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MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

07.03.2011 09:31    |    MOTOR-TALK    |    Kommentare (5.177)    |   Stichworte: Ausnahmen, Benzin, Biosprit, E10, E10 Kraftstoff, E10 Unverträglichkeit, E10 Verträglichkeit, Ethanol, Freigabe, Hersteller, Information, Kraftstoff, Marken, Modelle, MOTOR-TALK, Problematik, Umfrage, Verträglichkeit

Tankst Du E10?

Seitdem am vergangenen Donnerstag bekannt wurde, dass die Mineralölkonzerne die weitere Auslieferung vom Biokraftstoff E10 an die Tankstellen vorerst stoppen, ist das Chaos perfekt. Die Medien überschlagen sich, Schuldzuweisungen für den E10-Flopp gibt es nach allen Richtungen und keiner weiß so recht, welchen Meldungen man noch Glauben schenken darf und welchen nicht. Am Dienstag, 8. März 2011, soll nun in einem „Benzin-Gipfel“ eine Lösung gefunden werden, wie man aus dem E10 Debakel wieder rauskommt. Dabei soll es um Maßnahmen gehen, wie E10 von den Autofahrern angenommen werden kann. Der Aufschrei nach der kompletten Abschaffung von E10 wird dort allerdings laut aktueller Meldungen kein Thema sein. Wir gehen deswegen das Thema „E10“ hier mal etwas grundsätzlicher an, denn natürlich ist vor allem auf MOTOR-TALK das Interesse daran riesig.

 

E10 tanken oder nicht?E10 tanken oder nicht?Die Verunsicherung ist groß: Eine uneinheitliche und unwillige Informationspolitik seitens der Automobilhersteller und Mineralölkonzerne sorgt dafür, dass die deutschen Autofahrer den neuen Sprit lieber meiden – jedenfalls dort, wo er bislang verfügbar ist. Für Super oder Super Plus zahlen sie im Schnitt acht Cent mehr pro Liter – und der Nachschub der Tankstellen an Super E5 wird mittlerweile knapp. Dies hat dazu geführt, dass die Mineralölkonzerne am vergangenen Donnerstag den vorläufigen Produktionsstopp von E10 ausgerufen haben, um das E10 Versorgungssystem nicht platzen zu lassen, weil keiner den Biokraftstoff tanken will.

 

Auch auf MOTOR-TALK ist die Verunsicherung und das Interesse groß. Erste Nutzer haben schon dazu aufgerufen, E10 komplett zu boykottieren, um „die da oben“ zum Umdenken zu bringen. Was steckt aber wirklich hinter E10, und was ist Eure Meinung dazu? Das wollten wir mal wissen und sind das Thema deshalb etwas grundsätzlicher angegangen. Außerdem haben wir uns angeschaut, wie gut die Hersteller über E10 informiert haben.

 

Rechtlicher Hintergrund

 

Die Richtlinie 2009/30/EG des Europäischen Parlaments verpflichtet alle Mitgliedstaaten, ein System zur Überwachung und Verringerung der Treibhausgasemissionen einzuführen. Dies kann u.a. durch die Einführung eines Ottokraftstoffs mit maximal zehn Volumenprozent Kraftstoffethanol (Bioethanol) unter dem Branchenkürzel E10 (von Ethanol 10 %) erfolgen. Was immer man davon hält, die deutsche Regierung setzt damit letztendlich europäisches Recht um, und das sogar eher spät: In Frankreich z.B. wird E10 schon seit 2009 verkauft. Dadurch soll die Abhängigkeit vom Erdöl vermindert und der CO2-Ausstoß im Verkehr reduziert werden. Die entsprechenden Gutachten gehen von einem CO2-Vorteil von 35 Prozent aus, den Ethanol aus nachwachsenden Rohstoffen gegenüber Erdöl hat.

 

Für Fahrzeuge, die E10 nicht vertragen, muss laut EU-Richtlinie mindestens bis 2013 das bisherige Benzin als sogenannte Bestandsschutzsorte weiterhin angeboten werden. In Deutschland verkauftes Ethanol muss zusätzlich eine positive Umweltbilanz gegenüber Erdöl haben.

 

Kritik

 

Kritiker monieren vor allem, dass eine bessere Umweltbilanz von Super E10 gegenüber herkömmlichem Super sich nicht wirklich belegen lässt. Es wird den Regierungen vorgeworfen, Nebeneffekte wie Abholzung, Bodenverödung, -vergiftung etc. einfach auszublenden. Ein positiver Effekt von Ethanol im Sprit auf die Umwelt sei zudem, falls vorhanden, angesichts der Menge der Beimischung allenfalls marginal.

 

Klar ist, durch den niedrigeren Brennwert von Ethanol gegenüber Benzin aus Erdöl (65,5%) sinkt auch der Brennwert des gemischten Sprits. Dadurch sinkt die Leistung und steigt der Verbrauch. Der errechnete Mehrverbrauch ist allerdings marginal, er beträgt 1,7 % (bei bisher 6 l/100 km wären das 0,1 l/100 km mehr).

 

Weiter wird kritisiert, dass E10 manche Pkw schädigen kann. Deshalb sind alle Autohersteller verpflichtet, Auskunft über die E10-Verträglichkeit ihrer Modelle zu geben. Das DAT-Institut hat daher im Auftrag der bundesregierung eine Liste der Herstellerangaben zur Verträglichkeit von E10 erstellt.

 

Was steckt wirklich dahinter? E10 und die Risiken

 

Eine sehr vollständige Erklärung zu den Hintergründen und möglichen Risiken von E10 gibt es im Blog von Rotherbach. Wir haben die wesentlichen Infos daraus hier mal zusammengezogen.

 

Oft hört man, dass Ethanol sowohl Dichtungen als auch den Motor selbst schädigen kann. Das ist zwar nicht falsch, relativiert sich aber in den meisten Aspekten durch die verhältnismäßig geringe Beimischung. Seit 1980 befindet sich bereits ein 5%iger Anteil Ethanol im Benzin, der die Klopffestigkeit steigern und Bleiadditive ersetzen sollte. Die jetzige Verdopplung dieser Menge stellt nur in wenigen Ausnahmefällen ein Risiko dar.

 

 

Benzindirekteinspritzer mit Hochdruckpumpen

 

Infos zu E10Infos zu E10Die Hydrophilie von Ethanol bewirkt, dass geringe Mengen Wasser mit korrosionsgefährdeten Teilen im Motor in Berührung kommen können, jedoch zu wenig, um Schäden zu hinterlassen. Auch eine Verdünnung des Motoröls und damit zusammenhängend eine Verkürzung des Ölwechselintervalls ist auszuschließen, da sich das Wasser absetzen und bei entsprechenden Motortemperaturen verdampfen würde. Riskanter ist die Säure-Base-Reaktivität. Es kann bei Leichtmetallen wie Aluminium zu einem „scheinbaren Auflösen des Bauteils“ kommen – ein schleichender Prozess, der durch Beschädigungen beschleunigt werden kann. Aus diesem Grund gibt es keine Freigabe für Benzindirekteinspritzer mit Hochdruckpumpen. Durch die Steigerung des Druckes erhöht sich die Reaktivität von Ethanol, bei entsprechenden Tests wurden Korrosionsspuren an Aluminiumverschraubungen festgestellt. Alle anderen Benziner bleiben hiervon weitgehend verschont, nur eine drastische Erhöhung des Ethanolanteils wäre gefährlich.

 

Da betroffene Leitungen und Dichtungen für den Kontakt mit Benzin ausgelegt sind, ist die Eigenschaft von Ethanol als Lösungsmittel zu vernachlässigen. Hier besteht das einzige Risiko darin, dass Weichmacher abgetragen werden können, was zu sprödem Material oder Rissen führen kann. Aber dieser Prozess verläuft so langsam, dass in der Regel eher der normale Verschleiß eintritt.

 

Relevant für alle Modelle ist die höhere Betriebstemperatur bei der Verwendung von E10 im Vergleich zu herkömmlichem Super. Ethanol benötigt weniger Sauerstoff bei der Verbrennung, wodurch ohne Anpassung ein mageres Gemisch entsteht. Im normalen Betrieb wird dies aber durch die Lambdaregelung per Änderung der Einspritzmenge korrigiert. Bei älteren Fahrzeugen ohne geregelten Katalysator empfiehlt sich eine Anpassung mit Hilfe eines Abgastesters. Durch den geringen Ethanolanteil sind generell Schäden an Auslassventilen oder Katalysator aber unwahrscheinlich.

 

Die Hersteller: Desinformation aus Angst vor Garantieansprüchen?

 

Wie gut informieren die Pkw-Hersteller?Wie gut informieren die Pkw-Hersteller?Alle Hersteller waren verpflichtet, zum Marktstart von E10 verbindliche Angaben zu machen, welche Modelle sie für den neuen Kraftstoff zulassen. Die Qualität der Angaben ist aber sehr unterschiedlich. Die meisten deutschen Hersteller, wie z.B. VW und Opel, haben fast ihre gesamte Modellpalette für E10 freigegeben. Ausnahmen wurden meist klar benannt. Ebenfalls vorbildlich: Volvo testete alle Pkw bis 1976 rückwärts, Ford macht sogar Ausführungen zu Pkw vor Baujahr 1940. Andere Hersteller machen es sich dagegen eher einfach. So gibt z.B. Nissan pauschal alle Modelle ab Bj. 2000 frei. Ob sich da wirklich alle 2000er Modelle technisch so entscheidend vom 1999er Modell unterscheiden? Ist E10 in einem Modell Baujahr 1999 doch sicher – oder in einem Modell 2001 unsicher? Man weiß es nicht, und ohne entsprechendes technisches Hintergrundwissen ist man zwangsläufig verunsichert.

 

Auch Mazda gibt Freigaben nur für aktuelle Modellreihen (Mazda2-6) ab 2003. Die direkten Vorgänger Premacy oder Demio werden pauschal ausgeschlossen. Am einfachsten macht es sich Lada. Erst ab Modelljahr 2011 (Euro5) werden hier die Autos für den Betrieb mit E10 freigegeben.

 

E10 und die Motorrad-HerstellerE10 und die Motorrad-HerstellerNun ist es natürlich für Autohersteller eher unwirtschaftlich, 10 Jahre alte Autos gründlich auf E10-Verträglichkeit zu untersuchen bzw. zu testen. Der Verdacht steht im Raum, dass etliche Fahrzeugmodelle eigentlich kein Problem mit Ethanol haben – die Hersteller aber ein Problem damit, das für diese älteren Modelle zu bescheinigen. Aus Angst vor möglichen Garantieansprüchen? Die Frage darf erlaubt sein, ob es überhaupt möglich ist, die Restlebensdauer eines 15 Jahre alten Alltagsautos durch Betankung mit E10 noch zu verkürzen.

 

Auch auf Nachfrage bei den Herstellern erhält der Kunde übrigens keine andere oder genauere Aussage als die, die auch in den allgemein zugänglichen Listen steht. Andere Hersteller schicken OPR-Codes ins Rennen; ebenfalls nicht sehr kundenfreundlich.

 

Die Tankstellen: An der Grenze zum Betrug?

 

Die Verunsicherung der Autofahrer durch E10 wurde durch die Tankstellen und Mineralölkonzerne kräftig befördert. Obwohl der Stichtag lange bekannt war dauerte es zunächst mal Wochen, bis es überhaupt irgendwo ein Schild gab, auf dem E10 steht. Bis heute ist das nicht flächendeckend so. Seit nun die meisten Tankstellen E10 führen, zeichnen sich allerdings zwei unschöne Trends ab.

 

1. Trend: Super E5 ist keine Alternative mehr.

 

Zwar müssen Tankstellen zum Bestandsschutz weiterhin Super mit 5% Ethanol führen. Zu welchem Preis und mit wie viel Oktan max., da gibt es keine Vorschrift. Also kann das bisherige Super zum gleichen Preis wie Super Plus angeboten werden, oder es gibt gleich nur noch Super Plus. So soll natürlich der Absatz von E10 gestützt werden, die Einführung einer neuen Sorte ging schon immer nur über den Preis. Hintergrund: 2011 müssen die Tankstellen zu 6,25% Agrokraftstoffe verkaufen – das geht nur, wenn E10 billiger verkauft wird, als es ist. Und das geht nur, wenn herkömmliches Benzin teurer verkauft wird, als es ist.

 

Soweit ist das nachvollziehbar. Immer öfter wird aber der Vorwurf der Abzocke erhoben. Der VCD rechnet es vor: In der Herstellung ist E10 um rund 0,5 ct. je Liter teurer als E5. Nimmt man den Mehrverbrauch hinzu, der theoretisch durch E10 entsteht, dürfte es allenfalls 20 Cent je gefahrene 100 km zu kompensieren geben. Das wäre nicht mal die Hälfte der derzeitigen Preisdifferenz von 8 Cent im Bundesdurchschnitt.

 

2. Trend: Was man wirklich tankt, weiß man nicht.

 

Mit der Einführung von E10 kann man derzeit eigentlich nur bei Super Plus wirklich sicher sein, was man wirklich tankt. Der Grund: In den entsprechenden DIN-Normen zur Kraftstoffqualität gibt es zwar eine Höchstgrenze für Ethanol, aber keine Mindestgrenze. So kann dann 95 Oktan Benzin E5 zwischen einem und fünf Prozent Ethanol enthalten, Super E10 sogar zwischen einem und zehn Prozent. Zusätzlich kann sogar Super Plus als Super E5 verkauft werden – die Mindestoktanzahl ist gegeben.

 

Das alles wäre im Grunde nicht schlimm – würden nicht viele Autofahrer bewusst einen höheren Preis in Kauf nehmen, um E5 zu tanken. Dadurch wird es dann eigentlich zu einem legalen "Betrug". Schließlich hätte man in vielen Fällen den gleichen Sprit auch billiger haben können. Nach Untersuchungen des ADAC hingen in den letzten Wochen auch an mehreren Tankstellen unterschiedlich ausgepreiste Sorten am mutmaßlich gleichen Tank.

 

Und nun?

 

Wer also weder Zeit noch die Fachkenntnis für eine technische Analyse seines Kraftstoffes hat, dem bleibt nur, sich nach den Empfehlungen des Herstellers und den Ausschilderungen an der Tankstelle zu richten. Wer das tut, zahlt derzeit u.U. kräftig drauf.

 

Was können die Autofahrer daher erwarten? Sie können von den Autoherstellern erwarten, dass diese ihre Empfehlungen zum Thema E10 nach technischen Gesichtspunkten und nicht zuerst nach Gesichtspunkten der juristischen Risikoabwehr aussprechen, und dass sie sich damit die Mühe machen, die erforderlich ist. Sie können erwarten, dass offensichtliche Panikmache unterbleibt, und dass sie nicht die Versäumnisse der Konzerne nachträglich an der Zapfsäule finanzieren und dabei noch falsch informiert werden.

 

Was sagt Dein Hersteller zu E10?

 

Abarth, Alfa Romeo, Audi, BMW, Chevrolet, Chrysler, Citroen, Dacia, Daewoo, Daihatsu, Fiat, Ford, Honda, Hyundai, Lancia, Land Rover, Lexus, Mazda, Mercedes-Benz, Mini, Mitsubishi, Nissan, Opel, Peugeot, Porsche, Renault, Seat, Skoda, Smart, Subaru, Suzuki, Toyota, Volkswagen, Volvo, DAT-Liste der Herstellerangaben zur Verträglichkeit von E10


23.11.2013 18:00    |    Drahkke

Es gibt aber auch etliche Jungspunde, die auf der gleichen Schiene fahren wie dieser ältere Herr. Dazu einfach mal diverse Beiträge zum Thema hier auf MT lesen. Da kommt man dann aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus...


23.11.2013 18:48    |    MauiSven

Ging/geht mir bei E5-Beiträgen seit Beginn dieser Diskussion hier aber genauso...


24.11.2013 10:55    |    andis hp

Hallo

 

Zitat: "Deine Geschichte mit dem älteren Herrn mag ja stimmen, aber dies als Referenz für alle E10-(Art der Einführungs-)Gegner auszuloben, wäre/ist einfach nur arm... :mad:"

 

Wo habe ich das als Referenz für ALLE E10-Gegner erwähnt?

 

Mfg

Andi

 

PS: auch ich war anfangs skeptisch, ob der Einführung des E10. Aber nach gründlicher Information tanke ich seither nur noch E10 hier in D. Da ich meistens in Lux tanke, erübrigt sich das für und wider meinerseits.

Z.B. erhöhter Spritverbrauch: anfänglich stellte ich lt. BC einen Mehrverbrauch von ~0,2l fest, der sich im Lauf der Zeit revidierte.

Fiat Panda HP BJ ´08 mit 100PS: 6,8l im Durchschnitt

Astra G Caravan BJ ´99 mit 75PS: 6,5l im Durchschnitt


24.11.2013 13:31    |    MauiSven

Zitat:

24.11.2013 10:55 | andis hp

Hallo

Zitat: "Deine Geschichte mit dem älteren Herrn mag ja stimmen, aber dies als Referenz für alle E10-(Art der Einführungs-)Gegner auszuloben, wäre/ist einfach nur arm... :mad:"

Wo habe ich das als Referenz für ALLE E10-Gegner erwähnt?

"wäre" = Konjunktiv: Für diejenigen, die dies eventuell vorhaben werden.

"ist" = Indikativ: Für diejenigen, die dies eben schon so kommunizieren (z.B. der Luxemburger hier).

 

Also kein wissentlicher "Angriff" auf Dich, sorry, aber diese Geschichte könnte eben eine passende Vorlage darstellen, deshalb der Kommentar dazu...


25.11.2013 08:19    |    60omecu8

Original geschrieben von MauiSven 22.11.2013 18:54

Zitat:

Wissen Sie eigentlich, was f�r ein gequirltes E10 Sie da kommunizieren???

 

Erstens geht es hier nicht um Super Plus (siehe Satz 1 -> falsch), und zweitens gibt es die Wahl zwischen Normalbenzin und Super schon lang net mehr (siehe Satz 2 -> in diesem Zusammenhang sinnfrei)!

 

6 minus f�r Mitarbeit, setzen!

 

 

 

Also, bitte, erst Thematik richtig erfassen und dann (evtl.) mitdiskutieren (d�rfen).

 

 

 

Mit solchen Beiträgen tun Sie Ihren E10-Freunden aber keinen Gefallen...

Ich muss leider feststellen, dass Sie in der Tat den satirischen Teil NICHT verstanden haben, ich glaube jedoch eher gar nicht verstehen wollen.

Lassen wir einmal eventuelle koginitive Defizite aussen vor.

 

Wenn Sie meinen vorherigen Beitrag richtig gelesen hätten (oh ein Konjunktiv Plusquamperfekt :) ) ,

wäre Ihnen das wohl schnell klar geworden.

In meinem Beitrag geht es ausschliesslich um die Dusseligkeit der selbst ausgewiesenen Experten (na mal gut, dass "Experte" kein geschützter Titel ist#, welche auf das Hartnäckigste beratungsresistent sind.

Es ging lediglich um 5 bzw 10% Ethanol. "Super Plus" ist übrigens ein registriertes Warenzeichen der Aromate und Aliphate AG #heute gehörend zu British Petroleum#, besser bekannt als ARAL.

Super Plus wurde übrigens urspünglich von Seiten der ARAL AG eingeführt, um den letzten unverbleit nicht vertragenden Motoren, das "Bleifrei" schmackhaft zu machen.

Mit der Einführung des 10%igen Ethanolanteils, wurde dann von den "Experten" geraten lieber "Super Plus" zu tanken, da ja hier nur 5% Ethanol zugesetz werden.

Wenn sie des Weiteren genauer hingeschaut hätten, handelte es da um ein Zitat, welches von dem Lied "Ich will Spass" von Markus kommt. Ich nehme an, dass aufgrund ihrers Lebensalters Ihnen nicht das Privileg zu Teil wurde in den 80ern aufgewachsen zu dürfen und Sie somit das Lied gar nicht kennen.

 

des Weiteren) - eine "6-" ist im deutschen Schulsystem nicht vorgesehen.

 

 

Und sie scheinen mir ja das Paradebeispiel zu sein, für den äusserst gut informiert geglaubten Autofahrer.

Kein Wunder das sie E10 boykottieren wollen..........

 

Armes Deutschland.


25.11.2013 22:37    |    MauiSven

Zitat:

25.11.2013 08:19 | 60omecu8

Ich nehme an, dass aufgrund ihrers Lebensalters Ihnen nicht das Privileg zu Teil wurde in den 80ern aufgewachsen zu dürfen und Sie somit das Lied gar nicht kennen.

*möööp* Wieder falsch, aufgewachsen bin ich bereits in den 70ern, nur so konnte ich die NDW auch bewußt in voller Länge und im besten Teeniealter genießen... *möööp*

 

Zitat:

25.11.2013 08:19 | 60omecu8

des Weiteren) - eine "6-" ist im deutschen Schulsystem nicht vorgesehen.

Eben, jede bessere Note wäre aber zu gut gewesen. :p

 

Zitat:

25.11.2013 08:19 | 60omecu8

Kein Wunder das sie E10 boykottieren wollen..........

"Wollen"??? Bin doch kein Politiker, hab seit der Zwangseinführung entsprechend gehandelt! *möööp*

 

Sorry, daß es hier nicht besser für Sie läuft... :eek:


26.11.2013 08:30    |    60omecu8

Meine Ausführungen haben sie immer noch nicht verstanden.

Ich hoffe doch stark, dass dies nicht dem NRW Schulsystem geschuldet ist - was mich aber nicht wundern würde.

 

Also Deutschland kann stolz auf sie sein,

diese freiwille Mehrentrichtung - mit der sie ja nicht alleine dastehen - beschert dem Bund viele Einnahmen, welche dann doch hoffentlich sinvoll genutzt werden.

Ihr persönlicher Boykott, ist ihre Sache...solange sie nicht mein Geld ausgeben; was nahezu ausgeschlossen werden kann.

Ich habe in meinen vorherigen Ausführungen darauf hingewiesen, dass sich mir ein Boykott dieses Kraftstoffs nicht erschliesst, womit wir wieder bei Dunning-Krüger wären.

 

Also nochmals : erst richtig lesen, dann nachdenken, dann schreiben und....wenn noch Zeit ist..

dann tanken, wenn es auch nur der 5%ige ist.

 

Ihr Finanzminister und ihre ölkonzerne werden es ihnen danken.

 

Aber was mache ich denn nun?? Mein Auto fährt gar mit E85.....

Aber bei einem Preis in Frankreich von nur 82,5ct / liter fällt mir der Boykott so unendlich schwer.

 

P.S: schade das es für ihren Geldbeutel hier so schlecht läuft

 

Gruss aus dem Steuerparadies

(mit übrigens nur 18% Abgaben bei Steuerklasse I) ;)


26.11.2013 14:24    |    MauiSven

Zitat:

26.11.2013 08:30 | 60omecu8

Ich hoffe doch stark, dass dies nicht dem NRW Schulsystem geschuldet ist - was mich aber nicht wundern würde.

Gaaaaanz weit daneben, viiiiiiiiiiiel zu weit westlich, wir hatten zwar nüscht, aber das Schulsystem war top... :p

 

 

Zitat:

26.11.2013 08:30 | 60omecu8

Also Deutschland kann stolz auf sie sein,

diese freiwille Mehrentrichtung...

Hm, rechnen wir doch mal nach:

Also das waren jetzt 30 Monate ... in jedem 50 Ltr. ... macht das 1.500 Ltr.

So, "Ersparnis" waren gleichbleibend 4ct. je Ltr. ... daraus ergeben sich dann an "Verlusten":

ACH DU SCHEISSE, 60 (in Worten SECHZIG!) Euro! (über einen Zeitraum von 2,5 Jahren)... :eek:

Ui, ich muß schnell zum Sozialamt, bin gleich wieder da... :D:D:D


26.11.2013 14:38    |    Kung Fu

Nunja, wenn man 60€ loswerden will, ist eine Spende an die notleidende deutsche Mineralölwirtschaft natürlich auch eine nette Idee. Die hungernden Kinder in Afrika kriegen ja schon viel zu viel. :)


26.11.2013 15:10    |    MauiSven

Ach du scheiße, jetzt springt tatsächlich jemand wegen der 60 Euro an.

Hey Junge, das war über 2,5 Jahre aufgelaufen (omg, stand doch extra drin, Leute, Leute), das bedeutet

24 per anno, 2(!!!!!!!!!) pro Monat, HALLOOOOOOO??? :cool:

(Ich kann nur hoffen, daß Du kein Raucher bist, denn dann würde das noch viel peinlicher...)

 

Aber redet Euch nur weiter stur den ganzen Müll ein... :rolleyes::rolleyes:

 

OMG, Leute gibt's... :eek::eek:


26.11.2013 17:28    |    schelle1

Also, als mir nüscht hatten, fuhren mir VK30 (Katalyt-30 Pfennige/Ltr.) oder VK40 (Gasoline-30 Pf/Ltr.+20 Pf)- aber nur mit Trinkgeld für gute Kunden erhältlich. Was da drinne war, wußte niemand und mit dem Geklingel ging trotzdem kein Motor kaputt.

Heutiges Super Plus und Megagiga 100 Vau, können meinetwegen Ferraribesitzer tanken, wenn sie es für nötig halten. Der aufgezwungene gelogene Schwindel E10, wird ganz einfach aus Prinzip schon boykottiert. Um das übrig bleibende Super kommt man dann ja nicht mehr drumrum, falls man nicht Straßenbahn fahren will.

...Hat jezze jemand noch ne andere Meinung.:confused::o:rolleyes::D:eek:;):cool:


26.11.2013 17:29    |    Kung Fu

Jo, Leute gibts. So wie dieser andere MauiSven, der am Anfang des Threads seitenweise mit nie gesehenem Eifer über jeden Cent Preisunterschied sinnieren konnte, den seiner Meinung nach gaanz bestimmt die bööhse E10-Einführung verursacht hat.

 

Na zum Glück bist du über solche kleinlichen Geldthemen erhaben und gehörst nicht zu diesen peinlichen Leuten. :)


26.11.2013 21:16    |    MauiSven

Zitat:

26.11.2013 17:29 | Kung Fu

... Preisunterschied ...., den seiner Meinung nach gaanz bestimmt die bööhse E10-Einführung verursacht hat.

Ja, und, stimmt doch, wo ist da jetzt das Problem?

Aber danke für die Erinnerung, wohl endlich Einsicht eingekehrt?


27.11.2013 13:34    |    60omecu8

@Kung Fu

Zitat:

Jo, Leute gibts. So wie dieser andere MauiSven, der am Anfang des Threads seitenweise mit nie gesehenem Eifer über jeden Cent Preisunterschied sinnieren konnte, den seiner Meinung nach gaanz bestimmt die bööhse E10-Einführung verursacht hat.

das steht doch schon in der Bibel - "vom Saulus zum Paulus" ;)

 

zumindest was diese 4ct betrifft.

 

Aber ausser ihm gibt es noch - wenn man den Umfragen entsprechend folgt und vorsichtig hochrechnet - etwa 2 Millionen, welche dieser Passion fröhnen.

 

gehen wir von einer Jahreskilometerleistung von 15000 aus und einem Durchschnittsverbrauch von 7 liter/100km

 

das ergibt : 150x7=1050 l/Jahr

1050 x 4ct =4200ct = 42 EURO

42 EURO x 2000000 = 84 Millionen EURO / Jahr

 

im Veranschlagten Zeitraum des Herrn Maui von 2,5 Jahren ergibt das somit satte

210 000 000 € an Dummheits-, Starrsinnigkeits- oder UnbegründeteAngstvorMotorkaputtabgabe

 

Ihr Finanzminister und die notleidende Mineralölindustrie bedanken sich.

 

Im Abspann eines Films (und hier eines ganz schlechten)

 

würde man noch schreiben

 

Wir bedanken uns insbesondere beim ADAC, der BILD (dem Hause Springer) für die tatkräftige Unterstützung durch Desinformation.


27.11.2013 17:13    |    schelle1

BOYKOTT !!! ...... egal was es kostet !!!

 

Außerdem sind die Kosten hebe, durch weniger Verbrauch ohne Alkohol,

Einsparung von Reparaturkosten, bei Mercedes kommste unter 2000,- nich wieder raus.


27.11.2013 17:17    |    MauiSven

@60...

Und nun ersetze mal die 4 ct (0,04 Euro) Unterschied durch die 1,60 Euro absolut (die ja die "Sparer" auch abdrücken müssen) und die 2 Mio. durch die Anzahl der "guten" E10-Verbrenner und schau Dir diese lustige kleine Zahl mal genau an, Du Sparfuchs... (aber setz Dich vorher hin oder beiß' in ein Stück Holz)... :p:D

 

Euretwegen werden die Konzerne verhungern! :D:D:D


27.11.2013 20:47    |    MauiSven

Also gut, ich mach's mal:

 

das ergibt : 150x7=1.050 l/Jahr

1.050 x 1,60 EURO = 1.650 EURO / Jahr

1.650 EURO x 10.000.000 = 16,5 Milliarden(!) EURO / Jahr

 

im veranschlagten Zeitraum des Herrn Maui von 2,5 Jahren ergibt das somit satte

41.250.000.000 € (41,25 Mrd.)...

Tja, da sind wohl die zuvor so großspurig dargestellten "Zusatzabgaben" nur noch Peanuts, nämlich gerade mal jämmerliche 0,5%, aber Jungs, IHR seid Helden... :D:D:D

 

(Um das mal anschaulich auf normale Verhältnisse runterzubrechen: Das sind bei einem Jahreseinkommen von 30.000 Euro gerade mal 150 Euro, also daran sieht man, worüber sich der Konzern tatsächlich freut, die 0,5% fallen dem bestimmt nicht auf...)


27.11.2013 22:11    |    Taxidiesel

Peanuts hin oder her, aber um kein E10 zu tanken, fehlt mir einfach der praktische Nachteil.


27.11.2013 22:25    |    Fu90

Aus "Protest" den Ölmultis zu zeigen, daß man kein Problem damit hat unnötig mehr Geld für den Spritt zu zahlen und dann behaupten, "Denen haben wir es gezeigt!", ..hat schon was für sich. :):D

(sich dann regelmäßig vor Ostern oder den Sommerferien über die hohen Spritpreise zu "empören", übrigens auch:rolleyes:)

 

Soll mir aber recht sein. ;)


28.11.2013 00:02    |    MauiSven

Diese 4 ct. freiwillig mehr zu zahlen ist bei den schwankenden Preisen sowieso nur die halbe Wahrheit. Oft schon habe ich den Tank mit E5 zu einem Preis gefüllt, den dann einige Tage bzw. Wochen später nicht mal mehr das E10 halten konnte, sodaß jemand in dieser Zeit, in der ich nicht tanken mußte, E10 also teurer bezahlt hat als ich das E5. Aber auch dieses "Phänomen" haben wir hier schon zur Genüge diskutiert (und insgeheim wird jeder zustimmen müssen), sodaß das Heranziehen dieser vermeintlichen Mehrkosten der reine Kindergarten ist und mal wieder nur die Not an kräftigeren Argumenten aufdeckt... :rolleyes:


28.11.2013 00:32    |    Fu90

@MauiSven

Dann hast du meinen Beitrag nicht verstanden.


28.11.2013 01:39    |    Kung Fu

Da die Preisdifferenz zwischen E10 und E5 konstant ist, spielt es keine Rolle, wann man tankt und wie hoch die Preise sind. In jedem Fall zahlt man 4ct/l mehr, wenn man E5 statt E10 tankt.

 

Ich glaube, das kann man selbst einem durchschnittlichen Grundschüler noch ohne große Probleme verständlich machen? Oder wär es nach PISA doch mal eine Hausaufgabe wert. :)


28.11.2013 21:27    |    MauiSven

Zitat:

28.11.2013 01:39 | Kung Fu

Da die Preisdifferenz zwischen E10 und E5 konstant ist, spielt es keine Rolle, wann man tankt und wie hoch die Preise sind. In jedem Fall zahlt man 4ct/l mehr, wenn man E5 statt E10 tankt.

Du hast es schon verstanden. Daß dem so ist, zeigt dieser erneute ohnmächt'ge Versuch, die ursprüngliche Aussage zu verklären (ganz zu schweigen von den zusätzlichen verbalen Ausfällen). Ganz typisches und durchsichtiges Vorgehen... :rolleyes:

 

Und nun laß mal uns durchschnittliche Grundschüler hier allein weiter diskutieren, und such Dir eine Spielwiese für unterdurchschnittliche... *aus_der_Ferne_wink*


28.11.2013 22:27    |    Drahkke

Tatsache ist, daß man an der Tankstelle für weniger (!) Alkohol im Benzin einen Mehrpreis (!) zahlen muß. Warum sollte man das tun, wenn das eigene Fahrzeug eine Freigabe für E10 hat? Mit einer "Höherwertigkeit" des E5 kann man diese Preisdifferenz jedenfalls nicht begründen.


29.11.2013 00:48    |    schelle1

Okeh, nochmal für alle Grundschüler: Mehr Alkohol im Benzin bedeutet weniger Heizwert, weniger Heizwert bedeutet weniger Leistung, weniger Leistung bedeutet mehr Gas geben, um gleiche Geschwindigkeit zu fahren, mehr Gas geben bedeutet höherer Verbrauch, höherer Verbrauch bedeutet TEUER, teuer bedeutet 4ct weg = verarscht !

Und jezze DU wieder ! :D :D :D


29.11.2013 01:35    |    Kung Fu

Na ich seh schon, bald kommt hier wieder die Prozentrechnung dran. Wie schon etliche Male und Seiten vorher. Ist das schon 5. oder noch 4. Klasse? :rolleyes:

 

-close-


29.11.2013 09:23    |    andis hp

Ne, ich glaub wir sind hier wieder im Kindergarten........:o

 

Mfg

Andi


29.11.2013 11:40    |    MauiSven

Zitat:

29.11.2013 09:23 | andis hp

Ne, ich glaub wir sind hier wieder im Kindergarten

...und genau dort ist ein höherer Alkohol-Anteil nun gar nicht erwünscht... ;)


29.11.2013 11:48    |    Taxidiesel

Dass E10 manchmal teurer ist als E5 ist klar, aber völlig belanglos. Gerade bin ich an der ARAL vorbeigefahren: 1,499 für Diesel, gestern habe ich zwei Straßen weiter bei HEM E10 für 144,9 getankt. Nach der Logik wäre auch der Preisvorteil des Diesels zu relativieren.

 

Die Theorie "weniger Heizwert = mehr Verbrauch = Preisvorteil weg halte ich persönlich für eine sehr theoretische. Denn praktisch habe ich in dem Auto, das E10 bekommt, keinen meßbaren Mehrverbrauch.

 

Ich tanke E10 aus dem gleichen Grund, aus dem ich früher Normalbenzin und heute kein Super Plus tanke: Der Wagen braucht einfach nichts besseres.


29.11.2013 16:57    |    MauiSven

Zitat:

29.11.2013 11:48 | Taxidiesel

...wäre auch der Preisvorteil des Diesels zu relativieren.

Das ist natürlich korrekt! Es sind mindestens die höheren Steuern und die für ein Ausgleichen (viel) mehr zu fahrenden Kilometer zu berücksichtigen, und daß sich das nicht für jedermann lohnt, sollte ja hinlänglich bekannt sein, egal ob Sommer-, Winter- oder Taxidiesel... ;)


29.11.2013 17:32    |    marcu90

Zitat:

schelle1

Okeh, nochmal für alle Grundschüler: Mehr Alkohol im Benzin bedeutet weniger Heizwert, weniger Heizwert bedeutet weniger Leistung, weniger Leistung bedeutet mehr Gas geben, um gleiche Geschwindigkeit zu fahren, mehr Gas geben bedeutet höherer Verbrauch, höherer Verbrauch bedeutet TEUER, teuer bedeutet 4ct weg = verarscht !

Und jezze DU wieder ! :D :D :D

Dann verlassen wir mal die Grundschule. Da deine Meinung schon fest steht und eine Diskussion eh unnütz ist, werfe ich dir nur 2 Dinge an den Kopf: Verdampfungsenthalpie von Alkohol und Klopffestigkeit.

Kannst ja mal drüber nachdenken ;)


29.11.2013 17:54    |    schelle1

Vorerst abgeprallt. :p

Wenn glaubhafte Argumente vorgebracht werden, bin ich gerne lernbereit !

Bei der Verdampfung von Alkohol wird bedeutend mehr Wärme entzogen, folglich weniger Energie...mehr Gas...Geld weg....hatten mir gerade schon !

Was spielt die Klopffestigkeit jezze für eine Rolle ?


29.11.2013 18:27    |    marcu90

Alkohol nimmt die Wärme beim verdampfen auf. Genau. Wieso ist das schlecht? Autos produzieren sehr viel unnütze Wärme, ein Motor der mit Alkohol betrieben wird hat einen höheren Wirkungsgrad als der gleiche Motor, wenn er mit Benzin betrieben wird. Einfach nur, weil nicht so viel für uns wichtige Energie in unnütze Wärme umgewandelt wird.

 

Durch die höhere Klopffestigkeit kann der Zündzeitpunkt nach vorne verlagert werden. Oder eine höhere Verdichtung gefahren werden. Beides erhöht die Leistung, somit auch muss man weniger Gas geben und verbraucht auch weniger.

 

Bei E85 hat man natürlich einen Mehrverbrauch - das würde ich niemals bestreiten. Bei E10 hingegen heben sich die Effekte auf (ein paar Motoren die die Vorteile von Ethanol ausnutzen können haben gar einen Minderverbrauch).

Autos verbrauchen mit Super Plus ja auch nicht mehr, als mit normalen Benzin. Dabei enthält Super Plus nochmals weniger Energie.


29.11.2013 20:54    |    Drahkke

Eben. Es ist immer wieder lustig, wie die Uninformierten des Thema Heizwert bei dieser Diskussion aus der Mottenkiste holen und die viel wichtigeren Aspekte Verdampfungsenthalpie und Klopffestigkeit einfach unter den Tisch fallen lassen. Da steckt schon fast ein System dahinter, da an diesem Punkt die Argumentation gegen E10 auf bemerkenswerte Schwierigkeiten stoßen würde.


29.11.2013 21:58    |    notting

http://www.heise.de/.../...-weniger-Anreize-fuer-Biosprit-2057946.html

Wenn ich das richtig verstanden habe, wird zukünftig mehr auf Methan als auf Ethanol gesetzt, zumindest mehr auf Abfall statt auf Lebensmittel (laut Wikipedia wird aus Stroh/Klärschlamm eben Methan bzw. an Stroh->Ethanol wird noch geforscht)

https://de.wikipedia.org/wiki/Biogas

https://de.wikipedia.org/wiki/Biosprit

 

notting


30.11.2013 01:16    |    Kung Fu

Geforscht wird immer. Viele glauben bald kommt die kalte Fusion, andere glauben eben, man braucht nur ein bischen Stroh und Abfälle einsammeln. Ok, müssen es die Bauern dann eben aus Brasilien importieren.

 

Methan ist ein Gas und läßt sich nicht ohne weiteres in einen Benzintank kippen wie Ethanol. Die EU ist ein Reservat für gescheiterte Bürokraten, die aus ihren Ländern abgeschoben wurden. Da muß man ein bischen geduldig sein.


30.11.2013 01:58    |    schelle1

29.11.2013 18:27 | marcu90 marcu90

Alkohol nimmt die Wärme beim verdampfen auf. Genau. Wieso ist das schlecht? Autos produzieren sehr viel unnütze Wärme, ein Motor der mit Alkohol betrieben wird hat einen höheren Wirkungsgrad als der gleiche Motor, wenn er mit Benzin betrieben wird. Einfach nur, weil nicht so viel für uns wichtige Energie in unnütze Wärme umgewandelt wird.

 

Dir ist die Wirkungsweise eines Ottomotors nicht bekannt !?

Durch die Verbrennung entstehende Hitze > erzeugt Leistung, indem sich das komprimierte Gas im Zylinder ausdehnt und den Kolben nach unten drückt.

Nimmst du jetzt durch Verdampfungskühlung des Alkohols Temperatur weg, hast du weniger Leistung...mehr Gas...hatten mir schon 2x.

 

Hast du überhaupt schon mal die Einführung unter der Überschrift

"Nicht super: Das gro�e E10-Verwirrspiel" gelesen. :confused:

 

Durch die höhere Klopffestigkeit kann der Zündzeitpunkt nach vorne verlagert werden. Oder eine höhere Verdichtung gefahren werden. Beides erhöht die Leistung, somit auch muss man weniger Gas geben und verbraucht auch weniger.

 

Hast du schon an deinem Motor die Verdichtung erhöt und die Zündung verstellt. :confused:

 

Bei E85 hat man natürlich einen Mehrverbrauch - das würde ich niemals bestreiten. Bei E10 hingegen heben sich die Effekte auf (ein paar Motoren die die Vorteile von Ethanol ausnutzen können haben gar einen Minderverbrauch).

 

Hast du dir einen anderen Motor eingebaut. :confused:

 

Autos verbrauchen mit Super Plus ja auch nicht mehr, als mit normalen Benzin. Dabei enthält Super Plus nochmals weniger Energie.

 

Wie erklärst du einen geringeren Heizwert von Super Plus gegenüber Super.:confused:


30.11.2013 03:03    |    Kung Fu

Es kommt im Motor nicht auf möglichst hohe Temperaturen an, wie viele heutzutage zu glauben scheinen, sondern auf den Druck durch die Ausdehnung der Ladung bei der Verbrennung. Man will ja schließlich damit vorwärts kommen und nicht die Gegend beheizen. Heizwert ist hier also nebensächlich.

 

Je kühler die Ladung vor der Verbrennung, desto höher wird der Wirkungsgrad. Aus dem Grund baut man z.B. Ladeluftkühler, Cold-Air-Intake, Wassereinspritzung und auch -jahaaa- Ethanoleinspritzung ein, wenn man mehr rausholen will. Sollte alles bei wikipedia nachzulesen sein.


30.11.2013 09:12    |    notting

@Kung Fu: Ich wollte damit nur sagen, dass der Weg sich aktuell vom Ethanol entfernt. Außerdem hat die große Koalition doch beschlossen, dass der Steuervorteil für LPG/CNG noch ein paar Jahre verlängert wird.

 

notting


30.11.2013 10:26    |    AR147

Jetzt tanke ich seit ca 3 Jahren E10 in meinem nicht freigegebenen Auto und der Motor läuft jeden Tag besser. Hatte ich also Recht und hab den Preisvorteil seither gerne mitgenommen.

 

In 1 Monat wird die Karre eh verschrottet, selbst wenn jetzt noch was sein sollte, ist es nicht mehr von Belang. Wird ein kleiner Würfel draus gepresst, kommt bei mir auf den Schreibtisch, Ende.


Deine Antwort auf "Nicht super: Das große E10-Verwirrspiel"