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12.10.2018 12:51    |    jennss    |    Kommentare (303)

Elektrische Beschleunigung im AlltagElektrische Beschleunigung im Alltag

Smart wird ab 2020 rein elektrisch, Porsche (ausgenommen 911er) ab 2027, andere Hersteller werden sicher bald ähnlich entscheiden und den Bau von Verbrennern einstellen. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein. In Norwegen wird der Verkauf von Verbrennern ab 2025 verboten, in Dänemark, Niederland, China und Irland ab 2030. In Frankreich und GB wird das Verbot voraussichtlich 2040 kommen. Deutschland ist noch unentschlossen. So oder so wird die Elektromobilität aber kommen und es wird nicht nur Auswirkungen auf die Abgase in Städten haben. Auch sehe ich die Verkehrsgeschwindigkeit verändert, vor allem in der Stadt (schneller) und auf der Autobahn (langsamer). Mit dem E-Auto ist das Beschleunigen eine so unspektakuläre Sache, dass man dazu neigt, oft ziemlich kräftig zu beschleunigen. Bei unserem 225xe drücke ich im E-Modus oft fast voll runter und er zieht trotz nur 88 PS mit 1,7 t Gewicht so gut ab, dass ich fast jedes Mal einen deutlichen Abstand zu den Hinterleuten habe. Dabei ist er nach Zahlen im E-Modus gar nicht so überragend und braucht wohl gut 13 Sekunden auf 100 oder noch mehr (Leider werden bei PlugIns nur die Zeiten der Gesamtleistung gemessen). Auch ist das Reagieren im Straßenverkehr schneller. Neulich las ich hier im Forum, dass jemand seinen eGolf bis 100 km/h subjektiv so schnell empfindet wie seinen GTI, obwohl der GTI ca. 100 PS mehr hat.

 

Ich denke, durch die Elektromobilität werden sich vor allem die Beschleunigungen der sonst langsamen Verkehrsteilnehmer verbessern. Wenn ich im Rückspiegel sehe, wie viel Meter das ausmachen kann, dürfte sich der Verkehrsfluss in vollen Innenstädten merklich verbessern bzw. der Durchfluss erhöhen, ohne dass die Maximalgeschwindigkeit sich ändert, und es kommen mehr Fahrzeuge bei einer Ampelperiode durch. Die Beschleunigung macht da erstaunlich viel aus. Wir haben hier Ampeln, wo regelmäßig nur ca. 3 bis 4 Autos rüberkommen. Worstcase sind dann auch mal nur zwei, weil die da vorne nicht aus den Puschen kommen. Die Hinterleute sind dann entsprechend genervt oder fahren noch bei rot mit rüber. Mit schnellerem Anfahren wären das sicher 20 bis 50% mehr Autos pro Ampelphase. Ich denke, dies kann man am besten Einschätzen, wenn man selbst bereits elektrische Antriebe gefahren ist. Es gibt keine Verzögerung durch das Schalten und kein Turboloch. Die Gaspedalaktion kommt immer sofort an die Räder.

 

Ein weiterer, kleiner Punkt für die Stadt ist, dass das Geräusch der Autos leiser wird. Wir haben hier Straßen, die wegen Lärm ab 22 Uhr nur noch mit 30 km/h befahren werden dürfen. Ich fahre der Gesetze wegen natürlich auch elektrisch nur 30, aber eigentlich gibt es dafür keinen technischen Grund, da das Auto sehr leise ist. Dies wirkt sich natürlich nicht auf den Durchfluss des Verkehrs aus, aber so ist man auch nachts ein wenig schneller. Lärmbedinge Geschwindigkeitsgrenzen werden wohl weitgehend überflüssig.

 

Umgewöhnen müssen sich in Städten und Ortschaften auch Fußgänger, die sich nun nicht mehr darauf verlassen können, ein Auto zu hören. Da aber auch (seltenere) Radler auf den Straßen leise unterwegs sind, ist diese Einstellung vielleicht sowieso nicht so schlecht. Gefährlicher wird es nicht. Als Gehörloser bin ich schon darauf eingestellt, mich als Fußgänger öfter umzusehen und bin bis heute noch nicht angefahren worden :). Wie sich die Situation für Blinde ändert, kann ich nicht einschätzen. Leichter wird es für sie ohne Motorgeräusch sicher nicht.

 

Auf der anderen Seite fahren viele E-Autos auf der Autobahn nicht mehr so schnell wie die Verbrennergeschwister. Ein E-Golf ist auf 150 begrenzt. Selbst der VW Neo soll ab 2020 trotz Minimum 170 PS nur 160 km/h maximal laufen. Ein Tesla läuft zwar auch einige Minuten 250 km/h, aber insgesamt werden solche Speedorgien auf der linken Spur sicher seltener werden. Für alle Länder außer Deutschland ist diese Einschränkung eh unbedeutend, aber hier dürfte man es schon merken.

 

Eine andere Sache ist, dass das Stadtbild sich auch ein bisschen durch die Ladesäulen ändern wird. Man wird sehen, wo sich diese am besten positionieren lassen.

 

Die Einsatzbereiche von Kleinwagen und größeren Autos dürften sich zudem aufgrund unterschiedlicher Reichweiten mehr unterscheiden als es bei Verbrennern der Fall war. Dies kann man als Nachteil sehen. Ein elektrischer Smart braucht länger von Hamburg nach Münschen als ein Verbrenner-Smart und ist nicht mehr so universell, aber man muss abwarten, wie sich die Reichweiten bei den kleinen Autos entwickeln werden. Da eine große Kapazität nicht nur Platz im Auto braucht, sondern auch eine Kostenfrage ist, könnte es sein, wird man kleine Autos tendenziell wohl auch nicht mit so großen Akkus ausrüsten. Wenn Akkus irgendwann sehr günstig werden, könnte so ein (einfach aufgebautes) E-Auto dann auch irgendwann deutlich unter den Verbrennerpreisen liegen.

 

Die E-Mobilität wird einiges ändern, zum Besseren und zum Schlechteren.

j.

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14.10.2018 15:01    |    notting

@BravoI: Die Pausen sollte man auf jeden Fall zum Laden nutzen wann immer es geht. Bei uns haben quasi alle Raststätten 50kW CCS. Ok, ist gerade bei heute typ. E-Auto-Reichweiten nicht so der Brüller bei typ. AB-Geschwindigkeiten, selbst wenn man TL/RG eher nicht wirkl. überschreitet.

Warte aber auch noch auf günstigere E-Autos mit haltbareren größeren Akkus (in kWh, nicht in l ;-)) und dass die 350kW-Geschichte sowohl Ladesäulen- als auch Auto-seitig massiv ausgebaut wird. Wird aber auch schwierig für's Stromnetz...

Hyundai Kona bzw. die Fahrzeuge mit dem selben Antriebsstrang (max. 64kWh Akku, bis zu 70kW Ladeleistung) mit vernünftiger Ausstattung für etwas mehr als 40kEUR (inkl. Prämie) ist schon ganz nett. Die Ersparnisse bei der TCO wurden in einem anderen Artikel von jennss thematisiert. EQC und e-tron sind techn. nochmal besser insb. was Akku und laden angeht, aber ca. doppelt so teuer (und wird wohl keine Prämie geben).

 

notting


14.10.2018 15:08    |    FWebe

Zitat:

Besonders die Priusfahrer sind doch in der Regel Verkehrshindernisse, da diese oftmals ihren Fahrspass draus beziehen, möglichst wenig zu verbrauchen. Und dann wird dann auch entsprechend gefahren, auch wenn mehr beschleunigen keinen Verbrauchsunterschied bei Elektro ergeben würde.

Wo genau siehst du da den Zusammenhang zwischen "zu wenig" Beschleunigen und sparsamen Fahren?

Wer weniger verbrauchen will, sollte zügig beschleunigen und das wissen vorallem Priusfahrer wohl relativ häufig besser als andere Leute.

 

Zitat:

Solange die E Autos nicht in 10 Minuten quasi voll geladen werden können, werden sich E Autos nicht durchsetzen.

 

Mein Auto steht in der Tiefgarage mit 80 anderen Autos. Wo soll ich da mein Auto aufladen?

 

Soll der Tiefgaragenbesitzer jetzt dort 80 Anschlüsse für E Autos einbauen??

Was spricht dagegen, dort so viele Anschlüsse zu ermöglichen?

 

Zitat:

Oder schaut in jede Stadt,wieviele Autos da am Strassenrand parken. Soll da quasi überall eine Ladestation hingestellt werden??Das ist gar nicht machbar.

Das ist auch nicht notwendig. Es müssen nur ausreichend leistungsfähige und viele an entsprechend frequentierten Punkten vorhanden sein.

 

 

Zitat:

Man bräuchte dafür deutlich effizentiere Solarzellen,die man quasi im Aussenblech des Autos einbaut und diese müssten dann genug Stom liefern um das Auto zu laden. Das wäre die Ideallösung.

 

Aber 40 Millionen Autos, die übers Stromnetz geladen werden müssten, dafür würde man eine komplett neue dutzende Milliardenteure neue Infrastruktur benötigen.

Es reichte schon völlig, wenn auf jedes Hausdach statt Ziegeln Solarmodule aufgebaut würden, welche einen Pufferspeicher im Haus versorgen, von dem aus geladen oder das Stromnetz unterstützt werden kann.

Damit wären auch so Geschichten wie die in letzter Zeit aufgetretenen Stromausfälle kein Thema mehr, wo ganze Städte komplett ohne Strom auskommen müssen.


14.10.2018 15:21    |    notting

@FWebe: Bitte erst alle Punkte lesen vor dem Antworten, sie hängen sehr stark zusammen, daher muss man sie eher als eine Einheit betrachten:

- Solarzellen hinzusetzen wo's nicht wirkl. Sinn macht (falsche Himmelsrichtung bzw. Schatten) ist auch nicht umweltfreundl. und zudem teuer.

- Solarstrom ist recht unstetig. Bei vielen Solaranlagen wird's entspr. schlimmer.

- Akku-Pufferspeicher brauchen recht viel Platz und Resourcen, vor allem wenn quasi jedes Haus sowas haben soll. Alte E-Auto-Akkus zu benutzen ist nur bedingt sinnvoll, da dort die Anforderungen ganz anders sind bzw. es Lithium-habsgeradevergessen-Akkus gibt, die als stationärer Strompuffer besser sind.

- Wenn nach einem Stromausfall die Akkus eher leer sind (man bedenke auch den Fall in der Nacht wenn's gerade wenig bis keinen Solarstrom gibt aber die meisten nicht im Bett sind...), werden die sich erstmal wieder zügig vollladen wollen, auch wenn der Bedarf sonst eher gering ist, einfach für den Fall dass es gleich wieder Stromausfall gibt weil das Problem noch nicht richtig gelöst wurde. Das ist für das Stromnetz ein Problem, was man mit Zufallswartezeit bis zum Aufladen nach Wiederanliegen der Spannung nur bedingt lösen kann und insb. alles mit Kommunikation (also z. B. zentraler Steuerung der Dinge) ist prinzipiell hackbar, wodurch es noch größere Probleme geben kann...

 

notting


14.10.2018 15:35    |    FWebe

Zitat:

@FWebe: Bitte erst alle Punkte lesen vor dem Antworten, sie hängen sehr stark zusammen, daher muss man sie eher als eine Einheit betrachten:

 

- Solarzellen hinzusetzen wo's nicht wirkl. Sinn macht (falsche Himmelsrichtung bzw. Schatten) ist auch nicht umweltfreundl. und zudem teuer.

Es war auch nicht gefordert, sie absichtlich ungünstig aufzustellen.

 

Zitat:

- Solarstrom ist recht unstetig. Bei vielen Solaranlagen wird's entspr. schlimmer.

Genau für diesen Punkt braucht man ein entsprechendes Puffersystem. Dies gleicht, natürlich mit gewissen Verlusten, diesen Part aus. Vorteil einer dezentralen Erzeugung ist dabei zudem, dass tagsüber i.d.R. immer irgendwo jemand mehr Strom erzeugt, als er selbst abnehmen kann und diesen Strom gilt es dann auf die Puffer zu verteilen.

 

Zitat:

- Akku-Pufferspeicher brauchen recht viel Platz und Resourcen, vor allem wenn quasi jedes Haus sowas haben soll. Alte E-Auto-Akkus zu benutzen ist nur bedingt sinnvoll, da dort die Anforderungen ganz anders sind bzw. es Lithium-habsgeradevergessen-Akkus gibt, die als stationärer Strompuffer besser sind.

Es gibt noch ganz andere Akkus, welche sich für den automobilen Bereich z.B. kaum bis gar nicht lohnen, jedoch durchaus als Stationärspeicher interessant sind (z.B. Natrium-Schwefel-Thermalbatterien). Der Platz ist häufig bei sowas tatsächlich eher zweitrangig. Viel interessanter ist dagegen i.d.R. wer sowas bezahlt.

 

Zitat:

- Wenn nach einem Stromausfall die Akkus eher leer sind (man bedenke auch den Fall in der Nacht wenn's gerade wenig bis keinen Solarstrom gibt aber die meisten nicht im Bett sind...), werden die sich erstmal wieder zügig vollladen wollen, auch wenn der Bedarf sonst eher gering ist, einfach für den Fall dass es gleich wieder Stromausfall gibt weil das Problem noch nicht richtig gelöst wurde. Das ist für das Stromnetz ein Problem, was man mit Zufallswartezeit bis zum Aufladen nach Wiederanliegen der Spannung nur bedingt lösen kann und insb. alles mit Kommunikation (also z. B. zentraler Steuerung der Dinge) ist prinzipiell hackbar, wodurch es noch größere Probleme geben kann...

Genau deshalb ist auch der dezentrale Part an der ganzen Geschichte so wichtig. Das Netz erhöht damit seine Ausfallsicherheit und ebnet die Lastspitzen ab.


14.10.2018 17:20    |    BravoI

@ notting

Ich möchte Pausen dort machen, wo ich spontan will,

und da wo ich Pausen gemacht habe oder direckt von Ort - war keine Ladestation,

Unterwegs da wo man laden kann, für pinkeln muß man zahlen...

genauso Zuhause kann ich nicht laden, am Arbeitplatzt - auch nicht.

Ich willnicht meine Leben nach Ladestationen bestimmen,

ich will frei sein.

 

Komisch ist letzte Zeit sehe ich so viel neu Ford Mustang und am AB Sie geben gerne Gas.

 

Gruß


14.10.2018 17:28    |    jennss

Zitat:

Solange die E Autos nicht in 10 Minuten quasi voll geladen werden können, werden sich E Autos nicht durchsetzen.

Mein Auto steht in der Tiefgarage mit 80 anderen Autos. Wo soll ich da mein Auto aufladen?

Soll der Tiefgaragenbesitzer jetzt dort 80 Anschlüsse für E Autos einbauen??

 

Oder schaut in jede Stadt,wieviele Autos da am Strassenrand parken. Soll da quasi überall eine Ladestation hingestellt werden??Das ist gar nicht machbar.

Ich glaube, das Problem ist viel kleiner als man es sich jetzt oft vorstellt. Vorausgesetzt, das Ladesystem wird gut aufgebaut sein, braucht man auch nicht unbedingt so große Akkus. Ich finde Laden in einem Shoppingcenter ziemlich ideal, oder auch beim Einkaufen auf dem Parkplatz. Mit Schnellladung hat man nebenbei doch ruckzuck 100 km und mehr drin. Ein Hyundai Ioniq lädt z.B. in 30 Minuten beim Einkaufen etwa 200 km, wenn das Ladenetz perfekt ist (70 kW). Solche Gelegenheiten bieten sich doch recht oft. Zuhause laden muss man nicht und zu einer Tankstelle fahren und warten auch nicht.

j.


14.10.2018 17:48    |    notting

@jennss:

Zitat:

Ein Hyundai Ioniq lädt z.B. in 30 Minuten beim Einkaufen etwa 200 km, wenn das Ladenetz perfekt ist (70 kW). Solche Gelegenheiten bieten sich doch recht oft.

1. Das stimmt so nicht, der Akku muss auch leer genug sein -> https://www.motor-talk.de/.../...o-schnell-wie-man-meint-t6300850.html

Im Mai habe ich sogar einen Link genau bzgl. des genannten Modells ergänzen können.

2. 30min 70kW ergibt 35kWh. Der Akku hat aber nur 28kWh?! Jaja, Ladeverluste, Rest aber auch siehe Punkt 1?! -> https://www.goingelectric.de/wiki/Hyundai_Ioniq

3. Ladesäulen mit >50kW sind noch sehr selten.

 

notting


15.10.2018 12:33    |    ricofan

Hallo,

 

ich habe hier einige "richtige" Aussagen gelesen, andere sind eigentlich "schöngeredet".

E--Autos wie Tesla sind faszinierend, die Beschleunigung der E.Motoren beeindruckend,

aber die an sich positiven Eigenschaften der E-Autos haben in der Gesamt-Umweltbilanz und späteren Nachfolgekosten doch erhebliche Nachteile, die die Vorteile zumindest zum Großteil aufheben. Für einen Gesamt-Ersatz der bisherigen Verbennungsmotoren nicht die E-Autos zur Zeit nicht geeignet.

Die rosarote Brille sollte neutralen Gesichtspunkten weichen und alle Parameter einbeziehen, bevor es bei den Zukunftsaspekten zu übertrieben Assagen nur zu Wunschdenken führt.

Die viele der sogenannten Vorteile könnten von "neutralen Fachleuten" auf jeden Fall relativierd werden.

 

Richtig ist auch die "Lärmbelästigung" und Umweltbelastung durch die Reifen, die durch E-Antriebe nicht auch gelöst werden können.

Lettzlich müssen wir uns , wie schon immer, den Planungen der Industrie beugen.

 

Die für alle "Zukunftsantriebe" nötige Infrstruktur wirdt in absehbarer Zeit nicht gelöst werden, - die Kosten und Planungen sind enorm -, daher bleibt dem "Volk" der Verbrennungsmotor trotz Nachteile überwiegend noch lange erhalten.


15.10.2018 12:43    |    HL66

Das hört sich mal wieder an wie eine Rechtfertigung fürs Schnellfahren...

 

Sinnvoller wäre es, wenn der Verkehr gleichmäßige und konstanter fließe würde...

 

Dazu trägt meiner Meinung nach nicht bei wenn Elektroautos wie irre beschleunigen und noch mehr Hektik in die Sache reinbringen... schnelle Änderungen von GEschwindikgkeit oder Fahrtrichtung bringen nur mehr Stress und Risiko weil jemand dadurch erschrecken kann


15.10.2018 14:34    |    Hybrid-Junkie

Man merkt leider hier, bei sehr vielen (unterirdischen) Aussagen von (NICHT-)Elektro-Fahrern, die sich wie selbsternannte Elektrohasser aufführen, dass Ihre Argumente sich nicht (mehr) mit den Erfahrungen von tatsächlichen Elekrofahrern aus 2017 + 2018 decken.

 

Aber auch ich glaube, dass diese laut schreienden Gegner, schlagartig umsteigen werden, wenn sie tatsächlich mal die (bisher von Ihnen streng geleugneten) Vorteile eines Elektro- oder Hybrid-Fahrzeuges (Live und in der Praxis) geniessen konnten, umsteigen werden, und ab dann, genauso über den "alten, stinkenden, lahmen, lauten" Verbrenner lästern, wie sie es bisher (noch) über die gesamte Elektro-Flotte hinweg tun.


15.10.2018 14:49    |    schleich-kaefer

Zitat:

Ein Hyundai Ioniq lädt z.B. in 30 Minuten beim Einkaufen etwa 200 km, wenn das Ladenetz perfekt ist (70 kW).

Ich weiß nicht, wann ich zuletzt irgendwo 30 Minuten einkaufen war. Ich glaube die Fälle, wo ich pro Jahr so lange oder länger einkaufen war, kann man auf einer Hand abzählen. Na, höchstens zwei. Ist dieser Typus also für E-Auto nicht geeinget (?).

 

Immer diese "wenns". Wenn alles perfekt ausgebaut ist, wenn das Haus richtig zur Sonne ausgerichtet ist, wenn die Ladestation genügend Leistung liefert, wenn sie nicht vollbelegt oder zugeparkt sind, wenn ich keine Langstrecke fahre und und und... Ich kann nur die Worte meines Vorrenders wiederholen - rosarote Brille...

Ich kann mir vorstellen, dass es in ferner Zukunft eine gute Alternative zum Verbrenner gibt (absichtlich sage ich Alternative und nicht E-Auto, wer weiß schon, was noch kommt), aber im Moment und mindestens für die nächsten 10+ Jahre ist das sowas von einer guter und praktikablen Lösung entfernt. Ich frage mich - wofür sollte man die Freiheit und Reichweite eines Benziners aufgeben? Wie einer hier so schön sagte - ich will mich nicht meinem Auto anpassen. Ich will da hinfahren, wohin ich möchte und meine Pausen und Stopps auch so legen, wie ich es will. Und eine sehr schöne Sache, die beim Verbrenner kinderleicht ist, entfällt bei E-Kiste völlig. Man kann den zusätzlichen Strom nicht einfach so wie Benzin in Kanister mitnehmen oder auf Vorrat bunkern. Man ist dem Stromlieferanten und am Ende auch dem Staat noch mehr ausgeliefert. Das gefällt mir nicht.


15.10.2018 14:59    |    schleich-kaefer

Zitat:

Man merkt leider hier, bei sehr vielen (unterirdischen) Aussagen von (NICHT-)Elektro-Fahrern, die sich wie selbsternannte Elektrohasser aufführen, dass Ihre Argumente sich nicht (mehr) mit den Erfahrungen von tatsächlichen Elekrofahrern aus 2017 + 2018 decken.

 

 

 

Aber auch ich glaube, dass diese laut schreienden Gegner, schlagartig umsteigen werden, wenn sie tatsächlich mal die (bisher von Ihnen streng geleugneten) Vorteile eines Elektro- oder Hybrid-Fahrzeuges (Live und in der Praxis) geniessen konnten, umsteigen werden, und ab dann, genauso über den "alten, stinkenden, lahmen, lauten" Verbrenner lästern, wie sie es bisher (noch) über die gesamte Elektro-Flotte hinweg tun.

Ich kann es echt nicht fassen, dass man die jetzige, total beschissene Lage der Infraskriktur so wehement und verborrt leugnen kann?!?! Auch wenn der Spaß beim Elektrofahren SO enorm ist (glaube ich gerne), irgendwann muss doch die Realität einkehren. Und die ist für die meisten einfach beschissen. Es mag sein, dass es in einzelnen speziellen Fällen irgendwie und mit Komromissen, einem Zweit und Drittwagen funktioniert. Das ist aber keine Referenz für die Allgemeinheit.

Und dann werden die Realisten noch Hasser genannt. Einfach nur Kindergarten!

 

Und noch was anderes. Die E-Kisten eigenen sich, auch laut der E-Freaks aussage, im Moment eigentlich nur für den Stadtverkehr. Die Verbrenner-Stadtkisten kosten neu gerne mal 10..12 k€. Wo gibt es solche E-Autos? Es ist doch ein Irrsinn, für ein Auto mit 160..300 km Reichweite 20..30 k€ aufzurufen, oder mehr. Nur weil die Kiste Hälfte vom Tesla kostet, ist sie nicht gleich günstig.


15.10.2018 15:10    |    Hybrid-Junkie

Ich denke die Antwort und der Tonfall von Schleichkäfer bestätigt meine -von ihm zitierte Aussage- und braucht damit nicht weiter kommentiert zu werden.

Für evtl. seltene Rechtschreibefehler beim "Zitieren" entschuldige ich mich hier, auch im Namen von Schleichkäfer.


15.10.2018 15:40    |    Alubremslicht

Jetzt regt sich Schleich-Käfer drüber auf dass er "Hasser" genannt wird. Es hieß aber "die sich wie selbsternannte Elektrohasser aufführen"... na ja , okay fast. Darf ich aber daran erinnern, wie er sich in diese Diskussion eingeführt hat? Er nannte mich Elektro-Apostel. Und Neiiiiin - das ist keine Beledigung… Sorry Schleich-Käfer, auch wenn du jetzt anfängst wenigstens einigermaßen zu argumentieren - du hast dich schon selbst disqualifiziert, ich halte es nicht für sinnvoll sich mit dir auszutauschen. Sinnvoll wäre es, wenn du dich hier nicht mehr zu Wort meldest.


15.10.2018 15:48    |    schleich-kaefer

Es gibt keine staatliche Garantierte für einen Kuschelkurs mit den E-Befürworter. Du wirst schon vertragen müssen, dass andere deinen blinden Optimismus und die Verweigerung der Realität nicht teilen.

Und ob mich zur Wort melde, oder nicht, entscheide ich schon selber.


15.10.2018 15:51    |    Alubremslicht

Ich weiß. Trotzdem wäre es besser, du würdest es nicht tun. Ich zumindest gebe gar nichts auf das was du sagst - weil du ganz offensichtlich von deinen Eltern keine Umgangsformen beigebracht bekommen hast. Du willst hier nur rumstänkern. Das bringt nichts. Deshalb sind für mich, und für viele andere Vernunftbegabte hier bestimmt auch, deine Aussagen einfach gegenstandslos.


15.10.2018 16:55    |    DirkB

Zitat:

Ich denke, dass der Elektroantrieb sowohl in der Stadt wie auf der Strecke zu einer Entschleunigung führen wird. An mir selbst, meinen Beifahrern und Freunden, die den Schritt auch gegangen sind, beobachte ich, wie sehr elektrisches Fahren entspannend wirkt.

Das geht auch mit entsprechend beschaffenen Wagen mit (großem) Verbrennungsmotor. Damit reist man, auch wenn man nur einkaufen fährt. Angenehmer kann man sich nicht fortbewegen.

 

 

Zitat:

Man muss nicht mehr so schnell es geht die lärmend-stinkende Rüttelbüchse wieder verlassen,

Das ist eher ein Paradebeispiel für völlig falsche Fahrzeugwahl. Solange aber beim Fahrzeugkauf lediglich sogenannte Sportlichkeit und Treibstoffverbrauch die Entscheidungskriterien sind, braucht man sich auch nicht zu wundern.


15.10.2018 19:01    |    jennss

Zitat:

1. Das stimmt so nicht, der Akku muss auch leer genug sein -> https://www.motor-talk.de/.../...o-schnell-wie-man-meint-t6300850.html

Im Mai habe ich sogar einen Link genau bzgl. des genannten Modells ergänzen können.

2. 30min 70kW ergibt 35kWh. Der Akku hat aber nur 28kWh?! Jaja, Ladeverluste, Rest aber auch siehe Punkt 1?! -> https://www.goingelectric.de/wiki/Hyundai_Ioniq

3. Ladesäulen mit >50kW sind noch sehr selten.

Jo, war auch nur eine grobe Abschätzung. Nahezu 200 km bekommt der Ioniq vielleicht schon mit 50 kW rein. Klar muss der Akku leer genug sein. Der Ioniq hat maximal ca. 220 km reale Reichweite. Er kann also in 30 Minuten etwa vollladen. Wenn er 70 kW laden kann, kommen die letzten kWh etwas langsamer. Insgesamt vielleicht doch eher 200 km mit 70 kW-Ladesäule. Ja, die gibt es noch nicht oft. Aber auch 50 kW bringen beim Einkaufen schon viel. Ich wollte damit sagen, dass das Problem mit dem Laden eher überschätzt wird. Wenn man weiß, wo man laden kann, kann man damit auch gut ohne eigenen Hausanschluss leben.

 

Zitat:

Sinnvoller wäre es, wenn der Verkehr gleichmäßige und konstanter fließe würde...

Das gleichmäßige Fließen ist auf der Autobahn gegen Staugefahr sinnvoll. Wenn man an der Ampel eh auf null gehen muss, ist die Situation m.E. anders. Langsames Beschleunigen hilft da nicht, die langen Schlangen an der Ampel abzubauen.

j.


15.10.2018 19:23    |    jennss

Zitat:

Ich kann es echt nicht fassen, dass man die jetzige, total beschissene Lage der Infraskriktur so wehement und verborrt leugnen kann?!?!

Also hier im Hamburger Raum sind echt viele Ladesäulen. Ich fahre oft an mehreren vorbei, die frei sind. Und auch beim Einkaufen kommen immer mehr dazu. Aber ich weiß auch, dass es in ländlichen Regionen ganz anders aussehen kann. Insofern kann ich deine Einschätzung absolut verstehen. Es werden aber überall ständig welche hinzukommen. Es ist daher nur eine Frage der Zeit.

 

Zitat:

Die Verbrenner-Stadtkisten kosten neu gerne mal 10..12 k€. Wo gibt es solche E-Autos?

Bisher keine. Man kann die Rechnung aber auch anders machen. Leasing von einem Smart ForFour EQ (Elektro) kostet vielleicht 160 € (bin mir jetzt nicht sicher). Ein Verbrenner ist evtl. schon für 100 € zu bekommen? Das sind jetzt ungefähre Zahlen. Die 60 €/Monat Differenz kann man durch die Fahrkosten je nach Jahreskilometerleistung mehr oder weniger leicht sofort wieder rausholen (Verbrenner ca. 9 €/100 km, Elektroauto etwa 4,50 €/100 km bzw. bei 16000 km/Jahr sind das 60 €/Monat. Steuer-Vorteil des E-Autos nicht eingerechnet). Beim Kauf hingegen muss man quasi in Vorleistung gehen und die Kosten über die Zeit wieder reinholen.

 

Ich denke, mit dem VW Neo, der in etwa einem Jahr kommen wird, wird die Situation anders aussehen. Der kostet nicht mehr viel mehr als ein Verbrenner (Basis mit 170 PS ab ca. 28000 €?) und fährt dann ganz schnell ins Plus.

 

Zitat:

Das geht auch mit entsprechend beschaffenen Wagen mit (großem) Verbrennungsmotor. Damit reist man, auch wenn man nur einkaufen fährt. Angenehmer kann man sich nicht fortbewegen.

Das stimmt. Nur beim Einparken fehlt der Komfort :D. Es ist aber absolut richtig, dass die großen Verbrenner auch alles sehr souverän können.

j.


16.10.2018 07:58    |    DPLounge

Also ich persönlich habe das Fahren mit einem E-Auto (2 Tage mit einem Renault Zoe) als sehr angenehm und entspannend empfunden. Beeindruckend fand ich die Tatsache, dass Bremsen plötzlich eine völlig neue positive Bedeutung bekommt. Mit einem Verbrenner ärgert man sich in der Stadt regelmäßig über sinnfreie Ampelschaltungen und die Tatsache dass man gefühlt "an jeder Ecke" aufgehalten wird. Mit einem E-Auto freut man sich eher darüber, dass durch unfreiwilliges Bremsen oder Stopps die Akkuladung mittels Rekuperation geladen wird und so die Reichweite verlängert werden kann... ging mir so und fand ich sehr angenehm.

 

Davon ab gehe ich davon aus, dass diejenigen die jetzt schon vorausschauend, defensiv und ökonomisch fahren das auch mit einem E-Auto tun werden. Diejenigen denen das zu langsam ist werden weiter mehr Gas bzw. Strom geben auch wenn das zu Lasten der Reichweite geht. Sparsamer gefahren könnten meiner Beobachtung schon jetzt sicher 8 von 10 Verbrennern wenn die Fahrer das unbedingt wollten (durch rigorose Vermeidung von Kurzstrecken und konsequent vorausschauendes Fahren sowie Maximaltempo auf der BAB von 130 km/h beispielsweise) deutlich sparsamer bewegt werden...

 

Jeden Tag stehe ich ein paarmal in einer Großstadt mit 300t Einwohner als Fußgänger an einer Ampel, um eine 4 bzw. mit Abbiegespuren 6spurige Hauptstraße zu überqueren. Der Höllenlärm dabei ist schon krass und wirklich bedenklich. Wenn man hier und da beim Anfahren mal ein E-Auto beobachtet ist das doch ganz was anderes und wird in der Diskussion viel zu selten erwähnt. Denn leiser wird es ganz sicher je mehr Verbrenner durch Stromer ersetzt werden...


16.10.2018 08:28    |    FWebe

Zitat:

Mit einem E-Auto freut man sich eher darüber, dass durch unfreiwilliges Bremsen oder Stopps die Akkuladung mittels Rekuperation geladen wird und so die Reichweite verlängert werden kann [...]

Warum zum Geier sollte man sich darüber freuen?


16.10.2018 08:32    |    DPLounge

Hast du schon mal ein E-Auto gefahren @FWebe ?

 

In den Städten sind unfreiwillige Stopps der Normalzustand. Ich fand sinnfreie Ampelschaltungen oder Zwangsstopps an jeder Ecke mit einem E-Auto deutlich weniger nervend als mit einem Verbrenner... vor allem wenn ich mir dabei die Anzeige für die Restreichweite angesehen habe...

 

Einfach mal testen :):cool:.


16.10.2018 08:44    |    FWebe

Wie immer die gleiche lahme Aussage, wenn einem nichts einfällt ("einfach mal testen").

Wieso beantwortest du nicht einfach die Frage, weshalb man sich über Bremsmanöver freuen sollte. Ich sehe da keinen einzigen plausiblen Grund für.


16.10.2018 08:44    |    DirkB

Zitat:

Mit einem E-Auto freut man sich eher darüber, dass durch unfreiwilliges Bremsen oder Stopps die Akkuladung mittels Rekuperation geladen wird und so die Reichweite verlängert werden kann...

Ja, und wenn Du mehr bremst als Du fährst, ist der Akku nach dem Fahren voller als vorher.


16.10.2018 09:02    |    DPLounge

Was ich sagen will ist einfach, dass (hab ich zumindest so empfunden) das Fahren mit einem E-Auto irgendwie eine völlig kontemplative Angelegenheit ist... im Gegensatz zum Verbrenner. Gerade wenn es ein Handschalter ist und abgesehen von hochpreisigen Oberklassefahrzeugen mit Automatic.

 

Eine Fahrt mit einem E-Auto kann ich daher nur empfehlen...

 

Und schön entspannt bleiben @FWebe denn deine Frage habe ich durchaus beantwortet. Trotzdem kommt man um einen eigenen Test natürlich nicht herum. Schon jetzt viel Spaß dabei... :cool:.


16.10.2018 10:49    |    FWebe

Wo genau soll man deine Antwort auf meine Frage finden können?

Ich sehe bisher nämlich nichts in der Richtung.


16.10.2018 10:49    |    Alubremslicht

Ich denke, ich weiß wovon DPLounge spricht. Sich freuen ist vielleicht nicht ganz richtig... ich sage... sich weniger ärgern. man bekommt etwa 80 % zurück, beim bremsen vernichtet man 100%. Und es ist erfreulich, wenn man zum Stillstand kommt ohne dass die mechanische Bremse eigegriffen hat. Dann ist man vorausschauend genug gefahren.


16.10.2018 10:57    |    DPLounge

Exakt so ist es @Alubremslicht... ;).


16.10.2018 11:07    |    Alubremslicht

Es ist auch schwierig, dieses andere, neue Fahrgefühl zu vermitteln. Nun, man muss das ja auch nicht. Leute, die das einfach nicht wollen, die dem Neuen sehr skeptisch gegenüberstehen... warum soll ich mir Mühe geben, den zu überzeugen? Der wird es eben später dann auch feststellen, wenn es in der Masse verbreitet ist. Aber warum sollte ausgerechnet der dazu gebracht werden, sich ein E-Fahrzeug zu bestellen und damit die Lieferzeiten hoch zu treiben?

 

Ich persönlich freue mich, dass ich schon dabei bin, dass ich dieses neue Fahrgefühl einfach schon habe. Bonus: Es ist auch noch umweltfreundlicher als der Verbrenner. Ich gebe gerne meine Erfahrungen damit weiter, ich lasse auch echt viele Freunde und Bekannte mal mit unserem i3 fahren, erzähle begeistert darüber usw. Aber jemanden der es aus Prinzip ablehnt versuchen zu missionieren ist einfach unnötig. Denn der Wandel in der Menge kommt so oder so. Inzwischen etwa 10.000 Km elektrisch gefahrene Kilometer bestärken mich sehr in dieser Meinung.


16.10.2018 13:02    |    FWebe

Also halten wir fest:

Die Aussage, dass man sich über Bremsmanöver freut, war eigentlich nur blanker Unsinn.

 

Was diese persönlichen Spitzen hierbei zu suchen haben erschließt sich mir aber nicht.

Sobald jemand etwas kritisiert, spricht man ihm die entsprechende Erfahrung ab, das kommt ja schon einem Kindergarten gleich.

 

Selbst wenn ich 24 h am Tag mit einem Elektrofahrzeug durch die Stadt führe, wüsste ich nicht, was daran so toll sein soll, wenn man bremsen muss.


16.10.2018 14:10    |    meehster

Wenn man bremsen muß, ist das eigentlich nie schön, egal ob man elektrisch oder verbrennergetrieben unterwegs ist.


16.10.2018 14:21    |    ErikPangaea

Ich bin was Elektorautos die an Ladeseulen aufgeladen werden müssen sehr skeptisch. Ich glaube es ist nur eine vorübergehende Technologie die irgendwann von der Brennstoffzelle abgelöst wird und bis dahin sind Elektroautos für mich kein Thema. Mit der Brennstoffzelle könnte man dieselben Reichweiten und Tankzeiten wie beim Verbrenner erreichen, und das bei identischen Fahrleistungen. Bei dem ganzen Hype um Elektroautos geht es ja meistens um saubere Luft in den Städten, aber gerade in der Stadt sind diese unbrauchbar. Ein Elektroauto macht nur dann Sinn wenn man seine Eigene Ladeseule am Haus hat und das ist bei den meisten Mietswohnungen und den sogenannten Laternenparkern (bin auch einer davon) nicht gegeben. Im Umkreis von etlichen KM gibt es bei mir zwei Ladeseulen. Würden auch nur 50 Leute bei mir im Viertel ein Elektrofahrzeug kaufen müsste man sich da wohl eine Woche im Voraus anmelden und reservieren. Auch wenn ich auf der Autobahn unterwegs bin (Fahre so um die 30.000 im Jahr) sehe ich meistens nur eine oder zwei Ladeseulen und die sind jetzt schon meistens belegt. Bevor es also keine vernünftige Infrastruktur zum Laden gibt sind Elektrofahrzeuge gerade für Stadtbewohner nicht praktikabel. Bei der vorhin erwähnten Brennstoffzelle ist das natürlich eine andere Geschichte.


16.10.2018 14:23    |    Alubremslicht

Also FWebe - Kindergarten ist eher das was du jetzt machst. Warum reitest du denn so auf der Formulierung "über Bremsmanöver freut" rum? Von mir kamen sicher keine "persönlichen Spitzen", und von FWebe denke ich auch nicht. Das interpretierst du da glaub nur rein. Die, die schon elektrisch fahren wissen einfach, dass Bremsen sich anders - jedenfalls besser als beim Verbrenner - anfühlt. Wen das aber nicht interessiert dem sei es halt egal. Wo ist da bitte ein Problem? Einfach mal entspannt bleiben und gut ist...


16.10.2018 15:51    |    Karni90

Die Beschleunigung ist natürlich toll in einem E-Fahrzeug. Und gerade innerorts wird das sicherlich den Verkehrsfluss erhöhen.

 

Aber durch diese Beschleunigungsorgien erhöht sich auch der Reifenabrieb, was wiederum Feinstaub und Mikroplastik erzeugt :)

 

E-Auto ist (derzeit und in absehbarer Zeit) nicht besser als ein Verbrenner. Punkt. Weder wirtschaftlich für den Privatmann, noch umwelttechnisch.

 

Diese Lobduselei ähnelt fast dem Heiligsprechen des Diesel (vor den Skandalen).


16.10.2018 17:18    |    FWebe

Zitat:

Wenn man bremsen muß, ist das eigentlich nie schön, egal ob man elektrisch oder verbrennergetrieben unterwegs ist.

Genau so sieht es aus. Aus einem energetischen Standpunkt betrachtet gibt es auch keinen Grund, wieso das vorteilhaft sein sollte, nur weil es elektrisch stattfindet.

Das ist aber auch genau das, was ich vorher angesprochen habe. Mit elektrischen Antrieben werden die Leute eben nicht unbedingt sparsamer fahren, weil sie genau diesem Irrglauben aufgesessen sind, dass elektrisches Bremsen nicht mit Verlusten behaftet sei.

Beim Rekuperieren liegt man effektiv betrachtet irgendwo bei 60-70 %, sprich 60-70 % des verwerteten Stroms werden am Ende nur noch zurückgespeist, die restlichen 30 % - 40 % "verpuffen", was viele eben geflissentlich ignorieren.

 

 

 

Zitat:

Wen das aber nicht interessiert dem sei es halt egal. Wo ist da bitte ein Problem?

Nun ganz einfach, mich interessiert es und mir ist es im Gegensatz zu anderen halt nunmal nicht egal.

Zu allem Überfluss kann ich solche Pauschalaussagen nicht leiden, speziell wenn sie auch noch faktisch wenig bis keinen Sinn ergeben.

Mit der Aussage, dass man sich beim Elektrofahrzeug weniger über Bremsmanöver ärgert, käme man wohl besser zurecht.


16.10.2018 19:17    |    meehster

Zitat:

Mit der Aussage, dass man sich beim Elektrofahrzeug weniger über Bremsmanöver ärgert, käme man wohl besser zurecht.

Ich auf jeden Fall.

Was ich sonst noch mache, ist Pulse&Glide, was beim Hybriden offenbar tatsächlich etwas bringt - so lange das in Geschwindigkeitsbereichen geschieht, wo der Verbrenner beim Hybriden abschaltet. Das mache ich aber auch nur, wenn niemand hinter mir ist.


16.10.2018 19:25    |    BravoI

Hersteller von meine Verbrenner meint ob bei Motorbremsen kann meine Auto Energie zurück gewinnen und Batarie aufladen.

So oder so, wenn ich manch bei Stadtfahr sehe am BC 7,7L Verbrauch, dann kann ich 649km weit fahren bei 50L großem Tank.

Ich möchte gern wissen - welche E-Auto bei 24.240€ Listen Preis hat so große Reichweite in Stadtverkehr ?

 

Gruß


16.10.2018 19:27    |    notting

@BravoI: Kommt drauf an wo du parkst bzw. ob du dort die Ladesäulen zu vernünftigten Konditionen nutzen kannst ;-)

 

Im übrigen hat selbst ein Megane IV im Normalfall nur einen 47l Tank.

 

notting


16.10.2018 19:31    |    FWebe

Naja, bei einem Schnitt von vielleicht 30 km/h bei rein innerörtlichem Verkehr stellt sich die Frage nach solch einer Reichweite kaum.


16.10.2018 19:34    |    notting

Der Zoe mit 41kWh kostet inkl. Diesel- und staatl. E-Auto-Prämie mit Kaufakku aktuell ab 26.100EUR. Mit Mietakku 8kEUR weniger, dafür ab 69EUR/Monat Akkumiete aber dafür mit 75 statt 66% Mindestkapazitätsgarantie. Wartung nur etwas >100EUR/Jahr. Aktuell 10 Jahre 0EUR/Jahr Kfz-Steuer. Gerade bei Stop'n'Go sollte die Fahrenergie deutl. billiger sein als bei einem Verbrenner.

Lt. Preisliste bei kalten Temperaturen und v_max=90km/h 200km Reichweite. Hier wurden mal 244km inkl. AB-Anteil gemessen: https://pushevs.com/2017/12/09/auto-bild-tested-range-8-electric-cars/

Kann serienm. an Typ2 mit bis zu 22kW laden, also auch bzgl. daheim bzw. in der Stadt laden interessant.

 

notting


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