo wieder aus der Stadt bringen können


07.10.2021 07:05    |    LF-X

Die "Ökodiktatur" ist aber keine grüne Erfindung. Das ist ein internationales Projekt an dem sich praktisch jedes Land der Welt beteiligt. Das muss man nicht gut finden, ist es aber :-) Energieversorgung mit Öl oder Kohle war noch nie sauber. Weder Förderung, Transport, Weiterverarbeitung und ganz sicher noch nie die Verbrennung.

 

Jede meiner Investitionen in Öko-Technik (Wärmepumpe, Photovoltaik, Elektroauto) spart bei mir über die Jahre 5-Stellige Beträge. Auch jetzt schon. Dafür müssten fossile Energieträger nicht mal künstlich verteuert werden.

 

Die Ladeinfrastruktur in Deutschland in aktuell so lala. Man kommt damit aktuell eigentlich auch ohne eigene Wallbox klar. Ich habe zumindest keine. Mehr Ladepunkte würden aber echt helfen. Bei uns im Ort gibt es gar nichts (recht kleines Dorf), auf der Arbeit kann ich auch nicht laden. Die meisten Ladevorgänge mache ich in der Tat beim einkaufen. 50kW Lader am Supermarkt sind mein Favorit. Meine Ladekosten betragen trotz ausschließlicher Nutzung öffentlicher Ladepunkte 4,20 EUR pro 100km. Ein Drittel meiner Ladevorgänge ist kostenlos. Selbst ohne das wären es ca. 6,- EUR pro 100km. Es ist aus meiner Sicht auch trotz höherer Strompreis günstig. Selbst mein 4l Hybrid, den ich davor gefahren habe, wäre da bei aktuellen Spritpreisen teurer. Die breite Masse an Fahrzeugen wird aber wohl eher bei 6l Verbrauch liegen und damit deutlich teuer als öffentlich geladene Elektrofahrzeuge. 2/3 meiner Strecken finden auf der Autobahn statt. Mit innerorts und auf Landstraßen sähe das noch besser für Elektrofahrer aus.


07.10.2021 07:19    |    Schwarzwald4motion

Der ach so günstige Strom welcher subventioniert werden soll dürfte aber selbstredend nur zu ertragstarken Zeiten erhältlich sein, dann kostet es den Steuerzahler letztlich nichts.


07.10.2021 08:24    |    Maxi245

Klar neben dem Ausbau der Infrastrucktur und dem nötigen Wandel bei den verfügbaren BEV´s was Preis und Typ angeht bräuchten wir m.M.n. noch andere "Verbesserungen" die in meinen Augen besonders den Umgang mit der E-Mobilität vereinfachen und attraktiver machen würden.

Ich denke da zb. an das Thema "Laden&Abrechnen" es gibt unzählige Anbieter und verschiedene Technik bei den Säulen ectr. von enormen Preisunterschieden ganz zu schweigen. Ich würde mir wünschen das zb. die Abrechnung direkt mit und über das Auto läuft, eine "Kommunikationsfähige" Verbindung besteht ja bereits wenn ich das Auto zum laden anschließe. Warum muss ich mich dann noch "Verifizieren" und einen Bezahlvorgang einleiten? Warum kann das nicht direkt über im Auto hinterlegte Daten erfolgen? Warum müssen wir gefühlt 1000 verschiedene Preise für das laden haben? Wettbewerb? In meinen Augen total veraltet. An der Ladesäule sollte höchstens noch nach verfügbarer Geschwindigkeit unterschieden werden und der Preis pro kw je Geschwindigkeit fest stehen und das Deutschlandweit einheitlich. Dazu im Auto die Möglichkeit im Vorfeld eine Obergrenze für die Ladegeschwindigkeit die man nutzen möchte festlegen können und fertig. Somit hat der Besitzer des BEV es im Prinzip in der Hand wieviel er ausgeben möchte und nötige Preisänderungen ( maximal 1-2 mal pro Tag höchsten und Deutschlandweit einheitlich ) je kw/Geschwindigkeit könnten direkt im Auto eingesehen werden.

 

Dann braucht es Unterstützung/ Anreize für diejenigen die wechseln würden, wenn sie denn könnten, die aber aufgrund ihrer persönlichen Situation/ finanziellen Lage diesen Umstieg scheuen oder nicht ermöglicht bekommen. Auf längere Sicht wird diese Gruppe von Menschen ins abseits gedrängt, sie "verschmutzen" länger als nötig die Umwelt und müssen das ganze auch noch doppelt und dreifach bezahlen. Ich rede hier NICHT davon dem "Schreckensbeispiel" Harz4 Empfänger aus den TV Shows ein BEV zu schenken, NEIN absolut nicht. Mir geht es um die gering verdienenden Berufspendler die eh schon immens viel auf sich nehmen um überhaupt noch arbeiten zu gehen, sie fahren sehr lange/viel mit dem immer teurer werdenden Verbrenner und sie zahlen x Fach dafür. Kraftstoffsteuer + KFZ Steuer + Versicherungssteuer ( viel Fahrer zahlen auch mehr )+ Mehrwertsteuer bei jeder Reparatur ectr. Diese Kosten werden in Zukunft immer weiter ansteigen, aber die Löhne werden vermutlich nicht proportional dazu ansteigen, ergo wird es immer teurer zur Arbeit zu kommen, aber eine Finanzierung für ein BEV gibt es nicht, da die aktuellen laufenden Kosten angesehen werden und somit diese Menschen nicht " würdig" sind. Hier würde ich versuchen über Steuerrückerstattung/Verrechnung für Pendler mehr Möglichkeiten zur E-Mobilität zu schaffen. Klingt nach Sozialismus ich weiß und ihr dürft mich gern dafür steinigen, aber ich sehe es nicht ganz so. Derzeit profitieren viel zu sehr diejenigen davon die sowieso so viel verdienen, das ein Firmenfahrzeug für sie gut und interessant ist und es sich für den Arbeitgeber rechnet. Aber diese Leute haben i.d.R. schon ein viel höheres Einkommen, sodass sie Prozentual viel mehr "übrig" haben als die unteren Einkommensschichten.

 

Erhebliche Subventionen für Arbeitgeber, wenn diese Ladepunkte für ihre Angestellten errichten lassen. Ich pers. würde hier eine Größenordnung zwischen 75 bis 90% vorschlagen, wenn der Arbeitgeber nachweisen kann, das diese Ladepunkte auch ausreichend genutzt werden. ( Nachweispflicht über abgegebene Strommengen im Zeitraum von zb. 12 Monaten ) Dort wo es möglich ist könnten u.U. viel mehr Arbeitnehmer wenigstens am Arbeitsplatz laden. ( Auch hier könnten wenn sie es denn dann wollen Pendler bevorzugt / priorisiert werden )

Ich zb. könnte an meinem Arbeitsplatz laden, würde dann sogar weit weniger bezahlen als Zuhause ( unter 20 Cent am Arbeitsplatz ), ABER wir haben noch relativ wenige Ladepunkte + Ich habe einen "Langsamlader" PHEV + ich habe nur einen relativ kurzen Weg zur Arbeit, sodass der Akku rein für den Arbeitsweg einige Tage reichen könnte, aus diesem Grund lasse ich diese Ladepunkte lieber meinen Kollegen die mit ihrem BEV von weiter weg zur Arbeit kommen.


07.10.2021 08:36    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@Maxi245 schrieb am 7. Oktober 2021 um 08:24:35 Uhr:

…Warum müssen wir gefühlt 1000 verschiedene Preise für das laden haben? Wettbewerb? In meinen Augen total veraltet…

Irgendwie verstehst du den Sinn des Wettbewerbs nicht :rolleyes: Sicherlich bist du bereit die dann einheitlich teureren Preise aus deinem Erhöhten Steueranteil zu bezahlen.


07.10.2021 08:55    |    Maxi245

Genau ich verstehe das System nicht, ja ne ist klar. Ein hoch auf den Wettbewerb es wird immer alles günstiger durch Wettbewerb. Wettbewerb KANN zu günstigeren Preisen führen, tut es aber nunmal nicht immer. Siehe die "Kartellartige" Minearlölwirtschaft für den "kleinen" Verbraucher direkt ersichtlich an den Tankstellen. Ja das Thema ist komplexer, aber unterm Strich führt es niemals zu einem Preis der nahe am "Produktionspreis" liegt sondern immer an einem Preis der möglichst viel Profit generiert, also zu einem Preis der gerade noch so gezahlt wird, oder gezahlt werden kann. Erst wen ndie breite Masse einen Preis nicht mehr zahlen will/kann, geht der Preis runter. DAS IST WETTBEWERB alles andere ist ein Betriebswirtschaftliches Lügenmärchen welches dem VERbraucher/Volk gern erzählt wird, gleichbedeutend mit "Privatisierung ist immer gut" und besser als alles andere jippie!

 

Und nein.. nochmal ich bin weder "Sozi" noch "Linker" oder "Öko" oder was auch immer, nein ich bin einfach nur ich, ich habe sogar einen sehr guten Job mit gutem Einkommen und Auskommen und genug Geld am Ende eines jeden Monats, das ich beruhigt schlafen kann.


07.10.2021 09:17    |    MotorManiac2020

Norwegen ist ein Thema für sich, die kann man was den Wohlstand und dessen Entstehung angeht eher mit Katar etc. vergleichen, dazu noch ideale Voraussetzungen für Wasserkraft.

 

Man kann nach den E-Autos nicht auch noch den Strom und das ganze Drumherum subventionieren - zahlt am Ende auch wieder der kleine Mann, als ein größeres Problem sehe ich, dass durch immer strengere Auflagen (Abgase und Sicherheit) günstige Klein- und Kleinstwagen ganz vom Markt verschwinden. Bleibt als Alternative für Geringverdiener vll. das Moped und für weitere Strecken Fernbus und Bahn.

 

Geringverdiener leisten sich auch keine neuen Golfs, da sehe ich das nächste Problem, was wird man mit einem 10 Jahre alten E-Auto noch anfangen können - Stichwort Akku-Alterung.

 

Heizöl und Mieten sind ein fast ebenso wichtiges Thema wenn es um Geringverdiener geht. Auf die neue Regierung bin ich auch gespannt, vor allem wie Grüne und FPD sich einig werden, die beiden werden die Agenda setzen und den Kanzler ihrer Wahl bestimmen, würde mich nicht wundern, wenn es am Ende dann doch wieder die GroKo wird weil die SPD nicht mitspielt und die CDU am Ende unterwürfiger als FPD und Grüne ist.


07.10.2021 09:21    |    Gasmob

Ja ja die Subventionen und fehlende Infrastruktur, bei meinem Arbeitgeber wurden Ladesäulen aufgestellt und du konntest schon länger kostenlos tanken, nun werden die elektrischen Dienstwagen mehr und das Laden kostet, zudem müssen die vorhandenen Ladesäulen vorrangig für Dienstwagen frei bleiben. Es kommen mehr Säulen aber bis dahin ist das so, das ist ärgerlich aber eben die Startphase.

Das ändert nichts an dem besseren Wirkungsgrad unserer E - Renner und das wir sehr zufrieden sind, lediglich die Umstände für das Laden ändern sich.

Und ja, ich bin auch für DC - Säulen aber nicht für die breite Masse, schon weil DC - Laden nicht gut für die Batterie ist. Da ich vom Fach bin und engen Kontakt mit der Elektromobilität habe, weiß ich das. Schnell laden als Option ist gut, das gleiche ständig und vorrangig ist bei unseren Batteriegrößen schlecht. Daher lade ich auch überwiegend mit Notlader und ohne Wallbox obwohl alle dagegen sind, wenn der Ladestrom klein ist dann kann die Schuko - Steckdose das, die Norweger machen das vor. Ach und was die Hybride Fraktion betrifft, es gibt immer einen Grund nichts zu tun und ja es ist bequemer nur alle 1000km zu tanken, ganz sicher gibt es Berufe wo das noch sinnvoll ist, das ist aber kein Argument gegen neue Techniken sondern ein Zeichen für nötige Verbesserungen eben dieser.

Was die Mietwohnungen betrifft, dort wo Altbauten mit einer alten Hausverteilung sind wird es eng aber aus eigener Erfahrung weiß ich auch, das oft Garagen z.B. im Hinterhof vorhanden sind und dort kann auf jeden Fall geladen werden. Damit ist schon einiges erreicht.


07.10.2021 09:30    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@Maxi245 schrieb am 7. Oktober 2021 um 08:55:08 Uhr:

Genau ich verstehe das System nicht, ja ne ist klar. (…) Wettbewerb KANN zu günstigeren Preisen führen, tut es aber nunmal nicht immer. Siehe die "Kartellartige" …

Du begründet deine Aussage mit dem Gegenteil von Wettbewerb :rolleyes:

Zitat:

 

…Ja das Thema ist komplexer, aber unterm Strich führt es niemals zu einem Preis der nahe am "Produktionspreis" liegt sondern immer an einem Preis der möglichst viel Profit generiert, also zu einem Preis der gerade noch so gezahlt wird, oder gezahlt werden kann. Erst wen ndie breite Masse einen Preis nicht mehr zahlen will/kann, geht der Preis runter. DAS IST WETTBEWERB alles andere ist ein Betriebswirtschaftliches Lügenmärchen welches dem VERbraucher/Volk gern erzählt wird, gleichbedeutend mit "Privatisierung ist immer gut" und besser als alles andere jippie!

Du schwurbelst dir ganz schön was zusammen. Beides ist Wettbewerb die Firmen die gegeneinander konkurrieren und der potentielle Kunde der sich auch entscheiden kann nichts zu kaufen!


07.10.2021 09:33    |    LF-X

Bei gebrauchten Elektroautos bin ich auch irgendwie aktuell skeptisch. Die meisten davon haben mir schon aus Gründen der technischen Entwicklung zu wenig Akkukapazität. Die ersten Zoes oder Leafs waren schon als sie neu waren recht unpraktisch. Hat hier jemand mit Autos dieser Art schon Erfahrungen gesammelt? Also mittelmäßig abgefahrener Mini-Akku?


07.10.2021 09:39    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@LF-X schrieb am 7. Oktober 2021 um 09:33:50 Uhr:

Bei gebrauchten Elektroautos bin ich auch irgendwie..

Tipps vom ADAC


07.10.2021 10:17    |    MotorManiac2020

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 7. Oktober 2021 um 09:39:05 Uhr:

Zitat:

@LF-X schrieb am 7. Oktober 2021 um 09:33:50 Uhr:

Bei gebrauchten Elektroautos bin ich auch irgendwie..

Tipps vom ADAC

Bleibt die Frage wie schnell ein Akku nach 10 Jahren weiter altert und wie aussagekräftig der Ist-Wert nach 10 Jahren für die nächsten 5 Jahren ist. Sagen wir ein Akku hat nach 10 Jahren noch 70% Kapazität, lässt sich ablesen wie schnell der Akku dann weiter an Kapazität verliert, nicht dass er dann nach 12 Jahren schon nur noch 40% Kapazität hat? Was den Gebrauchtmarkt angeht, brauchbare E-Autos gibt es von Tesla abgesehen auch erst seit 1-2 Jahren. Die ältesten Serienfahrzeuge die man auf mobile findet sind Nissan Leaf aus 2012, die fahren keine 100 Km weit, sind aber trotzdem keine Schnäppchen.


07.10.2021 10:29    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@MotorManiac2020 schrieb am 7. Oktober 2021 um 10:17:09 Uhr:

…nicht dass er dann nach 12 Jahren schon nur noch 40% Kapazität hat..

Je nachdem wie er behandelt wurde will ich das gar nicht ausschließen, Das Problem mit der Laufleistung dürfte aber jetzt durch das Problem der Alterung abgelöst werden.

 

Mit heutigem Wissensstand kann man nicht sicher sagen wie das gelöst wird, läufts so wie bei einem alten Fernseher oder werden noch Aggregate getauscht wie früher bei fast jedem Technischen Produkt machbar.

 

Ich denke unterm Strich wird es schon eine Rechnung sein die das E-Auto immer noch den Verbrenner vorzuziehen hat.


07.10.2021 10:54    |    Gasmob

Alterung der Batterie läuft in Schüben, erst altert eine Batterie Recht schnell, dann bleibt die Kapazität längere Zeit Recht stabil, zum Schluss gibt es wieder einen merklichen Einbruch.

Entscheidend ist immer der Umgang mit der Batterie im Alltag, wird eine Batterie ständig mit Lastspitzen gequält, ständige starke Beschleunigung und immer schnell laden, dann altert jeder Fahrakku sehr flott. Gerade kleine Akkus sind hier eher betroffen, da hier aus kleinen Zellen sehr hohe Ströme fließen.

Fährst du aber eher vorausschauend und lässt deiner Batterie Zeit zum Vollladen, z.B. mit geringem Ladestrom über Notlader oder Wallbox, dann laufen die einzelnen Zellen nicht soweit auseinander und äußere Pakete werden nicht zu sehr belastet, die Lebenszeit wird verlängert.

Auch wenn der Akku ständig tief entladen wird kommt es zu vorzeitiger Alterung, hier reagieren dann Teilweise Stoffe aus den Zellen mit der Kathode oder Anode. Diese Reaktion ist abschließend und hemmt den Energiefluss wie bei einem verstopften Filter.

Das Dumme ist, wir wissen nicht wie der Gebrauchtwagen behandelt worden ist, das weißt du bei einem Verbrenner aber auch nicht!!


07.10.2021 11:11    |    Schwarzwald4motion

SoH steht für State of Health, welche den Alterungszustand von Akkumulatorzellen beschreibt Und ausgelesen werden kann.

 

IMHO Gibt es glaube ich noch keine Produktunabhängige neutral und standardisierte Bewertungsgrundlage. Wäre eine Paradedisziplin für den ADAC sowas einzufordern.


07.10.2021 11:28    |    Gasmob

Das mit dem SOH ist so eine Sache, die Hersteller halten sich hier sehr bedeckt und geben diese Daten oft nicht heraus. Manchmal ist dieser Wert zwar auszulesen aber nur emuliert und wenig brauchbar siehe z. B. BM.. Hier sollte wirklich mit offenen Karten gespielt werden und nicht schon wieder aus wirtschaftlichen Gründen der Hersteller das Recht der Kunden beschnitten werden, hoffentlich hilft hier bald der ADAC oder andere Verbraucher - Verbände.

Grundsätzlich hilft der SOH dem Kunden bei dem ersten Eindruck.


07.10.2021 12:20    |    Alexander67

Zitat:

@MotorManiac2020 schrieb am 7. Oktober 2021 um 10:17:09 Uhr:

 

.....Die ältesten Serienfahrzeuge die man auf mobile findet sind Nissan Leaf aus 2012, die fahren keine 100 Km weit, sind aber trotzdem keine Schnäppchen.

Tja.

Da kommt die Frage nach einem Upgrade auf.

Modernerer Akku evtl. auch mit teilweise neuer Leistungs- bzw. Ladeelektronik.


07.10.2021 12:36    |    Maxi245

Naja in die derzeit bekannten/verfügbaren BEV's ein zu bauen dürfte nicht so einfach / günstig sein, ob das in 10 Jahren rentabel ist, ist zumindest fraglich. Bei einem 10 Jahre alten Kleinwagen würde ja ein Tausch des Motors gegen einen NEUEN samt Steuergerät ectr. auch keinen Sinn machen. Und das wäre ja eher das Äquivalent zu einem Akku+Motor Tausch beim BEV.

 

Prinzipiell wäre es sicher möglich "SoH" direkt auslesbar für den Fahrer zu machen , sofern es dafür feste Standards gibt wäre soetwas sogar später ein top Verkaufsargument, oder eben ein NoGo. Sicherlich fänden das allerdings Datenschützer ectr. wenig amüsant.


07.10.2021 13:20    |    Alexander67

Zitat:

@Maxi245 schrieb am 7. Oktober 2021 um 12:36:53 Uhr:

Naja in die derzeit bekannten/verfügbaren BEV's ein zu bauen dürfte nicht so einfach / günstig sein, ob das in 10 Jahren rentabel ist, ist zumindest fraglich. Bei einem 10 Jahre alten Kleinwagen würde ja ein Tausch des Motors gegen einen NEUEN samt Steuergerät ectr. auch keinen Sinn machen. Und das wäre ja eher das Äquivalent zu einem Akku+Motor Tausch beim BEV.

...

Der Vergleich hinkt gewaltig.

Ein Akku-Pack besteht aus sehr vielen relativ einfach herzustellenden Zellen die in unglaublicher Großserie gebaut werden können. Wenn dann in 10 Jahren Akkus für x Millionen Neuwagen produziert werden, dann ist es auch kein Problem einige der Zellen in Nachrüst-Akku-Packs für Gebrauchtwagen abzuzweigen.

 

Ich sehe da wenige Probleme.

So lange die Fahrzeughersteller die Akkuproduktion nicht komplett kontrollieren und so etwas quasi als Monopol verhindern.


07.10.2021 13:24    |    jennss

Zitat:

@Maxi245 schrieb am 7. Oktober 2021 um 12:36:53 Uhr:

Prinzipiell wäre es sicher möglich "SoH" direkt auslesbar für den Fahrer zu machen , sofern es dafür feste Standards gibt wäre soetwas sogar später ein top Verkaufsargument, oder eben ein NoGo. Sicherlich fänden das allerdings Datenschützer ectr. wenig amüsant.

Warum? Manche Kameras können den SoH auch auslesen. Finde ich super.

j.


07.10.2021 14:09    |    Maxi245

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 7. Oktober 2021 um 13:20:17 Uhr:

Zitat:

@Maxi245 schrieb am 7. Oktober 2021 um 12:36:53 Uhr:

Naja in die derzeit bekannten/verfügbaren BEV's ein zu bauen dürfte nicht so einfach / günstig sein, ob das in 10 Jahren rentabel ist, ist zumindest fraglich. Bei einem 10 Jahre alten Kleinwagen würde ja ein Tausch des Motors gegen einen NEUEN samt Steuergerät ectr. auch keinen Sinn machen. Und das wäre ja eher das Äquivalent zu einem Akku+Motor Tausch beim BEV.

...

Der Vergleich hinkt gewaltig.

Ein Akku-Pack besteht aus sehr vielen relativ einfach herzustellenden Zellen die in unglaublicher Großserie gebaut werden können. Wenn dann in 10 Jahren Akkus für x Millionen Neuwagen produziert werden, dann ist es auch kein Problem einige der Zellen in Nachrüst-Akku-Packs für Gebrauchtwagen abzuzweigen.

 

Ich sehe da wenige Probleme.

So lange die Fahrzeughersteller die Akkuproduktion nicht komplett kontrollieren und so etwas quasi als Monopol verhindern.

Naja verklebte, mit der Karosserie fest verbundene oder sogar Bestandteil der tragenden Karosserie Akkus werden vermutlich nicht mal eben so getauscht werden können. Und ein einheitlicher Akku Standart ist ja nicht mal bei Handys, Tabletts, Laptops ectr. in Sicht. Wären die Zellen ähnlich einer Normalen AA Battiere oder einer 9V Zelle austauschbar ( ich hoffe ihr versteht was ich meine, nicht das gleich kommt die Akkus haben aber keine AA Größe und sind eine andere Technik), dann würde ich da auch wenig Probleme sehen, vorausgesetzt es gibt dann noch Akkus die mir der heutigen Technik kompatibel sind. 10 Jahre zb. ist ein gewaltiger Zeitraum, zumindest für neue Technologie.

 

@Jennss finde ich auch ok. Ich würde sogar manch andere Ideen rund um die Mobilität und deren Datenerfassung mitgehen, da bin ich nicht so "ängstlich"


07.10.2021 14:25    |    Alexander67

OK, wenn die Akkus mit der Karosserie verklebt sind, dann geht es nicht so ohne weiteres.

 

Ähm gibt es da Autos?


07.10.2021 14:27    |    MotorManiac2020

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 7. Oktober 2021 um 12:20:37 Uhr:

Zitat:

@MotorManiac2020 schrieb am 7. Oktober 2021 um 10:17:09 Uhr:

 

.....Die ältesten Serienfahrzeuge die man auf mobile findet sind Nissan Leaf aus 2012, die fahren keine 100 Km weit, sind aber trotzdem keine Schnäppchen.

Tja.

Da kommt die Frage nach einem Upgrade auf.

Modernerer Akku evtl. auch mit teilweise neuer Leistungs- bzw. Ladeelektronik.

Das wird sich wohl kaum lohnen, vor allem für einen Geringverdiener nicht, wenn er für den Preis des Leafs auch einen gleich alten Focus/Astra etc. bekommt, der nach 10 Jahren eben noch kein (Fast-) Totalschaden ist. Auch die Hersteller selber werden kein Interesse haben ihre alten Fahrzeuge zu ertüchtigen, die wollen Neuwagen verkaufen. E-Autos müssen (wesentlich) billiger als Verbrenner werden, dann stellt sich auch die Frage nach der sozialen Gerechtigkeit nicht mehr und nach 12 Jahren landen sie eben auf dem Recyclinghof. Wenn es für die Akkus eine Anschlußverwendung gibt und die Restkarosserie tatsächlich recycelt wird wie es die Politik einem weißmacht ist es umweltmäßig auch kein Problem, der Strom kommt schließlich aus der Steckdose und das bald ohne ohne Kohle und ohne Atom ;)

 

Der Fairness halber, ich fürchte, dass auch beim Verbrenner der Trend zum Wegwerfauto geht, Mobilität wird teurer und nicht mehr jeder wird sie sich so wie heute leisten können und genau das ist von der (linken) Politik so gewollt. Der Massen-Individualverkehr ist das Feindbild linker Politik.


07.10.2021 14:35    |    jennss

Eigentlich müsste man beim Akku doch noch Geld herausbekommen, wenn er zum Secondlife geht oder auch wenn er direkt zum Recycling gehen sollte. Aufgrund der geringen Belastung im Secondlife sollten noch 10 oder mindestens 5 Jahre drin sein, soweit ich weiß. Der Recyclinghof gibt für die Rohstoffe wohl auch noch etwas, oder? Für einen neuen Akku müsste man aber noch viel drauflegen. Zum Austauschen einzelner Zellen jabe ich jetzt unterschiedliche Ansichten gelesen. Manche sagen, das lohnt nicht, andere sagen, das ist gut.

j.


07.10.2021 14:48    |    MotorManiac2020

Zitat:

@jennss schrieb am 7. Oktober 2021 um 14:35:12 Uhr:

Eigentlich müsste man beim Akku doch noch Geld herausbekommen, wenn er zum Secondlife geht oder auch wenn er direkt zum Recycling gehen sollte. Aufgrund der geringen Belastung im Secondlife sollten noch 10 oder mindestens 5 Jahre drin sein, soweit ich weiß. Der Recyclinghof gibt für die Rohstoffe wohl auch noch etwas, oder? Für einen neuen Akku müsste man aber noch viel drauflegen. Zum Austauschen einzelner Zellen jabe ich jetzt unterschiedliche Ansichten gelesen. Manche sagen, das lohnt nicht, andere sagen, das ist gut.

j.

Einen Restwert wird ein nicht mehr fahrbares E-Auto schon haben, die Frage ist ob dieser Restwert höher ist, als ein fahrbarer Verbrenner heute nach meinetwegen 12 Jahren. Die Akkus werden ja billiger und besser, so überzeugt bin ich da auch nicht, dass ausgelutschte Alt-Akkus dann so begehrt sein werden.


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