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12.10.2018 12:51    |    jennss    |    Kommentare (303)

Elektrische Beschleunigung im AlltagElektrische Beschleunigung im Alltag

Smart wird ab 2020 rein elektrisch, Porsche (ausgenommen 911er) ab 2027, andere Hersteller werden sicher bald ähnlich entscheiden und den Bau von Verbrennern einstellen. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein. In Norwegen wird der Verkauf von Verbrennern ab 2025 verboten, in Dänemark, Niederland, China und Irland ab 2030. In Frankreich und GB wird das Verbot voraussichtlich 2040 kommen. Deutschland ist noch unentschlossen. So oder so wird die Elektromobilität aber kommen und es wird nicht nur Auswirkungen auf die Abgase in Städten haben. Auch sehe ich die Verkehrsgeschwindigkeit verändert, vor allem in der Stadt (schneller) und auf der Autobahn (langsamer). Mit dem E-Auto ist das Beschleunigen eine so unspektakuläre Sache, dass man dazu neigt, oft ziemlich kräftig zu beschleunigen. Bei unserem 225xe drücke ich im E-Modus oft fast voll runter und er zieht trotz nur 88 PS mit 1,7 t Gewicht so gut ab, dass ich fast jedes Mal einen deutlichen Abstand zu den Hinterleuten habe. Dabei ist er nach Zahlen im E-Modus gar nicht so überragend und braucht wohl gut 13 Sekunden auf 100 oder noch mehr (Leider werden bei PlugIns nur die Zeiten der Gesamtleistung gemessen). Auch ist das Reagieren im Straßenverkehr schneller. Neulich las ich hier im Forum, dass jemand seinen eGolf bis 100 km/h subjektiv so schnell empfindet wie seinen GTI, obwohl der GTI ca. 100 PS mehr hat.

 

Ich denke, durch die Elektromobilität werden sich vor allem die Beschleunigungen der sonst langsamen Verkehrsteilnehmer verbessern. Wenn ich im Rückspiegel sehe, wie viel Meter das ausmachen kann, dürfte sich der Verkehrsfluss in vollen Innenstädten merklich verbessern bzw. der Durchfluss erhöhen, ohne dass die Maximalgeschwindigkeit sich ändert, und es kommen mehr Fahrzeuge bei einer Ampelperiode durch. Die Beschleunigung macht da erstaunlich viel aus. Wir haben hier Ampeln, wo regelmäßig nur ca. 3 bis 4 Autos rüberkommen. Worstcase sind dann auch mal nur zwei, weil die da vorne nicht aus den Puschen kommen. Die Hinterleute sind dann entsprechend genervt oder fahren noch bei rot mit rüber. Mit schnellerem Anfahren wären das sicher 20 bis 50% mehr Autos pro Ampelphase. Ich denke, dies kann man am besten Einschätzen, wenn man selbst bereits elektrische Antriebe gefahren ist. Es gibt keine Verzögerung durch das Schalten und kein Turboloch. Die Gaspedalaktion kommt immer sofort an die Räder.

 

Ein weiterer, kleiner Punkt für die Stadt ist, dass das Geräusch der Autos leiser wird. Wir haben hier Straßen, die wegen Lärm ab 22 Uhr nur noch mit 30 km/h befahren werden dürfen. Ich fahre der Gesetze wegen natürlich auch elektrisch nur 30, aber eigentlich gibt es dafür keinen technischen Grund, da das Auto sehr leise ist. Dies wirkt sich natürlich nicht auf den Durchfluss des Verkehrs aus, aber so ist man auch nachts ein wenig schneller. Lärmbedinge Geschwindigkeitsgrenzen werden wohl weitgehend überflüssig.

 

Umgewöhnen müssen sich in Städten und Ortschaften auch Fußgänger, die sich nun nicht mehr darauf verlassen können, ein Auto zu hören. Da aber auch (seltenere) Radler auf den Straßen leise unterwegs sind, ist diese Einstellung vielleicht sowieso nicht so schlecht. Gefährlicher wird es nicht. Als Gehörloser bin ich schon darauf eingestellt, mich als Fußgänger öfter umzusehen und bin bis heute noch nicht angefahren worden :). Wie sich die Situation für Blinde ändert, kann ich nicht einschätzen. Leichter wird es für sie ohne Motorgeräusch sicher nicht.

 

Auf der anderen Seite fahren viele E-Autos auf der Autobahn nicht mehr so schnell wie die Verbrennergeschwister. Ein E-Golf ist auf 150 begrenzt. Selbst der VW Neo soll ab 2020 trotz Minimum 170 PS nur 160 km/h maximal laufen. Ein Tesla läuft zwar auch einige Minuten 250 km/h, aber insgesamt werden solche Speedorgien auf der linken Spur sicher seltener werden. Für alle Länder außer Deutschland ist diese Einschränkung eh unbedeutend, aber hier dürfte man es schon merken.

 

Eine andere Sache ist, dass das Stadtbild sich auch ein bisschen durch die Ladesäulen ändern wird. Man wird sehen, wo sich diese am besten positionieren lassen.

 

Die Einsatzbereiche von Kleinwagen und größeren Autos dürften sich zudem aufgrund unterschiedlicher Reichweiten mehr unterscheiden als es bei Verbrennern der Fall war. Dies kann man als Nachteil sehen. Ein elektrischer Smart braucht länger von Hamburg nach Münschen als ein Verbrenner-Smart und ist nicht mehr so universell, aber man muss abwarten, wie sich die Reichweiten bei den kleinen Autos entwickeln werden. Da eine große Kapazität nicht nur Platz im Auto braucht, sondern auch eine Kostenfrage ist, könnte es sein, wird man kleine Autos tendenziell wohl auch nicht mit so großen Akkus ausrüsten. Wenn Akkus irgendwann sehr günstig werden, könnte so ein (einfach aufgebautes) E-Auto dann auch irgendwann deutlich unter den Verbrennerpreisen liegen.

 

Die E-Mobilität wird einiges ändern, zum Besseren und zum Schlechteren.

j.

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26.10.2018 19:57    |    notting

@jennss:

Zitat:

Gibt es das Fairphone noch?

Wieso fragst du nicht gleich auch noch, ob's noch das iPhone I gibt? ;-)

https://www.heise.de/.../...lare-Fairphone-2-wirklich-ist-3553420.html

 

notting


26.10.2018 19:59    |    jennss

Der Artikel ist von 2016. Ich habe das Fairphone noch nie hier gesehen. Ich denke mal, das ist komplett erfolgfrei ;), also eine totale Ausnahme. Leider wohl.

j.


26.10.2018 20:01    |    notting

@jennss: Neuigkeiten: https://www.heise.de/.../...durch-Software-Update-behoben-3964710.html ;-)

https://www.edeka-smart.de/ pusht das wohl seit ungefähr o.g. Meldung.

 

notting


27.10.2018 06:53    |    meehster

Zitat:

Original geschreibt von notting

Mach mal so einen Stromabnehmer auf ein Auto (der ja im Endeffekt auf der selben Höhe abgreifen muss wie z. B. ein LKW mit Stromabnehmer, also beim Auto länger ist weil das Auto niedriger ist) und fahr dann mal ein paar scharfe Kurven. Das Auto wird evtl. umkippen...

Nicht nur das. Fahr auch mal mit so einem Ding in die heimische Garage. Ich habe schon bei dem roten Daihatsu Cuore damals beim ersten Fahren in die Garage die Radioantenne geschrottet - und die dürfte ist noch deutlich weniger hoch.


27.10.2018 09:16    |    notting

@meehster: Beim Pantographen könnte man ja einen Automatismus einbauen, dass wenn mind. x s kein Saft über diesen kommt, dass er autom. einfährt bzw. der Benutzer erst wieder einen Knopf zum Ausfahren drücken muss. Oder entspr. Sensoren dran die niedrigere Bereiche autom. erkennen, was man bei einer Radio-Antenne im Prinzip auch machen könnte.

Andererseits muss man den Fahrern ja auch eine Motivation geben noch selbst mitzudenken ;-)

 

notting


27.10.2018 10:27    |    schleich-kaefer

Leute! Das war ein Joke! Niemand würde sich ein Auto mit so einem Ding auf dem Dach kaufen. Das ist gut für eine Zirkusnummer, aber nicht für den Alltag.


31.10.2018 12:51    |    Goify

Ich habe von Faller eine alte Autorennbahn, da hat man zwei kleine Schleifer und Drähte auf der Fahrbahn. Wäre auch ne Option, außer es ist Winter oder einer legt sich quer auf die Drähte, dann gibt es Feuerwerk. :D


31.10.2018 12:57    |    Alubremslicht

So etwas wurde glaub ich in Skandinavien schon getestet. Okay, bissle anders als bei der Spielzeugrennbahn... ein Schlitz in der Straße und darunter die beiden Kontaktschienen. Die Durchführung zum Auto ist dann isoliert.

 

Ich nehme aber an, dass bei den steigenden Reichweiten der Akkus diese Lösung nicht umgesetzt wird. Es bräuchten dann einfach zu Wenige, wenn 300 bis 500 Kilometer RW bezahlbar sind.

 

Bei Frankfurt gibt es ja auch eine Teststrecke mit Oberleitungen für LKWs. Aber das wird - so denke ich - auch nicht ausgebaut, aus dem selben Grund. In meinen Augen ist das pure Verschwendung von Steuergeldern...


31.10.2018 13:02    |    schleich-kaefer

Zitat:

Ich nehme aber an, dass bei den steigenden Reichweiten der Akkus...

Eine mit Verbrenner vergleichbare Reichweite (echte 700..800 km und keine nach soundso Prüfzyklus, im Sommer wie im Winter und auch mit laufender Klimaanlage oder Heizung) zu vergleichabren Preisen wird es nie geben. Aber träumen kostet ja bekanntlich nichts.


31.10.2018 13:03    |    Alubremslicht

31.10.2018 13:07    |    Goify

Zitat:

Eine [...] Reichweite (echte 700..800 km [...] zu vergleichabren Preisen wird es nie geben.

Schau dir Laptops an. Früher waren 2 h nahezu nicht realisierbar und heute sind 8 h bei guten Notebooks eher üblich. Und das hat nicht die Preise steigen lassen. Erhöht man die Energiedichte vom Akku um "gerade mal" 100 %, fährt ein aktueller Tesla plötzlich über 1.000 km ohne nachzuladen. 50 % würden schon reichen, um deine geforderten 700 bis 800 km zu schaffen.


31.10.2018 13:08    |    Goify

Zitat:

Elektromobilität in Brandenburg

Lastwagen mit Spannung erwartet

Welch ein Wortwitz. :D


31.10.2018 13:25    |    XuQishi

Zitat:

Schau dir Laptops an. Früher waren 2 h nahezu nicht realisierbar und heute sind 8 h bei guten Notebooks eher üblich.

Das liegt aber weniger an den Akkus selbst als an erheblich sparsamerer Prozessor- und Bildschirmtechnik. Mein Laptop war vor 10 Jahren ein Bürofön, heute laufen die Dinger teilweise passiv gekühlt.


31.10.2018 13:28    |    schleich-kaefer

Zitat:

 

Zitat:

Eine [...] Reichweite (echte 700..800 km [...] zu vergleichabren Preisen wird es nie geben.

Schau dir Laptops an. Früher waren 2 h nahezu nicht realisierbar und heute sind 8 h bei guten Notebooks eher üblich. Und das hat nicht die Preise steigen lassen. Erhöht man die Energiedichte vom Akku um "gerade mal" 100 %, fährt ein aktueller Tesla plötzlich über 1.000 km ohne nachzuladen. 50 % würden schon reichen, um deine geforderten 700 bis 800 km zu schaffen.

So einfach geht das nur auf dem Papier. Schwubs und schon fährt Tesla 100 km :) Vergleiche die Größe von Laptopsakkus mit den von E-Autos und den Stromverbrauch. Merkst du was? Damit die E-Autos für die Massen erreibar sind, müssen sie deutlich günstiger werden. DEUTLICH! Und es muss ein Gebrauchtmarkt funktionieren. Damit die E-Autos günstiger werden können, müssen sie massenhaft produziert werden. Jetzt erkläre mit bitte woher das notwendige Kobalt und Lithium für die Akkus kommen soll? Merkst du was? Da beißt sich die Katze am Schwanz.

Mit der heutigen Akkutechnologie ist das E-Auto eine Sackgasse und Rohrkrepierer. Ein Auto ist halt nicht das gleiche wie ein Laptop. Natürlich könnte es eine neue, revolutionäre Technologie geben. Aber rechne mal 20..40 Jahre für die Forschung und dann noch mindestens 10 für die Marktreife. Und das ist noch optimistisch. Möchte noch jemand von Durchbruch in 2020 reden? Das ist für mich immer so belustigend.


31.10.2018 13:31    |    notting

@XuQishi: Richtig, z. B. der "mobile" Pentium 4 war techn. eine Pentium 4 Heizplatte die locker mal 100W wegbrät, allerdings hat man die Exemplare aus der Produktion genommen, die "Unterspannung" besser verkraften und deswegen weniger verbrauchen (hängt davon ab wie gut die entspr. Prozessoren geglückt sind, da hängt auch viel von der Materialqualität etc. ab was man nicht so direkt beeinflussen kann - P = U * I = U^2 / R mit R = quasi const, sprich die Spannung geht quadratisch(!) in die Leistung ein).

Mit dem Pentium M wurde das viel besser, der basierte IIRC auch auf dem mobilen Pentium 3, also dem Vorvorgänger-Modell!

 

notting


31.10.2018 13:38    |    jennss

Zitat:

Eine mit Verbrenner vergleichbare Reichweite (echte 700..800 km und keine nach soundso Prüfzyklus, im Sommer wie im Winter und auch mit laufender Klimaanlage oder Heizung) zu vergleichabren Preisen wird es nie geben. Aber träumen kostet ja bekanntlich nichts.

Der Tesla Roadster mit 200 kWh-Akku dürfte das zwar schaffen, aber: Wozu?

j.


31.10.2018 13:55    |    Goify

@schleich-kaefer

Ich sehe das nicht so negativ wie du und denke schon, dass das E-Auto mittelfristig 25 % aller Verbrenner-PKW ersetzen kann und wird.


31.10.2018 14:21    |    schleich-kaefer

Zitat:

Der Tesla Roadster mit 200 kWh-Akku dürfte das zwar schaffen, aber: Wozu?

Schön, dass du dir aus meiner Aussage nur das herauspickst, was dir passt. 250000 € klingt für mich nicht nach Massenmarkt und nicht nach bezahlbar. Technisch möglich ist das, aber der Ottonormalverbraucher hat auch nicht viel von der Mondrakete.


31.10.2018 14:22    |    schleich-kaefer

Zitat:

Ich sehe das nicht so negativ wie du und denke schon, dass das E-Auto mittelfristig 25 % aller Verbrenner-PKW ersetzen kann und wird.

Dem muss ich vehement widersprechen - ich sehe das nur realistisch.


31.10.2018 14:25    |    Goify

Ich kann meine Aussage auch begründen: 25 % aller PKW werden ausschließlich auf Kurzstrecken eingesetzt, wo eine Reichweite von 150 km mehr als ausreichend ist und genau dafür ist ein E-Auto wie gemacht. Ein Verbrenner wäre da eher unpraktisch.


31.10.2018 15:03    |    notting

@Goify:

Zitat:

Ich kann meine Aussage auch begründen: 25 % aller PKW werden ausschließlich auf Kurzstrecken eingesetzt, wo eine Reichweite von 150 km mehr als ausreichend ist

Quelle? Die meisten Fahrzeuge die ich kenne, werden spätestens im Urlaub oder schlicht nur weil's temporär das Erstfahrzeug ersetzen muss (z. B. weil das Erstfahrzeug in der Werkstatt ist) für längere Strecken eingesetzt. Desweiteren kann es sein, dass sich das Nutzungsprofil mal ändert, z. B. nach einem Verkauf (wobei man sich viel pot. Kundschaft "vergrault" wenn das Auto zu wenig Reichweite hat) bzw. bei Änderung der Lebensumstände.

Desweiteren heißt "Kurzstreckenfahrzeug" nicht, dass auch viele Kurzstrecken an einem Tag gefahren werden, wo man in den seltesten Fällen vernünftig (bzw. zu vernünftigen Kosten) laden kann.

 

notting


31.10.2018 15:08    |    Goify

Zitat:

Quelle?

Das ist meine Quelle dafür:

https://upload.wikimedia.org/.../Quelle_Siedlung_Erlach.jpg

 

Na ok, habe noch eine weniger feuchte: https://de.statista.com/.../


31.10.2018 15:17    |    schleich-kaefer

Zitat:

Ich kann meine Aussage auch begründen: 25 % aller PKW werden ausschließlich auf Kurzstrecken eingesetzt, wo eine Reichweite von 150 km mehr als ausreichend

Aber das ist nur die halbe Wahrheit! (Ich nehme sogar die 25% ungeprüft als wahr an.) Die entscheidende Frage ist - wie viel von diesen 25% sind Zweitwagen (oder gar Drittwagen oder noch mehr). Denn wer nur ein Auto hat und es zu überwigenden Anteil auf Kurzstrecke bewegt, dem bringt ein E-Auto mit 150 km Reichweite nichts. Er will auch mal weiter fahren und den Stress mit Laden nicht haben.


31.10.2018 15:21    |    draine

Auch bei Kurzstrecken ist es schön einen großen "Tank" zu haben, denn so stellt man das Auto abends ab wo eben Platz ist und muss sich keine Gedanken um´s Laden machen, weil man den nächsten Tag auch noch locker schafft. Auch ist es richtig das ein Auto 98% des Tages nur rumsteht, der Krux an der Sache: Es steht dabei nicht an der selben Stelle.


31.10.2018 15:23    |    Goify

@ Schleich-Käfer

Mag sein, aber für einen Zweitwagen ist das mit den 150 km doch völlig ausreichend. Wieso muss dieses den Erstwagen ersetzen können? Wenn dem so wäre, gäbe es Smart, VW Fox/Lupo/Up! oder Opel Karl nicht.


31.10.2018 15:23    |    notting

@Goify: Du hast behauptet:

Zitat:

25 % aller PKW werden ausschließlich auf Kurzstrecken eingesetzt

Aus deiner Quelle https://de.statista.com/.../ geht z. B. überhaupt nicht hervor, ob von allen dort überhaupt PKW genutzt werden bzw. wie die Fahrzeuge abseits dem Weg von und zur Arbeit eingesetzt werden. Du hast diesbzgl. auch nix weiteres gepostet.

Das sollte eigentl. sofort klar werden, wenn man weiter als von der Tapete bis zur Wand denkt *facepalm*

Desweiteren:

- Hast du nicht "Reichweite" definiert. Die ist gerade im Winter, auf der AB und bei älterem Akku mal schnell viel geringer als nach NEFZ/WLTP/etc.

- Frage ich mich, woher du die 25% nimmst. Denn die erste Entfernungsstufe ist "Gleiches Grundstück" (1stelliger %-Bereich) und die zweite fast 50% bzw. inkl. der ersten (wg. "bis zu" in der Summe etwas >50%). Dazwischen gibt's nix wo 25% rauskommen...

 

Aber schon der 1. Link in der Antwort zeigt ja, dass du nicht vernünftig diskutieren willst.

 

notting


31.10.2018 15:26    |    schleich-kaefer

A propos "tägliches Laden ist kein Problem". Mich persönlich nervt schon, dass ich meinen Daily Driver alle zwei Wochen tanken muss. Und wenn man vor dem eigenen Haus keine eigene Ladestation hat und jeden Abend auf die Suche gehen muss, sorry, aber da kann ich nur lachen. So viel Optimismus kann auf Dauer kein Mensch haben.


31.10.2018 15:37    |    Goify

Zitat:

Aber schon der 1. Link in der Antwort zeigt ja, dass du nicht vernünftig diskutieren willst.

Da hast du recht, weil eine normale Diskussion mit normalen Zahlen, die jeder als plausibel anerkennt, sofort mit der Gegenfrage nach einer belastbaren Quelle beantwortet werden. So funktionieren Diskussionen nicht oder sind wir hier vor Gericht, wo jede Aussage belegt werden muss?

Du weißt doch selbst, dass die meisten nur Kurzstrecke fahren, meinetwegen auch 4 mal am Tag. 4 x 10 km gibt 40 km, also alle zwei Tage laden, wenn es - 20 °C hat und die Standheizung vorher auch läuft, weil dann aus den 150 km nur noch 100 werden.

 

Wieso muss man dann diese Aussage negieren oder wieder auf Nebenkriegsschauplätze ausweichen (wenn das Handy aber einen defekten Akku hat und die FSE inkompatibel...)?

 

Meine Aussage belegt einwandfrei, dass in Zukunft 25 % aller PKW durch Elektrofahrzeuge ersetzt werden können, ohne dass es zu größeren Einschränkungen kommt. Hast du eine plausible (nicht belegbare) andere Sichtweise, so lass sie hören, aber nicht wieder mit irgendwelchen abstrusen Szenarien, die nur alle 2 Mio. Jahre statistisch eintreten.


31.10.2018 15:39    |    Goify

Zitat:

Mich persönlich nervt schon, dass ich meinen Daily Driver alle zwei Wochen tanken muss.

Mich auch, da wäre es doch toll, wenn ich mein Auto abends an der heimischen Kraftsteckdose anstecken könnte. Der Aufwand würde nur wenige Sekunden betragen.

Klar, hat nicht jeder und kann nicht jeder. Aber die Leute, die die Möglichkeit haben (sicherlich eine sehr große Zahl), können das doch prima praktizieren.


31.10.2018 16:03    |    notting

@Goify: Unsinn, du hast in dem Kontext das Wort "ausschließlich" verwendet. Mir ist nicht bekannt, dass solche Zahlen mal in der Presse war. Und ich schrieb ja aus meiner Erfahrung, dass die allermeisten "Kurzstrecken"-Autos gelegentl. auch für größere Entfernungen verwendet werden, was völlig plausibel bzw. zumindest nicht abwegig ist.

 

notting


31.10.2018 16:27    |    Goify

Dann fährt man eben eine größere Entfernung und muss im schlimmsten Fall ein mal nachladen. Da bricht doch keinem ein Zacken aus der Krone.


31.10.2018 16:46    |    jennss

Zitat:

Schön, dass du dir aus meiner Aussage nur das herauspickst, was dir passt. 250000 € klingt für mich nicht nach Massenmarkt und nicht nach bezahlbar. Technisch möglich ist das, aber der Ottonormalverbraucher hat auch nicht viel von der Mondrakete.

Genau deswegen schrieb ich ja noch: "Wozu?". Ich denke, dass die Reichweite überbewertet wird. Vielleicht mag sie derzeit noch mehr Bedeutung haben, weil das Ladenetz noch nicht so perfekt ist, aber mit der Zeit verliert die Reichweite an Bedeutung, weil man dann an vielen Punkten problemlos nachladen kann. Im Gegensatz zum Tanken braucht man ja nicht daneben zu stehen und kann die Ladezeit privat nutzen. Der Stecker ist verriegelt, sobald das Auto abgeschlossen wird. Ein paar extreme Langstreckenfahrer werden sicher noch eine ganze Zeit auf den Diesel setzen, aber die große Masse wird der Reichweite von E-Autos wie dem Kona EV 64 kWh schon gut auskommen. Und ansonsten sollte man auch nicht vergessen, dass selbst Langstreckenfahrer was von E-Autos haben: Die Fahrkosten sind schön niedrig.

 

Zitat:

Auch bei Kurzstrecken ist es schön einen großen "Tank" zu haben, denn so stellt man das Auto abends ab wo eben Platz ist und muss sich keine Gedanken um´s Laden machen, weil man den nächsten Tag auch noch locker schafft. Auch ist es richtig das ein Auto 98% des Tages nur rumsteht, der Krux an der Sache: Es steht dabei nicht an der selben Stelle.

Ich denke, man wird im Alltag mit der Zeit seine bevorzugten Ladestationen haben, wo man eben mal parkt. 30 Minuten auf einem Ladeplatz beim Einkaufen reichen bei einem Kona 64 kWh oder Ampera bei den meisten sicher schon ca. 1-2 Wochen. Diese Reichweite werden ab 2020 sicher recht viele haben, wobei das oftmals gar nicht unbedingt nötig ist. Beim VW Neo wurden 330 km und 550 km nach WLTP angekündigt. Ich finde, dies ist eine gute Auswahl. Mehr muss nicht sein und ein großer Teil wird bestimmt auch mit dem 330er als einziges Auto auskommen können.

j.

 

PS: Ich glaube, die Perspektiven sind sehr unterschiedlich, weil es je nach Region mehr oder weniger Ladestationen gibt. Hier im Hamburger Raum sind es echt viele, finde ich. Wer in seiner Umgebung kaum Ladestationen sieht, kann sich kaum vorstellen, ein E-Auto im Alltag zu fahren, wenn er keine häusliche Lademöglichkeit hat.


31.10.2018 16:52    |    Goify

Es ist wie bei jeder E-Auto-Diskussion. Das E-Auto darf keinerlei Nachteile haben, sollte am besten noch billiger als ein Verbrenner sein und zudem eine Reichweite möglichst über einem Diesel haben, auch wenn diese fast nie ausgenutzt wird. Zudem muss das E-Auto für jeden geeignet sein: Vielfahrer, Kurzstreckenpendler, Rallyefahrer, Fernbus. Alle müssen elektrisch fahren können.

Und erst dann kann man darüber nachdenken, vorher ist es nur was für - wie heißt es so unschön - links-grüne Spinner.


31.10.2018 17:01    |    draine

Natürlich muss es besser und billiger werden, sonst wäre es ja keine Innovation. Wer kauft schon ein schlechteres Produkt zum höheren Preis?


31.10.2018 17:06    |    jennss

Zitat:

Natürlich muss es besser und billiger werden, sonst wäre es ja keine Innovation. Wer kauft schon ein schlechteres Produkt zum höheren Preis?

Stimmt, aber das muss man über alle Eigenschaften betrachten. Nicht in jeder Eigenschaft muss das neue Produkt besser sein, aber insgesamt. Und die Bewertung der einzelnen Eigenschaften ist auch immer ganz individuell, je nach persönlicher Nutzung.

j.


31.10.2018 18:48    |    XuQishi

500 echte Kilometer sind für ein Allroundauto völlig ausreichend, dann sollte man eh mal ne Pause machen. Mehr würde ich auch nicht bezahlen wollen, weil man das nie ausnutzt. Aber ich kauf auch keinen Kombi, nur weil die Chance besteht, dass ich mal nen Kühlschrank transportiere, den ich mir für 20 Euro auch einfach von anderen Leuten bringen und in den 2. Stock tragen lassen kann. ^^

 

Zitat:

as E-Auto darf keinerlei Nachteile haben, sollte am besten noch billiger als ein Verbrenner sein

Naja, es soll ja auch ein Fortschritt sein.


01.11.2018 08:21    |    thps

E-Autos müssen mit Begeisterungsfaktoren die Neuwagenkäufer überzeugen. Die Leute die der Meinung sind das sich E-Autos erst durchsetzen wenn es 12 Jahre alte Gebrauchte für 700€ am Markt gibt sind nicht diejenigen die die Trends bestimmen.

 

Für mich habe sind E-Autos schon heute erstrebenswert:

- Niedrige Verbrauchskosten

- Wenig/Keine Wartung

- Durchzugsstark

- Komfortabel

- Die Möglichkeit mein Auto zuhause "voll zu tanken" - Das würde für MICH deutlich schneller gehen als ein mal in der Woche an die Tankstelle zu fahren ( 2 mal in der Woche das Auto zuhause anstecken vs. 1 mal tanken gehen)

 

Warum habe ich dann kein Elektroauto?

Die infragekommenden Modelle sind entweder nicht bezahlbar, oder noch nicht verfügbar.

 

Sollte ein Tesla Model 3 in der Standardausführung für unter 40.000€ in Deutschland verfügbar sein, komme ich sicher ins grübeln.

 

Ich fahre am Tag ca. 120 km und insgesamt etwa 30.000 km/Jahr


01.11.2018 09:46    |    notting

@thps:

- Wie schon an versch. Stellen auf MT geschrieben wurde: Wenn die Steuereinnahmen auf herkömml. Kraftstoffe sinken, ist es sicher wie das Amen in der Kirche dass Strom zumindest für E-Autos deutl. höher besteuert wird.

- Naja, viele Leute wollen für Langstrecke auch richtig schnellladen können wie bei herkömml. Verbrennern.

 

notting


01.11.2018 09:48    |    schleich-kaefer

Zitat:

Es ist wie bei jeder E-Auto-Diskussion. Das E-Auto darf keinerlei Nachteile haben, sollte am besten noch billiger als ein Verbrenner sein und zudem eine Reichweite möglichst über einem Diesel haben, auch wenn diese fast nie ausgenutzt wird. Zudem muss das E-Auto für jeden geeignet sein: Vielfahrer, Kurzstreckenpendler, Rallyefahrer, Fernbus.

Komm, mache bitte nicht auf die beleidgte Wurst. Im Moment halten sich die Vorteile eines E-Autos arg in Grenzen. So mal ein paar spontane Gedanken:

  • Anschaffung sehr viel teurer
  • keine günstige Gebrauchte
  • Reichweite extrem weniger
  • Lange bis extrem lange Ladezeiten
  • Miserable Ladeinfrakstruktur
  • alles was ich im Auto einschalte (Klimaanlage, Heizung, Radio, ...) geht auf die Reichweite. Schnelles Fahren auch. Folge: schwitzende Schleicher, um mit dem letzten Prozent Akku noch die Ladestation zu erreichen.
  • im Winter weniger Reichweite
  • nach längerer Standzeit Akku leer
  • ein Wirrwarr an Steckerformaten und Stromanbieter
  • keine Langzeitbeobachtungen bezüglich einer angeblich höheren Servicefreundlichkeit
  • große Unsicherheit bezüglich der Verfügbarkeit der Ersatzteile in Zukunft
  • und vor allem - die Unterhaltungskosten sind nicht wirklich so viel besser, wenn überhaupt. (https://www.motor-talk.de/.../...-elektroautos-im-alltag-t6478545.html - IMHO hinken die Vergleich im Artikel stark). Und dass die Vergünstigungen vom Staat irgendwann mal zurückgehen werden, ist so sicher wie das Amen in der Kirche.
  • Umwelt(selbst)lüge - wo sie fahren, stinken sie nicht, aber für jedes E-Auto müssen Menschen unter Sklavenbedingungen in Kongo Kobalt abbauen und Lithiumabbau in Südamerika hinterlässt Mondlandschaften.

 

Und was kommt an Vorteilen?

  • Spaß für Beschleunigungsjunkies

 

 

UPDATE:

https://www.adac.de/.../

 

Also ich sehe da für mich keinen großen Vorteil für E-Auto bei Unterhaltungskosten. Zumindest liegt das nicht in dem Bereich, was gerne herumposaunt wird.


01.11.2018 10:06    |    schleich-kaefer

Zitat:

Dann fährt man eben eine größere Entfernung und muss im schlimmsten Fall ein mal nachladen. Da bricht doch keinem ein Zacken aus der Krone.

Wieder einer aus Rosarotenparalleluniversum? Dieses "mal" im "mal nachladen" kann unter Umständen eine mega nervige Suche bedeuten, belegte oder kaputte Ladestationen und einen stundenlangen Zwangsstopp. Bist du schon mal mit Kleinkindern in den Urlaub gefahren? Wann hört man das erste "wann sind wir da?"? Nach ca. 5 Minuten nach dem Losfahren von Zuhasue. Und nur als Hinweis - das "da" bedeutet nicht die nächste Ladenstation, sondern Zielort. Und nach einem stundenlangen Schleichen im Stau auf der Autobahn (dieses Jahr ca. 17 Stunden nach Toskana und 17 Stunden zürck) hat man echt NULL BOCK auf eine Zwangspause für den Akku.


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