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25.06.2010 17:38    |    MOTOR-TALK    |    Kommentare (1.060)    |   Stichworte: Geländelimousine, Geländewagen, MOTOR-TALK, SUV, SUVs, Umfrage

Findest Du SUVs auch als Stadtauto geeignet?

Vor 15 Jahren noch total unbekannt bzw. als „Exot“ auf unseren Straßen unterwegs – gerade auch im Stadtverkehr - heute ein alltägliches Bild neben Kleinwagen, Limousinen, Kombis und Co: Die SUVs - Sport Utility Vehicle, die zu Deutsch auch als Geländelimousinen bezeichnet werden.

 

1996 brachte Subaru mit dem Subaru Legacy Outback AWD das weltweit erste Sport Utility Vehicle auf den Markt, welches für gelegentliche Ausflüge abseits befestigter Straßen gut geeignet war und den weltweiten Trend der SUV Fahrzeuge auslöste. Mittlerweile gibt es kaum einen Fahrzeughersteller, der kein SUV in seinem Modellprogramm hat. Sie sind in ländlichen Räumen ebenso häufig unterwegs wie in der Stadt.

 

Neben den bekannten Kritikpunkten, u.a. dem erhöhten Verbrauch durch das höhere Gewicht, haben SUVs auch die Vorteile der besseren Sicht auf die Straße durch die erhöhte Sitzposition oder die höhere Einstiegskante, die nicht nur Ein- und Ausstieg, sondern auch die Beladung erleichtert. Nicht unerheblich gerade auch für die Nutzung als Familienauto.

 

Wir wollen von Dir nun wissen: Hältst Du SUVs auch in der Stadt für eine gute Alternative?


31.07.2010 17:52    |    chrisiiboy

ha ha easy aber die regen mich echt auf wenn ich mitm bike unterwegs bin, die können einen nicht so gut sehen weil sie so ein dickes schiff haben !! wie klein ist man denn gegen die aufm bike??? und soviele opis dann noch die die kisten fahren die sehen eh nix


31.07.2010 17:54    |    chrisiiboy

hauptsache 65 jahre alt, so ne dicke kiste fahren weil sies im bett nicht mehr bringen aber eh nicht damit umgehen können.

 

die jungs die die dicken kisten fürs gelände brauchen da hat ja keiner etwas gegen, oder als familienvan... den wünsche ich viel spaß


31.07.2010 19:05    |    Antriebswelle238

@   chrisiiboy:

 

bin zwar nicht 65, antworte dir aber trotzdem mal in deinem Stil:

 

... die regen mich echt auf wenn die mitm bike unterwegs sind, die sehen einen nicht mal, obwohl er son dickes schiff fährt.

hauptsache jung, einen auf dicke hose machen aber nix sinnvolles beizutragen.

 

Ich denke, zu welchen Leistungen ein 65 jähriger im Bett fähig ist, kannst du nicht beurteilen, und hat auch mit dem Thema nicht das geringste zu tun.

Und wenn die Opis eh nix sehen (was erst mal zu beweisen wäre), dann solltest du umso mehr aufpassen. Schliesslich geht es um deinen Arsch.

Und da es bei dir offensichtlich noch nicht angekommen ist: SUV ist lediglich eine Bezeichnung und hat mit der Grösse des Fzg erst mal nichts zu tun.


31.07.2010 19:21    |    meehster

Richtig. Nur indirekt mir der Höhe.


31.07.2010 19:39    |    chrisiiboy

mhhh naja okay aber ich meine die typischen porsche cayenne, Q7, M. ..

 

da kann ich als radfahrer aufpassen wie ich will, die (großen hohen schweren SUV) übersehen einen halt leichter.

 

so damit ihr mir das glaubt belege ich gerne:

 

 

Neue ADAC-Studie

Geländewagen sind so gefährlich wie fahrende Mauern

 

SUVs schneiden beim Fußgängerschutz bei Unfällen miserabel ab. Das ergab eine Crash-Studie des ADAC. Die großen Geländewagen gleichen bei Unfällen einer fahrenden Mauer, Unfallopfer können sich nicht wie bei kleineren Wagen über die Motorhaube abrollen.

 

München - Der Autoclub ADAC hält Geländewagen bei einem Zusammenstoß mit Menschen für besonders gefährlich. Von den Fahrzeugherstellern werde zu wenig getan, um Fußgänger vor schweren, oft sogar tödlichen Kollisionen zu schützen, kritisierte der Autoclub in München. Jahr für Jahr sterben laut ADAC europaweit rund 7000 Fußgänger bei Kollisionen mit Autos. Geländewagen hätten sich bei Crashtests als besonders gefährlich bei Zusammenstößen mit Personen erwiesen, da Fahrzeuge mit über 2,5 Tonnen Gewicht von der Prüfung des Fußgängerschutzes im Rahmen des europäischen Zulassungsverfahrens befreit sind.

 

"Becken und auch die Köpfe von Kindern prallen bei diesen hohen Fahrzeugen mit voller Wucht gegen die vordere Haubenkante", schreibt der ADAC in seiner Studie. Der ungedämpfte Aufschlag sei mit einer fahrenden Mauer vergleichbar, da der Aufprall nicht durch Abrollen oder Rutschen absorbiert werden kann. Der ADAC bezeichnete die Mängel im Fußgängerschutz bei Geländewagen als "inakzeptabel".

 

Um bei künftigen Modellen die Verletzungsgefahr bei Unfällen von Autos mit Fußgängern zu mildern, fordert der ADAC daher unter anderem von den Herstellern die Verlegung von Scheibenwischern in geschützte Bereiche, etwa die A-Säule. Dadurch sollen Verletzungen vermieden werden. Zudem sollten verstärkt nachgiebige Stoßfänger eingesetzt werden, die das Bein des Unfallopfers sowohl am Unter- wie auch am Oberschenkel unterstützen. Außerdem sollte die Haubenpartie so gestaltet werden, dass die Energie des Aufpralls absorbiert wird. Weiche Oberflächen der Motorhaube könnten zudem den Aufprall des Kopfes mildern.

 

Die meisten großen Geländewagen (über 2,5 Tonnen) schnitten im Crashtest schlecht ab, überzeugen konnten nur der Nissan Pathfinder und der Audi Q7. Bei kleineren SUVs erreichte der Toyota RAV4 das beste Ergebnis.

 

 

 

 

WIE EINE MAUER , überlegt jetzt mal was ihr da fahrt


31.07.2010 19:43    |    chrisiiboy

Geländeautos raus aus der Stadt!

 

Greenpeace fordert Pkw-Gewichtsbeschränkungen in Österreichs Städten.

 

 

Greenpeace fordert rasche Maßnahmen gegen die rapide zunehmende Anzahl von Geländeautos - so genannte SUV - in Österreichs Städten. Von allen Neuzulassungen ist inzwischen bereits jedes neunte Auto ein SUV (Sport Utility Vehicle), das durch sein hohes Gewicht und seinen massiven Treibstoffverbrauch viel mehr CO2 ausstößt als ein durchschnittlicher Pkw.

 

 

 

Die meisten heimischen Geländeautos sind ausgerechnet in Wien angemeldet und verlassen vermutlich so gut wie nie asphaltierte Straßen. In vielen Städten Europas werden bereits unterschiedliche Maßnahmen gegen diese Spritsäufer in der Stadt gesetzt, sei es in Form von Fahrverboten, sei es mit Hilfe von City-Mauten.

 

 

 

Greenpeace verlangt, dass österreichische Städte wie Wien, Graz, Linz und Salzburg den europaweiten Beispielen folgen, und Geländeautos in der Stadt verboten werden. "Kein Mensch braucht für eine Fahrt durch die Innenstadt einen 2,5-Tonnen-Wagen mit Allradantrieb, dessen Motorleistung einen Elefanten über die Alpen schleppen könnte", kritisiert Greenpeace-Verkehrssprecher Jurrien Westerhof. "Außerdem unterwandert der Trend zu Geländewagen sämtliche Bestrebungen, Autos effizienter zu machen. Gerade hier ist eine politische Lenkung also mehr als überfällig."

 

 

 

Eine Möglichkeit, Geländeautos aus der Stadt zu verbannen, wäre die die Einführung einer Pkw-Gewichtsbeschränkung von zwei Tonnen, von der Lieferwagen und Lkw ausgenommen werden. "In Graz hätten die Grünen nun die Möglichkeit, nach erfolgreichen Koalitionsverhandlungen entsprechende Maßnahmen einzuleiten, und wir hoffen sehr, dass sie sich damit auch durchsetzen können", so Greenpeace-Sprecher Westerhof abschließend.

 

 

HA HA HA:):D :):D :D


31.07.2010 19:54    |    chrisiiboy

SUV – Sports Utility Vehicles

Sports Utility Vehicles schlecht fürs Klima

 

Sports Utility Vehicles (SUV) sind eine Mischform von Limousine und Geländewagen. Diese meist sehr schweren Fahrzeuge verfügen über sehr große Leistung und einen dadurch großen Energieverbrauch. Das hat enorm hohe Treibhausgasemissionen zur Folge.

© Umweltbundesamt/Groeger

 

 

SUVs sehen zwar aus wie Geländefahrzeuge, werden aber in der Praxis fast ausschließlich auf der Straße gefahren. Durch ihre Größe und das hohe Gewicht ist der Energieverbrauch dieser Fahrzeuge erheblich größer als bei "normalen" PKW.

Jede zehnte Neuzulassung ist ein SUV

 

9,5% der 308.594 in Jahr 2006 in Österreich neu zugelassenen Fahrzeuge stammten aus der Fahrzeugkategorie „SUVs und Geländewagen“. Der Dieselanteil bei SUVs und Geländewagen lag im selben Jahr bei etwa 83%. Im Jahr 2007 stieg der SUV-Anteil bei den Neuzulassungen auf einen Wert von 11,7% bei einer Gesamtzulassungszahl von 298.182 Fahrzeugen an. Trotz der veränderten wirtschaftlichen Lage und einem Rückgang der Fahrzeugneuzulassungen auf 293.697, lag der Anteil der SUV im Jahr 2008 noch immer bei 11,2%.

Hoher Verbrauch bedeutet hohe Treibhausgasemissionen

 

Kohlendioxidemission sind direkt vom Treibstoffverbrauch abhängig. Durch den hohen Treibstoffverbrauch der SUVs tragen diese Fahrzeuge einen erheblichen Teil zu den Treibhausgasemissionen des Verkehrssektors bei. Verursacht etwa ein durchschnittlicher Diesel-Neuwagen in Österreich Emissionen in der Höhe von 160 Gramm pro Kilometer, liegen die der SUVs meist über 220 g/km. Demzufolge emittieren SUVs auf hundert Kilometer 6 Kilogramm mehr Kohlendioxid als ein durchschnittlicher Diesel-PKW.

Deutlich höhere Stickoxidemissionen erfordern umweltpolitische Maßnahmen

 

Speziell Stickoxid-Emissionen (NOx) der Diesel-SUVs sind - gegenüber konventionellen Pkw - bei höheren Lasten und Geschwindigkeiten umweltpolitisch relevant.

 

 

 

Dies zeige eine Messkampagne an sechs SUVs der Abgasklassen EURO 3 und EURO 4 mit Motorleistungen zwischen 120 und 160 Kilowatt, durchgeführt von der Forschungsgesellschaft für Verbrennungsmaschinen und Thermodynamik mbH im Auftrag des Umweltbundesamtes.

 

 

 

Bei Stickoxiden (NOx) wiesen die SUVs um 16% bis 100% höhere Emissionswerte auf als ein repräsentativer Durchschnitt von Diesel-PKW. Es ergaben sich bei hohem Autobahntempo Stickoxid-Emissionen, die auf bzw. über dem Niveau moderner EURO 5 40 Tonnen Sattelfahrzeuge im Autobahnverkehr lagen. Da die getesteten SUVs etwa 50% der Stickoxide als Stickstoffdioxid (NO2) ausstoßen, die Sattelzugfahrzeuge aber nur etwa 10%, könnten bei weiter steigenden Zulassungszahlen und ohne entsprechende Gegenmaßnahmen die schweren Diesel-SUV bald eine wesentliche Quelle bei autobahnnahen Überschreitungen von Stickstoffdioxid -Grenzwerten nach Immissionsschutzgesetz-Luft werden.

 

 

Die Untersuchung zeigt klar, dass die Zunahme der SUVs bei den Neuzulassungen die Erreichung wichtiger umweltpolitischer Zielvorgaben erschwert. Aus umweltpolitischer Sicht ist es wesentlich, spezifische Emissionen von SUVs drastisch zu reduzieren oder mittels geeigneter politischer Maßnahmen deren Zulassungszahlen zu verringern.

Sondersteuer für SUV

 

In einigen europäischen Staaten wird derzeit über eine Sondersteuer für SUVs diskutiert (Frankreich und Italien). In Österreich werden diese großen Autos im Rahmen der Normverbrauchsabgabe höher besteuert, die NOVA ist jedoch mit 16% gedeckelt. Seit 1. Juli 2008 werden zusätzlich zur bisher berechneten NOVA für Neuzulassungen ab 180 g CO2/km für jedes weitere Gramm über 180 g CO2/km zusätzliche 25 Euro (Malus) eingehoben. Dies wirkt sich im Besonderen auf Fahrzeugkategorien wie SUV aus.


31.07.2010 19:54    |    meehster

Solange ein Benzin-Geländewagen vom Schlage Hummer H2 immer noch emissionstechnisch umweltfreundlicher unterwegs ist als jeder aktuelle Dieselkleinwagen, wäre es sinnvoller, die Diesel aus den Städten zu verbannen.


31.07.2010 20:03    |    checkyChan

Ich will euch eure CO^2 Gläubigkeit ja nicht nehmen, finde es aber garnicht nett, dass diese meine Stromrechnung zusätzlich aufbläht. :mad: Die Gaiaisten von Greenpiss in trauter Einigkeit mit den Automobilklubs, stellen eine wunderbar desktruktive Kombination dar. :rolleyes:


01.08.2010 02:22    |    wo|ve

Da musste ich wirklich lange überlegen, ob ich überhaupt auf solche geschriebenen Verbalbröckelchen und unzählige copy-and-paste-Beiträge antworten soll.

 

Aber was solls... die Nacht ist ja noch jung.

 

Thema "Übersehen"

So ein Stuss kann nur von jemandem kommen, der wahrscheinlich noch nicht einmal auf dem Beifahrersitz eines SUVs unterwegs war.

Ich kann zumindest nicht feststellen, dass die Sicht auf den umgebenden Verkehr irgendwie geartet eingeschränkt wäre. Ganz im Gegenteil ist sie sogar besser, als die meiner Passats.

Zweiradfahrer werden zudem oft deshalb "übersehen" weil sie sich gerne nicht an geltende Verkehrsregeln halten.

Angefangen beim Rowdy, der auf dem Fußgängerweg daher rast, über den Blinden, der einfach mal so aus einer Einbahnstraße kommt, bis hin zum Fahrradkurier, für den die STVO ohnehin keine Bewandtnis hat.

Wer als "schwächerer" Verkehrsteilnehmer keine angemessene Vorsicht an den Tag legt, darf nicht pauschal beanspruchen, dass andere ständig für ihn mitdenken...

Hierzu sage ich gerne: "Früher wurden die Dummen einfach vom Säbelzahntiger gefressen, aber heute hat Dummheit leider keine natürlichen Feinde mehr."

 

65 und dickes Auto

Ein reiferer Mitmensch leistet sich ein solches Auto nicht, um irgendwelche Komplexe zu kompensieren - welche mit zunehmendem Alter ohnehin sehr relativ werden - sondern weil er bereits eine lange Zeit seines Lebens mit Arbeiten verbracht hat, und somit weniger etwaigen finanziellen Planungsengpässen bei seinen Anschaffungen unterliegt.

Aber genau diese Art von Aussagen passt in die Generation von verwöhnten Beckenrandschwimmern, welche in den prägenden Jahren des Lebens lieber dem Fernseher oder der Playstation überlassen wurden, anstatt sich erziehend mit ihnen beschäftigen zu müssen. Woher sollen dann auch klassische Tugenden wie Respekt - auch vor dem Alter - kommen?

 

nochmal Thema Übersehen mit unpassendem Verweis auf Fußgängerschutz

Das Eine hat mit dem Anderen eigentlich nicht die Bohne zu tun. Die ADAC-Studie befasst sich nämlich mit dem Fußgängerschutz, und nicht mit der (vermeintlich) schlechteren Sicht aus SUVs.

Sicherlich ist das Verletzungsrisiko eines bspw. Fußgängers bei einer Kollision mit einem SUV größer, als bei manch anderem PKW. Aber was soll das denn wirklich aussagen und wieviel größer ist das Verletzungsrisiko für einen Fußgänger, der vor einen LKW, Bus oder eine Straßenbahn läuft?

Hierzu wird natürlich nichts geschrieben, weil man medienwirksam zwar leicht gegen SUVs hetzen kann, aber dies wohl kaum gegen den Getränkelieferanten oder das öffentliche Verkehrsmittel tut.

IMHO Informationsfutter für die, die sich eine Meinung gerne in den Mund legen lassen, ohne dabei auch mal einen Schritt nach links oder rechts denken zu wollen/können.

Warum denn sonst sind wohl Fahrzeuge über 2,5t von der Prüfung bezüglich des Fußgängerschutzes ausgenommen?

Ein weitaus besserer Schutz für alle Verkehrsteilnehmer wäre, wenn man nicht jedem haarlosen Schimpansen den Erwerb der Fahrerlaubnis so leicht machen würde.

Zudem eine Leistungsbegrenzung für die ersten Autofahrerjahre, regelmäßige Theorie- und Praxisprüfungen wie auch Fahrtauglichkeitsuntersuchungen - kostenfrei versteht sich.

(führe ich sofort ein, nachdem ich das Kanzleramt bezogen habe ;) )

 

Thema Greenpeace & Co

Ich respektiere das Engagment von Greenpeace, auch wenn ich deren Wege oftmals als befremdlich empfinde. Aber auch hier gilt, dass man eine Meinung natürlich vornehmlich zugunsten der eigenen Ziele bilden möchte. Wer sich also immer nur mit der Meinungsseite befasst, die der eigenen Überzeugung gerade opportun ist, verweigert sich vorsätzlich dem klassischen Blick über den Tellerrand.

Ansonsten interessiert mich österreichische Verkehrs- und Umweltpolitik ebenso wenig, wie die Tatsache, dass in Frankreich bei Streiks und Demonstationen kriegsähnliche Zustände herrschen - weil ich eben nicht dort, sondern im guten, alten Deutschland lebe.

 

SUV vs LKW

Einen SUV mit Autobahnhöchsttempo und einen 80km/h-LKW hinsichtlich der jeweiligen situativen Schadstoffausstöße zu vergleichen, erscheint mir wie der Vergleich zwischen Pils und Weizenbier.

Denn auch wenn kaum jemand freiwillig seinen PKW mit 80km/h über die Autobahn bewegt, würde mich hier genau das Ergebnis dieses Vergleichs interessieren, bzw. das mit einem LKW bei (theoretischen) 180km/h.

Und wenn ich als beauftragtes Forschungs- und Messunternehmen einen Auftrag zur Erstellung einer Studie bekäme, wäre die Auswahl an Testfahrzeugen stark vom gewünschten Ergebnis des Auftraggebers abhängig.

Demnach gibt es keine repräsentative Wahrheit, sondern stets nur das, was als Wahrheit empfunden werden soll, damit gewisse Systemmechanismen am Laufen gehalten werden können.

Bei aller Demokratie, dient das System nur sich selbst und nicht etwa der Basisgesellschaft.

Wer das erkennt, wird auch nicht mehr so leicht zu beeinflussen und zu lenken sein ;)

 

So, genug abgeschweift...


01.08.2010 03:32    |    meehster

Ich kann Deinen Beitrag (fast) vollständig unterschreiben. Insbesondere daß Wahrheit ein subjektiver Begriff ist, hast Du wie ich finde sehr gut erkannt.

 

Zu den Radlern noch eines: Die Radler, die sich mit Nachdruck nicht an die Regeln halten, sind besonders in zwei Gruppen zu einem erschreckenden Anteil von je weit über 90% vertreten.

Zum einen sind das Radkuriere. Mir ist auch schon mal einer ins Auto gefahren - auf einer Kraftfahrstraße! Daß er nicht haftpflichtversichert war und die Metalliclackierung auf der gesamten rechten Seite aus eigener Tasche bezahlen durfte (und zum Glück auch konnte), habe ich dabei echt mit Genugtuung aufgenommen :D Sorry, aber ich kann da ganz schön gehässig sein.

Die andere Gruppe sind die Leute, die sonst Auto fahren und es ausnutzen, kein Kennzeichen zu haben.


01.08.2010 12:57    |    Antriebswelle238

@ meehster:

die dritte Gruppe, die meiner Meinung nach aber grösser als die restlichen 10 % sind, sind dann die Leute, die Verkehrsregeln nie in dem Umfang gelernt haben, wie es für die Fahrerlaubnis vorgeschrieben ist.

 

@ wo|ve:

Danke. Schade das es hier keine grünen Daumen gibt.

 

Wir haben übrigens einen eher freiwilligen privaten/persönlichen Vergleich vor drei Jahren gemacht bezüglich Verbrauch unseres Mini-SUV (UXC) bei Tempo 90 im Windschatten eines Lasters über eine Entfernung von 230 km. Verbrauch 3,45 Liter bei einer Werksangabe von 6,3 Litern, die durchaus öfter unterschritten werden, solange kein "Intercity-Zuschlag" anfällt ;)

Und auch wenn er höher ist, als ein PKW (hat ausser mir noch jemand anderes bemerkt, das gerade die Kleinwagen immer höher werden? Ist eigentlich logisch: was in der Länge gekürzt wird, muss in der Höhe oder Breite wachsen, wenn das Innenvolumen nicht mehr unterschritten werden kann/darf/soll), mit knapp 1,5 Tonnen unterliegt er den gleichen Sicherheitsvorschriften, wie die PKW, und erfüllt diese auch ebenso, teilweise sogar besser, als die ach so gelobten Kleinwagen, bei einer Fahrzeuglänge wie der aktuelle Golf. Ich sehe also wirklich nicht ein, warum ich mich in so etwas rein quälen soll, wenn es auch wesentlich bequemer geht.


02.08.2010 00:14    |    checkyChan

@meehster

 

Und die vierte Gruppe bilden die Leute, welche keine Staazis sind, dafür aber um so mehr von Verantwortungsethik verstehen. ;)


02.08.2010 12:15    |    wo|ve

@ Han_OmagF45

Passt schon. Ich schreibe ja nicht um Beifall zu ernten ;)

Wenn ich hier aber auch nur einem seine verblendeten Augen öffnen kann, ist mein virtuelles Tagesziel schon fast erreicht.

 

@ meehster

Nach anfänglichen Vorbehalten, fängst du langsam an, mir richtig sympatisch zu werden...

Die Gruppe der Radfahrer, die es ausnutzen gerade mal ohne Kennzeichen unterwegs zu sein, ist sich wahrscheinlich oftmals gar nicht bewusst, dass sie auch als Verkehrsteilnehmer außerhalb eines PKW mit ihrer Fahrerlaubnis spielen.

Aber was bringen Vorschriften, wenn ihre Nichteinhaltung mangels unzureichender "Überwachung" nicht geahndet wird?

Ich will bspw. garnicht wissen, wieviele verbastelte Fahrzeuge täglich meinen Weg kreuzen, deren Betriebserlaubnis seit der letzten Tuning-Maßnahme erloschen ist. Und wenn sich hier dann ein weiterer Pseudo-Gutmensch anmaßt SUVs (vor)zu verurteilen, dessen Fahrzeug aktuell mit Felgen unterwegs ist, die vermutlich ein no-go bei der kommenden TÜV/Dekra-Vorstellung begründen, kann ich mir nur fassungslos an den Kopf greifen.

Da störe ich mich im Straßenverkehr eher an Kasperkisten, die über jeden Gulli schleichen müssen, weil sie sich sonst den Spoiler ab- oder die Ölwanne aufreisen, als an der subjektiven Problematik der durch ein größeres Fahrzeug beeinträchtigten Sicht nach vorne, welche sich oft leicht damit lösen lässt, dass man den Schädel mal etwas nach links oder rechts bewegt - nicht immer einfach, wenn man ganz cool über der Schaltgasse hängen muss und die aktuelle Bassfeinoptimierung wichtiger ist, als das Betätigen des Blinkers (@Admin: wo ist hier das An-den-Kopf-schlag-Smiley?).

 

Aber auch dies ist wiederum ein Ergebnis unserer modernen BigBrother/SuperNanny&Co-Gesellschaft, in der es um ein vielfaches einfacher ist, sich mit Problemen anderer zu befassen, und sich darüber zu belustigen oder gar zu empören, als vor der eigenen Tür zu kehren und sein Leben auf die Reihe zu bekommen.

Die Zeit solcher Leute hätte ich auch mal gerne...


02.08.2010 17:07    |    Superungi

@ wo|ve

 

Wo ist eigentlich der Unterschied nachdem du erklärt hast was einen "Pseudo-Gutmenschen" auszeichnet? Die meisten Dinge treffen ja auch auf "Pseudo-Bösmenschen" :) zu.

Sonst gäbe es ja nach ein paar Tagen Diskussion keine Meinungsunterschiede mehr, weil der "Bösmensch" in seiner toleranten Grundeinstellung alles einsieht und fortan sein Leben ändert. ;)

 

Was die gesellschaftliche negativ Entwicklung hierzulande angeht, liegen wir (Pseudo- Gut- und Bösmenschen) erstaunlicherweise garnicht sehr weiter auseinander. ;) Auch was die Ursachen angeht!


02.08.2010 18:31    |    wo|ve

@ ungi

 

Zugegeben, den Wortzusatz "Pseudo" hätte ich mir eigentlich sparen können, da es mir zuvor nicht wirklich bewußt war, dass den "Gutmenschen" per Definition auf den Punkt genau das auszeichnet, was ich mit meiner Eigenkreation zum Ausdruck bringen wollte.

 

Zitat:

Ein Gutmensch hat gute Absichten, möchte bestimmte Probleme lösen oder die Welt verbessern. Seine Handlungen oder die verwendeten Mittel gelten aber in den Augen derer, die den Begriff Gutmensch negativ verwenden, als zweifelhaft, meist wegen vermeintlich einseitiger Betrachtung eines Problems, mangelnder Objektivität oder Unkenntnis der Faktenlage.

Quelle: Wikipedia

Der von dir bezeichnete "Bös-Mensch" wird daher, aus der Perspektive des Gutmenschen, der Argumentationsgegener sein, der aller Bemühungen zum Trotz seine Grundhaltung nicht ändern möchte.

Würde er dies dennoch tun, würde dies ihn nicht zwangsläufig ebenfalls zu einem Gutmenschen machen, da es ihm zwar möglich wäre seine Sicht der Dinge zu ändern, dies aber nicht zeitgleich mit einer grundlegenden Änderung seines Standpunktes einher gehen müsste.

Es gibt eben kein binäres Schwarz oder Weiß, sondern immer unzählige Nuancen von Grau.

 

Wie dem auch sei...

Ich kann es absolut nachvollziehen, wenn jemand aufgrund physischer, wirtschaftlicher, ökologischer oder sonstiger Gründe einen SUV nicht sein Eigen nennen möchte. Doch sollte man in seiner Argumentation so fair bleiben, dem jeweiligen Eigner die persönliche Freiheit hierzu zuzustehen.

In einer User-Signatur (Quelle ist mir entfallen) steht "das Leben ist zu kurz, um langweilige Autos zu fahren." Vielleicht sollte man diesen Gedanken auch entsprechend tolerieren.

 

Und die Tatsache, dass wir bezüglich der Sinnhaftigkeit von SUVs als städtisches Fortbewegungsmittel nicht einer Meinung sind, bedeutet nicht automatisch, dass es sich bei allen anderen betrachtbaren Themen ebenso verhalten muss ;)


02.08.2010 22:08    |    Superungi

Hätten wir das auch geklärt! :)


02.08.2010 22:26    |    meehster

Warum gibt es hier eigentlich keine grünen Daumen? wo|ve hätte jetzt welche von mir bekommen.

 

Daß ich keinen SUV fahre und so bald auch nicht fahren werde, liegt an meinem geschmack, der die klare Aussage "flacher ist schöner ist besser" hat. Daß das auch längst nicht jeder mag, ist mir auch klar ;)

 

Mein Problem momentan beim Autokauf (bzw. dem Aussuchen) ist ein völlig anderes: Niemand hat ein Auto im Angebot, das ich kaufen würde :( Aber das ist ein anderes Thema.


03.08.2010 18:20    |    mazdada

Ich fahre SUV.

Warum?

Freundin, zwei Kinder, Hund, Hütte in den Bergen, Bayern, Winter, Kunden in allen Höhenlagen, AHK.

Ich würde lieber smart oder Fiat 500 fahren, geht aber so nicht.

Ich fahre 50% allein ohne SUV/4x-Anforderung, 50% mit diesen Anforderungen.

Ich würde gerne für die ersten 50% einen Kleinwagen, ggf. auch elektrisch, fahren, parallel zum SUV. Die Standzeit wäre für beide kumuliert, rein technisch, die selbe, finanziell vermutlich auf Dauer zu meinen Gunsten. Das Ganze am liebsten mit Wechselkennzeichen, wäre ideal.

Aber: Doppelte Laufzeit beider Autos, in ein paar Jahren wahrscheinlich Batterie-Sonderentsorgungs-Sozialabgabe, o.ä.. Unabhängig davon, daß die lange Nutzung beider Autos die Umwelt schonen würde, da kein neues Auto produziert werden müßte: Ich habe keine Rechtssicherheit, auch keine Umweltsicherheit, da beide Themen im Polit-Poker untergehen.

Schade eigentlich!


07.08.2010 04:26    |    UliCruiser

Es ist immer wieder lustig, wenn diese Fahrzeuge in eine Parklücke herein wollen. Das passt vorne und hinten nicht.

Ein Blick auf das Nummernschild trägt zusätzlich zur Belustigung bei, wenn dieses Auto aus der Stadt kommt, in der der Fahrzeuglenker einen Parkplatz sucht.

Wenn es ein cleverer Fahrer wären, würde er die oft sehr gut ausgebaute Infrastruktur des Nahverkehres nutzen.

Wer so ein Auto sein Eigen nennt, sollte doch eine Nummer kleiner kaufen und das gesparte Geld in einen Stadtwagen investieren.

Das schont nicht nur die Nerven.

 

Gruß

Ulicruiser


07.08.2010 14:54    |    Antriebswelle238

Nicht die Fahrzeuge wollen in die Parklücke, sondern ihre Fahrer. 

Ich weis nicht, was daran lustig ist, wenn Leute mit den Dimensionen ihres Fahrzeugs überfordert sind.

Ich habe acht Jahre lang meinen F45 4,3 tonner täglich gefahren, wie andere Leute ihren Golf.

Es war zu keinem Zeitpunkt ein Problem einen Parkplatz zu finden. Man muss nur wissen, wo.

Und es war auch zu keinem Zeitpunkt ein Problem, mit den eingezeichneten Stellflächen vor dem Supermarkt klar zu kommen. Im Gegenteil - ich brauchte mein Auto nie zu suchen, bei deutlich über 2 Meter Höhe.

"Eingespartes Geld" in einen Stadtwagen zu investieren, ist keine Alternative, wenn nicht sowieso ein zweites Auto gebraucht wird. Du vergisst die Unterhaltskosten.

Viel sinnvoller wäre dagegen, sich mit den Ausmaßen des Fahrzeugs vertraut zu machen. Dann klappt es auch mit der Parklücke.

Und wieder einmal ist nicht das Auto schuld :p


07.08.2010 20:27    |    UliCruiser

Natürlich ist das Auto nicht schuld.

Landläufig sagt man allerdings auch, ich war 100km/h schnell, obwohl das kein Mensch nur mit seiner Muskelkraft schafft. Doch, wenn er den Sprung allerdings hinter sich hat, kann er nicht mehr darüber berichten. OK.

 

Natürlich tun mir die Fahrer Leid, wenn sie das Auto nicht beherrschen.

Wenn wir ehrlich sind, dann sind die meisten Parkplatzdimensionen nicht für diese Fahrzeuge dimensioniert.

 

Aus diesem Grund sind das keine Fahrzeuge zum Einkaufen. Man sieht sie allerdings immer wieder.

 

Ich will ihnen ihre Berechtigung an sehr vielen Stellen nicht absprechen.

 

Gruß

Ulicruiser


07.08.2010 23:26    |    wo|ve

@ Han_Omag F45

Sehr richtig dargelegt.

 

 

Manch Fahrer(in) ist generell mit allen Fahrzeuggrößen überfordert, beim nächsten beginnt die "kritische Masse" erst beim Audi A6 Avant und andere parken einen Sattelschlepper mit Leichtigkeit in eine Lücke, die gerade mal 2~3 Meter länger ist, als der Gesamtzug.

Mir wäre es definitiv peinlicher, wenn ich mit einem Golf nicht in eine passende Lücke komme, als wenn mir dies mit einem deutlich größeren Fahrzeug nicht gelänge.

Aber das ist dann wohl reine Einstellungssache. Und auch beim Einparken stelle ich ähnlich hohe Anforderungen an mich selbst, wie in anderen Lebensbereichen auch.

Wer mit Sinn und Verstand - und dem erforderlichen Verständnis für sein Fahrzeug - unterwegs ist, wird dabei tendenziell auf weniger Probleme stoßen.

Der Rest fällt für mich unter die zuvor genannte Kategorie "haarloser Schimpanse" - die Fahrerlaubnisprüfung gerade noch so geschafft, aber ansonsten keine Ahnung von den oder Verständnis für die eigenen, elementarsten Fahrzeugdaten/-grundlagen.

 

Zu meiner Praxisprüfung der FEK "B" gehörte noch der Rad- und Lampenwechsel, beim "CE" war Fahrzeugtechnik ohnehin obligatorisch.

 

Hier ist es eben wie anderswo auch: Unvermögen resultiert aus der Einschränkung eines Menschen und nicht aus der Sache, an der dieses Unvermögen lediglich zu Tage tritt.

Wenn einer mit dem Hammer statt dem Nagel seinen Finger trifft, kann er ja auch kaum dem Hammer die Schuld dafür geben.

 

Mit fällt in diesem Zusammenhang deutlich mehr fahrerisches Parkunvermögen bei Kleinwagen, als bei SUVs auf - könnte aber auch an einer selektiven Wahrnehmung liegen ;)


08.08.2010 22:23    |    Superungi

SEHR RICHTIG!

Kaum ein Kleinwagenfahrer kann richtig packen, aber beinahe jeder SUV schlittert mit angezogener Handbremse und einer 180 Grad Drehung souverän rückwärts sind die Parklücke. Ware Teufelskerle diese SUV-Fahrer, müssen Sie auch sein, verhintern sie doch täglich etliche Unfälle weil Sie auf ihren Hochsitzen alles im Blick haben was den anderen entgeht :p


08.08.2010 22:55    |    UliCruiser

Das ist richtig. Deshalb sieht auch der Hintermann nichts.

 

Gruß

Ulicruiser


08.08.2010 23:01    |    Antriebswelle238

und was sieht der Hintermann hinter Bullis, Transportern, LKW und Linienbussen?

Aber die gibts ja kaum, wogegen man ständig hinter SUVs festhängt :rolleyes:


08.08.2010 23:07    |    MarkusM

Die Diskussion um die SUVs gibt es ja immer noch :D

und die Argumente und Gegenargumente haben sich auch nicht geändert....

 

Ich fahre selber einen Q7 und ja, was soll ich sagen, es ist unvernünftig den zu fahren! Aber er gefällt mir (vielen anderen vielleicht nicht - kein Problem, jeder hat sein Recht auf einen eigenen Geschmack) und für meinen Zweck kann/konnte ich den gut gebrauchen. Ein schönes Reiseauto mit viel Platz. In der Stadt beim Parken einfach anstrengend und ich bin froh, wenn der nächste Wagen "kleiner" wird. Vom Verbrauch her kann ich nicht meckern, vielleicht 1-2 Liter mehr als ein A6 Avant mit gleicher Motorisierung, den ich sonst gefahren hätte. So what? Bin ich jetzt ein schlechter Mensch, ein Ökoterrorist,...?

 

Was ist gut? Was ist schlecht? Der eine fährt ein großes Auto, der andere fliegt jedes Wocheende zum Shoppen nach London. Der eine wohnt in einer Bude ohne Isolierung, der andere in unnötigen 500qm. So ist das halt in unserer Gesellschaft und das ist auch gut so bzw. wird sich nicht ändern! Schlimm ist nur, dass immer jeder mit dem Finger zuerst auf den anderen zeigt, bevor er sich an die eigene Nase fasst. Jeder sollte schon wissen was er macht. Nur die Unverfunft pauschal an einem SUV festzumachen, halte ich schon für arg überzogen. Es soll auch SUV Fahrer geben, welche in einem Niedrigenergiehaus leben und eine bessere Umweltbilanz haben als ein Kleinwagenfahrer. Und natürlich gibt es auch Kleinwagenfahrer die in solchen Häusern leben ;)

 

Was mich an dieser SUV Diskussion schon immer störte, ist die Engstirnigkeit beider Seiten. Wenn ich z.B. so einen Quatsch lese:

 

-SUV Fahrer können nicht parken: Ich könnte hunderte Bilder von Kleinwagen hier einstellen, die so stehen, dass 2 Parkplätze belegt werden. Einparken scheint ein generelles Problem zu sein, aus meiner Sicht weniger aus Unvermögen als oftmals aus einfach asozialen Verhalten. Ich denke SUV Fahrer sind da weder besser noch schlechter...

 

- SUV brauchen so viel Platz: Stimmt, bei einer sehr geringen Anzahl von Modellen. Ein X5, Touareg oder ML sind kürzer als die Limusinen

 

- Neid vs. Ego: Mein persönlicher Lieblingspunkt :D, weil inhaltlich von beiden Seiten für mich völlig daneben. Wieso sollte einer neidisch auf einen SUV sein? Neid auf einen Haufen Blech? Wieso ist ein SUV automatisch eine Sch...verlängerung? Es gibt Leute die fahren ein Fahrzeug - welches auch immer - einfach weil Sie selber Spaß dran haben, also nix Ego... Ausnahmen mag es geben, aber ob die SUV spezifisch sind? Wenn ich hier dann Beiträge lese, welche pauschal alle 65-Jährigen diffamieren, fällt mir nichts mehr ein (Toppniveau!)

 

- SUV schneiden bei Crashtests schlecht ab: Schwieriges Thema, was nicht pauschal abgehandelt werden kann bzw. wirklich sehr komplex ist. Zum einen sind die gängigen Testverfahren eher suboptimal weil viele Faktoren nicht berücksichtigt werden. Es gibt leider sehr viele Fahrzeuge aller Klassen mit sehr schlechten Werten beim Crashtest (Auto, Fussgänger, Insassen,...). Rein physikalisch mag sicherlich ein Nachteil der SUVs aufgrund des hohen Gewichtes bestehen. Auch durch die Höhe der Frontpartie geht sicherlich insbesondere bei älteren Modellen ein höheres Risiko aus.

 

- SUV Fahrer sind rücksichtslos: Keine Ahnung, ob das stimmt? Ich fahre mit der A-Klasse meiner Frau genauso wie mit dem Q7. Meist defensiv und zuvorkommend. Und nein, ich bin kein Engel. Ich mache auch Fehler...

 

- SUV versperren die Sicht: Ja, wie viele andere Wagen inkl. der beliebten Vans auch! Da gibt es einen einfachen Trick: Abstand halten!

 

Ich kann ehrlich gesagt diesen Anti-SUV-Hype nicht ganz nachvollziehen. Sicher gibt es ein paar Defizite dieser Fahrzeuge, aber ob die es wert sind so ein Faß aufzumachen? Viele sehen nur ein großes Auto und plappern die Stammtischparolen nach, ohne sich mit der Materie mal genauer auseinander zu setzen. Das finde ich Schade.

 

Wer im Rahmen der Umwelt wirklich was verbessern will, sollte besser bei sich selber anfangen. Wenn wir ehrlich mit uns sind, machen wir doch alle irgendwo Dinge die nicht wirklich sinnvoll sind bzw. auf die wir durchaus verzichten können. Aber mit dem Finger auf andere zu zeigen ist immer einfacher... Und ja, der Q7 ist unvernüftig - nur wie unvernünftig?


09.08.2010 19:32    |    Superungi

SUV – auch in der Stadt eine gute Alternative?

War doch die Frage oder?

 

Wieso kommen dann so Sachen wie:

Weil ich ständig mein Boot, Wohnanhänger, Pferd, Bike etc. durch die Republik ziehe brauch ich den...

Weil ich in einer ach so unzugänglichen (Berg)Region lebe brauch ich den...

 

Ja klar in Deutschland kann man leicht verloren gehn, dieses weite kaum besiedelte Land mit seiner unüberschaubaren lebensfeindlichen Wildnis. Was ist der Hindukush und Kaschmir gegen Deutschland, dem Land der Einsiedler am Arsch der Welt? :D

 

Manchmal fällt einem nichts mehr ein wenn man manche pro-Beiträge ließt.


09.08.2010 22:23    |    fun44

..bin durch Zufall mal auf dieses banale Thema und der wollüstigen Diskussionen darüber gestossen...

..gelesen habe ich ein nur ein paar Beiträge...

 

zur Frage "SUV eine ...Alternative ?"

 

die "Vorteile" sehe ich aus Erfahrung in:

 

- Orientierungslosigkeit trotz erhöhter Sitzposition (O² Mangel da oben?)

- wenig Bereitschaft zum Spurwechsel nach rechts auf der BAB ...wieder die Übersichtsfrage..

- Rückwärtsfahren macht verdammt Freude

- Einparken dto.

- Enge Autobahnbaustellen = man hört die Hose flattern

- Umsteigen auf Rolli ist dagegen schon mal geübt

...

Summary

 

Es wird Zeit das endlich Q11 und X9 kommen

 

 

SUV = Rentertruck


10.08.2010 07:47    |    MarkusM

Und wie immer zu diesem Thema ist eine sachlich Diskussion nicht möglich. Es überwiegt leider polemisches Gesülze oder Stammtischparolen von Leuten, die noch nie in einem SUV saßen... Irgendwie fehlt vielen einfach die Reife, sich mal sachlich mit einem Thema auseinanderzusetzen.

 

 

Ich klicke mich an dieser Stelle mal aus, denn außer sinnlosen verbalen Attacken ist hier mit nichts mehr zu rechnen....


10.08.2010 08:30    |    fun44

@MarkusM

 

..na endlich: das Blechhaus (Auto) ist ein emotionales Produkt und da lässt sich trefflich drüber lamentieren , meckern usw.

Allein die Frage, ob ein SUV für die Stadt eine Alternative (zu was?) sei.....na ja ist ja auch schon "lau" genug.

Rational lässt sich beim Auto selten was "verstehen": Beispiel? BMW X6 activehybrid (wohlgemerkt active!) ein normaler Hybrid ist wohl nichts..bitte nicht mit 10..15 kW und 30 kW E-Leistung jetzt argumentieren

 

so long


10.08.2010 10:44    |    MarkusM

@fun44:

 

ich weiß zwar nicht genau, wie ich Dein "na endlich" interpretieren soll, aber Dein letzter Beitrag ist doch eigentlich eher rational und hebt sich doch erfreulicherweise von Deinem recht sinnfreien, vorherigen Beitrag ab (Orientierungslosigkeit, Linksfahrer, Einparken, Rentnerauto,...)!

 

Du wirst übrigens nicht erleben, das ich für den X6 argumentiere. Auch die Geschichte warum deutsche "Hybridautos" immer eine Kombination von einem E-Motor und einem meist sehr großen Benziner sind, kann ich nicht nachvollziehen. Die ganzen Marketingbezeichnungen, ala active, dynamic... nehme ich schon gar nicht mehr wahr - Bedeutung habe ich denen noch nie beigemessen. Wie Du siehst es geht auch rational mit der Unterhaltung, ich habe auch null Probleme mit Kritik an SUVs, zumal einige Kritikpunkte völlig gerechtfertigt sind.


10.08.2010 11:23    |    fun44

@MarkusM

 

..danke für die Zuwendung positiver Energie ;))

 

für sinnfrei halte ich meinen "Beitrag" mit den Punkten

 

-Orientierungslosigkeit trotz erhöhter Sitzposition (O² Mangel da oben?)

- wenig Bereitschaft zum Spurwechsel nach rechts auf der BAB ...wieder die Übersichtsfrage..

- Rückwärtsfahren macht verdammt Freude

- Einparken dto.

- Enge Autobahnbaustellen = man hört die Hose flattern

- Umsteigen auf Rolli ist dagegen schon mal geübt

 

nicht, da er der täglichen Erfahrung aus 60 k km p.a. entsprechen.

 

Den weiteren Deiner Ausführungen kann ich gut und gerne folgen...


10.08.2010 11:47    |    MarkusM

Lass mal gut sein... Ein Vielfahrer wie Du, wird schon seine objektiven Schlüsse ziehen. Mir wäre es auch langweilig bei so vielen KM, da würde ich auch genau Statistik führen über das Verhalten aller Fahrzeugklassen.

 

Ich lass Dich jetzt mal alleine mit Deinen Energien :D


11.08.2010 15:45    |    wo|ve

@ MarkusM

 

Naja, sind wir doch mal realistisch...

 

Bei jeder Diskussion zu x-beliebigen Themen aus allen Lebensbereichen, wird man immer drei Gruppierungen haben, die sich zu Wort melden:

1. die Befürworter

2. die Gegner

3. die Gewohnheitsstänkerer

 

Die ersten Beiden liefern sich gerne, mit fundierten, sachlichen Argumenten und (mehr oder weniger) objektiven Überzeugungen, den klassischen "Kampf bis aufs Messer", und die dritte Gruppe glänzt regelmäßig damit, dass sie an allem etwas auszusetzen hat, dabei jeglicher eigener Sachkenntnis entbehrt und einfach glücklich damit ist, ihren Senf losgeworden zu sein.

 

Mich tangieren solche Beiträge nicht einmal peripher, weil ich einfach akzeptiere, dass es sich mit Meinungen so verhält, wie mit rektalen Ausscheidungsorganen - da hat auch jeder sein eigenes ;)

 

Und mein Persönliches fühlt sich auf dem Sitz meines Dicken sauwohl. Und daran ändern weder Gegner noch Stänkerer etwas.


11.08.2010 22:56    |    e42b

Hi,

 

solche Autos sind vollkommen unnötig. Die paar Gewaltangler, die so etwas halbwegs sinnvoll verwenden können, sind auch mit 'nem handelsüblichen Landrover oder 'nem G-Modell gut bedient.

 

Man schaue sich nur die Straßen vor den Schulen an, wenn 50 Mamas ihre Drittklässler gleichzeitig mit solchen Ungetümen abliefern.

 

Das tut nicht Not.

 

Nachtgrüße


12.08.2010 09:06    |    fun44

@e42b

 

hallo,

 

also ich muss da widersprechen - ich halte diese Fahrzeugklasse für absolut notwendig! !

Stell Dir vor es gäbe diese Teile nicht, wie dann ein Kompensation des Platzhirschgefühls, des "ich muss was für meinen Nachbarn darstellen" oder "ist die Welt hier oben so schön und in Ordnung" sonst aussehen könnte!

Die sozialen Einrichtungen/ Personal Coaches/ Psychologen hätten massiven Zulauf!

 

Das Thema SUV eskaliert ja durch den Hummer -abgeleitet aus einem Militärfahrzeug- ; da weiss man wo sich die Underground-Lust am SUV auch herleitet. Weg frei da!!

 

 

 

..sit back an relax...die Welt ist ja soo einfach

 

 

 

nettes Zitat gefunden im 3w:

 

"Diese Autos sind eine Antwort auf die Alterung der Gesellschaft. Sie bieten älteren Menschen ergonomische Vorteile."

 

jetzt haben wir es!

 

 

:);)


12.08.2010 09:50    |    MarkusM

Jetzt weiß ich wofür der ignore-Button gut ist :D


12.08.2010 10:26    |    fun44

@MarkusM

 

:confused:

 

..woltest Dich doch schon länger diesem sinnleeren (-losen) Attacken entziehen??

 

Zitat:

Ich klicke mich an dieser Stelle mal aus, denn außer sinnlosen verbalen Attacken ist hier mit nichts mehr zu rechnen....

 

 

:cool:


12.08.2010 20:52    |    Superungi

Schauen wir mal was aus den SUV´s wird wenn das hier eintritt. So 2,50, 3 4 sogar 5 Euro wären für mich kein Problem, ich denke dann sieht man kaum noch SUV´s in der Stadt und der Käse erledigt sich von allein!


Deine Antwort auf "SUV – auch in der Stadt eine gute Alternative?"