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07.03.2011 09:31    |    MOTOR-TALK    |    Kommentare (5.177)    |   Stichworte: Ausnahmen, Benzin, Biosprit, E10, E10 Kraftstoff, E10 Unverträglichkeit, E10 Verträglichkeit, Ethanol, Freigabe, Hersteller, Information, Kraftstoff, Marken, Modelle, MOTOR-TALK, Problematik, Umfrage, Verträglichkeit

Tankst Du E10?

Seitdem am vergangenen Donnerstag bekannt wurde, dass die Mineralölkonzerne die weitere Auslieferung vom Biokraftstoff E10 an die Tankstellen vorerst stoppen, ist das Chaos perfekt. Die Medien überschlagen sich, Schuldzuweisungen für den E10-Flopp gibt es nach allen Richtungen und keiner weiß so recht, welchen Meldungen man noch Glauben schenken darf und welchen nicht. Am Dienstag, 8. März 2011, soll nun in einem „Benzin-Gipfel“ eine Lösung gefunden werden, wie man aus dem E10 Debakel wieder rauskommt. Dabei soll es um Maßnahmen gehen, wie E10 von den Autofahrern angenommen werden kann. Der Aufschrei nach der kompletten Abschaffung von E10 wird dort allerdings laut aktueller Meldungen kein Thema sein. Wir gehen deswegen das Thema „E10“ hier mal etwas grundsätzlicher an, denn natürlich ist vor allem auf MOTOR-TALK das Interesse daran riesig.

 

E10 tanken oder nicht?E10 tanken oder nicht?Die Verunsicherung ist groß: Eine uneinheitliche und unwillige Informationspolitik seitens der Automobilhersteller und Mineralölkonzerne sorgt dafür, dass die deutschen Autofahrer den neuen Sprit lieber meiden – jedenfalls dort, wo er bislang verfügbar ist. Für Super oder Super Plus zahlen sie im Schnitt acht Cent mehr pro Liter – und der Nachschub der Tankstellen an Super E5 wird mittlerweile knapp. Dies hat dazu geführt, dass die Mineralölkonzerne am vergangenen Donnerstag den vorläufigen Produktionsstopp von E10 ausgerufen haben, um das E10 Versorgungssystem nicht platzen zu lassen, weil keiner den Biokraftstoff tanken will.

 

Auch auf MOTOR-TALK ist die Verunsicherung und das Interesse groß. Erste Nutzer haben schon dazu aufgerufen, E10 komplett zu boykottieren, um „die da oben“ zum Umdenken zu bringen. Was steckt aber wirklich hinter E10, und was ist Eure Meinung dazu? Das wollten wir mal wissen und sind das Thema deshalb etwas grundsätzlicher angegangen. Außerdem haben wir uns angeschaut, wie gut die Hersteller über E10 informiert haben.

 

Rechtlicher Hintergrund

 

Die Richtlinie 2009/30/EG des Europäischen Parlaments verpflichtet alle Mitgliedstaaten, ein System zur Überwachung und Verringerung der Treibhausgasemissionen einzuführen. Dies kann u.a. durch die Einführung eines Ottokraftstoffs mit maximal zehn Volumenprozent Kraftstoffethanol (Bioethanol) unter dem Branchenkürzel E10 (von Ethanol 10 %) erfolgen. Was immer man davon hält, die deutsche Regierung setzt damit letztendlich europäisches Recht um, und das sogar eher spät: In Frankreich z.B. wird E10 schon seit 2009 verkauft. Dadurch soll die Abhängigkeit vom Erdöl vermindert und der CO2-Ausstoß im Verkehr reduziert werden. Die entsprechenden Gutachten gehen von einem CO2-Vorteil von 35 Prozent aus, den Ethanol aus nachwachsenden Rohstoffen gegenüber Erdöl hat.

 

Für Fahrzeuge, die E10 nicht vertragen, muss laut EU-Richtlinie mindestens bis 2013 das bisherige Benzin als sogenannte Bestandsschutzsorte weiterhin angeboten werden. In Deutschland verkauftes Ethanol muss zusätzlich eine positive Umweltbilanz gegenüber Erdöl haben.

 

Kritik

 

Kritiker monieren vor allem, dass eine bessere Umweltbilanz von Super E10 gegenüber herkömmlichem Super sich nicht wirklich belegen lässt. Es wird den Regierungen vorgeworfen, Nebeneffekte wie Abholzung, Bodenverödung, -vergiftung etc. einfach auszublenden. Ein positiver Effekt von Ethanol im Sprit auf die Umwelt sei zudem, falls vorhanden, angesichts der Menge der Beimischung allenfalls marginal.

 

Klar ist, durch den niedrigeren Brennwert von Ethanol gegenüber Benzin aus Erdöl (65,5%) sinkt auch der Brennwert des gemischten Sprits. Dadurch sinkt die Leistung und steigt der Verbrauch. Der errechnete Mehrverbrauch ist allerdings marginal, er beträgt 1,7 % (bei bisher 6 l/100 km wären das 0,1 l/100 km mehr).

 

Weiter wird kritisiert, dass E10 manche Pkw schädigen kann. Deshalb sind alle Autohersteller verpflichtet, Auskunft über die E10-Verträglichkeit ihrer Modelle zu geben. Das DAT-Institut hat daher im Auftrag der bundesregierung eine Liste der Herstellerangaben zur Verträglichkeit von E10 erstellt.

 

Was steckt wirklich dahinter? E10 und die Risiken

 

Eine sehr vollständige Erklärung zu den Hintergründen und möglichen Risiken von E10 gibt es im Blog von Rotherbach. Wir haben die wesentlichen Infos daraus hier mal zusammengezogen.

 

Oft hört man, dass Ethanol sowohl Dichtungen als auch den Motor selbst schädigen kann. Das ist zwar nicht falsch, relativiert sich aber in den meisten Aspekten durch die verhältnismäßig geringe Beimischung. Seit 1980 befindet sich bereits ein 5%iger Anteil Ethanol im Benzin, der die Klopffestigkeit steigern und Bleiadditive ersetzen sollte. Die jetzige Verdopplung dieser Menge stellt nur in wenigen Ausnahmefällen ein Risiko dar.

 

 

Benzindirekteinspritzer mit Hochdruckpumpen

 

Infos zu E10Infos zu E10Die Hydrophilie von Ethanol bewirkt, dass geringe Mengen Wasser mit korrosionsgefährdeten Teilen im Motor in Berührung kommen können, jedoch zu wenig, um Schäden zu hinterlassen. Auch eine Verdünnung des Motoröls und damit zusammenhängend eine Verkürzung des Ölwechselintervalls ist auszuschließen, da sich das Wasser absetzen und bei entsprechenden Motortemperaturen verdampfen würde. Riskanter ist die Säure-Base-Reaktivität. Es kann bei Leichtmetallen wie Aluminium zu einem „scheinbaren Auflösen des Bauteils“ kommen – ein schleichender Prozess, der durch Beschädigungen beschleunigt werden kann. Aus diesem Grund gibt es keine Freigabe für Benzindirekteinspritzer mit Hochdruckpumpen. Durch die Steigerung des Druckes erhöht sich die Reaktivität von Ethanol, bei entsprechenden Tests wurden Korrosionsspuren an Aluminiumverschraubungen festgestellt. Alle anderen Benziner bleiben hiervon weitgehend verschont, nur eine drastische Erhöhung des Ethanolanteils wäre gefährlich.

 

Da betroffene Leitungen und Dichtungen für den Kontakt mit Benzin ausgelegt sind, ist die Eigenschaft von Ethanol als Lösungsmittel zu vernachlässigen. Hier besteht das einzige Risiko darin, dass Weichmacher abgetragen werden können, was zu sprödem Material oder Rissen führen kann. Aber dieser Prozess verläuft so langsam, dass in der Regel eher der normale Verschleiß eintritt.

 

Relevant für alle Modelle ist die höhere Betriebstemperatur bei der Verwendung von E10 im Vergleich zu herkömmlichem Super. Ethanol benötigt weniger Sauerstoff bei der Verbrennung, wodurch ohne Anpassung ein mageres Gemisch entsteht. Im normalen Betrieb wird dies aber durch die Lambdaregelung per Änderung der Einspritzmenge korrigiert. Bei älteren Fahrzeugen ohne geregelten Katalysator empfiehlt sich eine Anpassung mit Hilfe eines Abgastesters. Durch den geringen Ethanolanteil sind generell Schäden an Auslassventilen oder Katalysator aber unwahrscheinlich.

 

Die Hersteller: Desinformation aus Angst vor Garantieansprüchen?

 

Wie gut informieren die Pkw-Hersteller?Wie gut informieren die Pkw-Hersteller?Alle Hersteller waren verpflichtet, zum Marktstart von E10 verbindliche Angaben zu machen, welche Modelle sie für den neuen Kraftstoff zulassen. Die Qualität der Angaben ist aber sehr unterschiedlich. Die meisten deutschen Hersteller, wie z.B. VW und Opel, haben fast ihre gesamte Modellpalette für E10 freigegeben. Ausnahmen wurden meist klar benannt. Ebenfalls vorbildlich: Volvo testete alle Pkw bis 1976 rückwärts, Ford macht sogar Ausführungen zu Pkw vor Baujahr 1940. Andere Hersteller machen es sich dagegen eher einfach. So gibt z.B. Nissan pauschal alle Modelle ab Bj. 2000 frei. Ob sich da wirklich alle 2000er Modelle technisch so entscheidend vom 1999er Modell unterscheiden? Ist E10 in einem Modell Baujahr 1999 doch sicher – oder in einem Modell 2001 unsicher? Man weiß es nicht, und ohne entsprechendes technisches Hintergrundwissen ist man zwangsläufig verunsichert.

 

Auch Mazda gibt Freigaben nur für aktuelle Modellreihen (Mazda2-6) ab 2003. Die direkten Vorgänger Premacy oder Demio werden pauschal ausgeschlossen. Am einfachsten macht es sich Lada. Erst ab Modelljahr 2011 (Euro5) werden hier die Autos für den Betrieb mit E10 freigegeben.

 

E10 und die Motorrad-HerstellerE10 und die Motorrad-HerstellerNun ist es natürlich für Autohersteller eher unwirtschaftlich, 10 Jahre alte Autos gründlich auf E10-Verträglichkeit zu untersuchen bzw. zu testen. Der Verdacht steht im Raum, dass etliche Fahrzeugmodelle eigentlich kein Problem mit Ethanol haben – die Hersteller aber ein Problem damit, das für diese älteren Modelle zu bescheinigen. Aus Angst vor möglichen Garantieansprüchen? Die Frage darf erlaubt sein, ob es überhaupt möglich ist, die Restlebensdauer eines 15 Jahre alten Alltagsautos durch Betankung mit E10 noch zu verkürzen.

 

Auch auf Nachfrage bei den Herstellern erhält der Kunde übrigens keine andere oder genauere Aussage als die, die auch in den allgemein zugänglichen Listen steht. Andere Hersteller schicken OPR-Codes ins Rennen; ebenfalls nicht sehr kundenfreundlich.

 

Die Tankstellen: An der Grenze zum Betrug?

 

Die Verunsicherung der Autofahrer durch E10 wurde durch die Tankstellen und Mineralölkonzerne kräftig befördert. Obwohl der Stichtag lange bekannt war dauerte es zunächst mal Wochen, bis es überhaupt irgendwo ein Schild gab, auf dem E10 steht. Bis heute ist das nicht flächendeckend so. Seit nun die meisten Tankstellen E10 führen, zeichnen sich allerdings zwei unschöne Trends ab.

 

1. Trend: Super E5 ist keine Alternative mehr.

 

Zwar müssen Tankstellen zum Bestandsschutz weiterhin Super mit 5% Ethanol führen. Zu welchem Preis und mit wie viel Oktan max., da gibt es keine Vorschrift. Also kann das bisherige Super zum gleichen Preis wie Super Plus angeboten werden, oder es gibt gleich nur noch Super Plus. So soll natürlich der Absatz von E10 gestützt werden, die Einführung einer neuen Sorte ging schon immer nur über den Preis. Hintergrund: 2011 müssen die Tankstellen zu 6,25% Agrokraftstoffe verkaufen – das geht nur, wenn E10 billiger verkauft wird, als es ist. Und das geht nur, wenn herkömmliches Benzin teurer verkauft wird, als es ist.

 

Soweit ist das nachvollziehbar. Immer öfter wird aber der Vorwurf der Abzocke erhoben. Der VCD rechnet es vor: In der Herstellung ist E10 um rund 0,5 ct. je Liter teurer als E5. Nimmt man den Mehrverbrauch hinzu, der theoretisch durch E10 entsteht, dürfte es allenfalls 20 Cent je gefahrene 100 km zu kompensieren geben. Das wäre nicht mal die Hälfte der derzeitigen Preisdifferenz von 8 Cent im Bundesdurchschnitt.

 

2. Trend: Was man wirklich tankt, weiß man nicht.

 

Mit der Einführung von E10 kann man derzeit eigentlich nur bei Super Plus wirklich sicher sein, was man wirklich tankt. Der Grund: In den entsprechenden DIN-Normen zur Kraftstoffqualität gibt es zwar eine Höchstgrenze für Ethanol, aber keine Mindestgrenze. So kann dann 95 Oktan Benzin E5 zwischen einem und fünf Prozent Ethanol enthalten, Super E10 sogar zwischen einem und zehn Prozent. Zusätzlich kann sogar Super Plus als Super E5 verkauft werden – die Mindestoktanzahl ist gegeben.

 

Das alles wäre im Grunde nicht schlimm – würden nicht viele Autofahrer bewusst einen höheren Preis in Kauf nehmen, um E5 zu tanken. Dadurch wird es dann eigentlich zu einem legalen "Betrug". Schließlich hätte man in vielen Fällen den gleichen Sprit auch billiger haben können. Nach Untersuchungen des ADAC hingen in den letzten Wochen auch an mehreren Tankstellen unterschiedlich ausgepreiste Sorten am mutmaßlich gleichen Tank.

 

Und nun?

 

Wer also weder Zeit noch die Fachkenntnis für eine technische Analyse seines Kraftstoffes hat, dem bleibt nur, sich nach den Empfehlungen des Herstellers und den Ausschilderungen an der Tankstelle zu richten. Wer das tut, zahlt derzeit u.U. kräftig drauf.

 

Was können die Autofahrer daher erwarten? Sie können von den Autoherstellern erwarten, dass diese ihre Empfehlungen zum Thema E10 nach technischen Gesichtspunkten und nicht zuerst nach Gesichtspunkten der juristischen Risikoabwehr aussprechen, und dass sie sich damit die Mühe machen, die erforderlich ist. Sie können erwarten, dass offensichtliche Panikmache unterbleibt, und dass sie nicht die Versäumnisse der Konzerne nachträglich an der Zapfsäule finanzieren und dabei noch falsch informiert werden.

 

Was sagt Dein Hersteller zu E10?

 

Abarth, Alfa Romeo, Audi, BMW, Chevrolet, Chrysler, Citroen, Dacia, Daewoo, Daihatsu, Fiat, Ford, Honda, Hyundai, Lancia, Land Rover, Lexus, Mazda, Mercedes-Benz, Mini, Mitsubishi, Nissan, Opel, Peugeot, Porsche, Renault, Seat, Skoda, Smart, Subaru, Suzuki, Toyota, Volkswagen, Volvo, DAT-Liste der Herstellerangaben zur Verträglichkeit von E10


04.10.2011 00:12    |    Kung Fu

Zitat:

außerdem: E10 macht uns um keinen dutt´n unabhängiger.....Da wir die mengen gar nicht anbauen können..... auch das ist erwiesen.

Klar, sag ich auch immer, wenn ich mir gerade was aus den Fingern gesogen habe und den Quatsch natürlich nicht belegen kann - "das ist erwiesen" :D

Und selbst wenn es stimmen würde, wäre es ohne Belang, denn jeder einzelne Liter deutschen Ethanols macht logischerweise unabhängiger vom importierten Erdöl. Was issn daran so schwer zu verstehen.


04.10.2011 07:11    |    Finn79

@1.0815

 

Klar macht Deutschland viel, nur ich wollte damit aussagen, es bringt alles nichts wenn wir uns in Zeug legen und dem rest der Welt geht es am Allerwertesten vorbei. Und wir hier in Deutschland lieben es alles kompliziert zu machen. Bestes Beispiel jetzt die Automaut, warum keine Vignette, wie in Österreich und der Schweiz? Könnte man in 6-8 Wochen an den Start bringen und würde sofort Gewinnen abwerfen. Nein wir müssen alles technisch machen, auch wenn es sich erst in Jahren trägt.

 

Meisten sind einfache Lösungen wesentlich sinnvoller. Genau das müssen wir deutschen ja haben, weil wir ja immer eine Vorreiterolle spielen wollen.

 

Genau das sollte man auch bei EThanol bedenken. Ja es ist so einfach, rein kippen fahren und gut. Aber das ist dem deutschen ja einfach. Da musst doch was für viel Geld umgebaut werden, sonst taugt das doch nichts.

 

Genau daran scheitern wir gerade.


04.10.2011 11:09    |    Roland0815

Naja. Das Problem geht noch viel weiter:

In DE muss alles immer hoch- und großtechnisch abgewickelt werden. Hier in DE wäre es undenkbar, Ethanol vor Ort, wo der zuckerhaltige Müll anfällt, herzustellen. in DE muss es *eine riesige* Destille geben, wo man das Zeug herstellt. Ganz großer Quatsch, aber so sind die Manager/Politiker in DE nunmal.

 

Den Schwachsinn sieht man in Zeitz: Die Zuckerbude liefert Zuckersirup (welcher in seiner Herstellung viel Energie gebraucht hat) an eine Destille, anstatt man aus den Rübenschnitzeln gleich in Zeitz mit der Prozessabwärme des Zuckerwerkes gleich den Ethanol zieht...


04.10.2011 11:17    |    Kung Fu

Liegt wohl hauptsächlich daran, daß das Land von Bürokraten, Banken und Großkonzernen beherrscht wird. Ohne großen Investitionsaufwand kann man in dem Vorschriftendschungel kaum was aufziehen oder wird gleich von den großen plattgemacht, die die Behörden kontrollieren.


04.10.2011 11:37    |    trixi1262

@finn79

 

Zitat:

 

Es wird kein Ethanol aus Brasilien und den US and A importiert.

 

@Alex pack mal aus bitte mit Quellenangabe, auch gerne per PN.

 

 

Hast du eigendliche eine Quellangabe erhalten ???

mfg trixi1262


04.10.2011 18:35    |    Finn79

EU Nachhaltigkeitsverordnung

 

http://www.erneuerbare-energien.de/inhalt/40712/

 

 

Damit schliesst sich die USA und Brasilien aus.


04.10.2011 19:14    |    trixi1262

@Finn79

 

das war doch klar,da die Normen bei der Herstellung in D: völlig andere sind, wie Bsp.w. USA

oder Brasilien !

Sprich, Wassergehalt usw.

Das ist wieder mal typisch,brüllen ohne Hintergrundrecherche:confused::)

Danke für den Link !

mfg trixi1262


04.10.2011 19:20    |    Finn79

@Roland

 

Dann stelle man sich vor, man macht aus Müll Ethanol?????? Wie Bio wäre den das und wahrscheinlich viel zu einfach. Und wo soll dann die Blumenerde herkommen.

 

Das geht doch nicht.

 

Hat einer Zahlen, von den Schweden aus wieviel Tonnen Mühl die wieviel Ethanol machen hab nichts gefunden wenn dann auf schwedisch und da bin ich noch nicht so fit.:D


04.10.2011 20:06    |    Roland0815

Das üble am Ethanol aus Biomüll ist ja, dass der anschließende Humus-Prozess nur halb so lange dauert, und ein viel hochwertigeres Ergebnis rauskommt. So ein Sch*****!

 

Aber die Blumenerde in DE kommt ja aus niederländischen Champignon-Farmen. :-D


04.10.2011 21:53    |    trixi1262

Roland :

Was ist so übel an Ethanol ?

Vielleicht verstehe ich dich jetzt falsch.

Wir werfen tausende tonnen Lebensmittel weg, wenn die Infrastruktur stimmt,passt das schon.

Aber Politik und Mineralöllobby hat kein Interesse daran,die Ethanolproduktion zu fördern !

Warum auch !:confused::)

mfg trixi1262


04.10.2011 22:21    |    Joeckel

Hallo Ihr E10 Befürworter.

Wir die Bürger bezahle die Zeche, erst steigt der Zuckerpreis, dann ist es nur eine frage der Zeit das die Preise auch auf andere Lebensmittel ansteigen zur Ethanol herstellung.


04.10.2011 22:34    |    trixi1262

Joeckel,haste ausgeschlafen !:):):)

Empfehlung:

"GOOGLE" und Herstellung Ethanol in Deutschland:D

mfg trixi1262


05.10.2011 01:37    |    Kung Fu

Na dann werde ich die Pizzapreise mal genauer im Auge behalten.

Zucker wird sowieso viel zu viel gegessen. Die Deutschen sind zu fett. Den sollte man noch hoch besteuern, um die Kosten für die Krankenkassen zu senken.


05.10.2011 04:45    |    Finn79

@joeckel

 

Das zahlen wir sowieso, meinste warum lebensmittel immer teuer werden.

 

@Kung Fu

 

das ist immer noch billiger wie das das Durchschnittsalter wegen besserer Lebensführung steigt. Weil das kostet zwar am Anfang weniger, aber hintenraus steigen die kosten dann wieder. Also wirtschaftlich gesehen, lass die Menschen saufen rauchen und fressen, es ist billiger.


05.10.2011 13:00    |    Roland0815

@trixi1262: Du solltest mal die Batterien in deinem Ironiedetektor wechseln. Ich dachte, es sei offensichtlich genug. ;-)


05.10.2011 14:45    |    trixi1262

@Roland0815

Und was willst du mir damit sagen ???

Was meinst du Bitte , mit genug ?

mfg trixi1262


05.10.2011 15:21    |    Roland0815

Das Poting ist ironisch.

 

Ethanol aus Biomüll ist ne sehr interessante Sache weil:

- Keine Ackerflächen nötig

- der anschließende Humus-Prozess verkürzt wird

- er dezentral an vielen Orten anfällt

.

.

 

Die Nordländer machen das schon lange (vor). Nur wiedermal die dt. (Politiker) sind zu blöd draus zu lernen.


05.10.2011 15:37    |    trixi1262

So einfach war das gemeint ;)

Denke aber,das die politiker nicht blöd sind, sondern das dies nicht gewollt ist !

Deutschland, hab ich in den Nachrichten gehört, nimmt über 50 Milliarden Euro ein, nur

durch Mineralölsteuer und KFZ-Steuer !

Heute beim Thema: Maut :mad:

Wenn sehr viel Ethanol gefahren werden könnte, würde Pappi weniger Einnahmen haben

mfg trixi1262


05.10.2011 15:52    |    trixi1262

Und wenn man sich das gesamte Eurodebakel anschaut, kann Einem der Kamm schwillen !

Mir tun die Leute Leid,welche Ihr gesamtes Leben gespart haben und sich jetzt ansehen müssen, wie

Alles den Bach runtergeht !

Ist ja nur eine Meinung,aber ich sehe Schwarz für den EURO.

Fragt man sich, wer den ganzen Müll bezahlen soll ?

Die Kindeskinder , der Kindeskinder :confused:


05.10.2011 16:10    |    trixi1262

Naja, jedenfalls können wir jetzt den Maut-Thread wieder rauskramen :)

mfg trixi1262


06.10.2011 15:37    |    Schwarzehand

Wenn ich die Kommentare lese denke ich, dass das Verwirrspiel mit den Antworten viel größer ist als das tatsächliche E10 Problem. Die Antworten im Forum sind nach meiner Auffassung nicht alle so zufriedenstellend. Es geht in der Hauptsache mal was bewegt egal was, viele haben nur geschrieben, dass Sie was geschrieben haben. Es können die wenigsten von sich behaupten dass die Antworten, die Sie schreiben auf lange Versuche hindeuten. Was den Verbrauch angeht so sollte jeder mal nach sehen ob sich die Räder leicht drehen lassen vielleicht ist die Bremse hinten etwas schwergängig weil die Bremsbeläge im Träger fest fest sind. Davon gibt es genügend Fahrzeuge wo dies der Fall ist. Ich selbst kenne solche Fälle.


06.10.2011 17:57    |    1.0815

aha...und das hat jetzt was genau mit E10 zu tun?


06.10.2011 23:34    |    testmal

Aua,

 

wer bist Du denn ????


07.10.2011 18:43    |    MR RATTE

das e10 auch auswirkungen auf die bremse hat ist mir aber neu.:confused:


07.10.2011 18:49    |    marcu90

Nicht nur das! E10 Verstopft auch den Kühler, lässt Steinschläge einreißen, schabt den Unterbodenschutz ab und fördert somit die Rostbildung, Sitze werden schneller durchgesessen und generell staubt der ganze Hobel im Innenraum viel schneller ein...


07.10.2011 19:10    |    trixi1262

Und mein Aschenbecher ist ständig voll !:confused::) Scheiss E5 und E85 :D

mfg trixi1262

Halt E10 liegt ja irgendwo dazwischen :mad:


07.10.2011 19:16    |    MR RATTE

boah.......dann ist das ja wie ein flächenbrand,sowas von verheerend.:D


07.10.2011 19:22    |    TERWI

... wirklich spannend, was hier so abgeht und in (pseudo) Diskussionen mit Pro & Contra alles so durchgequirlt wird !

 

Ich verfolge das hier seit Anfang an und schaue gelegentlich mal rein, lese einige Postings. Die, welche es wert sscheinen.

Meistens bekomme ich ein Kopfschütteltrauma - nur gelegentlich ist meinserseits Applaus angesagt. Schade eigentlich.

 

E05 bis E 085 ? Schädlich - Nicht Schädlich ? Sparen oder nicht sparen ?

... und endlose Diskussionen immer auf's neue.

 

Anscheinend merken die wenigsten, das wir nicht nur in D von vorne bis hinten vereimert werden.

Echt ? Von wem ? Na, von wem wohl:

 

Alles was börsenorientiert ist und keinen Bezug mehr zum normalen Leben, Handel mit Kauf & Verkauf hat !

Raffen, raffen, raffen ! Schneller, schneller, noch schneller ! Mehr, viel mehr,  noch mehr, .... den letzen Tropfen. Alles muss raus !

ICH WILL ALLES !!! S O F O R T !!!!!!!!

 

In kürzester Zeit 'as much as you can eat' !

Alle machen mit - alle sind dabei - alle wollen das beste - keine(r) tritt dagegen an.

Schon gar nicht unsere Polit-Affen-/Kasper/-Marionetten.

Ist doch prima, wenn alle sich kloppen und keiner merkt, das der Status Quo schon lange da ist, weil die Geld-Bakschisch-Köfferchen der Industrie schon vor Monaten lange die erfolgreiche Runde zum Beschluss gemacht haben.

 

Na sauber. Nicht nur beim Sprit.

Alle fragen und quengeln rum ob geht oder nicht, endloses Gelaber über Sein oder Nichtsein.

O gottogott, mein armer Motor ... wie lange kann ich damit noch fahren ? Was kostet die Rep ?

 

Das war mal wieder ein kurzes Intermezzo von mir.

Diskutiert, labert, diffamiert, prügelt euch gerne weiter hier - ich schaue gelgentlich mal zu und schmunzle wieder mal über Pappnasen und auch gern gelegentliche 'Waisen aus dem Morgenland'

 

Viel Spässeken noch mit der unerledigten Rest-Politik.


07.10.2011 19:42    |    trixi1262

@terwi !

Schön viel geschrieben,aber Diejenigen, welche sich mit Ethanol seit langem beschäftigen, wissen das Alles :)

Das Lobby und Politik an die Förderung von Ethanol nicht interessiert sind, ebenfalls !

Fährst du Ethanol ,egal wieviel % ???

mfg trixi1262


07.10.2011 19:52    |    1.0815

glückwunsch TERWI, nun bist du auch ein teil der - wie hast du's so schön beschrieben - durchgequirlten pseudo diskussion. ich wünsche dir von ganzem herzen, dass dein beitrag vereinzelt vllt. doch als wichtig und lesenswert empfunden wird...;)


07.10.2011 19:57    |    trixi1262

Die Hoffnung stirbt zuletzt !:)

mfg trixi1262


07.10.2011 20:45    |    TERWI

Ich nix Sprit-Pampe - nur zum Anlassen, wenn er kalt ist. Sonst LPG. Eh nen ganzen Satz preiswerter. Ja, OK, ich weiß, die Anschaffung ......

 

Ich weiß das alle (im gesamten) das wissen und alle (die armen/dummen Piggie's) gerne denen, die alles nur einfach abschröpfen, liebend & noch mehr gerne was auf die Nase hauen würden.

Ich würde da sogar ungefragt mitmachen, wenn sich die Möglichkeit ergibt.

Als alter Mann stehe ich da aber lieber gerne hinten...

 

Denn bei solchen Gelegenheiten, wo die Überlegenheit in gezählten Fäusten wie früher tatsächlich noch stattfinden könnte, werden diesen Labereibanalitäten solcher Schlipsaffen ganz plötzlich ganz schnell ganz leise.

 

Weil: Sie haben weder Fäuste, um sich zu verteidigen, meistens keine Ahnung worum es überhaupt geht (deswegen immer aus Prinzip sowieso oben druff !), noch zählt oder wirkt deren eigentlich lächerliche Rhetorik in diesem Moment.

 

Wie war das noch bei den Grünen u.a. vor zig Jahren: ...... das man Geld nicht fressen kann. Oder so ?

 

Nun denn, macht ihr weiter hier - ich guck jetze die hochbezahlten Krückenkicker.

Bis demnächst :D


07.10.2011 21:50    |    trixi1262

Terwi,sei zufrieden,das du noch Rente bekommst,wir gucken in die Röhre !:mad:

mfg trixi1262


08.10.2011 18:14    |    wolle2302

Ich lese das ganze hier teilweise unqualifizierte Geschreibsel immer mit.

 

Aber nun mal tacheles

 

Ich habe Fahrzeug- und Motorentechnik studiert und entwickele Motoren bis zur Serienreife bei einem großen Hersteller.

 

Fakt ist, das die Motoren für den US-Markt nicht mit den hier erhältlichen Motoren vergleichbar sind, es gibt hier in Europa also keine Langzeiterfahrungen.

Die Motoren für den US-Markt sind z.B. mit einem Sammelsaugrohr aus Edelstahl, anstatt aus Aluguß, ausgerüstet, um die korrosiven Eigenschaften vom Ethanol zu kompensieren. Die Motorsteuerung verfügt über zusätzliche Sensoren sowie geänderte Aktoren, damit der Motor sogar mit E100 laufen würde. Das Steuergerät muss die Motorkennlinie an den verwendeten Ethanolanteil anpassen.

 

Wenn jemand der Meinung ist, dass er sein Auto einfach mit selbstgemischten Kraftstoff über E10 Qualität fahren will, wird merken, dass die Einspritzanlage schnell an ihre Grenzen stößt. Das er dabei eigentlich überhaupt nix spart, oder für die Umwelt tut, berücksichtigt er dabei nicht.

 

Bereits 1989 hatte VW ein sehr sparsames Auto und ein Auto mit alternativen Antrieb entwickelt. Beide Fahrzeuge wurden in eine aufwändigen PR-Aktion beworben. Sie wurden aber nie in Großserie gebaut, weil sie einfach niemand kaufen wollte.

 

Seit der Einführung vom E10 sind mehrere hundert Motoren aus Garantieleistungen in unserer Abteilung angekommen, die genau durch diesen Kraftstoff zu Schaden gekommen sind. Wir mussten diese Motortypen aus der Liste der E10 Verträglichkeit streichen.

Das betrifft mittlerweile alle namhaften Fahrzeughersteller.

 

Mann müsste also vor jedem Tanken den Hersteller anrufen, ob das Auto noch E10 verträgt.

 

Die Verkaufszahlen sprechen zudem eine eigene Sprache.

VW hat die Produktion des 3 Liter Autos wegen zu geringer Verkaufszahlen eingestellt. Zeitgleich führt Porsche im Leipziger Werk eine dritte Schicht ein, um die Produktion von 410 auf 600 Fahrzeuge am Tag zu steigern. In Leipzig baut Porsche die Modelle Cayenne und Panamera.

 

 

Wer so eine rollende Kraftstoffvernichtungsanlage fährt, belügt sich selber,wenn er der Meinung ist, dass er der Umwelt etwas gutes tut, wenn er E10 oder höher tankt.


08.10.2011 18:21    |    marcu90

Hey wolle! Da du dich ja so toll auskennst, kannst du mir sicherlich erklären, warum Motoren mit E5 vollkommen Problemlos laufen, während sie mit E10 kaputt gehen:confused:


08.10.2011 18:32    |    MR RATTE

ich nehme an das e10 stark korrosionsfördernd ist.


08.10.2011 18:32    |    wolle2302

Bei den meisten Motoren ist es durch Alufraß zu Materialabtrag im Sammelsaugrohr gekommen. Diese Material hat sich entweder in den Ventilsitzen festgesetzt und dort zu Undichtigkeiten und Kompressionsverlust geführt, oder hat direkt im Zylinder Schäden verursacht.

In beiden Fällen ist dann ein kapitaler Motorschaden die Folge.


08.10.2011 18:38    |    wolle2302

Zitat:

ich nehme an das e10 stark korrosionsfördernd ist.

richtig, nehme mal reines Ethanol und lege da mal ein unbehandeltes Blech rein.

Verrosten in Zeitraffer


08.10.2011 18:38    |    marcu90

Ok Ok, ich formuliere mal die Frage um: warum richtet E10 Schäden an und E5 nicht?


08.10.2011 18:40    |    MR RATTE

nööööö,lass mal,ich kann der sauce eh nix abgewinnen.

war mir aber irgendwie auch klar das es einen grossen haken gibt.


Deine Antwort auf "Nicht super: Das große E10-Verwirrspiel"