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Mineralölwirtschaft stoppt E10-Produktion
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Weil niemand Super E10 tanken will, stoppt die Mineralölwirtschaft die Produktion des mit bis zu 10 Prozent Ethanol versetzten Kraftstoffs. Die Vollbremsung sei erforderlich, um die Versorgung mit Kraftstoff weiterhin zu gewährleisten.
Bleibt es dabei, drohen Strafzahlungen
Mit der E10-Einführung will die Bundesregierung EU-Recht umsetzen, und zwar mit zwei Jahren Verspätung gegenüber beispielsweise Frankreich. Die deutsche Mineralölwirtschaft muss im Rahmen der EU-Verordnung eine Absatzquote von 6,25 Prozent bei Agrokraftstoffe (Ethanol, Biodiesel) erreichen. Ohne E10 wird das schwierig. Bleibt es bei dem Verkaufsstopp, drohen daher Strafzahlungen.
Neben der Preispolitik an den Zapfsäulen fühlten sich die deutschen Autofahrer scheinbar auch über die möglichen Risiken, die im Kontext der E10-Einführung kommuniziert wurden, nicht richtig aufgeklärt. Der überwiegende Teil der Tankstellenkunden griff daher bislang lieber zu den bewährten Benzinsorten.
Update:
Wenn die Mineralölwirtschaft sich entscheidet, vorläufig kein E10 mehr anzubieten, werden Strafzahlungen fällig. Der ADAC geht davon aus, dass die Strafzahlungen in diesem Jahr ohnehin fällig werden und dass dies die Kraftstoffkosten mit ca. 2 Cent pro Liter belastet. Trotzdem begrüßte der Automobilclub die Entscheidung, E10 erst später und besser vorbereitet einzuführen.
Update 2:
Der Verband der Mineralölwirtschaft veröffentlichte mittlerweile eine "Gegendarstellung". Darin stellt der Verband klar, dass die Einführung von E10 nicht gestoppt sei. Vielmehr zwinge die "dramatisch geringe Nachfrage" nach E10 die Raffinerien dazu, ihre "Produktion an die Nachfrage anzupassen". Das bedeutet wohl einen Produktionsstopp, bis die Lager wieder geleert sind.
Nach Aussage des Verbandes bedeutet dieser Produktionsstopp keinen Rückzug der Mineralölindustrie aus der E10-Einführung, sondern lediglich eine Anpassung der Produktion an die Nachfrage. Es müsse das gemeinsame Anliegen von Politik, Automobilindustrie, Automobilclubs und Ölindustrie sein, die Vorbehalte gegenüber Super E10 abzubauen.
Was geschieht, wenn die Nachfrage weiterhin so niedrig bleibt, ließ der Verband offen. Das Szenario, nach dem dann wieder größere Mengen an Super E5 produziert werden, ist aber nicht unwahrscheinlich. Mit der Folge, dass die fälligen Strafzahlungen auf den Benzinpreis aufgeschlagen werden.
Bundesumweltminister Röttgen kritisierte am Abend die Informationspolitik des Branchenverbandes und warf der Mineralölwirtschaft vor, die Verbraucher mit widersprüchlichen Informationen zu verunsichern.
04. März 2011 Update 3:
Der von Wirtschaftsminister Brüderle anberaumte Benzin-Gipfel, der zu einer Lösung im E10 Debakel führen soll, findet laut Ministeriumssprechern am kommenden Dienstag statt. Vertreter aus Automobil- und Mineralölwirtschaft, von Tankstellen, Biokraftstoffindustrie, Bauernverband, ADAC und Verbraucherschützern seien dabei ebenso beteiligt wie Umwelt-, Wirtschafts-, Verkehrs- und Verbraucherschutzministerium. Eine Sprecherin von Ressortchef Röttgen betonte, dass die Bundesregierung an der E10 Strategie festhalten will und dass es beim Gipfel lediglich um Maßnahmen gehen wird, wie E10 von den Autofahrern besser angenommen wird. Die angestrebte Biokraftstoffquote sei angeblich nicht in Gefahr. Röttgen fordert die Mineralölwirtschaft des Weiteren auf, die Autofahrer mit Listen an den Tankstellen über E10 aufzuklären. Die Regierung warnte die Mineralölkonzerne davor, anfallende Strafzahlungen auf die Kraftstoffpreise aufzuschlagen.
Mach mit bei unserer aktuellen Umfrage zum Thema: Tankst Du E10?
(sb)
Quelle: MOTOR-TALK |
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Ich werde E10 auch weiterhin boykottieren, Herr Röttgen 6 setzen!
Satz mit X, dass wahr wohl nix...
heißt das jetzt, dass es kein E10 mehr gibt?
Das wäre ja super ;-)
Wenn ich schon die Worte "EU-Recht" und "Die deutsche Mineralölwirtschaft muss im Rahmen der EU-Verordnung eine Absatzquote von 6,25 Prozent bei Agrokraftstoffe (Ethanol, Biodiesel)erreichen. Ohne E10 wird das schwierig. Bleibt es bei dem Verkaufsstopp, drohen daher Strafzahlungen." lese, kriege ich Krämpfe. Die EU sollte sich mal um wichtigeres kümmern ,als um die Biothanol-Lobby-Quote im Sprit. -_-
(S)au (F)ährt (A)uto
Mineralölwirtschaft stoppt E10-Produktion
10 Punkte für das Wortspiel
Moderator
das iss ja mal ein Ding
aber war zu erwarten denn die Verunsicherung der Autofahrer ist groß und die Medienbericht dazu haben der Nachfrage den Rest gegeben....handwerkliche Fehler bei der Umstellung und schlechte Aufklärungsarbeit der Auto Hersteller bezüglich der Vverträglichkeit bei der Einführungen von E10 zeigen jetzt ihr volle Wirkung
mfg Andy
Juhu die Penner haben es vergeigt!
E10 lohnt sich nur, wenn dieser auch deutlich günstiger wäre. Aber man hat nur ein "E10" Aufkleber auf die Super Zapfsäule gemacht. Preis blieb gleich. Ich jedenfalls werde weiterhin nur Super tanken... bzw wenn ich lust habe ab und an E85.
Gruß Micky
Der Autoflüsterer
1. Ich konnte noch garkein E10 tanken. Ich habe am Freitag getankt, da gabs hier noch nirgends E10 und ich habe es noch nicht geschafft, den Tank leer zu fahren.
2. Ist das eine super Sache. Ein bisschen Erdöl durch Ethanol zu ersetzen nimmt den Multis etwas macht, veringert den Erdölverbrauch und transferiert Geld in ärmere Länder die es gut brauchen können.
3. Eine feine Möglichkeit, den Schadstoffausstoß zu verringern, besser für unsere Autos, eigentlich alles toll.
Da bleibt nur zu hoffen, das die Kunden über den Preis zu kriegen sind und erstmal ist das in den Tank, erstmal gibt es das an den Tankstellen, da schauen wir mal, was da jetzt in den nächsten Wochen bei raus kommt.
Irgendwas müssen sie ja nun mit der Brühe an den Tankstellen machen. Die werden die Tanks schon nicht leerpumpen, sondern das Zeug irgendwie verkaufen...
Mineralölwirtschaft stoppt E10-Produktion
Und irgendwann folgt die neue Abwrackprämie! Und die geht so: Alle Tankstellen verkaufen nur noch Sprit E20 und höher, anderen gibt es nicht mehr bzw. ist von der EU, den USA oder Libyen verboten. Dadurch gehen die Fahrzeuge nach und nach kaputt und alle müssen neue Autos kaufen, die dann wieder kaputt gehen. Super Ankurbelung der Autoindustrie und horende Steuereinnahmen. PERFEKT!
Zum Glück will keiner diese minderwertige Brühe tanken. Die Politiker und Konzerne hatten wohl ernsthaft geglaubt die Autofahrer würden ihnen diese billige Nummer abnehmen und sich vollends verar***en lassen. Die Leute haben es satt sich alles aufzwingen zu lassen und für dumm verkauft zu werden. Hoffentlich verschwindet das Zeug wieder vom Markt mitsamt dieser lächerlichen und völlig überflüssigen EU-Richtlinie. Wer auch immer das verzapft hat, sollte zurücktreten.
echt klasse.. hat sichs doch gelohnt e10 nicht zu tanken
Oah Qnd-ä
richtig so... drecks-e10!
weiss zufällig jemand wiehoch die prozentuale ethanolbeimischung in anderen eu-ländern ist (e5 ist bei uns ja auch nicht extra ausgewiesen)
haha, wie g***
hoffentlich bleibt das so!