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06.10.2021 20:44    |    jennss    |    Kommentare (319)

Laden im ParkhausLaden im Parkhaus

Sehr wahrscheinlich bekommen wir in der neuen Regierung u.a. die Grünen. Manche befürchten, dass es mit dem Autofahren bald ganz teuer wird. Schon jetzt sehen viele eine Ungerechtigkeit. E-Autos seien zu teuer. Und tatsächlich gibt es da aktuell eine Ungerechtigkeit. Aber warum sollten nicht die Grünen dafür sorgen, dass das e-Auto auch für Niedrigverdiener gut funktioniert?

 

Ich lese öfter in Foren oder auf Instagram in Kommentaren: "Ein E-Auto kann ich mir nicht leisten und ich könnte das auch nur schlecht laden."

 

Diese beiden Punkte sind leider nicht selten durchaus nachvollziehbar. Es fehlt zum einen ein Gebrauchtmarkt für günstige Autos und zum anderen ergeben sich gerade für Menschen, die kein großes Einkommen haben, Nachteile durch die fehlende Möglichkeit zuhause laden zu können. Und so fahren diese weiterhin Verbrenner, trotz steigender Spritpreise. Es ist eine Ungerechtigkeit, dass ausgerechnet nur Menschen mit eigenem Stellplatz, also tendenziell Besserverdienende, günstigen Haushaltsstrom laden können. Selbst mit Vielfahrer-Tarifen wird nicht ganz der Preis vom Strom zuhause erreicht. Und zuhause laden hat zudem noch praktische Vorteile, solange die Infrastruktur nicht sonderlich gut ausgebaut ist. Diese doppelte Ungerechtigkeit gilt es zu beheben. Je früher das Problem angegangen wird, desto besser.

 

Ohne die Laternenparker zu überzeugen wird e-Mobilität nur für einen begrenzten Teil funktionieren. Im September wurden 17% reine E-Autos in Deutschland zugelassen. Das ist neuer Rekord. Ich wette, ein größerer Teil davon kann zuhause laden. Es nützt ja nichts, wenn ein E-Auto eine Menge Spaß macht, dabei aber unpraktisch und nicht so günstig wie versprochen ist.

 

Norwegen hatte zuletzt 77,5% reine E-Auto-Zulassungen, während Verbrenner bei nur noch ca. 5% liegen (Diesel und Benziner zusammen, ohne Hybride). Norwegen muss also irgendwas richtig gemacht haben, nicht nur die finanziellen Aspekte, sondern auch bei der Infrastruktur.

 

Höhere Spritpreise sind zwar durchaus ein Weg, mehr Leute über E-Autos nachdenken zu lassen, aber dann muss es für sie auch gut funktionieren. Sonst stehen Niedrigverdiener vor der Wahl Pest oder Cholera, also Verbrenner mit teurem Sprit oder E-Auto mit nicht besonders günstigem Strom und umständlicher Lademöglichkeit.

 

Ich hätte da ein paar Wünsche an die nächste Regierung bzgl. e-Mobilität:

 

- Regional gültige Ladekarten vom Ort subventioniert für niedrige Ladekosten innerhalb des Ortes (gleicher Preis wie zuhause laden, also ca. 30 Ct. pro kWh, auch DC)

- Alle Supermärkte mit DC-Ladesäulen (die sehe ich in einer Schlüsselrolle für Laternenparker), außerdem auch Einkaufszentren und Baumärkte.

- Transparente Solardach-Förderung vom Staat (löst zwei potentielle Probleme: Lokales Stromnetz wird entlastet und es erhöht den Anteil an erzeugter grüner Energie im Land)

- Akku-Recycling voranbringen halte ich für sehr wichtig, denn es wird nicht mehr so viele Jahre dauern bis die Masse an alten E-Auto-Akkus aus dem Secondlife kommt, also die Autos, die jetzt verkauft werden. Ich würde sagen, in 10 bis 15 Jahren muss der Recyclingprozess perfekt laufen.

- Weitere Grenze von 20000 € netto (= 23800 € brutto, oder 25000 € netto bei ca. 30000 € brutto) mit 7000 € (statt nur 6000 €) staatlicher Förderung bei weiterhin 3000 € Herstellerprämie, also noch 1000 € mehr als bisher, zumindest solange bis es einen brauchbaren Gebrauchtmarkt gibt. Prinzipiell finde ich die weitgehend feste Umweltprämie mit nur 2 Stufen aber schon ganz gut. Je günstiger ein Auto ist, desto höher ist der prozentuale Anteil der Prämie.

- Mehr Aufklärung, wie E-Mobilität in der Praxis funktioniert, z.B. über Flyer in EKZ (statt Workshops ;)), aber auch lokale kleine E-Auto-Messen mit unkomplizierten Probefahrmöglichkeiten.

- Offizielle Preisangaben der Autos müssen ohne Abzug der Prämien sein (was Tesla macht, finde ich nicht ok.. Selbst Fachzeitschriften halten die offiziellen Preise oft noch für solche ohne Prämienabzug)

- NEFZ-Reichweiten und -Verbräuche einstampfen. Das verwirrt nur, denn manche Hersteller geben noch immer Nefz-Werte an.

 

Das Deutschlandnetz scheint eine gute Idee zu sein. Ob Plug&Pay wie bei Tesla an Superchargern der richtige Weg ist, da bin ich mir nicht so sicher. Dabei wird der Preis vom Strom ja immer von einer Person (Autobesitzer) abgezogen. Mit Karte geht es bei jedem (Kartenbesitzer). Wichtig ist aber die Zuverlässigkeit der Ladesäulen und dass mehr als eine CCS-Säule pro Ladeort vorhanden ist (Ausfallsicherheit).

 

Ich bin gespannt, wie die nächsten Jahre für die E-Mobilität verlaufen werden.

j.

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07.10.2021 14:50    |    Maxi245

Ich lese immer wieder das der Akku somit der BEV nach 10 Jahren Schrott ist. Hmm kann sein, muss aber nicht. Die heutigen Akkus machen schon noch einiges mit und selbst wenn sie was klar ist anfangs rund 10-20% verlieren, danach sind sie je nach Nutzung und abgesehen von Fabrkations/Bauteilfehlern doch sehr robust und Zyklenfest.

 

https://www.google.de/.../...er-garantie-auf-akku-2006-148836.amp.html

 

Ich bin mir gerade nicht sicher wie und warum, aber Toyota hat oder plant zumindest e-Transporter zu verkaufen die eine 1.000.000 km Garantie auf den Akku haben, also gesamt Reichweite bis die Zellen ausfallen bzw die Reichweite/Leistung/Kapazität unter x gesunken ist.

Es scheint also unter bestimmten Voraussetzungen möglich zu sein.


07.10.2021 14:55    |    MotorManiac2020

Zitat:

@Maxi245 schrieb am 7. Oktober 2021 um 14:50:05 Uhr:

Ich lese immer wieder das der Akku somit der BEV nach 10 Jahren Schrott ist. Hmm kann sein, muss aber nicht. Die heutigen Akkus machen schon noch einiges mit und selbst wenn sie was klar ist anfangs rund 10-20% verlieren, danach sind sie je nach Nutzung und abgesehen von Fabrkations/Bauteilfehlern doch sehr robust und Zyklenfest.

 

https://www.google.de/.../...er-garantie-auf-akku-2006-148836.amp.html

 

Ich bin mir gerade nicht sicher wie und warum, aber Toyota hat oder plant zumindest e-Transporter zu verkaufen die eine 1.000.000 km Garantie auf den Akku haben, also gesamt Reichweite bis die Zellen ausfallen bzw die Reichweite/Leistung/Kapazität unter x gesunken ist.

Es scheint also unter bestimmten Voraussetzungen möglich zu sein.

Das Kalkül von Toyota könnte sein, dass man innerhalb von 15 Jahren eh nicht auf eine Million KM kommt. Interessanter finde ich auch hier die zeitliche Garantie von 15 Jahren, das ist schon übbig.


07.10.2021 15:10    |    LF-X

plant Tesla nicht auf 1 Million Meilen? Das wäre aber deutlich mehr als Toyota plant. Ist aber in jedem Fall ein Zeichen an den Kunden, dass man sich nicht allzu große Sorgen machen sollte, was die Haltbarkeit der Akkus angeht. Das gilt aber für noch erscheinende Fahrzeuge. Das was jetzt im Gebrauchtwagenmarkt erschwinglich ist, war schon grenzwertig Alltagstauglich als es neu war.

 

Bei den aktuellen größeren Akkus sieht das schon besser aus.

 

Gehe ich von einer linearen Alterung und 1000 Vollzyklen bis 80% sud, habe ich im mittel der 1000 Zyklen 90%.

Bei meinem 68kWh netto Akku sind das 61,2kWh, oder bei 20kWh Verbrauch (der ist was hoch angesetzt) bzw. 300km pro Vollzyklus, sind das 300.000km.

 

Bei 15.000km pro Jahr sind es also 20 Jahre bis der Wagen nur noch 270km Restreichweite bei vollem Akku hat.

 

Pendelt man dann immer noch zwischen 20% und 80% sind das immer noch 160km pro Ladevorgang. Nicht so schön wie die 200km die ich in der Regel jetzt mache, aber noch nicht vollkommen für die Tonne. Sofern da nicht in den 20 Jahren alles andere an der Karre das zeitliche segnet ist zumindest der Akku kein kritisches Thema.


07.10.2021 15:19    |    cookie_dent

Zitat:

@jennss schrieb am 7. Oktober 2021 um 14:35:12 Uhr:

Eigentlich müsste man beim Akku doch noch Geld herausbekommen, wenn er zum Secondlife geht oder auch wenn er direkt zum Recycling gehen sollte.

Dazu hatte ich neulich einen interessanten Bericht im Fernsehen gesehen.

Das größte Problem am Akkurecycling ist wohl das jeder jeder Hersteller sein eigenes Süppchen kocht und daher jeder Akku anders aufgebaut ist.

Das bedeutet, Stand heute, das jeder Akku erst einmal in Handarbeit auseinander gebaut werden muss, was die Kosten enorm steigert und sich somit kaum Geld verdienen lässt.

Für die Rohstoffe im Akku bekommt man also sein Geld, man muss aber erst einmal dran kommen.


07.10.2021 15:33    |    bsa11

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 7. Oktober 2021 um 00:24:27 Uhr:

Mildhybride betrachte ich als Witz.

Viel zu wenig Rückgewinnung elektrischer Energie beim bremsen oder bergab fahren.

MH erwähnte ich nur vollständigkeitshalber. mein Punkt ist die 1000 km Reichweite ohne nennenswerte Einschränkung bei Geschwindigkeit und die Zeiteffizienz, die ein E- nicht hat.


07.10.2021 15:40    |    Schwarzwald4motion

Im Evolutionsprozess der Produktivität sind wir sicherlich noch weit von einem Punkt Entfernt wo es für alte Akkus Geld gibt, Auch ein Second Life muss verwaltet und überwacht werden bei geringen Leistungswert würde sich das kaum rechnen. Händische Demontage wäre zumindest in Deutschland auch ein KO Kriterium für Geld zurück.

 

Langfristig rechne ich aber damit das durch Einsparung der Wartung und Treibstoff Kosten Differenz Ein E-Auto sich schneller rechnet als ein Verbrenner, vorausgesetzt man fährt genug und will irgendwann eh ein neues.

 

Der Rest darf gerne noch zehn Jahre mit Mildhybrid unterwegs sein.


07.10.2021 15:44    |    Alexander67

Zitat:

@jennss schrieb am 7. Oktober 2021 um 14:35:12 Uhr:

.... Zum Austauschen einzelner Zellen jabe ich jetzt unterschiedliche Ansichten gelesen. Manche sagen, das lohnt nicht, andere sagen, das ist gut.

j.

Ich denke es lohnt sich nur wenn von Anfang an mit der Zelle (oder deren Ansteuerung) nicht i.o. war. Weil aus irgendeinem Grund muss die ja "auf einmal" schlechter geworden sein.

 

Da der Akku-Pack aber eine Black-Box ist die sich selbst verwalten sollte muss dieses Ursache aber in der Black-Box liegen.

Wohlgemerkt, wenn sich der Tausch einer Zelle lohnen soll.

 

Etwas anders ist es wenn man 10 Akku-Packs nimmt und aus den besseren der gebrauchten Zellen einen oder mehrere neue Packs erstellen will.

Wobei ich hier nicht sicher bin was ich von so etwas halten soll. Weil diese Zellen haben ja genau so viel erlebt wie die ausgemusterten aus dem selben Pack.

Hmmm.


07.10.2021 15:48    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 7. Oktober 2021 um 15:44:55 Uhr:

[…

Etwas anders ist es wenn man 10 Akku-Packs nimmt und aus den besseren der gebrauchten Zellen einen oder mehrere neue Packs erstellen will.

Wobei ich hier nicht sicher bin was ich von so etwas halten soll. …

Genau das macht ja Tesla weil neue Zellen mit den alten nicht vernünftig zusammenarbeiten (Balancing/kalibrieren), das ist voll okay schließlich werden nur defekte aussortiert die anderen sind einfach nur etwas älter und schwächer aber voll funktionsfähig.


07.10.2021 15:48    |    bsa11

Zitat:

@Maxi245 schrieb am 7. Oktober 2021 um 08:55:08 Uhr:

Genau ich verstehe das System nicht, ja ne ist klar. Ein hoch auf den Wettbewerb es wird immer alles günstiger durch Wettbewerb. Wettbewerb KANN zu günstigeren Preisen führen, tut es aber nunmal nicht immer. Siehe die "Kartellartige" Minearlölwirtschaft für den "kleinen" Verbraucher direkt ersichtlich an den Tankstellen. Ja das Thema ist komplexer, aber unterm Strich führt es niemals zu einem Preis der nahe am "Produktionspreis" liegt sondern immer an einem Preis der möglichst viel Profit generiert, also zu einem Preis der gerade noch so gezahlt wird, oder gezahlt werden kann.

Preise waren noch typischerweise nie nahe an Produktionskosten kalkuliert. Preis ist immer eine Art "Einigung" zwischen Verkäufer und Käufer und richtet sich stark nach dem Angebot. Beispiele erleben gerade dieser Tage: Seit der Chipkrise gehen die Gebraucht-und Neuwagenpreise hoch, weil sich der Markt ausdünnt. Produktionskosten waren ja ungeändert, nur das Umfeld änderte sich. Das gleiche für viele Rohstoffe: Bedarf zieht schneller an als vorhanden, also Nachfrage ggü. Angebot hat großen Einfluß. Im Kommunismus war es nicht anders. Trabi mit 10 jahren Warteueit, führte zu +100% Marktpreis.

Ein anderer Grund ist auch, daß speziell bei ganz neuen produkten, wie E-Auto, auch mal die entwicklungskosten hereingeholt werden müssen. Hat mit produktionskosten auch nichts zu tun.

Das ist doch einfach zu verstehen. Eine andere Erwartung ist m.E. Unkenntnis unseres Systems obwohl man darin lebt.


07.10.2021 15:53    |    Alexander67

Zitat:

@bsa11 schrieb am 7. Oktober 2021 um 15:33:33 Uhr:

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 7. Oktober 2021 um 00:24:27 Uhr:

Mildhybride betrachte ich als Witz.

Viel zu wenig Rückgewinnung elektrischer Energie beim bremsen oder bergab fahren.

MH erwähnte ich nur vollständigkeitshalber. mein Punkt ist die 1000 km Reichweite ohne nennenswerte Einschränkung bei Geschwindigkeit und die Zeiteffizienz, die ein E- nicht hat.

Was aber weder etwas neues ist noch etwas was man benötigt.

Kaum jemand fährt 600km ohne zu halten.

Und Verbrenner sind schnell aufgetankt.

Plugins übrigens auch.

Ein Plugin mit 40 Liter Tank wäre daher eigentlich schon besser als jeder Verbrenner. OK, evtl. nicht wenn man in Luxemburg tanken will.


07.10.2021 16:03    |    Acidrain2001

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 7. Oktober 2021 um 15:48:08 Uhr:

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 7. Oktober 2021 um 15:44:55 Uhr:

[…

Etwas anders ist es wenn man 10 Akku-Packs nimmt und aus den besseren der gebrauchten Zellen einen oder mehrere neue Packs erstellen will.

Wobei ich hier nicht sicher bin was ich von so etwas halten soll. …

Genau das macht ja Tesla weil neue Zellen mit den alten nicht vernünftig zusammenarbeiten (Balancing/kalibrieren), das ist voll okay schließlich werden nur defekte aussortiert die anderen sind einfach nur etwas älter und schwächer aber voll funktionsfähig.

Schlussendlich braucht es hier eine (z.T. noch zu schaffende) Recycling-Wirtschaft, egal ob es dabei um "Refurbished" Akkus für Gebrauchtwagen geht oder ein zweites Leben außerhalb des Autos z.B. im Keller als Puffer für die PV-Anlage. Und ganz zum Schluss natürlich die umweltfreundliche Entsorgung, idealerweise mit hohem Recycling-Anteil, so dass Teile bzw. die chemischen Elemente wieder für neue Akkus verwendet werden können.


07.10.2021 16:07    |    bsa11

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 7. Oktober 2021 um 15:53:10 Uhr:

Zitat:

@bsa11 schrieb am 7. Oktober 2021 um 15:33:33 Uhr:

 

MH erwähnte ich nur vollständigkeitshalber. mein Punkt ist die 1000 km Reichweite ohne nennenswerte Einschränkung bei Geschwindigkeit und die Zeiteffizienz, die ein E- nicht hat.

Was aber weder etwas neues ist noch etwas was man benötigt.

Kaum jemand fährt 600km ohne zu halten.

Und Verbrenner sind schnell aufgetankt.

Plugins übrigens auch.

Ein Plugin mit 40 Liter Tank wäre daher eigentlich schon besser als jeder Verbrenner. OK, evtl. nicht wenn man in Luxemburg tanken will.

- 600km: ich halte kurz auch, soweit mein Körper das signalisiert. Aber nicht für trödeln, es sei denn ich reise und nicht fahre. Es ist einfach entspannend sich nicht damit beschäftigen zu müssen, wo und wie oft ich über >700 km fürs Laden anhalten/ärgern muß, womit die Zeit sich auch noch in die Länge zieht. Einfach nicht überzeugend das E-System über die urbane Nische hinaus.

- 40 l Tank ist zu wenig. Da die P.Hybride typischerweise benziner sind, reichen 40 l auf der Bahn nur ca.350-400 km oder evtl. weniger. Und dann sind die Bahntankstellen die Teuersten, also gerade für das gestartete Thema "Gerechtigkeit" nicht wirklich passend.


07.10.2021 16:23    |    LF-X

Dsa Ändert sich doch bald :-) Dann braucht auch ein verkorkster PHEV keine 10l mehr auf der Autobahn. Eher so 5l bei vorgeschriebenen 130 km/h. Dann kommt der auch wieder 1000km weit wie der TDI vorher. Es sei denn die FDP setzt sich durch.


07.10.2021 16:31    |    Alexander67

Es gibt "verkorkste PHEV" die (bei nicht zu extremer Fahrweise) 10l brauchen?

Ich würde sagen die Plugins, die selbst im Verbrenner-Betrieb unter 5l können, die gibt es schon.


07.10.2021 16:36    |    bsa11

Zitat:

@LF-X schrieb am 7. Oktober 2021 um 16:23:01 Uhr:

Dsa Ändert sich doch bald :-) Dann braucht auch ein verkorkster PHEV keine 10l mehr auf der Autobahn. Eher so 5l bei vorgeschriebenen 130 km/h. Dann kommt der auch wieder 1000km weit wie der TDI vorher. Es sei denn die FDP setzt sich durch.

Der politische Einfluß ändert nichts an der von der Technik gegebenen Reichweite. Aber ein politischer Wille (Dogma) wird zur Ausbreitung getragen. Das gab schon mal. Das Zentralkomitte der SED wußte auch schon besser, was die Bürger glücklich macht, als sie selbst.


07.10.2021 18:09    |    Thomas123er

Zitat:

@bsa11 schrieb am 7. Oktober 2021 um 16:36:57 Uhr:

 

Der politische Einfluß ändert nichts an der von der Technik gegebenen Reichweite.

Der politische Einfluss ändert nichts an dem von der Technik gegebenen CO2-Ausstoss von Verbrennungsmotoren.

Die können halt nicht klimaneutral, was aber in der Zukunft zwingend nötig ist - aus naturwissenschaftlichen Gründen, nicht politischen oder ideologischen.


07.10.2021 18:22    |    Acidrain2001

Und die “von der Technik gegebene“ E-Reichweite kann ja auch schon 600 km betragen. Noch hakt es am Preis und an der Ladeinfrastruktur, aber daran wird ja auch gearbeitet.

Früher musste man seinen Sprit übrigens in der Apotheke kaufen und es hat der Verbreitung des Autos auch nicht geschadet, auch wenn es teuer, umständlich und erst mal ein Spielzeug der reichen Klasse war. Auch damals gab es kritische Stimmen, dass das Teufelszeug sei und Kutschen das einzig Wahre...


07.10.2021 18:45    |    LF-X

Kutschen wurden aber soweit ich weiß nicht verboten :-) Am Ende des fossilen Zeitalters führt aber kein Weg vorbei. Da wird man sich "leider" mit abfinden müssen und sich mit den Alternativen anfreunden müssen. Ich kenne keinen Elektrofahrer der je zurück will.


07.10.2021 19:17    |    Acidrain2001

Bei den Kutschen bin ich mir da noch nicht mal sicher, eben haben das schon die Städte irgendwann verboten.

 

Aber ansonsten bin ich ganz bei dir, freue mich auch schon auf mein neues Auto, macht schon Spaß elektrisch zu fahren! Ist bei mir zwar “nur“ ein PHEV, aber mit dem Ziel möglichst viel elektrisch zu fahren.


07.10.2021 19:48    |    Superbernie1966

mich ärgert, dass die politisch gewollte E-Mobilität wieder einmal vom gewöhnlichen Steuerzahler bezahlt wird. Es ist ungerecht weil tatsächlich nur die wohlhabenden sich überhaupt ein (neues) Auto leisten können. Und dann werden noch 10.000 Euro gesponsert. Die E-Auto Hersteller ( mit deren Prämie ) kriegen Milliarden Fördermittel für F&E. Eine Lüge, weil dieses Geld halt nicht erwirtschaftet werden muss und quasi für Kaufanreize umgewidmet wird. ( Buchhalterisch selbstverständlich unterschiedliche Posten )

 

Ein Arbeiter muß froh sein, wenn am Ende vom Monat noch Geld übrig ist.

 

Übrigens ist der deutsche Strom weltweit der teuerste ! Gestehungskosten ca. 6 Cent / kwh, ein Haushalt bezahlt ca. 30 Cent / kwh. Da saugt der Staat die Leute aus.

 

Und wie bei allem was knapp wird, wird auch Strom deutlich teurer werden wenn Hinz und Kunz alles elektrisch machen wollen. Zum Glück wurden vor 3 Jahren neue Braunkohlekraftwerke genehmigt ! Um die "Versorgungssicherheit" herzustellen.

 

Mit Umweltschutz / Klimaschutz hat E-Mobilität reichlich wenig zu tun, nein, wie für Petroleum wird ein neuer Markt geschaffen.

 

letztendlich wird immer nur Geld umverteilt von unten nach oben.


07.10.2021 19:59    |    notting

Zitat:

@Superbernie1966 schrieb am 7. Oktober 2021 um 19:48:46 Uhr:

mich ärgert, dass die politisch gewollte E-Mobilität wieder einmal vom gewöhnlichen Steuerzahler bezahlt wird. Es ist ungerecht weil tatsächlich nur die wohlhabenden sich überhaupt ein (neues) Auto leisten können. Und dann werden noch 10.000 Euro gesponsert.

Das stimmt nicht. Der Teil davon den Hersteller als Rabatt geben müssen (nicht der Staat!) ist i.d.R. im Verkaufspreise einkallkuliert, siehe Vergleiche mit dem Ausland.

Da kann man nur hoffen, dass die Technik schnell genug auf dem Gebrauchtwagen-Markt landet und das mit dem Laden daheim sinnvoll gelöst wird.

 

notting


07.10.2021 20:02    |    Acidrain2001

Absolut richtig! Und zum Thema Abgaben auf Strom, die Mineralölsteuer ist ja nun auch nicht gerade ein Schnäppchen...


07.10.2021 20:04    |    Schwarzwald4motion

Na ja was soll ich dazu schreiben letztlich sind E-Autos die Zukunft wenn wir denn individuell mobil bleiben wollen.

 

Die Gewerkschaften haben lange eine Veränderung zur E Mobilität verhindert weil sie „Angst um ihre Arbeitsplätze“ hatten, die Realität hat von Anfang an anders ausgesehen.

Denn wenn die deutsche exportorientierte Wirtschaft diesen Umbruch nicht stemmen verlieren alle!

 

Das ist der Hauptgrund für die massiven Neuwagen Subventionen, Den potentiellen Umweltschutz gibt es eher als Sahnehäubchen obendrauf.


07.10.2021 20:42    |    jennss

Zitat:

@Superbernie1966 schrieb am 7. Oktober 2021 um 19:48:46 Uhr:

Es ist ungerecht weil tatsächlich nur die wohlhabenden sich überhaupt ein (neues) Auto leisten können. Und dann werden noch 10.000 Euro gesponsert.

Durch die Förderung sinkt die Leasingrate deutlich und wird bezahlbarer. Es gibt zwar auch Leasing auf Gebrauchtwagen, aber nicht auf ältere, soweit ich weiß.

 

Gebrauchte sind beim Kauf zwar wesentlich günstiger, aber dafür hat man mehr Reparaturen und Verschleißteile.

 

Es ist wichtig, dass sich bald ein Gebrauchtmarkt für E-Autos wntwickelt.

j.


07.10.2021 23:54    |    cookie_dent

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 7. Oktober 2021 um 20:04:18 Uhr:

Denn wenn die deutsche exportorientierte Wirtschaft diesen Umbruch nicht stemmen verlieren alle!

Das ist der Hauptgrund für die massiven Neuwagen Subventionen, Den potentiellen Umweltschutz gibt es eher als Sahnehäubchen obendrauf.

Das ist nur teilweise Richtig, ein großer Teil der Förderung geht an ausländische Fahrzeughersteller, genau wie seinerzeit die Abwrackprämie.

Mit der Kaufprämie fördern wir (als Steuerzahler in Deutschland) zu einem erheblichen Anteil die Amerikanische, Französische und Südkoreanische Wirtschaft.

 

Zitat:

@jennss schrieb am 7. Oktober 2021 um 20:42:09 Uhr:

Zitat:

Durch die Förderung sinkt die Leasingrate deutlich und wird bezahlbarer.

Es gibt aber genug Leute die sich die Leasingrate nicht leisten können oder wollen (weil man auch mit Leasing den prozentual größten Anteil des Wertverlustes am PKW zahlt).

 

Zitat:

@jennss schrieb am 7. Oktober 2021 um 20:42:09 Uhr:

Zitat:

Es ist wichtig, dass sich bald ein Gebrauchtmarkt für E-Autos wntwickelt.

Stimmt, aber die Skepsis einen gebrauchten BEV zu kaufen ist weiterhin groß weil noch Langzeiterfahrungen fehlen wie sich der Akku bei einem betagten BEV verhält.

Ich würde, Stand heute, kein 12 Jahre altes E Auto mit über 200.000km kaufen, mit einem Verbrenner gleichen Alters hätte ich kein Problem.


08.10.2021 00:10    |    Alexander67

Um es kurz zu sagen.

Wer kein Geld hat kauft keine Neuwagen.

Daher auch keine neuen BEV oder Plugin-Hybride.

Daher ist es egal wie man diese fördert.

Man fördert nur diejenigen die sich einen Neuwagen leisten können.

 

Die Notwendigkeit BEV und Plugin-Hybride zu fördern kann man aber kaum besteiten. Denn es muss eine weltweite Energiewende kommen. Und nein, wir sollten trotzdem keine BEV in USA oder Afrika oder ... fördern.

 

 

PS. Dacia Spring Electric: 9.500€ für ein

VOLLWERTIGES Elektroauto?

https://youtu.be/LtM44pvPlZs


08.10.2021 00:35    |    Acidrain2001

Irgendwo muss man halt mal anfangen mit der Förderung. Und da geht es eben bei den Neuwagen los, um initial mal möglichst viele Fahrzeuge auf den Markt zu bekommen. Da auch bei den Verbrennern die Firmenfahrzeuge (zumindest im mittleren und oberen Preissegment) für einen ordentlichen Anteil der späteren Gebrauchtwagen haben, ist das auch konsequent, hier ebenfalls zu fördern (Stichwort GWV). Damit bekommt man jede Menge PHEV/BEV-Neuwagen auf den Markt, viele (auch unnötige, da zu geringe km-Laufleistung) Diesel vom Markt und bildet den Grundstock für einen Gebrauchtwagenmarkt in 2-3 Jahren. Zudem führt man viele Fahrer, auch Skeptiker, an das Thema Elektro ran.

 

Das Ganze muss ja auch in Zyklen gedacht werden. In der Anfangszeit waren BEV nur was für WIRKLICH Überzeugte, dann kam Tesla und hat den Markt aufgemischt, auch andere Player wie Toyota, die dann günstig Hybride (damals noch ohne Plug-In) als Diesel-Ersatz auf den Markt geschmissen haben. Jetzt ist quasi PHEV State of the Art, und eine Autogeneration später dann reine BEV. Und der Gebrauchtwagenmarkt zieht halt mit 1-2 Autogenerationen später nach.


08.10.2021 01:04    |    Martyn136

Ich glaube das wäre noch immer viel zu wenig, sondern man müsste sich eingestehen das wir:

 

1) Bei der Elektromobilität nicht nur einen Arm/Reich Unterschied sondern auch einen grossen Grossstadt/Land Unterschied haben. Und das man beide Probleme angehen muss. Sachen wie günstige Ladekarten werden erstmal nur den Grosstadt- und Ballungsraumbewohnern zugute kommen.

 

2) Das die Förderung in der jetztigen Form nicht viel bringt. Denn ob jetzt ein Elektroauto vielleicht 51.000€ oder dank 9.000€ Förderung (ob die 3.000€ Herstelleranteil überhaupt gegeben sind oder von vornherein eingepreist sind lassen wir mal aussen vor) "nur" 41.000€ hilft Gering- und Durchschnittsverdienern die sich bislang in den 4.000€-8.000€ und 8.000€-15.000€ Gebrauchtwagenklassen umgeschaut haben keinen Deut weiter.

 

Sondern da helfen nur subventionierte Leasingangebote weiter, bei denen einerseits die monatliche Rate so niedrig wäre das sie auch für Gering- und Durchschnittsverdiener tragbar ist. Und die KfW für die Sicherheit bürgen würde, so das z.B. auch Studenten, Leute in Elternteilzeit, Leute mit befristeten Arbeitsverträgen, etc. teilnehmen könnte.

 

Denn wenn es zwar günstige Angebote für vielleicht 228,50€ monatlich gäbe aber eine "Bleierne Sicherheit" wie z.B. Mindestalter 35 Jahre, mindestens 5 Jahre Führerscheinbesitz, Unbefristeter Arbeitsvertrag oder seit mindestens 5 Jahre bestehende Selbstständigkeit und mindestens 2.500€ Nettoeinkommen gefordert würden, dann würde das auch nicht helfen.


08.10.2021 05:48    |    mattalf

Zitat:

@Swissbob schrieb am 6. Oktober 2021 um 21:55:00 Uhr:

Norwegen hat extreme Steuern auf Verbrenner, das ist der Hauptgrund.

 

Ein grosser e-Tron 55 ist billiger als ein Audi S3.

280 Euro Steuern im Jahr auf meinen Diesel, der nicht nach Hubraum berechnet wird, finde ich nicht teuer. Die Hauptgruende sind das der Strom in Norwegen deutlich billiger ist und das auf E-Autos nicht die hohe Staatliche Abgabe bei der Neuanschaffung gezahlt werden muss wie beim Verbrenner.

Ladestationen gibt es an jeder Ecke. Bezahlt keine Maut und kann die Busspur mit benutzen. Aber vieles davon wird verschwinden wenn genug E Autos unterwegs sind. Dann kommt sicher die Maut fuer die Kisten und die Strompreise steigen. Ich selbst fahr so lange wie moeglich Verbrenner.


08.10.2021 05:49    |    Bazingo

1.

Ich bin für eine Abschaffung jeglicher Subvention für Privatpersonen oder Mobilität. Die verzerren nur den Wettbewerb und lähmen ihn. Hier wird nun, politisch oktroyiert, alles auf die Karte Batteriemobilität gesetzt und der Verbrenner gebrandmarkt. Meiner Meinung nach eine krasse Fehlentscheidung die sich noch bitter rächen wird.

 

2.

Norwegen als einen Maßstab für irgend etwas zu nehmen zeugt von Unwissenheit. Norwegen bohrt irgendwo ein Loch in den Boden und da kommt dann Geld in Form von Öl oder Gas raus. Das Zeug verkaufen die dann in alle Welt um hunderte von Millionen Menschen mit fossilen Brennstoffen zu versorgen um dann wiederum ihren gut 5 Millionen Einwohnern eine Batterieautomobiltität zu schenken. Super Bilanz wenn man es mal gegenrechnet….

 

3.

Um eine schnelle Kostengünstige Verkehrswende hin zu CO2-neutraler Mobilität zu schaffen, hätte die Bundesregierung die ganzen Subventionsmilliarden lieber in die Herstellung von großen Anlagen für E-Fuels an geeigneten geografischen Orten gesteckt. E-Fuels die mit Windenergie hergestellt werden, sind nämlich tatsächlich CO2 neutral und würden auf einen Schlag alle vorhanden Verbrenner neutralisieren.

Batterien werden dagegen mit Strom geladen der zu über 50% aus nicht erneuerbaren Energien hergestellt wird. Dieses Jahr in Deutschland ca. 58%. Das wird auch zukünftig nicht besser. Jeder weiß es, keiner macht was. Hauptsache ein paar ahnungslose Idealisten werden zufrieden gestellt.


08.10.2021 06:48    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@Bazingo schrieb am 8. Oktober 2021 um 05:49:43 Uhr:

1.

Ich bin für eine Abschaffung jeglicher Subvention für Privatpersonen oder Mobilität. Die verzerren nur den Wettbewerb und lähmen ihn…

 

2.

Norwegen als einen Maßstab für irgend etwas zu nehmen zeugt von Unwissenheit….

 

3.

..hätte die Bundesregierung die ganzen Subventionsmilliarden lieber in die Herstellung von großen Anlagen für E-Fuels an geeigneten geografischen Orten gesteckt…

Zu 1:

So wie bei der Fotovoltaik?

Nein das wäre keine Lösung, nicht in Deutschland wo du Risiko Kapital mit der Lupe suchen musst.

 

 

Zu 2:

Perfekt

 

 

Zu 3:

Werden wir auch brauchen ist aber [url=https://www.businessinsider.de/.../] unterirdisch in der Effizienz[/uri] und deshalb nur als Ergänzung/Übergang zu Wasserstoffanwendungen zu sehen, Porsche versucht das ja für seinen 911er in Chile.


08.10.2021 06:53    |    Bazingo

Die Effizienz spielt keine Rolle.

Die Energie muss gespeichert werden. Wenn im Süden von Südamerika große Windparkfarmen entstehen, die Unmengen an neutraler Energie herstellen können (und zwar das ganze Jahr über), wird man diese Energie transportieren müssen. Da gibt es keine Leitungen zu uns.

Deshalb umwandeln (Power to x) und hier verwenden. Effizienz völlig egal.


08.10.2021 06:55    |    Maxi245

Zitat:

@Martyn136 schrieb am 8. Oktober 2021 um 01:04:24 Uhr:

Ich glaube das wäre noch immer viel zu wenig, sondern man müsste sich eingestehen das wir:

 

1) Bei der Elektromobilität nicht nur einen Arm/Reich Unterschied sondern auch einen grossen Grossstadt/Land Unterschied haben. Und das man beide Probleme angehen muss. Sachen wie günstige Ladekarten werden erstmal nur den Grosstadt- und Ballungsraumbewohnern zugute kommen.

 

2) Das die Förderung in der jetztigen Form nicht viel bringt. Denn ob jetzt ein Elektroauto vielleicht 51.000€ oder dank 9.000€ Förderung (ob die 3.000€ Herstelleranteil überhaupt gegeben sind oder von vornherein eingepreist sind lassen wir mal aussen vor) "nur" 41.000€ hilft Gering- und Durchschnittsverdienern die sich bislang in den 4.000€-8.000€ und 8.000€-15.000€ Gebrauchtwagenklassen umgeschaut haben keinen Deut weiter.

 

Sondern da helfen nur subventionierte Leasingangebote weiter, bei denen einerseits die monatliche Rate so niedrig wäre das sie auch für Gering- und Durchschnittsverdiener tragbar ist. Und die KfW für die Sicherheit bürgen würde, so das z.B. auch Studenten, Leute in Elternteilzeit, Leute mit befristeten Arbeitsverträgen, etc. teilnehmen könnte.

 

Denn wenn es zwar günstige Angebote für vielleicht 228,50€ monatlich gäbe aber eine "Bleierne Sicherheit" wie z.B. Mindestalter 35 Jahre, mindestens 5 Jahre Führerscheinbesitz, Unbefristeter Arbeitsvertrag oder seit mindestens 5 Jahre bestehende Selbstständigkeit und mindestens 2.500€ Nettoeinkommen gefordert würden, dann würde das auch nicht helfen.

1. Ja im großen und ganzen gebe ich dir Recht, wobei meiner Erfahrung nach es im Ländlichen eher so ist das dort auch Menschen die zur Miete wohnen eher Zugang bzw. die Möglichkeit haben Zuhause zu laden und Ladesäulen in sehr kleinen Ortschaften nicht so häufig genutzt werden. Wir haben in den umliegenden kleinen Ortschaften Ladesäulen die sehr häufig noch ungenutzt sind, ob es die bei Lidl sind oder die mitten in der Stadt. In Großstädten hingegen ist es eher so das manche nicht funktionieren und wieder andere belegt sind, da denke ich ist es wirklich wichtiger hier viel schneller viel mehr Möglichkeiten zu schaffen. Und ein besonderes Augenmerk sollten hier sog. Laternenparker bekommen, eben Menschen die nach der Arbeit ihr Auto in der Nähe ihrer Miets/Eigentumswohnung parken und dann laden wollen, möglichst über Nacht. ( Das ein laden über Nacht nicht immer und dauernd nötig ist, ist mir absolut klar, aber vielleicht den Verbrenner Fahrern nicht )

 

2. Wenn "keiner" die ( auch für mich gefühlt ) überteuerten Auto kauft/least, wird es in absehbarer Zeit keinen Gebrauchtwagenmarkt geben. Das ist zumindest ein ganz klarer Fakt, ergo müssen potentielle Neuwagenkäufer durch besondere Anreize vielleicht wirklich auf PHEV / BEV umgelenkt werden. Mir pers. ist die extreme Subventionierung bei Geschäftskundenleasing 0,5% zwar ein Dorn im Auge, aber so werden in breiter Masse PHEV´s und BEV´s bereits in 2-3 Jahren zu günstigen Preisen den Markt bereichern und der "nächsten" Käuferschicht zur Verfügung stehen. Das die "nächste" Käuferschicht i.d.R. nicht nur 4.000 -15.000 Euro für ein Auto ausgibt ist klar, denn diese Fahrzeuge sind ja zumeist eher 2-3 Hand. Ausnahmen wären Fahrzeuge aller Zoe ectr. diese wird es vermutlich für dieses Geld geben.

 

3. Die Leasingraten sind doch subventioniert, eben durch die Umweltprämie, ich weiß nicht was du da noch willst. Einen Cupra Leon ST PHEV bei 10.000km p.J ab 149 Euro im Monat leasen zu können, ist doch nun wirklich ein Angebot welches absolut gesehen sehr günstig ist UND auch für sehr viele Menschen mit geregeltem Einkommen erschwinglich sein kann, so man denn überhaupt solche Beträge annähernd für ein Auto im Monat ausgeben kann/will.

Mag sein das mancher sagt das auch dieses ihm zu teuer ist, ABER da gilt es wirklich objektiv zu rechnen und nicht vom besten aller Fälle aus zu gehen.

Geht man davon aus, das bei einem Leasingfahrzeug nur der Service gemacht wird und bei diesem mögliches einsparpotenzial ( Öl selber kaufen ) berücksichtigt wird, sind die laufenden Kosten sehr gering.

Monatliche Rate + Service + Versicherung ( Steuern entfallen derzeit ) keine Reparaturkosten + kein Verschleiß ( bei 10.000 km p.J und halbwegs normaler Fahrweise ist bei einem 2 Jahres Leasing nicht mit behebbarem Verschleiß zu rechnen ).

Beispielrechnung:

 

Leasing = ~149

Service = ~25

Versicherung = ~25

Überführungskosten = ~35

 

Würde für besagtem Leon 234 Euro p.Monat Fixe Kosten excl. Winterreifen bedeuten. Ein überschaubarer Betrag und wenn man nun mit praxistauglichen Verbräuchen rechnet im Vergleich zu einem x Jahre alten Fahrzeug, kann sich das sehr schnell lohnen.

Denn ein x Jahre altes Auto kann sehr schnell mal eine teure Reparatur haben, kostet erheblich mehr Steuern, wohlmöglich sogar deutlich mehr Versicherung und verbraucht mit großer Wahrscheinlichkeit deutlich mehr Sprit/ Euro pro Kilometer.

Muss ein neues Leasingfahrzeug bei den laufenden Kosten mit einem Auto für 4000 Euro konkurrieren können? Ich denke NEIN, das kann weder Sinn der Sache noch legitim sein, aber es kann und ist ein für die Kosten sehr preiswertes/attraktives Angebot, besonders für diejenigen die sich bisher nicht mal damit beschäftigt haben ein Neuwagen zu kaufen/ zu leasen, die ein ~5 Jahre altes Auto zu 4,99 oder mehr % voll finanzieren würden und dann unterm Strich vermutlich teurer unterwegs wären.


08.10.2021 07:03    |    Maxi245

Zitat:

@Bazingo schrieb am 8. Oktober 2021 um 06:53:14 Uhr:

Die Effizienz spielt keine Rolle.

Die Energie muss gespeichert werden. Wenn im Süden von Südamerika große Windparkfarmen entstehen, die Unmengen an neutraler Energie herstellen können (und zwar das ganze Jahr über), wird man diese Energie transportieren müssen. Da gibt es keine Leitungen zu uns.

Deshalb umwandeln (Power to x) und hier verwenden. Effizienz völlig egal.

Wenn du soetwas mit einer extrem schlechten Effizienz machst, wird garantiert aus dem nächsten Busch ein Umweltaktivist springen der sich darüber beschwert, das wir die Umwelt halt in Chile und nicht hier mit Windrädern verschandeln und dadurch einen Käfer/Wurm aus seinem Lebensraum verdrängen.

 

JA nur Batterieelektrisch ist zu kurz gesprungen keine Frage, aber es ist eine Bewegung die einem Umdenken ( oder anderen Finanziellen Interessen ;) ) folgt, aber es ist eine Bewegung.

 

Wir haben nun wirklich mit allen nur erdenklichen mitteln den Verbrennungsmotor als einzige Möglichkeit der persönlichen Mobilität entwickelt/verbessert und dogmatisch vergöttert, es wird Zeit das wir Platz und auch in den Köpfen der Menschen Raum für viel mehr schaffen.


08.10.2021 07:06    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@Bazingo schrieb am 8. Oktober 2021 um 06:53:14 Uhr:

..Deshalb umwandeln (Power to x) und hier verwenden. Effizienz völlig egal.

Irgendwann wenn wir genug davon haben ja..

 

Aber jetzt niemals, das dauert noch Dekaden. Ich hab auch kein Interesse Unmengen an deutschem

Geld in ausländische Gebiete zu pumpen ein Welche unsichere Staaten sind, Amerika wird als Weltpolizist ausfallen Ich denke der Afghanistaneinsatzt Hat uns unsere Möglichkeiten und Grenzen deutlich klargemacht.

 

Nein regenerative müssen zu einem Großteil hier In der Region entstehen, es ist einfach absurd zu denken die heutige Energieerzeugung mit ~ Faktor fünf als regenerative in absehbarer Zeit umsetzen zu können.

 

 

Edit, vielleicht noch als Nachtrag:

 

Wenn diese Staaten So funktionsfähig und seriös sind wie wir alle hoffen, dann werden die solche Energie für ihre eigene Energiewende brauchen.


08.10.2021 07:59    |    MotorManiac2020

Zitat:

@Martyn136 schrieb am 8. Oktober 2021 um 01:04:24 Uhr:

Ich glaube das wäre noch immer viel zu wenig, sondern man müsste sich eingestehen das wir:

 

1) Bei der Elektromobilität nicht nur einen Arm/Reich Unterschied sondern auch einen grossen Grossstadt/Land Unterschied haben. Und das man beide Probleme angehen muss. Sachen wie günstige Ladekarten werden erstmal nur den Grosstadt- und Ballungsraumbewohnern zugute kommen.

Gerade auf dem Land sind die Voraussetzungen für E-Autos wesentlich besser, eher eigenes Haus, ggf. mit Solaranlage. Wenn Miete dann oft zur Untermiete in einem Mehrfamilienhaus und nicht in einer anonymen Mietskaserne. Mehr Platz für öffentliche Ladesäulen, die dann auch nicht so belastet sind, da höherer Anteil an Hausbesitzer und insgesamt weniger Menschen.

 

Mir fehlt hingegen die Phantasie wie das in Großstädten funktionieren soll. Auch diese als Stadt-Autos beworbene BEVs wie der e.go passen besser aufs Land (als Zweitwagen) als in die Großstadt, könnte mir gut vorstellen, dass die Großstädter ihr Auto vor allem dazu benutzen um aus der Stadt rauszukommen.


08.10.2021 11:49    |    Acidrain2001

Ja, als Eigenheimbesitzer egal ob auf dem Land oder in der Stadt ist man da natürlich aktuell privilegiert. In größeren Städten ist das natürlich eine riesen Herausforderung, sei es die Hochhaussiedlungen mit Tiefgarage oder noch schwieriger mit Außenparkplätzen, oder die Gründerzeitviertel ohne Garagen mit starkem Parkdruck auf der Straße.

 

Aktuell heißt das natürlich, wer nicht zu Hause laden kann, muss dies beim Arbeitgeber machen können oder unterwegs beim Einkaufen etc. Eine dezentrale Lösung zur Abdeckung aller Straßen- und Laternenparker ist nicht realistisch.

 

Der Ausweg sind dann eigentlich v.A. Schnellladestationen für unterwegs, in ein paar Jahren hoffentlich dann auch mit der Geschwindigkeit wie heute beim Benzin-Tanken. Mit den neuen Generationen von Akkus und Gleichstrom-Ladern über CCS nähern wir uns da ja schon an. Wenn einmal voll aufladen in 5 Min machbar ist, fahren wir halt zur Aral & Co. zum Strom statt Benzin tanken.


08.10.2021 12:08    |    Maxi245

Naja 5 Minuten für voll laden müssen es nun wirklich nicht sein, 15 Minuten um von 10 auf 80 zu kommen ist jedoch schon wünschenswert, und das ganz bitte ohne das der Akku dadurch nach 5 Jahren seinen Dienst mit nur noch 40% Restkapazität quittiert.


08.10.2021 12:26    |    Bazingo

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 8. Oktober 2021 um 07:06:33 Uhr:

Zitat:

@Bazingo schrieb am 8. Oktober 2021 um 06:53:14 Uhr:

..Deshalb umwandeln (Power to x) und hier verwenden. Effizienz völlig egal.

Irgendwann wenn wir genug davon haben ja..

 

Aber jetzt niemals, das dauert noch Dekaden. Ich hab auch kein Interesse Unmengen an deutschem

Geld in ausländische Gebiete zu pumpen ein Welche unsichere Staaten sind, Amerika wird als Weltpolizist ausfallen Ich denke der Afghanistaneinsatzt Hat uns unsere Möglichkeiten und Grenzen deutlich klargemacht.

 

Nein regenerative müssen zu einem Großteil hier In der Region entstehen, es ist einfach absurd zu denken die heutige Energieerzeugung mit ~ Faktor fünf als regenerative in absehbarer Zeit umsetzen zu können.

 

 

Edit, vielleicht noch als Nachtrag:

 

Wenn diese Staaten So funktionsfähig und seriös sind wie wir alle hoffen, dann werden die solche Energie für ihre eigene Energiewende brauchen.

In Argentinien sind solche Parks längst im Bau.

 

Wo ist der Unterschied zwischen einem Weltweit operierendem Ölkonzern und einem Weltweit operierendem E-Fuel Konzern?

 

Ein Windrad welches durch klimatische Bedingungen fünf mal so viel Strom erzeugt wie in Deutschland kann den mit 20% Wirkungsgrad in E-Fuel umwandeln und arbeitet dabei genau so effizient wie ein deutsches Windrad.

Mit dem unendlich großen Vorteil dass seine Energie transportabel ist….

 

Es gibt eigentlich keinerlei vernünftige Gegenargumente bezüglich E-Fuels, bis auf die Tatsache dass der deutsche Staat sich konsequent auf was anderes (deutlich schlechteres) eingeschossen hat und mit einer Desinformationspolitik die Bevölkerung glauben lässt dass dies der Weisheit letzter Schluss ist.

Andere Länder sind da komplett anders und Technologie offen. Die werden sich durchsetzen und wir werden es ausbaden müssen…


08.10.2021 12:37    |    Maxi245

Darum Leasing ;D Ist mir doch egal was in 2-4-6-8-10 Jahren aktuell ist, ich lease dann halt das.

Verschwendete Steuern die ich bezahle.. Diese Kuh ist schon so alt und wird nach wie vor und weiterhin gemolken, da ich NICHT beabsichtige aus diesem Karussell aus zu steigen, nehme ich es murrend in Kauf, gehe arbeiten und "erfreue" mich an dem was nach Steuer ectr. übrig bleibt.


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