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Brainwriting..

..by dodo32

29.03.2019 16:56    |    dodo32    |    Kommentare (376)    |   Stichworte: 7 (AU/5G), Golf, VW

Tempo 130 auf Bundesautobahnen - ja oder nein?

130? Nein Danke!130? Nein Danke!

Liebe Blogleser,

 

es ist wieder einmal an der Zeit, einen neuen Artikel zu verfassen. Hintergrund ist eine von der evangelischen Kirche eingereichte Petition, welche ein allgemeines Tempolimit von 130 km/h auf Bundesautobahnen fordert. Diese Forderung ist nicht neu und wurde auch hier auf MT schon häufiger diskutiert. Interessant ist die Anzahl an Mitzeichnungen und ich habe den Verdacht, dass dieses mal das Quorum von 50.000 Stimmen erreicht wird. Das heißt zwar im ersten Schritt noch nichts, aber man kann und sollte sich auch dagegen positionieren, wenn man dagegen ist. Und zwar auf folgender Seite: https://www.130-danke-nein.de

 

Der Betreiber ist auch auf Facebook recht aktiv und es gibt ein youtube Video, in welchem er auch persönlich zu Wort kommt. Das Thema wird und wurde schon immer kontrovers diskutiert. Ich selbst bin nach wie vor dagegen. Flexible Verkehrsleitsysteme machen in einer modernen Welt wie der unseren wesentlich mehr Sinn, als altmodische Blechtafeln. Die Fahrzeuge sind sicherer als je zuvor und wir haben das weltweit am besten ausgebaute Fernstraßennetz. Letzteres ist vor allem auch so konzipiert, dass hohe Geschwindigkeiten sicher gefahren werden können.

 

Mir persönlich geht es nicht darum, 300 zu fahren. Wer das will soll das tun, ich nicht. Es ist mir eher wichtig, mein Tempo selbst wählen zu dürfen. Wenn ich weite Strecken fahren muss, ist es für mich schlicht wesentlich angenehmer mit 180 bis 200 km/h zu reisen, als mit konstant 130 dahin zu schleichen. Insbesondere wenn die Bahn frei ist. Wer das nicht möchte, kann auch ohne allgemeine Beschränkung langsam(er) fahren.

 

Ich finde, dass man die gegebene Freiheit nicht kampflos aufgeben darf und daher seine Stimme auf der oben verlinkten Seite vergeben sollte.

 

Grüße

-dodo-

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01.04.2019 17:43    |    STFighter

Eben. Deswegen ist das Argument zwar auf der einen Seite berechtigt, auf der anderen Seite schiesst man da mit einer Atomrakete auf eine Mücke - das sind selbst für Deutschland nur 0,002% vom gesamten. Und die Rechnung, wie die 2 Mio Tonnen zustande kommen, hab ich auch noch nirgends entdecken können.

 

Daher muss jeder selbst soweit sensibilisiert werden, dass auf den CO2 Ausstoß im gesamten geschaut wird und sich nicht nur an einer Sache aufgehängt wird. Fahren alle 130 und fliegen trotzdem jedes Jahr ein paar mal auf die Malediven, bringt das nix.


01.04.2019 19:14    |    schnibbler1

Wir sind mit einem Porsche Ceyenne 450 PS vom Ruhrgebiet bis nach Thüringen ca. 400 KM gefahren. Sonntags morgens, kein Verkehr. Fast nur volle Pulle ( Tacho 220- 260 ). Von den 90 Litern Tankinhalt ( vorher vollgetankt) war nur noch die Reserve über. Von wegen 10 - 12 Liter. Bis Kassel ab Dortmund 2 mal vom Gas gegangen (verkehrsbedingt) und natürlich im Bereich von Tempolimits. Aber sonst konnte man die Tanknadel mit erheblichem Rückwärtsdrall beobachten. Errechneter Durchschnittsverbrauch 20,7 Liter. Höchste Öltemperatur 129 Grad.


01.04.2019 19:29    |    schipplock

finde ich gut :)! Dafür wurde der Motor gebaut.


01.04.2019 19:43    |    dodo32

Zitat:

@schnibbler1 schrieb am 1. April 2019 um 19:14:29 Uhr:

Errechneter Durchschnittsverbrauch 20,7 Liter. Höchste Öltemperatur 129 Grad.

Hört sich vernünftig an.

 

Zum Vergleich: Verbrauch 323i anno 1978 ab Minute 7:38 => https://www.youtube.com/watch?v=fXB4fLbEB_Q


01.04.2019 19:46    |    STFighter

Zitat:

@schnibbler1 schrieb am 1. April 2019 um 19:14:29 Uhr:

Wir sind mit einem Porsche Ceyenne 450 PS vom Ruhrgebiet bis nach Thüringen ca. 400 KM gefahren. Sonntags morgens, kein Verkehr. Fast nur volle Pulle ( Tacho 220- 260 ). Von den 90 Litern Tankinhalt ( vorher vollgetankt) war nur noch die Reserve über. Von wegen 10 - 12 Liter. Bis Kassel ab Dortmund 2 mal vom Gas gegangen (verkehrsbedingt) und natürlich im Bereich von Tempolimits. Aber sonst konnte man die Tanknadel mit erheblichem Rückwärtsdrall beobachten. Errechneter Durchschnittsverbrauch 20,7 Liter. Höchste Öltemperatur 129 Grad.

April April? Oder wie darf man den Vergleich zu meinen 10 - 12 Litern Diesel (!) im Kontext verstehen? Ist ja wohl keine Kunst, dass durch einen V8 mit dem cW-Wert einer Schrankwand mehr durch läuft... :D

 

Wobei ich die 20 Liter da jetzt auch eher niedrig finde... Ist halt bauartbedingt.

 

Das Traurige ist: Der Spaß geht auch mit total grünem Daumen... Aus Algen lässt sich auch feinster Sprit mit hohen Oktanzahlen machen...kost' die Fahrt halt keine 130 Euro, sondern 160, aber auf die 30 Euro kommt es dann auch nicht mehr an. Die Algen wachsen praktisch überall, deren CO2 Bilanz ist fast immer positiv... Aber nein... Die großen Ölunternehmen bekommen die Hucke nicht voll.

Grüner Spaß mit Verbrennungsmotor... aber bevor das passiert ist alles Verboten und die Freitags streikenden Schulkinder haben es geschafft und wahrscheinlich auch ihre eigene wohlhabende Zukunft versaut. Einfach nur Fordern ohne Lösung ist feinstes Politikjargon.

 

Edit: Sorry. Leicht abgedriftet...


01.04.2019 23:41    |    Racer_1995

Die Diskussion führt zu nichts. Wer glaubt, Deutschland würde für immer frei von Tempolimits bleiben, ist völlig blauäugig und absolut naiv.


01.04.2019 23:44    |    dodo32

Zitat:

@Racer_1995 schrieb am 1. April 2019 um 23:41:05 Uhr:

Wer glaubt, Deutschland würde für immer frei von Tempolimits bleiben, ist völlig blauäugig und absolut naiv.

Öhm..., ja? Wir haben nämlich schon einige Beschränkungen auf Autobahnen die auch von Gegnern eines allgemeinen (!) Tempolimits anerkannt und befürwortet werden. Es geht um die Verhältnismäßigkeit und die ist eben bei flächendeckend 130 nicht mehr gegeben. Nur darum geht es und um nichts anderes. ;)


02.04.2019 00:54    |    laptop24

Ich bin gegen Tempolimits!

 

Aber nur, weil ich die Vorschriftenkultur nicht leiden kann.

 

Selber fahre ich mit schwankendem Tempo zwischen 120 und 150. Viel schneller bin ich nur in sehr seltenen Ausnahmefällen. Aber dann möchte nicht nicht plötzlich als gemeingefährlicher Raser abgestempelt werden, weil irgendein grüner Politiker meinte, wenn er mit seinem Fahrrad nicht schnell fahren kann, dann darf es auch sonst niemand.

 

Ich bin mir aber bewußt, dass wir früher oder später ein Tempolimit haben werden. Das kommt so lange auf den Tisch, bis die Gegener eingelullt sind und nicht schnell genug "dagegen" gerufen haben.

 

Da wir sowieso alle demnächst elektrische Kleinstwagen fahren werden, die eh kaum die 160 erreichen, hat sich das sowieso bald auf natürliche Weise tempolimitiert.

 

Zum Thema "130 fahren ist auf Dauer einschläfernd". Das sehe ich auch so. Da empfand ich es als extrem hilfreich in Schweden, wo alle 2,5 km eine Raststelle kam. Da kann man also jederzeit auch rasten. Hier in Deutschland muss man dann noch 20km fahren, bis man sich von der einschläfernden Monotonie erholen kann.

 

Im Bereich von Flugzeugen gibt es dieses Phänomen auch. Der Pilot muss immer irgendwelche Aufgaben haben, weil sonst das Aufmerksamkeitsniveau so stark sinkt, dass er im Ernstfall viel zu lange braucht, um sich der Situation bewusst zu werden. Das liegt teilweise im 20 Sekunden-Bereich. Deshalb sehen gewisse Bedienkonzepte vor, dass der Pilot durch gelegentlich eingesteuerte Events aufmerksam gehalten wird. Ein Alarm hier, ein Piepen da... nur, dass der was zu tun hat und aufmerksam bleibt.


02.04.2019 10:37    |    schipplock

Zitat:

@Racer_1995 schrieb am 1. April 2019 um 23:41:05 Uhr:

Die Diskussion führt zu nichts. Wer glaubt, Deutschland würde für immer frei von Tempolimits bleiben, ist völlig blauäugig und absolut naiv.

Mir ging es um das allgemeine Tempolimit. Ich glaube nicht, dass es naiv und blauäugig ist zu glauben, dass das nicht kommen wird. Wolfgang Rose vom ACE hat das, imho, ganz gut zusammengefasst (siehe angehängte PDF). Das Dokument ist von 2007 :).

 

Sollte dennoch irgendwann ein allgemeines Tempolimit kommen, darfst du dich gerne zitieren und "ha! habe ich doch gesagt!" schreiben :). Ich stelle mich dann auch gerne in die Ecke der Naiven und Blauäugigen.

 

Gruß,

Andreas



02.04.2019 10:59    |    Maik270CDI

Zitat:

@HJFl schrieb am 29. März 2019 um 20:52:40 Uhr:

Da die französischen Autobahnen Geld kosten, ist dort wesentlich weniger Betrieb als in Deutschland. Dazu kommen nur sehr wenige Baustellen. Mit Tempomat schaffe ich es dort, einen Schnitt von über 120 zu fahren. In Deutschland ist die Situation aber anders! Auch unsere "Lügenpresse" kann mir nicht einreden, das Autofahrer über 60 oder schnell fahrende Autos, die meisten Unfälle verursachen! Im Gegenteil! In Frankreich passieren regelmäßig Unfälle, durch Langeweile! Daher wurden schon länger die Straßenränder abwechslungsreich gestaltet! 800 km bei Tempomat 130, durch Frankreich zu fahren, ist einschläfernd. Das Einzige was dort zunehmend wach hält, sind die Massen von neuen Blitzern! Nur auf den Wenigen leeren Autobahnstrecken in Deutschland - ohne Tempolimit - ist noch schnelles Fahren möglich! Wenn ich da auf dösende Sonntagsfahrer achten muss, die mit 80 - ohne Blinker- auf die linke Spur torkeln, bleibe ich hellwach! Überlebenstraining! Ökologischer und Ökonomischer Unsinn, sind die Tempolimits in der jetzigen Form! Da steht 130, dann 100, dann 80, dann 60, dann Aufgehoben und nach 500 m wieder 100! Geht es da nur ums Blitzen? Es sollte ein Gesetz geben, dass innerhalb von X Kilometer, nur 1 x das Tempolimit geändert werden darf! Nach Baustellen wird selten das Tempolimit wieder aufgehoben! Auch so eine Unsitte! Nach einigen Kilometer ohne Tempolimit oder auch 130, wünsche ich mir eine Ankündigung: In 2000 m Tempo (z.B.) 100. Dann kann ich ausrollen lassen und muss nicht dauernd "in die Eisen steigen". Das wäre Ökologisch sinnvoll! Vor über 20 Jahren gab es, bei Heilbronn, ein vorübergehendes Tempolimit - ich glaube es waren 60 km/h. Die Autos sind den Berg hinuntergekrochen und dann im niedrigen Gang auf der anderen Seite wieder hoch. Es hat nur so gequalmt vor Abgasen in niedrigen Gängen! Durch fehlenden Fahrtwind hat sich das auch nicht verzogen! Die Schadstoffbelastung muss deutlich höher gewesen sein, als bei freier fahrt. Wenn Verkehrsdichte, Wohnbebauung und Streckenführung keinen Bedarf erzeugen, ist ein Tempolimit sinnlos! Bei der Vielzahl an Tempolimits ist die Diskussion um ein allgemeines Tempolimit so Sinnlos wie die Diskussion über die Öffnung des Berliner Flughafens!

==============================================

Du sprichst mir aus der Seele, genau so ist es.


02.04.2019 19:22    |    eddibaer

Die Diskussion um/über Geschwindigkeitsbegrenzung und das "Gegen Tempolimit" wird IMHO nur von denen geführt, die noch nicht ganz aufgeklärt sind und/oder einfach eine sehr starke Persönlichkeit ausleben müssen.

Die vorangegangen Kommentare gleichen einer "wer hat die längste Sch....verlängerung".....sorry für die harte Ausdrucksweise.

 

Keiner hat bisher erwähnt, dass es in Deutschland schon eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 130 km/h gibt - jeder steht darüber, bis er entsetzt bei seiner vermeintlichen Unschuld bei einem Unfall > 130 km/h feststellen muss, was es bedeutet, schneller als 130 zu fahren.

 

Es gilt für jeden Verkehrsteilnehmer eine Grundschuld/Betriebshaftung von 1/3 bei der Teilnahme am Straßenverkehr.

Bei einem Unfall kann man von dieser Teilschuld befreit werden, wenn sich der Verkehrsteilnehmer als "idealer Verkehrsteilnehmer" auszeichnet - DIESES tut er NICHT, wenn er auf der Autobahn mit mehr als Richtgeschwindigkeit einen Unfall baut. Kein Richter (und Versicherung) spricht einen Autofahrer frei, der mit 200 auf der linken Spur einen Spur-wechselnden Kleinwagen zu Kleinholz verarbeitet und dabei Menschenleben vernichtet.

 

Als "idealer Verkehrsteilnehmer" sollte/muss man in erster Linie ein "Miteinander" leben/beachten und sich dabei unwohl fühlen, damit zu prahlen, wie lange man wieder einmal mit hoher Geschwindigkeit über die "Bahn" gezogen ist - alleine der Ausdruck "Bahn" zeigt schon "weg da, jetzt komme ich....keiner hat Platz vor und neben mir...".

 

Wenn sich endlich ein "Miteinander" auf den Straßen (besonders Autobahnen) einstellt, wird/kann sich das Automobil in eine Richtung entwickeln, indem auch die Umwelt mehr Rücksicht findet:

- Fahrzeugleistung (Motor/Getriebe) wird auf Bandbreite von 0 - 140 km/h eingestellt

- hohe Einsparung von Treibstoff

- weniger Belastung durch Verschleißteile (Bremsen, Reifen....)

- langlebiger Kraftfahrzeuge durch weniger Belastung

- und vieles mehr.......

....das sicherere Fahren mal außen vor gelassen.

 

Aber all das sind Argumente, die den aktuellen Kommentatoren nicht zusagen würden - es gilt immer wieder "boo ääii....meiner fährt 270 und verbraucht nur 20 Liter....und den dödelichen Opel-Fahrer habe ich jetzt aber sowas von wechgeblasen...."

 

Ich bin FÜR Tempo 120 und eine Hardware-mäßige Begrenzung auf diese bei ALLEN Fahrzeugen, wie es auch schon bei den LKW's seit Jahren auf 80 eingerichtet ist!!

 

Wer schneller fahren möchte, soll dieses auf dafür ausgezeichneten und vorbereiteten Strecken tun, auf der dieser NUR sein eigenes Leben und Fahrzeug gefährdet und/oder vernichtet!!

 

BTW...ich selbst besitze auch einige PS und Nm-Monster, aber es geht nichts über ein entspanntes Fahren - cruisen mit ~120 -und das dauerhaft.

 

Grüße

Ed


02.04.2019 19:37    |    dodo32

Seltsamer Weise sterben die meisten Menschen auf Landstraßen. Da schreit auch keiner, man solle doch auf dafür vorbereiteten Strecken fahren. Die geringste Anzahl an Verkehrstoten sind auf Autobahnen zu beklagen. Es sind die sichersten Straßen. Ich kann die Argumentation daher in weiten Teilen nicht nachvollziehen weil ich mit einer anderen als der geschilderten Grundeinstellung eine Autobahn befahre. Ich bin nämlich nicht lebensmüde


02.04.2019 21:07    |    Spurverbreiterung142

Zitat:

@eddibaer schrieb am 2. April 2019 um 19:22:30 Uhr:

Ich bin FÜR Tempo 120 und eine Hardware-mäßige Begrenzung auf diese bei ALLEN Fahrzeugen,

Na Gott sei Dank wird es dabei nicht ausschließlich um DEINE Befindlichkeiten gehen... :D :p ;)

 

Zurück zum Thema...

 

Sicher bin ich mir, dass es früher oder später ein generelles Tempolimit geben wird, wo aber man das ansiedeln wird, sei mal noch dahingestellt. Wenn dann wohl überhaupt im Rahmen der jetzt schon vorgegebenen Richtgeschwindigkeit von 130 Km/h.

 

...welche juristisch zum jetzigen Zeitpunkt aber keinesfalls eine Höchstgeschwindigkeit darstellt. Das ist Augenwischerei und haftungsrechtlich ein ganz anderer Schuh. Aber sei es drum...

 

Eine technische Begrenzung in diesem Sinne wird es aber ganz sicher nicht geben, das ist und bleibt Nonsens. Auch wenn Volvo hier wieder mal einen Vorstoß wagt und ab kommendem Jahr seine Fahrzeuge auf 180 Km/h abregelt, der Gesetzgeber wird sich hüten, dahingehend regulierend einzugreifen. Und wenn, dann sicher nicht in dem genannten Maße.

 

Intelligente Verkehrsleitsysteme mit entsprechendem Autobahnausbau wären sicher hilfreicher. Vor allem in Hinblick darauf, dass sich der Verkehr in den letzten 30 Jahren nahezu verdoppelt hat. Hinzu kommt die Pendlerproblematik, welche es vor 30 Jahren noch gar nicht in dem Ausmaß gab. Der Güterverkehr gehört auch wieder zurück auf die Schiene, aber wenn man so ein Unternehmen wie die Bahn privatisiert, kann eben nur Müll durch Gewinnmaximierung dabei herauskommen. Und maut will man schließlich auch kassieren.

 

Übrigens würden auch die Ticketpreise der Bahn bei einem Non-Profit-Staatsunternehmen wieder auf ein erträgliches Maß sinken, was wiederum die Autobahnen entlasten würde.

 

Deutschland hat sich kaputtprivatisiert und bekämpft heute nur noch die Symtome, nicht aber die Ursachen. Da hilft so ein generelles Tempolimit relativ wenig.


02.04.2019 22:46    |    the_WarLord

Zitat:

@eddibaer schrieb am 2. April 2019 um 19:22:30 Uhr:

...

Ich bin FÜR Tempo 120 und eine Hardware-mäßige Begrenzung auf diese bei ALLEN Fahrzeugen, wie es auch schon bei den LKW's seit Jahren auf 80 eingerichtet ist!!

...

Vielem deines Posts kann ich inhaltlich beipflichten, der zitierten Passage jedoch nicht. Von einem Auto geht eine erheblich geringere Betriebsgefahr als von einem LKW mit einigem mehr an Masse aus.

 

Dazu noch sollte jeder sein Fahrzeug benutzen können wie er möchte, er muss halt mit den Konsequenzen leben.


02.04.2019 23:42    |    Racer_1995

Ich bin bei @eddibaer

 

Das Limit wird kommen! Ich sage, das dauert keine 5 Jahre mehr.


03.04.2019 01:04    |    mr. mountain

70,2%.

Ich danke hier einmal für diesen Thread.

Von Links-Grünen Journalisten wird ja gerne von einer Mehrheit für

ein allgemeines TL gefaselt.

Ich gehe in diesem Forum von Abstimmungsteilnehmern aus, die

einen gültigen Führerschein besitzen, regelmäßig Auto fahren und dies nicht nur

um den eigenen Kirchturm.

Insofern ein geeigneter Stimmungstest wie diese Seite:

 

https://www.130-danke-nein.de


03.04.2019 05:39    |    Spurverbreiterung142

Zitat:

@mr. mountain schrieb am 3. April 2019 um 01:04:10 Uhr:

Von Links-Grünen Journalisten wird ja gerne von einer Mehrheit für

ein allgemeines TL gefaselt.

Ich gehe in diesem Forum von Abstimmungsteilnehmern aus, die

einen gültigen Führerschein besitzen, regelmäßig Auto fahren und dies nicht nur

um den eigenen Kirchturm.

Insofern ein geeigneter Stimmungstest wie diese Seite:

 

https://www.130-danke-nein.de

Das Problem dürfte eher darin liegen, dass es bei staatlich arrangierten Statistiken um eine befragte Gesamtpersonenzahl von ausgewählten 1000 Menschen geht, die angeblich den Durchschnitt der deutschen Bevölkerung von rund 80 Millionen darstellen sollen. Da haben sich schon des Öfteren aberwitzige "Mehrheiten" ergeben... ;)

 

Man weiß schon sehr genau, warum man in Deutschland keine Volksabstimmungen bei wichtigen Themen einführt. Das Ergebnis könnte unter Umständen abweichen von den Vorstellungen unserer Politik...


03.04.2019 10:00    |    eddibaer

Na gut - mein abschließendes Statement

"Ich bin FÜR Tempo 120 und eine Hardware-mäßige Begrenzung auf diese bei ALLEN Fahrzeugen"

war sehr hart formuliert ;) aber genau das wird und muss die Vorbedingung zu einem autonomen Fahren auf der Autobahn sein.

 

Hier wird mit Sicherheit eine Verkehrsfluss-optimale Geschwindigkeit angenommen und das wird bei steigender Verkehrsdichte nicht oberhalb 120 zu realisieren sein.

 

Jeder möchte das autonome Fahren aber keine gesteht ein, dass dieses nur mit harten Einschnitten in der doch so geliebten persönlichen Freiheit eines Kraftfahrzeuglenkers einher geht. Wenn das autonome Fahren kommt und flächendeckend funktionieren soll, dann sind PS-Boliden und deren Geschwindigkeiten einfach nicht mehr Zeitgemäß (eigentlich schon heute bei der hohen Verkehrsdichte).

 

Grüße

Ed


03.04.2019 10:05    |    eddibaer

Zitat:

....

Dazu noch sollte jeder sein Fahrzeug benutzen können wie er möchte, er muss halt mit den Konsequenzen leben.

tja, das ist ja genau dieses egoistische Denken des Autofahrers - "Ich muss halt dann mit den Konsequenzen leben" und was ist mit den Unschuldigen, die ich durch meine Raserei mit in den körperlichen und seelischen Abgrund gestürzt habe?

Sollen die halt auch einfach mit den Konsequenzen leben?

 

Jeder kann und sollte sein Auto so benutzen können wie er will aber bitte nicht auf öffentlichen Straßen, wo noch weitere 40 Mio Verkehrsteilnehmer unterwegs sind.

 

Viele Grüße

Ed


03.04.2019 10:41    |    STFighter

Zitat:

@eddibaer schrieb am 3. April 2019 um 10:05:38 Uhr:

Zitat:

....

Dazu noch sollte jeder sein Fahrzeug benutzen können wie er möchte, er muss halt mit den Konsequenzen leben.

tja, das ist ja genau dieses egoistische Denken des Autofahrers - "Ich muss halt dann mit den Konsequenzen leben" und was ist mit den Unschuldigen, die ich durch meine Raserei mit in den körperlichen und seelischen Abgrund gestürzt habe?

Sollen die halt auch einfach mit den Konsequenzen leben?

 

Jeder kann und sollte sein Auto so benutzen können wie er will aber bitte nicht auf öffentlichen Straßen, wo noch weitere 40 Mio Verkehrsteilnehmer unterwegs sind.

 

Viele Grüße

Ed

Der Letzte Unfall wegen "Raserei" auf der Autobahn war - soweit ich mich erinnern kann - der Mercedes Testfahrer auf der A81. In der Stadt passieren da sehr viel mehr Unfälle durch eben jene Raserei.


03.04.2019 10:55    |    dodo32

Zitat:

@STFighter schrieb am 3. April 2019 um 10:41:52 Uhr:

 

Der Letzte Unfall wegen "Raserei" auf der Autobahn war - soweit ich mich erinnern kann - der Mercedes Testfahrer auf der A81. In der Stadt passieren da sehr viel mehr Unfälle durch eben jene Raserei.

Offiziell, ja. Gibt es eine Doku drüber: https://www.youtube.com/watch?v=FPcMzWydB0M

 

So etwas ist eher die Ausnahme als die Regel wird aber von Befürwortern gerne so dargestellt.


03.04.2019 11:23    |    STFighter

Allgemein find ich es eh viel schlimmer, dass die Mütter mit dem SUV oder großen VAN (die Höhe der Motorhaube ist gar nicht so unterschiedlich) durch Verkehrsberuhigte Bereiche heizen, als gäbs kein morgen. Wie oft die mir dann auch schon im Kofferraum hingen...ist mir absolut unverständlich, dass dann die Leute, die dann Sonntags gemütlich ihren Durchschnitt von 160 - 180 km/h halten, so verteufelt werden.

Letzteres sind übrigens sehr viele - einfach mal Sonntags auf die Autobahn und beobachten. Da wo frei ist fährt so gut wie jeder schneller als 130 km/h.


03.04.2019 13:06    |    Dynomyte

Zitat:

@eddibaer schrieb am 2. April 2019 um 19:22:30 Uhr:

Die Diskussion um/über Geschwindigkeitsbegrenzung und das "Gegen Tempolimit" wird IMHO nur von denen geführt, die noch nicht ganz aufgeklärt sind und/oder einfach eine sehr starke Persönlichkeit ausleben müssen.

Die vorangegangen Kommentare gleichen einer "wer hat die längste Sch....verlängerung".....sorry für die harte Ausdrucksweise.

 

Keiner hat bisher erwähnt, dass es in Deutschland schon eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 130 km/h gibt - jeder steht darüber, bis er entsetzt bei seiner vermeintlichen Unschuld bei einem Unfall > 130 km/h feststellen muss, was es bedeutet, schneller als 130 zu fahren.

 

Es gilt für jeden Verkehrsteilnehmer eine Grundschuld/Betriebshaftung von 1/3 bei der Teilnahme am Straßenverkehr.

Bei einem Unfall kann man von dieser Teilschuld befreit werden, wenn sich der Verkehrsteilnehmer als "idealer Verkehrsteilnehmer" auszeichnet - DIESES tut er NICHT, wenn er auf der Autobahn mit mehr als Richtgeschwindigkeit einen Unfall baut. Kein Richter (und Versicherung) spricht einen Autofahrer frei, der mit 200 auf der linken Spur einen Spur-wechselnden Kleinwagen zu Kleinholz verarbeitet und dabei Menschenleben vernichtet.

 

Als "idealer Verkehrsteilnehmer" sollte/muss man in erster Linie ein "Miteinander" leben/beachten und sich dabei unwohl fühlen, damit zu prahlen, wie lange man wieder einmal mit hoher Geschwindigkeit über die "Bahn" gezogen ist - alleine der Ausdruck "Bahn" zeigt schon "weg da, jetzt komme ich....keiner hat Platz vor und neben mir...".

 

Wenn sich endlich ein "Miteinander" auf den Straßen (besonders Autobahnen) einstellt, wird/kann sich das Automobil in eine Richtung entwickeln, indem auch die Umwelt mehr Rücksicht findet:

- Fahrzeugleistung (Motor/Getriebe) wird auf Bandbreite von 0 - 140 km/h eingestellt

- hohe Einsparung von Treibstoff

- weniger Belastung durch Verschleißteile (Bremsen, Reifen....)

- langlebiger Kraftfahrzeuge durch weniger Belastung

- und vieles mehr.......

....das sicherere Fahren mal außen vor gelassen.

 

Aber all das sind Argumente, die den aktuellen Kommentatoren nicht zusagen würden - es gilt immer wieder "boo ääii....meiner fährt 270 und verbraucht nur 20 Liter....und den dödelichen Opel-Fahrer habe ich jetzt aber sowas von wechgeblasen...."

 

Ich bin FÜR Tempo 120 und eine Hardware-mäßige Begrenzung auf diese bei ALLEN Fahrzeugen, wie es auch schon bei den LKW's seit Jahren auf 80 eingerichtet ist!!

 

Wer schneller fahren möchte, soll dieses auf dafür ausgezeichneten und vorbereiteten Strecken tun, auf der dieser NUR sein eigenes Leben und Fahrzeug gefährdet und/oder vernichtet!!

 

BTW...ich selbst besitze auch einige PS und Nm-Monster, aber es geht nichts über ein entspanntes Fahren - cruisen mit ~120 -und das dauerhaft.

 

Grüße

Ed

Bravo


03.04.2019 13:26    |    the_WarLord

Zitat:

@eddibaer schrieb am 3. April 2019 um 10:05:38 Uhr:

Zitat:

....

Dazu noch sollte jeder sein Fahrzeug benutzen können wie er möchte, er muss halt mit den Konsequenzen leben.

tja, das ist ja genau dieses egoistische Denken des Autofahrers - "Ich muss halt dann mit den Konsequenzen leben" und was ist mit den Unschuldigen, die ich durch meine Raserei mit in den körperlichen und seelischen Abgrund gestürzt habe?

Sollen die halt auch einfach mit den Konsequenzen leben?

Gab's nicht letztens einen Unfall innerhalb Stuttgart mit einem geliehenen Fahrzeug, dessen Motor zwar eine ordentliche Leistung erbringen konnte, dennoch unter deiner geforderten Begrenzung von 120 km/h schwer verunfallte?

 

Was kommt als nächstes? Sobald die Temperatur unter 0° fällt wird die Geschwindigkeit automatisch auf 20 km/h beschränkt? Es könnte ja Eisbildung einsetzen.

 

Eine externe Steuerung über Verkehrleitsysteme wird kommen, sobald die Autonomie einsetzt. Dennoch kann das bedeuten, dass die mögliche Geschwindigkeitsbegrenzung bei freier Bahn über 200 km/h betragen darf. Natürlich nicht, wenn zuvor die Geschwindigkeit hart auf 120 begrenzt wurde.


03.04.2019 13:29    |    dodo32

Zitat:

@the_WarLord schrieb am 3. April 2019 um 13:26:38 Uhr:

 

Gab's nicht letztens einen Unfall innerhalb Stuttgart mit einem geliehenen Fahrzeug, dessen Motor zwar eine ordentliche Leistung erbringen konnte, dennoch unter deiner geforderten Begrenzung von 120 km/h schwer verunfallte?

https://www.heidelberg24.de/.../...e-fahrer-unterwegs-zr-11832044.html


03.04.2019 14:06    |    bonscott1

Ich bin für eine allgemeine BAB-Beschränkung auf 130.


03.04.2019 14:15    |    dodo32

Zitat:

@bonscott1 schrieb am 3. April 2019 um 14:06:56 Uhr:

Ich bin für eine allgemeine BAB-Beschränkung auf 130.

Ich hoffe Du hast auch oben abgestimmt. :) Darf man erfahren, warum Du dafür bist?


03.04.2019 14:22    |    Spurverbreiterung142

Zitat:

@eddibaer schrieb am 3. April 2019 um 10:00:19 Uhr:

Jeder möchte das autonome Fahren aber keine gesteht ein, dass

Und schon wieder... Was und wer bitte ist "jeder"? Ich persönlich kenne trotz relativ großem Familien- Bekannten- und Freundeskreis gerade mal einen einzigen, der das gern mal probieren würde. Ich betone probieren... Und wenn man sich befragungen in diversen Fachzeitschriften anschaut, ist es allenfalls ein recht geringer Teil der Autofahrer, die autonomes fahren wirklich befürworten. Viele würden eher auf verbesserte Assistenzsysteme setzen und weiter selbst fahren.

 

Also "jeder möchte" ist da schon wieder weit aus der Luft gegriffen. Oder? :)


03.04.2019 15:40    |    dodo32

Zitat:

@NeoNeo28 schrieb am 3. April 2019 um 14:22:36 Uhr:

 

Also "jeder möchte" ist da schon wieder weit aus der Luft gegriffen. Oder? :)

In der Tat, ja. Ich kenne auch kaum Leute die das wirklich wollen.


03.04.2019 23:09    |    eddibaer

Hallo,

Zitat:

@dodo32 schrieb am 3. April 2019 um 10:55:38 Uhr:

Zitat:

@STFighter schrieb am 3. April 2019 um 10:41:52 Uhr:

 

Der Letzte Unfall wegen "Raserei" auf der Autobahn war - soweit ich mich erinnern kann - der Mercedes Testfahrer auf der A81. In der Stadt passieren da sehr viel mehr Unfälle durch eben jene Raserei.

Offiziell, ja. Gibt es eine Doku drüber: https://www.youtube.com/watch?v=FPcMzWydB0M

 

So etwas ist eher die Ausnahme als die Regel wird aber von Befürwortern gerne so dargestellt.

...ist das euer Ernst?

 

Dieser Fall war mit Sicherheit nicht die "Raserei" von der wir hier sprechen - dies war ... [kommentarlos].. .

Wir sprechen hier von "Schnell fahren" auf einer BAB - das Wort "Raserei" ist hier natürlich ein "Verstärker" für das Geschwindigkeitsempfinden.

 

Es gibt mehr als genug Studien (auch weiter oben schon einmal verlinkt als Beispiel), bei der man sehr hohe Geschwindigkeiten direkt mit Todesopfer in Verbindung bringen kann.

 

Natürlich kann man auch mit 20 km/h jemanden Tod fahren (das Beispiel von Stuttgart hat jetzt nichts mit Tempolimit zu tun), aber hier geht es jetzt um die Opfer auf der BAB bei hohem Tempo (nur ein Grund für Tempolimit).

 

Auch das verstärkende Wort "Jeder" wurde von mir bewusst eingesetzt, da wir als Autokäufer es sind, die die Richtung bestimmen. Ich arbeite in der automobilen Industrie / Entwicklung und erlebe hautnah, wie der Trend (Elektronik über alles, Fahrerassistenz und autonomes Fahren) vom "Kunden" (also wir Autofahrer) getrieben wird.

Erst war es cool, einen USB-Stick im Auto einzustecken, dann kam das BlueTooth, dann WLAN, mobiles Internet im Auto, Cloud über alles, Datensammlung.... und jetzt ist es cool, mit dem Tablet neben dem Auto zu stehen und es per App einzuparken :confused: - die Industrie bietet es an, weil der Kunde es will.

 

Schritt für Schritt geht deswegen auch "Jeder" in Richtung autonomes Fahren.

Ehrlich - wer war noch nicht begeistert von dieser Möglichkeit?

 

Befragungen in Fachzeitschriften halte ich hier nicht für aussagekräftig - wer genau und welche Gruppe wurden unter welchen Umständen und technischen / wirtschaftlichen Aufklärungsstand befragt......? CO² ist auch für die Klimaerwärmung verantwortlich.....NOx ist ein tödliches Gas.....:confused:

 

Nichts für ungut, aber es gibt KEIN vernünftiges Argument FÜR freies Fahren auf deutschen Straßen, dafür aber jede Menge beweisbare Fakten/Zahlen und Argumente für ein Tempolimit!

 

Grüße

Ed


04.04.2019 00:02    |    STFighter

Zitat:

@eddibaer schrieb am 3. April 2019 um 23:09:01 Uhr:

...ist das euer Ernst?

 

Dieser Fall war mit Sicherheit nicht die "Raserei" von der wir hier sprechen - dies war ... [kommentarlos].. .

Wir sprechen hier von "Schnell fahren" auf einer BAB - das Wort "Raserei" ist hier natürlich ein "Verstärker" für das Geschwindigkeitsempfinden.

 

Es gibt mehr als genug Studien (auch weiter oben schon einmal verlinkt als Beispiel), bei der man sehr hohe Geschwindigkeiten direkt mit Todesopfer in Verbindung bringen kann.

Wo ist das verlinkt? Raserei ist kein Verstärker fürs Geschwindigkeitsempfinden - Raserei ist ein Schlagwort, mit genau so viel Inhalt wie die BILD. Die Mutter die in der 30er Zone mit 45 langkachelt "Rast", weil sie unmittelbar Menschen gefährdet. Jemand der bei freier Autobahn gemütlich Tempomat 160 oder vllt auch 200 fährt, den Sicherheitsabstand einhält, blinkt und seine Spiegel benutzt fährt einfach nur Schnell, aber sicherer und entspannter als so manch einer, der bei 80 km/h schon schweiß perlen auf der Stirn bekommt, wenn er sich zwischen zwei LKWs vom Beschleunigungsstreifen einfädeln muss.

 

Zitat:

Natürlich kann man auch mit 20 km/h jemanden Tod fahren (das Beispiel von Stuttgart hat jetzt nichts mit Tempolimit zu tun), aber hier geht es jetzt um die Opfer auf der BAB bei hohem Tempo (nur ein Grund für Tempolimit).

Nein - es geht um die Verhältnismäßigkeit und wie weit man mehr als 50% der Autofahrenden Bevölkerung einschränken muss. Die Opfer bei hohem Tempo auf der Autobahn sind praktisch nicht existent, denn wenn man Anfängt JEDEN unvorhergesehenen tot aufzuarbeiten, dann muss man ÜBERALL ansetzen und nicht nur auf der Autobahn. D.h. dann aber auch das so Dinge wie Schokolade, Alkohol oder und vor allem der Fleischkonsum eingeschränkt werden muss. Das heisst auf der Landstraße muss alle 100 Meter ein Blitzer stehen, womöglich sogar noch mit Section Control und jedes Auto bekommt sofort eine Blackbox mit allen dazugehörenden Nachteilen.

 

Zitat:

Schritt für Schritt geht deswegen auch "Jeder" in Richtung autonomes Fahren.

Ehrlich - wer war noch nicht begeistert von dieser Möglichkeit?

Ich. Ich fahre ein Teilautonomes Auto der im Stau bis 60 alles selbst kann. Ich bin allerdings in der IT tätig und erlebe Hautnah und täglich was für einen MÜLL die meisten Programmierer zusammenbasteln. Da rollen sich mir die Fußnägel hoch, bei der Vorstellung die werden aufs Auto losgelassen. Und es zeigt sich leider, dass das die Realität ist. Teslas, Autos von FCA und andere können einfach so übernommen werden, ohne große Anstrengung, geschweige denn Hacken, weil GRUNDLEGENDE BPAs missachtet werden - weil der Kunde das ja angeblich so will und es cool und hipp ist. Da krieg ich schon beim dran denken Ausschlag.

 

Zitat:

Befragungen in Fachzeitschriften halte ich hier nicht für aussagekräftig - wer genau und welche Gruppe wurden unter welchen Umständen und technischen / wirtschaftlichen Aufklärungsstand befragt......? CO² ist auch für die Klimaerwärmung verantwortlich.....NOx ist ein tödliches Gas.....:confused:

Was genau hat das jetzt damit zu tun?

 

Zitat:

Nichts für ungut, aber es gibt KEIN vernünftiges Argument FÜR freies Fahren auf deutschen Straßen, dafür aber jede Menge beweisbare Fakten/Zahlen und Argumente für ein Tempolimit!

Das gleiche gilt für Extremsport, übermäßigen Fleischkonsum, Tourismus, die Globalisierung, Smartphones - ja sogar das Internet und wahrscheinlich noch zig andere Dinge. Es gibt keine vernünftigen Argumente dafür und trotzdem machen es alle und es stirbt sogar ein geringer Prozentsatz an den Folgen, ja sogar möglicherweise direkt.

Es gibt so unglaublich viele Dinge, die völlig Unvernünftig sind und die wir trotzdem machen. Und es gibt Menschen, die haben einfach nichts auf der Autobahn zu suchen - die sollten teilweise nicht mal einen Führerschein haben. Die meisten Verstöße die mir Auffallen sind absolute "Basics" - und da kommen wir wieder zu dem oben, den Programmierern für die autonomen Fahrzeuge, die dann diese Basics nicht kennen und die Software programmieren müssen. Was dabei rauskommt, kann man immer mal wieder in den Nachrichten lesen.

 

Warum fährt nicht jeder mit dem Zug, oder mit der S-Bahn? Es gibt keinen vernünftigen Grund für Autos in den Städten und ich bin schon lange der Meinung, dass Autos komplett aus Städten verbannt gehören.

0,4% der gesamten Todesfälle waren 2016 auf den allgemeinen Verkehr zurückzuführen. 1,1% waren Selbstmorde. Über 5% davon waren Kinder unter einem Jahr.

 

Es gibt so viel unvernünftiges, was wir als Menschheit, bzw. sogar als Deutsche machen. Das freie Fahren auf der Autobahn ist und sollte unsere geringste Sorge sein.


04.04.2019 08:55    |    Spurverbreiterung142

Zitat:

@eddibaer schrieb am 3. April 2019 um 23:09:01 Uhr:

Es gibt mehr als genug Studien (auch weiter oben schon einmal verlinkt als Beispiel), bei der man sehr hohe Geschwindigkeiten direkt mit Todesopfer in Verbindung bringen kann.

Also dass von einer höheren Geschwindigkeit letztlich auch eine höhere Gefahr ausgeht, darüber wird man wohl kaum diskutieren müssen, nur spielt in jeder unternehmerischen Risikobewertung auch die Häufigkeit im Verhältnis zum Schaden eine Rolle. Kann man sinngemäß durchaus übertragen. Jetzt müsste halt mal einer eine aussagekräftige Statistik bringen, aus welcher zweifelsfrei hervorgeht, wie viele Unfälle tatsächlich auf die überhöhten Geschwindigkeiten von >130 Km/h, >150 Km/h, > 170 Km/h, >200 Km/h, >220 Km/h oder 250 Km/h zurückzuführen sind.

 

Und nein, ob da nun ein Reifen platzt, der Fahrer eingepennt ist oder einen Herzinfarkt hat, kann in einer solchen Statistik im Prinzip keine Rolle spielen, weil dererlei Faktoren nun mal eher nicht geschwindigkeitsabhängig sind. Die Schadenshöhe spielt dann auch eine entsprechende Rolle und schon kann man daraus eine echte Risikobewertung herbeiführen.

 

Zitat:

@eddibaer schrieb am 3. April 2019 um 23:09:01 Uhr:

Natürlich kann man auch mit 20 km/h jemanden Tod fahren (das Beispiel von Stuttgart hat jetzt nichts mit Tempolimit zu tun), aber hier geht es jetzt um die Opfer auf der BAB bei hohem Tempo (nur ein Grund für Tempolimit).

Nun gut, dieses Beispiel ist wohl wirklich eher schlecht gewählt. Neben der Risikobewertung müsste man sich auch mal vor Augen führen, dass die extrem schweren Unfälle auf unseren Autobahnen oft gar nichts mit dererlei Geschwindigkeiten zu tun haben. Wenn ein LKW in ein Stauende "rast", weil der Fahrer pennt, hat das nichts mit einem Tempolimit zu tun.

 

Zitat:

@eddibaer schrieb am 3. April 2019 um 23:09:01 Uhr:

Auch das verstärkende Wort "Jeder" wurde von mir bewusst eingesetzt, da wir als Autokäufer es sind, die die Richtung bestimmen. Ich arbeite in der automobilen Industrie / Entwicklung und erlebe hautnah, wie der Trend (Elektronik über alles, Fahrerassistenz und autonomes Fahren) vom "Kunden" (also wir Autofahrer) getrieben wird.

Erst war es cool, einen USB-Stick im Auto einzustecken, dann kam das BlueTooth, dann WLAN, mobiles Internet im Auto, Cloud über alles, Datensammlung.... und jetzt ist es cool, mit dem Tablet neben dem Auto zu stehen und es per App einzuparken :confused: - die Industrie bietet es an, weil der Kunde es will.

Alles richtig, nur eben bis zu diesem Punkt - und selbst da wäre mit dem Wort "jeder" eher vorsichtig hausieren zu gehen. Viele sind entgegen Deiner Meinung mittlerweile diese ganzen Elkektronikspielereien auch schon etwas leid. Sei es wegen ständiger Probleme, erhöhtem Reparaturaufwand oder oder oder... Aber gut, Viele sind in dem Fall auch wieder nicht die Mehrheit.

 

Ich persönlich mag diese ganzen Elektronikspielereien durchaus - bin aber absolut gegen autonomes Fahren. Zum Einen weil ich gern selbst fahre, zum Anderen weil das ethische Problem im Ernstfall niemals elektronisch gelöst werden kann. Der Computer müsste dann im Grenzfall entscheiden, wer lebt oder stirbt. Erstrebenswert? Ich denke nicht.

 

Zitat:

@eddibaer schrieb am 3. April 2019 um 23:09:01 Uhr:

Schritt für Schritt geht deswegen auch "Jeder" in Richtung autonomes Fahren.

Ehrlich - wer war noch nicht begeistert von dieser Möglichkeit?

Falsch... Denke mal ein paar Millionen Autofahrer, ich eingeschlossen, sind strikt dagegen, ein paar andere Milliönchen beäugen das Ganze mit Argwohn - und nur ein relativ geringer Teil ist tatsächlich begeistert von diesen Möglichkeiten. Viele auch nur, weil ihnen suggeriert wird, wie toll das alles sein kann. Ja eben, kann, nicht muss...

 

Kaum einer wird aber etwas gegen entsprechend gute Assistenzsysteme haben. Bremsassi, Abstandsassi, Spurhalteassi, da ist noch viel Luft nach oben, denn nicht mal die wurden bis heute perfekt zum Laufen gebracht.

 

Zitat:

@eddibaer schrieb am 3. April 2019 um 23:09:01 Uhr:

Befragungen in Fachzeitschriften halte ich hier nicht für aussagekräftig - wer genau und welche Gruppe wurden unter welchen Umständen und technischen / wirtschaftlichen Aufklärungsstand befragt......? CO² ist auch für die Klimaerwärmung verantwortlich.....NOx ist ein tödliches Gas.....:confused:

Bei Ersterem gebe ich Dir sogar recht. Was ist heute schon aussagekräftig. Ebenso wenig sind es wohl Deutschlands berühmte Befragungen, die sich wie bei der GEZ und den Einschaltquoten gerade mal an 1000 ausgewählte Haushalte richten.

 

Bei Zweiterem wäre ich schon vorsichtig. Hier einen technisch / wirtschaftlichen Aufklärungsstand als Bedingung ins Feld zu führen, halte ich für sehr bedenklich.

 

Auch die Diskussion um NOx, CO2 und was auch immer ist in Bezug auf die Mobilität eher ein politisches, als ein reales Thema. Erst recht, wenn man bedenkt, wie viel Prozent von wie viel Prozent am Ende tatsächlich auf den privaten Individualverkehr zurückzuführen sind. Rechnet man das dann noch auf Deutschland herunter, bleibt was über? Sowas wie 0,005% von irgendwas?

 

Und selbst wenn 4, 5 oder 6 Länder in Europa hier die große Öko-Keule schwingen, was davon bleibt ist ein lauer Pups im Verhältnis zum Weltklima. Da müsste man schon ganz anders ansetzen, um "echte" Ergebnisse zu erzielen. Ja, auch wenn die Mobilität da eingeschlossen ist.

 

Und am Ende hat der politische Wille auch verstärkt was mit Sparguthaben zu tun, welches man zwingend dem Wirtschaftskreislauf zuführen möchte. Aber diese Thematik würde hier dann doch zu weit gehen und hat mit autonomen Fahren nur bedingt zu tun.

 

Zitat:

@eddibaer schrieb am 3. April 2019 um 23:09:01 Uhr:

Nichts für ungut, aber es gibt KEIN vernünftiges Argument FÜR freies Fahren auf deutschen Straßen, dafür aber jede Menge beweisbare Fakten/Zahlen und Argumente für ein Tempolimit!

Na ja, ist halt so eine Wischiwaschi-Aussage. Freie Fahrt bedeutet dabei genau was? 120 Km/h? 150 Km/h? 200 Km/h?

 

Ich selbst glaube auch nicht, dass man zwingend 250 oder 280 Km/h fahren können/dürfen muss, aber ein dynamisches Tempolimit, je nach Ausbau der jeweiligen BAB und realer Fahrzeugdichte würde sicher weit effeltiver wirken. Ich sehe kaum einen Grund, warum man am Sonntag bei nahezu freier dreis- oder gar vierpuriger Bahn mit 120 Km/h vor sich hindümpeln müsste.


04.04.2019 09:15    |    Spurverbreiterung142

Zitat:

@STFighter schrieb am 4. April 2019 um 00:02:01 Uhr:

Teslas, Autos von FCA und andere können einfach so übernommen werden, ohne große Anstrengung, geschweige denn Hacken..............

Zumindest hier muss ich Dir ein klein wenig widersprechen (auch wenn ich den Rest Deiner Ausführungen ganz zutreffend fand). Die Mär vom gehackten Jeep Grand Cherokee, der extern während der Fahrt übernommen worden sein sollte, hat sich ja schon gleich nachdem die Geschichte in Umlauf kam als Märchen herausgestellt. Da lässt sich nix allein davonfahren oder manipulieren, einfach weil die dafür notwendige, technische Anbindung an die dafür benötigten Komponenten gar nicht vorhanden ist.

 

Bei einem Tesla würde ich mir da zugegeben eher noch Gedanken machen, eben wegen deren autonomen Spielereien... :p


04.04.2019 10:03    |    HJFl

Zitat:

...Nichts für ungut, aber es gibt KEIN vernünftiges Argument FÜR freies Fahren auf deutschen Straßen, dafür aber jede Menge beweisbare Fakten/Zahlen und Argumente für ein Tempolimit!

 

Grüße

Ed

 

 

Es gibt keinen Beweis dafür das die Menschheit für die Erde von Nutzen ist, aber viele Gründe warum die Menschheit die Erde ruiniert.

Dafür gibt es "jede Menge beweisbare Fakten/Zahlen und Argumente"!

Also sollte die deutsche Umwelthilfe die Menschheit verbieten lassen!


04.04.2019 10:32    |    Gnageseil

Zitat:

und die meisten Unfälle aufgrund Unachtsamkeit oder Übermüdung besonders der LKW-Fahrer passieren wird diese Begrenzung genau null Auswirkungen auf irgendeine Unfallstatistik haben.....siehe die uns umgebenden Länder.....da hat es auch überhaupt keine Veränderungen gegeben....da verrecken sogar mehr auf den Straßen als in unserem "Raser"-Land.....

Das heißt die umgebenden Länder sollten ihre Begrenzung aufheben, dann haben sie weniger Unfälle?

Na, merken Sie es selbst?

 

Also ich fahre genug Autobahn. Die LKWs sind eine Sache, Leute, die mit über 200 über die Bahn brettern und wenn's (auch mal wegen einem LKW) eng wird, nicht mehr adäquat reagieren können, habe ich schon oft genug gesehen.

Also weniger sicher würde es durch ein Tempolimit sicher nicht. Fertig.

 

Ich würde mir davon einfach einen besseren Verkehrsfluss versprechen. Und den kann man bei Ländern mit Limit sehr wohl beobachten.

Durch die großen Geschwindigkeitsdifferenzen is der Verkehrsfluss dermaßen unstet,. Da wird geschoben und gedrängelt, und wieder bremsen und wieder Gas geben... Echt unklar.

Ich gehöre dann auch zu denen, die den Tempomat bei 100-110 setzen, weil mich das Gerangel nervt und stresst und es Sprit kostet. Das behindert natürlich irgendwo auch, das ist mir klar.

In Ländern mit Limit fahre ich immer was geht, weils ja alle machen und das dann spürbar besser klappt.


04.04.2019 10:33    |    Spurverbreiterung142

Zitat:

@HJFl schrieb am 4. April 2019 um 10:03:00 Uhr:

Es gibt keinen Beweis dafür das die Menschheit für die Erde von Nutzen ist, aber viele Gründe warum die Menschheit die Erde ruiniert.

Dafür gibt es "jede Menge beweisbare Fakten/Zahlen und Argumente"!

Also sollte die deutsche Umwelthilfe die Menschheit verbieten lassen!

Da kommen wir dann aber langsam in eine zutiefst philosophische Gesprächsrunde, denn wenn man von unserer Tierwelt mal absieht, welche wir ja auch bereits nach und nach vernichten, muss man sich natürlich auch fragen, für wen die Erde am Ende noch von Nutzen ist, wenn keiner mehr da wäre, der sich an dem erfreut, diese nutzt, bewohnt oder was auch immer...

 

Glaube an der Frage haben sich schon so manche Philosophen die Zähne ausgebissen und jeder kann sich denken, dass dieser Planet ohne die Spezies Mensch ein traumhaftes Örtchen wäre, zumindest so nach 100.000 Jahren.

 

In etwa 3 bis 4 Mrd. Jahren wird davon aber auch nichts mehr übrig sein, da dann wohl sowieso langsam die Lichter ausgehen. Eine Abkühlung der Sonne um nur wenige Grad ist dafür schon ausreichend und bei der geht halt irgendwann mal gänzlich der Saft aus.

 

Ist aber auch nicht relevant, da sich das Thema Mensch und Zivilisation in etwa 100 bis 150 Jahren von ganz allein erledigt haben wird, allein aus Gründen der Überbevölkerung. Schon in 50 bis 80 Jahren werden hier katastrophale Zustände herrschen (siehe hier)...

 

* * * * *

 

Ach ja, Tempolimit 130 Km/h... ähhh, ja..., eher kleineres Problem... :D :p ;)


04.04.2019 10:36    |    Spurverbreiterung142

Zitat:

@Gnageseil schrieb am 4. April 2019 um 10:32:56 Uhr:

Ich gehöre dann auch zu denen, die den Tempomat bei 100-110 setzen...

Wo genau? Also auf der rechten Spur kann es ja eher nicht sein, schon wegen der LKW - und linke Spur wohl eher auch nicht. Also bleiben wohl nur mindestens dreispurige Autobahnen. Oder? ;)


04.04.2019 11:13    |    STFighter

Zitat:

Das heißt die umgebenden Länder sollten ihre Begrenzung aufheben, dann haben sie weniger Unfälle?

Na, merken Sie es selbst?

 

Also ich fahre genug Autobahn. Die LKWs sind eine Sache, Leute, die mit über 200 über die Bahn brettern und wenn's (auch mal wegen einem LKW) eng wird, nicht mehr adäquat reagieren können, habe ich schon oft genug gesehen.

Also weniger sicher würde es durch ein Tempolimit sicher nicht. Fertig.

 

Ich würde mir davon einfach einen besseren Verkehrsfluss versprechen. Und den kann man bei Ländern mit Limit sehr wohl beobachten.

Durch die großen Geschwindigkeitsdifferenzen is der Verkehrsfluss dermaßen unstet,. Da wird geschoben und gedrängelt, und wieder bremsen und wieder Gas geben... Echt unklar.

Ich gehöre dann auch zu denen, die den Tempomat bei 100-110 setzen, weil mich das Gerangel nervt und stresst und es Sprit kostet. Das behindert natürlich irgendwo auch, das ist mir klar.

In Ländern mit Limit fahre ich immer was geht, weils ja alle machen und das dann spürbar besser klappt.

Das ist die typische 1+1=3 Rechnung. Das stimmt einfach nicht.

 

Der Verkehrsfluss ist in Frankreich besser, weil da einfach allgemein viel weniger Verkehr herrscht.

In Österreich ist der Verkehrsfluss nicht besser - im Gegenteil, ich finde der Verkehr in Österreich stockt viel schneller, als bei uns - die können Sicherheitsabstand genau so wenig. Das einzige was die wirklich besser können als wir, sind Rettungsgassen. Und SO schlecht sind wir da auch nicht. Klar gibt's einiges zu verbessern, ändert aber nix das wir im Vergleich alles andere als schlecht da stehen.

Das "Gerangel" gibt's davon abgesehen auch in allen anderen Ländern im Berufs-/Hauptverkehr. Schon mal in Italien im Berufsverkehr gewesen? Oder rund um Paris? DAS ist Gerangel. Das was wir auf Autobahnen haben ist nervig und anstrengend, aber echt harmlos im Vergleich dazu. Die nordischen Länder braucht man auch nicht vergleichen - das Verkehrsaufkommen was die haben ist selbst im Berufsverkehr ein absoluter Witz.

Vorausschauendes Fahren können die wenigsten ordentlich, auch ausserhalb von Deutschland. Die Schweizer und Niederländer sind da die schlimmsten.

 

Ich rate übrigens auch mal drauf zu achten, wie viele LKWs hier in DE unterwegs sind und wie viele in anderen Ländern.

 

Zitat:

@NeoNeo28 schrieb am 4. April 2019 um 09:15:25 Uhr:

Zumindest hier muss ich Dir ein klein wenig widersprechen (auch wenn ich den Rest Deiner Ausführungen ganz zutreffend fand). Die Mär vom gehackten Jeep Grand Cherokee, der extern während der Fahrt übernommen worden sein sollte, hat sich ja schon gleich nachdem die Geschichte in Umlauf kam als Märchen herausgestellt. Da lässt sich nix allein davonfahren oder manipulieren, einfach weil die dafür notwendige, technische Anbindung an die dafür benötigten Komponenten gar nicht vorhanden ist.

 

Bei einem Tesla würde ich mir da zugegeben eher noch Gedanken machen, eben wegen deren autonomen Spielereien... :p

Stimmt - da hab ich mich nur noch an den ersten Artikel zu erinnern können...allerdings gibt es auch noch andere Fahrzeuge bei denen das relativ einfach möglich ist.


04.04.2019 15:23    |    dodo32

Zitat:

@eddibaer schrieb am 3. April 2019 um 23:09:01 Uhr:

Hallo,

Zitat:

@eddibaer schrieb am 3. April 2019 um 23:09:01 Uhr:

Zitat:

@dodo32 schrieb am 3. April 2019 um 10:55:38 Uhr:

 

 

Offiziell, ja. Gibt es eine Doku drüber: https://www.youtube.com/watch?v=FPcMzWydB0M

 

So etwas ist eher die Ausnahme als die Regel wird aber von Befürwortern gerne so dargestellt.

...ist das euer Ernst?

Ja

 

Zitat:

Dieser Fall war mit Sicherheit nicht die "Raserei" von der wir hier sprechen - dies war ... [kommentarlos].. .Wir sprechen hier von "Schnell fahren" auf einer BAB - das Wort "Raserei" ist hier natürlich ein "Verstärker" für das Geschwindigkeitsempfinden.

:confused: über was reden wir dann? :confused: Das was der Fahrer des Mercedes damals gemacht ist genau das, was man eben nicht tun sollte: ohne Rücksicht auf Verluste durch den Straßenverkehr "holzen". Hundertausende befahren täglich und auch teils sehr zügig unsere Autobahen ohne sich dabei in irgendeiner Form strafbar zu machen. Es gibt immer schwarze Schafe. Die disqualifizieren sich aber mittelfristig alle selbst. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl an Abstandsmessungen. Als Vielfahrer kann ich bestätigen, dass ich in der Woche mindestens 3 x meinen Führerschein verlieren könnte, würde ich mich nicht an die Regeln halten.

 

Fazit: zügiges Reisen ist für mich keine "Raserei".

 

Zum Rest wurde ja schon alles gesagt.


04.04.2019 17:17    |    eddibaer

Zitat:

@dodo32 schrieb am 4. April 2019 um 15:23:00 Uhr:

....Das was der Fahrer des Mercedes damals gemacht ist genau das, was man eben nicht tun sollte: ohne Rücksicht auf Verluste durch den Straßenverkehr "holzen". ....

Wer dieses Bild von der "Raserei" im Kopf behält, wurde erfolgreich von der damaligen Hetze der Medien gepolt.

 

Wenn man den Bericht des MDR objektiv bis zum Ende anschaut, kommt man unweigerlich zum Ergebnis, dass es keine Beweise für eine Raserei dieses Mannes gab und die Verurteilung ganz klar nur durch die Medien getrieben wurde - Gehirnwäsche mit höchster Effizienz.

 

Sicherlich war das ein absolut tragischer Unfall und leider auch ein Fahrfehler von der Verunglückten (das darf man hier nicht vergessen) aber ähnliche und weit tragischere Unfälle ereignen sich Bundesweit ja fast täglich, bei der eine hohe Geschwindigkeit die Ursache war. Zur Zeit sind die Medien aber nicht interessiert an tragische Schicksale auf der Autobahn und deswegen kommen manche auf den Gedanken, das es schon lange kein "Raserei" - Unfall mehr gab ;)

 

Grüße

Ed


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