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12.10.2018 12:51    |    jennss    |    Kommentare (303)

Elektrische Beschleunigung im AlltagElektrische Beschleunigung im Alltag

Smart wird ab 2020 rein elektrisch, Porsche (ausgenommen 911er) ab 2027, andere Hersteller werden sicher bald ähnlich entscheiden und den Bau von Verbrennern einstellen. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein. In Norwegen wird der Verkauf von Verbrennern ab 2025 verboten, in Dänemark, Niederland, China und Irland ab 2030. In Frankreich und GB wird das Verbot voraussichtlich 2040 kommen. Deutschland ist noch unentschlossen. So oder so wird die Elektromobilität aber kommen und es wird nicht nur Auswirkungen auf die Abgase in Städten haben. Auch sehe ich die Verkehrsgeschwindigkeit verändert, vor allem in der Stadt (schneller) und auf der Autobahn (langsamer). Mit dem E-Auto ist das Beschleunigen eine so unspektakuläre Sache, dass man dazu neigt, oft ziemlich kräftig zu beschleunigen. Bei unserem 225xe drücke ich im E-Modus oft fast voll runter und er zieht trotz nur 88 PS mit 1,7 t Gewicht so gut ab, dass ich fast jedes Mal einen deutlichen Abstand zu den Hinterleuten habe. Dabei ist er nach Zahlen im E-Modus gar nicht so überragend und braucht wohl gut 13 Sekunden auf 100 oder noch mehr (Leider werden bei PlugIns nur die Zeiten der Gesamtleistung gemessen). Auch ist das Reagieren im Straßenverkehr schneller. Neulich las ich hier im Forum, dass jemand seinen eGolf bis 100 km/h subjektiv so schnell empfindet wie seinen GTI, obwohl der GTI ca. 100 PS mehr hat.

 

Ich denke, durch die Elektromobilität werden sich vor allem die Beschleunigungen der sonst langsamen Verkehrsteilnehmer verbessern. Wenn ich im Rückspiegel sehe, wie viel Meter das ausmachen kann, dürfte sich der Verkehrsfluss in vollen Innenstädten merklich verbessern bzw. der Durchfluss erhöhen, ohne dass die Maximalgeschwindigkeit sich ändert, und es kommen mehr Fahrzeuge bei einer Ampelperiode durch. Die Beschleunigung macht da erstaunlich viel aus. Wir haben hier Ampeln, wo regelmäßig nur ca. 3 bis 4 Autos rüberkommen. Worstcase sind dann auch mal nur zwei, weil die da vorne nicht aus den Puschen kommen. Die Hinterleute sind dann entsprechend genervt oder fahren noch bei rot mit rüber. Mit schnellerem Anfahren wären das sicher 20 bis 50% mehr Autos pro Ampelphase. Ich denke, dies kann man am besten Einschätzen, wenn man selbst bereits elektrische Antriebe gefahren ist. Es gibt keine Verzögerung durch das Schalten und kein Turboloch. Die Gaspedalaktion kommt immer sofort an die Räder.

 

Ein weiterer, kleiner Punkt für die Stadt ist, dass das Geräusch der Autos leiser wird. Wir haben hier Straßen, die wegen Lärm ab 22 Uhr nur noch mit 30 km/h befahren werden dürfen. Ich fahre der Gesetze wegen natürlich auch elektrisch nur 30, aber eigentlich gibt es dafür keinen technischen Grund, da das Auto sehr leise ist. Dies wirkt sich natürlich nicht auf den Durchfluss des Verkehrs aus, aber so ist man auch nachts ein wenig schneller. Lärmbedinge Geschwindigkeitsgrenzen werden wohl weitgehend überflüssig.

 

Umgewöhnen müssen sich in Städten und Ortschaften auch Fußgänger, die sich nun nicht mehr darauf verlassen können, ein Auto zu hören. Da aber auch (seltenere) Radler auf den Straßen leise unterwegs sind, ist diese Einstellung vielleicht sowieso nicht so schlecht. Gefährlicher wird es nicht. Als Gehörloser bin ich schon darauf eingestellt, mich als Fußgänger öfter umzusehen und bin bis heute noch nicht angefahren worden :). Wie sich die Situation für Blinde ändert, kann ich nicht einschätzen. Leichter wird es für sie ohne Motorgeräusch sicher nicht.

 

Auf der anderen Seite fahren viele E-Autos auf der Autobahn nicht mehr so schnell wie die Verbrennergeschwister. Ein E-Golf ist auf 150 begrenzt. Selbst der VW Neo soll ab 2020 trotz Minimum 170 PS nur 160 km/h maximal laufen. Ein Tesla läuft zwar auch einige Minuten 250 km/h, aber insgesamt werden solche Speedorgien auf der linken Spur sicher seltener werden. Für alle Länder außer Deutschland ist diese Einschränkung eh unbedeutend, aber hier dürfte man es schon merken.

 

Eine andere Sache ist, dass das Stadtbild sich auch ein bisschen durch die Ladesäulen ändern wird. Man wird sehen, wo sich diese am besten positionieren lassen.

 

Die Einsatzbereiche von Kleinwagen und größeren Autos dürften sich zudem aufgrund unterschiedlicher Reichweiten mehr unterscheiden als es bei Verbrennern der Fall war. Dies kann man als Nachteil sehen. Ein elektrischer Smart braucht länger von Hamburg nach Münschen als ein Verbrenner-Smart und ist nicht mehr so universell, aber man muss abwarten, wie sich die Reichweiten bei den kleinen Autos entwickeln werden. Da eine große Kapazität nicht nur Platz im Auto braucht, sondern auch eine Kostenfrage ist, könnte es sein, wird man kleine Autos tendenziell wohl auch nicht mit so großen Akkus ausrüsten. Wenn Akkus irgendwann sehr günstig werden, könnte so ein (einfach aufgebautes) E-Auto dann auch irgendwann deutlich unter den Verbrennerpreisen liegen.

 

Die E-Mobilität wird einiges ändern, zum Besseren und zum Schlechteren.

j.

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14.12.2018 15:15    |    notting

Zitat:

@jennss schrieb am 14. Dezember 2018 um 15:08:51 Uhr:

Mit Plugsurfing stört mich eigentlich nicht. Es geht superschnell mit dem Davorhalten des Schlüssels. Aber ein universelles Bezahlsystem wäre gut. Ich denke, in der Zukunft wird das ganz sicher kommen. Im Moment ist das noch alles im Aufbau, aber je früher man eine einheitliche Linie findet, desto besser.

Wie gesagt, ich kenne (auch noch mehr) Tankautomat(en) die einfach girocard/KK akzeptieren, fertig.

 

notting


05.06.2019 11:42    |    jennss

Hier sind allgemein gute Infos über Elektromobilität zusamnengefasst:

https://www.adac.de/.../?redirectId=quer.e-mythen

j.


11.06.2019 16:23    |    Fritzibass

Meiner Meinung nach geht der Artikel schon fast zu sachlich mit dem Thema um. Die massive Umweltverschmutzung die zur Gewinnung der Rohstoffe betrieben wird, die Umwidmung von Naturschutzgebieten um dann dort Rohstoffe abzubauen ist für mich erschreckend. Wie kann man aus Umweltschutzgründen guten Gewissens Batterielektrische Autos gut finden und dann noch ruhig schlafen. Meiner Meinung nach werden wir den elektrischen Antrieb bekommen müssen....aber es muss ein anderes Speichermedium her - Wasserstoff zum Beispiel. Der vereint die Vorteile des fossilen Verbrenners (wie z.B. hohe Reichweite, schnelles Nachtanken...) mit dem lokal emissionsfreien fahren. Wenn dann die Energie die zur Gewinnung von Wasserstoff aus erneuerbaren Quellen kommen wird, dann wäre das aus meiner Sicht eine sehr gute Lösung. Zumindest im Bezug auf Batterien als Energiespeicher.

Mein Fazit für mich und meine Bedürfnisse: Ich werde aktuell meine Verbrenner weiterfahren und erst dann, wenn es vernünftige und sinnvolle Alternativen gibt über eine Neuanschaffung nachdenken.

Und die Politik sollte sich dem Hype um Batterielektrische Antriebe auch nicht so unreflektiert anschließen, wie es aktuell passiert.


11.06.2019 16:51    |    Alubremslicht

Hallo Fritzibass,

 

du lehnst also die derzeitige Elektromobilität ab, weil dir die Methoden zur Gewinnung der Rohstoffe zu erschreckend sind. Darf ich dann davon ausgehen, dass du kein Produkt mit Li-Ionen Akku besitzt? Also kein Smartphone, keinen Laptop, kein Akku-Elektrowerkzeug, keinen Akku-Rasenmäher usw... ?

 

Zudem: Bist du dir sicher, daß die Gewinnung aller Rohstoffe für ein Verbrennerfahrzeug - u. A. Platin und seltene Erden für den Katalysator - wesentlich umweltfreundlicher ist?

 

Ach ja, und die ganzen Konflikte ums Öl sowie die Umweltschäden durch Fracking und andere Erdölabbaumethoden sowie alle paar ja mal so ne kleine Ölpest durch ein havariertes Tankschiff, ist das in deinen Augen unproblematischer?

 

Nun ja: Man kann und muß natürlich die umweltschädlichen und fragwürdigen Abbaumethoden bei Lithium und Kobalt anprangern und dagegensteuern und man kann nach Ersatz oder nach Technik forschen, die weniger dieser kritischen Stoffe benötigt (Tesla z. B. braucht pro kWh nur 1/4 des Kobalts wie andere Hersteller), und man muss das prinzipiell gut mögliche Recycling dieser Stoffe vorantreiben. Aber ein ganzer Industriezweig, bzw. genaugenommen mehrere Industriezweige, die Umweltfreundlichkeit verbessern und die Produkte ermöglichen, die der Markt stark nachfragt aufgrund dieser Problematik sterben zu lassen ist unrealistisch und wird nicht passieren.

 

Zum Wasserstoff: Bis diese Technik erschwinglich und wirtschaftlich betreibbar sein könnte, glaube ich werden die Akkus derartig billig sein, dass alle Entwicklungsaufwendungen da hinein wirtschaftlich nicht sinnvoll sind. Ich mein, okay, für einige Vielfahr-Langstreckenanwendungen ist das schnelle Nachtanken fast unverzichtbar - aber da sehe ich dann eher effiziente Dieselmotoren, weil diese Technik ja schon entwickelt und zuverlässig ist. Für den Überschußstrom aus regenerativen Quellen würde ich nach anderen Speichermöglichkeiten suchen, so, dass die Dunkelflauten ausgeglichen werden können.


11.06.2019 18:31    |    jennss

In der Zukunft wird es sicher reichlich Autoakkus aus Second Life geben, um Strom irgendwo speichern zu können.

Wasserstoff ist teuer: Fahren und Auto liegen deutlich über vergleichbaren Akkuautos. Die Frage ist, welches kostenmäßige Potenzial Wasserstoff hat. Wann könnte ein Auto mit Brennstoffzelle für ca. 35000 € zu haben sein?

j.


12.06.2019 07:43    |    Alubremslicht

Genau das meine ich jennss. Vermutlich dann, wenn ein Auto für 35.000 € einen Akku für 600 Km Reichweite hat. Und das reicht dann für die Allermeisten.

 

Also ich bin Befürworter der Elektromobilität und fahre seit 1 1/4 Jahren einen gebrauchten BMW i3. Bei deiner Aussage betreffs Second Life als Pufferakku bin ich dabei - allerdings denke ich trotzdem, dass diese direkte Speicherung super für Tagesausgleich und evtl. noch zur Rettung des Wochenendstroms in die Folgewoche geeignet ist. Eine Langzeitspeicherung ist es für mich allerdings nicht. Für möglicherweise wochenlange Dunkelflauten benötigen wir dann doch noch einen günstigeren Massenspeicher. Es gibt doch schon recht viele Biogasanlagen. Könnte man da nicht dieses Gas in Zeiten mit Überschuss in Tanks lagern und dann bei Bedarf verstromen?


12.06.2019 08:38    |    Fritzibass

@Alubremslicht: Ich habe nicht gesagt, dass ich Elektromobilität ablehne. Die wird kommen und das ist nach heutigem Stand der Technik auch gut so. Aber eure Beiträge zeigen genau das auf worauf ich abziele: Es wird nicht zwischen elektrischen Antrieben und Batterieelektrischen Antrieben differenziert. Wasserstoff ist momentan deswegen so teuer, weil "noch" keine Masse produziert wird. Batterieelektrisch war einfach, weil die Industrie dieses Speichermedium schnell verfügbar hatte.

Ob wir in absehbarer Zeit bei der Entwicklung von Akkus so schnelle so weit kommen, dass wir am Ende ein vernünftiges Gewicht mit brauchbarer Kapazität haben werden....mal sehen. das ist ja auch nur ein weiterer Punkt. Aktuell wiegen die ganzen Umweltretter ja über zwei Tonnen. Wem das sinnvoll erscheint fährt vermutlich auch mit einem Porsche zu einer der Freitagsdemos.

Ach ja: Natürlich habe ich Ein Smartphone mit LIio Akku....wäre aber auch doof ein Handy mit einem Verbrennungsmotor zu betreiben. Und die Menge Rohstoffe die ein Handy Akku benötigt sollte man nicht wirklich mit der Menge die für ein einziges Kfz benötigt wird vergleichen. Zumal beides i.d.R. auch nur von einer Person genutzt wird. Schau mal morgens im Berufsverkehr um dich wieviele Fahrzeuge voll besetzt sind bzw. mit nur einer Person.

Also: bei aller Begeisterung für diese tolle Umwelttechnik auch mal das Köpfchen nach oben strecken und übern Tellerrand hinausschauen. Meine Gedanken für unsere Umwelt sind nicht nur lokal sondern weltweit....und wie kann es sein, dass Umweltschutz nach dem Motto betrieben wird: was nicht vor meiner Haustüre stattfindet betrifft mich nicht.

Und zum guten Schluss. Wir sind hier in einem Forum das sich mit Mobilität beschäftigt und ich es sollte uns allen bewusst sein, dass es keine Umweltfreundliche Art der Fortbewegung gibt. Wir müssen für die Zukunft nur schauen dass wir uns für das bestmögliche entscheiden. Nicht für das erstbeste.


12.06.2019 09:05    |    Alubremslicht

@ Fritzibass: Also ich schrieb ja "derzeitige Elektromobilität" und meinte da schon eben batterieelektrisch - was aus dem Inhalt klar hervorging. Wir sind uns also einig, dass die Frage des Speichermediums Akku (und derzeit ist das eben fast ausschließlich Li-Io) oder Wasserstoff gerade diskutiert wird.

 

Du sagst: "Aktuell wiegen die ganzen Umweltretter ja über zwei Tonnen" - schaust du denn nur nach Oberklasse-Luxuslimousinen? Unser i3 wiegt weniger als 1,5 t und es gibt etliche andere Modelle in dieser Gewichtsklasse. Zudem ist das Gewicht weniger schädlich als beim Verbrenner - wegen der Rekuperation. Die "absehbare Zeit" in der wir ein "vernünftiges Gewicht mit brauchbarer Kapazität" ist also negativ - weil gibt's doch schon.

 

Heute früh hab ich mich im Berufsverkehr umgeschaut - und neben mir saß meine Frau. Das ist aber off-topic.

 

Deinen Vorwurf an mich "Also: bei aller Begeisterung für diese tolle Umwelttechnik auch mal das Köpfchen nach oben strecken und übern Tellerrand hinausschauen. Meine Gedanken für unsere Umwelt sind nicht nur lokal sondern weltweit....und wie kann es sein, dass Umweltschutz nach dem Motto betrieben wird: was nicht vor meiner Haustüre stattfindet betrifft mich nicht." finde ich nicht gerechtfertigt. Ich beschrieb doch, dass es schon darum geht die bestehenden Probleme in den Griff zu bekommen, dass andere Technologien genauso Probleme haben usw. Wieso wirfst du mir dann vor ich würde nicht übern Tellerrand hinausschauen? Übrigens: Momentan ist meines Wissens in Summe der Lithium- und Kobaltbedarf für Laptops und Smartphones noch deutlich über dem für E-Mobilität. Kleinvieh macht eben auch Mist.

 

Und: Übertreib mal bitte nicht: "keine Umweltfreundliche Art der Fortbewegung" - das kommt doch drauf an mit was man vergleicht. Wir haben nun mal ein hohes Mobilitätsbedürfnis und eine deutlich weniger umweltschädliche Art darf dann schon auch als umweltfreundlich bezeichnet werden, oder? Und ja, klar, jede Fahrt die vermieden wird schont die Umwelt natürlich am meisten.


12.06.2019 10:20    |    XuQishi

Zitat:

Es gibt doch schon recht viele Biogasanlagen.

Biogas ist auch eine Umweltschweinerei erster Güte, Tank statt Teller und so. Besser wäre Wasserstoff bzw. Methan aus Power-to-Gas, aber da ist der Wirkungsgrad nicht berauschend gut - wobei das bei Produktion aus regenerativem Überschussstrom, den man sonst gegen Zahlung verschenken muss, um zu anderen Zeiten Strom einzukaufen, fast egal ist.

Ich persönlich glaube nicht daran, dass das Batterieelektrische Auto der Weisheit letzter Schluss ist, wenn nicht irgendwer einen umweltschonenderen Akku mit erheblich höherer Energiedichte erfindet. Ist durchaus möglich, dass eine Brennstoffzelle in der Gesamtrechnung ganz gut wegkommt - die hat dann auch noch den Vorteil, dass am Ende nicht so viel Schrott anfällt und das Auto schneller zu betanken ist.

 

Zitat:

Unser i3 wiegt weniger als 1,5 t und es gibt etliche andere Modelle in dieser Gewichtsklasse.

Carbonkarosserien macht aber sonst keiner, weil das viel zu teuer ist und eine schlechte Energiebilanz hat. Das war mehr ein Signal von BMW, dass sie wissen, wie es geht.


12.06.2019 10:29    |    Alubremslicht

Welches "Auto der Weisheit letzter Schluss ist" werden wir wohl nie erfahren. Mir geht es hier eher um die konkrete Mobilität der nächsten Jahre bis Jahrzehnte. Und da glaube ich, dass sich batterieelektrisch durchsetzen und Wasserstoff / Brennstoffzelle kaum eine Rolle spielen wird - weil zu teuer und zu ineffizient.

 

Okay - dass durch Biogas große Landwirtschaftliche Flächen der Nahrungsmittelherstellung entzogen werden ist auch wiederum schlecht. Aber wenn man es nun mal mach - und vielleicht in einem vertretbaren, vernünftigen Umfang - dann könnte man doch die prinzipielle Speicherbarkeit dieser Gase zur Energiespeicherung verwenden.


15.09.2020 17:11    |    wurst1

Ich sag mal so, bei uns im Düsseldorfer Großraum, kann man im Berufsverkehr sowieso Sinnvoll nicht schneller als maximal 120 km/h fahren, meistens erheblicher weniger . Die wenigen Unverbesserlichen die es versuchen, gehen eine innige Beziehung mit ihrem Bremspedal ein.... ......., oder erfreuen sich an Spontanaufnahmen vom grauen Bunkerblitzer an der A3.......

 

Für den allgemeinen Verkehrsfluß wäre es meiner Meinung nach förderlich, ein Tempolimit einzuführen, damit könnte man auch besser E Fahrzeuge integrieren die ihren besten Wirkungsgrad nicht gerade bei 180 km/h haben.

 

Aber auch alle anderen Verbrenner würden davon profitieren, dass fahren auf der AB wird stressfreier.Zudem ist auch bei den Verbrennungsmotoren der Einspareffekt eklatant, wenn mit 130 km/h anstatt 180 km/h gefahren wird. Effektive 10 Minuten Zeitvorteil, für 30% Mehrverbrauch sind doch irgendwie nicht sinnvoll.


15.09.2020 17:54    |    mm5678

Wenn Elektromobile, gepaart mit Autonomem Fahren, irgendwann kommt, dann könnte ich mir gut vorstellen, dass zb. die linke Spur auf der Autobahn fürs Autonome schnell fahren genutzt werden kann, heißt dass hier nur Autos mit einer vorgeschriebenen Geschwindigkeit von zb. 250 oder 300 kmh fahren (dürfen).


15.09.2020 17:57    |    mm5678

Ich sehe es schon kommen, irgendwann werden dann maximale Leistungen für E-Autos vorgeschrieben / gedrosselt, also bezogen aufs Gewicht, dass die Autos nur eine maximale Beschleunigung bezogen aufs Gewicht haben dürfen.... Mit der "Begründung" dass zu schnelles Beschleunigen zu viel CO2 bzw. Energie benötigt und zudem gefährlich für den Straßenverkehr wird, irgendwas denken die sich da bestimmt aus...


15.09.2020 18:08    |    XuQishi

Zitat:

Aber auch alle anderen Verbrenner würden davon profitieren, dass fahren auf der AB wird stressfreier.

Ich hab auf der Autobahn eigentlich nie Stress, obwohl ich nicht besonders schnell fahre. Stress kriege ich, wenn ich ins benachbarte Ausland fahre, wo die Leute einem bei Limit 100 bzw.120 gnadenlos im Kofferraum stecken und überhaupt keinen Sicherheitsabstand mehr halten.

 

Es ist aber auch nicht ganz Deutschland der Düsseldorfer Großraum. Im Nordosten schläft einem das Gesicht ein, wenn man stundenlang mit 120 das Lenkrad festhalten soll, von Fahren ist da gar nicht mehr zu reden.

 

Ich habe prinzipiell nichts gegen Limits, aber man muss sie nicht zu niedrig ansetzen.


16.09.2020 08:29    |    Alubremslicht

Hallo XuQishi, da widerspreche ich. Wenn man es erst mal gewohnt ist, 120 Km/h zu fahren, schläft einem weder das Gesicht noch sonstwas ein. Es kommt dir dann eben ganz normal vor. Probier es einfach ein halbes Jahr lang aus - und du wirst sehen wie problemlos das ist. Kann ich dir aus eigener Erfahrung sagen. :-)


16.09.2020 08:55    |    XuQishi

Wie gesagt, im Alltag fahre ich in NRW auch nicht schneller.

Das ist auch okay, solange auf der Bahn irgendwas los ist, was das Hirn ein bisschen fordert und man nicht nur aufpassen muss, dass man nicht von der Straße abkommt ;). So hinter Hamburg variiere ich dann aber gerne mal, weil das sonst einfach schrecklich fade ist.

Auf der A20 hatte ich mal interessehalber den Tempomaten auf 170 gestellt und musste nicht einmal bremsen bis zur Abfahrt, weil das da so leer ist. War sogar die meiste Zeit auf der rechten Spur unterwegs.


16.09.2020 09:31    |    schleich-kaefer

Zitat:

@Alubremslicht schrieb am 16. September 2020 um 08:29:45 Uhr:

Hallo XuQishi, da widerspreche ich. Wenn man es erst mal gewohnt ist, 120 Km/h zu fahren, schläft einem weder das Gesicht noch sonstwas ein. Es kommt dir dann eben ganz normal vor. Probier es einfach ein halbes Jahr lang aus - und du wirst sehen wie problemlos das ist. Kann ich dir aus eigener Erfahrung sagen. :-)

Das kann ich aus eigener Erfahrung auch bestätigen. Überhaupt die ganze Tempolimitdiskussion erinnert mich an das dumme Gerede und (Pseudo)Argumente bei der Einführung von Sicherheitsgurtpflicht und Promillegrenze bei Alkohol. Was haben die Leute damals fürn Scheiß erzählt!?


16.09.2020 09:58    |    XuQishi

Persönlich würde ich das Limit bei 150 ansetzen. Dann hat man noch einen Tick Mythos Autobahn (höchstes Limit der Welt), die meisten Leute fahren eh langsamer (Schnitt ist aktuell 124, hab ich neulich gelesen) und am Ende sind alle irgendwie unzufrieden, wie es sich für einen Kompromiss gehört.

An den Verkehrstotenzahlen wird das eh praktisch nichts ändern. Auf sogenannte Hochgeschwindigkeitsunfälle gingen letztes Jahr auf deutschen Autobahnen 80 Tote zurück (von ungefähr 350 auf Autobahnen insgesamt. Ich hab mehr Angst vor LKW und Baustellen...), nur ist das 1. ein wetterabhängiges Thema, 2. die bequemste Unfallursache (Handygedaddel weist sich nicht so leicht nach*) und 3. sind es meistens Leute, denen das Limit auch egal gewesen wäre.

 

Ich bin im Ausland auch mal als Unangepasste-Geschwindigkeit-Unfall in die Statistik eingegangen. Da bin ich direkt hinter dem Grenzübergang mit Tempo 60 auf der Autobahn auf Glatteis gekommen, weil die die Autobahn nicht gestreut hatten. ;).

 

*Ich sage immer: Wer Unfälle verhindern will, muss Infotainments verbieten. Die Leute sollen Auto fahren und nicht rumspielen oder Musik hören, bis die Türen zittern.


16.09.2020 20:48    |    notting

Zitat:

@XuQishi schrieb am 16. September 2020 um 09:58:25 Uhr:

Persönlich würde ich das Limit bei 150 ansetzen. Dann hat man noch einen Tick Mythos Autobahn (höchstes Limit der Welt),

In I sind streckenweise auch 150km/h erlaubt. Also höchstens zusammen mit I oder höchstes aTL der Welt.

 

Zitat:

die meisten Leute fahren eh langsamer (Schnitt ist aktuell 124, hab ich neulich gelesen) und am Ende sind alle irgendwie unzufrieden, wie es sich für einen Kompromiss gehört.

An den Verkehrstotenzahlen wird das eh praktisch nichts ändern. [...]

Ein TL macht aber nur Sinn, wenn es auch kontrolliert wird. Das verursacht Resourcen-Aufwand. Bzw. auch im Ausland halten sich auch viele Einheimische dort nicht dran, fahren also schneller.

Denke der Umwelt ist ohne aTL unterm Strich mehr geholfen.

 

notting


17.09.2020 06:56    |    schleich-kaefer

Zitat:

@notting schrieb am 16. September 2020 um 20:48:44 Uhr:

 

Ein TL macht aber nur Sinn, wenn es auch kontrolliert wird. Das verursacht Resourcen-Aufwand. Bzw. auch im Ausland halten sich auch viele Einheimische dort nicht dran, fahren also schneller.

Denke der Umwelt ist ohne aTL unterm Strich mehr geholfen.

 

notting

Flächendeckend Abschnittskontrolle und das Problem ist für alle Male gelöst. Natürlich mit einem gehaltsabhängigen Bußgeldkatalog und Konfiszierung des Autos plus Führerschein weg bei extremen Verstößen oder Wiederholungstätern. Danach haben wir Ruhe auf der Autobahnen von den Vollidioten.


17.09.2020 08:35    |    XuQishi

Ich brauch das nicht.

Ich fahre jetzt seit knapp 25 Jahren Fahrzeuge, mit denen man auf die Autobahn darf, und wirklich aktiv bedroht gefühlt habe ich mich nur zweimal - beide Male Muttis, die ohne Schulterblick ausscherten, als ich neben denen war.


17.09.2020 08:48    |    schleich-kaefer

Klar, dass Du das nicht brauchst, Du bist ein perfekter Fahrer und es sind immer die anderen schuld.


17.09.2020 10:50    |    XuQishi

Vom Krieg auf der Autobahn höre ich nur von Leuten, die sich von allem stressen lassen und am besten nicht auf die Autobahn fahren würden, egal ob man da 100 oder 200 fahren kann.

Ich habe nie verstanden, wie man ausgerechnet auf der Autobahn Schiss haben kann, da ist jede Landstraße mit Wald zu jeder Tageszeit viel gefährlicher.

 

 

Und falls du auf meinen erwähnten Unfall anspielst: ich bin wenige Meter hinter dem Grenzschild abgeflogen; nach der Stunde haben die Belgier da mehrere Autos wegschleppen dürfen, die von der A60 kamen - kein Winterdienst in der Schneifel ist halt schlecht.

Aber klar hatte ich auch Schuld, ich wollte ja unbedingt 50 Kilometer sparen.


17.09.2020 18:48    |    notting

Zitat:

@schleich-kaefer schrieb am 17. September 2020 um 06:56:58 Uhr:

Zitat:

@notting schrieb am 16. September 2020 um 20:48:44 Uhr:

 

Ein TL macht aber nur Sinn, wenn es auch kontrolliert wird. Das verursacht Resourcen-Aufwand. Bzw. auch im Ausland halten sich auch viele Einheimische dort nicht dran, fahren also schneller.

Denke der Umwelt ist ohne aTL unterm Strich mehr geholfen.

 

notting

Flächendeckend Abschnittskontrolle und das Problem ist für alle Male gelöst.

*facepalm* Du hast wohl keine Ahnung was das für ein Resourcen-Aufwand ist, was ich eben schon ansprach. Überall entspr. Brücken, die Bilder müssen ständig weit weg übertragen werden (vermutl Funk was den Energieaufwand weiter erhöht), ein RZ betrieben werden usw.

 

notting


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