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06.10.2021 20:44    |    jennss    |    Kommentare (319)

Laden im ParkhausLaden im Parkhaus

Sehr wahrscheinlich bekommen wir in der neuen Regierung u.a. die Grünen. Manche befürchten, dass es mit dem Autofahren bald ganz teuer wird. Schon jetzt sehen viele eine Ungerechtigkeit. E-Autos seien zu teuer. Und tatsächlich gibt es da aktuell eine Ungerechtigkeit. Aber warum sollten nicht die Grünen dafür sorgen, dass das e-Auto auch für Niedrigverdiener gut funktioniert?

 

Ich lese öfter in Foren oder auf Instagram in Kommentaren: "Ein E-Auto kann ich mir nicht leisten und ich könnte das auch nur schlecht laden."

 

Diese beiden Punkte sind leider nicht selten durchaus nachvollziehbar. Es fehlt zum einen ein Gebrauchtmarkt für günstige Autos und zum anderen ergeben sich gerade für Menschen, die kein großes Einkommen haben, Nachteile durch die fehlende Möglichkeit zuhause laden zu können. Und so fahren diese weiterhin Verbrenner, trotz steigender Spritpreise. Es ist eine Ungerechtigkeit, dass ausgerechnet nur Menschen mit eigenem Stellplatz, also tendenziell Besserverdienende, günstigen Haushaltsstrom laden können. Selbst mit Vielfahrer-Tarifen wird nicht ganz der Preis vom Strom zuhause erreicht. Und zuhause laden hat zudem noch praktische Vorteile, solange die Infrastruktur nicht sonderlich gut ausgebaut ist. Diese doppelte Ungerechtigkeit gilt es zu beheben. Je früher das Problem angegangen wird, desto besser.

 

Ohne die Laternenparker zu überzeugen wird e-Mobilität nur für einen begrenzten Teil funktionieren. Im September wurden 17% reine E-Autos in Deutschland zugelassen. Das ist neuer Rekord. Ich wette, ein größerer Teil davon kann zuhause laden. Es nützt ja nichts, wenn ein E-Auto eine Menge Spaß macht, dabei aber unpraktisch und nicht so günstig wie versprochen ist.

 

Norwegen hatte zuletzt 77,5% reine E-Auto-Zulassungen, während Verbrenner bei nur noch ca. 5% liegen (Diesel und Benziner zusammen, ohne Hybride). Norwegen muss also irgendwas richtig gemacht haben, nicht nur die finanziellen Aspekte, sondern auch bei der Infrastruktur.

 

Höhere Spritpreise sind zwar durchaus ein Weg, mehr Leute über E-Autos nachdenken zu lassen, aber dann muss es für sie auch gut funktionieren. Sonst stehen Niedrigverdiener vor der Wahl Pest oder Cholera, also Verbrenner mit teurem Sprit oder E-Auto mit nicht besonders günstigem Strom und umständlicher Lademöglichkeit.

 

Ich hätte da ein paar Wünsche an die nächste Regierung bzgl. e-Mobilität:

 

- Regional gültige Ladekarten vom Ort subventioniert für niedrige Ladekosten innerhalb des Ortes (gleicher Preis wie zuhause laden, also ca. 30 Ct. pro kWh, auch DC)

- Alle Supermärkte mit DC-Ladesäulen (die sehe ich in einer Schlüsselrolle für Laternenparker), außerdem auch Einkaufszentren und Baumärkte.

- Transparente Solardach-Förderung vom Staat (löst zwei potentielle Probleme: Lokales Stromnetz wird entlastet und es erhöht den Anteil an erzeugter grüner Energie im Land)

- Akku-Recycling voranbringen halte ich für sehr wichtig, denn es wird nicht mehr so viele Jahre dauern bis die Masse an alten E-Auto-Akkus aus dem Secondlife kommt, also die Autos, die jetzt verkauft werden. Ich würde sagen, in 10 bis 15 Jahren muss der Recyclingprozess perfekt laufen.

- Weitere Grenze von 20000 € netto (= 23800 € brutto, oder 25000 € netto bei ca. 30000 € brutto) mit 7000 € (statt nur 6000 €) staatlicher Förderung bei weiterhin 3000 € Herstellerprämie, also noch 1000 € mehr als bisher, zumindest solange bis es einen brauchbaren Gebrauchtmarkt gibt. Prinzipiell finde ich die weitgehend feste Umweltprämie mit nur 2 Stufen aber schon ganz gut. Je günstiger ein Auto ist, desto höher ist der prozentuale Anteil der Prämie.

- Mehr Aufklärung, wie E-Mobilität in der Praxis funktioniert, z.B. über Flyer in EKZ (statt Workshops ;)), aber auch lokale kleine E-Auto-Messen mit unkomplizierten Probefahrmöglichkeiten.

- Offizielle Preisangaben der Autos müssen ohne Abzug der Prämien sein (was Tesla macht, finde ich nicht ok.. Selbst Fachzeitschriften halten die offiziellen Preise oft noch für solche ohne Prämienabzug)

- NEFZ-Reichweiten und -Verbräuche einstampfen. Das verwirrt nur, denn manche Hersteller geben noch immer Nefz-Werte an.

 

Das Deutschlandnetz scheint eine gute Idee zu sein. Ob Plug&Pay wie bei Tesla an Superchargern der richtige Weg ist, da bin ich mir nicht so sicher. Dabei wird der Preis vom Strom ja immer von einer Person (Autobesitzer) abgezogen. Mit Karte geht es bei jedem (Kartenbesitzer). Wichtig ist aber die Zuverlässigkeit der Ladesäulen und dass mehr als eine CCS-Säule pro Ladeort vorhanden ist (Ausfallsicherheit).

 

Ich bin gespannt, wie die nächsten Jahre für die E-Mobilität verlaufen werden.

j.

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08.10.2021 13:00    |    Red1600i

Selbst wenn ich wollte und könnte...

 

... kann ich kein E-Auto jemals laden. Ausser mit einer 220V 16A Haushaltsdose.

 

Wenn ich mehr wollte und anschließen würde, würde es schlicht dunkel werden im Haus und in der Nachbarschaft, die Lichter würden simpel ausgehen. Die Stromleitung ist von 1966 und da ist schlicht Schluss. Aus, Ende...

 

Und wenn der Strom mittlerweile 35 Cent pro Kilowatt steht: das wird langsam auch richtig teuer...


08.10.2021 13:01    |    LF-X

in welchem Schwarzbaugebiet wohnt ihr?


08.10.2021 13:01    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@Bazingo schrieb am 8. Oktober 2021 um 12:26:38 Uhr:

…Es gibt eigentlich keinerlei vernünftige Gegenargumente bezüglich E-Fuels…

Wenn dem wirklich so wäre frage ich mich wo sind sie, denn die Diskussion geht schon lange.

 

Und wie geschrieben wir werden eFuel‘s und H2 Für sehr viel benötigen vom Flugzeug bis zum Hochofen wo Elektrizität keinen Sinn macht.. noch mal wo sind sie?!

 

Technologie Offen heißt die Dinge da einzusetzen wo sie am sinnvollsten sind, die führenden Automobilindustrie-Lenker sind mittlerweile bei den Tatsachen angekommen, Paris lässt grüßen da kannst du noch so dagegen agitieren.


08.10.2021 13:02    |    jennss

Zitat:

@Red1600i schrieb am 8. Oktober 2021 um 13:00:18 Uhr:

Selbst wenn ich wollte und könnte...

 

... kann ich kein E-Auto jemals laden. Ausser mit einer 220V 16A Haushaltsdose.

220 V/16A reichen doch.

j.


08.10.2021 13:06    |    XF-Coupe

@Bazingo: Dass Effizienzproblem besteht ja nicht nur bei der Herstellung der E-Fuels, sondern auch bei der Nutzung im Auto.

 

Gehen wir für ein relativ großes, leistungsstarkes BEV von einem Verbrauch incl. Ladeverlusten von 30 kwh auf 100 km aus (ist schon recht großzügig bemessen) entspricht das einem Verbrauch von gut 3 Ltr. Diesel (9,8 kwh pro Liter) oder 3,7 Ltr. Benzin, also wohl deutlich weniger als der Hälfte, die ein solches Fahrzeug tatsächlich verbrauchen würde.

 

Der Vorteil bei der E-Mobilität liegt eben auch in der Rekuperation, wohingegen beim Verbrenner Bewegungsenergie beim Bremsen in Abwärme verwandelt wird und ungenutzt verpufft.


08.10.2021 13:15    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@jennss schrieb am 8. Oktober 2021 um 13:02:24 Uhr:

.

 

220 V/16A reichen..

Ach deshalb hast du eine Wallbox ;)

 

Aber ja meistens reicht sowas, und schließlich kann man auch noch woanders laden.


08.10.2021 13:18    |    jennss

Ich bin 2 Jahre gut mit Ladeziegel ausgekommen. Die Wallbox mit 11 kW ist etwas Luxus. 16 A mit 220 V sind auch schon 3,7 kW, ideal für eine kleine Wallbox mit einer Phase.

j.


08.10.2021 13:30    |    Schwarzwald4motion

Da wäre allerdings noch die Frage der Ladeverluste und des vorwärmens.. :rolleyes:


08.10.2021 13:51    |    Bazingo

Zitat:

@XF-Coupe schrieb am 8. Oktober 2021 um 13:06:11 Uhr:

@Bazingo: Dass Effizienzproblem besteht ja nicht nur bei der Herstellung der E-Fuels, sondern auch bei der Nutzung im Auto.

 

Gehen wir für ein relativ großes, leistungsstarkes BEV von einem Verbrauch incl. Ladeverlusten von 30 kwh auf 100 km aus (ist schon recht großzügig bemessen) entspricht das einem Verbrauch von gut 3 Ltr. Diesel (9,8 kwh pro Liter) oder 3,7 Ltr. Benzin, also wohl deutlich weniger als der Hälfte, die ein solches Fahrzeug tatsächlich verbrauchen würde.

 

Der Vorteil bei der E-Mobilität liegt eben auch in der Rekuperation, wohingegen beim Verbrenner Bewegungsenergie beim Bremsen in Abwärme verwandelt wird und ungenutzt verpufft.

Wenn man die Effizienz am CO2 Ausstoß festmacht, sind E-Fuels immer besser als jedes Batterieauto.

Denn: Für E-Fuels braucht man keine neue Technologie und keine neuen Autos. Die kann man in allen bestehenden verwenden. Absolut CO2 neutral.

Batterieautos sind erstmal CO2 belastet durch die Akkuherstellung und anschließend durch den Strom den sie verbrauchen. Je nach Land sind sie, selbst wenn man nur den Verbrauch rechnet, schlechter als Verbrenner die mit fossilen Kraftstoffen laufen (China 1000gr CO2/kWh).

In Deutschland sind es z.Z. ca. 400gr/kWh. Selbst wenn man 30l/100Km verbrauchen würde, wäre es CO2 technisch eine Nullnummer, da das bei der Verbrennung entstehende CO2 vorher bei der Herstellung der Umgebungsluft entnommen wurde.

 

Und CO2 ist doch das worum es hier geht, oder habe ich was falsch verstanden und etwas anderes verursacht den Weltuntergang?


08.10.2021 13:59    |    Thomas123er

Zitat:

@Bazingo schrieb am 8. Oktober 2021 um 13:51:50 Uhr:

Zitat:

@XF-Coupe schrieb am 8. Oktober 2021 um 13:06:11 Uhr:

@Bazingo: Dass Effizienzproblem besteht ja nicht nur bei der Herstellung der E-Fuels, sondern auch bei der Nutzung im Auto.

 

Gehen wir für ein relativ großes, leistungsstarkes BEV von einem Verbrauch incl. Ladeverlusten von 30 kwh auf 100 km aus (ist schon recht großzügig bemessen) entspricht das einem Verbrauch von gut 3 Ltr. Diesel (9,8 kwh pro Liter) oder 3,7 Ltr. Benzin, also wohl deutlich weniger als der Hälfte, die ein solches Fahrzeug tatsächlich verbrauchen würde.

 

Der Vorteil bei der E-Mobilität liegt eben auch in der Rekuperation, wohingegen beim Verbrenner Bewegungsenergie beim Bremsen in Abwärme verwandelt wird und ungenutzt verpufft.

Wenn man die Effizienz am CO2 Ausstoß festmacht, sind E-Fuels immer besser als jedes Batterieauto.

Denn: Für E-Fuels braucht man keine neue Technologie und keine neuen Autos. Die kann man in allen bestehenden verwenden. Absolut CO2 neutral.

Batterieautos sind erstmal CO2 belastet durch die Akkuherstellung und anschließend durch den Strom den sie verbrauchen. Je nach Land sind sie, selbst wenn man nur den Verbrauch rechnet, schlechter als Verbrenner die mit fossilen Kraftstoffen laufen (China 1000gr CO2/kWh).

In Deutschland sind es z.Z. ca. 400gr/kWh. Selbst wenn man 30l/100Km verbrauchen würde, wäre es CO2 technisch eine Nullnummer, da das bei der Verbrennung entstehende CO2 vorher bei der Herstellung der Umgebungsluft entnommen wurde.

 

Und CO2 ist doch das worum es hier geht, oder habe ich was falsch verstanden und etwas anderes verursacht den Weltuntergang?

Um E-Fuels herzustellen brauchst du Strom, viel Strom!

 

"Da die Herstellung von E-Fuels im Gegensatz zur direkten Elektrifizierung von Endverbrauchern verlustintensiv ist, ist die Energieeffizienz von E-Fuels gering; abhängig von der konkreten Anwendung werden nur ca. 10-35 % der ursprünglich im Strom enthaltenen Energie in Nutzenergie gewandelt. Damit benötigt der Weg über E-Fuels wiederum abhängig vom jeweiligen Anwendungsgebiet zwischen zwei- und vierzehnmal soviel Strom wie bei einer direkten Elektrifizierung. Diese Verluste sind so hoch, dass sie sich auch nicht durch etwaige Effizienzgewinne kompensieren lassen, die sich durch E-Fuel-Importe aus Staaten mit besonders guten Bedingungen für die Ökostromerzeugung ergeben könnten."

Quelle: Wikipedia


08.10.2021 13:59    |    Schwarzwald4motion

@Bazingo: Du ignorierst fortwährend die Zeitdauer zur Entstehung sollcher auch von dir erwünschten Produktionskapazitäten!


08.10.2021 13:59    |    reox

Zitat:

@Bazingo schrieb am 8. Oktober 2021 um 06:53:14 Uhr:

Die Effizienz spielt keine Rolle.

Die Energie muss gespeichert werden. Wenn im Süden von Südamerika große Windparkfarmen entstehen, die Unmengen an neutraler Energie herstellen können (und zwar das ganze Jahr über), wird man diese Energie transportieren müssen. Da gibt es keine Leitungen zu uns.

Deshalb umwandeln (Power to x) und hier verwenden. Effizienz völlig egal.

Damit betankt man dann trotzdem immer noch einen Verbrennungsantrieb, der 60% der getankten Energie beim Beschleunigen und 100% der kinetischen Energie beim abbremsen im Wärme umwandelt, die sinnlos an die Umwelt abgegeben wird.

 

Irgendwas habe ich letztens von einer Klima-Erwärmung gehört, kann mich aber auch verhört haben...

;)

 

Und ob Südamerika Lust hat, sich das ganze Land mit EE zu zu pflastern, steht auch noch in den Sternen.


08.10.2021 14:03    |    XF-Coupe

E-Fuels können gar nicht in der Menge produziert werden, um alle aktuellen Verbrenner damit zu versorgen.

 

Sie werden irgendwann eine sinnvolle Alternative darstellen für Oldtimer, landwirtschaftliche Maschinen (die eine sehr lange Nutzungsdauer haben), Feuerwehr, THW, Bundeswehr usw.


08.10.2021 14:05    |    reox

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 8. Oktober 2021 um 13:59:36 Uhr:

@Bazingo: Du ignorierst fortwährend die Zeitdauer zur Entstehung sollcher auch von dir erwünschten Produktionskapazitäten!

Sollten diese Kapazitäten irgendwann mal da sein, werden die dann auch als letztes für die Individualmobilität verbraucht. Dafür wird die Politik, egal welche Farbe das Parteibuch hat, schon sorgen.


08.10.2021 14:10    |    Bazingo

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 8. Oktober 2021 um 13:59:36 Uhr:

@Bazingo: Du ignorierst fortwährend die Zeitdauer zur Entstehung sollcher auch von dir erwünschten Produktionskapazitäten!

Man hätte schon lange anfangen können, hat aber andere Prioritäten gesetzt.


08.10.2021 14:12    |    Bazingo

Zitat:

@reox schrieb am 8. Oktober 2021 um 13:59:36 Uhr:

Zitat:

@Bazingo schrieb am 8. Oktober 2021 um 06:53:14 Uhr:

Die Effizienz spielt keine Rolle.

Die Energie muss gespeichert werden. Wenn im Süden von Südamerika große Windparkfarmen entstehen, die Unmengen an neutraler Energie herstellen können (und zwar das ganze Jahr über), wird man diese Energie transportieren müssen. Da gibt es keine Leitungen zu uns.

Deshalb umwandeln (Power to x) und hier verwenden. Effizienz völlig egal.

Damit betankt man dann trotzdem immer noch einen Verbrennungsantrieb, der 60% der getankten Energie beim Beschleunigen und 100% der kinetischen Energie beim abbremsen im Wärme umwandelt, die sinnlos an die Umwelt abgegeben wird.

 

Irgendwas habe ich letztens von einer Klima-Erwärmung gehört, kann mich aber auch verhört haben...

;)

 

Und ob Südamerika Lust hat, sich das ganze Land mit EE zu zu pflastern, steht auch noch in den Sternen.

Lies nochmal was ich geschrieben habe, vielleicht dämmert es dir dann das E-Fuels für das was du letztens von der Klima-Erwärmung gehört hast sicher das Beste wären….


08.10.2021 14:15    |    Bazingo

Zitat:

@XF-Coupe schrieb am 8. Oktober 2021 um 14:03:44 Uhr:

E-Fuels können gar nicht in der Menge produziert werden, um alle aktuellen Verbrenner damit zu versorgen.

Weil du das sagst, oder hast du nähere Informationen?


08.10.2021 14:29    |    reox

Zitat:

@Bazingo schrieb am 8. Oktober 2021 um 14:12:32 Uhr:

Zitat:

@reox schrieb am 8. Oktober 2021 um 13:59:36 Uhr:

 

Damit betankt man dann trotzdem immer noch einen Verbrennungsantrieb, der 60% der getankten Energie beim Beschleunigen und 100% der kinetischen Energie beim abbremsen im Wärme umwandelt, die sinnlos an die Umwelt abgegeben wird.

 

Irgendwas habe ich letztens von einer Klima-Erwärmung gehört, kann mich aber auch verhört haben...

;)

 

Und ob Südamerika Lust hat, sich das ganze Land mit EE zu zu pflastern, steht auch noch in den Sternen.

Lies nochmal was ich geschrieben habe, vielleicht dämmert es dir dann das E-Fuels für das was du letztens von der Klima-Erwärmung gehört hast sicher das Beste wären….

Eventuell dämmert es dir, dass Emobile jetzt schon im Schaufenster stehen und auch zügig in den Verkehr kommen. Im Gegensatz dazu sind Efuels noch im Erprobungs-Stadium. Das beste fürs Klima ist, dass es jetzt los geht und man nicht darauf hofft, dass andere auf der Welt zukünftig für uns eventuell in der Lage sind, unseren Energiebedarf für überholte Antriebskonzepte sicher zu stellen.


08.10.2021 14:34    |    Martyn136

Zitat:

@Acidrain2001 schrieb am 8. Oktober 2021 um 11:49:27 Uhr:

Ja, als Eigenheimbesitzer egal ob auf dem Land oder in der Stadt ist man da natürlich aktuell privilegiert. In größeren Städten ist das natürlich eine riesen Herausforderung, sei es die Hochhaussiedlungen mit Tiefgarage oder noch schwieriger mit Außenparkplätzen, oder die Gründerzeitviertel ohne Garagen mit starkem Parkdruck auf der Straße.

 

Aktuell heißt das natürlich, wer nicht zu Hause laden kann, muss dies beim Arbeitgeber machen können oder unterwegs beim Einkaufen etc. Eine dezentrale Lösung zur Abdeckung aller Straßen- und Laternenparker ist nicht realistisch.

 

Der Ausweg sind dann eigentlich v.A. Schnellladestationen für unterwegs, in ein paar Jahren hoffentlich dann auch mit der Geschwindigkeit wie heute beim Benzin-Tanken. Mit den neuen Generationen von Akkus und Gleichstrom-Ladern über CCS nähern wir uns da ja schon an. Wenn einmal voll aufladen in 5 Min machbar ist, fahren wir halt zur Aral & Co. zum Strom statt Benzin tanken.

Sehe ich anders!

 

Klar hat ein Eigenheimbesitzer oder auch Eigenheimmieter gegenüber einem grossstädtischen Laternenparker den Vorteil das er er zuhause in der Garage oder am Carport laden könnte. Aber wenn ein Dorf- oder Kleinstadtbewohner täglich 70km bei 22 KWh/100km Verbrauch fährt muss er dann auch täglich laden und hat trotzdem kaum Feierabendreichweite.

 

Der Grossstadtlaternenparker ist zwar auf öffentliche Ladepunkte angewiesen, aber wenn er nur täglich 15km fährt und durch die niedrigen Geschwindigkeiten im Grossstadtverkehr mit 16 KWh/100km auskommt dann ist es auch völlig ausreichend einmal in der Woche aufzuladen. Denn er verfährt dann in der ganzen Woche nur etwa soviel wie der Dorf- oder Kleinstadtbewohner an einem einzelnen Nutzungstag.

 

Und wenn der Grossstadtlaternenparker einen Freund in einer anderen Grossstadt besuchen möchte, dann kann er das bequem per Bahn machen. Und wenn er unbedingt mit seinem Elektroauto fahren möchte findet er entlang der Hauptmagistralen mit den einstelligen Autobahnnummern auch etliche Lademöglichkeiten.

 

Wenn ein Kleinstadtbewohner einen Dorftbewohner besuchen möchte, dann scheidet die Bahn meistens komplett aus. Und mit Lademöglichkeiten entlang der Strecke sieht es oft auch mau aus. Da ist es das A und O mit mindestens 80%, am Besten eigentlich 100% Ladestand loszufahren.


08.10.2021 14:52    |    XF-Coupe

Zitat:

@Bazingo schrieb am 8. Oktober 2021 um 14:15:05 Uhr:

Zitat:

@XF-Coupe schrieb am 8. Oktober 2021 um 14:03:44 Uhr:

E-Fuels können gar nicht in der Menge produziert werden, um alle aktuellen Verbrenner damit zu versorgen.

Weil du das sagst, oder hast du nähere Informationen?

Nein, aber ich kann rechnen.

 

Zitat:

Ausgedrückt in Tonnen wurden im Jahr 2016 in Deutschland 16,9 Mill. t Benzin und 32,9 Mill. t Diesel verbraucht. Das sind etwa 228.000.000 Hektoliter Benzin und 403.000.000 Hektoliter Diesel.

Ach ja, ein Hektoliter sind 100 Ltr. also sprechen wir von 22,8 Milliarden Liter Benzin und 40,3 Milliarden Liter Diesel.

 

Quelle: https://www.hvv-schulprojekte.de/.../?...


08.10.2021 14:57    |    Alexander67

Zitat:

@Bazingo schrieb am 8. Oktober 2021 um 06:53:14 Uhr:

Die Effizienz spielt keine Rolle.

Die Energie muss gespeichert werden. Wenn im Süden von Südamerika große Windparkfarmen entstehen, die Unmengen an neutraler Energie herstellen können (und zwar das ganze Jahr über), wird man diese Energie transportieren müssen. Da gibt es keine Leitungen zu uns.

Deshalb umwandeln (Power to x) und hier verwenden. Effizienz völlig egal.

Wenn.

Natürlich muss der Transport auch per E-Fuel oder H2 oder ... erfolgen.

 

Und eigentlich benötigen die in Südamerika auch grüne Energie.


08.10.2021 15:10    |    Acidrain2001

Zitat:

@Martyn136 schrieb am 8. Oktober 2021 um 14:34:05 Uhr:

Zitat:

@Acidrain2001 schrieb am 8. Oktober 2021 um 11:49:27 Uhr:

Ja, als Eigenheimbesitzer egal ob auf dem Land oder in der Stadt ist man da natürlich aktuell privilegiert. In größeren Städten ist das natürlich eine riesen Herausforderung, sei es die Hochhaussiedlungen mit Tiefgarage oder noch schwieriger mit Außenparkplätzen, oder die Gründerzeitviertel ohne Garagen mit starkem Parkdruck auf der Straße.

 

Aktuell heißt das natürlich, wer nicht zu Hause laden kann, muss dies beim Arbeitgeber machen können oder unterwegs beim Einkaufen etc. Eine dezentrale Lösung zur Abdeckung aller Straßen- und Laternenparker ist nicht realistisch.

 

Der Ausweg sind dann eigentlich v.A. Schnellladestationen für unterwegs, in ein paar Jahren hoffentlich dann auch mit der Geschwindigkeit wie heute beim Benzin-Tanken. Mit den neuen Generationen von Akkus und Gleichstrom-Ladern über CCS nähern wir uns da ja schon an. Wenn einmal voll aufladen in 5 Min machbar ist, fahren wir halt zur Aral & Co. zum Strom statt Benzin tanken.

Sehe ich anders!

 

Klar hat ein Eigenheimbesitzer oder auch Eigenheimmieter gegenüber einem grossstädtischen Laternenparker den Vorteil das er er zuhause in der Garage oder am Carport laden könnte. Aber wenn ein Dorf- oder Kleinstadtbewohner täglich 70km bei 22 KWh/100km Verbrauch fährt muss er dann auch täglich laden und hat trotzdem kaum Feierabendreichweite.

 

Der Grossstadtlaternenparker ist zwar auf öffentliche Ladepunkte angewiesen, aber wenn er nur täglich 15km fährt und durch die niedrigen Geschwindigkeiten im Grossstadtverkehr mit 16 KWh/100km auskommt dann ist es auch völlig ausreichend einmal in der Woche aufzuladen. Denn er verfährt dann in der ganzen Woche nur etwa soviel wie der Dorf- oder Kleinstadtbewohner an einem einzelnen Nutzungstag.

 

Und wenn der Grossstadtlaternenparker einen Freund in einer anderen Grossstadt besuchen möchte, dann kann er das bequem per Bahn machen. Und wenn er unbedingt mit seinem Elektroauto fahren möchte findet er entlang der Hauptmagistralen mit den einstelligen Autobahnnummern auch etliche Lademöglichkeiten.

 

Wenn ein Kleinstadtbewohner einen Dorftbewohner besuchen möchte, dann scheidet die Bahn meistens komplett aus. Und mit Lademöglichkeiten entlang der Strecke sieht es oft auch mau aus. Da ist es das A und O mit mindestens 80%, am Besten eigentlich 100% Ladestand loszufahren.

Noch gebe ich dir da aktuell recht, allerdings kommen ja jetzt glücklicherweise auch langsam bezahlbare(re) Autos auf den Markt mit mehreren hundert km Reichweite... Dann geht es weniger um die Reichweitenfrage, sondern eher wo man das Auto effektiv laden kann. Die Eigenheimbesitzer lehnen sich da lässig zurück und verweisen auf die Wallbox an der die Karre die ganze Nacht hängt. Für alle anderen braucht es dann eine flächendeckende Infrastruktur, wo man auch schnell das Auto wieder aufladen kann, sei es an einer klassischen Tankstelle in wenigen Minuten oder dort wo man halt mal länger parkt, wie auf dem Supermarktparkplatz etc.

 

Noch zwei Kommentare zu der E-Fuel-Diskussion:

 

Erstens, E-Fuels sind sicherlich ein sinnvoller Beitrag zur Dekarbonisierung, allerdings aufgrund des bereits angesprochenen Wirkungsgrads eher was für Spezialanwendungen. Gehe davon aus, dass bspw. die Luftfahrt den größten Teil der irgendwann mal verfügbaren E-Fuel-Kapazitäten benötigt. Und da ist ja aktuell keine wirkliche Alternativtechnologie in Sicht, zumindest bei Mittel- und Langstrecke.

 

Zweitens, der Bedarf an Ökostrom wird künftig immens sein, wir werden auch mit noch so vielen Windrädern, Wasserkraftwerken & Co. weltweit hinter dem Bedarf her hinken. Die Schwerindustrie stellt auf Ökostrom um, die Hochöfen müssen mit grünem Wasserstoff befeuert werden (H2 Elektrolyse hat auch einen ganz schlechten Wirkungsgrad), und und und.

 

D.h. wenn es nicht doch noch einen Durchbruch bei der Kernfusion gibt, werden wir uns bei CO2-neutralem Strom keine "Verschwendung" erlauben können.


08.10.2021 15:29    |    Alexander67

Zitat:

@Bazingo schrieb am 8. Oktober 2021 um 05:49:43 Uhr:

1.

Ich bin für eine Abschaffung jeglicher Subvention für Privatpersonen oder Mobilität. Die verzerren nur den Wettbewerb und lähmen ihn. Hier wird nun, politisch oktroyiert, alles auf die Karte Batteriemobilität gesetzt und der Verbrenner gebrandmarkt. Meiner Meinung nach eine krasse Fehlentscheidung die sich noch bitter rächen wird.

....

Die Alternative zu Subventionen auf das was man will wären Preisaufschläge/Steuern/Gebühren auf das was man nicht will. Also zum Beispiel beim Neuwagenkauf eine vom Verbrauch abhängige Zusatzsteuer. Bzw. eine Zusatzsteuer die vom CO2 Ausstoß des Fahrzeugs abhängig ist.

BEV natürlich 0.

PlugIn werden auf 100 oder 300km bewertet.

Reine Verbrenner werden teurer.

Sagen wir mal pro Liter Benzin 3000€.

Diesel dann wegen dem mehr CO2 etwas mehr.

Der Benziner mit 5l/100km Verbrauch kostet dann 15000€ mehr.


08.10.2021 15:37    |    Acidrain2001

So in der Art ist es ja in Norwegen, China und anderen Ländern. Finde es aber so wie hier besser, lieber positive Anreize als negative


08.10.2021 15:42    |    Thomas123er

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 8. Oktober 2021 um 15:29:51 Uhr:

Zitat:

@Bazingo schrieb am 8. Oktober 2021 um 05:49:43 Uhr:

1.

Ich bin für eine Abschaffung jeglicher Subvention für Privatpersonen oder Mobilität. Die verzerren nur den Wettbewerb und lähmen ihn. Hier wird nun, politisch oktroyiert, alles auf die Karte Batteriemobilität gesetzt und der Verbrenner gebrandmarkt. Meiner Meinung nach eine krasse Fehlentscheidung die sich noch bitter rächen wird.

....

Die Alternative zu Subventionen auf das was man will wären Preisaufschläge/Steuern/Gebühren auf das was man nicht will. Also zum Beispiel beim Neuwagenkauf eine vom Verbrauch abhängige Zusatzsteuer. Bzw. eine Zusatzsteuer die vom CO2 Ausstoß des Fahrzeugs abhängig ist.

BEV natürlich 0.

PlugIn werden auf 100 oder 300km bewertet.

Reine Verbrenner werden teurer.

Sagen wir mal pro Liter Benzin 3000€.

Diesel dann wegen dem mehr CO2 etwas mehr.

Der Benziner mit 5l/100km Verbrauch kostet dann 15000€ mehr.

Dann fangen wir doch einfach mal damit an Diesel und Benzin nicht mehr zu subventionieren.

Die Kosten für den Straßenverkehr werden durch die Zahlungen der Verkehrsteilnehmer nämlich nicht gedeckt. Und ein Teil dieser Kosten wird durch Luftverschmutzung, Lärm und Umweltzerstörung verursacht.


08.10.2021 16:17    |    Bazingo

Zitat:

@reox schrieb am 8. Oktober 2021 um 14:29:06 Uhr:

Zitat:

@Bazingo schrieb am 8. Oktober 2021 um 14:12:32 Uhr:

 

 

Lies nochmal was ich geschrieben habe, vielleicht dämmert es dir dann das E-Fuels für das was du letztens von der Klima-Erwärmung gehört hast sicher das Beste wären….

Eventuell dämmert es dir, dass Emobile jetzt schon im Schaufenster stehen und auch zügig in den Verkehr kommen. Im Gegensatz dazu sind Efuels noch im Erprobungs-Stadium. Das beste fürs Klima ist, dass es jetzt los geht und man nicht darauf hofft, dass andere auf der Welt zukünftig für uns eventuell in der Lage sind, unseren Energiebedarf für überholte Antriebskonzepte sicher zu stellen.

Möglicherweise dämmert es dir dass ca. 1.3 Milliarden PKWs mit Verbrenner Weltweit unterwegs sind.

Die sind morgen nicht weg weil heute in irgendwelchen Schaufenstern Batterieautos stehen.

 

Das Beste fürs Klima ist bestimmt nicht ein Batterieauto oder E-Fuels, sondern Milliarden von Kondomen.

Aber das darf man natürlich auch nicht laut aussprechen. Ich tu es aber trotzdem, genau wie ich politisch vollkommen unkorrekt den Irrweg der Mobilität in Deutschland kritisiere.


08.10.2021 16:21    |    Bazingo

Zitat:

@XF-Coupe schrieb am 8. Oktober 2021 um 14:52:07 Uhr:

Zitat:

@Bazingo schrieb am 8. Oktober 2021 um 14:15:05 Uhr:

 

 

Weil du das sagst, oder hast du nähere Informationen?

Nein, aber ich kann rechnen.

Zitat:

@XF-Coupe schrieb am 8. Oktober 2021 um 14:52:07 Uhr:

Zitat:

Ausgedrückt in Tonnen wurden im Jahr 2016 in Deutschland 16,9 Mill. t Benzin und 32,9 Mill. t Diesel verbraucht. Das sind etwa 228.000.000 Hektoliter Benzin und 403.000.000 Hektoliter Diesel.

Ach ja, ein Hektoliter sind 100 Ltr. also sprechen wir von 22,8 Milliarden Liter Benzin und 40,3 Milliarden Liter Diesel.

 

Quelle: https://www.hvv-schulprojekte.de/.../?...

Schön dass du rechnen kannst.

Aber was sagt uns das jetzt?

Ist es unmöglich, oder lässt sich nur die Hälfte der Menge produzieren und dann implodiert die Sonne?

Wo steht wer wieviel von dem Zeug in welchem Zeitraum herstellen kann?

Die Batteriemobilität braucht mindestens noch 30 Jahre bis vielleicht die Hälfte der Fahrzeuge in der ersten Welt ausgetauscht sind. Wenn es überhaupt so weit kommt. In 30 Jahren lassen sich hunderte von Quadratkilometern mit Fabriken zupflastern.


08.10.2021 16:55    |    Acidrain2001

Mal abgesehen davon, dass Fabriken auf Hunderten von Quadratkilometern nicht gerade besonders attraktiv und umweltfreundlich erscheint, noch mal zum mitschreiben: Wir haben nicht genug Strom dafür.


08.10.2021 16:56    |    Thomas123er

Zitat:

@Bazingo schrieb am 8. Oktober 2021 um 16:21:54 Uhr:

Zitat:

@XF-Coupe schrieb am 8. Oktober 2021 um 14:52:07 Uhr:

 

 

Nein, aber ich kann rechnen.

Zitat:

@Bazingo schrieb am 8. Oktober 2021 um 16:21:54 Uhr:

Zitat:

@XF-Coupe schrieb am 8. Oktober 2021 um 14:52:07 Uhr:

 

 

Ach ja, ein Hektoliter sind 100 Ltr. also sprechen wir von 22,8 Milliarden Liter Benzin und 40,3 Milliarden Liter Diesel.

 

Quelle: https://www.hvv-schulprojekte.de/.../?...

Schön dass du rechnen kannst.

Aber was sagt uns das jetzt?

Ist es unmöglich, oder lässt sich nur die Hälfte der Menge produzieren und dann implodiert die Sonne?

Wo steht wer wieviel von dem Zeug in welchem Zeitraum herstellen kann?

Die Batteriemobilität braucht mindestens noch 30 Jahre bis vielleicht die Hälfte der Fahrzeuge in der ersten Welt ausgetauscht sind. Wenn es überhaupt so weit kommt. In 30 Jahren lassen sich hunderte von Quadratkilometern mit Fabriken zupflastern.

Ich verstehe nicht, wieso einige hier an einer völlig überholten Technik festhalten wollen. Was macht für euch die Attraktivität des Verbrennungsmotors aus? Der war schon immer eine Krücke, so wie die Dampfmaschine. Seinen Erfolg hat er ausschließlich seinem Energiespeicher zu verdanken: (scheinbar) billig, in Massen verfügbar, schnell zu befüllen. Beim E-Motor genau umgekehrt: er ist dem Verbrennungsmotor haushoch überlegen (einfache Technik, zuverlässig, billig in der Herstellung, sehr hoher Wirkungsgrad). Der E-Motor scheiterte an seinem damals schlechten Energiespeicher. Das hat sich aber schon heute geändert und wird sich die nächsten Jahre noch weiter pro E-Auto ändern. Einen Überblick über die Akkus der nächsten Jahre gibt es bei Heise.

Irgendwie kommt mir diese Diskussion über E-Fuels für Autos so vor, als wenn wir wieder Dampflokomoitiven auf die Schiene stellen wollen, weil sie mit nachwachsendem Rohstoff (Holz) betrieben werden können.


08.10.2021 17:07    |    reox

Zitat:

@Bazingo schrieb am 8. Oktober 2021 um 16:17:32 Uhr:

Zitat:

@reox schrieb am 8. Oktober 2021 um 14:29:06 Uhr:

 

Eventuell dämmert es dir, dass Emobile jetzt schon im Schaufenster stehen und auch zügig in den Verkehr kommen. Im Gegensatz dazu sind Efuels noch im Erprobungs-Stadium. Das beste fürs Klima ist, dass es jetzt los geht und man nicht darauf hofft, dass andere auf der Welt zukünftig für uns eventuell in der Lage sind, unseren Energiebedarf für überholte Antriebskonzepte sicher zu stellen.

Möglicherweise dämmert es dir dass ca. 1.3 Milliarden PKWs mit Verbrenner Weltweit unterwegs sind.

Die sind morgen nicht weg weil heute in irgendwelchen Schaufenstern Batterieautos stehen.

Schon klar, aber jeden Morgen kommen mehr alternative Antriebe in den Verkehr und somit jeden Morgen zwangsläufig weniger Verbrenner. Es lohnt einfach nicht mehr für diese aussterbende/rauswachsende Antriebsart Produktionskapazitäten zu errichten.

 

Zitat:

Das Beste fürs Klima ist bestimmt nicht ein Batterieauto oder E-Fuels, sondern Milliarden von Kondomen.

Aber das darf man natürlich auch nicht laut aussprechen. Ich tu es aber trotzdem, genau wie ich politisch vollkommen unkorrekt den Irrweg der Mobilität in Deutschland kritisiere.

Wieso darf man nichts laut aussprechen?

Und wenn Kritik berechtigt ist, dann kommt die auch irgendwann bei Politik und Herstellern an. Dann schwenken die sicher wieder auf Efuel-Verbrenner um, die aber dann trotzdem immer noch sinnlos Abwärme produzieren. Diesen Trend sehe ich aber nicht.


08.10.2021 17:31    |    Bazingo

Zitat:

@Thomas123er schrieb am 8. Oktober 2021 um 16:56:30 Uhr:

Zitat:

@Bazingo schrieb am 8. Oktober 2021 um 16:21:54 Uhr:

 

Zitat:

@Thomas123er schrieb am 8. Oktober 2021 um 16:56:30 Uhr:

Zitat:

@Bazingo schrieb am 8. Oktober 2021 um 16:21:54 Uhr:

 

 

Schön dass du rechnen kannst.

Aber was sagt uns das jetzt?

Ist es unmöglich, oder lässt sich nur die Hälfte der Menge produzieren und dann implodiert die Sonne?

Wo steht wer wieviel von dem Zeug in welchem Zeitraum herstellen kann?

Die Batteriemobilität braucht mindestens noch 30 Jahre bis vielleicht die Hälfte der Fahrzeuge in der ersten Welt ausgetauscht sind. Wenn es überhaupt so weit kommt. In 30 Jahren lassen sich hunderte von Quadratkilometern mit Fabriken zupflastern.

Ich verstehe nicht, wieso einige hier an einer völlig überholten Technik festhalten wollen. Was macht für euch die Attraktivität des Verbrennungsmotors aus? Der war schon immer eine Krücke, so wie die Dampfmaschine. Seinen Erfolg hat er ausschließlich seinem Energiespeicher zu verdanken: (scheinbar) billig, in Massen verfügbar, schnell zu befüllen. Beim E-Motor genau umgekehrt: er ist dem Verbrennungsmotor haushoch überlegen (einfache Technik, zuverlässig, billig in der Herstellung, sehr hoher Wirkungsgrad). Der E-Motor scheiterte an seinem damals schlechten Energiespeicher. Das hat sich aber schon heute geändert und wird sich die nächsten Jahre noch weiter pro E-Auto ändern. Einen Überblick über die Akkus der nächsten Jahre gibt es bei Heise.

Irgendwie kommt mir diese Diskussion über E-Fuels für Autos so vor, als wenn wir wieder Dampflokomoitiven auf die Schiene stellen wollen, weil sie mit nachwachsendem Rohstoff (Holz) betrieben werden können.

E-Fuels oder überhaupt Power to x hat den Vorteil dass man diese Energie dort produzieren kann wo es die besten Bedingungen hat und man kann man sie überall hin transportieren.

Man kann sie auch wieder zurück zu Strom wandeln.

5% der gesamten deutschen CO2 Emission wird in Duisburg bei Thyssen emittiert.

Die bräuchten ein eigenes Kernkraftwerk um Emissionfrei zu werden.

Oder halt Wasserstoff in großen Mengen —> Power to x.

Es geht überhaupt nicht darum Verbrenner weiter zu produzieren und im großen Stil zu verkaufen.

Das wird sowieso noch jahrelang weiter gehen. Es gibt Milliarden von Menschen für die ein Batterieauto einfach nicht praktikabel ist. Und es gibt 1,3 Milliarden Verbrennerautos.

Wenn man die durch Zumischung von E-Fuels Emissionsärmer macht, hat man schon viel gewonnen.

E10 war ja schon so ein Versuch.

Was mich stört ist der starre Weg in die Batteriemobilität in Deutschland und die Energiewende die wenig bis gar nicht durchdacht ist. Sie wird uns auf die Füße fallen.


08.10.2021 17:54    |    Thomas123er

Zitat:

@Bazingo schrieb am 8. Oktober 2021 um 17:31:13 Uhr:

Zitat:

@Thomas123er schrieb am 8. Oktober 2021 um 16:56:30 Uhr:

 

Zitat:

@Bazingo schrieb am 8. Oktober 2021 um 17:31:13 Uhr:

Zitat:

@Thomas123er schrieb am 8. Oktober 2021 um 16:56:30 Uhr:

 

 

Ich verstehe nicht, wieso einige hier an einer völlig überholten Technik festhalten wollen. Was macht für euch die Attraktivität des Verbrennungsmotors aus? Der war schon immer eine Krücke, so wie die Dampfmaschine. Seinen Erfolg hat er ausschließlich seinem Energiespeicher zu verdanken: (scheinbar) billig, in Massen verfügbar, schnell zu befüllen. Beim E-Motor genau umgekehrt: er ist dem Verbrennungsmotor haushoch überlegen (einfache Technik, zuverlässig, billig in der Herstellung, sehr hoher Wirkungsgrad). Der E-Motor scheiterte an seinem damals schlechten Energiespeicher. Das hat sich aber schon heute geändert und wird sich die nächsten Jahre noch weiter pro E-Auto ändern. Einen Überblick über die Akkus der nächsten Jahre gibt es bei Heise.

Irgendwie kommt mir diese Diskussion über E-Fuels für Autos so vor, als wenn wir wieder Dampflokomoitiven auf die Schiene stellen wollen, weil sie mit nachwachsendem Rohstoff (Holz) betrieben werden können.

E-Fuels oder überhaupt Power to x hat den Vorteil dass man diese Energie dort produzieren kann wo es die besten Bedingungen hat und man kann man sie überall hin transportieren.

Man kann sie auch wieder zurück zu Strom wandeln.

5% der gesamten deutschen CO2 Emission wird in Duisburg bei Thyssen emittiert.

Die bräuchten ein eigenes Kernkraftwerk um Emissionfrei zu werden.

Oder halt Wasserstoff in großen Mengen —> Power to x.

Es geht überhaupt nicht darum Verbrenner weiter zu produzieren und im großen Stil zu verkaufen.

Das wird sowieso noch jahrelang weiter gehen. Es gibt Milliarden von Menschen für die ein Batterieauto einfach nicht praktikabel ist. Und es gibt 1,3 Milliarden Verbrennerautos.

Wenn man die durch Zumischung von E-Fuels Emissionsärmer macht, hat man schon viel gewonnen.

E10 war ja schon so ein Versuch.

Was mich stört ist der starre Weg in die Batteriemobilität in Deutschland und die Energiewende die wenig bis gar nicht durchdacht ist. Sie wird uns auf die Füße fallen.

Ich glaube das was du "Starren Weg" nennst, kommt daher, dass die Spielräume schon sehr eng geworden sind. Klimaneutraler Verkehr müsste eigentlich schon morgen vorhanden sein, ist aber noch weit weg. Der kürzeste Weg ist eben das E-Auto. Ein reiches Industrieland wie Deutschland wird vermutlich nicht vor 2045 klimaneutralen Strom haben, danach könnte man dann über E-Fuels für Autos mit Verbrennungsmotor nachdenken - aber die wird es dann schon nicht mehr in großer Zahl geben. Auch in anderen Ländern wird der Aufbau erneuerbarer Energien nicht schneller gehen. Und warum sollte man statt 5x effizienterem Strom E-Fuels produzieren? Damit würde man eine energetisch uneffiziente Technik von gestern weiterbetreiben. Im übrigen würde diese Uneffizienz bedeuten, dass das mit enormen Kosten verbunden ist - Energie ist nun mal teuer. Warum soll ich ein Auto fahren, das auf 100 Km 100 KWh braucht, wenn ich es auch mit 20 KWh/100 Km kann?

"Ein mal mit E-Fuels volltanken für 250 Euro, bitte!"


08.10.2021 18:02    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@Bazingo schrieb am 8. Oktober 2021 um 14:10:54 Uhr:

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 8. Oktober 2021 um 13:59:36 Uhr:

@Bazingo: Du ignorierst fortwährend die Zeitdauer zur Entstehung sollcher auch von dir erwünschten Produktionskapazitäten!

Man hätte schon lange anfangen können, hat aber andere Prioritäten gesetzt.

Hat man und wie weit ist man gekommen? Man hat natürlich die „bessere“Lösung verwendet was die Schadstoffbelastung betrifft (Stickoxid Feinstaub) H2. Aber die hat haargenau das gleiche Problem wie eFuel.

 

Die Firmen haben viel gemacht und vorgestellt insbesondere Daimler, da sind viel Steuergelder versenkt worden.


08.10.2021 18:12    |    Bazingo

Zitat:

@Thomas123er schrieb am 8. Oktober 2021 um 17:54:22 Uhr:

Zitat:

@Bazingo schrieb am 8. Oktober 2021 um 17:31:13 Uhr:

 

Zitat:

@Thomas123er schrieb am 8. Oktober 2021 um 17:54:22 Uhr:

Zitat:

@Bazingo schrieb am 8. Oktober 2021 um 17:31:13 Uhr:

 

 

E-Fuels oder überhaupt Power to x hat den Vorteil dass man diese Energie dort produzieren kann wo es die besten Bedingungen hat und man kann man sie überall hin transportieren.

Man kann sie auch wieder zurück zu Strom wandeln.

5% der gesamten deutschen CO2 Emission wird in Duisburg bei Thyssen emittiert.

Die bräuchten ein eigenes Kernkraftwerk um Emissionfrei zu werden.

Oder halt Wasserstoff in großen Mengen —> Power to x.

Es geht überhaupt nicht darum Verbrenner weiter zu produzieren und im großen Stil zu verkaufen.

Das wird sowieso noch jahrelang weiter gehen. Es gibt Milliarden von Menschen für die ein Batterieauto einfach nicht praktikabel ist. Und es gibt 1,3 Milliarden Verbrennerautos.

Wenn man die durch Zumischung von E-Fuels Emissionsärmer macht, hat man schon viel gewonnen.

E10 war ja schon so ein Versuch.

Was mich stört ist der starre Weg in die Batteriemobilität in Deutschland und die Energiewende die wenig bis gar nicht durchdacht ist. Sie wird uns auf die Füße fallen.

Ich glaube das was du "Starren Weg" nennst, kommt daher, dass die Spielräume schon sehr eng geworden sind. Klimaneutraler Verkehr müsste eigentlich schon morgen vorhanden sein, ist aber noch weit weg. Der kürzeste Weg ist eben das E-Auto. Ein reiches Industrieland wie Deutschland wird vermutlich nicht vor 2045 klimaneutralen Strom haben, danach könnte man dann über E-Fuels für Autos mit Verbrennungsmotor nachdenken - aber die wird es dann schon nicht mehr in großer Zahl geben. Auch in anderen Ländern wird der Aufbau erneuerbarer Energien nicht schneller gehen. Und warum sollte man statt 5x effizienterem Strom E-Fuels produzieren? Damit würde man eine energetisch uneffiziente Technik von gestern weiterbetreiben. Im übrigen würde diese Uneffizienz bedeuten, dass das mit enormen Kosten verbunden ist - Energie ist nun mal teuer. Warum soll ich ein Auto fahren, das auf 100 Km 100 KWh braucht, wenn ich es auch mit 20 KWh/100 Km kann?

"Ein mal mit E-Fuels volltanken für 250 Euro, bitte!"

Ich hab jetzt echt keine Lust alles zum x-ten mal aufzuschreiben.

Wenn man komplett alles ignoriert was andere schreiben macht eine Diskussion wenig Sinn.

Nur so viel noch: E-Fuels lassen sich heute für 10€ Verkaufswert produzieren und die Anlagen die in Arbeit sind werden es für 2€ schaffen.

Strom wird in Deutschland rationiert werden. Die erneuerbaren sind unzuverlässige Lieferanten und 2045 ist Deutschland genau so wenig Klimaneutral wie heute. Das geht nicht ohne transportable Energie.

 

Aber man kann Klimaneutral natürlich per alternative Fakten einfach definieren.

Ein Batterieauto wird ja auch als Klimaneutral definiert, was natürlich völliger Blödsinn ist.

Aber anscheinend gibt es genügend Menschen die das glauben. Solche Threads belegen das immer wieder.


08.10.2021 18:16    |    Schwarzwald4motion

@Bazingo, Dann verlinkt doch einfach mal ein paar deiner Angaben wie zum Beispiel die Anlagen die in Arbeit sind und das für zwei € der Liter, ich denke mal das hast du gemeint können.

Oder die fremde Länder die schon mitten drin sind in ihrer Umstrukturierung zu gunsten unsereren und oder nicht ihren Klimawandels.

Desweiteren verlinke bitte Studien zur Machbarkeit, Denn wir sind ja total gefangen in ihr unserer wie Autoblase und kriegen nichts anderes um uns herum mit.


08.10.2021 18:30    |    Bazingo

Es gibt ein Interview mit Prof.Dr. Thomas Koch vom Institut für Technologie.

Da steht das wesentliche eigentlich drin.


08.10.2021 18:34    |    reox

Zitat:

@Bazingo schrieb am 8. Oktober 2021 um 17:31:13 Uhr:

... Es gibt Milliarden von Menschen für die ein Batterieauto einfach nicht praktikabel ist. Und es gibt 1,3 Milliarden Verbrennerautos.

Wenn man die durch Zumischung von E-Fuels Emissionsärmer macht, hat man schon viel gewonnen.

...

Sehr schöner Gedanke. Es dauert aber einfach zu lange bis nennenswerte Beimischungsquoten für PKW zur Verfügung stehen werden. Und die PKW werden sich politisch gewollt noch hinter Flugzeugen und Schiffen anstellen müssen.

 

Zitat:

Was mich stört ist der starre Weg in die Batteriemobilität in Deutschland und die Energiewende die wenig bis gar nicht durchdacht ist. Sie wird uns auf die Füße fallen.

Starrer Weg?

Du kannst dir sofort ein Brennstoffzellen-Fahrzeug kaufen. Ganz unstarr von der Politik gefördert.

 

Die Energiewende bietet die Möglichkeit, zukünftig ausreichend Primärenergie unabhängiger vom Ausland zur Verfügung zu stellen.


08.10.2021 18:37    |    cng-lpg

Wie ist die Situation? Statt einen wirksamen Wetbewerb mit vernünftigen Abgasgrenzwerten zu initiieren werden Milliarden den Konzernen und den Besserverdienern nachgeworfen. Die E-Auto-Förderung hat grundsätzlich nichts mit Gerechtigkeit zu tun, Normalverdiener können sich die meisten E-Fahrzeuge selbst mit hoher Förderung nicht leisten. Milliarden Steuergelder gehen so an die, die wirtschaftlich deutlich besser als die Mehrheit der Bevölkerung gestellt sind.

 

Neben der bekannten Subventionierung Bessergestellter über die Firmenwagen ist also eine weitere Säule der Subventionierung geschaffen worden, die sicher nicht so schnell enden wird.

 

Ich hätte es besser gefunden, wenn es eine gesetzliche Regelung gegeben hätte, die Jahr für Jahr x % weniger gesundheits- und klimaschädliche Abgase verlangt. Punkt. Und keine Subventionen! Das eingesparte Steuergeld könnte man anders weit besser und mit höherem Nutzen für die Umwelt einsetzen.

 

Man darf unterstellen, dass die Industrie sicher auch andere Techniken gefunden hätte, die nur aus einem Grund nie auf den Markt kommen werden: Weil der Elektroantrieb massiv subventioniert wird. Dabei wären viele Ansätze denkbar. Ein Beispiel: Auf jede laufende Windkraftanlage kommen sehr oft mehrere die stehen, weil das Netz den Strom nicht braucht. Natürlich werden die Betreiber entschädigt, wenn die Windräder trotz Wind stehen. Das zahlen wir alle. Warum also nicht kleine Elektrolyseanlagen an jedem Windrad, die über Pipelines die Tankstellen in der Nähe mit Wasserstoff versorgen? Der könnte genutzt werden um leicht angepasste Verbrennermotoren und auch Elektrofahrzeuge mit Brennstoffzellen anzutreiben.

 

Das ist nur so eine Idee von mir, es gibt sicher weit mehr Möglichkeiteiten, an die noch keiner gedacht hat. Oder besser: Es gäbe diese Möglichkeiten. Sie werden nicht umgesetzt, weil die Politik den für die Subventionsempfänger und -Nutznießer (hier: Hersteller und Importeure!) fettesten Braten als einzige Mobilitätslösung vorgeschrieben hat. Viele viele kleine Leute zahlen nun mit ihren Steuern ihren Nachbarn mit dem dickeren Portemonnaie deren schicke neue Elektroautos und fahren selber alte Verbrenner.

 

"Gerechtigkeit bei E-Mobilität" ist das sicher nicht. Vor allem ist es aber wie bei allen (über-) subventionierten Branchen hinderlich für den Markt, denn der wird nicht gefördert, der wird ausgebremst. Dabei würde ein freier Markt vermutlich schneller und besser zu für alle bezahlbare und dabei gesundheits- und klimafreundliche Mobilität führen. Für die Automobilwirtschaft könnte meine Lösung mittelfristig sogar lukrativer werden, aber zur Zeit werden natürlich lieber die subventionsbedingt leichter erreichbaren hohen Margen mitgenommen.

 

Nach den Suffs kommen nun die Elektrosuffs. Idiotisch, pervers und jeder damit gefahrene Kilometer ist ein Tritt in den verlängerten Rücken unserer Kinder und Enkel.

 

 

Gruß Michael

 

 

P.S.: Ich habe für jeden Verständnis, der das fette Geldgeschenk mitnimmt und sich ein teureres Auto leistet. Ich habe 2009 selber die 2.500 € mitgenommen, aber ich fand und finde bis heute diese Subventionen den falschen Weg.


08.10.2021 18:42    |    Acidrain2001

Zitat:

@Bazingo schrieb am 8. Oktober 2021 um 18:30:03 Uhr:

Es gibt ein Interview mit Prof.Dr. Thomas Koch vom Institut für Technologie.

Da steht das wesentliche eigentlich drin.

Stell mal bitte nen Link rein, der Mann hat viele Interviews gegeben. Als Leiter des Instituts für Kolbenmaschinen am KIT natürlich ein (zurecht) stolzer Verfechter seiner Zunft, aber halt auch ein bisschen biased...


08.10.2021 18:48    |    reox

Zitat:

@Bazingo schrieb am 8. Oktober 2021 um 18:30:03 Uhr:

Es gibt ein Interview mit Prof.Dr. Thomas Koch vom Institut für Technologie.

Da steht das wesentliche eigentlich drin.

Ahh, der Pr. Dr. T. Koch?

 

"Der Brief ist hochgradig peinlich. Es ist ein wissenschaftlich verbrämtes Lobbyistenschreiben, welches krampfhaft versucht, die Kolbenmaschinen (Lehrstuhldenomination von Prof. Koch des KIT) zu retten."


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