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12.10.2018 12:51    |    jennss    |    Kommentare (289)

Elektrische Beschleunigung im AlltagElektrische Beschleunigung im Alltag

Smart wird ab 2020 rein elektrisch, Porsche (ausgenommen 911er) ab 2027, andere Hersteller werden sicher bald ähnlich entscheiden und den Bau von Verbrennern einstellen. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein. In Norwegen wird der Verkauf von Verbrennern ab 2025 verboten, in Dänemark, Niederland, China und Irland ab 2030. In Frankreich und GB wird das Verbot voraussichtlich 2040 kommen. Deutschland ist noch unentschlossen. So oder so wird die Elektromobilität aber kommen und es wird nicht nur Auswirkungen auf die Abgase in Städten haben. Auch sehe ich die Verkehrsgeschwindigkeit verändert, vor allem in der Stadt (schneller) und auf der Autobahn (langsamer). Mit dem E-Auto ist das Beschleunigen eine so unspektakuläre Sache, dass man dazu neigt, oft ziemlich kräftig zu beschleunigen. Bei unserem 225xe drücke ich im E-Modus oft fast voll runter und er zieht trotz nur 88 PS mit 1,7 t Gewicht so gut ab, dass ich fast jedes Mal einen deutlichen Abstand zu den Hinterleuten habe. Dabei ist er nach Zahlen im E-Modus gar nicht so überragend und braucht wohl gut 13 Sekunden auf 100 oder noch mehr (Leider werden bei PlugIns nur die Zeiten der Gesamtleistung gemessen). Auch ist das Reagieren im Straßenverkehr schneller. Neulich las ich hier im Forum, dass jemand seinen eGolf bis 100 km/h subjektiv so schnell empfindet wie seinen GTI, obwohl der GTI ca. 100 PS mehr hat.

 

Ich denke, durch die Elektromobilität werden sich vor allem die Beschleunigungen der sonst langsamen Verkehrsteilnehmer verbessern. Wenn ich im Rückspiegel sehe, wie viel Meter das ausmachen kann, dürfte sich der Verkehrsfluss in vollen Innenstädten merklich verbessern bzw. der Durchfluss erhöhen, ohne dass die Maximalgeschwindigkeit sich ändert, und es kommen mehr Fahrzeuge bei einer Ampelperiode durch. Die Beschleunigung macht da erstaunlich viel aus. Wir haben hier Ampeln, wo regelmäßig nur ca. 3 bis 4 Autos rüberkommen. Worstcase sind dann auch mal nur zwei, weil die da vorne nicht aus den Puschen kommen. Die Hinterleute sind dann entsprechend genervt oder fahren noch bei rot mit rüber. Mit schnellerem Anfahren wären das sicher 20 bis 50% mehr Autos pro Ampelphase. Ich denke, dies kann man am besten Einschätzen, wenn man selbst bereits elektrische Antriebe gefahren ist. Es gibt keine Verzögerung durch das Schalten und kein Turboloch. Die Gaspedalaktion kommt immer sofort an die Räder.

 

Ein weiterer, kleiner Punkt für die Stadt ist, dass das Geräusch der Autos leiser wird. Wir haben hier Straßen, die wegen Lärm ab 22 Uhr nur noch mit 30 km/h befahren werden dürfen. Ich fahre der Gesetze wegen natürlich auch elektrisch nur 30, aber eigentlich gibt es dafür keinen technischen Grund, da das Auto sehr leise ist. Dies wirkt sich natürlich nicht auf den Durchfluss des Verkehrs aus, aber so ist man auch nachts ein wenig schneller. Lärmbedinge Geschwindigkeitsgrenzen werden wohl weitgehend überflüssig.

 

Umgewöhnen müssen sich in Städten und Ortschaften auch Fußgänger, die sich nun nicht mehr darauf verlassen können, ein Auto zu hören. Da aber auch (seltenere) Radler auf den Straßen leise unterwegs sind, ist diese Einstellung vielleicht sowieso nicht so schlecht. Gefährlicher wird es nicht. Als Gehörloser bin ich schon darauf eingestellt, mich als Fußgänger öfter umzusehen und bin bis heute noch nicht angefahren worden :). Wie sich die Situation für Blinde ändert, kann ich nicht einschätzen. Leichter wird es für sie ohne Motorgeräusch sicher nicht.

 

Auf der anderen Seite fahren viele E-Autos auf der Autobahn nicht mehr so schnell wie die Verbrennergeschwister. Ein E-Golf ist auf 150 begrenzt. Selbst der VW Neo soll ab 2020 trotz Minimum 170 PS nur 160 km/h maximal laufen. Ein Tesla läuft zwar auch einige Minuten 250 km/h, aber insgesamt werden solche Speedorgien auf der linken Spur sicher seltener werden. Für alle Länder außer Deutschland ist diese Einschränkung eh unbedeutend, aber hier dürfte man es schon merken.

 

Eine andere Sache ist, dass das Stadtbild sich auch ein bisschen durch die Ladesäulen ändern wird. Man wird sehen, wo sich diese am besten positionieren lassen.

 

Die Einsatzbereiche von Kleinwagen und größeren Autos dürften sich zudem aufgrund unterschiedlicher Reichweiten mehr unterscheiden als es bei Verbrennern der Fall war. Dies kann man als Nachteil sehen. Ein elektrischer Smart braucht länger von Hamburg nach Münschen als ein Verbrenner-Smart und ist nicht mehr so universell, aber man muss abwarten, wie sich die Reichweiten bei den kleinen Autos entwickeln werden. Da eine große Kapazität nicht nur Platz im Auto braucht, sondern auch eine Kostenfrage ist, könnte es sein, wird man kleine Autos tendenziell wohl auch nicht mit so großen Akkus ausrüsten. Wenn Akkus irgendwann sehr günstig werden, könnte so ein (einfach aufgebautes) E-Auto dann auch irgendwann deutlich unter den Verbrennerpreisen liegen.

 

Die E-Mobilität wird einiges ändern, zum Besseren und zum Schlechteren.

j.

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01.11.2018 10:11    |    meehster

Ich kann mich dem letzten Beitrag von thps anschließen, es ist hier schlicht das selbe. Nur unsere Anforderungsprofile dürften differieren.


01.11.2018 10:13    |    notting

@schleich-kaefer:

- Zu deinen Punkten mit der Reichweite: Auch beim Verbrenner geht Klima und Winter auf die Reichweite. Kurzstrecke geht sogar relativ vermutl. noch krasser auf die Reichweite als beim E-Auto (hoher Verbrauch bei kaltem Verbrenner-Motor).

- Auch beim Verbrenner geht nach längerer Standzeit der Akku leer, IMHO sogar noch deutl. schneller.

- "ein Wirrwarr an Steckerformaten und Stromanbieter" -> Hält sich einigermaßen in Grenzen -> https://www.motor-talk.de/.../...s-foerdert-e-mobilitaet-t6310697.html

Typ2 und CCS wurden zu verbindl. Standards erklärt. Alles andere betrachte ich als so gut wie tot.

Das Stromanbieter-Wirrwar hast du auch auch zu Hause bzw. Tankstellen-Anbieter-Wirrwar unterwegs. Ja, Zahlung einfach mit girocard/KK und Preis an der Säule wäre besser.

- Du hast das Thema AHK vergessen.

 

notting


01.11.2018 10:29    |    schleich-kaefer

Zitat:

- Zu deinen Punkten mit der Reichweite: Auch beim Verbrenner geht Klima und Winter auf die Reichweite.

Ja, aber sicherlich nicht so stark wie im E-Auto. Und Heizung ist im Verbrenner umsonst da. Die braucht man bei uns ca. ein halbes Jahr.

 

 

Zitat:

- Auch beim Verbrenner geht nach längerer Standzeit der Akku leer, IMHO sogar noch deutl. schneller.

Ich meinte jetzt nicht 5 Jahre rumstehen, sondern ein paar Wochen. So z.B. nach dem Urlaub.

 

 

Zitat:

- "ein Wirrwarr an Steckerformaten und Stromanbieter" -> Hält sich einigermaßen in Grenzen -> https://www.motor-talk.de/.../...s-foerdert-e-mobilitaet-t6310697.html

 

Typ2 und CCS wurden zu verbindl. Standards erklärt. Alles andere betrachte ich als so gut wie tot.

Und damit sind sie aus allen Ladesäulen gleich verschwunden? Sicherlich nicht.

 

 

Zitat:

Das Stromanbieter-Wirrwar hast du auch auch zu Hause bzw. Tankstellen-Anbieter-Wirrwar unterwegs. Ja, Zahlung einfach mit girocard/KK und Preis an der Säule wäre besser.

Ja, ich meinte Zahlung. Wenn ich mir Beiträge im TV/Netz anschaue, sehe ich immer Leute mit speziellen Karten und "vorher anmelden". Das muss echt nicht sein! Totaler Minuspounkt.

 

 

Zitat:

- Du hast das Thema AHK vergessen.

Wie? Geht die AHK am E-Auto nicht, oder was?


01.11.2018 10:49    |    notting

@schleich-kaefer:

Zitat:

Und damit sind sie aus allen Ladesäulen gleich verschwunden? Sicherlich nicht.

Seit die LSV existiert dürfen andere Standards nur noch zusätzl. angeboten werden. D.h. wer nun eine öffentl. Chademo-Ladesäule aufstellen will, muss weil das DC-Ladung ist auch CCS anbieten (was auch DC-Ladung ist). D.h. mit CCS bist du da aktuell auf der sicheren Seite (bzw. alle E-Autos die CCS haben wohl zumindest aktuell auch Typ2 selbst wenn da gerne mal nur 3,6kW durchgehen weil der Lader billig ausgelegt ist).

 

Zitat:

Wie? Geht die AHK am E-Auto nicht, oder was?

Das Angebot ist sehr überschaubar. Beim Model X drin, beim z. B. e-tron wohl verfügbar, beim Zoe eigentl. vom Hersteller nicht vorgesehen und daher ist diese eine Drittanbieter-Lösung wohl ein Graubereich mit eher geringer Zuglast. Das war's im Wesentl. schon - leider...

 

notting


01.11.2018 10:53    |    thps

Zitat:

Ja, aber sicherlich nicht so stark wie im E-Auto. Und Heizung ist im Verbrenner umsonst da. Die braucht man bei uns ca. ein halbes Jahr.

Umsonst ist nur der Tod. Du bezahlst deine Heizung mit einem sehr schlechten Wirkungsgrad und somit einem hohen Verbrauch.


01.11.2018 11:00    |    schleich-kaefer

Zitat:

Zitat:

Wie? Geht die AHK am E-Auto nicht, oder was?

Das Angebot ist sehr überschaubar. Beim Model X drin, beim z. B. e-tron wohl verfügbar, beim Zoe eigentl. vom Hersteller nicht vorgesehen und daher ist diese eine Drittanbieter-Lösung wohl ein Graubereich mit eher geringer Zuglast. Das war's im Wesentl. schon - leider...

Wenn ich nachdenke, ist das eigentlich verständlich. Mit einem Anhänger würde das E-Auto noch weniger Reichweite haben. Und mit einem (noch schwereren) Campingwagen fährt man eher längere Strecken. Das schafft auch kein E-Auto.

 

 

Zitat:

Umsonst ist nur der Tod. Du bezahlst deine Heizung mit einem sehr schlechten Wirkungsgrad und somit einem hohen Verbrauch.

Reden wir noch von einem Verbrenner? Ist die Heizung dort nicht einfach nur Abwärme vom Motor? Jetzt komme mir bitte nicht dem kleinem Motörchen von dem Lüfter. Das ist einfach vernachlässigbar und in Praxis nicht messbar.


01.11.2018 11:08    |    thps

Zitat:

Reden wir noch von einem Verbrenner? Ist die Heizung dort nicht einfach nur Abwärme vom Motor?

Richtig... und die Abwärme entsteht weil der Verbrenner so ineffektiv ist. Und das Sommer wie Winter.

Wenn der Verbrenner so effektiv wie ein E-Motor laufen würde, würde auch keine nennenswerte Abwärme entstehen und die Autos würden nur noch 1-2 l/100km verbrauchen.


01.11.2018 11:24    |    schleich-kaefer

Du redest völlig am Thema vorbei.


01.11.2018 11:40    |    notting

@schleich-kaefer:

Zitat:

Wenn ich nachdenke, ist das eigentlich verständlich. Mit einem Anhänger würde das E-Auto noch weniger Reichweite haben. Und mit einem (noch schwereren) Campingwagen fährt man eher längere Strecken. Das schafft auch kein E-Auto.

1. Mit Anhänger darf man zumindest in D max. 100km/h fahren (und das auch nur auf Schnellstraßen und ABen). Das macht (ohne AH betrachtet) schon einiges aus. Klar, der AH "überkompensiert" das wenn er nicht gerade sehr klein und kaum beladen ist.

2. Dachte ich hatte https://www.electrive.net/.../ bzw. https://www.motor-talk.de/.../e-auto-mit-anhaenger-oje-t6427731.html zumindest in anderen Diskussionen auf MT schon verlinkt.

 

notting


01.11.2018 12:06    |    meehster

Wobei @thps da richtig liegt. Verbrenner haben üblicherweise einen Wirkungsgrad von ca. 1/3 - und den auch nur im Bestpunkt oder in der Nähe desselben. Je 1/3 gehen entweder als Abwärme durch den Auspuff und als Abwärme ins Kühlsystem - die Kleckerbeträge, die in Getriebe, Antriebswellen, Reifen usw. verlorengehen, sind zwar auch nicht völlig unerheblich, aber ich hab sie mal weggelassen ;)


01.11.2018 13:01    |    schleich-kaefer

Leute...! Wenn wir E-Auto mit Verbrenner vergleichen (Verbrauch), dann vergleichen wir auch nicht den Verbrennerverbrauch was er hätte, wenn sein Wirkungsgrad viel besser wäre, sondern der Istzustand mit Istzustand. Der ist beim Verbrenner nun mal vom Wirkungsgrad her nicht sehr gut, sprich: schlecht. Es ist seine immanente Eigenschaft. Und da entsteht die Abwärme als "Abfallprodukt". Das alles fließt schon in den Kostenvergleich.

So gesehen - OK, die Heizung ist nicht umsonst. (habe nur anders verstanden, dass die Nutzung der Heizung den Verbrauch erhöht.) Man zahlt dafür sogar immer, auch wenn man es nicht benutzt. Das tragische ist, dass das E-Auto mit seinem so effizienten Motor unter dem Strich gar nicht so viel günstiger im Verbrauch ist als Verbrenner.


01.11.2018 13:29    |    thps

@schleich-kaefer Du hast natürlich recht damit. Ich wollte damit nur verdeutlichen was gehen würde.

 

Das E-Auto müsste eigentlich deutlich günstiger fahren als ein Verbrenner. Zu verdanken haben wir das den massiven Abgaben, Steuern und Co auf Strom.

 

Ein Golf Benziner benötigt etwa 58 kwh/100km , ein E-Golf keine 20 kwh/100km.

Das beschreibt aus meiner Sicht das potential der E-Mobilität ziemlich gut.

 

Leider wird es derzeit noch nicht voll genutzt.


01.11.2018 14:17    |    schleich-kaefer

Ich fürchte, nicht nur derzeit nicht. Dass Elektroautofahren in Zukunft günstiger wird, würde ich sicher ausschließen. In den nächsten Jahren wird es von der Regierung noch Köderangebote geben und dann wird die Kuh wie schon immer gemolken. Die einzige Hoffnung sehe ich bei den Stromselbserzeuger. Aber wie viel der potenziellen Kundschaft kann sich Solarpanels aufs Dach montieren und wie viel davon würde diese Investition nicht scheuen? Ich gebe gleich die Antwort - wenige. Zu wenig, um den Zug am Rollen zu halten. Daher bleibe ich bei meiner Aussage: E-Auto mit Akku ist eine Sackgasse.


01.11.2018 15:52    |    Goify

Kann es sein, dass hier im Thread jetzt schon zwei Diplom-Bedenkenträger unterwegs sind?


01.11.2018 15:53    |    notting

@Goify: Pessimisten sind Optimisten mit Erfahrung.

 

notting


01.11.2018 16:34    |    Goify

Und Glück ist nur ein Mangel an Informationen. Aber auf so ein Niveau lasse ich mich nicht runter ziehen. Sonst stünde ich nicht, wo ich jetzt stehe.


01.11.2018 16:41    |    notting

@Goify: Mir laufen regelm. Optimisten über den Weg, die ständig zieml. Unsinn machen und sich dann wenn ich mit ihnen rede wundern, warum ich nicht derartige Probleme habe :rolleye:

Manchmal dauert's allerdings etwas, bis es absehbar knallt und ein sinnvoller längerfristiger Vergleich mögl. ist.

Weil ich div. Probleme vermeide bzw. Vorsorge treffe (soweit wie sinnvoll mögl.), komme ich halt im Leben weiter als solche Leute...

 

notting


01.11.2018 17:09    |    Goify

notting, das haben wir ja im Taxi-Notruf-Thread gesehen...


01.11.2018 17:18    |    notting

@Goify:

Zitat:

notting, das haben wir ja im Taxi-Notruf-Thread gesehen...

... dass mehrere Leute dort Lügen über mich verbreiten bzw. zu dumm sind für Textverständnis. Hatte ganz klar geschrieben dass ich regelm. helfe bzw. Notrufe absetze! :mad:

Vor einiger Zeit hatte ich z. B. einen Schweizer geholfen, der eine Motorpanne hatte, aber sich vorher 0 Gedanken gemacht hat, was er im Pannenfall insb. außerhalb der Schweiz tun soll. Kein Automobilclub, keine Mobilitätsgarantie, kein Schutzbrief. War das eine ewige Telefoniererei auf meine Kosten (CH nix EU-Roaming = sehr teuer, auch wenn manche EU-Anbieter CH von den Roaming-Kosten her als EU betrachten) bis wir das alles rausgefunden hatten (er wusste nur dass er in keinem Automobilclub ist, meinte aber einen Schutzbrief zu haben (war aber doch nicht so) und kannte seinen Status bzgl. der Mobilitätsgarantie nicht - letztere Nr. die im Auto für Pannenfälle in D stand stimmte auch nicht mehr...) bzw. eine Abschleppfirma gefunden hatten (kannte in der Gegend dort keine Firma, da ich Mobilitätsgarantie und Schutzbrief habe)... :-(

Sag ja nix dagegen z. B. jmd. Ortsunkundigen bei der Ortsbestimmung zu helfen oder auszuhelfen wenn das Handy nicht tut und keine Notrufsäule weiterhilft (z. B. weil zu weit weg). Aber der Rest hätte in dem Fall echt nicht sein müssen.

 

notting


02.11.2018 19:39    |    schleich-kaefer

In einem YT-Film mit stark verschwörungstheoretischen Charakter, den ich grade gesehen habe, ist der Name Mirko Hannemann und seine Firma Colibri Energy gefallen. Da wurde erzählt, wie er 2010 eine Strecke von 600 km schaffte und die ganze Story dazu. Ich habe etwas nachrecherchiert und zumindest dieses Teil des erwähnten Films scheint echt zu sein. Wer nach diesen Namen googelt, findet schnell interessante Treffer. Unter anderen das untere Interview, welches ich dringend und absolut jedem empfehlen möchte!

 

https://youtu.be/_5KtyFHJcmA

 

Es ist sehr lang, über 1.5 Stunden, aber ist ist fesselnd und unfassbar. An mir ging das Ganze 2010 völlig vorbei. Kennt ihr diese Geschichte?


15.11.2018 19:09    |    notting

Colibri Energy hab ich mal gehört.

 

notting


18.11.2018 12:25    |    ankman

Weil ich grad am planen bin: Wann machen die letzten Tankstellen zu? :D


18.11.2018 12:31    |    notting

@ankman: Habt ihr keine 24/7-Tankstellen? Und selbst wenn eine Tankstelle heute zu macht, macht sie morgen früh meist wieder auf ;-)

Im ernst: Man kann Kraftstoff auch im Internet bestellen, auch in größeren Gebinden. Hier als Beispiel für einen Kraftstoff für 4-Takt-Benzin-Motoren im 200l-Fass (nicht über den Preis erschrecken, das ist für diese Benzin-Art günstig, sie verbrennt gesünder für die Umstehenden bzw. ggf. denjenigen der die Motorsäge bedient, dort natürl. die 2-Takt-Variante): https://www.hornbach.de/.../artikel.html

Ok, ist halt die Frage wie/wo man so große Gebinde daheim lagern darf. IIRC normal max. 200l Diesel oder 20l Benzin in der Garage zusätzl. zu dem was im Fahrzeug-Tank ist...

 

notting


18.11.2018 12:52    |    jennss

Zitat:

@notting schrieb am 18. November 2018 um 12:31:40 Uhr:

Im ernst: Man kann Kraftstoff auch im Internet bestellen,

Das wird dann irgendwann mit dem Kraftstoff so sein wie jetzt mit den Filmen bei Analogkameras. Die bestellt man am besten auch im Internet :), gibt es kaum noch vor Ort.

j.


18.11.2018 12:58    |    notting

Zitat:

@jennss schrieb am 18. November 2018 um 12:52:33 Uhr:

Zitat:

@notting schrieb am 18. November 2018 um 12:31:40 Uhr:

Im ernst: Man kann Kraftstoff auch im Internet bestellen,

Das wird dann irgendwann mit dem Kraftstoff so sein wie jetzt mit den Filmen bei Analogkameras. Die bestellt man am besten auch im Internet :), gibt es kaum noch vor Ort.

... nur mit dem Unterschied, dass Filme für Analogkameras:

- viel kleiner = billigerer Versand

- kein Gefahrgut = billigerer Versand und einfachere Lagerung

- eher wertlos sind wenn man sie nicht entwickeln kann, wozu man weitere Ausrüstung braucht, während man den Sprit einfach rein kippt bzw. eher seltener eine Wartung/Reparatur nötig ist, wozu man ggf. weitere Ausrüstung braucht, die bei E-Autos aber zum Teil gleich ist.

 

notting


18.11.2018 13:04    |    jennss

Jo, mit Sprit wird das schwierig. Öl habe ich zwar auch schon immer im Internet bestellt, weil viel billiger, aber Benzin bei jeder Tankfüllung wird beim Versand echt teuer.

j.


18.11.2018 13:42    |    notting

Zitat:

@jennss schrieb am 18. November 2018 um 13:04:41 Uhr:

Jo, mit Sprit wird das schwierig. Öl habe ich zwar auch schon immer im Internet bestellt, weil viel billiger, aber Benzin bei jeder Tankfüllung wird beim Versand echt teuer.

Hab bei Hornbach auch mal eine Gartenhütte (als Bausatz) bestellt = LKW-Anlieferung. Da hätte ich wohl so ein Fass ohne zusätzl. Versandkosten mitbestellen können :-)

Man kann's sich wohl auch in die nächste Filiale liefern lassen.

 

Achja: Innerhalb Deutschlands darf man wohl als Privatmann im PKW 60l Kraftstoff in tragbaren Behältern dabei haben z. B. als "Reserve" für die Motorsäge: https://www.bgrci.de/.../...PKW_und_Kleintransporter_-_Kleinmengen.pdf

 

notting


18.11.2018 13:45    |    jennss

Bald wird dann Hornbacher eine Tankstelle :D.

j.


12.12.2018 21:17    |    ATECA-HH

Moinsen,

 

sorry, aber ich hab hier mal alle Seiten durchgelesen und mir ist aufgefallen, dass sehr oft "der Staat" & "die Regierung" &"die Politik" genannt wurde...

 

Leute, wir sind die Konsumenten!!!

Wenn wir nicht jeden Schei… kaufen würden und dabei meist noch mit dem Denken aufhören, dann würde vieles BESSER laufen! Wir, die Konsumenten, geben die Richtung vor! Was nicht gekauft wird, wird auch kein Hersteller produzieren! Die Nachfrage bedingt das Angebot.

 

Wenn ich so unter meinen Kollegen, Freunden und Be-/Verwandten höre wie schlimm sie alle von VW & Co. belogen wurden - mit ihren Skandal-Dieseln...!

 

 

Geiz war wieder "geiler" als mal 5 Minuten das Gehirn benutzen!

Hm, was hat sich die Evolution bloß bei dem Belohnungssystem im Gehirn gedacht - wahrscheinlich NIX!

 

Der Diesel war und ist NICHT sauber. Wer hinter einem Diesel her fährt - am besten mal mit einem Fahrrad - der bekommt die volle Ladung ab. Gerade Personen die in der Stadt leben und täglich ganze 3-10 Km zur Arbeit fahren brauchen keinen Diesel. Die Abgasreinigung arbeitet auf diese kurzen Strecken nicht / noch nicht / bzw. nicht effektiv! und die Start-Stopp-Funktion wirkt auch noch kontraproduktiv, da der Abgasstrand mit ausgeschaltetem Motor an der Ampel oder wo auch immer das Auto steht wieder abkühlt. Je öfter also die Start-Stopp-Funktion eingreift, um so länger dauert es, bis die Abgasreinigung effektiv arbeitet. Das gilt übrigens auch beim Benziner. ;-)

 

 

Das eAuto ist nicht das Allheilmittel, aber für 70% aller Fahrten vollkommen ausreichend.

 

 

Ich bin mir sicher, dass sich da in den nächsten Jahren noch richtig was tun wird in der Umweltbilanz von eMobilität!

 

 

Also, habt euch lieb und ruft nicht so oft nach dem Staat.

 

 

Schönen Abend ;-)


12.12.2018 22:54    |    XuQishi

Zitat:

Also, habt euch lieb und ruft nicht so oft nach dem Staat.

Der Laden will jeden Monat die Hälfte von meinem Geld, dafür darf er auch was tun.

Alternativ würd ich auch 85% von meinem Gehalt behalten und die Eingriffe auf ein Minimum zurückführen, das wäre mir eigentlich sogar lieber.

 

Zitat:

, aber für 70% aller Fahrten vollkommen ausreichend

Was macht man mit dem Rest? Autos sind zu teuer, um nur 70% tauglich zu sein, gerade elektrische.


13.12.2018 02:22    |    jennss

Der Staat hat schon einen gewissen Einfluss auf die Preis (Umweltrabatt) und die Infrastruktur, aber es ist richtig, dass die Käufer letztlich entscheiden, was gekauft wird. Daher finde ich auch, dass man bei E-Autos den Umweltaspekt nicht zu hoch heben sollte, sondern lieber mal den Fahrspaß erwähnt. Ich glaube, der wird oft unterschätzt. Die Hersteller müssen dafür sorgen, dass die Autos einen ordentlichen Haben-Wollen-Reflex hervorrufen. Die Randbedingungen (Ladeinfrastruktur) sind natürlich auch entscheidend. Sonst hilft der größte Fahrspaß nix. Ich bin dafür, dass bei Autobahnraststätten auch E-Tankstellen auf der Beschilderung an der Autobahn erwähnt werden, ähnlich wie bei Erd- und Autogas.

j.


13.12.2018 21:11    |    notting

Zitat:

@jennss schrieb am 13. Dezember 2018 um 02:22:23 Uhr:

Der Staat hat schon einen gewissen Einfluss auf die Preis (Umweltrabatt)

Halte ich für ein Gerücht. 1. wurde die Renault-Prämie auf dem Zoe und auch z. B. auf den Twizy schon >1 Jahr vor der staatl. Umweltprämie gezahlt und 2. wurde sie entspr. der staatl. Pramie gekürzt und 3. kann der Staat keinen Hersteller zwingen mitzumachen.

 

Zitat:

und die Infrastruktur,

Bzgl. Infrastruktur zu Hause hat er IMHO noch nix gemacht.

 

Zitat:

aber es ist richtig, dass die Käufer letztlich entscheiden, was gekauft wird. Daher finde ich auch, dass man bei E-Autos den Umweltaspekt nicht zu hoch heben sollte, sondern lieber mal den Fahrspaß erwähnt. Ich glaube, der wird oft unterschätzt. Die Hersteller müssen dafür sorgen, dass die Autos einen ordentlichen Haben-Wollen-Reflex hervorrufen.

Reichweite, Ladegeschwindigkeit, Preis, ...

 

Zitat:

Die Randbedingungen (Ladeinfrastruktur) sind natürlich auch entscheidend. Sonst hilft der größte Fahrspaß nix. Ich bin dafür, dass bei Autobahnraststätten auch E-Tankstellen auf der Beschilderung an der Autobahn erwähnt werden, ähnlich wie bei Erd- und Autogas.

Meine das habe ich schon gesehen. Zumindest sieht die StVO ein entspr. Schild vor.

 

notting


13.12.2018 22:17    |    jennss

Wie die eGolf-Rabatte vor der Umweltprämie waren, weiß ich nicht, aber ich denke, nicht so hoch wie jetzt. Wenn sich der Rabatt beim Zoe nicht geändert hat, war er vorher schon sehr hoch. Auf jeden Fall gibt der Staat 2000 € drauf.

 

Hier im Hamburger Raum hat sich bzgl. Infrastruktur viel getan.

 

Ein E-Schild an Autobahnen habe ich noch nicht gesehen, aber Ladestationen durchaus.

j.


13.12.2018 22:26    |    notting

Zitat:

@jennss schrieb am 13. Dezember 2018 um 22:17:13 Uhr:

Ein E-Schild an Autobahnen habe ich noch nicht gesehen, aber Ladestationen durchaus.

Andererseits scheitert die Ladung ja eh z. T. an der passenden Kundenkarte, sodass man eh eine App oder so braucht, die einen dann auch gleich an die richtige Stelle hinlotsen kann, sodass man auf so ein Schild verzichten kann... ;-)

 

notting


13.12.2018 22:29    |    jennss

Ich habe noch keine Autobahnerfahrung mit E-Auto. Kann man mit PlugSurfing und ChargeNow nicht an fast allen Ladestationen Strom zapfen?

j.


14.12.2018 08:54    |    notting

Zitat:

@jennss schrieb am 13. Dezember 2018 um 22:29:33 Uhr:

Ich habe noch keine Autobahnerfahrung mit E-Auto. Kann man mit PlugSurfing und ChargeNow nicht an fast allen Ladestationen Strom zapfen?

Lies nochmal deinen Text und achte dabei insb. auf Wörter wie "fast" ;-)

Kannst ja mal mit der Ladeverbund-Auswahl auf https://www.goingelectric.de/stromtankstellen/ spielen bzw. vorher schauen bei welchen die genannten Anbieter mitmachen...

 

notting


14.12.2018 14:40    |    jennss

Alleine PlugSurfing hat im Hamburger Raum schon fast alle Säulen. Ja, nur fast, aber immerhin. Trotzdem würde ich es natürlich auch besser finden, wenn es da eine einheitliche Lademöglichkeit gibt, wo niemand ausgeschlossen wird.

j.



14.12.2018 14:48    |    notting

Zitat:

@jennss schrieb am 14. Dezember 2018 um 14:40:22 Uhr:

Alleine PlugSurfing hat im Hamburger Raum schon fast alle Säulen. Ja, nur fast, aber immerhin. Trotzdem würde ich es natürlich auch besser finden, wenn es da eine einheitliche Lademöglichkeit gibt, wo niemand ausgeschlossen wird.

Mir würde es reichen, wenn die einfach zumindest girocard und gängige KK akzeptieren würden. So macht es eine rel. neue Automaten-Tankstelle bei uns (und natürl. auch deren Kundenkarten werden akzeptiert).

 

notting


14.12.2018 15:08    |    jennss

Mit Plugsurfing stört mich eigentlich nicht. Es geht superschnell mit dem Davorhalten des Schlüssels. Aber ein universelles Bezahlsystem wäre gut. Ich denke, in der Zukunft wird das ganz sicher kommen. Im Moment ist das noch alles im Aufbau, aber je früher man eine einheitliche Linie findet, desto besser.

j.


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