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MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

07.03.2011 09:31    |    MOTOR-TALK    |    Kommentare (5.177)    |   Stichworte: Ausnahmen, Benzin, Biosprit, E10, E10 Kraftstoff, E10 Unverträglichkeit, E10 Verträglichkeit, Ethanol, Freigabe, Hersteller, Information, Kraftstoff, Marken, Modelle, MOTOR-TALK, Problematik, Umfrage, Verträglichkeit

Tankst Du E10?

Seitdem am vergangenen Donnerstag bekannt wurde, dass die Mineralölkonzerne die weitere Auslieferung vom Biokraftstoff E10 an die Tankstellen vorerst stoppen, ist das Chaos perfekt. Die Medien überschlagen sich, Schuldzuweisungen für den E10-Flopp gibt es nach allen Richtungen und keiner weiß so recht, welchen Meldungen man noch Glauben schenken darf und welchen nicht. Am Dienstag, 8. März 2011, soll nun in einem „Benzin-Gipfel“ eine Lösung gefunden werden, wie man aus dem E10 Debakel wieder rauskommt. Dabei soll es um Maßnahmen gehen, wie E10 von den Autofahrern angenommen werden kann. Der Aufschrei nach der kompletten Abschaffung von E10 wird dort allerdings laut aktueller Meldungen kein Thema sein. Wir gehen deswegen das Thema „E10“ hier mal etwas grundsätzlicher an, denn natürlich ist vor allem auf MOTOR-TALK das Interesse daran riesig.

 

E10 tanken oder nicht?E10 tanken oder nicht?Die Verunsicherung ist groß: Eine uneinheitliche und unwillige Informationspolitik seitens der Automobilhersteller und Mineralölkonzerne sorgt dafür, dass die deutschen Autofahrer den neuen Sprit lieber meiden – jedenfalls dort, wo er bislang verfügbar ist. Für Super oder Super Plus zahlen sie im Schnitt acht Cent mehr pro Liter – und der Nachschub der Tankstellen an Super E5 wird mittlerweile knapp. Dies hat dazu geführt, dass die Mineralölkonzerne am vergangenen Donnerstag den vorläufigen Produktionsstopp von E10 ausgerufen haben, um das E10 Versorgungssystem nicht platzen zu lassen, weil keiner den Biokraftstoff tanken will.

 

Auch auf MOTOR-TALK ist die Verunsicherung und das Interesse groß. Erste Nutzer haben schon dazu aufgerufen, E10 komplett zu boykottieren, um „die da oben“ zum Umdenken zu bringen. Was steckt aber wirklich hinter E10, und was ist Eure Meinung dazu? Das wollten wir mal wissen und sind das Thema deshalb etwas grundsätzlicher angegangen. Außerdem haben wir uns angeschaut, wie gut die Hersteller über E10 informiert haben.

 

Rechtlicher Hintergrund

 

Die Richtlinie 2009/30/EG des Europäischen Parlaments verpflichtet alle Mitgliedstaaten, ein System zur Überwachung und Verringerung der Treibhausgasemissionen einzuführen. Dies kann u.a. durch die Einführung eines Ottokraftstoffs mit maximal zehn Volumenprozent Kraftstoffethanol (Bioethanol) unter dem Branchenkürzel E10 (von Ethanol 10 %) erfolgen. Was immer man davon hält, die deutsche Regierung setzt damit letztendlich europäisches Recht um, und das sogar eher spät: In Frankreich z.B. wird E10 schon seit 2009 verkauft. Dadurch soll die Abhängigkeit vom Erdöl vermindert und der CO2-Ausstoß im Verkehr reduziert werden. Die entsprechenden Gutachten gehen von einem CO2-Vorteil von 35 Prozent aus, den Ethanol aus nachwachsenden Rohstoffen gegenüber Erdöl hat.

 

Für Fahrzeuge, die E10 nicht vertragen, muss laut EU-Richtlinie mindestens bis 2013 das bisherige Benzin als sogenannte Bestandsschutzsorte weiterhin angeboten werden. In Deutschland verkauftes Ethanol muss zusätzlich eine positive Umweltbilanz gegenüber Erdöl haben.

 

Kritik

 

Kritiker monieren vor allem, dass eine bessere Umweltbilanz von Super E10 gegenüber herkömmlichem Super sich nicht wirklich belegen lässt. Es wird den Regierungen vorgeworfen, Nebeneffekte wie Abholzung, Bodenverödung, -vergiftung etc. einfach auszublenden. Ein positiver Effekt von Ethanol im Sprit auf die Umwelt sei zudem, falls vorhanden, angesichts der Menge der Beimischung allenfalls marginal.

 

Klar ist, durch den niedrigeren Brennwert von Ethanol gegenüber Benzin aus Erdöl (65,5%) sinkt auch der Brennwert des gemischten Sprits. Dadurch sinkt die Leistung und steigt der Verbrauch. Der errechnete Mehrverbrauch ist allerdings marginal, er beträgt 1,7 % (bei bisher 6 l/100 km wären das 0,1 l/100 km mehr).

 

Weiter wird kritisiert, dass E10 manche Pkw schädigen kann. Deshalb sind alle Autohersteller verpflichtet, Auskunft über die E10-Verträglichkeit ihrer Modelle zu geben. Das DAT-Institut hat daher im Auftrag der bundesregierung eine Liste der Herstellerangaben zur Verträglichkeit von E10 erstellt.

 

Was steckt wirklich dahinter? E10 und die Risiken

 

Eine sehr vollständige Erklärung zu den Hintergründen und möglichen Risiken von E10 gibt es im Blog von Rotherbach. Wir haben die wesentlichen Infos daraus hier mal zusammengezogen.

 

Oft hört man, dass Ethanol sowohl Dichtungen als auch den Motor selbst schädigen kann. Das ist zwar nicht falsch, relativiert sich aber in den meisten Aspekten durch die verhältnismäßig geringe Beimischung. Seit 1980 befindet sich bereits ein 5%iger Anteil Ethanol im Benzin, der die Klopffestigkeit steigern und Bleiadditive ersetzen sollte. Die jetzige Verdopplung dieser Menge stellt nur in wenigen Ausnahmefällen ein Risiko dar.

 

 

Benzindirekteinspritzer mit Hochdruckpumpen

 

Infos zu E10Infos zu E10Die Hydrophilie von Ethanol bewirkt, dass geringe Mengen Wasser mit korrosionsgefährdeten Teilen im Motor in Berührung kommen können, jedoch zu wenig, um Schäden zu hinterlassen. Auch eine Verdünnung des Motoröls und damit zusammenhängend eine Verkürzung des Ölwechselintervalls ist auszuschließen, da sich das Wasser absetzen und bei entsprechenden Motortemperaturen verdampfen würde. Riskanter ist die Säure-Base-Reaktivität. Es kann bei Leichtmetallen wie Aluminium zu einem „scheinbaren Auflösen des Bauteils“ kommen – ein schleichender Prozess, der durch Beschädigungen beschleunigt werden kann. Aus diesem Grund gibt es keine Freigabe für Benzindirekteinspritzer mit Hochdruckpumpen. Durch die Steigerung des Druckes erhöht sich die Reaktivität von Ethanol, bei entsprechenden Tests wurden Korrosionsspuren an Aluminiumverschraubungen festgestellt. Alle anderen Benziner bleiben hiervon weitgehend verschont, nur eine drastische Erhöhung des Ethanolanteils wäre gefährlich.

 

Da betroffene Leitungen und Dichtungen für den Kontakt mit Benzin ausgelegt sind, ist die Eigenschaft von Ethanol als Lösungsmittel zu vernachlässigen. Hier besteht das einzige Risiko darin, dass Weichmacher abgetragen werden können, was zu sprödem Material oder Rissen führen kann. Aber dieser Prozess verläuft so langsam, dass in der Regel eher der normale Verschleiß eintritt.

 

Relevant für alle Modelle ist die höhere Betriebstemperatur bei der Verwendung von E10 im Vergleich zu herkömmlichem Super. Ethanol benötigt weniger Sauerstoff bei der Verbrennung, wodurch ohne Anpassung ein mageres Gemisch entsteht. Im normalen Betrieb wird dies aber durch die Lambdaregelung per Änderung der Einspritzmenge korrigiert. Bei älteren Fahrzeugen ohne geregelten Katalysator empfiehlt sich eine Anpassung mit Hilfe eines Abgastesters. Durch den geringen Ethanolanteil sind generell Schäden an Auslassventilen oder Katalysator aber unwahrscheinlich.

 

Die Hersteller: Desinformation aus Angst vor Garantieansprüchen?

 

Wie gut informieren die Pkw-Hersteller?Wie gut informieren die Pkw-Hersteller?Alle Hersteller waren verpflichtet, zum Marktstart von E10 verbindliche Angaben zu machen, welche Modelle sie für den neuen Kraftstoff zulassen. Die Qualität der Angaben ist aber sehr unterschiedlich. Die meisten deutschen Hersteller, wie z.B. VW und Opel, haben fast ihre gesamte Modellpalette für E10 freigegeben. Ausnahmen wurden meist klar benannt. Ebenfalls vorbildlich: Volvo testete alle Pkw bis 1976 rückwärts, Ford macht sogar Ausführungen zu Pkw vor Baujahr 1940. Andere Hersteller machen es sich dagegen eher einfach. So gibt z.B. Nissan pauschal alle Modelle ab Bj. 2000 frei. Ob sich da wirklich alle 2000er Modelle technisch so entscheidend vom 1999er Modell unterscheiden? Ist E10 in einem Modell Baujahr 1999 doch sicher – oder in einem Modell 2001 unsicher? Man weiß es nicht, und ohne entsprechendes technisches Hintergrundwissen ist man zwangsläufig verunsichert.

 

Auch Mazda gibt Freigaben nur für aktuelle Modellreihen (Mazda2-6) ab 2003. Die direkten Vorgänger Premacy oder Demio werden pauschal ausgeschlossen. Am einfachsten macht es sich Lada. Erst ab Modelljahr 2011 (Euro5) werden hier die Autos für den Betrieb mit E10 freigegeben.

 

E10 und die Motorrad-HerstellerE10 und die Motorrad-HerstellerNun ist es natürlich für Autohersteller eher unwirtschaftlich, 10 Jahre alte Autos gründlich auf E10-Verträglichkeit zu untersuchen bzw. zu testen. Der Verdacht steht im Raum, dass etliche Fahrzeugmodelle eigentlich kein Problem mit Ethanol haben – die Hersteller aber ein Problem damit, das für diese älteren Modelle zu bescheinigen. Aus Angst vor möglichen Garantieansprüchen? Die Frage darf erlaubt sein, ob es überhaupt möglich ist, die Restlebensdauer eines 15 Jahre alten Alltagsautos durch Betankung mit E10 noch zu verkürzen.

 

Auch auf Nachfrage bei den Herstellern erhält der Kunde übrigens keine andere oder genauere Aussage als die, die auch in den allgemein zugänglichen Listen steht. Andere Hersteller schicken OPR-Codes ins Rennen; ebenfalls nicht sehr kundenfreundlich.

 

Die Tankstellen: An der Grenze zum Betrug?

 

Die Verunsicherung der Autofahrer durch E10 wurde durch die Tankstellen und Mineralölkonzerne kräftig befördert. Obwohl der Stichtag lange bekannt war dauerte es zunächst mal Wochen, bis es überhaupt irgendwo ein Schild gab, auf dem E10 steht. Bis heute ist das nicht flächendeckend so. Seit nun die meisten Tankstellen E10 führen, zeichnen sich allerdings zwei unschöne Trends ab.

 

1. Trend: Super E5 ist keine Alternative mehr.

 

Zwar müssen Tankstellen zum Bestandsschutz weiterhin Super mit 5% Ethanol führen. Zu welchem Preis und mit wie viel Oktan max., da gibt es keine Vorschrift. Also kann das bisherige Super zum gleichen Preis wie Super Plus angeboten werden, oder es gibt gleich nur noch Super Plus. So soll natürlich der Absatz von E10 gestützt werden, die Einführung einer neuen Sorte ging schon immer nur über den Preis. Hintergrund: 2011 müssen die Tankstellen zu 6,25% Agrokraftstoffe verkaufen – das geht nur, wenn E10 billiger verkauft wird, als es ist. Und das geht nur, wenn herkömmliches Benzin teurer verkauft wird, als es ist.

 

Soweit ist das nachvollziehbar. Immer öfter wird aber der Vorwurf der Abzocke erhoben. Der VCD rechnet es vor: In der Herstellung ist E10 um rund 0,5 ct. je Liter teurer als E5. Nimmt man den Mehrverbrauch hinzu, der theoretisch durch E10 entsteht, dürfte es allenfalls 20 Cent je gefahrene 100 km zu kompensieren geben. Das wäre nicht mal die Hälfte der derzeitigen Preisdifferenz von 8 Cent im Bundesdurchschnitt.

 

2. Trend: Was man wirklich tankt, weiß man nicht.

 

Mit der Einführung von E10 kann man derzeit eigentlich nur bei Super Plus wirklich sicher sein, was man wirklich tankt. Der Grund: In den entsprechenden DIN-Normen zur Kraftstoffqualität gibt es zwar eine Höchstgrenze für Ethanol, aber keine Mindestgrenze. So kann dann 95 Oktan Benzin E5 zwischen einem und fünf Prozent Ethanol enthalten, Super E10 sogar zwischen einem und zehn Prozent. Zusätzlich kann sogar Super Plus als Super E5 verkauft werden – die Mindestoktanzahl ist gegeben.

 

Das alles wäre im Grunde nicht schlimm – würden nicht viele Autofahrer bewusst einen höheren Preis in Kauf nehmen, um E5 zu tanken. Dadurch wird es dann eigentlich zu einem legalen "Betrug". Schließlich hätte man in vielen Fällen den gleichen Sprit auch billiger haben können. Nach Untersuchungen des ADAC hingen in den letzten Wochen auch an mehreren Tankstellen unterschiedlich ausgepreiste Sorten am mutmaßlich gleichen Tank.

 

Und nun?

 

Wer also weder Zeit noch die Fachkenntnis für eine technische Analyse seines Kraftstoffes hat, dem bleibt nur, sich nach den Empfehlungen des Herstellers und den Ausschilderungen an der Tankstelle zu richten. Wer das tut, zahlt derzeit u.U. kräftig drauf.

 

Was können die Autofahrer daher erwarten? Sie können von den Autoherstellern erwarten, dass diese ihre Empfehlungen zum Thema E10 nach technischen Gesichtspunkten und nicht zuerst nach Gesichtspunkten der juristischen Risikoabwehr aussprechen, und dass sie sich damit die Mühe machen, die erforderlich ist. Sie können erwarten, dass offensichtliche Panikmache unterbleibt, und dass sie nicht die Versäumnisse der Konzerne nachträglich an der Zapfsäule finanzieren und dabei noch falsch informiert werden.

 

Was sagt Dein Hersteller zu E10?

 

Abarth, Alfa Romeo, Audi, BMW, Chevrolet, Chrysler, Citroen, Dacia, Daewoo, Daihatsu, Fiat, Ford, Honda, Hyundai, Lancia, Land Rover, Lexus, Mazda, Mercedes-Benz, Mini, Mitsubishi, Nissan, Opel, Peugeot, Porsche, Renault, Seat, Skoda, Smart, Subaru, Suzuki, Toyota, Volkswagen, Volvo, DAT-Liste der Herstellerangaben zur Verträglichkeit von E10


14.01.2014 11:10    |    X_FISH

Was nur, wenn jetzt einige Feststellen, dass die dutzendfach im Supermarkt mitgenommenen und daheim arglos weggeworfenen Plastiktüten zu einem nicht unerheblichen Anteil (über 50%) aus Zuckerrohr bestehen?

 

http://www.duh.de/3731.html

 

Tja... Hätte man mal vorher wissen sollen. Bevor man den Diesel oder Benziner (ohne E10) mit vielen solcher Plastiktüten beläd und dann auch noch glaubt, man würde was für die Umwelt tun...


14.01.2014 19:08    |    notting

@X_FISH: Falsch! http://www.heise.de/tp/blogs/2/153890

Zitat:

[...] weil die in Supermärkten meist 10 bis 25 Cent teuren Werbeträger [Anmerk.: die Plastiktüten aus dem Supermarkt] Umfragen zufolge in Deutschland zu drei Vierteln mehrfach verwendet werden und zuletzt häufig als Mülleimereinsatz dienen.

Von wegen arglos weggeworfen, zumindest was den allergrößten Teil angeht.

 

notting


14.01.2014 23:11    |    testmal

@ kc24

Fast 5000 Beiträge und immer noch kein kaputtes Auto ;)

 

Moin,

 

das merkt doch keiner :rolleyes:

Bei der Inspektion:

- Die Werkstatt ruft an, die Drosselklappe ist defekt, die Schläuche und Leitungen

müssen auch erneuert werden.

- Ein Glück, nicht wieder die Bremsanlage!

Dichtungen und anderes Kleinmaterial, fällt doch nicht auf :D

 

schönen Gruß


15.01.2014 06:09    |    Kung Fu

Na dann ist ja alles gut.


15.01.2014 09:23    |    60omecu8

@testmal

 

wie meinen Sie das?


29.01.2014 12:56    |    Dr.S.Ranger

Hey, was soll diese Diskussion zu den vermeintlich hohen Kraftstoff-Preisen ?

 

Die Kraftstoff-Preise sind inflationsbereinigt jetzt gerade mal auf dem Niveau der 1950er Jahre :

http://www.science-skeptical.de/.../Benzinpreis2012.jpg

 

Wenn man jetzt noch berücksichtigt, dass die Einkommen seither stark gestiegen sind, ergibt sich, dass ein durchschnittlicher Arbeiter in 1958 für den Liter Benzin rd. 16 min arbeiten mußte. In 1990 war diese Arbeitszeit bereits gesunken auf rd. 4 min und im letzten Jahr lag diese Arbeitszeit bei rd. 6 min !

(Quelle : Institut der Deutschen Wirtschaft, "Deutschland in Zahlen" (= statistische Zahlen) )

 

Das heißt, wir haben ziemlich lange schon ziemlich niedrige Kraftstoffpreise und das Gejammer, das man hier lesen kann über falsch "gefühlte" hohe Preise, sollte wechseln zur stillen Freude über den wahrhaft niedrigen Preis !!!

 

So, und nun tankt voll und gebt beherzt Gas !

 

S.Ranger


29.01.2014 14:30    |    schelle1

Lieber Doctor,

da du in deinem unendlichen Wissensvorrat einige Bildungslücken zu scheinen haben hast,

möchte ich dir gerne weitere Hinweise vortragen.

Ihre Gage ist uns nicht bekannt aber es gibt Millionäre-Milliardäre, denen ist dieses Preisgefüge völlig wurscht und es gibt Staatsbürger, so etwa 20!Millionen, welche von 400€ mtl. überleben müssen, ebenso jede Menge ostdeutsche Leude, denen ihr volkseigenes Eigentum beraubt und kurze Zeit später der Lohn halbiert wurde !!!

Und wer diese inflationäre- oder haben mir nicht gerade deflationäre ? - Milchmädchenrechnung aufstellt, hat eh ein anner Waffel...vorsichtig formuliert.

Wenn du deine Berechnungsgrundlagen für ALLE Bürger garantierst, würde ich dich gerne zum Kanzler wählen.


29.01.2014 15:54    |    ITpassion

Zitat:

und es gibt Staatsbürger, so etwa 20!Millionen, welche von 400€ mtl. überleben müssen

Das ist vollkommener Schwachsinn. Niemand muss in Deutschland von 400 Euro leben.

Selbst ein HartzIV Empfänger mit 0 Tagen Lebensarbeitszeit bekommt folgende Leistungen "geschenkt":

 

Miete (je nach Ort ca. 300,- bis 450,- Euro p.M.)

Krankenversicherung (Gegenwert ca. 350,- Euro)

Rentenversicherung

Anteilig Kosten für die Heizung

Bares (391,- Euro cash auf die Tatze)

 

Macht in der Summe ca. 1.000,- Euro pro Monat, teils cash teils in Form von geldwerten Leistungen.

Insofern ist die Behauptung das hier irgendjemand von 400,- Euro leben müsste populistischer Quatsch.

In den meisten Ländern der Welt wären derartige "Geschenke" unvorstellbar.


29.01.2014 16:37    |    schelle1

Warum regst du dich populistisch über die ärmsten auf und nicht über die arbeitslosen Millionäre , welche sich ihr Vermögen sicherlich nicht mit ehrlicher Arbeit verdient haben !?

Die Gelder für Miete und Heizung bereichern nur wieder andere, bzw. bekommt der Staat alles umgehend in Form von Steuern wieder zurück ! Ich hab noch keinen Harzer oder Rentner von "391,- Euro cash auf die Tatze" reich werden gesehen.

Spaßenshalber kannste ja mal nachrechnen, was man sich von "391,- Euro cash auf die Tatze" leisten kann und was davon "übrig " bleibt }>

Monatliche Kosten € eines 1 Personen Haushaltes:

Grundsteuer: 11,50

Gasheizung: 136,44

Strom: 75,47

Wasser/Abw.: 15,50

Müll: 6,60

Straßenreinigung: 2,36

Schornsteinfeger: 4,16

Antenne: 6,00

Telekom: 40,30

Gebäudeversicherung: 13,16

Autovers.: 24,69

Hausratvers.: 4,16

Haftpflichtvers.: 5,44

Unfallvers.: 5,40

Autosteuer: 15,92

Internet: 21,98

Sparkasse: 5,45

Zeitungen: 8,25

-------------390,26€

Warmwasser ?

Benzin ???

Waschmittel ?

Zahnpaste?

Bekleidung ?

Nahrung ???

Reparaturen ?

Kultur ?

Renovierungen ?

Ersatzteile ?

Reifen ?

usw.usf.


29.01.2014 19:51    |    Roland0815

Zitat:

schelle1 sabbelte daher

...Spaßenshalber kannste ja mal nachrechnen, was man sich von "391,- Euro cash auf die Tatze" leisten kann und was davon "übrig " bleibt }>

Davon kannst du folgende Punkte als (nichtlebensnotwendigen) Luxus abziehen:

Strom: 25,- (wer als 1Personenhaushalt mehr als 50,- blecht, macht was grundfalsch)

Telekom: 20,- (Telefon gits ab 20,-/mtl)

Hausratvers.: 4,16 (eine der überflüssigsten Versicherungen der Welt)

Autosteuer: 4,92 (ein KFZ mit EU2 2,5l Hubraum ist Luxus)

Autosteuer: 11,- (ein Auto ist für einen H4er überflüssig)

Autoversicherung: 24,69 (dito)

Ersatzteile (dito)

Benzin (dito)

Zeitung: 8,25 (wozu braucht man heute eine Zeitung, wenn Internet und Fersehen existieren?)

Antenne 6,- (Als Eigenheimbesitzer braucht man keine Mietantenne/Ist im I-Net drin)

Kultur (wer Kultur will, muss vorher arbeiten)

 

 

Macht in Summe 104,02 Euro im Monat, die für überflüssigen Luxus ausgegeben werden. Selbst wenn ich da jetzt noch 18,- TV-Steuer abziehe bleibt für eine Einzelperson mehr als genug zum Leben übrig.

 

Die Nebenkosten für Heizung etc will ich jetzt mal gar nicht auseinander nehmen, denn dort zahlt H4 nämlich zu.

 

Roland


29.01.2014 20:25    |    SUV-Fahrer

Zitat:

Original geschrieben von schelle1

Warum regst du dich populistisch über die ärmsten auf

Diese bedauernswerten Hartzer, die erst das „Schicksal“ in diese Lage gebracht hat.... und diesen Irrsinn versucht uns die Linke tagein- und tagaus zu verkaufen :rolleyes: .

 

Nur stimmt es nicht. Es gibt nur zwei Gründe, weshalb Menschen arbeitslos werden: Entweder hat der Staat ihren Job durch zu hohe Steuern zerstört oder aber, die Menschen sind schlicht und einfach zu faul, um einer regelmäßigen Arbeit nachzugehen.

 

Wir könnten problemlos den Sozialstaat in seiner heutigen Form gänzlich abschaffen, dann würde jeder einen Job finden, der ihn auch verdient. Denn die einzigen Bevölkerungsgruppen, die darauf angewiesen sind, unterstützt zu werden, sind Kinder und behinderte Menschen. Sonst niemand.

 

Der Großteil der Menschen schafft es in Deutschland, einer geregelten Beschäftigung nachzugehen. Aus welchem Grund also soll die Allgemeinheit gezwungen werden, mit ihrem hart erarbeiteten Steuergeld diejenigen durchzufüttern, die keinen Mehrwert für eben jene Allgemeinheit zu leisten bereit sind?

 

Wer meint, zu viel Geld zu haben, der kann gerne auf freiwilliger Basis sein Geld an diese Menschen verschenken. Doch ein System, das Leistung bestraft und Bedürftigkeit belohnt, kollabiert früher oder später, man werfe einen Blick auf die Geschichte der DDR.

 

Zitat:

Original geschrieben von schelle1

und nicht über die arbeitslosen Millionäre ,

Wie viele arbeitslose Millionäre gibt es denn in Deutschland? Können Sie mir dazu bitte Quellen nennen?

 

Zitat:

Original geschrieben von schelle1

welche sich ihr Vermögen sicherlich nicht mit ehrlicher Arbeit verdient haben !?

Warum wenden Sie sich dann nicht umgehend an die Staatsanwaltschaft, wenn Sie über „Beweise“ verfügen, dass diese Personen ihr Geld nicht mit ehrlicher Arbeit verdienen würden?

 

Können Sie diese haltlosen Unterstellungen gegenüber Dritten auch durch Fakten untermauern, oder sind das nur die üblichen Luftblasen aus dem links-alternativen Milieu?

 

Zitat:

Original geschrieben von schelle1

und es gibt Staatsbürger, so etwa 20!Millionen, welche von 400€ mtl. überleben müssen

Wenn in einigen Berufen keine höheren Löhne möglich sind, dann ist das eben so.

 

Gruß,

SUV-Fahrer


30.01.2014 00:37    |    schelle1

Dummheit und Verblödung ist nicht ausrottbar, leider auch zum Schaden Wehrloser !

Aber die Evolution wird es richten.


30.01.2014 11:59    |    Dr.S.Ranger

Lieber "schelle1",

 

1. "Bildungslücken" haben wohl eher Sie, denn die von mir genannten Zahlen sind reine FAKTEN, d.h. so IST es, und es hat nichts mit einer so genannten "Milchmädchen-Rechnung" zu tun !

 

2. Dass Hartz4-Empfänger den Liter Benzin für 0 Arbeitsminuten erhalten, wissen Sie auch. Ob diese Bürger allerdings in großer Breite Benzin kaufen, werden selbst Sie gemeinsam mit mir bezweifeln. Sie haben meist nämlich gar kein Auto und sind daher von dieser Diskussion ohnehin i.d.R. nicht betroffen.

 

3. ist es natürlich bedauerlich, dass es eine große Vermögens- und Einkommens-Spreizung in der Welt und so auch in Deutschland gibt, aber gerade im Vergleich der Armen hier mit denen in der übrigen Welt relativiert sich doch manches, das Sie vorgetragen haben. Lesen Sie doch einfach mal diesen Artikel dazu : http://www.wiwo.de/.../7167082.html

 

4. geht meine oben vorgetragene Zahlen-Betrachtung noch günstiger aus, nämlich dann, wenn man berücksichtigt, dass in früheren Jahren der Verbrauch der Autos je km deutlich höher war als heute. Benzinkosten je km sind also noch stärker gesunken, als man nach o.g. Zahlen vermuten würde.

 

Und nun sollten Sie wieder etwas entkrampfen und alle diese Tatsachen zur Kenntnis nehmen, sonst fallen ggfs. Sie selbst noch unter das, was Sie in Ihrem letzten Beitrag hier geschrieben haben.


30.01.2014 12:05    |    Kung Fu

Sind wir jetzt im Nachmittagsprogramm von RTL2?


30.01.2014 17:52    |    meister3er

Das ist jetz echt Arm was hier grade kommt so mancher tut mir echt leid.

 

Lebt mal von 400€ ich hab das mal gemacht, du ernährst dich halt vom Billigsten was es gibt, du brauchst auch Waschmittel Wäsche und körper, Schei...papier, etc. War keine schöne zeit, aber kann ja jeder mal ausprobieren.

 

So mal zum thema zurück wen juckt das mit e10 überhaupt noch? Wer es fahren will gut und wer nicht soll es halt lassen, ist doch alles PKW abhängig ältere kisten (Teileinspritzer etc.) verbrennen auch E0 nicht mit 100% ausbeute da macht doch der bischen schnapps nix.

 

Ich tanke ganz klar E10, außer bei meinem einspritzer da merkt man dann einen realen unterschied.


30.01.2014 18:33    |    Roland0815

Zitat:

meister3er sabbelte

...Lebt mal von 400€...

[x]done. Mehrere Jahre lang. Und jetzt?


31.01.2014 01:04    |    meister3er

Spare ich mir meine antwort die würde Negativ ausfallen.

 

Oben wurde es doch gesagt die meisten echten H4 haben kein Auto, außer die Profis die den Staat abzocken, ich habe das gesehen wo ich mal damals bei dann so einem kurs war da gab es 3 klassen die Langzeit die keinen Bock auf nichts haben die müssen laufen, dann die leute die einfach mal kurz keinen job haben( Polo,Golf,Passat) und die Profis die dann mit nem Mercedes oder BMW im Wert von über 10.000€ ankommen und seit 10 jahren keiner Tätigkeit nachgehen ähm jedenfalls keiner Sozialvers.Pflichtigen wohl:D


31.01.2014 09:34    |    60omecu8

Die Armut des Herrn schelle1 kotzt mich an.

 

Herr schelle1 sind sie eigentlich Kommunist? Nichts gelernt aus der der Vergangenheit?

 

- nichts arbeiten - viel Geld verdienen - nein..... noch besser.....- viel Geld bekommen - .......Produktivität und Effizienz sind wahrscheinlich, ihm noch unbekannte Wissenschaften.


31.01.2014 13:50    |    ufgnuk

Zitat:

31.01.2014 09:34 | 60omecu8

Die Armut des Herrn schelle1 kotzt mich an.

Herr schelle1 sind sie eigentlich Kommunist? Nichts gelernt aus der der Vergangenheit?

Oh, oh, jetzt wird's übel!

Sofern Sie weder ü40 noch im Osten aufgewachsen sind und dortige Bildung genossen haben, sollten Sie zu diesem Thema bitte die Füße aber sowas von still halten!


31.01.2014 17:57    |    schelle1

Nicht jedes Individuum hat den gleichen Bildungsstand, deshalb ist manchmal der Spruch zutreffend, von Richard P.Feynman: "Kein Argument überzeugt einen Idioten." Oder von Oliver Hardy: "Es gibt keinen dümmeren Menschen als ein Dummer, der von sich glaubt, schlau zu sein." Auch ist es ein neurologisches Problem in der Psychologie des Menschen in der Evolution, welche noch lange nicht abgeschlossen- und leider auch mit Technik nicht änderbar ist. Das heißt in etwa, ein Dialog mit Mitbürgern, welche keine tiefgreifenden Informationen haben und nur individuelle Vermutungen zu Grunde legen, ist nicht möglich.

 

Zu viel war nicht genug !


03.02.2014 13:58    |    60omecu8

Na das passt ja auf Sie absolut ideal.


03.02.2014 19:11    |    schelle1

Das ist ja das Geniale an dieser Metapher - (Oliver Hardy: "Es gibt keinen dümmeren Menschen als ein Dummer, der von sich glaubt, schlau zu sein.") - , keiner weiß, ob er davon betroffen ist und vermeintliche Dialoge dienen nur zur Info anderer, aber niemals zur Lösung des eigentlichen "Problems". :D :D :D


03.02.2014 20:19    |    eckix

Ecki und der Tüf...

 

Der 300 CE war Tüf fällig.

Beanstandung: Ölfeuchtes Differential , Abgas Prüfung nicht bestanden, weil der Kat verkleistert ist.

Obwohl ich Super Plus getankt hatte aber zu wenig gefahren !

Ich habe dann den Motor mit mittleren Drehzahlen 2500 bis 3000 Umdrehungen etwa 20 Minuten Laufen lassen und bin dann zum Einstellungsthermin zur Tankstelle mit Werkstatt gefahren.

Dort wurde dann das Abgas eingestellt und gleichzeitig konnte ich meinen 30 Jahre alten Abgastester

kontrollieren. Somit weiß ich jetzt, dass mein Gerät bei Null Einstellung und 0,5 Abgas bei 2 % stehen muss.

Jedenfalls hat der Tüf mir dann die Plakette gegeben.

Wegen des Differentials sagte er mir, ich sollte die Entlüftung abschrauben und auswaschen. Sollte dann immer noch Feuchtigkeit entstehen, gibt es bei Liqui Moly ein Gummiauffrischungsmittel. Dass soll dann ins Differenzial. Damit hätte er mit seinen Kumpels auch bei Motorrädern gute Erfahrung gemacht.

Dass ich mit dem 300 CE Super Plus fahre findet er auch richtig, weil die E-Zeugbrühe sich nicht bewährt hat.

 

Somit bin ich doch noch zu meiner Plakette gekommen. Gesamtpreis: 94 Euro und 12 Euro beim Tüf, 37 Euro bei der Abgaseinstellung !

Warum ich nicht vorher zur Werkstatt bin ? War so eine Laune !

Launen kosten eben manchmal auch Geld !

Ich hatte nicht damit gerechnet, dass das Abgas nicht stimmt !

 

Ecki, der Werkstatthasser ...


03.02.2014 22:21    |    60omecu8

Zitat:

schelle1 sabbelte

Das ist ja das Geniale an dieser Metapher - (Oliver Hardy: "Es gibt keinen dümmeren Menschen als ein Dummer, der von sich glaubt, schlau zu sein.") - , keiner weiß, ob er davon betroffen ist und vermeintliche Dialoge dienen nur zur Info anderer, aber niemals zur Lösung des eigentlichen "Problems".

Wer von diesem Zitat betroffen ist sind einzig und allein Sie.

Die Kommunisten hielten sich auch für die cleversten und haben es nicht mal nach 50 Jahren gemerkt, dass sie am Ende sind.

 

 

:) :) :) :)


04.02.2014 09:58    |    ufgnuk

Zitat:

03.02.2014 22:21 | 60omecu8

Die Kommunisten hielten sich auch für die cleversten und haben es nicht mal nach 50 Jahren gemerkt, dass sie am Ende sind.

Fein nachgeplappert, ach ist das schön, wenn man ein tumbes Feindbild hat. Vor allem, wenn man sich mit dessen Geschichte intensiv auseinandergesetzt hat... OMG

Ach wie gut, daß es "unsere" Vorbilder, also die guten, bibeltreuen und vor allem cleveren Republikaner und Demokraten gibt, die sich - vor allem außer Landes - um alles und jeden "kümmern", ja sogar beispielsweise einem kleinen Land bei der Rodung undurchdringlichen Dschungels halfen; daheim müssen sie dann aber auch manchmal Schutt und Asche entsorgen...


04.02.2014 13:43    |    schelle1

Zitat:

Original geschrieben von 60omecu8

Die Kommunisten hielten sich auch für die cleversten und haben es nicht mal nach 50 Jahren gemerkt, dass sie am Ende sind.

.

.

Welche Kommunisten ? Die Russen ? Hatten die nich 73 Jahre !?

Und definier mal "am Ende" !?

Am Ende war die Menschheit schon immer, morgen ist sie einen Schritt weiter.

Da können mir nur froh sein, daß noch nicht alle vom Rand der Erdscheibe gefallen sind !


04.02.2014 19:03    |    ufgnuk

Quäl' ihn nicht mit Geschichte, nich so sein Ding... :rolleyes:

Obgleich er doch eigentlich zumindest die Rosa kennen müßte... :p


04.02.2014 19:08    |    schelle1

:D:D:D

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(Wieso stehen bei dir Null Beiträge ? Wie geht das denn ?)


04.02.2014 19:57    |    Kung Fu

Indem nur Beiträge von Relevanz gezählt werden, z.B.


04.02.2014 19:57    |    KKW 20

Hi,

 

Die Ursache dafür ist, daß ufgnuk noch keinen Beitrag im einem Forenbereich gepostet hat, sondern ausschließlich Blogkommentare. Die Kommentare werden aber beim Beitragszähler nicht berücksichtigt.

 

Gruß Oli


04.02.2014 20:02    |    SUV-Fahrer

Zitat:

Original geschrieben von ufgnuk

Ach wie gut, daß es "unsere" Vorbilder

Was ich nicht teile sind solche Verallgemeinerungen wie „die Amerikaner", „die Franzosen" oder aber auch „die Deutschen".

 

Fast 60 Jahre Lebenserfahrung, in denen ich das Glück hatte, zusammen mit meiner Frau viele Teile der Erde näher kennen lernen zu dürfen, lehrten mich, dass man nicht 300 Mio. US-Amerikaner über einen Kamm scheren kann.

 

Wie man sein Leben lebt, welche Freizeitaktivitäten man bevorzugt, wie und wohin man reist, welche politische und soziale Einstellung man hat, das hat meist vielfältige Gründe.

 

Pauschalurteile über andere Länder und Völker empfinde ich deswegen als höchst unangemessen.

 

Zitat:

Original geschrieben von ufgnuk

also die guten, bibeltreuen und vor allem cleveren Republikaner und Demokraten gibt

Sie scheinen unter Minderwertigkeitskomplexen zu leiden, da Sie nicht akzeptieren können, dass ein anderes Land wirtschaftlich erfolgreicher, militärisch mächtiger, persönlich freier und dazu noch landschaftlich schöner ist als das eigene.

 

Doch wird der Hass auf die Vereinigten Staaten ganz bewusst von unseren Staatsmedien geschürt, da unsere Politiker in Berlin befürchten, dass das deutsche Volk, sollte es eines Tages aufwachen und erkennen, wie frei man in den USA leben kann und dass sich berufliche Leistung auch tatsächlich lohnen kann, anstatt im deutschen Steuersumpf zu versickern, diese Politik auch bei uns etabliert wissen möchte.

 

Dann könnte es nämlich rasch passieren, dass die selbstherrliche Machtstellung einiger Damen und Herren in Berlin ins Wanken gebracht wird, deswegen trichtern unsere Staatsmedien den Leuten höchst erfolgreich ein, dass die Vereinigten Staaten etwas ganz böses sind.

 

Zitat:

Original geschrieben von ufgnuk

ja sogar beispielsweise einem kleinen Land bei der Rodung undurchdringlichen Dschungels halfen; daheim müssen sie dann aber auch manchmal Schutt und Asche entsorgen...

Das wurde mir im Zuge einer Privatreise in jenem kleinen Land, wo man immer pünktlich um fünf Uhr Nachmittags mit den neuesten Weisheiten Ho Chi Minhs beschallt wird, auch kontinuierlich erzählt, jedoch halte ich die Darstellungen in den dortigen Museen für kommunistische Propaganda, denn es waren nicht die „bibeltreuen Republikaner und Demokraten“, sondern Frankreich, das ab Mitte des 19. Jahrhunderts seine Kolonialherrschaft über Indochina etablierte.

 

Im Jahre 1945 schließlich erlangte die Viet Minh unter der Führung von Ho Chi Minh die Unabhängigkeit, doch die Franzosen entsandten im November und Dezember 1946 Truppen nach Haiphong und Hanoi, um ihre Herrschaft wiederherzustellen...

 

Wer sich detaillierter mit dem Vietnamkrieg auseinandersetzen möchte, dem kann ich nachfolgende Werke nahelegen:

 

Mark Atwood Lawrence (Hrsg.) The Vietnam War: A Concise International History, Oxford University Press, New York 2008

 

David L. Anderson (Hrsg.) The Columbia History of the Vietnam War, Columbia University Press, New York 2011

 

Gruß,

SUV-Fahrer

 

PS:

 

Zitat:

Original geschrieben von schelle1

Das heißt in etwa, ein Dialog mit Mitbürgern, welche keine tiefgreifenden Informationen haben und nur individuelle Vermutungen zu Grunde legen, ist nicht möglich.

Das scheint doch wie perfekt auf Sie zuzutreffen. Ich jedenfalls lese täglich mehrere Tageszeitungen und Zeitschriften, darunter auch internationale Magazine.

 

Ich empfehle Magazine wie Economist, Bloomberg Businessweek und das Time magazine.

 

Im Fernsehen sind Informationskanäle wie Al Jazeera, BBC und Phoenix ratsam. Wenn man sich dann noch weiter vorwagen möchte, dann muss man Foreign Affairs abonnieren.


05.02.2014 10:29    |    ufgnuk

Vorab @SUV

Danke, daß Du meinen (ungezählten) Beitrag inhaltlich verstanden hast, auch wenn nicht jede darin enthaltene Ironie...

 

Zitat:

04.02.2014 20:02 | SUV-Fahrer

Was ich nicht teile sind solche Verallgemeinerungen wie „die Amerikaner", „die Franzosen" oder aber auch „die Deutschen".

 

...dass man nicht 300 Mio. US-Amerikaner über einen Kamm scheren kann.

 

Pauschalurteile über andere Länder und Völker empfinde ich deswegen als höchst unangemessen.

Korrekt, wenn ich folgendes unbedingt einfügen darf:

oben: "die Russen", "die Kommunisten", "die DDR-Bürger"

mitte: genauso wenig wie die Millionen von oben zugefügten (!!!)

unten: Eben! Eine tumbe Aussage in diese Richtung löste ja meinen (ungezählten) Beitrag erst aus...

---

 

Zitat:

Original geschrieben von ufgnuk

also die guten, bibeltreuen und vor allem cleveren Republikaner und Demokraten gibt

DAS war Ironie.

 

Dennoch:

Minderwertigkeitskomplexe? Natürlich, wer hat die nicht: Schwanz zu klein, Bauch zu groß, Frau(en) zu dominant, Kollegen erfolgreicher, Freunde glücklicher, Nachbars Häusle schöner, und, und, und...

 

Aber auf politischer Ebene? Gott bewahre, nein!

- "wirtschaftlich erfolgreicher" = mir scheiß egal, solange "mein Volk" nicht Hunger leidet, uns geht es doch (zu) gut!

- "militärisch mächtiger" = no comment

- "persönlich freier" = mir genügt "frei", sollte jemand am freiesten sein, meinetwegen...

- "landschaftlich schöner" = Ach wie traurig, daß "mein Volk" sein eigenes Land nicht zu kennen scheint und dies auch gar nicht kennenlernen möchte, weil es eben viel "cooler" ist, dem Nachbarn (z.B.) lauthals zu verkünden, wo man überall gewesen ist... (ob das was mit Minderwertigkeitskomplexen zu tun hat???)

 

Zitat:

Doch wird der Hass auf die Vereinigten Staaten ganz bewusst von unseren Staatsmedien geschürt...

...deswegen trichtern unsere Staatsmedien den Leuten höchst erfolgreich ein, dass die Vereinigten Staaten etwas ganz böses sind.

Hm, in diesem Punkt habe ich seit nunmehr 25 Jahren aber nun genau gegenteilige Erfahrungen gemacht, gerade weil "wir" uns doch immer an deren Rockzipfel gehängt, "ja" und "amen" gesagt und nach deren Pfeife getanzt haben..., den entsprechenden "Vertrauens"beweis haben wir ja nun bekommen, haha (btw: hello guys, greetings from Germany)...

 

---

 

Zitat:

...wo man immer pünktlich um fünf Uhr Nachmittags mit den neuesten Weisheiten Ho Chi Minhs beschallt wird..

...Darstellungen in den dortigen Museen ... kommunistische Propaganda

Schade, daß genau an dieser Stelle die anfängliche Meinung ad absurdum geführt wird und sich also doch wieder in die allgemein übliche Intoleranz gegenüber bestimmter Gruppen wendet.

Deshalb gehe ich da jetzt nicht weiter drauf ein...

Na doch: Da können wir ja froh sein, daß "bei uns" ausschließlich Wahrheiten propagiert werden und unser aller Wohl im Vordergrund steht. Dafür wird ja oft genug "geworben" (und nicht beschallt!) und werden uns die Heilsbringer regelmäßig zur Wahl gestellt...

 

...die dann das eine oder andere Mal aweng super Verwirrung stiften...


05.02.2014 16:26    |    60omecu8

Zitat:

Da können wir ja froh sein, daß "bei uns" ausschließlich Wahrheiten propagiert werden und unser aller Wohl im Vordergrund steht. Dafür wird ja oft genug "geworben" (und nicht beschallt!) und werden uns die Heilsbringer regelmäßig zur Wahl gestellt...

...die dann das eine oder andere Mal aweng super Verwirrung stiften...

mindestens 2 Lösungen

 

1) selbst in die Politik gehen

2) auswandern


05.02.2014 17:08    |    schelle1

Was bin ich froh, daß wenigstens einer, ufgnuk, auch normale Ansichten vertritt ! Ich dacht schon, ich bin eigener Sprichwörter zum Opfer gefallen und restlos verblödet.

 

Weil man nun nicht einheitlich eine ganze Nation verurteilen soll, muß ich da jetzt 300 Millionen einzelne Namen nennen, welche für dies und jene Sauerei verantwortlich sind ?

Wie immer, das Weltvolk (jezze nich jeden einzeln genannt) ist nicht in der Lage, mehr als zwei Dinge koortiniert, vernünftig, angemessen, ohne eigennützige Vorteile, korrekt, udgm. umzusetzen und zu verstehen.

Weil es mir gut geht und ich ohne Selbstanzeige ein gefülltes Konto in der Schweiz (keine Namen) habe, kann "ich" noch lange nicht behaupten, in der Welt sei alles in Ordnung. Jeder einzelne Mensch kommt nackt und völlig dumm auf diesen Planeten an und solange einer von diesen im Leben leiden muß, ist ein anderer dafür verantwortlich ! Leider macht es die totale Verblödung der Verantwortlichen nicht möglich, für ALLE MENSCHEN ein friedliches Leben zu schaffen. Und da nützen mir weder blühende Landschaften in Ostdeutschland oder Amerika oder das lesen von Kriegsbüchern was !


05.02.2014 20:10    |    ufgnuk

Zitat:

05.02.2014 16:26 | 60omecu8

mindestens 2 Lösungen

1) selbst in die Politik gehen

2) auswandern

Zu 1)

Sinnlos, weil (regierende) Politiker fremdgesteuert werden, daran sind schon viele (alle?) progressiven und/oder humanistischen Vertreter gescheitert...

 

Zu 2)

Das ist einfach nur feige und unmoralisch jenen gegenüber, die das neue Nest bereitet haben...

 

Naja, was sollte von dort auch für eine konstruktive Antwort kommen... :rolleyes:


03.03.2014 10:01    |    Dr.S.Ranger

Schon gelesen ? :

http://www.handelsblatt.com/.../9554968.html

oder :

http://www.sueddeutsche.de/.../...-autofahrer-verschmaehen-e-1.1901122

 

Was für große Sprüche der Politik (N. Röttgen, CDU - beisielsweise -) zuvor und was für eine große Pleite jetzt ... !!


03.03.2014 10:16    |    marcu90

Ja, Schade. Sonst hätten wir uns in Zukunft vielleicht über mehr Ethanol im Benzin freuen können. Eine E85 Umrüstung ist ja leider nicht mit allen Autos im vernünftigen Kostenrahmen möglich.

 

Was labern die in deinen Artikeln von Ökobilanz? E10 wurde nicht wegen der etwas besseren Ökobilanz eingeführt.


03.03.2014 11:08    |    Dr.S.Ranger

... "schade" ??? - Nein, endlich zurück zur nüchternen Realität !

 

Hier ist genauer zu lesen warum :

1.) http://www.sueddeutsche.de/.../...der-eu-moerderischer-sprit-1.1833999

2.) http://www.sueddeutsche.de/.../...-euphorie-war-uebertrieben-1.1515655


03.03.2014 11:28    |    alpine-micha

Hallo, ich denke das diese Rubrik von der Redaktion langsam geschlossen werden sollte ,man kann die dauernden Wiederholungen auf jetzt 120 Seiten ja nicht mehr lesen,und vom eigendlichen Thema wird sich immer weiter entfernt.Passieren tut sowieso nichts ,die Regierung denkt gar nicht daran das Zeug aus dem Verkehr zu ziehen.

Also Schlu� jetzt damit.


03.03.2014 11:43    |    marcu90

Wow, ich wusste gar nicht, dass Süddeutsche so eine Schundseite ist. Hätte gedacht, dass die Seriös sind :eek:

 

Aber gut, zurück zur nüchternen Realität:

1. In Europa werden 50% aller Nahrungsmittel weggeworfen, bevor sie in die Haushalte kommen.

2. Von den Landwirtschaftlichen Produkten, die jetzt noch nicht in den Müll gewandert sind werden nochmals über 50% für die Fleischerzeugung verbraucht (falls du darauf einsteigst: Ja, ich esse Fleisch. Aber nicht übermäßig viel).

3. In Europa werden Bauern subventioniert, damit sie ihre Felder Brach liegen lassen.

4. Wasserverbrauch ist Egal, Ausgangsprodukte für Ethanol werden nicht in Ländern angebaut, in welchen Wasserarmut herrscht. Zudem hat das keinen Einfluss auf das Wasserverteilungsproblem auf der Erde.

 

Wir könnten also mehr Nahrung erzeugen (oder einfach weniger wegschmeißen). Wie kann dann der Nahrungsmittelpreis wegen dem Biokraftstoff ansteigen? Richtig, gar nicht, das liegt an Börsenspekulationen.

 

Falls ich jetzt Argumente aus den Artikeln vergessen habe zu widerlegen darfst du sie mir gerne in Erinnerung rufen, dann mache ich das auch noch :)


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