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07.03.2011 09:31    |    MOTOR-TALK    |    Kommentare (5.177)    |   Stichworte: Ausnahmen, Benzin, Biosprit, E10, E10 Kraftstoff, E10 Unverträglichkeit, E10 Verträglichkeit, Ethanol, Freigabe, Hersteller, Information, Kraftstoff, Marken, Modelle, MOTOR-TALK, Problematik, Umfrage, Verträglichkeit

Tankst Du E10?

Seitdem am vergangenen Donnerstag bekannt wurde, dass die Mineralölkonzerne die weitere Auslieferung vom Biokraftstoff E10 an die Tankstellen vorerst stoppen, ist das Chaos perfekt. Die Medien überschlagen sich, Schuldzuweisungen für den E10-Flopp gibt es nach allen Richtungen und keiner weiß so recht, welchen Meldungen man noch Glauben schenken darf und welchen nicht. Am Dienstag, 8. März 2011, soll nun in einem „Benzin-Gipfel“ eine Lösung gefunden werden, wie man aus dem E10 Debakel wieder rauskommt. Dabei soll es um Maßnahmen gehen, wie E10 von den Autofahrern angenommen werden kann. Der Aufschrei nach der kompletten Abschaffung von E10 wird dort allerdings laut aktueller Meldungen kein Thema sein. Wir gehen deswegen das Thema „E10“ hier mal etwas grundsätzlicher an, denn natürlich ist vor allem auf MOTOR-TALK das Interesse daran riesig.

 

E10 tanken oder nicht?E10 tanken oder nicht?Die Verunsicherung ist groß: Eine uneinheitliche und unwillige Informationspolitik seitens der Automobilhersteller und Mineralölkonzerne sorgt dafür, dass die deutschen Autofahrer den neuen Sprit lieber meiden – jedenfalls dort, wo er bislang verfügbar ist. Für Super oder Super Plus zahlen sie im Schnitt acht Cent mehr pro Liter – und der Nachschub der Tankstellen an Super E5 wird mittlerweile knapp. Dies hat dazu geführt, dass die Mineralölkonzerne am vergangenen Donnerstag den vorläufigen Produktionsstopp von E10 ausgerufen haben, um das E10 Versorgungssystem nicht platzen zu lassen, weil keiner den Biokraftstoff tanken will.

 

Auch auf MOTOR-TALK ist die Verunsicherung und das Interesse groß. Erste Nutzer haben schon dazu aufgerufen, E10 komplett zu boykottieren, um „die da oben“ zum Umdenken zu bringen. Was steckt aber wirklich hinter E10, und was ist Eure Meinung dazu? Das wollten wir mal wissen und sind das Thema deshalb etwas grundsätzlicher angegangen. Außerdem haben wir uns angeschaut, wie gut die Hersteller über E10 informiert haben.

 

Rechtlicher Hintergrund

 

Die Richtlinie 2009/30/EG des Europäischen Parlaments verpflichtet alle Mitgliedstaaten, ein System zur Überwachung und Verringerung der Treibhausgasemissionen einzuführen. Dies kann u.a. durch die Einführung eines Ottokraftstoffs mit maximal zehn Volumenprozent Kraftstoffethanol (Bioethanol) unter dem Branchenkürzel E10 (von Ethanol 10 %) erfolgen. Was immer man davon hält, die deutsche Regierung setzt damit letztendlich europäisches Recht um, und das sogar eher spät: In Frankreich z.B. wird E10 schon seit 2009 verkauft. Dadurch soll die Abhängigkeit vom Erdöl vermindert und der CO2-Ausstoß im Verkehr reduziert werden. Die entsprechenden Gutachten gehen von einem CO2-Vorteil von 35 Prozent aus, den Ethanol aus nachwachsenden Rohstoffen gegenüber Erdöl hat.

 

Für Fahrzeuge, die E10 nicht vertragen, muss laut EU-Richtlinie mindestens bis 2013 das bisherige Benzin als sogenannte Bestandsschutzsorte weiterhin angeboten werden. In Deutschland verkauftes Ethanol muss zusätzlich eine positive Umweltbilanz gegenüber Erdöl haben.

 

Kritik

 

Kritiker monieren vor allem, dass eine bessere Umweltbilanz von Super E10 gegenüber herkömmlichem Super sich nicht wirklich belegen lässt. Es wird den Regierungen vorgeworfen, Nebeneffekte wie Abholzung, Bodenverödung, -vergiftung etc. einfach auszublenden. Ein positiver Effekt von Ethanol im Sprit auf die Umwelt sei zudem, falls vorhanden, angesichts der Menge der Beimischung allenfalls marginal.

 

Klar ist, durch den niedrigeren Brennwert von Ethanol gegenüber Benzin aus Erdöl (65,5%) sinkt auch der Brennwert des gemischten Sprits. Dadurch sinkt die Leistung und steigt der Verbrauch. Der errechnete Mehrverbrauch ist allerdings marginal, er beträgt 1,7 % (bei bisher 6 l/100 km wären das 0,1 l/100 km mehr).

 

Weiter wird kritisiert, dass E10 manche Pkw schädigen kann. Deshalb sind alle Autohersteller verpflichtet, Auskunft über die E10-Verträglichkeit ihrer Modelle zu geben. Das DAT-Institut hat daher im Auftrag der bundesregierung eine Liste der Herstellerangaben zur Verträglichkeit von E10 erstellt.

 

Was steckt wirklich dahinter? E10 und die Risiken

 

Eine sehr vollständige Erklärung zu den Hintergründen und möglichen Risiken von E10 gibt es im Blog von Rotherbach. Wir haben die wesentlichen Infos daraus hier mal zusammengezogen.

 

Oft hört man, dass Ethanol sowohl Dichtungen als auch den Motor selbst schädigen kann. Das ist zwar nicht falsch, relativiert sich aber in den meisten Aspekten durch die verhältnismäßig geringe Beimischung. Seit 1980 befindet sich bereits ein 5%iger Anteil Ethanol im Benzin, der die Klopffestigkeit steigern und Bleiadditive ersetzen sollte. Die jetzige Verdopplung dieser Menge stellt nur in wenigen Ausnahmefällen ein Risiko dar.

 

 

Benzindirekteinspritzer mit Hochdruckpumpen

 

Infos zu E10Infos zu E10Die Hydrophilie von Ethanol bewirkt, dass geringe Mengen Wasser mit korrosionsgefährdeten Teilen im Motor in Berührung kommen können, jedoch zu wenig, um Schäden zu hinterlassen. Auch eine Verdünnung des Motoröls und damit zusammenhängend eine Verkürzung des Ölwechselintervalls ist auszuschließen, da sich das Wasser absetzen und bei entsprechenden Motortemperaturen verdampfen würde. Riskanter ist die Säure-Base-Reaktivität. Es kann bei Leichtmetallen wie Aluminium zu einem „scheinbaren Auflösen des Bauteils“ kommen – ein schleichender Prozess, der durch Beschädigungen beschleunigt werden kann. Aus diesem Grund gibt es keine Freigabe für Benzindirekteinspritzer mit Hochdruckpumpen. Durch die Steigerung des Druckes erhöht sich die Reaktivität von Ethanol, bei entsprechenden Tests wurden Korrosionsspuren an Aluminiumverschraubungen festgestellt. Alle anderen Benziner bleiben hiervon weitgehend verschont, nur eine drastische Erhöhung des Ethanolanteils wäre gefährlich.

 

Da betroffene Leitungen und Dichtungen für den Kontakt mit Benzin ausgelegt sind, ist die Eigenschaft von Ethanol als Lösungsmittel zu vernachlässigen. Hier besteht das einzige Risiko darin, dass Weichmacher abgetragen werden können, was zu sprödem Material oder Rissen führen kann. Aber dieser Prozess verläuft so langsam, dass in der Regel eher der normale Verschleiß eintritt.

 

Relevant für alle Modelle ist die höhere Betriebstemperatur bei der Verwendung von E10 im Vergleich zu herkömmlichem Super. Ethanol benötigt weniger Sauerstoff bei der Verbrennung, wodurch ohne Anpassung ein mageres Gemisch entsteht. Im normalen Betrieb wird dies aber durch die Lambdaregelung per Änderung der Einspritzmenge korrigiert. Bei älteren Fahrzeugen ohne geregelten Katalysator empfiehlt sich eine Anpassung mit Hilfe eines Abgastesters. Durch den geringen Ethanolanteil sind generell Schäden an Auslassventilen oder Katalysator aber unwahrscheinlich.

 

Die Hersteller: Desinformation aus Angst vor Garantieansprüchen?

 

Wie gut informieren die Pkw-Hersteller?Wie gut informieren die Pkw-Hersteller?Alle Hersteller waren verpflichtet, zum Marktstart von E10 verbindliche Angaben zu machen, welche Modelle sie für den neuen Kraftstoff zulassen. Die Qualität der Angaben ist aber sehr unterschiedlich. Die meisten deutschen Hersteller, wie z.B. VW und Opel, haben fast ihre gesamte Modellpalette für E10 freigegeben. Ausnahmen wurden meist klar benannt. Ebenfalls vorbildlich: Volvo testete alle Pkw bis 1976 rückwärts, Ford macht sogar Ausführungen zu Pkw vor Baujahr 1940. Andere Hersteller machen es sich dagegen eher einfach. So gibt z.B. Nissan pauschal alle Modelle ab Bj. 2000 frei. Ob sich da wirklich alle 2000er Modelle technisch so entscheidend vom 1999er Modell unterscheiden? Ist E10 in einem Modell Baujahr 1999 doch sicher – oder in einem Modell 2001 unsicher? Man weiß es nicht, und ohne entsprechendes technisches Hintergrundwissen ist man zwangsläufig verunsichert.

 

Auch Mazda gibt Freigaben nur für aktuelle Modellreihen (Mazda2-6) ab 2003. Die direkten Vorgänger Premacy oder Demio werden pauschal ausgeschlossen. Am einfachsten macht es sich Lada. Erst ab Modelljahr 2011 (Euro5) werden hier die Autos für den Betrieb mit E10 freigegeben.

 

E10 und die Motorrad-HerstellerE10 und die Motorrad-HerstellerNun ist es natürlich für Autohersteller eher unwirtschaftlich, 10 Jahre alte Autos gründlich auf E10-Verträglichkeit zu untersuchen bzw. zu testen. Der Verdacht steht im Raum, dass etliche Fahrzeugmodelle eigentlich kein Problem mit Ethanol haben – die Hersteller aber ein Problem damit, das für diese älteren Modelle zu bescheinigen. Aus Angst vor möglichen Garantieansprüchen? Die Frage darf erlaubt sein, ob es überhaupt möglich ist, die Restlebensdauer eines 15 Jahre alten Alltagsautos durch Betankung mit E10 noch zu verkürzen.

 

Auch auf Nachfrage bei den Herstellern erhält der Kunde übrigens keine andere oder genauere Aussage als die, die auch in den allgemein zugänglichen Listen steht. Andere Hersteller schicken OPR-Codes ins Rennen; ebenfalls nicht sehr kundenfreundlich.

 

Die Tankstellen: An der Grenze zum Betrug?

 

Die Verunsicherung der Autofahrer durch E10 wurde durch die Tankstellen und Mineralölkonzerne kräftig befördert. Obwohl der Stichtag lange bekannt war dauerte es zunächst mal Wochen, bis es überhaupt irgendwo ein Schild gab, auf dem E10 steht. Bis heute ist das nicht flächendeckend so. Seit nun die meisten Tankstellen E10 führen, zeichnen sich allerdings zwei unschöne Trends ab.

 

1. Trend: Super E5 ist keine Alternative mehr.

 

Zwar müssen Tankstellen zum Bestandsschutz weiterhin Super mit 5% Ethanol führen. Zu welchem Preis und mit wie viel Oktan max., da gibt es keine Vorschrift. Also kann das bisherige Super zum gleichen Preis wie Super Plus angeboten werden, oder es gibt gleich nur noch Super Plus. So soll natürlich der Absatz von E10 gestützt werden, die Einführung einer neuen Sorte ging schon immer nur über den Preis. Hintergrund: 2011 müssen die Tankstellen zu 6,25% Agrokraftstoffe verkaufen – das geht nur, wenn E10 billiger verkauft wird, als es ist. Und das geht nur, wenn herkömmliches Benzin teurer verkauft wird, als es ist.

 

Soweit ist das nachvollziehbar. Immer öfter wird aber der Vorwurf der Abzocke erhoben. Der VCD rechnet es vor: In der Herstellung ist E10 um rund 0,5 ct. je Liter teurer als E5. Nimmt man den Mehrverbrauch hinzu, der theoretisch durch E10 entsteht, dürfte es allenfalls 20 Cent je gefahrene 100 km zu kompensieren geben. Das wäre nicht mal die Hälfte der derzeitigen Preisdifferenz von 8 Cent im Bundesdurchschnitt.

 

2. Trend: Was man wirklich tankt, weiß man nicht.

 

Mit der Einführung von E10 kann man derzeit eigentlich nur bei Super Plus wirklich sicher sein, was man wirklich tankt. Der Grund: In den entsprechenden DIN-Normen zur Kraftstoffqualität gibt es zwar eine Höchstgrenze für Ethanol, aber keine Mindestgrenze. So kann dann 95 Oktan Benzin E5 zwischen einem und fünf Prozent Ethanol enthalten, Super E10 sogar zwischen einem und zehn Prozent. Zusätzlich kann sogar Super Plus als Super E5 verkauft werden – die Mindestoktanzahl ist gegeben.

 

Das alles wäre im Grunde nicht schlimm – würden nicht viele Autofahrer bewusst einen höheren Preis in Kauf nehmen, um E5 zu tanken. Dadurch wird es dann eigentlich zu einem legalen "Betrug". Schließlich hätte man in vielen Fällen den gleichen Sprit auch billiger haben können. Nach Untersuchungen des ADAC hingen in den letzten Wochen auch an mehreren Tankstellen unterschiedlich ausgepreiste Sorten am mutmaßlich gleichen Tank.

 

Und nun?

 

Wer also weder Zeit noch die Fachkenntnis für eine technische Analyse seines Kraftstoffes hat, dem bleibt nur, sich nach den Empfehlungen des Herstellers und den Ausschilderungen an der Tankstelle zu richten. Wer das tut, zahlt derzeit u.U. kräftig drauf.

 

Was können die Autofahrer daher erwarten? Sie können von den Autoherstellern erwarten, dass diese ihre Empfehlungen zum Thema E10 nach technischen Gesichtspunkten und nicht zuerst nach Gesichtspunkten der juristischen Risikoabwehr aussprechen, und dass sie sich damit die Mühe machen, die erforderlich ist. Sie können erwarten, dass offensichtliche Panikmache unterbleibt, und dass sie nicht die Versäumnisse der Konzerne nachträglich an der Zapfsäule finanzieren und dabei noch falsch informiert werden.

 

Was sagt Dein Hersteller zu E10?

 

Abarth, Alfa Romeo, Audi, BMW, Chevrolet, Chrysler, Citroen, Dacia, Daewoo, Daihatsu, Fiat, Ford, Honda, Hyundai, Lancia, Land Rover, Lexus, Mazda, Mercedes-Benz, Mini, Mitsubishi, Nissan, Opel, Peugeot, Porsche, Renault, Seat, Skoda, Smart, Subaru, Suzuki, Toyota, Volkswagen, Volvo, DAT-Liste der Herstellerangaben zur Verträglichkeit von E10


22.02.2013 17:35    |    trixi1262

Zitat: notting !

 

Lieber Drahkke, ich hatte auch schon mal im Ausland regelmäßig billigeren Sprit (bevor es dort E10 gab) als das dt. Super E5 an einer Markentankstelle getankt. Ergebnis: Knapp am Kolbenfresser vorbei! Ergo: Wer E10 tankt, darf sich IMHO nicht über Schäden am Fahrzeug durch diesem Kraftstoff beschweren...

 

@notting !

 

Das ist irgendwie wiedersprüchlich, denn hier hast du im Ausland getankt und dort gab es zu diesem Zeitpunkt, kein E10

Also es passt zumindest nicht zu deinem ERGO !

lg trixi1262


22.02.2013 17:46    |    e90ioldie

Der Kolbenfresser kommt doch eher von zuwenig oder falschem Öl ... :D

 

(Falscher Sprit würde sich ja auch durch unruhigen Leerlauf bemerkbar machen!)


22.02.2013 19:17    |    notting

@trixi1262: Drahkke schrieb:

Zitat:

Wer kein E10 tankt, obwohl sein Fahrzeug dafür freigegeben ist, darf sich IMHO nicht über den Preis von E5 beschweren.

Warum bin ich ins Ausland zum Tanken gefahren? Natürlich wg. dem Preis! Jetzt klarer?

 

@e90ioldie: Weil der Motor Schrott ab Werk war (bekannter Ölsäufer), habe ich sehr auf den Ölstand geachtet und auch immer wieder nachgekippt. Die Ölsorte habe ich in den letzten Jahren vor der AWP (wo das mit dem Motorschaden passiert ist) nie gewechselt.

 

notting


23.02.2013 02:44    |    Reachstacker

Millionen E10 Geschaedigter Motoren mussten in den letzten 40 Jahren von New York nach China verschifft werden zwecks Verschrottung.

 

 

Bei einigen ist wohl zuviel frische Luft im Oberstuebchen.... :o


23.02.2013 11:28    |    Mercedes_GD300

Zitat:

ich hatte auch schon mal im Ausland regelmäßig billigeren Sprit (bevor es dort E10 gab) als das dt. Super E5 an einer Markentankstelle getankt. Ergebnis: Knapp am Kolbenfresser vorbei! Ergo: Wer E10 tankt, darf sich IMHO nicht über Schäden am Fahrzeug durch diesem Kraftstoff beschweren...

 

notting

dafür hätte ich gerne mal ne technische Begründung


23.02.2013 12:30    |    notting

@Mercedes_GD300: Siehe 2 Postings unter dem Posting, was du von mir gerade zitiert hast.

 

notting


23.02.2013 14:04    |    e90ioldie

notting: Mich interessiert mal, was das für eine Säufertype war, die du da hattest ... ?

 

Es war z.B. durchaus üblich, das damals vor 20 Jahren ein VW-Motor mit einem Ölverbr. von 1,5 L auf tausend angegeben wurde; meiner brauchte aber nur 200 ml/1 tsd. km.

 

 

Auch beim Ford Mondeo wurde in 2000 vermerkt, dass er durchaus bis zu einem Liter auf tausend verbrennen darf ... (hat aber so gut wie kein Nachfüllen zwischen den Intervallen verlangt.)

 

Heutige brauchen fast nur 1/2 auf 10.000 usw.


23.02.2013 14:22    |    notting

@e90ioldie: Opel Ascona C 1,6l Benziner (55kW?). Es gab eine Gratis-Reparatur-Aktion, über die mein Opa (=Erstbesitzer bzw. damals noch der Eigentümer des Fahrzeugs - das war sehr lange bevor ich einen PKW-FS haben durfte) aber vom AH nicht informiert wurde, obwohl er dort sehr guter Kunde war.

Wenn ich mich nicht täusche, war regelmäßig nach 2-3 Wochen der Ölstand von 100% auf ca. 50% gefallen bei ca. 2x15km an 5 Tagen/Woche (100% = max, 0% = min).

 

notting


23.02.2013 15:15    |    e90ioldie

Dann war der Ascona ein "Halbdiesler" ... :D


25.02.2013 10:54    |    trixi1262

Wann wurden die Ascona gebaut, zwischen 81-88, oder so ?

Meine erster Westwagen war ebenfalls ein Ascona C und ich musste ca. einen 3/4 Liter Öl nachkippen auf 1000km.

Meiner war ein 86er mit G-Kat, ob nachgerüstet ?

Ich fand es relativ viel, Opel meinte das ist völlig ok !


25.02.2013 15:35    |    e90ioldie

Nix nachgerüstet; im Westen der Deutschen Landen wurde sowas auch schon zu Anfang der 80er verbaut ...


27.02.2013 20:20    |    notting

@trixi1262: Ja, Bj. 1988 mit Servo.

 

notting


28.02.2013 10:47    |    e90ioldie

E5 gab es ja schon in den 80ern (und da stiegen die Spritpreise von ca. 1,00 DM auf 1,20 DM bis zu 1,80 DM Ende der 90er.)

 

Aber da wurden noch keine ursprünglichen Landschaften zerstört (Palmölplantagen in Indonesien und Südamerika), sondern nur Rapsfelder in Frankreich geköpft.


28.02.2013 11:27    |    habs280

Also E10 wird bestimmt keinen Motor zerstören.

Viele andere Europäische Länder hatten schon vor Deutschland E10 in den zapfsäulen.

 

Der einzige grund E10 zu boikottieren wäre die herstellung.

 

Ein Motor verbraucht durch E10 nicht mehr öl.

 

In den anderen euro ländern hat der Kraftstoff bei weitem nicht so hohen Qualistandart wie hier bei uns und die fahren auch tausende von km mit ihren Autos.


28.02.2013 11:43    |    e90ioldie

 ... es geht doch nicht gleich ums Motorzerstören, sondern um die Tatsache, ob die Spritleitungen und Gummiteile, die mit dem E10 in Kontakt kommen, schneller verrotten, als sie sollten ... :D


28.02.2013 12:29    |    Reachstacker

@ e90ioldie

 

Jetzt ist mir endlich klar warum es so wenige alte Deutsche Fahrzeuge in den USA gibt. Denen sind seit 1978 (Einfuehrung von E10 in den USA) die ganzen Gummiteile weg gerottet. :D

 

Seit der Einfuehrung von E10 in 78 sind auch die Scheidungsraten in die Hoehe geschnelzt!!! :eek:

 

 

 

Nieder mit E10 sag ich!!! :p


28.02.2013 20:07    |    e90ioldie

Ja, die Ölanteile in der Suppe können Bestandteile aus den Kunststoffleitungen lösen, welche die Einspritzdüsen verstopfen könnten ...  ;)


28.02.2013 20:18    |    Roland0815

Zitat:

...Jetzt ist mir endlich klar warum es so wenige alte Deutsche Fahrzeuge in den USA gibt....

Ja, ich weiss dass dein Einwurf ironisch war :D

 

Reell gibt es so wenige alte "deutsche" Autos in US-Land, weil die die Abgasnormen dort nach wenigen Jahren nicht mehr packen. Einfuhr etc ist dann nicht mehr.


03.03.2013 11:56    |    e90ioldie

Jede dritte bis vierte "Fuhre" wird halb mit "95-Alt" oder "SüperPlüss" (bei Langstrecke - läuft er ruhiger) betankt ... ;)


03.03.2013 12:44    |    Mercedes_GD300

Da läuft mit Super plus gar nichts ruhiger......


04.03.2013 13:46    |    e90ioldie

Man möchte ja den Offiziellen (Politikern und Wahrheit verschleiernden Unternehmern) gar nicht mehr zuhören, sondern ihnen nur quer eins übers Blablablah ziehen ... :D

 

Was soll denn der Endkonsument davon halten, wenn es heißt: "In Indonesien und sonstewo Urwald abgeholzt, um Biospritpalmen zu züchten ...

 

oder

 

"In Sachsen keine Kapazitätsauslastung und somit täglich etwa 300 ausgewachsene Kiefern (leider keine Politiker, die nach 4 Jahren ihr Säcklein voll haben) im Bioheizkraftwerk unnütz verbrennen ..."

 

Wenn also ein derart enormer Aufwand an anderer Stelle (und auch daraus resultierender Schaden) entsteht, möchte ich lieber auf altherkömmliche Weise das leckere Rohöl (feiner alter Plankton) abfackeln und genüßlich über meinen Autotank der Verbrennung zuführen.

 

 

Selbst für Elektrofahrzeuge ist doch die Technik gar nicht entwickelt worden und jetzt soll es plötzlich ruckzuck gehen ...


04.03.2013 19:01    |    Fu90

Zitat:

"In Indonesien und sonstewo Urwald abgeholzt, um Biospritpalmen zu züchten ...

@ e90ioldie

 

Wird jetzt schon Ethanol aus Ölpalmen hergestellt? War mir neu. ;)


04.03.2013 19:16    |    e90ioldie

Ist leider nicht neu ... :rolleyes: ("die" holen den Biosprit nicht nur aus Raps.)

 

Natürlich ist der Spuk auch hinsichtlich Biodiesel zu sehen und nicht allein Ethanol ... ;)

 

Auch Getreide und Mais sollen angeblich "den Kopf für die Zapfe hinhalten" ...


04.03.2013 19:58    |    Drahkke

Seit wann wird Ethanol aus Raps gewonnen? :confused:


04.03.2013 20:27    |    e90ioldie

Diesel ist auch Sprit, also Biodiesel aus Raps!


04.03.2013 22:05    |    Roland0815

In diesen Thread gehts aber nicht um Heizöl(ersatz). Thema verfehlt. Setzen 6!

 

Hier gehts um E10, und dem Wahn, welche viele Deutsche deswegen erliegen.


04.03.2013 22:49    |    marcu90

Zitat:

e90ioldie

Auch Getreide und Mais sollen angeblich "den Kopf für die Zapfe hinhalten"

Klar, guck mal in die USA. Die stellen quasi alles Ethanol aus Mais her ;)


05.03.2013 00:17    |    Reachstacker

Zitat:

guck mal in die USA. Die stellen quasi alles Ethanol aus Mais her

Das ist auch gut so! Eine notwendige Preisstuetze fuer die Maisbauern. Ohne Ethanol aus Mais waeren die Haelfte der Bauern Pleite und auf Hartz IV. Wer soll das bezahlen???


05.03.2013 14:36    |    e90ioldie

Die Bauern kennen sich mit Harz aus ... :D

 

Andere machen Popcorn aus dem Mais ...

 

Biosprit ist Biosprit, egal ob ... nol oder ... diesel :D:rolleyes:

 

Niemals setzten, wenn der Lehrer schreit!


05.03.2013 15:58    |    Kung Fu

Genau, alles das Gleiche. Diesel, Benzin, und was die da noch alles so komisches auf die Zapfsäulen schreiben, das sind nur die Namen der Tankwarte. Die muß man nur ganz laut rufen, wenn man tanken will und dann kommt einer und hilft. Alles ganz einfach. :)


06.03.2013 14:53    |    e90ioldie

Kung Fu ist aus den 70ern übriggeblieben ... :D:eek:

 

(...-test nicht bestanden!)


07.03.2013 22:56    |    MauiSven

...und, wieviel Eis konnten sich denn nun die E10-Billigtanker (die noch immer kein zu Hause zu haben scheinen und hier mächtig lächerlich noch immer auf die Kacke hauen) mehr kaufen???

 

Ach, wie ich doch diese Leute beneide, daß sie NUR 1,55/Ltr. löhnen, während wir für das ach so umweltschädliche Normalbenzin TÖTLICHE 1,59/Ltr. hinblättern müssen, ach, das ist so fürchterlich traurig... :p

Aber die Luft ist schon spürbar sauberer, erst recht auch deshalb, weil unsere Nachbarn alle mitziehen... :D


07.03.2013 23:58    |    X_FISH

Und wieder: Mit LPG wäre das nicht passiert... :)


08.03.2013 11:16    |    e90ioldie

An "MauiSven":


Soso! :D Saubere Luft - das war eher in den 80ern zu erschnüffeln, als das verbleite Benzin wegfiel und die "Gurken" alle so langsam ihren KAT bekamen; aber jetzt rumtönen, von wegen Spritsparen und dann doch einen alten, fetten Audi auf die Straße lassen, an der Zapfe säuft sich der "schwere Vierringer" voll und der 70-Liter-Tabnk wird bis zum Kragen abgefüllt ... :p


Jaja, Werner (lass' kesseln!) ...

 

Im Sommer (evtl. schon ab Ostern) saust der Benzinpreis doch sowieso wieder über 1,70 Euro!


08.03.2013 11:38    |    MauiSven

Zitat:

07.03.2013 23:58 | X_FISH

Und wieder: Mit LPG wäre das nicht passiert...

WAS wäre nicht passiert? :confused:

Es ist doch nichts passiert, außer daß ein paar Politiker heiße Luft erzeugt hatten und einige "Jünger" (11%, die sich hier auch gern Experten nennen) diesem Bullshit noch immer folgen... :rolleyes:


08.03.2013 13:46    |    trixi1262

Der ganze Wirbel um E10 ist doch eh verflogen !

Erst habe alle geschrien, E10,Niemals und wenn man sich jetzt das Tankverhalten vieler Autofahrer anschaut.:confused:

Viel Gekrähe um Nix !

Ich habe meinen Aufkleber "E10, Nein Danke!" nicht wieder am Folgeauto rangemacht.

Jetzt tanke ich immernoch E50-E70 :D:D:D

lg trixi1262

 

PS: Fast vergessen, Grüsse übern Teich, pete !;)


08.03.2013 14:02    |    Reachstacker

@ trixi1262

 

Heute schneits, da wird das E10 hoffentlich das Wasser im Benzin binden. :D


08.03.2013 15:13    |    trixi1262

Oh Gott, Schnee und dein knapp 6 Liter-Dampfer !

Das veträgt sich ja mit Ethanol überhaupt nicht ;) , ob nun 10 oder 20%:eek:

Spielst du eigendlich immer noch mit etwas grösseren Maschinen ?

lg

 

hier in berlin ist zwar kalt, aber nix Schnee !


08.03.2013 15:20    |    trixi1262

Und allgemein zum Ethanol sei mal gesagt:

Wir müssten unsere Essgewohnheiten in D: mal ändern, dann würden nicht rund 10 Mill. Tonnen Lebensmittel weggeschmissen werden !

Wenn man das alles zu Ethanol destillieren würde:D hick !;)

Aber solange unsere Bauern Fördermittel aus dem EU Topf bekommen um entweder Biomasse anzubauen, oder noch Bekloppter, Ackerflächen brach liegen lassen, solange werde ich weiterhin E10 meiden und E85 tanken.

Ist ein Widerspruch, ich weiß !

Mir geht es nach wie vor um das Zwangsmäßige "Aufs Auge drücken" des Staates !

lg trixi1262


08.03.2013 15:39    |    Reachstacker

Zitat:

Spielst du eigendlich immer noch mit etwas grösseren Maschinen ?

Ja. ;)


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Deine Antwort auf "Nicht super: Das große E10-Verwirrspiel"