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06.10.2021 20:44    |    jennss    |    Kommentare (319)

Laden im ParkhausLaden im Parkhaus

Sehr wahrscheinlich bekommen wir in der neuen Regierung u.a. die Grünen. Manche befürchten, dass es mit dem Autofahren bald ganz teuer wird. Schon jetzt sehen viele eine Ungerechtigkeit. E-Autos seien zu teuer. Und tatsächlich gibt es da aktuell eine Ungerechtigkeit. Aber warum sollten nicht die Grünen dafür sorgen, dass das e-Auto auch für Niedrigverdiener gut funktioniert?

 

Ich lese öfter in Foren oder auf Instagram in Kommentaren: "Ein E-Auto kann ich mir nicht leisten und ich könnte das auch nur schlecht laden."

 

Diese beiden Punkte sind leider nicht selten durchaus nachvollziehbar. Es fehlt zum einen ein Gebrauchtmarkt für günstige Autos und zum anderen ergeben sich gerade für Menschen, die kein großes Einkommen haben, Nachteile durch die fehlende Möglichkeit zuhause laden zu können. Und so fahren diese weiterhin Verbrenner, trotz steigender Spritpreise. Es ist eine Ungerechtigkeit, dass ausgerechnet nur Menschen mit eigenem Stellplatz, also tendenziell Besserverdienende, günstigen Haushaltsstrom laden können. Selbst mit Vielfahrer-Tarifen wird nicht ganz der Preis vom Strom zuhause erreicht. Und zuhause laden hat zudem noch praktische Vorteile, solange die Infrastruktur nicht sonderlich gut ausgebaut ist. Diese doppelte Ungerechtigkeit gilt es zu beheben. Je früher das Problem angegangen wird, desto besser.

 

Ohne die Laternenparker zu überzeugen wird e-Mobilität nur für einen begrenzten Teil funktionieren. Im September wurden 17% reine E-Autos in Deutschland zugelassen. Das ist neuer Rekord. Ich wette, ein größerer Teil davon kann zuhause laden. Es nützt ja nichts, wenn ein E-Auto eine Menge Spaß macht, dabei aber unpraktisch und nicht so günstig wie versprochen ist.

 

Norwegen hatte zuletzt 77,5% reine E-Auto-Zulassungen, während Verbrenner bei nur noch ca. 5% liegen (Diesel und Benziner zusammen, ohne Hybride). Norwegen muss also irgendwas richtig gemacht haben, nicht nur die finanziellen Aspekte, sondern auch bei der Infrastruktur.

 

Höhere Spritpreise sind zwar durchaus ein Weg, mehr Leute über E-Autos nachdenken zu lassen, aber dann muss es für sie auch gut funktionieren. Sonst stehen Niedrigverdiener vor der Wahl Pest oder Cholera, also Verbrenner mit teurem Sprit oder E-Auto mit nicht besonders günstigem Strom und umständlicher Lademöglichkeit.

 

Ich hätte da ein paar Wünsche an die nächste Regierung bzgl. e-Mobilität:

 

- Regional gültige Ladekarten vom Ort subventioniert für niedrige Ladekosten innerhalb des Ortes (gleicher Preis wie zuhause laden, also ca. 30 Ct. pro kWh, auch DC)

- Alle Supermärkte mit DC-Ladesäulen (die sehe ich in einer Schlüsselrolle für Laternenparker), außerdem auch Einkaufszentren und Baumärkte.

- Transparente Solardach-Förderung vom Staat (löst zwei potentielle Probleme: Lokales Stromnetz wird entlastet und es erhöht den Anteil an erzeugter grüner Energie im Land)

- Akku-Recycling voranbringen halte ich für sehr wichtig, denn es wird nicht mehr so viele Jahre dauern bis die Masse an alten E-Auto-Akkus aus dem Secondlife kommt, also die Autos, die jetzt verkauft werden. Ich würde sagen, in 10 bis 15 Jahren muss der Recyclingprozess perfekt laufen.

- Weitere Grenze von 20000 € netto (= 23800 € brutto, oder 25000 € netto bei ca. 30000 € brutto) mit 7000 € (statt nur 6000 €) staatlicher Förderung bei weiterhin 3000 € Herstellerprämie, also noch 1000 € mehr als bisher, zumindest solange bis es einen brauchbaren Gebrauchtmarkt gibt. Prinzipiell finde ich die weitgehend feste Umweltprämie mit nur 2 Stufen aber schon ganz gut. Je günstiger ein Auto ist, desto höher ist der prozentuale Anteil der Prämie.

- Mehr Aufklärung, wie E-Mobilität in der Praxis funktioniert, z.B. über Flyer in EKZ (statt Workshops ;)), aber auch lokale kleine E-Auto-Messen mit unkomplizierten Probefahrmöglichkeiten.

- Offizielle Preisangaben der Autos müssen ohne Abzug der Prämien sein (was Tesla macht, finde ich nicht ok.. Selbst Fachzeitschriften halten die offiziellen Preise oft noch für solche ohne Prämienabzug)

- NEFZ-Reichweiten und -Verbräuche einstampfen. Das verwirrt nur, denn manche Hersteller geben noch immer Nefz-Werte an.

 

Das Deutschlandnetz scheint eine gute Idee zu sein. Ob Plug&Pay wie bei Tesla an Superchargern der richtige Weg ist, da bin ich mir nicht so sicher. Dabei wird der Preis vom Strom ja immer von einer Person (Autobesitzer) abgezogen. Mit Karte geht es bei jedem (Kartenbesitzer). Wichtig ist aber die Zuverlässigkeit der Ladesäulen und dass mehr als eine CCS-Säule pro Ladeort vorhanden ist (Ausfallsicherheit).

 

Ich bin gespannt, wie die nächsten Jahre für die E-Mobilität verlaufen werden.

j.

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13.10.2021 20:19    |    MotorManiac2020

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 13. Oktober 2021 um 20:13:55 Uhr:

Zitat:

@MotorManiac2020 schrieb am 13. Oktober 2021 um 20:08:12 Uhr:

.....

Die Ungerechtigkeit besteht ja nicht darin, dass E-Autos teuer sind, sondern dass Kraftstoffe durch die Politik unnötig verteuert werden und bewährte Technologen verboten werden sollen, niemand hat je Kutschen, Röhrenmonitore oder Wählscheibentelefone verboten. Die bessere Technik hat sich damals von alleine durchgesetzt, heute erzwingt die Politik einen Technologiewechsel.

 

Wenn man sieht wie die Energiepreise momentan durch den Markt explodieren, hätte es keine Steuererhöung gebraucht, zumal der Staat ja durch die Preissteigerungen schon über die Mehrwertsteuer kräftig mitverdient.

Genau, die Steuererhöhungen auf CO2 sind nur ein Teil der Entwicklung.

Aber ein absolut sinnvoller.

Wenn die Steuer richtig hoch geht, dann gibt es hoffentlich genug Plugin und BEV um auch untere Einkommensklassen damit zu versorgen.

Erstmal würgt es die Binnenkonjunktur ab und die Strompreise steigen auch, Produktion wird ins Ausland verlagert. Im Bereich Wohnen zahlen es die Mieter, so oder so.

 

Aber der jetzige hohe Ölpreis sorgt dafür, das Fracking wieder rentabel wird und in ein paar Jahren gibt es dann ein Überangebot und die Preise brechen wieder ein und dann geht alles von vorne los.


13.10.2021 20:33    |    Alexander67

Zitat:

@MotorManiac2020 schrieb am 13. Oktober 2021 um 20:19:57 Uhr:

....

Erstmal würgt es die Binnenkonjunktur ab und die Strompreise steigen auch, Produktion wird ins Ausland verlagert. Im Bereich Wohnen zahlen es die Mieter, so oder so.

 

Aber der jetzige hohe Ölpreis sorgt dafür, das Fracking wieder rentabel wird und in ein paar Jahren gibt es dann ein Überangebot und die Preise brechen wieder ein und dann geht alles von vorne los.

Dann lohnt sich Ökostrom und Stromspeicher eben mehr.

Ebenso wie Wärmepumpen und Solarthermie.

Und das erzeugt Binnennachfrage nach solchen Technologien.


13.10.2021 20:36    |    Alexander67

Zitat:

@MotorManiac2020 schrieb am 13. Oktober 2021 um 20:08:12 Uhr:

....

Eine Ölheizung kann man im Bestand nicht sinnvoll ersetzen, die Wärmepumpenbetreiber werden auch noch dumm aus der Wäsche gucken wenn es mal einen richtig kalten Winter gibt.

Kann man.

Und eine Zusatzheizung muss auch nicht zwingend elektrisch sein.

 

Für wie viel bzw. wenig Grad soll die Wärmepumpe ausgelegt sein?


13.10.2021 20:58    |    Thomas123er

Zitat:

@MotorManiac2020 schrieb am 13. Oktober 2021 um 20:08:12 Uhr:

 

Die Ungerechtigkeit besteht ja nicht darin, dass E-Autos teuer sind, sondern dass Kraftstoffe durch die Politik unnötig verteuert werden und bewährte Technologen verboten werden sollen, niemand hat je Kutschen, Röhrenmonitore oder Wählscheibentelefone verboten. Die bessere Technik hat sich damals von alleine durchgesetzt, heute erzwingt die Politik einen Technologiewechsel.

 

Wenn man sieht wie die Energiepreise momentan durch den Markt explodieren, hätte es keine Steuererhöung gebraucht, zumal der Staat ja durch die Preissteigerungen schon über die Mehrwertsteuer kräftig mitverdient.

 

Eine Ölheizung kann man im Bestand nicht sinnvoll ersetzen, die Wärmepumpenbetreiber werden auch noch dumm aus der Wäsche gucken wenn es mal einen richtig kalten Winter gibt.

Aber dass sich die Ausgangssituation verändert hat, hast du schon mitgekriegt?

Vor weniger als zwei Jahren hätte sich auch niemand träumen lassen, dass es verboten ist einen Supermarkt ohne Maske zu betreten oder ein Land ohne Impfnachweis.

Und so ist es auch beim CO2-Ausstoß. Ist wie Corona - nur bei Klima und in Zeitlupe!

Die Menschheit entscheidet nun mal nicht mehr allein über ihre Zukunft, sondern die Natur redet mit.

Ein Paradigmenwechsel der offenbar an dir vorbei gegangen ist.


13.10.2021 21:44    |    MotorManiac2020

Zitat:

@Thomas123er schrieb am 13. Oktober 2021 um 20:58:26 Uhr:

Zitat:

@MotorManiac2020 schrieb am 13. Oktober 2021 um 20:08:12 Uhr:

 

Die Ungerechtigkeit besteht ja nicht darin, dass E-Autos teuer sind, sondern dass Kraftstoffe durch die Politik unnötig verteuert werden und bewährte Technologen verboten werden sollen, niemand hat je Kutschen, Röhrenmonitore oder Wählscheibentelefone verboten. Die bessere Technik hat sich damals von alleine durchgesetzt, heute erzwingt die Politik einen Technologiewechsel.

 

Wenn man sieht wie die Energiepreise momentan durch den Markt explodieren, hätte es keine Steuererhöung gebraucht, zumal der Staat ja durch die Preissteigerungen schon über die Mehrwertsteuer kräftig mitverdient.

 

Eine Ölheizung kann man im Bestand nicht sinnvoll ersetzen, die Wärmepumpenbetreiber werden auch noch dumm aus der Wäsche gucken wenn es mal einen richtig kalten Winter gibt.

Aber dass sich die Ausgangssituation verändert hat, hast du schon mitgekriegt?

Vor weniger als zwei Jahren hätte sich auch niemand träumen lassen, dass es verboten ist einen Supermarkt ohne Maske zu betreten oder ein Land ohne Impfnachweis.

Und so ist es auch beim CO2-Ausstoß. Ist wie Corona - nur bei Klima und in Zeitlupe!

Die Menschheit entscheidet nun mal nicht mehr allein über ihre Zukunft, sondern die Natur redet mit.

Ein Paradigmenwechsel der offenbar an dir vorbei gegangen ist.

Corona ist nicht die erste Seuche, Pestmasken gab es schon im Mittelalter - gerechnet hätte ich nicht damit, überrascht hat es mich aber auch nicht.


13.10.2021 22:18    |    Thomas123er

Zitat:

@MotorManiac2020 schrieb am 13. Oktober 2021 um 21:44:35 Uhr:

Zitat:

@Thomas123er schrieb am 13. Oktober 2021 um 20:58:26 Uhr:

 

 

Aber dass sich die Ausgangssituation verändert hat, hast du schon mitgekriegt?

Vor weniger als zwei Jahren hätte sich auch niemand träumen lassen, dass es verboten ist einen Supermarkt ohne Maske zu betreten oder ein Land ohne Impfnachweis.

Und so ist es auch beim CO2-Ausstoß. Ist wie Corona - nur bei Klima und in Zeitlupe!

Die Menschheit entscheidet nun mal nicht mehr allein über ihre Zukunft, sondern die Natur redet mit.

Ein Paradigmenwechsel der offenbar an dir vorbei gegangen ist.

Corona ist nicht die erste Seuche, Pestmasken gab es schon im Mittelalter - gerechnet hätte ich nicht damit, überrascht hat es mich aber auch nicht.

Und warum meinst du bei einer menschgemachten Klimakrise so weitermachen zu können wie bisher?

Die bisherigen Techologien haben sich klimatechnisch eben nicht bewährt.


14.10.2021 00:10    |    cookie_dent

Zitat:

@Thomas123er schrieb am 13. Oktober 2021 um 22:18:27 Uhr:

Und warum meinst du bei einer menschgemachten Klimakrise so weitermachen zu können wie bisher?

Die bisherigen Techologien haben sich klimatechnisch eben nicht bewährt.

Allerdings liegen viele Dinge eben nicht in der Hand jedes einzelnen.

 

Mein Vermieter hat z.B. weder Interesse eine WP, bessere Dämmung oder sogar Photovoltaik einzubauen.

Ist meine jetzige (15 Jahre alte) Gastherme im Eimer, kommt die nächste rein und fertig.

Mietwohnungen sind nun mal Renditeobjekte und dienen nicht dazu die Welt zu retten.

 

Ein guter Teil meiner laufenden Rücklage, unter anderem für ein neues Auto (BEV?), geht wohl nächstes Jahr an den Gas und Stromlieferanten. Besagte Rücklage habe ich dieses Jahr eh leicht zusammengestutzt, unter anderem wegen der zusätzlichen CO2 Steuer.

 

Manchmal bleibt einem eben nichts anderes übrig als weiterzumachen wie bisher.


14.10.2021 01:55    |    Martyn136

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 13. Oktober 2021 um 20:33:27 Uhr:

Dann lohnt sich Ökostrom und Stromspeicher eben mehr.

Ebenso wie Wärmepumpen und Solarthermie.

Und das erzeugt Binnennachfrage nach solchen Technologien.

Bei selbstgenutztem Wohneigentum sind die ganzen Ökotechnlogien leider meisten relativ unattraktiv. Denn die Preise und die Förderungen sind meist so kalkuliert, das man zwar prinzipiell finanziell profitieren würde, aber sehr lange (oft so 15-20 Jahre!) drauf warte müsste bis man in die Gewinnzone kommt, und dann unterm Strich der Gewinn relativ klein ist.

 

Und gerade jüngere Immobilienbesitzer mit vielleicht 32 Jahren fragen sich dann: Bleibe ich hier überhaupt 15-20 Jahre wohnen? Würde es ein Käufer beim Verkauf überhaupt honorieren?

 

Und ältere Immobilienbesitzer mit vielleicht 62 Jahren: Kann ich in 15-20 Jahren überhaupt noch in meinem Haus wohnen oder bin ich bis schon in Plegeheim oder vielleicht sogar tot?

 

Intressant werden die Ökotechnologien vorallem bei Mietobjekten, denn da kann man die Kosten an die Mieter weitergeben. Wenn man ein bisschen kreativ ist und nicht die tatsächlichen Kosten sondern Listenpreise ansetzt, und noch ein paar Kleinigkeiten macht die man als Erhöhung des Wohnwertes verkaufen kann, hat man die Investitionen oft schon in so 5-7 Jahren wieder reingebracht, zumal man es auch besser steuerlich geltend machen kann. Über die vielleicht Lebensdauer so eines Investments ergeben sich dann schonmal 300% Gewinn oder 14% p.a.


14.10.2021 02:19    |    Martyn136

Zitat:

@Thomas123er schrieb am 13. Oktober 2021 um 20:58:26 Uhr:

Aber dass sich die Ausgangssituation verändert hat, hast du schon mitgekriegt?

Vor weniger als zwei Jahren hätte sich auch niemand träumen lassen, dass es verboten ist einen Supermarkt ohne Maske zu betreten oder ein Land ohne Impfnachweis.

Und so ist es auch beim CO2-Ausstoß. Ist wie Corona - nur bei Klima und in Zeitlupe!

Die Menschheit entscheidet nun mal nicht mehr allein über ihre Zukunft, sondern die Natur redet mit.

Ein Paradigmenwechsel der offenbar an dir vorbei gegangen ist.

Nicht die Ausgangssituation hat sich geändert, sondern nur die Betrachtung durch Politik und Mainstream-Medien.

 

Klar gibt es einen Klimawandel und der Mensch hat einen gewissen Anteil daran, aber das ist nicht neu, sondern das wissen wir schon seit 40 Jahren. Neu ist nur das man jetzt bei jedem Ereignis das statistisch so alle 10-30 Jahre vorkommt gleich die apokalypsengleiche Klimakriese herbeiredet.

 

Genau bei Corona. Covid-19 ist ein neues Virus, aber es ist kein Killervirus. Und wir müssen zugeben das wir vorher auch bei aussergewöhnlich starken Erkältungswellen noch nie in dem Umfang die Erreger bestimmt haben. Wer kann schon ausschliessen das es sowas wie Covid-19 nicht auch schon immer alle 10-30 Jahre gegeben hat und nur noch nie aufgefallen ist?


14.10.2021 02:46    |    Acidrain2001

Ja, die Corona-Toten auf den Straßen und die vermehrten Wetterextreme, kann man schon mal übersehen, und wer kann sich schon erinnern was vor 10-30 Jahren mal war...

 

Ironie aus. Sonst geht's aber noch???


14.10.2021 03:12    |    Martyn136

Zitat:

@Acidrain2001 schrieb am 14. Oktober 2021 um 02:46:50 Uhr:

Ja, die Corona-Toten auf den Straßen und die vermehrten Wetterextreme, kann man schon mal übersehen, und wer kann sich schon erinnern was vor 10-30 Jahren mal war...

 

Ironie aus. Sonst geht's aber noch???

Wenn Leute mit wirklich schweren Vorerkrankungen oder mit über 80 Jahren eine schwere Erkältung nicht überlebt haben, hat man keine grossen Fragen gestellt sondern es einfach hingenommen.

 

Und auch Überschwemmungen und Hitzewellen ware eben nur lokal ein Thema.

 

Selbst solche Tragödien wie die Zerstörung von Lytton dieses Jahr hätten wir wohl vor 40 Jahren nicht mitbekommen. Damals gab es weder Internet noch Privatfernsehen. Da hätte es dann vielleicht einen 10min Bericht im auslandsjournal gegeben und ein paar Zeitungen hätte vielleicht als Randnotiz davon Berichtet, aber sich nicht gross für die Internationalen Themen intressiert, der hätte vermutlich garnicht davon erfahren.


14.10.2021 07:26    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@Martyn136 schrieb am 14. Oktober 2021 um 02:19:48 Uhr:

Nicht die Ausgangssituation hat sich geändert, sondern nur die Betrachtung durch Politik und Mainstream-Medien.

 

(…) aber das ist nicht neu, sondern das wissen wir schon seit 40 Jahren. Neu ist nur das man jetzt bei jedem Ereignis das statistisch so alle 10-30 Jahre vorkommt gleich die apokalypsengleiche Klimakriese herbeiredet.

 

Genau bei Corona…

Da wir wissen dass Politik sehr reaktiv ist, und „mainstream Medien“ erst mal lieber die Gefahr der Veränderung thematisieren und letztlich ein Kanal der Mehrheitsgesellschaft sind Ist es nicht verwunderlich dass auch erst mal diese Leute ihr Forum bekamen.

 

Exemplarische erinnere ich an die Talkshows der 80er der öffentlich-rechtlichen in dessen der Untergang der Automobilindustrie und Deutscher Ingineurskunst durch Professoren wegen der G-Kat Einführung an die Wand gemalt wurde.

 

Und eben diese falsche Annahme wurde mit einer Verzögerung von Dekaden korrigiert!

Ich hoffe du merkst wer bisher etwas weggeredet hat.

 

Zu Corona kann ich nur sagen diesen Impfstoff hätten wir vor 30 Jahren nicht gehabt dann hättest du auch den unterschied gemerkt Sarkasmus off :D


14.10.2021 07:49    |    MotorManiac2020

Zitat:

@Thomas123er schrieb am 13. Oktober 2021 um 22:18:27 Uhr:

Zitat:

@MotorManiac2020 schrieb am 13. Oktober 2021 um 21:44:35 Uhr:

 

 

Corona ist nicht die erste Seuche, Pestmasken gab es schon im Mittelalter - gerechnet hätte ich nicht damit, überrascht hat es mich aber auch nicht.

Und warum meinst du bei einer menschgemachten Klimakrise so weitermachen zu können wie bisher?

Die bisherigen Techologien haben sich klimatechnisch eben nicht bewährt.

Ganz einfach, ich glaube an keine Klimakrise.

 

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 13. Oktober 2021 um 20:36:10 Uhr:

Zitat:

@MotorManiac2020 schrieb am 13. Oktober 2021 um 20:08:12 Uhr:

....

Eine Ölheizung kann man im Bestand nicht sinnvoll ersetzen, die Wärmepumpenbetreiber werden auch noch dumm aus der Wäsche gucken wenn es mal einen richtig kalten Winter gibt.

Kann man.

Und eine Zusatzheizung muss auch nicht zwingend elektrisch sein.

 

Für wie viel bzw. wenig Grad soll die Wärmepumpe ausgelegt sein?

Wie muss man sich das vorstellen bei einer Ölheizung im Keller und einzelnen Heizkörper übers ganze Haus verteilt?


14.10.2021 10:00    |    Acidrain2001

Danke @reox!

 

Und @MotorManiac2020

Vielleicht einfach mal googeln... da findet man nicht nur nützliche wissenschaftliche Erkenntnisse zum Klimawandel, sondern auch wie man eine Wärmepumpe mit bestehenden Heizkörpern kombinieren kann: https://www.dein-heizungsbauer.de/.../


14.10.2021 10:24    |    Alexander67

Zitat:

@MotorManiac2020 schrieb am 14. Oktober 2021 um 07:49:16 Uhr:

Zitat:

@Thomas123er schrieb am 13. Oktober 2021 um 22:18:27 Uhr:

 

 

Und warum meinst du bei einer menschgemachten Klimakrise so weitermachen zu können wie bisher?

Die bisherigen Techologien haben sich klimatechnisch eben nicht bewährt.

Ganz einfach, ich glaube an keine Klimakrise.

Die Temperatur-Messungen, der Rückgang der Gletscher, der auftauende Permafrostboden und weiteres sprechen aber für eine Klimakrise.

 

 

Zitat:

@MotorManiac2020 schrieb am 14. Oktober 2021 um 07:49:16 Uhr:

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 13. Oktober 2021 um 20:36:10 Uhr:

 

 

Kann man.

Und eine Zusatzheizung muss auch nicht zwingend elektrisch sein.

 

Für wie viel bzw. wenig Grad soll die Wärmepumpe ausgelegt sein?

Wie muss man sich das vorstellen bei einer Ölheizung im Keller und einzelnen Heizkörper übers ganze Haus verteilt?

Wie wäre es mit etwas mit dem man auch Strom erzeugen kann?

Hatte ich schon mal hier geschrieben.

Brennstoffzelle für Erdgas oder eine wassergekühlte Verbrennungsmotor/Generator Kombination.


14.10.2021 10:49    |    MotorManiac2020

Zitat:

@Acidrain2001 schrieb am 14. Oktober 2021 um 10:00:18 Uhr:

Danke @reox!

 

Und @MotorManiac2020

Vielleicht einfach mal googeln... da findet man nicht nur nützliche wissenschaftliche Erkenntnisse zum Klimawandel, sondern auch wie man eine Wärmepumpe mit bestehenden Heizkörpern kombinieren kann: https://www.dein-heizungsbauer.de/.../

"Wie der Name vermuten lässt, bestehen Röhrenheizkörper aus Röhren, die von Heizungswasser durchflossen werden. Diese Heizkörperart ist häufig im Badezimmer anzutreffen und ähnelt in ihrer Funktionsweise dem Gliederheizkörper. Für den Betrieb einer Wärmepumpe ist er daher nicht optimal, stellt aber auch kein Ausschlusskriterium dar."

 

Wie man jetzt Röhrenheizkörper mit einer Wärmepumpe betreibt erklärt die Seite auch nicht, also wenn du es weißt, wieso verätst du es mir nicht in einfachen Worten die auch ein Nicht-Techniker versteht?


14.10.2021 11:17    |    Alexander67

Zitat:

@MotorManiac2020 schrieb am 14. Oktober 2021 um 10:49:51 Uhr:

Zitat:

@Acidrain2001 schrieb am 14. Oktober 2021 um 10:00:18 Uhr:

Danke @reox!

 

Und @MotorManiac2020

Vielleicht einfach mal googeln... da findet man nicht nur nützliche wissenschaftliche Erkenntnisse zum Klimawandel, sondern auch wie man eine Wärmepumpe mit bestehenden Heizkörpern kombinieren kann: https://www.dein-heizungsbauer.de/.../

"Wie der Name vermuten lässt, bestehen Röhrenheizkörper aus Röhren, die von Heizungswasser durchflossen werden. Diese Heizkörperart ist häufig im Badezimmer anzutreffen und ähnelt in ihrer Funktionsweise dem Gliederheizkörper. Für den Betrieb einer Wärmepumpe ist er daher nicht optimal, stellt aber auch kein Ausschlusskriterium dar."

 

Wie man jetzt Röhrenheizkörper mit einer Wärmepumpe betreibt erklärt die Seite auch nicht, also wenn du es weißt, wieso verätst du es mir nicht in einfachen Worten die auch ein Nicht-Techniker versteht?

Auch aus dem Link.

Zitat:

Eine Wärmepumpe muss nicht zwangsläufig mit einer Vorlauftemperatur von 35°C betrieben werden – manche Geräte können sogar bis zu 70°C warmes Heizungswasser bereitstellen


14.10.2021 11:22    |    Acidrain2001

So isses.

 

Für den Wirkungsgrad der Wärmepumpe (=Stromverbrauch) ist es besser, wenn die Vorlauftemperatur (d.h. die Temperatur vom warmen Wasser im Heizkreislauf) eher niedrig ist. Für Fußbodenheizung und spezielle Konvektionsheizkörper reichen da 35°C, für normale Heizkörper sollten es dann 50°C oder mehr sein.

 

Eine Wärmepumpe kann grundsätzlich immer auch richtig heißes Wasser produzieren, du duschst/badest ja auch nicht mit 35°C, sondern hast dein Warmwasser auf irgendwas zwischen 50 und 70 Grad eingestellt. Ist halt nur ein anderer Energieaufwand wenn die Wärmepumpe "ab und zu" den Pufferspeicher für das Warmwasser (Brauchwasser) wieder mit heißem Wasser füllen muss, als den Heizkreislauf "ständig" mit heißem/warmem Wasser zu versorgen.


14.10.2021 11:32    |    pcAndre

Zitat:

@MotorManiac2020 schrieb am 14. Oktober 2021 um 10:49:51 Uhr:

Zitat:

@Acidrain2001 schrieb am 14. Oktober 2021 um 10:00:18 Uhr:

Danke @reox!

 

Und @MotorManiac2020

Vielleicht einfach mal googeln... da findet man nicht nur nützliche wissenschaftliche Erkenntnisse zum Klimawandel, sondern auch wie man eine Wärmepumpe mit bestehenden Heizkörpern kombinieren kann: https://www.dein-heizungsbauer.de/.../

[..]

 

Wie man jetzt Röhrenheizkörper mit einer Wärmepumpe betreibt erklärt die Seite auch nicht, also wenn du es weißt, wieso verätst du es mir nicht in einfachen Worten die auch ein Nicht-Techniker versteht?

Morgen...!

Es gibt ja verschiedene Arten von Wärmepumpe, Luft/Luft, Luft/Wasser...usw. Letztere ersetzt quasi deinen Öl-/Gasbrenner. Es können die vorhandenen Leitungen weiter genutzt werden, da hierbei das Medium Wasser erwärmt und durch die Umwälzpumpe verteilt wird.

 

Hier mal ein "Renovierungsbeispiel" vom Heizungsjournal[1]. :)

 

MfG André

 

https://youtu.be/YhZkp7U0_mk


14.10.2021 22:44    |    cookie_dent

Zitat:

@pcAndre schrieb am 14. Oktober 2021 um 11:32:00 Uhr:

Hier mal ein "Renovierungsbeispiel" vom Heizungsjournal[1]. :)

Tolle Idee, schicke ich direkt mal meinem Vermieter und frage mal was der davon hält das bei mir einzubauen. Die Antwort kenne ich allerdings jetzt schon.

 

Aber:

Evtl. sollte jetzt mal jemand einen Heizungsbauerblog öffnen.


14.10.2021 23:01    |    Alexander67

Zitat:

@cookie_dent schrieb am 14. Oktober 2021 um 22:44:35 Uhr:

Zitat:

@pcAndre schrieb am 14. Oktober 2021 um 11:32:00 Uhr:

Hier mal ein "Renovierungsbeispiel" vom Heizungsjournal[1]. :)

Tolle Idee, schicke ich direkt mal meinem Vermieter und frage mal was der davon hält das bei mir einzubauen. Die Antwort kenne ich allerdings jetzt schon.

 

Aber:

Evtl. sollte jetzt mal jemand einen Heizungsbauerblog öffnen.

Hätte was.


15.10.2021 00:32    |    LF-X

Zitat:

@MotorManiac2020 schrieb am 13. Oktober 2021 um 20:08:12 Uhr:

Die Ungerechtigkeit besteht ja nicht darin, dass E-Autos teuer sind, sondern dass Kraftstoffe durch die Politik unnötig verteuert werden und bewährte Technologen verboten werden sollen, niemand hat je Kutschen, Röhrenmonitore oder Wählscheibentelefone verboten. Die bessere Technik hat sich damals von alleine durchgesetzt, heute erzwingt die Politik einen Technologiewechsel.

 

Wenn man sieht wie die Energiepreise momentan durch den Markt explodieren, hätte es keine Steuererhöung gebraucht, zumal der Staat ja durch die Preissteigerungen schon über die Mehrwertsteuer kräftig mitverdient.

 

Eine Ölheizung kann man im Bestand nicht sinnvoll ersetzen, die Wärmepumpenbetreiber werden auch noch dumm aus der Wäsche gucken wenn es mal einen richtig kalten Winter gibt.

Geiles Stammtisch Gelaber.

 

"unnötig verteuert"? Würde man es mit Energiewende ernst nehmen wären alle Verbrennungsprozesse sofort zu verbieten. Für alle. Aber das traut sich keiner. Ist ja nicht so wichtig. Lieber mal langsam machen damit sich die Masse laaaangsam umgewöhnen kann. So eine Herde braucht ne Weile umzulenken.

 

Tesla lief auch ohne Umweltprämie gut. Die Prämie soll den Wechsel beschleunigen und nicht Nachteile der Technik kompensieren. Das ist eine Fehlannahme.

 

Und deine Wärmepumpentheorie ist quatsch. Ich habe ein 150 Jahre altes Haus. Mit Wärmepumpe. Kann auch kühlen und die Betriebskosten sind ca. 400,- EUR günstiger pro Jahr als vorher mit der Ölheizung(Tendenz dieses Jahr eher so 1000,- EUR billiger). Muss man nicht glauben, ist aber so. Wärmepumpen kann man auf jedes Gebäude auslegen. Da hat bloß der durchschnittliche Heizungsbauer keinen Bock zu.


15.10.2021 01:18    |    Martyn136

Zitat:

@LF-X schrieb am 15. Oktober 2021 um 00:32:26 Uhr:

"unnötig verteuert"? Würde man es mit Energiewende ernst nehmen wären alle Verbrennungsprozesse sofort zu verbieten. Für alle. Aber das traut sich keiner. Ist ja nicht so wichtig. Lieber mal langsam machen damit sich die Masse laaaangsam umgewöhnen kann. So eine Herde braucht ne Weile umzulenken.

Wenn man sofort alle Verbrennungsprozesse verbieten würde, dann wäre das Ergebnis ein Welt die eine Art Mischung aus Europa das 14. Jahrhunderst und Nigeria von heute wäre. Jedenfalls keine Welt in der man gerne leben würde.

 

Das Problem ist eben das man erst dann aus den Verbrennungsprozessen aussteigen kann, wenn man Technologien hat, welche die benötigte Energiemenge ebenfalls zu bezahlbaren Preisen bereitstellen können.

 

Und das wird eben leider noch ein paar Jahrzehnte länger dauern als die Grünen Träumerein. Aber ich bin zuversichtlich das wir bis spätestens 2100, wahrscheinlich schon einige Jahrzehnte früher, Klimaneutralität schaffen. Aber ob nun 2061 oder 2077 oder erst 2092, darauf möchte ich mich noch nicht festlegen.

 

Je früher, desto besser ist es natürlich. Aber Panik muss nicht sein und schadet nur.


15.10.2021 01:27    |    LF-X

Zurück ins Mittelalter will ja keiner. Aber dieses elende hinauszögern ist einfach nur albern. Man hätte viel weiter sein können, als wir aktuell sind. Das wurde aber mit politischer Rückendeckung blockiert.


15.10.2021 01:33    |    Martyn136

Zitat:

@LF-X schrieb am 15. Oktober 2021 um 00:32:26 Uhr:

 

Und deine Wärmepumpentheorie ist quatsch. Ich habe ein 150 Jahre altes Haus. Mit Wärmepumpe. Kann auch kühlen und die Betriebskosten sind ca. 400,- EUR günstiger pro Jahr als vorher mit der Ölheizung(Tendenz dieses Jahr eher so 1000,- EUR billiger). Muss man nicht glauben, ist aber so. Wärmepumpen kann man auf jedes Gebäude auslegen. Da hat bloß der durchschnittliche Heizungsbauer keinen Bock zu.

Natürlich sind Wärmepumpen im Prinzip für jedes Gebäude möglich, allerdings je nachdem wie gross die benötigte Wärmemenge und die benötigte Vorlauftemperatur ist, wird es sehr teuer und unrentabel.

 

Selbst im günstigen Fall, das man nach Abzug der Förderungen mit so 7.000€ hinkommt, dauert es bei 400€ jährlichem Ersparnis ca. 17 1/2 Jahre bis man in die Gewinnzone kommt. Wenn man jetzt mit 22 Jahren Lebensdauer rechnet wären zwar am Ende 2.200€ Gewinn drin, aber die Gewinnzone fängt erst nach 17 1/2 Jahren an was die Sache unattraktiv macht.

 

Aber im ungünstigen Fall das man mehrere Einheiten kaskadieren muss und tiefe Bohrungen benötigt und deshalb 18.500€ ausgeben muss, lohnt es sich defintiv nicht mehr. Denn dann holt man innerhalb der 22 Jahren Lebensdauer nur 8.800€ rein. 9.700€ sind dann eine Spende für das "Grüne Gewissen".

 

Gut, wenn man reich ist, vielleicht 280.000€ auf Tagesgeldkonten und 670.000€ Aktien hat, tut es nicht weh 9.700€ für das "Grüne Gewissen zu spenden. Das sind dann ja gerademal 1,02% seines Vermögens.


15.10.2021 07:10    |    Acidrain2001

Kannst du uns zu deinem Beispiel noch mehr Details geben? Wo kommen die 17 1/2 Jahre her? Und wieso Bohrungen? Geht es hier um Geothermie?

Wärmepumpen funktionieren ja auch mit Luft (dürfte das gebräuchlichste sein) oder Grundwasser (haben wir, tolle Sache).

Vorteil bei Wärmepumpen sind auch die niedrigen Wartungskosten. Die Dinger brauchen quasi nix und gehen nicht kaputt....


15.10.2021 10:28    |    LF-X

Sein Beispiel geht davon aus, dass er nach Förderung 7.000,- EUR für die Wärmepumpe bezahlt und er danach 400,- EUR im Jahr Betriebskosten einspart.

 

Dann bräuchte man 17,5 Jahre bis sich die Investition amortisiert (Die Anlage hat sich durch Einsparung dann selbst bezahlt). Dann nimmt er an, dass die Anlage nach 22 Jahren ausgetauscht werden muss. Die Anlage erwirtschaftet in den 22 Jahren also 8.800,- EUR in Form von Einsparungen. Das sind immer noch 1,16% Rendite pro Jahr in den 22 Jahren. Muss man auf der Bank erstmal bekommen.

 

Das fiktive Beispiel berücksichtigt aber keine steigenden Preise für Öl. Letztes Jahr war es sehr günstig im Vergleich der letzten 10 Jahre. Die letzten 5 Jahre eher so um die 60ct pro Liter.

 

Sofern sich der aktuelle Preis von 90ct pro Liter längerfristig hält amortisiert sich der Wechsel deutlich schneller.

 

Die Einsparung wird sehr individuell ermittelt werden müssen. Wie gut lief die alte Heizung? Wie Effizienz die neue?

Das kann auch weniger oder mehr Einsparung bedeuten. Photovoltaik macht da einen riesen Unterschied.

 

Am einfachsten ist es natürlich einen Wechsel zu machen, wenn die Anlage eh altersbedingt ausgetauscht werden muss. Die dafür hoffentlich gebildeten Rücklagen sollten zusammen mit der aktuell verfügbaren Förderungen keinen großen Preisunterschied zwischen Gas und WP mehr ausmachen. Sollte man keine Rücklagen gebildet haben, lebt man heute schon auf Kosten der Substanz und jeder defekt bedeutet entweder Verschuldung oder Zerfall der Immobilie.

 

Fieser als beim Einfamilienhäuschen wird die Sache beim Mitobjekt. Wahrscheinlich interessiert es den durchschnittlichen Vermieter wirklich nicht, ob die Heizkosten steigen, bis der Betrieb oder erneute Einbau der Anlage verboten wird oder die Mieter anfangen Rückstände aufzubauen, weil die Heizkosten sie finanziell überlasten. Eventuell ändert sich auch die Mieterklientel.

 

Das Thema Heizung wurde die letzten Jahre auch noch schön unterm Teppich gekehrt. In anderen Ländern sind die Verbote von Gasheizungen schon beschlossene Sache. Hier wird munter und weiter wie wild Gas als Standardantwort auf jeden Wärmebedarf eingebaut. Die Teile sind halt relativ günstig und funktionieren praktisch in jeder Situation. Dazu kann/muss man dem Kunden auch noch schön eine Schornsteinsanierung aufs Auge drücken, da der alte Schornstein nun mal nicht Kondensationsfest ist. Und jährlich grüßt die Wartung und der Schornsteinfeger. Die Hersteller geben ordentlich Rabatte und schulen die Monteure kostenlos vor Ort. Wärmepumpen? Teures inneffizientes Teufelszeug.

 

Die Analogie zwischen WP/Fossile Heizung ist erschreckend ähnlich zu Elektroauto/Verpenner. Da werden Scheinargumente angeführt und blockiert wie es nur geht. Als ob das irgend etwas ändern würde. Das Pariser Klimaabkommen wird durchgezogen. Da kann man an von Menschen gemachten Klimawandel glauben oder nicht.

Warum mal als Unternehmen (egal ob Automobilhersteller, Heizungsbauer oder Energiekonzern) nicht einfach schon vor 25 Jahren angefangen hat sie zu modernisieren ist mir nicht wirklich verständlich. So fährt man seine Branche gegen die Wand. So nach dem Motto: "Oh sorry.... dürfen wir nicht mehr, du jetzt arbeitslos.". Also ob das eine von Außen nicht zu erwartende Entwicklung gewesen wäre. Die Unternehmen war fett, überheblich und profitgeil. Ob man nachhaltig Beschäftigung anbieten kann, ist vollkommen egal. Es sind nicht "die Grünen", die Arbeitsplätze vernichten, es sind Unternehmen, die sich den Tatsachen verschlossen haben, die das tun.


15.10.2021 12:30    |    MotorManiac2020

Zitat:

@pcAndre schrieb am 14. Oktober 2021 um 11:32:00 Uhr:

Zitat:

@MotorManiac2020 schrieb am 14. Oktober 2021 um 10:49:51 Uhr:

 

 

[..]

 

Wie man jetzt Röhrenheizkörper mit einer Wärmepumpe betreibt erklärt die Seite auch nicht, also wenn du es weißt, wieso verätst du es mir nicht in einfachen Worten die auch ein Nicht-Techniker versteht?

Morgen...!

Es gibt ja verschiedene Arten von Wärmepumpe, Luft/Luft, Luft/Wasser...usw. Letztere ersetzt quasi deinen Öl-/Gasbrenner. Es können die vorhandenen Leitungen weiter genutzt werden, da hierbei das Medium Wasser erwärmt und durch die Umwälzpumpe verteilt wird.

 

Hier mal ein "Renovierungsbeispiel" vom Heizungsjournal[1]. :)

 

MfG André

 

https://youtu.be/YhZkp7U0_mk

Wäre das dann quasi wie ein großer Wasserkocher fürs ganze Haus? Hybridheizung finde ich interessant, Wärmepumpe/Ölbrennwert. Grade bei sehr niedrigen Temperaturen sollen die Wärmepumpen an ihre Grenzen kommen während dann in Zukunft auch eine Strom-Drosselung droht. Wenn es dank Klimawandel wärmer wird, spare ich ja ganz automatisch Heizöl, da brauche ich auch keine Wärmepumpe mehr.


15.10.2021 12:37    |    Acidrain2001

Ich glaube du musst dich mal insgesamt mit Heizungstechnik beschäftigen.

Jede konventionelle Heizung (lassen wir mal kontrollierte Wohnraumbelüftung außen vor) funktioniert ja mit warmem Wasser, das in den Heizkörpern oder im Fußboden zirkuliert. D.h. du brauchst quasi immer einen “Wasserkocher“ wie du das nennst.

Konventionell ist das ein Gas- oder Ölbrenner, oder eben eine Wärmepumpe. Eine Wärmepumpe funktioniert wie ein Kühlschrank, nur umgedreht (beim Kühlschrank wird's innen kalt und außen warm, bei der Wärmepumpe umgekehrt). Die Wärme die die Wärmepumpe erzeugt, wird dann in Form von heißem Wasser für die Heizung und das warme Wasser aus dem Wasserhahn verwendet.

Heutzutage haben die einen ordentlichen Hub/ Wirkungsgrad so dass auch kalte Temperaturen wenig ausmachen. Wenn's mal richtig kalt wird haben manche Systeme auch einen elektrischen Heizstab, d.h. quasi ein Tauchsieder.

Dass uns mal im Winter der Strom abgestellt wird habe ich für einen Mythos. Hybride aus Wärmepumpe und Öl macht meines Erachtens keinen Sinn. Doppelte Kosten bei quasi null Mehrwert. Dann lieber die Kombination Wärmepumpe mit Solarthermie und/oder Photovoltaik, am Besten mit Batterie im Keller.


15.10.2021 12:42    |    Alexander67

Zitat:

@MotorManiac2020 schrieb am 15. Oktober 2021 um 12:30:36 Uhr:

Zitat:

@pcAndre schrieb am 14. Oktober 2021 um 11:32:00 Uhr:

 

 

Morgen...!

Es gibt ja verschiedene Arten von Wärmepumpe, Luft/Luft, Luft/Wasser...usw. Letztere ersetzt quasi deinen Öl-/Gasbrenner. Es können die vorhandenen Leitungen weiter genutzt werden, da hierbei das Medium Wasser erwärmt und durch die Umwälzpumpe verteilt wird.

 

Hier mal ein "Renovierungsbeispiel" vom Heizungsjournal[1]. :)

 

MfG André

 

https://youtu.be/YhZkp7U0_mk

Wäre das dann quasi wie ein großer Wasserkocher fürs ganze Haus?

Im Idealfall ja.

Wobei ich denke ein wesentlicher Bestandteil sollte Solarthermie sein.

Da könnte man kaltes Wasser oder auch etwas wie das frostsichere "Kühlwasser" eines Autos hindurch leiten und an den meisten Tagen im Jahr gibt es mehr als genug Wärme.

Was ich bisher nicht gefunden habe ist eine Wärmepumpe die "Kühlwasser" unter 0 Grad abgibt. Was ja zumindest im Winter nicht schlecht wäre.

Auf die Solarthermie kann man auch noch Photovoltaik kleben. Die wird so im Sommer gekühlt. Was besser ist für den Wirkungsgrad.

Evtl. könnte man sogar eine Schneeschmelzfunktion einbauen.

 

Einen ausreichenden Wärmepuffer im Haus.


15.10.2021 12:43    |    Alexander67

Zitat:

@MotorManiac2020 schrieb am 15. Oktober 2021 um 12:30:36 Uhr:

....

Wenn es dank Klimawandel wärmer wird, spare ich ja ganz automatisch Heizöl, da brauche ich auch keine Wärmepumpe mehr.

Sollte der Golfstrom schwächer werden, dann wird es bei uns auch schnell wieder kälter.


15.10.2021 13:18    |    LF-X

Gibt Systeme die Wärmepumpen mit Solarthermie kombinieren (auch Gas+WP+Solarthermie).

 

Ich halte das für verschwendete Dachfläche, die man lieber mit Photovoltaik voll baut.

 

Solarthermie ist nicht so universal nutzbar wie Photovoltaik.

 

Im Sommer kann es noch Probleme mit Stagnation geben. Also zu hohe Temperaturen die Druck erzeugen oder den Frostschutz auf cracken (verstopft dann die Hydraulik, verhindert den Wärmetransport und mindert den Frostschutz).

 

Der Gesamtwirkungsgrad PV+WP ist vergleichbar mit ST-Anlagen. Aber PV-Strom kann man für alles nutzen.


15.10.2021 13:25    |    Alexander67

Zitat:

@LF-X schrieb am 15. Oktober 2021 um 13:18:08 Uhr:

Gibt Systeme die Wärmepumpen mit Solarthermie kombinieren (auch Gas+WP+Solarthermie).

 

Ich halte das für verschwendete Dachfläche, die man lieber mit Photovoltaik voll baut.

 

Solarthermie ist nicht so universal nutzbar wie Photovoltaik.

 

Im Sommer kann es noch Probleme mit Stagnation geben. Also zu hohe Temperaturen die Druck erzeugen oder den Frostschutz auf cracken (verstopft dann die Hydraulik, verhindert den Wärmetransport und mindert den Frostschutz).

 

Der Gesamtwirkungsgrad PV+WP ist vergleichbar mit ST-Anlagen. Aber PV-Strom kann man für alles nutzen.

So wie ich es sehe ist die beste Lösung wenn man den qm doppelt nutzt. Und technisch ist das möglich.

Es gibt Photovoltaik die kann man auf Solarthermie drauf kleben. Und Frostschutz cracken. Im KFZ wird das Kühlwasser bestimmt wärmer. Wie wir alle wissen kein sooo riesiges Problem.

 

Und ja, der Strom ist wertvoll.


15.10.2021 16:13    |    Martyn136

Zitat:

@LF-X schrieb am 15. Oktober 2021 um 10:28:54 Uhr:

Die Anlage erwirtschaftet in den 22 Jahren also 8.800,- EUR in Form von Einsparungen. Das sind immer noch 1,16% Rendite pro Jahr in den 22 Jahren. Muss man auf der Bank erstmal bekommen.

Gut 1,16% Rendite p.a. klingen beim heutigen Zinsniveau in der Tat toll ... aber was die Sache unattraktiv macht ist eben die ewiglange Bindung von 22 Jahren.

 

Finde da ein Tagesgeldkonto, Festgeldkonten mit überschaubaren Laufzeiten bis 2 Jahre, Aktien, Devisen, etc. viel motivierender.

 

Denn was man mit 32 oder 62 machen kann, das kann man auch noch mit 34 oder 64 machen.

 

Als 32 Jähriger muss man sich fragen bleibt man überhaupt solange in der Immobilie wohnen oder zieht man vorher um und verkauft die Immobilie vorher, wobei man nicht weis wie stark der Käufer die Investition honoriert. Und selbst wenn man wohnen bleibt kann man mit dann 54 die meisten Sachen die man mit 32 noch machen konnte nicht mehr machen.

 

Und als 62 Jähriger wäre man dann 84, da muss man dann davon ausgehen das man es garnicht mehr erlebt oder wenn dann als Pflegefall im Pflegeheim liegt. Und dann hat man von seinem Ertrag nicht mehr. Nur noch die Erben.


15.10.2021 16:56    |    LF-X

Ich bin froh das ich Öl los bin. Kein nervige Tankerei mit Preis-Lotterie am besten noch mit Bar-Zahlung die ich nicht an einem Tag aus dem Automaten ziehen kann, der Platz der Tanks ist frei, es ist leiser als vorher (Ölbrenner können richtig lärm machen) trotz Luft-Wasser-Wärmepumpe, es ist billiger, es kann kühlen, es kann meinen PV-Strom nutzen (ca. 20% Abdeckung in der Heizperiode kommt direkt aus PV-Strom vor Ort).

 

Ich habe aber gewechselt als die Ölheizung eh für den Austausch bereit war. Hätte man bestimmt noch ein paar Jahre weiter betrieben können, aber beim aktuellen Ölpreis bin ich froh, dass das Teil weg ist.

 

Die Service-Intervalle meiner PKW vermisse ich übrigens auch nicht.


15.10.2021 17:14    |    Alexander67

Zitat:

@Martyn136 schrieb am 15. Oktober 2021 um 16:13:36 Uhr:

....

Und als 62 Jähriger wäre man dann 84, da muss man dann davon ausgehen das man es garnicht mehr erlebt oder wenn dann als Pflegefall im Pflegeheim liegt. Und dann hat man von seinem Ertrag nicht mehr. Nur noch die Erben.

Die haben auf jeden Fall etwas davon.

Ebenso wie alle anderen Menschen die lange genug Leben.

Denn wir müssen den Einfluss den wir auf das Klima haben massiv reduzieren.

 

Daher CO2 Steuer so hoch dass es sich früher lohnt.

Die Mehrwertsteuer, Einkommenssteuer und die Umsatzsteuer oder was auch immer kann man ja im Gegenzug senken.

 

 

PS.

https://youtu.be/nXJgfwGW7Ow

1:45 Fossilie müssen teuer sein.


15.10.2021 19:40    |    MotorManiac2020

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 15. Oktober 2021 um 12:43:51 Uhr:

Zitat:

@MotorManiac2020 schrieb am 15. Oktober 2021 um 12:30:36 Uhr:

....

Wenn es dank Klimawandel wärmer wird, spare ich ja ganz automatisch Heizöl, da brauche ich auch keine Wärmepumpe mehr.

Sollte der Golfstrom schwächer werden, dann wird es bei uns auch schnell wieder kälter.

Wenn es zu kalt wird, bin ich mit Öl auch wieder besser dran.


15.10.2021 20:10    |    Alexander67

Zitat:

@MotorManiac2020 schrieb am 15. Oktober 2021 um 19:40:20 Uhr:

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 15. Oktober 2021 um 12:43:51 Uhr:

 

 

Sollte der Golfstrom schwächer werden, dann wird es bei uns auch schnell wieder kälter.

Wenn es zu kalt wird, bin ich mit Öl auch wieder besser dran.

CO2 Steuer!!

Das wirdv zu teuer.

 

Nee, die richtige Wärmepumpe.

Im richtigen Konzept.

Was ist die angenommen niedrigste Temperatur für wie lange? Usw.

 

Übrigens, von Luft/Wasser oder gar Luft/Luft Wärmepumpen halte ich nicht so viel.

OK, hat nicht so viel zu sagen weil ich da nicht der große Experte bin.

Aber weshalb soll man nicht Solarthermie nutzen?

Im Sommer wenn die Sonne richtig...

Und im Winter kann man diese Module mit einer Wasser Wasser bzw Frostschutz Wasser Wärmepumpe kombinieren.

Und nur wenn es richtig kalt und der Puffer leer ist kommt eine Reserve hinzu.

 

 

PS.

Puffer gibt es mindestens bis 2000Liter, 2 Wärmetauscher und Montagemöglichkeit für eine elektrische heizkartusche.

https://vi.raptor.ebaydesc.com/ws/eBayISAPI.dll?...

 

Die 1500er Variante mit 2 Wärmetauschern habe ich bei eBay für 1718€ gesehen. Inkl MwSt.

 

Es ist meine Überzeugung, dass ein Puffer so groß wie möglich sein sollte.

Dann kann man auch ein wenig überbrücken.

Zusatzspeicher sind auch nicht schlecht.


16.10.2021 03:37    |    LF-X

Ich glaube so langsam sind wir hier vom Thema "Gerechtigkeit" etwas abgedriftet.


Deine Antwort auf "Gerechtigkeit bei E-Mobilität"

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