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25.06.2010 17:38    |    MOTOR-TALK    |    Kommentare (1.060)    |   Stichworte: Geländelimousine, Geländewagen, MOTOR-TALK, SUV, SUVs, Umfrage

Findest Du SUVs auch als Stadtauto geeignet?

Vor 15 Jahren noch total unbekannt bzw. als „Exot“ auf unseren Straßen unterwegs – gerade auch im Stadtverkehr - heute ein alltägliches Bild neben Kleinwagen, Limousinen, Kombis und Co: Die SUVs - Sport Utility Vehicle, die zu Deutsch auch als Geländelimousinen bezeichnet werden.

 

1996 brachte Subaru mit dem Subaru Legacy Outback AWD das weltweit erste Sport Utility Vehicle auf den Markt, welches für gelegentliche Ausflüge abseits befestigter Straßen gut geeignet war und den weltweiten Trend der SUV Fahrzeuge auslöste. Mittlerweile gibt es kaum einen Fahrzeughersteller, der kein SUV in seinem Modellprogramm hat. Sie sind in ländlichen Räumen ebenso häufig unterwegs wie in der Stadt.

 

Neben den bekannten Kritikpunkten, u.a. dem erhöhten Verbrauch durch das höhere Gewicht, haben SUVs auch die Vorteile der besseren Sicht auf die Straße durch die erhöhte Sitzposition oder die höhere Einstiegskante, die nicht nur Ein- und Ausstieg, sondern auch die Beladung erleichtert. Nicht unerheblich gerade auch für die Nutzung als Familienauto.

 

Wir wollen von Dir nun wissen: Hältst Du SUVs auch in der Stadt für eine gute Alternative?


05.07.2010 14:41    |    McCrocket

Servus zusammen,

 

SUV´s sehen zwar super aus (einige), jedoch sind sie zu nichts zu gebrauchen außer einen auf dicke Hose machen. Sorry an die, welche so ein Fahrzeug fahren. So ein Fahrzeug kann man sich nur holen wenn man etwas mehr Geld übrig hat als der Ottonormalverbraucher. Im Gelände taugen die Dinger nicht wirklich viel, alleine nur schon wegen der Bereifung. Fahrwerke sind eher sportlich abgestimmt. Somit nur für die Straße oder Feldweg geeignet.

 

Stadttauglich sind die auch nicht, eher Dorftauglich. Durch das hohe Verkehrsaufkommen ist es nicht leicht in einer Stadt eine passende Parklücke zu finden ausser Parkhaus. Wobei diese in Großstädten auch miesst überfüllt sind.

 

Hey, aber was mir aufgefallen ist... denk mal ca 90% der Nutzer dieser Fahrzeuge sind Frauen. Diese Fahrzeuge geben ein hohes Sicherheitsgefühl :)

 

Der Verbrauch ist durch das hohe Gewicht und natürlich die großen Aggregate auch zu berücksichtigen.

 

Also wenn ich mir für dieses Geld ein straßentaugliches Fahrzeug zulegen sollte, dann lieber eine Sportlimo von Audi, BMW oder Mercedes. Hat man wirklich viel mehr davon.

 

MfG an alle, Ade!!!


05.07.2010 16:08    |    wo|ve

@ emmet

 

Zitat:

/Streitthema Ende

Von mir aus gerne - also her mit dem Award ;)

 

Zitat:

Der X3 z.B. ist super wendig, hat (subjektiv) einen extrem geringen Wendekreis, ist durch die kubische Form sehr übersichtlich und man hat während des Verkehrs durch die höhere Sitzposition einen guten Überblick.

UND zusätzlich fährt der sich mit geringer Seitenneigung und direkter Lenkung immer noch sportlicher als z.B. ein Passat. Best of both worlds :D

Ein X3 ist z.B. nur 10-15 cm länger als ein aktueller Opel Astra, ein Touareg ist kürzer als E-Klasse und 5er.

Man darf natürlich nicht den Fehler machen und einen SUV mit einem Kleinwagen vergleichen. Der Vergleich ist nur mit einem Mittel- oder Oberklasse-Fahrzeug zulässig und da sieht es rein objektiv oft gar nicht so schlecht für das SUV aus.

Eben, und diese Tatsachen wollen aus lauter Behaftung mit Vorurteilen einfach nicht gesehen werden.

Die wenigsten derer, die diese Fahrzeugklasse so vehement verteufeln, haben jemals am Steuer eines solchen Gefährts gesessen.

Genauso gut könnte eine Kuh einem Vogel etwas vom Fliegen erzählen, nur weil sie einmal auf ihrem eigenen Fladen ausgerutscht ist :D

Aus eigener und andauernder Erfahrung wage ich zu behaupten, dass sich mein Dicker im Alltag grundlegend angenehmer, einfacher und agiler durch jede Verkehrsform lenken lässt, als mein Passat.

Kleine Helferlein wie ein höhenverstellbares Luftfederungsfahrwerk, adaptiver Wankausgleich und Dämpferratenverstellung sind da natürlich sehr willkommen - auch wenn die dadurch erst mögliche Fahrweise einen höheren Reifenverschleiß begünstigt. Zumindest kann sich aber keiner darüber beschweren, dass ich ihn irgendwie geartet behindern würde ;)

 

@ soarkam

Zitat:

SUV oder nicht SUV- schwer zu beantworten. Auf der positiven Seite für die SUV´s steht die höhere Insassensicherheit durch die höhere Sitzposition (bei Unfällen mit Pkw´s ist die Sitzposition aus dem Aufprallbereich herausverlagert, besonders interessant bei seitlichen Unfällen)[...]

Und meine Sicherheit, bzw. die meiner Mitfahrer/Familie, geht für mich einfach vor.

Man sollte sich aber keinem Trugschluss absoluter Sicherheit hingeben (gibt es ohnehin nicht), da man den höherbauenden PKw ein größeres "Überschlagrisiko" nachsagt.

Zitat:

auf der negativen Seite stehen hohes Gewicht und hoher Spritverbrauch und, bei älteren SUV´s ( z.B.Nissan Patrol und allen anderen mit nicht selbsttragender Karosserie) durch die steife LKW- Bauweise im Schadenfall hohe Beschädigungen bei den Unfallgegnern (Grund für die hohen Haftpflicht- Prämien).

Aber dieses "Gewichtsproblem" haben nicht nur SUVs. Ein aktueller Golf wiegt auch deutlich mehr, als sein Urahn Golf I.

Und eine Gewichtsreduzierung geht entweder zu Lasten eines höheren Anschaffungspreises (Leichtbau & Co.), oder der möglichen passiven Sicherheit zugunsten des angestrebten geringeren Leergewichts.

Eine erhöhte Insassensicherheit gibt es zudem seltenst zum Nulltarif. Wer gegenteiliges behauptet spart wahrscheinlich auch gerne an aufpreispflichtigen Airbags oder optionalen elektronischen Komponenten, die ins Fahrverhalten eingreifen.

Zitat:

Offensichtlich macht VW mit dem Angebot des Touareg als Hybrid einen guten Weg in Richtung auf sichere Autos mit niedrigen Verbräuchen. Ansonsten sind alle anderen leistugsstarken Autos ( Porsche, AMG, BMW M3/M5 usw.) mit hohem Stadtverbrauch innerorts genauso fehl am Platz wie die SUV´s. Für 50 km/h braucht kein Mensch mehr als 30kW! Hier gilt: Jedem das Seine! Wenn´s Spaß macht...

Hersteller, die die technischen Möglichkeiten ungenutzt lassen, sind selbst schuld.

Dass leistungsstarke Fahrzeuge in der Stadt deplatziert sind, kann ich so nicht wirklich bestätigen. Denn auch wenn sich Lieschen Klein ihren Smart kaufte, damit sie ihre wöchentlichen Einkäufe beim Diskounter um die Ecke komfortabel transportieren kann, oder auf dem Kampus einen Parkplatz findet, heißt nicht, dass Herr Dick sein Auto auch nur zu diesem Zweck angeschafft hat.

Manch einer braucht sein Fahrzeug um im Außendienst seine Brötchen zu verdienen, und legt aufgrund der größeren Summe an Tageskilometern seinen Fokus auf andere Dinge, als puristische Motor-Räder-Dach. Und da meine Kunden nicht direkt an der Autobahn wohnen, muss ich nach verlassen dieser eben auch in den Ort...

Die für die Stadt sicherlich ausreichenden 30kW würden mir auf der Autobahn definitiv keinen Spaß machen.

 

@ McCrocket

Zitat:

SUV´s sehen zwar super aus (einige), jedoch sind sie zu nichts zu gebrauchen außer einen auf dicke Hose machen. Sorry an die, welche so ein Fahrzeug fahren. So ein Fahrzeug kann man sich nur holen wenn man etwas mehr Geld übrig hat als der Ottonormalverbraucher.

Entschuldigung angekommen, und persönliche Meinung respektiert.

Und dass sich die Entscheidung für oder gegen ein bestimmtes Fahrzeug oftmals an den jeweiligen finanziellen Möglichkeiten orientiert, ist für mich selbstverständlich - aber immer noch kein Grund für abfällige Pauschalverurteilungen.

Wenn sich meine Frau ein großes, schweres und (hoffentlich) sicheres Fahrzeug wünscht - und sei es nur dafür, die Kinder zur Schule zu bringen - ist das für mich ebenso in Ordnung, wie wenn sie einen kleinen Hüpfer will, weil sie sonst keine Parkplätze findet.

Das es Menschen gibt, die mit Dicken Autos etwas anderswo Fehlendes zu kompensieren versuchen, ist genau so menschlich, wie der gegenteilig gelagerte Fall.

Nur mache ich es keinem zum Vorwurf, dass er sich nur einen kleinen Gebrauchten leisten kann/will...

Zitat:

Im Gelände taugen die Dinger nicht wirklich viel, alleine nur schon wegen der Bereifung. Fahrwerke sind eher sportlich abgestimmt. Somit nur für die Straße oder Feldweg geeignet.

Siehste, da haben wir doch das Hauptproblem: fehlendes Wissen...

Ein SUV ist nicht für das Gelände gemacht, und braucht dort folgerichtig auch nichts zu taugen. Er ist vielmehr für den Einsatz auf der Straße konzipiert, und bei uns sind diese in der Stadt vorhanden (auch wenn manche an einen geteerten Feldweg erinnern mögen).

Für den Geländeeinsatz sind - wie der Name leicht verrät - Geländefahrzeuge konzipiert. Durch das Vorhandensein, von lichttechnischen Ausstattungen & Co. sind diese nebenbei natürlich auch für die Straße geeignet...

Zitat:

Stadttauglich sind die auch nicht, eher Dorftauglich. Durch das hohe Verkehrsaufkommen ist es nicht leicht in einer Stadt eine passende Parklücke zu finden ausser Parkhaus. Wobei diese in Großstädten auch miesst überfüllt sind.

Ich würde eher formulieren, dass solche Fahrzeuge nicht für alle Fahrer gleichsam tauglich sind - unabhängig vom Einsatzort. Und zehn Passats machen die Stadt und deren Parkmöglichkeiten annähernd gleich voll wie zehn SUVs.

Wer große Fahrzeuge regelmäßig lenkt, wird dies hinsichtlich der genannten Problematik in der Regel berücksichtigen können.

Ich weiß zum Beispiel, dass ich ein bestimmtes Parkhaus nicht nutzen kann. Nicht, weil ich da nicht reinpassen würde, sondern weil die Einfahrt für Fahrzeuge > 2,5 Tonnen nicht erlaubt ist. Und? Parke ich eben wo anders und laufe ein paar Meter mehr.

Zitat:

Hey, aber was mir aufgefallen ist... denk mal ca 90% der Nutzer dieser Fahrzeuge sind Frauen. Diese Fahrzeuge geben ein hohes Sicherheitsgefühl

Ist mir bisher nicht aufgefallen. Nach meiner Wahrnehmung fahren Frauen tendenziell lieber kleinere Autos.

Ansonsten attestiere ich meiner Frau einen besseren Geschmack und rationelle Entscheidungen. Wenn sie größeren Wert auf Sicherheit legt, ist das wohl "evolutionsbedingt" und auch begrüßenswert.

Zitat:

Also wenn ich mir für dieses Geld ein straßentaugliches Fahrzeug zulegen sollte, dann lieber eine Sportlimo von Audi, BMW oder Mercedes. Hat man wirklich viel mehr davon.

Wenn du damit hauptsächlich alleine unterwegs bist, müsste ich deine Rationalität hinsichtlich dem Vorhandensein von vier/fünf Sitzplätzen ähnlich in Frage stellen...

Ich habe von meinem Touareg definitiv mehr als von meinen anderen Fahrzeugen ;)


05.07.2010 16:15    |    PeGo11

@ McCrocket:

Manchmal ist es sinnvoller solch einen Tread erst zu lesen und dann zu kommentieren. Dann hättest Du Dir Deinen Beitrag nämlich sparen können...

 

Allein Dein "Hinweis" zu Verbrauch und Gewicht zeugt davon, dass Du Dich mit dem Thema SUV noch nie wirklich beschäftigt hast!

 

Gruß

Pego11

 

P.S.: Ich fahre einen SUV, weil es mir Spass macht, das Fahrzeug meinen Anforderungen entspricht und weil ich es mir leisten kann.


06.07.2010 14:05    |    Zephyroth

Ich hatte mal einen Honda CR-V als Ersatzfahrzeug (weil mein Civic streikte) eine ganze Woche lang. Ich gebe zu, ich war überrascht, das dieses Ding sich recht flott bewegen läßt und sich der Mehrverbrauch (ca. 1l/100km gegenüber dem Civic) in Grenzen hält. Die Motorisierung war übrigens bei Civic und CR-V die gleiche: 2.2i-CTDi mit 140PS.

 

Von daher verhält sich das SUV tatsächlich eher wie ein hoher PKW, als wie ein Geländewagen (beim Bundesheer hatte ich einen Puch G oder einen Pinzgauer zu Verfügung).

 

Ebenso war ich vor kurzem mit einem Jeep Patriot unterwegs. Ebenfalls erstaunlich wie gut sich diese Dinger fahren lassen, trotz nur 120PS und 1600kg gar net mal so langsam. In den Kurven merkt man zwar den hohen Schwerpunkt und die Wankneigung, stört aber wenig sportlich ambitionierte Fahrer net wirklich.

 

Beide Fahrzeuge sind für mich irgendwo noch akzeptabel, weil sie klein sind. Obwohl ich durchaus positiv überrascht war (im Sinne von: "Ich hab's mir schlimmer vorgestellt!"), überwiegen für mich doch die Nachteile, die auch bei diesen kleinen SUV's schon zu spüren sind.

 

Wo|ve du schreibst du kannst mit deinem R50 eine Auffahrt nicht hochfahren, weil sie auf 2.5t beschränkt ist. Wie schwer ist der Touareg dann eigentlich? Ich hätt' ihn irgendwo bei 2200kg eingeschätzt.

 

Sicherlich kann man auch den ganz Großen (Cayenne, Q7, X5, X6, Touareg etc.) ordentliche Fahrleistungen entlocken, ebenfalls bekommt man die Straßenlage mit vielen Kniffen in Mechanik und Elektronik in den Griff. Ich bin sicher ein Cayenne kann schneller beschleunigen als mein Integra und hat eine höhere Vmax. Auch in den Kurven mag er mithalten, vielleicht ist er sogar besser. Aber der dafür notwendige Aufwand (Leistung, Verbrauch etc.), erscheint in einer Zeit wo Ressourcen knapp sind einfach nur als Verschwendung.

 

Sicherlich fährt sich ein Touareg R50 gut, davon bin ich überzeugt. Allein der 10-Zylinder muß ein Gedicht sein. Allerdings frage ich mich dann immer, was würde dieser Motor in einer Limousine alá A8 mit weniger Gewicht, weniger Windwiderstand und niedrigem Schwerpunkt wohl anrichten?

 

Grüße,

Zeph


06.07.2010 14:16    |    Emmet Br0wn

WoIve fährt den R50? :)

 

Der R50 ist einfach nur geil, weil völlig krank. Ähnlich wie ein G55. Macht keinen Sinn, aber ich würd trotzdem einen haben wollen :D

 

In einen schon schwergewichtigen Tuareg noch diesen extrem schweren Schiffsdiesel einzubauen, der nichtmal weniger vebraucht und auch nicht besser beschleunigt als ein "normaler" Benziner-V8 und diesen 2,7-Tonnen-Panzer dann als Sportmodell zu positionieren und mit einem Sportfahrwerk und Spoiler-Look zu versehen, ist so dermaßen krank, dass es schon wieder irgendwie :cool: ist. Und das kann man von VW-Fahrzeugen nun wirklich nicht oft behaupten. :)

 

 

Zitat:

Stadttauglich sind die auch nicht, eher Dorftauglich. Durch das hohe Verkehrsaufkommen ist es nicht leicht in einer Stadt eine passende Parklücke zu finden ausser Parkhaus. Wobei diese in Großstädten auch miesst überfüllt sind.

Übrigens bietet ein X3 auf ca. 4,5 Meter Länge (Opel Astra: 4,4 Meter) in etwa das Raumangebot bzw- Raumgefühl eines E60 5er Tourings, der über 30 cm länger ist.

 

In Kombination mit der ausgeprägten Wendigkeit (extremer Lenkwinkel möglich) und der guten Übersicht macht das den Wagen zu einem perfekten Stadtwagen ;)

 

Was bringt einem da z.B. ein aktueller Opel Astra, der nur 10-15 cm kürzer ist und viel weniger Stauraum hat?


06.07.2010 14:30    |    Zephyroth

2.7t :eek::eek::eek: ???

 

Dann wundert mich gar nix mehr. Ich sag' ja, ich hätte diesen Traummotor gerne in einer Limousine mit 2t....

 

Richtig krank ist der hier: http://en.wikipedia.org/wiki/F-650

 

Grüße,

Zeph


06.07.2010 14:33    |    Emmet Br0wn

Der V10-TDI-Motor ist so schwer, dasss er jeden Ansatz ernsthafter Fahrdynamik zu nichte machen würde. Von daher passt der eigentlich nur in ein großes SUV, das gar nicht ernsthaft Sportwagen-Ambitionen vorgibt.


06.07.2010 14:36    |    Zephyroth

Dann muß man ihn halt in die Mitte tun! Dann gehen sich sogar 12 Zylinder aus (siehe Audi R10 TDI in Le Mans). Aber wenn so ein Motor Fahrdynamik zunichte macht, wieso versuchen dann die Hersteller der SUV's genau das zu erreichen, bzw. bauen die Dinger so, das sie Fahrdynamik suggerieren?

 

Das SUV versucht irgendwie wirklich alles zu sein. Groß, sicher, schnell, fahrdynamisch, geländegängig. Das dieser Spagat net zu schaffen ist, sollte eigentlich jedem klar sein. Ich für mich könnte mir nicht vorstellen ein Fahrzeug zu fahren, das mich in keinem Bereich zufrieden stellt.

 

Mein Civic ist ein braver Allrounder, bietet für einen Kompakten übermäßig viel Platz, die Fahrleistungen sind ok, der Verbrauch gering (6.5l/100km). Dafür ist er net geländegängig. Der Integra ist der Sportler und kann eines ganz gut: Fahren und Kurvenräubern. Die Beschleunigung ist heftig, ebenso die Kurvenwilligkeit. Dafür ist er bedingt langstreckentauglich und nicht sonderlich sicher.

 

Aber irgendwie ist mir das lieber, weil ich wirklich 100% einer Eigenschaft habe, wenn ich sie haben möchte. Fahre ich ein SUV, bekomme ich von allem ein kleines Stück.

 

Der A8 wird übrigens mit dem 4.2er TDI mit ebenfalls 350PS angeboten.

 

Grüße,

Zeph


06.07.2010 14:43    |    Emmet Br0wn

Die dicken TDIs, egal ob V10 oder V12, bringen fahrtechnisch rein gar nix, ausser Prestige für die Marke, einen so großen Diesel-Exoten im Angebot zu haben. (Nicht falsch verstehen: ich finde den R50 dennoch toll und lustig). Aber die reine Längsdynamik ist deutlich schlechter als bei einem vergleichbaren (Turbo-)Benziner.

 

Längsdynamisch sieht z.B. ein Q7 V12 TDI kein Land gegen einen Cayenne Turbo oder X5 M mit ungefähr derselben Leistung, und das liegt nicht nur am etwas höheren Gewicht. Von der Querdynamik aufgrund der ungünstigeren Gewichtsverteilung wollen wir gar nicht reden. ;)

 

Und, da sind wir schon wieder beim Award :D, ein Cayenne Turbo sollte ungefähr mindestens genauso viel Drehmoment am Rad anliegen haben wie ein Q7 V12 TDI. :D


06.07.2010 15:50    |    renesis01

Zitat:

Was bei diesem oft herangezogenen Öko-Parade-Beispiel aber gerne und bewusst unter den Teppich gekehrt wird, ist das Thema ökologische Gesamtbilanz, zu der man dann bitte auch ehrlicherweise die Herstellung und Entsorgung der Energiespeicher/Brennstoffzellen und die Herkunft und Gewinnung des Stroms für den Antrieb zählen sollte.

Da Benzin/Diesel erfahrungsgemäß nicht einfach so aus der Tankstelle sprudelt, darf auch die Energiebilanz bezüglich der förderung, raffination und Transport des Rohöls nicht außer acht gelassen werden.

 

Akkus für elektroautos werden nicht entsorgt, sondern zu 99% recycelt.

Es macht mehr Sinn Rohstoffe zu verbauen und wiederzuverwerten (akkus) als diese unwiederbringlich zu vernichten (Öl).

 

Bleibt noch der abbau der Rohstoffe für die elektrokompunenten wie z.B. Lithium.

Allerdings ist auch die Ölförderung alles andere als Problemlos. Neben dem perversen Ölsandabbau in Canada und dem gezielten füllen des Golf von Mexico mit Rohöl, wird eigentlich alles weggerodet was geht um an Ölquellen ranzukommen.

 

 

 

Zitat:

Die Emmisionen werden also nur vom Fahrzeug zum Erzeugungsort verlagert.

Eben, raus aus der Stadt. Weg von den Anwohnern.

Zudem haben Kraftwerke erheblich bessere Wirkungsgrade als es ein Verbrennungsmotor in einem Auto je haben wird.

Auch die Abgasreinigung ist bei Kraftwerken erheblich besser wie bei Autos, vor allem bei Diesel.

 

 

 

Zitat:

Doch steckt die Entwicklung autarker Systeme noch in den Kinderschuhen - weshalb ich diese Thematik als reine Augenwischerei, sogar als gezielte Fehlinformation zur Erzeugung einer gewollten Haltung in der Bevölkerung betrachte.

In deutschland vielleicht, aber nicht in Japan, USA oder Frankreich (Hybrid,Elektro).

Da gibt es handfeste konzepte und Automobilhersteller die nicht so verschlossen sind.


07.07.2010 10:17    |    wo|ve

@Zeph

 

Zitat:

Von daher verhält sich das SUV tatsächlich eher wie ein hoher PKW, als wie ein Geländewagen

Schreib ich doch schon die ganze Zeit ;)

Zitat:

weil sie auf 2.5t beschränkt ist. Wie schwer ist der Touareg dann eigentlich?

Wenn ich mich richtig erinnere, müssten es sogar 2,5 to zGG gewesen sein. Und das wären beim Dicken sogar schon 3,2 to.

Die haben wahrscheinlich Angst, dass ich ihnen die Knochensteine aus dem Boden pflüge :D

Zitat:

Sicherlich kann man auch den ganz Großen (Cayenne, Q7, X5, X6, Touareg etc.) ordentliche Fahrleistungen entlocken, ebenfalls bekommt man die Straßenlage mit vielen Kniffen in Mechanik und Elektronik in den Griff. Ich bin sicher ein Cayenne kann schneller beschleunigen als mein Integra und hat eine höhere Vmax. Auch in den Kurven mag er mithalten, vielleicht ist er sogar besser. Aber der dafür notwendige Aufwand (Leistung, Verbrauch etc.), erscheint in einer Zeit wo Ressourcen knapp sind einfach nur als Verschwendung.

Zumindest die jeweiligen Top-Motorisierungen lassen einen beim Beschleunigen nur noch debil grinsen.

Das Touareg-Mörderteil W12 macht den Sprint in ca. 5,8 sec., genehmigt sich bei normaler Fahrweise aber auch mindestens 25 l/100km.

Der R50 braucht dafür etwas längere 6,7 sec., begnügt sich im Normalbetrieb dafür mit erträglichen 11,9 l/100km (bei mir ca. 13 l/100km) und wenn Spass (oder Unvernunft) gefragt ist, reichts auch für nen Cayenne S.

Durch die vielen kleinen Gimmicks kann man mit ordentlich Dampf durch die Kurven, wo er aufgrund der schweren Schnauze aber auch mächtig über die Vorderachse schieben möchte und die Reifen dort geradezu frisst. Natürlich macht sich das hohe Fahrzeuggewicht besonders beim Bremsen bemerkbar, kommt mir subjektiv aber auch nicht schlechter vor als beim Passat.

Angesicht der Leistungsdaten, dem Fahrzeuggewicht und dem möglichen Spassfaktor, finde ich ihn noch recht moderat im Umgang mit den Ressourcen. Besonders im Vergleich mit dem V6 TDI oder dem V8 Benziner - weshalb der V8 dann letztendlich doch aus der engeren Auswahl fiel.

Vernunft sieht natürlich etwas anders aus...

Zitat:

Aber wenn so ein Motor Fahrdynamik zunichte macht, wieso versuchen dann die Hersteller der SUV's genau das zu erreichen, bzw. bauen die Dinger so, das sie Fahrdynamik suggerieren?

Understatement? Mir zumindest ist ein unterschätztes Fahrzeug lieber, als ein Sportler, der nicht hält was er (optisch) verspricht.

Zitat:

Das SUV versucht irgendwie wirklich alles zu sein. Groß, sicher, schnell, fahrdynamisch, geländegängig. Das dieser Spagat net zu schaffen ist, sollte eigentlich jedem klar sein. Ich für mich könnte mir nicht vorstellen ein Fahrzeug zu fahren, das mich in keinem Bereich zufrieden stellt.

Mein Civic ist ein braver Allrounder, bietet für einen Kompakten übermäßig viel Platz, die Fahrleistungen sind ok, der Verbrauch gering (6.5l/100km). Dafür ist er net geländegängig. Der Integra ist der Sportler und kann eines ganz gut: Fahren und Kurvenräubern. Die Beschleunigung ist heftig, ebenso die Kurvenwilligkeit. Dafür ist er bedingt langstreckentauglich und nicht sonderlich sicher.

Aber irgendwie ist mir das lieber, weil ich wirklich 100% einer Eigenschaft habe, wenn ich sie haben möchte. Fahre ich ein SUV, bekomme ich von allem ein kleines Stück.

Kann man natürlich nicht pauschalisieren, aber für mich stellt mein Dicker die bestmögliche Symbiose aller guter Eigenschaften dar.

Er ist "groß, sicher, schnell, fahrdynamisch, (bedingt) geländegängig", hat einen angemessenen Verbrauch, kann auch "Kurvenräubern" und ist zudem "langstreckentauglich".

Quasi übersichtlich und vom Handling wie ein "normaler" PKw, Zuladung und Kapazität wie ein Kombi, agiler als viele Sportler und eine Ausstattung / den Luxus einer großen Edellimousine.

 

@ emmet

 

Zitat:

fährt den R50?

Jepp, aber das wollte ich eigentlich nicht an die große Glocke hängen - da hab ich doch gleich meinen Stempel weg...

Zitat:

Der R50 ist einfach nur geil, weil völlig krank. [...] Macht keinen Sinn, aber ich würd trotzdem einen haben wollen

Passend zum Fahrer (krank!) :D - und den wollte ich alleine schon deswegen haben, weil es sowas beim downsize-Nachfolger nicht mehr geben wird.

Zitat:

und auch nicht besser beschleunigt als ein "normaler" Benziner-V8 und diesen 2,7-Tonnen-Panzer dann als Sportmodell zu positionieren und mit einem Sportfahrwerk und Spoiler-Look zu versehen

Stimmt, die R50-Variante und der V8 nehmen sich bezüglich der Fahrleistungsdaten fast nichts, auch wenn letzterer eher dem V10-Grundmodell entspricht.

Unter den R-Modellen fällt er als Diesel ziemlich aus der Reihe - da hätte der W12SE als R60 besser hineingepasst.

Ansonsten gilt wohl: Alles kann fliegen - ausreichend Schub vorausgesetzt ;)

Zitat:

Die dicken TDIs, egal ob V10 oder V12, bringen fahrtechnisch rein gar nix, ausser Prestige für die Marke, einen so großen Diesel-Exoten im Angebot zu haben. (Nicht falsch verstehen: ich finde den R50 dennoch toll und lustig). Aber die reine Längsdynamik ist deutlich schlechter als bei einem vergleichbaren (Turbo-)Benziner.

Gebe dir absolut Recht bezüglich der Prestigefunktion für den Hersteller. Aber gerade diese Exoten sind oftmals Technikträger und die Umsetzung des Machbaren. Das PD-Konzept des V10 ist natürlich längst nicht mehr up-to-date, weshalb der modernere V8 aus dem Hause Audi dessen Leistungsdaten locker toppt.

Hier sollte aber die "Geschichte" des V10 nicht außer acht gelassen werden, der auf dem (oder zwei) R5 TDIs fußt.

Auch sind die Konzepte großer Diesel sicherlich nicht vergleichbar mit denen der leistungsstarken Benziner. Geht man aber einmal 20 Jahre zurück, hätte man es garantiert für ausgeschlossen gehalten, dass in naher Zukunft ein folgender Diesel eben nicht schnell kleiner im Rückspiegel wird. Bis zum Dicken war ich übrigens ebenfalls ein absoluter Benziner ;)

Und wenn ich mir die (realen) Verbrauchsdaten eines Cay Turbo oder X5M ansehe, und weiß, dass ich seltenst mit 100km/h über die Autobahn juckle, weil soviel Pferde auch mal galoppieren wollen...

 

@ renesis01

 

Ich gebe dir in allen Punkten absolut Recht!

Aber wo die Gesamtbilanz für Benzin und Diesel jedem relativ offenkundig ist, wird das "Drumherum" bei Hybrid-Elektro-&-Co. gerne vergessen zu erwähnen. Und genau das ist für mich gezielte Fehlinformation und Augenwischerei.

Ich habe generell kein Problem bei der Vorstellung, ein Fahrzeug zu führen, welches hinten reinen Wasserdampf ausspuckt - solange ich hierfür keine gravierenden Einschränkungen logistischer oder fahrdynamischer Art in Kauf nehmen muss. Und das sehe ich heute noch lange nicht - aber ich habe ja (hoffentlich) noch ein paar Jahre vor mir ;)


07.07.2010 10:59    |    Zephyroth

Understatement hin oder her, der Integra nimmt hier eine Spezialposition ein. Er sieht zwar aus wie eine Ausgeburt aus "The Fast and The Furious", aber im Gegenssatz zu den (optisch) getunten Civics hält er was die Optik verspricht (und damit rechnen die wenigsten). Die 6.7sec auf 100 halte ich mit, erst bei hohen Geschwindigkeiten (ich schätze bis 190km/h, da muß ich in die 5.) machen sich die 160-Mehr-PS bei deinem Touareg bemerkbar (meine Vmax ist irgendwo bei 235km/h). Allerdings braucht mein weißes Roß nur 8.5l/100km (Super 95) und geht auch sonst sparsamer mit den Ressourcen um als mein Civic (Brems und Reifenverschleiß).

 

Ist zwar Off-Topic, aber weils gerade angesprochen wurde: Elektroautos

 

Wenn ich mir so ansehe was Tesla derzeit treibt, gefällt mir das sehr gut. Das sind die Punkte die Wo|ve auch schon gebracht hat. Es muß sich nach "Auto" anfühlen und nicht wie eine "rollende Verzichtserklärung" (was beispielsweise der Loremo oder der Prius nach wie vor darstellt). Für reine Elektroautos sind nur 3 Probleme bis jetzt ungelöst:

 

1.) Woher kommt die Energie?

Braucht man net viel dazu sagen, derzeit kommt sie (wenn man diese benötigten Massen überhaupt elektrisch bereitstellen kann) aus fossilen Brennstoffen und Kernenergie. Ein wenig alternative Energien sind sicher möglich, aber die Menschen sind sich nicht bewußt welche Energiemengen für den Betrieb des Verkehrs notwendig sind.

 

2.) Das Laden

Beim Tesla Roadster dauert das Laden 3.5 Stunden an seiner speziellen Ladestation mit Kraftstromanschluß (ca. 20kW). Ist man unterwegs gibt's im Kofferraum ein kleines mobiles Ladegerät, damit dauert der Ladevorgang jedoch 24 Stunden. Will man ein Auto so schnell laden, wie tanken, so benötigt man für eine "Zapfsäule" eine Leistung von 2000kW!

 

3.) Das Material für den Akku

Derzeit ist die einzige Technologie mit ausreichender (ausreichend, nicht optimal) Energiedichte die Lithium-Ionen-Technologie. Will man eine ganze Autoflotte mit diesen Akkus ausstatten, so ist man schnell am Ende der Ressourcen. Solange das Problem der Energiespeicherung nicht gelöst ist, brauchen wir uns keine Gedanken über Punkt 1 und 2 machen.

 

Die Autos sind derzeit als Nischenprodukte populär, da spielen obige Punkte auch keine Rolle. Als massentauglich würde ich die Konzepte noch nicht einstufen...

 

Grüße,

Zeph


07.07.2010 11:45    |    wo|ve

@ Zeph

 

[off topic]

Zitat:

Understatement hin oder her, der Integra nimmt hier eine Spezialposition ein. Er sieht zwar aus wie eine Ausgeburt aus "The Fast and The Furious", aber im Gegenssatz zu den (optisch) getunten Civics hält er was die Optik verspricht

Stimmt! Der Integra hält was Opitk und Datenblatt versprechen: jede Menge Spaß - und das ist gut so ;)

Für mich "alten Mann" sind die Spaß-Zeiten zwar noch nicht ganz vorüber, aber zusätzliche wichtige Attribute beim fahrbaren Untersatz unverzichtbar.

So ein netter Flitzer vom Format Mustang GT500(KR) treibt mir den Sabber aus dem Mund, aber irgendwo ist auch meine persönliche Vernunftsgrenze überschritten...

[/off topic]


07.07.2010 12:43    |    Zephyroth

Der Mustang ist noch "Old School", aber geil. Aber in dieser Klasse würd' ich zum Nissan GT-R greifen. Das ist ein verspieltes Ding, als Techniker gefällt mir sowas. Abgesehen davon, sieht er mehr aus nach zweitüriger Luxuslimo, als ein Supersportler. Auch eine Art Understatement.

 

Grüße,

Zeph


07.07.2010 12:58    |    meehster

Der GT-R sieht auch schon ziemlich brachial aus. Hast den mal live gesehen?


07.07.2010 13:34    |    Zephyroth

Ja, sogar schon zweimal. War ein weißer GT-R, der sich langsam an mir vorbeischob. Das einzige was mir dazu eingefallen ist, war: "Will haben! Sofort!". Kein anderes Auto fasziniert mich derzeit so wie der GT-R. Aus dem Nichts erhebt sich ein "Reiskocher" (eher ein Sumoringer, bei 1,8t) und lernt der Legende "911 Turbo" das Fürchten. Und das nur durch ein total ausgetüfteltes Allradkonzept. Gefälltm mir, wenn so ein Underdog (obwohl er legendäre Vorgänger hatte) auch wirklich hält was er kaum verspricht.

 

Hätte ich raten müssen, aufgrund seines Gewichts, der eher grobschlächtigen Form hätte ich niemals geglaubt, das dieses Ding wirklich schnell ist.

 

Grüße,

Zeph


07.07.2010 14:41    |    meehster

Ich sehe recht regelmäßig einen in schwarz. Einmal stand der auch neben meinem Auto. So aus der Nähe finde ich sieht das Ding absolut gewaltig aus, vor Kraft strotzend. "Sumoringer" trifft es da ganz gut :)


07.07.2010 14:51    |    Audi-gibt-Omega

Bei 2,50€ pro Liter Benzin und 2,20€ sind die heute "moderaten" Verbräuche von 16l Benzin (Touareg/Q7 4,2) und 12l Diesel (Mercedes M, VolvoXC, BMW X5, Nissan Patrol, Toy Landcruiser...) der blanke Horror, obwohl es heute schon jeder WEISS, daß es bald so sein wird.

In zwei Jahren verschiebt sich die Diskusssion von "besser als ein Kompaktwagen, weil universeller" endgültig stark verlagern in Richtung "Hilfe mein SUV säuft mir die Haare vom Kopf". Die dicken V6 und noch mehr die V8 haben praktisch keinen Wertverlust, sie befinden sich dann wertmäßig sofort in der Autopresse nachdem sie das Autohaus verlassen haben. Die Diskussion um "Rohstoffe" und "Recycling" bei solchen überdimensionierten Monstern finde ich schon MEGA-peinlich.

Ein Argument der Big-SUV-Fangemeinde laß ich noch gelten: Ich will einfach mal den dicken Max raushängen lassen und leiste es mir eben, auf die "kleine Welt da unten" in der Stadt runterzugucken - solche Leute sind wenigstens ehrlich. Wenn Unvernunft eben Spaß macht....

Naja aber in 2 Jahren... siehe oben.

Seit ich selbst 12l Milch, 9l Getränke und noch zwei Tüten aufm Fahrrad gut verteile, brauch ich micht mal mehr das Auto zum mittleren Einkauf.


07.07.2010 17:26    |    wo|ve

@ Audi-gibt-Omega

 

Zitat:

Bei 2,50€ pro Liter Benzin und 2,20€ sind die heute "moderaten" Verbräuche von 16l Benzin (Touareg/Q7 4,2) und 12l Diesel (Mercedes M, VolvoXC, BMW X5, Nissan Patrol, Toy Landcruiser...) der blanke Horror, obwohl es heute schon jeder WEISS, daß es bald so sein wird.

Schätze mal, dies soll eine Eigenprognose zukünftiger Kraftstoffpreise darstellen? Hast du auch die Lottozahlen für Samstag zur Hand?

Dazu mal ganz ehrlich: vor nicht allzu langer Zeit hat der Liter Benzin gerade einmal die Hälfte dessen gekostet, was heute gängig ist.

Was denkst du, warum du heute für ne lapidare Bretzel beim Bäcker 0,95 Euro bezahlst, die es vor 15 Jahren noch für 0,70 DM gab?

Wie jeder andere Unternehmer gebe auch ich sämtliche Preissteigerungen an meine Kunden weiter.

Ich bin von der Preisentwicklung sicherlich nicht begeistert - aber dennoch weit davon entfernt, wegen künftig möglicher Preise in Panik zu verfallen.

Zitat:

In zwei Jahren verschiebt sich die Diskusssion von "besser als ein Kompaktwagen, weil universeller" endgültig stark verlagern in Richtung "Hilfe mein SUV säuft mir die Haare vom Kopf".

Bevor diese Diskussion akut wird, kommt erst einmal das Geheule wegen der absehbaren Pflicht zur grünen Umweltzonen-Plakette...

Dieses "Sauf"-Problem wird wahrscheinlich eher die potentiellen SUV-Gebrauchtwagen-Käufer jüngerer Generation betreffen, die sich sicherlich leicht einen bspw. Touareg aus zweiter-dritter Hand finanzieren können, aber sich noch im Lernprozess befinden, dass Anschaffung und Unterhalt zwei Paar Schuhe sind.

Solltest du dem Irrglauben unterliegen, dass Angehörige der höheren Einkommensgruppen verlernt hätten zu rechnen, nur weil sie etwas mehr über haben, kann ich dir leider auch nicht weiter helfen. Mal vom "goldenen Löffel im Geburtshintern" abgesehen, behaupte ich, dass nichts von nichts kommt...

Zitat:

Die dicken V6 und noch mehr die V8 haben praktisch keinen Wertverlust, sie befinden sich dann wertmäßig sofort in der Autopresse nachdem sie das Autohaus verlassen haben.

Nur weil ein gebrauchtes Dickschiff für 20-50t Euro zu bekommen ist, heißt das lange nicht, dass diese Preise nahe am Neupreis liegen!

Kleines Beispiel:

Touareg R50, 12 Monate alt, 30.000km, ausstattungsbereinigt -> ca. 46.000 Euro

Neupreis waren hier einmal 108.000 Euro - also ein vernachlässigbarer Wertverlust...

Wer glaubt, dass ein Auto (betagte Klassiker ausgenommen) etwas mit Kapitalanlagen zu tun hat, soll weiter den Sparstrumpf füttern und unterm Kopfkissen verwahren.

Zitat:

Die Diskussion um "Rohstoffe" und "Recycling" bei solchen überdimensionierten Monstern finde ich schon MEGA-peinlich.

So eine Aussage kann normalerweise nur von jemandem kommen, der Kondome wendet, um sie ein zweites Mal verwenden zu können (Spaß!!!). Ähnlich könnte man argumentieren, wenn sich der Nachbar einen 80"-Plasma fürs Wohnzimmer zulegt, obwohl ein 45-Zöller locker ausreichend wäre. Nur dass es da keinen juckt...

Wenn man dein Argument pauschal gelten lassen würde, könnte man auch verlangen:

- weltweites Urlaubsflugverbot, da die Ferien auch zu Hause am Baggersee verbracht werden können

- Motorsportverbot, weil unnötige Resourcenverschwendung mit zweifelhaftem Unterhaltungswert

- 40-qm-Wohnungen für alle, weil niemand wirklich mehr Platz für Bett und Kleiderschrank braucht

- Pflicht zur Nutzung des ÖNV

- etc.

Finde ich ziemlich radikal und erinnert mich irgendwie an die erlaubte Kinderquote Chinas.

Sorry, aber Orson Welles war nur ein Fiktions-Klassiker ;)

Zitat:

Ein Argument der Big-SUV-Fangemeinde laß ich noch gelten: Ich will einfach mal den dicken Max raushängen lassen und leiste es mir eben, auf die "kleine Welt da unten" in der Stadt runterzugucken - solche Leute sind wenigstens ehrlich. Wenn Unvernunft eben Spaß macht....

Naja aber in 2 Jahren... siehe oben.

Soviel Bereitschaft an Zugeständnissen rührt mein geschundenes Dickschiff-Fahrerherz. Beim Lesen dieses Satzes musste ich mir fast zwei dankbare Tränchen aus den Augenwinkeln drücken...

Wird tatsächlich nur von der "kleinen Welt da unten" so empfunden, und zeugt von ausgeprägtem und voreingenommenen Schubladendenken, wenn nicht sogar von tief verankertem Neid (den aber niemand zugibt, weil ja jeder sooooo zufrieden mit seinem Leben ist, dass daran nichts zu verbessern wäre. Gehaltserhöhung? Nee, Chef - lass mal stecken), oder noch schlimmer: ein Zeugnis von unverhohltem Hass auf die Gesellschaft, weil es einem trotz allem selbstempfundenen Fleiß einfach nicht besser gehen will, während der dämliche Nachbar mit seiner braungebrannten Silikonkissentussi schon wieder ein neues Auto fährt...

Ich fahre solch ein Fahrzeug, weil es meine Anforderungen erfüllt, mir gefällt, finanziell machbar ist, und mir in meiner 80-Std-Woche den Luxus bietet, den sich ein anderer aufgrund eines größeren Freizeitpensums für sein Wohnzimmer gönnt - und das wird in zwei Jahren hoffentlich nicht anders sein ;)

Zitat:

Seit ich selbst 12l Milch, 9l Getränke und noch zwei Tüten aufm Fahrrad gut verteile, brauch ich micht mal mehr das Auto zum mittleren Einkauf.

Schön für dich und dein Ökogewissen, solange du mir mit deinem überladenen Rad nicht vors Auto fällst und dabei deine Einkäufe nebst Hirnmasse auf meinem Lack verteilst.

Lass mich raten: eine Tüte links am Lenker und eine weitere rechts?

Wahrscheinlich forderst du auch kein "Fußgängergrün" an bedarfsgeschalteten Ampeln an - würde ja nur unnötig Strom verbrauchen.

Also quasi die Situation, in der ich meinen Kindern immer sagte, dass das eben ein Vollidiot war, der von Vorbildfunktion null Plan hat.

Deine Auffassung von Verkehrssicherheit finde ich absolut nachahmenswert!

Solchen Leuten gehört (falls vorhanden) der Führerschein auf Lebzeit entzogen...

Mein Ökobeitrag beschränkt sich leider nur darauf, dass ich Wertstoffe seit Kindesalter (lebe in der Gründungsstadt der Öko-Partei) akribisch trenne, Müll und häusliche Energieverschwendung grundsätzlich vermeide, und berufsmäßig dafür sorge, dass meine Kunden auf ihre verbrauchsabhängigen Wohnnebenkosten achten, bzw. diese optimieren.

Naja, sicherlich nicht ein so großer gesellschaftlicher Beitrag, wie du ihn mit deinen Fahrradeinkäufen leistest...

 

Ich respektiere gerne die Meinung oder Überzeugung anderer, sei sie noch so gegenteilig zu meiner - aber solche Beiträge sind eine harte Belastungsprobe.

 

Bin dann mal public viewen...

Zu Fuß - will ja keinen in seinem Selbstwertgefühl stören.


09.07.2010 12:31    |    kellypit

Also mein SUV (Chevy Suburban, EZ 2001, Abgasnorm Euro 3) hat für mich nur Vorteile:

 

- vor´m Kauf hab ich die C-Klasse und den VW T4 verkauft, weil 2 Autos brauch ich nun nicht mehr

- keine Diesel-Besteuerung mehr

- nur noch eine Fahrzeugversicherung

- insgesamte Kostenreduzierung durch o.g. Punkte

- Großeinkäufe bekomm ich locker rein (33 Kästen Bier ohne Rücksitz umlegen, Sperrgut usw.)

- auch in Großstädten hab ich genug Platz

- moderater Verbrauch (Benzin 13,2-13,6 L/100km und 16-18L Gas/100km bei 0,58€/L Gas)

- ich hab viel Stahl um mich rum, falls es doch mal kracht

- hohe Sitzposition, gute Übersicht rundum

- hohe Zuglast

- top Ausstattung

- relativ günstige Ersatzteilpreise

- gut in Eigenregie reparierbar

 

Selbst wenn ich in einer Stadt wohnen würde, würde ich kein kleineres Auto kaufen. Auch kein reines Stadtfahrzeug, da dessen Herstellung mehr Umweltgifte frei setzen würde, als mein Dicker in 50 Jahren durch Fahrbetrieb austoßen könnte!!!


09.07.2010 13:02    |    meehster

Gerade mit Gas kann man das unterschreiben.


09.07.2010 23:16    |    checkyChan

Zitat:

 Gerade mit Gas kann man das unterschreiben.

Hey Meehsterchen, welches SUV entspricht am Ehesten deinen Bedürfnissen? :) Wenn das Finanzielle unerheblich wäre, so wäre mein Favorit eindeutig der Cadillac Escalade - natürlich mit Geiger Tuning, dh. ohne Speedcut. ;) Dazu noch Goldkette, Basecap, Sonnenbrille und HipHop aus der Bose-Soundanlage. Klischees wollen erfüllt sein. :D

 

Ich hatte das Vergnügen einen, in freier Wildbahn zu sehen. Die Insassen, verzogene Kiddies - ca. 18 Jahre - neureicher Eltern. Das Schlimmste jedoch war die demolierte Seitenflanke. Dieses Auto fordert förmlich sittliche Reife, denn es ist das größte Fullsize SUV - zumindest hierzulande - und auch eines der Komfortabelsten.


09.07.2010 23:36    |    meehster

Welches SUV am ehesten meinen Bedürfmnissen entspricht? Hmm. Eigentlich müßte es sein wie mein Mazda 323F nach einer Tieferlegung, einer Abmagerungskur (nur Gewicht, nicht Komfort!), mit einem hochdrehenden Saugmotor á la Honda VTEC, gern noch stärker als meiner damals. Welches SUV kann das?


10.07.2010 00:16    |    jekie

Vorweg: Ich selber fahre keinen.

Aber bei den hiesigen Straßenverhältnissen ist das inne Stadt fahren wie ein fahren auf´m Truppenübungsgelände Sennelager!

Also: Ja eine altenative ist das, viele von denen fahren auch auf Gas das darf man auch nicht unterschätzen.


10.07.2010 00:17    |    Horst E

Ist ja ne lustige Diskussion hier:

 

Die Suff - Fahrer lassen auf ihre Kisten nichts kommen und erklären jede Kritik (auch wenn sie teilweise sachlich richtig ist) zur Neid - Hetz - Kampagne, ist ja auch einfacher so. Da ist aber auch Wunschdenken dabei würd ich mal vermuten.

Die Gegner haben alle möglichen Vorurteile aber nicht unbedingt viel Ahnung.

 

Für mich ist schon die Überschrift völlig verfehlt. Dort heißt es: "SUV - auch in der Stadt eine gute Alternative"

Das "auch" ist völlig fehl am Platze. Wo sonst sollte man diese technisch verfehlten Gurken, die nichts richtig können überhaupt fahren?

 

- Ins Gelände können die nicht wirklich, dafür gibts richtige Geländewagen mit richtigem Allradantrieb und passender Bereifung.

- Auf die Autobahn sollten die auch nicht, dafür gibts Sportwagen, PKWs und Kombis die mit wesentlich weniger Stirnfläche auch weniger Luftwiderstand haben.

- Landstraßen mögen noch gehen, auch wenn mir da die Suffs, die ich bisher so gefahren bin, zu unkomfortabel wären (ich weiß nicht was an Suffs auf schlechten Straßen so toll sein soll) und ich auch keine Vorteile im Hängerbetrieb sehen kann, 2,5t kann ich selber mit meinem Transporter ziehen und zwar recht komfortabel. Die Sitzposition ist außer der Einstiegshöhe auch nicht wesentlich anders als in PKWs, man sitzt praktisch auf dem Boden (nur ist der beim ein bißchen Suff höher).

 

Da bleibt nur die Stadt. Gewicht und Luftwiderstand spielen da keine große Rolle. Der Innenraum reicht auch für die meisten. Da spielt dann die höhere Sitzposition (meine ist noch höher) durchaus eine wichtige Rolle. Außerdem vermittelt so ein Suff ein unheimliches Sicherheitsgefühl. Daß die Sicherheit nicht gegeben ist, will niemand hören (es fragt ja auch keiner danach).

Außerdem habe Suffs teilweise sehr hohe Anhängelasten und ich verstehe durchaus wenn jemand so ein Zugfahrzeug braucht. Zwar sind Suffs nicht wirklich so wesentlich besser geeignet um schwere Lasten zu ziehen, wenn das aber der Hersteller bei den Zulassungsstellen so durchboxt, was solls?

Dabei ist es auch völlig daneben, Abgaßwerte von uralten Dieseln mit neuen Benzinern zu vergleichen.

 

Ich bleibe dabei: Die Stadt ist der natürliche Lebensraum der Suffs!

Leider ist das noch keine aussterbende Art.

 

Gruß Horst


10.07.2010 00:33    |    checkyChan

Zitat:

 Welches SUV am ehesten meinen Bedürfmnissen entspricht? Hmm. Eigentlich müßte es sein wie mein Mazda 323F nach einer Tieferlegung, einer Abmagerungskur (nur Gewicht, nicht Komfort!), mit einem hochdrehenden Saugmotor á la Honda VTEC, gern noch stärker als meiner damals. Welches SUV kann das?

Ich meinte natürlich schnittmengenmäßig - darum am ehesten, nicht den Eierlegendewollmilchsau SL von Meehster Automotives. :D Vielleicht wirst du bei den Crossovern fündig. ;)


10.07.2010 01:00    |    meehster

Schnittmengemäßig... Welches kleine, leichte und vor allem flache SUV käme da in Frage?


10.07.2010 01:15    |    checkyChan

Zitat:

 Schnittmengemäßig... Welches kleine, leichte und vor allem flache SUV käme da in Frage?

Na eben ein relativ leichtes und relativ flaches SUV wie bspw. die Straßenversion des Suzuki SX4 ohne Unterfahrschutz.


10.07.2010 11:32    |    wo|ve

@ Horst E

 

Zitat:

Ist ja ne lustige Diskussion hier:

Die Suff - Fahrer lassen auf ihre Kisten nichts kommen und erklären jede Kritik (auch wenn sie teilweise sachlich richtig ist) zur Neid - Hetz - Kampagne, ist ja auch einfacher so. Da ist aber auch Wunschdenken dabei würd ich mal vermuten.

Die Gegner haben alle möglichen Vorurteile aber nicht unbedingt viel Ahnung.

Sehr gut erkannt!

Und genau das ist es auch, was ich am Verlauf dieser Diskussion überwiegend nicht erkennen kann: sachliche und auf eigenen Erfahrungen basierende Kontra-Argumente. Die Wenigsten der Gegner haben einen SUV jemals von innen gesehen, geschweige denn gefahren. Demzufolge kann eine Gegenargumentation nur auf Hörensagen, Vorurteilen oder Medienbeeinflussung fußen.

 

Zitat:

Für mich ist schon die Überschrift völlig verfehlt. Dort heißt es: "SUV - auch in der Stadt eine gute Alternative"

Das "auch" ist völlig fehl am Platze. Wo sonst sollte man diese technisch verfehlten Gurken, die nichts richtig können überhaupt fahren?

Richtig, liegt aber daran, dass der Unbedarfte tatsächlich nicht den Unterschied zwischen SUV und Geländewagen kennt.

Viele Gegenargumente wären auf einen Geländewagen vielleicht zutreffend, sind beim SUV aber unsachlich. Ein SUV ist nämlich ein (reines) Straßenfahrzeug wie jedes andere vom Typ Golf & Co. auch.

 

Zitat:

- Ins Gelände können die nicht wirklich, dafür gibts richtige Geländewagen mit richtigem Allradantrieb und passender Bereifung.

Für die meisten SUVs absolut zutreffend, und auch ein reinrassiger Geländewagen kommt mit normaler Straßenbereifung schnell an seine Grenzen.

Hier darf man aber nicht vorschnell pauschalisieren. Denn es werden auch viele Modelle unter SUV geführt, die eher zur Gattung Geländewagen gehören. "Porsche Transsyberia" und "Touareg Experience" (Dakar lasse ich mal außen vor, da das dort eingesetzte Fahrzeug nicht mehr viel mit dem Namensgeber gemeinsam hat) sind da recht aufschlussreich. Einfach mal googeln, lesen/schauen und lernen ;)

 

Zitat:

- Auf die Autobahn sollten die auch nicht, dafür gibts Sportwagen, PKWs und Kombis die mit wesentlich weniger Stirnfläche auch weniger Luftwiderstand haben.

Sicherlich sind für "Hochgeschwindigkeitsfahrten" Fahrzeuge mit kleinerem Luftwiderstand, geringerem Gewicht und entsprechender Leistung von Vorteil, aber auch hier sollte man keine voreiligen Schlüsse ziehen.

Aus eigener Erfahrung würde ich analog bestätigen, dass ein "Wolf" MB250GD auf der Autobahn wenig Spaß bei dessen Höchstgeschwindigkeit verbreitet. Bei einem Cayenne oder Touareg sieht das wieder ganz anders aus. Mein Dicker lässt sich bspw. "rasanter" über die Autobahn bewegen, als mein Passat Variant (V6 2,8). Dank verstellbarer Luftfederung ist er dabei mit seiner Karosse auch nicht viel weiter vom Boden entfernt als die meisten Serien-PKWs.

Wenn man weiter einmal die Fahrzeugfronten von Cayenne/Touareg mit den jeweils aktuellen Nachfolgern vergleicht, sollte man leicht erkennen können, dass hier bezogen auf die Windangriffsfläche stark nachgebessert wurde.

 

Zitat:

- Landstraßen mögen noch gehen, auch wenn mir da die Suffs, die ich bisher so gefahren bin, zu unkomfortabel wären (ich weiß nicht was an Suffs auf schlechten Straßen so toll sein soll) und ich auch keine Vorteile im Hängerbetrieb sehen kann, 2,5t kann ich selber mit meinem Transporter ziehen und zwar recht komfortabel. Die Sitzposition ist außer der Einstiegshöhe auch nicht wesentlich anders als in PKWs, man sitzt praktisch auf dem Boden (nur ist der beim ein bißchen Suff höher).

Würde mal behaupten, dass dieser Eindruck auch stark vom jeweiligen SUV-Modell abhängig ist. Was Komfort, Fahrleistungsdaten und Alltagstauglichkeit angeht, entscheidet eher die jeweilige finanzielle Schmerzgrenze, als die Fahrzeugklasse.

Auch die "magische Grenze" von 2,5t Anhängelast ist nicht vom Fahrzeugtyp (darf in etwa sogar mein Passat), sondern eher von dessen Eigengewicht, Stützlast und bestimmten Leistungsfaktoren abhängig. Die großen SUVs, die hier auch vornehmlich in der Schußlinie stehen (über einen RAV4 oder CR-V regt sich ja keiner wirklich auf), ziehen mal locker 3,5t vom Fleck - und da trennt sich für viele die Spreu vom Weizen.

 

Zitat:

Da bleibt nur die Stadt. Gewicht und Luftwiderstand spielen da keine große Rolle. Der Innenraum reicht auch für die meisten. Da spielt dann die höhere Sitzposition (meine ist noch höher) durchaus eine wichtige Rolle. Außerdem vermittelt so ein Suff ein unheimliches Sicherheitsgefühl. Daß die Sicherheit nicht gegeben ist, will niemand hören (es fragt ja auch keiner danach).

Die "klassischen Sicherheitsdefizite" bezogen auf den höheren Fahrzeugschwerpunkt (Überschlagrisiko) habe ich in einem vorangegangenen Post schon angeführt. Was den Fußgängerschutz betrifft, ist es diesem wohl einerlei, ob er von einem CR-V oder einem T5 angefahren wird. Beim Duell PKW vs PKW nehme ich gerne wieder das Beispiel Fiat 500 gegen Audi Q7, und muss nicht lange überlegen, in welchem Fahrzeug ich mich in dieser Situation befinden möchte...

Genau so wenig wie ich die linke Autobahnspur für mich alleine beanspruche, nur weil ich gerade in einem leistungsstarken Porsche sitze, gebe ich mich aufgrund der Fahrzeugmasse einer etwaigen absoluten Sicherheit hin - die gibt es nämlich wirklich nicht!

 

Zitat:

Außerdem habe Suffs teilweise sehr hohe Anhängelasten und ich verstehe durchaus wenn jemand so ein Zugfahrzeug braucht. Zwar sind Suffs nicht wirklich so wesentlich besser geeignet um schwere Lasten zu ziehen, wenn das aber der Hersteller bei den Zulassungsstellen so durchboxt, was solls?

Die, für einen PKW, sehr hohe Anhängelast von 3,5t war für mich noch nicht einmal ein Entscheidungskriterium - aber schön, wenn die eierlegende Wollmilchsau das bei Bedarf auch kann (abnehmbare Kupplung wurde mitbestellt), ohne dass man hierzu einen (im Nutzungsprofil stark eingeschränkten) Baustellenbomber fahren, oder einen Kastenwagen bzw. gar einen 7,5-Tonner leihen muss.

Das hat auch weniger damit zu tun, was der Hersteller beim KBA (nicht Zulassungsstelle, weil die keine Typengenehmigung für Serienfahrzeuge vornimmt) "durchboxt", sondern hängt vornehmlich von den jeweiligen konzeptionellen Fahrzeugdaten ab.

Und einen Golf will der Hersteller verständlicherweise nicht so schwer machen, dass er von Haus aus auch 2,5t ziehen kann - denn dafür ist er nicht gedacht...

 

Zitat:

Ich bleibe dabei: Die Stadt ist der natürliche Lebensraum der Suffs!

Jepp, eben weil er vom jeweiligen Hersteller - genau wie jeder andere PKW - auch für diesen Einsatzort entworfen wurde.

 

Zitat:

Leider ist das noch keine aussterbende Art.

Oder: zum Glück ist das Leben kein Wunschkonzert für Einzelne ;)

 

 

Ich warte derweil geduldig auf die flächendeckende Einführung der grünen Umweltplakette - mensch, was werden wir in der Stadt auf einmal ungewohnte Mengen an Platz verfügbar haben.

Und auch da werde ich keinerlei "schlechtes Gewissen" haben, wenn ich im Sommer im 4-Zonen-klimatisierten, großräumigen und luxusbeschallten Dicken mit Wohnzimmerkomfort durch die Stadt fahre, während sich Andere ihre Nasen an den Scheiben von überfüllten Straßenbahnen/Bussen neben verschwitzten und gestressten Mitmenschen mit ihren quäkenden iPods platt drücken.

Fehlt eigentlich nur noch die Massagefunktion in den Ledersitzen um dieses Spektakel angemessen genießen zu können - naja, vielleicht beim nächsten SUV/Geländewagen :cool:

 

Jedem das Seine...

Oder wie ich in einem lustigen MT-Blog lernen durfte: "Quod libet Iovi, non libet bovi" (@ Emmet & meehster ;) ;) ;) )


10.07.2010 13:14    |    meehster

Zitat:

Original geschrieben von wo|ve

Jedem das Seine...

Oder wie ich in einem lustigen MT-Blog lernen durfte: "Quod libet Iovi, non libet bovi" (@ Emmet & meehster ;) ;) ;) )

Absolut.

 

Deswegen gilt auch, daß ich mich nicht über Leute beschwere, weil sie einen anderen Geschmack haben als wie ich, die ich ein Auto am liebsten so flach wie möglich mag.


10.07.2010 14:19    |    wo|ve

@ meehster

 

Zitat:

Deswegen gilt auch, daß ich mich nicht über Leute beschwere, weil sie einen anderen Geschmack haben als wie ich, die ich ein Auto am liebsten so flach wie möglich mag.

Das habe ich hoffentlich auch nicht unbewusst getan :confused:, falls doch irgendwo im von mir Geschriebenen dieser Eindruck erweckt wurde, bitte ich dies aufrichtig zu entschuldigen.

Denn normalerweise maße ich mir kein abschließendes Urteil über andere an. Sei es nun bezüglich des gefahrenen Autos, des bevorzugten Urlaubsortes, der favorisierten Biersorte, der Religionszugehörigkeit oder weiß-der-Henker sonst was.


10.07.2010 15:13    |    meehster

Mir ist da nichts negativ aufgefallen. Ich habe im Grunde Deine Schlußaussage unterschrieben :)

 

Und im Grunde weiß ich, daß mein Geschmack wie auch meine Herangehensweise sagen wir etwas speziell ist ;)


10.07.2010 15:27    |    wo|ve

... wobei deine "spezielle Herangehensweise" auch nur eine Frage der Gewöhnung ist ;)


10.07.2010 15:32    |    kellypit

Von checkyChan:

Ich hatte das Vergnügen einen, in freier Wildbahn zu sehen. Die Insassen, verzogene Kiddies - ca. 18 Jahre - neureicher Eltern. Das Schlimmste jedoch war die demolierte Seitenflanke. Dieses Auto fordert förmlich sittliche Reife, denn es ist das größte Fullsize SUV - zumindest hierzulande - und auch eines der Komfortabelsten.

 

Leider mußte ich mir meinen Burb´ selbst erarbeiten, deshalb war ich beim Kauf/Import auch schon 32.

 

Aber der Escalade ist nicht der größte SUV auf unseren Straßen - der Excursion von Ford ist noch mal ca. 30cm länger und gilt wohl als der größte SUV der Welt. Zu mindest kennt noch keiner aus meinem Umfeld einen größeren. Der lange Escalade wird auf der gleichen Plattform gebaut wie mein Chevy Suburban und der GMC Yukon XL. Im Prinzip sind das 3 absolut identische Autos, nur die Front, die Sitze und wenige Kleinigkeiten sehen etwas anders aus und der Escalade hatte auch 2001 schon Edelholzapplikationen im Armaturenbrett. Im Komfort nehmen sich diese 3 eigentlich nichts.

 

Leider ist man als Normalbürger hierzulande gezwungen, solche Fahrzeuge aus Übersee zu importieren, da bei den hiesigen Preisen einem schier die Luft weg bleibt: Suburban in Top-Ausstattung (LT) in USA NEU 39.888,-$ (damals ~31.000,-€) gegenüber Mercedes NEU - ich glaub GL mit ähnlicher Ausstattung ~135.000,-€ (hatte mal mein damaliger Chef). Dieser Mehrpreis in Höhe eines Einfamilienhauses (zumindest hier in Sachsen) wäre mir sogar idiotisch und arg übertrieben, wenn ich ein paar Millionen auf´m Konto hätte. So viel besser kann die Verarbeitung bei Mercedes einfach nicht sein, zumal mir meine damalige C-Klasse unter´m Arsch weggerostet ist. Mein Chevy ist dagegen voll verzinkt.


10.07.2010 16:34    |    meehster

Meine Herangehensweise ist mehr als Gewöhnung. Man kann es eher als Lebenseinstellung bezeichnen ;)


10.07.2010 17:14    |    Horst E

@ wo|ve

 

 

Zitat:

Richtig, liegt aber daran, dass der Unbedarfte tatsächlich nicht den Unterschied zwischen SUV und Geländewagen kennt.

Der ist auch äußerlich nicht so einfach erkennbar und wird von den Herstellern auch teilweise bewußt verschleiert (marketingtechnisch). SUVs werden hauptsächlich über die häufig falschen Vorstellungen der Kunden verkauft. Nur wenige SUVer sind sich dessen bewußt. Ein Freund von mir hat einen BMW X1, der macht sich keine falschen Vorstellungen. Der erwartet höchstens, daß er mal einen Anhänger aus einer feuchten Wiese ziehen kann.

 

Zitat:

Ein SUV ist nämlich ein (reines) Straßenfahrzeug wie jedes andere vom Typ Golf & Co. auch.

Dennoch geben sich viele SUVer der Illusion hin, damit im Notfall durch meterhohen Schnee und tiefsten Matsch fahren zu können.

 

Zitat:

Für die meisten SUVs absolut zutreffend, und auch ein reinrassiger Geländewagen kommt mit normaler Straßenbereifung schnell an seine Grenzen.

Erst recht ein schwerer SUV mit Tuningbreitreifen.

 

Zitat:

es werden auch viele Modelle unter SUV geführt, die eher zur Gattung Geländewagen gehören. "Porsche Transsyberia" und "Touareg Experience" (Dakar lasse ich mal außen vor, da das dort eingesetzte Fahrzeug nicht mehr viel mit dem Namensgeber gemeinsam hat) sind da recht aufschlussreich.

VW hat auch schon aus einem Golf einen Geländewagen gemacht (der traurige arme Country Golf). Das geht auch mit SUVs oder mit dem T5 (Grenzschutzausführung). Wenn man den Aufwand nicht scheut, dann kann man da schon was machen.

 

Zitat:

Sicherlich sind für "Hochgeschwindigkeitsfahrten" Fahrzeuge mit kleinerem Luftwiderstand, geringerem Gewicht und entsprechender Leistung von Vorteil, aber auch hier sollte man keine voreiligen Schlüsse ziehen.

Es ist kein voreiliger Schluß, daß bei hohen Geschwindigkeiten der Luftwiderstand eine große Rolle spielt, das Gewicht allerdings schon wieder nicht mehr und wenn der Luftwiderstand niedrig ist, dann braucht man auch nicht so viel Leistung.

 

Zitat:

Aus eigener Erfahrung würde ich analog bestätigen, dass ein "Wolf" MB250GD auf der Autobahn wenig Spaß bei dessen Höchstgeschwindigkeit verbreitet. Bei einem Cayenne oder Touareg sieht das wieder ganz anders aus. Mein Dicker lässt sich bspw. "rasanter" über die Autobahn bewegen, als mein Passat Variant (V6 2,8). Dank verstellbarer Luftfederung ist er dabei mit seiner Karosse auch nicht viel weiter vom Boden entfernt als die meisten Serien-PKWs.

Geschwindigkeit ist keine Kunst wenn man nur Leistung im Überfluß hat. Wie würde ein Golf mit der Motorleistung erst abgehen? Man kann auch einen LKW aufmotzen bis der 200 fährt wenn einem der Verbrauch egal ist und so ein moderner Großomnibus liegt auch richtig satt auf der Straße. Das kann ich nicht als besondere Leistung ansehen.

 

Zitat:

Wenn man weiter einmal die Fahrzeugfronten von Cayenne/Touareg mit den jeweils aktuellen Nachfolgern vergleicht, sollte man leicht erkennen können, dass hier bezogen auf die Windangriffsfläche stark nachgebessert wurde.

Das kann ich nicht erkennen. Man hat evtl. am cw-Wert rumgebessert, die Stirnfläche ist aber nicht wesentlich kleiner geworden. Ein richtiger Porsche (911) hat geschätzt etwa die halbe Stirnfläche und damit auch in etwa den halben Luftwiderstand. Abgesehen davon, daß beim Cayenne vorne eh alles Kühlergrill ist und so eine Aerodynamik vorgetäuscht wird, die gar nicht existiert.

 

Zitat:

Auch die magische Grenze" von 2,5t Anhängelast ist nicht vom Fahrzeugtyp (darf in etwa sogar mein Passat), sondern eher von dessen Eigengewicht, Stützlast und bestimmten Leistungsfaktoren abhängig. Die großen SUVs, die hier auch vornehmlich in der Schußlinie stehen (über einen RAV4 oder CR-V regt sich ja keiner wirklich auf), ziehen mal locker 3,5t vom Fleck - und da trennt sich für viele die Spreu vom Weizen.

Das ist ganz klar, hier spielt das Eigengewicht des Fahrzeugs eine wichtige Rolle. Ich frage mich allerdings des öfteren ob es nicht für manchen sinnvoll wäre einen Sprinter oder vergleichbares mit entsprechendem Ausbau zu verwenden und auf den Anhänger zu verzichten. Ich bin immer froh wenn ich alles in den Transporter bekomme, es ist einfach angenehmer zu fahren wenn man nicht noch einen Anhänger dran hat.

Zitat:

Die, für einen PKW, sehr hohe Anhängelast von 3,5t war für mich noch nicht einmal ein Entscheidungskriterium - aber schön, wenn die eierlegende Wollmilchsau das bei Bedarf auch kann (abnehmbare Kupplung wurde mitbestellt), ohne dass man hierzu einen (im Nutzungsprofil stark eingeschränkten) Baustellenbomber fahren, oder einen Kastenwagen bzw. gar einen 7,5-Tonner leihen muss.

Naja, du bist wenigstens so ehrlich das zu schreiben andere SUVer wollen mir immer erzählen, wie toll man damit schwere Anhänger ziehen kann. Dabei ist dann die Anhängerkupplung meist unbenutzt. Ich seh auch ganz selten einen SUV mit Anhänger dran. Irgendwie komisch ;-)

 

Zitat:

Das hat auch weniger damit zu tun, was der Hersteller beim KBA (nicht Zulassungsstelle, weil die keine Typengenehmigung für Serienfahrzeuge vornimmt) "durchboxt", sondern hängt vornehmlich von den jeweiligen konzeptionellen Fahrzeugdaten ab.

Und einen Golf will der Hersteller verständlicherweise nicht so schwer machen, dass er von Haus aus auch 2,5t ziehen kann - denn dafür ist er nicht gedacht...

Gedacht war die in den jeweiligen Ländern zuständige Behörde für die Zulassung neuer Fahrzeuge (also in Deutschland ganz richtig das KBA). Und es hängt ganz wesentlich davon ab, was der Hersteller beantragt und wie er es begründet, das kann ich dir versichern. Natürlich gibt es für alles Grenzen, aber es wäre möglich bei vielen Fahrzeugen durch leichte Änderungen bzw. andere Abstimmung eine höhere Anhängelast zu ermöglichen. Dies hätte aber Einfluß auf andere Eigenschaften wie Fahrkomfort, Leergewicht und auch die Produktionskosten. Deshalb wird es nicht gemacht, denn diese Fahrzeuge werden selten als Zugfahrzeuge gekauft und es ist deshalb nicht unbedingt im Interesse des Herstellers hier besonders hohe Werte zu erreichen.

 

Zitat:

Die "klassischen Sicherheitsdefizite" bezogen auf den höheren Fahrzeugschwerpunkt (Überschlagrisiko) habe ich in einem vorangegangenen Post schon angeführt. Was den Fußgängerschutz betrifft, ist es diesem wohl einerlei, ob er von einem CR-V oder einem T5 angefahren wird.

Durchaus richtig. Der Fußgänger könnte aber schon einen Unterschied zwischen einen Golf oder einem Cayenne merken.

 

Zitat:

Beim Duell PKW vs PKW nehme ich gerne wieder das Beispiel Fiat 500 gegen Audi Q7, und muss nicht lange überlegen, in welchem Fahrzeug ich mich in dieser Situation befinden möchte...

Du solltest einmal sehen wie tief sich so ein kleiner Smart in eine S-Klasse bohrt, Kleinwagen sind inzwischen extrem hart, weil sie nur so eine kurze Knautschzone haben. SUVs haben auch ihre Schwachstellen. Da kann es zum Beispiel vorkommen, daß die Lenksäule in einer sehr ungünstigen Position ist und den Stoß von vorne an den Fahrer weitergibt.

 

Zitat:

}> Ich bleibe dabei: Die Stadt ist der natürliche Lebensraum der Suffs!

Jepp, eben weil er vom jeweiligen Hersteller - genau wie jeder andere PKW - auch für diesen Einsatzort entworfen wurde.

SUVs werden aber für ganz was anderes beworben => siehe VW-Werbung.

 

Zitat:

}> Leider ist das noch keine aussterbende Art.

Oder: zum Glück ist das Leben kein Wunschkonzert für Einzelne ;)

Das ist meine persönliche Meinung. Der muß sich niemand anschließen.

 

Zitat:

Ich warte derweil geduldig auf die flächendeckende Einführung der grünen Umweltplakette - mensch, was werden wir in der Stadt auf einmal ungewohnte Mengen an Platz verfügbar haben.

Netter Scherz oder bist du wirklich so weltfremd? Das trifft doch maximal 2 bis 3% der Fahrzeuge. Der Rest kauft sich SUFFs und belegt damit 2 Stellplätze auf einmal. ;-) Viel Spaß dann bei der Parkplatzsuche und zwischendurch nicht vergessen rechtzeitig zu tanken sonst bleibst du noch mitten auf der Parkplatzsuche liegen. :-D

 

Gruß Horst


10.07.2010 17:20    |    wo|ve

Zitat:

Original geschrieben von meehster

Meine Herangehensweise ist mehr als Gewöhnung. Man kann es eher als Lebenseinstellung bezeichnen

Meinte damit die Gewöhnung für andere. Mir sind geradlinige Menschen mit eigener Meinungsbildung auch bei weitem lieber, als die sonst so weitverbreiteten indoktrinierten "Nachbabbler"...

 

 

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Bisheriger Stand der Umfrage (ca. 2600 Stimmen)

  • 683 (26.1 %) SUVs sind praktisch und sehen einfach cool aus – auch als Stadtauto super!
  • 204 (7.8 %) Mir langt ein kleineres, sparsameres Auto für die Stadt, aber wem's gefällt...
  • 1548 (59.1 %) Ein Wagen mit diesen Möglichkeiten und diesem Gewicht ist Quatsch, wenn man überwiegend in der Stadt unterwegs ist.
  • 183 (7.0 %) Nichts davon trifft für mich zu.

 

Was lese ich daraus?

  • ein Viertel der Voter sieht es realtiv sportlich
  • beinahe ein Zehntel sieht es nüchtern, zieht aber aus wirtschaftlichen Gründen einen Kleinwagen vor
  • einem weiteren Fast-Zehntel ist es so schnuppe wie eine Bundestagswahl
  • und (welch Überraschung) mehr als die Hälfte empfindet SUVs in der Stadt wegen dessen "Möglichkeiten" und Gewicht als Quatsch.

 

Die 1548 Voter würde ich gerne einmal nach den besonderen "Möglichkeiten" eines SUV fragen.

Was bitte kann ein SUV denn, was ein PKW herkömmlicher Bauart nicht kann?

-> Schwere Anhänger ziehen? - Kann ein T5 auch.

-> Das Ego des Fahrers steicheln? - Können viele andere Fahrzeuge auch.

-> Serpentinen über die direkte Linie zum Gipfel abkürzen? - Kann ein SUV ebenso wenig wie alle anderen "Stadtautos"

 

Sorry, aber mir fällt beim besten Willen wirklich keine einzige besondere Möglichkeit des SUV ein, die sonstige PKW nicht auch hätten.

Selbst der zweitgenannte Grund "Gewicht" will mir nicht recht einleuchten, da einige Kombis/Limousinen und viele Transporter ein höheres tatsächliches Fahrzeuggewicht auf die Waage bringen.

 

Also?


10.07.2010 18:20    |    wo|ve

Zitat:

Original geschrieben von Horst E

[...]wird von den Herstellern auch teilweise bewußt verschleiert (marketingtechnisch). SUVs werden hauptsächlich über die häufig falschen Vorstellungen der Kunden verkauft.[...]

Ist weder die Schuld des Herstellers, noch des Verkäufers - sondern ganz einfach Dummheit des Käufers.

Wer nach einem geländetauglichen Fahrzeug sucht, und dort schon Erfahrungen gesammelt hat, wird häufig schon wissen, worauf es ankommt - egal was einem die Werbung oder der Verkäufer an die Backe labert.

Fürs Gelände würde ich wahrscheinlich auf ein G-Modell zurückgreifen. Nicht weil es etwa überragend gut wäre, sondern weil ich es bereits in vielen Situationen kennen lernte.

 

Zitat:

Ein SUV ist nämlich ein (reines) Straßenfahrzeug wie jedes andere vom Typ Golf & Co. auch.

Dennoch geben sich viele SUVer der Illusion hin, damit im Notfall durch meterhohen Schnee und tiefsten Matsch fahren zu können.

Bodenfreiheit ist aber keine Illusion, und da können wenige Zentimeter einen großen Unterschied machen. Den wirklichen Unterschied macht aber besonders im Gelände das fahrerische Können und Erfahrung.

 

Zitat:

Für die meisten SUVs absolut zutreffend, und auch ein reinrassiger Geländewagen kommt mit normaler Straßenbereifung schnell an seine Grenzen.

Erst recht ein schwerer SUV mit Tuningbreitreifen.

Da ist nix getunt - der war ab Werk schon so geil :cool:, und wurde auch nicht für den Geländeeinsatz angeschafft.

Gerade weil er so ab Werk kam, muss ich keine Zeit damit verschwenden ihn aufzupimpen, und kann stattdessen weiter sinnvoll den Belangen meiner Firma nachgehen.

Zudem ist mir der Gedanke zuwider, für einen Gebrauchsgegenstand Geld auszugeben, der mir nichteinmal gefällt...

 

Zitat:

VW hat auch schon aus einem Golf einen Geländewagen gemacht (der traurige arme Country Golf). Das geht auch mit SUVs oder mit dem T5 (Grenzschutzausführung). Wenn man den Aufwand nicht scheut, dann kann man da schon was machen.

Sorry, aber eine Fahrwerkshöherlegung plus Allrad macht einen PKW vielleicht zum SUV, aber noch lange nicht zum Geländewagen.

Schon einmal einen richtigen Geländewagen durch richtiges Gelände bewegt?

 

Zitat:

[...]Wie würde ein Golf mit der Motorleistung erst abgehen?[...]

Wie ein Golf mit dieser Motorleistung abgehen würde, weiß ich nicht, interessiert mich auch nicht wirklich und steht hier überhaupt nicht zur Debatte. Mit dem selben Motor würde er sich wahrscheinlich mit seinem Differenzialgetriebe im Asphalt eingraben - spätestens bei der erstbesten Bodenwelle...

Geht es hier nun um SUVs oder um Leistung?

 

Zitat:

[...]Fahrzeugfronten von Cayenne/Touareg mit den jeweils aktuellen Nachfolgern vergleicht, sollte man leicht erkennen können, dass hier bezogen auf die Windangriffsfläche stark nachgebessert wurde.

Das kann ich nicht erkennen. Man hat evtl. am cw-Wert rumgebessert, die Stirnfläche ist aber nicht wesentlich kleiner geworden. Ein richtiger Porsche (911) hat geschätzt etwa die halbe Stirnfläche und damit auch in etwa den halben Luftwiderstand. Abgesehen davon, daß beim Cayenne vorne eh alles Kühlergrill ist und so eine Aerodynamik vorgetäuscht wird, die gar nicht existiert.

Nicht? Dann muss einer von uns mal dringend zum Optiker ;)

In einem 911er bekomme ich, vom Golfzubehör mal abgesehen, nicht wirklich etwas unter. Was nützt mir da dann dessen bessere Windschnittigkeit - außer dass ich meine Einkäufe schneller ratenweise zwischen Händler und Heim transportieren kann?

 

Zitat:

[...]Ich frage mich allerdings des öfteren ob es nicht für manchen sinnvoll wäre einen Sprinter oder vergleichbares mit entsprechendem Ausbau zu verwenden und auf den Anhänger zu verzichten. Ich bin immer froh wenn ich alles in den Transporter bekomme, es ist einfach angenehmer zu fahren wenn man nicht noch einen Anhänger dran hat.

Kann ich dir nicht allgemeingültig beantworten. Für mich wäre ein Sprinter definitiv nichts für den Alltag - schließlich liefere ich ja keine Pakete aus...

Ansonsten verzichte ich ebenfalls gerne auf einen Anhänger.

 

Zitat:

Naja, du bist wenigstens so ehrlich das zu schreiben andere SUVer wollen mir immer erzählen, wie toll man damit schwere Anhänger ziehen kann. Dabei ist dann die Anhängerkupplung meist unbenutzt. Ich seh auch ganz selten einen SUV mit Anhänger dran.

Warum sollte ich auch lügen? Ich stehe eben zu meiner Außenwirkung.

Wenn andere SUV-ler das nicht tun, könnte es evtl. an der allgemeinen Meinung liegen, die ihnen entgegensteht.

Ist vielleicht auch nicht jedermanns Sache, seinem Gegenüber deutlich zu machen, dass er sich seine Meinung sonstwohin stecken kann, wenn es zu blöde wird ;)

 

Zitat:

Der Fußgänger könnte aber schon einen Unterschied zwischen einen Golf oder einem Cayenne merken.

[Scherz]Dann doch lieber den Cayenne - der hat wenigstens Stil und das würde für mich einen relativ angemessenen Abgang bedeuten.[/Scherz]

 

Zitat:

Du solltest einmal sehen wie tief sich so ein kleiner Smart in eine S-Klasse bohrt, Kleinwagen sind inzwischen extrem hart, weil sie nur so eine kurze Knautschzone haben. SUVs haben auch ihre Schwachstellen. Da kann es zum Beispiel vorkommen, daß die Lenksäule in einer sehr ungünstigen Position ist und den Stoß von vorne an den Fahrer weitergibt.

Wie schon geschrieben, gibt es keine absolute Sicherheit im Leben. Wer diese sucht, sollte lieber zu Hause bleiben, und dabei die Finger von häuslicher Arbeit lassen.

 

Zitat:

SUVs werden aber für ganz was anderes beworben => siehe VW-Werbung.

Wer der Werbung glaubt, hat ganz andere Probleme.

 

Zitat:

Ich warte derweil geduldig auf die flächendeckende Einführung der grünen Umweltplakette - mensch, was werden wir in der Stadt auf einmal ungewohnte Mengen an Platz verfügbar haben.

Netter Scherz oder bist du wirklich so weltfremd? Das trifft doch maximal 2 bis 3% der Fahrzeuge. Der Rest kauft sich SUFFs und belegt damit 2 Stellplätze auf einmal. ;-) Viel Spaß dann bei der Parkplatzsuche und zwischendurch nicht vergessen rechtzeitig zu tanken sonst bleibst du noch mitten auf der Parkplatzsuche liegen. :-D

Natürlich ist das ein Scherz, auch wenn ich sehr stark bezweifle, dass dies nur 2-3% der Fahrzeuge betreffen würde. Gehe mal vorsichtig von 20-30% aus.

Und mach dir mal keine Sorgen um meinen Tankinhalt. Da passen 100 Liter rein - die halten ne Weile. Und als Städter habe ich langjährige Übung darin, kleinstmögliche Parklücken zu nutzen - egal ob ich mit dem Cuore meiner Frau, dem Dicken oder nem Sattelschlepper unterwegs bin ;)


11.07.2010 02:07    |    checkyChan

Zitat:

Meine Herangehensweise ist mehr als Gewöhnung. Man kann es eher als Lebenseinstellung bezeichnen ;)

Livestyle hin oder her, mit "Schnittmenge" meinte ich, welche Eigenschaft(en) eines SUVs sich mit deinen Bedürfnissen decken. Keine Ausreden mehr. :p


11.07.2010 02:14    |    checkyChan

@Horst E

 

Mach dir nichts d'raus, selbst bei einem Hydrogen-SUV hätte die mieselsüchtige Ökofraktion, von selbsernannten Umweltschützern über Ökologisten bis hin zu Ökofaschisten, noch Grund genug zu meckern. Sie wäre erst zufrieden, wenn sie quasi diktatorische Befugnisse hinsichtlich der Ressourcenverteilung hätten - ganz dunkles Kapitel. :rolleyes:


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