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12.10.2018 12:51    |    jennss    |    Kommentare (289)

Elektrische Beschleunigung im AlltagElektrische Beschleunigung im Alltag

Smart wird ab 2020 rein elektrisch, Porsche (ausgenommen 911er) ab 2027, andere Hersteller werden sicher bald ähnlich entscheiden und den Bau von Verbrennern einstellen. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein. In Norwegen wird der Verkauf von Verbrennern ab 2025 verboten, in Dänemark, Niederland, China und Irland ab 2030. In Frankreich und GB wird das Verbot voraussichtlich 2040 kommen. Deutschland ist noch unentschlossen. So oder so wird die Elektromobilität aber kommen und es wird nicht nur Auswirkungen auf die Abgase in Städten haben. Auch sehe ich die Verkehrsgeschwindigkeit verändert, vor allem in der Stadt (schneller) und auf der Autobahn (langsamer). Mit dem E-Auto ist das Beschleunigen eine so unspektakuläre Sache, dass man dazu neigt, oft ziemlich kräftig zu beschleunigen. Bei unserem 225xe drücke ich im E-Modus oft fast voll runter und er zieht trotz nur 88 PS mit 1,7 t Gewicht so gut ab, dass ich fast jedes Mal einen deutlichen Abstand zu den Hinterleuten habe. Dabei ist er nach Zahlen im E-Modus gar nicht so überragend und braucht wohl gut 13 Sekunden auf 100 oder noch mehr (Leider werden bei PlugIns nur die Zeiten der Gesamtleistung gemessen). Auch ist das Reagieren im Straßenverkehr schneller. Neulich las ich hier im Forum, dass jemand seinen eGolf bis 100 km/h subjektiv so schnell empfindet wie seinen GTI, obwohl der GTI ca. 100 PS mehr hat.

 

Ich denke, durch die Elektromobilität werden sich vor allem die Beschleunigungen der sonst langsamen Verkehrsteilnehmer verbessern. Wenn ich im Rückspiegel sehe, wie viel Meter das ausmachen kann, dürfte sich der Verkehrsfluss in vollen Innenstädten merklich verbessern bzw. der Durchfluss erhöhen, ohne dass die Maximalgeschwindigkeit sich ändert, und es kommen mehr Fahrzeuge bei einer Ampelperiode durch. Die Beschleunigung macht da erstaunlich viel aus. Wir haben hier Ampeln, wo regelmäßig nur ca. 3 bis 4 Autos rüberkommen. Worstcase sind dann auch mal nur zwei, weil die da vorne nicht aus den Puschen kommen. Die Hinterleute sind dann entsprechend genervt oder fahren noch bei rot mit rüber. Mit schnellerem Anfahren wären das sicher 20 bis 50% mehr Autos pro Ampelphase. Ich denke, dies kann man am besten Einschätzen, wenn man selbst bereits elektrische Antriebe gefahren ist. Es gibt keine Verzögerung durch das Schalten und kein Turboloch. Die Gaspedalaktion kommt immer sofort an die Räder.

 

Ein weiterer, kleiner Punkt für die Stadt ist, dass das Geräusch der Autos leiser wird. Wir haben hier Straßen, die wegen Lärm ab 22 Uhr nur noch mit 30 km/h befahren werden dürfen. Ich fahre der Gesetze wegen natürlich auch elektrisch nur 30, aber eigentlich gibt es dafür keinen technischen Grund, da das Auto sehr leise ist. Dies wirkt sich natürlich nicht auf den Durchfluss des Verkehrs aus, aber so ist man auch nachts ein wenig schneller. Lärmbedinge Geschwindigkeitsgrenzen werden wohl weitgehend überflüssig.

 

Umgewöhnen müssen sich in Städten und Ortschaften auch Fußgänger, die sich nun nicht mehr darauf verlassen können, ein Auto zu hören. Da aber auch (seltenere) Radler auf den Straßen leise unterwegs sind, ist diese Einstellung vielleicht sowieso nicht so schlecht. Gefährlicher wird es nicht. Als Gehörloser bin ich schon darauf eingestellt, mich als Fußgänger öfter umzusehen und bin bis heute noch nicht angefahren worden :). Wie sich die Situation für Blinde ändert, kann ich nicht einschätzen. Leichter wird es für sie ohne Motorgeräusch sicher nicht.

 

Auf der anderen Seite fahren viele E-Autos auf der Autobahn nicht mehr so schnell wie die Verbrennergeschwister. Ein E-Golf ist auf 150 begrenzt. Selbst der VW Neo soll ab 2020 trotz Minimum 170 PS nur 160 km/h maximal laufen. Ein Tesla läuft zwar auch einige Minuten 250 km/h, aber insgesamt werden solche Speedorgien auf der linken Spur sicher seltener werden. Für alle Länder außer Deutschland ist diese Einschränkung eh unbedeutend, aber hier dürfte man es schon merken.

 

Eine andere Sache ist, dass das Stadtbild sich auch ein bisschen durch die Ladesäulen ändern wird. Man wird sehen, wo sich diese am besten positionieren lassen.

 

Die Einsatzbereiche von Kleinwagen und größeren Autos dürften sich zudem aufgrund unterschiedlicher Reichweiten mehr unterscheiden als es bei Verbrennern der Fall war. Dies kann man als Nachteil sehen. Ein elektrischer Smart braucht länger von Hamburg nach Münschen als ein Verbrenner-Smart und ist nicht mehr so universell, aber man muss abwarten, wie sich die Reichweiten bei den kleinen Autos entwickeln werden. Da eine große Kapazität nicht nur Platz im Auto braucht, sondern auch eine Kostenfrage ist, könnte es sein, wird man kleine Autos tendenziell wohl auch nicht mit so großen Akkus ausrüsten. Wenn Akkus irgendwann sehr günstig werden, könnte so ein (einfach aufgebautes) E-Auto dann auch irgendwann deutlich unter den Verbrennerpreisen liegen.

 

Die E-Mobilität wird einiges ändern, zum Besseren und zum Schlechteren.

j.

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12.10.2018 13:13    |    schleich-kaefer

Es ist sehr interessant, dass obwohl die Technik und die ganze E-Autothematik immer noch in den Kinderschuhen steckt, die Hersteller jetzt schon posaunen, wann sie die Verbrenner einstellen. Da kann ich nur immer wieder staunen. Hoffentlich wird die große Masse ausreichend fernünftig und die Kisten erst kauft, wenn sie in Praxis wirkich was taugen. Im Moment ist das ein teueres Spielzeug für Reiche die Spaß haben wollen. Z.B. weil es "so geil beschleunigt". Kindergarten. Das löst kein Problem.

Ich hoffe aber auch, dass im Rahmen der Elektrifizierung, Vernetzung und spätestens bei dem autonomen Fahren endlich ein generelles Tempolimit kommt. Denn der Verkehr wird flüssiger, wenn alle langsam und gleichmäßig fahren. Daher sehe ich deine "Theorie" zum besseren Verkehrsfluss durch höheres Beschleunigen, gleinde gesagt, kritisch.


12.10.2018 13:39    |    ricofan

Hallo,

der Elektro-Antrieb ist z.Zt. und in naher Zukunft nur für den Stadtverkehr sinnvoll und zur Zeit ökologisch in der Belastungskette auch kein Fortschritt, ja eigentlich eine erhöhte Umweltbelastung.

Die Ladezyklen unterwegs sind schon jetzt bei einer geringen Anzahl von Elektromobilen nicht tragbar.

Der Elektromotor ist ja bereits vor über 100 Jahren in Konkurrenz zu den Verbrennungsmotoren gescheitert.

 

Er wird ja z.Zt. hochgejubelt, ist aber in Wirklichkeit noch kein Ersatz für die Verbrennungsmotoren, er wird ja von den Automobilindustrie, sozusagen als Pseudo-Synonym für eine CO2-Verminderung der Fahrzeugflotte, herangezogen.

Auch der Diesel wurde vor Jahren von der Presse hochgejubelt und deren Nachteile negiert.

 

Die Verantwortung liegt zum Großteil klar bei der Regierung, die in Deutschland noch immer den Dieselpreis subventioniert und daher zum Boom beigertragen hat.

Die Industrie reagiert ja immer auf die Nachfrage, hat ja weltweit die geforderten gesetzlichen Werte eingehalten. Der VW Konzern wollte ja mit besseren Werten glänzen - mit nicht legalen Mitteln.

 

Zur Zeit ist nur die Brennstoffzelle in der Lage, den bisherigen Ottomotor (Benzin,Diesel) zu ersetzen.

 

Übrigen kann die Automobilindustrie sehr wohl auf alle Vorschriften auch legal reagieren - der Verbrennungsmotor ist noch lange nicht am Ende.


12.10.2018 14:07    |    Goify

Jennss, die tempo 30 in Wohngebieten nachts hat nicht viel mit dem Motorengeräusch, als viel mehr mit dem Reifengeräusch zu tun. Es ist nahezu egal, welcher Antrieb unter der Haube steckt. Lediglich beim Beschleunigen hört man den Verbrennungsmotor. Beim Dahinrollen sind die Motoren nicht mehr wahrzunehmen, insbesondere hinter dem geschlossenen Fenster im Haus.


12.10.2018 14:08    |    jennss

Zitat:

der Verbrennungsmotor ist noch lange nicht am Ende.

Definiere "noch lange" ;).

 

Der Brennstoffzellen-Antrieb hat ja auch einen E-Motor. Da gilt bzgl. der Geschwindigkeit im Verkehr sehr Ähnliches wie beim Akkuauto. Beides ist Elektromobilität. Ich sehe bei Brennstoffzelle & Akku Aufgaben wie bei Diesel und Benzin. Der Akku hat allerdings den großen Vorteil der halben Fahrkosten und das auch auf Langstrecke. Da gab es mal eine schöne Grafik in AutoBild, die gezeigt hat, dass die Nutzung der Brennstoffzelle die doppelte Ursprungsenergie benötigt. Daher sehe ich die Brennstoffzelle eher für Spezialaufgaben. Gerade auch auf Langstrecken kann man mit Akku schnell mal Euros sparen, während die Brennstoffzelle teurer zu fahren ist als ein Diesel.

 

Zitat:

Jennss, die tempo 30 in Wohngebieten nachts hat nicht viel mit dem Motorengeräusch, als viel mehr mit dem Reifengeräusch zu tun. Es ist nahezu egal, welcher Antrieb unter der Haube steckt. Lediglich beim Beschleunigen hört man den Verbrennungsmotor.

Hola, das habe ich aus meinen 16 Jahren, in den ich hören konnte, jetzt nicht so in Erinnerung. Aber das ist auch schon 35 Jahre her. Damals konnte ich mit geschlossenen Augen teils anhand des Vorbeifahrgeräusches meinem Vater sagen, welches Auto das ist :). (Ich war schon bevor ich den Führerschein hatte, ein Autofreak :D).

j.


12.10.2018 14:11    |    Alubremslicht

Interessanter Artikel jennss. Ich sehe das weitgehend genauso.

 

Zu ricofan: Wie kommst du auf die vielen Thesen, die du da hinschreibst? Du nennst gar keine Argumente. Elektromobilität bringt eben keine erhöhte Umweltbelastung - sondern über die ganze Kette gesehen eine deutlich verringerte.

 

Bei der Konkurrenzsituation vor über 100 Jahren mussten Elektrofahrzeuge auf Bleiakkus bauen. Das hat mit den heutigen Gegebenheiten nichts mehr zu tun.

 

Und definitiv ist es ein Ersatz für die Verbrennungsmotoren, ich weiß das ganz sicher - denn ich habe ein Verbrennerfahrzeug durch ein Elektroauto ersetzt... und du wirst es vielleicht nicht glauben, aber es funktioniert. Sogar um längen besser. Klar, es gibt auch Nachteile - aber in Summe passt das Elektroauto für mich besser.

 

Deshalb bitte ich, solche generellen Aussagen wie "in Wirklichkeit noch kein Ersatz für die Verbrennungsmotoren" zu verzichten. Man kann gerne drüber diskutieren, in welchen Bereichen Elektro momentan noch nicht geeignet ist, und wie lange der Verbrenner in Spezialfällen noch sinnvoll sein kann. Pauschale Anti-E-Aussagen wie "teures Spielzeug für Reiche" und schlichtweg unwahre negative Aussagen zur Umweltbilanz beleidigen mich persönlich, da ich ja ein solches Auto gekauft habe und alle anderen E-Fahrer auch. Das muss hier wirklich nicht sein. Wir sollten die Pro und Kontras auf sachlicher, argumentativer Basis diskutieren.

 

Noch kurz zum Wasserstoff und der Aussage "Zur Zeit ist nur die Brennstoffzelle in der Lage, den bisherigen Ottomotor (Benzin,Diesel) zu ersetzen". Also so wie der Wasserstoff zur Zeit gewonnen wird ist diese Lösung eben energetisch sehr viel schlechter als batterieelektrisch. Den einzigen Vorteil - beim Nachteil dass es technisch eben sehr viel aufwändiger ist - sehe ich darin, dass einigermaßen viel Reichweite in kurzer Zeit nachgetankt werden kann. Aber wer braucht das noch, wenn sich in wenigen Jahren die Reichweiten und Ladegeschwindigkeiten batterieelektrischer Fahrzeuge nochmals deutlich verbessert haben? Also ich würde als Autofirma nicht auf dieses Pferd setzen.


12.10.2018 14:54    |    FWebe

Zitat:

Damals konnte ich mit geschlossenen Augen teils anhand des Vorbeifahrgeräusches meinem Vater sagen, welches Auto das ist ?.

Das liegt dann aber an den Anwendern. 30 km/h ist ein Tempo, welches die meisten Fahrzeuge knapp über Standgas, wenn nicht sogar nur mit dem Standgas fahren können, da gibt es keinen Grund, wieso der Motor laut sein sollte.

 

Was das Beschleunigen anbelangt, kannst du den gleichen Effekt auch mit Verbrennern erzielen. Viele Leute streicheln ihr Gaspedal halt generell, da ist es dann auch reichlich egal, mit welchem Fahrzeug man fährt. Man ist deutlich schneller vom Fleck, ohne dabei den Motor nennenswert drehen zu müssen Fahre ich z.B. mit unserem Fiat, habe ich i.d.R. die 50 km/h inklusive zwei Schaltvorgänge schon hinter mir, bevor andere auf 30 km/h kommen. Die Drehzahl geht dabei nicht über 2500 U/min, es wird lediglich das Pedal durchgedrückt und der Fiat ist jetzt nicht sonderlich potent motorisiert, sondern mit seinen maximal 95 PS ziemlich gut am realen Leistungsbedarf orientiert (0 - ~40 PS im Bereich bis 2500 U/min, dafür aber leider zu kurz übersetzt.) Ich persönlich könnte bei dem Fahrzeug gerade in den höheren Gängen auf eine nennenswerte Beschleunigung verzichten.

Beim großen Motorrad ist es beim Anfahren sogar so, dass ich allein aus Eigennutz zügig beschleunige, da man erst ab ~30 km/h überhaupt die Kupplung voll schließen kann, ohne dass der Motor bockt, dafür geht der erste Gang dann aber auch bis knapp 100 km/h.


12.10.2018 15:11    |    jodi2

Für Fußgänger erfordern leise E-Autos in der Stadt sicher eine Umgewöhnung. Aber Deine Hoffnung auf besseren Verkehrsfluss durch bessere Beschleunigung kann ich nicht teilen. Wann bist Du in der Stadt oder auf der AB unterwegs, morgens um 4? Verkehr und Staus werden jedes Jahr schlimmer und am Verkehrschaos und der Umweltbelastung durch Verkehr wird sich ohne ein grundlegendes gesellschaftliches Umdenken nicht viel ändern. Solange die Mehrheit immer noch meint, dass es es normal und unbedenklich und ihr gutes Recht sei, 2 Tonnen Blech&Seltene Erden durch die Gegend zu bewegen, um meist nur eine einzelne Person mit Handgepäck von 0,1 Tonnen eine mittelkurze Strecke von A nach B zu bringen und alternative Methoden wie ÖPNV, Fahrrad/Pedelec, Fahrgemeinschaften, Car Sharing etc. meist als unzumutbar erachtet und auch von der Politik nicht stärker gefördert werden, solange ist es global gesehen völlig Wumpe, mit welchem Energieträger KFZ fahren. Dito bezüglich LKW mit unserer Konsumgesellschaft mit just in time und same day Lieferung per LKW statt Schiene, wo keiner mehr ein paar Tage auf seine Bestellung warten will.

 

Das Laden ist ein anderes Problem, wenn jetzt plötzlich die Hälfte alle PKW E-Antrieb hätte, unsere Infrastruktur ist überhaupt nicht ausgelegt für das Laden von 30 Millionen E-PKW, weder die Haushalte in Städte&Gemeinde, noch bezüglich öffentliche Ladestationen noch an Landstraßen und ABs, wenn plötzlich die Hälfte aller PKW unterwegs statt an die Zapfsäule an die Supercharger müsste. Das lässt sich sicher alles in den Griff bekommen, aber das dauert allein bezüglich Netzausbau Jahrzehnte und kostet viele Millliarden. Und das ganze nur für etwas weniger Abgase und Lärm in den Innenstädten, aber ohne eine globale Verbesserung der Umweltbelastung. Scheint mir wenig sinnvoll, auch wenn ich selbst E-Fahrzeuge tolle Spielzeuge finde und gerne einen Tesla hätte… ;-)


12.10.2018 15:13    |    Alubremslicht

@ FWebe - Ja genau, so bin ich auch gefahren. 30 mit Standgas im 4. oder gar 5. Gang... schnelles Hochschalten usw. Das ist fast schon schade, dass diese Kompetenz bald nichts mehr nutzt. Dafür muss ich jetzt bemängeln, dass mein Tempomat beim BMW i3 nur bis 30 Km/h runter geht. Bei unserem Roomster ist das übrigens genauso (warum eigentlich, gibt es da mal wieder ne dumme Vorschrift?) aber da ist mir das nie aufgefallen weil ich ja solch langsames Tempo durch die Gangwahl und ohne den Fuß auf dem Gas zu haben regeln kann. (kann... nicht konnte, noch haben wir auch noch einen Verbrenner weil unser Geld leider beim Kauf des E-Autos ausgegangen ist. In den seltenen Fällen, wo ich den fahren muss fällt mir jetzt auf, wie unkomfortabel das ist... diese ganzen Vibrationen und der Geräuschpegel... nach 10.000 km elektrisch wird man da echt empfindlich)

 

Also: Wie oft nutzt Tempo 30 in Bezug auf Lärmschutz nichts - weil vollkommen unnötig runtergeschalten wird? Und wie viel CO2 wird völlig unnötig verschwendet, weil im falschen Gang gefahren wird? Und da sehe ich auch einen ganz klaren Vorteil bei der Elektromobilität: Die Anwendungsfehler werden drastisch reduziert - es ist eben ganz einfach. Will ich schnell, drück ich das Strompedal, will ich langsam, lasse ich es los... und gut. Sogar wenn jemand gar nicht vorausschauend fahren sollte, wirkt sich dieser in meinen Augen kapitale Fehler, weniger negativ aus, weil ja ein großer Teil wieder rekuperiert wird.


12.10.2018 15:15    |    Jake1865

Mir fallen bei der morgendlichen Autobahnfahrt zur Arbeit auch immer mehr Langsamfahrer und teilweise auch Schleicher (Leute die langsamer fahren als LKW) auf.

Da ich selber morgens Langsamfahrer (trotz 3.0l TDI) bin, fällt mir das besonders stark auf.

Ob das wohl alles E-Auto Fahrer sind? Ich kann es leider nicht beurteilen. Vermutlich schon.

Es werden noch 4-5 Jahre vergehen bis die Akkus soweit sind, das man die Reichweiten von Verbrennern erreicht.

Dann wird sich auf den Autobahnen auch wieder die Geschwindigkeit anheben.

Es ist schon toll das es noch kein generelles Tempolimit gibt und man auf freien AB auch mal zügig fahren kann.

Andererseits stelle ich auf Langstrecke immer wieder fest: Für einen Durchschnitt von 100km/h muß ich ca. 120-130 km/h fahren. Für einen Durchschnitt von 130 km/h aber schon 160-180 km/h wenns frei ist.

Zu viel Verkehr, Tempolimits, Baustellen senken den Schnitt ganz schnell runter.

Da kann man auch von vorne herein angepasst mitschwimmen und kommt auch nicht viel später ans Ziel, nur viel entspannter.

Allerdings bin ich auch kein Freund der unnötigen Schleicherei. Nur um Strom sparen zu müssen mit 100 km/h über die Autobahn zu kriechen ist nicht so meines. Die Richtgeschwindigkeit von 130 km/h sollte schon gefahren werden (können) ohne das der Akku all zu schnell schlapp macht. Das wird bei der nächsten Akku Generation zum Glück nicht mehr der Fall sein.

Bis dahin lohnt ein E-Auto nur für Leute die ein dazu passendes Jahresstreckenprofil haben.

Das dürften Dank nun ca. 300-400 km Reichweite doch schon etliche sein.

 

Gruß Jake

 

PS: "wenn jetzt plötzlich die Hälfte alle PKW E-Antrieb hätte,"

bli bla blubb so ein Dummfug. Komm mal in die Realität. Wenn das Wörtchen wenn nicht wär.....


12.10.2018 15:31    |    Alubremslicht

@ jodi2: Okay, in vielen Punkten bin ich auch deiner Meinung. ÖPNV, Fahrrad/Pedelec, Fahrgemeinschaften, Car Sharing ... alles sinnvoll und ja, es sollte besser gefördert werden. Trotzdem: Der Individualverkehr wird noch lange bleiben, denke ich. Es ist einfach ein Stück Freiheit auf das man nur ungern verzichtet. Und wenn da eben eine bessere, viel umweltfreundlichere Technik aufkommt, dann sollte die unterstützt werden. Also Ladeinfrastruktur aufbauen, intelligente Netztechnik fördern, regenerativen Strom weiter ausbauen...

 

Wenn dein Argument ziehen würde, dann würden heute auf unseren Schienen hauptsächlich Dampfloks unterwegs sein. Bahntrassen elektrifizieren hätte sich dann doch auch nicht gelohnt, oder?

 

Elektroautos fahren sich so viel besser und haben so viele Vorteile, dass heute schon einige so etwas fahren - obwohl die Anschaffung recht teuer ist und man seine Gewohnheiten an die vielleicht noch etwas kleine Reichweite anpassen muss. Deshalb bin ich mir sicher, dass es sich flächendeckend durchsetzen wird. Vielleicht schon 2019, wenn VW den Neo möglicherweise gut und bezahlbar und vielleicht sogar lieferbar bringt. Ich fürchte schon massenhaft belegte Ladesäulen... aber wenn mal sehr viele elektrisch fahren, sagen wir mal ein relevanter Anteil an den Wählerstimmen... dann sehe ich da auch Land!


12.10.2018 16:00    |    schleich-kaefer

Zitat:

Deshalb bitte ich, solche generellen Aussagen wie "in Wirklichkeit noch kein Ersatz für die Verbrennungsmotoren" zu verzichten. Man kann gerne drüber diskutieren, in welchen Bereichen Elektro momentan noch nicht geeignet ist, und wie lange der Verbrenner in Spezialfällen noch sinnvoll sein kann. Pauschale Anti-E-Aussagen wie "teures Spielzeug für Reiche" und schlichtweg unwahre negative Aussagen zur Umweltbilanz beleidigen mich persönlich, da ich ja ein solches Auto gekauft habe und alle anderen E-Fahrer auch. Das muss hier wirklich nicht sein. Wir sollten die Pro und Kontras auf sachlicher, argumentativer Basis diskutieren.

Und schon haben wir die E-Apostel auf dem Plan, die gleich auch persönlich beleidigt sind :( Ich weiß nicht, in welcher Wirklichkeit du lebst, aber in meiner sind E-Auto noch lange kein Ersatz. Dazu sind sie noch teuer und Gebrauchtmarkt so gut wie Null. Die Umweltbilanz ist auch nicht so rosa wie man es gerne erzählt. Ich meine ausdrückich nicht das emissionslose Fahren, sondern die Rechnung unter dem Strich. Außerdem - damit wir hier ohne Dreck fahren können, müssen andere im Dreck leben und für Hungerlohn schuften. Denk immer dran, wenn das Strompedal (was für ein dummer Name) drückst und deinen Spaß beim Beschleunigen hast.

Ja, aber hauptsache nichts Negatives über E-Dinges reden. Klar! Dann ist das hier eine falsche Platform. Musst in E-Kriche gehen.


12.10.2018 16:02    |    schleich-kaefer

Zitat:

Vielleicht schon 2019

Ich möchte 1/10 deines Optimsmus haben!


12.10.2018 16:07    |    Alubremslicht

Und ich möchte mit dir nicht diskutieren und habe deinen Beitrag gemeldet:

 

Auf meine Bitte, sachlich zu diskutieren, verunglimpft mich schleich-kaefer als E-Apostel und vermischt seine Argumente mit persönlichen und unsachlichen Ausdrucksweisen. So sollte das hier nicht funktionieren.


12.10.2018 16:27    |    Alubremslicht

Ich lebe in einer Wirklichkeit, wo ich unseren Zweitwagen durch ein Elektroauto ersetzt habe. Das ist Realität und funktioniert. Ich sage nicht, dass es für alle Anwendungsfälle sinnvoll ist - für meinen jedenfalls schon.

 

Anstatt zu monieren, dass ich deine Beleidigung beleidigend finde (was nicht heißt, dass ich beleidigt bin, ich fand nur diese Aussage für mich und alle Käufer eines E-Autos beleidigend) hättest ja auch meiner Bitte, auf solche generellen Aussagen ... zu verzichten zustimmen können. Oder sind die deiner Meinung nach hilfreich?

 

Die Umweltbilanz eines Verbrenners ist nicht nur nicht rosa - sondern tiefschwarz. Klar, ich finde den Kobaltabbau im Kongo auch schlecht. Doch die anderen Vorteile überwiegen für mich. Und erzähl mir jetzt nicht, dass du bei allen Produkten die du kaufst peinlich drauf achtest dass keine Kinderarbeit und kein Hungerlohn drin steckt. Dann hättest du nicht 1/10 meines Optimismus sondern das 10-fache.

 

Hast du gelesen was ich geschrieben hatte? Sachlich drüber diskutieren ist nicht "hauptsache nichts Negatives über E-Dinges reden". Wäre schon seltsam, wenn ein Technologiewechsel anfangs gar nichts Negatives hätte!

 

Ich gehe sicher nicht in eine E-Kriche - ich weiß gar nicht wo eine sein soll? (da hin zu fahren würde allerdings Spaß machen) Geht doch du auf eine plate Ölplatform…

 

Und Gaspedal... ist das auch ein dummer Name? Ein Pedal, das früher über einen Bowdenzug irgend eine Klappe im Vergaser bewegt hat... okay, kann man so nennen finde ich. Ein Pedal, das einen verstellbaren Widerstand bewegt, der wiederum die Stromaufnahme eines Elektromotors reguliert Strompedal zu nennen... wirklich dumm... oder wirklich dumm?


12.10.2018 17:14    |    jodi2

>PS: "wenn jetzt plötzlich die Hälfte alle PKW E-Antrieb hätte,"

>bli bla blubb so ein Dummfug. Komm mal in die Realität. Wenn das Wörtchen wenn nicht wär.....

 

Ich weiß noch nicht so ganz, was Du meinst, was ist denn die Realität Deiner Meinung nach?

Ich arbeite bei einem regionalen Stromversorger und dank Bundesnetzagentur und Preisdruck wird die Versorgungs- bzw. Netzqualität jedes Jahr schlechter. Eine Verlagerung der Haupt-Energieträger Benzin&Diesel für PKW auf Strom in großem Stil erfordert einen massiven und kostenintensiven Ausbau der Netze, vor allem regional/zum Endkunden. Sicherlich ist das technisch langfristig machbar, aber bezahlen will es (derzeit) keiner. Die Versorger werden das nicht bezahlen (können) und es finanziert sich heute auch nicht mehr allein durch den Mehrverkauf an Strom. Die Politik hält sich dazu auch bedeckt/spricht das kaum an (vielleicht für die Vernetzung erneuerbare Energiequellen, aber nicht für das Laden von privaten PKW) und unsere verantwortungsbewusste Automobilindustrie wird sich sicher wie gewohnt großzügig an den Kosten beteiligen...

 

>Der Individualverkehr wird noch lange bleiben, denke ich. Es ist einfach ein Stück Freiheit auf das man nur ungern verzichtet.

>Und wenn da eben eine bessere, viel umweltfreundlichere Technik aufkommt, dann sollte die unterstützt werden.

 

Ja, sehe ich auch alles so. Mich stört nur, wenn einem eine solche technische Detaillösung (und mehr ist es nicht) als Lösung aller Verkehrs- und Umweltprobleme verkauft wird. Dass der Antrieb bzw. Energieträger nichts am Verkehrschaos ändern kann und dass die Batterieherstellung bisher noch ein Engpass und eine große Umweltbelastung ist (und alte PKW noch möglichst lange weiterfahren in der globalen Umweltbilanz besser), beides eigentlich offensichtlich. Klar soll hier weiter geforscht und verbessert werden, aber das wird die grundsätzlichen Probleme und die Schieflage von bewegter Fahrzeugmasse zu “Transportgut” nicht ändern, aber genau das wollen uns Politik und Hersteller gerade einreden, in 10 Jahren ist die Autoflotte komplett auf E, die Infrastruktur dafür wie aus dem nichts von selbst da, die Erde wieder eine grüne Oase und die Erderwärmung gestoppt.

Vielleicht läuft diese Volksverdummung aber schon immer so und mir ist das vorher nur nie aufgefallen…


12.10.2018 18:02    |    jennss

Zitat:

Das liegt dann aber an den Anwendern. 30 km/h ist ein Tempo, welches die meisten Fahrzeuge knapp über Standgas, wenn nicht sogar nur mit dem Standgas fahren können, da gibt es keinen Grund, wieso der Motor laut sein sollte.

Andersrum dürften die Reifen auch gerade bei langsamer Geschwindigkeit nicht laut sein. Ich denke, man hört den Motor eher heraus, je langsamer das Auto vorbeikommt, oder?

 

Ob das schnellere Beschleunigen den Verkehrsfluss verbessert, hängt sicher von der jeweiligen Kreuzung ab. Je kürzer die Ampelphasen, desto mehr bringt das zügige Losfahren.

 

Dass für einen guten Verkehrsfluss ruhiges Fahren nützt, gilt sicherlich für die Autobahn, aber in der Stadt zwingen die Ampeln ja schon immer zum vollen Stopp.

 

Zitat:

Das Laden ist ein anderes Problem, wenn jetzt plötzlich die Hälfte alle PKW E-Antrieb hätte, unsere Infrastruktur ist überhaupt nicht ausgelegt für das Laden von 30 Millionen E-PKW,

Das kommt ja alles parallel. Ladesäulen und E-Autos sind wie Henne und Ei. Das eine geht nicht ohne das andere.

Andererseits könnte der VW Neo den Markt tatsächlich so revolutionieren, dass es ein schnelles E-Auto-Wachstum geben könnte. Der wird in etwa einem Jahr konkret vorgestellt und soll Anfang 2020 verfügbar sein. Preis um die 28000 € für die Basis mit 170 PS mit 330 km Reichweite und gegen Aufpreis 550 km nach WLTP. Das durfte den meisten reichen. Wer braucht da noch einen Verbrenner?

j.


12.10.2018 18:21    |    schleich-kaefer

Zitat:

Und ich möchte mit dir nicht diskutieren und habe deinen Beitrag gemeldet:

Du bist wie ein kleines Kind. Wenn man zu dem sagt "und meine Pistole schießt weiter als deine" dann rennt er heulend zu Papa und sagt "Papa, er hat mich beleidigt". Du meldest meinen Beitrag, weil ich von E-Apostel spreche? Du hast echt nicht alle. Du machst allgemin gültige Aussagen und ich kommentierte sie. Deine persönliche Situation spielt dabei keine Rolle.

 

Und die Wirklichkeit da draußen, ich meine DIE Wirklichkeit, nicht deine persönlche, ist, dass Leute keine Kohle für einen Neuwagen haben. Wenn es für einen Gebrauchten reicht, dann ist das schon gut. Mit der Karre müssen sie dann alles erledigen und nicht nur Einkäufe bei ALDI. Und sie haben kein freistehendes Haus mit einer Garage und großem Platz davor, wo sie die E-Kiste stundenlang laden könnten. DAS IST WIRKLICHKEIT.

 

Wenn ich sehe, was die E-Karren aus den Menschen machen, dann will ich den Scheiß nie haben. Aber gehe einfach in deinen Sandkasten, sorry, Stromkasten und spiele mit anderen die du dort findest.


12.10.2018 18:31    |    schleich-kaefer

Zitat:

Vielleicht schon 2019

Ich sage dir, was sich 2019 in Bezug auf E-Autos im Vergleich zu heute ändern wird - NICHTS! REIN GARNICHTS! Die ein paar Snobs mit Tesla und anderen Egobooster fallen unter Hintergrundrauschen, wie jetzt schon.


12.10.2018 19:50    |    meehster

Zitat:

Original geschreibt von jennss

Zitat:

Das liegt dann aber an den Anwendern. 30 km/h ist ein Tempo, welches die meisten Fahrzeuge knapp über Standgas, wenn nicht sogar nur mit dem Standgas fahren können, da gibt es keinen Grund, wieso der Motor laut sein sollte.

Andersrum dürften die Reifen auch gerade bei langsamer Geschwindigkeit nicht laut sein. Ich denke, man hört den Motor eher heraus, je langsamer das Auto vorbeikommt, oder?

Die Motoren sind in den letzten Jahrzehnten sehr viel deutlicher leiser geworden als die Reifen.

 

Zitat:

Ob das schnellere Beschleunigen den Verkehrsfluss verbessert, hängt sicher von der jeweiligen Kreuzung ab. Je kürzer die Ampelphasen, desto mehr bringt das zügige Losfahren.

Wenn man die Ampel viel früher sieht, ist die Länge der Phasen recht wumpe, weil man sich drauf vorbereiten und das entsprechende Tempo fahren kann.

 

Zitat:

Dass für einen guten Verkehrsfluss ruhiges Fahren nützt, gilt sicherlich für die Autobahn, aber in der Stadt zwingen die Ampeln ja schon immer zum vollen Stopp.

Ich glaube, Du solltest mal bei meinem Bruder Fahrunterricht nehmen - er spart u.A. dadurch, daß er möglichst nie anhält - auch bei Ampeln nicht. Frühzeitig runterbremsen (beim Hybrid am besten nur so, daß er nur den Akku aus der kinetischen Energie lädt und nicht die mechanischen Bremsen nutzt) und dann so auf die Ampel zurollen, daß sie Grün wird, wenn man (fast) da ist. Wie schafft er es wohl, mit einem 19 Jahre alten Mittelklassebenziner im Jahresschnitt unter 6 l/100 km zu verbrauchen? :D

Abseits der Autobahn nutze ich die Tricks auch, wir haben sie ja auch zusammen erarbeitet. Nur auf der Autobahn selbst zeigt der Tacho meines Hybriden wenn erlaubt und möglich über 160 km/h an :D


12.10.2018 20:17    |    jennss

Sicher kann das funktionieren mit dem langsamen Rollen auf die rote Ampel zu, wenn man weiß, wann sie umschaltet, aber das geht eben nicht immer.

 

Zitat:

Ich sage dir, was sich 2019 in Bezug auf E-Autos im Vergleich zu heute ändern wird - NICHTS! REIN GARNICHTS! Die ein paar Snobs mit Tesla und anderen Egobooster fallen unter Hintergrundrauschen, wie jetzt schon.

Das große Jahr der E-Mobilität wird 2020.

 

Zitat:

Aber Deine Hoffnung auf besseren Verkehrsfluss durch bessere Beschleunigung kann ich nicht teilen. Wann bist Du in der Stadt oder auf der AB unterwegs, morgens um 4? Verkehr und Staus werden jedes Jahr schlimmer

Ich meine ja gerade bei voller Stadt. Gerade bei großen Kreuzungen sind die Grünphasen oft recht kurz. Ich kenne Ampeln, wo immer nur 3 bis 4 Autos rüberkommen (das hatte ich im Artikel kurz nach Veröffentlichung auch noch ergänzt), weil die Leute vorne kaum vom Fleck wegkommen. Wenn die Stadt voller E-Autos ist, dann steigt der Durchfluss bei solchen Ampeln um gut 20%. Gerade die Autos mit trägem Anfahren sind bremsend. Warum sollte das über den ganzen Verkehr nicht auch klappen, dass E-Autos diesen insgesamt verbessern?

j.


12.10.2018 20:21    |    schleich-kaefer

Dieser Satz wird alle paar jahre wiederholt. Nur die Zahl wird immer wieder neu. Und die Gründe, warum es doch nicht so klappt und die Leute dieses Wunder der Technicht nicht kaufen wollen.


12.10.2018 20:33    |    jennss

Zitat:

Dieser Satz wird alle paar jahre wiederholt. Nur die Zahl wird immer wieder neu. Und die Gründe, warum es doch nicht so klappt und die Leute dieses Wunder der Technicht nicht kaufen wollen.

Kann ich nicht nachvollziehen. Der Verlauf ist anhand der angekündigten Modelle doch schon klar absehbar, z.B. VW: https://www.motor-talk.de/.../...itaet-von-vw-kommt-2020-t6445349.html

 

Zitat:

VW ID: Elektrisch angetriebener Kompaktwagen

Produktionsstart 2019, Verkauf ab 2020

Heckmotor mit 125 kW (170 PS)

Basisversion mit 330 km WLTP-Reichweite, 550 km gegen Aufpreis

125 kW Ladeleistung

Basispreis auf einer Höhe mit einem Golf TDI

ID-Familie: Vier Modelle bis 2022

Dieses Modell wird sicherlich erfolgreich. Das wette ich. Das ist ja quasi der Nachfolger des Golfs, so wie der Golf der Nachfolger des Käfers war. Ich finde, wenn man betrachtet, wie lange es bisher E-Autos in Serie gibt (ca. 1 Autogeneration), dann ist die Entwicklung doch enorm schnell vorangekommen.

Die Menschen haben das Geld auch nicht so auf der Straße liegen. Wenn das E-Auto nicht teurer ist als ein TDI, es aber deutlich niedrigere Unterhaltskosten hat, dann überlegt man sich den Umstieg schon.

 

Zitat:

Was das Beschleunigen anbelangt, kannst du den gleichen Effekt auch mit Verbrennern erzielen.

Ja, man kann auch mit Verbrenner schnell starten, keine Frage. Aber es ist doch anders. Mit dem E-Auto ist die satte Beschleunigung so easy und so leise, dass es gar nicht wirkt wie eine scharfe Beschleunigung. Probiere mal einen i3, eGolf oder sowas.

j.


12.10.2018 20:40    |    schleich-kaefer

Vor allem VW glaube ich kein Wort! Weiß du wie oft sie bisher den alten Bulli schon neuauferlegt haben? Und jedes Mal war es eine Luftblase. Ja, aber jetzt elektrisch wird er sicher kommen. Mal sehen was da wirkich kommt, was es kann udn wie teuer es wird. Abwarten und Tee trinken.


12.10.2018 20:52    |    jennss

Zitat:

Vor allem VW glaube ich kein Wort! Weiß du wie oft sie bisher den alten Bulli schon neuauferlegt haben? Und jedes Mal war es eine Luftblase.

Was aus dem Bulli wird, weiß ich nicht. Der ist nur ein kleines Licht bei VW. Der Neo wird aber garantiert groß geplant und nicht mal eben wieder eingestampft. Die MEB ist die Plattform der Zukunft. Diese Infos halte ich zumindest für sehr glaubwürdig.

 

Das erste Tesla Model S kam im Oktober 2013 zu uns nach Deutschland, vor gerade mal 5 Jahren:

https://www.motor-talk.de/.../...ach-deutschland-brachte-t4729818.html

Ich finde, seitdem hat sich doch viel geändert bei der E-Auto-Szene.

j.


12.10.2018 21:25    |    FWebe

Zitat:

Zitat:

 

Das liegt dann aber an den Anwendern. 30 km/h ist ein Tempo, welches die meisten Fahrzeuge knapp über Standgas, wenn nicht sogar nur mit dem Standgas fahren können, da gibt es keinen Grund, wieso der Motor laut sein sollte.

 

Andersrum dürften die Reifen auch gerade bei langsamer Geschwindigkeit nicht laut sein. Ich denke, man hört den Motor eher heraus, je langsamer das Auto vorbeikommt, oder?

Das hängt massiv von der Bereifung und den angetriebenen Achsen ab.

Vergleich mal die Abrollgeräusche eines Tesla Model S mit AWD und eines i3, da liegen Welten zwischen. Der Tesla ist außen regelrecht laut, selbst im Vergleich zu einigen Verbrennern.

 

Den Motor hört man am ehesten im Stand, wenn keine Abrollgeräusche vorhanden sind, wobei auch hierbei einige Punkte (auch beim Fahren und nicht nur im Stand) zu berücksichtigen sind, wie z.B. die Dämmung, die Abgasanlage, der Motortyp, sprich Bauweise, Laufverhalten, welcher Kraftstoff verwendet wird, ob eine Aufladung genutzt wird oder welche Art der Gemischaufbereitung Anwendung findet. Motor ist da nicht gleich Motor und allgemein bleibt häufig sehr viel Potential für einige Verbesserungen.

Nicht zuletzt sind auch hier wieder die Reifen mit der wichtigste Part.

 

Zitat:

Ob das schnellere Beschleunigen den Verkehrsfluss verbessert, hängt sicher von der jeweiligen Kreuzung ab. Je kürzer die Ampelphasen, desto mehr bringt das zügige Losfahren.

Zügiges Verlassen einer "Engstelle" bringt generell etwas. Nicht ohne Grund werden z.B. auf der Autobahn vor Problembereichen die Limits gesenkt und dahinter häufig komplett aufgehoben, damit der Verkehr nach vorne schnell verschwindet und von hinten nicht so schnell aufläuft. Halte mal einen Wasserschlauch in der Mitte zu und vergleiche vor und nach dieser Engstelle das Tempo des Wassers.

 

Zitat:

Dass für einen guten Verkehrsfluss ruhiges Fahren nützt, gilt sicherlich für die Autobahn, aber in der Stadt zwingen die Ampeln ja schon immer zum vollen Stopp.

Wenn man schon das Bremsen nicht vermeiden kann, so sollte man zumindest einen Stopp vermeiden, so sollte zumindest der Ansatz sein.

Selbst schnelles Fahren stellt grundsätzlich erstmal kein Problem dar, so lange man es auch rechtzeitig wieder sein lässt, sprich indem man rechtzeitig vom Gas geht und eben das Bremsen vermeidet.

In meinem Fall führt das z.B. dazu, dass es für mich von der Anzahl der Bremsmanöver her keinen Unterschied macht, ob ich 130 km/h oder 180 km/h als Reisetempo wähle. Ich bewege mich auf der Autobahn (was in meinem Fall überwiegend die A1, A4, A7 und A44 betrifft) bisher bei ca. 1 Bremsmanöver auf 100 km im Schnitt. Manchmal sind auch 300 km mit einem drin, manchmal eben auch nur 5 auf 300 km und das wie gesagt unabhängig vom gewählten "Maximaltempo", sprich egal ob ich 130 km/h konstant und 150 km/h zum Überholen, wo es geht 180 km/h oder mit ~80 km/h hinter einem LKW herfahre.

Auch über Land- und Bundesstraßen sieht das ähnlich aus, wobei der Anteil dabei etwas höher ausfällt, da in dem Fall auch mehr Notwendigkeiten entstehen, wie eben vorzugsweise durch Ampeln oder Stopp-Schilder.

 

Dem Verkehrsfluss bietet eine moderate und gleichmäßige Verringerung des eigenen Tempos im entsprechenden Fall den größten Vorteil, da andere sich dieser Veränderung besser anpassen können. Wer z.B. schlagartig bremst, mutet dem hinter ihm auch eine schlagartige Reaktion zu, welche häufig mindestens genauso stark ausfallen muss, mal den normalen Döspaddel am Steuer vorausgesetzt, welcher zu dicht auffährt, Lücken durch Überschreiten von Limits immer zu schließen versucht und mehr als 20m Strecke nicht überblicken kann.

Man kann dabei also letztlich sagen, dass der Verkehrsfluss vor allem von einem Tempo und seiner entsprechenden Veränderung profitiert, welches zum einen eine längere Anpassungszeit erlaubt und zum anderen den Platzverhältnissen angepasst ist, mit anderen Worten, es muss eine "Rollstrecke" gewählt werden, die dem Tempo angepasst ist und umgekehrt ein Tempo, welches der verfügbaren Rollstrecke angepasst ist. Wer z.B. 200 km/h fährt, sollte in dem Fall also schon ~1000 m vorher wissen, welches Tempo er haben sollte, damit er und die hinter ihm flüssig voran kommen, indem er im Fall der Fälle ~1000 m vor dem nächsten Hindernis schon mit dem Segeln beginnen kann.

Es verhält sich beim Mindestabstand wie mit der zulässigen Höchstgeschwindigkeit, sie stellen die Grenzen dar, müssen aber nicht auf Teufel komm raus ausgelotet werden, speziell wenn dies dem Verkehr nicht zuträglich ist.

 

Was deine Vermutung anbelangt glaube ich sogar, dass viele Leute tendenziell eher schneller fahren werden, aber nicht etwa, weil sie stärker beschleunigen, sondern weil sie wegen der Rekuperation später bremsen. Es gibt genügend Leute die glauben, dass es so auf einmal sinnvoll wäre zu bremsen, weil man dafür ja wieder den Akku auflädt.

Wie @Alubremslicht es angemerkt hat, wird ein schlechter Fahrstil dadurch weniger bestraft, was letztlich wohl dazu führen wird, dass im Vergleich noch ineffizienter gefahren wird, jedoch mit vergleichsweise weniger Verlusten.

Dem Ottonormalanwender hilft das also letztlich.


12.10.2018 21:29    |    meehster

Zitat:

Original geschreibt von jennss

Sicher kann das funktionieren mit dem langsamen Rollen auf die rote Ampel zu, wenn man weiß, wann sie umschaltet, aber das geht eben nicht immer.

Mit etwas Übung immer öfter. Früh genug Tempo reduzieren und laaaangsam auf die Ampel zurollen. Es gibt noch einige Spartricks mehr, auf die viele gar nicht erst kommen.


13.10.2018 10:16    |    notting

Zitat:

Ich denke, durch die Elektromobilität werden sich vor allem die Beschleunigungen der sonst langsamen Verkehrsteilnehmer verbessern.

Wie kommst du darauf? Viele werden ihre billigen einfachen Fahrräder behalten bzw. ohne teuren E-Antrieb kaufen, der eh auf 25 bzw. 45km/h (inkl. E-Roller) beschränkt ist. Sprich viele von denen werden sich immernoch über die unmöglichsten Wege zwischenreinquetschen und dadurch den Verkehr ähnl. stark ausbremsen wie heute.

 

Desweiteren nutzen ja schon heute viele ihre Beschleunigung (ohne in den roten Bereich zu kommen) so gut wie nicht aus. U.a. muss man da bzgl. fingierter Unfälle aufpassen. Mit höherer Beschleunigung muss man schneller reagieren. Nicht alle E-Autos haben entspr. Technik bzw. so 100%ig wird die auch nicht sein bzw. die Technik kann ja auch gezielt genutzt werden um andere auszubremsen.

 

Zitat:

Ein weiterer, kleiner Punkt für die Stadt ist, dass das Geräusch der Autos leiser wird.

Glaube ich nicht. Zumindest wenn ich schlafen will (also im Gebäude bin und allg. ruhiger ist), dominiert bei 50km/h IMHO schon sehr deutl. das Abrollgeräusch, was auch bei E-Autos gleich sein sollte (was aber bei vernünftigem Fahrbahnbelag IMHO immernoch so leise ist, dass man nicht die Leute dazu animieren braucht in den Nebenstr. mit ständigen bremsen und beschleunigen wg. RvL die Unfallgefahr wg. nicht so gut ausgebauter Sträßchen zu erhöhen). IIRC gibt's schon Untersuchungen zu dem Lärmfaktor.

 

Zitat:

Da aber auch (seltenere) Radler auf den Straßen leise unterwegs sind, ist diese Einstellung vielleicht sowieso nicht so schlecht.

Eben!

 

[Motorleistung -> Höchstgeschwindigkeit]

Die oft angegebenen Leistungswerte sind bei E-Motoren oft nur sehr kurzzeitig, während beim Verbrenner bei der entspr. Drehzahl die Leistung meist deutl. länger abgerufen werden kann.

 

Zitat:

Für alle Länder außer Deutschland ist diese Einschränkung eh unbedeutend, aber hier dürfte man es schon merken.

Div. E-Autos sind aber geringer begrenzt und z. B. in I gibt's Streckenabschnitte mit 150km/h. Und irgendwelche Kleinwagen mit Basisbenziner schaffen auch heute noch/schon nur 160km/h und vor allem nur mit sehr viel Anlauf im Vergleich zu einem E-Auto.

 

Zitat:

Eine andere Sache ist, dass das Stadtbild sich auch ein bisschen durch die Ladesäulen ändern wird. Man wird sehen, wo sich diese am besten positionieren lassen.

IMHO braucht man 350kW-Ladesäulen auch als innerörtl. Tankstellen für den Fall, dass "(Gratis-)Supermarkt-Laden" nicht reicht bzw. andere Lademöglichkeiten zu teuer sind z. B. wg. der Lage. Oder schlicht für irgendwelche Notfälle bzw. weil man sich die vielen Stolperfallen bzw. den Wartungs-/Prüfaufwand zu vieler Ladesäulen in der Stadt sparen will.

Bei der Akkuhaltbarkeit gerade bei solchen Ladeleistungen muss sich da aber IMHO noch was tun.

 

notting


13.10.2018 14:06    |    golffreiburg

Komisch, kaum fährt der Typ hier solch einen (sorry, ü-60 Hybrid Hochstuhl) meint er, er müsse andere darüber belehren. Wie mir dieses einzigartige verhalten von solchen Ökos/Elektro-Fahrstuhl-Fahrer auf den Sack geht.


13.10.2018 14:09    |    schleich-kaefer

Sorry, aber es wäre klarer, wenn du denjeingen nennen würdest. Mir ist das nicht ganz klar.


13.10.2018 14:52    |    jennss

Ich glaube, er meint mich :D. "ü-60 Hybrid Hochstuhl" - köstlich :D.

j.


13.10.2018 14:53    |    BurkhardR

Interessanter Seitenaspekt in diesem Thema.

 

Über das Für und Wider des BEV möchte ich hier garn nicht reden, dass ist hier schon oft durchgekaut worden.

 

Ich denke, dass der Elektroantrieb sowohl in der Stadt wie auf der Strecke zu einer Entschleunigung führen wird. An mir selbst, meinen Beifahrern und Freunden, die den Schritt auch gegangen sind, beobachte ich, wie sehr elektrisches Fahren entspannend wirkt. Man muss nicht mehr so schnell es geht die lärmend-stinkende Rüttelbüchse wieder verlassen, sondern bleibt gerne im Fahrzeug, bis das ungestört genossene Musikstück vorbei ist. Nach meiner Beobachtung senkt elektrisches Fahren Bluthochdruck und Herzinfarktrisiko - man hat endlich wieder Zeit für den Weg.

 

Während andere Länder den Weg der Entschleunigung längst gehen, ist Deutschland wie immer langsamer, es muss immer alles noch schneller weiter höher sein - so glauben hierzulande viele 2018 noch immer an eine Zukunft des Verbrennungsmotors, so wie ihre Großeltern 1958 noch an die Zukunft der Dampflok glaubten.

 

Oder an die Brennstoffzelle als beruhigend weit entfernte Zukunft, so wie in meinen Kinderbüchern aus der Zeit wir zum Nachbarn mit einem Flugzeug fliegen.


13.10.2018 14:59    |    jennss

Zitat:

An mir selbst, meinen Beifahrern und Freunden, die den Schritt auch gegangen sind, beobachte ich, wie sehr elektrisches Fahren entspannend wirkt.

Das stimmt. Die Beschleunigung ist auch sehr gleichmäßig, ohne Schalten und Motorgeräusch (ich kann Drehzahlen eines Verbrenners meistens gut spüren). Bemerkenswert ist dabei jedoch, dass man dennoch (überraschend) schnell vom Fleck wegkommt.

 

Die zum Gasfuß sehr proportionale Leistungsentfaltung kann man aber auch als langweilig empfinden. Die Eigenarten des Verbrenners fehlen, wann er Kraft hat und wann weniger. Das gefiel mir neulich bei einer Probefahrt vom Up GTI mit Handschaltung gar nicht so schlecht, als Abwechslung schon nett.

j.


13.10.2018 16:59    |    notting

Zum Thema E-Auto = entspannend etc.:

- IMHO macht mehr Beschleunigung im Auto verfügbar zu haben fahren i.d.R. entspannender, auch beim Verbrenner. Hab ich selber schon an div. Dienstautos erlebt.

- Ein gut lärmgedammtes Fahrzeug IMHO auch.

- Ein recht neues Fahrzeug trägt auch nochmal etwas dazu bei, dass man es mehr mag.

 

Möchte aber auch dazusagen:

- E-Auto fahren wird sicherl. stressig wenn's die passende (für das Auto ausr. schnellen) Ladeinfrastruktur nicht gibt weil fehlt/kaputt/belegt und man eher begrenzte Reichweite hat bzw. starke Akkudegradation weil alt und man nicht soviel Geld investieren will/kann oder man es sehr eilig hat.

 

notting


13.10.2018 18:47    |    FWebe

@golffreiburg

Es zwingt dich niemand die Blogartikel zu lesen.

 

Zitat:

Das stimmt. Die Beschleunigung ist auch sehr gleichmäßig, ohne Schalten und Motorgeräusch (ich kann Drehzahlen eines Verbrenners meistens gut spüren). Bemerkenswert ist dabei jedoch, dass man dennoch (überraschend) schnell vom Fleck wegkommt.

Nunja, je nach Antrieb erfüllen auch Verbrenner den überwiegenden Teil dieser Punkte in einem bestimmten Tempobereich.

Der tatsächlich spürbare Unterschied ist meiner Meinung nach vorallem das Wegfallen der gestuften Radzugkraft, wie es sich durch mehrstufige Getriebe ergibt, sowie das leisere Antriebsgeräusch bei hoher Leistungsanforderung. Gerade letzteres ist jedoch keine Notwendigkeit im öffentlichen Straßenverkehr und ersteres heutzutage durchaus akzeptabel gestaltet/ gestaltbar.

Spätestens wenn die Beschleunigung zu heftig wird, lassen die meisten Leute es sowieso wieder sein, da die wenigsten gerne richtig in den Sitzt gepresst werden oder mit quietschenden Reifen losfahren wollen.


13.10.2018 19:34    |    jennss

Zitat:

Zum Thema E-Auto = entspannend etc.:

- IMHO macht mehr Beschleunigung im Auto verfügbar zu haben fahren i.d.R. entspannender, auch beim Verbrenner. Hab ich selber schon an div. Dienstautos erlebt.

- Ein gut lärmgedammtes Fahrzeug IMHO auch.

- Ein recht neues Fahrzeug trägt auch nochmal etwas dazu bei, dass man es mehr mag.

Ja, teure, starke Autos mit sehr guter Automatik sind schon nah dran am E-Auto-Feeling. Das Besondere ist bei den E-Autos dann, dass sie eben jeder fährt (mal vorausgesetzt, dass Verbrenner auf dem Rückzug sind und sich E-Autos in allen Preisklassen durchsetzen) und dann alle entsprechend vorankommen. Derzeit sind wohl noch sicher mehr als 50% Schalter auf der Straße. Also nichts gegen Schalter, ich mag sie sehr und wollte bis vor unserem Hybriden eigentlich gar keine Automatik haben. Aber sie gehen nicht ganz so simpel von der Ampel weg. Bei DSG/Automaten kann dann auch Start-Stop das Anfahren etwas ausbremsen (fand ich bei der Probefahrt vom Golf GTE ganz übel in Verbindung mit AutoHold, aber man kann das ja auch abschalten).

j.


14.10.2018 06:53    |    Oldironsides220

An der Ampel wo sonst 3 Autos rüber kommen schaffen es bei einem Prius als erster meist nur 2 - weil die alle so gerne und zackig beschleunigen :confused:


14.10.2018 14:26    |    Sam1980

Besonders die Priusfahrer sind doch in der Regel Verkehrshindernisse, da diese oftmals ihren Fahrspass draus beziehen, möglichst wenig zu verbrauchen. Und dann wird dann auch entsprechend gefahren, auch wenn mehr beschleunigen keinen Verbrauchsunterschied bei Elektro ergeben würde.

 

Solange die E Autos nicht in 10 Minuten quasi voll geladen werden können, werden sich E Autos nicht durchsetzen.

Mein Auto steht in der Tiefgarage mit 80 anderen Autos. Wo soll ich da mein Auto aufladen?

Soll der Tiefgaragenbesitzer jetzt dort 80 Anschlüsse für E Autos einbauen??

 

Oder schaut in jede Stadt,wieviele Autos da am Strassenrand parken. Soll da quasi überall eine Ladestation hingestellt werden??Das ist gar nicht machbar.

 

Man bräuchte dafür deutlich effizentiere Solarzellen,die man quasi im Aussenblech des Autos einbaut und diese müssten dann genug Stom liefern um das Auto zu laden. Das wäre die Ideallösung.

Aber 40 Millionen Autos, die übers Stromnetz geladen werden müssten, dafür würde man eine komplett neue dutzende Milliardenteure neue Infrastruktur benötigen.


14.10.2018 14:35    |    BravoI

Ich wohne in die Zone 30, ich höre mehr Reifen.

 

Am Do habe ich voll getankt, Fr habe ich Einkäufe gemacht und zu Arbeit gefahren.

Sa habe ich 650km gemacht,

meine Ziele habe ich in die selbe Zeit erreicht, was Navi geschätzt hat,

(auf Rückweg saa ich eine Transporter aus Osblock mit BMW i3 am Hänger, scheint so, in D will keiner Junge Gebrauchte E-Autos haben...)

als ich nach Hause kam, BC zeigt 150km Reichweite.

Bei mir ist kein Hybrid.

 

Das kann keine E-Auto.

 

Wenn ich KaJu Blogs lese und nach dem Kauf seine Tesla hat er noch weitere 100t E inwestiert habe...

 

Möchte ich keine E-Auto haben... und will meine liebe Geld für andere Dingen verwenden.

 

Gruß


14.10.2018 14:51    |    notting

@Sam1980: Einige schaffen es sogar heute schon mit öffentl. (Gratis-)Ladmöglichkeiten auszukommen wobei sie aber nur laden, wenn das Auto ohnehin dort steht (also wenn sie z. B. im Supermarkt einkaufen und dieser ein paar Gratis-Ladesäulen hat). Die haben fahren aber meist eher wenig am Tag bzw. profitieren davon, dass E-Autos noch zu selten sind (also eher gratis um das zu fördern bzw. die eher wenigen Säulen sind eher seltener alle belegt). Oder sie laden haben wg. dem bisschen Gratis-Strom ihr Einkaufsverhalten geändert und zahlen dort drauf bzw. rennen dann extra los wenn ihre Karre voll ist, weil sie ja nachvollziehbarerweise wg. den nächsten in der "Ladeschlage" wegfahren müssen :rolleyes:

Für "Notfälle" bzw. da die Ladekosten an "guten" Standorten höher sein werden, sind IMHO Schnellladesäulen auch innerorts erforderl. bzw. die E-Autos müssen das auch nutzen können. Überall in der Öffentlichkeit Stolperfallen wg. Ladesäulen mag ich auch nicht bzw. die müssen dann ja längerfristig teuer gewartet werden auch wg. der elektr. Sicherheit.

Aber zu Hause auf dem festen Stellplatz mit vernünftiger Leistung laden zu können ist natürl. das komfortabelste und wünsche ich mir auch (wenn mein aktuelles Auto mal soweit ist, dass es ersetzt wird).

 

Solarzellen am Auto sind IHMO eher sinnfrei wg. dem übl. Dreck, schattigeren Stellen (insb. an den Seiten!), Kosten, Reparaturkosten bei Blechschäden, etc.

Solarzellen auf den "Tankstellendächern" die sich über Ladesäulen befinden machen schon eher Sinn. Gibt sogar eine H2-Tankstelle die mit Solarzellen arbeitet: https://www.h2move.de/

 

notting


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