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MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

07.03.2011 09:31    |    MOTOR-TALK    |    Kommentare (5.177)    |   Stichworte: Ausnahmen, Benzin, Biosprit, E10, E10 Kraftstoff, E10 Unverträglichkeit, E10 Verträglichkeit, Ethanol, Freigabe, Hersteller, Information, Kraftstoff, Marken, Modelle, MOTOR-TALK, Problematik, Umfrage, Verträglichkeit

Tankst Du E10?

Seitdem am vergangenen Donnerstag bekannt wurde, dass die Mineralölkonzerne die weitere Auslieferung vom Biokraftstoff E10 an die Tankstellen vorerst stoppen, ist das Chaos perfekt. Die Medien überschlagen sich, Schuldzuweisungen für den E10-Flopp gibt es nach allen Richtungen und keiner weiß so recht, welchen Meldungen man noch Glauben schenken darf und welchen nicht. Am Dienstag, 8. März 2011, soll nun in einem „Benzin-Gipfel“ eine Lösung gefunden werden, wie man aus dem E10 Debakel wieder rauskommt. Dabei soll es um Maßnahmen gehen, wie E10 von den Autofahrern angenommen werden kann. Der Aufschrei nach der kompletten Abschaffung von E10 wird dort allerdings laut aktueller Meldungen kein Thema sein. Wir gehen deswegen das Thema „E10“ hier mal etwas grundsätzlicher an, denn natürlich ist vor allem auf MOTOR-TALK das Interesse daran riesig.

 

E10 tanken oder nicht?E10 tanken oder nicht?Die Verunsicherung ist groß: Eine uneinheitliche und unwillige Informationspolitik seitens der Automobilhersteller und Mineralölkonzerne sorgt dafür, dass die deutschen Autofahrer den neuen Sprit lieber meiden – jedenfalls dort, wo er bislang verfügbar ist. Für Super oder Super Plus zahlen sie im Schnitt acht Cent mehr pro Liter – und der Nachschub der Tankstellen an Super E5 wird mittlerweile knapp. Dies hat dazu geführt, dass die Mineralölkonzerne am vergangenen Donnerstag den vorläufigen Produktionsstopp von E10 ausgerufen haben, um das E10 Versorgungssystem nicht platzen zu lassen, weil keiner den Biokraftstoff tanken will.

 

Auch auf MOTOR-TALK ist die Verunsicherung und das Interesse groß. Erste Nutzer haben schon dazu aufgerufen, E10 komplett zu boykottieren, um „die da oben“ zum Umdenken zu bringen. Was steckt aber wirklich hinter E10, und was ist Eure Meinung dazu? Das wollten wir mal wissen und sind das Thema deshalb etwas grundsätzlicher angegangen. Außerdem haben wir uns angeschaut, wie gut die Hersteller über E10 informiert haben.

 

Rechtlicher Hintergrund

 

Die Richtlinie 2009/30/EG des Europäischen Parlaments verpflichtet alle Mitgliedstaaten, ein System zur Überwachung und Verringerung der Treibhausgasemissionen einzuführen. Dies kann u.a. durch die Einführung eines Ottokraftstoffs mit maximal zehn Volumenprozent Kraftstoffethanol (Bioethanol) unter dem Branchenkürzel E10 (von Ethanol 10 %) erfolgen. Was immer man davon hält, die deutsche Regierung setzt damit letztendlich europäisches Recht um, und das sogar eher spät: In Frankreich z.B. wird E10 schon seit 2009 verkauft. Dadurch soll die Abhängigkeit vom Erdöl vermindert und der CO2-Ausstoß im Verkehr reduziert werden. Die entsprechenden Gutachten gehen von einem CO2-Vorteil von 35 Prozent aus, den Ethanol aus nachwachsenden Rohstoffen gegenüber Erdöl hat.

 

Für Fahrzeuge, die E10 nicht vertragen, muss laut EU-Richtlinie mindestens bis 2013 das bisherige Benzin als sogenannte Bestandsschutzsorte weiterhin angeboten werden. In Deutschland verkauftes Ethanol muss zusätzlich eine positive Umweltbilanz gegenüber Erdöl haben.

 

Kritik

 

Kritiker monieren vor allem, dass eine bessere Umweltbilanz von Super E10 gegenüber herkömmlichem Super sich nicht wirklich belegen lässt. Es wird den Regierungen vorgeworfen, Nebeneffekte wie Abholzung, Bodenverödung, -vergiftung etc. einfach auszublenden. Ein positiver Effekt von Ethanol im Sprit auf die Umwelt sei zudem, falls vorhanden, angesichts der Menge der Beimischung allenfalls marginal.

 

Klar ist, durch den niedrigeren Brennwert von Ethanol gegenüber Benzin aus Erdöl (65,5%) sinkt auch der Brennwert des gemischten Sprits. Dadurch sinkt die Leistung und steigt der Verbrauch. Der errechnete Mehrverbrauch ist allerdings marginal, er beträgt 1,7 % (bei bisher 6 l/100 km wären das 0,1 l/100 km mehr).

 

Weiter wird kritisiert, dass E10 manche Pkw schädigen kann. Deshalb sind alle Autohersteller verpflichtet, Auskunft über die E10-Verträglichkeit ihrer Modelle zu geben. Das DAT-Institut hat daher im Auftrag der bundesregierung eine Liste der Herstellerangaben zur Verträglichkeit von E10 erstellt.

 

Was steckt wirklich dahinter? E10 und die Risiken

 

Eine sehr vollständige Erklärung zu den Hintergründen und möglichen Risiken von E10 gibt es im Blog von Rotherbach. Wir haben die wesentlichen Infos daraus hier mal zusammengezogen.

 

Oft hört man, dass Ethanol sowohl Dichtungen als auch den Motor selbst schädigen kann. Das ist zwar nicht falsch, relativiert sich aber in den meisten Aspekten durch die verhältnismäßig geringe Beimischung. Seit 1980 befindet sich bereits ein 5%iger Anteil Ethanol im Benzin, der die Klopffestigkeit steigern und Bleiadditive ersetzen sollte. Die jetzige Verdopplung dieser Menge stellt nur in wenigen Ausnahmefällen ein Risiko dar.

 

 

Benzindirekteinspritzer mit Hochdruckpumpen

 

Infos zu E10Infos zu E10Die Hydrophilie von Ethanol bewirkt, dass geringe Mengen Wasser mit korrosionsgefährdeten Teilen im Motor in Berührung kommen können, jedoch zu wenig, um Schäden zu hinterlassen. Auch eine Verdünnung des Motoröls und damit zusammenhängend eine Verkürzung des Ölwechselintervalls ist auszuschließen, da sich das Wasser absetzen und bei entsprechenden Motortemperaturen verdampfen würde. Riskanter ist die Säure-Base-Reaktivität. Es kann bei Leichtmetallen wie Aluminium zu einem „scheinbaren Auflösen des Bauteils“ kommen – ein schleichender Prozess, der durch Beschädigungen beschleunigt werden kann. Aus diesem Grund gibt es keine Freigabe für Benzindirekteinspritzer mit Hochdruckpumpen. Durch die Steigerung des Druckes erhöht sich die Reaktivität von Ethanol, bei entsprechenden Tests wurden Korrosionsspuren an Aluminiumverschraubungen festgestellt. Alle anderen Benziner bleiben hiervon weitgehend verschont, nur eine drastische Erhöhung des Ethanolanteils wäre gefährlich.

 

Da betroffene Leitungen und Dichtungen für den Kontakt mit Benzin ausgelegt sind, ist die Eigenschaft von Ethanol als Lösungsmittel zu vernachlässigen. Hier besteht das einzige Risiko darin, dass Weichmacher abgetragen werden können, was zu sprödem Material oder Rissen führen kann. Aber dieser Prozess verläuft so langsam, dass in der Regel eher der normale Verschleiß eintritt.

 

Relevant für alle Modelle ist die höhere Betriebstemperatur bei der Verwendung von E10 im Vergleich zu herkömmlichem Super. Ethanol benötigt weniger Sauerstoff bei der Verbrennung, wodurch ohne Anpassung ein mageres Gemisch entsteht. Im normalen Betrieb wird dies aber durch die Lambdaregelung per Änderung der Einspritzmenge korrigiert. Bei älteren Fahrzeugen ohne geregelten Katalysator empfiehlt sich eine Anpassung mit Hilfe eines Abgastesters. Durch den geringen Ethanolanteil sind generell Schäden an Auslassventilen oder Katalysator aber unwahrscheinlich.

 

Die Hersteller: Desinformation aus Angst vor Garantieansprüchen?

 

Wie gut informieren die Pkw-Hersteller?Wie gut informieren die Pkw-Hersteller?Alle Hersteller waren verpflichtet, zum Marktstart von E10 verbindliche Angaben zu machen, welche Modelle sie für den neuen Kraftstoff zulassen. Die Qualität der Angaben ist aber sehr unterschiedlich. Die meisten deutschen Hersteller, wie z.B. VW und Opel, haben fast ihre gesamte Modellpalette für E10 freigegeben. Ausnahmen wurden meist klar benannt. Ebenfalls vorbildlich: Volvo testete alle Pkw bis 1976 rückwärts, Ford macht sogar Ausführungen zu Pkw vor Baujahr 1940. Andere Hersteller machen es sich dagegen eher einfach. So gibt z.B. Nissan pauschal alle Modelle ab Bj. 2000 frei. Ob sich da wirklich alle 2000er Modelle technisch so entscheidend vom 1999er Modell unterscheiden? Ist E10 in einem Modell Baujahr 1999 doch sicher – oder in einem Modell 2001 unsicher? Man weiß es nicht, und ohne entsprechendes technisches Hintergrundwissen ist man zwangsläufig verunsichert.

 

Auch Mazda gibt Freigaben nur für aktuelle Modellreihen (Mazda2-6) ab 2003. Die direkten Vorgänger Premacy oder Demio werden pauschal ausgeschlossen. Am einfachsten macht es sich Lada. Erst ab Modelljahr 2011 (Euro5) werden hier die Autos für den Betrieb mit E10 freigegeben.

 

E10 und die Motorrad-HerstellerE10 und die Motorrad-HerstellerNun ist es natürlich für Autohersteller eher unwirtschaftlich, 10 Jahre alte Autos gründlich auf E10-Verträglichkeit zu untersuchen bzw. zu testen. Der Verdacht steht im Raum, dass etliche Fahrzeugmodelle eigentlich kein Problem mit Ethanol haben – die Hersteller aber ein Problem damit, das für diese älteren Modelle zu bescheinigen. Aus Angst vor möglichen Garantieansprüchen? Die Frage darf erlaubt sein, ob es überhaupt möglich ist, die Restlebensdauer eines 15 Jahre alten Alltagsautos durch Betankung mit E10 noch zu verkürzen.

 

Auch auf Nachfrage bei den Herstellern erhält der Kunde übrigens keine andere oder genauere Aussage als die, die auch in den allgemein zugänglichen Listen steht. Andere Hersteller schicken OPR-Codes ins Rennen; ebenfalls nicht sehr kundenfreundlich.

 

Die Tankstellen: An der Grenze zum Betrug?

 

Die Verunsicherung der Autofahrer durch E10 wurde durch die Tankstellen und Mineralölkonzerne kräftig befördert. Obwohl der Stichtag lange bekannt war dauerte es zunächst mal Wochen, bis es überhaupt irgendwo ein Schild gab, auf dem E10 steht. Bis heute ist das nicht flächendeckend so. Seit nun die meisten Tankstellen E10 führen, zeichnen sich allerdings zwei unschöne Trends ab.

 

1. Trend: Super E5 ist keine Alternative mehr.

 

Zwar müssen Tankstellen zum Bestandsschutz weiterhin Super mit 5% Ethanol führen. Zu welchem Preis und mit wie viel Oktan max., da gibt es keine Vorschrift. Also kann das bisherige Super zum gleichen Preis wie Super Plus angeboten werden, oder es gibt gleich nur noch Super Plus. So soll natürlich der Absatz von E10 gestützt werden, die Einführung einer neuen Sorte ging schon immer nur über den Preis. Hintergrund: 2011 müssen die Tankstellen zu 6,25% Agrokraftstoffe verkaufen – das geht nur, wenn E10 billiger verkauft wird, als es ist. Und das geht nur, wenn herkömmliches Benzin teurer verkauft wird, als es ist.

 

Soweit ist das nachvollziehbar. Immer öfter wird aber der Vorwurf der Abzocke erhoben. Der VCD rechnet es vor: In der Herstellung ist E10 um rund 0,5 ct. je Liter teurer als E5. Nimmt man den Mehrverbrauch hinzu, der theoretisch durch E10 entsteht, dürfte es allenfalls 20 Cent je gefahrene 100 km zu kompensieren geben. Das wäre nicht mal die Hälfte der derzeitigen Preisdifferenz von 8 Cent im Bundesdurchschnitt.

 

2. Trend: Was man wirklich tankt, weiß man nicht.

 

Mit der Einführung von E10 kann man derzeit eigentlich nur bei Super Plus wirklich sicher sein, was man wirklich tankt. Der Grund: In den entsprechenden DIN-Normen zur Kraftstoffqualität gibt es zwar eine Höchstgrenze für Ethanol, aber keine Mindestgrenze. So kann dann 95 Oktan Benzin E5 zwischen einem und fünf Prozent Ethanol enthalten, Super E10 sogar zwischen einem und zehn Prozent. Zusätzlich kann sogar Super Plus als Super E5 verkauft werden – die Mindestoktanzahl ist gegeben.

 

Das alles wäre im Grunde nicht schlimm – würden nicht viele Autofahrer bewusst einen höheren Preis in Kauf nehmen, um E5 zu tanken. Dadurch wird es dann eigentlich zu einem legalen "Betrug". Schließlich hätte man in vielen Fällen den gleichen Sprit auch billiger haben können. Nach Untersuchungen des ADAC hingen in den letzten Wochen auch an mehreren Tankstellen unterschiedlich ausgepreiste Sorten am mutmaßlich gleichen Tank.

 

Und nun?

 

Wer also weder Zeit noch die Fachkenntnis für eine technische Analyse seines Kraftstoffes hat, dem bleibt nur, sich nach den Empfehlungen des Herstellers und den Ausschilderungen an der Tankstelle zu richten. Wer das tut, zahlt derzeit u.U. kräftig drauf.

 

Was können die Autofahrer daher erwarten? Sie können von den Autoherstellern erwarten, dass diese ihre Empfehlungen zum Thema E10 nach technischen Gesichtspunkten und nicht zuerst nach Gesichtspunkten der juristischen Risikoabwehr aussprechen, und dass sie sich damit die Mühe machen, die erforderlich ist. Sie können erwarten, dass offensichtliche Panikmache unterbleibt, und dass sie nicht die Versäumnisse der Konzerne nachträglich an der Zapfsäule finanzieren und dabei noch falsch informiert werden.

 

Was sagt Dein Hersteller zu E10?

 

Abarth, Alfa Romeo, Audi, BMW, Chevrolet, Chrysler, Citroen, Dacia, Daewoo, Daihatsu, Fiat, Ford, Honda, Hyundai, Lancia, Land Rover, Lexus, Mazda, Mercedes-Benz, Mini, Mitsubishi, Nissan, Opel, Peugeot, Porsche, Renault, Seat, Skoda, Smart, Subaru, Suzuki, Toyota, Volkswagen, Volvo, DAT-Liste der Herstellerangaben zur Verträglichkeit von E10


10.12.2013 20:21    |    Kung Fu

Doch, ja, die meisten Smilies => der Mann hat Recht! Ich lerne es noch mit der Philosophie. :)


11.12.2013 00:51    |    schelle1

Kannste glauben !!!

:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D


11.12.2013 07:43    |    GaryK

Hab in Philosophie nur eins gelernt: Diskutiere niemals mit einem Idioten. Erst zieht er dich auf Sein Niveau herunter und schlägt dich dort mit Erfahrung. In der ganzen E10 Diskussion wars vollkommen sinnlos rational zu argumentieren. Ein Haufen geBILDeter Leite beweist wieder die Alltagsrelevanz des Dunning-Kruger Effekts (kognitive Dissonanz) und zieht die Diskussion auf ein unterirdisches Niveau herab um diese dort zu halten. Wünsche viel Spass in der weiteren Diskussion, das bringt grad mal gar nichts.


11.12.2013 08:43    |    60omecu8

Zitat:

Gray konstatierte

Noch bin ich in dem Club, aber sehr lange wird das vermutlich nicht mehr sein. Einen "Schutzbrief" gibts für wenige Euro vom eigenen Versicherer, die Zeitschrift liest kein Mensch und ist in weiten Teilen für den Durchschnittsmenschen inhaltlich unbrauchbar.

Genau so habe ich es jetzt gehalten.

Ich habe die Schutzbriefleistungen meines Versicherers in Anspruch genommen, welche die Leistungen des ADAC für den halben Preis sogar noch bei weitem übertreffen. Die Zeitschrift des ADAC ist voller Werbung... und in weiten Teilen unbrauchbar.

 

Aber vielleicht werde ich ja nun beschimpft.......

 

 

Zu Herrn Sven aus Hawaii,

 

hier auch mal wieder ein Beweis für die Relevanz von Dunning-Kruger und damit einhergehend das E10 Desaster. Wieder nicht richtig gelesen und somit nur durch billigste Polemik brilliert.... na ja besser als nichts.

Auf eine Stellungnahme zu den Aussagen des Herrn Ufgnuk, wird bewusst verzichtet, da diese als "ufgnuk" - #vermutlich eine Verballhornung des Wortes "Unfug"# zu betrachten sind.

Es geht hier auch nicht um gekränkte Eitelkeiten, sondern um Fakten,

welche aber durch Sie als Hauptkritiker nicht widerlegt werden können.

 

Oder haben Sie inzwischen etwas hervorgekramt.

Vielleicht sollten Sie in einschlägiger Literatur wie "VW Szene" oder so suchen, da werden sie bestimmt fündig.


11.12.2013 10:53    |    andis hp

Ufgnuk heißt rückwärts gelesen "kungfu";)

 

Mfg

idnA äh ich meine Andi


11.12.2013 11:07    |    ufgnuk

Zitat:

11.12.2013 10:53 | andis hp

Ufgnuk heißt rückwärts gelesen "kungfu"

:eek: "Das hat Dir der Teufel gesagt!" :eek:

 

Aber intelligent im Gegensatz zur Mär vom "Unfug", so ein Unfug...


12.12.2013 22:41    |    Drahkke

Tatsache ist, das auch so der Kern der Diskussion nicht getroffen wurde. Hier gings nicht nur knapp daneben, sondern meilenweit am Ziel vorbei...


13.12.2013 01:46    |    schelle1

Tatsache ist, man kann ein komplexes Thema nicht auf einen Tunnelblick reduzieren.

Wenn Teilsegmente selektiert werden, hat Pro und Kontra gleichermaßen Recht !

Ein Endergebnis ließe sich nur mit gesundem Menschenverstand feststellen, aber, wer von den Entscheidungsträgern hätte diesen und könnte gleichzeitig mehr als 2 Varianten des Korpusdelikti verstehend beurteilen. :confused: :confused: :confused:

...Eben wie in der Politik: "Was geht mich fremdes Elend an ?!"

Diese "menschlichen" Charakterzüge werden sich auch sobald nicht ändern.

Und wenn das Erdöl nicht bald alle ist, wird man sich morgen noch streiten. :eek: :eek: :eek:


13.12.2013 10:02    |    60omecu8

Wo liegt bei solch einer einfachen Sache die Komplexität?

 

könnten Sie das bitte etwas näher erläutern?


13.12.2013 17:55    |    schelle1

Wenn diese "Sache" (und millionen anderer "Sachen" der Menschheit) so einfach wäre, warum gibt es dann so viel verschiedene Meinungen und Ergebnisse ?

Wer legt fest, wessen Wahrheit richtig oder falsch ist ? ... Du ? Die lügende Politik ?

Wenig ausgebildete Bürger ? Sich oft irrende Wissenschaft ? Lobbyisten ? Das Forum ?

Okeh, die "Sache" ist im Grunde einfach, nur der Mensch ist zu kompliziert und somit das Problem komplex. Und je mehr Teilnichtversteher sich einmischen, je unlösbarer wird es.


13.12.2013 21:36    |    Drahkke

Die Probleme, die hier im Zusammenhang mit E10 postuliert werden, wurden bereits vor Jahrzehnten gelöst. Da braucht das Rad nicht neu erfunden werden...


15.12.2013 01:56    |    schelle1

Wenn die Probleme vor 20 Jahren gelöst wurden, warum wird dann heute noch diskutiert.:confused:


15.12.2013 09:42    |    Roland0815

Weil die deutsche Autolobby den deutschen Autofahrer schon immer verdummt.


15.12.2013 12:50    |    Drahkke

Warum heute noch über Probleme diskutiert wird, die bereits vor 20 Jahren gelöst wurden, erschließt sich mir auch nicht. Die Frage kann wohl nur von den E10-Kritikern beantwortet werden, denn die haben ja erst die vermeintlichen gegenwärtigen Probleme zur Diskussion gestellt.


15.12.2013 16:51    |    schelle1

Das ist nun aber eine Trotzreaktion und somit kein Benzin- sondern psychologisches Problem, wobei mir beim Kernpunkt aller menschlichen Diskussionen angekommen sind.:D


15.12.2013 19:06    |    Kung Fu

Mit einem psychologischen Problem ist man aber bei einem Psychologen besser beraten als bei einem Motor-Talk. Man geht ja auch nicht zum Klempner, wenn der Schuh kaputt ist.


16.12.2013 01:16    |    schelle1

Siehst du, ich sagte es bereits, egal was für ein Thema angeschnitten wird, ob Benzin, Theologie oder Blechschuhe....es wird keine gemeinsame Übereinstimmung von Meinungen und Vermutungen geben. Es steht aber jeden frei, in einer neurologischen Anstalt nach einem Schuster zu suchen. :D


16.12.2013 14:02    |    60omecu8

Es gieht hier auch nicht um Meinungen oder Vermutungen, sondern um Fakten und die Anwendung einfacher Gesetze von Chemie und Physik, welche ausreichend Fakten schaffen sollten. (und diese Gesetze gelten schon seit mehr als 20 Jahren)

Die gesamte Debatte hätte sich eigentlich damit erübrigt haben sollen..........


16.12.2013 18:29    |    schelle1

An den naturwissenschaftlichen Gesetzen der Chemie und Physik, hat ja auch keiner in 118 Seiten und 4697 Beiträgen gezweifelt !

Wenn man aber wissen will, warum sich keiner einig wird, einfach noch mal von vorne anfangen zu lesen und so oft, bis man es verstanden hat. :D


16.12.2013 19:02    |    Roland0815

Zitat:

schelle1 sabbelte

An den naturwissenschaftlichen Gesetzen der Chemie und Physik, hat ja auch keiner in 118 Seiten und 4697 Beiträgen gezweifelt !

Das muss gerade *du* sagen...

 

Zitat:

am 2.12. sabbelte schelle1

...Du kannst aber verallgemeinerte Physik nicht in jeden Motor stecken...

Troll.


16.12.2013 19:09    |    schelle1

Okeh, ich gebs auf und beiße mich an Sprichwörtern fest !


17.12.2013 09:16    |    60omecu8

Ich erlaube mir noch darauf hinzuweisen, dass die Naturgesetze auf jedweden Verbrennungsmotor angewendet werden können und müssen.

Es sei denn sie reisen mit einem WARP Antrieb. Dieser muss die Naturgesetze außer Kraft setzen, da Reisen - schneller als das Licht - aufgrund von E=mc² und den Naturgesetzen etwas problematisch werden.

 

Aber es veruschen einige hier hartnäckigst die Physik, insbesondere den Teilbereich der Verbrennungskinetik, neu zu definieren - gegen alle Grundsätze - und ohne Rücksicht auf Verluste.

 

 

P.S:

Sollte hier jemand aber etwas anderes entdeckt oder erfunden haben ( ich denke da gerade an ein Perpetuum mobile oder den WARP Antrieb ) würde ich doch unbedingt um eine PN bitten. Ich kümmere mich dann um die Vermarktung bzw. zahle ich für das Patent. ( eine Kiste Bier sollte genügen) ;)

 

 

ach und noch was:

 

Zitat:

schelle1 braddelte

 

Wenn man aber wissen will, warum sich keiner einig wird

hier bedarf es keiner Neudefinition - die Erklärung ist ganz einfach:

 

Das liegt einfach an der grenzenlosen Dummheit einiger hier.


17.12.2013 18:26    |    notting

@60omecu8: Naturgesetze können nicht außer Kraft gesetzt werden. Wenn was gegen aktuell anerkannte Gesetze der Physik etc. verstößt, ist das Gesetz falsch und muss korrigiert werden. Dafür gibt's dann ab und an z. B. sogar einen Nobelpreis.

 

Achja: Du hast genug Kohle, um ein Patent auch wirklich juristisch durchsetzen zu können? Denn ein Patent zu haben ist das eine, wirklich wirksam dafür zu sorgen, dass andere nicht dauernd dagegen verstoßen bzw. entspr. Schadenersatz zu bekommen ist das andere. Die ggf. nötigen Investitionen bevor man überhaupt was verkaufen kann sind ein ganz anderes Thema.

Zudem möchte ich übereifrigen Mitlesern sagen, dass jede patentwürdige Idee zunächst einmal dem eigenen Arbeitgeber zusteht, es sei denn, er mag das Patent nicht verwerten oder man kann beweisen, dass das nix mit der Arbeit zutun hatte, wofür der AG einen bezahlt.

 

notting

 

PS: Ich habe dein Posting so verstanden, dass sich der Smiley nur auf die Sache mit der Kiste Bier bezieht.


17.12.2013 18:41    |    Roland0815

Zitat:

... schneller als das Licht - aufgrund von E=mc² und den Naturgesetzen etwas problematisch werden

Hmmm wenn ich nach c umstelle komme ich auf c=Sqrt(E/m). Ich sehe da jetzt kein Problem und keinen Grund die Naturgesetze ausser Kraft setzen zu müssen. Die Gleichung ist mit natürlichen Zahlen für E und m lösbar.


17.12.2013 19:48    |    ufgnuk

Zitat:

17.12.2013 18:41 | Roland0815

Hmmm wenn ich nach c umstelle komme ich auf c=Sqrt(E/m). Ich sehe da jetzt kein Problem und keinen Grund die Naturgesetze ausser Kraft setzen zu müssen. Die Gleichung ist mit natürlichen Zahlen für E und m lösbar.

...aber nur, wenn sie in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen, sonst wird dat nix mit der konstanten Lichtgeschwindigkeit (bewegen sich da eigentlich Teilchen oder Wellen???)...

 

 

Hinweis von einem grenzenlos Dummen:

Die Natur unterliegt weitaus mehr Gesetzmäßigkeiten, als der kleine Mensch in seiner bescheiden kurzen Lebenszeit entdeckt und formuliert hat. Also bitte, hört auf Euch damit zu brüsten, die Natur kennen zu wollen, nur weil Ihr jene wenigen Gesetzesformulierungen nachplappert und als das Ende der Erkenntnis anseht..., konservativer geht's nimmer.

Damit keine Mißverständnisse Aufkommen: Es war/ist ein Segen, daß Naturgesetze erkannt und gelehrt werden, aber es ist lächerlich bis ausverschämt, sich hier als Superman(n) aufzuspielen, nur weil man meint, diese (bereits fertigen) Weisheiten mit Löffeln (aus anderer Schüsseln) gefressen zu haben!

Naja, die bellenden Hunde, Ihr wißt schon...

 

Ho ho ho, da kennt jemand die Begriffe "Warp" und "perpetuum mobile", ho ho ho, wir verneigen uns...


17.12.2013 20:41    |    Kung Fu

Käpt'n Kirk und E10 :D

- wer hätte gedacht, wieviele Aspekte dieses Thema doch bietet.

Hatten die eigentlich schon bleifreien Sprit in ihren Raumschiffen?


17.12.2013 21:13    |    Roland0815

Ja, einen bleifreien "Nucular-Antrieb".


17.12.2013 21:29    |    notting

@Kung Fu: Definiere "bleifrei". IIRC kommt bei radioaktiven Zerfallsketten in div. Fällen Blei raus. Ist ein Warpantrieb-Ing. hier? ;-)

 

notting


17.12.2013 21:46    |    Schwarzehand

Ich denke es ist genug geschrieben erst die gro�e Angst vor E10 jetzt hat sich alles beruhigt und die Motoren laufen immer noch. Die viele Motorsch�den sind ausgeblieben. Alles war nur panikmache und hetzerei. Meine Meinung ist der Hersteller bestimmt wo es lang geht und nicht irgend welche Vermutungen von Leuten die alles nach plappern. Die pauschalen Antworten von manchen Monteuren verstehe ich nicht. Die haben ein Wisen von allem, nur wenn es gilt werden Stunden verbraten und nichts geht dann kommen die tollsten Vermutungen hoch und es kostet viel Geld.


17.12.2013 23:05    |    60omecu8

Daraus kann man schlussfolgern, dass durch einen 10%-igen Ethanolanteil die gesamte Verbrennungskinetik, Metallurgie usw. neu defniert werden muss.

 

Dann erwarte ich ihre Studien meine Herren.

 

Frohes schaffen.


17.12.2013 23:07    |    Drahkke

Studien? Das ist ein Zirkelschluß. Da gibt's nichts zu studieren...


17.12.2013 23:13    |    60omecu8

Das sage ich doch die ganze Zeit.

 

Aber hier sind so viele Genies, da liegt ein Nobelpreis fuer Physik in der Luft.

Da sind gerade einige im Gange alles zu revolutionieren.


18.12.2013 01:42    |    schelle1

Anscheinend werden die 10% destilliert und noch vor der Abkühlung heiß Intrathekal in den subarachnoideum injiziert.


20.12.2013 09:27    |    60omecu8

Na ja Herr Schelle1, anscheinend haben sie das schon viel zu oft im Selbstversuch praktiziert


20.12.2013 19:14    |    schelle1

Jezze haben mir aber lange auf einen weiteren Trollbeitrag warten müssen ! :eek:

Kommt, bischen was geht noch, sonst wirds langweilig bis Ostern. :D:D:D


24.12.2013 10:00    |    60omecu8

Es ist nun an Ihnen Herr Schelle mit ihrer Paradedisziplin fortzufahren. :) :) :)


24.12.2013 16:25    |    schelle1

Okeh, bin abgefahren ! :p


24.12.2013 17:39    |    60omecu8

Gute Reise


26.12.2013 17:21    |    MauiSven

Zitat:

24.12.2013 10:00 | 60omecu8

Es ist nun an Ihnen Herr Schelle mit ihrer Paradedisziplin fortzufahren.

Siehst Du, Schelle, hat sich doch der richtige gemeldet... :D

(Nur der Zeitpunkt macht mir etwas Sorgen, ist da jemand sehr einsam???)

 

Zitat:

24.12.2013 16:25 | schelle1

Okeh, bin abgefahren !

:D Na, ob er das verstanden hat... :D

Ach so: Durfte sie wenigstens vorn sitzen? Und hast Du ihre Besitzerin auch mitgenommen?

:D


26.12.2013 17:42    |    schelle1

Noch bin ich ja in Fahrt, hindert mich aber an keiner Bemerkung. :p

Naja, etwas einsam und selbstdarstellerisch muß ja jeder in einem Forum sein, sonst gäbe es keine Beiträge. :D :D :D

Reisende haben viel zu erzählen, deshalb sollte man sie auch nicht aufhalten. ;)


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