• Online: 1.088

MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

12.10.2018 12:51    |    jennss    |    Kommentare (303)

Elektrische Beschleunigung im AlltagElektrische Beschleunigung im Alltag

Smart wird ab 2020 rein elektrisch, Porsche (ausgenommen 911er) ab 2027, andere Hersteller werden sicher bald ähnlich entscheiden und den Bau von Verbrennern einstellen. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein. In Norwegen wird der Verkauf von Verbrennern ab 2025 verboten, in Dänemark, Niederland, China und Irland ab 2030. In Frankreich und GB wird das Verbot voraussichtlich 2040 kommen. Deutschland ist noch unentschlossen. So oder so wird die Elektromobilität aber kommen und es wird nicht nur Auswirkungen auf die Abgase in Städten haben. Auch sehe ich die Verkehrsgeschwindigkeit verändert, vor allem in der Stadt (schneller) und auf der Autobahn (langsamer). Mit dem E-Auto ist das Beschleunigen eine so unspektakuläre Sache, dass man dazu neigt, oft ziemlich kräftig zu beschleunigen. Bei unserem 225xe drücke ich im E-Modus oft fast voll runter und er zieht trotz nur 88 PS mit 1,7 t Gewicht so gut ab, dass ich fast jedes Mal einen deutlichen Abstand zu den Hinterleuten habe. Dabei ist er nach Zahlen im E-Modus gar nicht so überragend und braucht wohl gut 13 Sekunden auf 100 oder noch mehr (Leider werden bei PlugIns nur die Zeiten der Gesamtleistung gemessen). Auch ist das Reagieren im Straßenverkehr schneller. Neulich las ich hier im Forum, dass jemand seinen eGolf bis 100 km/h subjektiv so schnell empfindet wie seinen GTI, obwohl der GTI ca. 100 PS mehr hat.

 

Ich denke, durch die Elektromobilität werden sich vor allem die Beschleunigungen der sonst langsamen Verkehrsteilnehmer verbessern. Wenn ich im Rückspiegel sehe, wie viel Meter das ausmachen kann, dürfte sich der Verkehrsfluss in vollen Innenstädten merklich verbessern bzw. der Durchfluss erhöhen, ohne dass die Maximalgeschwindigkeit sich ändert, und es kommen mehr Fahrzeuge bei einer Ampelperiode durch. Die Beschleunigung macht da erstaunlich viel aus. Wir haben hier Ampeln, wo regelmäßig nur ca. 3 bis 4 Autos rüberkommen. Worstcase sind dann auch mal nur zwei, weil die da vorne nicht aus den Puschen kommen. Die Hinterleute sind dann entsprechend genervt oder fahren noch bei rot mit rüber. Mit schnellerem Anfahren wären das sicher 20 bis 50% mehr Autos pro Ampelphase. Ich denke, dies kann man am besten Einschätzen, wenn man selbst bereits elektrische Antriebe gefahren ist. Es gibt keine Verzögerung durch das Schalten und kein Turboloch. Die Gaspedalaktion kommt immer sofort an die Räder.

 

Ein weiterer, kleiner Punkt für die Stadt ist, dass das Geräusch der Autos leiser wird. Wir haben hier Straßen, die wegen Lärm ab 22 Uhr nur noch mit 30 km/h befahren werden dürfen. Ich fahre der Gesetze wegen natürlich auch elektrisch nur 30, aber eigentlich gibt es dafür keinen technischen Grund, da das Auto sehr leise ist. Dies wirkt sich natürlich nicht auf den Durchfluss des Verkehrs aus, aber so ist man auch nachts ein wenig schneller. Lärmbedinge Geschwindigkeitsgrenzen werden wohl weitgehend überflüssig.

 

Umgewöhnen müssen sich in Städten und Ortschaften auch Fußgänger, die sich nun nicht mehr darauf verlassen können, ein Auto zu hören. Da aber auch (seltenere) Radler auf den Straßen leise unterwegs sind, ist diese Einstellung vielleicht sowieso nicht so schlecht. Gefährlicher wird es nicht. Als Gehörloser bin ich schon darauf eingestellt, mich als Fußgänger öfter umzusehen und bin bis heute noch nicht angefahren worden :). Wie sich die Situation für Blinde ändert, kann ich nicht einschätzen. Leichter wird es für sie ohne Motorgeräusch sicher nicht.

 

Auf der anderen Seite fahren viele E-Autos auf der Autobahn nicht mehr so schnell wie die Verbrennergeschwister. Ein E-Golf ist auf 150 begrenzt. Selbst der VW Neo soll ab 2020 trotz Minimum 170 PS nur 160 km/h maximal laufen. Ein Tesla läuft zwar auch einige Minuten 250 km/h, aber insgesamt werden solche Speedorgien auf der linken Spur sicher seltener werden. Für alle Länder außer Deutschland ist diese Einschränkung eh unbedeutend, aber hier dürfte man es schon merken.

 

Eine andere Sache ist, dass das Stadtbild sich auch ein bisschen durch die Ladesäulen ändern wird. Man wird sehen, wo sich diese am besten positionieren lassen.

 

Die Einsatzbereiche von Kleinwagen und größeren Autos dürften sich zudem aufgrund unterschiedlicher Reichweiten mehr unterscheiden als es bei Verbrennern der Fall war. Dies kann man als Nachteil sehen. Ein elektrischer Smart braucht länger von Hamburg nach Münschen als ein Verbrenner-Smart und ist nicht mehr so universell, aber man muss abwarten, wie sich die Reichweiten bei den kleinen Autos entwickeln werden. Da eine große Kapazität nicht nur Platz im Auto braucht, sondern auch eine Kostenfrage ist, könnte es sein, wird man kleine Autos tendenziell wohl auch nicht mit so großen Akkus ausrüsten. Wenn Akkus irgendwann sehr günstig werden, könnte so ein (einfach aufgebautes) E-Auto dann auch irgendwann deutlich unter den Verbrennerpreisen liegen.

 

Die E-Mobilität wird einiges ändern, zum Besseren und zum Schlechteren.

j.

Hat Dir der Artikel gefallen? 13 von 30 fanden den Artikel lesenswert.

22.10.2018 12:29    |    FWebe

Zitat:

klar unter TDIs liegen und weit unter Benzinern

Wobei sich dieser Unterschied in Zukunft eventuell noch ändern wird. Durch die immer mehr zunehmende "Verzollung der Straßenbenutzung" für LKW fällt die Begründung für die niedrigere Besteuerung des Dieselkraftstoffs mehr und mehr weg.

Ursprünglich wollte man ja Unternehmen damit entlasten, inzwischen belastet man sie mit einer Abgabe, welche sich auch mit einer gleichwertigen Besteuerung nach Energiegehalt erzielen ließe, ohne dafür ein riesiges Überwachungsnetz bauen, betreiben und warten zu müssen.


22.10.2018 12:31    |    schleich-kaefer

Meine letzte längere Reise war nach Toskana. Ca. 1100 km einfache Strecke. Meine Frau wollte die ganze Strecke nicht auf einmal fahren, weil zu ermüdend. Wir haben nach 750 km übernachtet, am nächsten Tag eine Großstadt in der Nähe besichtigt und dann die restlichen 350 km weiter gefahren. Wie würde diese Reise mit einem Standard-Neo aussehen? Bin ich dann insgesamt 3 oder 4 Tage unterwegs? Und muss ich einen Elektrizitätswerk als Anhänger mit nach Italien hinter mir ziehen? Oder kann ich dort in der Pampa auch aufladen?

 

Zitat:

Wichtig ist eine Lösung für Laternenparker und wenn ich Hamburg ansehe, ist das mit öffentlichem Laden kein Problem. Alle paar Tage mal 30 Minuten irgendwo einkaufen, wo eine Ladesäule ist, kann wohl jeder.

Erstmal muss es diese Möglichkeit noch geben. Mal schauen... Dann wenn es sie gibt, müssen die Verbrennerfahrer und E-Fahrer, die nicht laden wollen, lernen, dort nicht zu parken. Und das wird mega schwer! Wenn ich schon heute sehe, wie die Leute parken (ein Auto auf zwei Stellflächen, Mutter-Kind/Behinderten-Parkplatz von anderen belegt), dann habe ich keine Hoffnung für Rücksicht auf E-Lader vor einem Laden. Wahrscheinlich werden an den Ladesäulen auch Erste-Hilfe-Sets montiert :D


22.10.2018 12:38    |    Karni90

Meiner Meinung "braucht" man zumindest ein Auto pro Haushalt. Anders kann man seinen Alltag nicht bewältigen. Ich fahre nicht mit drei kisten Bier mit der S-Bahn nch Hause. Schon gar nicht, wenn ich auf dem Land wohne. Auch die heute geforderte Flexibilität, sei es im Sozialleben oder im Arbeitsleben, lässt es nicht zu, dass man die Öffentlichen oder Carsharing nutzt.

 

Mehr Fahrradfahren, na gut. Im Sommer und wenn man nichts zu transportieren hat.

 

Ich denke Elektrofahrzeuge können dazu beitragen die Umwelt zu schützen, jedoch gehe ich nicht von einer vollständigen Elektrisierung aus. Es wird die nächsten Jahrzehnte immer einen Anteil Verbrenner geben.


22.10.2018 12:50    |    mm5678

Elektroautos und Akkus stecken noch in den Kinderschuhen, wenn es ausgereift ist, wird man mit einer Akkuladung 2.000 bis 5.000 km fahren können und man wird sie in wenigen Minuten komplett voll aufladen können und die Energie wird dann nahezu unerschöpflich aus Fusionskraftwerken und anderen regenerativen Energien gewonnen. E-Autos sind die Zukunft!


22.10.2018 13:00    |    schleich-kaefer

Ich dachte, die Herbstferien sind vorbei... Oder zu viel Science-Fiction-Filme gesehen?


22.10.2018 13:09    |    thps

Zitat:

Kein Wunder, weder verkauft Mercedes überhaupt irgendwelche Teslas, noch sind das Model 3 und der Prius nennenswert vergleichbar.

Wow das trägt wirklich sehr sinnvoll zur Diskussion bei...

 

Zitat:

Aber wenn wir schon dabei sind, könnte man ja auch die Absatzzahlen von Tesla mit denen von z.B. Caterham vergleichen, Hauptsache man hat irgendwas verglichen.

Richtig, eigentlich müsste Mercedes wesentlich mehr in den USA verkaufen als Tesla, denn Mercedes bietet etwa 30 Modelle (Darunter auch die direkten Konkurrenten zu Model S, Model 3 und Model X) an und Tesla nur 3.


22.10.2018 13:19    |    HunderterAudi

Hier sind Fantasten und Realisten am Werk. (Demolition Man von 1993 läßt grüßen).

 

LG Ossi


22.10.2018 13:19    |    FWebe

Zitat:

Wow das trägt wirklich sehr sinnvoll zur Diskussion bei...

Meinst du, dem ist so? Ich halte die Ursprungsaussage für blanken Unsinn, welcher nicht mal einen diskussionswürdigen Inhalt bietet.

 

Zitat:

Richtig, eigentlich müsste Mercedes wesentlich mehr in den USA verkaufen als Tesla, denn Mercedes bietet etwa 30 Modelle (Darunter auch die direkten Konkurrenten zu Model S, Model 3 und Model X) an und Tesla nur 3.

Falsch, Mercedes muss nicht zwingend mehr verkaufen, nur weil sie ein Fahrzeug in unterschiedlichen Modellvarianten verkaufen. Mercedes betreibt einfach nur einen größeren Aufwand, um seinen Kunden ein passendes Modell zu verkaufen, was sich dann z.B. darin zeigt, dass man dort eben Cabrios, Coupés, Steil- oder eben Stufenhecks bekommt und sich nicht nur auf ein Fließheck Crossover festlegt.

Dass Mercedes allein im September weltweit zudem mehr Fahrzeuge abgesetzt hat als Tesla im gesamten Jahr, sollte man zumindest im Hinterkopf behalten.

 

Stellt sich die Frage, wie sich das auf die Geschwindigkeit im Verkehr auswirkt. Mercedesfahrer sind nicht unbedingt als Raser bekannt.


22.10.2018 13:36    |    thps

Zitat:

Meinst du, dem ist so? Ich halte die Ursprungsaussage für blanken Unsinn, welcher nicht mal einen diskussionswürdigen Inhalt bietet.

Wie können denn Fakten blanker Unsinn sein? Da steckt keine eigene Interpretation drin. Und, wenn es kein disskusionswürder Inhalt war. Wieso hast du es denn als Diskussionsgrundlage verwendet?

 

Zitat:

Falsch, Mercedes muss nicht zwingend mehr verkaufen, nur weil sie ein Fahrzeug in unterschiedlichen Modellvarianten verkaufen. Mercedes betreibt einfach nur einen größeren Aufwand, um seinen Kunden ein passendes Modell zu verkaufen, was sich dann z.B. darin zeigt, dass man dort eben Cabrios, Coupés, Steil- oder eben Stufenhecks bekommt und sich nicht nur auf ein Fließheck Crossover festlegt.

Dann müsste doch aber Mercedes mit allen zusammenhängenden Modellvarianten mehr verkaufen als Tesla in der Klasse. Sonst ist die Modellstrategie nicht sonderlich effektiv.


22.10.2018 13:41    |    XuQishi

Tesla hat ziemlich genau festgelegt, wo sie das M3 besser verkaufen als Mercedes seine C-Klassen: kompakte Premium-Sedans. Ein Coupe ist halt kein Sedan, ein Cabrio auch nicht. Und schon ist ein Haufen Konkurrenz rausdefiniert. Übrigens ist das Genannte ein winziges Marktsegment in den USA, die Amis kaufen generell kaum noch Limousinen im Premiumsegment. Der typische Limousinenkunde kauft einen Toyota oder Hyundai, die amerikanischen Hersteller stellen ihre Limousinenmodelle schon ein, bei Ford wird's bald keine mehr geben, FCA hat nur noch den 300c im Programm, der auch keinen Nachfolger kriegt.


22.10.2018 14:00    |    FrankmitBoxer

Hier wird viel zu viel über Fakten Diskutiert. Die interessieren am Verkaufstresen keine Sau.

Der BMW-plugin-Hybrid ist mit 13,8 Sekunden 0-100 bestimmt nicht in der Presse zerissen worden.

 

Der Prius mit 1.5Liter-Maschine, ab 2003, wurde immer mit Gummiband und endlosen 9,8 sec(!) 0-100 beschrieben.

Bis heute beschleunigen die Toyota in den meisten deutschen Tests nicht ordentlich, obwohl sie immer um 10 Sekunden 0-100 liegen.

 

Im täglichen Leben habe ich genau den gleichen Effekt: Gas geben, die Welt beginnt vorbeizurollen, der Verbrenner geht mit an, 50km/h überschritten. Klar kann das jeder GTI schneller. Der kann mich 100Mal stehen lassen. Dann braucht er aber eine neue Kupplung und ein neues ZMS. Bauteile, die ich gar nicht habe.

Klar kann mir eine Batterie (gebraucht 800€, neu 2000€) verrecken. Dem Diesel nicht. Bisher ist aber am Hybrid in 12 Jahren und 245.000km NIX (nicht mal Koppelstangen oder Spurstangenköpfe) verreckt. Beim Toyota Hybrid ist das völlig normal. Zeig mir mal eine (moderne) Diesel Baureihe, wo 240.000km NIX zu tun ist.

Wer jetzt noch Diesel Kauft, tut dies aus rein emmotionalen Gründen.

Ist ja auch ok. Aber es macht keinen Sinn, über technische Daten der E-Autos zu reden, wenn ich eine Dampflock will.

 

Die Welt ist halt nicht schwarz und weis.

Aber solange an Stammtischen mit dem Motor-Drehmoment diskutiert wird, obwohl der Verlauf des RAD-Drehmoment entscheidend ist, kommen wir mit fakten nicht weiter.

 

Für gefühlte 50% der Nutzer muss ein Auto rütteln, knurren, und beim Beschleunigen rucken. Nur dann ist das "Sportlich"

So ein E-Antrieb macht das alles nicht. Darum ist der auch gefühlt nicht schnell. Und wel das keiner zugibt, wird über Reichweite und Akku-Lebensdauer Philosophiert.

 

Für die Reichweiten-Angsthasen kann man entweder einen Plugin-Hybrid kaufen, oder demnächst das Gegenteil von Mazda, ein E-Auto mit (vermutlich LPG) - Wankelmotor als Reichweitenverlängerer.

Oder halt vorerst einen "nicht-plug-in" von Toyota.


22.10.2018 14:26    |    FWebe

Zitat:

Wie können denn Fakten blanker Unsinn sein?

Ganz einfach, indem es schlicht keine Fakten sind. Mercedes verkauft keine Fahrzeuge von Tesla, das sollte eigentlich hinlänglich bekannt sein.

 

Zitat:

Dann müsste doch aber Mercedes mit allen zusammenhängenden Modellvarianten mehr verkaufen als Tesla in der Klasse. Sonst ist die Modellstrategie nicht sonderlich effektiv.

Wieso müssen sie das? Sie bieten den Kunden nur mehr für ihr (mehr an) Geld. Wie der Punkt mit dem Modell S aber auch zeigt, macht sich jeder den Vergleich, den er für seine Meinung braucht.

 

 

 

Zitat:

So ein E-Antrieb macht das alles nicht.

Einspruch, natürlich ruckt es auch in einem Elektrofahrzeug, wenn man aufs Gas geht. Die Veränderung der Beschleunigung dürfte sonst nicht stattfinden.

Ebenso macht auch ein Elektromotor durchaus Geräusche, halt nur andere.


22.10.2018 14:38    |    Alubremslicht

Nochmal FWebe: Es ist sowas von klar, dass thps nicht meint, Tesla würde Mercedi (oder Mercedesse oder so...) verkaufen. Das ist sicher auch dir klar und jetzt nochmal drauf rumzureiten ist ausgesprochen doof von dir.

 

Genauso dein "Einspruch"... Es geht nicht darum, ob es absolut gesehen gar nicht ruckt und gar kein Geräusch macht - es ist natürlich so gemeint, dass das Rucken und das Motorgeräusch elektrisch so viel weniger ist dass es gefühlt - im Vergleich - weg ist. Wer häufiger elektrisch fährt kann das sicher bestätigen. (auch wenn es Ausnahmen geben mag)


22.10.2018 14:51    |    meehster

Zitat:

Original geschreibt von FrankmitBoxer

Im täglichen Leben habe ich genau den gleichen Effekt: Gas geben, die Welt beginnt vorbeizurollen, der Verbrenner geht mit an, 50km/h überschritten. Klar kann das jeder GTI schneller. Der kann mich 100Mal stehen lassen. Dann braucht er aber eine neue Kupplung und ein neues ZMS. Bauteile, die ich gar nicht habe.

Genau. Witzig ist auch, daß die Wenigsten überhaupt mit ihren Autos umgehen können.

Ich erinnere mich noch gut an eine Situation vor ca. 3 Jahren: Da hatte ich bei der Ortsdurchfahrt Hesel einen Golf VII GTI hinter mir. Auf den geraden Abschnitten hat er gedrängelt, weil ich mich ungefähr (;)) ans Limit gehalten habe, aber direkt nach dem Abbiegen war er plötzlich wieder weit weg. Dabei war ich in den Kurven keineswegs am Limit mit meinem Prius und den 195/65R15-Reifen.


22.10.2018 16:15    |    FWebe

Zitat:

Nochmal FWebe: Es ist sowas von klar, dass thps nicht meint, Tesla würde Mercedi (oder Mercedesse oder so...) verkaufen. Das ist sicher auch dir klar und jetzt nochmal drauf rumzureiten ist ausgesprochen doof von dir.

Dann schau doch nochmal genau nach, wer das Thema andauernd wieder aufgreift und wende dich dann doch an denjenigen.

Dir ist sein Beitrag noch nicht aufgefallen, mit dem Inhalt "Wow das trägt wirklich sehr sinnvoll zur Diskussion bei..."? Das Thema war bis dahin eigentlich schon abgeschlossen.

Davon ab scheust du keinen einzigen Beitrag das Thema anzusprechen, sogar ohne dass du explizit angesprochen wirst. Wer da drauf "rumreitet" sollte so langsam also wohl ziemlich deutlich sein.

 

Was er meint und was er geschrieben hat sind übrigens zwei paar Schuhe und man sollte damit auch rechnen, dass das, was man schreibt, auch so gelesen wird. Man sollte wenigstens den Anstand haben, vernünftig zu schreiben.

 

 

 

Zitat:

Genauso dein "Einspruch"... Es geht nicht darum, ob es absolut gesehen gar nicht ruckt und gar kein Geräusch macht - es ist natürlich so gemeint, dass das Rucken und das Motorgeräusch elektrisch so viel weniger ist dass es gefühlt - im Vergleich - weg ist. Wer häufiger elektrisch fährt kann das sicher bestätigen. (auch wenn es Ausnahmen geben mag)

Es ist eben nicht "gefühlt" im Vergleich weg, es gibt ein paar Leute, die der Meinung sind, es sei nicht vorhanden, nur stützen diese sich nicht auf Fakten, sondern nur auf ihre Meinung, sei es aus Verblendung oder weil sie bei Verbrennern ebenso argumentieren. Es gibt ja auch genügend Leute, die ihre Dieselmotoren nicht hören oder vom Ansprechverhalten der Turbolader nichts merken.

 

Du willst mir doch nicht allen Ernstes Erzählen, dass man beim Fahren eine Veränderung der Beschleunigung um z.B. 5 m/s² nicht spürt, nur weil diese Veränderung jetzt durch einen Elektromotor hervorgerufen wird. Das wäre physikalisch blanker Unsinn und deckt sich mit keiner einzigen Erfahrung von Nutzern elektrisch angetriebener Fahrzeuge.


22.10.2018 20:22    |    jennss

@schleich-kaefer

 

Zitat:

Meine letzte längere Reise war nach Toskana. Ca. 1100 km einfache Strecke. Meine Frau wollte die ganze Strecke nicht auf einmal fahren, weil zu ermüdend. Wir haben nach 750 km übernachtet, am nächsten Tag eine Großstadt in der Nähe besichtigt und dann die restlichen 350 km weiter gefahren. Wie würde diese Reise mit einem Standard-Neo aussehen? Bin ich dann insgesamt 3 oder 4 Tage unterwegs? Und muss ich einen Elektrizitätswerk als Anhänger mit nach Italien hinter mir ziehen? Oder kann ich dort in der Pampa auch aufladen?

Das geht auf jeden Fall. Man kann sich die Route z.B. berechnen lassen bei https://www.goingelectric.de/stromtankstellen/routenplaner/

Unter Optionen ist der Neo aber natürlich noch nicht drin. Für die Langstrecke ist der Tesla mit den Superchargern klar im Vorteil. Hoffentlich kommen mehr starke Ladestationen dann auch bald für Nicht-Tesla. Bei Tesla sind es oft 8 oder 16 Supercharger zusammen. Ich finde, da hat man mehr mitgedacht. Da steckt ein gutes System dahinter.

j.


22.10.2018 21:02    |    FWebe

Wo gerade das Thema der längeren Strecke angeschnitten wird, dürfte sich aktuell gerade dort das durchschnittliche Tempo mit einem Elektrofahrzeug wohl eher verringern, schlicht weil man wohl tendenziell mehr Pausen machen muss.


23.10.2018 08:25    |    thps

Zitat:

Wo gerade das Thema der längeren Strecke angeschnitten wird, dürfte sich aktuell gerade dort das durchschnittliche Tempo mit einem Elektrofahrzeug wohl eher verringern, schlicht weil man wohl tendenziell mehr Pausen machen muss.

Das ist sicher richtig, aber das steht auch schon im Blogeintrag. Ich habe mal spaßeshalber eine typische Langstrecke die in MEIN Profil passen würde (Hoch an die Ostsee) geplant. Mit einem Tesla S75D wären Ladepausen von insgesamt 57 Minuten nötig. (Bei 150 km/h Autobahngeschwindigkeit)

Das ist für eine Fahrt mit der Familie eine ganz normale Pausenzeit. Klar, einen Vertreter der das jeden Tag fahren muss wird das nerven.


23.10.2018 09:39    |    schleich-kaefer

Zitat:

Das ist sicher richtig, aber das steht auch schon im Blogeintrag. Ich habe mal spaßeshalber eine typische Langstrecke die in MEIN Profil passen würde (Hoch an die Ostsee) geplant. Mit einem Tesla S75D wären Ladepausen von insgesamt 57 Minuten nötig. (Bei 150 km/h Autobahngeschwindigkeit)

 

Das ist für eine Fahrt mit der Familie eine ganz normale Pausenzeit.

Nur, dass du mit der Familie die Pausen dann machst, wenn die Kinder aufs Klo müssen (und erwachsene auch). Und nicht dann, wenn das E-Auto an die Steckdose will. Und immer wieder Vergleiche zu einem 70 k€ Auto. Vergleich es lieber mit etwas bezahlbarem.


23.10.2018 10:13    |    schleich-kaefer

Zitat:

Das geht auf jeden Fall. Man kann sich die Route z.B. berechnen lassen bei https://www.goingelectric.de/stromtankstellen/routenplaner/

 

Unter Optionen ist der Neo aber natürlich noch nicht drin. Für die Langstrecke ist der Tesla mit den Superchargern klar im Vorteil. Hoffentlich kommen mehr starke Ladestationen dann auch bald für Nicht-Tesla. Bei Tesla sind es oft 8 oder 16 Supercharger zusammen. Ich finde, da hat man mehr mitgedacht. Da steckt ein gutes System dahinter.

Danke für den Link. Ich habe mit das genau angeschaut. Das ist und bleibt für mich eine unvorstellbare Scheiße. Wild in der Gegend verteilte Ladestationen (nur sehr selten auf den Autobahnen), vermutlich meistens nur eine oder zwei und fast immer nur 11 oder 22 kW. Dazu noch Unmenge der Stecker-Systeme (das passt betimmt nicht alles überall, oder? Muss ich Adapter mitschleppen?) und zig Betreiber. D.h. immer wieder von der Autobahn runter, durch Pampa oder Innenstädte rumgurken und suchen. Wenn besetzt, dann weiter fahren und suchen. Wie ist es mit dem Bezahlen? Gibt es eine Karte mit der ich überall an jeder Ladestation bezahlen kann? Was mache ich wenn mein Akku so leer ist und ich etwas Pech habe und die zwei, drei aufgesuchte Ladestationen belegt sind (oder kaputt) und ich bis zur nächsten nicht schaffe? Das ist kein Reisen! Das ist ein Leben nach dem Auto und seinem blöden Akku. Ich könnte einfach lachen, wenn es nicht so unfassbar tragisch wäre. Ich werde es nie verstehen, wie man sich für das E-Auto unter diesen Umständen begeistern kann. Das ist Selbstkasteiung und Selbstkastration zusammen.

 

Und ich warte auf die nächste Challenge aus dem Interent - Unplug-Challenge. Dumme Jugendliche und Kinder stöpseln die E-Autos ab, während die Familie meint, sie kann während der Zwangspause die Stadt besichtigen oder Essen gehen. Oder sind die Stecker gegen sowas gesichert? Wenn nicht, kommt so ein Schwachsinn (Unplug) ganz sicher.


23.10.2018 11:01    |    FWebe

Zitat:

Das ist für eine Fahrt mit der Familie eine ganz normale Pausenzeit.

Wenn man wüsste, wie lange und weit du insgesamt führest und welche Streckenwahl dabei zugrunde liegt, könnte man das eventuell beurteilen, so sehe ich aber erstmal knapp eine Stunde Pause, welche ohne Rahmenbedingungen im Raum steht.


23.10.2018 12:28    |    Alubremslicht

Zum Glück bin ich raus aus dieser Diskussion hier. Ausdrücke wie "Verblendung", "Elektrizitätswerk als Anhänger mit nach Italien", "Pampa", "unvorstellbare Scheiße", "Leben nach dem Auto und seinem blöden Akku", "unfassbar tragisch ", "Selbstkasteiung und Selbstkastration" bestätigen mir, dass mitdiskutieren gänzlich unsinnig wäre.

 

Nur ne kurze Richtigstellung zu FWebe 22.10.2018 16:15

 

Geräusch: Bist du in letzter Zeit ein aktuelles E-Auto gefahren? Dann berichte bitte von der konkreten Erfahrung bei welchem E-Auto dir das Geräusch lauter als "gefühlt weg" vorkam?

 

Zum letzten Absatz: Wie kommst du bitte dazu, mir zu unterstellen, ich würde behaupten: "dass man beim Fahren eine Veränderung der Beschleunigung ... nicht spürt"? Es ging ums Ruckeln, nicht um das "in den Sitz gepresst werden" bei gleichmäßiger Beschleunigung. Ruckeln ist unbequem, nur reingedrückt zu werden - und das auch noch ohne größere Motorengeräusche - ist geil. Probier es einfach mal aus...


23.10.2018 12:45    |    thps

Zitat:

Nur, dass du mit der Familie die Pausen dann machst, wenn die Kinder aufs Klo müssen (und erwachsene auch). Und nicht dann, wenn das E-Auto an die Steckdose will. Und immer wieder Vergleiche zu einem 70 k€ Auto. Vergleich es lieber mit etwas bezahlbarem.

Dann macht man halt an einem anderen Supercharger halt. Die Dinger sind wirklich Großflächig in DE verteilt. Und eine kurze Pinkelpause kann man ja trotzdem machen. Das geht übrigens auch mit einem E-Auto.

 

Du kannst das ganze auch mit einem Model 3 berechnen, da kommt exakt das gleiche raus. Nein, das Model 3 lädt mehr KM/Stunde, hat also noch kürzere Ladepausen.


23.10.2018 13:37    |    FWebe

Zitat:

Zum letzten Absatz: Wie kommst du bitte dazu, mir zu unterstellen, ich würde behaupten: "dass man beim Fahren eine Veränderung der Beschleunigung ... nicht spürt"?

Lies doch einfach alle Beiträge, dann wird das ersichtlich.

 

Zitat:

Es ging ums Ruckeln,

Falsch, es ging ums Rucken, wie gesagt, mach dir doch einfach mal die Mühe, die Beiträge zu lesen, bevor du dir nachträglich was zurechtlegst.

Davon ab kannst du eben auch mit einem Verbrenner "ruckelfrei" beschleunigen, insofern ist der Beitrag auch inhaltlich fragwürdig.

 

Zitat:

Probier es einfach mal aus...

Fällt dir außer diesem Spruch nichts anderes mehr ein?

Mir scheint, dass von uns beiden bisher eher du derjenige bist, der es tatsächlich mal ausprobieren sollte, einfach um mal aus deiner Blase zurück zur Realität zu kommen.


23.10.2018 17:22    |    Alubremslicht

Also FWebe - jetzt regst du mich saumäßig auf. Anstatt dich zu entschuldigen, dass du mir etwas in den Mund gelegt hast, was ich so nicht meinte - bestärkst du das auch noch. Wo bleibt deine gute Kinderstube?

 

Ruckeln... Rucken... also bei mir ist das nahezu das Gleiche. Ich wollte lediglich vermittelnd die Aussage von FrankmitBoxer aus meiner Sicht - die eines fast täglich E-Auto Fahrenden - zurechtrücken. Du reitest jetzt auf den Ausdrücken herum, das ist doch Quatsch. Fakt ist eben, dass bezuglich der Aussage von FrankmitBoxer "rütteln, knurren, und beim Beschleunigen rucken. Nur dann ist das "Sportlich" ... So ein E-Antrieb macht das alles nicht" tatsächlich ein Unterschied besteht und das E-Auto ohne Vibrationen (ja, ja, nicht drauf rumreiten, sicher vibriert da auch was, aber man fühlt es nicht) und brummende Geräusche auskommt. Fakt ist auch, dass die Beschleunigung in der Praxis bei gemäßigtem Stromfuß sehr gleichmäßig und ruckfrei abläuft. Glaub mir das doch einfach.

 

Und hör mir auf mit deinem Gesülze von Blase und Realität... ich fahre nun mal einen BMW i3 und beschreibe das was ich dabei und damit erlebe. Das ist eben Realität und keine Blase. Also spar dich solche Sprüche wie am Ende deines letzten posts, denn das nervt ungemein und bringt rein gar nichts in der Sache!


24.10.2018 12:50    |    Gravitar

Viel Diskussion.... meine Realität war weiter oben beschrieben und bedeutete für jemanden, der an den Charger wollte, 4-5 Fahrzeuge Wartezeit. Das ermitteln einer Tour anhand von Chargern funktioniert auch nur dann, wenn diese funktionstüchtig, nicht zugeparkt und nicht besetzt sind, mit dem richtigen Stecker und der richtigen Betreiber zur Abrechnung ausgestattet sind. Unter ungünstigen Bedingungen kommt dann auch schonmal ein kw/h-Preis von 50-100Eurocent dabei heraus, was die Wirtschaftlichkeit ganz erheblich in Frage stellt.

 

hier noch etwas realistisches zu Betriebskosten im Vergleich.....

 

https://www.youtube.com/watch?v=Z2rwlmqYrhQ

 

Gruß

 

Gravitar


25.10.2018 07:00    |    thps

Zitat:

hier noch etwas realistisches zu Betriebskosten im Vergleich.....

https://www.youtube.com/watch?v=Z2rwlmqYrhQ

Was ist daran realistisch? In der Realität hätte das Model X Stromkosten von 0 € gehabt und mit Sicherheit nicht an einer überteuerten Schnelladesäule für 40Cent/kwh geladen.

Und für eine fairen Vergleich hätte auch das Model X den Reifendruck erhöhen müssen (nicht nur der Volvo).


25.10.2018 08:18    |    draine

Wie soll das denn gehen? Kostenlose Supercharger gibt es seit Anfang 2017 für die neuen Modelle doch nicht mehr.


25.10.2018 08:24    |    thps

Den kann man aber dazu kaufen. Selbst wenn, zahlt man beim Supercharger nur etwa 20 Cent/kwh und damit nur 18€ für die Akku-Füllung und nicht 30€ wie hier angenommen.


26.10.2018 10:59    |    jennss

Zitat:

Danke für den Link. Ich habe mit das genau angeschaut. Das ist und bleibt für mich eine unvorstellbare Scheiße. Wild in der Gegend verteilte Ladestationen (nur sehr selten auf den Autobahnen), vermutlich meistens nur eine oder zwei und fast immer nur 11 oder 22 kW. Dazu noch Unmenge der Stecker-Systeme (das passt betimmt nicht alles überall, oder? Muss ich Adapter mitschleppen?) und zig Betreiber. D.h. immer wieder von der Autobahn runter, durch Pampa oder Innenstädte rumgurken und suchen. Wenn besetzt, dann weiter fahren und suchen. Wie ist es mit dem Bezahlen? Gibt es eine Karte mit der ich überall an jeder Ladestation bezahlen kann? Was mache ich wenn mein Akku so leer ist und ich etwas Pech habe und die zwei, drei aufgesuchte Ladestationen belegt sind (oder kaputt) und ich bis zur nächsten nicht schaffe? Das ist kein Reisen! Das ist ein Leben nach dem Auto und seinem blöden Akku.

Ich kann deine Einschätzung schon sehr gut verstehen und es ist auch einiges ganz richtig. Aber ich wette, viele Punkte sind dann doch nicht so schlimm, wenn du dich noch intensiver damit beschäftigst und es probierst. Ich fahre ja derzeit nur PlugIn-Hybrid und lade kaum auswärts. Ich habe es jedoch schon gemacht. Plugsurfing ist wohl die am verbreiteteste Karte. Ggf. holt man sich noch DriveNow dazu. Ich denke, dann ist man an sehr vielen Ladestationen sicher. Was mich dennoch sehr stört, ist die Undurchschaubarkeit der Kosten. Wir haben hier eine Ladesäule, bei der es einen Pauschalbetrag gibt, was ich sehr doof sind. Bei Rewe lädt man gewöhnlich nur zwischendurch etwas nach und dann gibt es 6,50 € dafür in der Rechnung, die man erst einen Monat später sieht... Ich hoffe, ein Pauschalbetrag ist eher die Ausnahme. So viel Erfahrung habe ich da nun auch nicht. Infos zu den einzelnen Ladesäulen findet man auch bei Goingelectric, aber auch nicht alle.

https://www.goingelectric.de/stromtankstellen/

Es sind schon eine ganze Menge. Dennoch ist es für die Langstrecke sicher angenehmer, wenn man einen großen Akku hat, wie z.B. beim Hyundai Kona (SUV mit 482 km nach WLTP mit 64 kWh, 39000 € für 204 PS). Dann kann man auch auch locker mal ein oder 2 Ladestationen vor der maximalen Reichweite nachladen, um auf Nummer sicher zu gehen und notfalls auch noch weiter fahren zu können.

 

Ich denke, es ist zum großen Teil Gewöhnungssache. Wer sich nur kurz damit beschäftigt, ist zunächst abgeschreckt und bleibt lieber beim Tanken.

j.


26.10.2018 12:03    |    HunderterAudi

Wieso fahren die E-Auto`s nicht mit Oberleitungen (wie Züge), da kann man sich die Ladestationen sparen?

 

LG Ossi


26.10.2018 12:08    |    schleich-kaefer

... und Milliarden für Oberleitungen ausgeben? Wer bezahlt das?


26.10.2018 12:10    |    MikeEngine

@FrankmitBoxer, das ist echt ein interessanter Beitrag, und zeigt, wie gut Hybride (von Toyota) sind!

 

Hier in Berlin sind Taxis entweder E-Klassen (also Diesel) oder Toyota und teilweise sogar Lexus Hybride. Taxen müssen sparsam und langlebig sein. Das sagt erstmal viel aus. Ich denke sogar die E-Klasse ist zum großen Teil auch nur noch da, weil sie sich über Jahrzehnte etabliert hat, nicht nur aufgrund von Fakten.

 

Allgemein zu einigen Beiträgen hier:

+ Es wird sehr viel generalisiert und davon ausgegangen, dass es einfach so wie bisher weitergeht: E-Autos werden immer billiger, automatisiertes Fahren setzt sich durch und 2030 ist der Verkehr wie im Science Fiction Film vollautomatisch reguliert und die Vehikel surren aneinander vorbei :D

 

Es gibt so viele Ungewissheiten, die noch dazu führen können, dass das alles nicht eintritt! Abgesehen wäre das auch irgendwie schlimm, weil man als Fußgänger oder Fahrradfahrer dann überhaupt nicht mehr einfach auf der Straße sich bewegen könnte!

 

Die E-Mobilität wird einfach teilweise zu krass gehypet! Und Hype heißt, es ist überbewertet. Außerdem gibt es 1000 andere Probleme in der Welt.

 

Das Thema mit den Batterien ist deshalb so problematisch, weil Cobalt eben unter sehr schlechten Bedingungen im Kongo abgebaut wird und hierzulande setzt sich der 'wichtige' Mann 'von Welt' in sein Tesla Model S und meint, er rettet die Welt, weil er kein CO2 aus dem Auspuff lässt! Dieser Bullsh... nervt einfach!


26.10.2018 12:12    |    HunderterAudi

@schleich-kaefer : War ja nur ein Scherz. Das ginge ja gar nicht, alleine schon nicht beim überholen etc..

 

LG Ossi


26.10.2018 15:43    |    notting

@HunderterAudi:

Zitat:

Wieso fahren die E-Auto`s nicht mit Oberleitungen (wie Züge), da kann man sich die Ladestationen sparen?

1. Auf das Dach eines Zugs, O-Busses oder O-LKW (entspr. Versuche LKW so elektr. zu betreiben gibt's bereits) zu kommen ist schwierig. Trotzdem gibt's in dem Zusammenhang regelm. Darwin-Award-Kandidaten die meinen da hochklettern zu müssen. Beim Auto kommt man leider auf's Dach. Und bei solchen Spannungen ist isolieren sehr schwierig, siehe die fetten Isolatoren an den Oberleitungen. Nein, niedrigere Spannungen machen keinen Sinn weil sonst die Ströme zu hoch werden.

2. Mach mal so einen Stromabnehmer auf ein Auto (der ja im Endeffekt auf der selben Höhe abgreifen muss wie z. B. ein LKW mit Stromabnehmer, also beim Auto länger ist weil das Auto niedriger ist) und fahr dann mal ein paar scharfe Kurven. Das Auto wird evtl. umkippen...

 

notting


26.10.2018 17:40    |    jennss

Zitat:

Das Thema mit den Batterien ist deshalb so problematisch, weil Cobalt eben unter sehr schlechten Bedingungen im Kongo abgebaut wird

Das gibt es nur im Kongo?

Schnell ergooglet: https://www.buzzriders.com/.../

j.


26.10.2018 17:41    |    notting

@jennss: Lt. https://de.wikipedia.org/wiki/Cobalt#F%C3%B6rderung läuft da selbst das zweitplatzierte China unter fernerliefen...

 

notting


26.10.2018 17:51    |    jennss

Hola, fast 40% der Kobalt-Förderung weltweit sind aus dem Kongo... hm.. schon sehr viel. Wäre interessant zu wissen, welcher Autohersteller es von wo bezieht. Wofür wird sonst noch Kobalt verwendet? Doch sicher nicht nur für E-Autos.

Ah, sehe schon: https://de.wikipedia.org/wiki/Cobalt#Verwendung

Also nicht nur für Akkus, sondern auch z.B. für Stahl-Legierungen. Btw.: Bei Smartphones oder anderen Geräten mit Akkus kam diese Diskussion nie auf, oder?

j.


26.10.2018 19:10    |    notting

@jennss: Einerseits viel kleinere Akkus und andererseits doch, siehe z. B. Fairphone.

 

notting


26.10.2018 19:53    |    jennss

Viel kleinere Akkus ja, aber in Massen. Insgesamt wohl sicher noch weniger als beim Auto :).

Gibt es das Fairphone noch?

j.


Deine Antwort auf "Veränderung der Verkehrsgeschwindigkeit durch Elektroantriebe"

Blogempfehlung

Mein Blog hat am 06.02.2020 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

Blogautor(en)

jennss jennss


 

Besucher

  • anonym
  • Schwarzwald4motion
  • invisible_ghost
  • Thomas123er
  • GLI
  • Alexander67
  • miko-edv
  • dodo32
  • PIPD black
  • GT-I2006

Archiv