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Martin E240T

Mercedes-Umbauten und -Nachrüstungen

11.11.2020 18:47    |    Martin E240T    |    Kommentare (1)

Hallo zusammen,

 

da SA811 (großes Burmester-Sound-System) für das T-Modell leider nicht erhältlich ist habe ich mich von dieser Diskussion https://www.motor-talk.de/.../...n-burmester-nachruesten-t6695738.html insprieren lassen und wollte mir ebenfalls die 3D-Hochtöner meinem MJ2017 (Code 807) nachrüsten.

 

Funktion/Motivation:

Die Hochtöner sind beleuchtet (analog des restlichen Ambientelichts) und die Kalotte kann ausgefahren werden. Da ich die B&O-Hochtöner bereits in meinem S212 sehr edel fand und die schwarze Abdeckung der Hochtöner im S213 nicht wirklich stimmig aussieht, habe ich mich für den Umbau entschieden.

 

 

Dabei gibt es 2 Varianten:

 

original Mercedes Ersatzteile:

Wie der Schaltplan zeigt werden die Lautsprecher am Türsteuergerät (TSG) angeschlossen.

Die Signale zum Ein- und Ausfahren kommen aber vom Verstärker (AMP): ohne den, so meine unbestätigten Befürchtungen, wird die Funktion nicht gegeben sein, weshalb diese Variante für mich nicht in Frage kam.

 

Nachbauten aus China:

Die Nachbauten sind bzgl. Design identisch und die Qualität wurde mehrfach im oben verlinkten Beitrag bestätigt. Auch tragen einige Innereien der Hochtöner eine originale Mercedes Ersatzteilnummer. Hier wird die Beleuchtung und die Steuerung der Kinematik der Kalotte über kleine zusätzliche Steuergeräte (schwarze Kästchen) sicher gestellt und sind damit unabhängig vom Verbauten Verstärker.

Leider war bei mehreren Versuchen mit mehreren Hochtönern von verschiedenen Lieferanten keine stabile Beleuchtung zu realisieren, was vermutlich am MJ2017 liegt und ab MJ2018 gelöst ist.

 

Daher habe ich mich entschlossen die China-Nachbauten mit originalen Mercedes-LEDs mit LIN-Anschluss nachzurüsten.

 

 

Was man braucht:

1. W/S213 mit Abientebeleuchtung (SA877 oder SA891);

2. 2x Burmester Hochtöner;

3. 2x A000 906 48 08 64-Farben-LED

4. etwas Litze in gelb, rot, schwarz und braun nebst Schrumpfschlauch

5. Gewebeband (damit die Kabel und Lötstellen nicht klappern)

 

Neben normalem Werkzeug wie T30-Schraubendreher und Lötkolben, sowie einem Montagekeil wird noch eine StarDiagnose mit Xentry benötigt, um die LEDs zu initialisieren.

 

 

Umbau der Hochtöner:

1. das schwarze Gewebeband vom Y-Kabelbaum der Hochtöner entfernen (dort wo die Verbindung zwischen dem blauen Stecker, der blauen Buchse und den Abzweigungen zu den zusätzlichen Steuergeräten ist);

2. die Verbindung der orangenen Litze trennen (Knotenpunkt auftrennen) und die rote und braune Litze zum schwarzen Steuergerät in gewünschter Länge trennen (aber nicht den Knotenpunkt auftrennen);

3. die neuen 64-Farben-LEDs wie auf dem Foto an die farbigen Litzen anlöten;

 

4. die anderen Enden der Litzen an den Kabelbaum der China-Hochtöner anlöten:

gelb an orange (kommend vom blauen Stecker)

schwarz an orange (kommend von der blauen Buchse)

rot an rot

braun an braun

5. die China LEDs am Lichtleiter ausklipsen und aus ihrem Gehäuse befreien;

6. die neuen LEDs in das China-Gehäuse einsetzen und am Lichtleiter wieder einklipsen (ggf. den Stellantrieb der Kinematik abschrauben: dann kommt man leichter hin);

7. alle Lötpunkte mit Schrumpfschlauch isolieren und die Litzen, sowie das 2. schwarze Steuergerät fpr den Kinematik-Antrieb mit Gewebeband gegen Klappern ummanteln;

8. optional: den weißen Stecker zwischen dem Stellantrieb und dem 2. schwarzen Steuergerät raustrennen und sauber verlöten;

 

 

Einbau:

1. Türverkleidung (TVK) lösen: dazu die beiden T30-Schrauben am Haltegriff (der große Bügel) entfernen und danach die TVK im vorderen Bereich lösen (Montagekeil zwischen TVK und Blech schieben und die TVK abhebeln);

Die TVK muss nicht vollständig gelöst oder gar entfernt werden!

2. die originalen Hochtöner am oberen Fensterrahmen ausklipsen und abstecken;

3. den blauen Stecker 6 am TSG abziehen und den Delta-Kabelbaum des Hochtöners zwischen stecken;

4. das Kabel zum alten Hochtöner in den neuen Hochtöner einstecken;

5. das zusätzliche Steuergerät hinter der TVK verstauen;

6. Hochtöner im oberen Fensterrahmen und am Spiegldreieck einklipsen;

7. TVK wieder montieren;

8. die LEDs mit Xentry initialisieren: dabei werden allen LEDs im Fzg. entsprechende LIN-Adressen zugewiesen;

 

Viele Grüße aus der Werkstatt

Martin

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22.07.2019 16:57    |    Martin E240T    |    Kommentare (27)    |   Stichworte: Assistenzsysteme, Komfort, W/S212

Hallo zusammen,

 

die BR212 wurde trotz aufwendiger und teurer Modellpflege bis EOP mit mechanischer Feststellbremse gebaut, während fast alle anderen Baureihen bereits mit elektrischer Feststellbremse (EFB) geliefert wurden.

Auch ist die mechanische Feststellbremse auf Basis der Trommelbremse nicht die kräftigste und im steilen Gefälle hält das Fzg. nicht immer sauber.

Ausgerechnet das Pedal der Feststellbremse neigt im Winter auch noch zur Schwergängigkeit und die Bremse löst sich nicht mehr vollständig (bekanntes Problem bei W212/W204/W218).

 

Aus oben genannten objektiven Gründen (dazu kommt noch subjektiv meine Liebe zu Technik und Umbauten) habe ich den Umbau zur EFB in Angriff genommen.

 

Die aktuellen Baureihen haben alle elektrische Bremssättel (Scheibenbremse) verbaut.

Eine Adaption auf den 212er dürfte sehr aufwendig sein: neue E-Bremssättel inkl. Stellmotoren, andere Sattel-Träger, ggf. andere Scheiben, etc.

 

Die 221er-Baureihe (inkl. C216) verwendet das alte EFB-Prinzip auf Basis der bekannten Trommelbremse: hier werden die Bremsseile über einen E-Motor (Aktuator A13) gespannt/entspannt, welcher an der Hinterachse nähe HAMS sitzt und beide Seiten betätigt.

Die Seile werden dabei mit über 1kN (~100kg) gespannt. Das reicht um den OM651 auf der Ebene trotz durchgetretenem Fahrpedal am Rollen/Kriechen zu hindern.

Dieses System ist für eine Adaption auf den 212er, welcher ebenfalls Trommelbremsen mit Seilzugbetätigung hat, besser geeignet.

 

 

 

 

 

Funktion:

Folgende Funktionen sind mit dem 221er-Aktuator im 212er umsetzbar:

-Feststellbremse anziehen per Knopfdruck

-Feststellbremse lösen per Knopfdruck (aus Sicherheitsgründen nur bei KL15/R)

-Feststellbremse automatisch lösen beim Anfahren in D und R (Auto-Release bei geschlossener Heckklappe & Türen - k.A. wie sich das System bei Schaltgetrieben verhält...)

-Notbremsung bei Geschwindigkeiten >4KM/h so lange der Bedienschalter betätigt wird (die Feststellbremse wird langsam betätigt, damit kein Rad blockiert - eine Notbremsung mit der Betriebsbremse, wie im 221er, ist im 212er nicht mgl., meiner Meinung nach aber auch nicht wichtig)

-automatischer Rollenprüfstandmodus

-vollständige Diagnose über StarDiagnose (DAS & Vediamo - kein Xentry)

-Ansteuerung der Kontrollleuchte im Kombiinstrument (KI) (nur mit Umbau am Aktuator A13 - siehe unten)

-keine Anzeige von Warnhinweisen im KI bei Fehlfunktion

-kein automatisches Anziehen der Feststellbremse bei Abstellen des Fzgs. (gab es auch im W221 nicht - könnte man aber über eine Relaisschaltung im Abhängigkeit von KL15 leicht umsetzen)

 

Wie die DTCs aus dem Fehlerspeicher ohne angeschlossenem CAN zeigen, wird die Kommunikation mit einigen Steuergeräten (Motor, Getriebe, ESP, Wählhebel etc.) überwacht. Mit angeschlossenem CAN verchwinden diese DTCs auch, wodurch sich eine reibungslose Kommunikation mit diesen Steuergeräten bestätigt.

 

Ich konnte außerdem feststellen, dass das Schaltmodul (ISM = A80) nach einmaligem Anstecken des Aktuators (A13) anschließend ohne diesem immer einen Fehlercode erzeugt: "EFB Kommunikation unterbrochen".

 

Nur die Kommunikation mit dem Kombiinstrument (im 221er über CAN-F [Zentral-CAN], den es im 212er nicht gibt) funktioniert leider nicht. Die Kontrollleuchte im KI kann aber trotzdem angesteuert werden (Lösung siehe unten).

 

Der Fehlerspeicher bleibt dabei leer - nur im Ereignisspeicher wird auf eine falsche „Variantencodierung des ZGW“ hingewiesen: lässt sich leider nicht ändern, taucht aber nicht im Fehlerspeicher auf und beeinträchtigt auch nicht die Funktion.

 

 

 

 

Was man braucht:

1. EFB-Aktuator (A13) inkl. Seilzüge aus W221/C216

den Aktuator gibt es mit Seilzügen und Notentriegelung - die Seilzüge kann man bei Defekten austauschen - die Notentriegelung leider nicht, da sie fest verbaut ist;

Anbei eine Auflistung der mgln. Teilenummern mit SW-, Q-Ständen und originaler ATE-Nr. (HW ist immer gleich):

-A2214302249 (habe ich verbaut)

HW: A2214300649 von KW02/2005

SW: A2214420536 von KW05/2005

Q-Stand= Q-01

ATE-Nr.: 10.2201-0133.4

-A2214302449

HW: A2214300649 von KW02/2005

SW: A2214420536 von KW05/2005

Q-Stand= Q-01

ATE-Nr.: 10.2201-0134.4

-A2214302849

HW: A2214300649 von KW02/2005

SW: A2214420636 von KW34/2008

Q-Stand= Q-01

ATE-Nr.: 10.2201-0149.4

-A2214302949

HW: A2214300649 von KW02/2005

SW: A2214420636 von KW34/2008

Q-Stand= Q-04

ATE-Nr.: 10.2201-0151.6

-A2214303049

HW: A2214300649 von KW02/2005

SW: A2214420636 von KW34/2008

Q-Stand= Q-02

ATE-Nr.: 10.2201-0150.4

-A2214303149

HW: A2214300649 von KW02/2005

SW: A2214420636 von KW34/2008

Q-Stand= Q-04

 

In wieweit sich die unterschiedlichen Teilenummern bei gleichem HW- und SW-Stand (laut Label) unterscheiden, was es mit dem Q-Stand auf sich hat und warum die 29er Teilenummer scheinbar einen neueren Stand (Q-Stand und ATE-Nr. ist höher) hat, als die 30er Nummer, kann ich nicht sagen.

Es gibt auch noch weitere Sachnummern laut EPC - manche sind aber nur für gepanzerte oder AMG-Fzge. zulässig (auch hier habe ich den technischen Unterschied nicht herausgefunden).

Man sollte beim Kauf von Gebrauchtteilen die Anzahl der Bremsungen auslesen: die maximal zulässige Anzahl ist laut WIS mit 50.000 Betätigungen angegeben. Danach sollte der Aktuator ersetzt werden!

 

2. Verschraubung Aktuator:

2a. 2x M6x60mm-Schraube

2b. 2x M6-Muttern (selbst sichernd) & Beilagscheiben

2c. 2x M6-Distanzstück oder mehrere Distanzscheiben (ca. 35-40mm)

3. Bremsbackensatz vom W221 A2214200520

4. 2x Spreizschlösser Trommelbremse vom W221 A2214200189

5. 2x Beilagscheibe M8x25mm (mind. 2mm stark)

6. Stecker Aktuator:

6a. 1x Gehäuse A0515458928

6b. 1x Deckel A0029880935

6c. 1x Dichtung A2215450029

6d. 2x Pin MCP2.8 A0145458126

6e. 7x Pin MCP1.5 A0185453026

6f. 2x Einzelabdichtung groß (blau) A0005452839

6g. 7x Einzelabdichtung klein (rot) A0039977749

6h. 3x Blindstopfen klein (weiß) A0029976086

6i. 1x Blindstopfen groß (transparent) A0005456280

6j. 1x Kappe A2215450129

7. Kabelbaum:

7a. ca. 1-1,5m Flexrohr

7b. 4m Litze 4qm rot/blau (KL30)

7c. 4m Litze 4qm braun (KL31)

7d. 8m 2-adriges Kabel 0,25qm (verdrilltes CAN-Kabel)

7e. 8m 5-adriges Kabel 0,25qm (Kabel zum Schalter)

7f. Pin SPT A0045450026

7g. Ringkabelschuh A0009826302

7h. Tülle A0009983005

8. Bedienschalter (S76/15) A2469050451

9. Stecker Bedienschalter:

9a. Gehäuse A0025407681

9b. 4x Pin MQS A0165454126

10. Stecker CAN-Verteiler:

10a. Gehäuse A0285450226

10b. 2x Pin MQS A0165454126

11. Verkleidung Fußraum A-Säule ohne Pedalausschnitt A2126800306 (Farbcode angeben)

 

 

 

Vorbereitung:

Achtung: nie die EFB anziehen wenn die Seilzugenden lose (nicht in die Spreizschlösser eingehakt) sind, da dann der Mechanismus im Aktuator auf Kollision fährt!

 

Bedienschalter (S76/15):

Im W221/C216 wird die EFB über einen Bedienschalter unterhalb des Lichtschalters bedient.

Er sieht dem Hebel aus der BR212 sehr ähnlich, ist geometrisch aber kleiner und erzeugt elektrische Signale für den Aktuator, statt der Übertragung mechanischer Kräfte via Seilzug auf die Pedalverriegelung im 212er.

Außerdem ist das (P)-Zeichen beleuchtet.

Die Bedienweise ist an den 212er angelehnt: ZIEHEN = LÖSEN / DRÜCKEN = ANZIEHEN

 

Leider passt weder der 221er-Bedienschalter, noch der Bedienschalter A2469050451, der fast allen Baureihen verwendet wird und elektrisch identisch zur 221er-Variante (die verwendet Chrom) ist, geometrisch nicht in das Armaturenbrett des 212ers.

Daher muss aus dem 246er-Schalter und dem originalen 212er-Hebel ein neuer Bedienschalter für den 212er entworfen werden.

 

Dazu wird das Ende (Aufnahme Seilzug) des originalen Hebels und die Front des 246er-Schalters entsprechend angepasst (Säge und Feile) und dann werden die beiden Teile miteinander verklebt (https://www.hgpowerglue.com/.../ hat sich dabei sehr bewehrt) und verschraubt.

Details kann man den Fotos entnehmen.

 

Es bleiben dabei alle Funktionen des 246er-Schalters erhalten - nur die Beleuchtung kann nicht umgesetzt werden, da das "P" des 212er-Hebels Mangels Transparenz nicht beleuchtet werden kann.

 

 


Aktuator (Kontrolllampe KI):

Da der Aktuator leider nicht das KI und seine Kontrolllampe im 212er ansteuern kann (im 221er wird dies über CAN-F realisiert, den es im 212er leider nicht gibt), muss man sich hier analog behelfen.

Zur Ansteuerung der Kontrollleuchte im KI kann man den analogen Eingang am SAM-Front verwenden, an dem bisher der Kontrollschalter der Pedalerie angeschlossen war.

Wird dort Masse (KL31) angelegt leuchtet die Kontrollleuchte im KI und bei Geschwindigkeiten >4KM/h werden auch die entsprechenden Warnhinweise angezeigt.

Dazu wird in den Aktuator ein bi-stabiles Relais eingebaut, das anhand der Motordrehrichtung das Anziehen oder Lösen der EFB erkennt und ein entsprechendes Signal auf den oben genannten analogen SAM-Eingang gibt.

Das Relais wird an den beiden Motorkontakten, sowie KL31 am Stecker (Pin13) und dem freien Kontakt am Stecker (Pin12) angeschlossen und neben dem Stecker im Gehäuse verklebt.

Schaltplan siehe Anhang.

Zum Schluss das Gehäuse wieder mit frischem Silikon abdichten und verschließen.

Was man braucht:

12a. Flachstecker Conrad 739159 (für Anschluss an den analogen SAM-Eingang)

12b. 8m 6-adrige Litzen 0,25qm (Kabel zum Schalter - statt 5-adrig - siehe 7e)

12c. bi-stabiles Relais mit 1er Spuhle Conrad 503986

12d. etwas blaue, braune und rote Litze 0,25qm (für Verkabelung im Aktuator - siehe Foto)

12e. ca. 1-1,5m schwarze Litze 0,25qm (für Verkabelung vom Aktuator-Stecker bis zum 6-adrigen Kabel)

12f. Pin MCP2.8 A0145458126 (für Aktuatorstecker)

12g. Einzelabdichtung groß (blau) A0005452839 (für Aktuatorstecker - statt Blindstopfen - siehe 6i)

 

 

 

Kabelbaum (KBB):

Der Kabelbaum wird gemäß dem Schaltplan im Anhang aus den obigen Kabeln in der passenden Länge (siehe oben 7a-h) und Steckern hergestellt und hat dann folgende Schnittstellen:

a. Stecker für Bedienteil (siehe oben 9a-b);

b. Stecker für SAM-Front (statt S12-Kontrollschalter) (siehe oben 12a);

c. Stecker für E1-CAN-Verteiler X30/30 (siehe oben 10a-b);

d. Stecker für Aktuator (siehe oben 6a-j);

e. Steckkontakt für KL30 SAM-Fond (siehe oben 7f);

f. Ringkabelschuh KL31 für Massepunkt neben SAM-Fond (siehe oben 7g);

g. Litze von Aktuatorstecker-Pin-6 (KL87) für SAM-Front (KL87) oder SAM-Fond (KL15) - Letzteres ist einfacher und man kann statt dem 5/6-adrigen Kabel ein 4/5-adriges (siehe oben 7e) nehmen (je nachdem ob mit oder ohne Kontrollleuchtenansteuerung);

 

Man kann im Kofferraum noch die originale Schnittstelle X18 (=Steckerleiste - siehe Schaltplan - nicht oben aufgelistet) einfügen oder die Kabel in einem Stück verlegen.

Ich sah keine Veranlassung für die Steckerleiste X18, die nur weiteres Fehlerpotential mit sich bringt und habe die Kabel sauber verlötet.

 

 

 

Umbau:

 

A. Bedienschalter (S76/15):

-Verkleidung A-Säule unterm A-Brett ausbauen;

-Verkleidung unter Lenkrad (inkl. Fußraumbeleuchtung) ausbauen (Achtung: Kabel vom Temp.-Sensor nicht abreißen!);

-alten Hebel mit Träger (unterm Lichtschalter) ausbauen;

-Pedal der Feststellbremse ausbauen (Seilzug kann im Fzg. verbleiben);

-neuen Bedienschalter einbauen - wahlweise festschrauben (die Bedienkräfte sind so gering, dass die sehr starke Verklippsung reicht);

 

B. Aktuator (A13):

-der Aktuator muss per Diagnose in den Montage-Modus (Seilzüge fahren ganz aus) gebracht werden;

-den alten Seilzug-Verteiler am Hinterachsdeltaträger (HADT) ausbauen (Hauptseilzug aus Fzg.-Boden kommend kann im Fzg. verbleiben und wird mit einem Kabelbinder gegen Klappern gesichert);

-Abgasanlage links und rechts am HADT, als auch am Endschalldämper (ESD) aushängen und auf den Versteifungen ablegen;

 

-Aktuator rechts neben Hinterachsmittelstück (HAMS) einpassen (im W221 ist er links verbaut - aber rechts war bei mir mehr Platz - ist evtl. Ausstattungs abhängig) und die beiden oberen Befestigungslöcher am HADT anzeichnen;

-6mm Löcher wie angezeichnet in HADT bohren (Achtung: Rostschutz nicht vergessen);

-Aktuator an HADT mit Distanzstücken und M6-Schrauben/-Muttern verschrauben;

-Seilzüge vom Aktuator zu den Radnaben verlegen (der längere Seilzug wird über das HAMS verlegt) (Achtung: den am langen Seilzug angebrachten Scheuerschutz so ausrichten, dass er am HAMS oben, sowie an der Querlenkerverschraubung ausgerichtet ist - die Seilzüge dürfen nicht mit drehenden Teilen wie den Antriebswellen in Berührung kommen);

-Notentriegelung an die gewünschte Stelle legen (ich habe sie nach hinten zum Airmatic-/ENR-Kompressor verlegt - da kommt man gut ran und sie ist hinter der Verkleidung gut geschützt) - alternative kappen, falls die Funktion nicht erwünscht ist;

-Räder und Bremsscheiben hinten links und rechts demontieren;

 

 

-alte Seilzüge inkl. Spreizschlösser ausbauen;

-neue Seilzüge (vom Aktuator) einfädeln und ggf. mit einer Beilagscheibe (siehe oben 5.) und der originalen Schraube befestigen (im W221 sind die Seilzüge nur gesteckt und haben auch im W212 festen Halt im Passsitz, so dass ich auf eine zusätzliche Sicherung verzichtet habe);

-die neuen Spreizschlösser (sind ein paar Milimeter größer als die 212er-Variante aber passen gut rein) am Seilzug einhaken;

-Bremse komplettieren und Räder montieren;

 

C. Kabelbaum (KBB):

-Kabelschacht links bis hinter die Rücksitze freilegen;

-KBB in Kabelschacht verlegen;

-KBB an CAN-Verteiler (X30/30 - E1-CAN - zwischen Sitz und A-Säule im Schweller) anschließen;

-KBB an Bedienschalter anschließen;

-KBB an SAM-Front statt Kontrollschalter S12 (siehe Schaltplan) anschließen;

-Kabelschächte schließen und Verkleidungen im Fahrerfußraum inkl. der neuen A-Säulenverkleidung (siehe oben 11. - muss man etwas an die Fußstütze anpassen) wieder einbauen;

-Bodenverkleidung hinter Rücksitzbank entfernen;

 

-eines der Blindlöcher im Fzg.-Boden Nähe des Aktuators freilegen, Leitungssatz durchstecken und bis Aktuator verlegen (Achtung: Tülle auf festen Sitz prüfen, dass kein Wasser eintritt!);

-Stecker in Aktuator stecken und Dichtung und Schutzkappe (siehe oben 6c und 6j) auf den Stecker montieren;

-Kofferraumverkleidung rechts ausbauen;

-rote, braune Litze und ggf. Kabel für KL15 zum SAM-Fond verlegen;

-SPT-Steckkontakt am SAM-Fond in geeigneten & freien Steckplatz (30A - KL30) stecken (ggf. Sicherung einstecken);

-Ringkabelschuh an Massepunkt neben SAM-Fond verschrauben;

-Litze von Aktuatorstecker-Pin-6 (KL87) am SAM-Front an KL87 oder SAM-Fond an KL15 anschließen;

-Verkleidungen im Kofferraum komplettieren;

 

D. Codieren und Einstellen:

-Codierung in CGW231 (EPKB & SBC = vorhanden) und EFB221 ("Advanced Release" & "Release Possible" = on) prüfen;

-Feststellbremse an den Einstellrädern (Bremsbacken) links und rechts justieren (Achtung: auf Freigängigkeit bei gelöster EFB achten);

-EFB über Bedienschalter anziehen und wieder lösen (das beendet auch den Montagemodus);

 

 

Viele Grüße aus der Werkstatt

Martin

 

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Anhang: Schaltpläne W221 & W212, Blockdiagramm W221 und Funktionsbeschreibung W221:

https://www.motor-talk.de/.../Attachment.html?attachmentId=771345

 

Anbei noch 2 gute Youtube-Videos zum Innenleben des Aktuators (A13):

https://youtu.be/p_D5ViA5Sqw

https://youtu.be/kVyX1r0-_wk

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02.12.2018 11:47    |    Martin E240T    |    Kommentare (1)    |   Stichworte: Assistenzsysteme, Design, W/S211

Hallo zusammen,

 

auf Grund vermehrter Nachfrage hier nochmal die Nachrüstung der Beleuchtung des Abstands-Wahlrädchens im W/S211 (aus 2013 - siehe auch https://www.motor-talk.de/.../...alter-leuchtet-doch-t3108588.html?... )

Dank geht dabei nochmal an Boki320, der 2011 der Vorreiter war, leider aber keine Anleitung veröffentlicht hat.

 

 

 

Funktion/Motivation:

Mich hat es von Anfang an gestört, dass das Wahlrädchen und seine Symbole, mit dem man den Abstand der DISTRONIC zum Vordermann einstellt, nicht beleuchtet sind.

Das wirkt inhomogen im Nachtdesign des Innenraums.

 

 

vorher-nachher Vergleich:

(siehe Photos)

 

 

 

Was man braucht:

- Schalterleiste mit Wahlrädchen

- ein paar LEDs aus einem alten Schalter oder einer Deckenleuchte

- Sekundenkleber und etwas dünne Litze

 

 

 

Umbau:

 

1. Entfernen der Holzabdeckung in der MiKo (vorne die Abdeckung kräftig nach oben ziehen);

2. Schalter vom UBF (UnteresBedienFeld) abstecken und die Schrauben (Torx) lösen und von der Blende trennen;

3. Schalter zerlegen (Schrauben auf der Unterseite und ein paar Clips);

4. Platine entnehmen und an die gekennzeichnete LED jeweils 2 Litzen an Kathode und Anode anlöten;

5. 2 LEDs (z.B. aus einem alten Schalter oder einer DBE oder einem alten Klimabedienteil etc.) auslöten und an die 4 Litzen anlöten (Polung bzw. Anode/Kathode beachten);

6. die beiden LEDs mit Sekundenkleber an die entsprechenden Stellen (siehe Bild) kleben:

7. Funktionscheck und dann alles wieder zusammenbauen;

 

 

 

 

Grüße aus der Werkstatt

Martin

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28.10.2018 12:12    |    Martin E240T    |    Kommentare (43)    |   Stichworte: Assistenzsysteme, Kamera, S212

Hallo zusammen,

 

auf Grund aktuellen Anlass hier nochmal die Nachrüstung der Rückfahrkamera OHNE Hilfslinien im S212 (VorMoPf oder MoPf).

 

Funktion/Motivation:

Naja, da brauche ich glaube ich nicht viel zu schreiben. Wichtig ist nur, dass es 2 verschiedene Kameras im 212er gab:

1. ohne Hilfslinien mit zusätzlichem Steuergerät (im VorMoPf, kann aber auch im MoPf verbaut werden);

Vorteil: man muss nichts codieren und kann alles selber machen (auch ohne Stardiagnose);

2. mit Hilfslinien ohne zusätzlichem Steuergerät (im MoPf, kann aber auch im VorMoPf verbaut werden);

 

 

 

Was man braucht:

1. RFK-Nachrüstsatz A2128203197 (beinhaltet die Leiste an der RückWandTür für RFK, die RFK A2128202797 selber, das Steuergerät A2128270006 und den Halter für das Steuergerät);

2. 10m Videokabel RG174 mit Fakra-Stecker;

3. Stecker Ausgang-Steuergerät: A0255451826;

4. Stecker Eingang-Steuergerät: A0255450826;

5. 9x Kontaktbuchse MQS für Stecker: A0135454426;

6. ca. 1m 1mm² Litze in rot, braun und einer beliebigen Farbe;

 

 

 

Umbau:

Vorwort:

Normalerweise wird die RFK in der RWT verbaut, das Steuergerät jedoch im Gepäckraum nähe SAM-Fond.

Ich habe dies anders gestaltet - so spart man sich aufwendige Kabelbäume und die zusätzliche Verlegung von Spannungsversorgungskabeln durch die Tülle der RWT.

 

Zerlegen:

1. die RWT-Innenverkleidung muss ab: dazu einfach an der Verkleidung unterm und überm Fenster kräftig ziehen (ist nur geclipst) und nach oben raus ziehen (die untere Kunststoffverkleidung mit den Leuchten und den Griffen kann drin bleiben);

2. die Griffleiste ausclipsen bzw. die Clips von innen rausdrücken;

3. die Gepäckraumverkleidungen rechts entfernen;

4. die Kabelkanäle entlang des Schwellers rechts freilegen;

5. die Fußraumverkleidung rechts für den Beifahrer entfernen und den Teppich der Fußstütze zurückklappen:

6. die Holzzierleiste mit den Luftduschen ausbauen (die Rasthaken in den mittleren Luftduschen nach innen ziehen und die 2 Metallspangen über dem Handschuhfach nach unten ziehen) und die Kabel abstecken;

7. COMAND lösen (2 Stück T20-Schrauben) und aus dem Schacht ziehen (Achtung: das Kabel vom OBF ist recht kurz und muss auf halbem Weg abgesteckt werden!);

 

Vorbereiten der Komponenten:

1. den Stecker der RFK abschneiden und 4 neue MQS-Buchsen an die Litzen crimpen;

(in der Originallösung wird an den Stecker nur eine Kabelverlängerung angesteckt, die man sich sparen kann);

2. dann in den neuen schwarzen Stecker einpinnen (genau so, wie im abgeschnittenen Stecker):

Pin1 = gelb

Pin2 = braun

Pin3 = transparent

Pin4 = schwarz

3. nun an die 3 Litzen (rot, braun, etc.) jeweils eine MQS-Buchse crimpen;

4. dann in den neuen weißen Stecker einpinnen:

Pin1 = rot

Pin2 = braun

Pin3 = etc.

 

Verbau:

1. RFK mit Dichtung von außen in das dafür vorgesehene Loch einsetzen und Kabel innen verlegen;

2. Halter für das Steuergerät einclipsen und Steuergerät in den Halter schieben;

3. Kabel von der RFK in das Steuergerät stecken;

4. Stecker des Kabelbaums in das Steuergerät stecken;

5. den Kabelbaum (die 3 Litzen) im Fzg. entsprechend an folgende Leitungen anklemmen):

rot = Spannungsversorgung des Heckwischers (schwarz/grau);

(ist zwar nicht KL30 sondern KL15 - aber für die Fkt. unerheblich);

braun = Spannungsversorgung des Heckwischers (braun);

etc. = Spannungsversorgung des rechten Rückfahrscheinwerfers (blau/grün);

6. nun die Videoleitung am COMAND einstecken, rechts nach hinten bis zur Tülle im Dach verlegen, dort durchfädeln und in der RWT bis zum Steuergerät verlegen;

7. Videokabel auf die passende Länge kürzen und an die Litzen je eine MQS-Buchse crimpen;

8. dann in den weißen Stecker einpinnen:

Pin5 = Signalleitung (die Mittlere des Koaxialkabels)

Pin6 = Schirmung (das Geflächt außenrum)

 

Einstellung COMAND:

1. Engineering-Menü aufrufen (Auflegen + 1 + # gleichzeitig für ca. 5 Sekunden drücken);

2. 7.7 HU-Parameter auswählen;

3. unter rearview camera den Eintrag SRVC auswählen;

4. COMAND-Reset (ON-Taste für ca. 10 Sekunden gedrückt halten) durchführen;

 

Nach einem Funktionscheck wieder alles zusammen bauen.

 

Grüße aus der Werkstatt

Martin

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07.10.2018 21:49    |    Martin E240T    |    Kommentare (7)    |   Stichworte: Komfort, W/S212

Hallo zusammen,

 

schon seit langem stört mich, dass die Sitzheizung in der E-Klasse keine Verteilung der Heizleistung zwischen Lehne und Sitzfläche bietet (auch nicht im CLS), wie dies z.B. S-Klasse, SL und GLE anbieten.

 

Daher habe ich die Funktion aus dem SL (BR231) in den 212er portiert.

Der 231er war deshalb als Quelle interessant, da er die gleiche Architektur hat (hinsichtlich Sitzheizung), wie der 212er:

es gibt ein OBF (OberesBedienFeld) mit den Sitzheizungstasten, welches per LIN am SAM-Fahrer angeschlossen ist. Dieses gibt das Signal weiter an das SAM-Fond: hier wird sowohl im S212 (ich weiß nicht, wie es im W212 ist), als auch im 231er die SL-Variante (SAMR_231) verwendet.

Nun kommt der Unterschied zwischen 231er und 212er zum Tragen:

im 212er hängen die Sitzheizungsmatten direkt am SAM-Fond (mit einem kleinen Verteiler für Sitzfläche und Sitzlehne an der Kontaktierungsleiste im Sitz - auch Sitztrennstelle genannt);

im 231er hängen die Sitzheizungsmatten (Lehne und Sitzfläche getrennt) am Sitzsteuergerät (SSG), welches per CAN-B (Innenraum-CAN) vom SAM-Fond gesteuert wird.

siehe auch hier: https://www.motor-talk.de/.../Attachment.html?attachmentId=765148

 

 

 

Funktion/Motivation:

Da ich viel Zeit in meinem Fzg. verbringe, es im Winter gerne warm am Rücken habe und die Sitzheizung in Verbindung mit der Massagefunktion gleich doppelt so toll ist, habe ich mich dazu entschieden, die Verteilungs-Funktion nachzurüsten.

Dadurch kann man im Zentraldisplay mit dem Controller mit 7 Stufen die Heizleistung variabel zwischen Sitzfläche und Sitzlehne verteilen.

 

Leider kann man die Funktion nur für beide Sitze umrüsten - nicht für den Fahrersitz alleine (dann würde die Sitzheizung auf dem Beifahrersitz gar nicht mehr funktionieren).

 

Die Nachrüstung habe ich mit COMAND NTG4.7 und Standard-Sitzen (ohne Memory) im S212 getestet.

Ob sich die Architektur in der Limousine (SAM-Fond-Variante identisch?) unterscheidet und ob das vorhandene SSG bei Memory-Paket mit dem zusätzlichen SSG zu Fehlern führt, weiß ich leider nicht.

Evtl. hat kann hier ein Mitleser evtl. hilfreiche Infos liefern...

Das Audio 20 sollte die Funktion ebenfalls unterstützen, da SA432 (Fahrdynamischer Sitz) laut Preisliste auch keinen Ausschluss zu Audio 20 hat und das gleiche Menü verwendet.

 

 

 

Was man braucht:

1. 2x Sitzsteuergerät SSG-BR231 A2319003606 (links) / A2319003706 (rechts)

2. 2x Halter für SSG (z.B. A0009110475)

3. 4x Stecker blau A0015457330 (2 Stück je Seite)

4. 2x Stecker rot A0015457430 (1 Stück je Seite)

5. 6x Steckereinsatz schwarz A0055451540 (3 Stück je Seite)

6. 2x Steckereinsatz grau A0055451740 (1 Stück je Seite)

7. 2x Steckerpin SPT Buchse A0045450026 (1 Stück je Seite)

8. 12x Steckerpin SLK2.8 Buchse A0135451626 (6 Stück je Seite)

9. 6x Steckerpin SLK2.8 Flachstecker A0355457428 (3 Stück je Seite)

10. ca. 1m 2mm² (oder mehr) Litze in rot (für beide Seiten)

11. ca. 1m 2mm² (oder mehr) Litze in braun (für beide Seiten)

12. verdrillte CAN-Leitung (Länge je nach Ausstattung)

13. 4x Steckerpin MQS Buchse A0145452626 (2 Stück je Seite)

14. 8x Blechschrauben 4,5x15mm (selbstschneidend)

 

 

 

Umbau:

Es muss sowohl der Sitz bzw. die Sitze umgebaut, als auch eine Änderung der Verkabelung am SAM-Fond vorgenommen werden:

1. Umbau am Sitz:

a. Sitz losschrauben und nach hinten kippen (ein kompletter Ausbau ist in der Regel nicht notwendig);

b. Stecker an der Sitztrennstelle abstecken (Achtung: wurde die Fzg.-Batterie nicht abgeklemmt führt das zu Fehlerspeichereinträgen und einer leuchtenden Airbag-Lampe im KI!);

c. die Steckerkontakte aus dem Stecker für die Sitzheizung (vom Fzg. kommend mit Kabelfarben braun und schwarz/grau) auspinnen und in die beiden freien Schächte des Steckers für die Stromversorgung der Sitzverstellung einpinnen;

d. die beiden Stecker (Farbe weiß und schwarz) für die Heizung-Sitzfläche (braun & blau) und die Heizung-Sitzlehne (braun & schwarz/grau) abschneiden und neue SLK2.8-Buchsen aufcrimpen;

Auf der Beifahrerseite ist die Kabelfarbe schwarz/violett statt schwarz/grau.

e. die neuen Kontakte in die Stecker des SSG einpinnen:

Sitzfläche = Stecker 3 (rot): Pin4 = blau & Pin5 = braun

Sitzlehne = Stecker 2 (blau): Pin1 = schwarz/grau & Pin4 = braun

f. dann aus den roten und braunen 2mm² Litzen den Kabelbaum für die Spannungsversorgung des Steuergerätes bauen: dazu auf der einen Seite der beiden Kabel (rot und braun) jeweils eine SLK2.8-Buchse, auf der anderen Seite jeweils einen SLK2.8-Flachstecker aufcrimpen;

g. die Seite mit den Flachsteckern kommt in den Gegenstecker der Sitzverstellung (siehe c) - die beiden Buchsen in den Stecker des SSG:

Stecker 1: Pin3 = rot & Pin4 = braun

h. außerdem muss in Stecker 1 noch die CAN-Leitung (CAN-B) eingepinnt werden:

Stecker 1: Pin29 = braun/rot (CAN-high) & Pin30 = braun (CAN-low)

Je nach Ausstattung muss man den CAN-B entweder am Verteiler im Schweller (Nähe A-Säule) anzapfen oder greift ihn an einem der Steuergeräte im Sitz (z.B. FDS-SG oder BR212-SSG) ab;

 

Da ich leider die Teilenummer des Stecker 1 nicht in Erfahrung bringen konnte habe ich einfach einen weiteren blauen Stecker genommen und die Steckercodierung entsprechend bearbeitet;

 

i. danach noch den Halter modifizieren: die beiden "Flügel" links und rechts mit einer Säge abtrennen - anschließend am Sitzträger mit 4 Blechschrauben verschrauben und das SSG in den Halter einsetzen;

alternativ kann man das SSG auch in der Sitzlehne verstauen;

 

j. zum Schluss alle neuen Kabel mit Gewebeband gegen Geräuschbildung isolieren, mit Kabelbindern fixieren (Verfahren des Sitzes testen, damit keine Kabel gequetscht werden), alle Stecker wieder einstecken und den Sitz wieder verschrauben;

 

Den elektrischen Schaltplan für das 231er-SSG habe ich hier verlinkt:

https://www.motor-talk.de/.../Attachment.html?attachmentId=765148

 

 

2. Umbau am SAM-Fond:

a. die beiden Versorgungsleitungen für die beiden SSG müssen am SAM-Fond ausgepinnt werden:

Fahrersitz: Stecker 7I - Pin7 = schwarz/grau

Beifahrersitz: Stecker 7I - Pin8 = schwarz/violett

b. 2 kurze rote Litzen vorbereiten und auf der einen Seite einen SLK2.8-Flachstecker und auf der anderen Seite eine SPT-Buchse aufcrimpen;

c. die beiden Flachsteckerenden mit den ausgepinnten Steckern (schwarz/grau & schwarz/violett) verbinden (und mit Schrumpfschlauch sichern);

d. die SPT-Buchsen in freie Sicherungsbuchsen mit Kl30g (z.B. Sicherung 64 & 65) am SAM-Fond einpinnen und mit 15A absichern;

 

 

 

Codierung:

Um die Funktionen im Fzg. nutzen zu können müssen noch folgende Steuergeräte wie folgt codiert werden:

 

SEATD166 & SEATP166:

- Routine RT_Reset_VIN_Values_Start ausführen;

- Routine RT_Variantenfestlegung_Starten ausführen und 166LS auswählen (bei 231LS bekam ich den Fehlerspeicher nicht sauber - S212 oder W212 wollte er nicht akzeptieren);

- 1. VCD_Variantencodierung: alles auf nicht aktiv setzen (=000 000 000 000);

- 5. VCD_Konfiguration_der_Peripherie: alles auf nicht verbaut setzen (=000 000 000 000);

so bekommt man den Fehlerspeicher absolut leer - aber auch ohne eine Inbetriebnahme des SSG funktioniert die Sitzheizung ohne Probleme;

 

SAMR_231:

-38. VCD_Parameter_Sitzheizung:

-- PSHZ_EnableVerteilung_b = freigegeben

-- SHZ_HeizungLehneVorhanden_b = vorhanden

-- PSHZ_IOC_Balance_b = freigegeben

-- PSHZ_SitzSGVorhanden_b = vorhanden

 

HU45:

- 9. VCD_HU_Parameter: Driver / Passenger Seat Heating Balance auf on setzen;

 

Reset aller 4 Steuergeräte nicht vergessen!

 

 

Grüße aus der Werkstatt

Martin

 

 

PS: anbei noch ein Foto meines Testaufbaus im Fzg. (mit Glühbirnen statt Heizmatten) vor der finalen Umsetzung:

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02.10.2018 20:19    |    Martin E240T    |    Kommentare (2)    |   Stichworte: DAB, Konnektivität, Multimedia, S211

Hallo zusammen,

 

auf Grund vermehrter Nachfrage hier nochmal die DAB+ Nachrüstung im S211 (aus 2013 - siehe auch https://www.motor-talk.de/forum/dab-nachruesten-t4646884.html )

Dank geht dabei nochmal an MichaelV12, der 2013 der Vorreiter war.

 

 

 

Funktion/Motivation:

Wer DAB oder DAB+ einmal genossen hat möchte nie wieder etwas anderes (außer evtl. InternetRadio).

Nachteil von DAB mit NTG2.5 im Vergleich zu NTG4.x und 5.x: kein automatisches Umschalten auf FM, falls der DAB-Empfang mal abreißt.

 

 

 

 

Was man braucht:

- DAB+ Tuner inkl. Stecker A2188201302

- Halter A2115459540

- Muttern für Halter und Tuner

- DAB-fähiger Antennenverstärker:

A2118701690: nur Radio und DAB

A2118701790: Radio, DAB, TV

A2118703490: Radio, DAB, KeylessGo

A2118703290: Radio, DAB, TV, KeylessGo

- 1,5m Antennenkabel (RG174) mit Fakra-w und WICLIC-w Steckern

- 1m rote Litze

- 1m braune Litze

- 2x Stecker-Pins A0165454126

- je nach MOST-Konfig.: LichtWellenLeiter, Stecker, Brücke

 

 

 

Umbau:

Einbauort ist original hinten rechts.

Da mir der originale Halter zu teuer war und ich auch meinen mechanischen Basteltrieb befriedigen wollte, habe ich mir aus Lochblech selber einen Halter gefertigt.

Diesen habe ich rechts hinten unter dem Seitenfenster des Kofferraums verschraubt (M6) und das Modul mit einer M5-Mutter daran befestigt.

 

Dafür habe ich die Seitenverkleidung (der hintere Teil reicht) rechts entfernt: einfach kräftig dran nach links ziehen: ist nur geclipst;

 

Dann habe ich (weil MoPf NTG2.5 ohne Soundsystem und somit keine MOST-LWL im Kofferraum) die MOST-LWL von vorne (NTG2.5) über die Beifahrerseite im Schweller bis nach hinten zum Modul verlegt.

Hatte mir bei kabeldaviko.de dafür 2x 5 Meter LWL bestellt. Sind zwar grün und nicht orange aber so what.

 

Dazu habe ich die ganzen Schwellerverkleidungen, die Beifahrerfußraumverkleidungen, die Wählhebelabdeckung, den Ascher, das OBF und das COMAND ausgebaut.

 

Danach habe ich den DAB-Tuner an KL30 (rot) und KL31 (braun) angeschlossen (Pin 8 und 9 am Tuner - siehe Schaltplan). Ich habe die Spannung an der Versorgungsleitung des GSM-Antennen-Verstärkers abgegriffen.

 

Weiter habe ich oben rechts den Serien-Antennen-Verstärker (A211 870 12 90: ohne DAB, ohne TV, ohne KeylessGo) gegen die 16er Variante mit Band-III-Ausgang getauscht.

 

Dann habe ich das Antennenkabel vom Verstärker zum Tuner über die D-Säule verlegt.

Habe mir hierfür 1,5m RG174-Kabel (gute Schirmung) mit Fakra-Z-Stecker weiblich auf der einen Seite und WICLIC-weiblich auf der anderen Seite bei kabeldaviko.de bestellt.

 

Dazu muss die Dachverkleidung hinten rechts an D-Säule (hier einfach am Ende der Verkleidung nähe B-Säule kräftig nach unten ziehen: auch hier nur geclipst - anschließend nach vorne aus der Schiene für das Rollo ziehen - evtl. die 2 Torx-Schrauben unten an der Schiene etwas lockern) ausgebaut werden.

 

Der WICLIC-Stecker passte leider nicht ganz in das Steckergehäuse oben am Antennen-Verstärker.

Man kann aber einfach das Loch im Gehäuse etwas aufbohren (6mm Bohrkopf und ein Akkuschrauber) und schon passt es haargenau. MichaelV12 hat ja einen Fakra-Stecker genommen: der ist nicht zu groß sondern zu klein und muss dann im Gehäuse festgeklebt werden.

Beide Lösungen sind nicht 100% passend, führen aber zum gleichen zufriedenstellenden Ziel.

 

Hat man alles richtig angesteckt, funktionieren NTG2.5 und alle angeschlossenen MOST-Teilnehmer (z.B.: UCI) wie gewohnt. Nur DAB geht noch nicht (Menüpunkt fehlt).

Hat man einen LWL falsch angesteckt, funktioniert das NTG2.5 tadellos, nur der angeschlossene MOST-Teilnehmer (z.B.: UCI) nicht.

 

Anschließend muss das Ganze noch freigeschaltet werden via DAS/Vediamo: es muss sowohl die Soll-Ist-Konfig. des MOST-Ringes angepasst werden, als auch der Menüeintrag DAB aktiviert werden.

 

Danach dauert es ein paar Minuten, bis er ein paar Sender findet. Nach ca. 1h Fahrt hatte er dann außer dem Ensemble "DR Deutschland" auch noch die restlichen Ensembles (z.B. München, BR Bayern, Bayern, München IRT, Ingolstadt usw.) gefunden.

 

Der Empfang ist sehr gut. Lediglich die Tunnels führen zu Unterbrechungen.

Aber selbst in manchen Tiefgaragen habe ich super Empfang.

 

 

 

Soundqualität:

Leider stellt man recht schnell fest, dass die Soundqualität manchmal nicht optimal ist (wenn auch erheblich besser als mit FM) - va. bei klassischen Stücken (geigen, Klarinetten, etc.).

 

Das liegt daran, dass Kufatec (Hersteller des Moduls) beim Hardwarestand 52/12 den Samplerateconverter vergessen hat.

Dieser sampled das 48kHz-Signal des DAB-Tuners runter auf 44kHz, so wie es der Most gerne hat.

 

Kufatec rüstet diesen wohl auf Anfrage meist kostenfrei nach.

Es gab auch mal einen Bausatz, mit dem mein Tuner erst so richtig tollen Klang entwickelte.

Dank geht an djwenne für die Bereitstellung des Bausatzes und die bebilderte Anleitung unten:

(siehe Fotos):

 

 

 

Grüße aus der Werkstatt

Martin

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27.09.2018 21:13    |    Martin E240T    |    Kommentare (43)    |   Stichworte: Assistenzsysteme, Komfort, W/S212

Hallo zusammen,

 

 

inspiriert von diesem Beitrag https://www.motor-talk.de/.../...nd-fahrdynamische-sitze-t3899666.html und diesem https://www.motor-talk.de/.../...-und-sitzklimatisierung-t5748564.html habe ich mich selber an die Nachrüstung in meinem MoPf gemacht.

 

Unterschied zu den obigen Artikeln: ich habe nicht die kompletten Sitze getauscht, sondern meine vorhandenen Multikontursitze (MKS Code 409) auf Fahrdynamische Sitze (FDS Code 432) mit Massagefunktion umgebaut.

Trotzdem geht ein Dank an die beiden Vorreiter, da sie mir mit ihren obigen Artikeln die ein oder andere Frage im Vorfeld beantwortet haben.

 

 

 

Funktion/Motivation:

Da ich täglich 3-4 Stunden im Fzg. verbringe und außerdem mal wieder etwas handwerklichen Ausgleich zum Büroalltag brauchte entschied ich mich für diese Umrüstung, da ich jeden Tag Nutzen davon trage (va. mit der Massage-Funktion).

Die Multikonturfunktion beinhaltet 5 in 10 Stufen verstellbare Luftkissen, die den Sitz perfekt an die Kontur des Fahrers/Beifahrers anpasst:

-Beinauflage im Sitzkissen;

-2 Seitenwangen an der Rückenlehnen;

-2 Lordosenstützen;

Die Fahrdynamikfunktion beinhaltet das Aufblasen (2 Intensitätsstufen) der Seitenwangen abhängig von den Seitenkräften in Kurven.

Die Massagefunktion beinhaltet 2 bzw. 4 Massageprogramme, die durch 7 aufblasbare Luftkammern in der Sitzlehne den Rücken durch Druck ca. 20 Minuten massieren.

 

 

 

Was man braucht:

Neben einem Fzg. mit SA409 (Multikontursitze), wobei die Anleitung zum Teil auch für die Umrüstung von Standardsitzen gültig ist, werden folgende Teile (abhängig von der sonstigen Ausstattung) benötigt:

 

1. 2x FDS Sitzeinlage inkl. Ventilblock und Luftkissen A0009108000 mit A0008005378

2. 2x FDS Schaumstoff Rückenlehne A2129102316

3. 2x FDS Steuergerät A2129005222 (li) & A2129005322 (re)

4. 2x Sitzkabelbaum (je nach Ausstattung)

(ich habe meinen Delta-KBB aus dem Spendersitz genommen)

5. 2x Pneumatikschläuche im Sitz A2128000215

6. Pneumatikpumpe A0008004448

(ich habe die Pumpe aus dem W221 inkl. Druckbehälter und Halter günstig bekommen und verbaut A2218001048 & A0008002219 )

7. Druckbehälter A0008002719

8. Pneumatikschläuche zwischen Pumpe und Behälter A2128000515 & A2128002815

9. Halter für Pumpe A2128000118

10. Halter für Pumpenhalter A2125454340 (wird z.B. nicht benötigt bei H/K- oder B&O-Soundsystem)

11. Entlüftungsklappe A2128300242 (wird z.B. nicht benötigt bei H/K- oder B&O-Soundsystem)

12. Kabelbaum Pumpe A2125400835

(ich habe mir meinen KBB selber gebastelt)

13. 2x Bedieneinheit am Sitz (optional bei NTG4.7 und höher) A2129050101 (li) & A2129050201 (re)

 

 

Was man von SA409 MKS übernehmen kann:

a) Luftkissen Beinauflage A0009103675

-> man muss also das Sitzkissen inkl. Luftkissen für die Beinauflage nicht umbauen - kann man 1:1 so verwenden;

b) Pneumatikleitungen zwischen Pumpe und Sitz A2128001315

-> man muss keine Leitungen quer durchs Auto legen - kann man 1:1 so verwenden;

c) Zwischenhalter für die optionalen Bedienteile: A2129120114 (li) & A2129120214 (re)

 

 

Umbau:

1. die Sitze müssen raus und zerlegt werden:

a. Packpanel abnehmen;

b. MKS-Bedienteil ausbauen und Halter entfernen;

c. Sitzkissen lösen und nach vorne ziehen (muss man nicht komplett ausbauen werden);

d. Seitenairbag ausbauen - Pelvisbag kann drinnen bleiben - ebenso die Verkleidungen links und rechts am Sitz;

e. Kopfstützen und deren Führungen ausbauen (ich habe die Führungen übrigens nicht erneuert, wie von Mercedes empfohlen: halten bombenfest);

f. Sitzbezug aus allen Haken (auch an der Airbagaufnahme) lösen;

g. Sitzbezug unten nach vorne schieben und links und rechts von unten nach oben die Schiene (2 je Seite) des Bezugs von den Sitz-Flügeln lösen (muss man leider nahezu blind machen) und den Bezug nach vorne ziehen und nach oben mit der Schaumstoffauflage aus dem Sitzgestell nehmen;

h. Sitzrahmenabdeckung aus Plastik lösen (4 Schrauben) und von den Sitz-Flügeln lösen (geklipst);

i. Lehneneinsatz mit Luftkissen und allen Schläuchen aus dem Sitzrahmen aushängen und entnehmen;

 

 

2. der Bezug muss entfernt und die Massage-Matte inkl. Ventil eingebaut werden:

a. Bezug links, rechts und oben über den Schaumstoff stülpen;

b. die 3 Abheftdrähte aus den jeweils 3 Klammern aus dem Schaumstoff lösen;

c. die Massage-Matte mit dem Ventil (dafür gibt es extra eine große Aussparung im Sitz oben) einlegen und an den 9 Klips der Abheftdrähte einklipsen (wichtig: die oberste Kammer mit dem roten Schlauch muss unter das graue Vlies direkt auf das Ventil gelegt werden);

d. ggf. die Sitzheizungsmatte auf den neuen Schaumstoff übertragen oder eine neue (es wird nur der äußere Teil der Sitzlehne benötigt) aufbringen;

 

 

3. alles wieder zusammenbauen:

a. dabei die neuen Schläuche und Kabel im Sitz bis zur Trennstelle am Sitz verlegen (Achtung, dass sich keine Kabel/Schläuche im Verfahrweg der Kinematik befinden) und auch das Luftkissen im Sitzkissen an den Schlauchsatz (blauer Schlauch) anschließen;

b. falls kein Sitz-Steuergerät verbaut ist muss noch ein verdrilltes CAN-Kabel von der Trennstelle bis zum CAN-B-Verteiler am Schwelle/A-Säule verlegt werden (kann man dann in einen der vorhandenen und nicht voll belegten Stecker am Sitz einpinnen);

c. falls kein Sitz-Steuergerät verbaut ist kann man die Stromversorgung für das FDS-Steuergerät auch an der EVS (elektr. Sitzverstellung) abgreifen: diese führt erweiterte KL15R (mit Nachlaufzeit);

 

 

4. die neue Pumpe im Kofferraum verbauen und anschließen:

a. alte Pumpe abstecken (1 el. Stecker & 2 Schläuche) und ausbauen (2 Schrauben) - Kabel zurückbinden (wird nicht mehr benötigt);

b. neue Pumpe und den Druckbehälter verbauen und an die Schläuche zu den Sitzen anschließen;

c. Schlauchsatz zwischen Pumpe und Behälter, sowie den Ansaugschlauch mit Filter, anschließen;

d. Kabelsatz zum SAM-Fond verlegen (ich habe es hinten am Schlossträger entlang verlegt) und dort auf Sicherungsplatz 60 einpinnen (ggf. muss dort die Leitung der MKS-Stromversorgung ausgepinnt werden oder man verwendet einen anderen Steckplatz mit KL30g), sowie an Masse anschließen;

e. CAN-Kabel entweder quer durchs Auto bis zum CAN-Verteiler Schweller/A-Säule verlegen, oder mit dem Kabelsatz aus 4d. zum SAM-Fond verlegen und dort an die Kabel von Stecker 9I (Ocker) - Pin 30 & 31 anklemmen/löten;

(Foto ist von meiner Pumpe mit Halter und Druckbehälter, die aus nem W221 stammen, aber sich gut in den S212 integrieren liesen - ist aber nicht original)

 

Die relevanten Schaltpläne und Arbeitsanweisungen aus dem WIS habe ich hier verlinkt: https://www.motor-talk.de/.../Attachment.html?attachmentId=765116

 

Je nach Ausstattung (NTG4.7 und höher) kann man statt den Bedienschaltern am Sitz alles über den Drehcontroller und das Display einstellen und sich auch die Massage für Fahrer, Beifahrer oder Fahrer-und-Beifahrer auf die Favoritentaste legen.

Außerdem hat man dann 4 Massageprogramme, statt nur 2.

Das FDS-Steuergerät kann auf Schalter- oder Drehcontroller-Bedienung programmiert werden.

 

 

Codierung:

Um die Funktionen im Fzg. nutzen zu können müssen noch folgende Steuergeräte wie folgt codiert werden:

CGW:

-Fahrdynamischer Sitz vorhanden

-MCMS_FL

-MCMS_FR

auf "available"/"vorhanden" setzen;

 

IGW:

432 DYNAMICS SEAT,FRONT LEFT AND RIGHT

auf "ja" setzen;

 

HU45: (optional - ohne Bedienteil)

-Driver/Passenger Seat Cushion Thickness

-Driver/Passenger Seat Dynamic seat

-Driver/Passenger Seat Lumbar Pad

-Driver/Passenger Seat Massage

-Driver/Passenger Seat Reset All (optional)

-Driver/Passenger Seat Side Rest Pad

auf "on" setzen;

-Driver/Passenger Seat Lumber Pad ECU

auf "MCMS" setzen;

 

MCMSFR_212: (optional, dadurch muss die Fahrdynamikfunktion nicht jedes Mal für den Beifahrer aktiviert werden, ist aber nur bei belegtem Sitz aktiv)

-Auswertung Sitzbelegung SBR Matte

-FDS Status speichern

auf "aktiv" setzen;

 

Reset aller 4 Steuergeräte nicht vergessen!

 

 

Grüße aus der Werkstatt

Martin

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09.08.2018 11:15    |    Martin E240T    |    Kommentare (2)    |   Stichworte: Assistenzsysteme, Komfort, S211

Hallo zusammen,

 

auf Grund vermehrter Nachfrage nach meiner SA890-Nachrüstung aus 2013 hier nochmal die Zusammenfassung zur Nachrüstung der SA890 (auch als EasyPack-Heckklappe bekannt), ohne das Steuergerät "Rückwandtürschließung" N121/1 zu verbauen.

Vorteil dieser Varimate: man kommt ohne Codieren aus, muss auf der rechten Seite nicht das Hubpoti nachrüsten und kann die Klappe per Schlüssel öffnen und schließen.

Anmerkung: ein Ausbau des Dachhimmels ist NICHT notwendig.

 

 

 

 

 

 

 

Was benötigt wird:

- A211 800 09 48: Hydraulik-Einheit mit Pumpe: das ist die neue, bessere Version ab Modelljahr 2006 ohne extra E-Ventil und ohne den Ölverlustproblemen;

- A211 800 00 65: Gehäuse für Pumpe an C-Säule;

- 2 Muttern (M6 = SW10) zur Befestigung des Gehäuses an der C-Säule;

- A211 333 07 28: Schraube mit Kugelzapfen für Hydraulikzylinder;

- A211 695 03 98: Abdichtung (Kappe) für den Holm oben links im Dach;

- A211 821 95 51: Schalter in Rückwandtür für die Schließung (ohne KeylessGo);

- A033 545 09 28: Stecker für Schalter;

- A016 545 41 26: Kontakte für Stecker;

- einen 3-Tasten-Chromschlüssel (entweder neu bei MB oder gebraucht und dann Umlöten - siehe unten);

- 2 Flachstecker-Kabelschuhe;

- Steuergerät von Innoparts "IP-KM 1.0";

- 12V Relais monostabil 2 Wechsler (Schaltleistung kann sehr gering sein);

- 12V Relais bistabil 1 Wechsler (Schaltleistung kann sehr gering sein);

- 12V Zeitrelais 1 Wechsler von Conrad (195901) (Schaltleistung kann sehr gering sein);

- 1K-Miniatur-Poti stehend;

- 1 Silizium-Diode (Nennstrom kann sehr gering sein);

- 2-adriges Kabel (ca. 5 Meter) (Querschnitt sehr gering wählen);

 

 

Umbau:

1. Zerlegen des S211:

Als erstes muss man die Verkleidung der Rückwandtür entfernen: oben, unten und die Abdeckung auf der Stirnseite. Danach das Fach im Kofferraum links öffnen. Dann die Netz-Öse oben links zwischen C- und D-Säule entfernen, danach den Haltegriff im Fond links. Jetzt die C-Säulenverkleidung, danach die D-Säulenverkleidung und zum Schluss die Seitenwandverkleidung im Kofferraum links.

Zum Schluss wird der Dichtgummi der Rückwantüröffnung oben gelöst, der Himmel vorsichtig nach unten gedrückt und der hintere linke Halter am Himmel (im Dach eingehakt, am Himmel angeklebt) an der Verklebung vorsichtig mit einem Teppichmesser gelöst.

Zuletzt wird noch der Antennenverstärker an der Scheibe hinten links oben ausgebaut.

 

 

2. Einbau der Hydraulik:

Nachdem man die Dichtungskappe am Dachholm hinten links abgezogen hat muss man die Schraube am Holm, die Richtung Fahrzeuginnenraum schaut lösen. Ist eine Torxschraube und schwer zu erreichen. Durch das oben beschriebene Lösen des Himmels kann man diesen aber soweit runter biegen, dass man rankommt.

Man nimmt einen Torx-Bit in passender Größe und einen 8er Ring-Ratschen-Schlüssel.

So kann man die sehr festsitzende Schraube öffnen. Etwas Geduld und Gelenkigkeit gehört auch dazu.

Ist die Schraube raus kann man den Hydraulikzylinder durch die Kabel an der C-Säule bis nach oben und dann weiter zur D-Säule verlegen.

Hier ist der Schwarze Halter der Gepäcknetz-Öse im weg.

Nach Lösen der Schraube muss man diesen mit Gewalt etwas aufbieden und kann so das Kabel durch den Halter verlegen.

Danach den Zylinder in den Holm einfädeln.

Nun die Schraube mit dem Kugelzapfen montieren und den Hydraulikzylinder aufklippsen.

Danach das andere Ende an den Kugelkopf des Scharniers einfädeln.

Damit ist die Mechanik soweit fertig.

Die alten Gasdruckdämpfer können übrigens weiter verwendet werden und müssen nicht durch die SA890-Variante ersetzt werden!

Jetzt wird die Pumpe in das Pumpengehäuse gepackt und dieses unter dem Fenster hinten links mit 2 Muttern SW10 und Beilagscheiben befestigt.

Danach noch die Hydraulikleitungen mit Gewebeband und Kabelbindern entsprechend befestigen.

 

 

3. Elektrik:

Hier habe ich damals auf das Nachrüsten des RWTS-Steuergerätes N121/1 verzichtet. Vorteil: man kommt ohne Codieren aus und muss auf der rechten Seite nicht das Hubpoti nachrüsten.

Das IP-KM 1.0 -Modul muss man mit einem Schraubenzieher öffnen, das blaue Poti (470 Ohm) auslöten und das neue 1K-Poti einlöten. Dann auf ca. 550 Ohm einstellen und das Geäuse wieder zusammen klipsen.

Danach muss man das IP-KM 1.0 noch verkabeln (KL30 findet man SAM-Fond, KL31 am Massepunkt Rückleuchten) und nähe SAM-Fond montieren/verstauen.

Danach noch die Flachstecker-Kabelschuhe montieren und an die Pumpe stecken.

Nun verlegt man das 2-adrige Kabel von der Rückwandtür nähe Rückwandtürsteuergerät (N111) über die Kabeldurchführung oben rechts (hier hilft ein starres Antennenkabel und etwas Silikonspray zum Einziehen) in den Innenraum (Himmel) rechts, von dort nach links zur D-Säule, dann vor zur C-Säule, nach unten und bis zum SAM-Fond.

In der Rückwandtür wird das Kabel 1. mit dem Schalter für die Rückwandtürschließung verbunden (ich habe den Schalter links statt rechts verbaut - ist aber Geschmacksache) und 2. mit dem Rückwandtürsteuergerät (Stecker C - Pin 16 - Pink-Green) verbunden. Hier habe ich aus Sicherheitsgründen noch eine Diode zwischengeschaltet.

Nun muss man den Schalter öffnen und den SMD-Widerstand auslöten und eine Brücke setzen.

Evtl. funktioniert es auch mit Widerstand - hab es nicht ausprobiert.

Dann wird der Schalter an die Spotlampe in der Rückwandtürverkleidung angeschlossen.

Als letztes müssen noch das Zeitrelais (Hysterese für den Öffnungs-/Schließbefehl), das monostabile Relais (als Impulserzeuger) und das bistabile Relais (als "Merker", ob Rückwandtür offen oder geschlossen wurde) verbaut werden (siehe Schaltplan unten).

 

 

Schlüssel umbauen:

Zuletzt muss man noch den Schlüssel umbauen: Platine aus dem Schlüssel ausbauen, Öffnungstaste von der Mitten nach links umlöten (Solllötpunkte sind vorhanden), einen Taster von der Fremdplatine aus dem Fremdschlüssel auslöten und auf den eigenen Schlüssel rechts auflöten.

Die umgelötete Platine in das fremde Schlüsselgehäuse schieben und die Batterien wieder einsetzen.

Die Schlüsselfunktion muss NICHT freigeschaltet werden und ist sofort verfügbar (für Öffnen und Schließen).

 

 

4. Zusammenbau:

Man baut alles in umgekehrter Reihenfolge wieder ein - dh. als erstes wird der Himmel an der gelösten Klebestelle wieder festgeklebt, danach die Verkleidungen montiert.

 

 

technische Beschreibung:

a. Hydraulik:

Die Pumpe hat nur 2 Anschlüsse und funktioniert wie ein Fensterheber-Motor. Durch Umpolung kann man die Verfahrrichtung des Kolbens im Hydraulikzylinder ändern.

b. Schalter RWT:

Der Schalter in der Rückwandtür gibt nach gesetzter Brücke beim Betätigen ein Masse-Signal (Minus) aus.

Er leuchtet, solange die Lampe in der Rückwandtür leuchtet. Das Signal gibt er aber auch im unbeleuchteten Zustand aus.

c. Signal von Rückwandtürsteuergerät:

An Stecker C - Pin 16 gibt es ein Spannungssignal (Plus) beim entriegeln der Zuziehhilfe. Leider wird es 2 mal gesendet und man braucht einen Impulserzeuger und eine Hysterese, damit das Signal immer eindeutig interpretiert werden kann.

d. IP-KM 1.0:

Das Modul von innoparts funktioniert wie ein "One-Tipp-Fensterheber-Modul" und bietet neben einer Impulsansteuerung, die zum dauerhaften Bestromen des Pumpenmotors führt auch noch eine Endabschaltung und eine Widerstandserkennung (Einklemmschutz).

Wird der Schließschalter während des Öffnens oder Schließens gedrückt, stoppt die Klappe.

Wird der Schließschalter zum Schließen gedrückt und gehalten, schließt die Klappe, bis man den Schalter wieder loslässt.

Wird die Klappe während des Heranziehens durch die Zuziehhilfe entriegelt, gibt es keine automatische Öffnung.

Die Ruhestromaufnahme liegt bei unter 30mA (inkl. Zeitrelais).

 

 

Vor- und Nachteile:

Nachteile im Vergleich zur Originallösung:

- man kann die Öffnungsposition nicht einstellen (Garagenfunktion im I-Kombi);

Vorteile im Vergleich zur Originallösung:

- Klappe kann per Schlüssel geöffnet und geschlossen werden (original geht nur öffnen);

- folgende Komponenten kann man sich sparen: Heckkabelbaum, Steuergerät Rückwandtürschließung, Sensor Öffnungswinkel oben rechts im Dachholm, 2 neue SA890-Dämpfer;

- keine teure SCN-Codierung (wenn man nicht jemanden mit SD kennt);

- dadurch, dass kein extra Sensor für den Öffnungswinkel verbaut ist kann dieser auch nicht kaputt gehen (ist ja etwas anfällig das Teil);

- durch die alten Dämpfer hält die Klappe im Öffnungszustand besser;

 

Grüße aus der Werkstatt

Martin

 

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30.07.2018 19:50    |    Martin E240T    |    Kommentare (5)    |   Stichworte: Assistenzsysteme, Komfort, W/S212

Hallo zusammen,

 

wie bereits in diesem Beitrag angedeutet (https://www.motor-talk.de/.../...-auf-audio-off-moeglich-t6361457.html) suchte ich nach einer Möglichkeit, den Piepser des Parksystems abzuschalten, ohne die optische Anzeige ebenfalls abschalten zu müssen.

Leider schaltet die PTS-Off-Taste im OBF (ObresBedienFeld) immer beides ab (optische und akustische Warnung) beider Anzeigen (vorne im Armaturenbrett und hinten im Dachhimmel).

 

Anwendungsszenario: man möchte in eine enge Parklücke, während man ein Telefongespräch führt (der Gesprächspartner soll nicht gestört werden) oder das Kleinkind im Fzg. schläft (soll nicht aufwachen).

 

Leider bietet das System weder eine Kundenfunktion (wie z.B. das Menü im KI, dass das Hupen beim Abschließen an/ab-schaltet), noch eine Codieroption, um hier an der Funktion etwas zu ändern und das Piepsen abzuschalten - außer dauerhaft (was mir zu Risiko reich ist).

Auch wird das PTS-Icon im RFK-Monitorbild (MoPf) ebenfalls ausgeblendet, wenn man das PTS abschaltet.

 

Deshalb habe ich die PTS-Off-Taste im OBF so umgebaut, dass nur noch der Ton abgeschaltet wird und die Anzeige(n) erhalten bleibt(en).

Umbaukonzept:

Durch den Umbau wird beim Betätigen der PTS-Off-Taste nur noch das Piepsen abgeschaltet, nicht jedoch die optische Anzeige(n). Die Funktionalität der LED bleibt erhalten - sie leuchtet dann bei abgeschaltetem Piepser. Die LED-Dimmfunktion nachts bleibt ebenfalls erhalten.

Die Piepser werden beim Abstellen des Motors wieder automatisch eingeschaltet (analog zum vorherigen Verhalten beim Abschalten des PTS).

 

 

 

Hierfür müssen neben dem Schalter im OBF auch die Anzeige-Modul(e) umgebaut werden.

Es gibt 2 Mglken:

1. man baut beide Anzeigenmodule um, muss dann aber jeweils ein zusätzliches Kabel zu beiden Modulen legen, was gerade beim Kombi (S212) für die hintere Anzeige nicht unaufwändig ist;

2. man baut nur die vordere Anzeige um schaltet die hintere Anzeige entsprechend ab, was aus meiner Sicht keine Funktionseinschränkung mit sich bringt, wenn eine RFK im MoPf verbaut ist, da hier die PTS-Anzeigen beim Rückwärtsfahren auch im RFK-Monitorbild als kleines Icon rechts unten angezeigt wird;

Da das PTS aber in den Fehlermode geht, wenn die hintere Anzeige abgeschaltet wird, muss man an dessen Stelle eine 2. Anzeige ohne Piepser im Beifahrerfußraum als Dummy installieren (mehr dazu unten).

 

Ich habe mich für die 2. Lösung entschieden, da mir das Verlegen eines Kabels bis in den Dachhimmel zu aufwändig war und mir das PTS-Icon im RFK-Monitorbild ausreicht.

 

Hinweis: Nach dem Umbau kann das PTS nicht mehr komplett mit dem Schalter abgeschaltet werden.

 

Der Umbau ist natürlich auch für andere Mercedes-Modelle mgl. und ähnlich.

Die Schaltpläne, Anleitungen und Teilelisten in diesem Blog sind aber speziell auf den W/S212 ausgerichtet.

 

Was wird benötigt:

-2 Relais mit 1 Schließer (R1 & R5)

-3 Relais mit 1 Wechsler (R2, R4, R6)

-1 Relais mit 2 Wechsler (R3) (braucht man nur, wenn man die hintere Anzeige nicht umbaut - sonst reiht 1 Relais mit 1 Wechsler)

-2 ElKos (ich habe 1000µF genommen - kommt auch auf den Spulenwiderstand der Relais an)

-1 Diode

-1x Gehäuse für die Relais-Schaltung

-PTS-Anzeige hinten A001 542 47 23 (braucht man nur, wenn man die hintere Anzeige nicht umbaut) - kostet bei ebay ca. 10-20€

- Steckergehäuse 3-pin A029 545 55 28 (braucht man nur, wenn man die hintere Anzeige nicht umbaut)

- Steckergehäuse 6-pin A001 540 28 81

- Buchsengehäuse 6-pin A001 540 32 81

- Steckergehäuse 2-pin A030 545 28 28

- Buchsengehäuse 2-pin BMW 8 373 575

- MQS-Kontaktbuchsen (z.B.: A0165454126)

- MQS-Kontaktstifte (z.B. A0415452828)

 

 

Umbau allgemein:

1. als erstes wird die Relais-Schaltung gemäß Schaltplan (siehe Anhang) zusammengelötet und in einem passenden Gehäuse verstaut - man kann natürlich auch eine fertige Trigger-Relaisschaltung kaufen, aber die meisten haben Probleme mit der "unsauberen" Spannung im Automotiv-Einsatz;

2. die Relais-Schaltung wird in die Stecker gemäß Schaltplan eingepinnt;

3. die PTS-Anzeige(n) werden entsprechend der Anleitung unten umgebaut;

[wird die hintere Anzeige nicht umgebaut, muss die zusätzliche Anzeige entsprechend modifiziert werden (Piepser von der Platine entfernen) und an die Relaisschaltung gemäß Schaltplan angeschlossen werden];

4. das OBF wird entsprechend der Anleitung unten umgebaut;

5. OBF und Anzeige(n) werden im Fzg. verbaut und mit der Relaisschaltung verkabelt;

6. die Relaisschaltung wird im Beifahrerfußraum hinter der Fußstütze am PTS-Steuergerät verbaut und entsprechend verkabelt - dazu müssen auch 3 Litzen aus dem großen PTS-Stecker ausgepinnt (pin 2=(+), 9=(-), 14=(data)) und in den 6-pin-Stecker eingepinnt werden - dafür werden 3 Litzen von der Relaischaltung kommend an Stelle dort eingepinnt (siehe Schaltplan);

 

 

Umbau PTS-Anzeige(n) (am Bsp. der vorderen Anzeige):

man verbaut ein Wechsler-Relais, dass die Spannungsversorgung des Piepsers (ein Piezo-Lautsprecher) unterbricht, so dass dieser verstummt;

1. die PTS-Anzeige ausbauen und zerlegen, bis man die Platine in der Hand hält;

2. die Leiterbahn neben dem Piepser (siehe Foto - Pfeil "0") durchtrennen;

3. je eine Litze an dem Widerstand (Pfeil "1") und dem Kontakt des Piepsers (Pfeil "2") anbringen (siehe Foto);

4. eine Litze an Pin 2 (Spannungsversorgung "-") anlöten;

5. alle 3 Litzen nach außen verlegen (durch Gehäuseschlitze) und die Anzeige-Module wieder zusammenbauen;

6. die 3 Litzen gemäß Schaltplan (siehe Anhang) am Relais (1 Wechsler) anschließen und in die Stecker-Buchse (2 pin) einpinnen - danach das Relais in Schrumpfschlauch verpacken;

7. PTS-Anzeige(n) wieder einbauen und mit der Relais-Schaltung verkabeln;

 

 

Umbau OBF (am Bsp. der MoPf-Variante):

der Taster schaltet KL31 (- bzw. Masse) - die LED wird mit KL31 (- bzw. Masse) gesteuert - die Dimm-Funktion wird über die Anode gesteuert (+);

1. HeadUnit ausbauen und OBF davon lösen (4 Schrauben - 1 Stecker);

2. OBF zerlegen, bis man die Platine in Händen hält;

3. Leiterbahn durchtrennen (siehe Foto);

4. je eine Litze an das Leiterbahnende und den Messpunkt (siehe Foto) anlöten;

5. ein kleine Loch in den Deckel des OBF bohren und Litzen nach außen verlegen;

6. Litzen gemäß dem Schaltplan (siehe Anhang) in die Stecker-Buchse (2 pin) einpinnen;

7. OBF zusammenbauen und wieder einbauen;

 

 

Hinweis zur Relaisschaltung: beim Wiedereinschalten der Piepser die Taste so lange drücken, bis die LED ausgeht. Die Zeit, die man drücken muss, kann man mit den beiden Kondensatoren einstellen. Man verändert damit aber auch die Zeit, die man beim Ausschalten der Piepser drücken darf, bis sie sich wieder einschalten (Hysterese).

 

Grüße aus der Werkstatt

Martin

 

 

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09.06.2018 12:33    |    Martin E240T    |    Kommentare (34)    |   Stichworte: Konnektivität, Multimedia

Hallo zusammen,

 

da ich ja mein COMAND durch ein Android-Display aufgerüstet habe (https://www.motor-talk.de/.../...en-fuer-ntg4-5-7-comand-t6304802.html) und nun InternetRadio (TuneIt- und Radio.de-App), sowie Navigation (Sygic-App mit LifeTraffic-Paket) des Displays vorwiegend nutze, ich aber ein iPhone besitze, dass den Mobile-WLAN-Hotspot leider nicht automatisch für das Display bereit stellt (man muss diesen jedes Mal manuell aktivieren), habe ich mich dazu entschieden einen InCar-WLAN-Hotspot nachzurüsten.

 

Prinzip und Funktionalität:

Es gibt hierzu auch eine Lösung aus dem Zubehör von Mercedes für etliche 100€ - ich habe mich für eine Variante mit einem mobilen WLAN-LTE-Router im USB-Stick-Format entschieden:

 

dieser stellt ca. 30 Sekunden nach dem Einstecken die LTE/3G/EDGE-Verbindung (je nach Netz) über das WLAN (SSID frei wählbar) automatisch zur Verfügung.

Das Android-Display verbindet sich dann nach weiteren 3-5 Sekunden automatisch damit.

 

Da mir die 30 Sekunden für den Aufstart zu lange waren und ich den HotSpot auch gerne ohne aktiver Zündung nutzen möchte (z.B. Kind hört bei einem Tankstop weiter Internet-Radio oder YouTube) habe ich mich gegen einen einfachen USB-Adapter für den Zigarettenanzünder, welcher an KL15R gekoppelt ist, entschieden und eine Schaltung gebaut, welche den Hotspot bereits mit dem Entriegeln des Wagens aktiviert und mit dem Verriegeln wieder Deaktiviert.

Die Idee, hierfür die Tankdeckelverriegelung zu nutzen, kam von MiReu (danke).

 

Wenn ich den HotSpot mit der Tankklappe koppelt, welche nur verschlossen ist wenn man das Fzg. mit dem Schlüssel von außen verriegelt, ist der HotSpot immer aktiv, wenn das Fzg. entriegelt ist und nicht nur, wenn die Zündung an ist.

Somit ist in der Regel das WLAN, welches ca. 30 Sekunden zum Starten braucht bereits verfügbar wenn ich das Fzg. starte und losfahre und nicht erst 30 Sekunden, nachdem ich den Motor gestartet habe.

Auch kann der Kleine im Fzg. weiterhin ohne Zündung ein Video anschauen (macht er so gut wie nie - geht aber ;) )

 

Außerdem habe ich die KL30g als Spannungsversorgung gewählt, da diese bei Unterspannung, sowie entriegeltem Fzg. ohne Zündung nach 6-8 Stunden abgeschaltet wird.

Weiter habe ich den Hotspot mit der TC3 der Webasto-STH gekoppelt, so dass ich über den 2. Kanal den HotSpot noch zusätzlich via Smartphone steuern kann (Anwendungsfall: man sitzt in einem Kaffee, Fzg. in Reichweite und braucht WLAN für das iPad - Eintretenswahrscheinlichkeit zwar gegen 0, aber was man hat hat man eben :-)

 

Was man braucht:

1. WLAN-LTE-Router (z.B. Huawei E8372h-608 - ich habe eine Variante von "Telenor" ohne SIM-Lock für 40€ bei ebay gewählt)

2. SIM-Karte (die alte große Variante - also nicht mini, micro oder nano) mit einem LTE-Datentarif (es geht aber auch eine Multi-SIM oder eine Prepaid-Karte)

[Anmerkung zur Multi-SIM: im inet gibt es ein paar Berichte, dass eine Tcom-Multi-SIM in Verbindung mit dem Stick zu Telefonie-Problemen an der Hauptkarte führen kann, da der Stick angeblich ankommende Anrufe automatisch ablehne]

3. einen 12V->5V-DC-Converter (ich habe einfach die Platine aus einem alten Zigarettenanzünder-Adapter in Schrumpfschlauch verschweißt)

4. ein bistabiles 12V-Relais (z.B. PE014F12 von TE - ich nahm PE014F05 mit einem 20 Ohm Vorwiderstand)

5. ein altes USB-Kabel mit Typ-A-Buchse

6. ein paar Litzen und Schrumpfschlauch

7. Ringkabelschuh 6mm

 

Vorbereitung der Schaltung und Verbau im Fzg.:

a. als erstes wird die USB-Buchse vom Kabel getrennt und an den Spannungswandler gelötet;

b. dann die SIM-Karte in den Router einlegen und diesen in die Buchse stecken;

c. die Spannungsversorgung des Wandlers (KL30 = Spannungsversorgung = Plus) kommt an den Schließer-Kontakt des Relais - die Masse (KL31 = Masse = Minus) wird mit einem Ringkabelschuh versehen

d. der 2. Schließerkontakt des Relais wird an KL30g angeklemmt (z.B. am SAM-Fond Sicherung 66 mit 7,5A für die Mutikonturensitze);

e. die beiden Spulenkontakte des Relais werden an die Tankdeckelverriegelung angeschlossen (blau-schwarzes und blau-braunes Kabel)

f. dann die ganze Schaltung gut isolieren (z.B. Schrumpfschlauch oder Gehäuse);

g. ich hatte den Stick zuerst hinten rechts oberhalb vom SAM-Fond unter dem Gitter unterhalb der Kofferraumseitenscheibe verstaut, da der Ort auch leicht zugänglich ist, falls man den Stick mal kurzfristig wo anders einsetzen möchte - leider hatte ich dort aber leichte Störungen im FM- und Band3-Empfang (rechts verlaufen die Antennenkabel), weshalb ich den Stick links an gleicher Stelle nahe der C-Säule verstaut habe - der LTE-Empfang ist dort auch super und das Radio wird nicht (oder nicht merklich) gestört - alternativ kann man den Stick auch vorne im A-Brett unter der Abdeckung des Center-Speakers (bei der PTS-Anzeige) verstauen - ich war nur zu faul soviel Kabel durchs Fzg. zu legen und hinten ist auch die Strahlenbelastung für die Insassen geringer.

 

Grüße aus der Werkstatt

Martin

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08.04.2018 22:09    |    Martin E240T    |    Kommentare (8)    |   Stichworte: Assistenzsysteme, Komfort, Konnektivität, W/S212

Hallo zusammen,

 

in meinem VorMoPf hatte ich mir den Garagentoröffner extra nachgerüstet, da das Gefummel mit der Fernbedienung nach einem stressigen Tag im Büro immer nervte.

Daher hatte ich mich sehr gefreut, als mein MoPf als JungerStern, den ich im September bei der NDL abgeholt habe, die SA231 schon ab Werk hatte.

Leider hat mir die Hausverwaltung wenige Tage später einen Strich durch die Rechnung gemacht und das Torsystem geändert: da das neue Torsystem nun BiSecure unterstütze war der antiquierte Garagentoröffner in meinem S212 MoPf (Hersteller Homelink) nicht mehr kompatibel.

"Naja", dachte ich mir: "musst halt wieder den Handsender verwenden :-(".

 

Doch dieses Wochenende fasste ich kurzer Hand den Entschluss das zu ändern und die Funktion des Handsenders in den Innenspiegel zu integrieren.

 

Funktion:

Da der Sender im Innenspiegel mit BiSecure-Toren nicht kompatibel ist, muss also ein 2. Sender im Fzg. integriert werden und mit den Tasten am Innenspiegel gekoppelt werden.

Dazu habe ich den Handsender (bei mir ein HSE2-868-BS von Hörmann) mit 2 Adern an eine der Tasten des Garagentoröffners parallel angeschlossen.

Den Handsender selber habe ich an der Deckenleuchte (auch DachBedienEinheit = DBE genannt) verstaut: so kann man leicht die Batterien tauschen oder den Sender wieder ausbauen oder tauschen, ohne dass man wieder den Spiegel zerlegen muss.

Parallel deshalb, um den originalen Garagentoröffner nicht zu zerstören. So kann man das ganze sehr einfach (nur den Handsender ausbauen und die 2 Adern isolieren) rückrüsten, ohne den Spiegel wieder zerlegen zu müssen.

Rein theoretisch kann die Taste dann sogar doppelt belegt werden und sendet beim Drücken 2 Signale (einmal über den originalen Sender und einmal über den Handsender).

Die 2 Schaltkreise kommen sich auch nicht in die Quere, solange man den Handsender auf Batteriebetrieb (2 galvanisch getrennte Stromkreise) lässt und nicht an das Fzg.-Bordnetz anschließt.

Hat der Handsender eine LED muss man diese evtl. mit der LED im Innenspiegel noch koppeln, um die Lichtsignale am Spiegel zu sehen - ist für mich aber unnötig.

 

Was man braucht:

1. einen Handsender passend zum Tor;

2. ca. 50cm 2-adriges Kabel (ich habe ein altes iPhone-Ladekabel in schwarz verwendet);

3. 2 MQS-Kontaktbuchsen (z.B.: A0165454126);

4. 2 MQS-Kontaktstifte (z.B. A0415452828);

5. Dämmmaterial und Vlies-Gewebeband;

 

Einbau:

1. DBE ausbauen (siehe YouTube);

2. Innenspiegel ausbauen (einfach kräftig nach unten ziehen);

3. Innenspiegel abstecken (je nach Ausstattung mehrere Stecker);

4. Innenspiegel zerlegen:

4.1 dabei mit einem Kunstoff-Montagekeil an der Unterseite (fängt man an der Oberseite an bricht man zu 99% eine der beiden Zentirernasen ab) am Spalt entlang das Gehäuse (den hintern Teil) aufhebeln und nach hinten abhebeln;

wenn man sich die Rastnasen auf den Fotos ansieht ist klar, wie man vorgehen muss;

 

4.2 Glas und Hauptplatine abstecken - ebenso die beiden Mikros;

4.3 die 4 Schrauben entfernen und das Innenteil herausnehmen;

4.4 die beiden Adern durch den Spiegelfuß fummeln und an eine der 3 (ich nahm die mittlere Taste) anlöten;

4.5 bei mir war einer der Spiegelstecker, der NICHT in die DBE gesteckt wird, nicht voll belegt (2 von 6 Pins frei): hier habe ich mit den obigen Kontaktstiften die anderen Enden der beiden Adern angeschlossen;

sollte es je nach Ausstattung keine freien Steckerkontakte mehr geben muss man sich mit einem zusätzlichen Stecker-Paar behelfen.

 

5.0 Handsender zerlegen;

5.1 zwei adriges Kabel an den Taster des Handsenders anlöten;

 

5.2 an die anderen Enden der Adern die obigen Kontaktbuchsen anlöten und in den Gegen-Stecker des Innenspiegels im Fzg. stecken;

5.2 Handsender gut isolieren (gegen Klappern) und über der DBE im Himmel verstauen;

6. nach einem Funktionscheck alles wieder zusammen bauen;

 

Die Umbauanleitung müsste an sich mit allen Handsendern funktionieren, die eine Taste zum Öffnen und Schließen des Tors haben.

Sind 2 getrennte Tasten für die beiden Funktionen vorhanden muss man halt 2 Tasten am Innenspiegel anzapfen.

Auch funktioniert die Anleitung mit einem US-Spiegel (433MHz) und einem Handsender für ein deutsches Tor (z.B. 868MHz).

Die Anleitung müsste auch in vielen anderen Mercedes-Baureihen funktionieren, da das Funktionsprinzip der Mercedes-Spiegel immer das gleiche ist.

 

Grüße aus der Werkstatt

Martin

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Blogautor "Martin"

Martin E240T Martin E240T

Stardiagnostiker

Mercedes

DAS, Xentry und Vediamo für diverse Codierungen/Nachrüstungen vorhanden.

 

Hier ein kleiner Auszug, was u.a. (abhängig vom jeweiligen Fzg.) mgl. ist:

-Radio/COMMAND: AirPlay, AndroitAuto, DAB, AMG-Pace, Nachlaufzeit, SMS/Speichern während der Fahrt, SOS-Nummern, MOST-Konfig., Radio-Bänder, TV während der Fahrt

-Heckklappe: Schließen per FFB, Schließen via Fahrertürschalter per 1-Druck, Anpassungen Warnsummer, Normierung

-Wischer: Temperaturschwellen Heizungen (Wischer/Waschanlage/Wischerablage), Heckwischerzuschaltung deaktivieren

-Standheizung: Geschwindikeitsgrenze, Spannungsschwelle, Heizzeit, Lüftzeit

-Lichter: Heckleuchten-TFL, 2. NSL, Abbiegelicht, Innenbeleuchtung

-Sitzheizung: Anpassungen Temperatur & Laufzeit

-Kombiinstrument: Gurtpiepser, dauerhafte Beleuchtung, dauerhafte Tankaufforderung deaktivieren, Rest-Liter-Anzeige, Datum, diverse Menüs und Anzeigen (z.B. TFL-Menü, Heckklappen-Menü, usw.)

-Türen: EC-Glas, Anklappen, Ausstiegsleuchten, Heiztemperatureschwelle und -Zeit

-DAB: Antennenverstärkung, BAND-Konfig.

-Parking: Piepen im gelben Bereich, Lautstärke, Tonfrequenz

-Klima: 7-Luftverteilungen, AUTO-A/C-Kopplung deaktivieren, Klimaintensität während S/S, Luftdurchsatzrate, Lüfterstufe auch bei AUTO anzeigen

-Schiebedach: Antiwummer-Funktion, Memory-Funktion

-Alarmanlage: Schließrückmeldung inkl. Lautstärke, Basis-Alarmanlage freischalten;

-Motor/Getriebe: S/S mit/ohne Anzeige, Fahrdynamikpaket, Höchstgeschwindigkeit, Einlernvorgänge, Normierungen, Leistungssteigerung OM651, M-Modus

-Totwinkelassistent: Helligkeit & Blinkfrequenz der Anzeige in den Außenspiegeln

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