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06.10.2021 20:44    |    jennss    |    Kommentare (319)

Laden im ParkhausLaden im Parkhaus

Sehr wahrscheinlich bekommen wir in der neuen Regierung u.a. die Grünen. Manche befürchten, dass es mit dem Autofahren bald ganz teuer wird. Schon jetzt sehen viele eine Ungerechtigkeit. E-Autos seien zu teuer. Und tatsächlich gibt es da aktuell eine Ungerechtigkeit. Aber warum sollten nicht die Grünen dafür sorgen, dass das e-Auto auch für Niedrigverdiener gut funktioniert?

 

Ich lese öfter in Foren oder auf Instagram in Kommentaren: "Ein E-Auto kann ich mir nicht leisten und ich könnte das auch nur schlecht laden."

 

Diese beiden Punkte sind leider nicht selten durchaus nachvollziehbar. Es fehlt zum einen ein Gebrauchtmarkt für günstige Autos und zum anderen ergeben sich gerade für Menschen, die kein großes Einkommen haben, Nachteile durch die fehlende Möglichkeit zuhause laden zu können. Und so fahren diese weiterhin Verbrenner, trotz steigender Spritpreise. Es ist eine Ungerechtigkeit, dass ausgerechnet nur Menschen mit eigenem Stellplatz, also tendenziell Besserverdienende, günstigen Haushaltsstrom laden können. Selbst mit Vielfahrer-Tarifen wird nicht ganz der Preis vom Strom zuhause erreicht. Und zuhause laden hat zudem noch praktische Vorteile, solange die Infrastruktur nicht sonderlich gut ausgebaut ist. Diese doppelte Ungerechtigkeit gilt es zu beheben. Je früher das Problem angegangen wird, desto besser.

 

Ohne die Laternenparker zu überzeugen wird e-Mobilität nur für einen begrenzten Teil funktionieren. Im September wurden 17% reine E-Autos in Deutschland zugelassen. Das ist neuer Rekord. Ich wette, ein größerer Teil davon kann zuhause laden. Es nützt ja nichts, wenn ein E-Auto eine Menge Spaß macht, dabei aber unpraktisch und nicht so günstig wie versprochen ist.

 

Norwegen hatte zuletzt 77,5% reine E-Auto-Zulassungen, während Verbrenner bei nur noch ca. 5% liegen (Diesel und Benziner zusammen, ohne Hybride). Norwegen muss also irgendwas richtig gemacht haben, nicht nur die finanziellen Aspekte, sondern auch bei der Infrastruktur.

 

Höhere Spritpreise sind zwar durchaus ein Weg, mehr Leute über E-Autos nachdenken zu lassen, aber dann muss es für sie auch gut funktionieren. Sonst stehen Niedrigverdiener vor der Wahl Pest oder Cholera, also Verbrenner mit teurem Sprit oder E-Auto mit nicht besonders günstigem Strom und umständlicher Lademöglichkeit.

 

Ich hätte da ein paar Wünsche an die nächste Regierung bzgl. e-Mobilität:

 

- Regional gültige Ladekarten vom Ort subventioniert für niedrige Ladekosten innerhalb des Ortes (gleicher Preis wie zuhause laden, also ca. 30 Ct. pro kWh, auch DC)

- Alle Supermärkte mit DC-Ladesäulen (die sehe ich in einer Schlüsselrolle für Laternenparker), außerdem auch Einkaufszentren und Baumärkte.

- Transparente Solardach-Förderung vom Staat (löst zwei potentielle Probleme: Lokales Stromnetz wird entlastet und es erhöht den Anteil an erzeugter grüner Energie im Land)

- Akku-Recycling voranbringen halte ich für sehr wichtig, denn es wird nicht mehr so viele Jahre dauern bis die Masse an alten E-Auto-Akkus aus dem Secondlife kommt, also die Autos, die jetzt verkauft werden. Ich würde sagen, in 10 bis 15 Jahren muss der Recyclingprozess perfekt laufen.

- Weitere Grenze von 20000 € netto (= 23800 € brutto, oder 25000 € netto bei ca. 30000 € brutto) mit 7000 € (statt nur 6000 €) staatlicher Förderung bei weiterhin 3000 € Herstellerprämie, also noch 1000 € mehr als bisher, zumindest solange bis es einen brauchbaren Gebrauchtmarkt gibt. Prinzipiell finde ich die weitgehend feste Umweltprämie mit nur 2 Stufen aber schon ganz gut. Je günstiger ein Auto ist, desto höher ist der prozentuale Anteil der Prämie.

- Mehr Aufklärung, wie E-Mobilität in der Praxis funktioniert, z.B. über Flyer in EKZ (statt Workshops ;)), aber auch lokale kleine E-Auto-Messen mit unkomplizierten Probefahrmöglichkeiten.

- Offizielle Preisangaben der Autos müssen ohne Abzug der Prämien sein (was Tesla macht, finde ich nicht ok.. Selbst Fachzeitschriften halten die offiziellen Preise oft noch für solche ohne Prämienabzug)

- NEFZ-Reichweiten und -Verbräuche einstampfen. Das verwirrt nur, denn manche Hersteller geben noch immer Nefz-Werte an.

 

Das Deutschlandnetz scheint eine gute Idee zu sein. Ob Plug&Pay wie bei Tesla an Superchargern der richtige Weg ist, da bin ich mir nicht so sicher. Dabei wird der Preis vom Strom ja immer von einer Person (Autobesitzer) abgezogen. Mit Karte geht es bei jedem (Kartenbesitzer). Wichtig ist aber die Zuverlässigkeit der Ladesäulen und dass mehr als eine CCS-Säule pro Ladeort vorhanden ist (Ausfallsicherheit).

 

Ich bin gespannt, wie die nächsten Jahre für die E-Mobilität verlaufen werden.

j.

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16.10.2021 04:57    |    Alexander67

Zitat:

@LF-X schrieb am 16. Oktober 2021 um 03:37:41 Uhr:

Ich glaube so langsam sind wir hier vom Thema "Gerechtigkeit" etwas abgedriftet.

Ich denke wir werden in einer Schleife zum Thema zurück kommen.

 

Weil das Thema überraschend nahe dran ist.

Es geht hier eben auch um die Energiewende.

Nur eben nicht mehr Kfz


16.10.2021 07:25    |    Schwarzwald4motion

Ich glaube da sind wir eher beim Thema Ungerechtigkeiten, Schließlich hat nicht jeder die Grundvoraussetzungen für Eigeninitiative im Bereich Raumklima.

Gehört so gesehen aber auch dazu, schließlich muss dieses Dilemma irgendwie aufgedröselt werden.


16.10.2021 08:18    |    MotorManiac2020

Zitat:

@LF-X schrieb am 16. Oktober 2021 um 03:37:41 Uhr:

Ich glaube so langsam sind wir hier vom Thema "Gerechtigkeit" etwas abgedriftet.

Beides geht Hand in Hand und höhere Heizkosten sind gesamtgesellschaftlich noch problematischer als hohe Spritpreise. Eigentlich wäre es vernünftiger, erst die Gebäudeheizung auf Strom umzustellen als den Verkehr, da man dort wenigstens ohne Millionen Tonnen Akkus auskommt.


16.10.2021 08:23    |    Schwarzwald4motion

Nur dass die Umwandlung in Wärmeenergie einen deutlich besseren Wirkungsgrad bietet als Millionen von kleinen Kolbentreiblingen.

 

Bei Gerechtigkeit geht es auch nicht um eine Verbesserung sondern um eine Chance und Gleichheit.

Wenn es also allen schlecht geht ist das irgendwie gerecht :p


16.10.2021 08:50    |    reox

Zitat:

@MotorManiac2020 schrieb am 16. Oktober 2021 um 08:18:38 Uhr:

Zitat:

@LF-X schrieb am 16. Oktober 2021 um 03:37:41 Uhr:

Ich glaube so langsam sind wir hier vom Thema "Gerechtigkeit" etwas abgedriftet.

Beides geht Hand in Hand und höhere Heizkosten sind gesamtgesellschaftlich noch problematischer als hohe Spritpreise. Eigentlich wäre es vernünftiger, erst die Gebäudeheizung auf Strom umzustellen als den Verkehr, da man dort wenigstens ohne Millionen Tonnen Akkus auskommt.

@MotorManiac2020

 

Vernünftig?

Wie sieht da der zeitliche Verlauf aus? Wann ist der Gebäudesektor abgeschlossen und wann kann der Verkehr dann starten? Was schwebt dir da bei dieser Vernuftlösung so vor?


16.10.2021 08:57    |    MotorManiac2020

Zitat:

@reox schrieb am 16. Oktober 2021 um 08:50:40 Uhr:

Zitat:

@MotorManiac2020 schrieb am 16. Oktober 2021 um 08:18:38 Uhr:

 

 

Beides geht Hand in Hand und höhere Heizkosten sind gesamtgesellschaftlich noch problematischer als hohe Spritpreise. Eigentlich wäre es vernünftiger, erst die Gebäudeheizung auf Strom umzustellen als den Verkehr, da man dort wenigstens ohne Millionen Tonnen Akkus auskommt.

@MotorManiac2020

 

Vernünftig?

Wie sieht da der zeitliche Verlauf aus? Wann ist der Gebäudesektor abgeschlossen und wann kann der Verkehr dann starten? Was schwebt dir da bei dieser Vernuftlösung so vor?

Ich halte Batterie-Autos für einen Irrweg, wegen den Akkus. Damit haben wir auch wieder die Kurve zum Eingangsthema bekommen und es gibt ja den Grundsatzdiskussions Thread zum Thema.

 

Technisch sinnvoll finde ich Vollhybride und E-Autos mit kleinen Akkus und Range-Extendern ala Mazda MX-30, keine PHEVs deutscher Machart.


16.10.2021 08:59    |    Swissbob

Zitat:

@MotorManiac2020 schrieb am 15. Oktober 2021 um 12:30:36 Uhr:

Zitat:

@pcAndre schrieb am 14. Oktober 2021 um 11:32:00 Uhr:

 

 

Morgen...!

Es gibt ja verschiedene Arten von Wärmepumpe, Luft/Luft, Luft/Wasser...usw. Letztere ersetzt quasi deinen Öl-/Gasbrenner. Es können die vorhandenen Leitungen weiter genutzt werden, da hierbei das Medium Wasser erwärmt und durch die Umwälzpumpe verteilt wird.

 

Hier mal ein "Renovierungsbeispiel" vom Heizungsjournal[1]. :)

 

MfG André

 

https://youtu.be/YhZkp7U0_mk

Wäre das dann quasi wie ein großer Wasserkocher fürs ganze Haus? Hybridheizung finde ich interessant, Wärmepumpe/Ölbrennwert. Grade bei sehr niedrigen Temperaturen sollen die Wärmepumpen an ihre Grenzen kommen während dann in Zukunft auch eine Strom-Drosselung droht. Wenn es dank Klimawandel wärmer wird, spare ich ja ganz automatisch Heizöl, da brauche ich auch keine Wärmepumpe mehr.

Die Kombination nutze ich.

 

Wenn jemand Fragen hat, kann ich versuchen sie zu beantworten.


16.10.2021 09:02    |    MotorManiac2020

Zitat:

@Swissbob schrieb am 16. Oktober 2021 um 08:59:50 Uhr:

Zitat:

@MotorManiac2020 schrieb am 15. Oktober 2021 um 12:30:36 Uhr:

 

 

Wäre das dann quasi wie ein großer Wasserkocher fürs ganze Haus? Hybridheizung finde ich interessant, Wärmepumpe/Ölbrennwert. Grade bei sehr niedrigen Temperaturen sollen die Wärmepumpen an ihre Grenzen kommen während dann in Zukunft auch eine Strom-Drosselung droht. Wenn es dank Klimawandel wärmer wird, spare ich ja ganz automatisch Heizöl, da brauche ich auch keine Wärmepumpe mehr.

Die Kombination nutze ich.

 

Wenn jemand Fragen hat, kann ich versuchen sie zu beantworten.

Welches Fabrikat und läuft die Anlage zuverlässig über welchen Zeitraum? Was für Heizkörper?


16.10.2021 09:08    |    Swissbob

Zitat:

@MotorManiac2020 schrieb am 16. Oktober 2021 um 09:02:09 Uhr:

Zitat:

@Swissbob schrieb am 16. Oktober 2021 um 08:59:50 Uhr:

 

 

Die Kombination nutze ich.

 

Wenn jemand Fragen hat, kann ich versuchen sie zu beantworten.

Welches Fabrikat und läuft die Anlage zuverlässig über welchen Zeitraum? Was für Heizkörper?

Buderus( Öl Heizung,Puffer, Luftwärmepumpe), läuft seit 1.Jahr, Bodenheizung.

Mehr als 50°C Vorlauf sind kaum möglich.


16.10.2021 09:09    |    LF-X

Also Verbrenner dürfen langfristig nicht genutzt werden.

Das gilt praktisch für jeden, ist damit also Gerecht. Das ist auch weltweit so. Keine Deutsche Masche um seine Bürger zu gängeln.

 

Technisch scheint das Batterieauto eine Option darzustellen, mit der sich die Automobilbranche angefreundet hat. Das ging auch echt fix. Über Brennstoffzellen-Fahrzeuge redet man schon seit bestimmt 40 Jahren. Nur kommt das nix. Scheint nicht in der Masse günstig herstellbar zu sein. Und sauberen Wasserstoff gibt es nicht. Und schon gar nicht mit Gesamtwirkungsgraden die Sinnvoll sind. Also nur für Spezialfälle geeignet.


16.10.2021 09:29    |    MotorManiac2020

Zitat:

@Swissbob schrieb am 16. Oktober 2021 um 09:08:08 Uhr:

Zitat:

@MotorManiac2020 schrieb am 16. Oktober 2021 um 09:02:09 Uhr:

 

 

Welches Fabrikat und läuft die Anlage zuverlässig über welchen Zeitraum? Was für Heizkörper?

Buderus( Öl Heizung,Puffer, Luftwärmepumpe), läuft seit 1.Jahr, Bodenheizung.

Mehr als 50°C Vorlauf sind kaum möglich.

Buderus soll gut sein, Viessmann ja eher nicht mehr. Bin dann aber aus der Heizungsdiskussion raus, hoffe meine hält noch eine Weile, never touch a running system. Aber wer mit Gas heizt ist zur Zeit ganz schön angeschmiert.


16.10.2021 09:34    |    Schwarzwald4motion

Es ist ja auch eine Art Gerechtigkeit dass jeder Sektor mit der Energiewende für sich beginnen muss, und da war halt der Verkehrssektor die letzten Jahre ziemlich hinten dran.

Die „üblichen“ :mad: Aufrechenarten (Whataboutism) ziehen da nicht!


16.10.2021 09:41    |    miko-edv

Zitat:

@MotorManiac2020 schrieb am 16. Oktober 2021 um 09:29:49 Uhr:

...Aber wer mit Gas heizt ist zur Zeit ganz schön angeschmiert.

wir haben diese Woche die Ankündigung einer Gas-Preiserhöhung um 33% per 01.12. bekommen ... wird auf ca. 250€ p.a. hinaus laufen - immer noch besser als jetzt für Heizöl "in 3000 l am Stück" 100% mehr bezahlen zu müssen als vor einem Jahr oder 50% mehr als im Herbst 2019 ... (Quelle: https://www.tecson.de/pheizoel.html).


16.10.2021 09:41    |    Acidrain2001

Zitat:

@MotorManiac2020 schrieb am 16. Oktober 2021 um 08:57:24 Uhr:

Technisch sinnvoll finde ich Vollhybride und E-Autos mit kleinen Akkus und Range-Extendern ala Mazda MX-30, keine PHEVs deutscher Machart.

Ohne jetzt noch zum x-ten mal anzusetzen Für und Wider BEV/PHEV-Fahrzeugen (wurde ja schon eigentlich alles gesagt), aber es gibt keine PHEV deutscher Machart genauso wenig wie es alleine Deutschland wäre, dass E-Mobilität fördert, vorantreibt und gegenüber Verbrennungsmotoren bevorzugt bzw letztere sukzessive benachteiligt.

 

Fakt ist, der Keks ist gegessen. Global. Bei allen Autoherstellern. Punkt. Der Massenmarkt wird batterie-elektrisch. Ja, evtl. bis was besseres kommt, aber da ist die Marktreife oder Massentauglichleit in den nächsten 10-20 Jahren nicht absehbar.


16.10.2021 09:56    |    Alexander67

Zitat:

@MotorManiac2020 schrieb am 16. Oktober 2021 um 08:57:24 Uhr:

[....

Technisch sinnvoll finde ich Vollhybride und E-Autos mit kleinen Akkus und Range-Extendern ala Mazda MX-30, keine PHEVs deutscher Machart.

Mich stört dieses "Range-Extendern ala Mazda MX-30, keine PHEVs deutscher Machart."

Denn technisch betrachtet ist da nur eine Kupplung notwendig um das beste aus beidem zu haben.

Im normalen Modus kann da ein Range-Extender laufen.

Im Sport Modus wird zusätzliche Leistung aus Verbrenner und Generator über diese Kupplung auf eine der Achsen geschoben.

Wobei ich denke die Toyota Hybrid Achse ist auch so effektiv genug. Da wird nur ein größerer Akku und eine angetriebene Hinter-Achse mit ausreichend Leistung benötigt.


16.10.2021 10:05    |    Schwarzwald4motion

Ich denke bei den PHEV „Deutscher Machart“ wird die extrem schlechte Energieverwertung im elektrischen Betrieb impliziert. Und das würde ich durchaus so formulieren.

Wobei man natürlich immer sagen muss dass bei einem mickrigen Akku ein eventuelles vorheizen massiv zu buche schlägt.


16.10.2021 10:17    |    Alexander67

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 16. Oktober 2021 um 08:23:58 Uhr:

Nur dass die Umwandlung in Wärmeenergie einen deutlich besseren Wirkungsgrad bietet als Millionen von kleinen Kolbentreiblingen.

Ja, aber irgendwo muss die Energie her kommen.

Und da sehe ich Immobilien.

Photovoltaik.

Als Basis von Warmwasser und Heizung die Nutzung von Solarthermie durch Wärmepumpen unterstützt.

Wenn das nicht reicht kann Abwärme von etwas sinnvollem genutzt werden. Brennstoffzellen (Erdgas (inkl. Biogas und E-Fuel ähm Gas) oder H2?) oder die Kombination Verbrennungsmotor+Generator. Das erzeugt Strom und Wärme direkt vor Ort.

 

Zitat:

Bei Gerechtigkeit geht es auch nicht um eine Verbesserung sondern um eine Chance und Gleichheit.

Wenn es also allen schlecht geht ist das irgendwie gerecht :p

Ähm ja, aber auf wenig optimale Art.


16.10.2021 10:22    |    Alexander67

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 16. Oktober 2021 um 10:05:10 Uhr:

Ich denke bei den PHEV „Deutscher Machart“ wird die extrem schlechte Energieverwertung im elektrischen Betrieb impliziert. Und das würde ich durchaus so formulieren.

Wobei man natürlich immer sagen muss dass bei einem mickrigen Akku ein eventuelles vorheizen massiv zu buche schlägt.

Ich denke eher der "schlechte" Wirkungsgrad der Verbrenner die nicht im optimalen Bereich laufen.

Den Range Extender müssen keine Rücksicht auf die aktuelle Geschwindigkeit bzw Leistungsbedarf nehmen. Die werden auf einen optimalen Betriebspunkt hin optimiert.


16.10.2021 10:48    |    MotorManiac2020

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 16. Oktober 2021 um 10:05:10 Uhr:

Ich denke bei den PHEV „Deutscher Machart“ wird die extrem schlechte Energieverwertung im elektrischen Betrieb impliziert. Und das würde ich durchaus so formulieren.

Wobei man natürlich immer sagen muss dass bei einem mickrigen Akku ein eventuelles vorheizen massiv zu buche schlägt.

Mit deutscher Machart meine ich überzüchtete Benzindirekteinspritzer, Doppelkupplungsgetriebe und dann eben noch nen E-Motor ran, da finde ich die Konzepte von Toyota (Prius PHEV), Mitsubishi oder Mazda eben überzeugender. Die Deutschen PHEVs (VAG, BMW, Mercedes) erscheinen mir unnötig komplex und damit auf Dauer anfällig und deswegen unwirtschaftlich, außer im gewerblichen Leasing. Wobei ich fürs gewerbliche Leasing die Diesel PHEV noch am sinnvollsten finde, elektrisch innerorts oder im Kurzstreckenbetrieb, außerorts dann sparsam mit Diesel und meinetwegen auch den Akku per Diesel laden um dann innerorts wieder elektrisch zu fahren, spart am Ende vll. kein Co2 aber innerorts sind die Autos dann 100% sauber.


16.10.2021 11:04    |    Acidrain2001

Die zielgruppe bei Audi, BMW und Mercedes war ist und bleibt doch der premiummarkt. Das hat sich durch Hybrid und Elektro ja nicht geändert, deshalb kann sich BMW beispielsweise auch die Kombination aus 6-Zylinder und elektromotor leisten.

Da lagen und liegen die zielmärkte eben bei den geschäftswagen und den wohlhabenden dieser Welt, insbesondere in China .

Andere Hersteller zielen hier ganz anders auf den massenmarkt, darunter die Asiaten, aber auch VW.

VW hat sich mittlerweile so stark auf elektromobilität ausgerichtet, dass die Hybride nur noch abfallprodukt und übergangslösung sind. Daher würde ich die mal aus der Wertung nehmen.


16.10.2021 11:11    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@Acidrain2001 schrieb am 16. Oktober 2021 um 11:04:34 Uhr:

…VW hat sich mittlerweile so stark auf elektromobilität ausgerichtet, dass die Hybride nur noch abfallprodukt und übergangslösung sind. Daher würde ich die mal aus der Wertung nehmen.

Nein diese PHEVs gehören genauso zu der „deutschen Machart“ deshalb sind sie ja Abfallprodukte :p


16.10.2021 11:48    |    reox

Zitat:

@MotorManiac2020 schrieb am 16. Oktober 2021 um 08:57:24 Uhr:

Zitat:

@reox schrieb am 16. Oktober 2021 um 08:50:40 Uhr:

 

@MotorManiac2020

 

Vernünftig?

Wie sieht da der zeitliche Verlauf aus? Wann ist der Gebäudesektor abgeschlossen und wann kann der Verkehr dann starten? Was schwebt dir da bei dieser Vernuftlösung so vor?

Ich halte Batterie-Autos für einen Irrweg, wegen den Akkus.

...

Und das Schöne ist, niemand kann dich davon abhalten, deinen "Weg der Vernunft" die nächsten 20-25 Jahre zu gehen.


16.10.2021 15:35    |    Martyn136

Zitat:

@MotorManiac2020 schrieb am 16. Oktober 2021 um 10:48:01 Uhr:

 

Mit deutscher Machart meine ich überzüchtete Benzindirekteinspritzer, Doppelkupplungsgetriebe und dann eben noch nen E-Motor ran, da finde ich die Konzepte von Toyota (Prius PHEV), Mitsubishi oder Mazda eben überzeugender. Die Deutschen PHEVs (VAG, BMW, Mercedes) erscheinen mir unnötig komplex und damit auf Dauer anfällig und deswegen unwirtschaftlich, außer im gewerblichen Leasing. Wobei ich fürs gewerbliche Leasing die Diesel PHEV noch am sinnvollsten finde, elektrisch innerorts oder im Kurzstreckenbetrieb, außerorts dann sparsam mit Diesel und meinetwegen auch den Akku per Diesel laden um dann innerorts wieder elektrisch zu fahren, spart am Ende vll. kein Co2 aber innerorts sind die Autos dann 100% sauber.

Allerdings macht die deutsche Machart viel mehr Spass und man hat den grossen Vorteil das man auf nichts verzichten muss.

 

Das Toyota-Konzept ist da leider viel langweiliger und fahrdynamisch zäher.

 

Das Mazda-konzept gibt es ja noch nichtmal, allerdings bleibt auch da in der Range-Extender Variante die Abregelung bei 140 km/h und der Einscheiben-Range-Extender ist wahrscheinlich ohnehin zu schwach. Mit einem Zweischeiben-Range-Extender und eine Anhebung der Abregelung auf 190 km/h wäre die Sache schon viel intressanter.


16.10.2021 15:45    |    Schwarzwald4motion

Das Toyota PHEV-Konzept von 0 auf 100km/h in 6 Sekunden beim RAV4.

 

Da hatte wohl noch einer den Prius im Kopf ;)


16.10.2021 15:55    |    Martyn136

Der RAV4 ist aber auch kein Schnäppchen. Dachte eher an den Corolla.

 

Als 1.8 Hybrid ist der richtig zäh und als 2.0 Hybrid auch nur etwas besser aber noch weit von sportlich entfernt.

 

Beim RAV4 und Lexus NX sieht es natürlich besser aus, aber da würde ich trotzdem einem Audi A3, Mercedes A-Klasse oder VW Golf den Vorzug geben.


16.10.2021 16:14    |    Alexander67

Zitat:

@Martyn136 schrieb am 16. Oktober 2021 um 15:35:44 Uhr:

....

Das Toyota-Konzept ist da leider viel langweiliger und fahrdynamisch zäher.

....

Nö!

Es ist eben nur oft sehr Leistungsarm umgesetzt.

136 PS die nur bei Vollgas rauskommen in Kombination mit dem "Gummiband-Effekt" der erst mal Lärm macht und dann den Motor nicht mehr hoch dreht (aber das Fahrzeug trotzdem in Relation zur Leistung ordentlich beschleunigt).

Das wirkt auf viele ziemlich schwach.

 

Aber gib dieser einen Hybrid-Achse eine weitere elektrifizierte.

Einen Plugin statt nur Vollhybrid.

Und dann hat man Leistung und Sparsamkeit.

Der Verbrenner läuft dann üblicherweise selbst in einer Stadt sehr effektiv. Auf Autobahnen erst recht.

Die Allrad-Plugin-Version des RAV4 arbeitet so


18.10.2021 13:14    |    Alexander67

Als Link zu einem anderen Thema.

 

Zitat:

@XF-Coupe schrieb am 18. Oktober 2021 um 09:20:33 Uhr:

Zitat:

@cookie_dent schrieb am 16. Oktober 2021 um 19:12:50 Uhr:

Freut mich das die armen Schlucker, die sich nur ein 70.000€ Auto leisten können, noch staatliche Stütze bekommen.

Bekommen sie die wirklich?

Wer heute ein 60.000 € E-Auto kauft bekommt 6.000 € vom Staat, zahlt aber zugleich alleine für den Wagen 9.579,83 € MWSt.

 

Da der Käufer ja den Wagen bezahlen muß, bevor er die Bafa-Förderung bekommt, bekommt er nur von seinem eigenen Geld einen Teil wieder zurück.

 

Kauft er den Wagen nicht, und fährt seinen Verbrenner weiter, hat der Staat 3.579,83 € weniger ;)

 

Rechnet man noch die Ertragssteuern bei Händler und Hersteller dazu, wird der Betrag noch höher.

 

Bei Kleinfahrzeugen hingegen wird tatsächlich staatlich gestützt. In den 29.900 € Listenpreis eines Renault Zoe z.B. ist weniger MWSt. enthalten, als es an staatlicher Förderung gibt.


19.10.2021 11:51    |    cng-lpg

Zitat:

@LF-X schrieb am 16. Oktober 2021 um 09:09:05 Uhr:

Also Verbrenner dürfen langfristig nicht genutzt werden.

Das gilt praktisch für jeden, ist damit also Gerecht. Das ist auch weltweit so. Keine Deutsche Masche um seine Bürger zu gängeln.

Eine bemerkenswerte Aussage, geht es hier doch um die Gerechtigkeit bei Einführung der E-Mobilität, nicht darum, wie der Kraftfahrzeugmarkt in 30 Jahren aussehen wird.

 

Es ist also gerecht dass der unter dem deutschen Durchschnitt verdienende Bürger seinen Mobilitätsbedarf nicht gesponsert bekommt, der über dem Durchschnitt verdienende Käufer aber den Gegenwert eines schönen, fabrikneuen Kleinwagens(*) beim Kauf seines teuren Autos aus Steuergeldern geschenkt bekommt. Also aus Geldern, die auch viele der unter dem Durchschnitt verdienenden Bürger mit erwirtschaftet haben. Wobei Käufer nicht wörtlich zu nehmen ist, natürlich sind dabei auch Leasingkunden gemeint und die vielen Geschäftswagenfahrer.

 

Ich schrieb es weiter oben schon: Die Subventionen mögen für die Wirtschaft gut und wichtig sein, aber die Verteilung der Subventionen ist einfach nicht gerecht. Deutlich geringere Subventionen, die anders als jetzt auch den kleinen Mann erreichen wären wahrscheinlich auch noch nicht gerecht, aber wenigstens gerechter.

 

Übrigens bin ich KEIN Wähler von Rot oder Dunkelrot, ich bin einfach ein kritischer Bürger, der sich so seine Gedanken macht. Das System der Subventionen in allen Bereichen ist auch von keiner einzelnen Partei zu verantworten, sondern von der in allen Parteien gängigen Lobbyarbeit. Damit am Ende der Teufel auf den größten Haufen schei... .

 

 

Gruß Michael

 

 

(*) Ich habe mal eben auf mobile.de nachgesehen, was man zur Zeit so alles in der Preisklasse unter 10.000 € an Neuwagen (!) bekommt:

Mitsubishi Space Star

Renault Twingo

Toyota Aygo

Dacia Sandero

Citroën C1

Kia Picanto

Peugeot 108


19.10.2021 12:19    |    reox

Zitat:

@cng-lpg schrieb am 19. Oktober 2021 um 11:51:27 Uhr:

...

Eine bemerkenswerte Aussage, geht es hier doch um die Gerechtigkeit bei Einführung der E-Mobilität, nicht darum, wie der Kraftfahrzeugmarkt in 30 Jahren aussehen wird.

 

Es ist also gerecht dass....

@cng-lpg

 

Etwas Lesestoff zum "einnorden" des(deines) Gerechtigkeits-Kompasses.

 

Nein, ich gehöre nicht zu den oberen Zehntausend.

 

https://www.bpb.de/.../einkommensteueranteile


19.10.2021 12:33    |    LF-X

Der Gegenwert des Förderung ist die Markteinführung sauberer PKW. Den Leisten die Leute, die mit der Förderung eventuell gelockt werden. Davon haben alles was. Ansonsten würden eben weiter dicke Verbrenner verkauft. Jeder der das nicht macht, hilft den Wandel zu beschleunigen. Das könne eh nur die mit Kapital. Denen soll ein Anreiz geboten werden in saubere Technik zu investieren. Das hilft allen. Am Ende landen die Karren in der Regel auch auf dem Gebrauchtmarkt. Das würden sie gar nicht, wenn sie keiner kaufen würde.

 

Das lässt sich auch auf Photovoltaikanlagen übertragen. Die muss man sich auch erstmal leisten können. Gibt zwar Förderkredite, die bekommt man aber auch nur wenn man Kreditwürdig ist. Ach ja. ein Eigenheim wäre auch ganz nett.

Dann macht der eh schon gut verdienende mit einer PV-Anlage also ordentlich Gewinn über 20 Jahre. Ist das Gerecht? Der Lohnsklave in der Mietskaserne hat dazu auch keinen Möglichkeit. Er kann aber auch nicht durch die Investition zur Energiewende beitragen. Also lockt man den Besserverdiener um sein Dach herzugeben. Das hilft am Ende allen Einwohnern dieses Landes. Das ist die Gerechtigkeit dabei.

 

Man könnte das Thema Gerechtigkeit bei jedem Thema aufmachen. Die "Reichen" können sich mehr erlauben um Ihr leben angenehmer, sicherer und ja, auch billiger zu machen. Mal von kriminellen Machenschaften abgesehen und Erbschaften abgesehen haben die dafür aber auch ordentlich gearbeitet (die Gerechtigkeit bei Gehältern kann man auch bis in die Unendlichkeit führen), hatten mal eine gute Idee oder Glück. Geschenkt ist nur der Tod und der kostet das Leben.


19.10.2021 12:33    |    cng-lpg

Zitat:

@reox schrieb am 19. Oktober 2021 um 12:19:15 Uhr:

Etwas Lesestoff zum "einnorden" des(deines) Gerechtigkeits-Kompasses.

Das weiß ich, ist aber unerheblich. Es geht nicht darum, wer wie viel Steuern zahlt, sondern um die Frage ob es richtig ist, nur den finanziell besser gestellten Bürgern mit Subventionen "Gutes zu tun".

 

 

Gruß Michael

 

 

P.S.: Ich bin gerne bereit, ab sofort die doppelte Lohnsteuer zu bezahlen! Allerdings nur, wenn ich auch ab sofort das entsprechende Bruttoeinkommen bekäme... Übrigens gehöre ich weder zu den oberen Zehntausend, noch bin ich ein armer Schlucker. Ich gehöre mit meiner Familie zur so genannten Mittelschicht. Wir haben damit mehr als die Mehrheit der Bevölkerung, aber natürlich nicht annähernd das, was ein kleiner Teil der Menschen in Deutschland zur Verfügung hat.


19.10.2021 12:55    |    cng-lpg

Zitat:

@LF-X schrieb am 19. Oktober 2021 um 12:33:06 Uhr:

Der Gegenwert des Förderung ist die Markteinführung sauberer PKW. Den Leisten die Leute, die mit der Förderung eventuell gelockt werden. Davon haben alles was. Ansonsten würden eben weiter dicke Verbrenner verkauft.

...

Und genau das stimmt nicht. Ich habe etliche Kollegen, die als Selbständige oder Freiberufler tätig sind und deutlich mehr als ich verdienen. Na ja, die kaufen bzw. leasen die Elektrofahrzeuge weil sie diese Autos wollen. Man will Trendsetter oder noch besser Early Adopter sein! Der Antrieb Elektrofahrzeuge zu kaufen ist derselbe wie der, einen SUV zu kaufen. Braucht man nicht, ist teurer, macht aber mehr her.

 

Ein Kollege hat sich einen Tesla 3 gekauft. Der kostete etwa das gleiche wie sein vorheriger SUV. Durch die Subvention wurde er um rund 10.000 € billiger. Der Kollege hätte den nach eigener Aussage auch ohne einen Cent Subvention gekauft. Im Paket erwarb er eine Photovoltaik und eine bidirektionale Wallbox dazu, so dass er kostenlos Strom tanken kann und es das Auto mit seinem großen Akku ermöglicht, auch z. B. bei Dunkelheit den eigenen Strom zu nutzen.

 

Insgesamt hat er aus verschiedenen Töpfen ca. 14.000 € Subventionen erhalten. Da er und seine finanziell ebenfalls sehr gut gestellte Frau ihre Schäfchen im Trockenen haben und diese Subventionen nicht brauchen fliesst das Geld in mindestens einen zusätzlichen Urlaub. Es wird also nicht in Deutschland, sondern wahrscheinlich in der Karibik ausgegeben. Von diesem Geld haben also nur genau zwei Bürger in Deutschland etwas...

 

 

Gruß Michael


19.10.2021 13:38    |    LF-X

Seit wann kann irgend ein Tesla bidirektionales Laden? Die Meldung über die dafür notwendige Hardware, erwies sich als Fehleinschätzung eines Einzelnen Ingenieurs und Musk ist eher dagegen (der will ja auch Powerwalls verkaufen).

 

Und von der Investition haben nicht nur 2 was. Es haben alle etwas davon. Ein Verbrenner weniger. Ziel erreicht. In ein paar Jahren fährt den Tesla dann jemand, der sich keinen Neuwagen leisten kann oder möchte.

 

Die meisten Leasingnehmer, die ich kenne freuen sich über die 0,25% Besteuerung. Aber Dienstwagen waren ja auch schon immer so eine Ungerechtigkeit. Da fuhren Leute auf einmal alle 2 bis 3 Jahre Neuwagen, die sie sich sonst auch nicht hätten leisten können.


19.10.2021 13:59    |    pcAndre

Morgen...!

Vergleichsdebatten sind Neiddebatten. Wenn etliche deiner Kollegen selbstständig oder freiberuflich erfolgreich Tätig sind und viel Geld damit verdienen, warum machst du denen das nicht einfach nach?! ;)

Ich hab in der Familie ebenfalls ein paar Freiberufler. Tauschen will ich nicht mit denen. ;)

 

Wer die Kohle hat sich z.B. ein Effizienzhaus 40 Plus kaufen/bauen zu können, der bekommt von der kfw einen Kreditzuschuss von 150.000 Euro mit 25 % Tilgungs­zuschuss (37.500 Euro Investitionszuschuss). [1]

 

Aus dem Artikel[2]:

So gut wie alle Deutschen zahlen Steuern, viele auch Sozialabgaben. Aber es kommt vom Staat auch etwas zurück, sei es Kindergeld, Elterngeld oder Bafög. Das IW Köln zeigt, wer draufzahlt und wer nicht.

 

Wer mit seinem Partner zusammen insgesamt 70.000 Euro im Jahr verdient, damit aber auch 2 Kinder ernähren muss, findet sich genau in der Mitte der Bevölkerung (50 Prozent sind ärmer, 49 Prozent sind reicher). Die Grafik des IW Köln zeigt weiter unten dann an, dass ein Haushalt mit einem solchen Einkommen von 70.000 Euro bei zwei Kindern insgesamt 14.995 Euro im Jahr an den Staat und die Sozialkassen zahlt. Umgekehrt fließen 14.330 Euro zurück. Mit anderen Worten: Wer genau zur Mitte gehört (das 50. Prozent) zahlt im Jahr 665 Euro drauf.

 

54 Prozent der Haushalte zahlen mehr, als sie bekommen

Wer als Single weniger als 2625 Euro brutto im Monat verdient, erhält im Durchschnitt mehr vom Staat, als er einzahlt.

 

MfG André

 

[2] https://www.kfw.de/.../

[1] https://www.faz.net/.../...oeren-sie-zu-den-nettozahlern-16622168.html


19.10.2021 14:09    |    LF-X

Danke für die einführung des Begriffes "Neid" in diesem Thread.

 

Ich glaube Ungerechtigkeit wird gerne mal mit Neid verwechselt.

 

Die Anreize zur Einführung der Elektromobilität wirken so langsam. Seit Erhöhung der Förderung werden deutlich mehr davon verkauft.

 

Ich übersetze das mal in sich ungerecht behandelt fühlender Benachteiligter: Die Reichen bekommen jetzt also noch mehr in den Arsch geblasen, was die Armen zahlen müssen.

 

Wenn also die Aussage von cng-lpg stimmen würde, würde man keinen Unterschied sehen. Die Leute würden eh kaufen, was sie gerade am tollsten finden. Es werden aber in zeitlichem Zusammenhang erkennbar nach Erhöhung der Förderungen mehr Elektroautos verkauft.


19.10.2021 14:15    |    reox

Zitat:

@cng-lpg schrieb am 19. Oktober 2021 um 12:33:52 Uhr:

Zitat:

@reox schrieb am 19. Oktober 2021 um 12:19:15 Uhr:

Etwas Lesestoff zum "einnorden" des(deines) Gerechtigkeits-Kompasses.

Das weiß ich, ist aber unerheblich. Es geht nicht darum, wer wie viel Steuern zahlt, sondern um die Frage ob es richtig ist, nur den finanziell besser gestellten Bürgern mit Subventionen "Gutes zu tun".

....

Da aber niemand es schafft, Hersteller davon zu überzeugen, die moderne E-Technik zuerst in der Klasse 10-15.000€ in den Markt zu bringen, landen die Kauf-Simulationen (leider) am, aus deiner Sicht, falschen Ende. Das ist in allen Produkt-Bereichen so, auch wenn wir uns hier bis zum Magengeschwür die Finger wund schreiben.


19.10.2021 14:43    |    cng-lpg

Zitat:

@pcAndre schrieb am 19. Oktober 2021 um 13:59:46 Uhr:

Vergleichsdebatten sind Neiddebatten.

Quatsch. Die Unterstellung von Neid soll nur kaschieren, dass es an Argumenten für die ungerechte Verteilung der Subventionen fehlt. Ich habe selber - irgendwo auf Motor-Talk sicher noch nachzulesen - 2009 über die damalige Subventionierung von Neuwagen geschimpft, weil ich diese von Grund auf verkehrt fand. Ich habe sie dennoch selber in Anspruch genommen. Das empfehle ich auch jetzt jedem, der die Möglichkeit dazu hat. Ohne Neid.

 

 

Gruß Michael


19.10.2021 14:47    |    cng-lpg

Zitat:

@LF-X schrieb am 19. Oktober 2021 um 14:09:47 Uhr:

Wenn also die Aussage von cng-lpg stimmen würde, würde man keinen Unterschied sehen. Die Leute würden eh kaufen, was sie gerade am tollsten finden. Es werden aber in zeitlichem Zusammenhang erkennbar nach Erhöhung der Förderungen mehr Elektroautos verkauft.

Du vergisst das Angebot, das erst zur Nachfrage führt. Natürlich kauft kaum jemand Elektroautos, wenn es keine entsprechenden Modelle gibt. Nicht jeder konnte oder kann einen Tesla S gebrauchen. Mit der Zahl der verschiedenen Modelle am Markt explodierten die Verkäufe - aber das hätten sie ohne Subventionen auch getan.

 

Natürlich sorgen höhere Subventionen auch für mehr Fahrzeugkäufe. Aber die Subvention ginge halt auch etwas ausgewogener. Ich darf mich mal selber zitieren:

Zitat:

@cng-lpg schrieb am 9. Oktober 2021 um 11:53:41 Uhr:

Außerdem: Wenn schon die eine Lösung des Elektroautos gefördert werden soll, warum dann nicht so dass die fetten Autos mit ihrem geringeren Nutzen für Gesundheit, Umwelt und Klima geringer als die kleineren Fahrzeuge gefördert werden? So könnte ich mir das vorstellen: Fahrzeuge bis 25.000 € Bruttopreis werden mit 15.000 € gefördert und je 1.000 € mehr Bruttopreis gibt es 500 € weniger. Der Neuwagen für 30.000 € würde besipielsweise nur noch mit 12.500 € subventioniert, das Auto für 40.000 € nur noch mit 7.500 €, eines für 50.000 € nur noch mit 2.500 €.

 

Solch eine Förderung würde insgesamt vermutlich sogar mehr Neuwagenkäufe generieren ohne den Steuerzahler unterm Strich mehr zu kosten und wahrscheinlich mehr Angebote wie den Dacia Spring bringen.

Das würde weit mehr Gerechtigkeit bedeuten und auch die politisch gewünschte Wirkung der Lenkung der Käufe von Neuwagen mit Elektroantrieb bringen.

 

 

Gruß Michael


19.10.2021 16:08    |    LF-X

Ja, das immer breiter werdende Angebot beflügelt natürlich auch die Nachfrage. Die Förderungen tun es aber sehr wohl auch. Alleine die Leasing-Förderung durch Senkung des Steuersatzes ändert bei Firmenwagen ganz schön was.

 

Deinen philantrophschen Ansatz zur Förderung finde ich nett. Aber die Förderungen wurden nunmal zu einer Zeit konzipiert, als man noch nicht absehen konnte, ob man Autos in der Preisklasse überhaupt bauen kann. Und warum muss man der breiten Masse Neuwagen finanzieren? Finde ich auch nicht gerecht. Der Gebrauchtwagenmarkt wird doch durch die geförderten Fahrzeuge erzeugt. Eine ausgelutschte Zoe ist auch nicht wirklich teuer.

 

Mal schauen, was man mit der Förderung nach 2025 macht. Ich vermute sie wird einfach verschwinden und die rabattlosen Phantasiepreise der Hersteller werden durch Wettbewerb wieder normalisiert. Der Spritpreis macht Verbrenner dann noch unattraktiver, oder durch hohen Aufwand zur Einhaltung von Euro 7 eh verdammt teuer.


19.10.2021 16:14    |    pcAndre

Zitat:

@cng-lpg schrieb am 19. Oktober 2021 um 14:43:38 Uhr:

Zitat:

@pcAndre schrieb am 19. Oktober 2021 um 13:59:46 Uhr:

Vergleichsdebatten sind Neiddebatten.

Quatsch. Die Unterstellung von Neid soll nur kaschieren, dass es an Argumenten für die ungerechte Verteilung der Subventionen fehlt. Ich habe selber - irgendwo auf Motor-Talk sicher noch nachzulesen - 2009 über die damalige Subventionierung von Neuwagen geschimpft, weil ich diese von Grund auf verkehrt fand. Ich habe sie dennoch selber in Anspruch genommen. Das empfehle ich auch jetzt jedem, der die Möglichkeit dazu hat. Ohne Neid.

 

Gruß Michael

Morgen...!

Deiner Meinung nach sind Subventionen ungerecht verteilt? Selbstverständlich gibt es Themen die Lobby getrieben sind. Nichtsdestotrotz haben wir in Deutschland die

 

Grundlagen der Subventionspolitik

 

und als Übersicht den

 

28. Subventionsbericht für den Monat September

 

und sehr detailliert den

 

28. Subventionsbericht

 

Im letzt genannten Bericht ist jede Subventionierung detailliert u.a. nach

- Finanzielles Volumen

- Art der Subvention

- Maßnahme

- Befristung

- Nachhaltigkeit der Maßnahme

- Evaluierungen

- Materielle Ergebnisse im Hinblick auf die Zielerreichung

- Ausblick

 

beschrieben.

 

Nicht alle Subventionen sind ungerecht verteilt...z.B. von "Zuschüsse im Rahmen des Programms „Altersgerecht Umbauen“ der KfW-Bankengruppe" oder Zuschüsse an Kindergärten und Kindertagesstätten, Theater, Museen, Bibliotheken... ;)

 

MfG André


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