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07.03.2011 09:31    |    MOTOR-TALK    |    Kommentare (5.177)    |   Stichworte: Ausnahmen, Benzin, Biosprit, E10, E10 Kraftstoff, E10 Unverträglichkeit, E10 Verträglichkeit, Ethanol, Freigabe, Hersteller, Information, Kraftstoff, Marken, Modelle, MOTOR-TALK, Problematik, Umfrage, Verträglichkeit

Tankst Du E10?

Seitdem am vergangenen Donnerstag bekannt wurde, dass die Mineralölkonzerne die weitere Auslieferung vom Biokraftstoff E10 an die Tankstellen vorerst stoppen, ist das Chaos perfekt. Die Medien überschlagen sich, Schuldzuweisungen für den E10-Flopp gibt es nach allen Richtungen und keiner weiß so recht, welchen Meldungen man noch Glauben schenken darf und welchen nicht. Am Dienstag, 8. März 2011, soll nun in einem „Benzin-Gipfel“ eine Lösung gefunden werden, wie man aus dem E10 Debakel wieder rauskommt. Dabei soll es um Maßnahmen gehen, wie E10 von den Autofahrern angenommen werden kann. Der Aufschrei nach der kompletten Abschaffung von E10 wird dort allerdings laut aktueller Meldungen kein Thema sein. Wir gehen deswegen das Thema „E10“ hier mal etwas grundsätzlicher an, denn natürlich ist vor allem auf MOTOR-TALK das Interesse daran riesig.

 

E10 tanken oder nicht?E10 tanken oder nicht?Die Verunsicherung ist groß: Eine uneinheitliche und unwillige Informationspolitik seitens der Automobilhersteller und Mineralölkonzerne sorgt dafür, dass die deutschen Autofahrer den neuen Sprit lieber meiden – jedenfalls dort, wo er bislang verfügbar ist. Für Super oder Super Plus zahlen sie im Schnitt acht Cent mehr pro Liter – und der Nachschub der Tankstellen an Super E5 wird mittlerweile knapp. Dies hat dazu geführt, dass die Mineralölkonzerne am vergangenen Donnerstag den vorläufigen Produktionsstopp von E10 ausgerufen haben, um das E10 Versorgungssystem nicht platzen zu lassen, weil keiner den Biokraftstoff tanken will.

 

Auch auf MOTOR-TALK ist die Verunsicherung und das Interesse groß. Erste Nutzer haben schon dazu aufgerufen, E10 komplett zu boykottieren, um „die da oben“ zum Umdenken zu bringen. Was steckt aber wirklich hinter E10, und was ist Eure Meinung dazu? Das wollten wir mal wissen und sind das Thema deshalb etwas grundsätzlicher angegangen. Außerdem haben wir uns angeschaut, wie gut die Hersteller über E10 informiert haben.

 

Rechtlicher Hintergrund

 

Die Richtlinie 2009/30/EG des Europäischen Parlaments verpflichtet alle Mitgliedstaaten, ein System zur Überwachung und Verringerung der Treibhausgasemissionen einzuführen. Dies kann u.a. durch die Einführung eines Ottokraftstoffs mit maximal zehn Volumenprozent Kraftstoffethanol (Bioethanol) unter dem Branchenkürzel E10 (von Ethanol 10 %) erfolgen. Was immer man davon hält, die deutsche Regierung setzt damit letztendlich europäisches Recht um, und das sogar eher spät: In Frankreich z.B. wird E10 schon seit 2009 verkauft. Dadurch soll die Abhängigkeit vom Erdöl vermindert und der CO2-Ausstoß im Verkehr reduziert werden. Die entsprechenden Gutachten gehen von einem CO2-Vorteil von 35 Prozent aus, den Ethanol aus nachwachsenden Rohstoffen gegenüber Erdöl hat.

 

Für Fahrzeuge, die E10 nicht vertragen, muss laut EU-Richtlinie mindestens bis 2013 das bisherige Benzin als sogenannte Bestandsschutzsorte weiterhin angeboten werden. In Deutschland verkauftes Ethanol muss zusätzlich eine positive Umweltbilanz gegenüber Erdöl haben.

 

Kritik

 

Kritiker monieren vor allem, dass eine bessere Umweltbilanz von Super E10 gegenüber herkömmlichem Super sich nicht wirklich belegen lässt. Es wird den Regierungen vorgeworfen, Nebeneffekte wie Abholzung, Bodenverödung, -vergiftung etc. einfach auszublenden. Ein positiver Effekt von Ethanol im Sprit auf die Umwelt sei zudem, falls vorhanden, angesichts der Menge der Beimischung allenfalls marginal.

 

Klar ist, durch den niedrigeren Brennwert von Ethanol gegenüber Benzin aus Erdöl (65,5%) sinkt auch der Brennwert des gemischten Sprits. Dadurch sinkt die Leistung und steigt der Verbrauch. Der errechnete Mehrverbrauch ist allerdings marginal, er beträgt 1,7 % (bei bisher 6 l/100 km wären das 0,1 l/100 km mehr).

 

Weiter wird kritisiert, dass E10 manche Pkw schädigen kann. Deshalb sind alle Autohersteller verpflichtet, Auskunft über die E10-Verträglichkeit ihrer Modelle zu geben. Das DAT-Institut hat daher im Auftrag der bundesregierung eine Liste der Herstellerangaben zur Verträglichkeit von E10 erstellt.

 

Was steckt wirklich dahinter? E10 und die Risiken

 

Eine sehr vollständige Erklärung zu den Hintergründen und möglichen Risiken von E10 gibt es im Blog von Rotherbach. Wir haben die wesentlichen Infos daraus hier mal zusammengezogen.

 

Oft hört man, dass Ethanol sowohl Dichtungen als auch den Motor selbst schädigen kann. Das ist zwar nicht falsch, relativiert sich aber in den meisten Aspekten durch die verhältnismäßig geringe Beimischung. Seit 1980 befindet sich bereits ein 5%iger Anteil Ethanol im Benzin, der die Klopffestigkeit steigern und Bleiadditive ersetzen sollte. Die jetzige Verdopplung dieser Menge stellt nur in wenigen Ausnahmefällen ein Risiko dar.

 

 

Benzindirekteinspritzer mit Hochdruckpumpen

 

Infos zu E10Infos zu E10Die Hydrophilie von Ethanol bewirkt, dass geringe Mengen Wasser mit korrosionsgefährdeten Teilen im Motor in Berührung kommen können, jedoch zu wenig, um Schäden zu hinterlassen. Auch eine Verdünnung des Motoröls und damit zusammenhängend eine Verkürzung des Ölwechselintervalls ist auszuschließen, da sich das Wasser absetzen und bei entsprechenden Motortemperaturen verdampfen würde. Riskanter ist die Säure-Base-Reaktivität. Es kann bei Leichtmetallen wie Aluminium zu einem „scheinbaren Auflösen des Bauteils“ kommen – ein schleichender Prozess, der durch Beschädigungen beschleunigt werden kann. Aus diesem Grund gibt es keine Freigabe für Benzindirekteinspritzer mit Hochdruckpumpen. Durch die Steigerung des Druckes erhöht sich die Reaktivität von Ethanol, bei entsprechenden Tests wurden Korrosionsspuren an Aluminiumverschraubungen festgestellt. Alle anderen Benziner bleiben hiervon weitgehend verschont, nur eine drastische Erhöhung des Ethanolanteils wäre gefährlich.

 

Da betroffene Leitungen und Dichtungen für den Kontakt mit Benzin ausgelegt sind, ist die Eigenschaft von Ethanol als Lösungsmittel zu vernachlässigen. Hier besteht das einzige Risiko darin, dass Weichmacher abgetragen werden können, was zu sprödem Material oder Rissen führen kann. Aber dieser Prozess verläuft so langsam, dass in der Regel eher der normale Verschleiß eintritt.

 

Relevant für alle Modelle ist die höhere Betriebstemperatur bei der Verwendung von E10 im Vergleich zu herkömmlichem Super. Ethanol benötigt weniger Sauerstoff bei der Verbrennung, wodurch ohne Anpassung ein mageres Gemisch entsteht. Im normalen Betrieb wird dies aber durch die Lambdaregelung per Änderung der Einspritzmenge korrigiert. Bei älteren Fahrzeugen ohne geregelten Katalysator empfiehlt sich eine Anpassung mit Hilfe eines Abgastesters. Durch den geringen Ethanolanteil sind generell Schäden an Auslassventilen oder Katalysator aber unwahrscheinlich.

 

Die Hersteller: Desinformation aus Angst vor Garantieansprüchen?

 

Wie gut informieren die Pkw-Hersteller?Wie gut informieren die Pkw-Hersteller?Alle Hersteller waren verpflichtet, zum Marktstart von E10 verbindliche Angaben zu machen, welche Modelle sie für den neuen Kraftstoff zulassen. Die Qualität der Angaben ist aber sehr unterschiedlich. Die meisten deutschen Hersteller, wie z.B. VW und Opel, haben fast ihre gesamte Modellpalette für E10 freigegeben. Ausnahmen wurden meist klar benannt. Ebenfalls vorbildlich: Volvo testete alle Pkw bis 1976 rückwärts, Ford macht sogar Ausführungen zu Pkw vor Baujahr 1940. Andere Hersteller machen es sich dagegen eher einfach. So gibt z.B. Nissan pauschal alle Modelle ab Bj. 2000 frei. Ob sich da wirklich alle 2000er Modelle technisch so entscheidend vom 1999er Modell unterscheiden? Ist E10 in einem Modell Baujahr 1999 doch sicher – oder in einem Modell 2001 unsicher? Man weiß es nicht, und ohne entsprechendes technisches Hintergrundwissen ist man zwangsläufig verunsichert.

 

Auch Mazda gibt Freigaben nur für aktuelle Modellreihen (Mazda2-6) ab 2003. Die direkten Vorgänger Premacy oder Demio werden pauschal ausgeschlossen. Am einfachsten macht es sich Lada. Erst ab Modelljahr 2011 (Euro5) werden hier die Autos für den Betrieb mit E10 freigegeben.

 

E10 und die Motorrad-HerstellerE10 und die Motorrad-HerstellerNun ist es natürlich für Autohersteller eher unwirtschaftlich, 10 Jahre alte Autos gründlich auf E10-Verträglichkeit zu untersuchen bzw. zu testen. Der Verdacht steht im Raum, dass etliche Fahrzeugmodelle eigentlich kein Problem mit Ethanol haben – die Hersteller aber ein Problem damit, das für diese älteren Modelle zu bescheinigen. Aus Angst vor möglichen Garantieansprüchen? Die Frage darf erlaubt sein, ob es überhaupt möglich ist, die Restlebensdauer eines 15 Jahre alten Alltagsautos durch Betankung mit E10 noch zu verkürzen.

 

Auch auf Nachfrage bei den Herstellern erhält der Kunde übrigens keine andere oder genauere Aussage als die, die auch in den allgemein zugänglichen Listen steht. Andere Hersteller schicken OPR-Codes ins Rennen; ebenfalls nicht sehr kundenfreundlich.

 

Die Tankstellen: An der Grenze zum Betrug?

 

Die Verunsicherung der Autofahrer durch E10 wurde durch die Tankstellen und Mineralölkonzerne kräftig befördert. Obwohl der Stichtag lange bekannt war dauerte es zunächst mal Wochen, bis es überhaupt irgendwo ein Schild gab, auf dem E10 steht. Bis heute ist das nicht flächendeckend so. Seit nun die meisten Tankstellen E10 führen, zeichnen sich allerdings zwei unschöne Trends ab.

 

1. Trend: Super E5 ist keine Alternative mehr.

 

Zwar müssen Tankstellen zum Bestandsschutz weiterhin Super mit 5% Ethanol führen. Zu welchem Preis und mit wie viel Oktan max., da gibt es keine Vorschrift. Also kann das bisherige Super zum gleichen Preis wie Super Plus angeboten werden, oder es gibt gleich nur noch Super Plus. So soll natürlich der Absatz von E10 gestützt werden, die Einführung einer neuen Sorte ging schon immer nur über den Preis. Hintergrund: 2011 müssen die Tankstellen zu 6,25% Agrokraftstoffe verkaufen – das geht nur, wenn E10 billiger verkauft wird, als es ist. Und das geht nur, wenn herkömmliches Benzin teurer verkauft wird, als es ist.

 

Soweit ist das nachvollziehbar. Immer öfter wird aber der Vorwurf der Abzocke erhoben. Der VCD rechnet es vor: In der Herstellung ist E10 um rund 0,5 ct. je Liter teurer als E5. Nimmt man den Mehrverbrauch hinzu, der theoretisch durch E10 entsteht, dürfte es allenfalls 20 Cent je gefahrene 100 km zu kompensieren geben. Das wäre nicht mal die Hälfte der derzeitigen Preisdifferenz von 8 Cent im Bundesdurchschnitt.

 

2. Trend: Was man wirklich tankt, weiß man nicht.

 

Mit der Einführung von E10 kann man derzeit eigentlich nur bei Super Plus wirklich sicher sein, was man wirklich tankt. Der Grund: In den entsprechenden DIN-Normen zur Kraftstoffqualität gibt es zwar eine Höchstgrenze für Ethanol, aber keine Mindestgrenze. So kann dann 95 Oktan Benzin E5 zwischen einem und fünf Prozent Ethanol enthalten, Super E10 sogar zwischen einem und zehn Prozent. Zusätzlich kann sogar Super Plus als Super E5 verkauft werden – die Mindestoktanzahl ist gegeben.

 

Das alles wäre im Grunde nicht schlimm – würden nicht viele Autofahrer bewusst einen höheren Preis in Kauf nehmen, um E5 zu tanken. Dadurch wird es dann eigentlich zu einem legalen "Betrug". Schließlich hätte man in vielen Fällen den gleichen Sprit auch billiger haben können. Nach Untersuchungen des ADAC hingen in den letzten Wochen auch an mehreren Tankstellen unterschiedlich ausgepreiste Sorten am mutmaßlich gleichen Tank.

 

Und nun?

 

Wer also weder Zeit noch die Fachkenntnis für eine technische Analyse seines Kraftstoffes hat, dem bleibt nur, sich nach den Empfehlungen des Herstellers und den Ausschilderungen an der Tankstelle zu richten. Wer das tut, zahlt derzeit u.U. kräftig drauf.

 

Was können die Autofahrer daher erwarten? Sie können von den Autoherstellern erwarten, dass diese ihre Empfehlungen zum Thema E10 nach technischen Gesichtspunkten und nicht zuerst nach Gesichtspunkten der juristischen Risikoabwehr aussprechen, und dass sie sich damit die Mühe machen, die erforderlich ist. Sie können erwarten, dass offensichtliche Panikmache unterbleibt, und dass sie nicht die Versäumnisse der Konzerne nachträglich an der Zapfsäule finanzieren und dabei noch falsch informiert werden.

 

Was sagt Dein Hersteller zu E10?

 

Abarth, Alfa Romeo, Audi, BMW, Chevrolet, Chrysler, Citroen, Dacia, Daewoo, Daihatsu, Fiat, Ford, Honda, Hyundai, Lancia, Land Rover, Lexus, Mazda, Mercedes-Benz, Mini, Mitsubishi, Nissan, Opel, Peugeot, Porsche, Renault, Seat, Skoda, Smart, Subaru, Suzuki, Toyota, Volkswagen, Volvo, DAT-Liste der Herstellerangaben zur Verträglichkeit von E10


18.10.2011 13:17    |    Kung Fu

Zitat:

Ob es überhaupt eine realistische, die komplette Produktionskette umfassende Gesamtbilanz gibt?

Das ist eben Quatsch. Welche momentane Produktion willst du dir da aussuchen, von der du genaue Zahlen zur Bilanz haben willst. Das ist doch je nach Unternehmen, Verfahren und Anbaugebiet und -Bedingungen völlig unterschiedlich. Außerdem ist von einer zukünftigen modernen Großproduktion eine wesentlich höhere Effizienz zu erwarten als von anfänglicher Kleinbäuerei.

Daher haben diese ganzen "seriösen" Studien massig Spielraum und geben wie üblich nur den Willen des Auftraggebers wieder.

 

Zitat:

Und wenn das Konzept nur "sauber" bleibt, weil ja eh keiner E10 tankt und der Bedarf entsprechend niedrig ist, dann ist es doch trotzdem schon "in sich" marode.

Und was heißt wenn das Konzept "sauber" bleibt im Zusammenhang mit der Treibstoff-Massenproduktion? Welches Konzept bleibt denn da z.B. "sauber"?

 

Es sollte inzwischen klar sein, daß Produktion und Verbrauch von Energie die Umwelt nicht besser macht. Es geht nur darum, wieviel Umweltschaden man tolerieren kann oder will und der hängt nunmal von der produzierten Menge ab.


18.10.2011 13:27    |    Brunolp12

Zitat:

Kung Fu

Das ist eben Quatsch. Welche momentane Produktion willst du dir da aussuchen, von der du genaue Zahlen zur Bilanz haben willst. Das ist doch je nach Unternehmen, Verfahren und Anbaugebiet und -Bedingungen völlig unterschiedlich. Außerdem ist von einer zukünftigen modernen Großproduktion eine wesentlich höhere Effizienz zu erwarten als von anfänglicher Kleinbäuerei.

Daher haben diese ganzen "seriösen" Studien massig Spielraum und geben wie üblich nur den Willen des Auftraggebers wieder.

wie ich grade herausbekommen und umseitig verlinkt habe, verlangt die "Nachhaltigkeitszertifizierung" mindestens 35% CO2 Reduzierung. Das würde ja passen.

Der BUND weist aber darauf hin, daß dies "indirekte Landnutzungsänderungen durch die Ausweitung des Anbaus von Energiepflanzen" nicht berücksichtigt.

Außerdem wäre es immer noch besser, die Energie erst garnicht zu verbrauchen.

 

Zitat:

Kung Fu

Und was heißt wenn das Konzept "sauber" bleibt im Zusammenhang mit der Treibstoff-Massenproduktion? Welches Konzept bleibt denn da z.B. "sauber"?

Dann wohl eher "nicht sauber"... Damit meine ich bspw. enormen Zuwachs der Flächennutzung, Auswirkungen auf die Produktion von Nahrungsmitteln/Nahrungsmittelpreisen innerhalb und außerhalb Deutschlands ud Europas.

 

Zitat:

Kung Fu

 

Es sollte inzwischen klar sein, daß Produktion und Verbrauch von Energie die Umwelt nicht besser macht.

:confused: ich weiss nicht, wieso du glaubst, das erklären zu müssen...

 

Zitat:

Kung Fu

 

Es geht nur darum, wieviel Umweltschaden man tolerieren kann oder will und der hängt nunmal von der produzierten Menge ab.

genau.

und die hängt von der verbrauchten Menge ab.


18.10.2011 14:03    |    TERWI

Ich sehe das immer noch aus einem anderen Blickwinkel, den ich für wesentlich 'griffiger' halte:

 

Nach wie vor und auch weiterhin wird unsere Regierung nachhaltig von Lobby-isten beeinflußt.

Das ist nachweislich so und wird mehr oder weniger auch unverholen preisgegeben - leider bislang immer noch relativ wirkungslos bekämpft.

Angefangen bei den Stromkonzernen bis hin zur Auto-Industrie.

 

Insbesondere letztere droht ebenso unverholen mit (Massen-) Entlassungen, wenn da nicht 'nachhaltig geholfen wird !

Wie sähe denn so eine Hilfe neben den Millarden an Subventionen u. a. aus ?

-> Die Absatzzahlen müssen rauf, damit die Jungs & Mädels was zu schaffen haben und die Halden nicht größer werden.

 

Wie bekommt man denn so was am geschicktesten hin ?

-> .... neue Gesetze & Verordnungen mit Limits zum Abgasausstoß, Energieeffizienz und wass weiß ich noch alles.

Und wie prima:

Weltweit bläst man vermeintlich in's gleiche Horn - aber wie ?

 

Hier werden wieder ganze Herscharen von Statistikern bemüht, die sich gegenseitig ihre Bilanzen 'geradefälschen', die größten Dreckschleudern der Welt stehen in der Betrachtung hintenan, und....

... wenn dann die ganz 'Genialen' den Kühen noch das 'furzen' verbieten wollen - weil das ja auch jede Menge schädlich ist - dann bekomme ich ein Kopschütteltrauma.

 

Zurück zur Auto-Industrie:

Der arme Fahrzeughalter als solcher ist in der Masse eigentlich eine extrem starke Gruppe - von der Menge mal nur hier in D betrachtet.

Interessanterweise lässt sich selbiger immer wieder auf neue in's Bockshorn jagen und erträgt klaglos die ihm auferlegten Verpflichtungen !

Ich frage mich nur immer wieder, wann es ein Gesetz gibt, welches vorschreibt, spätestens ( ! ) alle 5 Jahre eine fabrikneues Fahrzeug kaufen zu müssen ????

Weil die 'ollen Dinger' müssen ja nach den Wünschen / Forderungen der Industrie (und auch Regierung / EU) regelmäßig aus dem Verkehr, weil Abgastechnisch nun echt nicht haltbar ....

 

Man nehme diese allseits beliebte Umweltplakette:

Wie wir alle mittlerweile wissen, ist das der hahneblüchenste Schwachsinn seit langem.

Da dürfen Dieselfahrezeuge, welche nur sehr knapp an der durchschnittlich errechneten Hürde scheitern, div. Innenstädte nicht mehr befahren.

Ausländische Uralt-LKW's dürfen jedoch in Massen schwarze Wolken auf den BAB's in die Luft ballern.

Diese 'schlechte Luft' kommt ja auch niiiieeeemmmaaaals in einer Innenstadt an.....

 

Davor noch in den 80ern die teils gesponserte Einführung der KAT'S mit Einführung höherer Steuern.

Wehe, wer sich nicht so ein Teil einbauen ließ .... Unwirtschaftlichkeit durch 'Steuertod'.

Heute ist (hoffentlich) allseits bekannt, das Katalysatoren - fallen sie denn 'auseinander' - wesentlich schädlicher sind als ein gut eingestellter (Trecker-) Diesel ?

 

.... und noch mal die Neudefinition(en) der Emissionsklassen Jahre später bis heute ...

 

Mal so nebenbei: Wer - insbesondere heute - soll und / oder kann sich denn 'regelmäßig' ein neues Fahrzeug leisten ?

Oder: Wer ist bereit, sein noch hervorragend funktionierendes Auto 'mal eben schnell' durch ein neues zu ersetzen ?

.... so, wie es die Auto-Industrie sich vorstellt und fordert ?????

 

Wer gibt denn die Kredite für so was an eine 400 € Kraft, die jeden Tag 20 KM zur Arbeit hin und auch wieder zurückfahren muss ? Wie soll denn die immer größer werdende Schar Geringverdiener sich so etwas leisten - geschweige denn 'zeitnah' zurückzahlen ???

 

Hier wird m. E. n. bald (oder schon ?) sicher die halbe dutsche Nation in Sachen Mobilität volle Pulle ausgebremst.

Auf der anderen Seite sind Hubraum-Monster-Spass-Vehikel angesagt wie nie zuvor.

... kauft der Rest der Nation (nicht nur in D) nur noch solche Fahrzeuge, wo seitens extrem positiver Kontenbilanz neben Kosten die Emissionen keine Rolle mehr spielen ?

KOPFSCHÜTTELTRAUMA !

 

Das Thema Autogas (CNG oder LPG) möchte ich nicht vergessen !

Ich fahre schon seit ca. 5 Jahren damit und erfreue mich (NOCH !) des preiswerteren Tankens.

Und ist das fahren mit diesen Kraftstoffen nachweislich umweltfreundlicher.

Zwar bedarf es einer nicht gerade preiswerten Umrüstung, aber je na Jahresfahrleistung rechnet sich das schon sehr zügig.

 

Wie sieht es denn hier aus ?

Wird das von der Auto-Industrie protegiert ? Ist von jedem Hersteller auch eine Gas-Variante für die jeweiligen Benziner verfügbar ?

So weit ich weiß nicht - im Gegenteil: Nicht nur die hochgezüchteten Miniaturhubraumer sind nicht 'Gas-fest'. Sorry ....

Was eine Blamage !

 

Was rauchen / nehmen eigentlich unsere hochdotierten Vorstandsvorsitzenden, Manager & Politiker den ganzen Tag, das derartiger Diletantismus sich Tag für Tag seit Jahren immer wieder auf's neue überbeitet ?????

 

Muss schon was dran sein, das es nur noch 'fertige' in D gibt.

Gestern die Ansage den ganzen Tag im Radio hier:

Letztes Jahr 71.000 (Einundsiebzigtausen) Leute in Frührente wegen psychischen Problemen & Co.

Leider hat man nicht gesagt, welche Bevölkerungsschicht hautsächlich betroffen ist.....

..... aber da immer mehr Leute SUV's kaufen, kann es sich eigentlich nur die v.g. Dilletanten handeln, welche kurz zuvor noch den Bakschisch-Koffer erhalten haben und mit ihrem Arzt regelmäßig Golf spielen.

 

Habe erst mal fertig !


18.10.2011 19:31    |    Finn79

Das mit dem Feinstaub ist sowieso eine riesen Lüge, weil 90% von der Landwirtschaft und Industrie erzeugt werden, aber trotzdem gibt es für die keine. Man will somit erwzingen das altfahrzeuge von den >Strassen kommen und die nach Polen und weiter östlich verkauft werden, das die früher oder später ehh bei uns wieder fahren ist was anderes.

 

Und Feinstaub macht ja so schön an der Grenze halt.

 

Alles total bekloppt und normal denken Menschen lassen sich das einfach gefallen, schon sehr lustig, wieviele Lemmige es gibt.


18.10.2011 21:04    |    Brunolp12

Zitat:

Finn79

Das mit dem Feinstaub ist sowieso eine riesen Lüge, weil 90% von der Landwirtschaft und Industrie erzeugt werden, aber trotzdem gibt es für die keine. Man will somit erwzingen das altfahrzeuge von den >Strassen kommen und die nach Polen und weiter östlich verkauft werden, das die früher oder später ehh bei uns wieder fahren ist was anderes.

Und Feinstaub macht ja so schön an der Grenze halt.

Alles total bekloppt und normal denken Menschen lassen sich das einfach gefallen, schon sehr lustig, wieviele Lemmige es gibt.

nicht, daß es was mit dem Thema zu tun hätte, aber so einfach ists ja dann doch nicht:

Es gibt Grenzwerte für Feinstaub. Diese haben damit zu tun, daß Feinstaub gesundheitsschädlich ist. Deshalb hat man sich auf Maximalwerte geeinigt (sinnigerweise Europa- weit einheitlich). Die höchsten Werte sind in Städten festzustellen.

Wie sollte man denn deiner Meinung nach reagieren?

 

Zitat:

Finn79

Und Feinstaub macht ja so schön an der Grenze halt.

Wie hoch "fliegt" denn Feinstaub aus typischen Emissionsquellen? Wie lange hält der sich in der Luft und wie weit kommt er dabei?


19.10.2011 07:14    |    Finn79

In viele städten haben wir im SOmmer bei einem gewissen Windstand die Maximal werte, weil einfach der Wind über die Äcker pflügt und den Feinstaub auf wirbelt. In der Stadt wird der Windstrom gebremst und es gibt einen Niederschlag, blubst erhöhte Feinstaubwerte.

 

In München immer wenn der Wind aus dem Süden kam. Also aus Richtung Wolfrathhausen etc, wo viele Bauern waren.

 

Privathaushalte und Kleinverbraucher: 33.000 t/Jahr

Holzheizungen

Elektrizitäts- und Fernheizwerke: 19.000 t/Jahr

Wirtschaft: 74.000 t/Jahr

Industrie: 60.000 t/Jahr

Industriefeuerungen: 6.000 t/Jahr

Schüttgutumschlag: 8.000 t/Jahr

Landwirtschaft: 15.000 t/Jahr

Tierhaltung: 7.500 t/Jahr (ca. 4.5% der Gesamtmenge, Ergänzung)

Sonstige: 7.500 t/Jahr (ca. 4.5% der Gesamtmenge, Ergänzung)

Verkehr: 64.000 t/Jahr

Straßenverkehr: 42.000 t/Jahr

Dieselmotoren (siehe: Dieselruß): 29.000 t/Jahr

Reifenabrieb: 6.000 t/Jahr (Ergänzung)

Bremsenabrieb: 7.000 t/Jahr (Ergänzung)

Straßenoberfläche: derzeit keine Angaben verfügbar

Schienenverkehr (Bremssand): 6.000 t/Jahr

übriger Verkehr (Flugzeug, Schiff, etc.): 16.000 t/Jahr

 

Quelle: Wikipedia

 

Wieso wird am kleinste Part gespart und nicht bei den grossen Dreckschleudern?

 

Sorr für OT


19.10.2011 10:05    |    Kung Fu

Welcher ist denn der kleinste?


19.10.2011 11:20    |    cx500c_alex

Hmmmmmmmmmmmmmmm..................

Verkehr (64.000 t/Jahr) = Straßenverkehr (42.000t/jahr) + dieselmotoren (29.000t/jahr) + reifenabrieb (6000t/jahr) + bremsenabrieb (7000t/jahr) ?!?!? Oder ist das immer was anderes. ?!?!? Immerhin käme bei der rechung 89000t raus.....kann also nicht stimmen.

Was mich ebenfalls wundert:

Zuerst wird "Verkehr" aufgeführt und dann trotzdem noch straßenverkehr, dieselmotoren, schienenverkehr und dann noch "sonstiger verkehr"......

Äääääääääähmmmmmm welchen anderen verkehr (der mit den 64000t/jahr) wäre hier noch möglich ?? Geschl...verkehr ?

Kann mir das jemand sinnig erklären ?

 

Aber grundsäztlich ist das mit dem feinstaub (JA, er ist nicht gesund, ich weiß) reine geldschneiderei !

1. überwacht das keine sau

2. wenns regnet ist die belastung im bereich "0" > dennoch darf ich nicht in die zone fahren, wenn ich "rot" bin

3. werden baustellen/kleinfeuerungsanlagen und die genannten abriebe immer feinstaub produzieren, auch nur noch "grüne" fzg unterwegs wären

4. solang es stadautobahnen und umgehungsstraßen gibt, kannst die hochgelobten zonen eh in die tonne treten.


19.10.2011 13:09    |    TERWI

Mann sollte - falsch: MUSS - sich dann auch mal den ganzen Artikel durchlesen !

-> http://de.wikipedia.org/wiki/Feinstaub

Beachtenswert sind Herkunft und Alter der Daten. Und sonst noch so lesenswertes zum Thema Pro & Kontra, bzw. Sinn & Zweck von Gesetzen und Verordnungen, Absichterserklärungen, bla, bla, bla....

Da ist auch nix von weltweiten Gesamtwerten zu lesen - geschweige denn was z. B. Chinesen so alles in die Luft ballern oder was Brandrodungen in Mittelamerika für einen Einfluss / Anteil haben............

 

Aber lasst doch den Statistikern mit ihren stumpfen oder überspitzten Bleistiften ihren Spaß und deren Daseinsberechtigung ....

Zurück zum Thema und noch mal zusammenfassend für alle Gelegenheitsleser sowie Vergessliche:

 

Ihr tankt jetzt gefälligst gepanschten Sprit und basta ! Andere machen das auch.

Ist beschlossene Sache, macht die Umwelt sauberer und ist ökologisch ne prima Sache. FERTIG - AUS - ENDE !

Das Deckmäntelchen des beruhigten Gewissens drüber geschlagen und wieder mal vermeintlich ne Kuh vom Eis.

 

Wohlwissen, das der gemeine Autofahrer sich nicht wehren kann - oder so schön gesagt: nicht wehren tut - weile er fahren will, oder noch besser MUSS, wird hier wieder mal als erstes hingelangt.

Ist ja auch so schön einfach, einer wehrlosen Kuh noch strammer an den Zitzen zu ziehen.

 

Nur: Irgendwann kommt da nix mehr !

Oder noch schlimmer: Die spritverschwenden und umweltversauenden Deppen werden endlich mal wach und gehen auf die Barrikaden !!! Au weia - Holland in Not !

Nicht jeder lässt sich (mittlerweile, endlich) für dumm verkaufen und glaubt den Schwachfug, der in der Low-Level-Presse bewusst von Leuten, die was zu verbergen haben, in die Welt posaunt wird.

 

Der eigentliche Unsinn, das man etwas spart, ist ja hinlänglich als solcher bekannt: Nur minimal preiswerter, aber letztendlich unter dem Strich wegen geringerem Brennwert dann doch (deutlich) teurer !

Diesen Umstand hat man erst viel später auf den Schirm bekommen.

 

Der eigentliche Nebeneffekt, das Motoren eventuell (ja - muss man sagen: Nicht alle haben Probleme) Schaden nehmen können, haben Politik wie Hersteller mangels Recherche vorab ja gar nicht auf dem Plan gehabt !

Aber genau das war die Bombe, welche als erstes geplatzt ist und den eh schon gebeutelten Autofahrer mit voller Breitseite getroffen hat.

..... muss man ja nicht tanken .... war sicher erst mal die erste Idee.

Und genau das hat Verantwortlich betreff Versorgungs- und Erklärungsnöten eine Peinlichkeit nach der anderen beschert und das Ganze zum lächerlichen Kasperletheater mutieren lassen, wass immer noch nicht zu Ende ist.


19.10.2011 13:28    |    Brunolp12

Zitat:

TERWI

Der eigentliche Nebeneffekt, das Motoren eventuell (ja - muss man sagen: Nicht alle haben Probleme) Schaden nehmen können, haben Politik wie Hersteller mangels Recherche vorab ja gar nicht auf dem Plan gehabt !

Aber genau das war die Bombe, welche als erstes geplatzt ist und den eh schon gebeutelten Autofahrer mit voller Breitseite getroffen hat.

ganz so ist es auch nicht:

1.

Der damalige Umweltminister Gabriel hatte schon 2008 die E10 Einführung abgesagt - nicht zuletzt weil der neue Kraftstoff für mehr Fahrzeuge als erwartet ungeeignet schien.

 

2.

a)

Die Untauglichkeit für ungeeignete Fahrzeuge kann seitdem niemals mehr als "eine Bombe" bezeichnet werden.

 

b)

Die Untauglichkeit für geeignete Fahrzeuge halte ich immer noch für eine Internet- Legende.

 

3.

Solche Dinge entscheidet "die Politik" nicht aus der hohlen Hand. Eventuell wurde durch Industrie und Lobbies viel Mist erzählt und die Entscheidungsträger falsch beraten. Dieselben Leute zogen danach plötzlich nicht mehr mit. Und jetzt guckt jeder den anderen vorwurfsvoll an.

 

4.

Das Ziel der Politik war niemals "wir wollen jetzt E10, damit wir E10 haben". Das Ziel war Erreichung von Vorgaben für CO2 und nachwachsende Rohstoffe. Wie dies geschehen könne, das war ebenfalls wiederum durch Industrie und Lobbies gestaltet worden.


19.10.2011 13:57    |    TERWI

Ja, meinetwegen. Aber:

zu 1)

Das hat damals die große Herschar nicht interessiert, weil noch nicht angesagt.

Dem 'BlaBla' hat damals noch 'niemand' wirklich richtig ( ! ) zugehört. Wie so oft.

zu 2)

'Die Untauglichkeit für ungeeignete Fahrzeuge...'

Wer redet denn von sowas ? Ich nicht - oder ? Kann sich nur um Dilletanten-Geschwafel handeln.

zu 3)

Natürlich nicht aus der 'hohlen Hand' !

erst nachdem Lobby-isten ihr Werk nachhaltig mit Bakschisch untermauert haben, entsprechende Fehlinformation bewusst oder aus Dummheit breit gestreut wurden und sich die Herren Schlipskasper der Volksvertretung von ihrer hochdotierten Referentschar wieder mal völiig falsch beraten wurden.

Dem Rest stimme ich zu.

zu 4)

Eigentlich kein Kommentar erforderlich. Es kam bei 'den Leuten' aber 'plötzlich' so an .....

Entsprechendes dazu sagte ich schon mehrfach hier.


19.10.2011 15:15    |    Brunolp12

Zitat:

TERWI

Das hat damals die große Herschar nicht interessiert, weil noch nicht angesagt.

Dem 'BlaBla' hat damals noch 'niemand' wirklich richtig ( ! ) zugehört. Wie so oft.

nein. Es war bekannt. Wer nicht zuhört darf hinterher auch nicht meckern.

 

Zitat:

TERWI

'Die Untauglichkeit für ungeeignete Fahrzeuge...'

Wer redet denn von sowas ? Ich nicht - oder ? Kann sich nur um Dilletanten-Geschwafel handeln.

Du sprichst von einer "Bombe", die "geplatzt sei" - diese gibts imho nicht: die "Untauglichkeit für ungeeignete Fahrzeuge" ist ein alter Hut und die Untauglichkeit aller Übrigen ist Internet- Hysterie.

 

Zitat:

TERWI

erst nachdem Lobby-isten ihr Werk nachhaltig mit Bakschisch untermauert haben, entsprechende Fehlinformation bewusst oder aus Dummheit breit gestreut wurden und sich die Herren Schlipskasper der Volksvertretung von ihrer hochdotierten Referentschar wieder mal völiig falsch beraten wurden.

(...)

Eigentlich kein Kommentar erforderlich. Es kam bei 'den Leuten' aber 'plötzlich' so an

ich will eben bloß nicht, daß das immer so als böse Machenschaft der bösen Politik hingestellt wird. Das haben schon noch ganz andere mit verbockt - zum Beispiel die Automobilindustrie, die sich um strenge Abgas- oder Verbrauchsgrenzen rumdrücken wollte und deshalb froh sein müsste, daß stattdessen "bloß" E10 kam - dann aber zu doof war, für die Kunden überzeugende Freigaben zu kommunizieren (nein, Entschuldigung: zu feige oder zu "sparsam" triffts vielleicht eher) oder die Ölfirmen, die sich mit plumpen Tricks um die Idee einer "Bestandsschutzsorte" rumdrücken.


19.10.2011 15:31    |    trixi1262

Aus meiner sicht, ist die gesamte E10 Einführung ein Desaster, aller Seiten gewesen !

Politik,Ölmultis und Autohersteller !

Den Rest haben dann noch die Medien verbockt .

Vom ADAC mal ganz abgesehen .:confused:

Kann mich bei der E5 Einführung nicht daran erinnern, das Dies solch Geschrei ausgelöst hätte !

Haben doch Alle gewusst, das E10 kommt und Alle haben gepennt.

Anstatt Aufklärungsarbeit zu leisten dem Autofahrer vorher , Reinen Wein einzuschenken wurde der Murks einfach eingeführt und nun kommt mal klar Ihr doofen Autofahrer !

Und die Autolobby baut seit Jahrzehnten E10 feste Fahrzeuge, siehe Bsp.W. Export USA / Brasilien

mfg trixi1262


19.10.2011 15:51    |    TERWI

Ach Brunolp12, ich  will ja gar nicht mit dir streiten oder deine Meinung / Fakten niedermachen. Im Gegenteil. ;)

 

Mit 'Bombe' ist eher die Reaktion der deutschen 'Normalos' gemeint, die jeden Tag eifrig die 'Bild' studieren - wo auch gelegentlich Wahrheiten drin stehen und besagte Zeitung wahrscheinlich wegen Leserrückgang nun täglich eifrig Werbung machen muss. Andere Käseblätter inbegriffen.

 

Der 'gemeine' Autofahrer schlechthin hat es einfach nicht lesen können / wollen oder auch ignoriert.

Weil: Es war ja noch nicht amtlich / angesagt ! Also abwarten, weiterträumen ....

Besagte 'Bombe', die eigentlich keine war, trat erst nach vermehrt auftretenden 'Eilmeldungen' o.g. Presse richtig in Aktion - obwohl wie du sagst eigentlich schon lange die Problematik bekannt war.

Das Aufschaukeln der Presse hat aber das übrige bewirkt und die Leute dann doch mal aus ihrem Tiefschlaf vor der Glotze geholt.

 

Selbstverständlich tippe auch ich mich immer wieder an den Kopf und versuche das Verhalten von Leuten zu ergründen, die eigentlich wissen sollten, wo der Hammer schon lange kreist - aber eben diese Pappnasen das immer wieder wissentlich und nachhaltig ignorieren und die Vogel-Strauss-Methode täglich anwenden.

Kopp in Sand und gut iss. Ich seh & hör nix.

 

Wenn du meine Texte richtig, mit Ruhe und Verstand gelesen hast, wäre dir aufgefallen, dass ich NICHT nur die Politik dafür verantwortlich mache ! Aber auch.

Selbstverständlich sind die Vertreter der Industrie auch in der Politik - eben als Lobby-isten - allgegenwärtig und überall mit Bestechungen aller Art (-> JA - genau so meine ich das und auch genauso ist das !) unterwegs, um genau deren Vorteile bei politischen Entscheidungen schon im Vorfeld irgendwelcher Entscheidungen zu manifestieren.

 

Das ist in der Umweltpolitik betreff diesem Schwachsinn hier genauso wie in der Aussenpolitik betreff Afghanistan wie auch zig anderen Bereichen so ! Für allen Scheiß gibt's Knete bis zum Abwinken - zu vernünftiger Ausbildung, Kindergärten und sozialer Gerechtigkeit, die Sinn macht, wird debattiert bis zum Abwinken.......

Da wird entschieden, das sich unerlaubt Balken biegen und Kohle aus dem Fenster geschippt, das ich nicht drunter stehen möchte, weil mich der Euro-Berg erschlagen würde.

 

Alles im Namen des Volkes und wie soft oft und immer öfter wieder besseren Wissens - Ja danke !


19.10.2011 16:34    |    Brunolp12

?? du sagst, du tust es nicht und tust es dann gleich wieder. Das ist nunmal ein wenig verwirrend :p

und: ja - ich habe gelesen


19.10.2011 16:57    |    TERWI

... ach, Bruno ....

 

Der nächste bitte !


19.10.2011 18:58    |    1.0815

lehne dankend ab...


19.10.2011 19:14    |    Finn79

Um noch mal auf den Feinstaub zurück zukommen, Ethanol verbrennt völlig russfrei, also müsste man das doch für die Innenstädte fördern oder sehe ich das falsch.


19.10.2011 19:19    |    Kung Fu

Bei Ottomotoren spielt Feinstaub sowieso keine Rolle.


19.10.2011 19:22    |    Finn79

Das würde ich jetzt nicht so sagen, auch Benziner haben ein Russbelastung, gerade die heutigen Motoren, fetten stark an, um den Motornahen Kat zu kühlen, sieht man so schön das wenn man mal voll auf Pinseltritt das da schwarze Rauchwolken aus dem Auspuff kommen.

 

Aber sagen wir eine untergeordnete Rolle.


19.10.2011 19:26    |    trixi1262

Also, finn79 !

bei mir kommt hinten rein nix raus, laut der letzten AU im März .

Läuft wohl eher zu mager,dank E70 !:)

mfg trixi1262


19.10.2011 19:30    |    TERWI

Zitat:

... gerade die heutigen Motoren, fetten stark an, um den Motornahen Kat zu kühlen, sieht man so schön das wenn man mal voll auf Pinseltritt das da schwarze Rauchwolken aus dem Auspuff kommen.

.... tut ja schon richtig weh .......

Bild-Leser ?

ADAC-Mitglied ?


19.10.2011 19:33    |    1.0815

nein...das bier im kofferraum soll dadurch gekühlt werden!


19.10.2011 19:53    |    Brunolp12

Zitat:

TERWI

... ach, Bruno ....

jaja... die bösen Politiker, die schlimmen, dunklen Machteliten und der arme, kleine Mann (wahlweise: Autofahrer, Steuerzahler ...) :rolleyes: :p

 

Zitat:

Finn79

... also müsste man das doch für die Innenstädte fördern oder sehe ich das falsch.

ja, das siehst du falsch.

 

Zitat:

Kung Fu

Bei Ottomotoren spielt Feinstaub sowieso keine Rolle.

Direkteinspritzer rußen auch. Aber hier gehts nicht um Umweltzonen.


19.10.2011 20:43    |    Finn79

@ Terwi

 

Bitte mal Fakten, klar fetten die an, denkste warum die neuen Benziner soviel saufen? Geht doch mal rein per OBD rein da wirste sehen wie die unter Last auf teilweise 0,8 Lambda gehen, nur um den Kat am durchbrennen zu hindern. Alleine der Umbau auf Kat am Unterboden, bzw ohne Vorkater, kannste den Verbrauch um über einen halben Liter kürzen.

 

1.4er TSI Golf bei zartem Gasfuss 9 liter, nur mal als Beispiel.

 

Und die Kats werden nur so Motor nah verbaut, um halt die Euro 4 und 5 zuerreichen, weil der Kat nach dem Kaltstart so schnell arbeiten muss.


19.10.2011 21:19    |    Kung Fu

Zitat:

Bitte mal Fakten, klar fetten die an, denkste warum die neuen Benziner soviel saufen? Geht doch mal rein per OBD rein da wirste sehen wie die unter Last auf teilweise 0,8 Lambda gehen, nur um den Kat am durchbrennen zu hindern.

Ok, also können die neuen Kats nun plötzlich keine Hitze mehr vertragen und müssen mit teuer Benzin gekühlt werden. Nennt man wohl Innovation. :)

 

Vielleicht sollten wir besser beim Thema bleiben, ist lustig genug. ;)


19.10.2011 21:30    |    Finn79

Die Kats sind die gleichen nur quasi direkt am Auslasskanal. Dafür ist er aber 3 sekunden schneller auf Betriebstemp.

 

Um mal wieder das Thema ethanol raus zuholen, unter ethanol würde die Konstruktion auch wesentlich magerer laufen können.


19.10.2011 22:35    |    trixi1262

finn79, genau das sag ich ja,deshallb fahre ich den clio nie bis an die Kotzgrenze !:)

Weit über 10000km ohne Probleme !;)

mfg trixi1262


19.10.2011 23:25    |    testmal

Zitat:

 

finn79, genau das sag ich ja,deshallb fahre ich den clio nie bis an die Kotzgrenze !:)

Weit über 10000km ohne Probleme !;)

mfg trixi1262

 

Moin Trixi,

10.000km Laufleistung, für was?

Oder meinst Du 100.000km.

Ich kenne eigentlich keinen Kat, der sich verabschiedet hat,

egal wie ich Gas gebe.

Das Problem ist eigentlich die Lambdasonde im Kat.

Dieses Teil ist als Sensor so etwas von hektisch,

das es tierisch gefiltert werden muß.

Dadurch ergeben sich mit den anderen Sensoren, langsame Regelzeiten.

Diese Aussagen, positiv oder negativ, sind reine Vertriebsargumente,

und diese haben bekannter Maßen nichts mit Technik zu tun.

Ich hatte mal einen Fehler im Motormanagement gesucht,

und einen Oszi direkt an der Lambdasonde angeklemmt.

Grausam, diese Signale.

(Fehler war damals der Kühlmittelsensor, ein 30 Cent NTC (Einkaufspreis), der

aber das Notprogramm einleitete).

Was ich sagen möchte, irgendwelche Aussagen,

bitte nicht gleich hinnehmen.

 

Schönen Gruß


20.10.2011 06:36    |    Finn79

Da gibt es viele möglichkeiten, hängen einspritzdüse, schwächelde Benzinpumpe etc. Aber ind er Regel schmelzen die Kats wenn er Motor zu mager läuft nicht wenn er zu fett läuft.


20.10.2011 10:03    |    Roland0815

Ich kenne das auch, dass ein Motor im Vollastbetrieb angefettet wird. Da ist die Lambdaregelung meines Wissens sogar ganz angeschaltet. Das hat aber nix mit dem Kat zu tun, sondern damit, dass der überschüssige Brennstoff die Brennräume kühlt. Man macht das, damit die Kolbenböden nicht durchbrennen.

 

Das ist auch das Problem am E-Betrieb eines unangepassten Benziners: Durch das kraftstoffbedingte Abmagern durch Ethanol, steigt die Temperatur der Brennräume bei Vollast. Wenn dann die Ölkühlung der Kolben nicht reicht, wirds eng...


20.10.2011 10:45    |    trixi1262

Hallo Allerseits !

Ich meinte über 10.000km im Ethanolbetrieb von ca. E40-E70 Mischung

ohne Umbau / Anpasssung .

Nur der Benzinfilter war dicht ansonsten keine Probs.

mfg trixi1262


20.10.2011 12:45    |    MauiSven

Zitat:

19.10.2011 13:09 | TERWI

Zurück zum Thema und noch mal zusammenfassend für alle Gelegenheitsleser sowie Vergessliche:

 

Ihr tankt jetzt gefälligst gepanschten Sprit und basta ! Andere machen das auch.

Ist beschlossene Sache, macht die Umwelt sauberer und ist ökologisch ne prima Sache. FERTIG - AUS - ENDE !

In ethanolo veritas... :cool:


21.10.2011 00:02    |    testmal

Zitat:

 

In ethanolo veritas... :cool:

 

Amen

Papa


21.10.2011 06:26    |    Finn79

@Roland beim Anfetten wird auch der Kat gekühlt.

 

Und was du das von ethanol schwätzt, ist völliger STuss, selbst wenn ich unter ethanol abmagere, bekomme ich keine solchen Brennraumtemps wie unter Benzin, dank Verdampfungsenthalpie, weil ich durch Ethanol durch das verdampfen 3 mal soviel Wärmeenergie abziehe.


21.10.2011 09:48    |    Roland0815

Komisch. Wenn die Verbrennungstemperatur von Ethanol tatsächlich niedriger sei, als bei Benzin, warum fetten dann alle Umrüster (um 25%) an? Wohlgemerkt mit der Begründung, die Brennräume müssen gekühlt werden?


21.10.2011 12:22    |    Kung Fu

Hää? Das habe ich ja noch nie gehört. Welche "alle Umrüster" sagen das denn z.B?

 

Achso, du meinst wohl die Gas-Umrüster. :)


21.10.2011 18:57    |    Provaider

Lol, da verwechselt einer wohl den Heizwert mit der Anfettung.

Ich muss mehr Einspritzen um auf die gleiche Energiemenge zu kommen wenn ich Kraftstoffe benutze die weniger Energie pro Liter haben.

ich muss bei Benzin im Volllastbereich anfetten um zu Kühlen und die maximale Leistung zu erreichen. Bei Ethanol könnte ich die Anfettung zurück nehmen weil die Abgastemperatur sinkt. Das ist evtl nicht für jeden gleich verständlich, weil alle nur Benzin kennen.

 

PS Ihr diskutiert hier ja immer noch


21.10.2011 19:19    |    Finn79

@Provaider danke

 

Ich empfehle jedem der bei sowas mit rummeckert erst mal sich mit dem Thema zu befassen und dann mit zu reden. Weil die Grad der Bildung geht bei sowas ganz schnell ganz weit auseinander. Was für mich völlig logisch ist, muss für den Laien sich völlig verrückt anhören.

 

@Roland Wir fangen mal ganz von vorne an.

 

Ich hoffe du weisst was das Lambda darstellt? Nichts weiter wie das Verhältniss Luft/Kraftstoff anteilsmässig, bei Benzin liegt das bei 14,7:1, bei Ethanol 9:1. Das liegt natürlich an dem Energiegehalt des Kraftstoffes.

 

Heisst wenn Lambda kleiner wird, werde ich fett. Peakleistung habe ich unter Benzin bei ca 0,86 bei Ethanol bei 0,74, Theoretisch. Da ich keine konstanten Mischungen im Brennraum habe, werde ich nie 100% an das Ideal rankommen. Da geht es aber nur um die Mengen. Weil bei Ethanol spielen noch einige Aspekte mit rein.

 

Jetzt kommt die Frage warum fette ich darüber an. Problem sind halt die Thermischen verhältnisse im Abgassystem, Turbolader oder auch Kat. Da diese extrem Motornah verbaut sind, kann keine Wärme durch Transport vom Auspuff abgegeben werden. Somit muss ich qausi die Zylinder fluten, das unverbrannter Kraftstoff im Zylinder verbleibt und durch den Übergang in die Dampfphase, Wärmeenergie aufnimmt und somit meine thermische Belastung runter nimmt, um einfach meine Bauteile zuschonen.

 

Vereinfacht gesagt, ich bringe das Abgas zum schwitzen.


21.10.2011 20:28    |    Roland0815

Du brauchst *mir* nicht zu erklären, wie ein moderner Otto-Motor funktioniert...

 

Ich bin noch am suchen, nach der Quelle.


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